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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2020
(insgesamt 32 Einzelfragen)
Fraktion
DIE LINKE
Ressort
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Datum
30.03.2021
Antwortdauer
42 Tage
Aktualisiert
04.03.2024
ThemenMigration & Integration
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT19/2673816.02.2021
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2020
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Ulla Jelpke, Dr. André Hahn, Gökay Akbulut, Sevim Dağdelen,
Niema Movassat, Żaklin Nastić, Petra Pau, Martina Renner, Kersten Steinke,
Friedrich Straetmanns und der Fraktion DIE LINKE.
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2020
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die in der medialen Berichterstattung zumeist nur
wenig Beachtung finden. So ist kaum bekannt, dass die Anerkennungsquote bei
inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher liegt als die offiziellen Zahlen
vermuten lassen (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders
angegeben, Bundestagsdrucksache 19/18498). Die sogenannte bereinigte Schutzquote,
bei der rein formelle Entscheidungen unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr
2019 bei 56,6 Prozent, gegenüber der von der Bundesregierung verwandten
unbereinigten Schutzquote in Höhe von 38,2 Prozent. Die Statistikbehörde EU-
ROSTAT (Statistisches Amt der Europäischen Union) verwendet ebenfalls eine
um bestimmte formelle Entscheidungen (insbesondere Dublin-Entscheidungen)
bereinigte „Anerkennungsrate“, diese lag nach deren Berechnungen im Jahr
2019 für Deutschland bei 46 Prozent (70 320 Anerkennungen, https://ec.europ
a.eu, Pressemitteilung vom 27. April 2020).
Hinzu kommen Anerkennungen durch die Gerichte nach einer zunächst
negativen Entscheidung des BAMF. Gegen 75 Prozent aller ablehnenden BAMF-
Bescheide wurde im Jahr 2019 geklagt. Fast die Hälfte aller Asylklagen
(44,7 Prozent) endete 2019 mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“, z. B.
wenn Verfahren von mehreren Familienangehörigen zusammengelegt werden,
wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn ein Schutzstatus im
Einvernehmen mit dem BAMF in Abänderung des Ursprungsbescheides erteilt wird.
„Sonstige Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa überwiegend in Fällen
mit schlechten Erfolgsaussichten, die wichtigsten Herkunftsländer hierbei
waren: Afghanistan, Syrien, Nigeria und Irak. Auch wenn ein Gericht entscheidet,
dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies
z. B. als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26 auf
Bundestagsdrucksache 19/4961).
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
tatsächlich inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach
Berechnung der Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden
im Klageverfahren im Jahr 2019 in Höhe von 26,4 Prozent – das BAMF gibt
demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe von nur knapp 15 Prozent an
(„Gerichtsstatistik 2019“, Meldung vom 30. März 2020, www.bamf.de). Bei
afghanischen Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren
2019 bei 48,7 Prozent, d. h., fast jeder zweite Bescheid erwies sich nach einer
gerichtlichen Überprüfung als falsch (Somalia: 44,4 Prozent, Iran: 38 Prozent).
Deutscher Bundestag Drucksache 19/26738
19. Wahlperiode 16.02.2021
In absoluten Zahlen mussten die Verwaltungsgerichte 2019 insgesamt 22 302
BAMF-Bescheide korrigieren, zudem änderte das BAMF von sich aus weitere
3 831 Bescheide – gut 26 000 Schutzsuchende, die vom BAMF zunächst
abgelehnt worden waren, erhielten 2019 also nachträglich doch noch einen
Schutzstatus (gut 70 000 Anerkennungen des BAMF gab es im Jahr 2019 insgesamt).
Zuletzt räumte die Bundesregierung ein (vgl. Antwort zu Frage 18 auf
Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ bei Gericht
keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und nicht als
Bestätigung der Entscheidungspraxis des BAMF gewertet werden können.
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Standorte des
BAMF ist enorm: Bei afghanischen Schutzsuchenden lag sie im Jahr 2019
zwischen 32,5 und 84,7 Prozent, bei irakischen zwischen 1,8 und 91,9 Prozent, bei
iranischen zwischen 8 und 67,4 Prozent, bei somalischen zwischen 23,7 und
94,7 Prozent und bei türkischen Asylsuchenden zwischen 25,1 und 96,6
Prozent. Mit deutlich negativ abweichenden Schutzquoten fielen z. B. die BAMF-
Standorte Frankfurter Flughafen, Heidelberg, Chemnitz, Trier,
Eisenhüttenstadt, Zirndorf und Berlin auf. Das Forschungszentrum des BAMF hatte u. a.
folgende Erklärungen für eine abweichende Entscheidungspraxis im BAMF
benannt: ein besonderes „Mikroklima“ in der jeweiligen Organisationseinheit, die
Zusammensetzung des Personals und lokale Auslegungen von Leitsätzen. Das
wurde von der Bundesregierung zunächst als „hypothetisch“ bewertet (Antwort
zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache 19/6786), auf Nachfrage (Antwort zu
Frage 4f auf Bundestagsdrucksache 19/18498) hieß es, dass
Qualitätssicherungsmaßnahmen und Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen
lokalen (Fehl-)Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“. In
Bezug auf die Herkunftsländer Nigeria und Eritrea wurden Leitsätze und
Textbausteine geändert, um Entscheidungen zu vereinheitlichen, die
Entscheidungspraxis in Bamberg wurde beanstandet, weil es nicht nachvollziehbare
Abweichungen gegeben habe (ebd., Frage 4b). In der „Zeitschrift für Ausländerrecht“
(ZAR 7/2020, 223 ff.) erklärte die Vize-Präsidentin des BAMF, Ursula Gräfin
Praschma, unterschiedliche Schutzquoten ließen sich vor allem auf individuell
unterschiedliche Sachverhalte und Merkmale der jeweiligen Asylgesuche
zurückführen. In einer Entgegnung (ZAR 1/2021, S. 10 ff.) legte Prof. Dr. Gerald
Schneider aufgrund empirischer Daten zu Asylsuchenden in Deutschland dar,
dass diese individuellen Merkmale gerade keinen messbaren Effekt auf die
Schutzgewährung hätten.
Immer mehr Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h.,
es geht um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, „die zuvor im Wege des legalen Familiennachzugs
eingereist sind“, so die Bundesregierung (Antwort zu Frage 2b auf
Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim GFK-Status (GFK = Genfer
Flüchtlingskonvention) lag dieser Anteil des Familienschutzes im Jahr 2019 bei 80,6 Prozent
(2017: 24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen außer
Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen Asylsuchenden im Jahr 2015
noch zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der GFK zugesprochen
wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp 5 Prozent (vgl. Valentin
Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und Gerichtsstatistik des BAMF“,
in: ASYLMAGAZIN 10-11/2020, Seite 356). Die meisten GFK-Status werden
derzeit also an Familienangehörige infolge einer früheren Spruchpraxis des
BAMF erteilt, ansonsten fiele die Entscheidungspraxis des BAMF weitaus
restriktiver aus.
Bei der Mehrheit aller Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um
Kinder und Jugendliche, 2019 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden
bei 50,1 Prozent, 1,9 Prozent waren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Bei
31 417 Asylanträgen (22 Prozent aller Anträge) ging es um in Deutschland
geborene Kinder von Geflüchteten: 2 567 waren Kinder von Asylsuchenden,
10 319 von anerkannten Flüchtlingen, bei vielen der übrigen 18 531
„nachgeborenen“ Asylsuchenden dürfte es sich um Kinder von Geduldeten oder
Personen mit humanitärer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) handeln, für die nach § 14a Absatz 2 des Asylgesetzes
(AsylG) bei Geburt in Deutschland ein Asylantrag von Amts wegen als gestellt
gilt. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat knüpft vor diesem
Hintergrund in seiner Asylantragsstatistik seit Januar 2020 zentral an der Zahl
„grenzüberschreitender Asylerstanträge“ an, bei der Anträge für hier geborene
Kinder nicht berücksichtigt werden (https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pres
semitteilungen/DE/2020/01/asylzahlen-jahr-2019.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel
16a des Grundgesetzes – GG –, nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes – AufenthG – in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention
– GFK –, subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der
Entscheidungspraxis des BAMF im vierten Quartal bzw. im Gesamtjahr
2020 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen angeben und für
die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes
dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende
Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG bzw. GFK,
einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen Abschiebungsschutz
zugesprochen bekommen haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach
Art der Anerkennung differenzieren: Asylberechtigung (darunter
Familienasyl), internationaler Flüchtlingsschutz (darunter Familienschutz),
subsidiärer Schutz (darunter Familienschutz), nationale
Abschiebungsverbote – bitte jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in
jedem Fall Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Marokko,
Tunesien, Georgien, Armenien und die Türkei sowie zu allen sicheren
Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie zu
Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich
machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in den
genannten Zeiträumen?
c) Wie hoch war im Jahr 2020 der Anteil internationalen
Flüchtlingsschutzes (Asylberechtigung bzw. Schutz nach GFK, bitte
differenzieren) bzw. subsidiären Schutzes an allen inhaltlichen BAMF-
Entscheidungen (ohne formelle Entscheidungen), wenn die im Rahmen des
Familienschutzes gewährten Schutzstatus nicht berücksichtig werden
(bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), wie lauten im Vergleich dazu diese Werte für das Jahr 2015 (bitte
wie zuvor differenzieren), und wie erklärt und bewertet die
Bundesregierung den in diesem Zeitraum z. B. bei syrischen, aber auch
eritreischen oder irakischen Flüchtlingen drastisch gesunkenen Anteil
gewährten Schutzes nach der GFK, wenn Schutzstatus im Rahmen des
Familienasyls nicht berücksichtigt werden (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller und mediendienst-integration.de: Wie hat sich die
Entscheidungspraxis entwickelt?)?
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes –
AsylG – (GFK) im vierten Quartal bzw. im Gesamtjahr 2020 beruhten
auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung
bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und
relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern angeben)?
b) Wie viele der Anerkennungen in den genannten Zeiträumen waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits
Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärer Schutz –
differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland
geborene Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
c) Wie viele der Asylsuchenden in den genannten Zeiträumen verfügten
zum Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigem
Aufenthaltstitel (Welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen
verfügten zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten (bitte wie in der Antwort zu
Frage 2c auf Bundestagsdrucksache 19/22023 differenzieren)?
3. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Fallzahlen für die Herkunftsländer Syrien, Afghanistan,
Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria und Türkei im Jahr 2020, differenziert
nach Organisationseinheiten im BAMF (bitte nur solche
Organisationseinheiten mit über 50 entsprechenden Entscheidungen auflisten und nach den
Quoten auf- oder absteigend sortieren)?
Wie lauten diese Werte zur bereinigten Schutzquote der
Organisationseinheiten, wenn Entscheidungen zur Gewährung eines Familienschutzes nicht
berücksichtigt werden (bitte wie zuvor differenzieren)?
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im zweiten Halbjahr 2020 wegen signifikant negativer oder signifikant
positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten)
Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche Abweichungen in
Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen
und in Tabellenform wie in der Antwort zu Frage 4 auf
Bundestagsdrucksache 19/22023 darstellen)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar bewertet,
bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen
(bitte entsprechende Ausführungen auch zum Schutzquotenbericht für das
erste Halbjahr 2020 nachholen, die in der Antwort zu Frage 4a auf
Bundestagsdrucksache 19/22023 noch nicht möglich waren)?
5. Welche Erklärung hat die Bundesregierung dafür, dass im ersten Halbjahr
2020 im ANKER-Zentrum in Manching die bereinigte Schutzquote bei
afghanischen Asylsuchenden mit nur 27,6 Prozent (bei 112 Entscheidungen)
mit Abstand im bundesweiten Vergleich am niedrigsten war (vgl. Antwort
zu Frage 3 auf Bundestagsdrucksache 19/22023), und warum wird das
ANKER-Zentrum in Manching bei der Aufzählung der
Organisationseinheiten mit deutlicher Unterschreitung der bereinigten Schutzquoten im
ersten Halbjahr 2020 (vgl. ebd., Antwort zu Frage 4) bei afghanischen
Schutzsuchenden nicht genannt (bitte ausführen)?
6. Wie ist die Antwort der Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache
19/3148 zu Frage 31, in der es heißt, dass die von EUROSTAT verwandte
statistische Angabe bzw. Größe „endgültiger Berufungsbescheide“ sowohl
rechtskräftige Entscheidungen der Gerichte, falls Rechtsmittel eingelegt
wurden, enthalte, als auch Behördenbescheide, wenn diese bestandskräftig
wurden, weil keine Rechtsmittel eingelegt wurden – wovon alle
erstinstanzlichen Entscheidungen des BAMF abgezogen würden –, damit
vereinbar, dass EUROSTAT in der Pressemitteilung 70/2020 vom 27. April
2020 erklärt, dass ein endgültiger Berufungsentscheid „eine Entscheidung
in der letzten Instanz des administrativen/juristischen Asylverfahrens als
Ergebnis eines von einem in der vorherigen Verfahrensstufe abgewiesenen
Asylbewerber eingelegten Rechtsmittels“ bezeichne, was dem Wortlaut
nach so zu verstehen ist, dass Rechtsmittel eingelegt worden sein müssen
und keine mangels Rechtsmitteleinlegung bestandskräftig gewordenen
Behördenbescheide gemeint sein können (bitte ausführen und den
Widerspruch auflösen: berechnet EUROSTAT diese Quote nach Auffassung der
Bundesregierung falsch, haben EUROSTAT und Bundesregierung eine
unterschiedliche Auffassung der hier maßgeblichen Begriffe oder
Berechnungsweisen, welche anderen Erklärungen gibt es; bitte nachvollziehbar
darlegen)?
7. Wie ist es zu erklären, dass die Bundesregierung in der Antwort zu
Frage 24 auf Bundestagsdrucksache 19/19333 für das Jahr 2019 insgesamt
70 328 Schutzgewährungen durch das BAMF benennt – was den Angaben
von EUROSTAT in der Pressemitteilung 70/2020 vom 27. April 2020 zu
70 320 Schutzgewährungen in Deutschland im Jahr 2019 in der ersten
Instanz fast genau entspricht –, und ihren diesbezüglichen Angaben zufolge
im selben Jahr durch die Gerichte zusätzlich insgesamt 22 353
Schutzstatus erteilt wurden (die geringe Differenz zu 22 302 Schutzgewährungen
durch die Verwaltungsgerichte in der ersten Instanz laut Antwort zu
Frage 16 auf Bundestagsdrucksache 19/18498 ergibt sich vermutlich durch
Schutzgewährungen in höheren Gerichtsinstanzen), während EUROSTAT
für Deutschland für 2019 zusätzlich 45 910 gewährte Schutzstatus durch
„endgültige Berufungsentscheide“ vermeldet (a. a. O.), was nach Ansicht
der Fragestellerinnen und Fragesteller erklärungsbedürftig erscheint, weil
die Zahlen der vom BAMF gewährten Schutzstatus nach beiden Quellen
(fast) übereinstimmen und somit fraglich ist, wie EUROSTAT auf 45 910
zusätzlich gewährte Schutzstatus in der Berufungsinstanz kommt, obwohl
die Gerichte nach Angaben der Bundesregierung nur gut 23 000
zusätzliche Schutzstatus erteilt haben sollen (bitte nachvollziehbar ausführen)?
8. Entspricht die Verfahrensweise im Umgang mit einem im Glauben
konvertierten iranischen Asylsuchenden (vgl. Christ & Welt, Seite 64: „Er glaubt.
Das Amt glaubt ihm nicht“; zwei Pressesprecher des BAMF waren beim
Gespräch mit dem Journalisten anwesend und ergänzten schriftlich) den
internen Vorgaben und Qualitätsvorstellungen im BAMF, wenn es
demnach zwei mehrstündige Anhörungen durch zwei verschiedene Anhörer
gab, die Entscheidung, d. h. die Ablehnung jedoch von einem Dritten
getroffen und so begründet wurde, dass nicht glaubhaft gemacht worden sei,
dass der Betroffene „aus innerer Überzeugung zum christlichen Glauben
übergetreten ist“, obwohl der Entscheider bei den Anhörungen gar nicht
dabei war und sich so kein eigenes Bild von der Glaubhaftigkeit des
Vorbringens machen konnte (in dem Artikel heißt es, dem Asylsuchenden sei
im Bescheid vorgeworfen worden, seine Wortwahl sei „farblos, kurz, glatt
und lediglich zielgerichtet“ gewesen, den Anhörungsprotokollen zufolge
sei die Erzählung des Asylsuchenden jedoch „anschaulich und detailreich“
gewesen)?
Inwieweit wird es in diesem Fall gegebenenfalls eine interne Überprüfung
der Ablehnungsentscheidung geben, um gegebenenfalls auch das damit
befasste Gericht entlasten zu können, und inwieweit hat es eine interne
Qualitätskontrolle zu diesem Bescheid mit welchem Ergebnis gegeben, vor
dem Hintergrund, dass die Bundesregierung im März 2019 in der Antwort
zu Frage 28 auf Bundestagsdrucksache 19/8701 ausführte, dass eine
Einheit von Anhörer und Entscheider nach Dienstanweisung grundsätzlich
vorgesehen ist und hierzu, bei wenigen Ausnahmen, vollständig wieder
zurückgekehrt werden soll?
9. Was wurde bzw. wird innerhalb des BAMF unternommen, um die Vorgabe
des Bundesministers des Innern, für Bau und Heimat Horst Seehofer in
Bezug auf Abschiebungen nach Syrien umzusetzen, „ab 1. Januar 2021
jeden einzelnen Fall genau“ zu prüfen und zu „versuchen, eine Abschiebung
zu ermöglichen“ (Seehofer gegenüber der Bild am Sonntag laut Der
Spiegel vom 27. Dezember 2020; bitte so differenziert und genau wie möglich
darlegen)?
Um welche Größenordnung von Verfahren geht es dabei, welche
Personengruppen bzw. Verfahren werden dabei in welcher Weise gesondert
geprüft, gibt es auch rückwirkende Neubeurteilungen bzw. Rücknahmen oder
Widerrufe in solchen Fällen, in denen zuvor zumindest ein
Abschiebungsverbot ausgesprochen wurde, und in wie vielen Fällen seit 2015 wurde bei
Asylsuchenden aus Syrien selbst ein Abschiebungsverbot verneint, so dass
eine Abschiebung rein rechtlich möglich wäre (ohne formelle
Erledigungen, bitte nach Jahren und Quartalen auflisten und nach ablehnenden
Entscheidungen bzw. Widerrufen bzw. Rücknahmen differenzieren)?
10. Hat das BAMF seine internen Vorgaben, Herkunftsländerleitsätze usw. in
Bezug auf die Feststellung von Abschiebungshindernissen beim
Herkunftsland Afghanistan, insbesondere auch bei gesunden, alleinstehenden
Männern und mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie,
geändert oder plant sie dies (bitte so genau wie möglich darlegen)?
Wird das BAMF auch vor dem Hintergrund einer diesbezüglich teilweise
geänderten Rechtsprechung mehrerer (Ober-)Verwaltungsgerichte, die
nunmehr auch bei gesunden jungen Männern Abschiebungsverbote
feststellen (vgl. z. B.: Flüchtlingsrat Niedersachsen: Droht eine Abschiebung
aus Niedersachsen nach Afghanistan?; Pro Asyl: Aus guten Gründen.
Immer wieder stoppen Gerichte Abschiebungen nach Afghanistan), und
angesichts der hohen Aufhebungsquote von BAMF-Bescheiden beim
Herkunftsland Afghanistan (vgl. z. B.: Verwaltungsgerichte: Tausende
abgelehnte Asylbescheide aufgehoben; tagesschau.de) gezielt beklagte und
gerichtlich noch anhängige Ablehnungsbescheide zum Herkunftsland
Afghanistan intern noch einmal überprüfen, auch um die Gerichte in diesen
Fällen bei einer geänderten Einschätzung gegebenenfalls entlasten zu können
(bitte begründen)?
11. Welche Konsequenzen wurden innerhalb des BAMF aus dem Urteil des
Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 14. Januar 2021 in der
Rechtssache C-441/19 zur Unzulässigkeit von Rückkehrentscheidungen bei
unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen mit ungeklärten
Aufnahmemöglichkeiten im Rückkehrstaat gezogen oder sind geplant (vgl. auch: EuGH
stärkt die Rechte von unbegleiteten Minderjährigen! | PRO ASYL; bitte so
genau wie möglich darlegen), und inwieweit wird bislang bzw. derzeit bei
minderjährigen unbegleiteten Asylsuchenden im Asylverfahren vor Erlass
einer Abschiebungsandrohung geprüft, inwieweit es geeignete
Aufnahmemöglichkeiten im Rückkehrstaat gibt?
Stimmt die Bundesregierung der Einschätzung zu (ebd.), dass das
bisherige Vorgehen in Deutschland, solche jugendlichen unbegleiteten
Minderjährigen im Falle einer Ablehnung eines Schutzes trotz der ungeklärten
Lage im Rückkehrstaat bis zur Volljährigkeit lediglich zu dulden, mit dem
genannten Urteil des EuGH und dem vorrangig zu berücksichtigenden
Kindeswohl nicht vereinbar ist (bitte ausführen)?
Wie soll in Fällen bereits erfolgter Ablehnungen unbegleiteter
minderjähriger Asylsuchender (ohne Prüfung geeigneter Aufnahmemöglichkeiten im
Rückkehrstaat) verfahren werden, wie viele minderjährige unbegleitete
Asylsuchende wurden in den letzten Jahren (seit 2015) abgelehnt (bitte
nach Jahren und wichtigsten Herkunftsländern auflisten), wie viele von
diesen sind jetzt noch unter 18 Jahre alt, und wie viele von ihnen werden
derzeit geduldet oder haben eine Aufenthaltserlaubnis (bitte so genau wie
möglich auflisten)?
12. Wie viele Asylsuchende wurden im Gesamtjahr 2020 registriert (bitte nach
Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den
jeweiligen Monaten gegenüberstellen)?
13. Zu wie vielen asylsuchenden Personen wurde im Gesamtjahr 2020 nach
Angaben des Ausländerzentralregisters eine Ausreise registriert, obwohl
noch kein Abschluss des Asylverfahrens erfasst war (bitte auch nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern und nach Bundesländern differenzieren)?
14. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
Gesamtjahr 2020 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise,
sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF
hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
15. In wie vielen Fällen wurden im Gesamtjahr 2020 (bitte nach Quartalen
auflisten und Gesamtzahlen nennen) mobile Datenträger von
Asylsuchenden ausgelesen und ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte auch nach den
zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
a) Zu welchem Anteil verfügten im Jahr 2020 Asylsuchende, deren
Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht hinreichend
sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträger-Geräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch ausgelesen
werden und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung erst
nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen den
Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Daten-Auslesung im Jahr 2020
erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser für das
Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in wie
vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender Prüfung
durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine Ablehnung
(bitte so differenziert wie möglich antworten und in absoluten und
relativen Zahlen darstellen)?
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der Daten-
Auslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu
geführt oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden
zu ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu
widerlegen bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
d) Welche gerichtlichen Entscheidungen zur Auswertung mobiler
Datenträger durch das BAMF sind inzwischen ergangen (bitte etwaige
Entscheidungen bzw. Verfahren konkret benennen und kurz darstellen),
und welche Konsequenzen für die Praxis des BAMF wurden hieraus
gegebenenfalls gezogen (bitte darstellen)?
16. Wie viele Asylanträge wurden im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 nach § 14a Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen für hier
geborene (oder eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden
in den genannten Zeiträumen von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren
bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten
minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und
in Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die
Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende
Teilmengen angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
17. Wie viele der Asylsuchenden im vierten Quartal 2020 bzw. im Gesamtjahr
2020 waren sogenannte Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von
Asylsuchenden oder Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen
angeben und nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren),
wie viele dieser waren Kinder von Asylsuchenden, anerkannten
Flüchtlingen oder sonstigen Personen (bitte differenzieren)?
18. Wie viele unbegleitete Minderjährige (d. h. unter 18-Jährige) haben im
vierten Quartal 2020 bzw. im Gesamtjahr 2020 einen Asylerstantrag
gestellt (bitte nach wichtigsten Herkunftsländern und Bundesländern
aufgliedern), und welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten
Minderjährigen im genannten Zeitraum (bitte nach verschiedenen Schutzstatus
und wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
19. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im vierten Quartal 2020
bzw. im Gesamtjahr 2020 an welchen Grenzen durch die Bundespolizei
aufgegriffen, wie viele von ihnen wurden an die Jugendämter übergeben,
wie viele von ihnen wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte
nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
20. Wie viele Asylanträge wurden im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte differenziert
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben und zudem jeweils in
Relation zur Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
21. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im vierten Quartal 2020
bzw. im Gesamtjahr 2020 an welchen Flughafenstandorten mit welchem
Ergebnis durchgeführt (bitte auch Anteil der Minderjährigen, der
unbegleiteten Minderjährigen und die zehn wichtigsten Herkunftsländer angeben)?
22. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das Jahr
2020 (soweit vorliegend, bitte jeweils in der Differenzierung wie in der
Antwort zu Frage 16 auf Bundestagsdrucksache 19/18498 darstellen:
Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren,
Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw.
nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der
Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch
zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko, Tunesien, Algerien,
Georgien, Armenien und Türkei angeben – aus Gründen der
Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind
Angaben zur ersten Instanz ausreichend)?
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung
anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren) auf
einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach Bundesländern und den
zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele
dieser Verfahren wurden im Jahr 2020 mit welchem Ergebnis entschieden
(bitte ebenfalls nach Bundesländern und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind
ausreichend)?
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im Jahr 2020
Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben
und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der Bescheide und in
Bezug auf Ablehnungen gesondert ausweisen; bitte jeweils nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach den als sicher
erklärten Herkunftsländern differenzieren, zusätzlich differenzieren nach der
Art der Ablehnung: unbegründet, offensichtlich unbegründet,
unzulässig bzw. Dublin-Bescheid)?
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
d) Welche Entscheidungen wurden in Asylgerichtsverfahren im Jahr 2020
(soweit vorliegend) insgesamt getroffen, differenziert nach
Bundesländern, wichtigsten Herkunftsstaaten und erster bzw. zweiter Instanz?
e) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
Jahr 2020 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen Fällen
basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags oder aus sonstigem
Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten auflisten)?
f) Bei wie vielen der Klagen und Rechtsschutzanträge im Asylbereich im
Jahr 2020 ging es um Dublin-Bescheide, bei wie vielen um
Schutzgewährungen in einem anderen Mitgliedstaat (bitte differenzieren und
zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten), und wie
wurden die Eilverfahren zu Dublin-Bescheiden bzw.
Schutzgewährungen in einem anderen Mitgliedstaat (bitte differenzieren) im Jahr 2020
entschieden (bitte in absoluten und relativen Zahlen und so
differenziert wie möglich angeben)?
g) Wie lauten die differenzierteren Angaben des BAMF zu der Kategorie
„sonstige Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das Jahr
2020?
h) Wie lauten die 15 Organisationseinheiten des BAMF mit den höchsten
Aufhebungsquoten ihrer Bescheide durch die Gerichte (bitte mit
absoluten und relativen Zahlen auflisten), und wie werden diese erhöhten
Aufhebungen jeweils erklärt, bzw. inwieweit wird im Rahmen der
Qualitätskontrolle dem nachgegangen, was die Gründe für diese
vermehrten gerichtlichen Aufhebungen sind (bitte ausführen)?
23. Wie lautete die Klagequote in Bezug auf ablehnende Bescheide des BAMF
für das vierte Quartal 2020 bzw. das Gesamtjahr 2020?
24. Wie viele Asylanhörungen gab es im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
25. Wie waren die bereinigten Schutzquoten und die Zahl der Schutzgesuche
bei Asylsuchenden aus Tunesien, Algerien, Ägypten, Marokko, Libyen,
Georgien, Armenien und der Türkei im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020?
26. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und
Bosnien-Herzegowina im Jahr 2020 gestellt (bitte jeweils auch den
prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie wurden diese
Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
27. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische Angaben
zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-Verfahren,
Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen)?
28. Wie viele Asylverfahren wurden im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 eingestellt (bitte nach Gründen und den 15 wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
29. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im vierten
Quartal 2020 bzw. im Gesamtjahr 2020 gegenüber abgelehnten
Asylsuchenden mit welcher Begründung erlassen (bitte nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde im
vierten Quartal 2020 bzw. im Gesamtjahr 2020 ein Schutzstatus an
Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt (bitte jeweils nach Status
und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
30. Wie viele Asylgesuche gab es im vierten Quartal 2020 bzw. im Gesamtjahr
2020 an den bundesdeutschen Grenzen (bitte nach Grenzabschnitten und
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren; außerdem differenzieren, ob
das Asylgesuch im Kontext einer unerlaubten Einreise gestellt wurde)?
31. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der
Ausländerbehörden welcher Bundesländer im vierten Quartal 2020 bzw.
im Gesamtjahr 2020 mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den
zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
32. Welche Angaben lassen sich für das vierte Quartal 2020 bzw. das
Gesamtjahr 2020 zu überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum
Anteil ge- oder verfälschter Dokumente Asylsuchender machen (bitte zum
Vergleich auch die Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und
differenzieren nach den zehn wichtigsten Hauptherkunftsländern), und
warum werden keine Daten dazu erhoben, in welchem Umfang ge- oder
verfälschte Dokumente mit falschen Angaben zur Person oder Herkunft
verbunden sind bzw. inwieweit die Betroffenen dennoch als schutzbedürftig
anerkannt wurden (bitte ausführen)?
Berlin, den 22. Januar 2021
Amira Mohamed Ali, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
BT19/2810930.03.2021
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/26738 - Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2020
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Dr. André Hahn,
Gökay Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 19/26738 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2020
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die in der medialen Berichterstattung zumeist
nur wenig Beachtung finden. So ist kaum bekannt, dass die
Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher liegt als die
offiziellen Zahlen vermuten lassen (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht
anders angegeben, Bundestagsdrucksache 19/18498). Die sogenannte bereinigte
Schutzquote, bei der rein formelle Entscheidungen unberücksichtigt bleiben,
lag im Jahr 2019 bei 56,6 Prozent, gegenüber der von der Bundesregierung
verwandten unbereinigten Schutzquote in Höhe von 38,2 Prozent. Die
Statistikbehörde EUROSTAT (Statistisches Amt der Europäischen Union)
verwendet ebenfalls eine um bestimmte formelle Entscheidungen (insbesondere
Dublin-Entscheidungen) bereinigte „Anerkennungsrate“, diese lag nach deren
Berechnungen im Jahr 2019 für Deutschland bei 46 Prozent (70 320
Anerkennungen, https://ec.europa.eu, Pressemitteilung vom 27. April 2020).
Hinzu kommen Anerkennungen durch die Gerichte nach einer zunächst
negativen Entscheidung des BAMF. Gegen 75 Prozent aller ablehnenden BAMF-
Bescheide wurde im Jahr 2019 geklagt. Fast die Hälfte aller Asylklagen
(44,7 Prozent) endete 2019 mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“, z. B.
wenn Verfahren von mehreren Familienangehörigen zusammengelegt werden,
wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn ein Schutzstatus im
Einvernehmen mit dem BAMF in Abänderung des Ursprungsbescheides erteilt wird.
„Sonstige Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa überwiegend in Fällen
mit schlechten Erfolgsaussichten, die wichtigsten Herkunftsländer hierbei
waren: Afghanistan, Syrien, Nigeria und Irak. Auch wenn ein Gericht
entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss, gilt
dies z. B. als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26 auf
Bundestagsdrucksache 19/4961).
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
tatsächlich inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach
Berechnung der Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von
Asylsuchenden im Klageverfahren im Jahr 2019 in Höhe von 26,4 Prozent – das BAMF
gibt dem-gegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe von nur knapp 15 Prozent
Deutscher Bundestag Drucksache 19/28109
19. Wahlperiode 30.03.2021
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat
vom 30. März 2021 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
an („Gerichtsstatistik 2019“, Meldung vom 30. März 2020, www.bamf.de).
Bei afghanischen Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im
Klageverfahren 2019 bei 48,7 Prozent, d. h., fast jeder zweite Bescheid erwies sich
nach einer gerichtlichen Überprüfung als falsch (Somalia: 44,4 Prozent, Iran:
38 Prozent). In absoluten Zahlen mussten die Verwaltungsgerichte 2019
insgesamt 22 302 BAMF-Bescheide korrigieren, zudem änderte das BAMF von
sich aus weitere 3 831 Bescheide – gut 26 000 Schutzsuchende, die vom
BAMF zunächst abgelehnt worden waren, erhielten 2019 also nachträglich
doch noch einen Schutzstatus (gut 70 000 Anerkennungen des BAMF gab es
im Jahr 2019 insgesamt). Zuletzt räumte die Bundesregierung ein (vgl.
Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige
Verfahrenserledigungen“ bei Gericht keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der
Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der Entscheidungspraxis des
BAMF gewertet werden können.
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Standorte des
BAMF ist enorm: Bei afghanischen Schutzsuchenden lag sie im Jahr 2019
zwischen 32,5 und 84,7 Prozent, bei irakischen zwischen 1,8 und 91,9
Prozent, bei iranischen zwischen 8 und 67,4 Prozent, bei somalischen zwischen
23,7 und 94,7 Prozent und bei türkischen Asylsuchenden zwischen 25,1 und
96,6 Prozent. Mit deutlich negativ abweichenden Schutzquoten fielen z. B. die
BAMF-Standorte Frankfurter Flughafen, Heidelberg, Chemnitz, Trier,
Eisenhüttenstadt, Zirndorf und Berlin auf. Das Forschungszentrum des BAMF hatte
u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende Entscheidungspraxis im
BAMF benannt: ein besonderes „Mikroklima“ in der jeweiligen
Organisationseinheit, die Zusammensetzung des Personals und lokale Auslegungen von
Leitsätzen. Das wurde von der Bundesregierung zunächst als „hypothetisch“
bewertet (Antwort zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache 19/6786), auf
Nachfrage (Antwort zu Frage 4f auf Bundestagsdrucksache 19/18498) hieß es, dass
Qualitätssicherungsmaßnahmen und Schutzquotenüberprüfungen „den
hypothetischen lokalen (Fehl-)Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese
verhindern sollen“. In Bezug auf die Herkunftsländer Nigeria und Eritrea wurden
Leitsätze und Textbausteine geändert, um Entscheidungen zu vereinheitlichen,
die Entscheidungspraxis in Bamberg wurde beanstandet, weil es nicht
nachvollziehbare Abweichungen gegeben habe (ebd., Frage 4b). In der „Zeitschrift
für Ausländerrecht“ (ZAR 7/2020, 223 ff.) erklärte die Vize-Präsidentin des
BAMF, Ursula Gräfin Praschma, unterschiedliche Schutzquoten ließen sich
vor allem auf individuell unterschiedliche Sachverhalte und Merkmale der
jeweiligen Asylgesuche zurückführen. In einer Entgegnung (ZAR 1/2021,
S. 10 ff.) legte Prof. Dr. Gerald Schneider aufgrund empirischer Daten zu
Asylsuchenden in Deutschland dar, dass diese individuellen Merkmale gerade
keinen messbaren Effekt auf die Schutzgewährung hätten.
Immer mehr Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h.,
es geht um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, „die zuvor im Wege des legalen Familiennachzugs
eingereist sind“, so die Bundesregierung (Antwort zu Frage 2b auf
Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim GFK-Status (GFK = Genfer
Flüchtlingskonvention) lag dieser Anteil des Familienschutzes im Jahr 2019 bei 80,6 Prozent
(2017: 24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen außer
Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen Asylsuchenden im Jahr 2015
noch zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der GFK zugesprochen
wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp 5 Prozent (vgl.
Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und Gerichtsstatistik des
BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10-11/2020, Seite 356). Die meisten GFK-
Status werden derzeit also an Familienangehörige infolge einer früheren
Spruchpraxis des BAMF erteilt, ansonsten fiele die Entscheidungspraxis des
BAMF weitaus restriktiver aus.
Bei der Mehrheit aller Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um
Kinder und Jugendliche, 2019 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden
bei 50,1 Prozent, 1,9 Prozent waren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
Bei 31 417 Asylanträgen (22 Prozent aller Anträge) ging es um in
Deutschland geborene Kinder von Geflüchteten: 2 567 waren Kinder von
Asylsuchenden, 10 319 von anerkannten Flüchtlingen, bei vielen der übrigen 18 531
„nachgeborenen“ Asylsuchenden dürfte es sich um Kinder von Geduldeten
oder Personen mit humanitärer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) handeln, für die nach § 14a Absatz 2 des
Asylgesetzes (AsylG) bei Geburt in Deutschland ein Asylantrag von Amts
wegen als gestellt gilt. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und
Heimat knüpft vor diesem Hintergrund in seiner Asylantragsstatistik seit Januar
2020 zentral an der Zahl „grenzüberschreitender Asylerstanträge“ an, bei der
Anträge für hier geborene Kinder nicht berücksichtigt werden (https://www.b
mi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/01/asylzahlen-jahr-201
9.html).
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel
16a des Grundgesetzes – GG –, nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes – AufenthG – in Anwendung der Genfer
Flüchtlingskonvention – GFK –, subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in
der Entscheidungspraxis des BAMF im vierten Quartal bzw. im
Gesamtjahr 2020 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen
angeben und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen,
bitte für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele
Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1
AufenthG bzw. GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen
Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben, bitte in einer
weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung differenzieren:
Asylberechtigung (darunter Familienasyl), internationaler Flüchtlingsschutz
(darunter Familienschutz), subsidiärer Schutz (darunter Familienschutz),
nationale Abschiebungsverbote – bitte jeweils so differenziert wie
möglich darstellen und in jedem Fall Angaben zu den
Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien, Georgien, Armenien und die
Türkei sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten machen)?
Die Fragen 1a und die Quote zu 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sog.
Bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige
Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder
begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei
einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle
Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen im
Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer etwaigen
Bleibeperspektive ist daher die Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden
Asylentscheidungen berücksichtigt:
4. Quartal 2020
Asylberechtigung
Art 16a GG*
Flüchtlingsschutz
§ 3 I AsylG**
Subsidiärer
Schutz
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG***
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage 1b
absolut Anteil
absolut Anteil
absolut Anteil
absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt 342 1,0 % 8.451 25,1 % 5.028 15,0 % 1.434 4,3 % 15.255 45,4 % 61,6 %
darunter
Syrien 66 0,7 % 4.427 46,0 % 4.203 43,6 % 41 0,4 % 8.737 90,7 % 99,9 %
Afghanistan 12 0,4 % 403 13,1 % 124 4,0 % 688 22,3 % 1.227 39,8 % 64,6 %
Irak 5 0,2 % 718 24,9 % 161 5,6 % 197 6,8 % 1.081 37,5 % 51,9 %
Türkei 68 3,7 % 586 32,0 % 8 0,4 % 11 0,6 % 673 36,7 % 42,3 %
Ungeklärt 36 3,0 % 664 56,1 % 75 6,3 % 25 2,1 % 800 67,6 % 81,6 %
4. Quartal 2020
Asylberechtigung
Art 16a GG*
Flüchtlingsschutz
§ 3 I AsylG**
Subsidiärer
Schutz
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG***
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage 1b
absolut Anteil
absolut Anteil
absolut Anteil
absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt 342 1,0 % 8.451 25,1 % 5.028 15,0 % 1.434 4,3 % 15.255 45,4 % 61,6 %
darunter
Somalia 14 1,6 % 358 41,2 % 55 6,3 % 52 6,0 % 479 55,1 % 81,6 %
Nigeria 6 0,4 % 63 3,9 % 17 1,1 % 64 4,0 % 150 9,3 % 14,2 %
Eritrea 10 1,2 % 482 56,2 % 173 20,2 % 54 6,3 % 719 83,8 % 91,8 %
Iran 34 2,4 % 307 21,3 % 30 2,1 % 22 1,5 % 393 27,3 % 34,1 %
Algerien - - - - - - 1 0,2 % 1 0,2 % 0,6 %
Georgien - - 1 0,2 % 2 0,4 % 3 0,5 % 6 1,1 % 1,8 %
Moldau, Republik - - - - - - - - - - -
Guinea 14 2,6 % 78 14,3 % 26 4,8 % 18 3,3 % 136 24,9 % 38,0 %
Russische Föderation 11 1,1 % 29 2,9 % 13 1,3 % 14 1,4 % 67 6,8 % 13,3 %
Marokko - - 1 0,3 % 1 0,3 % - - 2 0,5 % 1,2 %
Serbien - - - - - - - - - - -
Ghana 1 0,6 % - - 1 0,6 % 6 3,4 % 8 4,5 % 6,9 %
Kosovo - - 1 0,8 % - - 1 0,8 % 2 1,6 % 3,2 %
Senegal - - - - - - 1 1,8 % 1 1,8 % 3,0 %
Bosnien und
Herzegowina
- - - - - - 1 1,1 % 1 1,1 % 3,7 %
Montenegro - - - - - - - - - - -
Nordmazedonien - - - - - - - - - - -
Albanien - - - - - - - - - - -
Armenien - - 2 1,0 % 1 0,5 % 4 1,9 % 7 3,4 % 6,4 %
Tunesien 1 0,6 % - - - - 1 0,6 % 2 1,1 % 2,5 %
* Grundgesetz
** Asylgesetz
*** Aufenthaltsgesetz
4. Quartal 2020 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 342 1,0 % 1,4 %
darunter Familienschutz 134 0,4 % 0,5 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 8.451 25,1 % 34,1 %
darunter Familienschutz 7.014 20,9 % 28,3 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 4 0,0 % 0,0 %
§ 4 I Nr. 2 AsylG 3.390 10,1 % 13,7 %
§ 4 I Nr. 3 AsylG 350 1,0 % 1,4 %
§ 4 I AsylG Familienschutz 1.284 3,8 % 5,2 %
Summe subsidiärer Schutz 5.028 15,0 % 20,3 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 1.339 4,0 % 5,4 %
§ 60 VII AufenthG 95 0,3 % 0,4 %
Summe Abschiebungsverbot 1.434 4,3 % 5,8 %
Gesamtschutz 15.255 45,4 % 61,6 %
Jahr 2020
Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 I AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Gesamtschutz
Quote zu
Frage 1b
Absolut Anteil Absolut Anteil Absolut Anteil Absolut Anteil Absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer
gesamt
1.693 1,2 % 36.125 24,9 % 18.950 13,1 % 5.702 3,9 % 62.470 43,1 % 57,3 %
darunter
Syrien 270 0,7 % 18.563 48,0 % 15.464 39,9 % 192 0,5 % 34.489 89,1 % 99,8 %
Afghanistan 49 0,5 % 1.491 13,8 % 496 4,6 % 2.550 23,6 % 4.586 42,5 % 62,0 %
Irak 18 0,1 % 3.358 26,1 % 566 4,4 % 754 5,9 % 4.696 36,5 % 48,9 %
Türkei 514 5,2 % 3.706 37,1 % 31 0,3 % 38 0,4 % 4.289 43,0 % 47,7 %
Ungeklärt 91 2,1 % 2.147 50,0 % 300 7,0 % 89 2,1 % 2.627 61,1 % 77,1 %
Nigeria 16 0,2 % 273 3,6 % 47 0,6 % 287 3,8 % 623 8,2 % 13,5 %
Iran 198 2,5 % 1.366 17,3 % 172 2,2 % 64 0,8 % 1.800 22,7 % 27,9 %
Somalia 50 1,3 % 1.346 36,2 % 261 7,0 % 226 6,1 % 1.883 50,7 % 77,0 %
Eritrea 42 1,1 % 2.042 55,4 % 674 18,3 % 252 6,8 % 3.010 81,7 % 90,5 %
Georgien - - 4 0,1 % 5 0,2 % 17 0,6 % 26 0,9 % 1,4 %
Russische Föderation 63 1,5 % 118 2,7 % 58 1,3 % 47 1,1 % 286 6,6 % 12,8 %
Moldau, Republik - - - - - - 12 0,5 % 12 0,5 % 1,1 %
Guinea 32 1,4 % 274 12,0 % 101 4,4 % 97 4,3 % 504 22,1 % 29,9 %
Algerien 1 0,1 % 7 0,5 % 5 0,3 % 10 0,7 % 23 1,6 % 3,8 %
Vietnam - - 1 0,1 % 1 0,1 % 4 0,3 % 6 0,5 % 0,7 %
Serbien - - 1 0,1 % - - - - 1 0,1 % 0,2 %
Ghana 1 0,1 % 5 0,7 % 4 0,5 % 17 2,3 % 27 3,6 % 5,5 %
Kosovo - - 1 0,2 % - - 12 1,9 % 13 2,1 % 4,4 %
Bosnien und
Herzegowina
- - - - 1 0,2 % 7 1,7 % 8 1,9 % 4,9 %
Senegal - - 2 0,8 % 1 0,4 % 4 1,6 % 7 2,8 % 5,2 %
Montenegro - - - - - - - - - - -
Nordmazedonien - - 1 0,1 % - - - - 1 0,1 % 0,2 %
Albanien - - 4 0,3 % 3 0,2 % 4 0,3 % 11 0,7 % 1,3 %
Marokko - - 9 0,7 % 4 0,3 % 15 1,2 % 28 2,3 % 4,4 %
Armenien - - 8 0,8 % 2 0,2 % 27 2,7 % 37 3,7 % 5,5 %
Tunesien 3 0,5 % 8 1,3 % 1 0,2 % 4 0,6 % 16 2,5 % 4,8 %
Jahr 2020 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 1.693 1,2 % 1,6 %
darunter Familienschutz 594 0,4 % 0,5 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 36.125 24,9 % 33,1 %
darunter Familienschutz 29.628 20,4 % 27,2 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 10 0,0 % 0,0 %
§ 4 I Nr. 2 AsylG 8.252 5,7 % 7,6 %
§ 4 I Nr. 3 AsylG 5.398 3,7 % 4,9 %
§ 4 I AsylG Familienschutz 5.290 3,6 % 4,9 %
Summe subsidiärer Schutz 18.950 13,1 % 17,4 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 5.260 3,6 % 4,8 %
§ 60 VII AufenthG 442 0,3 % 0,4 %
Jahr 2020 Quote zu Frage 1babsolut Anteil Anteil
Summe Abschiebungsverbot 5.702 3,9 % 5,2 %
Gesamtschutz 62.470 43,1 % 57,3 %
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie zu
Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich
machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in den
genannten Zeiträumen?
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4.Quartal 2020 Entscheidungskategorie
Antrag nicht weiter bearbeitet 2
Einstellung wg. § 33 I u II, § 32a II AsylG 681
nicht erforderlich, Dublin 69
sonstige Einstellung 570
Unzulässig (§ 29 I Nr. 1 AsylG) 3.489
Unzulässig (§ 29 I Nr. 2 AsylG) 701
Unzulässig (§ 29 I Nr. 3 AsylG) 9
Unzulässig (§ 29 I Nr. 4 AsylG) 2
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 743
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 2.579
Jahr 2020 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 1
Antrag nicht weiter bearbeitet 8
Einstellung wg. § 33 I u II, § 32a II AsylG 2.226
nicht erforderlich, Dublin 313
sonstige Einstellung 2.483
Unzulässig (§ 29 I Nr. 1 AsylG) 11.368
Unzulässig (§ 29 I Nr. 2 AsylG) 4.830
Unzulässig (§ 29 I Nr. 3 AsylG) 30
Unzulässig (§ 29 I Nr. 4 AsylG) 24
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 4.110
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 10.622
c) Wie hoch war im Jahr 2020 der Anteil internationalen
Flüchtlingsschutzes (Asylberechtigung bzw. Schutz nach GFK, bitte
differenzieren) bzw. subsidiären Schutzes an allen inhaltlichen BAMF-
Entscheidungen (ohne formelle Entscheidungen), wenn die im Rahmen des
Familienschutzes gewährten Schutzstatus nicht berücksichtig werden
(bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), wie lauten im Vergleich dazu diese Werte für das Jahr 2015
(bitte wie zuvor differenzieren), und wie erklärt und bewertet die
Bundesregierung den in diesem Zeitraum z. B. bei syrischen, aber
auch eritreischen oder irakischen Flüchtlingen drastisch gesunkenen
Anteil gewährten Schutzes nach der GFK, wenn Schutzstatus im
Rahmen des Familienasyls nicht berücksichtigt werden (vgl.
Vorbemerkung der Fragesteller und mediendienstintegration.de: Wie hat sich die
Entscheidungspraxis entwickelt?)?
Der Anteil des internationalen Flüchtlingsschutzes bzw. subsidiären Schutzes
an allen inhaltlichen Entscheidungen ohne Berücksichtigung der
Entscheidungen zum Familienschutz kann nicht belastbar berechnet werden, da nicht alle
Entscheidungen zum Familienschutz statistisch erfasst werden und demzufolge
auch nicht aus der für die Berechnung erforderlichen Bezugsmenge (Anzahl
aller materiellen Entscheidungen ohne Entscheidungen zum Familienschutz)
herausgerechnet werden können. So wird bei Asylablehnungen statistisch nicht
erfasst, wie viele ggf. im Zusammenhang mit Entscheidungen zum
Familienschutz erfolgten.
Angaben zu Entscheidungen mit bzw. ohne Einbeziehung von Entscheidungen
zum Familienschutz (ohne Quoten) können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden:
2020 Asylberechtigung Art 16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer Schutz § 4 I
AsylG
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
Alle Herkunftsländer
(HKL) 1.099 1.693 6.497 36.125 13.660 18.950
darunter
Syrien 126 270 454 18.563 11.701 15.464
Afghanistan 33 49 448 1.491 260 496
Irak 5 18 198 3.358 140 566
Türkei 315 514 2.330 3.706 23 31
Ungeklärt 56 91 759 2.147 183 300
Nigeria 10 16 93 273 20 47
Iran 151 198 825 1.366 143 172
Somalia 40 50 554 1.346 95 261
Eritrea 3 42 46 2.042 354 674
Georgien - - 3 4 2 5
Russische Föderation 53 63 30 118 26 58
Moldau, Republik - - - - - -
Guinea 29 32 120 274 85 101
Algerien 1 1 4 7 3 5
Vietnam - - - 1 1 1
2015 Asylberechtigung Art 16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer Schutz § 4 I
AsylG
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
Alle HKL 1.856 132.133 1.509
2015 Asylberechtigung Art 16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer Schutz § 4 I
AsylG
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
darunter
Syrien 1.123 1.167 99.283 99.970 30 61
Afghanistan 43 48 1.284 1.660 287 325
Irak 148 157 13.567 14.353 269 289
Türkei 11 17 34 81 13 19
Ungeklärt 33 35 3.190 3.256 3 5
Nigeria 5 7 15 25 6 7
Iran 177 208 1.142 1.325 20 29
Somalia - - 230 434 250 265
Eritrea 41 44 8.673 8.870 343 347
Georgien - - - - - -
Russische Föderation 8 9 115 185 36 71
Moldau, Republik - - - 2 - -
Guinea 2 4 35 47 1 2
Algerien 2 2 3 9 3 4
Vietnam - - - - - -
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) prüft im individuellen
Einzelfall, ob die Voraussetzungen für eine Schutzzuerkennung vorliegen.
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes –
AsylG – (GFK) im vierten Quartal bzw. im Gesamtjahr 2020
beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer
Verfolgung bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in
absoluten und relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
Angaben zu Entscheidungen aufgrund staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung werden nur für Entscheidungen nach § 3
Absatz 1 AsylG erfasst und können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden:
4. Quartal 2020
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
8.451 7.014 778 130 456 291
darunter:
Syrien 4.427 4.296 95 11 16 5
Afghanistan 403 266 15 2 111 41
Irak 718 683 6 2 25 13
Türkei 586 244 324 40 1 0
Ungeklärt 664 414 112 7 43 4
Somalia 358 210 8 7 127 120
Nigeria 63 39 0 0 21 18
Eritrea 482 476 2 0 2 2
Iran 307 125 157 37 10 8
Algerien 0 0 0 0 0 0
Georgien 1 0 0 0 1 1
4. Quartal 2020
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
8.451 7.014 778 130 456 291
darunter:
Moldau, Republik 0 0 0 0 0 0
Guinea 78 40 3 2 31 29
Russische Föderation 29 23 2 0 3 3
Marokko 1 0 1 1 0 0
Jahr 2020
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
36.125 29.628 4.052 574 1.714 1.122
darunter:
Syrien 18.563 18.109 316 53 39 14
Afghanistan 1.491 1.043 51 13 365 151
Irak 3.358 3.160 35 16 126 70
Türkei 3.706 1.376 2.261 200 8 3
Ungeklärt 2.147 1.388 289 36 195 27
Nigeria 273 180 9 5 74 70
Iran 1.366 541 734 134 39 31
Somalia 1.346 792 21 17 471 443
Eritrea 2.042 1.996 19 4 17 15
Georgien 4 1 2 0 1 1
Russische Föderation 118 88 21 4 8 8
Moldau, Republik 0 0 0 0 0 0
Guinea 274 154 4 3 101 96
Algerien 7 3 1 1 2 2
Vietnam 1 1 0 0 0 0
b) Wie viele der Anerkennungen in den genannten Zeiträumen waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits
Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärer Schutz –
differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland
geborene Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2020
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 134 44 7.014 3.725 1.284 830
darunter:
Syrien 41 10 4.296 2.208 886 572
Afghanistan 5 2 266 167 53 30
4. Quartal 2020
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 134 44 7.014 3.725 1.284 830
darunter:
Irak 3 1 683 436 111 59
Türkei 27 5 244 69 0 0
Ungeklärt 16 5 414 159 34 27
Somalia 5 2 210 123 34 28
Nigeria 1 1 39 19 8 8
Eritrea 9 6 476 330 92 76
Iran 10 3 125 60 7 4
Algerien 0 0 0 0 0 0
Georgien 0 0 0 0 0 0
Moldau, Republik 0 0 0 0 0 0
Guinea 2 0 40 31 4 3
Russische Föderation 1 1 23 14 9 4
Marokko 0 0 0 0 1 0
Jahr 2020
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 594 220 29.629 16.953 5.290 3.557
darunter:
Syrien 144 61 18.109 10.411 3.763 2.503
Afghanistan 16 9 1.043 675 236 143
Irak 13 7 3.160 1.983 426 244
Türkei 199 38 1.376 273 8 3
Ungeklärt 35 13 1.388 731 117 94
Nigeria 6 1 180 113 27 23
Iran 47 16 541 283 29 15
Somalia 10 4 792 496 166 139
Eritrea 39 25 1.996 1.368 320 277
Georgien 0 0 1 1 3 1
Russische Föderation 10 4 88 41 32 13
Moldau, Republik 0 0 0 0 0 0
Guinea 3 0 154 114 16 13
Algerien 0 0 3 2 2 1
Vietnam 0 0 1 1 0 0
c) Wie viele der Asylsuchenden in den genannten Zeiträumen verfügten
zum Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigem
Aufenthaltstitel (Welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen
verfügten zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten (bitte wie in der Antwort zu
Frage 2c auf Bundestagsdrucksache 19/22023 differenzieren)?
Zum Stichtag 31. Januar 2021 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
23 324 Personen erfasst, die im Jahr 2020 einen Asylantrag gestellt haben,
während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen.
6 058 Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen
gültigen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten.
Die weiteren Angaben können den nachstehenden Tabellen entnommen
werden:
Asylantragstellung während eine gültige
AE oder eine Duldung vorlagen
4.Quartal 2020 Jahr 2020
gesamt
Gesamt 8.733 23.324
davon:
AE – familiäre Gründe 2.880 11.543
Duldungen 1.812 6.205
AE- völkerrechtliche, humanitäre,
politische Gründe
3.914 4.998
AE – Besondere Aufenthaltsrechte 72 290
AE – Bildung/ Ausbildung 46 245
AE – Erwerbstätigkeit 9 41
EU-Aufenthaltsrechte 2
Asylantragstellung während eine gültige
AE oder eine Duldung vorlagen
4.Quartal 2020 Jahr 2020
gesamt
alle Staatsangehörigkeiten 8.733 23.324
darunter:
Syrien 5.998 13.690
Afghanistan 332 1.219
Ungeklärt 399 1.183
Irak 218 1.154
Iran 166 598
Türkei 199 582
Eritrea 139 547
Somalia 151 477
Russische Föderation 104 438
Nigeria 100 377
Asylantragstellung während einer gültigen
AE zur Familienzusammenführung mit
einem Schutzberechtigten
4.Quartal 2020 Jahr 2020
gesamt
Gesamt 1.701 6.058
davon
nach § 30 Abs. 1 S. 1 Nr. 3c Var. 3
AufenthG (Ehegattennachzug zu
Asylberechtigtem)
65 232
nach § 30 Abs. 1 S. 1 Nr. 3c Var. 4
AufenthG (Ehegattennachzug zu anerkanntem
Flüchtling)
72 265
nach § 32 Abs. 1 Nr. 1 AufenthG
(Kindesnachzug zu Asylberechtigten)
1.017 3.643
nach § 32 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu Asylberechtigtem oder
anerkanntem Flüchtling)
6 23
nach § 36a Abs. 1 S. 1 Var. 1 AufenthG
(Ehegattennachzug zu subsidiär
Schutzberechtigten)
10 37
Asylantragstellung während einer gültigen
AE zur Familienzusammenführung mit
einem Schutzberechtigten
4.Quartal 2020 Jahr 2020
gesamt
Gesamt 1.701 6.058
davon
nach § 36a Abs. 1 S. 1 Var. 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu subsidiär
Schutzberechtigten)
342 1.173
nach § 36a Abs. 1 S. 2 AufenthG
(Elternnachzug zu minderjährigen subsidiär
Schutzberechtigten)
189 685
3. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Fallzahlen für die Herkunftsländer Syrien,
Afghanistan, Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria und Türkei im Jahr 2020,
differenziert nach Organisationseinheiten im BAMF (bitte nur solche
Organisationseinheiten mit über 50 entsprechenden Entscheidungen auflisten
und nach den Quoten auf- oder absteigend sortieren)?
Wie lauten diese Werte zur bereinigten Schutzquote der
Organisationseinheiten, wenn Entscheidungen zur Gewährung eines Familienschutzes
nicht berücksichtigt werden (bitte wie zuvor differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
01.01. – 31.12.2020
Syrien
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 38.710 99,8 %
darunter:
AS Dortmund im AZ 1.782 100,0 %
AS Bielefeld im AZ 1.472 100,0 %
AS Essen 1.025 100,0 %
AS Ellwangen 786 100,0 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 758 100,0 %
AS Mönchengladbach im AZ 751 100,0 %
AS Heidelberg im AZ 653 100,0 %
AS Freiburg 634 100,0 %
AS Suhl im AZ 588 100,0 %
AS Sigmaringen 568 100,0 %
AS Büdingen 554 100,0 %
AS Bremen im AZ, LAS 548 100,0 %
AS Karlsruhe, LAS 546 100,0 %
AS Deggendorf in AnkER 491 100,0 %
AS Bamberg in AnkER 483 100,0 %
AS Braunschweig 483 100,0 %
AS Berlin im AZ 456 100,0 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 373 100,0 %
AS Düsseldorf 358 100,0 %
AS Neustadt 312 100,0 %
AS München 301 100,0 %
AS Regensburg in AnkER 270 100,0 %
AS Manching in AnkER 258 100,0 %
AS Schweinfurt in AnkER 219 100,0 %
01.01. – 31.12.2020
Syrien
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 38.710 99,8 %
darunter:
AS Frankfurt/Flughafen 66 100,0 %
AS Trier, LAS 1.688 99,9 %
AS Neumünster, LAS 1.593 99,9 %
AS Gießen im AZ, LAS 1.386 99,9 %
Entscheidungszentrum West
Bonn
1.210 99,9 %
AS Bonn im AZ 2.018 99,9 %
AS Lebach in AnkER, LAS 993 99,9 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 962 99,9 %
AS Friedland, LAS 908 99,9 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 1.205 99,8 %
AS Speyer 428 99,8 %
AS Hamburg im AZ, LAS 457 99,8 %
AS Bochum, LAS 2.840 99,7 %
AS Jena/Hermsdorf, LAS 379 99,7 %
AS Bramsche im AZ 934 99,7 %
AS Oldenburg 589 99,7 %
AS Leipzig im AZ 296 99,6 %
AS Berlin, LAS 1.195 99,5 %
AS Augsburg (incl. Dep.
Donauwörth in AnkER)
314 99,3 %
AS Dresden in AnkER 375 99,2 %
AS Zirndorf in AnkER 736 99,0 %
AS Nostorf-Horst, LAS 142 98,5 %
AS Schwerin im AZ 510 98,3 %
01.01. – 31.12.2020
Afghanistan
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 10.803 62,0 %
darunter:
AS Schweinfurt in AnkER 65 87,5 %
AS Freiburg 63 85,5 %
AS Nostorf-Horst, LAS 75 84,2 %
AS Ellwangen 93 81,7 %
AS Schwerin im AZ 186 80,0 %
AS Sigmaringen 65 78,9 %
AS Bochum, LAS 212 77,9 %
AS München 504 77,8 %
AS Büdingen 148 74,6 %
AS Speyer 136 73,0 %
AS Neustadt 52 72,7 %
AS Karlsruhe, LAS 114 72,5 %
AS Bremen im AZ, LAS 104 71,9 %
AS Dortmund im AZ 182 71,7 %
AS Trier, LAS 401 70,0 %
AS Suhl im AZ 281 68,7 %
01.01. – 31.12.2020
Afghanistan
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 10.803 62,0 %
darunter:
AS Augsburg (incl. Dep.
Donauwörth in AnkER)
80 67,9 %
AS Leipzig im AZ 58 67,4 %
Entscheidungszentrum West
Bonn
244 67,0 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 256 66,2 %
AS Mönchengladbach im AZ 161 66,0 %
AS Bramsche im AZ 232 64,7 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 230 64,7 %
AS Essen 130 64,6 %
AS Bonn im AZ 256 64,1 %
AS Friedland, LAS 141 64,1 %
AS Jena/Hermsdorf, LAS 58 62,0 %
AS Oldenburg 53 60,4 %
AS Berlin, LAS 525 59,8 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 132 58,4 %
AS Hamburg im AZ, LAS 550 58,2 %
AS Lebach in AnkER, LAS 60 58,2 %
AS Bielefeld im AZ 203 56,6 %
AS Neumünster, LAS 721 54,0 %
AS Berlin im AZ 115 49,4 %
AS Gießen im AZ, LAS 838 48,7 %
AS Frankfurt/Flughafen 53 47,6 %
AS Heidelberg im AZ 285 47,5 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 368 45,9 %
AS Manching in AnkER 277 31,7 %
01.01. – 31.12.2020
Irak
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des
BAMF
Organisationseinheiten 12.852 48,9 %
darunter:
AS Freiburg 140 78,0 %
AS München 230 72,3 %
AS Braunschweig 131 70,5 %
AS Karlsruhe, LAS 262 70,5 %
AS Oldenburg 326 68,2 %
AS Bochum, LAS 480 68,2 %
AS Friedland, LAS 230 67,9 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 454 62,6 %
AS Jena/Hermsdorf, LAS 63 62,5 %
AS Ellwangen 108 60,6 %
AS Dortmund im AZ 454 60,3 %
AS Bielefeld im AZ 709 60,2 %
AS Bremen im AZ, LAS 86 60,0 %
AS Bonn im AZ 793 59,7 %
01.01. – 31.12.2020
Irak
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des
BAMF
Organisationseinheiten 12.852 48,9 %
darunter:
Entscheidungszentrum West
Bonn 529 59,1 %
AS Sigmaringen 77 56,9 %
AS Berlin, LAS 260 55,0 %
AS Düsseldorf 99 53,3 %
AS Leipzig im AZ 80 49,3 %
AS Essen 301 47,0 %
AS Zirndorf in AnkER 352 45,7 %
AS Suhl im AZ 285 42,4 %
AS Bramsche im AZ 518 39,8 %
AS Gießen im AZ, LAS 352 39,2 %
AS Hamburg im AZ, LAS 303 38,1 %
AS Dresden in AnkER 133 36,5 %
AS Augsburg (incl. Dep.
Donauwörth in AnkER) 162 36,5 %
AS Trier, LAS 178 36,2 %
AS Mönchengladbach im AZ 369 35,8 %
AS Lebach in AnkER, LAS 66 33,3 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 128 33,0 %
AS Neumünster, LAS 790 29,1 %
AS Regensburg in AnkER 274 26,9 %
AS Schwerin im AZ 121 25,9 %
AS Berlin im AZ 130 24,0 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 182 21,0 %
AS Bamberg in AnkER 184 18,7 %
AS Frankfurt/Flughafen 89 16,0 %
AS Heidelberg im AZ 440 15,6 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 85 8,8 %
01.01. – 31.12.2020
Iran
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des
BAMF
Organisationseinheiten 7.917 27,9 %
darunter:
Entscheidungszentrum West
Bonn
80 50,8 %
AS Bochum, LAS 256 46,6 %
AS Suhl im AZ 159 46,3 %
AS Nostorf-Horst, LAS 224 46,3 %
AS Düsseldorf 121 43,8 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 215 43,2 %
AS Trier, LAS 306 43,0 %
AS Lebach in AnkER, LAS 52 42,9 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 104 41,8 %
AS Speyer 133 39,5 %
AS Dresden in AnkER 96 36,5 %
01.01. – 31.12.2020
Iran
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des
BAMF
Organisationseinheiten 7.917 27,9 %
darunter:
AS Zirndorf in AnkER 219 34,8 %
AS Berlin, LAS 275 29,9 %
AS Dortmund im AZ 309 29,2 %
AS Bremen im AZ, LAS 113 26,8 %
AS Heidelberg im AZ 325 26,6 %
AS Essen 132 25,8 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 315 25,3 %
AS Friedland, LAS 62 24,5 %
AS Bramsche im AZ 402 24,1 %
AS Gießen im AZ, LAS 505 22,3 %
AS Neumünster, LAS 438 21,7 %
AS Mönchengladbach im AZ 323 19,9 %
AS Bonn im AZ 496 19,3 %
AS Bamberg in AnkER 286 19,2 %
AS Hamburg im AZ, LAS 427 12,8 %
AS Bielefeld im AZ 274 11,9 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 157 11,7 %
AS Frankfurt/Flughafen 55 7,7 %
AS Berlin im AZ 144 6,6 %
01.01. – 31.12.2020
Eritrea
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des
BAMF
Organisationseinheiten 3.683 90,5 %
darunter:
AS Oldenburg 52 100,0 %
AS Augsburg (incl. Dep.
Donauwörth in AnkER) 71 98,6 %
AS Büdingen 167 98,1 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 51 97,8 %
AS München 133 97,6 %
AS Friedland, LAS 85 97,4 %
AS Dortmund im AZ 92 96,6 %
AS Sigmaringen 54 96,3 %
AS Karlsruhe, LAS 62 94,6 %
AS Bonn im AZ 180 93,9 %
AS Trier, LAS 174 93,3 %
AS Bochum, LAS 151 93,1 %
AS Hamburg im AZ, LAS 110 93,0 %
AS Freiburg 78 91,9 %
AS Berlin, LAS 59 91,2 %
AS Bramsche im AZ 77 89,5 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 97 89,4 %
AS Gießen im AZ, LAS 391 89,3 %
AS Essen 61 88,3 %
AS Neumünster, LAS 158 87,8 %
01.01. – 31.12.2020
Eritrea
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des
BAMF
Organisationseinheiten 3.683 90,5 %
darunter:
AS Bielefeld im AZ 121 86,3 %
AS Bamberg in AnkER 123 84,7 %
Entscheidungszentrum West
Bonn 118 84,2 %
AS Suhl im AZ 91 80,0 %
AS Heidelberg im AZ 114 76,6 %
AS Deggendorf in AnkER 93 76,1 %
01.01. – 31.12.2020
Somalia
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des
BAMF
Organisationseinheiten 3.714 77,0 %
darunter:
AS Büdingen 87 93,8 %
AS München 146 93,6 %
AS Schwerin im AZ 54 88,4 %
AS Speyer 68 88,1 %
AS Friedland, LAS 65 87,5 %
AS Neustadt 53 87,2 %
AS Trier, LAS 318 85,8 %
AS Mönchengladbach im AZ 54 84,8 %
AS Bochum, LAS 53 84,6 %
AS Bonn im AZ 83 83,6 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 96 82,9 %
AS Bielefeld im AZ 60 82,5 %
AS Berlin, LAS 59 81,0 %
AS Hamburg im AZ, LAS 98 78,3 %
AS Dortmund im AZ 69 76,5 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 57 75,0 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 71 74,5 %
AS Karlsruhe, LAS 59 72,7 %
AS Gießen im AZ, LAS 387 72,1 %
AS Bramsche im AZ 72 70,1 %
AS Suhl im AZ 64 67,4 %
AS Neumünster, LAS 124 65,2 %
AS Heidelberg im AZ 81 64,5 %
Entscheidungszentrum West
Bonn 73 61,4 %
AS Leipzig im AZ 61 58,3 %
AS Schweinfurt in AnkER 144 54,4 %
AS Zirndorf in AnkER 51 53,8 %
01.01. – 31.12.2020
Nigeria
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des
BAMF
Organisationseinheiten 7.557 13,5 %
darunter:
AS Halberstadt im AZ, LAS 101 38,0 %
AS Bochum, LAS 197 33,3 %
AS Bonn im AZ 186 32,7 %
AS Dortmund im AZ 152 29,8 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 87 26,7 %
AS Essen 93 22,5 %
Entscheidungszentrum West
Bonn 289 22,1 %
AS Suhl im AZ 150 21,4 %
AS Bielefeld im AZ 138 18,7 %
AS Karlsruhe, LAS 160 15,8 %
AS Manching in AnkER 56 14,3 %
AS Ellwangen 135 12,3 %
AS München 1.164 10,8 %
AS Neumünster, LAS 112 10,1 %
AS Sigmaringen 114 9,7 %
AS Berlin im AZ 116 9,6 %
AS Bamberg in AnkER 71 8,8 %
AS Mönchengladbach im AZ 149 8,5 %
AS Gießen im AZ, LAS 197 8,2 %
AS Deggendorf in AnkER 122 7,1 %
AS Trier, LAS 285 6,8 %
AS Augsburg (incl. Dep.
Donauwörth in AnkER) 190 6,6 %
AS Freiburg 105 5,9 %
AS Zirndorf in AnkER 151 5,9 %
AS Leipzig im AZ 138 5,9 %
AS Regensburg in AnkER 96 3,9 %
AS Frankfurt/Flughafen 72 3,4 %
AS Schweinfurt in AnkER 140 2,6 %
AS Heidelberg im AZ 811 2,4 %
AS Hamburg im AZ, LAS 131 1,9 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 94 1,6 %
01.01. – 31.12.2020
Türkei
Gesamt
Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des
BAMF
Organisationseinheiten 9.977 47,7 %
darunter:
AS Dortmund im AZ 378 67,9 %
AS Büdingen 59 63,8 %
AS Mönchengladbach im AZ 494 62,4 %
AS Bielefeld im AZ 391 60,8 %
AS Trier, LAS 476 60,7 %
AS Düsseldorf 122 60,2 %
AS Augsburg (incl. Dep.
Donauwörth in AnkER) 754 57,8 %
AS Suhl im AZ 286 56,5 %
AS Essen 208 54,6 %
Entscheidungszentrum West
Bonn 73 52,1 %
AS Heidelberg im AZ 1.069 52,0 %
AS Speyer 62 50,9 %
AS Bramsche im AZ 295 50,2 %
AS Bonn im AZ 608 49,9 %
AS Bochum, LAS 276 49,4 %
AS Gießen im AZ, LAS 1.033 49,0 %
AS Sigmaringen 53 48,9 %
AS Ellwangen 86 48,7 %
AS Frankfurt/Flughafen 109 47,2 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 138 40,8 %
AS Karlsruhe, LAS 73 40,4 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 159 38,0 %
AS Berlin im AZ 72 37,1 %
AS Dresden in AnkER 139 34,7 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 251 33,6 %
AS Neumünster, LAS 291 32,1 %
AS Friedland, LAS 118 30,1 %
AS Lebach in AnkER, LAS 69 29,2 %
AS Bremen im AZ, LAS 71 28,1 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 251 24,0 %
AS Berlin, LAS 583 21,2 %
AS Hamburg im AZ, LAS 142 20,9 %
AS Nostorf-Horst, LAS 118 19,1 %
AS Zirndorf in AnkER 120 11,4 %
Entsprechende Angaben ohne Berücksichtigung von Entscheidungen zur
Gewährung eines Familienschutzes können nicht ermittelt werden. Zur
Begründung wird auf die Antwort zu Frage 1c verwiesen.
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im zweiten Halbjahr 2020 wegen signifikant negativer oder
signifikant positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den
(bereinigten) Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche
Abweichungen in Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer
bezeichnen und in Tabellenform wie in der Antwort zu Frage 4 auf
Bundestagsdrucksache 19/22023 darstellen)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar
bewertet, bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls
gezogen (bitte entsprechende Ausführungen auch zum
Schutzquotenbericht für das erste Halbjahr 2020 nachholen, die in der Antwort zu
Frage 4a auf Bundestagsdrucksache 19/22023 noch nicht möglich waren)?
Die Entscheidungspraxis der Außenstellen des BAMF für das zweite Halbjahr
2020 wird gegenwärtig geprüft.
Die Abweichungen im ersten Halbjahr 2020 können im Wesentlichen auf die
heterogene bundesweite Verteilung der Antragstellenden in Bezug auf
schutzrelevante Faktoren zurückgeführt werden. Maßgebliche Auswirkungen auf die
Schutzquote haben unter anderem Verfahren, in denen eine Ableitung des
Schutzes im Rahmen von Familienasyl bzw. Familienflüchtlingsschutz in
Betracht kommt. Ebenfalls können persönliche Merkmale der Antragstellenden
(Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand, Geschlecht, Alter,
Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach Herkunftsland) maßgebend sein.
5. Welche Erklärung hat die Bundesregierung dafür, dass im ersten
Halbjahr 2020 im ANKER-Zentrum in Manching die bereinigte Schutzquote
bei afghanischen Asylsuchenden mit nur 27,6 Prozent (bei 112
Entscheidungen) mit Abstand im bundesweiten Vergleich am niedrigsten war
(vgl. Antwort zu Frage 3 auf Bundestagsdrucksache 19/22023), und
warum wird das ANKER-Zentrum in Manching bei der Aufzählung der
Organisationseinheiten mit deutlicher Unterschreitung der bereinigten
Schutzquoten im ersten Halbjahr 2020 (vgl. ebd., Antwort zu Frage 4)
bei afghanischen Schutzsuchenden nicht genannt (bitte ausführen)?
Die Abweichungen der „Schutzquote unter Außerachtlassung der formellen
Entscheidungen“ des AnkER-Zentrums Manching von der
bundesdurchschnittlichen Schutzquote in Höhe von -27,6 Prozent (98 materiell rechtliche
Entscheidungen, davon 71 Ablehnungen) wurde in der Bundestagsdrucksache
19/22023 in der Antwort zu Frage 4b thematisiert.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 4 verwiesen.
6. Wie ist die Antwort der Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache
19/3148 zu Frage 31, in der es heißt, dass die von EUROSTAT
verwandte statistische Angabe bzw. Größe „endgültiger Berufungsbescheide“
sowohl rechtskräftige Entscheidungen der Gerichte, falls Rechtsmittel
eingelegt wurden, enthalte, als auch Behördenbescheide, wenn diese
bestandskräftig wurden, weil keine Rechtsmittel eingelegt wurden – wovon
alle erstinstanzlichen Entscheidungen des BAMF abgezogen würden –,
damit vereinbar, dass EUROSTAT in der Pressemitteilung 70/2020 vom
27. April 2020 erklärt, dass ein endgültiger Berufungsentscheid „eine
Entscheidung in der letzten Instanz des administrativen/juristischen
Asylverfahrens als Ergebnis eines von einem in der vorherigen
Verfahrensstufe abgewiesenen Asylbewerber eingelegten Rechtsmittels“
bezeichne, was dem Wortlaut nach so zu verstehen ist, dass Rechtsmittel
eingelegt worden sein müssen und keine mangels Rechtsmitteleinlegung
bestandskräftig gewordenen Behördenbescheide gemeint sein können
(bitte ausführen und den Widerspruch auflösen: berechnet EUROSTAT
diese Quote nach Auffassung der Bundesregierung falsch, haben EU-
ROSTAT und Bundesregierung eine unterschiedliche Auffassung der hier
maßgeblichen Begriffe oder Berechnungsweisen, welche anderen
Erklärungen gibt es; bitte nachvollziehbar darlegen)?
Grundlage zur Berechnung der „final decisions in appeal or review“ sind die
Technical Guidelines for the Data Collection under Art. 4.1-4.3 of amended
Regulation 862/2007 – Statistics on Asylum. Zu erfassen sind demnach „all
persons covered by final decisions taken in appeal or review by any authority
against which the applicant can-not further appeal on the substance of his
application“ (S. 44). Die Guidelines weisen in diesem Zusammenhang explizit
darauf hin, dass sich die Asylverfahren und die Anzahl der Entscheidungsgremien
zwischen den Mitgliedstaaten unterscheiden („the asylum procedures and the
numbers/levels of decision making bodies differ between Member States”).
Insofern sind auch nach Auffassung des BAMF alle vollständig unanfechtbaren
Entscheidungen (bestands- und rechtskräftige Entscheidungen) zu
berücksichtigen. Zur genauen Berechnung wird auf die Antwort zu Frage 31 in der
Bundestagsdrucksache 19/3148 verwiesen.
7. Wie ist es zu erklären, dass die Bundesregierung in der Antwort zu
Frage 24 auf Bundestagsdrucksache 19/19333 für das Jahr 2019 insgesamt
70 328 Schutzgewährungen durch das BAMF benennt – was den
Angaben von EUROSTAT in der Pressemitteilung 70/2020 vom 27. April
2020 zu 70 320 Schutzgewährungen in Deutschland im Jahr 2019 in der
ersten Instanz fast genau entspricht –, und ihren diesbezüglichen
Angaben zufolge im selben Jahr durch die Gerichte zusätzlich insgesamt
22 353 Schutzstatus erteilt wurden (die geringe Differenz zu 22 302
Schutzgewährungen durch die Verwaltungsgerichte in der ersten Instanz
laut Antwort zu Frage 16 auf Bundestagsdrucksache 19/18498 ergibt sich
vermutlich durch Schutzgewährungen in höheren Gerichtsinstanzen),
während EUROSTAT für Deutschland für 2019 zusätzlich 45 910
gewährte Schutzstatus durch „endgültige Berufungsentscheide“ vermeldet
(a. a. O.), was nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller
erklärungsbedürftig erscheint, weil die Zahlen der vom BAMF gewährten
Schutzstatus nach beiden Quellen (fast) übereinstimmen und somit
fraglich ist, wie EUROSTAT auf 45 910 zusätzlich gewährte Schutzstatus in
der Berufungsinstanz kommt, obwohl die Gerichte nach Angaben der
Bundesregierung nur gut 23 000 zusätzliche Schutzstatus erteilt haben
sollen (bitte nachvollziehbar ausführen)?
Zur Erläuterung der „final decisions on appeal“ wird auf die Antwort zu
Frage 6 verwiesen.
Die 45 910 „endgültigen Berufungsentscheidungen“ umfassen die
Asylentscheidungen des BAMF mit Schutzgewährung, die im Jahr 2019 Bestandskraft
erlangten, soweit sie nicht bereits in der Asylstatistik 2019 (70 320) enthalten
sind (z. B.: BAMF-Entscheidung 2018, Bestandskraft erlangt 2019). Zudem
umfassen sie alle Schutzgewährungen durch gerichtliche Entscheidungen, die
2019 Rechtskraft erlangten. Dies können sowohl Gerichtsentscheidungen aus
dem Jahr 2019 (dann in der Zahl 22 353 der Gerichtsstatistik des BAMF
enthalten) als auch aus früheren Jahren sein (dann in den entsprechenden
Statistiken zu früheren Jahren enthalten).
Diese Zahl wird ausschließlich für das Statistische Amt der Europäischen
Union (EUROSTAT) ermittelt und ist mit keinen sonst vom BAMF
veröffentlichten Zahlen vergleichbar und kann z. B. auch nicht mit den anderen in der Frage
genannten Daten saldiert werden.
8. Entspricht die Verfahrensweise im Umgang mit einem im Glauben
konvertierten iranischen Asylsuchenden (vgl. Christ & Welt, Seite 64: „Er
glaubt. Das Amt glaubt ihm nicht“; zwei Pressesprecher des BAMF
waren beim Gespräch mit dem Journalisten anwesend und ergänzten
schriftlich) den internen Vorgaben und Qualitätsvorstellungen im BAMF, wenn
es demnach zwei mehrstündige Anhörungen durch zwei verschiedene
Anhörer gab, die Entscheidung, d. h. die Ablehnung jedoch von einem
Dritten getroffen und so begründet wurde, dass nicht glaubhaft gemacht
worden sei, dass der Betroffene „aus innerer Überzeugung zum
christlichen Glauben übergetreten ist“, obwohl der Entscheider bei den
Anhörungen gar nicht dabei war und sich so kein eigenes Bild von der
Glaubhaftigkeit des Vorbringens machen konnte (in dem Artikel heißt es, dem
Asylsuchenden sei im Bescheid vorgeworfen worden, seine Wortwahl sei
„farblos, kurz, glatt und lediglich zielgerichtet“ gewesen, den
Anhörungsprotokollen zufolge sei die Erzählung des Asylsuchenden jedoch
„anschaulich und detailreich“ gewesen)?
Inwieweit wird es in diesem Fall gegebenenfalls eine interne
Überprüfung der Ablehnungsentscheidung geben, um gegebenenfalls auch das
damit befasste Gericht entlasten zu können, und inwieweit hat es eine
interne Qualitätskontrolle zu diesem Bescheid mit welchem Ergebnis
gegeben, vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung im März 2019 in
der Antwort zu Frage 28 auf Bundestagsdrucksache 19/8701 ausführte,
dass eine Einheit von Anhörer und Entscheider nach Dienstanweisung
grundsätzlich vorgesehen ist und hierzu, bei wenigen Ausnahmen,
vollständig wieder zurückgekehrt werden soll?
Das BAMF prüft in jedem individuellen Einzelfall auf Grundlage des geltenden
Rechts, insbesondere des Grundgesetzes und des Asylgesetzes, die Verfolgung
oder das Drohen eines ernsthaften Schadens für eine Person im Falle einer
Rückkehr in das Herkunftsland. Das Ergebnis dieser Prüfung hängt von vielen
Faktoren ab, die z. B. in der Person der Antragstellerin oder des Antragstellers,
in den Umständen im Herkunftsstaat oder in der individuellen
Gefährdungssituation liegen können.
9. Was wurde bzw. wird innerhalb des BAMF unternommen, um die
Vorgabe des Bundesministers des Innern, für Bau und Heimat Horst Seehofer
in Bezug auf Abschiebungen nach Syrien umzusetzen, „ab 1. Januar
2021 jeden einzelnen Fall genau“ zu prüfen und zu „versuchen, eine
Abschiebung zu ermöglichen“ (Seehofer gegenüber der Bild am Sonntag
laut Der Spiegel vom 27. Dezember 2020; bitte so differenziert und
genau wie möglich darlegen)?
Um welche Größenordnung von Verfahren geht es dabei, welche
Personengruppen bzw. Verfahren werden dabei in welcher Weise gesondert
geprüft, gibt es auch rückwirkende Neubeurteilungen bzw. Rücknahmen
oder Widerrufe in solchen Fällen, in denen zuvor zumindest ein
Abschiebungsverbot ausgesprochen wurde, und in wie vielen Fällen seit 2015
wurde bei Asylsuchenden aus Syrien selbst ein Abschiebungsverbot
verneint, so dass eine Abschiebung rein rechtlich möglich wäre (ohne
formelle Erledigungen, bitte nach Jahren und Quartalen auflisten und nach
ablehnenden Entscheidungen bzw. Widerrufen bzw. Rücknahmen
differenzieren)?
Erste Gespräche zu dieser Thematik haben im März 2021 unter Beteiligung des
Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, des BAMF und
Vertretern der Innenministerien der Länder stattgefunden.
Die Angaben zu Ablehnungen (ohne formelle Entscheidungen) können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Ein Schutzstatus ist nach §§ 73 ff.
AsylG zu widerrufen oder zurückzunehmen, wenn dessen
Erteilungsvoraussetzungen nicht mehr vorliegen oder die Erteilung auf unrichtigen oder
unvollständigen Angaben beruhte. Das BAMF prüft bei Bekanntwerden
entsprechender Sachverhalte, ob ein Verfahren zum Entzug des Schutzstatus einzuleiten ist.
Dies gilt auch für syrische Staatsangehörige. Die Angaben zu Widerrufen/
Rücknahmen (ohne Erteilung eines Abschiebungsverbots) können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Syrien
Ablehnungen
(ohne formelle
Entscheidungen)
Widerrufe/Rücknahmen
(ohne Erteilung eines
Abschiebungsverbots)
Gesamt
(2015 bis 2020) 504 1.849
Q1/2015 3 5
Q2/2015 4 2
Q3/2015 - 1
Q4/2015 16 -
Gesamt 2015 23 8
Q1/2016 23 3
Q2/2016 42 9
Q3/2016 38 12
Q4/2016 64 15
Gesamt 2016 167 39
Q1/2017 49 10
Q2/2017 44 12
Q3/2017 32 4
Q4/2017 8 24
Gesamt 2017 133 50
Q1/2018 36 34
Q2/2018 10 57
Q3/2018 11 61
Q4/2018 12 118
Gesamt 2018 69 270
Q1/2019 14 157
Q2/2019 13 266
Q3/2019 20 518
Q4/2019 10 119
Gesamt 2019 57 1.060
Q1/2020 18 103
Q2/2020 12 117
Q3/2020 18 134
Q4/2020 7 68
Gesamt 2020 55 422
Die Zahlen zu Ablehnungen bzw. Widerrufen/Rücknahmen geben jedoch
keinen Aufschluss darüber, wie viele Personen tatsächlich nach Syrien
abgeschoben werden könnten.
10. Hat das BAMF seine internen Vorgaben, Herkunftsländerleitsätze usw. in
Bezug auf die Feststellung von Abschiebungshindernissen beim
Herkunftsland Afghanistan, insbesondere auch bei gesunden,
alleinstehenden Männern und mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-
Pandemie, geändert oder plant sie dies (bitte so genau wie möglich
darlegen)?
Wird das BAMF auch vor dem Hintergrund einer diesbezüglich teilweise
geänderten Rechtsprechung mehrerer (Ober-)Verwaltungsgerichte, die
nunmehr auch bei gesunden jungen Männern Abschiebungsverbote
feststellen (vgl. z. B.: Flüchtlingsrat Niedersachsen: Droht eine Abschiebung
aus Niedersachsen nach Afghanistan?; Pro Asyl: Aus guten Gründen.
Immer wieder stoppen Gerichte Abschiebungen nach Afghanistan), und
angesichts der hohen Aufhebungsquote von BAMF-Bescheiden beim
Herkunftsland Afghanistan (vgl. z. B.: Verwaltungsgerichte: Tausende
abgelehnte Asylbescheide aufgehoben; tagesschau.de) gezielt beklagte
und gerichtlich noch anhängige Ablehnungsbescheide zum
Herkunftsland Afghanistan intern noch einmal überprüfen, auch um die Gerichte in
diesen Fällen bei einer geänderten Einschätzung gegebenenfalls entlasten
zu können (bitte begründen)?
Die Rechtsprechung der Gerichte – insbesondere der Oberverwaltungsgerichte
– wird laufend durch das BAMF ausgewertet. Ob und inwieweit dies zu einer
Änderung der Entscheidungspraxis führen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt
noch nicht absehbar.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind im Rahmen der Prüfung von
Abschiebungsverboten in jedem Einzelfall zu berücksichtigen. Das BAMF prüft in
den Fällen, in denen belastbare Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die
rechtlichen Voraussetzungen für eine Schutzgewährung im Einzelfall gegeben sind,
ob eine Klaglosstellung in Betracht kommt.
11. Welche Konsequenzen wurden innerhalb des BAMF aus dem Urteil des
Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 14. Januar 2021 in der
Rechtssache C-441/19 zur Unzulässigkeit von Rückkehrentscheidungen bei
unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen mit ungeklärten
Aufnahmemöglichkeiten im Rückkehrstaat gezogen oder sind geplant (vgl. auch: EuGH
stärkt die Rechte von unbegleiteten Minderjährigen! | PRO ASYL; bitte
so genau wie möglich darlegen), und inwieweit wird bislang bzw. derzeit
bei minderjährigen unbegleiteten Asylsuchenden im Asylverfahren vor
Erlass einer Abschiebungsandrohung geprüft, inwieweit es geeignete
Aufnahmemöglichkeiten im Rückkehrstaat gibt?
Stimmt die Bundesregierung der Einschätzung zu (ebd.), dass das
bisherige Vorgehen in Deutschland, solche jugendlichen unbegleiteten
Minderjährigen im Falle einer Ablehnung eines Schutzes trotz der
ungeklärten Lage im Rückkehrstaat bis zur Volljährigkeit lediglich zu dulden, mit
dem genannten Urteil des EuGH und dem vorrangig zu
berücksichtigenden Kindeswohl nicht vereinbar ist (bitte ausführen)?
Wie soll in Fällen bereits erfolgter Ablehnungen unbegleiteter
minderjähriger Asylsuchender (ohne Prüfung geeigneter
Aufnahmemöglichkeiten im Rückkehrstaat) verfahren werden, wie viele minderjährige
unbegleitete Asylsuchende wurden in den letzten Jahren (seit 2015) abgelehnt
(bitte nach Jahren und wichtigsten Herkunftsländern auflisten), wie viele
von diesen sind jetzt noch unter 18 Jahre alt, und wie viele von ihnen
werden derzeit geduldet oder haben eine Aufenthaltserlaubnis (bitte so
genau wie möglich auflisten)?
Die Prüfung zu den Auswirkungen der Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs (EuGH) auf die deutsche Rechtspraxis ist noch nicht abgeschlossen.
Angaben zu Asylablehnungen bei unbegleiteten Minderjährigen können der
folgenden Tabelle entnommen werden:
Ablehnungen 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Afghanistan 25 229 2.841 522 115 119
Guinea 0 7 176 242 238 73
Irak 1 32 276 194 106 64
Somalia 3 11 171 208 97 26
Pakistan 3 38 158 43 22 12
Gesamt 191 479 4.473 1.699 901 467
Von zwischen 2015 und 2020 abgelehnten unbegleiteten minderjährigen
Antragstellern waren mit Stand 8. März 2021 noch 972 Personen in einem Alter
von unter 18 Jahren. Zum Aufenthaltsstatus von abgelehnten unbegleiteten
minderjährigen Antragstellern liegen keine statistischen Erkenntnisse vor.
12. Wie viele Asylsuchende wurden im Gesamtjahr 2020 registriert (bitte
nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in
den jeweiligen Monaten gegenüberstellen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Asylgesuche* Asylerstanträge*
Januar 2020 12.245 12.212
Februar 2020 9.704 10.140
März 2020 7.826 7.120
April 2020 2.999 5.106
Mai 2020 3.618 3.777
Juni 2020 5.720 4.789
Juli 2020 10.522 7.588
August 2020 10.409 7.275
September 2020 10.678 9.302
Oktober 2020 10.137 8.557
November 2020 9.937 8.736
Dezember 2020 8.406 7.459
Jahr 2020 (kumuliert) 106.685 102.581
*Anmerkung: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem
Gesamtwert addiert werden.
13. Zu wie vielen asylsuchenden Personen wurde im Gesamtjahr 2020 nach
Angaben des Ausländerzentralregisters eine Ausreise registriert, obwohl
noch kein Abschluss des Asylverfahrens erfasst war (bitte auch nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern und nach Bundesländern
differenzieren)?
Zum Stichtag 31. Januar 2021 waren im AZR 8 156 Personen erfasst, bei denen
im Jahr 2020 eine Ausreise registriert wurde, obwohl noch kein Abschluss
ihres Asylverfahrens erfasst war. Die weiteren Angaben können den
nachstehenden Tabellen entnommen werden:
Jahr 2020
alle Staatsangehörigkeiten 8.156
darunter:
Georgien 729
Moldau (Republik) 682
Nigeria 520
Irak 511
Albanien 426
Pakistan 421
Afghanistan 371
Serbien 368
Türkei 293
Nordmazedonien 272
Iran 272
Algerien 258
Syrien 225
Jahr 2020
alle Staatsangehörigkeiten 8.156
darunter:
Marokko 218
Somalia 193
nach Bundesland Gesamt
gesamt 8.156
davon:
Baden-Württemberg 888
Bayern 1.720
Berlin 612
Brandenburg 308
Bremen 20
Hamburg 103
Hessen 478
Mecklenburg-Vorpommern 130
Niedersachsen 628
Nordrhein-Westfalen 1.582
Rheinland-Pfalz 524
Saarland 57
Sachsen 476
Sachsen-Anhalt 208
Schleswig-Holstein 226
Thüringen 196
14. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
Gesamtjahr 2020 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise,
sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des
BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren –
Jahr 2020
Staatsangehörigkeiten
Anzahl
der
Erstantragssteller
Anzahl der
Antragssteller mit
Identitätspapieren (* Pass,
Passersatz,
Personalausweis)
Anzahl der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragssteller
ohne
Identitätspapiere*
Gesamt 47.244 22.794 24.450 51,8 %
darunter:
Syrien 13.011 8.704 4.307 33,1 %
Afghanistan 4.459 934 3.525 79,1 %
Irak 3.996 2.247 1.749 43,8 %
Türkei 4.097 2.756 1.341 32,7 %
Ungeklärt 1.645 816 829 50,4 %
Nigeria 1.113 80 1.033 92,8 %
Iran 2.062 877 1.185 57,5 %
Somalia 798 62 736 92,2 %
Eritrea 358 123 235 65,6 %
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren –
Jahr 2020
Staatsangehörigkeiten
Anzahl
der
Erstantragssteller
Anzahl der
Antragssteller mit
Identitätspapieren (* Pass,
Passersatz,
Personalausweis)
Anzahl der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragssteller
ohne
Identitätspapiere*
Gesamt 47.244 22.794 24.450 51,8 %
darunter:
Georgien 1.558 867 691 44,4 %
Russische
Föderation
629 217 412 65,5 %
Moldau,
Republik
721 481 240 33,3 %
Guinea 640 13 627 98,0 %
Algerien 1.064 65 999 93,9 %
Vietnam 1.011 763 248 24,5 %
15. In wie vielen Fällen wurden im Gesamtjahr 2020 (bitte nach Quartalen
auflisten und Gesamtzahlen nennen) mobile Datenträger von
Asylsuchenden ausgelesen und ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte auch nach den
zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
Im Gesamtjahr 2020 wurden insgesamt 6 247* Datenträger von persönlichen
Erstantragstellern ohne Pass/Passersatz ab 14 Jahren ausgelesen. Differenzierte
Angaben nach Monaten und den zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
2020 Anzahl an Datenträgern*
1. Quartal 1.859
2. Quartal 448
3. Quartal 1.649
4. Quatal 2.291
Gesamt 2020 6.247
* Durch nachträgliche Änderungen im Erfassungssystem, wie z. B. die Einreichung von Pass/
Passersatz Dokumenten, kann es zu Abweichungen der Daten im vgl. zu vorherigen Angaben
kommen. Es werden diejenigen Fälle ausgewertet, bei denen aus Prozesssicht alle erforderlichen
Angaben im Kerndatensystem korrekt und valide hinterlegt sind.
1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Gesamt
Syrien 329 85 356 466 1.236
Afghanistan 249 66 333 522 1.170
Irak 164 35 127 208 534
Nigeria 124 19 108 78 329
Ungeklärt 41 11 100 106 258
Iran 89 15 65 82 251
Türkei 70 27 62 87 246
Somalia 63 13 42 43 161
Russische
Föderation
34 10 23 32 99
Eritrea 22 4 8 21 55
a) Zu welchem Anteil verfügten im Jahr 2020 Asylsuchende, deren
Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht hinreichend
sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträger-Geräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch ausgelesen
werden und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung erst
nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen den
Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
Im Gesamtjahr 2020 gaben ca. 35 Prozent der persönlichen Erstantragsteller
ohne Pass/Passersatz ab 14 Jahren an, dass sie über ein Datenträger-Gerät
verfügen. Zu einem Anteil von ca. 79 Prozent konnten die Datenträger-Geräte
technisch ausgelesen werden.
Asylbewerber werden unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflichten
aufgefordert, vorhandene Datenträger herauszugeben. Zwangsmaßnahmen wurden
bisher nicht angedroht oder durchgeführt.
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Daten-Auslesung im Jahr 2020
erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser für das
Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in wie
vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender Prüfung
durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine Ablehnung
(bitte so differenziert wie möglich antworten und in absoluten und
relativen Zahlen darstellen)?
Im Gesamtjahr 2020 wurden zu den insgesamt 6 247 ausgelesenen
Datenträgern von persönlichen Erstantragstellern ohne Pass/Passersatz ab 14 Jahren
2 581 Datenträger-Auswertungsanträge gestellt. Davon wurden bisher 1 779
Datenträger-Auswertungen freigegeben. Die individuellen Gründe für
entsprechende Ablehnungen werden statistisch nicht erfasst.
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der Daten-
Auslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu
geführt oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden
zu ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu
widerlegen bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
Im Gesamtjahr 2020 führte die Ergebnisdokumentation der Datenträger
von persönlichen Erstantragstellern ohne Pass/Passersatz ab 14 Jahren dazu,
dass bei ungefähr 30 Prozent die Identität der Antragsteller bestätigt und bei
ungefähr zwei Prozent die Identität widerlegt werden konnte. In ca. 69 Prozent
der Fälle konnten keine verwertbaren Erkenntnisse aus der
Ergebnisdokumentation gewonnen werden.
Zum Stichtag 31. Dezember 2020 waren für die 1 779 freigegebenen
Datenträger-Auswertungen insgesamt 1 270 Ergebnisdokumentationen
hinterlegt. Die Anzahl der Ergebnisdokumentation wird als Bezugsgröße für die oben
genannten Prozentsätze herangezogen. Daraus ergibt sich die folgende
Darstellung (Gesamt 1 270):
29,5 Prozent (375) Identität der Antragssteller bestätigt
1,8 Prozent (23) Identität widerlegt
68,7 Prozent (872) keine verwertbaren Erkenntnisse.
d) Welche gerichtlichen Entscheidungen zur Auswertung mobiler
Datenträger durch das BAMF sind inzwischen ergangen (bitte etwaige
Entscheidungen bzw. Verfahren konkret benennen und kurz darstellen),
und welche Konsequenzen für die Praxis des BAMF wurden hieraus
gegebenenfalls gezogen (bitte darstellen)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 6d der Kleinen Anfrage
der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 19/13945 verwiesen.
16. Wie viele Asylanträge wurden im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 nach § 14a Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen für
hier geborene (oder eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge
wurden in den genannten Zeiträumen von Kindern bzw. für Kinder unter
16 Jahren bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von
unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in
absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der
Asylanträge sowie die Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger und sich
überschneidende Teilmengen angeben), und wie hoch waren die
jeweiligen (auch bereinigten) Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag
im Jahr 2020 bei 67,8 Prozent (4. Quartal 2020: 76,0 Prozent), bei
Unbegleiteten im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 46,2 Prozent (viertes Quartal 2020:
48,5 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 62,5 Prozent (viertes
Quartal 2020: 65,3 Prozent).
Der Anteil des Gesamtschutzes unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen
des BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im Jahr 2020
bei 72,0 Prozent (4. Quartal 2020 bei 79,8 Prozent), bei unbegleiteten
Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 52,9 Prozent (viertes Quartal
2020: 55,1 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 72,9 Prozent
(viertes Quartal 2020: 76,1 Prozent).
Die weiteren Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden.
Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben.
4. Quartal 2020
absolut
Verhältnis
zu
Asylerstanträgen
gesamt
Asylerstanträge gesamt 27.455
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre
insgesamt
14.120 51,4 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter
16 Jahre
13.021 47,4 %
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 192 0,7 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 1.785 6,5 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis
unter 18 Jahre 1.099 4,0 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter
18 Jahre) 479 1,7 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 12 0,0 %
Jahr 2020
absolut
Verhältnis
zu
Asylerstanträgen
gesamt
Asylerstanträge gesamt 102.581
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre
insgesamt 55.337 53,9 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter
16 Jahre 51.370 50,1 %
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 677 0,7 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 7.365 7,2 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis
unter 18 Jahre 3.967 3,9 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter
18 Jahre) 1.523 1,5 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 45 0,0 %
17. Wie viele der Asylsuchenden im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 waren sogenannte Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder
von Asylsuchenden oder Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen
Zahlen angeben und nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), wie viele dieser waren Kinder von Asylsuchenden,
anerkannten Flüchtlingen oder sonstigen Personen (bitte differenzieren)?
26 521 Asylsuchende im Gesamtjahr 2020 (6 317 im vierten Quartal 2020)
waren so genannte „Nachgeborene“, d. h. in Deutschland geborene Kinder (und
zum Zeitpunkt der Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 6 770
Kinder von Asylsuchenden und 8 703 von anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a
des Grundgesetzes und § 3 Absatz 1AsylG). Weitere statistische Erkenntnisse
zum Status der Eltern liegen nicht vor. Die weiteren Angaben können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2020 Absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen
gesamt
Gesamt 6.317 23,0 %
darunter:
Syrien 2.668 26,2 %
Afghanistan 449 12,7 %
Irak 600 21,4 %
Türkei 131 9,3 %
Ungeklärt 251 23,5 %
Somalia 291 36,1 %
Nigeria 371 50,1 %
Eritrea 394 63,4 %
Iran 119 19,9 %
Algerien 18 4,0 %
Jahr 2020 Absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen
gesamt
Gesamt 26.521 25,9 %
darunter:
Syrien 11.061 30,4 %
Jahr 2020 Absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen
gesamt
Gesamt 26.521 25,9 %
darunter:
Afghanistan 1.850 18,7 %
Irak 2.491 25,3 %
Türkei 582 10,1 %
Ungeklärt 1.025 26,3 %
Nigeria 1.812 54,9 %
Iran 553 17,7 %
Somalia 1.153 44,3 %
Eritrea 1.589 62,0 %
Georgien 165 8,1 %
18. Wie viele unbegleitete Minderjährige (d. h. unter 18-Jährige) haben im
vierten Quartal 2020 bzw. im Gesamtjahr 2020 einen Asylerstantrag
gestellt (bitte nach wichtigsten Herkunftsländern und Bundesländern
aufgliedern), und welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten
Minderjährigen im genannten Zeitraum (bitte nach verschiedenen
Schutzstatus und wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2020 Asylerstanträge unbeglei-teter Minderjähriger
Herkunftsländer
gesamt 681
darunter
Afghanistan 265
Syrien 190
Somalia 47
Guinea 41
Irak 22
Pakistan 18
Gambia 15
Algerien 9
Iran 9
Türkei 7
Vietnam 6
Eritrea 5
Ungeklärt 5
Benin 4
Libyen 4
4. Quartal 2020
Entscheidungen über Erstanträge
Gesamt
Anerkennung als
asylberechtigt
(Art. 16a GG u.
Fam.Asyl)
Anerkennung
als Flüchtling
gem.
§ 3 I AsylG
Subsidiärer
Schutz gem. § 4
I AsylG
Abschiebungsverbot
gem. § 60 V/VII
AufenthG
Herkunftsländer gesamt 307 1 35 92 52
darunter:
Afghanistan 82 - 10 7 39
Syrien 77 - 6 71 -
4. Quartal 2020
Entscheidungen über Erstanträge
Gesamt
Anerkennung als
asylberechtigt
(Art. 16a GG u.
Fam.Asyl)
Anerkennung
als Flüchtling
gem.
§ 3 I AsylG
Subsidiärer
Schutz gem. § 4
I AsylG
Abschiebungsverbot
gem. § 60 V/VII
AufenthG
Herkunftsländer gesamt 307 1 35 92 52
darunter:
Somalia 16 - 4 7 1
Guinea 27 - 5 2 1
Irak 12 - - - -
Pakistan 2 - - - -
Gambia 8 - - 1 1
Algerien 1 - - - -
Iran 6 - - - 1
Türkei 6 - 2 - -
Vietnam 5 - - - -
Eritrea 11 - 5 1 2
Ungeklärt 5 - 1 1 -
Benin 1 - - - 1
Libyen - - - - -
4. Quartal 2020 Asylerstanträge unbegleite-ter Minderjähriger
Bundesländer gesamt 681
Baden-Württemberg 65
Bayern 120
Berlin 20
Brandenburg 16
Bremen 15
Hamburg 21
Hessen 74
Mecklenburg-Vorpommern 10
Niedersachsen 76
Nordrhein-Westfalen 109
Rheinland-Pfalz 39
Saarland 4
Sachsen 41
Sachsen-Anhalt 25
Schleswig-Holstein 32
Thüringen 14
Jahr 2020 Asylerstanträge unbegleite-ter Minderjähriger
Herkunftsländer gesamt 2.232
darunter:
Afghanistan 703
Syrien 511
Guinea 194
Somalia 149
Irak 98
Gambia 62
Iran 49
Pakistan 45
Jahr 2020 Asylerstanträge unbegleite-ter Minderjähriger
Herkunftsländer gesamt 2.232
darunter:
Eritrea 41
Türkei 38
Marokko 30
Ungeklärt 30
Algerien 28
Nigeria 22
Albanien 16
Jahr 2020
Entscheidungen über Erstanträge
Gesamt
Anerkennung als
asylberechtigt
(Art. 16a GG u.
Fam.Asyl)
Anerkennung
als Flüchtling
gem. § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot
gem. § 60 V/VII
AufenthG
Herkunftsländer gesamt 1.241 3 115 291 256
darunter:
Afghanistan 313 - 28 26 122
Syrien 228 - 18 202 3
Guinea 128 - 14 12 23
Somalia 105 - 22 27 14
Irak 104 - 4 2 26
Gambia 26 - 1 1 6
Iran 32 - 5 4 2
Pakistan 17 - - 1 1
Eritrea 35 - 8 4 16
Türkei 26 - 2 - -
Marokko 25 - - - 1
Ungeklärt 18 2 7 2 1
Algerien 10 - - - 2
Nigeria 11 - - 1 2
Albanien 19 - - - -
Jahr 2020 Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Bundesländer gesamt 2.232
Baden-Württemberg 176
Bayern 320
Berlin 83
Brandenburg 45
Bremen 46
Hamburg 116
Hessen 235
Mecklenburg-
Vorpommern 26
Niedersachsen 259
Nordrhein-Westfalen 469
Rheinland-Pfalz 140
Saarland 21
Sachsen 106
Sachsen-Anhalt 69
Jahr 2020 Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Bundesländer gesamt 2.232
Schleswig-Holstein 73
Thüringen 48
19. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im vierten Quartal 2020
bzw. im Gesamtjahr 2020 an welchen Grenzen durch die Bundespolizei
aufgegriffen, wie viele von ihnen wurden an die Jugendämter übergeben,
wie viele von ihnen wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte
nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
4. Quartal 2020 Anzahl unbegleiteter Minderjähriger
davon
zurückgeschoben
davon
zurückgewiesen
davon Übergabe
an Jugendamt
Gesamt 644 34 137 368
Grenze zu
Österreich 262 7 135 91
Frankreich 104 12 - 76
Tschechien 87 - - 63
Belgien 57 - - 53
Schweiz 28 3 - 19
Niederlande 22 11 - 9
ungeklärt 20 - - 17
Dänemark 16 - - 14
Polen 13 - - 6
Luxemburg 11 - - 9
Luftgrenze 18 1 2 5
Seegrenze 6 - - 6
Staatsangehörigkeit (Top-5)
afghanisch 238 2 70 129
syrisch 131 5 55 53
marokkanisch 71 11 - 55
algerisch 55 4 1 37
tunesisch 21 2 2 14
2020 Anzahl unbegleiteter Minderjähriger
davon
zurückgeschoben
davon
zurückgewiesen
davon Übergabe an
Jugendamt
Gesamt 1.480 67 292 846
Grenze zu
Österreich 539 9 270 195
Frankreich 293 30 11 194
Belgien 169 1 - 146
Tschechien 121 - - 90
Niederlande 74 22 1 39
Schweiz 65 4 1 43
Dänemark 56 - 1 41
ungeklärt 47 - 1 38
Polen 22 - - 13
Luxemburg 18 - - 13
Luftgrenze 64 1 7 23
Seegrenze 12 - - 11
Staatsangehörigkeit (Top-5)
afghanisch 495 3 157 261
2020 Anzahl unbegleiteter Minderjähriger
davon
zurückgeschoben
davon
zurückgewiesen
davon Übergabe an
Jugendamt
Gesamt 1.480 67 292 846
Grenze zu
syrisch 227 7 72 105
marokkanisch 183 22 6 135
algerisch 135 8 6 98
guineisch 59 6 1 44
Differenzen in den Tabellen zwischen der Zahl der festgestellten unbegleiteten
Minderjährigen und den aufgeführten Maßnahmen erklären sich aus sonstigen
Maßnahmen der Grenzbehörden, etwa der Übergabe an inländische Behörden
(z. B. Polizeien der Länder, Ausländerbehörden).
20. Wie viele Asylanträge wurden im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte differenziert
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben und zudem jeweils in
Relation zur Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2020 Ablehnung insgesamt darunter: als offensichtlich unbegründet abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 9.505 2.606 27,42 %
darunter:
Syrien 7 0 0,0 %
Afghanistan 671 30 4,5 %
Irak 1.002 51 5,1 %
Türkei 918 133 14,5 %
Ungeklärt 180 67 37,2 %
Somalia 108 4 3,7 %
Nigeria 903 132 14,6 %
Eritrea 64 3 4,7 %
Iran 760 50 6,6 %
Algerien 159 104 65,4 %
Georgien 322 247 76,7 %
Moldau, Republik 232 181 78,0 %
Guinea 222 27 12,2 %
Russische Föderation 436 73 16,7 %
Marokko 160 90 56,3 %
Jahr 2020 Ablehnung insgesamt
darunter: als
offensichtlich unbegründet
abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 46.586 12.497 26,8 %
darunter:
Syrien 55 5 9,1 %
Afghanistan 2.809 122 4,3 %
Irak 4.912 352 7,2 %
Türkei 4.711 575 12,2 %
Ungeklärt 782 300 38,4 %
Nigeria 3.980 652 16,4 %
Iran 4.650 238 5,1 %
Somalia 564 30 5,3 %
Jahr 2020 Ablehnung insgesamt
darunter: als
offensichtlich unbegründet
abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 46.586 12.497 26,8 %
darunter:
Eritrea 315 21 6,7 %
Georgien 1.778 1.259 70,8 %
Russische Föderation 1.953 332 17,0 %
Moldau, Republik 1.093 754 69,0 %
21. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im vierten Quartal
2020 bzw. im Gesamtjahr 2020 an welchen Flughafenstandorten mit
welchem Ergebnis durchgeführt (bitte auch Anteil der Minderjährigen, der
unbegleiteten Minderjährigen und die zehn wichtigsten Herkunftsländer
angeben)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren für unbegleitete
Minderjährige.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden:
4. Quartal 2020 Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage
darunter:
Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a VI
offens.
unbegründet eingestellt
Insgesamt 44 8 32 14 -
darunter:
Syrien 12 4 12 - -
Iran 8 2 4 4 -
Algerien 3 - - 3 -
Irak 3 - 2 - -
Jemen 3 - 6 - -
Ungeklärt 3 - - 3 -
Ägypten 2 - 1 1 -
Brasilien 1 1 1 - -
Eritrea 1 - 1 - -
Kongo 1 - - 1 -
4. Quartal 2020 Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung
Flughafen Aktenanlage
darunter:
Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a VI
offens.
unbegründet eingestellt
Insgesamt 44 8 32 14 -
darunter:
Flughafen Berlin 2 - 1 1 -
Flughafen Frankfurt 36 7 25 13 -
Flughafen München 6 1 6 - -
Jahr 2020 Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage
darunter:
Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a VI
offens.
unbegründet eingestellt
Insgesamt 145 13 78 67 -
darunter:
Iran 24 3 11 13 -
Syrien 20 4 19 - -
Irak 14 2 5 9 -
Jemen 12 - 12 - -
Ägypten 7 - 3 4 -
Kongo, Demokratische
Republik
7 - 1 6 -
Türkei 6 - 4 2 -
Afghanistan 5 2 1 4 -
Marokko 5 - 2 3 -
Kuba 4 - - 4 -
Jahr 2020 Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung
Flughafen Aktenanlage
darunter:
Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a VI
offens.
unbegründet eingestellt
Insgesamt 145 13 78 67 -
darunter:
Flughafen Berlin 5 - 2 3 -
Flughafen Frankfurt 125 12 67 58 -
Flughafen Hamburg 3 - 3 - -
Flughafen München 12 1 6 6 -
22. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das Jahr
2020 (soweit vorliegend, bitte jeweils in der Differenzierung wie in der
Antwort zu Frage 16 auf Bundestagsdrucksache 19/18498 darstellen:
Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren,
Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw.
nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der
Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall
auch zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko, Tunesien,
Algerien, Georgien, Armenien und Türkei angeben – aus Gründen der
Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den weiteren
Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz ausreichend)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Erst- und Folgeanträge
31.12.2020
(Stand: 15.02.2021)
Eingelegte Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt
Asyl
Art.
16a
GG u.
Fam.A
syl
(GFK)
Flüchtling
s-schutz
subsidiärer
Schutz
Abschieb
ungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserledigungen (z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt 71.371 126.715 433 6.278 1.700 12.813 46.837 37,0 % 58.654 46,3 % 191.110
darunter
Syrien 7.943 15.486 8 865 15 839 5.398 34,9 % 8.361 54,0 % 19.003
Irak 7.748 14.660 15 557 341 1.528 6.287 42,9 % 5.932 40,5 % 21.944
Nigeria 6.310 10.682 4 69 13 612 4.161 39,0 % 5.823 54,5 % 14.588
Iran 6.043 7.029 46 1.507 23 109 2.559 36,4 % 2.785 39,6 % 16.317
Afghanistan 5.822 21.168 6 1.195 651 6.435 5.518 26,1 % 7.363 34,8 % 27.002
Türkei 5.292 4.264 119 431 32 56 1.830 42,9 % 1.796 42,1 % 11.273
Russische Föderation 3.551 5.014 88 155 20 170 1.989 39,7 % 2.592 51,7 % 12.519
Pakistan 1.906 4.999 7 516 18 144 2.353 47,1 % 1.961 39,2 % 5.969
Georgien 1.772 2.550 1 10 8 41 1.219 47,8 % 1.271 49,8 % 2.914
Somalia 1.666 3.347 1 109 91 354 711 21,2 % 2.081 62,2 % 4.979
Guinea 1.499 2.252 3 24 12 66 1.040 46,2 % 1.107 49,2 % 3.763
Ungeklärt 1.381 2.098 2 138 82 115 683 32,6 % 1.078 51,4 % 3.982
Aserbaidschan 1.082 2.162 5 19 6 37 1.119 51,8 % 976 45,1 % 3.360
Moldau, Republik 986 895 - - - - 330 36,9 % 565 63,1 % 829
Gambia 871 3.228 1 19 11 114 1.782 55,2 % 1.301 40,3 % 2.211
Marokko 539 558 2 15 8 9 153 27,4 % 371 66,5 % 859
Tunesien 316 274 1 7 0 1 73 26,6 % 192 70,1 % 463
Algerien 588 552 1 3 0 10 169 30,6 % 369 66,8 % 846
Armenien 844 2.547 0 0 10 144 1.245 48,9 % 1.148 45,1 % 2.739
Albanien 667 1.172 0 2 4 38 340 29,0 % 788 67,2 % 1.254
Serbien 498 699 0 0 0 9 170 24,3 % 520 74,4 % 973
Nordmazedonien 365 644 0 0 6 11 150 23,3 % 477 74,1 % 731
Kosovo 259 539 0 1 0 28 132 24,5 % 378 70,1 % 637
Ghana 428 642 0 3 0 30 192 29,9 % 417 65,0 % 860
Bosnien und Herzegowina 139 247 0 0 0 6 39 15,8 % 202 81,8 % 264
Senegal 154 219 0 1 0 7 77 35,2 % 134 61,2 % 354
Montenegro 109 103 0 0 0 0 11 10,7 % 92 89,3 % 131
Widerrufsverfahren
- 31.12.2020
(Stand: 15.02.2021)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt
Widerruf Art. 16a
GG/
Flüchtlingseigenschaft / subs. Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen (z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt 2.851 961 395 41,1 % 77 8,0 % 489 50,9 % 4.227
darunter
Afghanistan 656 256 101 39,5 % 31 12,1 % 124 48,4 % 917
Irak 540 145 63 43,4 % 3 2,1 % 79 54,5 % 946
Syrien 381 189 74 39,2 % 18 9,5 % 97 51,3 % 533
Russische Föderation 156 40 10 25,0 % 2 5,0 % 28 70,0 % 220
Ungeklärt 135 40 19 47,5 % 3 7,5 % 18 45,0 % 174
Widerrufsverfahren
- 31.12.2020
(Stand: 15.02.2021)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt
Widerruf Art. 16a
GG/
Flüchtlingseigenschaft / subs. Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen (z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt 2.851 961 395 41,1 % 77 8,0 % 489 50,9 % 4.227
darunter
Türkei 100 29 9 31,0 % 5 17,2 % 15 51,7 % 151
Libanon 87 13 7 53,8 % - 0,0 % 6 46,2 % 111
Eritrea 85 25 15 60,0 % 3 12,0 % 7 28,0 % 106
Iran 81 19 9 47,4 % 1 5,3 % 9 47,4 % 105
Nigeria 73 16 12 75,0 % - 0,0 % 4 25,0 % 93
Armenien 73 21 12 57,1 % - 0,0 % 9 42,9 % 101
Somalia 70 22 11 50,0 % 2 9,1 % 9 40,9 % 85
Äthiopien 47 6 - 0,0 % 1 16,7 % 5 83,3 % 63
Serbien 28 18 2 11,1 % - 0,0 % 16 88,9 % 63
Kosovo 25 17 9 52,9 % - 0,0 % 8 47,1 % 44
Marokko 13 3 2 66,7 % - 0,0 % 1 33,3 % 18
Algerien 7 2 1 50,0 % - 0,0 % 1 50,0 % 12
Georgien 7 3 2 66,7 % - 0,0 % 1 33,3 % 10
Tunesien 3 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 6
Albanien 18 13 2 15,4 % 1 7,7 % 10 76,9 % 17
Nordmazedonien 6 5 3 60,0 % - 0,0 % 2 40,0 % 18
Ghana 4 2 - 0,0 % - 0,0 % 2 100,0 % 7
Bosnien und Herzegowina 14 2 1 50,0 % - 0,0 % 1 50,0 % 16
Senegal - 3 - 0,0 % - 0,0 % 3 100,0 % -
Montenegro 5 - - 0,0 % - 0,0 % - 0,0 % 7
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten (Klagen)
Verfahrensdauer Erst- und
Folgeanträge:
Verfahrensdauer
Widerrufe:
01.01 – 31.12.2020 24,3 11,6
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren
01.01.2020 – 31.12.2020
(Stand: 15.02.2021) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 5.637 2.231 7.868
darunter:
Nigeria 578 447 1.025
Russische Föderation 571 245 816
Irak 590 189 779
Afghanistan 477 130 607
Iran 340 229 569
Syrien 385 179 564
Türkei 188 88 276
Guinea 169 54 223
Somalia 148 43 191
Pakistan 152 37 189
Gambia 146 42 188
Aserbaidschan 125 49 174
Libanon 113 37 150
01.01.2020 – 31.12.2020
(Stand: 15.02.2021) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 5.637 2.231 7.868
darunter:
Eritrea 93 45 138
Algerien 110 17 127
Marokko 45 8 53
Georgien 86 14 100
Tunesien 34 10 44
Armenien 83 25 108
Serbien 29 - 29
Nordmazedonien 20 - 20
Kosovo 20 3 23
Ghana 36 17 53
Bosnien und Herzegowina 13 6 19
Senegal 25 12 37
Montenegro 1 - 1
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublinverfahren (in Tagen)
Zeitraum: 01.01. – 31.12.2020
(Stand: 15.02.2021)
Antrag nach
§ 80 Abs. 5
Verwaltungsgerichtsordnung,
(VwGO)
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach § 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 86,0 33,9 29,4
darunter:
Nigeria 164,2 36,2 15,5
Russische Föderation 59,3 35,1 26,5
Irak 59,5 51,3 26,0
Afghanistan 78,0 23,4 32,7
Iran 69,5 32,7 31,3
Syrien 59,5 18,0 26,9
Türkei 95,8 22,4 55,3
Guinea 56,5 37,1 22,2
Somalia 43,4 38,9 51,7
Pakistan 39,7 29,6 24,2
Gambia 92,1 42,0 27,0
Aserbaidschan 54,3 32,3 21,6
Libanon 41,5 23,5 27,2
Eritrea 350,0 36,5 35,8
Algerien 32,8 18,7 11,0
Marokko 39,5 29,3 7,0
Georgien 50,4 18,0 -
Tunesien 155,6 36,9 -
Armenien 86,2 28,7 18,1
Serbien 39,0 69,0 22,0
Nordmazedonien 47,7 - -
Kosovo 187,9 77,0 -
Ghana 69,1 22,5 10,3
Bosnien und Herzegowina 145,8 - -
Zeitraum: 01.01. – 31.12.2020
(Stand: 15.02.2021)
Antrag nach
§ 80 Abs. 5
Verwaltungsgerichtsordnung,
(VwGO)
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach § 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 86,0 33,9 29,4
darunter:
Senegal 108,0 40,4 7,0
Montenegro 28,0 - -
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt
– 31.12.2020
(Stand: 15.02.2021) abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 21.093 6.658 27.751
darunter:
Nigeria 2.248 1.040 3.288
Irak 1.548 724 2.272
Afghanistan 1.288 593 1.881
Russische Föderation 1.334 411 1.745
Syrien 1.252 404 1.656
Iran 1.033 549 1.582
Georgien 1.234 88 1.322
Türkei 849 336 1.185
Pakistan 584 142 726
Moldau (Republik) 687 3 690
Albanien 602 64 666
Armenien 547 90 637
Somalia 433 182 615
Guinea 454 135 589
Aserbaidschan 443 134 577
Algerien 274 33 307
Marokko 236 41 277
Tunesien 132 33 165
Serbien 404 38 442
Nordmazedonien 333 16 349
Kosovo 178 31 209
Ghana 313 94 407
Bosnien und Herzegowina 109 18 127
Senegal 136 34 170
Montenegro 86 2 88
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in Tagen)
Zeitraum: 01.01. –
31.12.2020
(Stand: 15.02.2021)
Antrag nach § 80
Abs. 5 VwGO
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 68,7 35,5 42,5
darunter:
Nigeria 132,6 46,2 61,9
Irak 62,9 42,8 42,3
Afghanistan 64,2 28,7 50,6
Russische Föderation 50,3 40,2 46,4
Zeitraum: 01.01. –
31.12.2020
(Stand: 15.02.2021)
Antrag nach § 80
Abs. 5 VwGO
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 68,7 35,5 42,5
darunter:
Syrien 89,9 30,8 39,4
Iran 57,3 29,7 41,0
Georgien 28,0 20,0 27,9
Türkei 54,9 35,2 29,0
Pakistan 36,6 49,5 34,6
Moldau (Republik) 34,9 28,2 55,7
Albanien 40,2 21,7 32,4
Armenien 51,2 23,5 21,1
Somalia 60,4 36,5 45,3
Guinea 56,7 32,1 24,4
Aserbaidschan 34,1 26,6 26,7
Algerien 46,5 36,6 38,3
Marokko 41,7 24,4 44,4
Tunesien 113,0 45,2 63,6
Serbien 46,1 17,2 43,4
Nordmazedonien 47,5 16,9 23,6
Kosovo 61,6 50,0 24,6
Ghana 60,2 26,8 88,3
Bosnien und Herzegowina 53,1 12,9 26,7
Senegal 60,6 45,8 64,7
Montenegro 18,3 16,5 13,4
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der
Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach Bundesländern und
den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele
dieser Verfahren wurden im Jahr 2020 mit welchem Ergebnis
entschieden (bitte ebenfalls nach Bundesländern und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind
ausreichend)?
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Asylanträge waren zum Stichtag 31. Dezember 2020 anhängig:
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 31.
Dezember 2020
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 13.583
darunter:
Syrien 10.802
Irak 804
Eritrea 484
Ungeklärt 402
Jemen 247
Staatenlos 164
Afghanistan 217
Somalia 107
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 31.
Dezember 2020
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 13.583
darunter:
Iran 62
Sudan 52
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 31.
Dezember 2020
nach Bundesländern Klagen
Gesamt 13.583
Baden-Württemberg 1.556
Bayern 1.188
Berlin 1.103
Brandenburg 1.178
Bremen 137
Hamburg 201
Hessen 2.343
Mecklenburg-Vorpommern 109
Niedersachsen 1.463
Nordrhein-Westfalen 3.158
Rheinland-Pfalz 92
Saarland 56
Sachsen 304
Sachsen-Anhalt 244
Schleswig-Holstein 226
Thüringen 225
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbotes
waren zum Stichtag 31. Mai 2020 anhängig:
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines
Abschiebungsverbotes zum 31. Dezember 2020
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 3.761
darunter:
Afghanistan 1.716
Irak 639
Eritrea 240
Syrien 217
Somalia 194
Nigeria 98
Äthiopien 85
Ungeklärt 71
Guinea 37
Türkei 37
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines
Abschiebungsverbotes zum 31. Dezember 2020
nach Bundesländern Klagen
Gesamt 3.761
Baden-Württemberg 354
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines
Abschiebungsverbotes zum 31. Dezember 2020
nach Bundesländern Klagen
Gesamt 3.761
Bayern 301
Berlin 226
Brandenburg 220
Bremen 71
Hamburg 56
Hessen 704
Mecklenburg-Vorpommern 37
Niedersachsen 590
Nordrhein-Westfalen 932
Rheinland-Pfalz 30
Saarland 10
Sachsen 70
Sachsen-Anhalt 40
Schleswig-Holstein 75
Thüringen 45
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Verfahren wurden wie folgt entschieden:
nach Staatsangehörigkeit SummeEntscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG
Keine Verbesserung
Gesamt 2020 10.630 6 1.110 9.514
darunter:
Syrien 8.009 3 835 7.171
Irak 1.116 1 53 1.062
Eritrea 467 - 66 401
Ungeklärt 292 - 65 227
Afghanistan 206 - 13 193
Jemen 109 - 11 98
Staatenlos 107 - 31 76
Somalia 73 - 9 64
Libyen 35 - - 35
Sudan 30 - 6 24
nach Bundesländern Summe Ent-scheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG Keine Verbesserung
Gesamt 2020 10.630 6 1.110 9.514
Baden-Württemberg 1.613 1 198 1.414
Bayern 1.108 - 33 1.075
Berlin 1.048 - 33 1.015
Brandenburg 347 - 26 321
Bremen 69 - 8 61
Hamburg 228 - 17 211
Hessen 1.562 2 272 1.288
Mecklenburg-Vorpommern 73 - 15 58
Niedersachsen 1.336 1 75 1.260
Nordrhein-Westfalen 2.308 1 272 2.035
nach Bundesländern Summe Ent-scheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG Keine Verbesserung
Gesamt 2020 10.630 6 1.110 9.514
Rheinland-Pfalz 139 - 10 129
Saarland 51 - 6 45
Sachsen 131 - 7 124
Sachsen-Anhalt 261 - 85 176
Schleswig-Holstein 233 1 21 211
Thüringen 123 - 32 91
Die folgenden Klagen gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes wurden
wie folgt entschieden:
nach Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
Gesamt 2020 3.122 4 231 177 2.710
darunter:
Afghanistan 1.698 2 146 90 1.460
Irak 448 1 28 19 400
Somalia 167 - 9 19 139
Eritrea 164 - 11 35 118
Syrien 139 - 3 1 135
Nigeria 102 - 1 - 101
Äthiopien 48 - 1 - 47
Iran 40 - 6 - 34
Ungeklärt 37 - 4 1 32
Libyen 32 - - 10 22
nach Bundesländern
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
Gesamt 2020 3.122 4 231 177 2.710
Baden-Württemberg 701 1 67 36 597
Bayern 184 1 8 5 170
Berlin 162 - 15 20 127
Brandenburg 60 - 6 1 53
Bremen 58 - 4 12 42
Hamburg 69 - 6 4 59
Hessen 497 - 28 38 431
Mecklenburg-
Vorpommern
23 - - 4 19
Niedersachsen 403 - 24 4 375
Nordrhein-Westfalen 623 2 55 40 526
Rheinland-Pfalz 62 - 1 2 59
Saarland 10 - 1 - 9
Sachsen 64 - 7 1 56
Sachsen-Anhalt 61 - 3 1 57
Schleswig-Holstein 98 - 2 7 89
Thüringen 47 - 4 2 41
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im Jahr 2020
Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen Zahlen
angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der Bescheide und
in Bezug auf Ablehnungen gesondert ausweisen; bitte jeweils nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach den als
sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren, zusätzlich
differenzieren nach der Art der Ablehnung: unbegründet, offensichtlich
unbegründet, unzulässig bzw. Dublin-Bescheid)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Staatsangehörigkeit
Entscheidungen insgesamt
davon
Entscheidung
„abgelehnt“
davon
Entscheidung
„o.u. abgelehnt“
davon
Entscheidung
„unzulässig“
Jahr 2020
davon
beklagt*
Anteil
davon
beklagt*
Anteil
davon
beklagt*
Anteil
davon
beklagt*
Anteil
Gesamt
145.071 65.404 45,1 % 34.089 30.846 90,5 % 12.49
7
7.145 57,2 % 31.787 22.699 71,4 %
darunter:
Syrien 38.710 7.027 18,2 % 50 38 76,0 % 5 3 60,0 % 3.948 3.294 83,4 %
Irak 12.852 6.971 54,2 % 4.560 4.158 91,2 % 352 237 67,3 % 3.039 2.391 78,7 %
Afghanistan 10.803 5.382 49,8 % 2.687 2.494 92,8 % 122 78 63,9 % 3.270 2.561 78,3 %
Türkei 9.977 5.064 50,8 % 4.136 3.919 94,8 % 575 466 81,0 % 752 606 80,6 %
Iran 7.917 5.571 70,4 % 4.412 4.257 96,5 % 238 195 81,9 % 1.339 1.070 79,9 %
Nigeria 7.557 5.810 76,9 % 3.328 2.999 90,1 % 652 510 78,2 % 2.752 2.288 83,1 %
Russische
Föderation
4.333 3.254 75,1 % 1.621 1.463 90,3 % 332 200 60,2 % 2.047 1.699 83,0 %
Ungeklärt 4.298 1.250 29,1 % 482 385 79,9 % 300 156 52,0 % 805 620 77,0 %
Somalia 3.714 1.463 39,4 % 534 481 90,1 % 30 16 53,3 % 1.227 918 74,8 %
Eritrea 3.683 712 19,3 % 294 257 87,4 % 21 16 76,2 % 337 260 77,2 %
Georgien 2.787 1.663 59,7 % 519 437 84,2 % 1.259 827 65,7 % 648 378 58,3 %
Moldau
(Republik)
2.557 953 37,3 % 339 241 71,1 % 754 325 43,1 % 1.116 417 37,4 %
Pakistan 2.525 1.732 68,6 % 953 854 89,6 % 208 150 72,1 % 1.103 752 68,2 %
Guinea 2.280 1.374 60,3 % 992 864 87,1 % 190 139 73,2 % 531 350 65,9 %
Albanien 1.469 627 42,7 % 6 4 66,7 % 853 415 48,7 % 461 199 43,2 %
Serbien 1.363 470 34,5 % 5 3 60,0 % 606 214 35,3 % 638 262 41,1 %
Bosnien und
Herzegowina
415 139 33,5 % 2 0 0,0 % 153 58 37,9 % 228 77 33,8 %
Ghana 744 380 51,1 % 5 4 80,0 % 457 278 60,8 % 171 91 53,2 %
Kosovo 632 241 38,1 % 1 1 100,0 % 284 112 39,4 % 292 124 42,5 %
Nordmazedonien 917 340 37,1 % 9 5 55,6 % 432 168 38,9 % 382 168 44,0 %
Montenegro 218 105 48,2 % 0 0 0,0 % 79 41 51,9 % 129 65 50,4 %
Senegal 248 137 55,2 % 2 2 100,0 % 126 91 72,2 % 106 48 45,3 %
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Gericht
Stand: 31.12.2020
Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 192.987
Bundesverwaltungsgericht 42
VGH Baden-Württemberg 98
VG Freiburg 5.495
VG Karlsruhe 4.875
VG Sigmaringen 5.263
VG Stuttgart 7.079
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 234
VG Ansbach 4.961
VG Augsburg 1.546
VG Bayreuth 1.937
VG München 11.743
VG Regensburg 3.709
VG Würzburg 1.202
Bayerischer VGH – Außenstelle Ansbach 423
OVG Berlin-Brandenburg 131
VG Berlin 13.173
VG Cottbus 3.061
VG Frankfurt / Oder 3.382
VG Potsdam 7.147
OVG der Freien Hansestadt Bremen 2
VG Bremen 1.751
Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 10
VG Hamburg 4.622
Hessischer Verwaltungsgerichtshof 135
VG Darmstadt 5.343
VG Frankfurt/Main 3.390
VG Kassel 3.561
VG Wiesbaden 3.825
VG Gießen 6.004
Niedersächsisches
Oberverwaltungsgericht
226
VG Braunschweig 3.094
VG Hannover 6.835
VG Oldenburg 3.976
VG Osnabrück 2.633
VG Stade 2.745
VG Lüneburg 2.055
VG Göttingen 1.449
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 294
VG Aachen 3.898
VG Arnsberg 7.078
VG Düsseldorf 6.389
VG Gelsenkirchen 5.516
VG Köln 7.957
VG Minden 4.257
VG Münster 4.042
OVG Rheinland-Pfalz 58
VG Trier 2.383
OVG des Saarlands 12
Gericht
Stand: 31.12.2020
Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 192.987
VG des Saarlandes 437
Schleswig-Holsteinisches OVG 66
VG Schleswig-Holstein 6.081
OVG Sachsen-Anhalt 10
VG Magdeburg 1.585
VG Halle 950
Thüringer Oberverwaltungsgericht -
VG Gera 257
VG Meiningen 1.623
VG Weimar 1.405
Sächsisches Oberverwaltungsgericht 82
VG Chemnitz 4.117
VG Dresden 2.825
VG Leipzig 1.803
OVG Mecklenburg-Vorpommern 83
VG Greifswald 1.431
VG Schwerin 1.191
d) Welche Entscheidungen wurden in Asylgerichtsverfahren im Jahr
2020 (soweit vorliegend) insgesamt getroffen, differenziert nach
Bundesländern, wichtigsten Herkunftsstaaten und erster bzw. zweiter
Instanz?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
01.01. – 31.12. 2020 Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Eingelegt Gesamt
Asyl
Art.
16a
GG u.
Fam.
Asyl
Flüchtlingsschutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz
gem.
§ 4 I
AsylG
Abschieb
ungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserle
digungen
(z. B.
Rücknahmen)
Staatsangehörigkeiten
gesamt
72.725 127.932 433 6.287 1.701 12.832 47.561 59.118 192.987
darunter:
Syrien 8.673 16.297 8 871 15 839 6.042 8.522 19.921
Afghanistan 5.922 21.233 6 1.196 651 6.445 5.525 7.410 27.129
Irak 7.820 14.733 15 557 341 1.529 6.294 5.997 22.017
Türkei 5.312 4.270 119 431 32 56 1.830 1.802 11.291
Ungeklärt 1.403 2.105 2 138 82 115 685 1.083 4.029
Nigeria 6.348 10.702 4 69 13 612 4.164 5.840 14.637
Iran 6.084 7.053 46 1.508 23 109 2.567 2.800 16.358
Somalia 1.729 3.388 1 109 92 357 711 2.118 5.051
01.01. – 31.12. 2020 Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Eingelegt Gesamt
Asyl
Art.
16a
GG u.
Fam.
Asyl
Flüchtlingsschutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz
gem.
§ 4 I
AsylG
Abschieb
ungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserle
digungen
(z. B.
Rücknahmen)
Staatsangehörigkeiten
gesamt
72.725 127.932 433 6.287 1.701 12.832 47.561 59.118 192.987
darunter:
Eritrea 885 1.859 1 115 113 77 438 1.115 2.341
Georgien 1.773 2.551 1 10 8 42 1.219 1.271 2.914
Russische Föderation 3.578 5.043 88 155 20 171 2.004 2.605 12.566
Moldau, Republik 986 895 0 0 0 0 330 565 829
Guinea 1.511 2.260 3 24 12 66 1.041 1.114 3.774
Algerien 589 552 1 3 0 10 169 369 847
Vietnam 123 142 0 1 0 0 58 83 144
01.01. – 31.12. 2020 Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Eingelegt Gesamt
Asyl
Art.
16a
GG u.
Fam.
Asyl
Flüchtlingsschutz
gem.
§ 3 I
AsylG
subsidiärer
Schutz
gem.
§ 4 I
AsylG
Abschieb
ungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserle
digungen
(z. B.
Rücknahmen)
BDL gesamt 72.725 127.932 433 6.287 1.701 12.832 47.561 59.118 192.987
darunter:
Baden-Württemberg 7.558 24.381 84 1.384 407 3.000 10.114 9.392 22.875
Bayern 9.925 18.358 12 403 127 1.653 7.678 8.485 25.534
Berlin 4.136 5.822 8 169 202 305 2.084 3.054 13.578
Brandenburg 3.174 3.788 2 177 13 264 1.022 2.310 13.243
Bremen 793 912 9 88 47 97 229 442 1.806
Hamburg 1.583 2.738 - 254 76 467 636 1.305 4.693
Hessen 5.013 10.145 40 763 240 1.337 3.126 4.639 22.059
Mecklenburg-
Vorpommern
1.669 1.197 2 29 10 54 453 649 2.673
Niedersachsen 7.966 11.779 23 784 109 1.304 4.283 5.276 22.937
Nordrhein-Westfalen 15.402 27.123 92 1.246 274 2.289 10.092 13.130 39.826
Rheinland-Pfalz 3.229 5.673 92 300 29 391 2.072 2.789 2.507
Saarland 477 598 2 14 1 183 119 279 463
Sachsen 4.586 4.731 45 244 54 415 1.778 2.195 8.799
Sachsen-Anhalt 1.948 2.680 7 205 19 383 669 1.397 2.511
01.01. – 31.12. 2020 Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Eingelegt Gesamt
Asyl
Art.
16a
GG u.
Fam.
Asyl
Flüchtlingsschutz
gem.
§ 3 I
AsylG
subsidiärer
Schutz
gem.
§ 4 I
AsylG
Abschieb
ungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserle
digungen
(z. B.
Rücknahmen)
BDL gesamt 72.725 127.932 433 6.287 1.701 12.832 47.561 59.118 192.987
darunter:
Schleswig-Holstein 3.172 5.442 5 121 41 447 2.543 2.285 6.195
Thüringen 2.079 2.545 10 106 52 242 662 1.473 3.258
unbekannt 15 20 - - - 1 1 18 30
Stand Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Eingelegt Gesamt
Asyl
Art.
16a
GG
u.
Fam.
Asyl
Flüchtlingsschutz
gem.
§ 3 I
AsylG
subsidiärer
Schutz
gem.
§ 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserle
digungen
(z. B.
Rücknahmen)
Insgesamt 72.725 127.932 433 6.287 1.701 12.832 47.561 59.118 192.987
darunter:
1. Instanz 71.347 126.709 433 6.277 1.700 12.813 46.837 58.649 191.081
2. Instanz 1.316 1.175 - 10 1 19 719 426 1.864
e) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
Jahr 2020 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen Fällen
basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags oder aus sonstigem
Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Zeitraum: 01.01.– 31.12.2020
Staatsangehörigkeit
davon aufgrund
einer
Gerichtsentscheidung
Abhilfeentscheidungen
Gesamt 24.328 20.517 3.811
darunter:
Syrien 2.396 2.038 358
Afghanistan 9.507 7.886 1.621
Irak 2.689 2.429 260
Türkei 842 586 256
Ungeklärt 487 338 149
Nigeria 763 675 88
Iran 1.734 1.566 168
Somalia 610 548 62
Eritrea 281 231 50
Georgien 67 58 9
Russische Föderation 528 458 70
Moldau, Republik 0 0 0
Guinea 115 84 31
Algerien 16 13 3
Vietnam 6 2 4
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen:
Zeitraum: 01.01.– 31.12.2020
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 2.471
darunter:
Syrien 457
Afghanistan 630
Irak 249
Türkei 100
Ungeklärt 64
Nigeria 92
Iran 206
Somalia 119
Eritrea 107
Georgien 3
Russische Föderation 111
Moldau, Republik 4
Guinea 23
Algerien 0
Vietnam 1
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen:
Zeitraum: 01.01.– 31.12.2020
HKL Summe
Gesamt 403
darunter:
Syrien 5
Afghanistan 199
Irak 19
Türkei 3
Ungeklärt 4
Nigeria 18
Iran 5
Somalia 7
Eritrea 5
Georgien 0
Russische Föderation 6
Moldau, Republik 0
Guinea 8
Algerien 0
Vietnam 0
f) Bei wie vielen der Klagen und Rechtsschutzanträge im Asylbereich im
Jahr 2020 ging es um Dublin-Bescheide, bei wie vielen um
Schutzgewährungen in einem anderen Mitgliedstaat (bitte differenzieren und
zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten), und wie
wurden die Eilverfahren zu Dublin-Bescheiden bzw.
Schutzgewährungen in einem anderen Mitgliedstaat (bitte differenzieren) im Jahr 2020
entschieden (bitte in absoluten und relativen Zahlen und so
differenziert wie möglich angeben)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Entscheidungen in Eilverfahren zu Dublin-Bescheiden
(inklusive Verfahren nach § 29 Abs. I Nr. 2 AsylG –Schutzgewährung in
einem anderen MS)
Zeitraum: 01.01.-31.12.2020 (Stand: 15.02.2021)
Staatsangehörigkeit
abgelehnt
stattgegeben
Gesamt
Gesamt 6.607 2.320 8.927
darunter:
Syrien 933 257 1.190
Nigeria 626 434 1.060
Irak 730 212 942
Russische Föderation 560 222 782
Afghanistan 576 132 708
Iran 347 216 563
Somalia 283 76 359
Türkei 188 95 283
Guinea 158 50 208
Gambia 149 40 189
Klagen gegen Dublin-Bescheide
Zeitraum: 01.01. – 31.12.2020 (Stand: 15.02.2021)
Staatsangehörigkeit
Gesamt 8.130
darunter:
Afghanistan 922
Irak 913
Russische Föderation 808
Nigeria 798
Syrien 744
Iran 485
Türkei 265
Somalia 248
Guinea 209
Gambia 199
Klagen gegen Dublin-Bescheide
(inkl. Verfahren nach § 29 Abs. I Nr. 2 AsylG)
Zeitraum: 01.01. – 31.12.2020 (Stand: 15.02.2021)
Staatsangehörigkeit
Gesamt 13.016
darunter:
Syrien 2.997
Afghanistan 1.493
Irak 1.467
Nigeria 1.017
Russische Föderation 837
Somalia 738
Iran 534
Ungeklärt 445
Türkei 274
Eritrea 228
01.01.-31.12.2020
Stand 15.02.2021
Gerichtsentscheidungen im Dublinverfahren
HKL
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz
gem.
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot
Ablehnung
sonst.
Verfahrenserledigung
Abschiebungsandrohung
Gesamt
absolut
Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Gesamt 47 0,5 % 9 0,1 % 132 1,5 % 384 4,4 % 8.067 93,3 % 8 0,1 % 8.647
darunter:
Nigeria 0 0,0 % 0 0,0 % 8 0,6 % 29 2,1 % 1.314 97,0 % 3 0,2 % 1.354
Irak 1 0,1 % 0 0,0 % 13 1,6 % 39 4,7 % 776 93,6 % 0 0,0 % 829
Russische
Föderation 4 0,6 % 0 0,0 % 15 2,1 % 67 9,5 % 618 87,8 % 0 0,0 % 704
Iran 14 2,4 % 0 0,0 % 1 0,2 % 7 1,2 % 563 96,1 % 1 0,2 % 586
Afghanistan 10 1,7 % 2 0,3 % 27 4,6 % 21 3,6 % 522 89,7 % 0 0,0 % 582
Syrien 4 0,8 % 0 0,0 % 12 2,4 % 10 2,0 % 470 94,8 % 0 0,0 % 496
Somalia 5 1,4 % 1 0,3 % 17 4,7 % 9 2,5 % 325 90,8 % 1 0,3 % 358
Gambia 0 0,0 % 0 0,0 % 4 1,3 % 24 7,7 % 285 91,1 % 0 0,0 % 313
Guinea 1 0,4 % 1 0,4 % 1 0,4 % 19 6,7 % 260 92,2 % 0 0,0 % 282
Pakistan 2 0,8 % 0 0,0 % 0 0,0 % 11 4,5 % 230 94,7 % 0 0,0 % 243
Aserbaidschan 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 15 6,6 % 212 93,4 % 0 0,0 % 227
01.01.-31.12.2020
Stand 15.02.2021
Gerichtsentscheidungen im Dublinverfahren
HKL
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz
gem.
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot
Ablehnung
sonst.
Verfahrenserledigung
Abschiebungsandrohung
Gesamt
absolut
Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Gesamt 47 0,5 % 9 0,1 % 132 1,5 % 384 4,4 % 8.067 93,3 % 8 0,1 % 8.647
darunter:
Eritrea 2 1,0 % 3 1,4 % 4 1,9 % 7 3,4 % 192 92,3 % 0 0,0 % 208
Türkei 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 2 1,3 % 157 98,7 % 0 0,0 % 159
Ungeklärt 0 0,0 % 1 0,8 % 0 0,0 % 7 5,4 % 122 93,8 % 0 0,0 % 130
China 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 2 1,6 % 126 98,4 % 0 0,0 % 128
01.01.-31.12.2020
Stand 15.02.2021
Gerichtsentscheidungen im Dublinverfahren
(inkl. Verfahren nach § 29 Abs. I Nr. 2 AsylG)
HKL
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot
Ablehnung
sonst.
Verfahrenserledigung
Abschiebungsandrohung
Gesamt
absolut
Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
absolut
Anteil
Gesamt 54 0,3 % 13 0,1 % 1.544 9,1 % 438 2,6 % 14.943 87,8 % 28 0,2 % 17.020
darunter:
Syrien 7 0,2 % 0 0,0 % 756 17,3 % 35 0,8 % 3.571 81,5 % 13 0,3 % 4.382
Irak 1 0,0 % 4 0,2 % 329 14,9 % 40 1,8 % 1.826 82,9 % 2 0,1 % 2.202
Nigeria 0 0,0 % 0 0,0 % 26 1,5 % 38 2,2 % 1.665 96,1 % 3 0,2 % 1.732
Afghanistan 10 0,7 % 2 0,1 % 157 11,6 % 21 1,5 % 1.168 85,9 % 1 0,1 % 1.359
Somalia 5 0,4 % 1 0,1 % 75 6,6 % 15 1,3 % 1.046 91,4 % 2 0,2 % 1.144
Russische
Föderation 4 0,5 % 0 0,0 % 16 2,0 % 72 9,1 % 698 88,4 % 0 0,0 % 790
Iran 14 2,0 % 0 0,0 % 34 4,9 % 7 1,0 % 644 92,0 % 1 0,1 % 700
Eritrea 2 0,4 % 3 0,7 % 16 3,6 % 8 1,8 % 420 93,5 % 0 0,0 % 449
Ungeklärt 3 0,8 % 1 0,3 % 41 11,0 % 12 3,2 % 315 84,2 % 2 0,5 % 374
Gambia 0 0,0 % 0 0,0 % 4 1,1 % 24 6,8 % 324 92,0 % 0 0,0 % 352
Pakistan 2 0,7 % 0 0,0 % 11 3,7 % 11 3,7 % 277 92,0 % 0 0,0 % 301
Guinea 1 0,3 % 1 0,3 % 3 1,0 % 19 6,4 % 275 92,0 % 0 0,0 % 299
Aserbaidschan 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 15 6,6 % 213 93,4 % 0 0,0 % 228
Türkei 0 0,0 % 0 0,0 % 5 2,9 % 2 1,2 % 165 95,9 % 0 0,0 % 172
Sudan 1 0,7 % 0 0,0 % 8 5,5 % 5 3,4 % 130 89,7 % 1 0,7 % 145
g) Wie lauten die differenzierteren Angaben des BAMF zu der Kategorie
„sonstige Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das Jahr
2020?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Sonstige Verfahrenserledigungen Jan-Dez 2020
Keine Schutzgewährung
festgestellt 44.564
Schutzgewährung offen 11.322
Schutzgewährung 3.232
Summe 59.118
h) Wie lauten die 15 Organisationseinheiten des BAMF mit den höchsten
Aufhebungsquoten ihrer Bescheide durch die Gerichte (bitte mit
absoluten und relativen Zahlen auflisten), und wie werden diese erhöhten
Aufhebungen jeweils erklärt, bzw. inwieweit wird im Rahmen der
Qualitätskontrolle dem nachgegangen, was die Gründe für diese
vermehrten gerichtlichen Aufhebungen sind (bitte ausführen)?
Angaben zu den 15 Organisationseinheiten des BAMF mit den höchsten
Aufhebungsquoten ihrer Bescheide durch die Gerichte können der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden:
Organisationseinheiten* Gesamt Quote
21.253 16,6 %
darunter:
AS Hamburg im AZ, LAS 628 32,7 %
AS Oldenburg 278 30,8 %
AS Neustadt 209 29,7 %
AS Mühlhausen/Th. 140 28,5 %
AS Kusel 59 28,0 %
AZ Gießen – Offenbach 809 27,6 %
AS Diez 175 27,4 %
AS Ingelheim/Bingen 57 26,4 %
Entscheidungszentrum
Südwest Mannheim
585 25,9 %
AS Freiburg 160 25,7 %
AS Zirndorf in AnkER 1.149 25,0 %
AS Lebach in AnkER, LAS 241 24,5 %
AS Hermeskeil 30 24,2 %
AS Büdingen 298 24,0 %
Entscheidungszentrum Ost
Berlin
2.197 22,4 %
* Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur Organisationseinheiten mit mehr als hundert
Entscheidungen.
Die von den Gerichten 2020 getroffenen Entscheidungen galten nicht
ausschließlich Bescheiden, die aus dem vergangenen Jahr stammen. Mit den
Entscheidungen waren in den letzten Jahren nicht selten in regional und/oder
thematisch übergreifender Weise verschiedene Einheiten des BAMF befasst, wie
z. B. die sog. Entscheidungszentren, die so heute nicht mehr bestehen.
Allgemein sind alle gerichtlichen Entscheidungen das Ergebnis einer auf den
konkreten Einzelfall bezogenen Prüfung. Dabei können nicht selten
unterschiedliche Glaubwürdigkeitsbewertungen oder die Fortentwicklung der
tatsächlichen Verhältnisse in der Zeit zwischen behördlicher Entscheidung und
gerichtlicher Überprüfung des Bescheids eine Rolle spielen. Außerdem sind in
mancher Hinsicht die Bearbeitungszuständigkeiten regional teilweise deutlich
unterschiedlich. Beispielsweise werden manche Herkunftsländer ausschließlich
bei einer Außenstelle des BAMF bearbeitet. Die Höhe der Verpflichtungsquote
allein lässt im Übrigen keine Rückschlüsse auf die Qualität zu. Als
Bundesbehörde entscheidet das BAMF nach einheitlichen Leitsätzen. Diese einheitliche
Linie wird von den Gerichten der Verwaltungsgerichtsbarkeiten in
unterschiedlicher Weise vor dem Hintergrund des jeweiligen Einzelfalles beurteilt.
Hinzuweisen ist auch darauf, dass eine Überprüfung der Bescheide im Rahmen der
dezentralen Qualitätssicherung erfolgt.
23. Wie lautete die Klagequote in Bezug auf ablehnende Bescheide des
BAMF für das vierte Quartal 2020 bzw. das Gesamtjahr 2020?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Zeitraum Klagequote ablehnende Bescheide
4. Quartal 2020 69,8 %
Jahr 2020 73,3 %
24. Wie viele Asylanhörungen gab es im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Anhörungen 4. Quartal 2020 Anzahl
Herkunftsländer gesamt 15.038
darunter:
Syrien 4.494
Afghanistan 1.667
Irak 1.299
Türkei 1.190
Ungeklärt 532
Somalia 434
Nigeria 461
Eritrea 265
Iran 580
Algerien 252
Georgien 313
Moldau, Republik 201
Guinea 305
Russische Föderation 169
Marokko 186
Anhörungen Jahr 2020 Anzahl
Herkunftsländer gesamt 47.179
darunter:
Syrien 12.407
Afghanistan 4.189
Irak 3.996
Türkei 3.624
Ungeklärt 1.443
Nigeria 1.632
Iran 2.194
Somalia 1.280
Eritrea 759
Georgien 1.389
Russische Föderation 720
Moldau, Republik 764
Guinea 872
Algerien 671
Vietnam 872
25. Wie waren die bereinigten Schutzquoten und die Zahl der Schutzgesuche
bei Asylsuchenden aus Tunesien, Algerien, Ägypten, Marokko, Libyen,
Georgien, Armenien und der Türkei im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020?
Die Angaben zum Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Staatsangehörigkeiten
4. Quartal 2020
Asylanträge
Gesamtschutz
Anteil Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des
BAMF
absolut Anteil
Türkei 1.632 673 36,7 % 42,3 %
Algerien 541 1 0,2 % 0,6 %
Georgien 528 6 1,1 % 1,8 %
Armenien 146 7 3,4 % 6,4 %
Libyen 176 47 31,1 % 58,8 %
Marokko 335 2 0,5 % 1,2 %
Tunesien 172 2 1,1 % 2,5 %
Ägypten 86 19 13,2 % 17,8 %
Staatsangehörigkeiten
Jahr 2020
Asylanträge
Gesamtschutz
Anteil Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des
BAMF
absolut Anteil
Türkei 6.562 4.289 43,0 % 47,7 %
Algerien 1.484 23 1,6 % 3,8 %
Georgien 2.526 26 0,9 % 1,4 %
Armenien 567 37 3,7 % 5,5 %
Libyen 609 297 37,3 % 54,0 %
Marokko 1.117 28 2,3 % 4,4 %
Tunesien 518 16 2,5 % 4,8 %
Ägypten 499 116 16,8 % 23,7 %
26. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien
und Bosnien-Herzegowina im Jahr 2020 gestellt (bitte jeweils auch den
prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie wurden
diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Jahr 2020 Asylanträge Entscheidungen über Asylanträge
Herkunftsland Gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen
als
Asylberechtigte
(Art.
16a GG
und
Fa-
mil.asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Gewährung von
subsidiärem
Schutz
gem
§ 4 I
AsylG
Feststellung
eines
Abschiebungsverbotes
gem.
§ 60
V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfahrenser
ledigungen
Serbien 1.292 606 686 1.363 - 1 - - 611 751
davon Roma 1.036 422 614 1.094 - 1 - - 454 639
Kosovo 560 260 300 632 - 1 - 12 285 334
davon Roma 244 90 154 239 - - - 2 91 146
Nordmazedonien 823 410 413 917 - 1 - - 441 475
davon Roma 580 260 320 635 - 1 - - 292 342
Montenegro 151 62 89 218 - - - - 79 139
davon Roma 108 31 77 153 - - - - 41 112
Albanien 1.220 817 403 1.469 - 4 3 4 859 599
davon Roma 230 126 104 255 - - - - 127 128
Bosnien und
Herzegowina 401 177 224 415 - - 1 7 155 252
davon Roma 297 102 195 299 - - - 1 92 206
27. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische
Angaben zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-
Verfahren, Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Personal-Einsatz ausgewählter Bereiche in Vollzeitäquivalenten (VZÄ)
Einfacher Dienst/
mittlerer Dienst
Gehobener Dienst Höherer Dienst Summe
Asyl (ohne Widerruf)* 1.134,7 748,3 41,5 1.924,5
Widerrufsprüfung* 145,0 365,4 9,4 519,8
Prozess gesamt 145,9 175,5 42,7 364,1
dezentral* 136,2 170,3 22,4 328,9
zentral (61D & 61E)** 9,7 5,2 20,3 35,2
QS gesamt 45,4 139,3 16,7 201,4
dezentral* 38,8 104,3 9,7 152,8
zentral (62A, 62B, 62C)** 6,6 35,0 7,0 48,6
Dublin* 145,9 199,4 6,5 351,8
dezentral (Dublinzentren)* 63,4 127,1 0,5 191,0
Dublinreferate (32A/B/C)** 82,5 72,3 6,0 160,8
* gemäß Personal-Ist Abfrage KW 32 (01.02. – 05.02.2021)
** gemäß Zentraler Steuerungsdatei Personal (ZSD) Stand 1. Februar 2021
Vakante Stellen in VZÄ (Stand 01. Februar 2021)
Mittlerer Dienst Gehobener
Dienst
Höherer Dienst
Prozess zentral (61D, 61E) 0,3 1,8 0,6
QS zentral (62A, 62B,
62C)
1,4 0,0 0,5
Dublin (32A-F) 66,1 26,1 8,5
Soll in VZÄ (Stand 01. Februar 2021)
Mittlerer Dienst Gehobener
Dienst
Höherer Dienst
Prozess zentral (61D, 61E) 10,0 7,0 20,9
QS zentral (62A, 62B,
62C)
8,0 35,0 7,5
Dublin (32A-F) 212,0 225,5 15,0
Die zukünftige Personalplanung für den operativen Bereich hängt maßgeblich
von den künftigen Aufgabenschwerpunkten ab. Eine verbindliche Aussage
kann deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden.
28. Wie viele Asylverfahren wurden im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 eingestellt (bitte nach Gründen und den 15 wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal
2020
Einstellung wg.
§ 33 Abs. 1 und 2 /
§ 32 a Abs. 2 AsylG
Sonstige
Einstellung
Gesamt
Gesamt 681 570 1.251
darunter:
Syrien 26 44 70
Afghanistan 33 14 47
Irak 45 48 93
Türkei 37 22 59
Ungeklärt 24 4 28
Somalia 7 7 14
Nigeria 19 44 63
Eritrea 4 - 4
Iran 19 13 32
Algerien 66 29 95
Georgien 37 18 55
Moldau,
Republik
87 28 115
Guinea 21 7 28
Russische
Föderation
17 34 51
Marokko 51 19 70
Jahr 2020
Einstellung wg.
§ 33 Abs. 1
und 2 / § 32 a
Abs. 2 AsylG
Sonstige
Einstellung
Gesamtergebnis
Gesamt 2.226 2.483 4.709
darunter:
Syrien 92 163 255
Afghanistan 80 61 141
Irak 104 155 259
Türkei 129 107 236
Ungeklärt 61 27 88
Nigeria 63 157 220
Iran 53 93 146
Somalia 26 20 46
Eritrea 18 9 27
Georgien 214 124 338
Russische
Föderation 43 128 171
Moldau,
Republik 247 145 392
Guinea 54 28 82
Algerien 169 73 242
Vietnam 72 191 263
29. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im vierten
Quartal 2020 bzw. im Gesamtjahr 2020 gegenüber abgelehnten
Asylsuchenden mit welcher Begründung erlassen (bitte nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde
im vierten Quartal 2020 bzw. im Gesamtjahr 2020 ein Schutzstatus an
Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt (bitte jeweils nach
Status und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Angaben zu vom BAMF erlassenen Einreise- und Aufenthaltsverboten können
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2020 Entscheidun-gen zu § 11II
Entscheidungen zu § 11VII
Entscheidungen mit
Aufenthalts- und
Wiedereinreiseverboten (§ 11 II
und/oder § 11 VII)
Gesamt 14.066 726 14.345
darunter:
Syrien 613 3 615
Afghanistan 1.546 9 1.555
Irak 1.475 12 1.487
Türkei 914 6 920
Ungeklärt 276 7 278
Somalia 287 0 287
Nigeria 1.189 11 1.200
Eritrea 107 0 107
Iran 812 15 827
Algerien 403 3 406
Jahr 2020 Entscheidun-gen zu § 11II
Entscheidungen
zu § 11VII
Entscheidungen mit
Aufenthalts- und
Wiedereinreiseverboten
(§ 11 II und/oder § 11
VII)
Gesamt 66.691 3.710 67.716
darunter:
Syrien 2.892 12 2.903
Afghanistan 5.011 43 5.054
Irak 6.871 35 6.906
Türkei 4.936 12 4.947
Ungeklärt 1.297 34 1.318
Nigeria 5.840 35 5.875
Iran 5.284 30 5.313
Somalia 1.493 14 1.507
Eritrea 520 3 523
Georgien 2.323 28 2.351
30. Wie viele Asylgesuche gab es im vierten Quartal 2020 bzw. im
Gesamtjahr 2020 an den bundesdeutschen Grenzen (bitte nach Grenzabschnitten
und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren; außerdem
differenzieren, ob das Asylgesuch im Kontext einer unerlaubten Einreise gestellt
wurde)?
Die Angaben für das vierte Quartal 2020 bzw. für das Gesamtjahr 2020 können
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2020 AnzahlAsylnachsuchender
davon im
Zusammenhang mit unerlaubter
Einreise
Gesamt 2.710 1.465
Grenze zu
Inlandsfeststellung 662 40
Österreich 308 180
Frankreich 288 273
Belgien 228 207
Polen 194 68
Tschechien 182 43
Schweiz 173 171
ungeklärt 56 29
Niederlande 37 35
Dänemark 36 35
Luxemburg 29 25
Luftgrenze 272 183
Seegrenze 245 176
Staatsangehörigkeit (Top-5)
afghanisch 576 268
syrisch 430 173
algerisch 341 217
irakisch 268 125
marokkanisch 162 99
2020 AnzahlAsylnachsuchender
davon im
Zusammenhang mit unerlaubter
Einreise
Gesamt 7.921 4.488
Grenze zu
Inlandsfeststellung 1.936 102
Frankreich 822 762
Österreich 797 502
Belgien 719 653
Schweiz 460 442
Tschechien 384 107
Polen 362 162
Niederlande 165 154
Dänemark 147 142
ungeklärt 153 83
Luxemburg 75 62
Luftgrenze 1.348 970
Seegrenze 553 347
Staatsangehörigkeit (Top-5)
afghanisch 1.460 775
syrisch 1.021 442
algerisch 738 457
irakisch 715 338
türkisch 454 294
31. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung
zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag
der Ausländerbehörden welcher Bundesländer im vierten Quartal 2020
bzw. im Gesamtjahr 2020 mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch
nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF nach § 72 Absatz 2 AufenthG bei der
Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse können den folgenden
Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2020 Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 212 50 83 79
Baden-Württemberg 16 1 7 8
Bayern 9 2 5 2
Berlin 21 5 10 6
Bremen 1 - 1 -
Hamburg 28 13 5 10
Hessen 13 3 4 6
Mecklenburg-
Vorpommern 3 - 3 -
Niedersachsen 14 2 11 1
Nordrhein-Westfalen 85 15 32 38
Rheinland-Pfalz 1 - - 1
Saarland 4 1 - 3
Sachsen 9 6 1 2
Sachsen-Anhalt 3 1 2 -
Schleswig-Holstein 5 1 2 2
4. Quartal 2020 Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
alle HKL 212 50 83 79
darunter:
Syrien 7 2 1 4
Afghanistan 47 17 8 22
Irak 12 2 3 7
Türkei 15 1 13 1
Ungeklärt 7 1 5 1
Somalia 2 1 - 1
Nigeria 2 1 - 1
Eritrea 2 2 - -
Iran 6 - 3 3
Algerien 5 - 4 1
Jahr 2020
Stellungnahmen gem.
§ 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv davon negativ davon sonstige(Abbruch u. a.)
Gesamt 837 216 360 261
Baden-Württemberg 66 13 29 24
Bayern 54 18 22 14
Berlin 81 26 27 28
Brandenburg 4 2 2
Bremen 16 3 7 6
Hamburg 89 48 19 22
Hessen 45 15 15 15
Mecklenburg-
Vorpommern 17 3 4 10
Niedersachsen 54 9 30 15
Nordrhein-Westfalen 334 53 180 101
Rheinland-Pfalz 13 3 6 4
Saarland 8 3 2 3
Sachsen 31 17 8 6
Sachsen-Anhalt 10 4 5 1
Schleswig-Holstein 11 1 4 6
Thüringen 1 - - 1
unbekannt 3 - - 3
Jahr 2020
Stellungnahmen
gem. § 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv davon negativ davon sonstige(Abbruch u. a.)
alle HKL 837 216 360 261
darunter:
Syrien 27 13 2 12
Afghanistan 82 26 18 38
Irak 35 7 11 17
Türkei 56 5 33 18
Ungeklärt 11 4 6 1
Nigeria 17 5 3 9
Iran 27 2 7 18
Somalia 8 3 1 4
Eritrea 9 7 - 2
Georgien 6 1 2 3
32. Welche Angaben lassen sich für das vierte Quartal 2020 bzw. das
Gesamtjahr 2020 zu überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und
zum Anteil ge- oder verfälschter Dokumente Asylsuchender machen
(bitte zum Vergleich auch die Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente
angeben und differenzieren nach den zehn wichtigsten
Hauptherkunftsländern), und warum werden keine Daten dazu erhoben, in welchem
Umfang ge- oder verfälschte Dokumente mit falschen Angaben zur Person
oder Herkunft verbunden sind bzw. inwieweit die Betroffenen dennoch
als schutzbedürftig anerkannt wurden (bitte ausführen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2020:
Geprüfte
Dokumente
Dokumente ohne
Beanstandung
Nicht
abschließend bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in %
Syrien 18.056 16.749 720 587 3,3
Afghanistan 3.160 2.890 191 79 2,5
Irak 5.432 5.144 180 108 2,0
Türkei 1.707 1.579 75 53 3,1
HKL ungeklärt 1.722 1.722 - - -
Nigeria 207 121 80 6 2,9
Iran 1.369 1.294 56 19 1,4
Somalia 126 80 28 18 14,3
Eritrea 596 519 59 18 3,0
Georgien 360 325 33 2 0,6
Rest (ca.150
weitere HKL) 3.891 2.975 784 132 3,4
Gesamt 36.626 33.398 2.206 1.022 2,8
Jahr 2020:
Geprüfte
Dokumente
Dokumente ohne
Beanstandung
Nicht
abschließend bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in %
Syrien 100.676 95.036 3028 2.612 2,6
Afghanistan 11.228 10.073 831 324 2,9
Irak 28.436 27.125 851 460 1,6
Türkei 7.368 6.847 391 130 1,8
HKL ungeklärt 8.010 8.010 - - -
Nigeria 787 425 317 45 5,7
Iran 6.789 6.427 274 88 1,3
Somalia 585 334 177 74 12,6
Eritrea 3.027 2.528 433 66 2,2
Georgien 1.810 1.490 300 20 1,1
Rest (ca.150
weitere HKL) 21.892 17.198 4.025 669 3,1
Gesamt 190.608 175.493 10.627 4.488 2,4
Zum zweiten Teil der Frage wird auf die Antwort der Bundesregierung zu
Frage 30 der Kleinen Anfrage „Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das
zweite Quartal 2019“ der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache
19/13945 verwiesen.
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ISSN 0722-8333]
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