[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Nicole Gohlke, Dr. Petra Sitte,
Simone Barrientos, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 19/32319 –
Liegenschaften der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und des
Bundeseisenbahnvermögens in München
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In vielen bayerischen Städten steigen die Mieten seit Jahren immens an. Vor
allem in der Landeshauptstadt München sehen sich Haushalte mit
durchschnittlichem Einkommen mit hohen Wohnkosten konfrontiert (vgl. die
Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/29951). Aus Sicht der
Fragestellerinnen und Fragesteller braucht es nicht nur mietenregulatorische Eingriffe in
die lokalen Wohnungsmärkte, sondern auch den Neubau von
Sozialwohnungen. Immer mehr Kommunen, wie beispielsweise auch die Stadt München,
versuchen, mit einer aktiven Liegenschaftspolitik bezahlbaren Wohnraum zu
schaffen. Dafür bieten sich u. a. Grundstücke der Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben (BImA) und des Bundeseisenbahnvermögens (BEV) an, denn
diese Liegenschaften könnten vergünstigt bzw. zum Erstzugriff der Kommune
angeboten werden. Darüber hinaus könnten BImA und BEV in den von ihnen
verwalteten Wohnungen einen niedrigen Mietpreis verlangen und für
bezahlbare Mieten sorgen.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/32516
19. Wahlperiode 20.09.2021
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen
vom 20. September 2021 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Welche Liegenschaften in der der Stadt München befinden sich nach
Kenntnis der Bundesregierung im Besitz der Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben und des Bundeseisenbahnvermögens (bitte alle Immobilien
einzeln unter Angabe der Adresse, aktueller Nutzung und sofern
zutreffend Anzahl der Wohneinheiten auflisten)?
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA):
Die Liegenschaften im Eigentum der BImA in der Landeshauptstadt München
sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:
lfd.
Nr.
Adresse Nutzung Anzahl Wohneinheiten
Wohnungen/Mansardenzimmer
1 Frankfurter Ring Wohnerbbaurecht
2 Steinhauserstraße/Richard-Strauss-Straße Wohngebäude 90
3 Achatstraße Wohnerbbaurecht
4 An der Carl-Hanser-Straße LandwirtschaftlichesGrundstück
5 Rockefellerstraße Wohngebäude 869 376
6 Goldammerweg,Kreuzschnabelweg, u. a. Wohngebäude 160
7 Hotterstraße Bunker
8 Am Promadeweg gewerblich genutzte Gebäude
9 Nähe Kattowitzer Strasse
sonstige unbebaute
Grundstücke, Vorhaltefläche für den
Wohnungsbau
10 Neumarkter Straße gewerblich genutzte Gebäude
11 Nähe An der Seidelbreite land-/forst-/gärtnerischgenutztes Grundstück
12 Nähe Nailastrasse stillgelegte Gleistrasse
13 Baaderstraße Kindergarten für DPMA
14 Hansastraße Fraunhofer Institut
15 Infanteriestraße Bundespolizei 2
16 Sternwartstraße Russisches Konsulat 1
17 Elise – Aulinger – Straße Europäische Schule München 2
18 Denninger Straße Wohngebäude 60
19 Neumarkter Straße/Riedgaustraße Wohngebäude 37
20 Harthauser Straße/Gabriel-Max-Straße Wohngebäude 34
21 Königinstraße Wohngebäude 10
22 Landsberger Straße Wohngebäude 70
23 Schleißheimerstraße Virginia Depot, Verkauf an LHM geplant
24 Keplerstraße Wohngebäude US Nutzung
25 Cincinnatistraße gewerblich genutzte Gebäude, Kino
26 Cincinnatistraße sonstige unbebaute Grund-stücke, Straßen
27 Marklandstraße land-/forst-/gärtnerisch genutz-tes Grundstück
28 Pennstraße land-/forst-/gärtnerisch genutz-tes Grundstück
29 Leifstraße/Wikinger Straße/Minnewitstraße Wohngebäude 332 18
lfd.
Nr.
Adresse Nutzung Anzahl Wohneinheiten
Wohnungen/Mansardenzimmer
30
Cincinnati Straße/Wikinger
Straße/Leifstraße/Pennstraße/
Lincolnstraße
Wohngebäude 898 24
31 Marklandstraße/Pennstraße/Winlandstraße/Bantingstraße Wohngebäude 37
32 Hedwig – Dransfeld – Allee Wohngebäude 48
33 Hedwig – Dransfeld – Allee Wohngebäude 90
34 Sophienstraße Verwaltungsdienstgebäude 1
35 Cincinnatistraße Zollwohnheim
36 Hedwig – Dransfeld – Allee Verwaltungsdienstgebäude
37 Maria-Theresia-Strasse Russisches Konsulat
38 Unterbibergerstraße Verwaltungsdienstgebäude
39 Frankfurter Ring Verwaltungsdienstgebäude
40 Dachauer Straße Verwaltungsdienstgebäude
41 Bantingstraße unbebaute Flurstücke
42 Schleißheimer Straße Verwaltungsdienstgebäude
43 Tegernseer Landstraße unbebaute Grünfläche
44 Arnulfstraße Verwaltungsdienstgebäude
45 Winzererstraße Verwaltungsdienstgebäude
46 Cincinnatistraße Europäische Schule München 1
47 Zweibrückenstraße Verwaltungsdienstgebäude
48 Schwere-Reiter-Straße Verwaltungsdienstgebäude
49 Cincinnatistraße Verwaltungsdienstgebäude
50 Ismaninger Straße Verwaltungsdienstgebäude
51 Dachauer Straße Bundeswehrverwaltungs-zentrum
52 Ingolstädter Straße Kaserne
53 Neuherbergstraße Kaserne
54 Minnewitstraße Studentenwohnheim Bundes-wehr
55 Betzenweg Verwaltungsdienstgebäude
56 Amalienstraße Verwaltungsdienstgebäude
57 Neumarkter Straße Verwaltungsdienstgebäude u. a.
58 Mortonstraße/Neuherbergstraße Wohngebäude 16
59 Siberstraße land-/forst-/gärtnerisch genutz-tes Grundstück
60 Landsberger Straße Verwaltungsdienstgebäude
61 Heppstraße Wohngebäude(Einfamilienhaus) 1
62 Nähe Tannhäuserplatz sonstige unbebaute Grund-stücke
63 Nähe An der Point Mobilfunkstandort
Bundeseisenbahnvermögen (BEV):
In der Landeshauptstadt München stehen derzeit 136 Liegenschaften mit
21 Wohnungen im Eigentum des BEV. Zu den Einzelheiten wird auf die Anlage
verwiesen.
2. Welche Liegenschaften in der Stadt München befinden sich nach Kenntnis
der Bundesregierung im aktuellen Verkaufsportfolio von BImA und BEV,
und welche wurden dabei der Kommune zum Erstzugriff angeboten (bitte
einzeln auflisten und nach BImA und BEV aufschlüsseln)?
BImA:
Bevor die BImA entbehrliche Liegenschaften auf dem Immobilienmarkt
veräußert, bietet sie diese zunächst den Kommunen oder anderen
Gebietskörperschaften im Wege des Erstzugriffs zum Erwerb an. Im Rahmen der
Wohnraumoffensive der Bundesregierung verfolgt die BImA zudem das Ziel, für den
Wohnungsbau geeignete und für den Bund entbehrliche Grundstücke vorrangig
an Kommunen zu veräußern. Hierdurch ist sichergestellt, dass keine für eine
kommunale Nutzung interessante Liegenschaft „an der Kommune vorbei“ an
private Träger verkauft wird.
Das Verkaufsportfolio unterliegt einem dynamischen Prozess; seine
Zusammensetzung kann beispielsweise durch zeitliche Verschiebungen oder die
Neuaufnahme bzw. Herausnahme von Verkaufsfällen aus dem gesamten
verwertbaren Liegenschaftsbestand kurzfristige Veränderungen erfahren. Die geplanten
Veräußerungszeitpunkte unterliegen permanenten Veränderungen und
situationsbedingten Anpassungen. Die BImA muss sich bei ihren
Veräußerungsentscheidungen den sich stets ändernden Gegebenheiten anpassen und arbeitet
insoweit nur mit einer einjährigen konkreten und belastbaren Verkaufsplanung.
Die erbetenen Angaben zu den derzeit im aktuellen Verkaufsportfolio 2021
befindlichen Liegenschaften in der Landeshauptstadt München können der
untenstehenden Übersicht entnommen werden. Dort sind auch die Liegenschaften
gekennzeichnet, die im Rahmen des Erstzugriffs der Landeshauptstadt zum
Kauf angeboten worden sind.
Adresse Bearbeitungsstatus Erstzugriffder Kommune
Am Promadeweg Verhandlungsgespräche mit der Kommune ja
Nähe Tannhäuserplatz Verhandlungsgespräche mit der Kommune ja
Mortonstraße/
Neuherbergstraße Verhandlungsgespräche mit der Kommune ja
Nähe Nailastraße Verhandlungsgespräche mit der Kommune beendet nein
Cincinnatistraße Beurkundung ist bereits erfolgt ja
BEV:
Zur Unterstützung der gemeinsamen Wohnraumoffensive von Bund, Ländern
und Kommunen können Kommunen zu denselben Bedingungen vom BEV
Grundstücke für Zwecke des sozialen Wohnungsbaus erwerben wie von der
BImA (sogenannte BEV-Verbilligungsrichtlinie).
In diesem Rahmen hat das BEV alle zum Verkauf anstehenden Liegenschaften
den Kommunen auch zum Erstzugriff angeboten. Aktuell ist der Verkauf des
Objekts Musenbergstraße in 81929 München geplant.
3. Wie viele Liegenschaften in der Stadt München wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 2005 von der BImA und dem BEV verkauft (bitte
nach BImA und BEV und unter Angabe der Gesamtfläche nach Jahren
aufschlüsseln)?
BImA:
Eine regionale Aufschlüsselung der Verkaufsfälle auf einzelne Städte ist erst
seit dem Jahr 2013 möglich, da diese Informationen vorher nicht erfasst
wurden. Die BImA hat in der Landeshauptstadt München im Zeitraum 1. Januar
2013 bis 8. September 2021 (Auswertungsstand für das Jahr 2021) insgesamt
26 Liegenschaften mit einer Gesamtfläche von rund 354 000 m² veräußert.
Die Anzahl und die verkaufte Gesamtfläche, nach Verkaufsjahr aufgeschlüsselt,
sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Jahr Anzahl derLiegenschaften Fläche in m²
2013 4 2.618
2014 5 91.292
2015 2 5.755
2016 2 5.970
2017 2 85.231
2018 5 9.957
2019 1 367
2020 3 152.914
bis 08.09.2021 2 768
Summe 26 354.872
BEV:
Das BEV hat in der Landeshauptstadt München seit 2005 74 Liegenschaften
mit einer Gesamtfläche von 408 806 m² veräußert. Die Einzelheiten ergeben
sich aus der folgenden Tabelle.
Jahr Anzahl derLiegenschaften Fläche in m²
2005 6 17.643
2006 6 75.013
2007 7 53.355
2008 2 21.189
2009 3 13.290
2010 14 4.310
2011 5 14.671
2012 4 64.926
2013 2 2.092
2014 1 9.334
2015 4 49.359
2016 4 17.146
2017 7 10.814
2018 0 0
2019 8 52.775
2020 1 2.889
2021 (bisher) 0 0
Summe 74 408.806
4. Auf welchen Liegenschaften in der Stadt München im Besitz von BImA
und BEV sollen nach Kenntnis der Bundesregierung zukünftig wie viele
Wohneinheiten entstehen (bitte unter Angabe von preisgebunden bzw.
nicht preisgebunden auflisten)?
5. In welchen Jahren sollen die in Frage 4 aufgeführten Wohneinheiten
fertiggestellt werden (bitte jeweils nach BImA und BEV und nach Jahren
aufschlüsseln)?
Die Fragen 4 und 5 werden zusammen beantwortet.
BImA:
Die BImA hat im Jahr 2019 in einer umfassenden Analyse ihr Portfolio
daraufhin untersucht, welche Liegenschaften sich potenziell für die Errichtung neuer
Wohnungen eignen, die dauerhaft im Bestand gehalten und im Rahmen der
Wohnungsfürsorge des Bundes zur Verfügung stehen sollen.
In der Landeshauptstadt München können nach aktueller Planung
perspektivisch auf vier bundeseigenen Liegenschaften bis zu rund 390
Neubauwohnungen geschaffen werden. Die Umsetzung hängt wesentlich von den
Abstimmungen mit der Landeshauptstadt München ab, der die Planungshoheit obliegt.
Straße Anzahl Wohnungenrund geplante Fertigstellung
Hedwig-Dransfeld-Allee 60 2025
Mortonstraße/
Neuherbergstraße
200 2026
Leifstraße/Wikinger
Straße/
Minnewittstraße
70 2027
Minnewittstraße 60 2023
BEV:
Das BEV hat gemäß § 3 Absatz 2 Nummer 5 des
Bundeseisenbahnneugliederungsgesetzes (BEZNG) die Aufgabe, die nicht bahnnotwendigen
Liegenschaften der ehemaligen Bundeseisenbahnen zu verwalten und zu verwerten. Dieser
gesetzliche Auftrag umfasst nicht die Bebauung der Grundstücke.
6. Wie viele Liegenschaften von BImA und BEV wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 2018 verbilligt an die Stadt München zum Zwecke
des sozialen Wohnungsbaus abgegeben (bitte nach BImA und BEV sowie
nach Jahren unter Angabe der Verbilligung und des Verkaufspreises
angeben)?
a) Wie viele Wohneinheiten sollen darauf entstehen (bitte unter Angabe
von preisgebunden bzw. nicht preisgebunden auflisten)?
b) Wie viele Wohneinheiten sind bereits fertiggestellt (bitte unter Angabe
von preisgebunden bzw. nicht preisgebunden auflisten)?
Die Fragen 6 bis 6b werden zusammen beantwortet.
BImA:
Die BImA hatte seit 2018 in der Landeshauptstadt München keine
entbehrlichen, ggf. für den (sozialen) Wohnungsbau in Frage kommenden
Liegenschaften im Verkaufsportfolio, weshalb bislang an die Landeshauptstadt München
keine Grundstücke verbilligt zum Zwecke des sozialen Wohnungsbaus
abgegeben werden konnten.
BEV:
Seit Inkrafttreten des Haushaltsvermerks zur verbilligten Abgabe von BEV-
Liegenschaften zum Haushaltsjahr 2020 hat die Landeshauptstadt München in
keinem Fall von ihrem Erstzugriff Gebrauch gemacht.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 2 verwiesen.
7. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der
Wohneinheiten von BImA und BEV in der Stadt München seit dem Jahr 2005
entwickelt (bitte jeweils nach BImA und BEV sowie nach Jahren
aufschlüsseln)?
BImA:
Aktuell befinden sich 2 741 Wohnungen im Stadtgebiet der
Landeshauptstadt München im Bestand der BImA (Bereich Wohnen). Seit 2005 wurden
753 Mieteinheiten veräußert und 17 Wohneinheiten durch Aufstockung bzw.
Umbau eines Gebäudes neu gebaut.
Jahr Verkaufte Wohnungen Neu geschaffeneWohnungen
2005 15
2006 13
2007 684
2008 5
2009 2
2010 10
2011 0
2012 3
2013 3
2014 1
2015 0
2016 10
2017 4 17
2018 3
2019 0
2020 0
2021 0
BEV:
Für die Landeshauptstadt München liegt eine historische Aufschreibung nur
seit 2013 vor.
Jahr Verkaufte Wohnungen
2013 51
2014 51
2015 49
2016 27
2017 27
2018 24
2019 21
2020 21
8. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittlichen
Mietpreise in den Wohnungen im Besitz von BImA und BEV in der Stadt
München seit dem Jahr 2005 entwickelt (bitte nach BImA und BEV sowie
nach Jahren aufschlüsseln)?
Die durchschnittliche Miete ist seit 2005 von 6,83 Euro/m² auf aktuell 8,14
Euro/m² gestiegen. Seit 1. Januar 2020 richtet sich die maximale Miethöhe für die
Wohnungen im Bestand bzw. für neu errichtete Wohnungen nach dem
Haushaltsvermerk Nr. 60.4 zu Kapitel 6004 Titel 121 01 des Bundeshaushaltsplans.
Danach werden die Wohnungen zu einem Mietpreis vermietet, welcher der
unteren Grenze der ortsüblichen Miete entspricht (max. 10,00 Euro/m²).
Infolgedessen hat sich der durchschnittliche Mietwert in den letzten beiden Jahren
nach unten bewegt.
Jahr Durchschnittsmiete
2005 6,83 Euro/m²
2006 7,90 Euro/m²
2007 7,74 Euro/m²
2008 7,91 Euro/m²
2009 8,02 Euro/m²
2010 8,51 Euro/m²
2011 8,77 Euro/m²
2012 7,98 Euro/m²
2013 8,00 Euro/m²
2014 7,95 Euro/m²
2015 8,07 Euro/m²
2016 8,12 Euro/m²
2017 8,26 Euro/m²
2018 8,42 Euro/m²
2019 8,42 Euro/m²
2020 8,23 Euro/m²
2021 8,14 Euro/m²
BEV:
Das BEV führt hierzu keine Statistik.
9. Für welche Wohnliegenschaften in der Stadt München, die aktuell im
Eigentum von BImA und BEV stehen, wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung Erbbaurechtsverträge mit Dritten geschlossen (bitte alle
Liegenschaften mit Adresse unter Angabe der Wohneinheiten- und Flächen sowie
des Enddatums der jeweiligen Laufzeit des Erbbaurechtsvertrages
angeben)?
a) Welche der jeweiligen Erbbaurechtsverträge zwischen Dritten und der
BImA bzw. dem BEV werden nach Kenntnis der Bundesregierung bis
wann verlängert?
b) Sofern diese nicht verlängert werden sollen, ist es nach Kenntnis der
Bundesregierung geplant, diese Liegenschaften zu verkaufen?
c) Ist es aus Sicht der Bundesregierung wünschenswert, dass BImA und
BEV ihre Erbbaurechtsverträge verlängern, und wenn nein, warum
nicht?
d) Wie hoch ist der jeweilige Erbbaurechtszins, und wie hat sich dieser
seit dem Jahr 2005 entwickelt?
Die Fragen 9 bis 9d werden zusammen beantwortet.
BImA:
In der Landeshauptstadt München hat die BImA ein Erbbaurecht an Dritte
vergeben.
Lfd.
Nr. Adresse
Anzahl der
Wohneinheiten Grundstücksfläche in m²
Laufzeitende
des Erbbaurechts
1 Frankfurter Ring 20 1.662 (2 MFH) 8. Februar 2043
Bisher wurde eine Verlängerung nicht beantragt bzw. ist eine Verlängerung zum
aktuellen Zeitpunkt nicht beabsichtigt. Ein Verkauf der
Erbbaurechtsgrundstücke ist derzeit ebenfalls nicht vorgesehen.
Für auslaufende Erbbaurechtsverträge prüft die BImA in jedem Einzelfall, ob
diese verlängert oder beendet werden. Der Eigenbedarf der BImA würde einer
Verlängerung entgegenstehen.
Für das Mehrfamilienhaus (MFH) am Frankfurter Ring hat sich der Erbbauzins
wie folgt entwickelt:
seit 2005 16 308,96 Euro/Jahr,
seit 2006 17 611,80 Euro/Jahr,
seit 2011 19 080,60 Euro/Jahr,
seit 2016 12 132,00 Euro/Jahr (Absenkung beruht auf einem Verkauf).
Die nächste Anpassung erfolgt 2021.
BEV:
Das BEV hat in der Landeshauptstadt München keine Erbbaurechte an bereits
mit Wohnliegenschaften des BEV bebauten Grundstücken vergeben.
Drucksache 19/32516 – 10 – Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode
Drucksache 19/32516 – 12 – Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode
Drucksache 19/32516 – 14 – Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]