[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/6744 –
Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der vernachlässigten
Tropenkrankheiten
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Weltweit leiden mehr als 1,6 Milliarden Menschen an vernachlässigten
Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases – NTDs), in vielen Fällen sogar
an mehreren dieser Erkrankungen gleichzeitig. Seit 2016 wurden im Rahmen
der Bekämpfung von NTDs jährlich immerhin etwa 1 Milliarde Betroffene
erreicht.
Das deutsche und internationale Engagement für die Kontrolle und
Eliminierung von NTDs hat Fortschritte bei der Bekämpfung einzelner Krankheiten
ermöglicht. Weltweit haben bisher 47 Länder mindestens eine vernachlässigte
Tropenkrankheit ausgerottet und mehrere Länder haben sogar zwei, drei oder
vier der NTDs eliminiert. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
bedrohen aber hart erkämpfte Fortschritte. Laut Weltgesundheitsorganisation
(WHO) gehörten die Maßnahmen zur NTDs-Bekämpfung zu den am
häufigsten von der Pandemie erschütterten und negativ beeinflussten. Vor allem
medikamentöse Massenbehandlungen wurden unterbrochen. So ist die
Erreichung des Ziels, festgehalten im WHO-NTDs-Fahrplan 2030 und im
Entwicklungsziel SDG 3 mit dem Indikator für NTDs, nämlich die Zahl der
Menschen, die bis 2030 eine Intervention gegen NTDs benötigen, um 90 Prozent
zu senken, in weite Ferne gerückt.
Mittlerweile liegen zahlreiche politische Willenserklärungen der
Bundesregierung zur Förderung der Bekämpfung von NTDs vor:
• Abschluss-Communiqués der G7-Staaten anlässlich ihrer Gipfeltreffen in
Elmau 2022 sowie 2015,
• die Kigali Declaration on NTDs 2022 (gezeichnet von Deutschland als
erstem westlichen Geberland),
• die Globale Gesundheitsstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2020,
Deutscher Bundestag Drucksache 20/7155
20. Wahlperiode 07.06.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit vom
7. Juni 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
• der Koalitionsvertrag zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und
FDP aus dem Jahr 2021 (im Kapitel zur Entwicklungspolitik, S. 120,
wird die Unterstützung der globalen Gesundheitsarchitektur im Rahmen
des One-Health-Ansatzes durch die Bundesregierung u. a. durch die
Intensivierung der Bekämpfung von armutsassoziierten und
vernachlässigten Tropenkrankheiten unterstrichen).
1. Wie bewertet die Bundesregierung die globalen Fortschritte bei der
Bekämpfung von NTDs seit 2019?
In den letzten Jahren konnten bereits beachtliche Erfolge bei der Bekämpfung
von vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs) erzielt werden. Dieser
Fortschritt ist fragil, so dass weiterhin ein langfristiges Engagement nötig ist. Die
Bundesregierung ist sich bewusst, dass insbesondere während der COVID-19-
Pandemie die Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern überlastet waren,
was zu einem eingeschränkteren Zugang zu Gesundheitsdiensten,
einschließlich NTD-Programmen, beitrug. Dies kann zu einer Verzögerung oder
Vernachlässigung der NTD-Diagnose und -Behandlung sowie mangelnder Prävention
geführt haben. Die Bundesregierung hat während der COVID‑19-Pandemie
jedoch keines ihrer Gesundheitsprogramme unterbrochen. Es wurden weiter
Maßnahmen umgesetzt die direkt und indirekt der NTD-Bekämpfung dienen.
Während der COVID-19-Pandemie wurden Aktivitäten z. T. in die
Pandemiebekämpfung integriert (z. B. Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Routine-
Gesundheitsversorgung während Pandemien, welche auch der
Aufrechterhaltung der NTD-Bekämpfung dienten).
2. Welche Herausforderungen bestehen nach Auffassung der
Bundesregierung für die angestrebte Eliminierung von NTDs bis 2030?
Die COVID-19-Pandemie hat die globalen Fortschritte bei der Bekämpfung
von NTDs beeinträchtigt. Zu den Herausforderungen bei der Bekämpfung von
Infektionskrankheiten, einschließlich NTDs, gehören unter anderem der
Klimawandel, politische Instabilität, Schuldenkrisen, Krieg, Flucht und Migration,
zunehmende sozioökonomische Ungleichheiten und antimikrobielle
Resistenzen (AMR). Dies wird mehr sektorübergreifende Maßnahmen erfordern, um
die Erfolge mittel- bis langfristig zu konsolidieren.
3. Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, NTDs-
Bekämpfungsprogramme im Falle von künftigen Pandemien besser vor
Unterbrechungen und Rückschritten zu schützen?
Welchen Beitrag plant die Bundesregierung, hierzu zu leisten (bitte
geplante Maßnahmen nach Ressorts, insbesondere des Bundesministeriums
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung [BMZ],
Bundesministeriums für Gesundheit [BMG] und Bundesministeriums für
Bildung und Forschung [BMBF] aufschlüsseln)?
Die Bundesregierung sieht die fachspezifische Zusammenarbeit und den
institutionalisierten Wissenstransfer u. a. im Rahmen der bilateralen und
multilateralen Zusammenarbeit mit Ländern als einen wichtigen Bestandteil der NTD-
Bekämpfung (auch in pandemischen Zeiten). Zu den vielversprechenden
Möglichkeiten gehören darüber hinaus die verstärkte sektorübergreifende
Verankerung von präventiven NTD-Maßnahmen nach dem One-Health-Ansatz sowie
die Integration von NTD-Maßnahmen in bestehende Programme und die
gleichzeitige Stärkung von Gesundheitssystemen insgesamt. Durch den Aufbau
widerstandsfähiger Gesundheitssysteme können NTD-
Bekämpfungsprogramme besser aufrechterhalten werden, selbst in Zeiten von Pandemien. Die
Bundesregierung setzt sich ein für eine Verbesserung der Diagnostik- und
Behandlungskapazitäten von NTDs, die Ausbildung von Gesundheitsfachkräften sowie
die Aufrechterhaltung der Routine-Gesundheitsversorgung während
Epidemien, die auch der NTD-Versorgung zu Gute kommt. Zu Details der Maßnahmen
des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ), Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und
Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird auf die Tabelle in der Antwort zu
Frage 7 verwiesen.
4. Welche Rolle sollten NTDs-Bekämpfungsprogramme nach Auffassung
der Bundesregierung bei Pandemievorsorge und Pandemiebekämpfung
spielen?
Wie kann eine verbesserte Integration bei der Bekämpfung von
Infektionskrankheiten erreicht werden?
Die Bundesregierung verfolgt einen One-Health-Ansatz, welcher das
Zusammenwirken von Mensch, Tier und Umwelt im Bereich der Gesundheit
einbezieht. Ansatzpunkte sind eine verstärkte Epidemie- und Pandemieprävention
durch verbesserte Aufklärung, Überwachung, Diagnostik und
Präventionsmaßnahmen, die Bekämpfung von Zoonosen, vernachlässigten Tropenkrankheiten
(NTDs), die Verringerung von AMR und die Förderung intakter Ökosysteme
zum Schutz der Biodiversität. Ein Teil der von der Bundesregierung
geförderten NTD-Maßnahmen (z. B. der Aufbau von nötigen Laborkapazitäten,
Surveillanceprogrammen) stärkt ganzheitlich Gesundheitssysteme und trägt somit zur
Pandemie- und Epidemieprävention bei. Die Bekämpfung von NTDs adressiert
insbesondere diejenigen Bevölkerungsgruppen, welche beim Zugang zu
staatlichen Diensten oftmals marginalisiert sind. So kann der Teufelskreis von
Armut und Krankheit durchbrochen und Armut bekämpft werden. Dies führt zu
einer verbesserten Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften und trägt zur
Pandemie- und Epidemieprävention sowie zur Bewältigung von Gesundheitskrisen
bei. Maßnahmen zur Bekämpfung von NTDs und zur Pandemievorsorge lassen
sich gut ineinander integrieren, z. B. im Bereich Surveillance zur Überwachung
von Infektionskrankheiten – an beiden ist oft das gleiche Personal vor Ort
beteiligt – oder bei der Aufrechterhaltung der Routinegesundheitsversorgung
während Pandemien, die auch der NTD-Bekämpfung zu Gute kommt.
5. Welche Bedeutung haben aus Sicht der Bundesregierung lokale und
gemeindebasierte Ansätze bei der Bekämpfung von NTDs?
Wie kann eine konsequente Einbindung der von NTDs betroffenen
Menschen bei Planung, Durchführung und Monitoring von NTDs-
Bekämpfungsmaßnahmen gewährleistet werden?
Lokale und gemeindebasierte Ansätze sind für den Erfolg von NTD-Projekten
von großer Bedeutung. Es ist wichtig, die gesamte Gesellschaft in ihrer Vielfalt
einzubeziehen, einschließlich aller Geschlechter, Geschlechtsidentitäten und
sexuellen Orientierungen, insbesondere auch Frauen und Mädchen, und
unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit oder Behinderungen. Lokale,
gemeinschaftsbasierte Ansätze sind wichtige Bestandteile einer umfassenden
Kommunikationsstrategie zur Sensibilisierung und Prävention. Die wirksame Umsetzung von
Maßnahmen erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen
Regierungsbehörden, Nichtregierungsorganisationen, Gesundheitsdiensten, Gemeinden und den
Betroffenen selbst. Durch die Einbeziehung aller relevanten Interessengruppen
können lokale und gemeindebasierte Ansätze bei der Bekämpfung von NTDs
erfolgreich sein.
6. Inwiefern sind Frauen und Mädchen nach Auffassung der
Bundesregierung in besonderem Maße von NTDs betroffen, und mit welchen
Maßnahmen plant die Bundesregierung, diese zu adressieren, und welche
Rolle fällt ihnen bei der Bekämpfung von NTDs zu?
Frauen spielen eine entscheidende Rolle im Gesundheitssystem und bei der
Bekämpfung von NTDs. Aufgrund von biologischen und sozioökonomischen
Faktoren sowie Stigmatisierung sind sie einerseits oft am stärksten von NTDs
betroffen, tragen die größte Last der Folgen und haben gleichzeitig am
wenigsten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Andererseits fungieren Frauen in ihren
Gemeinschaften oft als Betreuerinnen, Pflegerinnen und Aufklärerinnen, um
NTDs vorzubeugen, zu behandeln und das Bewusstsein dafür zu schärfen.
Frauen übernehmen oft den Hauptteil der Tätigkeiten im Haushalt und
kümmern sich um Kinder, Wasser, Tiere, Hygiene und Lebensmittel – ebenfalls eine
Schlüsselfunktion bei der Bekämpfung von NTDs. Daher ist die Stärkung der
Frauen durch Bildung und wirtschaftliche Möglichkeiten ein wichtiger Beitrag
zur Reduzierung von NTDs in ihren Gemeinschaften. Die Bundesregierung
erkennt die entscheidende Rolle von Frauen im Kampf gegen NTDs an. Im Sinne
einer feministischen Außen- und Entwicklungspolitik gilt es, die spezifischen
Bedürfnisse von Frauen und Mädchen auch in der Gesundheitsversorgung noch
besser zu berücksichtigen. Mit der neuen Strategie zur feministischen Außen-
und Entwicklungspolitik setzt das BMZ auf drei Ebenen an:
● Eintreten gegen Diskriminierung und Gesetze, die Menschen aufgrund ihres
Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität
diskriminieren;
● gleichberechtigter Zugang zu Ressourcen, wie z. B. zu Bildungssystemen,
Gesundheitssystemen, sozialen Sicherungssystemen, aber auch Zugang zu
sanitären Einrichtungen;
● Verbesserung der Repräsentation durch Integration in gesellschaftliche,
politische und wirtschaftliche Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen und
auf gleicher Augenhöhe.
7. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung seit ihrem
Amtsantritt 2021 zur Bekämpfung von NTDs ergriffen (bitte in
Maßnahmen, beteiligte Bundesressorts und jährlichen finanziellen Umfang
aufschlüsseln)?
a) Welche Erfolge oder Fortschritte konnten durch diese Maßnahmen
erzielt werden?
Die Fragen 7 und 7a werden gemeinsam beantwortet.
Auf die beigefügte Anlage wird verwiesen.*
b) Welche Probleme oder Herausforderungen haben sich bei der
Umsetzung dieser Maßnahmen offenbart?
Die COVID-19-Pandemie hat NTD-Programme vielerorts zurückgeworfen
oder verzögert. Medizinische Interventionen wie Massenabgabe von
Medikamenten alleine reichen nicht aus, um NTDs nachhaltig zu bekämpfen. Die
Bundesregierung bemüht uns daher vermehrt um einen ganzheitlichen Ansatz zur
NTD-Bekämpfung, welcher Prävention, Verbesserung der
Gesundheitsversorgung und Ursachenbekämpfung an der Quelle berücksichtigt. Das BMZ
verfolgt diesen Ansatz in bilateralen Programmen mit Partnerländern wie auch bei
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/7155 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
multilateraler Unterstützung von internationalen Organisationen oder
Finanzierungsinstrumenten. Verknüpfungen von Programmen zur sozialen Sicherung
oder zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit mit NTD-
Bekämpfungsprogrammen bieten erfolgversprechende Synergien. Gegenwärtig sind enorme
Kostensteigerungen und Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung eine
Herausforderung für Forschungs- und Entwicklungs-Maßnahmen (FuE-
Maßnahmen). Grenzschließungen und Lockdowns führten während der COVID-19-
Pandemie zu starken Verzögerungen in den Maßnahmen.
8. Wie soll der sogenannte Access Fund der KfW-Entwicklungsbank nach
Auffassung der Bundesregierung zur Bekämpfung von NTDs beitragen,
und wie plant die Bundesregierung, diesen finanziell auszustatten?
Durch das Health-Product-Access-Programm des BMZ soll ein verbesserter
Zugang von armen und benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu wirksamen,
sicheren und bezahlbaren Gesundheitsprodukten zur Prävention, Diagnostik
und Behandlung von armutsbezogenen Krankheiten (HIV/AIDS, Tuberkulose
und Malaria) und NTDs in Subsahara-Afrika und Lateinamerika ermöglicht
werden.
Der Ansatz baut auf der seit 2011 in mehreren Runden gewährten Förderung
des BMBF für Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs) zur Entwicklung
dieser Produkte auf.
Mit der in diesem Bereich ersten Finanzierung wird ab diesem Jahr der Zugang
zu neuen Medikamenten für eine Gruppe von NTDs (u. a. Afrikanische
Schlafkrankheit, Chagas Krankheit, Flussblindheit, Leishmaniose) gefördert. Es
werden je nach Krankheit und Medikament verschiedene Maßnahmen eingesetzt,
die die erhöhte Verfügbarkeit neuer, besserer und kostengünstiger
Gesundheitsprodukte in betroffenen lokalen Gesundheitssystemen, insbesondere in
Subsahara-Afrika, fördern, ihre Krisenresilienz erhöhen und z. T. auch die
Ausrottung von Krankheiten ermöglichen. Zu den finanzierbaren Maßnahmen zählen
bspw. die (nationale) Registrierung, Zulassung und Einführung medizinischer
Produkte, initiale Finanzierung bzw. Beschaffung von Produkten, Schulung des
Gesundheitspersonals und Informations- und Aufklärungsarbeit der Patienten.
Das Vorhaben soll mit 20 Mio. Euro finanziert werden.
9. Wie bindet die Bundesregierung zivilgesellschaftliche, wissenschaftliche
und privatwirtschaftliche Akteure in die Planung von Maßnahmen zur
Bekämpfung der NTDs ein?
Welche gemeinsamen Pläne verfolgt die Bundesregierung mit
zivilgesellschaftlichen, wissenschaftlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren
bei der Bekämpfung der vernachlässigten Tropenkrankheiten?
Die Bundesregierung steht im regelmäßigen Austausch mit deutschen und
internationalen Plattformen der Zivilgesellschaft rund um NTDs. Innerhalb der
vom BMBF geförderten PDPs arbeiten die in der Frage genannten Akteure zur
Bekämpfung von NTDs entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen.
Im Rahmen der vom BMBF geförderten Vernetzungsplattform „German
Alliance for Global Health Research (GLOHRA)“ werden disziplin-, sektoren- und
standortübergreifende Vorhaben, u. a. zu NTDs, unterstützt. Über die Plattform
können Projekte unter Beteiligung der o. g. Akteure gefördert werden.
Die Zivilgesellschaft wurde insbesondere eng eingebunden in die Konsultation
zum neuen Kernthema Gesundheit, Soziale Sicherung, Bevölkerungspolitik des
BMZ, bei denen die NTD-Bekämpfung einen zentralen Punkt in allen
Aktionsfeldern darstellt. Im Juni 2022 veranstaltete das BMZ gemeinsam mit dem
Deutschen Zentrum für die sektorübergreifende Bekämpfung Vernachlässigter
Tropenkrankheiten (DZVT) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit (GIZ) ein Treffen von über 70 Expertinnen und Experten aus
Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zu einem Workshop
zum Thema „Sektorübergreifende Bekämpfung Vernachlässigter
Tropenkrankheiten“. Der Wissenschaftliche One-Health-Beirat berät das BMZ zu
Maßnahmen im Bereich One Health, welches NTD-Programme mit einschließt.
10. Welche Pläne hat die Bundesregierung für die Fortführung von
Produktentwicklungspartnerschaften (sogenannte Product Development
Partnerships – PDP) zur Bekämpfung armutsbedingter und vernachlässigter
Krankheiten über den dritten Förderzeitraum (2023 bis 2028) hinaus?
11. Welches Fördervolumen hält die Bundesregierung für eine vierte
Förderphase für notwendig?
Die Fragen 10 und 11 werden gemeinsam beantwortet.
Eine Entscheidung über den aktuellen Förderzeitraum (welcher bis 2028 geht)
hinaus wird zu einem späteren Zeitpunkt getroffen.
12. Wie setzt die Bundesregierung den auf Bundestagsdrucksache 18/4930
festgehaltenenBeschluss des Deutschen Bundestages um, der im Falle
einer positiven Evaluation der zweiten PDP-Förderrunde vorsieht, den
Förderansatz durch eine dritte Förderrunde zu verstetigen, dafür höhere
Finanzmittel als in der zweiten Runde vorzusehen und einzuplanen?
Produktenwicklungspartnerschaften werden im Rahmen zeitlich befristeter
Förderrunden seit 2011 unterstützt. Eine Erhöhung der Fördermittel für die dritte
Förderrunde (2023 bis 2028) war unter der gegenwärtigen Haushaltslage nicht
möglich.
13. Was plant die Bundesregierung, um innerhalb der nachhaltigen
Entwicklungsziele die Werte des Indikators „Anzahl der Personen mit
Behandlungsbedarf bei vernachlässigten Tropenkrankheiten“ (sdg-indikatore
n.de/3-3-5/) für das Gesundheitsziel „Ein gesundes Leben für alle
Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“ zu
reduzieren bzw. zu verbessern?
Es wird auf die Antwort zu Frage 7 verwiesen. Dort sind die Maßnahmen
aufgelistet, mit denen die Bundesregierung zur Erreichung des SDG-Indikators
3.3.5 beisteuert.
14. Welche konkreten Maßnahmen leiten sich für die Bundesregierung
daraus ab, dass sie mit der Unterzeichnung der Erklärung von Kigali zu
NTDs die Eigenverantwortung der Länder für NTDs-Programme, die
Integration dieser in bestehende Gesundheitssysteme bzw.
Gesundheitsprogramme und die sektorübergreifende Zusammenarbeit unterstützt?
Das BMBF unterstützt entsprechende Forschungsinitiativen, die u. a. den
Transfer der FuE-Ergebnisse in die Gesundheitssysteme vor Ort vorantreiben.
Die konkreten Maßnahmen des BMBF werden in der Antwort zu Frage 7
genannt. Das BMZ unterstützt Partnerländer und -regierungen bei der Stärkung
ihrer Gesundheitssysteme und weiterer relevanter Akteure (nach dem One-
Health-Ansatz), damit sie NTD-Maßnahmen nachhaltig und übersektoral
verankern können. Dies geschieht unter anderem durch finanzielle und technische
Hilfe zur Entwicklung und Umsetzung nationaler NTD-Programme sowie die
sektorübergreifende Zusammenarbeit mit nationalen Behörden und
Dienstleistern, um NTD-Programme in bestehende Gesundheitssysteme zu integrieren.
Durch die institutionelle Verankerung sollen die Länder auch nach
Programmende in der Lage sein, die Bekämpfung von NTDs fortzuführen.
15. Wird die Bundesregierung in der künftigen Kernthemenstrategie des
BMZ zu Gesundheit, Bevölkerungspolitik und sozialer Sicherung
explizit die Bekämpfung der NTDs als Aufgabe, der sie sich widmen wird,
nennen?
Wenn nein, warum nicht?
Wann wird diese Kernthemenstrategie vorliegen?
Die neue Kernthemastrategie „Gesundheit, Soziale Sicherung,
Bevölkerungspolitik“ des BMZ macht konkrete Vorschläge für die Stärkung des
Gesundheitsportfolios, einschließlich sozialer Sicherungssysteme, sexueller und
reproduktiver Gesundheit und Rechte, eine verbesserte Prävention von
Infektionskrankheiten wie NTDs und einen gleichberechtigten Zugang zu Impfstoffen,
Therapeutika und Diagnostika gegen NTDs. Die neue Kernthemenstrategie
wird voraussichtlich im Juni 2023 veröffentlicht.
NTDs werden in allen Aktionsfeldern berücksichtigt. Konkrete
Maßnahmenvorschläge für die Durchführung von Projekten sind u. a.:
● Stärkung von Gesundheitssystemen für einen besseren Zugang zu qualitativ
hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen,
● Ausbau von WASH-Systemen für grundlegende Hygiene,
● Verankerung des One Health-Ansatzes,
● städtebauliche Maßnahmen zur Abwehr von übertragbaren Krankheiten
durch Insekten oder Nagetiere (z. B. Müllentsorgung, Abwasser etc.),
● länderspezifische, bedarfsgerechte Förderung von Impfstoff -und
Medikamentenproduktion und Verbesserung des Zugangs zu neuen Medikamenten
für die Bevölkerung.
16. Stimmt die Bundesregierung der Bewertung zu, dass der Sanitätsdienst
der Bundeswehr und dessen Institute während der Auslandseinsätze
sowohl in Ländern, in denen NTDs auftreten, als auch beim freiwilligen
Ebola-Einsatz in Westafrika und während der COVID-Pandemie
hervorragende Arbeit bei der Prävention und Bewältigung von NTDs und
Pandemien geleistet hat und dass die Ergebnisse und Erfahrungen aus diesen
Einsätzen sich auf die NTDs-Bekämpfung, vor allem im Public-Health-
Bereich der betroffenen Länder, übertragen lassen?
Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat in den Auslandseinsätzen und während
der COVID-19-Pandemie vorzügliche Arbeit geleistet. Die dabei gewonnenen
Erfahrungen können bei der NTD-Bekämpfung in den betroffenen Ländern
genutzt werden.
17. Wird die Bundesregierung die Bundeswehr mit ihrer Expertise im
Sanitätsdienst und dessen Instituten in die Erarbeitung und Evaluierung von
Präventionsmaßnahmen und Public-Health-Programmen zur
Bekämpfung von NTDs einbeziehen?
Die spezifische Expertise des Sanitätsdienstes der Bundeswehr wird, wenn dies
als sinnvoll und zielführend erachtet wird, einbezogen.
18. Erfolgte eine wissenschaftliche Evaluierung von Präventionsmaßnahmen
zur Vermeidung von Infektionen mit NTDs bei Bundeswehreinsätzen,
z. B. in Afghanistan, oder ist diese noch geplant?
Ein Monitoringsystem hinsichtlich Präventionsmaßnahmen zu
vektorübertragenen Erkrankungen, u. a. Dengue-Fieber, Chikungunya, Leishmaniose, besteht
in den Einsatzgebieten der Bundeswehr durch ein seit gut 20 Jahren etabliertes
System der Vektorsurveillance insbesondere zu tag- und nachtaktiven
Stechmücken. Ein wissenschaftlich basiertes, qualitätsgesichertes Evaluierungssystem
der gesamten Impf- und Prophylaxemaßnahmen der Bundeswehr zur
Vermeidung insbesondere von Infektionen befindet sich derzeit in der Entwicklung.
19. Plant die Bundesregierung, vor dem Hintergrund ihres vernetzten
Ansatzes, die Expertise des Sanitätsdienstes bei weiteren Gesprächen,
Abstimmungen und Maßnahmen zur Bekämpfung von NTDs standardmäßig mit
einzubeziehen?
Die spezifische Expertise des Sanitätsdienstes der Bundeswehr wird, wenn dies
als sinnvoll und zielführend erachtet wird, einbezogen.
20. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um sich
überschneidende Krankheitslasten zu NTDs ganzheitlich und systematisch zu
bekämpfen und vorhandene Strukturen in den Partnerländern besser darauf
auszurichten?
Überschneidende Krankheitslasten und Komorbiditäten zwischen NTDs und
anderen Krankheiten, aber auch die oft gleichzeitige Betroffenheit von
mehreren NTDs sind der Bundesregierung bewusst. Neben krankheitsspezifischen
Ansätzen zur Bekämpfung sind aufgrund dieser Überschneidungen vermehrt
auch multisektorale, integrierte Ansätze (wie zum Beispiel der One-Health-
Ansatz) notwendig. Zudem ist es wichtig, die Resilienz der Gesellschaft
ganzheitlich zu stärken; dazu zählt auch soziale Sicherung. Auf diese Aspekte geht das
BMZ mit seiner neuen Kernthemenstrategie vermehrt ein. Es wird ergänzend
auf Antworten zu den Fragen 3, 5, 6, 14 und 15 verwiesen.
21. Welche konkreten Vorschläge hat die Bundesregierung, um
sektorübergreifend die NTDs mit landwirtschaftlicher Entwicklung und
Ernährungssicherung in den Mitteleinkommensländern und armen Ländern,
Klimapolitik sowie feministischer Entwicklungs- und Außenpolitik zu
verbinden?
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 6, 7 und 15 sowie das Strategiepapier
des BMZ „One Health in der Entwicklungszusammenarbeit“ (
https://www.bm
z.de/de/themen/one-health und
https://health.bmz.de/de/studies/initativthema-o
ne-health-in-der-entwicklungszusammenarbeit/) verwiesen.
22. Inwiefern tragen Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung von
Gesundheitssystemen und Erreichung von universeller
Gesundheitsversorgung (UHC) konkret zur Bekämpfung NTDs bei?
Der Zugang zu essentiellen Gesundheitsdiensten ist wichtig, um NTDs zu
behandeln und ihnen vorzubeugen. Durch die Stärkung von Gesundheitssystemen
können Länder unter Beteiligung der Zivilgesellschaft individuelle
Leistungspakete des Gesundheitssystems für die Bevölkerung festlegen. Je nach
nationalem Kontext und der individuellen Krankheitslast der Länder werden NTD-
Interventionen in diese Leistungspakete aufgenommen und der Zugang der
Bevölkerung zu diesen Interventionen verbessert sich im Rahmen der Ausweitung
einer allgemeinen Gesundheitsversorgung. Auch über Fortbildungen von
Gesundheitsfachkräften oder durch die Stärkung von Laborkapazitäten trägt die
Bundesregierung zur Stärkung von Gesundheitssystemen und damit auch zur
Bekämpfung der NTDs bei.
23. Inwiefern gibt es gemeinsam mit anderen wichtigen Geberstaaten oder
internationalen Institutionen wie der Weltbank, konkrete Initiativen oder
Vorschläge der Bundesregierung, um ein koordiniertes Vorgehen bei der
Bekämpfung von NTDs voranzubringen?
Seit 1974 unterstützt die Bundesregierung das bei der WHO angesiedelte
Special Programme for Research and Training in Tropical Diseases (TDR) von
UNICEF, UNDP, Weltbank und WHO. Das TDR betreibt Forschung und
Entwicklung (FuE), um bestehende Ansätze zur Prävention, Diagnose, Behandlung
und Kontrolle von ungenügend erforschten ansteckenden Tropenkrankheiten zu
verbessern und neue Ansätze zu fördern. Zudem fördert das TDR die
Forschungskapazitäten in betroffenen Ländern. Das TDR ermöglicht somit ein
koordiniertes Vorgehen bei der Bekämpfung von NTDs.
Außerdem unterstützt die Bundesregierung das „Expanded Special Project for
Elimination of Neglected Tropical Diseases“ (ESPEN), angesiedelt am
afrikanischen Regionalbüro der WHO. Das ESPEN operiert in allen Afrikanischen
Ländern und dem Jemen.
24. Inwiefern sind NTDs Thema in bilateralen Regierungsverhandlungen mit
Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit (EZ)?
Falls dem so ist, in welchen zwischenstaatlichen EZ-Verhandlungen oder
EZ-Konsultationen und mit welchen Ergebnissen wurde das Thema seit
2021 angesprochen (bitte konkret auflisten)?
NTDs waren seit 2021 nicht Bestandteil von Regierungsverhandlungen. Die
NTD-Vorhaben mit den Regionalorganisationen CEMAC (Communauté
Économique et Monétaire de l’Afrique Centrale) und ECOWAS (Economic
Community of West African States) sind nicht Bestandteil von
Regierungsverhandlungen, da sie nicht den Status eines Partnerlandes des BMZ haben.
25. Inwiefern hat die Bundesregierung seit 2021 Forschungsprogramme zur
Entwicklung von Diagnostik, Medikamenten, Vakzinen und
Surveillance-Methoden im Bereich der NTDs gefördert?
Welche Förderung ist zukünftig geplant, und wird es eine Ausweitung
dieser geben (wenn ja, bitte konkretisieren)?
Die einschlägigen Forschungsprogramme des BMBF werden in der Antwort zu
Frage 7 aufgeführt. Die dort genannten Forschungsprogramme befinden sich
derzeit alle am Beginn ihres jeweiligen Förderzeitraums. Eine Entscheidung, ob
die laufenden Forschungsprogramme ausgeweitet oder erneuert werden, erfolgt
zu einem späteren Zeitpunkt. Im Forschungsbereich „Malaria und
vernachlässigte Tropenkrankheiten“ des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung
(DZIF) gibt es einen Schwerpunkt „Vernachlässigte Tropenkrankheiten“, in
dem DZIF-Forschende mit afrikanischen Partnerinstitutionen insbesondere an
der Verbesserung und Entwicklung der Diagnostik und Therapie arbeiten. Eine
Intensivierung der Forschungsarbeiten in den kommenden Jahren ist
vorgesehen. Das BMBF fördert das DZIF gemeinsam mit den Sitzländern; für den
Forschungsbereich „Malaria und vernachlässigte Tropenkrankheiten“
verausgabt das DZIF etwa 2,9 Mio. Euro/Jahr (Ist 2021).
26. Mit welchen Forschungseinrichtungen in den betroffenen Ländern wird
im Rahmen von Forschungsprogrammen zur Entwicklung von
Diagnostik, Medikamenten und Vakzinen im Bereich der NTDs
zusammengearbeitet?
Ist es geplant, diese Forschungskooperationen zukünftig verlässlich zu
finanzieren, und wenn ja, konkret wie, und mit welchen Einrichtungen?
Im Forschungsbereich „Malaria und vernachlässigte Tropenkrankheiten“
unterhält das DZIF langjährige Kooperationen mit vier afrikanischen
Partnerinstitutionen, dem Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL,
Gabun), dem Centre de Recherche en Santé de Nouna (CRSN, Burkina Faso),
dem Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine (KCCR,
Ghana) und dem Mbeya Medical Research Center (MMRC, Tansania). Im
Fokus gemeinsamer Forschungsprojekte stehen auch die Diagnostik und Therapie
vernachlässigter Tropenkrankheiten, insbesondere Wurmerkrankungen. Nach
derzeitigem Stand plant das DZIF eine Fortsetzung der
Forschungskooperationen.
Eine Zusammenarbeit findet zudem mit weiteren Partnern im Rahmen der
projektbezogenen FuE-Förderung statt. Die konkreten FuE-Maßnahmen werden in
der Antwort zu Frage 7 genannt.
Anlage 1 zur Antwort auf Frage 7 der Kleinen Anfrage 20/6744
Projektname Ressort Laufzeit
Jährliches
Volumen
Fortschritte
Förderung von
Produktentwicklungspartnerschaften
(PDP)
BMBF 2023 –
2028
€10 Mio.,
davon €2
Mio. für
NTDs
Mittels der FuE-
Maßnahmen des BMBF
konnten die Diagnose
und Behandlung von
vernachlässigten
Erkrankungen verbessert
werden. Zu den
einschlägigsten Erfolgen
der PDP-Förderung zählt
beispielsweise die
Entwicklung eines
Wirkstoffs zur
Behandlung der
Schlafkrankheit. Auch
konnten Testverfahren
zur Erkennung von
vernachlässigten und
armutsassoziierten
Krankheiten, die robust,
kostengünstig, leicht
handhabbar und in der
Breite verfügbar sind,
verbessert werden.
Förderung der European and
Developing Countries Clinical Trials
Partnership (EDCTP)
BMBF 2022 –
2032
€4 Mio.,
konkreter
Anteil für
NTDD-
Forschung
steht noch
nicht fest
Förderung der Forschungsnetzwerke
für Gesundheitsinnovationen in
Subsahara-Afrika (RHISSA)
BMBF 2023 –
2028
€10 Mio.,
davon €2
Mio. für
NTDs
Global Health Protection Programme
(GHPP)
BMG 2016 -
2025
€1 Mio.* Maßnahmen zur
Tollwutbekämpfung in
Namibia,
Förderung von
Ausbildungsprogrammen
für NTD-Diagnostik in
Madagaskar,
Aufrechterhaltung der
Routine-
Gesundheitsversorgung
(u.a. NTDs) während
Epidemien in Westafrika.
Anlage 1 zur Antwort auf Frage 7 der Kleinen Anfrage 20/6744
Projektname Ressort Laufzeit
Jährliches
Volumen
Fortschritte
Boosting Uganda’s Investment in
Livestock Development (BUILD)
BMZ 2019 -
2023
€
1.400.000*
Beiträge zur Bekämpfung
von NTDs, wie Tollwut,
Echinokokkose,
Plattwürmer
lebensmittelbedingte
Durchfallerkrankungen
und Helminthen-
Infektionen durch
WASH-Maßnahmen,
Vektorkontrolle und
Bildung.
One Health Research, Education and
Outreach Center in Africa OHRECA
BMZ 2020 -
2025
€
2.500.000*
Beiträge im Bereich
angewandter Forschung,
Kapazitätsentwicklung,
Unterstützung von One-
Health-Initiativen, und
Transformation von
Forschung und Evidenz
in Politik und Praxis.
Darunter auch Beiträge
zum Kampf gegen NTDs
(Schwerpunkt auf
Tollwut und Taenia
solium) sowie AMR und
weitere armutsassoziierte
Zoonosen wie Brucellose.
One Health approach to Rabies and
Transboundary Animal Diseases
(OHRT)
BMZ 2022 -
2026
€
2.000.000*
Grundlagen für
intersektorales
Bekämpfungsprogramm
gelegt. Aufbau von
lokalem Know-How zur
Bekämpfung von
hundeübertragener
Tollwut.
Pandemieprävention und One
Health in der ECOWAS-Region
BMZ 2022 –
2026
€
7.080.000*
Beiträge zur
Unterstützung von
Programmen zur
Anlage 1 zur Antwort auf Frage 7 der Kleinen Anfrage 20/6744
Projektname Ressort Laufzeit
Jährliches
Volumen
Fortschritte
Überwachung,
Behandlung und
Kontrolle von NTDs und
Förderung junger lokaler
Wissenschaftler*innen.
Unterstützung des WHO Expanded
Special Project for Elimination of
Neglected Tropical Diseases (ESPEN)
BMG &
BMZ
2021 –
2023
€ 500.000*
(BMG) & €
1.600.000*
(BMZ)
Ausbau Surveillance
Kapazitäten, präventive,
gezielte
Medikamentengabe
gegen 5 NTDs
(Lymphatische Filariose,
Onchozerkose,
Bodenübertragene
Wurmerkrankungen,
Schistosomiasis und
Trachom) und die
Einführung anderer
präventiver Maßnahmen
(z.B. WASH).
Bekämpfung vernachlässigter
Tropenkrankheiten und One Health
(in Kooperation mit CEMAC &
OCEAC)
BMZ 3.
Phase:
2022 -
2025
€
4.500.000*
Beiträge zur
Unterstützung von
Programmen zur
Überwachung,
Behandlung und
Kontrolle von NTDs und
Förderung junger lokaler
Wissenschaftler*innen.
Special Programme for Research and
Training in Tropical Diseases (TDR)
BMZ seit
1974
€ 588.000* Beiträge zur Entwicklung
neuer Medikamente und
Diagnostikmethoden zur
Bekämpfung
vernachlässigter
Tropenkrankheiten,
konkret zu Lepra, Chagas.
*Durchschnittsumme pro Jahr über die gesamte Laufzeit
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]