[Deutscher Bundestag Drucksache 17/4784
17. Wahlperiode 15. 02. 2011 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sabine Zimmermann, Jutta Krellmann,
Sevim Dağdelen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/4072 –
Fakten und Position der Bundesregierung zum so genannten Fachkräftemangel
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Seit Monaten beklagen Bundesregierung und Arbeitgeberverbände einen
bestehenden bzw. drohenden Fachkräftemangel und warnen vor einem damit
verbundenen Wohlstandsverlust. Verschiedene Gruppen nutzen diese Debatte,
um sie für ihre Interessen zu instrumentalisieren. Einzelne Wissenschaftler
fordern wegen des angeblichen Fachkräftemangels längere
Wochenarbeitszeiten für Beschäftigte, Unternehmensvertreter fordern einen späteren
Rentenbeginn und Zuwanderung nach rein ökonomischen Kriterien. Mit der
unkritischen Übernahme der These eines Fachkräftemangels gerät aber vor allem aus
dem Blick, dass es in Deutschland immer noch Millionen Menschen ohne
Arbeit gibt. Das Statistische Bundesamt nennt die Zahl von 8,6 Millionen
Menschen, die sich im Jahr 2009 entweder überhaupt einen Arbeitsplatz oder mehr
Arbeitsstunden wünschten. Laut Bericht „Bildung in Deutschland 2010“
haben 1,5 Millionen junge Menschen in Deutschland zwischen 20 und 29 Jahren
keinen Berufsabschluss. Als wesentliche Ursache für den hohen Anteil an
ungelernten Jugendlichen sehen die Wissenschaftler das knappe
Lehrstellenangebot an. Der tatsächliche Bedarf an Ausbildungsplätzen werde viel zu niedrig
eingeschätzt.
Entgegen der in der Öffentlichkeit kolportierten Meinung legen seriöse
Studien nahe, dass es keinen generellen und branchenübergreifenden Mangel gibt
und dass allenfalls in bestimmten Branchen – wie in Boomzeiten allgemein
üblich – ein hoher Bedarf an Fachkräften herrscht. So relativieren
gemeinsame Forschungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der
Bundesagentur für Arbeit (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung
(BIBB) die übliche Dramatisierung eines drohenden Fachkräftemangels
(Helmrich/Zika 2010). Sie zeichnen ein differenziertes Bild, sprechen von
einem steigenden Bedarf an Fachkräften in einigen wenigen Bereichen bei
gleichzeitig möglicher Unterbeschäftigung in vielen anderen Bereichen,
insbesondere in der Gruppe der Geringqualifizierten. Und sie weisen auf die
beschränkte Aussagekraft von längerfristigen Prognosen zum Fachkräftemangel
hin: So träfen die in diesen Prognosen „gemachten Vorhersagen“ nur dann ein,
„wenn bestimmte, genau benannte Bedingungen gelten und über den
Projektionszeitraum Bestand haben.“ Bei Arbeitskraftmangel würde es in der Reali- Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
vom 11. Februar 2011 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/4784 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodetät immer zu Anpassungsreaktionen kommen, etwa durch Umstellung von
Produktionsprozessen. Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung e. V. (DIW) stellt die These eines Fachkräftemangels sogar
grundsätzlich in Frage: Für ein generell knappes Arbeitskräfteangebot gäbe es
keine Belege, da die Löhne der Fachkräfte kaum gestiegen sind und die Zahl
qualifizierter Arbeitsloser größer als die Zahl der offenen Stellen sei. Ferner sei
angesichts der vielen Ingenieursstudierenden nicht mit einem Mangel zu
rechnen, vielmehr in einzelnen Branchen sogar eine „Fachkräfteschwemme“
möglich.
Eine Politik, die sich nicht einseitig im Interesse der Unternehmensverbände
instrumentalisieren lassen will, muss gründlich prüfen, inwiefern ein
tatsächlicher Fachkräftemangel besteht. Eine zukunftsorientierte Arbeitsmarkt- und
Bildungspolitik sollte, ausgehend von einer fundierten Bestandsaufnahme von
Nachfrage und Angebot auf dem Arbeitsmarkt, absehbare
Qualifizierungsbedarfe ermitteln und bildungspolitisch voreilend darauf reagieren.
Einwanderungsregelungen müssen zudem mögliche negative Auswirkungen einer
Anwerbepolitik von Fachkräften für die Herkunftsländer berücksichtigen („brain
drain“).
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Fachkräfte sichern Innovationsfähigkeit, Produktivität, Wachstum und
Beschäftigung in unserer Volkswirtschaft. Die Sicherung der Fachkräftebasis
bildet einen zentralen Handlungsschwerpunkt der Bundesregierung, denn bereits
heute treten in manchen Branchen und Regionen sowie in Bezug auf
spezifische Qualifikationen und Unternehmensgrößen Schwierigkeiten bei der
Personalrekrutierung und in einigen Berufen Fachkräfteengpässe auf. Die Ergebnisse
wissenschaftlicher Prognosen zeigen, dass davon auszugehen ist, dass sich die
Schwierigkeiten der Unternehmen bei der Personalsuche im Kontext der
demografischen Entwicklung, der derzeitigen wirtschaftlichen Erholung und des
Strukturwandels der Wirtschaft mittel- bis langfristig weiter verschärfen
werden, wenn nicht weiterhin vorausschauend gehandelt und alles daran gesetzt
wird, Personallücken möglichst zu vermeiden.
Die Bundesregierung flankiert die Anstrengungen der Unternehmen und
Sozialpartner, indem sie geeignete Rahmenbedingungen setzt und gezielte
Unterstützungsmaßnahmen anbietet. Erste Priorität haben dabei Bildung und
Qualifizierung sowie die Aktivierung von Menschen, die in Deutschland leben.
Darüber hinaus sind die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, die bessere
Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf sowie die Integration von Migrantinnen
und Migranten von entscheidender Bedeutung, um Fachkräftemängel zu
verhindern. Neben der Ausschöpfung inländischer Potenziale wird die
Bundesregierung verstärkt auf qualifizierte Zuwanderung setzen. Die Bundesregierung
wird dazu Anpassungsbedarf im Zuwanderungsrecht prüfen.
Um die genannten Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, sind die
Unterstützung und das Zusammenwirken von Politik und Sozialpartnern
erforderlich. Aus diesem Grund verständigte sich Bundeskanzlerin Merkel mit
Vertretern der Arbeitgeberverbände, der Kammern und der Gewerkschaften im
Rahmen des Zukunftsgesprächs am 18. Juni 2010 in Meseberg darauf, eine
gemeinsame Arbeitsgruppe „Fachkräfte der Zukunft“ einzuberufen. Aufgabe der
Arbeitsgruppe „Fachkräfte der Zukunft“ ist es, bestehende Maßnahmen der
Bundesregierung und der Sozialpartner zu bündeln und weitere
Handlungsbedarfe zu identifizieren. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden im Sommer
2011 vorgestellt werden.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/47841. Was versteht die Bundesregierung unter einem Fachkräftemangel?
Die Frage 1 wurde in den Fragen 1a bis 1c durch die Fragesteller konkretisiert.
Daher wird auf die Antworten zu den Fragen 1a bis 1c verwiesen.
a) Was versteht die Bundesregierung unter einer Fachkraft?
Sind damit nur Personen mit akademischer oder auch beruflicher
Ausbildung gemeint?
Unter einer Fachkraft versteht die Bundesregierung grundsätzlich sowohl
Personen mit einer anerkannten akademischen als auch einer anerkannten
anderweitigen mindestens zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung.
b) Wann kann aus Sicht der Bundesregierung von einem
Fachkräftemangel gesprochen werden?
Was sind die Kriterien, anhand derer bemessen wird, ob ein
Fachkräftemangel vorliegt?
Von einem Fachkräftemangel kann dann gesprochen werden, wenn die
Nachfrage nach Fachkräften nicht bzw. nicht ausreichend gedeckt werden kann. Dies
kann gesamtwirtschaftlich zutreffen oder sich bspw. nur auf berufsfachliche
oder räumlich und/oder zeitlich begrenzte Teilarbeitsmärkte beziehen.
Mögliche Indikatoren sind die Entwicklung von Vakanzzeiten oder die
Gegenüberstellung offener Stellen zur Zahl der Arbeitslosen. Diese Größen sind allerdings
als umfassender Indikator für einen Fachkräftemangel allein nicht ausreichend
(vgl. dazu auch die Ausführungen in der Antwort zu Frage 2).
c) Wie unterscheidet die Bundesregierung zwischen tatsächlichem
Fachkräftemangel und „normalem Missmatch“ zwischen Fachkräfteangebot
und -nachfrage am Arbeitsmarkt?
Kommt es trotz hoher Arbeitslosigkeit zu unbesetzten Stellen, spricht man von
einem Mismatch am Arbeitsmarkt. Gründe für diesen Mismatch können in dem
qualifikatorischen oder auch räumlichen Anforderungsprofil des Arbeitgebers
liegen, das vom Arbeitnehmer nicht oder nicht ausreichend erfüllt wird. Der
Begriff des Mismatch dient mithin der Beschreibung der Ursachen von
Arbeitslosigkeit. Des Weiteren wird auf die Antwort zu Frage 1b verwiesen.
2. In welchen Bereichen (Branchen bzw. Berufen) besteht nach Ansicht der
Bundesregierung in der deutschen Wirtschaft bereits ein
Fachkräftemangel, und worauf begründet die Bundesregierung ihre Einschätzung?
Auswertungen der amtlichen Statistik zu den Vakanzzeiten oder dem Verhältnis
zwischen offenen Stellen und Arbeitslosen geben Hinweise auf mögliche
Arbeitskräfteengpässe. Sie sind jedoch kein umfassender und damit ausreichender
Indikator, da sowohl das frei verfügbare Arbeitsangebot über die Gruppe der
Arbeitslosen hinausgeht als auch die bei der Bundesagentur für Arbeit
gemeldeten Arbeitsstellen nicht den gesamten Arbeitskräftebedarf der Unternehmen
abbilden. Grundsätzlich gilt, dass Lücken zwischen Arbeitskräftenachfrage und
-angebot aktuell eher bei bestimmten akademischen Berufen und bei Berufen
mit naturwissenschaftlich-technischer Ausrichtung auftreten. Aktuell liegt auch
eine Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit vor, die Engpässe bei den
Maschinen- und Fahrzeugbauingenieurinnen und -ingenieuren,
Elektroingenieurinnen und -ingenieuren, Ärztinnen und Ärzten sowie Altenpflegerinnen
und Altenpflegern identifiziert. Bei der Analyse werden insbesondere folgende
Aspekte berücksichtigt:
Drucksache 17/4784 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode● Abgeschlossene Vakanzzeiten der bei der Bundesagentur für Arbeit
gemeldeten Arbeitsstellen.
● Stellenzugang und Bestand der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten
Arbeitsstellen.
● Bestand an Arbeitslosen.
Neben der technischen Analyse wird eine differenzierte Bewertung durch
Arbeitsmarktexperten der Bundesagentur für Arbeit vorgenommen. Hierbei
werden weitere Informationen hinzugezogen, wie z. B.
● Anteil der Stellen aus der Zeitarbeit,
● Altersstruktur der Beschäftigten,
● Anteil der Selbstständigen,
● Arbeitslosenquote (soweit vorhanden),
● Detailanalyse auf Berufsebene [Berufskennziffer (BKZ-),
Dokumentenkennziffer (DKZ-)Ebene], um Verzerrungen durch Helfer-Berufe
auszuschließen.
3. In welchen Bereichen (Branchen bzw. Berufen) droht nach Ansicht der
Bundesregierung in der deutschen Wirtschaft in den nächsten fünf Jahren
ein Fachkräftemangel?
Auf welche Prognosen stützt sich dabei die Bundesregierung?
Die Folgen des demografischen Wandels sind bereits heute spürbar und werden
langfristig zu einer starken Verschiebung der Altersstruktur sowie zu einer
Verringerung der Bevölkerungszahl führen. Nach Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bis zum Jahr 2030
um 6,3 Millionen Personen zurückgehen.
Hinzu kommt eine steigende Lebenserwartung. Zusammen führen beide
Entwicklungen zu einer schrumpfenden und dabei alternden Bevölkerung. Immer
weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter stehen künftig immer mehr älteren
Menschen gegenüber. Am Arbeitsmarkt werden sich die Folgen dieser
Entwicklung in besonderem Maße zeigen: Das Arbeitskräfteangebot wird sich
durch die schrumpfende Bevölkerung verringern. Der Strukturwandel hin zu
wissensintensiven Produkten und Dienstleistungen wird zudem den Bedarf an
gut ausgebildeten Fachkräften erhöhen, während der Bedarf an
Geringqualifizierten aller Voraussicht nach sinken wird. Man kann davon ausgehen, dass
aufgrund des Rückgangs des Arbeitskräfteangebots erhebliche Engpässe
entstehen können. Um nähere Aussagen zur Entwicklung des zukünftigen
Arbeitskräfteangebots und der - nachfrage nach Berufen, Branchen und Regionen
treffen zu können, wird derzeit ein Jobmonitoring vom Bundesministerium für
Arbeit und Soziales (BMAS) aufgebaut.
4. Gibt es Branchen und Berufsfelder, in denen ein Fachkräfteüberangebot
vorherrscht bzw. bei denen davon ausgegangen wird, dass mittelfristig ein
Fachkräfteüberangebot eintreten wird?
Wenn ja, welche?
Wie hoch wir dieses Überangebot jeweils eingeschätzt?
Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts haben das Institut für Arbeitsmarkt-
und Berufsforschung (IAB) und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
gemeinsam mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung, Osna-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/4784brück (GWS) und dem Fraunhofer Institut für Angewandte
Informationstechnologie, St. Augustin (FIT) Modellrechnungen zu den künftigen
Entwicklungen des Arbeitskräfteangebots und -bedarfs nach 4 Qualifikationsstufen und
nach 12 Berufshauptfeldern erstellt (
www.qube-projekt.de). Die Ergebnisse
dieser Modellrechnungen sind erstmals im Juli 2010 veröffentlicht worden
(Helmrich, Zika 2010).
Werden die Ergebnisse unter Berücksichtigung der beruflichen Flexibilitäten
betrachtet, d. h. dem Wechsel von dem erlernten in den ausgeübten Beruf,
stehen in folgenden Berufshauptfeldern auch bis 2025 noch ausreichend
Arbeitsbzw. Fachkräfte zur Verfügung: Bearbeitende, verarbeitende und
instandsetzende Berufe, Maschinen und Anlagen steuernde und wartende Berufe, Berufe
im Warenhandel und Vertrieb sowie Büro- und kaufmännische
Dienstleistungsberufe.
Am höchsten wird nach diesen Modellrechnungen das Überangebot im erst-
und letztgenannten Berufshauptfeld sein. Des Weiteren wird auf die Antwort zu
Frage 3 verwiesen.
5. Inwiefern handelt es sich bei dem von Interessenverbänden postulierten
Fachkräftemangel um ein vorwiegend berufs-, branchenspezifisches,
regional oder/und zeitlich befristetes Problem, und wie begründet die
Bundesregierung ihre Position?
Der Bundesregierung liegt eine Vielzahl an Studien vor, die sich mit dem
Thema Fachkräftemangel in unterschiedlichen Dimensionen
auseinandersetzen. Im Rahmen der so genannten Arbeitskräfteallianz wurden 2009 knapp
60 Studien erfasst. Es liegen Differenzierungen nach Region, Beruf,
Qualifikation, Unternehmensgröße und Zeitrahmen vor. Die Bestandsaufnahme der
Studien verdeutlicht, dass vielfältige Aktivitäten auf dem Gebiet zur Feststellung
eines möglichen Fachkräftemangels durchgeführt wurden. Allerdings führte
dies zu einer großen Bandbreite von Studien, die sich zum einen auf
verschiedene Datengrundlagen stützen und für die zum anderen unterschiedliche
Methoden zur Bestimmung eines Fachkräftemangels genutzt wurden. Auch liegen
den Studien verschiedene Definitionen für die Begriffe Fachkräfte und
Hochqualifizierte zu Grunde. Es kann festgestellt werden, dass nicht alle
Dimensionen gleichmäßig in den Studien betrachtet wurden. So werden nicht alle
Bundesländer gleichmäßig untersucht, manche Branchen werden ausführlicher
untersucht als andere und innerhalb der zeitlichen Dimension wird zum Teil der
aktuelle Bedarf analysiert und zum Teil eine Prognose durchgeführt. Hinzu
kommt, dass nur die wenigsten Untersuchungsergebnisse in regelmäßigen
Abständen überprüft werden.
Da den Ergebnissen verschiedene Untersuchungsmethoden und Datenbasen zu
Grunde liegen, ist es kaum möglich, die Ergebnisse zu vergleichen. Auf der
Grundlage der vorliegenden Expertise können nur begrenzt Aussagen
dahingehend getroffen werden, welche Fachkräftebedarfe nach Branchen, Regionen
und Qualifikationen zu einem bestimmten Zeitpunkt
unternehmensgrößenspezifisch in Deutschland vorliegen. Dennoch ist ein Fachkräftemangel in
verschiedenen Branchen, Berufen und Regionen bereits zu beobachten. Es ist zu
erwarten, dass er sich verschärfen könnte. Als wissens- und innovationsstarkes
Land sollte alles daran gesetzt werden, aus dem Fachkräftemangel folgende
Entwicklungen, wie z. B. einen möglichen Rückgang des BIP, zu verhindern.
Die Bundesregierung stützt ihre Einschätzung auf die vorliegenden Daten der
amtlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit (siehe auch Antwort zu Frage 2)
sowie auf die Daten der 12. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des
Statistischen Bundesamtes, wonach die Bevölkerung schrumpfen und altern
Drucksache 17/4784 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodewird. Gleichwohl wird ein Jobmonitoring vom BMAS aufgebaut, um nähere
Aussagen zur Entwicklung des aktuellen und zukünftigen
Arbeitskräfteangebots und der -nachfrage nach Berufen, Branchen und Regionen treffen zu
können.
a) Welche Regionen sind besonders betroffen?
Innerhalb Deutschlands bestehen in Bezug auf Art und Umfang des
Fachkräftebedarfs, des Fachkräfteangebots sowie in Bezug auf wirtschaftsstrukturelle
Voraussetzungen große regionale Unterschiede. So ist in bestimmten Regionen,
insbesondere in Ostdeutschland, schon jetzt ein Fachkräftemangel zu
beobachten.
b) Für welche Zeiträume wird der Fachkräftemangel prognostiziert?
Auf die Antwort zu Frage 5 wird verwiesen.
6. Ist das Phänomen des Fachkräftemangels bereits in den zurückliegenden
fünf Jahrzehnten zeitweise befürchtet, debattiert oder eingetreten?
Wenn ja, wann war das, und welche Entwicklung ist tatsächlich
eingetreten?
Die Bundesregierung hat ihre Politik stets an den aktuellen und zukünftigen
Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und auf die Förderung von Wachstum,
Innovation und Beschäftigung ausgerichtet. Einen Überblick hierzu ermöglicht z. B.
das vom BMAS herausgegebene mehrbändige Werk „Geschichte der
Sozialpolitik in Deutschland seit 1945“.
7. Gab es nach Kenntnis der Bundesregierung seit den 60er-Jahren eine
Phase, in der Unternehmensverbände oder/und die jeweiligen
Bundesregierungen nicht vor der Gefahr eines zukünftigen Fachkräftemangels
gewarnt haben?
Die Bundesregierung verfügt nicht über eine vollständige historische
Dokumentation der Forderungen von Unternehmensverbänden zum Thema
Fachkräftemangel in der Bundesrepublik Deutschland.
8. Welche politischen Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus
ihrer Einschätzung zur Frage des Fachkräftemangels?
Welche Initiativen der Bundesregierung mit welchem Inhalt hat es seit dem
Zukunftsgespräch am 18. Juni 2010 in Meseberg gegeben?
Welche Aktivitäten hat es bisher seitens der Arbeitsgruppe „Fachkräfte der
Zukunft“ gegeben?
Welche Aktivitäten plant die Bundesregierung?
Die Bundesregierung sieht es als unverzichtbar an, ihre umfangreichen
Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Qualifizierung, Aktivierung des
Erwerbspersonenpotenzials, Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sowie
Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf weiter zu verfolgen. Die
Bundesregierung wird darüber hinaus verstärkt auf qualifizierte Zuwanderung setzen.
Dazu wird sie weiteren Anpassungsbedarf im Zuwanderungsrecht prüfen.
Nach dem Zukunftsgespräch in Meseberg am 18. Juni 2010 hat es folgende
Initiativen der Bundesregierung gegeben:
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/4784– Die „Arbeitskräfteallianz“ wurde im Oktober 2010 vom BMAS gemeinsam
mit arbeitsmarktnahen, regional verankerten Institutionen einberufen mit
dem Ziel, regionale Kooperationsstrukturen auf- bzw. auszubauen und zu
unterstützen, die sich im Bereich Arbeitskräftesicherung engagieren.
– Im Oktober 2010 hatte die „Zukunftsinitiative Fachkräftesicherung“ des
Bundesministeriums des Inneren (BMI) in den neuen Bundesländern ihren
Auftakt. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam mit den ostdeutschen Ländern,
Kammern und Sozialpartnern regionenspezifische Ansätze zur Verbesserung
des Fachkräfteangebots zu entwickeln.
– Im Oktober 2010 wurde vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) ein Gesetzentwurf zur Verbesserung der Feststellung und
Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen vorgelegt.
Dieser wird derzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt.
– Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat am
31. August 2010 einen Fachkräftedialog mit den Wirtschaftsverbänden
gestartet, der im Frühsommer 2011 fortgesetzt wird.
– Die Bundesregierung hat zur Sicherung des Fachkräftebedarfs am 26.
Oktober 2010 den Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs
gemeinsam mit der Wirtschaft, den Ländern und der Integrationsbeauftragten
der Bundesregierung mit neuen Schwerpunkten verlängert.
Darüber hinaus wird derzeit in einer interministeriellen Arbeitsgruppe
„Fachkräfte der Zukunft“ unter Beteiligung von Bundeskanzleramt (BK), BMAS,
BMI, BMWi, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz (BMELV), Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend (BMFSFJ), Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und BMBF ein
Fachkräftekonzept der Bundesregierung erarbeitet. Ein erstes Spitzengespräch
der Arbeitsgruppe „Fachkräfte der Zukunft“ gemeinsam mit den Sozialpartnern
fand am 8. Dezember 2010 statt. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden im
Sommer 2011 im Rahmen eines weiteren Zukunftsgesprächs der
Bundeskanzlerin vorgestellt werden.
In der Planung befinden sich derzeit zudem bereits verschiedene Aktivitäten,
um dem künftig steigenden Fachkräftebedarf im Bereich der Heil- und
Pflegeberufe zu begegnen.
9. Welches sind die 20 am stärksten betroffenen Berufs- und
Tätigkeitsfelder, in denen nach Ansicht der Bundesregierung derzeit von einem
Fachkräftemangel gesprochen werden kann, und welches sind die 20 Berufs-
und Tätigkeitsfelder, in denen nach Ansicht der Bundesregierung
mittelbis langfristig ein Fachkräftemangel droht?
10. Inwiefern decken sich die von der Bundesregierung benannten Berufs-
und Tätigkeitsfelder mit den Modellrechnungen des BIBB und IAB
(Helmrich/Zika 2010), die – unter der Annahme gleichbleibender
Bedingungen – bis 2025 ein nicht ausreichendes Arbeitskräfteangebot für die
folgenden fünf Berufshauptfelder projizieren:
– Verkehrs-, Lager-, Transport-, Sicherheits- und Wachberufe,
– Gastronomie- und Reinigungsberufe,
– Rechts-, Management- und wirtschaftswissenschaftliche Berufe,
– künstlerische, medien-, geistes- und sozialwissenschaftliche Berufe,
– Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege?
Drucksache 17/4784 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeFalls die Einschätzung der Bundesregierung von diesen fünf
Berufshauptfeldern abweicht, warum ist dies der Fall?
Antwort zu den Fragen 9 und 10:
Die Bundesregierung sieht gegenwärtig keine Basis dafür, 20 Berufs- und
Tätigkeitsfelder zu benennen, die aktuell am stärksten von einem
Fachkräftemangel betroffen sind. Es gibt eine Vielzahl an Studien und Methoden zum Thema
Fachkräftemangel, die aufgrund des unterschiedlichen Untersuchungsdesigns
und der Verwendung verschiedenster Methoden zu nicht immer unmittelbar
vergleichbaren Ergebnissen kommen. Eine der aus dem wissenschaftlichen
Raum bereits vorliegenden Studien zum Thema ist die in der Antwort zu Frage 4
bereits angesprochene Untersuchung von BIBB und IAB, die von den
Fragestellern konkret angesprochen ist. Die Autoren versuchen auf der Basis
detaillierter Prognosen des Arbeitskräfteangebots und der Arbeitskräftenachfrage
Berufsfelder zu identifizieren, für die sich künftig ein Nachfrageüberschuss
abzeichnet. In die Analysen sind auch Informationen und Annahmen über die
berufliche Flexibilität und Mobilität eingeflossen. Aus Sicht der Bundesregierung
ist damit ein sinnvoller Schritt getan, der es rechtfertigt, für die dort
identifizierten Berufsfelder die nachfolgenden Fragen 11 bis 13 dieser Kleinen Anfrage
zu beantworten. Gleichwohl hält es die Bundesregierung für geboten, weitere
Analysen anzustellen und dabei beispielweise u. a. die Frage zu klären, ob das
in der zitierten Studie gewählte Aggregationsniveau das richtige ist oder
gegebenenfalls eine weitere Ausdifferenzierung notwendig werden wird. Im
Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 2 verwiesen.
11. Wie lässt sich im Einzelnen in den von der Bundesregierung in der
Antwort zu Frage 9 genannten Berufsfeldern die Arbeitsmarktsituation
beschreiben (bitte die Unterfragen 11a bis 11j für die einzelnen Berufsfelder
gesondert beantworten)?
Mit Verweis auf die Antworten zu den Fragen 9 und 10 wird für die Fragen 11
bis 13 auf die in Frage 10 genannten Berufshauptfelder Bezug genommen.
Die in Frage 10 genannten Berufshauptfelder wurden auf Basis der
Berufsklassifikation von 1992 entwickelt, die auch dem Mikrozensus zugrunde liegt. Für
den Bereich der Arbeitsstellen- und Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für
Arbeit (BA) (Fragen 11a bis 11f) war es ebenso möglich, mit Hilfe eines
Umsteigeschlüssels die Auswertungen sehr nah an die von den Fragestellern
genannten fünf Berufshauptfelder heranzuführen. Auswertungen nach Berufen
sind in der Arbeitsstellenstatistik von September 2009 bis einschließlich
Mai 2010 und in der Arbeitslosenstatistik von September 2009 bis
einschließlich Juni 2010 nicht möglich. Die Auswertungen basieren zudem jeweils auf
Auswertungen aus dem BA-IT-System und beinhalten damit keine
Informationen zugelassener kommunaler Träger. Mittlerweile sind diese Informationen
nach Berufen zwar in die statistischen Auswertungssysteme integriert. Da die
Auswertungen jedoch auch Veränderungen gegenüber zurückliegenden
Zeiträumen beinhalten, wird jeweils nur auf Daten aus dem BA-IT-System
zurückgegriffen. In der Beschäftigtenstatistik ist der Ausweis hingegen durchgängig
und vollständig möglich.
a) Wie hoch ist die Zahl der in den genannten Berufsfeldern
Beschäftigten (bitte die letzten verfügbaren Monatsdaten sowie die
Vergleichsmonate der letzten fünf Jahre angeben)?
Aktuellste Daten nach Berufen liegen in der Beschäftigtenstatistik bis März
2010 vor. Die Auswertung erfolgt nach dem Arbeitsortprinzip und schließt
auch Auszubildende mit ein. In den genannten Berufshauptfeldern arbeiteten
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/4784im März 2010 insgesamt 9 153 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Im Zeitraum März 2006 bis März 2010 hat die Beschäftigung in diesen
Berufshauptfeldern um 9,5 Prozent zugenommen und damit stärker als die
Beschäftigung insgesamt (+5,6 Prozent). Entsprechend hat sich ihr Anteil an allen
Beschäftigten in dem Betrachtungszeitraum von 32,2 Prozent auf 33,4 Prozent
erhöht. Die Angaben zu den einzelnen Berufshauptfeldern in den letzten fünf
Jahren sind in dem Anhang, Tabelle 1 enthalten.
b) Wie hoch ist die Zahl der in den genannten Berufsfeldern offenen
Stellen (bitte die letzten verfügbaren Monatsdaten sowie die
Vergleichsmonate der letzten fünf Jahre angeben)?
Die Antwort erfolgt für die den Agenturen und ARGEn gemeldeten
Arbeitsstellen. Die Statistik weist dabei nur die ungeförderten Angebote an
Arbeitsstellen (Erster Arbeitsmarkt) aus. Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot
liegt höher. Nach Angaben der letzten repräsentativen Befragungen des IAB
vom 3. Quartal 2010 waren den Agenturen und ARGEn 48 Prozent aller
Arbeitsstellen des Ersten Arbeitsmarktes gemeldet. Neben dem aktuellen
Berichtsmonat November 2010 wird in dem Anhang, Tabelle 2 jeweils auch der
März ausgewiesen, um einen Vergleich mit den Angaben aus der
Beschäftigtenstatistik zu ermöglichen. Ebenso werden neben allen Arbeitsstellen auch die
Angebote für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse
ausgewiesen. Darüber hinaus gibt es noch geringfügige Arbeitsstellen und sonstige
Arbeitsstellen (hierbei handelt es sich größtenteils um Trainee- und
Praktikantenstellen).
c) Wie hoch ist in den genannten Berufsfeldern die Zahl der über 60- bis
64- jährigen Beschäftigten, und wie hoch die Zahl der Arbeitslosen
bzw. Unterbeschäftigten dieser Altersgruppe, die zuvor in diesem
Berufsfeld gearbeitet haben (bitte aufgliedern nach den einzelnen
Jahren)?
Im März 2010 waren in den genannten Berufshauptfeldern 354 000 Personen
im Alter von 60 bis unter 65 Jahren sozialversicherungspflichtig beschäftigt;
das entsprach einem Anteil von 3,9 Prozent an allen Beschäftigten in den
Berufshauptfeldern. Die Daten zu den einzelnen Berufshauptfeldern in den
einzelnen Jahren finden sich im Anhang, Tabelle 3.
Die Auswertung zu der Zahl der Arbeitslosen erfolgte nach dem Zielberuf, also
der angestrebten Tätigkeit der arbeitslosen Person. Der Zielberuf kann vom
Herkunftsberuf abweichen. Im November 2010 waren in den genannten
Berufsfeldern rund 45 000 Arbeitslose im Alter von 60 bis unter 65 Jahren
gemeldet; bezogen auf alle Arbeitslosen mit solchen Zielberufen entsprach das einem
Anteil von 4,0 Prozent. Die Angaben nach Berufsfeldern und Jahren finden
sich im Anhang, Tabelle 4. Auswertungen zur Unterbeschäftigung nach
Berufen sind nicht möglich.
d) Wie lange bleiben die in den genannten Berufsfeldern offenen Stellen
unbesetzt, wie ist dieser Wert im gesamtwirtschaftlichen Vergleich zu
bewerten, und welche Gründe sieht die Bundesregierung dafür, dass
Stellen für eine längere Zeit nicht besetzt werden können?
Die Antwort erfolgt auf Basis durchschnittlicher abgeschlossener
Vakanzzeiten, die den Zeitraum vom gewünschten Besetzungstermin der gemeldeten
Arbeitsstellen bis zur Abmeldung aus dem Bestand messen. Um saisonale
Schwankungen auszuschalten, empfiehlt es sich möglichst, die abgegangenen
gemeldeten Arbeitsstellen eines ganzen Jahres zu betrachten. Da für die
Monate von September 2009 bis Mai 2010 ein Ausweis nach Berufen nicht
möglich ist, wurde für den aktuellen Rand die Summe der Monate Juni bis Novem-
Drucksache 17/4784 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeber 2010 gewählt. Die entsprechende Unschärfe ist zu beachten. Die
abgeschlossene Vakanzzeit verhält sich prozyklisch, d. h. in einem konjunkturellen
Aufschwung und steigender Arbeitskräftenachfrage nimmt auch die Vakanzzeit
zu, während sie bei einer konjunkturellen Abkühlung tendenziell abnimmt.
Über alle Berufe hinweg betrug die abgeschlossene Vakanzzeit für in den
Monaten Juni bis November abgegangene gemeldete Arbeitsstellen 55 Tage.
Überdurchschnittlich lange Vakanzzeiten lassen sich bei den künstlerischen,
medien-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Berufen (69 Tage) und bei den
Gesundheits- und Sozialberufen, Körperpflegern (66 Tage) ausmachen.
Unterdurchschnittlich lange dauert es vom gewünschten Besetzungstermin bis zur
Abmeldung der Arbeitsstelle aus dem Bestand bei Verkehrs-, Lager-,
Transport-, Sicherheits- und Wachberufen mit 46 Tagen (vgl. Anhang, Tabelle 5).
e) Wie hoch ist die Zahl der Arbeitsuchenden in den genannten
Berufsfeldern?
Bei den Arbeitsuchenden wird zwischen arbeitslosen und nichtarbeitslosen
Arbeitsuchenden unterschieden. Nach § 15 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch
(SGB III) sind Arbeitsuchende Personen, die eine Beschäftigung als
Arbeitnehmer suchen. Dies gilt auch, wenn sie bereits eine Beschäftigung oder eine
selbstständige Tätigkeit ausüben. Arbeitsuchender im Sinne der
Arbeitsmarktstatistik ist, wer in der Bundesrepublik Deutschland wohnt, sich bei der
Agentur für Arbeit gemeldet hat oder bei einem Träger der Grundsicherung für
Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) als
erwerbsfähiger Hilfebedürftiger Leistungen erhält, die angestrebte
Arbeitnehmertätigkeit ausüben kann und darf und das 15. Lebensjahr vollendet hat. Im November
2010 waren in den genannten Berufshauptfeldern 2 024 000 Arbeitsuchende
gemeldet. Die Arbeitsuchenden sind eine sehr heterogene Gruppe. Ihre Zahl
umfasst neben den registrierten Arbeitslosen auch eine Reihe anderer
Personengruppen. Dies sind vor allem: Personen, die sich nach § 38 SGB III
frühzeitig arbeitslos gemeldet haben, Personen in arbeitsmarktpolitischen
Maßnahmen, Personen, die kurzfristig arbeitsunfähig sind sowie Arbeitslosengeld-II-
Bezieher, die mehr als 15 Wochenstunden beschäftigt sind. Informationen zu
den Arbeitsuchenden nach den ausgewählten Berufshauptfeldern sind im
Anhang, Tabelle 6 enthalten.
f) Welche Merkmale haben die in den genannten Berufsfeldern
Arbeitsuchenden hinsichtlich Alter, Migrationshintergrund,
Staatsangehörigkeit, Geschlecht und Dauer der Arbeitslosigkeit?
Die Auswertungen zu den von den Fragestellern benannten Merkmalen sind im
Anhang, Tabelle 7 dargestellt.
Auswertungen nach dem Migrationshintergrund sind derzeit aus den Daten der
Statistik der Bundesagentur für Arbeit nicht möglich. Die Dauer der
Arbeitslosigkeit wurde in die Kategorien unter 12 Monate und über 12 Monate geteilt, da
nach § 18 Absatz 1 SGB III Arbeitslose, die ein Jahr und länger arbeitslos sind,
als Langzeitarbeitslose gelten. Die Informationen basieren auf Bestandsdaten,
d. h. die Auswertung bezieht sich auf die bisherige Dauer der Arbeitslosigkeit
und misst die Zeitspanne vom Beginn der Arbeitslosigkeit bis zum Zähltag im
Arbeitslosenbestand. Insbesondere bei Betrachtung der Staatsangehörigkeit,
aber auch der Altersgruppen, gibt es Fälle ohne Angabe; die Untergruppen
addieren sich also nicht immer zu 100 Prozent.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/4784g) Welche Gründe sieht die Bundesregierung dafür, dass es trotz offener
Stellen weiterhin eine größere Zahl von Arbeitsuchenden gibt?
Inwiefern liegt dies daran, dass sich Arbeitgeber weigern, ältere
Beschäftigte einzustellen und erforderliche Fortbildungen einzugehen?
Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Arbeitsuchende und Arbeitgeber
passend zueinander finden. Es bedarf der intensiven Information, Suche, Werbung
und Bewerbung, bis eine Stelle erfolgreich besetzt ist und ein Arbeitsuchender
eine neue Position einnehmen kann. Diese Suche kostet Zeit und gleichzeitig
sinkt mit der Dauer von Suchprozessen die Chance auf Erfolg.
Ein wichtiges Instrument zur Verbesserung der Funktion der Arbeitsmärkte ist
die institutionalisierte Unterstützung der Suchprozesse und der Erhöhung der
Transparenz über die Arbeitsmärkte. Einen besonderen Auftrag dazu haben die
Agenturen für Arbeit und die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende.
Durch Arbeitsförderung sollen sie dem Entstehen von Arbeitslosigkeit
entgegenwirken; sie sollen die Dauer der Arbeitslosigkeit verkürzen und den
Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
unterstützen. Insbesondere sollen sie dazu die Transparenz auf dem
Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erhöhen, die berufliche und regionale Mobilität
unterstützen und die zügige Besetzung offener Stellen ermöglichen.
Die letzten zu diesem Thema erfolgten Auswertungen aus dem IAB-
Betriebspanel 2004 und 2005 zeigen, dass rund jede zehnte zuletzt besetzte Stelle mit
einem über 50-jährigen Mitarbeiter besetzt wurde. Diese Ergebnisse
berücksichtigen jedoch nicht die Entwicklungen der letzten Jahre und stellen daher eher
eine Momentaufnahme dar. Die Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2004 zeigen
darüber hinaus, dass neben der Arbeitsnachfrage durch die Betriebe auch
arbeitsangebotsseitige Faktoren zu berücksichtigen sind, die sich etwa darin
äußern, dass Bewerbungen älterer Personen den Betrieben oftmals gar nicht erst
vorliegen.
h) Wie hat sich seit 2005 in den genannten Berufsfeldern die Zahl und
Quote der Auszubildenden entwickelt (bitte unterscheiden nach
Berufsausbildung und Hochschulausbildung)?
Wie hat sich insbesondere die Zahl der betrieblichen
Ausbildungsplätze seit 2005 entwickelt?
Die Angaben zur Beantwortung der Frage 11h sind den nachfolgenden Tabellen
zu entnehmen.
Tabelle 1: Studierende an Hochschulen
Studienbereiche 2005 2006 2007 2008 2009
Verkehrs-, Lager, Transport, Sicherheits- und
Wachberufe
13.318
/
0,7 %
15.467
/
0,8 %
13.998
/
0,7 %
15.704
/
0,8 %
17.625
/
0,8 %
Gastronomie- und Reinigungsberufe 10.110
/
0,5 %
10.623
/
0,5 %
10.836
/
0,6 %
11.054
/
0,5 %
12.263
/
0,6 %
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftl. Berufe
464.621
/
23,4 %
464.485
/
23,5 %
461.784
/
23,8 %
491.080
/
24,2 %
452.811
/
21,3 %
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftl. Berufe
628.714
/
31,7 %
614.754
/
31,1 %
593.804
/
30,6 %
609.853
/
30,1 %
629.594
/
29,7 %
Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege 168.884
/
8,5 %
167.379
/
8,5 %
163.436
/
8,4 %
168.773
/
8,3 %
171.287
/
8,1 %
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Drucksache 17/4784 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeTabelle 2: Auszubildende in der beruflichen Bildung
Berufshauptfelder 2005 2006 2007 2008 2009
Verkehrs-, Lager, Transport, Sicherheits- und
Wachberufe
19.569
/
1,2 %
15.998
/
1,0 %
16.003
/
1,0 %
16.230
/
1,0 %
17.488
/
1,1 %
Gastronomie- und Reinigungsberufe 67.355
/
4,2 %
70.841
/
4,4 %
71.971
/
4,4 %
69.578
/
4,2 %
69.940
/
4,1 %
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftl. Berufe
25.642
/
1,6 %
24.363
/
1,5 %
21.977
/
1,4 %
21.375
/
1,3 %
20.074
/
1,3 %
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftl. Berufe
10.566
/
0,7 %
11.231
/
0,7 %
12.107
/
0,7 %
13.091
/
0,8 %
12.735
/
0,8 %
Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege 122.908
/
7,8 %
119.149
/
7,4 %
112.507
/
6,9 %
115.360
/
7,0 %
115.376
/
7,2 %
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Tabelle 3: Schüler an Fachschulen
Berufshauptfelder 2005 2006 2007 2008 2009
Verkehrs-, Lager, Transport, Sicherheits- und
Wachberufe
743
/
0,5 %
862
/
0,6 %
818
/
0,6 %
938
/
0,6 %
988
/
0,6 %
Gastronomie- und Reinigungsberufe 3.226
/
2,1 %
3.250
/
2,2 %
3.156
/
2,2 %
3.184
/
2,1 %
3.494
/
2,1 %
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftl. Berufe
- - - - -
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftl. Berufe
1.849
/
1,2 %
1.723
/
1,2 %
1.743
/
1,2 %
1.757
/
1,2 %
1.834
/
1,1 %
Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege 50.045
/
33,0 %
44.224
/
30,6 %
42.118
/
29,0 %
40.631
/
26,7 %
43.777
/
26,1 %
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Tabelle 4: Schüler an den Schulen des Gesundheitswesens
Berufshauptfelder 2005 2006 2007 2008 2009
Verkehrs-, Lager, Transport, Sicherheits- und
Wachberufe
- - - - -
Gastronomie- und Reinigungsberufe - - - - -
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftl. Berufe
- - - - -
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftl. Berufe
- - - - -
Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege 120.826
/
100 %
123.334
/
100 %
123.722
/
100 %
124.192
/
100 %
128.131
/
100 %
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/4784Tabelle 5: Schüler an Berufsfachschulen, die einen beruflichen Abschluss in einem Beruf
vermitteln, der kein Ausbildungsberuf ist
Berufshauptfelder 2005 2006 2007 2008 2009
Verkehrs-, Lager, Transport, Sicherheits- und
Wachberufe
73
/
0,0 %
92
/
0,0 %
82
/
0,0 %
81
/
0,0 %
84
/
0,0 %
Gastronomie- und Reinigungsberufe 2.848
/
1,0 %
2.681
/
1,1 %
3.550
/
1,5 %
3.835
/
1,7 %
3.493
/
1,5 %
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftl. Berufe
- - - - -
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftl. Berufe
4.786
/
2,0 %
15.895
/
6,6 %
15.940
/
6,9 %
16.176
/
7,1 %
16.393
/
7,3 %
Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege 117.283
/
49,3 %
118.734
/
49,0 %
116.254
/
50,0 %
113.243
/
49,7 %
115.419
/
51,1 %
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Tabelle 6: Schüler an Berufsfachschulen, die einen beruflichen Abschluss in einem Beruf
vermitteln, der ein Ausbildungsberuf ist
Berufshauptfelder 2005 2006 2007 2008 2009
Verkehrs-, Lager, Transport, Sicherheits- und
Wachberufe
49
/
0,1 %
98
/
0,2 %
96
/
0,2 %
36
/
0,1 %
-
Gastronomie- und Reinigungsberufe 935
/
2,3 %
993
/
2,4 %
916
/
2,3 %
774
/
2,2 %
418
/
1,4 %
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftl. Berufe
- - - - -
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftl. Berufe
348
/
0,8 %
335
/
0,8 %
390
/
1,0 %
527
/
1,5 %
559
/
1,9 %
Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege 7.029
/
17,1 %
7.093
/
17,3 %
6.492
/
16,5 %
4.813
/
13,4 %
4.309
/
14,3 %
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Tabelle 7: Schüler an Fachakademien
Berufshauptfelder 2005 2006 2007 2008 2009
Verkehrs-, Lager, Transport, Sicherheits- und
Wachberufe
- - - - -
Gastronomie- und Reinigungsberufe 36
/
0,5 %
44
/
0,6 %
44
/
0,6 %
39
/
0,5 %
38
/
0,5 %
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftl. Berufe
- - - - -
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftl. Berufe
392
/
5,3 %
429
/
5,6 %
416
/
5,5 %
170
/
2,4 %
163
/
2,1 %
Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege 361
/
4,9 %
378
/
5,0 %
380
/
5,0 %
378
/
5,3 %
415
/
5,4 %
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Drucksache 17/4784 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodei) Wie hat sich seit 2005 in den genannten Berufsfeldern die absolute
und relative Zahl der Ausbildungsabbrüche entwickelt?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse über Studienabbrüche zu den
genannten Berufshauptfeldern vor. Zu den unten stehenden Studiengängen
liegen folgende relative Zahlen vor:
Tabelle 8: Studierende an Berufsakademien
Studienbereiche 2005 2006 2007 2008 2009
Verkehrs-, Lager, Transport, Sicherheits- und
Wachberufe
2.131
/
7,5 %
2.154
/
7,3 %
2.313
/
7,2 %
- -
Gastronomie- und Reinigungsberufe 49
/
0,2 %
39
/
0,1 %
51
/
0,2 %
58
/
0,6 %
63
/
0,6 %
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftl. Berufe
14.125
/
49,6 %
14.652
/
49,9 %
16.144
/
50,4 %
5.697
/
55,2 %
5.821
/
55,3 %
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftl. Berufe
533
/
1,9 %
599
/
2,0 %
617
/
1,9 %
113
/
1,1 %
123
/
1,2 %
Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege 1.796
/
6,3 %
1.868
/
6,4 %
1.965
/
6,1 %
572
/
5,5 %
610
/
5,8 %
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Tabelle 9: Studienanfänger
Quelle: HIS-Studienabbruchuntersuchung 2008.
Studiengänge Studienanfänger
1995-1997
(Absolventen 2002)
Studienanfänger
1997-1999
(Absolventen 2004)
Studienanfänger
1999-2001
(Absolventen 2006)
Sprach-, Kulturwissenschaft, Sport 35 % 32 % 27 %
Rechts-, Wirtschafts-,
Sozialwissenschaften
28 % 26 % 19 %
Mathematik, Naturwissenschaften 26 % 28 % 28 %
Medizin, Gesundheitswissenschaften 11 % 8 % 5 %
Ingenieurswissenschaften 30 % 28 % 25 %
Kunst/Kunstwissenschaft 26 % 21 % 12 %
Lehramt 12 % 13 % 8 %
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/4784Im Bereich der beruflichen Bildung im dualen System liegen folgende Daten
vor:
j) Wie hoch ist in den genannten Berufsfeldern die Zahl und der Anteil
derjenigen, die nach der Ausbildung in ein reguläres
Beschäftigungsverhältnis übernommen werden (bitte jährlich seit 2005 benennen)?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse über die Übernahme in ein
reguläres Beschäftigungsverhältnis in den genannten Berufshauptfeldern vor.
12. Wie gestalten sich die Arbeitsbedingungen in den von der
Bundesregierung ausgemachten Berufsfeldern mit Fachkräftemangel im Vergleich zu
den übrigen Berufsfeldern (bitte die Unterfragen 12a bis 12d für die
einzelnen Berufsfelder gesondert beantworten)?
Die Frage 12 wurde in den Fragen 12a bis 12d durch die Fragesteller
konkretisiert. Daher wird auf die Antworten zu den Fragen 12a bis 12d verwiesen.
a) Wie stellen sich im Vergleich zur gesamten Volkswirtschaft die
Entgeltbedingungen (Stunden- und Monatslöhne) dar?
b) Wie haben sich die Bruttolöhne in den betroffenen Berufsfeldern seit
dem Jahr 2000 im Vergleich zur gesamten Volkswirtschaft entwickelt?
Antwort zu den Fragen 12a und 12b:
Grundlage für die Beantwortung dieser Fragen ist die neue Entgeltstatistik der
Bundesagentur für Arbeit. Der Sonderbericht „Beschäftigungsstatistik:
Sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelte“ der Bundesagentur für Arbeit
informiert u. a. ausführlich über die zugrundeliegende Methodik. Darüber hinaus
wird auf die methodischen Hinweise in der Antwort der Bundesregierung zu
Frage 7 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. „Regionale
Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt und Auswirkungen der geplanten Kürzungen der
Bundesregierung“ (Bundestagsdrucksache 17/3654) verwiesen.
Die Mediane der durchschnittlichen monatlichen Bruttoarbeitsentgelte von
sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende) insge-
Tabelle 10: Vorzeitig gelöste Ausbildungsverträge von Auszubildenden in der beruflichen
Bildung
Berufshauptfelder 2005 2006 2007 2008 2009
Verkehrs-, Lager, Transport, Sicherheits- und
Wachberufe
1.466
/
1,2 %
1.403
/
1,2 %
- 1.990
/
1,4 %
2.077
/
1,5 %
Gastronomie- und Reinigungsberufe 10.506
/
8,8 %
11.187
/
9,3 %
- 13.254
/
9,5 %
12.782
/
9,0 %
Rechts-, Management- und wirtschaftswissenschaftl.
Berufe
2.207
/
1,9 %
2.110
/
1,8 %
- 1.968
/
1,4 %
1.801
/
1,3 %
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftl. Berufe
671
/
0,5 %
660
/
0,6 %
- 898
/
0,6 %
907
/
0,6 %
Gesundheits- und Sozialberufe, Körperpflege 12.114
/
10,2 %
11.644
/
9,7 %
- 12.938
/
9,3 %
13.790
/
9,7 %
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Drucksache 17/4784 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodesamt und von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne
Auszubildende) in den in Frage 10 genannten Berufshauptfeldern von 2000 bis 2009
sind der Tabelle 8 im Anhang zu entnehmen. Dabei wird auf den Ausweis des
Medians im Berufshauptfeld „Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe“ verzichtet, da der Median jeweils über der niedrigsten, in
Deutschland geltenden Beitragsbemessungsgrenze lag. Durchschnittsentgelte
pro Stunde können mit Mitteln der Beschäftigungsstatistik nicht abgebildet
werden.
c) Wie stellt sich im Vergleich zur gesamten Volkswirtschaft die
Zusammensetzung nach Beschäftigungsform dar, also der Anteil der
Normalarbeitsverhältnisse und der einzelnen Formen atypischer
Beschäftigung (befristet, Teilzeit, geringfügig, Leiharbeit)?
Welches Ausmaß haben dabei jeweils Niedriglöhne eingenommen?
Zur Beantwortung der Fragen 12c und 12d wird auf Daten des Mikrozensus
zurückgegriffen. Die Auswertungen des Statistischen Bundesamtes zu
Normalarbeitsverhältnissen und atypischen Beschäftigungsverhältnissen erfolgen
dabei für die Gruppe der sogenannten Kernerwerbstätigen. Zur näheren
Erläuterung sowie zur methodischen Abgrenzung zu den Daten der
Beschäftigtenstatistik verweist die Bundesregierung auf ihre Vorbemerkung in der Antwort auf
die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. vom 24. August 2010
(Bundestagsdrucksache 17/2790).
Die Anteile der Normalarbeitsverhältnisse und der atypischen
Beschäftigungsverhältnisse an allen Erwerbstätigen in den in Frage 10 genannten
Berufshauptfeldern sind für das Jahr 2009 der nachfolgenden Tabelle 11 zu entnehmen.
Die Tabelle 12 zeigt, dass der Anteil der Beschäftigten, die nach der allgemein
üblichen Definition der OECD als sog. Niedriglohnbeschäftigte einzustufen
sind, in den Berufsfeldern der Verkehrs- und Transportberufe sowie der
Gastronomie- und Reinigungsberufe überdurchschnittlich hoch ist. Dies beruht
allerdings auf Ergebnissen der Verdienststrukturerhebung 2006 (siehe auch Antwort
zu den Fragen 13a bis 13c). Aktuellere Informationen, die auch den Bereich der
sog. atypischen Beschäftigung umfassen, liegen nicht vor.
Tabelle 11: Erwerbstätige nach Erwerbsform und Berufshauptfeld 2009
Ergebnis des Mikrozensus
Selbstständige
Gastronomie- und
Reinigungsberufe
100,0% 8,8% 90,4% 40,9% 49,5% 10,4% 41,7% 27,9% 1,6%
Verkehrs-, Lager-, Transport-,
Sicherheits-, Wachberufe
100,0% 2,9% 97,0% 75,8% 21,3% 8,3% 11,7% 8,8% 3,1%
Künstlerische, medien-, geistes- u.
sozialwiss. Berufe
100,0% 34,0% 65,9% 46,7% 19,2% 13,2% 7,1% 2,5% /
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe
100,0% 28,6% 71,4% 64,6% 6,8% 4,1% 2,4% 0,7% 0,5%
Gesundheits- und Sozialberufe,
Körperpfleger
100,0% 12,8% 87,1% 58,5% 28,6% 11,5% 18,7% 6,6% 0,3%
sonstige Berufshauptfelder 100,0% 9,9% 89,5% 71,1% 18,4% 6,4% 11,2% 5,5% 1,8%
Insgesamt 100,0% 11,2% 88,3% 66,4% 21,9% 7,6% 14,2% 7,4% 1,6%
Quelle: Statistisches Bundesamt
1) Ohne Zeit- und Berufssoldat(en/innen) sowie Grundwehr- und Zivildienstleistende
/ = keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug
Berufshauptfelder
Erwerbstätige ohne Personen in Bildung oder Ausbildung im Alter von 15-64 Jahren 1)
Insgesamt
darunter
Abhängig Beschäftigte
zusammen
davon
Normalarbeitnehmer/-
innen
atypisch Beschäftigte
zusammen
darunter
befristet
Beschäftigte
Teilzeitbeschäftigte
geringfügig
Beschäftigte
Zeitarbeitnehmer/-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17 – Drucksache 17/4784d) Wie häufig kommen im Vergleich zur gesamten Volkswirtschaft
atypische Arbeitszeiten vor?
Auf Basis der Ergebnisse des Mikrozensus 2009 kann aus der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden, wie häufig in den oben genannten
Berufshauptfeldern auf sog. atypische Arbeitszeiten wie Samstag- oder Sonntagsarbeit,
Abendarbeit sowie Nachtarbeit zurückgegriffen wird (Tabelle 13).
Tabelle 12: Anteil der Beschäftigten 1) mit Niedriglohn im Oktober 2006
zusammen Teilzeit-beschäftigte
befristet
Beschäftigte
geringfügig
Beschäftigte
Zeitarbeitnehmer/-
innen
Gesamte Volkswirtschaft 20 11 49 20 36 81 67
darunter:
05 Verkehrs-, Lager-, Transport-, Sicherheits-,
Wachberufe 32 20 68 36 46 86 80
06 Gastronomie- und Reinigungsberufe 60 44 74 48 69 88 78
09 Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe 4 3 19 7 17 54 /
10 Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftliche Berufe 11 4 32 12 25 66 /
11 Gesundheits- und Sozialberufe,
Körperpfleger 12 8 21 7 21 61 /
Quelle. Statistisches Bundesamt
1) Bezogen auf Beschäftigte in Betrieben mit zehn und mehr Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren ohne Auszubildende und ohne Personen
in Altersteilzeit.
in %
Berufshauptfeld
Niedriglohngrenze bei zwei Dritteln des Medians vom Bruttostundenlohn (=9,85 Euro)
Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung 2006
Insgesamt
Normalarbeitnehmer/-
innen
Atypisch Beschäftigte
Tabelle 13: Erwerbstätige mit atypischen Arbeitszeiten* nach Berufshauptfeld 2009
Ergebnis des Mikrozensus 2009
in Prozent
Gastronomie-
und
Reinigungsberufe
Verkehrs-,
Lager-,
Transport-,
Sicherheits-,
Wachberufe
Künstlerische
, medien-,
geistes- u.
sozialwiss.
Berufe
Rechts-,
Management-
und
wirtschaftswiss.
Berufe
Gesundheits-
und
Sozialberufe,
Körperpfleger
sonstige
Berufshauptfelder
Samstagsarbeit
ständig/regelmäßig 25,4% 41,1% 31,8% 22,4% 21,7% 37,7% 20,3%
gelegentlich 20,9% 17,6% 24,0% 35,1% 30,8% 18,8% 20,0%
nie 53,7% 41,3% 44,2% 42,5% 47,5% 43,5% 59,8%
Sonntagsarbeit
ständig/regelmäßig 13,5% 31,0% 18,8% 15,3% 9,0% 29,3% 7,6%
gelegentlich 14,3% 15,3% 15,5% 31,1% 25,6% 15,6% 12,1%
nie 72,2% 53,7% 65,7% 53,6% 65,3% 55,1% 80,4%
Abendarbeit (18-23h)
ständig/regelmäßig 25,9% 33,3% 31,3% 28,8% 31,0% 36,9% 21,3%
gelegentlich 19,9% 13,1% 19,6% 36,5% 34,2% 19,4% 19,1%
nie 54,2% 53,6% 49,1% 34,7% 34,8% 43,7% 59,6%
Nachtarbeit (23-6h)
ständig/regelmäßig 8,3% 11,5% 22,3% 4,2% 2,5% 14,2% 5,3%
gelegentlich 6,2% 6,9% 12,4% 11,9% 8,1% 8,6% 4,3%
nie 85,5% 81,6% 65,4% 83,9% 89,4% 77,2% 90,4%
Quelle Statistisches Bundesamt
*) Personen mit gültigen Angaben
Erwerbstätige
insgesamt
Berufshauptfelder
Drucksache 17/4784 – 18 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode13. Wie gestalten sich die Arbeitsbedingungen in den von der
Bundesregierung ausgemachten Berufsfeldern mit Fachkräftemangel in Deutschland
im Vergleich zu den in anderen europäischen Ländern (Frankreich,
Großbritannien, Dänemark und Schweden – bitte die Unterfragen 13a bis 13f
für die einzelnen Berufsfelder und Länder, soweit Daten vorliegen,
gesondert beantworten)?
Die Frage 13 wurde in den Fragen 13a bis 13f durch die Fragesteller
konkretisiert. Daher wird auf die Antworten zu den Fragen 13a bis 13f verwiesen.
a) Wie stellen sich im Vergleich zu den anderen Ländern die
Entgeltbedingungen (Stunden- und Monatslöhne) dar?
b) Wie haben sich die Bruttolöhne in den betroffenen Berufsfeldern seit
dem Jahr 2000 im Vergleich zur Gesamtwirtschaft entwickelt?
c) Wie stark sind die Bruttolöhne je Arbeitnehmer in den betroffenen
Branchen (bzw. Wirtschaftszweigen) seit dem Jahr 2000 real
(preisbereinigt) in Deutschland und den anderen Ländern gestiegen?
Die Fragen 13a bis 13c werden im Zusammenhang beantwortet.
Daten zur Entwicklung von Bruttolöhnen in den aufgeführten Abgrenzungen
liegen der Bundesregierung nicht vor. Die Verfügbarkeit amtlicher international
vergleichbarer Daten zu Entgelten beschränkt sich auf die EU-weit in 2002 und
2006 durchgeführte Verdienststrukturerhebung, wobei die Ergebnisse für das
Jahr 2006 noch nicht für alle Länder (z. B. fehlen Frankreich, Dänemark und
Schweden) vorliegen. Außerdem wird im internationalen Vergleich lediglich
nach Berufsgruppen wie etwa Arbeiter, Angestellte, Handwerker, Techniker
oder Wissenschaftler unterschieden, so dass eine Differenzierung nach den
gewünschten Berufs- oder Tätigkeitsfeldern nicht möglich ist.
d) Wie stark ist die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität in den
o. g. Ländern und in Deutschland seit 2000 gestiegen?
Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität (BIP in
Preisen von 2000 je Beschäftigten) in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten
Königreich, Dänemark und Schweden seit 2000 zeigt nachfolgende Tabelle 14:
e) Wie stellt sich in den betroffenen Berufsfeldern in Deutschland im
Vergleich zu den anderen Ländern die Zusammensetzung nach
Beschäftigungsformen dar, also der Anteil der Normalarbeitsverhältnisse
und der einzelnen Formen atypischer Beschäftigung (befristet,
Teilzeit, geringfügig, Leiharbeit)?
f) Wie häufig kommen in den betroffenen Berufsfeldern im Vergleich zu
anderen Ländern atypische Arbeitszeiten vor?
Antwort zu den Fragen 13 e und 13 f:
Der Bundesregierung liegen hierzu aus der amtlichen Statistik keine
belastbaren Erkenntnisse vor, da bei Daten zur sog. atypischen Beschäftigung (z. B. mit
Blick auf die geringfügige Beschäftigung) die internationale Vergleichbarkeit
eingeschränkt ist.
Tabelle 14: Arbeitsproduktivität
Länder 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Deutschland 100.0 100.8 101.4 102.1 102.9 103.8 106.7 107.7 107.3 102.2 105.6 107.2
Frankreich 100.0 99.8 99.9 100.9 103.3 104.6 105.9 106.7 106.1 104.6 106.4 107.6
Dänemark 100.0 99.8 100.2 101.7 104.7 106.2 107.5 106.3 103.2 100.9 104.7 106.4
Großbritannien 100.0 101.6 103.0 104.9 106.8 108.0 110.1 112.3 111.4 107.5 109.5 111.5
Schweden 100.0 99.2 101.6 104.6 109.8 112.9 115.8 116.8 115.2 111.5 115.8 118.5
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 19 – Drucksache 17/478414. Falls die Bundesregierung die Frage 9 nicht beantworten kann, wie
beantwortet sie die Fragen 11 bis 13 für die von dem BIBB und IAB benannten
Berufsfelder (vgl. Frage 10)?
Auf die Antworten zu den Fragen 11 bis 13 wird verwiesen.
15. Wie viele Fachkräfte arbeiten unterhalb ihres Qualifikationsniveaus in
Niedriglöhnen (jeweils differenziert nach Berufen bzw. Branchen)?
Die amtliche Statistik gibt keine Auskunft darüber, ob Beschäftigte in einer
Tätigkeit eingesetzt werden, die unterhalb ihres beruflichen Qualifikationsniveaus
anzusiedeln ist. Der Verdienststrukturerhebung lässt sich aber entnehmen, wie
viele Beschäftigte mit Niedriglohnbezug es nach beruflichen
Qualifikationsniveaus oder nach Wirtschaftszweigen gibt (siehe Anhang, Tabelle 9). Die
Niedriglohngrenze wird dabei gemäß internationaler Konvention bei zwei Dritteln
des Median-Verdienstes angesetzt. 2006 lag diese Niedriglohngrenze bei einem
Bruttostundenverdienst von 9,85 Euro.
16. Inwiefern lässt sich der von den Arbeitgebern in der Pflegebranche
beklagte Fachkräftemangel auf die dort herrschenden schlechten
Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung zurückführen?
Wie hoch ist der Anteil der Arbeitskräfte, die dort nach wenigen Jahren
wegen dieser Arbeitsbedingungen aus dem Beruf wieder ausscheiden, die
gesundheitliche Beeinträchtigungen erfahren, die in
Erwerbsminderungsrenten gehen müssen?
Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) hat – gefördert durch das
BMFSFJ – von Dezember 2007 bis August 2009 eine Studie zur Untersuchung
der Berufsverläufe von Altenpflegerinnen und Altenpflegern durchgeführt. Im
Rahmen dieser Studie wurden erstmals statistisch belegbare und somit
repräsentative Ergebnisse zu Länge und Struktur der Berufsverläufe von
Altenpflegerinnen und Altenpflegern generiert.
Demnach sind die Berufsverläufe von Altenpflegerinnen und Altenpflegern
deutlich länger als bisher zum Teil angenommen. So hat sich herausgestellt,
dass die Berufsverläufe von Altenpflegerinnen und Altenpflegern, die in den
Jahren 1976-1980 in den Beruf eingestiegen sind, sich zum Stichtag 31.
Dezember 2004 im Durchschnitt auf über 19 Jahre erstreckten. Ebenso sind die
berufliche Bindung und die Identifikation mit dem Beruf hoch. 15 Jahre nach
dem Ende der Ausbildung waren noch 63 Prozent der Altenpflegerinnen und
Altenpfleger in ihrem Beruf tätig, wobei sie teilweise längere
Unterbrechungsphasen hatten.
Für Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger wird dieses Ergebnis durch die
Forschungsstudie zur Verweildauer in Pflegeberufen in Rheinland-Pfalz (ViPb)
bestätigt, die die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Auftrag des
Bundeslandes Rheinland-Pfalz durchgeführt hat. Die Studie basiert im
wesentlichen auf Daten der Krankenkassen. Zur weiteren Interpretation wurden die
auf das Bundesland Rheinland-Pfalz bezogenen Daten mit denen aus dem
restlichen Bundesgebiet verglichen, so dass die Autoren auch Aussagen über die
Situation im gesamten Bundesgebiet getroffen haben.
Obwohl damit für die Pflegeberufe längere Verweilzeiten als zunächst
angenommen ermittelt wurden, kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die
Arbeit in allen Bereichen der Pflege möglichst so organisiert werden sollte, dass
Fachpflegende länger als bisher im Beruf bleiben. Die Bundesregierung teilt
diese Auffassung. Zu einem längeren Verbleib trägt aus ihrer Sicht auch eine
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Der durch das BMG einberu-
Drucksache 17/4784 – 20 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodefene „Runde Tisch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf im
Gesundheitswesen“ hat hierfür bereits erste wichtige Impulse gegeben.
17. Teilt die Bundesregierung die Einschätzung von Wissenschaftlern des
BIBB und IAB, dass gemachte Vorhersagen bezüglich eines drohenden
Fachkräftemangels nur dann „eintreffen, wenn bestimmte, genau
benannte Bedingungen gelten und über den Projektionszeitraum Bestand
haben“ und dass es ���in der Realität zwangsläufig Reaktionen der
Bedarfsseite und/oder der Angebotsseite“ gibt, also die Bedingungen, auf denen
die Prognosen aufbauen, sich verändern und damit ganz andere
Entwicklungen stattfinden können?
Wie begründet die Bundesregierung ihre Antwort, und welchen Wert
misst sie vor diesem Hintergrund Prognosen über einen drohenden
Fachkräftemangel bei?
Vorausberechnungen fußen zwangsläufig auf Annahmen zur zukünftigen
Entwicklung. Ihre Treffsicherheit hängt entscheidend von der Qualität dieser
Annahmen ab. Zentrale Annahmen für die Vorausberechnungen zum
Arbeitsangebot betreffen z. B. die Entwicklung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter
und die Erwerbsbeteiligung. Zahlreiche wissenschaftliche Vorausberechnungen
– auch Studien des BIBB und des IAB – kommen unter verschiedenen
Annahmen übereinstimmend zu dem Ergebnis eines zukünftig deutlich
zurückgehenden Arbeitskräfteangebots. Ungeachtet dessen, dass es „in der Realität
zwangsläufig Reaktionen der Bedarfsseite und/oder der Angebotsseite“ gibt, kann als
weitgehend gesichert gelten, dass Fachkräfteengpässe drohen, da mit dem
heutigen Altersaufbau der Bevölkerung wesentliche Weichen bereits unumkehrbar
gestellt sind. ”Ganz andere Entwicklungen”, wie in der Frage angedeutet,
können somit unter realistischen Annahmen nicht erwartet werden.
18. Inwieweit besteht im Ingenieurwesen allgemein und bezogen auf
Maschinenbau-, Fahrzeugbau-, Elektro- und Wirtschaftsingenieurwesen konkret
ein Fachkräftemangel, und seit wann wird dieser prognostiziert?
Aktuell liegt eine Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit vor, die Engpässe
bei Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren sowie Elektroingenieuren
identifiziert. Bei den Wirtschaftsingenieuren, die unter den sogenannten Sonstigen
Ingenieuren mit erfasst sind, ist aktuell kein Fachkräftemangel erkennbar.
19. Wie hat sich seit 2005 im Maschinenbau-, Fahrzeugbau-, Elektro- und
Wirtschaftsingenieurwesen die Zahl und Quote der Auszubildenden
entwickelt (bitte unterscheiden nach Berufsausbildung und
Hochschulausbildung)?
Wie hat sich insbesondere die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze
seit 2005 entwickelt?
Tabelle 15: Studierende an Hochschulen
2005 2006 2007 2008 2009
Maschinenbau 80.706
(4,1 %)
74.036
(3,7 %)
77.425
(4,0 %)
87.657
(4,3 %)
93.429
(4,4 %)
Fahrzeugtechnik 8.027
(0,4 %)
9.809
(0,5 %)
9.453
(0,5 %)
10.110
(0,5 %)
10.773
(0,5 %)
Elektrotechnik/
Elektronik
56.094
(2,8 %)
51.464
(2,6 %)
50.554
(2,6 %)
52.517
(2,6 %)
70.941
(3,3 %)
Wirtschaftsingenieurwesen
48.151
(2,4 %)
55.264
(2,8 %)
57.763
(3,0 %)
63.006
(3,1 %)
51.267
(2,4 %)
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 21 – Drucksache 17/478420. Wie viele Fachkräfte befinden sich in der „Stillen Reserve“ (jeweils
differenziert nach Berufen bzw. Branchen)?
Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um die Personen
ausfindig zu machen, anzusprechen und für eine adäquate Erwerbstätigkeit
zu werben?
Welche Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung werden gezielt
angeboten und gefördert?
Die Stille Reserve wird vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
(IAB) mit Hilfe ökonometrischer Modelle geschätzt. Für 2010 prognostiziert
das IAB eine Stille Reserve von bundesweit 943 000 Personen im
Jahresdurchschnitt. Eine Differenzierung der Stillen Reserve nach Berufen oder Branchen
ist nicht möglich. Sie setzt sich aus Personen zusammen, die an bestimmten
Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik (z. B. Förderung der beruflichen
Weiterbildung) teilnehmen und weder als arbeitslos noch als Erwerbspersonen
gezählt werden, sowie aus Personen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in
Nichterwerbstätigkeit befinden und keine Erwerbstätigkeit suchen, weil sie ihre
Aussichten, eine ihnen zusagende Erwerbstätigkeit zu finden, als sehr gering
einschätzen. Sofern sich Personen bei der Bundesagentur für Arbeit
arbeitsuchend melden und die individuellen Fördervoraussetzungen vorliegen, kann
eine Beschäftigungsaufnahme durch die Instrumente der Arbeitsförderung
unterstützt werden. Hierzu zählt z. B. die Förderung der beruflichen
Weiterbildung. Im Übrigen stehen diesem Personenkreis auch allgemeine
Förderinstrumente wie z. B. die Bildungsprämie zur Verfügung.
21. Wie viele Fachkräfte befinden sich in Maßnahmen oder werden als über
58- Jährige nicht mehr als arbeitslos erfasst (jeweils differenziert nach
Berufen bzw. Branchen)?
Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um die Personen
anzusprechen und für eine adäquate Erwerbstätigkeit zu motivieren?
Welche Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung werden gezielt
angeboten und gefördert?
Die Frage kann mit Statistiken der Bundesagentur für Arbeit nur
näherungsweise beantwortet werden. Auswertungen können für Berufe vorgenommen
werden. So liegen statistische Daten über das berufliche Schulungsziel aus der
Förderstatistik für Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung
(Fbw) vor (siehe im Anhang Tabelle 10). Informationen über den Zielberuf von
Teilnehmern an anderen Maßnahmen stehen derzeit nicht zur Verfügung; an
einer Weiterentwicklung der Statistik wird derzeit gearbeitet. Außerdem können
Tabelle 16: Auszubildende in der beruflichen Bildung
2005 2006 2007 2008 2009
Maschinenbau- und
wartungsberufe
55.711
(3,6 %)
57.740
(3,7 %)
60.441
(3,8 %)
61.495
(3,8 %)
59.823
(3,8 %)
Fahr-, Flugzeugbau-
und wartungsberufe
94.739
(6,1 %)
96.245
(6,1 %)
95.773
(6,0 %)
92.870
(5,8 %)
88.872
(5,7 %)
Elektroberufe 112.838
(7,3 %)
110.828
(7,1 %)
112.173
(7,0 %)
115.170
(7,1 %)
114.755
(7,3%)
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Drucksache 17/4784 – 22 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeaus der neuen Statistik der gemeldeten erwerbsfähigen Personen für 58-Jährige
und Ältere, die bei einer Agentur für Arbeit oder einem Träger der
Grundsicherung zwar gemeldet, aus verschiedenen Gründen (z. B. Maßnahmenteilnahme,
vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit, Erwerbstätigkeit) aber
nicht als arbeitslos registriert sind, Informationen darüber gewonnen werden,
welche Zielberufe für diese Personen eingetragen wurden (siehe im Anhang,
Tabelle 11). Aus verarbeitungstechnischen Gründen können in beiden
Statistiken Daten von zugelassenen kommunalen Trägern nicht berücksichtigt werden.
Statistische Angaben liegen aus der Förderstatistik bis August und aus der
Statistik der gemeldeten erwerbsfähigen Personen bis November 2010 vor. Zu den
Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung wird auf die Antwort zu Frage 20
verwiesen.
22. Auf welche Berechnungen stützt sich die Aussage des Bundesministers
für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, fehlende Fachkräfte
hätten bereits im Krisenjahr 2009 zu Wohlstandsverlusten von etwa
15 Mrd. Euro geführt (ZEIT ONLINE vom 18. Oktober 2010)?
Die Aussagen stützen sich auf das vom BMWi in Auftrag gegebene Gutachten
des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Köln vom Oktober 2008, Titel
„Wachstums- und Fiskaleffekte von Maßnahmen gegen Fachkräftemangel in
Deutschland – Bildungsökonomische Analyse und politische
Handlungsempfehlungen insbesondere im MINT-Bereich“ (abrufbar über die Internetseite des
BMWi).
23. Teilt die Bundesregierung die Meinung des Präsidenten des Deutschen
Instituts für Wirtschaftsforschung e. V. (DIW), Klaus Zimmermann, und
des Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH),
Ulrich Blum, wonach ein möglicher Fachkräftemangel längere
Wochenarbeitszeiten nach sich ziehen müsse (SPIEGEL ONLINE vom
23. Oktober 2010), und wie begründet die Bundesregierung ihre
Antwort?
Das Arbeitszeitgesetz legt Rahmenbedingungen zur Sicherheit und zum Schutz
der Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der
Arbeitszeitgestaltung fest. In dem durch das Arbeitszeitgesetz vorgegebenen Rahmen
überlässt es der Gesetzgeber den Tarifvertragsparteien, den Betriebspartnern
und den Parteien des Arbeitsvertrages die konkreten Arbeitszeiten zu
vereinbaren. Insbesondere die Tarifvertragsparteien können Arbeitszeiten festlegen, die
sowohl wirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch wünschenswerten Zwecken
genügen als auch Arbeitnehmerinteressen berücksichtigen.
Wenn Unternehmen nicht die Arbeitskräfte finden, die sie für die Produktion
von Gütern und Dienstleistungen benötigen, ist damit zu rechnen, dass sie
Ausweichstrategien entwickeln, wie bspw. Arbeitsverdichtung und verstärkte
Automatisierung. Damit gingen Beschäftigungschancen nicht nur für qualifizierte
Fachkräfte, sondern auch für geringer Qualifizierte verloren, deren
Arbeitsplätze vom Niveau der Fachkräftebeschäftigung abhängen.
24. Inwieweit teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass je mehr
Bewerber auf dem Markt sind, desto weniger müssen sich Unternehmen
Gedanken machen, wie attraktiv ihre ausgeschriebene Stelle ist?
Unternehmen müssen sich stets bemühen, attraktive Arbeitgeber zu sein, wenn
sie qualifiziertes Personal für sich gewinnen und dauerhaft halten wollen. Vor
dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der damit einhergehen-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 23 – Drucksache 17/4784den Verringerung des Erwerbspersonenpotenzials werden sich Unternehmen in
Zukunft völlig neuen Anforderungen stellen müssen; so werden sie stärker als
heute um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werben und neue Wege beschreiten
müssen, um als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.
25. Teilt die Bundesregierung die Aussagen des DIW-Wochenberichtes 46/
2010, wonach die These eines Fachkräftemangels in Frage zu stellen ist und
es für ein generell knappes Arbeitskräfteangebot keine Belege gebe, da
a) die Löhne der Fachkräfte kaum gestiegen sind,
b) zudem die Zahl qualifizierter Arbeitsloser größer als die Zahl der
offenen Stellen sei,
c) in der Industrie immer noch weniger Fachkräfte beschäftigt sind als
vor der Krise,
d) angesichts der vielen Ingenieursstudierenden nicht mit einem Mangel
zu rechnen, eher eine Fachkräfteschwemme möglich sei?
Wie begründet die Bundesregierung ihre Antwort (bitte die Unterfragen
einzeln beantworten)?
Die Fragen werden aufgrund des gemeinsamen Bezugs zum DIW-
Wochenbericht gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung geht aktuell von keinem flächendeckenden, generellen
Fachkräftemangel aus. Allerdings kommt es in manchen Branchen und
Regionen sowie in Bezug auf spezifische Qualifikationen und Unternehmensgrößen
bereits zu Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung und in einzelnen
Berufen zu Fachkräfteengpässen, die sich demografiebedingt mittel- bis langfristig
verschärfen dürften. Wie in der DIW-Veröffentlichung genannt, ist die
Entwicklung der Löhne nur ein Indikator, um ein Ungleichgewicht beider
Marktseiten auszugleichen. Auch die Feststellung der Autoren, dass in den meisten
Fertigungsberufen und naturwissenschaftlich-technischen Berufen (und damit
vermutlich vor allem im Industriesektor) die Zahl der Beschäftigten
zurückgegangen ist und das Vorkrisenniveau zumeist noch nicht wieder erreicht ist, kann
noch nicht als alleiniges Indiz gegen einen sich beschleunigenden
Fachkräftebedarf gewertet werden. Die wirtschaftliche Situation verbessert sich derzeit
dynamisch, allerdings gibt es nach wie vor Betriebe, die noch Kurzarbeit
nutzen und ihren Personalbestand noch nicht auf das Vorkrisenniveau aufgestockt
haben. In jedem Fall sind regionale sowie branchenspezifische
Engpasssituationen zu berücksichtigen. Die IAB-Erhebung des gesamtwirtschaftlichen
Stellenangebots wies für das 3. Quartal 2010 rd. 986 000 offene Stellen aus. Dem
gegenüber standen rund 3 Millionen Arbeitslose. Dabei ist ein Mismatch
hinsichtlich fachlicher Qualifikationen ebenso möglich wie ein Mismatch, das sich
aufgrund eingeschränkter räumlicher Mobilität ergibt.
26. Wie ist nach Ansicht der Bundesregierung das vom Institut der deutschen
Wirtschaft Köln e. V. (IW) verwandte Verfahren zur Ermittlung eines
Fachkräftemangels zu bewerten, bei dem die bei den Arbeitsagenturen
gemeldete Zahl der offenen Stellen für Ingenieure mit einem bestimmten
Faktor hochgerechnet wird, und das so ermittelte Stellenangebot den
arbeitslos gemeldeten Ingenieuren gegenübergestellt und die Differenz als
Ingenieurmangel ausgegeben wird?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Methode des IW, auf der Klagen
der Arbeitgeberverbände über einen Ingenieurmangel gründen?
Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass man einem – auf welche
Weise auch immer ermittelten – Jobangebot auch alle Jobsuchenden
gegenüberstellen muss, um zu einer realistischen Relation von Nachfrage
und Angebot zu kommen?
Drucksache 17/4784 – 24 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeTeilt die Bundesregierung die Ansicht, dass zu den Jobsuchenden neben
den Arbeitslosen etwa auch Studienabsolventen, Berufsrückkehrer und
insbesondere Ingenieure zu zählen sind, die von einem Unternehmen zum
anderen wechseln wollen?
Es gibt eine Vielzahl an Studien zum Thema Fachkräftemangel, die aufgrund
des unterschiedlichen Untersuchungsdesigns und der Verwendung
verschiedenster Methoden zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. So errechnet das
IW auf Basis einer eigenen Unternehmensbefragung, dass jede achte offene
Stelle im Bereich der MINT-Berufe bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet
wird, während das IAB eine Meldequote aller offener Stellen im Ersten
Arbeitsmarkt über alle Berufe von 48 Prozent im dritten Quartal 2010 errechnet
hat. Die Bundesregierung wird daher einen eigenen Jobmonitor entwickeln, um
kontinuierlich Ergebnisse auf einer einheitlichen Grundlage zu gewinnen.
Hierzu gehört sowohl eine Schätzung des gesamtwirtschaftlichen Angebots
offener Stellen als auch eine Definition des der Arbeitskräftenachfrage
gegenüberzustellenden Arbeitskräfteangebots. Hierbei wird zunächst auf die amtliche
Statistik zurückgegriffen, von der angenommen werden kann, dass der größte
Teil der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Personen, die sich in
keinem Beschäftigungsverhältnis befinden, erfasst ist.
Darüber hinaus wird auf die Ausführungen zur Antwort zu Frage 2 verwiesen.
27. Sind für die Arbeitgeberinitiative „MINT Zukunft schaffen“
Bundesmittel zur Verfügung gestellt worden, und wenn ja, in welcher Höhe, wann,
und für welche Zwecke?
Gab es sonstige Unterstützungs- oder Hilfeleistungen der
Bundesregierung?
Für die Arbeitgeber-Initiative „MINT Zukunft schaffen“ hat die
Bundesregierung keine Finanzmittel zur Verfügung gestellt. Die Bundesregierung stellt aber
für den „Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen“ finanzielle Mittel zur
Verfügung.
28. Wie viele Personen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren sind in den
vergangenen Jahren aus Deutschland emigriert?
Welches waren die Zielländer dieser Emigrantinnen bzw. Emigranten?
Über welche beruflichen Qualifikationen verfügen diese Personen?
Aus welchen Branchen und Berufen kommen diese Personen?
Wie schätzt die Bundesregierung das Emigrationsverhalten der Personen
im Alter zwischen 18 und 64 Jahren für die nächsten fünf Jahre ein?
Was tut die Bundesregierung, um derartige Fachkräfte zu motivieren,
weiterhin in Deutschland zu bleiben?
In den letzten Jahren sind Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren wie folgt
fortgezogen:
Tabelle 17: Fortzüge aus Deutschland
Jahr Personen
2005 537.333
2006 547.327
2007 545.726
2008 636.235
2009 634.562
Quelle: Bundesministerium des Inneren.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 25 – Drucksache 17/4784Zielländer waren hauptsächlich folgende Staaten:
Polen, Rumänien, Türkei, Vereinigte Staaten, Schweiz, Italien, Ungarn,
Österreich, Frankreich, Bulgarien, Vereinigtes Königreich, Spanien, Griechenland,
China, Russische Föderation, Serbien, Kroatien, Niederlande, Indien, Portugal,
Slowakei, Kanada, Tschechische Republik. Die Bildungs- und
Berufsqualifikationen oder weitere berufliche Charakteristika werden in der Zu- und
Fortzugsstatistik nicht erfasst. Über das Emigrationsverhalten der Personen im Alter
zwischen 18 und 64 Jahren in den nächsten fünf Jahren liegen der
Bundesregierung keine belastbaren Schätzungen vor.
Die Gründe für einen temporären oder dauerhaften Fortzug können sehr
verschieden und individuell sein. Die Bundesregierung versucht, gute
Rahmenbedingungen und eine gute Infrastruktur zu schaffen, um eine Abwanderung aus
Deutschland zu minimieren und abgewanderten Fachkräften die Rückkehr nach
Deutschland zu erleichtern. Dabei spielt auch eine Willkommenskultur eine
große Rolle, die nicht allein durch Maßnahmen der Bundesregierung verbessert
werden kann. Hier sind auch die Unternehmen und die Gesamtgesellschaft
gefragt.
29. Welche Positionen und Erkenntnisse hat die Bundesregierung zu den
bisherigen und derzeit diskutierten Einwanderungsregelungen, wonach der
Zuzug von Fachkräften zunächst auf dem Verordnungswege geregelt
wurde (z. B. die so genannte Greencard-Initiative), es seit 2005 besondere
gesetzliche Regelungen gibt, die z. B. die Erteilung eines
Daueraufenthaltsrechts unter verschiedenen Bedingungen vorsehen, unter anderem
hierfür ein Mindesteinkommen von derzeit 66 000 Euro nachgewiesen
werden muss und jetzt über eine Absenkung dieser Einkommensgrenze
diskutiert wird?
Die Frage wurde in den Fragen 29a bis 29e konkretisiert. Daher wird auf die
Antworten zu den Fragen 29a bis 29e verwiesen.
a) Wie viele Fachkräfte sind seit 2000 nach Deutschland eingewandert
(bitte nach Berufsfeld und Jahr aufschlüsseln sowie ab 2005 auch
nach den §§ 18 bzw. 19 des Aufenthaltsgesetzes – AufenthG –
differenzieren)?
b) Wie viele Fachkräfte sind seit 2000 aus Deutschland ausgewandert
(bitte nach Berufsfeld und Jahr aufschlüsseln sowie ab 2005 auch
nach den §§ 18 bzw. 19 AufenthG differenzieren)?
Antwort zu den Fragen 29 a und 29 b.
Eine nach Aufenthaltstiteln detaillierte Auswertung ist erst seit der
vollständigen, auch datentechnischen Umsetzung des Ausländerzentralregisters (AZR)
und der Systemanwendungen in den Ländern seit dem Jahr 2007 möglich. Die
Berufsfelder, in denen Arbeitsmigranten tätig werden, werden im AZR nicht
gespeichert.
Die folgende Tabelle bildet die im jeweiligen Jahr erteilten und/oder
verlängerten Aufenthaltstitel sowie die Fortzüge ab.
Tabelle 18: Erteilte und verlängerte Aufenthaltstitel sowie Fortzüge
2007 2008 2009* bis 31.10.2010*
Erteilung Fortzug Erteilung Fortzug Erteilung Fortzug Erteilung Fortzug
§ 18 AufenthG 63.134 18.482 72.092 19.816 6.188 13.437 --- 3.283
§ 18 Absatz 3 --- --- --- --- 15.701 1.965 16.200 3.565
Drucksache 17/4784 – 26 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode* seit dem 01.01.2009 erfolgt eine differenzierte Erfassung nach § 18 Absatz 3, § 18 Absatz 4 Satz 1 und § 18 Absatz 4 Satz 2 AufenthG.
Quelle: AZR, Wanderungsmonitoring.
Die Zahlen der Fortzüge beinhalten die Fortzüge nach aktiver Abmeldung
durch den Ausländer ins Ausland sowie die Fortzüge nach unbekannt. Fortzüge
nach unbekannt werden durch die Ausländerbehörden vermerkt, wenn ihnen
zur Kenntnis kommt, dass sich ein Ausländer nicht mehr mit dem erteilten
Aufenthaltstitel in Deutschland aufhält und der Ausländer sich nicht aktiv
abgemeldet hat.
c) Geht die Bundesregierung davon aus, dass Unternehmen nicht in der
Lage sind, dringend benötigten Spezialisten Jahresgehälter von
mindestens 66 000 Euro im Jahr zu bezahlen, und wie bewertet sie in
diesem Zusammenhang Überlegungen, diese Grenze weiter abzusenken?
Für die Anwerbung dringend benötigter ausländischer Fachkräfte ist es nach
geltendem Recht nicht erforderlich, dass die Unternehmen ein Jahresgehalt von
66 000 Euro bezahlen. Diese Gehaltsgrenze ist lediglich Voraussetzung für die
Erteilung einer Niederlassungserlaubnis, mit der besonders hoch qualifizierte
ausländische Fachkräfte ein sofortiges und uneingeschränktes
Daueraufenthaltsrecht erhalten. Der Arbeitsmarkt ist für die Zuwanderung ausländischer
Hochschulabsolventen grundsätzlich ohne Gehaltsgrenze offen, für Ausländer
mit einem inländischen Hochschulabschluss unabhängig von der
Arbeitsmarktlage und für Drittstaatsangehörige mit einem ausländischen Abschluss nach
Vorrangprüfung. Die Beschäftigungsbedingungen müssen jeweils denen
vergleichbarer deutscher Beschäftigter entsprechen.
d) Hat eine Absenkung der Einkommensgrenze für
einwanderungswillige Fachkräfte von derzeit 66 000 Euro aus Sicht der
Bundesregierung die Wirkung, die Gehaltshöhe in den betroffenen Bereichen zu
erhöhen oder zu senken, und wie begründet sie ihre Einschätzung?
Auf die Antwort zu Frage 30 wird verwiesen.
e) Welche Folgen hatte die Absenkung der Gehaltsgrenze auf 66 000
Euro, welche empirischen Angaben und Erfahrungswerte liegen
hierzu vor, und wie bewertet die Bundesregierung diese?
Nach Absenkung der Gehaltsgrenze zum 1. Januar 2009 ist die Zahl aller nach
§ 19 Absatz 2 Nummer 1 bis 3 Aufenthaltsgesetz erteilten
Niederlassungserlaubnisse an Hochqualifizierte im Vergleich zum Vorjahr von 473 auf 689
angestiegen. In dieser Zahl sind nicht nur Neuzuwanderer, sondern auch Personen
enthalten, die sich z. B. bereits zur Beschäftigung, zum Studium oder zur
Promotion in Deutschland aufgehalten haben. Die Zahl derer, die 2009 erstmals
eingereist sind und eine Niederlassungserlaubnis als Hochqualifizierte erhalten
haben, beträgt laut Ausländerzentralregister 169. Die Entwicklung der
Erteilungszahlen ist angesichts der Größenordnung wenig aussagekräftig.
§ 18 Absatz 4 S. 1 --- --- --- --- 42.323 4.457 42.918 7.526
§ 18 Absatz 4 S. 2 --- --- --- --- 2.615 289 2.097 365
§ 18 gesamt 63.134 18.482 72.092 19.816 66.827 20.148 61.215 14.739
§ 19 AufenthG 466 40 473 90 689 110 584 104
2007 2008 2009* bis 31.10.2010*
Erteilung Fortzug Erteilung Fortzug Erteilung Fortzug Erteilung Fortzug
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 27 – Drucksache 17/4784Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Inkrafttreten der Absenkung der
Gehaltsgrenze in die Zeit der weltweiten Wirtschaftskrise fiel und die Unternehmen
deshalb eine gewisse Zurückhaltung bei der Neueinstellung von
Hochqualifizierten geübt haben dürften.
30. Welche Gehaltshöhe als Grenze für die Erteilung einer
Niederlassungserlaubnis für Fachkräfte sieht die Bundesregierung als notwendig an, und
ab welcher Höhe sieht sie die Gefahr eines Lohndumpings im Bereich der
Anstellung von Fachkräften?
Teilt die Bundesregierung die Ansicht, dass eine Herabsenkung der
Einkommensgrenze für Zuwanderer aus Drittländern auf 40 000 Euro brutto
pro Jahr Einfluss auf die Entlohnung der derzeit Beschäftigten in der
Bundesrepublik Deutschland haben könnte, da reichlich die Hälfte der
Vollzeitbeschäftigten Löhne oberhalb dieser Grenze bekommen?
Auf Initiative der Bundesregierung wurde die Gehaltsgrenze für
Hochqualifizierte nach § 19 Absatz 2 Nummer 3 AufenthG (Spezialisten und leitende
Angestellte mit besonderer Berufserfahrung) zum 1. Januar 2009 von 86 400 auf
66 000 Euro gesenkt.
Genaue Aussagen zu den Lohneffekten durch die Zuwanderung qualifizierter
Migranten bei einer Herabsenkung der Einkommensgrenze können nicht
getroffen werden. Die Effekte der Zuwanderung qualifizierter Migranten aus
Drittländern hängt davon ab, inwieweit diese in direkter Konkurrenz zu
einheimischen Arbeitskräften stehen und in welchem Umfang die Unternehmen den
Kapitalstock aufgrund des höheren Arbeitsangebotes ausweiten. Grundsätzlich
geht die aktuelle empirische wirtschaftswissenschaftliche Literatur jedoch von
einer positiven Arbeitsmarktwirkung der Zuwanderung qualifizierter
Migranten aus.
31. Wie viele Fachkräfte mit Migrationshintergrund, die einen Berufs- oder
Studienabschluss in Deutschland haben, sind unter ihrer Qualifikation
beschäftigt?
Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um die Personen und
potenzielle Arbeitgeber ausfindig zu machen, anzusprechen und für eine
adäquate Erwerbstätigkeit zu werben?
32. Wie viele Fachkräfte mit Migrationshintergrund, die einen Berufs- oder
Studienabschluss im EU-/EWR-Ausland haben, sind unter ihrer
Qualifikation beschäftigt?
Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um die Personen und
potenzielle Arbeitgeber ausfindig zu machen, anzusprechen und für eine
adäquate Erwerbstätigkeit zu werben?
Die Fragen 31 und 32 werden zusammen beantwortet.
Der Bundesregierung liegen keine Angaben darüber vor, in welchem Land ein
Berufs- oder Studienabschluss erworben wurde. Die Bundesregierung bereitet
derzeit ein Gesetz vor, um die Anerkennung von im Ausland erworbenen
Berufsabschlüssen zu erleichtern.
33. Wie bewertet die Bundesregierung Stimmen aus dem Mittelstand,
wonach die Ursache für einen drohenden Fachkräftemangel nicht
unzureichende Einwanderungsregelungen, sondern eine verfehlte
Bildungspolitik sei bzw. wonach die Einwanderung von Fachkräften in der Praxis
weniger an gesetzlichen Regelungen scheitere, sondern daran, dass Deutsch-
Drucksache 17/4784 – 28 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeland keinen guten Ruf als „Heimat gebendes Land“ habe (FAZ vom
19. November 2010), und welche Schlussfolgerungen zieht sie
gegebenenfalls hieraus?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse über eine verbreitete Kritik des
Mittelstands an der Bildungspolitik vor. Die Bundesregierung verweist
demgegenüber auf die positive Entwicklung, die der Bildungsstandort Deutschland in
den letzten Jahren erfahren hat, wie u. a. die Ergebnisse der PISA-
Untersuchungen 2010 im Vergleich zu den Vorjahren sowie die deutlich gesunkene
Jugendarbeitslosigkeit (Rückgang bei den 15- bis 25-Jährigen 2010 um 13 Prozent)
zeigen.
34. Inwieweit sieht die Bundesregierung Rassismus in Deutschland bzw. die
Gefahr gewalttätiger, fremdenfeindlicher Übergriffe als ein Hindernis
bezüglich der von ihr gewünschten Einwanderung von Fachkräften, und
welche Schlussfolgerungen zieht sie gegebenenfalls hieraus?
Die Bundesregierung hat keine empirischen Erkenntnisse darüber, inwieweit
sich fremdenfeindliche Einstellungen oder die Gefahr gewalttätiger
fremdenfeindlich motivierter Übergriffe auf das Zuwanderungsgeschehen auswirken.
35. Inwieweit teilt die Bundesregierung die Kritik, wonach die Einteilung in
„erwünschte“ und „unnütze“ Zuwanderer ein Teil des Problems ist, weil
eine solche Sichtweise eine gesellschaftliche „Verhärtung, Abschottung
oder sogar ausländerfeindlichen Ausfällen Vorschub“ leiste und dadurch
potenzielle Einwanderer insgesamt entmutige (vgl. FINANCIAL TIMES
DEUTSCHLAND vom 14. Juli 2010, „Integration für Inländer“)?
Die Bundesregierung teilt diese Auffassung nicht.
36. Wie bewertet die Bundesregierung die Kritik, z. B. des
Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR)
GmbH, wonach es in Deutschland ein „von der Öffentlichkeit kaum
wahrgenommenes hochkompliziertes, kleinteiliges, für In- und Ausländer
unübersichtliches System zur indirekten Steuerung der
Arbeitskräftezuwanderung“ gebe (Jahresgutachten 2010, S. 10 ff.)?
Die gesetzlichen Zuwanderungsregelungen zum Zweck der Erwerbstätigkeit,
insbesondere die §§ 18 bis 21 Aufenthaltsgesetz und die Bestimmungen der
Verordnung über die Zulassung von neueinreisenden Ausländern zur Ausübung
einer Beschäftigung (Beschäftigungsverordnung) und der Verordnung über das
Verfahren und die Zulassung von im Inland lebenden Ausländern zur
Ausübung einer Beschäftigung (Beschäftigungsverfahrensverordnung) enthalten
differenzierte Regeln zur Arbeitsmigration. Hinweise der Bundesagentur für
Arbeit erleichtern für Außenstehende die Einschätzung der
Zuwanderungsmöglichkeiten. Die Bundesregierung prüft einen Anpassungsbedarf im
Zuwanderungsrecht, auch im Hinblick auf die Verminderung bürokratischen Aufwands.
Sie bezieht dabei auch die Erfahrungen anderer Länder ein.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 29 – Drucksache 17/478437. Wird sich das rechtliche Instrumentarium für Arbeitskräfteeinwanderung
in Deutschland durch die Regelungen der so genannten EU-blue-card
weiter verkomplizieren (bitte ausführen)?
Ein Gesetzentwurf zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie befindet
sich derzeit in der Ressortabstimmung und wird, nachdem er vom Kabinett
beschlossen wurde, dem Bundesrat und dem Bundestag zugeleitet werden.
a) Wie ist das künftige Nebeneinander von nationalen und auf EU-Recht
zurückzuführenden Regelungen zu bewerten?
Aus Sicht der Bundesregierung ist beabsichtigt, die Vorgaben der
Hochqualifizierten-Richtlinie sinnvoll in das nationale rechtliche System zu integrieren.
Die Möglichkeit, die Zuwanderung auf nationaler Ebene nach eigenen
Bedürfnissen und Prioritäten zu steuern, muss erhalten bleiben.
b) Für welche Fachkräfte wird künftig eine Einwanderung nach den EU-
blue-card-Regelungen attraktiver sein, und aus welchen Gründen?
Der Anwendungsbereich der Richtlinie definiert den Personenkreis, der diese
Regelungen in Anspruch nehmen kann. Insbesondere betrifft dies Personen mit
einem Hochschulabschluss. Für Arbeitsmigranten günstige Regelungen
enthalten insbesondere die Vorschriften in den Artikeln 15, 16 und 18 der Richtlinie.
38. Wie hoch ist die Anzahl der Studienabgänger aus Drittstaaten, die nach
geltendem Recht bis zu einem Jahr nach Beendigung ihres Studiums ein
Beschäftigungsverhältnis eingehen können, die sich für eine
Arbeitsaufnahme entscheiden?
Die folgende Tabelle bildet die erteilten Aufenthaltserlaubnisse zur
Arbeitsplatzsuche nach § 16 Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes an Studienabsolventen
ab.
a) Wie hoch ist die Anzahl aus diesem Personenkreis, die ein
Beschäftigungsverhältnis anstreben, aber keine Stelle finden und ausreisen?
Die Personen, die einen Aufenthaltstitel nach § 16 Absatz 4 AufenthG erhalten
haben, erhalten entweder im Erteilungs- oder im Folgejahr einen
Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit, wenn sie eine entsprechende Erwerbstätigkeit
aufnehmen. Wenn sie keine entsprechende Erwerbstätigkeit aufnehmen, kann die
Ausreise im Erteilungs- oder im Folgejahr erfolgen. Daher ist eine Zuordnung von
Erteilungen und Ausreisen zu jeweils einem Jahr nicht möglich. Zum 30.
November 2010 weist der Datenbestand des Ausländerzentralregisters (AZR)
insgesamt 2 044 Personen als nicht mehr aufhältig aus, die in der Historie einen
Aufenthaltstitel nach § 16 Absatz 4 AufenthG haben. Dabei ist auch zu
beachten, dass darin Personen enthalten sein können, die zunächst einige Jahre in
Deutschland mit der durch das Studium erworbenen Qualifikation gearbeitet
haben und danach erst ausgereist sind.
Tabelle 19: Aufenthaltserlaubnisse zur Arbeitsplatzsuche nach § 16 Abs. 4 AufenthG
2006 2007 2008 2009 31.10.2010
§ 16 Abs. 4 AufenthG
Arbeitsplatzsuche von Absolventen
deutscher Hochschulen 2.031 2.856 3.753 4.418 4.321
Quelle: AZR, Wanderungsmonitoring.
Drucksache 17/4784 – 30 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeb) Gibt es Zahlen nach Fachrichtungen der Studienabschlüsse für diesen
Personenkreis?
Wenn ja, bitte genaue Aufstellung.
Im AZR werden die Fachrichtungen der ausländischen Studierenden nicht
gespeichert. Daher sind Aussagen zu den Fachrichtungen der Personen, die eine
Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsplatzsuche erhalten haben, nicht möglich.
39. Inwieweit ist nach den bislang geltenden nationalen Regelungen zur
Arbeitskräfteeinwanderung bzw. auch nach der künftigen EU-blue-card-
Regelung sichergestellt, dass es zu keinem „brain drain“ kommt, d. h., dass
die angeworbenen Fachkräfte nicht in den Herkunftsregionen, in denen
sie langjährig ausgebildet wurden, fehlen?
Die Hochqualifizierten-Richtlinie sieht in Artikel 8 Absatz 4 vor, dass ein
Antrag auf eine Blaue Karte EU abgelehnt werden kann, um eine Anwerbung
unter ethischen Gesichtspunkten in Branchen auszuschließen, in denen im
Herkunftsland ein Mangel an qualifizierten Arbeitnehmern besteht. Innerhalb der
Bundesregierung wird derzeit geprüft, inwieweit von dieser Möglichkeit
Gebrauch gemacht werden soll.
40. Teilt die Bundesregierung die Ansicht, dass die deutsche
Entwicklungspolitik durch eine Anwerbung von Fachkräften aus wenig entwickelten
Staaten konterkariert werden könnte?
Die Bundesregierung ist sich der Problematik des „brain drain“ bewusst (siehe
Antwort zu Frage 39). Migration kann jedoch z. B. in Form von
Wissenstransfer auch positive Effekte für die Herkunftsländer haben. Die Auswirkungen
einer Anwerbung von Fachkräften aus wenig entwickelten Staaten auf die Ziele
der deutschen Entwicklungspolitik können deshalb nicht pauschal, sondern nur
im Kontext des jeweils betroffenen Staates und der sonstigen zu
berücksichtigenden Umstände beurteilt werden.
D
ru
cksach
e 17/4784
–
3
1
–
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
ah
lp
erio
d
e
Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach ausgewählten Berufshauptfeldern
Deutschland (Arbeitsort)
Zeitreihe1)
Insgesamt Insgesamt Insgesamt Insgesamt Insgesamt
in % in % in % in % in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Insgesamt 25.937.677 - - 26.603.411 665.734 2,6 27.224.677 621.266 2,3 27.337.349 112.672 0,4 27.398.408 61.059 0,2
Verkehrs-, Lager-,Transport-,
Sicherheits- und Wachberufe 2.330.559 - - 2.412.161 81.602 3,5 2.472.840 60.679 2,5 2.432.498 - 40.342 -1,6 2.421.952 - 10.546 -0,4
Gastronomie- und Reinigungsberufe 1.813.088 - - 1.852.763 39.675 2,2 1.908.949 56.186 3,0 1.937.184 28.235 1,5 1.965.960 28.776 1,5
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe 575.860 - - 595.768 19.908 3,5 636.939 41.171 6,9 657.364 20.425 3,2 664.282 6.918 1,1
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftliche Berufe 368.758 - - 387.623 18.865 5,1 409.685 22.062 5,7 424.724 15.039 3,7 430.122 5.398 1,3
Gesundheits- und Sozialberufe,
Körperpfleger 3.272.029 - - 3.320.430 48.401 1,5 3.412.876 92.446 2,8 3.532.506 119.630 3,5 3.670.278 137.772 3,9
Erstellungsdatum: 13.12.2010, Statistik Datenzentrum © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Bis zum Ablauf von drei Jahren nach Auswertungsstichtag bzw. -zeitraum haben Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik den Status "vorläufig".
31.03.20081) 31.03.20091) 31.03.20101)
Veränderung
gegenüber
Vorjahr
Veränderung
gegenüber
Vorjahr
Veränderung
gegenüber
Vorjahr
31.03.2006 31.03.2007
Veränderung
gegenüber
Vorjahr
Veränderung
gegenüber
Vorjahr
absolut absolut absolut absolut absolut
Berufshauptfeld
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Anhang
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
ah
lp
erio
d
e
–
3
2
–
D
ru
cksach
e 17/4784
Tabelle 2: Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen
Deutschland
Zeitreihe
Insgesamt
Verkehrs-, Lager-
Transport-,
Sicherheits- und
Wachberufe
Gastronomie- und
Reinigungsberufe
Rechts-,
Management- und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe
Künstlerische,
medien-, geistes-
und
sozialwissenschaftliche
Berufe
Gesundheits- und
Sozialberufe,
Körperpfleger
1 2 3 4 5 6
Arbeitsstellen 305.127 31.953 35.401 6.170 20.424 23.614
dar.: Sozialversicherungspflichtig 271.296 26.822 26.038 5.760 18.885 20.566
Arbeitsstellen 388.041 47.619 37.552 5.647 24.619 23.163
dar.: Sozialversicherungspflichtig 352.941 42.027 27.259 5.571 22.503 20.440
Arbeitsstellen 428.950 45.290 42.331 7.021 26.362 28.640
dar.: Sozialversicherungspflichtig 395.065 40.523 32.455 6.925 24.444 25.142
Arbeitsstellen 395.870 48.360 39.258 6.420 19.282 30.490
dar.: Sozialversicherungspflichtig 363.237 42.730 29.794 6.287 18.081 27.544
Arbeitsstellen 392.138 40.025 41.288 7.496 16.565 37.099
dar.: Sozialversicherungspflichtig 364.018 36.106 32.353 7.422 15.650 33.963
Arbeitsstellen 367.106 39.204 36.968 6.916 15.814 40.342
dar.: Sozialversicherungspflichtig 340.100 34.466 28.125 6.760 14.985 37.406
Arbeitsstellen 317.114 24.475 35.989 6.197 14.993 48.972
dar.: Sozialversicherungspflichtig 293.585 20.688 28.183 6.145 14.260 45.882
Arbeitsstellen 290.577 x x x x x
dar.: Sozialversicherungspflichtig 260.881 x x x x x
Arbeitsstellen 319.889 x x x x x
dar.: Sozialversicherungspflichtig 288.120 x x x x x
Arbeitsstellen 394.149 48.590 42.614 7.315 12.495 50.551
dar.: Sozialversicherungspflichtig 360.642 42.868 32.488 7.120 11.644 46.669
Erstellungsdatum: 13.12.2010, Statistik Datenzentrum © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
X) Statistische Auswertungen nach dieser Zielberufskategorie können von Berichtsmonat September 2009 bis einschließlich Mai 2010 (gemeldete Arbeitsstellen) bzw. Juni 2010
(Arbeitslose/Arbeitsuchende) nicht zur Verfügung gestellt werden.
März 2010
November 2010
März 2007
November 2007
März 2008
November 2008
März 2009
November 2009
November 2006
Berichtsmonat Bestand an
nach ausgewählten Berufshauptfeldern
März 2006
D
ru
cksach
e 17/4784
–
3
3
–
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
ah
lp
erio
d
e
Tabelle 3: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach ausgewählten Berufshauptfeldern und Alter
Deutschland (Arbeitsort)
Zeitreihe1)
Insgesamt Insgesamt Insgesamt Insgesamt Insgesamt
Anteil
in %
Anteil
in %
Anteil
in %
Anteil
in %
Anteil
in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Insgesamt 25.937.677 720.236 2,8 26.603.411 778.208 2,9 27.224.677 847.496 3,1 27.337.349 958.978 3,5 27.398.408 1.078.877 3,9
Verkehrs-, Lager-,Transport-,
Sicherheits- und Wachberufe 2.330.559 76.108 3,3 2.412.161 83.202 3,4 2.472.840 91.565 3,7 2.432.498 103.523 4,3 2.421.952 117.151 4,8
Gastronomie- und Reinigungsberufe 1.813.088 51.230 2,8 1.852.763 56.384 3,0 1.908.949 63.699 3,3 1.937.184 74.006 3,8 1.965.960 84.698 4,3
Rechts-, Management- und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe 575.860 29.152 5,1 595.768 29.012 4,9 636.939 29.728 4,7 657.364 31.251 4,8 664.282 32.860 4,9
Künstlerische, medien-, geistes- und
sozialwissenschaftliche Berufe 368.758 11.531 3,1 387.623 11.791 3,0 409.685 12.388 3,0 424.724 13.378 3,1 430.122 14.616 3,4
Gesundheits- und Sozialberufe,
Körperpfleger 3.272.029 61.616 1,9 3.320.430 67.320 2,0 3.412.876 75.163 2,2 3.532.506 87.839 2,5 3.670.278 104.195 2,8
Erstellungsdatum: 13.12.2010, Statistik Datenzentrum © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Bis zum Ablauf von drei Jahren nach Auswertungsstichtag bzw. -zeitraum haben Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik den Status "vorläufig".
absolut absolut absolut absolut absolut
Berufshauptfeld
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
31.03.2006 31.03.2007 31.03.20081) 31.03.20091) 31.03.20101)
darunter
60-64 Jahre
darunter
60-64 Jahre
darunter
60-64 Jahre
darunter
60-64 Jahre
darunter
60-64 Jahre
D
ru
cksach
e 17/4784
–
3
4
–
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
ah
lp
erio
d
e
Tabelle 4: Bestand an Arbeitslosen nach ausgewähltem Alter
Deutschland
Zeitreihe
absolut Anteil in % absolut
Anteil
in % absolut
Anteil
in % absolut
Anteil
in % absolut
Anteil
in % absolut
Anteil
in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
Mrz 2006 4.567.420 59.747 1,3 573.108 6.521 1,1 632.347 8.252 1,3 73.585 2.388 3,2 86.766 1.459 1,7 265.960 2.304 0,9
Nov 2006 3.640.501 45.262 1,2 477.756 4.588 1,0 598.632 6.585 1,1 58.470 1.694 2,9 79.927 1.139 1,4 246.637 1.930 0,8
Mrz 2007 3.773.451 43.073 1,1 498.031 4.526 0,9 585.688 5.843 1,0 55.843 1.563 2,8 81.755 1.093 1,3 229.270 1.750 0,8
Nov 2007 3.062.579 25.865 0,8 398.295 2.565 0,6 517.489 3.331 0,6 47.017 1.025 2,2 72.690 740 1,0 200.820 1.175 0,6
Mrz 2008 3.197.309 31.757 1,0 418.947 3.387 0,8 519.384 3.536 0,7 46.893 1.422 3,0 73.232 802 1,1 189.888 1.515 0,8
Nov 2008 2.712.301 56.374 2,1 362.464 6.395 1,8 464.374 5.566 1,2 44.872 2.596 5,8 63.179 1.181 1,9 168.889 2.929 1,7
Mrz 2009 3.295.246 79.103 2,4 467.136 9.887 2,1 505.054 6.890 1,4 51.891 3.458 6,7 69.418 1.351 1,9 171.707 3.831 2,2
Nov 2009 2.939.744 96.469 3,3 x x x x x x x x x x x x x x x
Mrz 2010 3.277.602 123.042 3,8 x x x x x x x x x x x x x x x
Nov 2010 2.671.275 142.702 5,3 373.488 18.694 5,0 467.185 11.654 2,5 57.285 6.276 11,0 67.023 2.344 3,5 159.844 6.217 3,9
Erstellungsdatum: 13.12.2010, Statistik Datenzentrum © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Insgesamt
dar. 60 - 64 Jahre
Verkehrs-, Lager-
Transport-,
Sicherheits- und
Wachberufe
Gastronomie- und
Reinigungsberufe
Rechts-,
Management- und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe
Künstlerische,
medien-, geistes-
und
sozialwissenschaftliche
Berufe
Gesundheits- und
Sozialberufe,
Körperpfleger
dar. 60 - 64 Jahre
X) Statistische Auswertungen nach dieser Zielberufskategorie können von Berichtsmonat September 2009 bis einschließlich Mai 2010 (gemeldete Arbeitsstellen) bzw. Juni 2010 (Arbeitslose/Arbeitsuchende) nicht zur Verfügung gestellt werden.
dar. 60 - 64 Jahre
absolut
dar. 60 - 64 Jahre
absolut
dar. 60 - 64 Jahre
absolut
Aus IT-Systemen der Bundesagentur für Arbeit, ohne Daten der zugelassenen kommunalen Träger.
Berichtsm
onat
absolut absolut
dar. 60 - 64 Jahre
absolut
Bestand an Arbeitslosen nach ausgewählten Berufshauptfeldern
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
ah
lp
erio
d
e
–
3
5
–
D
ru
cksach
e 17/4784
Tabelle 5: Abgang an gemeldeten Arbeitsstellen nach der durchschnittlichen Dauer der Vakanzzeit in Tagen ausgewählter Berufshauptfelder
Deutschland
Zeitreihe
Insgesamt
Verkehrs-, Lager-
Transport-,
Sicherheits- und
Wachberufe
Gastronomie- und
Reinigungsberufe
Rechts-,
Management- und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe
Künstlerische,
medien-, geistes-
und
sozialwissenschaftliche
Berufe
Gesundheits- und
Sozialberufe,
Körperpfleger
1 2 3 4 5 6
Arbeitsstellen 53 47 45 60 69 47
dar.: Sozialversicherungspflichtig 53 47 45 60 70 46
Arbeitsstellen 65 59 53 68 86 50
dar.: Sozialversicherungspflichtig 66 59 53 67 86 49
Arbeitsstellen 64 61 56 64 79 52
dar.: Sozialversicherungspflichtig 65 62 58 64 79 51
Arbeitsstellen 55 46 54 60 69 66
dar.: Sozialversicherungspflichtig 54 44 54 60 68 66
Erstellungsdatum: 13.12.2010, Statistik Datenzentrum © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Jahressumme 2008
Summe Juni-
November 2010
Jahres-/Teiljahressumme Stellen
Durchschnittliche Vakanzzeit in Tagen in ausgewählten Berufshauptfeldern
Jahressumme 2006
Jahressumme 2007
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
ah
lp
erio
d
e
–
3
6
–
D
ru
cksach
e 17/4784
Tabelle 6: Bestand an Arbeitsuchenden und darunter Arbeitslose
Deutschland
Zeitreihe
darunter: darunter:
Verkehrs-
Lager-,
Transport-,
Sicherheits-
und
Wachberufe
Gastronomie-
und
Reinigungsberufe
Rechts-,
Management-
und
wirtschaftswissenschaftliche
Berufe
Künstlerische,
medien-,
geistes- und
sozialwissenschaftliche
Berufe
Gesundheits-
und
Sozialberufe,
Körperpfleger
Verkehrs-
Lager-,
Transport-,
Sicherheits-
und
Wachberufe
Gastronomie-
und
Reinigungsberufe
Rechts-,
Management-
und
wirtschaftswissenschaftliche
Berufe
Künstlerische,
medien-, geistes-
und
sozialwissenschaftliche
Berufe
Gesundheits-
und
Sozialberufe,
Körperpfleger
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Mrz 2006 6.518.628 785.589 870.924 111.678 128.842 432.072 4.567.420 573.108 632.347 73.585 86.766 265.960
Nov 2006 5.860.935 726.551 864.878 96.631 127.780 412.192 3.640.501 477.756 598.632 58.470 79.927 246.637
Mrz 2007 6.049.537 740.172 864.895 93.521 135.711 408.710 3.773.451 498.031 585.688 55.843 81.755 229.270
Nov 2007 5.336.763 657.198 802.790 85.346 131.677 370.379 3.062.579 398.295 517.489 47.017 72.690 200.820
Mrz 2008 5.215.091 650.372 778.646 82.265 128.523 347.859 3.197.309 418.947 519.384 46.893 73.232 189.888
Nov 2008 4.977.202 625.577 765.168 82.633 121.220 331.272 2.712.301 362.464 464.374 44.872 63.179 168.889
Mrz 2009 5.423.970 712.013 784.674 90.629 127.002 325.383 3.295.246 467.136 505.054 51.891 69.418 171.707
Nov 2009 5.470.498 x x x x x 2.939.744 x x x x x
Mrz 2010 5.549.734 x x x x x 3.277.602 x x x x x
Nov 2010 4.965.412 662.312 810.816 100.109 128.697 322.434 2.671.275 373.488 467.185 57.285 67.023 159.844
Erstellungsdatum: 13.12.2010, Statistik Datenzentrum © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
X) Statistische Auswertungen nach dieser Zielberufskategorie können von Berichtsmonat September 2009 bis einschließlich Mai 2010 (gemeldete Arbeitsstellen) bzw. Juni 2010 (Arbeitslose/Arbeitsuchende)
nicht zur Verfügung gestellt werden.
Aus IT-Systemen der Bundesagentur für Arbeit, ohne Daten der zugelassenen kommunalen Träger.
Berichtsmonat
Arbeitsuchende darunter: Arbeitslose
Insgesamt Insgesamt
D
ru
cksach
e 17/4784
–
3
7
–
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
ah
lp
erio
d
e
Tabelle 7: Bestand an Arbeitsuchenden und Arbeitslosen in ausgewählten Berufshauptfeldern
Deutschland
November 2010
Arbeitsuchende Arbeitslose
Berufshauptfelder
Verkehrs-, Lager-
, Transport-,
Sicherheits- und
Wachberufe
Gastronomie-
und
Reinigungsberufe
Rechts-,
Management-
und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe
Künstlerische,
medien-, geistes-
und
sozialwissenschaftliche
Berufe
Gesundheits-
und
Sozialberufe,
Körperpfleger
Verkehrs-, Lager-
, Transport-,
Sicherheits- und
Wachberufe
Gastronomie-
und
Reinigungsberufe
Rechts-,
Management-
und
wirtschaftswissenschaftliche Berufe
Künstlerische,
medien-, geistes-
und
sozialwissenschaftliche
Berufe
Gesundheits-
und
Sozialberufe,
Körperpfleger
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
absolut
Insgesamt 662.312 810.816 100.109 128.697 322.434 373.488 467.185 57.285 67.023 159.844
Geschlecht
Männer 545.642 208.527 59.808 61.634 50.540 306.872 116.685 35.744 33.141 25.627
Frauen 116.670 602.289 40.301 67.063 271.894 66.616 350.500 21.541 33.882 134.217
Altersguppen
unter 25 Jahre 53.207 67.035 1.567 7.953 39.565 27.485 35.997 824 4.098 18.622
25 bis unter 50 Jahre 414.823 512.240 68.720 94.959 210.452 231.328 299.881 37.335 48.886 102.897
50 bis unter 65 Jahre 194.179 231.476 29.791 25.698 72.373 114.675 131.306 19.126 14.039 38.325
Staat
Deutsche 542.888 576.710 92.982 115.253 286.842 305.791 332.934 53.127 59.867 141.363
Ausländer 118.550 232.588 7.073 13.361 35.380 67.210 133.386 4.131 7.115 18.388
Dauer Asu / Alo
unter 12 Monate 306.475 337.290 71.206 73.299 186.931 136.374 284.763 46.095 49.261 119.784
12 Monate und länger 355.837 473.526 28.903 55.398 135.503 237.114 182.422 11.190 17.762 40.060
Anteil in %
Insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
Geschlecht
Männer 82,4 25,7 59,7 47,9 15,7 82,2 25,0 62,4 49,4 16,0
Frauen 17,6 74,3 40,3 52,1 84,3 17,8 75,0 37,6 50,6 84,0
Altersguppen
unter 25 Jahre 8,0 8,3 1,6 6,2 12,3 7,4 7,7 1,4 6,1 11,7
25 bis unter 50 Jahre 62,6 63,2 68,6 73,8 65,3 61,9 64,2 65,2 72,9 64,4
50 bis unter 65 Jahre 29,3 28,5 29,8 20,0 22,4 30,7 28,1 33,4 20,9 24,0
Staat
Deutsche 82,0 71,1 92,9 89,6 89,0 81,9 71,3 92,7 89,3 88,4
Ausländer 17,9 28,7 7,1 10,4 11,0 18,0 28,6 7,2 10,6 11,5
Dauer Asu / Alo
unter 12 Monate 46,3 41,6 71,1 57,0 58,0 36,5 61,0 80,5 73,5 74,9
12 Monate und länger 53,7 58,4 28,9 43,0 42,0 63,5 39,0 19,5 26,5 25,1
Erstellungsdatum: 13.12.2010, Statistik Datenzentrum © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Aus IT-Systemen der Bundesagentur für Arbeit, ohne Daten der zugelassenen kommunalen Träger.
Merkmale
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
ah
lp
erio
d
e
–
3
8
–
D
ru
cksach
e 17/4784
Tabelle 8: Entwicklung des Medians der monatlichen Bruttoarbeitsentgelte von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne
Auszubildende)
- Arbeitsort: Deutschland -
Anzahl
Median der
durchschnittlichen
monatlichen
Entgelte in
Euro
Anzahl
Median der
durchschnittlichen
monatlichen
Entgelte in
Euro
Anzahl
Median der
durchschnittlichen
monatlichen
Entgelte in
Euro
Anzahl
Median der
durchschnittlichen
monatlichen
Entgelte in
Euro
Anzahl
Median der
durchschnittlichen
monatlichen
Entgelte in
Euro
Anzahl
Median der
durchschnittlichen
monatlichen
Entgelte in
Euro
31.12.2000 21.094.160 2.367 2.140.821 2.140 1.106.597 1.498 534.975 x 274.658 2.971 1.936.207 2.233
31.12.2001 21.120.003 2.430 2.138.487 2.173 1.122.124 1.509 544.741 x 282.481 3.043 1.979.013 2.274
31.12.2002 20.570.052 2.478 2.080.040 2.203 1.095.634 1.526 535.591 x 274.511 3.086 1.988.625 2.298
31.12.2003 20.078.481 2.517 2.042.101 2.226 1.053.635 1.539 523.484 x 265.785 3.123 1.977.355 2.328
31.12.2004 19.564.175 2.542 2.015.795 2.231 1.017.099 1.532 515.800 x 262.205 3.125 1.904.491 2.354
31.12.2005 19.288.246 2.558 1.999.505 2.233 997.283 1.539 509.303 x 263.959 3.110 1.892.893 2.363
31.12.2006 19.791.463 2.562 2.047.363 2.221 1.005.001 1.536 531.501 x 281.801 3.058 1.934.098 2.348
31.12.2007 20.217.109 2.592 2.092.804 2.228 1.024.448 1.544 568.870 x 299.068 3.015 1.979.265 2.352
31.12.2008 20.335.150 2.652 2.084.465 2.263 1.033.490 1.558 589.259 x 309.268 3.027 2.024.410 2.375
31.12.2009 20.026.993 2.676 2.026.793 2.268 1.031.079 1.569 589.025 x 309.297 3.063 2.083.706 2.421
© Statistik der Bundesagentur für Arbeit
x = Nachweis nicht sinnvoll, da errechneter Wert über der niedrigsten, für dieses Gebiet geltenden Beitragsbemessungsgrenze liegt.
Stichtage
sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte (ohne Auszubildende) mit Angabe zu Entgelten
insgesamt
Verkehrs-, Lager-, Transport-
, Sicherheits- und
Wachberufe
Gastronomie- und
Reinigungsberufe
Rechts-, Management- und
wirtschafts-wissenschaftliche
Berufe
Künstlerische, medien-,
geistes- und
sozialwissenschaftliche
Berufe
Gesundheits- und
Sozialberufe, Körperpfleger
D
ru
cksach
e 17/4784
–
3
9
–
D
eu
tsch
er B
u
n
d
estag
–
1
7
. W
ah
lp
erio
d
e
Tabelle 9: Beschäftigte mit Niedriglohn im Oktober 2006
Teilze
itbeschäftigte
befris te t
Beschäftigte
geringfügig
Beschäftigte
Ze ita rbe
itnehmer/innen
Insgesamt 3 746 372 1 596 663 2 149 709 253 561 435 015 1 205 449 255 683
ohne Berufsausbildung 782 415 244 003 538 412 63 428 106 502 264 104 104 379
mit Berufsausbildung 1 566 215 899 061 667 154 80 796 181 645 287 130 117 583
Hochschulabschluss 90 702 59 457 31 245 2 737 15 756 10 347 2 405
ohne Angabe 1 307 041 394 143 912 898 106 600 131 112 643 869 31 316
Bergbau (C) 3 325 1 934 1 391 100 480 811 -
Verarbe itendes Gewerbe (D) 770 600 439 425 331 175 32 013 93 468 205 694 -
Energie- und Wasserversorgung (E) 3 526 759 2 768 191 928 1 649 -
Baugewerbe (F) 108 324 70 566 37 758 5 324 11 769 20 664 -
Handel; Ins tandhaltung und Repara turen (G) 652 868 268 275 384 592 45 350 57 235 282 007 -
Gas tgewerebe (H) 248 479 116 191 132 288 21 160 32 751 78 377 -
Verkehr und Nachrichtenübermittlung (I) 285 042 154 618 130 423 14 126 28 183 88 115 -
Kredit- und Vers icherungsgewerbe (J ) 23 813 4 761 19 052 2 122 3 889 13 041 -
Grunds tücks - und Wohnungswesen; Vermie tung (K) 1 016 226 262 822 753 404 79 986 90 124 327 610 255 683
Erziehung und Unterricht (M) 71 226 47 523 23 703 3 617 20 086 - -
Gesundheits -, Vetrinär- und Sozia lwesen (N) 363 321 139 610 223 711 35 625 61 041 127 044 -
Sons tige öff. und priva te Diens tle is tungen (O) 199 624 90 178 109 446 13 946 35 062 60 438 -
Niedriglohngrenze be i zwei Dritte ln des Medians vom Bruttos tundenlohn (= 9,85 Euro)
Ergebnis se der Verdiens ts trukturerhebung 2006 - Beschäftigte in Betrieben mit zehn und mehr Beschäftigten, im Alte r von 15 bis 64 Jahren ohne
Auszubildende und Alte rs te ilze it
Gegens tand der Nachweisung Normala rbe it-nehmer/innen
Atypisch
BeschäftigeInsgesamt
Darunte r
Quelle: Destatis, Verdienststrukturerhebung
Tabelle 10: Bestand an Teilnehmern in beruflicher Weiterbildung FbW nach dem Schulungsziel
(Berufsgruppe, 2-Steller) - ohne Daten der zugelassenen kommunalen Träger
Deutschland
August 2010, Datenstand: November 2010
Schulungsziel Insgesamt1
Insgesamt
158.685
01 Landwirte
31
02 Tierzüchter, Fischereiberufe
7
03 Verwalter, Berater in der Landwirtschaft und Tierzucht *
04 Landwirtschaftliche Arbeitskräfte, Tierpfleger
61
05 Gartenbauer
863
06 Forst-, Jagdberufe
8
07 Bergleute -
08 Mineral-, Erdöl-, Erdgasgewinner -
09 Mineralaufbereiter -
10 Steinbearbeiter
36
11 Baustoffhersteller
108
12 Keramiker
7
13 Glasmacher
4
14 Chemiearbeiter
600
15 Kunststoffverarbeiter
231
16 Papierhersteller, -verarbeiter
15
17 Drucker
960
18 Holzaufbereiter, Holzwarenfertiger und verwandte Berufe
29
19 Metallerzeuger, Walzer
132
20 Former, Formgießer
130
21 Metallverformer (spanlos)
52
22 Metallverformer (spanend)
3.305
23 Metalloberflächenbearbeiter, -vergüter, - beschichter
11
24 Metallverbinder
2.818
25 Schmiede
258
26 Feinblechner, Installateure
738
27 Schlosser
2.818
28 Mechaniker
2.564
29 Werkzeugmacher
203
30 Metallfeinbauer und zugeordnete Berufe
139
31 Elektriker
3.816
32 Montierer und Metallberufe, a.n.g.
567
33 Spinnberufe -
Schulungsziel Insgesamt1
34 Textilhersteller
22
35 Textilverarbeiter
84
36 Textilveredler -
37 Lederhersteller, Leder- und Fellverarbeiter
38
39 Back-, Konditorwarenhersteller
46
40 Fleisch-, Fischverarbeiter
44
41 Speisenbereiter
1.244
42 Getränke-, Genußmittelhersteller
5
43 Übrige Ernährungsberufe
42
44 Maurer, Betonbauer
335
45 Zimmerer, Dachdecker, Gerüstbauer
231
46 Straßen-, Tiefbauer
73
47 Bauhilfsarbeiter
77
48 Bauausstatter
404
49 Raumausstatter, Polsterer
99
50 Tischler, Modellbauer
797
51 Maler, Lackierer und verwandte Berufe
830
52 Warenprüfer, Versandfertigmacher
2.044
53 Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe
990
54 Maschinisten und zugehörige Berufe
1.776
60 Ingenieure
1.211
61 Chemiker, Physiker, Mathematiker
37
62 Techniker
1.648
63 Technische Sonderfachkräfte
1.417
68 Warenkaufleute
8.342
69 Bank-, Versicherungskaufleute
1.478
70 Andere Dienstleistungskaufleute und zugehörige Berufe
3.949
71 Berufe des Landverkehrs
8.847
72 Berufe des Wasser- und Luftverkehrs
114
73 Berufe des Nachrichtenverkehrs
63
74 Lagerverwalter, Lager-, Transportarbeiter
5.988
75 Unternehmer, Organisatoren, Wirtschaftsprüfer
5.223
76 Abgeordnete, administrativ entscheidende Berufstätige
44
77 Rechnungskaufleute, Datenverarbeitungsfachleute
10.916
78 Bürofach-, Bürohilfskräfte
25.262
79 Dienst-, Wachberufe
3.349
80 Sicherheitswahrer
559
Schulungsziel Insgesamt1
81 Rechtswahrer, -berater
253
82 Publizisten, Dolmetscher, Bibliothekare
636
83 Künstler und zugeordnete Berufe
1.391
84 Ärzte, Apotheker
89
85 Übrige Gesundheitsdienstberufe
7.603
86 Sozialpflegerische Berufe
20.113
87 Lehrer
1.021
88 Geistes- und naturwissenschaftliche Berufe, a.n.g.
1.229
89 Seelsorger *
90 Körperpfleger
1.469
91 Gästebetreuer
1.189
92 Hauswirtschaftliche Berufe
1.635
93 Reinigungsberufe
315
97 Mithelfende Familienangeh.(nicht Landw.) -
98 Arbeitskräfte mit noch nicht bestimmtem Beruf
13.542
99 Arbeitskräfte ohne nähere Tätigkeitsangabe
21
95 Grundkenntnisse -
96 Grundkenntnisse *
00 Berufsfindung und Grundausbildung
36
Erstellungsdatum: 10.12.2010, Statistik Datenzentrum © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Tabelle 11: Bestand an nichtarbeitslos gemeldeten erwerbsfähigen Personen (58 Jahre
und älter)
Deutschland
August und November 2010
Hierfür können aus verarbeitsungstechnischen Gründen die von den zugelassenen kommunalen Trägern (zkT) gelieferten Daten
zur Zeit noch nicht berücksichtigt werden.
Berufsgruppen
Bestand an nichtarbeitslosen erwerbsfähigen Personen (58 Jahre und älter)
August 2010 November 2010
1 2
Insgesamt
439.205
447.247
01 01 Landwirte
359
467
02 02 Tierzüchter, Fischereiberufe
280
280
03 03 Verwalter, Berater in der Landwirtschaft und Tierzucht
314
376
04 04 Landwirtschaftliche Arbeitskräfte, Tierpfleger
2.344
2.544
05 05 Gartenbauer
9.198
9.897
06 06 Forst-, Jagdberufe
351
377
07 07 Bergleute
132
122
08 08 Mineral-, Erdöl-, Erdgasgewinner
18
20
09 09 Mineralaufbereiter
28
30
10 10 Steinbearbeiter
128
189
11 11 Baustoffhersteller
130
131
12 12 Keramiker
194
184
13 13 Glasmacher
209
207
14 14 Chemiearbeiter
981
975
15 15 Kunststoffverarbeiter
1.249
1.200
16 16 Papierhersteller, -verarbeiter
613
598
17 17 Drucker
1.579
1.589
18 18 Holzaufbereiter, Holzwarenfertiger und verwandte Berufe
762
798
19 19 Metallerzeuger, Walzer
268
251
20 20 Former, Formgießer
297
274
21 21 Metallverformer (spanlos)
519
509
22 22 Metallverformer (spanend)
1.949
1.907
23 23 Metalloberflächenbearbeiter, -vergüter, - beschichter
281
291
24 24 Metallverbinder
1.366
1.377
25 25 Schmiede
378
371
26 26 Feinblechner, Installateure
2.026
2.043
27 27 Schlosser
6.486
6.460
28 28 Mechaniker
2.546
2.517
29 29 Werkzeugmacher
449
423
Berufsgruppen
Bestand an nichtarbeitslosen erwerbsfähigen Personen (58 Jahre und älter)
August 2010 November 2010
1 2
30 30 Metallfeinbauer und zugeordnete Berufe
609
594
31 31 Elektriker
5.612
5.628
32 32 Montierer und Metallberufe, a.n.g.
9.066
9.183
33 33 Spinnberufe
290
271
34 34 Textilhersteller
263
268
35 35 Textilverarbeiter
2.894
2.858
36 36 Textilveredler
77
75
37 37 Lederhersteller, Leder- und Fellverarbeiter
404
405
39 39 Back-, Konditorwarenhersteller
821
817
40 40 Fleisch-, Fischverarbeiter
828
846
41 41 Speisenbereiter
14.133
14.664
42 42 Getränke-, Genußmittelhersteller
100
110
43 43 Übrige Ernährungsberufe
401
440
44 44 Maurer, Betonbauer
4.368
4.738
45 45 Zimmerer, Dachdecker, Gerüstbauer
1.327
1.443
46 46 Straßen-, Tiefbauer
1.719
1.942
47 47 Bauhilfsarbeiter
3.682
3.766
48 48 Bauausstatter
2.059
2.092
49 49 Raumausstatter, Polsterer
535
536
50 50 Tischler, Modellbauer
2.461
2.544
51 51 Maler, Lackierer und verwandte Berufe
3.352
3.410
52 52 Warenprüfer, Versandfertigmacher
11.623
11.679
53 53 Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe
13.596
13.843
54 54 Maschinisten und zugehörige Berufe
4.131
4.499
60 60 Ingenieure
4.810
4.813
61 61 Chemiker, Physiker, Mathematiker
518
513
62 62 Techniker
4.525
4.573
63 63 Technische Sonderfachkräfte
1.526
1.548
68 68 Warenkaufleute
33.411
34.195
69 69 Bank-, Versicherungskaufleute
1.568
1.613
70 70 Andere Dienstleistungskaufleute und zugehörige Berufe
3.719
3.826
71 71 Berufe des Landverkehrs
14.958
15.714
72 72 Berufe des Wasser- und Luftverkehrs
397
390
73 73 Berufe des Nachrichtenverkehrs
2.063
2.083
74 74 Lagerverwalter, Lager-, Transportarbeiter
19.007
19.411
75 75 Unternehmer, Organisatoren, Wirtschaftsprüfer
Berufsgruppen
Bestand an nichtarbeitslosen erwerbsfähigen Personen (58 Jahre und älter)
August 2010 November 2010
1 2
5.293 5.632
76 76 Abgeordnete, administrativ entscheidende Berufstätige
91
93
77 77 Rechnungskaufleute, Datenverarbeitungsfachleute
7.097
7.303
78 78 Bürofach-, Bürohilfskräfte
33.662
34.476
79 79 Dienst-, Wachberufe
38.229
39.097
80 80 Sicherheitswahrer
232
244
81 81 Rechtswahrer, -berater
285
295
82 82 Publizisten, Dolmetscher, Bibliothekare
1.835
1.881
83 83 Künstler und zugeordnete Berufe
3.408
3.575
84 84 Ärzte, Apotheker
501
511
85 85 Übrige Gesundheitsdienstberufe
4.441
4.478
86 86 Sozialpflegerische Berufe
10.582
11.067
87 87 Lehrer
3.765
3.686
88 88 Geistes- und naturwissenschaftliche Berufe, a.n.g.
2.089
2.131
89 89 Seelsorger
82
73
90 90 Körperpfleger
1.721
1.753
91 91 Gästebetreuer
7.764
7.827
92 92 Hauswirtschaftliche Berufe
8.327
8.701
93 93 Reinigungsberufe
38.033
39.155
98 98 Arbeitskräfte mit noch nicht bestimmtem Beruf
3.803
3.331
99 99 Arbeitskräfte ohne nähere Tätigkeitsangabe
26
23
XX Keine Zuordnung möglich
1.390
1.310
ZZ Keine Angabe
60.262
58.868
Erstellungsdatum: 13.12.2010, Statistik Datenzentrum © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]