Deutscher Bundestag Drucksache 20/14928
20. Wahlperiode 10.02.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/14552 –
Bilanz der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien nach
drei Jahren Regierungszeit
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundesregierung ist vor drei Jahren mit einem Koalitionsvertrag zwischen
SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP unter der Überschrift „Mehr
Fortschritt wagen“ gestartet. Dieser enthält im Themenbereich Kultur und
Medien viele Forderungen und erklärte Vorhaben. Nach dem Ampelbruch und
dem vorzeitigen Ende der Koalition von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
und FDP im November 2024 sind es nur noch wenige Wochen bis zum Ende
der Amtszeit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
(BKM) Claudia Roth. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach einer
Bilanz der politischen Arbeit der BKM.
Im Oktober 2023 hat das Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“ aufgelistet,
dass mehr als zwei Drittel der Projekte im Kulturbereich noch nicht umgesetzt
sind (
www.spiegel.de/politik/deutschland/verfolgen-sie-die-regierungsarbeit-i
m-spiegel-ampelradar-a-136bb7c1-d7bb-4776-8173-f62260f1c55d). Der
Kulturrat als Spitzenverband von fast 300 Kulturorganisationen forderte im
September 2023 „Claudia Roth muss jetzt Dampf machen“ (
www.kulturra
t.de/presse/pressemitteilung/studie-der-bertelsmann-stiftung-kulturbereich-sch
waechelt/?print=pdf). Die „FAZ“ titelte im April 2024 „Claudia Roths
Amtsversagen“ (
www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/claudia-roth-aktivistin-im-
porzellanladen-der-kulturpolitik-19653466.html).
Durch den fehlenden Bundeshaushalt 2025 sind zudem große Teile der
Mittelempfänger und Projektträger im Kulturbereich stark verunsichert, es stellt sich
die Frage nach Planbarkeit und Verlässlichkeit.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Kunst und Kultur spielen eine zentrale Rolle für das gesellschaftliche
Zusammenleben. Kulturelle Orte sind die Orte, an denen sich die Menschen in
unserem Land zusammenfinden und sich im gemeinsamen oder individuellen
Erleben von Kunst und Kultur inspirieren und irritieren lassen. Diese Erfahrung,
dass in der Kunst und Kultur Dinge zur Sprache kommen können, die im
gesellschaftlichen Alltag noch nicht formuliert werden können, Töne mehr
aussagen als Worte, Bilder Ungesehenes sichtbar machen und Fremdes als Eigenes
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und
Medien vom 7. Februar 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
erfahrbar wird ist von zentraler Bedeutung für Deutschland als Kulturnation
und für eine Gesellschaft, die vielfache Krisen durchläuft. Kultur schafft eine
Basis, denn sie durchbricht Barrieren, tiefgreifende Differenzen und Ängste
über den Affekt der Sinne, der Empathie und der Ästhetik. Sie ermöglicht ein
politisches Reden über das gemeinsam Erlebte und macht damit dieses Reden
jenseits von Positionen erst möglich.
Gerade weil Demokratie nicht nur politische Regierungsform, sondern
gesellschaftliches Gestaltungsprinzip ist, gerade weil Teilhabe über alle
gesellschaftlichen Grenzen immer neu erkämpft und gestaltet werden muss, gerade weil
wir die Vielfalt unserer Gesellschaft als Grundlage für ihr Gelingen gestalten
wollen, braucht unser Land diese kulturellen Räume des gemeinsamen
Erprobens. In dieser Logik hat sich die BKM in der vergangenen Legislaturperiode
dafür verwendet, sowohl den Zugang zu Kunst und Kultur zu öffnen und
freizuhalten, die soziale Lage der Künstlerinnen und Künstler zu verbessern und
ordnungspolitisch Rahmenbedingungen zu gestalten, die Kunst und Kultur in
unserem Land fördern. Kulturpolitik ist damit auch Demokratiepolitik. Denn
sie arbeitet an den Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Aus
diesem Grund war die Erinnerungspolitik ein besonderer Schwerpunkt der
Arbeit der BKM. Denn das Aufarbeiten der historischen Verbrechen und die
Erinnerung daran sind das beste Mittel gegen rechten Hass. So wie eine europäische
Medienordnung die beste Gewähr gegen Desinformation und Hetze ist. Daher
war die europäische Zusammenarbeit auch und gerade bei medienpolitischen
Themen ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der BKM.
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass als Instrument der
parlamentarischen Kontrolle Kleine Anfragen dazu dienen, von der Bundesregierung
Informationen über bestimmte Bereiche (§ 104 Absatz 1 der Geschäftsordnung des
Deutschen Bundestages – GO-BT) innerhalb von grundsätzlich vierzehn Tagen
(vgl. § 104 Absatz 2 GO-BT) zu erlangen. Die Informationswünsche dieser
Kleinen Anfrage beziehen sich jedoch inhaltlich auf eine erhebliche Anzahl
von Vorhaben. Zudem werden mit der vorliegenden Kleinen Anfrage 77
Einzelfragen gestellt, die aufgrund der notwendigen Recherchen und
Abstimmungen in der für die Beantwortung der Kleinen Anfrage vorgesehenen Zeit nicht
ausreichend beantwortet werden können. Die Bundesregierung hat deshalb zur
Beantwortung der Kleinen Anfrage eine Fristverlängerung beantragt, dieser
wurde jedoch von den Fragestellerinnen und Fragestellern nur eingeschränkt
zugestimmt. Eine Beantwortung in der zur Verfügung stehenden Zeit war allein
deshalb möglich, weil eine Reihe der Fragen in zusammengefasster Weise
beantwortet werden konnten.
1. Welche Bilanz zieht die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und
Medien nach drei Jahren Regierungszeit, und welche Fortschritte für den
Kultur- und Medienbereich wurden erzielt?
2. Welche politischen Schwerpunkte hat die Beauftragte der
Bundesregierung für Kultur und Medien seit Dezember 2021 gesetzt?
3. Welche kulturpolitischen Erfolge konnten in den letzten drei Jahren aus
Sicht der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
erreicht werden?
4. Welche kulturpolitischen Vorhaben sind aus Sicht der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien gescheitert?
5. Welche medienpolitischen Erfolge konnten in den letzten drei Jahren aus
Sicht der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
erreicht werden?
6. Welche medienpolitischen Vorhaben sind aus Sicht der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien gescheitert?
11. Welche Formulierungshilfen, Gesetzentwürfe und Unterrichtungen in
Federführung der BKM wurden seit Dezember 2021 im Kabinett
beschlossen (bitte einzeln mit Datum auflisten)?
12. Welche Vorhaben aus dem in der Vorbemerkung der Fragesteller
genannten Koalitionsvertrag konnte die Beauftragte für Kultur und Medien in
ihrer Amtszeit umsetzen, und welche Vorhaben aus dem
Koalitionsvertrag konnten nicht umgesetzt werden?
18. Bei welchen Entscheidungen und Vorhaben fand eine konkrete und
direkte Abstimmung zwischen der Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien und dem Beauftragten der Bundesregierung für die
Kultur- und Kreativwirtschaft statt?
19. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Kultur- und Kreativwirtschaft zu stärken?
20. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um den
Filmstandort Deutschland zu stärken?
21. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Kinolandschaft in Deutschland zu erhalten?
22. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um den
Gamestandort Deutschland zu stärken?
32. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Nachhaltigkeit im Kulturbereich zu stärken?
33. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Resilienz von Bundeskultureinrichtungen zu stärken?
34. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
kulturelle Bildung zu stärken?
35. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um den
Schutz des geistigen Eigentums von Kreativschaffenden zu stärken?
48. Wann wird das im Zuge der geplanten Strukturreform der Stiftung
Preußischer Kulturbesitz (SPK) angekündigte Finanzierungsabkommen mit
den Bundesländern (Bundesratsdrucksache 580/24) unterzeichnet?
62. War die BKM an der Ressortabstimmung zum KRITIS-Dachgesetz
(KRITIS = kritische Infrastrukturen) beteiligt, und wenn ja, warum
wurde der Kultursektor nicht als kritischer Sektor eingestuft und findet sich
nur in der Begründung des Gesetzes wieder (
www.kulturrat.de/presse/pre
ssemitteilung/katastrophenschutz-kritis-dachgesetz-heute-im-bundeskabi
nett/)?
Die Fragen 1 bis 6, 11, 12, 18 bis 22, 32 bis 35, 48 und 62 werden gemeinsam
beantwortet.
Die Legislaturperiode war bestimmt von der Umsetzung eines ehrgeizigen
Koalitionsvertrages, der Bewältigung der Corona-Krise und der Reaktion auf
die durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ausgelösten Krisen
sowie der Debatte um Antisemitismus in der Kultur.
Zur Bewältigung der Corona-Folgen ist es der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) in der Konferenz des Bundeskanzlers mit
den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder im Februar
2022 gelungen, den Sonderfonds Kulturveranstaltungen für das Jahr 2022 zu
verlängern und damit für den Kultursektor eine wichtige Ausnahmeregelung zu
verankern, die viele Härten abzufedern geholfen hat (siehe hierzu auch die
Antwort zu Frage 39).
Gleiches gilt für die sprunghaft gestiegenen Energiepreise in Folge des
russischen Überfalls auf die Ukraine. Auch hier hat die BKM mit dem „Kulturfonds
Energie“ 2023 ein wirksames Instrument zur Abfederung der Krise für die
Kultureinrichtungen in Deutschland geschaffen.
Der völkerrechtswidrige Überfall Russlands auf die Ukraine hat die
Bundesregierung dazu veranlasst, auf internationaler Ebene im Rahmen der G20 (so
beim Kulturministertreffen im indonesischen Borobudur im Jahr 2022), auf
europäischer Ebene (z. B. in den Ratsschlussfolgerungen zu gefährdeten und
vertriebenen Künstlerinnen und Künstlern, die am 16. Mai 2023 vom
Kulturministerrat verabschiedet wurde). In der deutschen Kulturpolitik hat die BKM das
Bewusstsein dafür geschärft, dass dieser Krieg auch ein Krieg gegen die
kulturelle Identität der Ukraine ist und gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt (AA)
zahlreiche Programme zur Unterstützung von ukrainischen Kulturschaffenden,
Museen und Institutionen ins Leben gerufen. Besonders hervorgehoben sei
dabei die kürzlich eröffnete Ausstellung „Von Odesa nach Berlin. Europäische
Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts“, die veranschaulicht, wie die Stiftung
Preußischer Kulturbesitz (SPK) seit 2023 das Museum für Westliche und
Östliche Kunst in Odessa unterstützt und einen kulturellen Dialog zwischen der
Ukraine und Deutschland fördert.
Weiter hat die BKM gemeinsam mit Frankreich unter dem Dach der
europäischen Filmförderungsinstitutionen EFAD einen Hilfsfonds für die ukrainische
Filmbranche sowie den „European Solidarity Fund for Ukrainian Films“ und
daneben einen deutsch-französischen Provenienzforschungsfonds für die
Erforschung von Kulturgütern aus Subsahara-Afrika ins Leben gerufen, gemeinsame
Maßnahmen dagegen angemahnt und den KulturPass für ein Pilotprojekt mit
dem französischen pass Culture kompatibel gemacht.
Insbesondere mit Frankreich, aber auch mit anderen europäischen Partnern
sowie in den Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung und gemeinsam mit
den Ländern hat die BKM medienpolitisch innerhalb der Bundesregierung und
gemeinsam mit den Ländern auf der europäischen Ebene darauf hingewirkt,
dass mit dem EMFA neben dem DSA ein weiterer Baustein für eine
europäische Medienordnung geschaffen wurde und bei den Beratungen zur KI-
Verordnung dafür gesorgt, dass diese Urheberinnen und Urheber aus dem
Kulturbereich schützt und die Plattformen zu Transparenz verpflichtet.
Ein Höhepunkt der Arbeit der BKM mit Ausstrahlungswirkung auf ganz
Europa und darüber hinaus ist die Unterstützung der europäischen Kulturhauptstadt
Chemnitz 2025, deren Programme aus dem Haushalt der BKM mit 25 Mio.
Euro gefördert werden. Am 18. Januar 2025 fanden die Feierlichkeiten zur
Eröffnung im Beisein des Bundespräsidenten und des zuständigen EU-
Kommissars Micallef statt.
Kulturpolitisch im Vordergrund standen neben dem Krisenmanagement und
dem europäischen Engagement fünf zentrale Themen für die BKM: den
Zugang zur Kultur stärken, die sozialen Bedingungen für Kulturschaffende
verbessern und die bundesgeförderten Einrichtungen reformieren sowie die
ordnungs- und förderpolitischen Rahmenbedingungen verbessern.
Gesellschaftspolitisch ergänzt wurden diese Ziele durch den Einsatz für Nachhaltigkeit und
Diversität sowie die o. g. Debatten. Einige ursprünglich als gemeinsam
verstandene Anliegen konnten dabei nicht verabschiedet werden. An erster Stelle das
Vorhaben, für die Kulturnation Deutschland auch das Staatsziel Kultur im
Grundgesetz zu verankern, das leider an der Ablehnung der Fragesteller
gescheitert ist, ebenso wie auch das mit den Ländern ausgearbeitete
Reformvorhaben des Kulturgutschutzgesetzes (Kabinettbeschluss über die Anwendung
des KGSG vom 18. Mai 2022 sowie Kabinettbeschluss über das Erste
Änderungsgesetz vom 8. Mai 2024) oder die Ermöglichung der
Sonntagsbeschäftigung von Arbeitnehmern solcher Bibliotheken, die als kulturelle dritte Orte
fungieren (Kabinettbeschluss vom 6. November 2024).
Förderpolitisch hat sich die BKM ganz besonders dafür eingesetzt, den Zugang
zur Kultur für die junge Generation und über die Stadt-/Landgefälle und
sozialen Schichten hinaus zu erleichtern. An erster Stelle ist hier der KulturPass zu
nennen, der jungen Menschen unabhängig von deren Herkunft und finanziellem
Vermögen ein Startkapital für Kulturerlebnisse zur Verfügung stellt, sie auf
einem Marktplatz mit rund 15.000 Anbietern verbindet und der sich gemeinsam
mit Frankreich, Italien, Spanien und bald auch Dänemark und Slowenien als
ein europäisches Modell etabliert.
Gemeinsam mit Bundesminister Özdemir und unter Beteiligung der
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wird das Programm „Aller.Land“ mit bis
zu 70 Mio. Euro gefördert. Weiter wird auf die Antwort zu Frage 24 verwiesen.
Ergänzt wird dieses Engagement durch das antragsoffene Modellprogramm
„LOKAL – Programm für Kultur und Engagement“ der Kulturstiftung des
Bundes (KSB), das bundesweit den Aufbau von mindestens 26 angfristig
angelegten Netzwerken in Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohnerinnen
und Einwohnern fördert. Pro Projekt stehen bis zu 240.000 Euro für vier Jahre
zur Verfügung. Zudem ist das breite Engagement der BKM für die kulturelle
Bildung zu nennen, insbesondere durch „Kulturlichter – Deutscher Preis für
kulturelle Bildung“ sowie weitere Maßnahmen, die in der Bestandsaufnahme
„Beitrag der Bundeskulturförderung zur kulturellen Bildung“ niedergelegt sind
und die Absicherung des Themas in den Zuwendungsbescheiden für die
dauerhaft geförderten Einrichtungen.
Mit der Etablierung eines Amateurmusikfonds werden erstmals in der
Geschichte der BKM auch nichtprofessionelle Kulturschaffende gefördert. Der
neue Preis POLYTON ist ein Preis von Musikschaffenden für
Musikschaffende. Er rückt die künstlerische Leistung und die sozialpolitische Relevanz
heutiger popkultureller Musik in den Vordergrund. Der neue Festivalförderfonds
hilft kleinen und mittleren Musikfestivals in der Fläche. Ein neuer Preis für
Schallplattenläden unterstützt inhabergeführte Läden, die oft wichtige
Treffpunkte für ihre Szene sind. Und der neu aufgestellte Theaterpreis des Bundes
würdigt nun im Rahmen eines Theaterfests kleine und mittlere Bühnen, die
größtenteils jenseits der Feuilletons unter teils schwierigen
Rahmenbedingungen ihr Publikum begeistern. Erstmals wurde zudem eine Comic-Förderung
ermöglicht. Auch die freie Szene wurde durch die bessere Finanzierung der
Bundeskulturfonds gegenüber den Vor-Corona-Jahren gestärkt.
Die soziale Lage der Kulturschaffenden war ein zweites zentrales Thema der
BKM. Dabei hat sie in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für
Arbeit und Soziales (BMAS) im Mai 2022 den Dialog mit Betroffenen gesucht
und daraus verschiedene Initiativen abgeleitet, wie etwa die Aufnahme von
Mindesthonoraranforderungen für selbständige Kulturschaffende in die
Förderbedingungen der BKM oder die gemeinsam mit dem Bundesministerium für
Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Auftrag gegebene Studie zur
wirtschaftlichen und sozialen Lage von Soloselbständigen und hybrid
Erwerbstätigen in der Kultur, die am 14. Oktober 2024 vorgestellt wurde. Diese Studie und
die für den Bereich des Musikstreamings erstellte Studie („Vergütung im
deutschen Markt für Musikstreaming“) dienen dazu, Wege für eine Verbesserung
der wirtschaftlichen und sozialen Absicherung von Künstlerinnen und
Künstlern aufzuzeigen.
Dies war auch eines der Ziele des von der BKM federführend betreuten Runden
Tisches zum E-Lending in öffentlichen Bibliotheken gemeinsam mit dem
Bundesministerium der Justiz (BMJ) und dem BMWK. Dieser hat sich auf
gemeinsame Empfehlungen geeinigt. Mit den Empfehlungen soll der Zugang zu
digitalen Medien in Bibliotheken verbessert und zu einer angemessenen Vergütung
für Urheber- und Verlagsleistung beigetragen werden. Auf dieser Grundlage
sollen brancheninterne Gespräche zu Modellen auf Lizenzbasis folgen.
Durch das zum 1. Januar 2025 in Kraft getretene Filmförderungsgesetz (FFG)
werden zum ersten Mal auch die Urheberinnen und Urheber, d. h. die
Autorinnen und Autoren sowie die Regisseurinnen und Regisseure von Filmen, an der
Referenzfilmförderung beteiligt. Hierdurch partizipieren sie zukünftig direkt
am Erfolg der von ihnen geschriebenen und inszenierten Filmstoffe. Ihre
Fördermittel können sie zudem für die Erarbeitung neuer Filmstoffe und -projekte
einsetzen, sodass sich das kreative Potenzial der genannten Urheberinnen und
Urheber möglichst frei entfalten und neue Impulse für das Filmgeschehen in
Deutschland setzen kann. Zudem wurden die Beschäftigungsbedingungen des
für die Produktion eines geförderten Films beschäftigten Personals verbessert,
indem die Vergütung zukünftig tarifgerecht erfolgen muss. Darüber hinaus
kann die Filmförderungsanstalt (FFA) weitere Verbesserungen der
Beschäftigungsbedingungen, wie beispielsweise verpflichtende Altersvorsorgeangebote,
festschreiben.
Zudem hat die BKM in der Diskussion um eine Reform der TA-Lärm und des
Baurechts konsequent die Interessen der Musikclubs vertreten, um auch hier
die Teilhabe der Kreativen am Kulturmarkt zu schützen. Des Weiteren hat die
BKM gemeinsam mit dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) in dieser
Legislaturperiode eine Rückkehr zum ermäßigten Mehrwertsteuersatz für
Kunstgegenstände erzielt – eine Maßnahme, die die Wettbewerbsfähigkeit des
deutschen Standortes im europäischen Vergleich stützt und Künstlerinnen und
Künstlern wichtige Absatzstrukturen erhält.
Sozialpolitisch ist es ein besonderer Erfolg, dass der Abgabesatz zur
Künstlersozialversicherung – insbesondere durch den Einsatz zusätzlicher Bundesmittel
in Höhe von insgesamt 175 Mio. Euro zwischen 2021 bis 2023 – bei 5 Prozent
stabilisiert und weitere Anstiege abgewendet werden konnten.
Bei den unständig Beschäftigten ist es gelungen die befristete Sonderregelung
für den Zugang unständig Beschäftigter zur Arbeitslosenversicherung zu
entfristen. In der Künstlersozialversicherung konnte eine flexible Erweiterung der
Zuverdienstgrenze aus selbständiger nicht-künstlerischer Tätigkeit erzielt
werden.
Kulturelles Handeln wird von Dauer und gegen kurzfristige Krisen abgesichert,
wenn die Institutionen, die es tragen, in ihrer Freiheit geschützt, finanziell
vernünftig ausgestattet und in ihren Strukturen den aktuellen Herausforderungen
angepasst sind.
Hierzu zählt neben den o. g. Fördermaßnahmen und der Förderung des
„SicherheitsLeitfaden Kulturgut“ ordnungspolitisch der Einbezug von Kultur in die
Begründung des Entwurfs des KRITIS-Dachgesetzes (in einer
ressortübergreifenden Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Inneren und für
Heimat – BMI) bzw. in der geplanten Nationalen KRITIS-Resilienzstrategie. Beide
Elemente dienen dazu, die gesellschaftliche Verantwortung für die
Einrichtungen und die Resilienz der Einrichtungen zu stärken. Drittens spielt hierbei die
Auswahl des Personals, d. h. die Öffnung der Institutionen für die
Vielfaltsgesellschaft, eine große Rolle. Das zeigt u. a. die Personalgewinnung für die von
BKM betreuten Einrichtungen, indem sie für eine weiblichere und
internationale Leitungen gesorgt hat: Mit Tricia Tuttle (Berlinale), Jenny Schlenzka
(Gropius-Bau), Katarzyna Wielga-Skolimowska (KSB) und Marion Ackermann
(zukünftige Präsidentin der SPK) sind zum ersten Mal eine Person mit
deutschpolnischem Migrationshintergrund und eine im Vereinigten Königreich
erfolgreiche US-Amerikanerin für nationale Kultureinrichtungen gewonnen worden.
Die finanzielle Ausstattung der aus dem Bundeskulturetat geförderten
Einrichtungen hat sich dabei in dieser Legislaturperiode insgesamt erhöht und der
Bund hat damit trotz herausfordernder Rahmenbedingungen für Kontinuität
und Stabilität gesorgt.
Mit der Novellierung des FFG (Kabinettbeschluss vom 22. Mai 2024), das der
Deutsche Bundestag durch die Stimmen der Fraktionen SPD, BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN sowie FDP am 19. Dezember 2024 beschlossen hat und
das zum 1. Januar 2025 in Kraft getreten ist, ist die umfassendste Reform der
FFA seit mehr als zehn Jahren verbunden: Sie übernimmt nicht nur als
Schnittstelle zwischen kultureller und wirtschaftlicher Filmförderung die Abwicklung
aller Filmförderinstrumente der BKM, so auch der jurybasierten kulturellen
Filmförderung, sondern wird in ihrer Tätigkeit zugleich durch die Einführung
automatisierter Förderung schlanker und schneller und als zentrale
Filmfördereinrichtung des Bundes in ihrer Kompetenz als Datenzentrum für die deutsche
Filmwirtschaft gestärkt. Hervorzuheben ist die Erhöhung des DFFF und des
GMPF auf 30 Prozent statt 20 Prozent mit gleichzeitiger Anhebung der
Förderhöchstsumme, die rückwirkend zum 1. Januar 2025 in Kraft treten soll, sowie
das noch ausstehende Investitionsverpflichtungsgesetz und steuerliche
Filmförderungszulagengesetz, die aufgrund der verkürzten Legislaturperiode nicht
mehr im Kabinett verabschiedet bzw. bei der EU-Kommission notifiziert
werden konnten. Weitere Bestandteile der Reform sind im Rahmen der
jurybasierten kulturellen Filmförderung ein Ausbau der Entwicklungsförderung, die
Stärkung der Verleihförderung und eine eigenständige Talentförderung (gemeinsam
mit den Ländern zentral verortet beim Kuratorium junger deutscher Film). Für
die Kinos ist es der BKM gelungen, wie bereits erwähnt, durch die zusätzliche
Bereitstellung der Corona-Mittel, bis einschließlich 2024 insgesamt rund
137 Mio. Euro an Sondermitteln im Rahmen des Zukunftsprogramms Kino zur
Verfügung zu stellen. Während der Pandemiejahre wurden zudem weit über
dem Durschnitt liegende 80 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen.
Rund 750 Kinos wurden so von der BKM unterstützt und ein Kinosterben
verhindert. Zusätzlich unterstützt der Kinoprogrammpreis mit jährlich 1,8 Mio.
Euro die Kinolandschaft und die Kinoförderung ist durch das neue
Filmfördergesetz weitestgehend automatisiert und damit effizienter, schneller und
planbarer und in ihrem Anteil im Verhältnis zu anderen Sektoren im FFG erhöht bei
gleichzeitiger Erhöhung des Anteils an der Förderung, der als Zuschuss
gewährt wird. Im Regierungsentwurf zum FFG waren zudem zahlreiche
Maßnahmen zur Stärkung der Diversität, wie die Einrichtung eines Diversitätsbeirats
mit Sitz im FFA-Verwaltungsrat, die Schaffung einer FFA-Richtlinie zur
Steigerung von Diversität, Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion sowie zum
Schutz vor Diskriminierung und die Erweiterung des Aufgabenkatalogs der
FFA um u. a. das Thema Diversität, vorgesehen. Leider fand sich für diese
Maßnahmen keine Mehrheit im Deutschen Bundestag. Erhalten geblieben ist
immerhin die Pflicht der FFA zur Festlegung von Förderanreizen zur
Gleichstellung von Frauen und Männern. In der Richtlinie für die jurybasierte
kulturelle Filmförderung des Bundes wurden die Themen Diversität, Inklusion und
Antidiskriminierung noch einmal verstärkt in den Zielen verankert. Zudem ist
im Verfahren zur Besetzung der Förderjurys ergänzend und ausdrücklich
festgehalten, dass in diesen Gremien die Vielfalt der Gesellschaft in einem
angemessenen Verhältnis abzubilden ist, um diese auch in den
Förderentscheidungen widerzuspiegeln.
Ein zweites großes institutionelles Reformvorhaben betraf die Reform der SPK.
In den drei Jahren dieser Legislaturperiode ist damit gelungen, was 2018 bis
2021 noch nicht gelungen war, nämlich die Strukturen in der Stiftung zu
verschlanken, die einzelnen Einrichtungen mit mehr Autonomie auszustatten, die
Budgets der Einrichtungen zu flexibilisieren bei gleichzeitig besserer
Finanzausstattung, abgesichert durch das bereits von Bund und Ländern beschlossene
Finanzierungsabkommen (Unterzeichnungstermin am 12. März 2025), und das
Personalmanagement durch die weitgehende Abschaffung des Beamtenstatus
und die Einführung von Zeitverträgen für leitende Positionen zu modernisieren.
Zugleich wurde der Weg geöffnet für ein Zusammenlegen des Humboldt
Forums mit der SPK. Dass diese am 30./31. Januar 2025 vom Bundestag
verabschiedete Reform nicht nur von der Regierungskoalition, sondern auch von der
Fraktion der FDP sowie der Fraktion der Fragesteller mitgetragen wurde, ist ein
gutes Zeichen für das Zusammenwirken aller demokratischen Fraktionen für
die von der BKM verantworteten Kulturpolitik des Bundes.
Im Bereich der Medienpolitik standen neben den bereits oben erwähnten
Fragen ordnungspolitische Maßnahmen im Vordergrund, bei denen die BKM
sowohl mit den Ländern als auch den anderen Bundesressorts sehr intensiv
zusammengearbeitet hat, wie bei der Sicherung des UHF – Bandes für Rundfunk
und Kultur. In Umsetzung des Koalitionsvertrages ist das Band als Schlagader
der Kreativwirtschaft nach wie vor für Rundfunk und Kultur verfügbar.
Ordnungspolitisch war es ebenfalls ein wichtiges Ziel der BKM, übrigens in enger
Abstimmung mit den Ländern, die Medienordnung in Europa kooperativ
zwischen der EU-Kommission und den deutschen Medienaufsicht zu gestalten.
Der ursprüngliche Konflikt zwischen EU-Kommission und Ländern 2022
wurde von der BKM 2024 so gelöst, dass auch Deutschland dem EMFA im Rat
zustimmen konnte. Der EMFA etabliert europaweit erstmals einheitliche
Mindeststandards zum Schutz der Medienfreiheit und -vielfalt in Europa und stärkt
damit die demokratische Meinungsbildung und den Rechtsstaat.
Ebenso hat die BKM 2024 die deutsche Haltung zur KI-Verordnung so
mitgestaltet, dass auch die Interessen des Kultursektors berücksichtigt wurden, und
wird in der kommenden Woche gemeinsam mit der französischen
Kulturministerin weitere gemeinsame Schritte bei der Umsetzung verabreden, um im
deutsch-französischen Schulterschluss insbesondere auf Transparenz für die
Erhebung und Nutzung sogenannter Trainingsdaten und gerechte Vergütung zu
drängen.
International hat BKM durch die erstmalige Verankerung eines
Medienministerrates im G7-Prozess 2022 das gemeinsame Ringen der G7-Staaten um
Medienfreiheit, Stärkung der Medienvielfalt und Eindämmen von Desinformation
im Zeitalter der Plattformökonomien sowie den Schutz von Journalistinnen und
Journalisten auf die internationale Agenda gesetzt.
Förderpolitisch hat in der Medienpolitik der weitere Ausbau der Deutschen
Welle (DW) eine große Rolle gespielt in der Arbeit der BKM. So wurde das
Bundeskabinett am 6. Juli 2022 mit einer Stellungnahme zum Entwurf der
Aufgabenplanung der DW 2022 bis 2025 befasst und die DW erhielt in dieser
Legislaturperiode rund 10 Prozent (37 Mio. Euro) mehr Mittel als in der
vergangenen Legislaturperiode. Angesichts der bestehenden Haushaltszwänge ist
dies hervorzuheben und ihre Rolle als freies deutsches Medium in der Welt
somit gestärkt und durch Resilienzmaßnahmen geschützt sowie ihr Einsatz für
eine freie Berichterstattung über den Krieg Russlands gegen die Ukraine
ermöglicht.
Im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft ist an erster Stelle die schon
erwähnte Reform der Filmförderung des Bundes zu nennen, die förderpolitisch
einhergeht mit einer Aufstockung für die jurybasierte kulturelle Filmförderung
des Bundes. Dafür wurden im Regierungsentwurf zum Haushalt 2025
11,3 Mio. Euro vorgesehen sowie in der mittelfristigen Finanzplanung für die
Jahre 2026 und 2027 eine weitere Aufstockung um jeweils 2 Mio. Euro.
Daneben war die Tätigkeit der BKM in engster Zusammenarbeit und
Abstimmung mit dem Ansprechpartner der Bundesregierung für die Kultur- und
Kreativwirtschaft, Parlamentarischer Staatssekretär Michael Kellner, der zudem
vom Leitenden Beamten der BKM, Dr. Andreas Görgen vertreten wurde, bei
den bereits genannten Maßnahmen und darüber hinaus von einem besonderen
Einsatz für diesen Bereich geprägt. Zu den bereits genannten Themen TA-
Lärm, Soloselbständige, Filmreform, Stärkung des Kunstmarktes hinzugefügt
sei noch der mit BMWK gemeinsam geleitete Ressortkreis „Kultur- und
Kreativwirtschaft“, die Steuerung des im Auftrag des BMWK tätigen
Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, des Branchenkongresses
„Forum Kultur- und Kreativwirtschaft 2024“ sowie die Ausgestaltung der
Gamesförderung: Durch das Pilotprojekt „Press Start – Gründungsstipendium
Games“ fördert die BKM die Gründung kulturell ausgerichteter
Entwicklungsstudios, gemeinsam mit dem BMWK über die seit 2024 geltende Games-
Förderrichtlinie des Bundes die Produktion von Games. Die BKM unterstützt ferner
die internationale Computerspielsammlung.
Förderpolitisch und in Bezug auf institutionelle Reformen hat die BKM
weiterhin einen besonderen Schwerpunkt auf die Erinnerungskultur gelegt (siehe
hierzu auch die Antwort zu den Fragen 23 und 28 bis 30). An erster Stelle ist
die gemeinsam mit den Ländern und den Kommunalen Spitzenverbänden unter
Einbeziehung der Jewish Claims Conference und dem Zentralrat der Juden in
Deutschland verabredete und am 8. Januar 2025 vom Bundeskabinett
zustimmend zur Kenntnis genommene Reform der Beratenden Kommission zu
nennen, die in eine Schiedsgerichtsbarkeit münden wird und ein zentrales Thema
der Erinnerungspolitik nun so gestaltet, dass es der Rolle und Verantwortung
Deutschlands gerecht wird. Ebenfalls zu nennen ist die überarbeitete
Gedenkstättenkonzeption, die mit den Gedenkstätten und allen im Koalitionsvertrag
Genannten abgestimmt ist, aufgrund der verkürzten Legislaturperiode aber
nicht mehr vom Bundeskabinett beschlossen werden kann. Förderpolitisch zu
nennen sind hier insbesondere die Programme „Jugend erinnert“ in
Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie der
Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ). In Zusammenarbeit
mit der EVZ konnte auch das mit 1 Mio. Euro aus dem Haushalt der BKM
geförderte Programm „MemoRails“ starten, das Bahnhöfe als Orte der NS-
Verfolgung sichtbar machen soll.
Weiterhin hervorzuheben ist der vom Bundeskabinett am 4. Mai 2022 und am
19. Oktober 2023 vom Deutschen Bundestag beschlossene
Realisierungsvorschlag zur Errichtung eines Dokumentationszentrums Zweiter Weltkrieg und
deutsche Besatzungsherrschaft sowie der am 26. Juni 2024 verabschiedete
Realisierungsvorschlag für das Deutsch-Polnische Haus, der auch in Polen viel
Anerkennung erhalten hat und den die BKM nach einem entsprechenden, leider in
der verkürzten Legislaturperiode vom Deutschen Bundestag nicht mehr
gefassten, Entschließungsantrag umsetzen wird.
Ebenso hat die BKM in dieser Legislaturperiode die in der vergangenen
Legislaturperiode nicht erreichte Verständigung mit der Union der Opferverbände
Kommunistischer Gewaltherrschaft und dem Land Berlin sowie dem Bezirk
Mitte auf einen Standort für ein Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die
Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland erreicht. Weiter wird auf
die Antwort zu Frage 50 verwiesen.
Gleiches gilt für das am 22. Juni 2023 vom Deutschen Bundestag beschlossene
Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen
Jehovas: Auch hier ist ein Standort vereinbart und die Stiftung Denkmal für die
ermordeten Juden Europas wurde mit der weiteren Umsetzung beauftragt.
Zurzeit läuft die detaillierte architektonische Feinplanung. Weiter wird auf die
Antwort zu Frage 49 verwiesen.
Eine lebendige Erinnerungskultur in der und für die Einwanderungsgesellschaft
muss die Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen und rassistischen Taten
seit 1945 einbeziehen. Als eine zentrale Maßnahme fördert die BKM
gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen das Pilotprojekt eines NSU-
Dokumentationszentrums in Chemnitz, das im Mai Jahr 2025 eröffnet werden soll.
Neben dem schon vorgenannten deutsch-französischen
Provenienzforschungsfonds ist im Bereich der Auseinandersetzung mit dem kolonialen Unrecht ganz
besonders die Rückgabe der Benin-Bronzen 2022 gemeinsam mit
Außenministerin Baerbock hervorzuheben, die den Grundstein gelegt hat für eine
intensivere deutsch-nigerianische kulturelle Zusammenarbeit, die der Bundespräsident
bei seinem kürzlichen Besuch in Nigeria besonders hervorgehoben hat.
Die Kulturarbeit gemäß § 96 des Bundesvertriebenengesetzes war sogar am
30. August 2023 Gegenstand eines Kabinettbeschlusses.
Gesellschaftspolitisch stand das Thema der Nachhaltigkeit ganz im
Vordergrund der Tätigkeit der BKM. Wie das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in
seiner Entscheidung vom 29. April 2021 festgestellt hat, ist der Klimaschutz
eine Frage der grundrechtlich geschützten Freiheitsrechte insbesondere der
kommenden Generation. Daher muss eine verantwortliche Kulturpolitik auch
ihren Beitrag leisten zu mehr Nachhaltigkeit. Dies hat die BKM sowohl in ihrer
eigenen Struktur durch Schaffung einer Arbeitseinheit als auch und
insbesondere durch die Einrichtung einer Green Culture Anlaufstelle im September 2023
ermöglicht, die über einen Zeitraum von drei Jahren mit rund 3,9 Mio. Euro
gefördert wird. Sie knüpft an die erfolgreichen Aktivitäten des von BKM
geförderten Aktionsnetzwerks Nachhaltigkeit in Kultur und Medien an. Der Fokus
liegt auf ökologischen Mindeststandards, die finanzielle Unterstützung von
Modellvorhaben und die Erhebung ökologischer Kennzahlen, aber auch auf
dem gezielten Austausch auf europäischer und internationaler Ebene. Seit März
2023 gelten zudem bundesweit einheitliche ökologische Standards für die
audiovisuelle Produktion. Es handelt sich hierbei um verpflichtende
Fördervoraussetzungen in allen Bundes- und Länderfilmförderungen. Im
Kulturpolitischen Spitzengespräch am 11. Oktober 2023 wurde ein gemeinsamer CO2-
Bilanzierungstandard für Kultureinrichtungen samt zugehörigem Rechner
verabschiedet. Dieser Standard für Klimabilanzen deutscher Kultureinrichtungen
macht Bilanzen einheitlich und vergleichbar und bietet damit eine belastbare
Basis für gezielte Energieeinsparungen.
Darüber hinaus wurden viele Einrichtungen ermutigt, ihre Anstrengungen zu
mehr Nachhaltigkeit zu intensivieren – sowohl bei der Planung und
Realisierung von Neubauvorhaben als auch im operativen Betrieb. Beim Neubau des
Museums „berlin-modern“ wurde nachträglich die Energieeffizienz des
Gebäudes verbessert, insbesondere mittels einer Photovoltaikanlage. Das Museum
wird damit schon vorfristig den Energieeffizienzstandard EGB 55 einhalten,
der erst ab 2045 gilt.
Viele Beispiele zeigen auch, wie sehr viele Akteurinnen und Akteure im
Kulturbereich das Menschheitsthema der Klimakrise und der Umgang damit
umtreibt und welche ästhetischen Auseinandersetzungen es damit gibt, die in
Eigeninitiative im geschützten Freiraum der Kunst entstehen.
Im Interesse der Stärkung der internationalen Zusammenarbeit wurden unter
Federführung des AA durch die „Internationale Museumsagentur“ gemeinsam
mit BMZ und BKM sowie durch das ebenfalls ressortübergreifend
verantwortete „MuseumsLab“ zwei Maßnahmen umgesetzt, die der Internationalität, der
Vernetzung und vor allem dem wechselseitigen Austausch der hervorragenden
deutschen Museumslandschaft mit Expertinnen und Experten und
Organisationen aus dem Globalen Süden dienen. Zudem ergänzen diese Maßnahmen die
Förderungen der Museen durch ihre Träger, Kommunen und Länder, für den
Bereich der internationalen Arbeit ergänzen. Zusätzlich hat BKM durch ihr
Sonderprogramm zum „Globalen Süden“ sowie durch die Förderlinie „WAYS –
Faire und nachhaltige internationale Partnerschaften“ der KSB sowie eine vom
AA finanzierte Ausstellung in der SPK zum Thema Afrika („Planet Africa.
Eine archäologische zeitreise“ in der James-Simon-Galerie) sowie nicht zuletzt
mit der großen Tansania-Ausstellung „Geschichte(n) Tansanias“ im Humboldt
Forum einen Schwerpunkt gesetzt, der die internationale Arbeit deutscher
Kultureinrichtungen erheblich stärkt. Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt
wurde im Jahr 2022 die Hannah-Arendt-Initiative (HAI) begründet, die über eine
Reihe staatsfern organisierter Partner eine Vielzahl von Medienschaffenden
unterstützt, die in ihren Herkunftsregionen, insbesondere in Russland, Belarus,
Ukraine und Afghanistan bedroht waren und nun vom Exil in der Region oder
auch von Deutschland aus ihrer für die freie Meinungsbildung wichtigen
Tätigkeit weiter nachgehen können. Zur Umsetzung der Inlandslinie der HAI fördert
die BKM u. a. den European Fund for Journalism in Exile (JX Fund), der
Medienschaffende unmittelbar nach ihrer Flucht aus Kriegs- und Krisengebieten
dabei unterstützt, ihre Arbeit von neuen Orten aus fortzusetzen. Darüber hinaus
unterstützt BKM das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF)
in Leipzig.
7. Welche Auswirkungen hat die vorläufige Haushaltsführung für die durch
die BKM geförderten Einrichtungen?
8. Welche Auswirkungen hat die vorläufige Haushaltsführung für die durch
die BKM finanzierten Projektträger im Kulturbereich?
9. Welche Auswirkungen hat die vorläufige Haushaltsführung für die durch
die BKM finanzierte Projektförderung nach § 96 des
Bundesvertriebenengesetzes (BVFG)?
Die Fragen 7 bis 9 werden gemeinsam beantwortet.
Die vorläufige Haushaltsführung hat die in Artikel 111 GG bestimmten
Auswirkungen, diese werden präzisiert durch das Haushaltsführungsrundschreiben
des BMF vom 16. Dezember 2024. Gemäß Nummer 1.2 des
Haushaltsführungsrundschreibens stellt der Regierungsentwurf 2025 (Fassung
Bundestagsdrucksache 20/12400 vom 16. August 2024) zuzüglich der bereits gefassten
Beschlüsse aus den parlamentarischen Einzelplanberatungen die Grundlage dar.
Die BKM kann in diesem Rahmen die Finanzierung aller bestehenden
rechtlichen Verpflichtungen, der institutionell geförderten Einrichtungen und der
Fortsetzungsmaßnahmen bzw. der vom Haushaltsausschuss des Deutschen
Bundestages beschlossenen Maßnahmen sicherstellen.
10. Mit welchen Mittelempfängern hat die BKM seit November 2024 über
die Folgen der vorläufigen Haushaltsführung gesprochen, und mit
welchem Ergebnis (bitte einzeln auflisten)?
Die Bedeutung und Folgen einer vorläufigen Haushaltsführung wurden durch
BKM auf allen Ebenen und in unterschiedlichen Formaten gegenüber den
BKM-Einrichtungen und Förderempfängern angesprochen, so zum Beispiel in
den relevanten Gremien, auf öffentlichen Veranstaltungen und in einer Vielzahl
von Einzelgesprächen. Da die BKM rund 70 dauerhaft geförderte
Einrichtungen und rund 700 laufende Projekte betreut, ist eine Auflistung von
Einzelterminen in der Kürze der Zeit nicht möglich.
13. Welche Konsequenzen hat die BKM aus dem Antisemitismusskandal auf
der documenta 15 gezogen?
Die BKM hat bei der documenta und Museum Fridericianum gGmbH und
ihren Gesellschaftern, dem Land Hessen und der Stadt Kassel, eine umfassende
Aufarbeitung der Geschehnisse der documenta 15 eingefordert, strukturelle
Defizite klar benannt und die documenta bei wichtigen Entscheidungen für eine
Strukturreform unterstützt. Die BKM hat öffentlich betont, dass eine solche
Strukturreform Voraussetzung für eine zukünftige Förderung durch den Bund
ist. Die documenta hat daraufhin mit der Etablierung eines neu gegründeten
Wissenschaftlichen Beirats, der Entwicklung eines Codes of Conduct zur
Prävention von Antisemitismus, Rassismus und allen Formen gruppenbezogener
Menschenfeindlichkeit, der strukturellen Stärkung des Aufsichtsrats und der
Bereitstellung von zwei Sitzen im Aufsichtsrat für die BKM wichtige
Reformschritte gemacht.
14. Welche Veränderungen in der Struktur der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien wurden seit Dezember 2021 vorgenommen?
Die Aufbauorganisation der BKM richtet sich nach den in § 4 der
Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien definierten Grundsätzen.
Aufbauorganisatorische Veränderungen der Struktur dienen bei gegebener
Ressourcenausstattung dazu, die Aufgabenwahrnehmung unter sich ändernden
Rahmenbedingungen und politischen Schwerpunktsetzungen zu optimieren. Die
vorgenommenen Veränderungen sind in den laufend veröffentlichten
Organisationsplänen der BKM dokumentiert (siehe hierzu auch die Anlagen 1.1 bis
1.12*).
15. Welche Gründe gab es für die Einrichtung eines neuen Referates
„Internationale Kulturpolitik“, wie viele Personalstellen und welche
Tätigkeitsbereiche umfasst dieses Referat?
Mit Einrichtung des Referats K 56 Internationale Bezüge der Kulturpolitik
wurde der organisatorische Rahmen geschaffen, um die Aufgabenwahrnehmung in
den Bereichen internationale Kulturpolitik, bilaterale und internationale
Kulturabkommen und Globaler Süden zu stärken. Die Funktionsausstattung beträgt:
eine Stelle Leitung, drei Stellen Referentenebene (davon eine Stelle befristet)
und zwei Stellen Sachbearbeitung.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/14928 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
16. Welche Gründe gab es für die Streichung des Referates „Museen und
kulturelle Vermittlung nach § 96 BVFG“, wie viele Personalstellen und
welche Tätigkeitsbereiche umfasste dieses Referat?
Das Referat K 45 „Museen und kulturelle Vermittlung nach § 96 BVFG“ wurde
nicht gestrichen, sondern mit dem Referat K 44 „Kultur und Geschichte der
Deutschen im östlichen Europa – Grundsatzfragen und
Wissenschaftsförderung; Kulturforschung“ zusammengelegt, bzw. die zuvor getrennt
wahrgenommenen Aufgabenbereiche wurden gebündelt und zusammengeführt. Das
Referat K 45 umfasste 8,4 Personalstellen und war entsprechend der
Referatsbezeichnung für Museen und kulturelle Vermittlung nach § 96 BVFG sowie die
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung zuständig.
17. Bei welchen Entscheidungen und Vorhaben fand eine konkrete und
direkte Abstimmung zwischen der Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien und der Staatsministerin für Kultur im Auswärtigen
Amt statt?
Im Sinne der konstruktiven Zusammenarbeit stehen AA und BKM in einem
ständigen Austausch miteinander. Dazu wird keine Liste geführt.
23. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Gedenkstättenlandschaft in Deutschland zu stärken?
Die BKM hat das Bundesprogramm „Jugend erinnert“ modernisiert und mit
zwei Förderlinien zu NS-Verbrechen und SED-Unrecht verstetigt. Die Projekte
setzen u. a. Schwerpunkte auf neue Besuchendengruppen, inklusive und
partizipative Ansätze, die Beteiligung von Nachkommen von Opfern,
kulturpädagogische Ansätze in der historisch-politischen Bildungsarbeit etc. Damit werden die
Netzwerk- und Bildungsarbeit der Gedenkstätten sowie der Zivilgesellschaft in
Gedenkstätten nachhaltig gestärkt.
Die BKM hat zudem einen Referentenentwurf einer Aktualisierung der
Gedenkstättenkonzeption erarbeitet, der am 11. November 2024 im Ausschuss für
Kultur und Medien des Deutschen Bundestages Gegenstand einer öffentlichen
Anhörung war. Die Erarbeitung des Referentenentwurfs der BKM beruht auf
einer intensiven Abfrage der Herausforderungen und Fortentwicklungsbedarfen
der Gedenkstätten und erfolgte in Abstimmung mit den im Koalitionsvertrag
genannten Akteuren der Erinnerungskultur, wie der SED-Opferbeauftragten
beim Deutschen Bundestag, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden
Europas, Vertreterinnen und Vertretern deutscher Gedenkstätten und unter
Konsultation weiterer mit dem Thema befasster Akteure. Ziel der Aktualisierung ist
eine Förderkonzeption, die den sich ändernden Herausforderungen der
deutschen dezentralen Gedenkstättenlandschaft entspricht.
Die BKM hat das Gedenkstättenreferat der Stiftung Topographie des Terrors
personell langfristig gestärkt. Dieses übernimmt wichtige Aufgaben im Bereich
der Vernetzung und Fortbildung für vom Bund institutionell, projektgeförderte
und nicht geförderte Einrichtungen der Erinnerungskultur im Bereich der NS-
Aufarbeitung. Für Gedenkveranstaltungen der institutionell von der BKM
geförderten KZ-Gedenkstätten anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiungen
stellt die BKM Sondermittel zur Verfügung. Die Gedenkstätten Jamlitz-
Lieberose und Leistikowstraße wurden in die Stiftung Brandenburgische
Gedenkstätten aufgenommen.
Folgende Projekte von Gedenkstätten der NS-Aufarbeitung konnten in der
Legislaturperiode bewilligt werden: Neugestaltung der „Euthanasie“-
Gedenkstätte Lüneburg (2023); Sanierung von 1,5 Baracken im
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Schöneweide (2023); Neugestaltung der Gedenkstätte
Hadamar und ihrer Dauerausstellung (2024).
Folgende Projekte von Gedenkstätten der NS-Aufarbeitung konnten in der
Legislatur abgeschlossen und/oder eröffnet werden: Ergänzende Tafelausstellung
zum Denkmal der im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma (2022);
„Wer ein Leben rettet ... Kinderschicksale des ‚Verlorenen Transports‘“. Zum
Überleben und zur Nachgeschichte des dritten Räumungstransportes aus dem
KZ Bergen-Belsen nach Tröbitz in der Niederlausitz (2022); Stiftung
Brandenburgische Gedenkstätten – Wechsel-/Wanderausstellung zum Umbruchsjahr
1945 (2022 aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung), Errichtung des
Dokumentations- und Lernortes Bückeberg (2022); Sonderausstellung des
Hotel Silber „Die Gestapo vor Gericht“ (2023); „Wenn Menschen Völkermord
überleben“- Gedenkstätte Bergen-Belsen (2023); Errichtung der Gedenkstätte
zu Ehren der „Euthanasieopfer“ in Großschweidnitz (2023); Teil der
Dauerausstellung des Menschenrechtszentrums Cottbus zu „Politischer Haft im
Zuchthaus Cottbus von 1933–1945“ (2024); Neukonzeption der ständigen
Ausstellung des Dokumentations- und Informationszentrums in Torgau (2024);
Sonderausstellung „Frauen im Widerstand“, Gedenkstätte Deutsche Widerstand
(2024); Wanderausstellung „Das Reichskriegsgericht 1936 bis 1945.
Nationalsozialistische Militärjustiz und Bekämpfung des Widerstands in Europa“ der
Gedenkstätte „ROTER OCHSE“ (2024); neues Seminargebäude für die
Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (2024);
Wanderausstellung „Die Verleugneten“ zu den im Nationalsozialismus verfolgten
sogenannten „Asozialen und Berufsverbrechern“ Stiftung Denkmal für die ermordeten
Juden Europas und KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (2024); Projekt „Die
Rückkehr der Föhrenwalder“ des Vereins „Bürger fürs BADEHAUS Waldram-
Föhrenwald e. V.“ (2024); Digitalisierung Gedenkstätte und Museum
Sachsenhausen (2024); Dauerausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeit
und der Krieg“ im neu er��ffneten Museum für Zwangsarbeit im
Nationalsozialismus in Weimar (2024); Neugestaltung der didaktischen Erschließung der
Stollenanlage der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora (2024); Sonder- und
Wanderausstellung zum Thema „Täter_innen und Tatbeteiligte im Kontext des
Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen“ (2024).
Die BKM hat sich im Jahr 2024 erfolgreich für eine Förderung der Mahn- und
Gedenkstätte Ravensbrück aus den Mitteln des „Bundesprogramms Ländliche
Entwicklung und Regionale Wertschöpfung“ eingesetzt.
Auf Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 16.
November 2023 entwickelte BKM in Zusammenarbeit mit der Stiftung Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft (EVZ) und der Deutschen Bahn AG ein
Bundesprogramm für Projekte zur Aufarbeitung von Verbrechen des NS-Regimes an
inländischen Bahnhöfen durch kommunale wie private Initiativen, dessen
Ausschreibung am 6. Februar 2025 beginnt. Auch Gedenkstätten können sich als
Projektträger bewerben.
Überwiegend mit Mitteln aus der Gedenkstättenförderung des Bundes konnten
eine ganze Reihe von Gedenkstätten und Lernorten zum kommunistischen und
SED-Unrecht neu eingerichtet oder baulich saniert und die vorhandenen
Ausstellungen modernisiert werden. Hier sind der Lern- und Gedenkort Kaßberg-
Gefängnis in Chemnitz, die Gedenkstätte Frauenhaftanstalt Hoheneck in
Stollberg/Erzgebirge, das Grenzmuseum Schifflersgrund, der ehemalige
Geschlossene Jugendwerkhof Torgau und die Gedenkstätten Bautzen und Bautzner Straße
in Dresden zu nennen. Noch nicht abgeschlossen sind die Modernisierung und
Erweiterung des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth, der
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde in Berlin, des ehemaligen
Notaufnahmelagers Gießen sowie der Ausstellung zum „Sowjetischen Speziallager Nr. 2
Buchenwald 1945–1950“.
Trotz finanzieller Herausforderungen und Sparzwängen wurden die
Gedenkstätten vor finanziellen Härten bewahrt. Die jährlichen Zuwendungen für
Einrichtungen zur Aufarbeitung der Nationalsozialismus wurden seit Dezember
2021 um rund 2,95 Mio. Euro (11 Prozent) angehoben. Mit diesen Zuwächsen
wurde die Arbeit folgender Einrichtungen gestärkt: Stiftung Gedenkstätten
Buchenwald und Mittelbau-Dora, Verein „Erinnern für die Zukunft“ Haus der
Wannseekonferenz e. V., Stiftung Topographie des Terrors, Gedenkstätte
Deutscher Widerstand, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und
Leistikowstraße, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Gedenkstätte Bergen-
Belsen.
Die jährlichen Zuwendungen für Einrichtungen zur Aufarbeitung der SED-
Diktatur wurden seit Dezember 2021 um rund 2,74 Mio. Euro (28 Prozent)
angehoben. Mit diesen Zuwächsen wurde die Arbeit folgender Einrichtungen
gestärkt: Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Stiftung Berliner Mauer,
Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Stiftung Gedenkstätte Berlin-
Hohenschönhausen, Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Menschenrechtszentrum Cottbus
e. V. und Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth.
Weiter wird auf die Antwort zu den Fragen 51 und 52 verwiesen.
24. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Kultur im ländlichen Raum zu stärken?
Mit „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ unterstützt die Kulturstiftung
des Bundes von 2015 bis 2026 auch in dieser Legislaturperiode mit 26,6 Mio.
Euro deutschlandweit Kultureinrichtungen in ländlichen Regionen in ihrer
Weiterentwicklung und ihren Angeboten in über zehn Modellregionen.
Maßnahmen aus dem BKM-Programm „Kultur in ländlichen Räumen“ (2019
bis 2025), finanziert aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung
(BULE), stärken Bildungs- und Kulturinfrastrukturen in Gemeinden mit bis zu
20.000 Einwohnern. Enthalten sind Projekte in den Bereichen Musik, Theater,
Literatur, Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, Schaffung „Dritter
Orte“ im Sinne von Begegnungs- und Gemeinschaftsorten, Kultur- und
Kreativwirtschaft und kulturelle Bildung. Daneben gibt es Soforthilfeprogramme
unter anderem für Heimatmuseen, Bibliotheken und Kulturzentren.
Ab 2023 fördert BKM in einer ressortübergreifenden Zusammenarbeit mit dem
BMEL, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem BMI als
Programmpartner sowie in enger Abstimmung mit den Ländern und Kommunen das
Programm „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ und setzt damit
ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrags um. Seit Mai 2023 fördert BKM
dieses Programm bis 2030 mit den folgenden drei Zielen:
(1) Das demokratische Gemeinwesen in ländlichen, insbesondere
strukturschwachen ländlichen Regionen soll durch gemeinschaftsstiftende und
lokal verankerte beteiligungsorientierte Kulturvorhaben gefestigt werden.
(2) Die beteiligten Regionen sollen dabei unterstützt werden, dauerhaft vor
Ort Kompetenzen und Beteiligungsstrukturen aufzubauen.
(3) Die Erkenntnisse aus dem Programm sollen systematisch ausgewertet und
an interessierte Regionen deutschlandweit weitergegeben werden.
„Aller.Land“ wird mit bis zu 70 Mio. Euro gefördert durch die BKM und das
BMEL aus Mitteln des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und
Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb. Hinzu kommen
Kofinanzierungen durch die Länder, Kommunen und durch weitere
Unterstützerinnen und Unterstützer.
25. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um den
Denkmalschutz zu stärken?
Die BKM hat den Denkmalschutz seit Dezember 2021 gestärkt mit der
anteiligen Förderung von Maßnahmen im Rahmen des Denkmalpflegeprogramms
National wertvolle Kulturdenkmäler, der Denkmalschutz-Sonderprogramme,
des Programms zum Erhalt und zur Umgestaltung herausragender
Industriegebäude und -anlagen zu lebendigen Kulturdenkmälern in den Gebieten nach § 2
des Investitionsgesetzes Kohleregionen, des Programms Förderung der
Industriekulturstätten im Erzgebirge sowie durch seitens des Deutschen Bundestages
etatisierte Einzelbaumaßnahmen für den Erhalt und die Sanierung von
Kulturdenkmälern.
26. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Inklusion im Kulturbereich zu stärken?
67. Mit welchen konkreten Maßnahmen hat die BKM die Teilhabe von
Menschen mit Behinderungen an Kunst und Kultur, insbesondere hinsichtlich
der Förderung von Kulturschaffenden mit Behinderungen, der
Barrierefreiheit von Kunst- und Kulturorten und barrierefreier
Informationsangebote über diese Kunst- und Kulturorte in den Jahren von 2021 bis 2024
gestärkt, und wie wurden Menschen mit Behinderungen und deren
Organisationen in diese Maßnahmen eingebunden?
Die Fragen 26 und 67 werden gemeinsam beantwortet.
Die BKM hat die Inklusion im Kulturbereich seit Dezember 2021 durch
folgende Maßnahmen gestärkt:
Förderung individueller „Vor-Ort Beratungen“ von dauerhaft BKM-geförderten
Einrichtungen mit Schwerpunkt Inklusion und Barrierefreiheit, Förderung des
Projekts „Zugängliches Theater“ der Münchner Kammerspiele, Förderung des
Inklusionsprojekts der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
„Teilhabe schaffen – neue inklusive Vermittlungsangebote“, Förderung des Projekts
„Access Maker“ des Un-Label e. V., Förderung des Projekts „Konzert für alle“
des Rundfunk Sinfonieorchesters Berlin (RSB), Förderung des Projekts „Nie
wieder Krieg – Ein Sportstück“ des Theaters RambaZamba e. V. sowie
Förderung des Projekts „Verbund Inklusion“ der BKM geförderten Kunst- und
Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (KAH).
Die BKM-geförderte Kulturstiftung des Bundes hat ein Programm für inklusive
Kunstpraxis (pik) aufgelegt. Im Rahmen der Novellierung des
Filmförderungsgesetzes wurde die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Seh- oder
Hörbehinderungen gestärkt und der Zugang zu barrierefreien Fassungen geförderter
Filme verbessert.
Ferner stärkt die BKM in dauerhaft von der BKM geförderten Projekten und
Einrichtungen das Thema Inklusion sowohl durch eine Auflage nach dem
Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) in den entsprechenden
Zuwendungsbescheiden als auch durch Handreichungen für die Vertreterinnen und Vertreter
der BKM in Aufsichtsgremien, die auch Fragen zur kulturellen Inklusion
umfassen.
27. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um das
bürgerschaftliche Engagement im Kulturbereich zu stärken?
Die BKM hat das bürgerschaftliche Engagement seit Dezember 2021 durch die
folgenden Maßnahmen gestärkt:
Förderung des Dachverbands der Kulturfördervereine in Deutschland e. V. im
Rahmen einer Projektförderung zur Stärkung des kulturellen Ehrenamts,
Förderung des Programms „Jugend erinnert“, Projektförderungen der Stiftung Orte
der deutschen Demokratiegeschichte, Förderung der Kampagne #
everynamecounts des Arolsen Archives, Förderung der ehrenamtlichen Tätigkeit der
Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, Förderung
vielfältiger Aktivitäten zum Themenbereich deutsche Teilung im Deutsch-
Deutsche Museum Mödlareuth, Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in
der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und der Gedenkstätte Deutsche Teilung
Marienborn, Förderung der Maecenas-Ehrung zur Würdigung und
Anerkennung mäzenatischen Handelns in der Gegenwart, Förderung der Verleihung des
Deutschen Preises für Denkmalschutz, Förderung der Verleihung der Zelter-
Plaketten und der PRO-MUSICA-Plaketten für Amateur-Chöre bzw. -
Orchester, Förderung des Deutschen Amateurtheaterpreises amarena, Förderung des
Amateurmusikfonds, Förderung des Programms „Aller.Land – zusammen
gestalten. Strukturen stärken.“, Förderung von Vergünstigungen für Inhaberinnen
und Inhaber von Ehrenamtskarten in BKM-geförderten Einrichtungen.
28. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Aufarbeitung des SED-Unrechts zu stärken?
Verwiesen wird zunächst auf die Antwort zu Frage 23, in der auf
Gedenkstättenprojekte zum SED-Unrecht eingegangen wird.
Die BKM hat das Bundesprogramm „Jugend erinnert“ modernisiert und
verstetigt. Ziel der Förderlinie „Aufarbeitung des SED-Unrechts“ ist es, junge
Menschen durch außerschulische Bildung dazu anzuregen, sich mit der SED-
Diktatur und ihren bis heute andauernden Folgen für die Opfer und die
gesamtdeutsche Gesellschaft auseinanderzusetzen. Das Themenspektrum der geförderten
Projekte ist vielfältig und reicht vom Leben in der kommunistischen Diktatur
über jugendliche Rebellion und Subkultur in der DDR bis hin zum
grenzüberschreitenden Blick auf die deutsch-deutsche Teilungs- und
Migrationsgeschichte. Die erste Förderrunde mit 48 geförderten Projekten lief von 2021 bis 2023.
Die aktuelle Förderrunde läuft von 2025 bis 2028.
Die BKM begleitet seit Juni 2021 die Transformation des Stasi-Unterlagen-
Archivs ins Bundesarchiv, dessen Standort in Berlin-Lichtenberg zum
Archivzentrum für die Geschichte der SED-Diktatur ausgebaut werden soll. Der
Transformationsprozess wird gemäß Stasi-Unterlagen-Gesetz von einem Beirat
unterstützt und beraten.
Die BKM hat die Förderung der Union der Opferverbände Kommunistischer
Gewaltherrschaft e. V. (UOKG) erheblich gesteigert. Damit hat sie die
Aufarbeitungs-, Vertretungs-, Beratungs- und Netzwerkarbeit der Opferverbände
ausgebaut und stärkt die gesellschaftliche Anerkennung der SED-Opfer. Die BKM
hat zudem zwei Tagungen und eine Studie der UOKG zur „Zwangsarbeit
politischer Häftlinge in Strafvollzugseinrichtungen der DDR“ finanziert. Zudem
arbeitet die BKM eng und vertrauensvoll mit der SED-Opferbeauftragten beim
Deutschen Bundestag zusammen.
Die BKM hat die Errichtung des Freiheits- und Einheitsdenkmals Leipzig
vorangetrieben und Formate der Bürgerbeteiligung sowie den
Gestaltungswettbewerb gefördert. Dieser wurde 2024 erfolgreich abgeschlossen, so dass das
Denkmal nun in die Phase der baulichen Umsetzung tritt. Die BKM steht im
Austausch mit dem Land Berlin beim geplanten Campus für Demokratie auf
dem Gelände des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit sowie zu den
Vorhaben Forum Opposition und Widerstand, Ausgestaltung des Checkpoint
Charlie und Lern- und Erinnerungsort ehemaliges Volkspolizeigefängnis
Keibelstraße.
29. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Aufarbeitung der NS-Terrorherrschaft (NS = Nationalsozialismus) zu
stärken?
Mit der Beauftragung und Finanzierung der beiden Stabsstellen zur Erarbeitung
von Realisierungsvorschlägen für ein Dokumentationszentrum „Zweiter
Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa“ und ein „Deutsch-
Polnisches Haus“ sowie die betreffenden Kabinettbeschlüsse (siehe hierzu auch die
Antwort zu den Fragen 51 und 52), der Betreuung der Errichtung eines
Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen
Jehovas (siehe hierzu auch die Antwort zu Frage 49) hat die BKM die Umsetzung
der relevanten Bundestagsbeschlüsse wesentlich vorangetrieben.
Für das von BKM in Zusammenarbeit mit der Stiftung EVZ und der Deutschen
Bahn AG entwickelte Bundesprogramm für Projekte zur Aufarbeitung von
Verbrechen des NS-Regimes an inländischen Bahnhöfen (siehe hierzu auch die
Antwort zu Frage 23).
Zudem hat die BKM die Erarbeitung einer Wanderausstellung zu den von den
Nationalsozialisten als „asozial“ Verfolgten finanziert. Diese wurde in Berlin
von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der KZ-
Gedenkstätte Flossenbürg in Berlin eröffnet und wird anschließend an weiteren
Orten gezeigt. Begleitend dazu ist eine Webseite entstanden, die fortlaufend
aktualisiert wird. Zudem sind im Rahmen der Projektförderung durch die BKM
Veranstaltungsreihen zum Thema durchgeführt worden. Die Ausstellung des
vom Bundestag 2019 beschlossenen Projekts „Frauen im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus“ wurde 2024 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
eröffnet. Begleitend entstanden eine Webseite mit den Biografien von Frauen
im Widerstand sowie zahlreiche Publikationen. Weiter wird auf die Antwort zu
Frage 23 verwiesen.
30. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um die
Aufarbeitung des Kolonialismus zu stärken?
Die Bundesregierung hat seit Dezember 2021 zahlreiche Maßnahmen ergriffen,
um die Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialvergangenheit zu
stärken. Wichtige Schritte der BKM werden hier beispielhaft aufgeführt.
Die Staatsministerin Claudia Roth und die damalige französische
Kulturministerin Rima Abdul Malak haben 2023 die Förderung einen gemeinsamen Fonds
zur Erforschung von Kulturgütern aus Subsahara-Afrika vereinbart. Der Fonds
ist Anfang 2024 beim deutsch-französischen Forschungsinstitut Centre Marc
Bloch gestartet.
Die Deutsche Digitale Bibliothek hat ein zentrales Online-Portal zu
Kulturgütern aus kolonialen Kontexten in deutschen Kultur- und
Wissenschaftseinrichtungen eingerichtet, das seit Juli 2024 mehrsprachig und interaktiv nutzbar ist.
Das Online-Portal informiert auf Deutsch, Englisch und Französisch über
Kulturgüter aus kolonialen Kontexten in deutschen Einrichtungen und ihre
Geschichte.
Die Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten
(„Kontaktstelle“) hat im Jahr 2022 eine Umfrage zu menschlichen Überresten in deutschen
Museen und Universitätssammlungen durchgeführt, um einen Überblick über
die Bestände zu gewinnen. Auf dieser Basis wird die Kontaktstelle ein Konzept
für die Etablierung einer Plattform für den Austausch und die Beratung zum
weiteren Umgang mit menschlichen Überresten erarbeiten.
In den vergangenen Jahren hat die Bundesregierung insgesamt die
Bemühungen um Rückgaben von Kulturgütern die Repatriierung von menschlichen
Gebeinen aus kolonialen Kontexten intensiviert. Beispielhaft sei hier die
Unterzeichnung einer Gemeinsamen Politischen Erklärung am 1. Juli 2022 über die
Rückgabe von Benin-Bronzen und die bilaterale Museumszusammenarbeit mit
Nigeria genannt. Aus dem Bundeshaushalt 2024 stehen bei der BKM Mittel zur
Förderung der Rückführung von Kulturgütern aus kolonialen Kontexten zur
Verfügung.
Die Staatsministerin Claudia Roth hat einen Wissenschaftlichen Beraterkreis
für erinnerungspolitische Fragen berufen, der die BKM auch zu dem
Themenfeld Aufarbeitung des Kolonialismus berät. Am 14. November 2024 wurde ein
von BKM und dem Land Berlin finanziertes Dekoloniales Denkzeichen „Earth
Nest“ vor dem Berlin Global Village feierlich eröffnet. Darüber hinaus fördert
die BKM ein Informations- und Erinnerungskonzept am Standort der ersten
deutschen Kolonialschule in Witzenhausen. Beim Kunstraum SAVVY
Contemporary in Berlin wurde ein künstlerisches Programm zur Aufarbeitung der
deutschen Kolonialvergangenheit unterstützt. Schließlich bringt BKM in enger
Zusammenarbeit mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft
und Zivilgesellschaft ein Konzept für einen Lern- und Erinnerungsort
Kolonialismus voran.
Zur Stärkung der Zusammenarbeit mit internationalen Partnerinnen und
Partnern werden im Rahmen eines Sonderprogramms „Globaler Süden“ zahlreiche
Projekte gefördert, die sich mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands
beschäftigen und/oder die unmittelbar dem kulturellen Austausch zwischen
Deutschland und Akteuren des Globalen Südens dienen. Das gemeinsam mit
dem AA finanzierte Projekt „TheMuseumsLab“ setzt sich mit Fortbildungs-
und Wissensaustauschprogrammen für einen verstärkten Austausch im Bereich
Museumsmanagement und eine vertiefte kulturelle Zusammenarbeit mit Afrika
ein.
Auch zahlreiche Einrichtungen, die von der BKM gefördert werden, tragen zur
Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit bei. So zeigt beispielsweise
die Stiftung Humboldt Forum seit Herbst 2024 eine Sonderausstellung zur
Geschichte Tansanias; zudem wird in der James-Simon-Galerie mit der durch AA
finanzierten Ausstellung „Planet-Africa. Eine archäologische Zeitreise“ ein
kontinentübergreifendes Ausstellungsprojekt gezeigt, dass die afrikanische
Archäologie im Fokus hat. In den vergangenen Jahren hat die SPK die
Erforschung ihrer Bestände vertieft, so dass begleitet vom AA wiederholt
Kulturgüter restituiert bzw. menschliche Gebeine repatriiert werden konnten. Mit dem
Programm „WAYS – Faire und nachhaltige internationale Partnerschaften“
unterstützt die Kulturstiftung des Bundes langfristige Kooperationen zwischen
Kunst- und Kulturschaffenden aus Deutschland und außereuropäischen
Regionen.
31. Welche Artefakte, Kunst- und Kulturgegenstände sowie menschliche
Gebeine wurden aus Bundesbesitz seit Dezember 2021, auf Grundlage
welcher Vereinbarung, an wen zurückgegeben (bitte einzeln auflisten)?
Zur Beantwortung wird auf die beigefügte Anlage 2* verwiesen. Die Antwort
beschränkt sich auf Rückgaben aus Einrichtungen, die der BKM zuzuordnen
sind.
a) Was ist über den Verbleib der Rückgaben bekannt (z. B. Verkauf,
Bestattung, Museumspräsentation)?
Bund, Länder und Kommunale Spitzenverbände bekennen sich klar zur
Umsetzung der Washingtoner Prinzipien von 1998 sowie der „Gemeinsame Erklärung
zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen
Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz“ von 1999. Alle öffentlichen
Kultureinrichtungen sind damit aufgerufen, ihre Bestände auf NS-Raubgut zu
überprüfen und im Falle von NS-Raubgut gerechte und faire Lösungen zu finden.
Eine gerechte und faire Lösung kann beispielsweise in einer Rückgabe liegen.
Weiter wird zur Beantwortung der Frage auf die Tabelle verwiesen.
Soweit es sich um Rückgaben aus kolonialen Kontexten handelt, gilt
Folgendes: Da auf Grundlage der zwischen Bund, Ländern und Kommunen
abgestimmten Ersten Eckpunkte von 2019 Rückgaben bedingungslos stattfinden,
fällt der Verbleib der Rückgaben in den Bereich der innerstaatlichen
Souveränität der jeweiligen Staaten und wird nicht weiterverfolgt.
b) Welche weiteren Rückgaben werden erfolgen oder sind geplant?
Soweit es sich um Rückgaben aus kolonialen Kontexten handelt, gilt
Folgendes: In der Tabelle sind solche Kulturgüter aufgeführt, für die die Provenienz
soweit erforscht ist, sodass ein Beschluss zur Rückgabe durch den Stiftungsrat
der SPK vorliegt. Bei menschlichen Überresten gilt, dass diese in jedem Fall
zurückgegeben werden, so der Herkunftsstaat dies wünscht. Die
Bundesregierung steht mit einer Vielzahl weiterer Staaten zu Rückgaben sowohl von
Kulturgütern als auch menschlichen Überresten im Austausch. Da der
Verhandlungsprozess – der beim Auswärtigen Amt liegt – jeweils noch nicht
abgeschlossen ist, können über zukünftige Rückgaben keine konkreteren Angaben
gemacht werden.
36. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um den
Schutz von schriftlichem Kulturgut zu stärken?
Die BKM hat in dem fraglichen Zeitraum rund 9,54 Mio. Euro für die
Erhaltung des schriftlichen Kulturguts bereitgestellt. Weiter wird auf die Antwort zu
Frage 1 verwiesen.
37. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um das
geistige Eigentum von Kreativen bei der Nutzung von Künstlicher
Intelligenz (KI) zu schützen?
a) Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen,
um laut Koalitionsvertrag „die Vergütungssituation für kreative und
journalistische Inhalte [zu] verbessern, auch in digitalen Märkten“?
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/14928 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
f) Was sind die wesentlichen Ergebnisse des durch das
Bundesministerium der Justiz ausgeschriebenen Forschungsvorhabens zur Analyse
bestehender Vergütungssystem für urheberrechtlich geschützte
Inhalte (vgl. Bundestagsdrucksache 20/9714)?
Welche Schlüsse für ihr Handeln zieht die Bundesregierung aus den
Ergebnissen?
Die Fragen 37, 37a und 37f werden gemeinsam beantwortet.
Um etwaigen gesetzgeberischen Handlungsbedarf und Reformoptionen im
Bereich des Urheberrechts zu untersuchen, hat das Bundesministerium der Justiz
ein Forschungsvorhaben zum Thema „Angemessene Vergütung insbesondere
im Bereich Streaming und Plattform-Ökonomie/Reform des Vergütungssystems
für gesetzlich erlaubte Nutzungen im Urheberrecht“ in Auftrag gegeben. Die
Gutachter legen ihren Bericht im April 2025 vor. Dier Ergebnisse werden
sodann ausgewertet werden.
b) Welchen politischen und gesetzgeberischen Handlungsbedarf sieht die
BKM bei der Sicherstellung des Urheberrechts von
Kreativschaffenden bei KI-Nutzung?
Die BKM setzt sich kontinuierlich für ein faires und starkes Urheberrecht ein.
Denn Urheberrecht ist Grundlage dafür, dass Kreative von ihrer Arbeit leben
können. Allgemein setzt sich die BKM in den Debatten um Künstliche
Intelligenz auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene dafür ein, dass der
Wert menschlicher Kreativität einen hohen Stellenwert erhält, da sie einzigartig
und unersetzlich ist. Dies gilt etwa bei Anpassung der rechtlichen
Rahmenbedingungen für KI, zuletzt etwa in den Verhandlungen der Europäischen KI-
Verordnung, in der Transparenz- und Dokumentationspflichten zur Verbesserung
der Durchsetzbarkeit von Urheberrechten verankert wurden. In diesem Sinne
verfolgt die BKM die weitere Debatte um Künstliche Intelligenz aufmerksam
mit und prüft kontinuierlich den politischen und gesetzgeberischen
Handlungsbedarf. Dabei hält die BKM insbesondere die Forderung der Kreativen nach
Transparenz und angemessener Vergütung für gerechtfertigt.
c) Sieht die Bundesregierung Handlungsbedarf, um das geistige
Eigentum von Kreativen vor unlizenzierter Nutzung durch KI-Plattformen
zu schützen (
www.sueddeutsche.de/kultur/internationale-urheberrecht
skonferenz-ki-urheberrecht-lux.LWu8enq9cnswQUrn9CYSzK)?
Auch bei Nutzungen im Zusammenhang mit KI gelten die europäischen
Regelungen zum Urheberrecht. Das gilt für die Erhebung und Nutzung von
sogenannten Trainingsdaten wie auch für die Generierung und Nutzung von KI-
Erzeugnissen. KI-Diensteanbieter und Nutzer solcher Dienste müssen sich bei der
Nutzung geschützter Inhalte an die geltenden Gesetze halten, dies bedeutet
konkret, dass eine Nutzung im Rahmen von Lizenzen oder auf Grundlage
gesetzlicher Ergebnisse zulässig sein kann. Gegen eine unrechtmäßige
Verwendung können die Rechtsinhaber Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche
geltend machen.
d) Welche Bundeseinrichtungen im Zuständigkeitsbereich der BKM
setzen KI-gestützte Verfahren ein, und zu welchem Zweck (bitte einzeln
auflisten)?
Im Geschäftsbereich der BKM werden im Bundesarchiv momentan einzelne
Pilotprojekte betrieben, die zum Ziel haben, die Zugänglichkeit und
Recherchierbarkeit des Archivguts zu verbessern. Darüber hinaus werden im
Geschäftsbereich der BKM derzeit keine KI-Tools eingesetzt. Die BKM selbst
erprobt aktuell das KI-Portal KIPITZ der Bundesverwaltung für den dienstlichen
Gebrauch.
e) Welche Projekte zur Anwendung von KI-gestützten Verfahren werden
von der BKM seit Dezember 2021 gefördert?
Folgende Projekt mit Bezug zur Anwendung von KI-gestützten Verfahren
werden oder wurden von der BKM seit Dezember 2021 gefördert:
1. Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (HdG)
„Multimodales Mining von Zeitzeugeninterviews zur Erschließung von
audiovisuellem Kulturgut“ (2020 bis 2022)
2. Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.
„KI für den Kulturgutschutz 1–3“ (2020 bis 2024)
3. Deutsche Welle (DW) „KI gegen Desinformation 1 und 2“ (2020 bis 2025)
4. Fonds Darstellende Künste e. V. Sonderprogramm „AUTONOM – KI und
Darstellende Künste“ (2019 bis 2022)
5. Annette von Droste zu Hülshoff Stiftung „Intelligente Allmende – ein KI-
gesteuerter poetischer Nutzgarten“ (2022 bis 2023)
6. Deutsche Presse-Agentur GmbH (dpa) in Kooperation mit der Schickler
GmbH „DRIVE ME“ (2021 bis 2022)
7. Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB); ausführende
Stelle: Gropius Bau mit den Berliner Festspielen „Digitale Kunst und
Vermittlung. Mensch trifft KI“ (2021 bis 2024)
8. Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB); ausführende
Stelle: Haus der Kulturen der Welt (HKW) „KI in der HKW-Mediathek;
Hassreden im Netz“ (2021 bis 2023)
9. Stiftung Preußischer Kulturbesitz „Mensch.Maschine.Kultur – Künstliche
Intelligenz für das digitale Kulturelle Erbe in der Staatsbibliothek zu
Berlin (SBB)“ (2022 bis 2025)
10. Sonderprogramm der JUNGEN AKADEMIE der Akademie der Künste
(AdK)“ „AI Anarchies – Künstliche Intelligenz (KI) und Ethik“ (2021 bis
2023)
11. Deutsche Welle (DW) „Entwicklung von KI-gestützten inhaltlichen
Analyseverfahren wie Audiomining zur Verfügbarmachung multilingualer
(Archiv-)Inhalte“ (2021 bis 2025)
12. Deutsche Nationalbibliothek (DNB) „Automatisches Erschließungssystem
– Inhaltliche Erschließung von Publikationen mit KI“ (2021 bis 2024)
13. Stiftung Neue Verantwortung e. V. „Ansätze zur Analyse und Bewertung
KI-basierter Empfehlungssystemen bei Internet-Intermediären“ (2022 bis
2024)
14. fragFINN e. V. „fragFINN – mit künstlicher Intelligenz smarter“ (2022 bis
2024)
15. Stiftung Jewish Digital Cultural Recovery Project (JDCRP) „Entwicklung
eines Pilot-Minimum Viable Product (MVP) der digitalen JDCRP“ (2023
bis 2025)
16. Deutsche Nationalbibliothek in Zusammenarbeit mit der Shoah
Foundation „Aus der Vergangenheit lernen für die Gegenwart“ (2021 bis 2024)
17. Deutsche Nationalkomitee von ICOMOS e. V. Workshop zum Thema
„Denkmalpflege und KI“ (2024)
18. Stuttgarter Kammerorchester e. V. „Musica Ex Machina“ (2022)
19. Saarländisches Staatsorchester „Andes! In welcher Welt?“ (2022)
20. Initiative Musik: Förderung einzelner Projekte zu KI-gestützten Verfahren
im Rahmen der Künstler:innenförderung und der Infrastrukturförderung
21. Musikfonds: Stipendienprogramm zur Künstlichen Intelligenz (seit 2024)
sowie Förderung einzelner Projekte mit Bezügen zur Anwendung KI-
gestützter Verfahren
g) Hält die Bundesregierung die bestehende Regelung zum Text-and-
Data-Mining (TDM) für ausreichend oder sieht sie Handlungsbedarf
hinsichtlich der verbesserten Durchsetzbarkeit sogenannter TDM-
Schranken?
Aus Sicht der Bundesregierung gibt es bei der gesetzlichen Erlaubnis zum
Text-und-Data-Mining Klärungsbedarf hinsichtlich der Auslegung der Norm,
u. a. zu den Fragen, wer berechtigt ist, ein Nutzungsvorbehalt zu erklären (Opt-
Out) und wann ein Vorbehalt „maschinenlesbar“ ist. Neben der
uneingeschränkten Geltung der unionsrechtlichen Regelungen zum Urheberrecht sollen
insbesondere Dokumentations- und Transparenzvorgaben in der KI-Verordnung
der Europäischen Union die Durchsetzbarkeit von Urheberrechten verbessern.
38. Welche neuen Preise, unter Angabe der jeweiligen jährlichen
Fördersumme, hat die BKM seit Dezember 2021 ausgelobt?
Seitens der BKM wurden seit Dezember 2021 keine neuen Preise ausgelobt.
39. Welche Konsequenzen hat die BKM aus der Corona-Pandemie und dem
Programm NEUSTART KULTUR für die Mittelempfänger und die
Bundeskulturförderung insgesamt gezogen?
Mit dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR ist es
gelungen, die Kulturbranche in Deutschland während und nach der Corona-
Pandemie zu stabilisieren und resilienter zu machen. Dies hat auch die im
Dezember 2024 veröffentlichte Evaluierung des Programms bestätigt. Die im Rahmen
von NEUSTART KULTUR gewählte dezentrale Struktur, in der 78
spartenspezifische Programme durch über 40 mittelausreichende Stellen – in erster Linie
Kulturverbände und -fonds – umgesetzt wurden, hat sich in der Krise bewährt
und hierauf könnte auch in zukünftigen Krisenfällen aufgebaut werden.
Darüber hinaus hat das Programm auch inhaltliche Impulse für künftige
Förderungen und für Innovationen in den unterschiedlichen Sparten gesetzt.
40. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um –
wie im Koalitionsvertrag angekündigt – die Strukturen der freien Szene
und des Bündnisses der internationalen Produktionshäuser zu stärken?
Die BKM hat in den vergangenen Jahren vielfältige Maßnahmen zur Stärkung
der Strukturen der Freien Szene ergriffen. Insbesondere wurde das Bündnis
internationaler Produktionshäuser in dieser Legislaturperiode mit rund 14. Mio.
Euro gestärkt. Auch die Bundeskulturfonds erfuhren eine erhebliche Erhöhung
ihres Haushaltsansatzes allein im Jahr 2024 von 11,35 Mio. Euro zu Beginn der
Legislaturperiode auf insgesamt 31,9 Mio. Euro, die auch als
Anschubfinanzierung nach der Corona-Pandemie gedacht war; zudem werden die
Bundeskulturfonds im Jahr 2025 trotz der extrem schwierigen Haushaltssituation mit weit
mehr als 100 Prozent im Vergleich zum Beginn der Legislaturperiode gestärkt.
Überdies profitiert die Freie Szene beispielsweise aber auch von den neu
geschaffenen Förderinstrumenten Festivalförderfonds oder Amateurmusikfonds,
den vielfältigen Programmen der Kulturstiftung des Bundes, des
Hauptstadtkulturfonds oder der Initiative Musik sowie vom Beitrag des Bundes zur
Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz. Weil alle von der BKM geförderten
Kultureinrichtungen mit ihren Mitteln Kultur in den diversen Sparten ermöglichen,
kommt auch die Förderung zahlreicher institutioneller Zuwendungsempfänger
mittelbar den frei produzierenden Künstlerinnen und Künstlern, Ensembles,
Einrichtungen und Strukturen in freier Trägerschaft zugute.
41. Welche Maßnahmen hat die BKM seit 2021 ergriffen, um die Errichtung
eines Hauses der Demokratie im Verbund mit der zu sanierenden
Frankfurter Paulskirche als nationalen Erinnerungsort mit europäischer
Strahlkraft voranzubringen, wie es der Bundespräsident und die
Vorgängerregierung begonnen haben?
Es ist ein zentrales Anliegen der BKM, die zu sanierende Paulskirche
zusammen mit einem neu zu errichtenden Haus der Demokratie in Frankfurt a. M. auf
Grundlage der Empfehlungen der Expertenkommission Paulskirche zu einem
Lern- und Erinnerungsort mit bundesweiter und internationaler Strahlkraft zu
entwickeln. Die BKM ist sowohl auf Leitungs- als auch auf Arbeitsebene dazu
im regelmäßigen Austausch mit dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt, in
deren Eigentum die Paulskirche und die für das Haus der Demokratie
benötigten, noch zu bestimmenden Liegenschaften stehen und die zunächst die
Voraussetzungen für die Realisierung des Vorhabens schaffen muss. Nachdem die
Stadtverordnetenversammlung am 2. Mai 2024 den Grundsatzbeschluss zur
Entwicklung eines Hauses der Demokratie in konzeptioneller und räumlicher
Einheit mit der Paulskirche gefasst hat, soll im ersten Quartal 2025 ein
städtebaulicher und freiraumplanerischer Ideenwettbewerb für das Haus der
Demokratie ausgeschrieben werden, dem sich ein Realisierungswettbewerb
anschließen wird.
42. Wie viel externe Studien und Gutachten hat die BKM seit Dezember
2021 in Auftrag gegeben, und welche Kosten sind dadurch entstanden
(bitte Auftrag und Kosten einzeln auflisten)?
Die BKM hat seit Dezember 2021 folgende externe Gutachten und Studien in
Auftrag gegeben, wofür die jeweils aufgelisteten Kosten entstanden sind:
1. Drei Gutachten zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Filmreform
(zwei zur Ausgestaltung einer Investitionsverpflichtung, eines zur
Ausgestaltung eines steuerlichen Anreizmodells), Kosten: 59.202,50 Euro,
17.850 Euro, 22.000 Euro,
2. Rechtsgutachten Prof. Dr. Christoph Möllers zu Umfang und Grenzen der
Kunstfreiheit im Rahmen staatlicher Kunst- und Kulturförderung, Kosten:
15.470 Euro,
3. Rechtsgutachten Prof. Dr. Christoph Möllers zur Zulässigkeit und
Zweckmäßigkeit sanktionsbehafteter Einschränkungen oder Vorgaben gegen
Antisemitismus, Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung im
Kulturbereich, Kosten: 8.925 Euro,
4. Sechs Gutachten zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem KulturPass,
Kosten: 14.700 Euro, 8.470 Euro, 10.159,33 Euro, 11.876,67 Euro,
15.929,01 Euro, 7.705 Euro,
5. Rechtsgutachten zur Reform der sogenannten Beratenden Kommission,
Kosten: 53.590,50 Euro,
6. Studie zur NS-Aufarbeitung in der deutschen Kulturszene, Kosten
150.000 Euro,
7. Studie der BKM zum E-Lending in Öffentlichen Bibliotheken, Kosten,
180.000 Euro,
8. Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage von Soloselbstständigen und
hybrid Erwerbstätigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW), den
öffentlichen Kulturbetrieb und Kulturberufen in Deutschland (noch nicht
abgerechnet).
43. Welche Inlandsreisen hat die BKM seit Amtsantritt getätigt, und wie
viele Mitarbeiter haben die BKM dabei begleitet (bitte einzeln auflisten)?
a) Welche Kosten sind durch die Reisen entstanden (bitte einzeln
auflisten)?
b) Welche Verkehrsmittel hat die BKM dafür genutzt (bitte einzeln für
jede Reise auflisten)?
44. Welche Auslandsreisen hat die BKM seit Amtsantritt getätigt, und wie
viele Mitarbeiter haben die BKM dabei begleitet (bitte einzeln auflisten)?
a) Welche Kosten sind durch die Reisen entstanden (bitte einzeln
auflisten)?
b) Welche Verkehrsmittel hat die BKM dafür genutzt (bitte einzeln für
jede Reise auflisten)?
Die Fragen 43 bis 44b werden gemeinsam beantwortet.
Eine Auswertung aller Auslands- und Inlandsdienstreisen der BKM ist in der
Kürze der Zeit nicht zu leisten. Dienstreisen der BKM werden statistisch nicht
erfasst; eine automatisierte statistische Auswertung ist nicht möglich.
Dienstreisen der Staatsministerin umfassen häufig mehrere dienstliche Termine an
einem Ort oder an unterschiedlichen Orten an einem Tag oder über mehrere
Tage hinweg. Eine Begleitung erfolgt regelmäßig durch eine Person aus dem
Büro der Staatsministerin und eine oder mehrere Personen aus den
Fachreferaten oder Stäben. Insofern war nur eine manuelle und kursorische Auswertung
der drei letzten Kalenderjahre möglich, auf deren Grundlage sich rund 300
Reisen in die Länder sowie rund 35 Reisen ins Ausland ergeben, vorwiegend zur
europäischen Abstimmung im Rahmen des Europäischen Rates für Kultur und
Medien sowie Begleitungen des Bundespräsidenten oder
Regierungskonsultationen.
45. Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung bei folgenden im
Koalitionsvertrag festgeschriebenen Vorhaben:
a) Plenum Kultur,
Die unvorhersehbaren Entwicklungen während der Legislaturperiode, die
Kumulation der Krisen – insbesondere der russische Angriffskrieg auf die
Ukraine, die Energiekrise sowie der Terrorangriff der Hamas auf Israel und dessen
Auswirkungen auch auf Deutschland – haben den Bedarf und die Akzeptanz
des Plenums der Kultur verändert und andere Prioritätensetzungen erfordert. Es
haben anlass- und themenspezifische Gesprächsformate mit Branchen und
Betroffenen stattgefunden, um aktuellen kulturpolitischen Herausforderungen zu
begegnen und operativ wirksame Lösungen zu erarbeiten. Durch die besonders
enge Zusammenarbeit mit den Ländern sowohl in medien- wie
kulturpolitischen Fragen (siehe hierzu auch die Antwort zu Frage 1), vom Energiefonds
Kultur über EMFA und Absicherung UHF-Bund war ein zusätzliches
gesondertes Gesprächsformat von den Ländern nicht mehr weiterverfolgt.
b) Bundesstiftung industrielles Welterbe,
Die Initiative der Regierungsfraktionen zur Umsetzung der Aussage aus dem
Koalitionsvertrag mündete nach mehreren Fachgesprächen im Herbst 2024 in
eine parlamentarische Initiative zu einer Stiftungsgründung; ein entsprechender
Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen kam nicht mehr zur Abstimmung im
Deutschen Bundestag.
c) Sonntagsöffnung Bibliotheken,
f) Internationale Museumsagentur,
i) Sicherung des UHF-Bandes (UHF = Ultra-High-Frequency) für Kultur
und Rundfunk?
Es wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.
d) Anpassung der Baunutzungsordnung für Clubs und Livemusikstätten,
Das Bundeskabinett hat am 4. September 2024 den Entwurf eines Gesetzes zur
Stärkung der integrierten Stadtentwicklung beschlossen. Der Gesetzentwurf
liegt dem Deutschen Bundestag vor.
e) Prüfung einer Zustellförderung für Presseerzeugnisse,
Eine Prüfung gemäß dem Auftrag des Koalitionsvertrags hat stattgefunden:
Nach den vom BMWK und der BKM in Auftrag gegebenen und bereits 2023
veröffentlichten Gutachten wäre eine Förderung durch die öffentliche Hand
grundsätzlich möglich. Angesichts der großen wirtschaftlichen und finanziellen
Herausforderungen an den Bund, die auch zu einer Neupriorisierung in vielen
Bereichen geführt hat, war es nicht möglich, Mittel für eine wirksame
Pressezustellförderung im Bundeshaushalt bereit zu stellen.
g) Kompetenzzentrum für digitale Kultur,
Das im Koalitionsvertrag genannte Vorhaben der Errichtung eines
Kompetenzzentrums für digitale Kultur wurde bislang nicht auf den Weg gebracht.
h) Gesetz für Auskunftsanspruch der Presse gegenüber Bundesbehörden,
Die BKM hat mit der Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für den
Auskunftsanspruch der Presse gegenüber Bundesbehörden begonnen und einen
Referentenentwurf für ein Medienauskunftsgesetz erstellt. Aufgrund der
vorzeitigen Beendigung der Legislaturperiode konnte keine Ressortabstimmung
eingeleitet und somit das Vorhaben aus zeitlichen Gründen nicht mehr erfolgreich
abgeschlossen werden. Im Falle eines erneuten politischen Auftrags der neuen
Bundesregierung kann das Vorhaben kurzfristig wieder aufgenommen werden.
Der Auskunftsanspruch der Presse gegenüber Bundesbehörden, der nach er
ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsrechts unmittelbar aus
Verfassungsrecht (Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes) folgt, besteht
unverändert fort und gewährleistet den Auskunftsanspruch der Presse auf
Bundesebene.
46. Wie ist der Sachstand hinsichtlich der im Koalitionsvertrag geforderten
Prüfung einer Förderung unabhängiger Verlage, insbesondere auch
bezüglich potenzieller Förderadressaten und einer staatsfernen und
meinungsneutralen Förderung?
Wann, und mit welchen Branchenvertretern und politischen Akteuren hat
sich die BKM im Jahr 2024 bezüglich der Prüfung einer Förderung
unabhängiger Verlage getroffen (bitte einzeln auflisten)?
Wer ist Mitglied der Bund-Länder-Arbeitsgruppe (AG), die laut
Presseberichten über eine strukturelle Verlagsförderung beraten soll (vgl. www.
fr.de/kultur/literatur/unabhaengige-verlage-unterbezahlt-aber-unverzicht
bar-93361070.html), und wann und mit welchem Ergebnis hat sich diese
AG getroffen?
Grundlage der Prüfung einer Förderung unabhängiger Verlage ist die von der
BKM in Auftrag gegebene Studie „Aktuelle Bestandsaufnahme und
Bedarfsanalyse im Bereich der Förderung verlegerischer Vielfalt auf dem Buchmarkt in
Deutschland“ von 2021. Zudem liegt ein Positionspapier des Börsenvereins des
deutschen Buchhandels von 2023 vor. Die BKM hat im Laufe der
Legislaturperiode intensive Gespräche mit der Branche geführt. Am 9. Oktober 2024 war
das Thema Gegenstand des Kulturpolitischen Spitzengesprächs. Dabei wurde
die Einrichtung einer Bund-Länder-AG zum Thema Verlagsförderung unter
Federführung des Landes Hessen vereinbart. Das Land wird zeitnah zu einem
Auftakttreffen einladen. Eine komplementäre Beteiligung der Länder ist für die
BKM weiterhin entscheidend.
47. Wie ist der Sachstand beim Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und
Europäische Transformation, wann wird der Architekturwettbewerb
abgeschlossen sein, und welche Gremienbesetzungen stehen an?
Seit Herbst 2024 agiert für das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und
Europäische Transformation eine Trägergesellschaft, die mit der Eintragung in
das Handelsregister am 16. September 2024 gegründet wurde. Die
Zukunftszentrum gGmbH mit Sitz in Halle (Saale) hat ihre Arbeit unmittelbar nach der
Gesellschaftsgründung begonnen. Die Aufbauphase der Gesellschaft erfolgt
derzeit durch einen Interims-Geschäftsführung und einen kleinen Aufbaustab.
Die Beteiligungsführung liegt im Stab des Beauftragten für Ostdeutschland im
Bundeskanzleramt.
Zu den Organen des Zukunftszentrums gehören die Geschäftsführung, der
Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung, ferner sind beratend ein
wissenschaftlicher Beirat und ein Kuratorium vorgesehen. Der Aufsichtsrat wurde am
12. November 2024 konstituiert. Er fungiert als Beratungs- und
Überwachungsorgan der Geschäftsführung und soll maßgeblich die Wahrung der
Bundesinteressen sicherstellen. Der Wissenschaftliche Beirat soll die Gesellschaft in allen
wissenschaftlichen Fragen beraten und ist bei der Besetzung der Professuren im
wissenschaftlichen Bereich einzubinden. Das Kuratorium soll auf Basis einer
breiten Mitgliederstruktur zur programmatischen Ausrichtung und Formaten
des Zukunftszentrums beraten. Über die Gremien werden neben dem Bund
auch Vertreter der Stadt Halle (Saale), des Landes Sachsen-Anhalt sowie
weitere fachkundige Vertreter und Vertreterinnen aus den Bereichen Kultur,
politische Bildung und Forschung sowie auch Jugendvertreter eingebunden sein.
Der laufende Architekturwettbewerb zur Gestaltung des geplanten Neubaus in
Halle (Saale) wird mit der letzten Preisgerichtssitzung Ende April 2025
abgeschlossen.
49. Wie ist der Sachstand der Umsetzung des vom Deutschen Bundestag
beschlossenen „Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und
ermordeten Zeugen Jehovas“ (Bundestagsdrucksache 20/6710)?
Der Bundestag hat am 22. Juni 2023 die Errichtung eines Mahnmals für die im
Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas beschlossen.
Mit der Umsetzung des Beschlusses wurde die Stiftung Denkmal für die
ermordeten Juden Europas beauftragt. Es wurde ein geeigneter Standort im Berliner
Tiergarten identifiziert und die Planungen durchgeführt. Die BKM hat der
Stiftung Denkmal für die Errichtung zusätzliche Fördermittel bewilligt, die
Realisierung steht bevor. Weiter wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.
50. Wie ist der Sachstand der Umsetzung des vom Deutschen Bundestag
beschlossenen Mahnmals für die Opfer kommunistischer
Gewaltherrschaft?
Im Jahr 2019 beschloss der Deutsche Bundestag die Errichtung eines zentralen
Mahnmals für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft in Deutschland.
Die BKM fördert eine Koordinierungsstelle bei der Bundesstiftung zur
Aufarbeitung der SED-Diktatur, an der sich auch die Union der Opferverbände
Kommunistischer Gewaltherrschaft beteiligt. Die Koordinierungsstelle begleitet und
steuert in Abstimmung mit der BKM die Planungen zur Realisierung des
Denkmals. Im Zusammenwirken mit einem wissenschaftlichen Beirat wurde bereits
2020 eine inhaltliche Konzeption für das Mahnmal vorgelegt. Ergänzend zum
Denkmal sind ein Informationsangebot vor Ort und eine vertiefende digitale
Dokumentation geplant. Im Jahr 2024 legte die BKM nach intensiver Suche im
Einvernehmen mit dem Bezirk Berlin-Mitte, dem Land Berlin und den
Opferverbänden einen zentral gelegenen Standort im Spreebogenpark, unweit des
Bundeskanzleramts fest. Hinsichtlich der bestehenden Gestaltung des Parks
holte die BKM die Zustimmung der Architekten ein. Das Bundesamt für
Bauwesen und Raumordnung wurde mit der Durchführung des Bauvorhabens
beauftragt und bereitet derzeit einen künstlerischen Gestaltungswettbewerb vor.
Weiter wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.
51. Wie ist der Sachstand der Umsetzung des vom Deutschen Bundestages
beschlossenen „Dokumentationszentrums Zweiter Weltkrieg und
deutsche Besatzungsherrschaft in Europa“ (Bundestagsdrucksache 20/8876)?
Die von der BKM geförderte Stabsstelle für ein Dokumentationszentrum
„Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa“ (ZWBE) bei
der Stiftung Deutsches Historisches Museum (DHM) arbeitet weiterhin
intensiv an der Umsetzung des Bundestagsbeschlusses durch die Fortführung der
Konzipierung von Gremien sowie der Struktur der geplanten Dauerausstellung.
Zur Stärkung der Sichtbarkeit des ZWBE beteiligt sie sich zudem an der
inhaltlichen Arbeit sowie der Entwicklung eines umfangreichen Begleitprogramms
der für Mai 2025 geplanten Wechselausstellung „Gewalt ausstellen. Erste
Ausstellungen zur NS-Besatzung in Europa, 1945–1948“ (Laufzeit: 23. Mai bis
23. November 2025) im DHM zu den Themen des ZWBE. Geplant sind
unterschiedliche Formate, die eine Verbindung zwischen Wissenschaft, Museen und
Gedenkstätten sowie breiterer Öffentlichkeit herstellen. Die Erkenntnisse aus
der Ausstellungsarbeit dienen der Erarbeitung der konzeptionellen Leitlinien
der künftigen Dauerausstellung am ZWBE. Ein weiterer wichtiger Schritt zur
baulichen Errichtung wird die Anerkennung des Raumbedarfs gemäß des dem
Deutschen Bundestag vorgelegten Realisierungsvorschlages durch das
Bundesministerium der Finanzen sein. Weiter wird auf die Antwort zu Frage 1
verwiesen.
52. Wie ist der Sachstand der Umsetzung des vom Deutschen Bundestag
beschlossenen Erinnerungsortes an die polnischen Opfer des Zweiten
Weltkrieges (Bundestagsdrucksache 19/23708)?
Am 26. Juni 2024 beschloss das Bundeskabinett den von der Stabsstelle an der
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gemeinsam mit dem
Deutschen Polen-Institut mit Finanzierung durch die BKM erarbeiteten
Realisierungsvorschlag für ein Deutsch-Polnisches Haus und übersandte ihn dem
Deutschen Bundestag. Der Deutsche Bundestag hat seine Beratungen über diesen
Antrag noch nicht beendet und keinen entsprechenden Entschließungsantrag
gefasst, der dann wiederum Grundlage für die weiteren Arbeiten der
Bundesregierung wäre. Die Stabsstelle erarbeitet derweil weiterhin Rahmenstrukturen
der geplanten Dauerausstellung und widmet sich dem Veranstaltungsprogramm
im Rahmen des Konzeptes „Haus ohne Ort“.
53. Wie ist der Sachstand zur Optimierung der Ständigen Ausstellung der
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung?
Der Stiftungsrat hat im April 2024 der Stiftung den Auftrag erteilt,
„gestalterische Möglichkeiten zur Optimierung der Ständigen Ausstellung“ zu prüfen.
Hauptzielrichtung ist dabei die Förderung von Empathie bei den Besuchern und
Besucherinnen. Erste Veränderungen wurden bereits im Anschluss umgesetzt,
mit den eingebrachten Vorschlägen hat sich der Wissenschaftliche Beraterkreis
im Oktober 2024 befasst. Bis Mitte 2025 sollen weitere Maßnahmen umgesetzt
werden.
54. Wie ist der aktuelle Sachstand bezüglich der Einrichtung eines Archivs
zum Rechtsterrorismus („Themenportal Rechte Gewalt“)?
a) Wer wird die redaktionelle und wissenschaftliche Verantwortung für
das Themenportal tragen?
b) Weshalb soll das Themenportal erst im Frühjahr 2025 freigeschaltet
werden und nicht, wie die BKM mitteilte, im „November 2024“ (vgl.
Bundestagsdrucksachen 20/13175 sowie 20/9848)?
Die Fragen 54 bis 54b werden gemeinsam beantwortet.
Das Archiv zum Rechtsterrorismus soll als virtuelles Archiv innerhalb des
„Archivportals-D“ unter der Bezeichnung „Themenportal Rechte Gewalt“
entwickelt werden. Es dient der Bereitstellung und öffentlichen
Zugänglichmachung von Unterlagen zum Themenkomplex „Rechte Gewalt“, die bei
staatlichen, kommunalen und zivilgesellschaftlichen Stellen entstanden sind. Für die
inhaltliche Konzeption und die Erarbeitung redaktioneller Inhalte sind das
Bundesarchiv und das Landesarchiv Baden-Württemberg verantwortlich.
Aufgrund von Umplanungen und anderen Verzögerungen wurde das
Themenportal nicht bereits im November 2024 freigeschaltet, sondern wird erst in
diesem Jahr freigeschaltet.
55. Wer ist Mitglied des von der BKM berufenen wissenschaftlichen Beirats,
der bei der Weiterentwicklung der Gedenkstättenkonzeption beraten soll
(vgl. ab Minute 07:50,
www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/k
w46-pa-kultur-gedenkstaettenkonzeption-1026548)?
Die Staatsministerin Claudia Roth hat einen wissenschaftlichen Beraterkreis für
erinnerungspolitische Fragen berufen, der die BKM vorwiegend zu
erinnerungskulturellen Themen berät, die in der zu aktualisierenden
Gedenkstättenkonzeption des Bundes nicht oder nur am Rande vorkommen: Aufarbeitung
Kolonialismus, Demokratiegeschichte, Erinnern in der
Einwanderungsgesellschaft. Es fanden bisher zwei Sitzungen des Beraterkreises statt, eine weitere ist
terminiert.
Mitglieder des Beraterkreises sind:
Prof. Dr. Maisha-Maureen Auma, Gastprofessorin am Universitätszentrum für
Frauen*- und Geschlechterstudien, Universität Klagenfurt
Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische
Forschung (ZZF) Potsdam
Prof. Dr. Ute Daniel, Professorin em. für Neuere Geschichte, Technische
Universität Braunschweig
Prof. Dr. Raphael Gross, Präsident der Stiftung Deutsches Historisches
Museum (DHM)
Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische
Gedenkstätten
Dr. Noa K. Ha, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums
für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)
Prof. Dr. Ulrich Herbert, Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte an
der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg.
Prof. Dr. Raj Kollmorgen, Professor für Management sozialen Wandels,
Hochschule Zittau/Görlitz
Prof. Dr. Meltem Kulaçatan, Professorin für Soziale Arbeit an der Internationen
Hochschule in Nürnberg
Prof. Dr. Elissa Mailänder, Professorin für Zeitgeschichte am Institut d’études
politiques de Paris (Sciences Po)
Dr. Stephan Malinowski, Professor für Modern European History an der
University of Edinburgh
Prof. Dr. Martin Sabrow, ehem. Direktor des Leibniz-Zentrums für
Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und Professor em. für Neueste Geschichte und
Zeitgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Gwendolyn Sasse, wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für
Osteuropa- und Internationale Studien in Berlin (ZOIS) und Einstein-Professorin
für Vergleichende Demokratie- und Autoritarismusforschung, Humboldt-
Universität zu Berlin
Prof. Dr. Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ)
Prof. Dr. Jenny Wüstenberg, Professorin für Geschichte und Memory Studies,
Nottingham Trent University
Prof. Dr. Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums
München
56. Welche Investitionsbedarfe der bundesgeförderten Gedenkstätten liegen
der BKM vor (bitte einzeln auflisten und nach baulichen, personellen
und wissenschaftlichen Bedarfen aufschlüsseln)?
Zur Deckung von Investitionsbedarfen bei bundesgeförderten Einrichtungen
sind bereits folgende Bundesförderungen vorgesehen:
• 5,25 Mio. Euro zur Ertüchtigung der Rahmenbedingungen für zeitgemäße
Bildungsarbeit der Gedenkstätte Bergen-Belsen (Neue Dauerausstellung)
• 17,5 Mio. Euro zur Neugestaltung der rekonstruierten Häftlingsbaracken
der KZ-Gedenkstätte Dachau als modernes Lern- und Ausstellungszentrum
• 4,3 Mio. Euro Erschließung und Umnutzung des ehemaligen Verwaltungs-
und Gefolgschaftsgebäudes des SS-Unternehmens „Deutsche Erd- und
Steinwerke“ für die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
• 10,4 Mio. Euro für die energetische Sanierung von Baudenkmälern und
Erneuerung von zwei Dauerausstellungen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
• 6 Mio. Euro für die Erneuerung der Hauptausstellung der KZ-Gedenkstätte
Neuengamme
• 1,49 Mio. Euro zur Entwicklung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager
Marienfelde zu einem inklusiven Geschichts- und Lernort
• 1,7 Mio. Euro zur Weiterentwicklung des Gedenk- und Bildungsortes
Jamlitz-Lieberose.
Darüber hinaus befindet sich BKM fortlaufend mit den verschiedenen
bundesgeförderten Gedenkstätten zu darüberhinausgehenden Bedarfen im Gespräch.
So hat die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten beispielsweise für
bauliche Maßnahmen sowie Ausstellungsüberarbeitungen in den nächsten Jahren
einen Gesamtbedarf in dreistelliger Millionenhöhe vorgetragen. Beim Museum
Karlshorst liegt eine Vorstudie zur Überarbeitung der Dauerausstellung vor.
Das Haus der Wannseekonferenz würde gerne das erste Obergeschoss der
historischen Villa zu einem Lernort umgestalten. Die Stiftung Topographie des
Terrors beabsichtigt eine bauliche Erhaltung und Instandsetzung des
Küchenkellers zur Nutzung als Ausstellungsfläche. Die Stiftung Berliner Mauer plant
den Ankauf eines fehlenden Grundstückes in der Bernauer Straße 13 sowie die
Herrichtung des Checkpoint Charlie als Bildungs- und Erinnerungsort am
ehemaligen Grenzübergang. Bei der Stiftung Gedenkstätte Berlin-
Hohenschönhausen ist eine Umbau- und Sanierungsmaßnahme der ehemaligen U-Haftanstalt II
am Erinnerungsort Keibelstraße vorgesehen. Auch unter Berücksichtigung der
verschiedenen bereits beschlossenen Maßnahmen (siehe hierzu die Auflistung
oben) werden diese sukzessive im Rahmen der haushalterischen Möglichkeiten
abgearbeitet und die weiteren Bedarfe in den künftigen Jahren in den Blick zu
nehmen sein.
57. Wann werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien der Außenstellen
des Stasiunterlagenarchivs, die der BKM seit November 2023 vorliegen,
veröffentlicht?
Die Machbarkeitsstudien zu den aufgrund von § 2 Absatz 1 Satz 1 des Stasi-
Unterlagen-Gesetzes geplanten Archivstandorten in Erfurt, Frankfurt (Oder),
Halle (Saale), Leipzig und Rostock sind nach ihrer Erstellung durch die
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) von Bundesarchiv und BKM
ausgewertet worden. Auf ihrer Grundlage erfolgen nun die weiteren Planungen
und Abstimmungen für eine Realisierung an den favorisierten Standorten. Die
Machbarkeitsstudien dienen der internen Verwendung, eine Veröffentlichung ist
nicht vorgesehen.
58. Welche Investitionsbedarfe hat das Bundesarchiv (bitte einzeln auflisten
und nach baulichen, personellen und wissenschaftlichen Bedarfen
aufschlüsseln)?
Beim Bundesarchiv bestehen bauliche Investitionsbedarfe u. a. an den
Standorten Koblenz, Berlin, Hoppegarten, den in der Antwort zu Frage 57 genannten
Archivstandorten sowie den acht geplanten Außenstellen nach § 2 Absatz 1
Satz 2 des Stasi-Unterlagen-Gesetzes. Konkret beziffern lassen sich diese zum
gegenwärtigen Stand der Planungen noch nicht.
59. Wie ist der Sachstand beim Bau des Freiheits- und Einheitsdenkmals in
Berlin?
Auf der Baustelle des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin (FED) sind
wesentliche Arbeiten am Denkmalsockel abgeschlossen; es fehlt die
Fertigstellung des Sockelbauwerkes und der Stahlschale. Im Jahr 2024 haben sowohl der
Generalübernehmer für die Realisierung des FED, die ARGE Milla & Partner
GmbH/Sasha Waltz als auch das für den Stahlbau verantwortliche
Nachunternehmen der ARGE Insolvenz angemeldet. Um die Fertigstellung des FED
weiterhin zu gewährleisten, strebt der Bund in Abstimmung mit dem
Insolvenzverwalter der ARGE eine Insolvenzplanlösung an. Die Entscheidung des
Insolvenzgerichts über den Insolvenzplan wird im ersten Quartal 2025 erwartet. Der
Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat im Oktober 2024 einen
Bericht der BKM zum FED zur Kenntnis genommen und damit den Weg frei
gemacht, dass die zur Umsetzung des angestrebten Insolvenzplans erforderlichen
Mittel bereitgestellt werden können.
60. Wurden die im Abschlussbericht zu den Vorwürfen gegen die Direktion
des Arolsen Archives empfohlenen Verbesserungen im Bereich der
Kommunikation sowie „ergänzender Regelwerke“ vollständig umgesetzt
(vgl. Bundestagsdrucksache 20/11073)?
Das seit Anfang 2024 vollständig für den Internationalen Suchdienst/Arolsen
Archives zuständige Auswärtige Amt hat mitgeteilt, dass die empfohlenen
Verbesserungen im Bereich der Kommunikation und der „ergänzenden
Regelwerke“ alle in Angriff genommen und zwischenzeitlich überwiegend vollständig
umgesetzt wurden. Die Anlaufstellen der bzw. des Inklusionsbeauftragten, der
bzw. des Antikorruptionsbeauftragten, AGG-Beschwerdestelle und ein
anonymes Hinweisgebersystem sind eingerichtet worden. Darüber hinaus wurde zum
1. Juni 2024 eine Expertin für innerbetriebliche Kommunikation eingestellt und
ein Beratungsangebot mit Arbeitspsychologen zur Verfügung gestellt.
61. Wie ist der Sachstand bei dem Vorhaben, eine „Agentur für
Internationale Museumskooperation“ zu errichten?
a) Wann, und mit welchen Akteuren haben sich das Auswärtige Amt
und die BKM im Jahr 2024 zum Thema „Agentur für Internationale
Museumskooperation“ getroffen (bitte einzeln auflisten)?
b) Ist die Besetzung der Geschäftsführung der „Agentur für
Internationale Museumskooperation“ mittlerweile abgeschlossen?
c) Wurde der Stellenplan der „Agentur für Internationale
Museumskooperation“ mittlerweile durch das Bundesministerium der Finanzen
gebilligt?
d) Welche inhaltlichen Schwerpunkte bearbeitet die „Agentur für
Internationale Museumskooperation“?
Die Fragen 61 bis 61d werden gemeinsam beantwortet.
Die Zuständigkeit für die Museumsagentur liegt beim AA. Weiterhin beteiligt
sind die BKM und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (BMZ). Die Zusammenarbeit mit der BKM ist eng.
Die Museumsagentur ist eine gemeinnützige GmbH des Bundes. Die
Beteiligungsführung wird vom AA wahrgenommen. Das AA steht über die Tätigkeit
im Aufsichtsrat hinaus im regelmäßigen Kontakt zu den anderen beteiligten
Häusern, insbesondere zu BKM und BMF. Eine Liste der zahlreichen Treffen
und Gespräche wird nicht geführt.
Die Besetzung der Geschäftsführung ist abgeschlossen. Die Agentur für
Internationale Museumskooperation wurde am 30. November 2023 in das
Handelsregister eingetragen.
Die Agentur baut zurzeit ihr Personal auf und hat aktuell sieben
Mitarbeiterinnen (Stand: 1. Januar 2025). Das Bundesministerium der Finanzen ist im
Aufsichtsrat vertreten und somit engstens in die Steuerung der Agentur
eingebunden.
Die Agentur wird Aufgaben in vier Schwerpunktbereichen wahrnehmen:
Ausstellungen (Unterstützung deutscher Museen bei Anbahnung, Konzeption,
Finanzierung von internationalen Ausstellungsvorhaben), Services
(Unterstützungsleistungen für deutsche Museen in der internationalen Kooperation), Joint
Learning (Weiterbildung von Museumsmitarbeitenden aus dem Ausland) und
Infrastruktur (Unterstützung bei der Durchführung von
Infrastrukturmaßnahmen im internationalen Museumsbereich).
63. Welche Projekte und wie viele Stipendiaten wurden im Rahmen von
„TheMuseumsLab“ im Jahr 2024 gefördert, und welche Konzeption liegt
der Förderung zugrunde?
TheMuseumsLab ist ein kollaboratives Projekt des gemeinsamen Lernens, das
Museumsfachkräften – unterstützt von 38 europäischen und 13 afrikanischen
Museen und Kulturorten – berufliche Weiterentwicklung, Netzwerkbildung,
Karriereperspektiven und Perspektiverweiterungen zur
Museumszusammenarbeit zwischen Afrika und Europa ermöglicht und Raum für zukünftige
gemeinsame Gestaltung bietet.
Ein Programmjahr besteht aus drei Modulen und kurzen Hospitationen:
Modul 1: Digitales Seminar mit Vorträgen, Diskussions-, Austausch- und
Reflexionsrunden
Modul 2: Präsenz-Seminar in Berlin mit Workshops, Vorträgen, Diskussions-
Austausch und Reflexionsrunden an Partnermuseen vor Ort
Hospitationen/Residencies an afrikanischen und europäischen Partner-Museen
Modul 3: Präsenz-Seminar mit Workshops, Vorträgen, Diskussions-Austausch
und Reflexionsrunden an einem Partnermuseum in Afrika.
Seit seinem Bestehen haben rund 50 Stipendiatinnen und Stipendiaten pro Jahr
(bei rund 300 Bewerbenden) aus über 25 afrikanischen und nahezu allen
Ländern der EU sowie der Ukraine und der Türkei an dem Programm
teilgenommen.
64. Welche Projekte und wie viele Journalisten wurden durch die Hannah-
Arendt-Initiative im Zeitraum von 2021 bis 2024gefördert (bitte einzeln
auflisten)?
Seit dem Jahr 2022 (Gründung der Hannah-Arendt-Initiative) wurden folgende
Projekte von der BKM sowie dem AA gefördert:
• Unterstützung von Exilmedien, unter anderem Aufbau russischer,
belarussischer und ukrainischer Medien im Exil in Deutschland
• Projektdurchführende Organisation: European Fund for Journalism in Exile
(JX Fund)
• Anzahl der Medienschaffenden, die von den Maßnahmen des
Förderprogramms profitierten nach Jahren:
• 2022: 1.070
• 2024: 2.477
• Voices of Ukraine
• Projektdurchführende Organisation: Europäisches Zentrum für Presse- und
Medienfreiheit (ECPMF)
• Anzahl der Medienschaffenden, die von den Maßnahmen des
Förderprogramms profitierten nach Jahren:
• 2022: 581
• 2024: 2.169
• Fellowship for Critical Voices
• Projektdurchführende Organisation: Media in Cooperation and Transition
(MiCT)
• Anzahl der Medienschaffenden, die von den Maßnahmen des
Förderprogramms profitierten nach Jahren:
• 2022: 177
• 2024: 297
• Space for Freedom
• Projektdurchführende Organisation: Deutsche Welle Akademie
• Anzahl der Medienschaffenden, die von den Maßnahmen des
Förderprogramms profitierten nach Jahren:
• 2022: 77
• 2024: 281
Bezüglich der Angaben für das Jahr 2023 wird auf die Antwort der
Bundesregierung zu Frage 21a der Kleinen Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf
Bundestagsdrucksache 20/10208 verwiesen.
65. Wie viele der zur Förderung durch BKM-Förderprogramme
ausgewählten Projekte sind in dieser Wahlperiode von der Förderung ihrer Projekte
zurückgetreten (bitte einzeln nach Förderprogramm, Förderhöhe,
Bundesland, Grund des Rücktritts auflisten), und wie viele dieser zur
Förderung ausgewählten Projekte sind wegen des hohen Bürokratieaufwands
zurückgetreten?
Es sind 79 Förderungen durch BKM-Förderprogramme geförderte Projekte
zurückgezogen worden. Davon zwei aufgrund des Bürokratieaufwands. Weiter
wird auf die Anlage 3* verwiesen.
66. Welche Maßnahmen hat die BKM seit Dezember 2021 ergriffen, um den
Bürokratieaufwand bei der Umsetzung von Förderprojekten signifikant
zu reduzieren und somit die Effizienz und Realisierungsgeschwindigkeit
zu steigern?
Die BKM hat zunächst damit begonnen, die vorhandenen eigenen Strukturen
und Abläufe zu betrachten. So werden beispielsweise fortlaufend interne
Handlungsanweisungen optimiert, die eine raschere Abwicklung von
Förderprojekten zum Ziel haben. Auch liegt ein verstärkter Fokus auf der Möglichkeit der
Aufgabenübertragung nichtministerieller Aufgaben an externe Dienstleister wie
das Bundesverwaltungsamt und die Kunstverwaltung des Bundes. Durch ihre
Expertise im Bereich Zuwendungsmanagement unterstützen beide Behörden
die BKM nachhaltig und wirksam bei ihren Fördervorhaben.
Verfahrensvereinfachend und -beschleunigend aus Sicht der Antragstellenden sind die Angebote
der BKM in Hinblick auf die Antragsdigitalisierung, die sukzessive ausgebaut
werden.
68. Wann wird der Umstrukturierungsprozess des „Netzwerks Kultur und
Inklusion“ abgeschlossen sein (vgl. Bundestagsdrucksache 20/9848)?
Der Umstrukturierungsprozess des Netzwerks „Kultur und Inklusion“ ist im
Gange und wird abgeschlossen, sobald der BKM ein förderfähiger Antrag und
entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.
69. Plant die Bundesregierung eine Fortschreibung von Maßnahmen des
Nationalen Aktionsplans (NAP) der Bundesregierung zur UN-
Behindertenrechtskonvention (NAP bzw. NAP 2.0) bzw. neue NAP-Maßnahmen
im Bereich Kultur, und wenn ja welche?
Eine Fortschreibung von Maßnahmen des Nationalen Aktionsplans der
Bundesregierung zur UN-Behindertenrechtskonvention (NAP bzw. NAP 2.0) bzw.
neue NAP-Maßnahmen im Bereich Kultur steht unter dem Vorbehalt künftiger
politischer Entscheidungen, insbesondere unter Haushaltsvorbehalt.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/14928 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
70. Welche Maßnahmen plant die BKM, um die Anfang Dezember 2024
veröffentlichten „Teilhabe-Empfehlungen für eine inklusive Kultur“ des
Behindertenbeauftragten der Bundesregierung und des Deutschen
Kulturrats (
www.publikationen-bundesregierung.de/pp-de/publikationssuche/in
klusive-kultur-2325262) umzusetzen (bitte im Einzelnen und mit
konkreter Zeitplanung auflisten)?
Die BKM prüft Möglichkeiten einer Berücksichtigung der jeweiligen
Empfehlungen, sofern eine Zuständigkeit der BKM gegeben ist und entsprechende
Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.
71. Welche Gespräche hat die BKM mit den Initiatoren für ein Exilmuseum
in Berlin im Jahr 2024 geführt, und mit welchem Ergebnis?
Ein Gespräch zwischen BKM und dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der
Stiftung Exilmuseum, André Schmitz, fand am 19. März 2024 statt. Aus dem
Austausch ging die Idee einer möglichen Veranstaltung Anfang 2025 hervor,
bei der die BKM inhaltlich unterstützt. Die ersten Abstimmungen hierzu
begannen im Sommer 2024. Am 14. November 2024 teilte die Stiftung Exilmuseum
mit, dass sie die Veranstaltung aus internen wie externen Gründen auf Herbst
2025 verschieben müsse und sich die Planungen entsprechend verzögerten.
72. Welche Unterstützung gab es seitens der BKM für Kultureinrichtungen
und Medienschaffende in der Ukraine im Jahr 2024, welche
Hilfeprogramme wurden 2024 fortgeführt (
www.bundesregierung.de/breg-de/bun
desregierung/bundespresseamt/bkm-ukraine-hilfen-2025064), und mit
welchen Akteuren steht die BKM dazu im Austausch?
Im Jahr 2024 hat die BKM Kultur- und Medienschaffende und
Kultureinrichtungen der Ukraine in den Feldern Ausstellungen, Literatur, Film und
Journalismus unterstützt. Die folgenden Programme wurden im Jahr 2024 fortgeführt
und umgesetzt:
• Ausstellungsprojekt „Von Odesa nach Berlin – Europäische Malerei des
16. bis 19. Jahrhunderts“ in der Gemäldegalerie Berlin.
• Europäischer Solidaritätsfond für den Ukrainischen Film (European
Solidarity Fund for Ukrainian Films, ESFUF).
• BKM-finanziertes Projekt des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
zur Stärkung der ukrainischen Buch- und Verlagsbranche, Förderung der
ukrainischen Präsenz auf der Frankfurter Buchmesse und Förderung der
„Ukrainischen Bibliothek“.
• JX Fund zur Unterstützung Medienschaffender unmittelbar nach ihrer
Flucht aus Kriegs- und Krisengebieten
• European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF), insbesondere das
Projekt „Perspektiven im Exil“.
• Die BKM steht dafür mit dem ukrainischen Kulturministerium, der
ukrainischen Botschaft und unterschiedlichen Kultureinrichtungen in der Ukraine
und Deutschland im Austausch.
Weiter wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.
73. Liegt der bereits 2023 angekündigte Code of Conduct der KBB
(Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin) inzwischen vor (vgl.
Bundestagsdrucksache 20/10353), und wird dieser auch für die Kooperationspartner
verbindlich gelten?
Der Verhaltenskodex (Code of Conduct) wurde seitens der Geschäftsführung
entworfen und eine Betriebsvereinbarung zur Einführung des Kodex befindet
sich zurzeit in Abstimmung mit dem Betriebsrat. Es finden bereits interne
Schulungen für alle Beschäftigten statt. Der Verhaltenskodex gilt für die KBB
und wirkt dadurch auf die von ihr eingegangenen Kooperationen. Für Gäste
und Kooperationspartner gibt es zum Teil ergänzende Regelungen innerhalb der
Geschäftsbereiche (beispielsweise Berlinale).
74. In welchen der von der BKM geförderten Einrichtungen wurden Codes
of Conduct im Hinblick auf Antisemitismus bereits etabliert (bitte
einzeln auflisten)?
Die BKM ermutigt Zuwendungsempfänger mit Nachdruck, sich Codes of
Conduct zur Prävention von Antisemitismus, Rassismus und allen Formen
gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu geben. Das Thema spielte auch bei
den insgesamt vier Treffen eine wichtige Rolle, zu denen Staatsministerin Roth
infolge des barbarischen Terrorangriffs der Hamas vom 7. Oktober 2023 alle
Zuwendungsempfänger der BKM eingeladen hat. Viele Kunst- und
Kultureinrichtungen haben mittlerweile entsprechende Codes of Conduct implementiert,
aber auch ihre Sicherheits- und Awareness-Strategien angepasst. Beispielhaft
dafür seien folgende Institutionen genannt: Stiftung Preußischer Kulturbesitz,
Stiftung Humboldt Forum, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-
Brandenburg, Barenboim-Said Akademie gGmbH, Initiative Musik gGmbH,
Reeperbahnfestival, Documenta und Museum Fridericianum GmbH, Stiftung
Bauhaus Dessau, Fonds Darstellende Künste, Bündnis Internationaler
Produktionshäuser, Bundesverband Freie Darstellende Künste e. V., Dachverband Tanz,
Deutsche Welle, Stiftung Deutsche Kinemathek, Arsenal – Institut für Film und
Videokunst e. V., deutsche Filminstitut – Filmmuseum Frankfurt, Berlinale,
European Film Academy e. V. u. v. a. Eine vollständige Aufstellung konnte in
der Kürze der Zeit nicht erstellt werden.
75. Wer entscheidet über die Zusammensetzung des neu geschaffenen
wissenschaftlichen Beirats der Documenta, welche Personen wurden dafür
ausgewählt, und wenn diese noch nicht benannt sind, wann werden sie
bekannt gegeben?
Die Gesellschafterversammlung der documenta und Museum Fridericianum
gGmbH benennt die Mitglieder des neu gegründeten Wissenschaftlichen
Beirats auf Vorschlag des Aufsichtsrats und in Abstimmung mit der
Geschäftsführung. Als Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats wurden Tania Coen-
Uzzielli, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, Diane
Lima, Prof. Dr. Christoph Menke und Thomas Sparr berufen.
76. Wie bewertet die BKM die Einführung des Kulturpasses für 18-Jährige?
Die BKM bewertet den KulturPass als Erfolg und macht dies an folgenden
Aspekten fest:
Junge Menschen nehmen auch dank des KulturPasses nach dem Ende der
Corona-Pandemie wieder aktiv am vielfältigen kulturellen Leben teil. Insgesamt
wurde der KulturPass bisher von rund 500.000 jungen Menschen der Jahrgänge
2005 und 2006 aktiv genutzt. Sie haben damit bisher rund 2,8 Millionen
Reservierungen von Kulturangeboten getätigt.
Beim ersten Jahrgang 2005 (200 Euro KulturPass-Budget) wurde 2023
innerhalb von sechs Monaten eine Quote von knapp 40 Prozent der 18-Jährigen
erreicht. Beim Jahrgang 2006 (100 Euro KulturPass-Budget) lag die Quote bei
rund 30 Prozent. Der neu geschaffene Zugang über das Online-Banking der
Sparkassen im letzten Quartal 2024 hat einen signifikanten Anstieg bei den
Identifizierungszahlen ausgelöst.
Die erfolgreiche Wirkung des KulturPasses lässt sich auch aus den
Rückmeldungen der Nutzenden bemessen. Bei Nutzerstudien bewerten rund 95 Prozent
der Befragten die App als gut oder sehr gut und dies unabhängig von Faktoren
wie Geschlecht, Migrationshintergrund, Nettohaushaltseinkommen oder
Wohnortgröße. Darüber hinaus nutzen über ein Drittel der Befragten die App für
neue Angebote, die sie sich vorher nicht leisten konnten.
Der KulturPass stärkt zudem die Kulturszene in Krisenzeiten. Für die rund
15.000 Anbietenden lohnt sich der KulturPass sehr. Bisher sind Reservierungen
im Gesamtwert von über 53 Mio. Euro unmittelbar der Kulturbranche
zugutegekommen. Mit dem KulturPass wurden bereits mehr als 1,5 Millionen
Buchkäufe, fast 1 Million Kinobesuche und über 280.000 Besuche von Konzerten,
Festivals und Theatern ermöglicht. Diese Zahlen steigen weiterhin, denn der
Jahrgang 2006 kann sein Budget noch bis zum Ende des Jahres 2025 nutzen.
Schließlich beschreitet die BKM mit dem KulturPass neue Wege in der
staatlichen Kulturförderung. Der KulturPass nimmt erstmals die Nachfrageseite in
den Blick und lässt das junge Publikum frei entscheiden, welche
Kulturangebote angenommen werden. Darüber hinaus ist der KulturPass auch ein Beispiel
für eine erfolgreiche Digitalisierung der Kulturpolitik.
a) Welche konkrete Summe der in den Jahren 2023 und 2024 für den
Kulturpass bereitgestellten Mittel sind zum Stichtag 1. Dezember 2024
belegt?
Zum Stichtag 1. Dezember 2024 waren Mittel des KulturPass-Titels in Höhe
von 74,4 Mio. Euro für die bereits freigeschalteten Budgets der KulturPass-
Nutzenden belegt.
b) Wie viele von diesen Mitteln sind bereits eingesetzt worden?
Zum Stichtag 1. Dezember 2024 hatten die Nutzenden bereits Mittel in Höhe
von 44,6 Mio. Euro für Reservierungen von kulturellen Gütern und
Veranstaltungen eingesetzt.
c) Wie viele Mitarbeiter sind bei der BKM insgesamt im Bereich
Kulturpass tätig?
Das Thema KulturPass wird bei der BKM von fünf Mitarbeitenden bearbeitet.
d) Welches Ergebnis hatte der von der BKM für „Mai/Juni 2024“
angekündigte „Volltest für Barrierefreiheit nach BITV 2.0“ (vgl.
Bundestagsdrucksache 20/11326)?
Die Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von
Informationstechnik (BFIT-Bund) hat die eingehende Prüfung der Mobilen Anwendung nach
Maßgabe der Richtlinie (EU) 2016/2102 auf die Konformität zur BITV 2.0 auf
das erste Halbjahr 2025 verschoben.
e) Weshalb wird die Internetseite des Kulturpasses nicht als barrierefrei
ausgewiesen (
www.kulturpass.de/barrierefreiheit/erklaerung-barriere-f
reiheit-leichte-sprache), obwohl die BKM bereits im Mai 2024
mitteilte, dass notwendige Anpassungen vorgenommen werden (vgl.
Bundestagsdrucksache 20/11326)?
Erforderliche und empfohlene Anpassungen, die aus der Prüfung der Webseite
im April 2024 hervorgingen, wurden zeitnah umgesetzt. Im Zuge dessen wurde
beispielsweise ein barrierefreier Player zur Wiedergabe audio-visueller Inhalte
integriert, um Audiodeskription und Untertitel bereitzustellen, sowie
Optimierungen struktureller und redaktioneller Art vorgenommen. Übersetzungen in
Leichter Sprache und in Gebärdensprache wurden ergänzt. Die Webseite wird
noch nicht als barrierefrei ausgewiesen, da zum aktuellen Zeitpunkt noch kein
neues externes Gutachten vorliegt, das die Barrierefreiheit der Webseite
bescheinigt.
f) Inwieweit sind die Kulturpass-Apps für Menschen mit
Sehbehinderungen, in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache nutzbar?
Für Menschen mit Sehbehinderungen bietet die KulturPass-App u. a. Kontrast-
Einstellungen (insbesondere Hochkontrast-Modus) sowie die Möglichkeiten
der Schriftvergrößerung und des Screen-Readers bzw. der Text-to-Speech-
Funktion des Smartphones. Die Webseite ist sowohl in Gebärdensprache als
auch in Leichter Sprache verfügbar. In der App bestehen keine Übersetzungen
in Gebärdensprache oder Leichte Sprache, allerdings ist der gesamte Kultur-
Pass-Marktplatz auch über die Webseite zu erreichen, sodass die Erklärungen
zur App-Nutzung in Gebärdensprache und Leichter Sprache sowie der Kultur-
Pass-Marktplatz an derselben Stelle auffindbar sind.
g) Wie ist der aktuelle Sachstand bei dem Vorhaben einer deutsch-
französischen Kooperation beim Kulturpass (vgl. Bundestagsdrucksache
20/11326)?
Gemeinsam mit dem Büro der Bevollmächtigten der Bundesrepublik für die
deutsch-französischen Kulturbeziehungen wurde im ersten Schritt ein Konzept
für ein regionales Pilotprojekt zur grenzüberschreitenden Nutzung zwischen
dem Saarland und dem benachbarten Département Moselle erarbeitet. Die
französische Seite hat bereits ihre grundsätzliche Unterstützung für das Pilotprojekt
signalisiert. Die operative Umsetzung soll noch in diesem Jahr erfolgen.
77. Inwieweit wurden im Rahmen der Verbändebeteiligung zu der von der
Bundesregierung geplanten Reform des Filmfördergesetzes Anregungen
von Menschen mit Behinderungen und deren Organisationen
aufgegriffen?
Für die BKM ist es ein wichtiges Anliegen, die kulturelle Teilhabe von
Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Im Rahmen der Novelle des FFG
wurden die Verbände und Organisationen von Menschen mit Behinderungen
frühzeitig beteilig. Hierbei wurde deutlich, dass insbesondere der Zugang zur
barrierefreien Fassung von geförderten Filmen – im Kino oder beim Streamen zu
Hause – verbessert werden sollte, um eine umfassendere Teilhabe für
Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung zu ermöglichen. Im novellierten FFG
wurde daher neben der bereits zuvor bestehenden Pflicht zur Herstellung der
barrierefreien Fassung zusätzlich die Pflicht eingeführt, diese Fassung bis zur
jeweiligen Erstauswertung auch auf allen Verwertungsstufen im Inland –
insbesondere im Kino, auf DVD, im Fernsehen und auf den Streamingplattformen –
zugänglich zu machen. Ziel ist es, dass Menschen mit Behinderungen
möglichst flächendeckend Zugang zu den geförderten Filmen erhalten.
Bundeskanzler Olaf Scholz Stand: 20. Dezember 2021
Die Beauftragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien
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Ldhing: J0060 von Samson 6.400-2063
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Staatsministerin Claudia Roth, MdB 6-400-2060 Leleing BOnos'eot"nnllnlltedn
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110001g Dr. Ruble M1shп 43201
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Bundeskanzler Olaf Scholz Stand: 12. Januar2022
Die Beauftragte der Bundesregierung
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Bundeskanzler Olaf Scholz Stand: 12. April 2022
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Stand: 01. Mai 2022Bundeskanzler Olaf Scholz
Die Beauftragte der Bundesregierung
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Stand: 14. Oktober 2022Bundeskanzler Olaf Scholz
Die Beauftragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien
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Stand: 01. März 2023 Bundeskanzler Olaf Scholz
Die Beauftragte der Bundesregierung
Iф Koeroc"rlkog000010b Die Beauftragte der Bundesregierungfür Kultur und Medien
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Idling: Dr. JenzAßhott(Ргецегprecher) ы201 für Kultur und Medien
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Leitender Beamter
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Stand: 24. Oktober 2023Bundeskanzler Olaf Scholz
Die Beauftragte der Bundesregierung
KommUnlkaeolrostebЮг Kultur und Medien
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Die Beauftragte der Bundesregierung
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für Kultur und Medien
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Leitender Beamter
MinDir Dr. Andreas Gärgen Berlin: 43176
Bonn: 13666
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Stand: 21. März 2024Bundeskanzler Olaf Scholz
Die Beauftragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien
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Dimsfslfz 00136
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NBB Eirжahl 6681 - 0
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V BB Eiпvaht 6400 - 0
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OrfалtlkhktltsarbtlC VнапstaRипgeu; P1018608 (SlOb 2)
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2altrde Aegdsgenhelloe; K"IL, ипд Recht
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Vorslmmer. Bodo' 43203
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Die Beauftragte der Bundesregierung
Lsllo'rgsolabfiir Kultur und Medien
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Wtllgarg Wdnhas 43100
Releral К 32
Grиdвalгhageп Mediert Medenkaпpetenz
MirO lAcer 0che'k 1з304
0010021 K33
Kolbo- od Кгед'rmirtьсhe9, Dgldisérup
ROT' tr. #o'gde GЫdrz 43153
RoberaI к34
КиlM1гроlгк Н dвг EU; EU-KOotlinèmrg
MeR 62 Сlеobег' 05)8 43146
Rebell к ц
Kultvdle Pпgdegeпheileп des деминеп Filed;
FO'ds1'orgsn; Pesa; Fea8vдa;
AudiozsudlooEAe
l,rR'0Ur'k,Sche40 43113
Адета1 К38
Fikn"oi'teclolt;
iMerrвtbrmleAryelegeпhdten des Ftma
ROD,. Frey' Casle'loD 43116
43173) 43174
К4
Ed 0es 540g ok'dtop
M1nD1dg'п Mole Ви1пу Bedim 46ц0
Vлпlпепеп Bodo" 46ц5
Rderal K41
Гниdьаtzfгageп zv Ge50Hcl6e "'04 Enirerm'.rg;
Historische hllseen
lerR Dr. Ttorrao 782g'., 13636
Ро1гк81де0еПка'i9urlgeг' 08е08 Натbacher
Schloss
„'R Hagen PN1ipp Wolf Ч247
RoteraI К42
lwlarbdtиg de' b4'8e"d,oeels'rrus
MoRn О. &гш всрl 13572
Rebell К43
0chdlIchos KU6"gU; Arc
Nvид adiыheksweeeп 5ekmlиid deг DO'dsch-
Rosiochen Geooh"htokoro"os'or
MeR JOng F4600, Waпgetкim 13622
Rderar К4d
Ku1ty cr4 Geochicloe der OeOtsdenim 0stichю
Rompe , 00101g Ейс14, VепгегЬоrg, Vео8Ми9
Fwoch.egsbeeulneg'ekdon 6KM
&0100 Sctroie-Нi81е6б,ker 351
Аде аг к45
Koltv "'04 оетыиаые; E,irs'erog in deг
610004erogsg eoelsche9
seecfraglo don BKh110r Ехlгетгыгиа- и4
Antisemilisnынpr8sertior
J01'еNan&д 43192
Dr. Jeaclim Rooks, И366
RaIeraI К46
Aofenbeilog des SED.Uresch"
MeR Or. Thorrzo 1405w 1366
401011647
KulпгguNerluьle; Proce'ie'obrns'lsorg
MeR"' ?de(e 8clroel'zer 4422
Relsel K48
Aufzrbeit'zrg des Кdndd бгno
MhR ClristW h004828 44274
K5
KoBur "'14 Оегeilьснвf5
Denkmd-und Ки8игдинюM1иlг
M1nD1r1g'п Dr. Katl'4п 068e, 8061m 44290
Vorslmmer. Bela" 44297
Rderat K51
Grиdsatrlrageп der KUturpdifik; Vsrbrd'erg zu
Ldrslerp, Kcmm'ersr od КИШгиегЬeilдеп
Dr. Ka8wrne Harsch." Ч243
Soгdиaufgabe" I01eeseege6'90rd'e'ts"
Ve'bird'org zu den Roј30lsЗrn'dгoсhеf'егг
11a1 Galske Ч724
Rderat К52
Киппдlе 1680g; Tedhebe 'e,d Diveгьitel
11,0' E8oahelr oo'ocla-Ochoborl Ч270
Rderal К53
Ndi0relaг ид гметгенгтди 5сн4х von
berneglchorr Ro0'og'1
MeR" 02. Kallo'ro Kndepel 13ц5
Rderal К64
Ornkrralsntodz 'erdWeiku9'oe'bs
11,8 7iWa 5161 Ч316
Geocldesdels des Deutschen Fhsa'гdkanitеes
fur De rК"doch ih
Or, UYike Иéпдапд 44267
Rderat K'S
821gsrre'rs Grodserz"egsr 0e",
Baвrgdegиiheгeп 'erdBzdcult'r
MeR" Kodledre Cron'on-Hedjdesos 44268
Relabel K56
ln'onrsbrnds 8000g' а КиlигроlЬК
ProJeldgruppe
62166 004 Knee; Hills- od 5aпderymgramme
LeiMg wird walsgernmmen durch
M3Deig" ß. 60IMе Hehre 44290
Stand: 01 . 09.2024Bundeskanzler Olaf Scholz
Die Beauftragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien Коттиnika8оп:stab
Le8 51g: 01. J.e. 0815111 Окгеькеьргосне0 . 43201
Die Beauftragte der Bundesregierung
Юг Kultur und Medien
Id lu ig ноге Staslsminlstedn
10855959kb
V.111111020 43280 IcR BorrdOel)ep 18.440.2963
• 018295 SocIale MesSen und Webllle ( 51861) Staatsministerin Claudia Roth, MdB 18-400-2060 Patlaments-und KabbteeengellgerAeIlen
Jdia Jarch 43125 Aram Lirdzel 43164
Organisationsplan
ÜгleлllltlikдlserЬdk venatolailungen; Prelekull (Slob 2)
Rebecca Raser
Reden ors' тмe ( Slab з)
кatгп Ticмmrova
431в2
43п8
Peпödichв Referee: Clau4a Feozel.ldeoleberg
Рers9rdicher Reeretd: IRR Tiro Wбgorar
16-4002194
16-4002065
1
StrategIe und вьаегопд
Le,t'etgocrduuot620o.rrno' 0.196
boDeDr.Atolreesoatge' 43176
Leitender Beamter
MinDir Dr. Andreas Görgeп
Abteilungen K 1, K 3 und K 4 sowie K 23
PeъONiche Refeгert'п:ORR'п а. 1,4.2 & вип
Berlin:
Bonn:
43177
43176
13666
Ständige Vertretung des Leitenden Beamten
Dr. Konrad Sсhмiдt-Wertherr Bedin: 44188
Abte)luпgeп K 2( ohne К 23) und К5 Bonn: 13666
PersBdicher Ае(егаН (" leId): N.N.
Deter und K1
L:м9 ек4 еаФNеготпвпдиы
ß.Yппn•SCИniд-ИbПнеп Ч188
Geschaflutelle lenenrevislon
RD Maden Budsinowsld 44312 Vоагттет: 4317 31 4317 4
Vaaimmи: 44225 ) 44297
Gtelel,0tдlungs 689011 ragte
Ingrid Метkdbеch 13108
(llгпвEitz 8018
Нальальснг2С С2иheпdodи S120e 198, 53117 Вел"
PootzosnlnOt, Postfach 170286, А028 Вогп
L..flreosc'oih Nтinusaba8e 10,53117 090'
Fипuf 0228 99581 - 0
N88Eirssah16691 - 0
Мтвкlгк OndLe
НausaпsctrП: ВидесКагаlеппl,
Wity-&aпA-StmOe 1, 10567 801ј,'
Fe'reuf 037 181400-0
0808 Einaeht 6402.0
10909026111'L Кdнии S1пбе 2,1084380110
Еигги1 030 18581 - 0
-1VBBEiгmйh16681-0
Hesen OsE'; Рдьдвтет 060 '. 1070801110
Fиrrut 030 181681.0
0/880)1.10006081 — 0
Вüгдегнддог[ 08015'А1- Ч355
Internet
Www.kdt,uteatsmir'sten'.de
Е-Мж1: poststelьebkm.bиd.de
(Org h serd' дl)08ь krn,b,rld de
z.B.: К1ЗеЬкт.Ьию.гlе
NOIO,91l0202r02h1' 4444 ( GR, KГ vd KS)
2193 (8K-Pant)
521085212k62)
Наирыго 13028
Ветаеткгдсе 1414
Fahbидtschaft 13555
Vorsllze'der du PeгsoпдгУе$:
OAR Thomas Rudel 0228 99581 - 13531
Vorsileeeder аes Наиррегнпжгже::
Angee Schmde 0301&7770-7021
Vetlraueespeesoe дет sгhweгbMИdeden
Menschen:
OAR Emmedch S9hn0d2r 022Э 93581 . 13794
17.51 dse'8285b8908 158101)
OARPteaarder08chsnar 02Ю93581-13 655
D08eend'uleloauflraglea'
OARPtesaпder0нhsner 0228 99581-13Ь55
Ornoelbnaoage rnenlbea rdl 199186
OAR Phenerule, NBock 02818081.44732
GehelmschutibeeuKгеgte:
B'bLhFrClecde Кгсg,1 02289В581-13248
Апаргедlривоп 10г Konlptlonspr8venum 1
Мддеыдlе H1nwelagebетschulzdeht11n1e
OAR TobiasLeon 022002581-13510
К1
Zentrde Angdegenheiten; Koleorand Recht
liebldg11 Dr.Slephaпk sehdz-lombaeh 844,r, 43202
VotIf 00121) Bediп 43Ю3
Rebat K 11
Kult" uod Rec1l; 5oziдe Lege van
Kulbaschatterdm,
Sрсl2alе beadlr99111г, VIrgebestdle
ORR'r' Cerdire van 60636 43123
RII.'al K 12
persoraerg де geпheiteп
МЧА'пQ.lааЬдТгIlпалп 13ц7
Belebt K13
Orgeteesten rod V.r'celt, 59r516n'o' 0
МпR'п5eпjaНе'nke-Zakawski 1з502
bOrt Arјa RIens 13653
RelIra' K14
Haushel:
B.enlregtnr 'Ut dIr' lorehelt(S 9в)-0)
MORS Laura Wete'r.Fldottu Ч210
RD Ceins9' loer'ioS'k 43213
Releral К15
ИпеъгДеъ
МпАСмгвьалFreeдebeп 43219
Relata' K 16
h,19rmaRu'smenegeme9
MsR Oliver Scheik 13304
Refelatk 17
1Ш1ty ию N4c1'11dЬ9keit
bR Dr. 910495 29 Deed 44202
OeIllet к1е
Pe'serolb'atre'gu'd Gesresthe:tVsesegemnta
1111a Wemn'nl 43150
Rдerat K 18
Floor-Tear; Иьвеъталеуетслн
Knппissaixмe Loibe'g
boRCln:.len' Fnedebe' 43218
Pro)eagnappe
8'feb oгg der E-54e
IRR Il. TЮъten 6m 5c10ei082 13626
К2
Kunst. und KaltsIfdrderte'g
lege Mli BeЛгп 44200
Vorzlпeпeг. eedirt 46225
0012101621
Uterffiur und dedsche Sprache
IcR's Idernode Kehler8ach 44273
Rдетat K ц
А110етеггю NUaikRkdertayl, leekltbe,
PmYeuтiaik
lORI I4IrnеRudо'h 44180
Irrskoe85che8,en'go'rOssrlchournl popueгe
Musik
RD'S Dethe0osutee'loh 44205
Rдerat К 23
5titиg Preu0isc118r Kdturbesitz, DOleng
PгыOische ScHBssы ‚od G43.t НгпЬддl
Faun
МпАСге9осКоlИосусл 44360
Rtlent K 26
8114808е 5411Е
S1knt2n0 Cr080 Pourle mdrle
Dr. Nt9ol8Zeddc6 44201
Relenat K ц
киlаадпдсмиувп in ОЧдeцьсНaпд;
lпиввlЬопепin ruterelludвdsaпu
кипМдпп0ми0сл: Scl59Sstenrog
autocHhслe lode'heton
MIrR Dr. RCbert Ре1ыв 44367
Адетан 626
Сгиdsatifгagсл dot K.dlcdltde'0981ik 86108,
Ftee Szene; spateMlbeigrcilгnдe
Err, OcR atgen
MeR Dr. PlIe' MG1e 44331
Rдетat К27
Т1каы, Taie, Риlосталсе
lORI C4rdire ' 15010k Ч340
Rдerat К28
Spurt cr14 Kukv
Le'hargodrdoallge"alr're' 49100
Ingo klo 46Ю0
К3
108181 and г1101 дпьсмьаlдн ьпьтжlппУег
Angdegenhe8eq EU-Keuldlnletslg
1105111g Dr. Jar Ole POrohd R. d "u43112
VORmmе: 0141,8 43111
Referat K 31
1пlегтьиде Zcn8'rrn'e'beil im Meбeпbemich;
оеиннМе 11.141e; Ror'dhe'k
Wdfgsrq Wdnhas 43100
RD'S Jслп7 Nul) 43108
Referat K32
One'd.atotregn' Meuler) M.dnrrkurrpelere
00" МеiКеОutolt 13583
80180е' К ц
Ки1N-ид KreЧinvirlschafl, 0дУдгвеги9
MeR" Sc Апдда Gd1N2 43153
8009051K з4
EultrIpuI'k ‚' der EU; ЕU-Коосбпвтгу
McR Dr. Osten Omi 43166
RNera1 К ц
Ки0пе11е Algдegentкiteп desderdsclenr Fi1ms;
F&detre'gen; Pisse; F865945,
A000uiecdlns 0,5.
мнАИипкеS0гоик 43113
ReferaI К 36
FikпwiПьсlufl;
"lecldko'OIIA"511180th4t0' деа Fima
MhR Dr. Fred' Castentub 43114
К4
EdnnenrngskdWf
MlnDlstg'n МarlаBering BeS. 44350
Vetelrnrtep 0.51)44245
Refera' К41
Grratdsafolrege'r zv 625c1'ode und Etire'era'g;
4:506.0)-e Museen
MhR Ог. Тмтав Wagnет 13634
Potlker)Idlrrks1i9ur'ger' 9:lrog Her'rbacOe'
S hlass
IirRHagenPt0ligeWoIf 44247
Referat К42
Acferbetrerg des NaBиdaozslsтus
MoRn Sc Brhto нар' 13572
Re/eral K43
8chd81chea KJtuigd; Mc
Hvtard аыгммекаи,евенl Sekrsterial der DerdIch.
Rrenischen Geschohlokurris000
MeR J1kg FRv, v. Wал08rk1eim 11622
Referat KЧ
киlм cr.t Oescholee de' оеднМвп Or' Outichen
Europe , 5linиrg г66121, Vedre:burg, V.188110900
Еосвсмга:ьееитеундг ди вкм
5неьп5дтИ-Н1'tleЬidcвг 13538
Refera' К45
KU1tM old оетаьаье; Erirпaиg in дег
Dn0n088r'e'gsges.lInc0en
Beecfregte der 0KM fUr EeIrem:srrs's. tard
АтХ5ет г0ьтивргмгегnоп
‚612 реег'ёd 4й92
Dr. Ј0808" Riecka 44366
ReferaI 646
Parferbetre'g des SED-Umecht.
MCR Dr.Tбoлгеs Lhden' 13660
Refera' К47
KulhaguNыlrale; Procrnierefu'ncto'g
MoRn 12ј. бсј'ее5ег 44227
ReferaI К4e
Acfaebeit'arg dno Kduridisros
bR C1.'.lcph Schet' 44274
K5
608'. Old leselsehaft
Denkmal-und Kullurguteehuh
llnDlrlg'n Dr. Kaehdn № Мпе ВеЛгп 44280
801110101e" Bedin: 44297
Referat К 51
OrидsatгOвgeП der Kadtorpd:tk; Vetbndrog zu
1Pпdегtt Koттиыt red Kdturverb5nden
0г. Кг0идпаНепасИеп 44743
Sоюыаигуе Ьеп Омслвалуеедегмднеп
Vemiюreg zu tenRelgcгtgemдnsctвfleп
01У Gelake Ч224
Retrnet K52
Kultvdle 0:10410; Teitabe tard licersitdl
MeR"' Elisabetlt Goгeclti-5cheЬыl 44278
Rдent К ц
N090ro6r ид гмигвlгиди 06110е 008
beweglchem Kulvgut
M6R" R. Kalturine K'Oppel 13515
ReleretK 54
Oe'krelncteie ид WдtkulПaетbe
MerR TiIre Gral 44316
GescheSustele des Deutschen he9an4kan,tees
fUr 088n4.сhdе
Dr. Ukike Иы'таю 43134
Адеген K ц
ыlуепкlпе GIre'dsef,hep 'Bec,
80083621361008101 tard 9akulhz
IcR'S Kalbedos Crerr'omledtd.r'os 44208
ReI010IK96
lпгегтlгопде 8ez60e da Kulvpaltik
N.N.
PrлJеЮдruрре
'UnIS, orel klse, Hilts, red 0undr'progeemre -
RD Dr. Ао1алд Witzd 44277
Stand: 16. Oktober 2024Bundeskanzler Olaf Scholz
Die Beauftragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien
•
Organisationsplan
GlekhstdlungsЬеаиАгарне
lrrgrrd leokAbach 13100
1111000ј12 Во0р
Наиsaпьehït СптМпдоды 5нпбе 151, 53117 вoпп
Poetaneeiei& Poatfoeh 17 0286 53Ф8 Вет
k1n81 es trolle 1053117 Been
Farcuf.0228 99681 - 0
NBB Einxahl 6Г81 - 0
Oi000Bile ВгЛ й
10,130144' вигlе.кепкlеом,
Иi1у-вгалА-S2ве 1,10857 Behr'
ЕипиЕ 030 18/400 - 0
NBB Eiovaht 6468-0
Iar'oeie't 16515 010002.15553 Rerlin
Femuf.030 18/681 - 0
NBB Егпнанl 6661 - 0
Наиьалнlг'41 Pdede'treo PinIe 1 10768 Berlin
ЕосггиЕ 030 16561 - 0
NBB Eirжaht 6681-0
Bodele100 03018&681-Ч355
Internet wwwkJtostлdsmiмдeдn.de
Е-141: 15101 Orerrblzrd.de
(Org вмвл0тьдмдр@ьмп.ьиМ.де
б. К13ыь'oLdе
NotarstlFиrыwehr. 4444 ( GR, KT lard KS)
2190 ( ВК-н.пр
8еМсгЬегдсПи
н0иртао 1120
Ветlхиьиигсе 1414
Fairlborto'hntt 13555
Voroilemidee des Pe0e00drdes:
OAR Thames Rode) 0228 681681-13631
VoreRCeeder des № ир¢кгюпдгдеъ:
Argein Cehr,'oio 0551817770-7520
Vedrooenepersoe derschweobehIndedee
lenneheol
OAR E'rrn'erich 5снгеlди 0228 99681 - 13794
1Т-91 011006.8 ebelanO roOter:
ОААAlexаrdeгOeehъreг 022899В81-13655
ДдмвснинкЬелиllгадгег:
lARP4oeeoierOedro"er 022899'6В1-13685
omweiBr'aeagemoetbea&teagte,r
OAR Aoearoiet бйггr:К 020181581-44712
Geh d'910beoell пдte:
6bPrF,CIe'e0o 0810e 022899'6В1 - 13248
АпгрпснреъопbOr Копирнlопгрг5иепииl /
Мддеддlе Hioneehsgebmeehntzdd'tlleler
OAR ТеыoLееo 022855581-13510
Rebecca Resin
Rodeo nod тeпe (Stab з)
Kalt" Ticl'ooero'e
K1
Zenlyde АПудеумПеlИП; 6316er ned Reeht
МИД1ду'пDr.Skphмle5гн14г-Hombach Redite 43202
Vorslmmv: BeAte 43203
Reteral K 11
1б,1Пг erA Reell, 500,4e Loge one
юдноьсюиегом,
5pмscrirgbezologle/r, Veogobeeleihe
ORR'n Qrdinе van uipirg 4.1123
Rebrat К 12
ре 'r'еoolеебdеgn,lm lin'
BeRt' (0. isabel T'Iirreotr 1з547
Referat K 13
0,901100100 1514 VOt0,0Ite0t900llf90b0'
68180 55101e Heerke-ZakowsM 13102
MnR'п 61е Krone 1365з
Reteeat Kid
Heorhol,
BeauMagtа fiir deп Haushdt (ß 9 В1Ф)
MoRt' LaezeWerroeo-F)0000 43210
RD 08es'" Вгмг08е1г 43213
Referat K 15
(noeml lietml
МпАСlггв0алЕевдеЬм 43219
Retell KIR
Inferma5erom 5109enerd
MeR lhiee, Ochenk - 13304
Retenel К 17
Ки1М erst № cthd0gkeit
BeR Dr. mbnster: Seed 44202
Referat K 1е
РВъогеlнгди9 lord GesuпгlF0ilamaregeпкd
merder Weto'r'el 43150
Reline K59
Fled-Teams; Wssenemeroue eoi
Koпвпissиiнhe Lsitиg
M.'RCIniISerrFn'eel000l, 47219
Projeingrvppe
0054r ,,g der E-130
IRR Sr. Tbeetм Rm Schrelеes 13628
Konononika8 en' stab
Die Beauftragte der Bundesregierung L.elioogns tab
Ld Wng: Dr. Jo00 Oio'ell(Pneoeoeproehee) 43201
für Kultur und Medien 14100g 8000 8еаагетммгепп
Vorzi einer' 43200 IcR Beтд Ge11ep 18.400-2063
Poesie, Soziale Medea und Webell. ( Stob 1) Badamente. 004 KaЫпeемgelegeMeем
JdIS Joch 43165 Staatsministerin Claudia Roth, MdB 18-400-2060 55010 115501 43166
Oltentliobkooeooboit VeraъldtипgeП; Protokoll (blab 21
43162
I43179
Leitender Beamter
Strategie und 5teнervng MinDir Dr. Andreas Gärgen
Leмвwirешaмgeпoппм аuгcм
43п6
Abteilungen K1, K 3und K 4sowie K23
0.1004 Dt. Andree. GeIger'
GnsOhbli.elelle innenrevi.ioe
RD Matbo Budoineernkr 44312
К2
Кипд-ипд Kulbolbrdee'e'g
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Vorzlmmv небе' Ч225
RebelS' 1621
Uterob'ra'd deed eehe ip'aehe
MeR', 68004e Kehlenbжh 44273
Rebesil K 22
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A,пdeuппuьiк
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М,вгК
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Rebell К23
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Poeeeiioehe SoldAsse lard GOde' f'mbddt
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MeR Gregor Коlбг'mgм 44360
Rebetat K24
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InvestAoneo in ъгопаl bedeedoarr'e
K,eite'orr,iell,ergm'; 'K,I5olo'dm'org
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Адыан К 26
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Freie score; ьpиteNberyreitслde
Епдсмиум
McR Dc Peter 1141er 44331
Retell К27
Тюдвг, Tanz, Perlermence
МпА'п Сагдгпе WaBжk 44340
Вдегаl к2е
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Vorzimmет:
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Апудермндlеп EU-Koordlnlervng
MinDing 0г. Joe 1и. Pueetrd Bedire 43112
Vorslпeпer' 000:0 43111
Reloeat K31
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Deotselre 6841e R,eodleeek
Wdlgarg WehrTe" 43100
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Referat K33
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RobIn' К31
Kullиpollk п der EU; EU-Kenrdirree'rrg
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Rebell К35
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Адывн к3в
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1
Ständige Vertretung des Leitenden Beamten
Berlin: 43176 Dr. Konrad Sсhпlidt-Werthem Berlin: 44188 00100100461
Bonn: 13666 Abteilungen K 2( oh ne K23) und К5 Bonn: 13666
Vo e ‚тты.43173/ 43174
164
EdппerengskдWr
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Referat K 53
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Refaal K54
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MetRo кдюдге C'o,rot-lodjdI000 44269
Referat К 56
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Pro(eldgrvppe
Kuhr and lose; Hills- and SondoVmgtamme
RO Dr. R11and ��п:д 46277
Anlage 2_Antwort zu Frage 31
NS-Raubgut
Seite 1
Einrichtung
Jahr der
Restitution Einrichtung/Sammlung Objektart Anzahl Entscheidung Verbleib Restitution geplant
Stiftung
Preußischer
Kulturbesitz
2022
Staatsbibliothek zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Bibliotheksgut 33
Restitution an
juristische Person
wird nicht
nachgehalten
2022
Staatliche Museen zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Plastik 1
Restitution an
Erben
Das Werk wurde
anschließend auf
Vermittlung der
SPK von der SPSG
angekauft.
2022
Staatliche Museen zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Grafik 2
Restitution an
Erben
wird nicht
nachgehalten
2022
Staatsbibliothek zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Bibliotheksgut 1
Restitution an
Erben
wird nicht
nachgehalten
2022
Staatsbibliothek zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Bibliotheksgut 4
Restitution an
Erben
wird nicht
nachgehalten
2023
Staatliche Museen zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Plastik 1
Restitution an
Erben
wird nicht
nachgehalten
2
Restitution an
Erben
1
Restitution an
Erben
Verbleib dank
Schenkung der
Erben
2023
Staatsbibliothek zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Bibliotheksgut 6
Restitution an
juristische Person
wird nicht
nachgehalten
5
Restitution an
Erben
wird nicht
nachgehalten
1
Werk verbleibt als
Eigentum bei der
SPK
Das Werk
verbleibt als Teil
der gerechten
und fairen Lösung
im Eigentum der
SPK.
2024
Staatliche Museen zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Plastik 1
Restitution an
Erben
wird nicht
nachgehalten
Deutsches
Historisches
Museum
2022
Malerei 1
Restitution an
Erben
Verbleib in
Einrichtung durch
Rückkauf
Akademie der
Künste
2023
Bibliotheksgut 1
Restitution an
Erben
Verbleib in
Einrichtung durch
Rückkauf
Kunstverwaltung
des Bundes
2022 Malerei 1
Restitution an
Erben nicht bekannt
2024 Malerei 1
Restitution an
Erben nicht bekannt
2024 Kunsthandwerk 1
Restitution an
Erben nicht bekannt
2025 Zeichnung 1
Restitution an
Erben nicht bekannt
2024
Staatliche Museen zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Malerei
2023
Staatliche Museen zu
Berlin - Preußischer
Kulturbesitz
Malerei
Anlage 2_Antwort zu Frage 31
NS-Raubgut
Seite 2
Einrichtung
Jahr der
Restitution Einrichtung/Sammlung Objektart Anzahl Entscheidung Verbleib Restitution geplant
2024 Malerei 1
Restitution an
Erben
(Besonderheit:
Bund hatte nur
Miteigentum
neben der Freien
Hansestadt
Bremen) nicht bekannt
ausstehend divers 10 Restitution
Restitutionen in vier
Fällen, die insgesamt
10 Objekte betreffen.
Der Abschluss
entsprechender
Restitutionsvereinbaru
ngen ist in
Vorbereitung.
Anlage 2_Antwort zu Frage 31
Koloniale Kontexte
Seite 3
Herkunftsland
Herkunftsgesellschaft
/ Region Einrichtung/SammlungObjektart Anzahl
Stiftungsratsbeschluss
für künftige Rückgabe
bereits gefasst
Restitutionsvereinbarung Jahr der Restitution Verbleib
Tansania
Ethnologisches
Museum
Human Remains 205 X
wird nicht
nachgehalten
Rwanda
Ethnologisches
Museum
Human Remains 903 X
wird nicht
nachgehalten
Kenia
Ethnologisches
Museum
Human Remains 22 X
wird nicht
nachgehalten
Australien
Ugaram Le, Torres
Strait-Inseln,
Queensland
Ethnologisches
Museum
Human Remains 3 X 2024
wird nicht
nachgehalten
Namibia
Ethnologisches
Museum
Ethnologica 16 X
wird nicht
nachgehalten
Human Remains 32 X 2022
wird nicht
nachgehalten
Grabbeigaben 7 2023
wird nicht
nachgehalten
Human Remains 4 2023
wird nicht
nachgehalten
Kamerun Nso
Ethnologisches
Museum
Ethnologica 1 X
wird nicht
nachgehalten
Namibia
Ethnologisches
Museum
Ethnologica 23 X 2024
wird nicht
nachgehalten
Tansania
Ethnologisches
Museum
Ethnologica 197 X
wird nicht
nachgehalten
Nigeria Benin
Ethnologisches
Museum
Ethnologica 514 X 2022
wird nicht
nachgehalten
Kolumbien Kágaba / Kogi
Ethnologisches
Museum
Ethnologica 2 X 2023
wird nicht
nachgehalten
Italien Antikensammlung Archaeologica 25 X 2024
wird nicht
nachgehalten
Kolumbien Kágaba / Kogi
Ethnologisches
Museum
Ethnologica 3 X
wird nicht
nachgehalten
Chile Rapa Nui
Ethnologisches
Museum
Human Remains 24 X
wird nicht
nachgehalten
X
Stiftung Preußischer
Kulturbesitz
USA Hawai'i
Ethnologisches
Museum
Anlage 3_Antwort zu Frage 65
Nr. Projekt Förderhöhe Förderprogramm Bundesland Grund des Rücktritts
1 Forum kunstvereint e.V. 39,000.00 € Kulturprogramm zur Fußball-EM EURO 2024 / Stiftung Fußball&Kultur Nordrhein-Westfalen fehlende Gemeinnützigkeit des Projektträgers
2 Sven PISTOR - JOGO BONITO
GOES EURO2024/PODCAST LIVE
16,200.00 € Kulturprogramm zur Fußball-EM EURO 2024 / Stiftung Fußball&Kultur Nordrhein-Westfalen fehlende Gemeinnützigkeit des Projektträgers
3 La Nacion 170,000.00 € RL der kulturelle Filmförderung der BKM Bund Verzichtserklärung vor ZWB, 30.3.2023
4 Portrait eines unbekannten
Mannes
120,000.00 € RL der kulturelle Filmförderung der BKM Bund Verzichtserklärung vor ZWB, 18.4.2023
5 Das Massaker 240,000.00 € RL der kulturelle Filmförderung der BKM Bund Verzichtserklärung vor ZWB, 22.8.2023
6 Atrocity 40,000.00 € RL der kulturelle Filmförderung der BKM Bund Verzichtserklärung vor ZWB, 12.4.2022
7 Out Of This World 12,500.00 € RL der kulturelle Filmförderung der BKM Bund Projekt kam nicht zustande, Verzicht vor Ausstellung eines Bescheides
8 Phantasmagoria 12,430.00 € RL der kulturelle Filmförderung der BKM Bund Projekt kam nicht zustande, Verzicht vor Ausstellung eines Bescheides
9 Ein kalifornischer Traum 700,000.00 € RL der kulturelle Filmförderung der BKM Bund Projekt konnte nicht wie ursprünglich geplant realisiert werden, Verzicht vor Ausstellung eines
Bescheides
10 Stichkopf 500,000.00 € RL der kulturelle Filmförderung der BKM Bund Projekt kam nicht zustande, Verzicht vor Ausstellung eines Bescheides
11 Lichtspielhaus Lennestadt 128,493.48 € Zukunftsprogramm Kino Nordrhein-Westfalen Preissteigerungen (Biomasseheizung), Maßnahme nicht mehr wirtschaftlich
12 Scala-Filmtheater Hof 38,437.20 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
13 Scala-Filmtheater Hof 24,800.00 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
14 Scala-Filmtheater Hof 16,836.80 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
15 Scala-Filmtheater Hof 3,488.80 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
16 Scala-Filmtheater Hof 5,311.92 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
17 Scala-Filmtheater Hof 3,485.12 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
18 Alpenfilmtheater 13,372.80 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Maßnahme musste dringend umgesetzt werden; Antragsprüfung war zeitnah nicht möglich
19 Roxy Kino Wertheim 3,317.44 € Zukunftsprogramm Kino Baden-Württemberg Maßnahme musste dringend umgesetzt werden; Antragsprüfung war zeitnah nicht möglich
20 Schloss-Theater Miltenberg 2,260.03 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Maßnahme musste dringend umgesetzt werden; Antragsprüfung war zeitnah nicht möglich
21 Beluga Kino 59,720.00 € Zukunftsprogramm Kino Schleswig-Holstein Technische Gründe und unerwartete behördliche Brandschutzauflagen, die zu hohen Mehrkosten
führen würden und 1 Jahr Wartezeit auf Genehmigung mit sich ziehen würde
22 Kino-Center Rhein-Ahr 2,909.57 € Zukunftsprogramm Kino Rheinland-Pfalz Maßnahme nicht durchführbar aufgrung von Hochwasserschäden am Gebäude (Ahrweiler)
23 Roxy Kino 28,770.40 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Entscheidung zur Kinoschließung
24 Erbacher Lichtspiele 6,463.20 € Zukunftsprogramm Kino Hessen Dienstleister abgesprungen, Auftragsvergabe aus Mangel an Angeboten nicht möglich
25 Central im Bürgerbräu 19,928.51 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Aufgrund von Umsatzrückgängen und steigenden Kosten hat sich der ASt zu einer Alternativlösung
26 Regina Palast 186,219.44 € Zukunftsprogramm Kino Sachsen Verzicht auf Umsetzung der Maßnahme, keine weitere Begründung
27 Walhalla-Kinocenter 13,983.20 € Zukunftsprogramm Kino Rheinland-Pfalz Preissteigerungen, unsichere wirtschaftliche Lage
28 Bavaria Kino Center Simbach am
Inn
75,511.52 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Umsetzung durch Betreiber aus Altersgründen nicht möglich
29 Kino in der Pumpe - Kommunales
Kino in der Pumpe
5,949.76 € Zukunftsprogramm Kino Schleswig-Holstein Maßnahme musste dringend umgesetzt werden; Antragsprüfung war zeitnah nicht möglich
30 Kino am Markt 20,873.00 € Zukunftsprogramm Kino Thüringen Auftragsvergabe aus Mangel an Angeboten nicht möglich
31 Apollo-Center 213,516.80 € Zukunftsprogramm Kino Hessen Lieferengpässe
32 Saalbau-Lichtspiele 20,976.80 € Zukunftsprogramm Kino Hessen Maßnahme musste dringend umgesetzt werden; Antragsprüfung war zeitnah nicht möglich
33 Kammerlichtspiele Königslutter 41,441.87 € Zukunftsprogramm Kino Niedersachsen Preissteigerungen
34 Schauburg 117,217.00 € Zukunftsprogramm Kino Sachsen Auftragsvergabe aus Mangel an Angeboten und Planungsicherheit nicht möglich
35 Monopol Kino 10,195.20 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Lieferengpässe
36 Fabrik.Kino 1 15,428.80 € Zukunftsprogramm Kino Mecklenburg-
Vorpommern
Auftragsvergabe aus Mangel an Angeboten nicht möglich
37 City Kino 15,454.61 € Zukunftsprogramm Kino Niedersachsen Lieferengpässe
38 Rosenhof-Lichtspiele 6,975.20 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
39 Burg-Theater 41,392.00 € Zukunftsprogramm Kino Schleswig-Holstein Lieferengpässe
40 Burg Kino 129,970.72 € Zukunftsprogramm Kino Schleswig-Holstein Preissteigerungen, Lieferengpässe
41 Hofgarten Kino 14,502.56 € Zukunftsprogramm Kino Brandenburg Preissteigerungen, mangelde Materialverfügbarkeit, Lieferengpässe
42 Union 14,502.56 € Zukunftsprogramm Kino Brandenburg Preissteigerungen, mangelde Materialverfügbarkeit, Lieferengpässe
43 Central Kino 14,502.56 € Zukunftsprogramm Kino Sachsen-Anhalt Preissteigerungen, mangelde Materialverfügbarkeit, Lieferengpässe
44 Capitol 6,939.96 € Zukunftsprogramm Kino Baden-Württemberg Lieferengpässe
45 Residenz Kinocenter 27,653.84 € Zukunftsprogramm Kino Niedersachsen private Gründe (Krankheitsfall)
46 Die KAMERA 3,808.80 € Zukunftsprogramm Kino Baden-Württemberg Preissteigerungen
47 Eden Cinehouse 70,803.37 € Zukunftsprogramm Kino Saarland Umsetzung aufgrund eines auslaufenden Mietvertrags nicht möglich
48 Eden Cinehouse 109,196.63 € Zukunftsprogramm Kino Saarland Umsetzung aufgrund eines auslaufenden Mietvertrags nicht möglich
49 Camera Zwo 39,683.20 € Zukunftsprogramm Kino Saarland gestiegene Energiekosten
50 Kino Steinfurt 30,729.92 € Zukunftsprogramm Kino Nordrhein-Westfalen private Gründe (Krankheitsfall)
51 Kino Movietown Wust 16,134.45 € Zukunftsprogramm Kino Brandenburg Preissteigerungen
52 KuK 68,284.81 € Zukunftsprogramm Kino Bayern gestiegene Energiekosten
53 Spreekino Spremberg 75,915.04 € Zukunftsprogramm Kino Brandenburg fehlende Eigenmittel
54 Filmstation 21,100.07 € Zukunftsprogramm Kino Bayern fehlende Eigenmittel
55 Studio Kino 85,761.60 € Zukunftsprogramm Kino Hessen ausbleibende Ko-Finanzierung, fehlende Eigenmittel
56 Filmstation 39,911.08 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Preissteigerungen
57 Movie Star Lichtspielhaus UG 90,878.40 € Zukunftsprogramm Kino Mecklenburg- Änderungen bei der Projektplanung
58 OHO - Kinocenter 101,520.00 € Zukunftsprogramm Kino Schleswig-Holstein Preissteigerungen
59 Movieplexx 5,704.99 € Zukunftsprogramm Kino Niedersachsen Auftragsvergabe aus Mangel an Angeboten nicht möglich
60 Kinobar Prager Frühling 18,120.00 € Zukunftsprogramm Kino Sachsen Änderungen bei der Projektplanung/ unternehmerische Entscheidung
61 Metropol-Filmtheater 18,269.38 € Zukunftsprogramm Kino Schleswig-Holstein anstehende Betriebsaufgabe (Todesfall)
62 Hofgarten 15,708.98 € Zukunftsprogramm Kino Brandenburg Preissteigerungen, mangelde Materialverfügbarkeit, Antragsprüfung war zeitnah nicht möglich
63 Rollberg 42,677.34 € Zukunftsprogramm Kino Berlin fehlende Genehmigung des Vermieters
64 OFF Broadway 69,803.29 € Zukunftsprogramm Kino Nordrhein-Westfalen unzureichende Planung, bauliche Gegebenheiten, Fachkräftemangel
65 Weisshaus Kino 63,634.59 € Zukunftsprogramm Kino Nordrhein-Westfalen unzureichende Planung, bauliche Gegebenheiten, Fachkräftemangel
66 Kino Brakel 3,705.60 € Zukunftsprogramm Kino Nordrhein-Westfalen fehlende Eigenmittel
67 Delphi 5,470.18 € Zukunftsprogramm Kino Baden-Württemberg ausbleibende Ko-Finanzierung, fehlende Eigenmittel
68 Filmpalast Scala 6,556.79 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Neuaufstellung der Geschäftsführung
69 CITY/ ATELIER 13,606.32 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Änderungen bei der Projektplanung
70 CITY/ ATELIER 15,708.00 € Zukunftsprogramm Kino Bayern Umsetzung aufgrund von Brandschutzauflagen nicht möglich
71 Union Kino Bochum 315,000.00 € Zukunftsprogramm Kino II Nordrhein-Westfalen Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
72 UCI Kinowelt Wandsbek 32,120.87 € Zukunftsprogramm Kino II Hamburg Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
73 UCI Kinowelt Potsdam 31,131.91 € Zukunftsprogramm Kino II Brandenburg Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
74 Cinema-Center Moers 135,000.00 € Zukunftsprogramm Kino II Nordrhein-Westfalen Maßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums nicht umsetzbar
75 BuchTalkPl 16,000.00 € Kulturprojekte nach dem deutsch-polnischen Vertrag vom 17. Juni 1991 Berlin Verzögerung durch Haushaltssperre und Kapazitätsgründe
76 Bad Windsheim, Klosterchor und
hist. Stadtbibliothek
40,000.00 € Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" Bayern durch Umplanung des Antragstellers konnten keine förderfähigen Maßnahmen durchgeführt
werden
77 Kachelofenfabrik Velten 140,000.00 € Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" Brandenburg Gesamtfinanzierung war nicht gesichert
78 Beim Sonderfonds des Bundes für
Kulturveranstaltungen (Corona-
Hilfsprogramm) sind von insg.
26.270 gestellten Anträgen 988
Anträge zurückgezogen worden.
divers Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen diverse Abwicklung durch Länder; Informationen hierzu liegen der BKM nicht vor
79 Aufgrund des Urteils des
Bundesverfassungsgerichts zum
Wirtschaftstabilisierungsfonds
entfiel die Grundlage für den
Kulturfonds Energie des Bundes
(KFE). Beim KFE sind von insg.
7.588 gestellten Anträgen 582
Anträge von Antragstellenden
zurückgezogen worden.
divers Kulturfonds Energie des Bundes diverse Informationen hierzu liegen der BKM nicht vor
Frage 65
"Wie viele der zur Förderung durch BKM-Förderprogramme ausgewählten Projekte sind in dieser Wahlperiode von der Förderung ihrer Projekte zurückgetreten (bitte einzeln auflisten nach Förderprogramm, Förderhöhe, Bundesland, Grund des Rücktritts)? Wie
viele dieser zur Förderung ausgewählten Projekte sind wegen des hohen Bürokratieaufwands zurückgetreten?"
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333