[Deutscher Bundestag Drucksache 17/4792
17. Wahlperiode 14. 02. 2011 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Paul Schäfer (Köln), Christine
Buchholz, Sevim Dag˘delen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion
DIE LINKE.
– Drucksache 17/4577 –
Vorläufige Bilanz der deutschen Opfer und Leidtragenden als Folge
des ISAF-Einsatzes und zivilpolitischer Maßnahmen in Afghanistan
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der Afghanistan-Einsatz der Bundesregierung befindet sich mittlerweile im
zehnten Jahr und dauert damit bereits länger als die sowjetische Intervention in
Afghanistan oder der Vietnam-Krieg. 2010 war dabei das bislang verlustreichste
Jahr, auch für die Bundeswehr. Etwa 10 000 Menschen wurden getötet (nach
Angaben von icasualities.org), darunter rund 2 000 Zivilistinnen und Zivilisten
sowie neun Soldaten der Bundeswehr. Auch eine Reihe von zivilen
Aufbauhelferinnen und Aufbauhelfern sowie Angehörige humanitärer
Entwicklungsorganisationen wurde verletzt oder verloren ihr Leben. Für das laufende Jahr
2011 erwarten der Bundesminister der Verteidigung und Experten keine
Verbesserung der Lage, sondern, ganz im Gegenteil, eine Intensivierung der Gefechte.
Gerade aus diesen Gründen und im Zuge der sich intensivierenden Debatte zur
Verantwortung und Legitimation des deutschen Engagements in Afghanistan
haben die Menschen in Deutschland ein Recht darauf, zu erfahren, welche
Opfer der Krieg auch in den eigenen Reihen fordert und welche Auswirkungen
er auf den körperlichen und seelischen Gesundheitszustand der Soldatinnen
und Soldaten, der zivilen Helferinnen und Helfer sowie ihrer Angehörigen hat.
Denn nicht nur körperliche Beeinträchtigungen, sondern auch auf den ersten
Blick nicht sichtbare, psychische Probleme, wie z. B. posttraumatische
Belastungsstörungen (PTBS) können durch den Zustand ständiger Bedrohung und
die Realität von Gewaltanwendung im Einsatz entstehen und das Leben der
Betroffenen stark beeinträchtigen. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 11. Februar
2011 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/4792 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode1. Wie viele deutsche Soldatinnen und Soldaten wurden im laufenden ISAF-
Einsatz nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2001 verletzt (bitte
aufgeschlüsselt nach Alter des/der Verletzten, Dienstgrad, Geschlecht,
Herkunftsort [Bundesland], Datum und Ort des Vorfalls sowie Vorfallsursache)?
Im laufenden ISAF-Einsatz wurden insgesamt 178 deutsche Soldatinnen und
Soldaten verletzt oder verwundet (siehe Anlage 1). Angaben zum Geschlecht
sowie zum Herkunftsort und Ort des Vorfalls können bei Verletzten nicht gemacht
werden, da hierzu keine gesonderte Erfassung erfolgt. Es wird ferner darauf hin
gewiesen, dass eine kontinuierliche Erfassung erst seit 2003 erfolgte. Die
Angaben beruhen auf den Meldungen der Einsatzkontingente. Daher kann nicht
ausgeschlossen werden, dass Leichtverletzte nicht in jedem Fall gemeldet
wurden (z. B. weil nur eine kurze ambulante Behandlung vor Ort notwendig war und
der Dienst weiter verrichtet werden konnte).
2. Wie viele deutsche Soldatinnen und Soldaten starben im laufenden ISAF-
Einsatz nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2001 (bitte aufgeschlüsselt
nach Alter des/der Toten, Dienstgrad, Geschlecht, Herkunftsort [
Bundesland], Datum und Ort des Vorfalls sowie Vorfallsursache)?
a) Wie werden die im ISAF-Einsatz ums Leben gekommenen Soldatinnen
und Soldaten der Bundeswehr statistisch erfasst?
b) Werden die spezifischen Todesursachen (Gefechtstod, Unfalltod,
Suizidtod etc.) in einer gemeinsamen Statistik erfasst?
Wenn nein, warum wird nicht nach Todesursachen unterschieden?
Im laufenden ISAF-Einsatz starben bisher 45 Soldatinnen und Soldaten (siehe
Anlage 2). Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr führt eine
namentliche Statistik mit der jeweiligen Todesursache. Die Erfassung des Todesortes
beschränkt sich auf den Einsatzraum.
3. Wie viele deutsche Soldatinnen und Soldaten unternahmen während ihres
ISAF-Einsatzes einen Suizidversuch (bitte aufschlüsseln nach Alter,
Dienstgrad, Geschlecht, Herkunftsort [Bundesland], Datum und Ort des Vorfalls
sowie Art des Suizidversuchs)?
a) Wie viele Suizidversuche endeten tödlich?
Während des ISAF-Einsatzes starben drei Soldaten durch Suizid (siehe Anlage 3).
b) In wie vielen Fällen bestand ein Verdacht auf Suizid?
Über nicht tödliche Suizidversuche liegt für den ISAF-Einsatz keine Meldung
vor.
c) Wie viele Soldatinnen und Soldaten wurden im Anschluss an den
Suizidversuch therapeutisch behandelt?
Entfällt.
d) Wie viele Soldatinnen und Soldaten wurden nach Suizidversuchen
weiterhin in Afghanistan oder anderen Einsatzgebieten eingesetzt?
Entfällt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/4792e) Wie viele Suizidversuche gab es unter Rückkehrerinnen und
Rückkehrern?
Hierzu liegen keine statistisch auswertbaren Daten vor.
4. Wie erklärt die Bundesregierung den hohen Anteil an Kfz-Unfällen im
Zusammenhang mit toten oder verletzten deutschen Soldatinnen und Soldaten?
Ein hoher Anteil an Kfz-Unfällen im Zusammenhang mit toten oder verletzten
deutschen Soldatinnen und Soldaten kann im Vergleich zur jeweiligen
Gesamtzahl nicht festgestellt werden. Im ISAF-Einsatz kamen bisher zwei Soldaten bei
Kfz-Unfällen ums Leben. Eine getrennte Erfassung der Verletzten nach Kfz-
Unfällen und sonstigen Unfällen erfolgt nicht.
5. Wie viele Soldatinnen und Soldaten haben seit 2001 in Afghanistan
unverschuldete Schussverletzungen erlitten oder sind infolge dieser gestorben
(bitte aufschlüsseln nach Datum und Ort des Vorfalls und Angabe, ob andere
Soldatinnen und Soldaten beteiligt waren)?
Die Frage nach unverschuldeten Schussverletzungen wird so verstanden, dass
Unfälle im Umgang mit Schusswaffen gemeint sind. Es wurden im laufenden
ISAF-Einsatz neun Soldaten durch ungewollte Schussabgabe verletzt (siehe
Anlage 4). Eine Unterscheidung nach Eigen- bzw. Fremdverschulden wird
statistisch nicht vorgenommen. Ein Soldat kam durch die ungewollte Schussabgabe
eines Kameraden im OP NORTH am 17. Dezember 2010 zu Tode.
6. Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten wurden im Rahmen des
Polizeiaufbaus nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2001 verletzt (bitte
aufgeschlüsselt nach Alter des/der Verletzten, Dienstgrad, Geschlecht,
Herkunftsort [Bundesland], Datum und Ort des Vorfalls sowie Vorfallsursache)?
Seit dem Jahr 2002 sind im Rahmen des Polizeiaufbaus fünf Polizeibeamte
verletzt worden.
Datum Alter
Amtsbzw.
Geschlecht Behörde Ereignis Verletzung
06.07.2008 33 PK männlich
Bundespolizei
Im Nahbereich des PRT Kunduz
wurde der gepanzerte Mercedes
GE besetzt mit 3 PVB
(2 x GPPT, 1 x EUPOL AFG)
durch unbekannten
Selbstmordattentäter angesprengt.
Knalltrauma,
Verbrennungen
06.07.2008 51 POK männlich Hessen wie vor Knalltrauma,
Verbrennungen
06.07.2008 33 PHK männlich Mecklenburg-
Vorpom.
wie vor Knalltrauma,
Verbrennungen
13.04.2009 35 PHM männlich
Bundespolizei
Im Stadtgebiet von Mazar-e-
Sharif wurde ein Konvoi
(gepanzerter Mercedes GE mit
zwei Polizeivollzugsbeamten
je 1 x Bund und Land)
angesprengt.
Knalltrauma
13.04.2009 36 POK männlich
Niedersachsen
wie vor Knalltrauma
Drucksache 17/4792 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode7. Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten wurden im Rahmen des
Polizeiaufbaus nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2001 getötet (bitte
aufgeschlüsselt nach Alter des/der Getöteten, Dienstgrad, Geschlecht,
Herkunftsort [Bundesland], Datum und Ort des Vorfalls sowie Vorfallsursache)?
Im Berichtszeitraum sind im Rahmen des Polizeiaufbaus in Afghanistan keine
Polizistinnen und Polizisten getötet worden.
a) Wie werden die beim Einsatz ums Leben gekommenen Polizistinnen und
Polizisten statistisch erfasst?
Entfällt.
b) Werden die spezifischen Todesursachen (Gefechtstod, Unfalltod,
Suizidtod etc.) in einer gemeinsamen Statistik erfasst?
Wenn nein, warum wird nicht nach Todesursachen unterschieden?
Entfällt.
8. Bei wie vielen deutschen Soldatinnen und Soldaten wurden seit 2001
während des Einsatzes oder nach ihrer Rückkehr aus Afghanistan psychische
Probleme festgestellt?
Die nachfolgende Tabelle gibt die Anzahl der an einer Posttraumatischen
Belastungsstörung (PTBS) erkrankten Soldatinnen und Soldaten nach Jahr und
Einsatzgebiet aufgeschlüsselt wieder:
Die nachfolgende Tabelle gibt die Anzahl der an anderen psychischen
Erkrankungen leidenden Soldatinnen und Soldaten nach Jahr und Einsatzgebiet
aufgeschlüsselt wieder:
Einsatzgebiete 1996-
2003
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
KFOR 213 12 38 24 12 19 42 43
EUFOR 105 4 8 4 7 – 6 –
ISAF 30 84 75 55 130 226 418 557
Sonstige 129
Gesamt 348 100 121 83 149 245 466 729
Einsatzgebiete 1996-
2003
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
KFOR 382 79 59 65 37 39 36 21
EUFOR 134 9 11 10 13 5 5 –
ISAF 43 56 52 60 106 135 135 313
Sonstige 34
Gesamt 559 144 122 135 156 179 176 368
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/47929. Bei wie vielen deutschen Soldatinnen und Soldaten wurde nach ihrer
Rückkehr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert
(aufgeschlüsselt nach Einsatzort, Einsatzzeitraum, Alter, Geschlecht, Dienstgrad)?
In der in der Antwort zu Frage 8 aufgeführten Tabelle sind die PTBS-Zahlen für
alle Soldatinnen und Soldaten nach Einsatzgebieten aufgeschlüsselt. Eine
weitergehende Differenzierung nach Einsatzort, Alter, Geschlecht und Dienstgrad
erfolgt nicht.
a) Wie viele von ihnen wurden stationär behandelt?
b) Wie viele von ihnen wurden ambulant behandelt?
Eine Differenzierung nach stationärer und ambulanter Behandlung wird erst seit
dem Jahr 2010 durchgeführt. Das Verhältnis von ambulanter zu stationärer
Behandlung liegt bei ca. 60 Prozent zu ca. 40 Prozent.
c) Wie viele blieben trotz diagnostizierten psychischen Problemen
unbehandelt?
Grundsätzlich wird jede diagnostizierte psychische Erkrankung behandelt. Der/
die Betroffene kann allerdings eine Behandlung ablehnen. Eine Statistik hierüber
wird nicht geführt, da es sich allenfalls um seltene Einzelfälle handelt.
d) Wie viele blieben trotz Behandlungswunsch unbehandelt?
Grundsätzlich wird jede/jeder Betroffene mit Behandlungswunsch behandelt.
e) Wie viele wurden untersucht, jedoch ohne eindeutige Diagnose
entlassen?
Nach jeder erfolgten Untersuchung wird eine Diagnose bzw. eine
Verdachtsdiagnose gestellt, die ggf. durch weitere Maßnahmen gesichert wird. Bei zunächst
nicht eindeutiger Diagnose erfolgt die engmaschige Kontrolle des
Krankheitsverlaufs und eine symptomorientierte Therapie. Zahlen hierüber
(differentialdiagnostisches und differentialtherapeutisches Vorgehen) werden nicht erhoben.
f) Wie viele kehrten nach ihrer Genesung zurück in das Einsatzgebiet oder
fanden Verwendung in einem anderen Auslandseinsatz?
g) Wie viele verblieben in Deutschland und ggf. in Behandlung?
Das Ziel jeder Behandlung ist die möglichst vollständige Genesung und
Wiederherstellung der Verwendungsfähigkeit der betroffenen Soldatin bzw. des
betroffenen Soldaten. Eine Statistik über die Anzahl der nach einer Behandlung wieder
an einem Einsatz teilnehmenden Betroffenen liegt ebenso wenig vor, wie über
die in Deutschland und in Behandlung verbliebenen Soldatinnen und Soldaten.
h) Wie viele von ihnen quittierten ihren Dienst?
Hierzu liegen keine statistisch auswertbaren Daten vor.
i) In wie vielen Fällen wurde eine Wehrdienstbeschädigung ausgestellt?
Bei den Wehrbereichsverwaltungen West und Süd wurden vom 1. Januar 1995
bis zum 31. Dezember 2010 in 267 Verfahren die geltend gemachte PTBS als
Folge einer Wehrdienstbeschädigung anerkannt. Eine Aufschlüsselung nach
Einsatzort, Einsatzzeitraum, Alter, Geschlecht und Dienstgrad ist nicht möglich,
da hierüber keine Statistiken geführt werden.
Drucksache 17/4792 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodej) Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Zahl der nicht erkannten
PTBS-Fälle ein?
Zur Ermittlung der von PTBS betroffenen Soldaten, die sich nicht zur
medizinischen und/oder psychologischen Versorgung melden („Dunkelziffer“), hat der
Deutsche Bundestag bereits weitere Aufklärung gefordert. Daher wurde die
Studie mit dem Titel „Prävalenz und Inzidenz von traumatischen Ereignissen,
Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und anderen psychischen
Störungen bei Soldaten mit und ohne Auslandseinsatz“ im Herbst 2009 beauftragt.
Im Rahmen der wehrmedizinischen Vertragsforschung wird diese Studie durch
die Technische Universität Dresden in Kooperation mit dem
Psychotraumazentrum der Bundeswehr am Bundeswehrkrankenhaus Berlin durchgeführt. Diese
Studie lässt eine verlässliche Abschätzung der Größenordnung einsatzbedingter
psychischer Erkrankungen und deren Facetten – einschließlich der
Dunkelzifferrate – erwarten und ist auf drei Jahre (bis Ende 2012) ausgelegt. Erste
Ergebnisse werden im Frühjahr 2011 erwartet.
k) Existieren Erfahrungswerte oder wissenschaftliche Erkenntnisse
darüber, nach wie viel Stehzeit im Einsatzland die Gefahr einer PTBS
signifikant steigt?
Britische und amerikanische Studien zu Auswirkungen der Einsatzdauer auf das
Wohlbefinden von Soldatinnen und Soldaten sowie über Auswirkungen der
Einsatzintensität auf PTBS kommen zusammenfassend zum Ergebnis, dass längere
Einsatzdauer und Unklarheit über die Dauer des Einsatzes zu vermehrten
körperlichen bzw. gesundheitlichen Problemen, schweren Alkoholproblemen sowie
zu mehr Distress-Belastung führt. Darüber hinaus neigen Belastungs- und
Traumafolgeerkrankungen, wie z. B. PTBS, Depressionen und Angststörungen,
häufig zur Chronifizierung.
Derzeit liegen noch keine eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum
Zusammenhang der Stehzeit im Einsatz und der Gefahr einer PTBS vor.
Mit der Einrichtung des Psychotraumazentrums bestehen nunmehr neben der
Möglichkeit eigener wissenschaftlicher Untersuchungen zusätzlich
Möglichkeiten der Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen und somit
die Voraussetzungen, bundeswehrspezifische Fragen zu psychischen
Belastungen/Erkrankungen auch im Rahmen der Vertrags- und Verbundforschung
systematisch zu bearbeiten. Aufgrund des forschungsimmanenten Vorlaufs zur
Planung und Durchführung von Vorhaben ist ein deutlicher Erkenntnisgewinn im
Rahmen der bundeswehrfinanzierten Forschung in diesem Bereich erst
zukünftig zu erwarten.
10. Bei wie vielen deutschen Polizistinnen und Polizisten wurde nach ihrer
Rückkehr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert
(aufgeschlüsselt nach Einsatzort, Einsatzzeitraum, Alter, Geschlecht,
Dienstgrad)?
a) Wie viele von ihnen wurden stationär behandelt?
b) Wie viele von ihnen wurden ambulant behandelt?
Die Bundespolizei sowie die AG Internationale Polizeimissionen führen keine
Statistik über die Epidemiologie posttraumatischer Belastungsstörungen im
Zusammenhang mit einer dienstlichen Auslandsverwendung in Afghanistan.
Posttraumatische Belastungsstörungen im Zusammenhang mit einer dienstlichen
Auslandsverwendung in Afghanistan sind bei der Bundespolizei selten. Soweit
bekannt, handelt es sich um Einzelfälle.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/4792c) Wie viele blieben trotz diagnostizierten psychischen Problemen
unbehandelt?
Es ist bisher kein Fall einer Polizeivollzugsbeamtin bzw. eines
Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei bekannt, die/der im Zusammenhang mit einer
Auslandsverwendung in Afghanistan psychische Probleme entwickelt hätte und
trotz diagnostizierter psychischer Probleme unbehandelt geblieben wäre.
d) Wie viele blieben trotz Behandlungswunsch unbehandelt?
Es ist kein Fall bekannt.
e) Wie viele wurden untersucht, jedoch ohne eindeutige Diagnose
entlassen?
Es ist kein Fall bekannt.
f) Wie viele kehrten nach ihrer Genesung zurück in das Einsatzgebiet oder
fanden Verwendung in einem anderen Auslandseinsatz?
Es liegen keine Erkenntnisse vor.
g) Wie viele verblieben in Deutschland und ggf. in Behandlung?
Es liegen keine Erkenntnisse vor.
h) Wie viele von ihnen quittierten ihren Dienst?
Die Bundespolizei sowie die AG Internationale Polizeimissionen führen keine
Statistik darüber, ob und ggf. wie viele Polizeivollzugsbeamtinnen/
Polizeivollzugsbeamte aufgrund psychischer Probleme im Zusammenhang mit einer
dienstlichen Auslandsverwendung in Afghanistan den Dienst quittierten.
i) Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Zahl der nicht erkannten
PTBS-Fälle ein?
Epidemiologische Daten, die eine seriöse Schätzung erlauben würden, sind
nicht bekannt.
j) Existieren Erfahrungswerte oder wissenschaftliche Erkenntnisse
darüber, nach wie viel Stehzeit im Einsatzland die Gefahr einer PTBS
signifikant steigt?
Epidemiologische Daten oder gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse sind zu
dieser Frage nicht bekannt.
11. Wie viele Psychiater, Psychologen oder Psychotherapeuten arbeiten
derzeit bei der Bundeswehr?
Wie viele Stellen sind dabei unbesetzt geblieben (bitte beide Antworten
aufschlüsseln nach Berufsgruppe und Einsatzgebiet)?
Von den in der Zielstruktur besetzbaren 42 Dienstposten für Fachärztinnen/
Fachärzte für Psychiatrie/Psychotherapie im Zentralen Sanitätsdienst der
Bundeswehr sind aktuell 27 besetzt. In den Einsatzgebieten, in denen die
Bundeswehr tätig ist, gibt es momentan zwei Dienstposten Psychiatrie/Psychotherapie
(ISAF und KFOR), die durchgängig besetzt sind.
Drucksache 17/4792 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDie Bundeswehr verfügt in allen Teilstreitkräften und militärischen
Organisationsbereichen über hauptamtliche Psychologinnen/Psychologen. Im
Psychologischen Dienst der Bundeswehr sind derzeit 224 Psychologinnen und
Psychologen beschäftigt. Unbesetzt sind folgende Dienstposten:
– 11 im Bereich Personalpsychologie,
– 5 im Bereich Truppenpsychologie,
– 1 im Bereich Flieger-/Flugpsychologie.
Insgesamt 17 Psychologinnen und Psychologen verfügen über eine
psychotherapeutische Qualifikation.
Alle in den Einsatzgebieten eingerichteten Dienstposten für Psychologinnen und
Psychologen – einer bei KFOR, drei bei ISAF – sind besetzt.
12. Wie viele deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei nationalen oder
internationalen Nichtregierungs-Organisationen (NGO) wurden seit 2001
verletzt (bitte aufgeschlüsselt nach Alter des/der Verletzten, Geschlecht,
Herkunftsort [Bundesland], Datum und Ort des Vorfalls sowie
Vorfallsursache)?
Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes wurde eine deutsche Mitarbeiterin des
Amtes für humanitäre Koordinierung der Vereinten Nationen im Oktober 2009
in Afghanistan verletzt.
Es liegen keine Angaben zur Art der Verletzung und zum Gesundheitszustand
vor.
13. Wie viele deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei nationalen oder
internationalen NGOs wurden seit 2001 getötet (bitte aufgeschlüsselt nach
Alter des/der Getöteten, Geschlecht, Herkunftsort [Bundesland], Datum
und Ort des Vorfalls sowie Vorfallsursache)?
Am 8. März 2007 starb ein 65-jähriger deutscher Mitarbeiter der Deutschen
Welthungerhilfe in der Provinz Sar-i-Pul bei einem Überfall auf ein Fahrzeug.
Eine 35-jährige Mitarbeiterin der International Assistance Mission starb am
5. August 2010 in der Provinz Badakhshan.
14. Bei wie vielen deutschen NGO-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde
nach ihrer Rückkehr eine posttraumatische Belastungsstörung
diagnostiziert (aufgeschlüsselt nach Einsatzort, Einsatzzeitraum, Alter,
Geschlecht)?
a) Wie viele von ihnen wurden stationär behandelt?
b) Wie viele von ihnen wurden ambulant behandelt?
c) Wie viele blieben trotz diagnostizierten psychischen Problemen
unbehandelt?
d) Wie viele blieben trotz Behandlungswunsch unbehandelt?
e) Wie viele wurden untersucht, jedoch ohne eindeutige Diagnose
entlassen?
f) Wie viele kehrten nach ihrer Genesung zurück in das Einsatzgebiet oder
fanden Verwendung in einem anderen Auslandseinsatz?
g) Wie viele verblieben in Deutschland und ggf. in Behandlung?
h) Wie viele von ihnen wechselten den Beruf?
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/4792i) Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Zahl der nicht erkannten
PTBS-Fälle ein?
j) Existieren Erfahrungswerte oder wissenschaftliche Erkenntnisse
darüber, nach welcher Aufenthaltsdauer im Einsatzland die Gefahr einer
PTBS signifikant steigt?
Es liegen Informationen über eine deutsche Mitarbeiterin mit PTBS nach
Tätigkeit bei einem Projekt in Kunduz in 2006 vor. Sie wurde in Deutschland
behandelt und befindet sich mittlerweile wieder im Einsatz in einem anderen Land.
15. Welche Stellen sind innerhalb der Bundeswehr mit der Erfassung von
Toten und Verletzten in den Einsatzgebieten befasst, und wie werden diese
Informationen zum Zwecke der öffentlichen Berichterstattung vorbereitet
und weitergeleitet?
Die Erfassung von Toten und Verletzten beginnt am „Aufkommensort“ im
Einsatzgebiet. Nach den jeweiligen entsprechenden Meldungen aus dem
Einsatzkontingent ist das Einsatzführungskommando der Bundeswehr für die
statistische Erfassung und Weitergabe der Informationen zuständig.
Die Erfassung erfolgt mit Hilfe von Listen. Diese werden einerseits auf dem
Dienstweg der militärischen Führung und der politischen Leitung zur Verfügung
gestellt. Andererseits werden sie – reaktiv – dem Presse- und Informationsstab
oder dem Einsatzführungsstab bzw. der Ansprechstelle für Hinterbliebene zur
Verfügung gestellt. Bei Anfragen werden die Informationen nach den Vorgaben
des Informationsfreiheitsgesetzes zur Verfügung gestellt.
16. Besteht vonseiten der Bundeswehr oder der Bundesregierung ein
Betreuungsangebot oder eine erste Anlaufstelle für Hinterbliebene bzw.
Angehörige von Geschädigten, die in den Einsatzgebieten tätig waren?
Im Bundesministerium der Verteidigung existiert eine Ansprechstelle für
Hinterbliebene (AfH), an die sich Hinterbliebene von Bundeswehrangehörigen
unmittelbar in allen Fragen wenden können. Die Ansprechstelle für Hinterbliebene
geht darüber hinaus von sich aus aktiv auf die Hinterbliebenen zu, um
Unterstützung anzubieten.
Daneben können sich Hinterbliebene auch an die örtlich zuständigen
Sozialdienste der Bundeswehr wenden, die für die Beratung und Betreuung von
Angehörigen der Bundeswehr, die durch eine Verwendung im besonderen
Auslandseinsatz körperlich oder seelisch verletzt wurden, zuständig sind.
a) Wenn ja, wie gestaltet sich die Betreuung im Alltag der
Hinterbliebenen, und welche Stellen sind für die Koordination zuständig?
Die Hinterbliebenen werden im Bedarfsfall durch die fachlich zuständigen
Stellen in der Bundeswehr betreut, wie z. B. durch den Sozialdienst, die
Militärseelsorge und den Wehrpsychologischen Dienst.
Die AfH nimmt sich der Fragen und Nöte an, die Hinterbliebene an sie
herantragen, unter Zuhilfenahme der fachlich zuständigen Stellen der Bundeswehr. Die
AfH koordiniert die zügige Wahrnehmung der Belange Betroffener im Rahmen
der jeweiligen Regularien.
b) Wenn nein, warum gibt es keine derartige Einrichtung?
Entfällt.
Drucksache 17/4792 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodec) Wie gestaltet sich die Betreuung der Angehörigen von Geschädigten,
und welche Stelle leitet die Koordination?
Die Beratungs- und Betreuungsleistungen des Sozialdienstes der Bundeswehr
erstrecken sich auch auf die Familienangehörigen von Geschädigten, die im
Regelfall mittelbar oder unmittelbar von den Beeinträchtigungen betroffen sind.
Sozialberaterinnen und Sozialberater klären sie über ihre materiell-rechtlichen
Ansprüche auf und unterstützen sie bei der Beantragung der ihnen zustehenden
Leistungen. Eine wichtige Funktion des Sozialdienstes der Bundeswehr besteht
in diesen Fällen darin, in einer Leitfunktion zwischen dem Antragsteller und den
entsprechenden Behörden zu vermitteln und Verfahrenswege transparent
darzustellen. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind aufgabengerecht ausgebildet
und beraten und betreuen die Betroffenen entsprechend ihren individuellen
Bedürfnissen.
d) Gibt es ein Netzwerk für die gegenseitige Unterstützung von
Hinterbliebenen, und wenn ja, wie werden diese darauf aufmerksam gemacht?
Hinterbliebene werden auf das Netzwerk von Hinterbliebenen aufmerksam
gemacht, indem ihnen nach Ablauf einer angemessenen Zeit nach dem Todesfall
über die Ansprechstelle für Hinterbliebene die von einzelnen Initiativen der
Hinterbliebenen zur Verfügung gestellten Informationen zusammen mit der
Information über die Existenz und die Aufgaben der Ansprechstelle für
Hinterbliebene übersandt werden.
e) Wie lange werden Hinterbliebene mindestens und wie lange maximal
betreut und begleitet?
Die Hinterbliebenen werden so lange durch die AfH und den Sozialdienst der
Bundeswehr betreut und begleitet, wie sie Beratung und Betreuung benötigen.
f) Wie lange werden Angehörige von Geschädigten maximal betreut und
begleitet?
Auch die Angehörigen von Geschädigten werden so lange betreut, wie sie die
Beratung und Betreuung benötigen.
g) Stehen die Betreuungsangebote auch den Hinterbliebenen und
Angehörigen von Geschädigten ziviler Organisationen offen oder gibt es für
diese gesonderte Stellen?
Die Betreuungsangebote der Bundeswehr stehen nur Hinterbliebenen oder
Angehörigen von Geschädigten der Bundeswehr zur Verfügung.
h) Werden Angehörige von am ISAF-Einsatz beteiligten Personen im
Vorfeld auf die Risiken und potentielle Gefahren eines Einsatzes sowie die
daraus resultierende Auswirkungen vorbereitet?
Wenn ja, wie sieht diese Vorbereitung aus?
Mit der Familienbetreuungsorganisation trägt die Bundeswehr den besonderen
Belastungen Rechnung, die sich für Angehörige im Zusammenhang mit
Auslandsverwendungen der Soldatinnen und Soldaten ergeben. Die
Familienbetreuungszentren stehen während der gesamten Dauer eines Einsatzes den
Angehörigen Tag und Nacht für alle Fragen der Betreuung und Fürsorge als
Ansprechpartner zur Verfügung (eingerichtete 0800-Nummer für alle
Familienbetreuungszentren zur kostenlosen telefonischen Kontaktaufnahme).
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/4792In einem „Netzwerk der Hilfe“ arbeiten die Familienbetreuungszentren mit den
Dienststellen der Bundeswehr, Einrichtungen des psychosozialen Netzwerkes
auf Standortebene, zivilen Behörden und Ämtern sowie ehrenamtlichen
Organisationen, die sich im Sozialbereich engagieren, zusammen. Situationsbezogen
wird der Kontakt zwischen den Hilfe suchenden Angehörigen und der fachlich
zuständigen Behörde bzw. Organisation hergestellt.
Darüber hinaus führen sie im Vorfeld Informationsveranstaltungen durch, um die
Angehörigen über die Lage und die Lebensumstände in den Einsatzgebieten zu
informieren. In diesen Informationsveranstaltungen sind auch
Videokonferenzschaltungen in die Einsatzgebiete vorgesehen. Die Veranstaltungen der
Familienbetreuungsorganisation dienen neben der Versorgung der Angehörigen mit
Informationen auch als Plattform zur Kontaktpflege von Betroffenen
untereinander. Die Familienbetreuungszentren vermitteln zudem Kontakte zu den
Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, sofern in der Familie Probleme auftreten.
Der Sozialdienst der Bundeswehr informiert u.a im Rahmen von
Veranstaltungen der Familienbetreuungsorganisation über alle Fragen im Zusammenhang
mit der sozialen Absicherung der in den Einsatz gehenden oder sich befindenden
Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familienangehörigen. Darüber hinaus
steht er zu jeder Zeit für Einzelberatungen bei persönlichen Anliegen auch der
Angehörigen zur Verfügung.
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Verletzte/Verwundete Soldatinnen u. Soldaten im Einsatz
ISAF
Anlage 1 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom Februar 2011
Fremdeinwirkung sonstige Umstände
Tag der Verletzung DstGrd Alter
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7. Jun 03 Hauptfeldwebel 47 1
7. Jun 03 Feldwebel 25 1
7. Jun 03 Oberfeldwebel 25 1
7. Jun 03 Oberfeldwebel 24 1
7. Jun 03 Obergefreiter 21 1
7. Jun 03 Feldwebel 24 1
7. Jun 03 Hauptfeldwebel 43 1
7. Jun 03 Oberstabsgefreiter 26 1
7. Jun 03 Oberfeldwebel 30 1
7. Jun 03 Stabsunteroffizier 25 1
7. Jun 03 Unteroffizier d.R. 44 1
7. Jun 03 Hauptfeldwebel 24 1
7. Jun 03 Hauptfeldwebel 39 1
7. Jun 03 Hauptfeldwebel d.R. 49 1
7. Jun 03 Stabsunteroffizier 23 1
7. Jun 03 Oberfeldwebel 33 1
7. Jun 03 Leutnant 32 1
7. Jun 03 Feldwebel 24 1
7. Jun 03 Hauptfeldwebel 29 1
7. Jun 03 Stabsunteroffizier 23 1
7. Jun 03 Oberfeldwebel 32 1
7. Jun 03 Hauptfeldwebel 34 1
7. Jun 03 Hauptfeldwebel 39 1
7. Jun 03 Oberstabsgefreiter 27 1
7. Jun 03 Feldwebel 29 1
11.
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Verletzte/Verwundete Soldatinnen u. Soldaten im Einsatz
ISAF
Anlage 1 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom Februar 2011
7. Jun 03 Stabsgefreiter 24 1
7. Jun 03 Hauptmann 37 1
7. Jun 03 Hauptgefreiter 26 1
7. Jun 03 Hauptfeldwebel 32 1
7. Jun 03 Obermaat d.R. 31 1
11. Mai 03 Oberfeldwebel 31 1
29. Sep 04 Oberfeldwebel 25 1
29. Sep 04 Oberfeldwebel 26 1
26. Nov 04 Oberfeldwebel 25 1
26. Nov 04 Stabsunteroffizier 24 1
26. Nov 04 Hauptgefreiter 25 1
30. Dez 04 Hauptbootsmann 38 1
30. Dez 04 Oberfeldwebel 29 1
3. Jun 05 Hauptgefreiter 22 1
3. Jun 05 Obergefreiter 21 1
9. Jun 05 Leutnant d.R. 36 1
9. Jun 05 Oberleutnant 35 1
7. Aug 05 Hauptgefreiter 23 1
7. Aug 05 Oberfeldwebel 25 1
9. Nov 05 Hauptgefreiter 24 1
9. Nov 05 Hauptgefreiter 19 1
14. Nov 05 Oberfeldwebel 31 1
14. Nov 05 Hauptfeldwebel 38 1
22. Feb 06 Hauptgefreiter 27 1
6. Apr 06 Stabsunteroffizier 25 1
6. Apr 06 Oberfeldwebel 28 1
6. Apr 06 Hauptgefreiter 22 1
6. Apr 06 Hauptgefreiter 22 1
13. Jun 06 Hauptgefreiter 23 1
13. Jun 06 Hauptgefreiter 25 1
31. Jul 06 Oberfeldwebel 28 1
11. Aug 06 Oberstleutnant 49 1
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Verletzte/Verwundete Soldatinnen u. Soldaten im Einsatz
ISAF
Anlage 1 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom Februar 2011
11. Aug 06 Oberstleutnant 53 1
11. Aug 06 Major 39 1
11. Aug 06 Hauptfeldwebel d.R. 37 1
13. Okt 06 Hauptgefreiter 22 1
3. Apr 07 Oberfeldwebel 27 1
3. Apr 07 Hauptgefreiter 22 1
3. Apr 07 Hauptgefreiter 20 1
3. Apr 07 Hauptgefreiter 21 1
19. Mai 07 Oberfeldwebel 29 1
19. Mai 07 Oberfeldwebel 31 1
19. Mai 07 Hauptgefreiter 25 1
19. Mai 07 Hauptfeldwebel 31 1
5. Okt 07 Oberfeldwebel 26 1
5. Okt 07 Hauptmann 29 1
5. Okt 07 Unteroffizier 24 1
14. Nov 07 Hauptgefreiter 19 1
14. Mrz 08 Obergefreiter 23 1
26. Mrz 08 Hauptgefreiter 22 1
26. Mrz 08 Hauptfeldwebel 32 1
30. Jun 08 Hauptgefreiter 22 1
30. Jun 08 Hauptgefreiter 20 1
30. Jun 08 Oberfeldwebel 29 1
6. Aug 08 Oberstabsfeldwebel 51 1
6. Aug 08 Hauptgefreiter 22 1
6. Aug 08 Hauptgefreiter 23 1
15. Aug 08 Oberfeldwebel 28 1
15. Aug 08 Feldwebel 24 1
15. Okt 08 Obergefreiter 20 1
17. Nov 08 Unteroffizier 22 1
17. Nov 08 Feldwebel 23 1
17. Nov 08 Obergefreiter 21 1
17. Nov 08 Oberfeldwebel 28 1
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Verletzte/Verwundete Soldatinnen u. Soldaten im Einsatz
ISAF
Anlage 1 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom Februar 2011
17. Nov 08 Oberfeldwebel 26 1
17. Nov 08 Hauptgefreiter 24 1
17. Nov 08 Oberbootsmann 27 1
20. Nov 08 Oberstabsgefreiter 26 1
4. Dez 08 Hauptgefreiter 23 1
14. Dez 08 Obergefreiter 22 1
14. Dez 08 Hauptgefreiter 23 1
14. Mrz 09 Hauptgefreiter 22 1
14. Mrz 09 Oberfeldwebel 28 1
29. Apr 09 Obergefreiter 21 1
29. Apr 09 Hauptgefreiter 22 1
29. Apr 09 Hauptgefreiter 19 1
29. Apr 09 Oberfeldwebel 29 1
29. Apr 09 Hauptgefreiter 21 1
29. Apr 09 Feldwebel 25 1
29. Apr 09 Stabsgefreiter 35 1
29. Apr 09 Hauptgefreiter 22 1
29. Apr 09 Stabsgefreiter 28 1
29. Apr 09 Hauptgefreiter 25 1
7. Jun 09 Obergefreiter 21 1
7. Jun 09 Hauptgefreiter 23 1
3. Sep 09 Stabsgefreiter 26 1
3. Sep 09 Stabsunteroffizier 27 1
3. Sep 09 Oberfeldwebel 26 1
3. Sep 09 Obergefreiter 19 1
5. Sep 09 Hauptgefreiter 22 1
5. Sep 09 Oberfeldwebel 31 1
5. Sep 09 Stabsgefreiter 22 1
5. Sep 09 Hauptgefreiter 24 1
5. Sep 09 Hauptgefreiter 28 1
16. Sep 09 Oberfeldwebel 27 1
16. Sep 09 Stabsunteroffizier 24 1
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Verletzte/Verwundete Soldatinnen u. Soldaten im Einsatz
ISAF
Anlage 1 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom Februar 2011
16. Sep 09 Hauptgefreiter 21 1
16. Sep 09 Oberfeldwebel 26 1
16. Sep 09 Hauptgefreiter 23 1
16. Sep 09 Feldwebel 26 1
16. Sep 09 Stabsgefreiter 23 1
16. Sep 09 Oberfeldwebel 26 1
5. Dez 09 Stabsunteroffizier 21 1
5. Dez 09 Stabsunteroffizier 28 1
16. Dez 09 Stabsgefreiter 24 1
12. Jan 10 Hauptgefreiter 23 1
2. Apr 10 Hauptgefreiter 24 1
2. Apr 10 Hauptgefreiter 23 1
2. Apr 10 Hauptfeldwebel 38 1
2. Apr 10 Oberfeldwebel 26 1
2. Apr 10 Hauptgefreiter 24 1
2. Apr 10 Oberfeldwebel 27 1
2. Apr 10 Hauptgefreiter 23 1
2. Apr 10 Hauptgefreiter 27 1
15. Apr 10 Hauptfeldwebel 32 1
15. Apr 10 Hauptfeldwebel 35 1
15. Apr 10 Oberstleutnant 46 1
15. Apr 10 Stabsfelwebel 44 1
15. Apr 10 Oberfeldwebel 27 1
20. Apr 10 Stabsgefreiter 24 1
20. Apr 10 Hauptmann 33 1
20. Apr 10 Stabsgefreiter 25 1
20. Apr 10 Hauptfeldwebel 29 1
19. Jun 10 Stabsgefreiter 22 1
19. Jun 10 Oberstabsgefreiter 24 1
19. Jun 10 Feldwebel 23 1
19. Jun 10 Obergefreiter 23 1
19. Jun 10 Hauptgefreiter 23 1
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Verletzte/Verwundete Soldatinnen u. Soldaten im Einsatz
ISAF
Anlage 1 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom Februar 2011
5. Jul 10 Hauptgefreiter 24 1
10. Jul 10 Hauptfeldwebel 33 1
10. Jul 10 Oberfeldwebel d.R. 41 1
31. Jul 10 Oberfeldwebel 30 1
31. Jul 10 Oberfeldwebel 30 1
31. Jul 10 Oberfeldwebel 30 1
14.Sept.2010 Oberfeldwebel 27 1
07.Okt. 2010 Fähnrich 25 1
07.Okt. 2010 Hauptgefreiter 21 1
07.Okt. 2010 Oberstabsgefreiter 25 1
07.Okt. 2010 Hauptfeldwebel 28 1
07.Okt. 2010 Hauptgefreiter 24 1
07.Okt. 2010 Hauptgefreiter 22 1
07.Okt. 2010 Hauptgefreiter 21 1
07.Okt. 2010 Oberfeldwebel 32 1
07.Okt. 2010 Stabsunteroffizier 31 1
07.Okt. 2010 Feldwebel 33 1
07.Okt. 2010 Feldwebel 23 1
07.Okt. 2010 Oberleutnant 27 1
07.Okt. 2010 Hauptgefreiter 23 1
07.Okt. 2010 Oberfeldwebel 29 1
17. Okt. 2010 Oberstabsgefreiter 26 1
22. Nov. 2010 Oberleutnant 30 1
22. Nov. 2010 Stabsunteroffizier 24 1
22. Nov. 2010 Oberleutnant 30 1
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Personalverluste ISAF
Anlage 2 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom 11. Februar 2011
Fremdeinwirkung sonstige Umstände
Todestag DstGrd Geschlecht Alter Bundesland
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6. März 2002 Oberfeldwebel M 29 Niedersachsen 1
6. März 2002 Oberfeldwebel M 27 Niedersachsen 1
20. Dezember 2002 Hauptmann M 53 Baden-Württemberg 1
20. Dezember 2002 Stabsunteroffizier M Niedersachsen 1
20. Dezember 2002 Hauptfeldwebel M Nordrhein-Westfalen 1
20. Dezember 2002 Hauptfeldwebel M Nordrhein-Westfalen 1
20. Dezember 2002 Hauptfeldwebel M Nordrhein-Westfalen 1
20. Dezember 2002 Hauptgefreiter M Baden-Württemberg 1
20. Dezember 2002 Oberleutnant M 31 Baden-Württemberg 1
20. Februar 2003 Hauptmann M 47 Niedersachsen 1
17. Mai 2003 Major M 34 Rheinland-Pfalz 1
29. Mai 2003 Stabsgefreiter M 28 Nordrhein-Westfalen 1
7. Juni 2003 Stabsunteroffizier M 25 Rheinland-Pfalz 1
7. Juni 2003 Oberfähnrich M 28 Rheinland-Pfalz 1
7. Juni 2003 Feldwebel M 29 Niedersachsen 1
7. Juni 2003 Oberfeldwebel M 32 Niedersachsen 1
17. Oktober 2004 Hauptgefreiter M 22 Sachsen 1
25. Juni 2005 Hauptfeldwebel M 37 Niedersachsen 1
25. Juni 2005 Oberfeldwebel M 26 Niedersachsen 1
7. August 2005 Hauptgefreiter M 24 Rheinland-Pfalz 1
14. November 2005 Oberstleutnant d.R. M 44 Nordrhein-Westfalen 1
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Personalverluste ISAF
Anlage 2 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom 11. Februar 2011
17. Dezember 2006 Oberfeldwebel M 24 Baden-Württemberg 1
19. Mai 2007 Oberfeldwebel d.R. M 28 Hessen 1
19. Mai 2007 Oberfeldwebel d.R. M 48 Schleswig-Holstein 1
19. Mai 2007 Hauptmann d.R. M 31 Nordrhein-Westfalen 1
4. September 2007 Stabsunteroffizier M 27 Schleswig-Holstein 1
25. August 2008 Hauptfeldwebel M 43 Niedersachsen 1
27. August 2008 Hauptfeldwebel M 29 Rheinland-Pfalz 1
20. Oktober 2008 Stabsgefreiter M 22 Rheinland-Pfalz 1
20. Oktober 2008 Stabsunteroffizier M 25 Rheinland-Pfalz 1
14. März 2009 Obergefreiter M 21 Rheinland-Pfalz 1
29. April 2009 Hauptgefreiter M 21 Rheinland-Pfalz 1
23. Juni 2009 Hauptgefreiter M 23 Rheinland-Pfalz 1
23. Juni 2009 Hauptgefreiter M 21 Rheinland-Pfalz 1
23. Juni 2009 Obergefreiter M 23 Rheinland-Pfalz 1
5. Oktober 2009 Hauptgefreiter M 24 Rheinland-Pfalz 1
2. April 2010 Hauptfeldwebel M 35 Niedersachsen 1
2. April 2010 Hauptgefreiter M 25 Niedersachsen 1
2. April 2010 Hauptgefreiter M 28 Niedersachsen 1
15. April 2010 Stabsunteroffizier M 24 Bayern 1
15. April 2010 Oberstabsarzt M 33 Baden-Württemberg 1
15. April 2010 Hauptfeldwebel M 32 Bayern 1
15. April 2010 Major M 38 Bayern 1
7. Oktober 2010 Oberfeldwebel M 32 Niedersachsen 1
17. Dezember 2010 Hauptgefreiter M 21 Bayern 1
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Anlage 3 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom Februar 2011
Alter Dienstgrad Geschlecht Herkunftsort der Einheit/Bundesland Ereignistag Todestag Ort des Vorfalles Art des Suicid-Versuches
35 HF M Strausberg/Brandenburg 06.09.1998 06.09.1998 SFOR/Rajlovac Suizid d. Erschießen
25 SU M Doberlug/Brandenburg 15.01.1999 15.01.1999 SFOR/Rajlovac Suizid d. Erschießen
23 HG M Delmenhorst/Niedersachsen 17.06.1999 17.06.1999 Tetovo Suizid d. Erschießen
33 OL M Schwalmstadt/Hessen 27.02.2000 27.02.2000 SFOR/Rajlovac Suizid d. Erschießen
25 HG M Mainz/Rheinland-Pfalz 20.04.2000 20.04.2000 KFOR/Prizren Suizid d. Erschießen
29 OF M Külsheim/Baden-Württemberg 17.09.2000 17.09.2000 SFOR/Rajlovac Suizid d. Erschießen
23 SU M Rennerod/Rheinland-Pfalz 01.10.2001 01.10.2001 SFOR/Rajlovac Suizid d. Erschießen
24 HG M Eggesin/Mecklenburg 31.07.2001 01.08.2001 KFOR/Prizren Suizid d. Erschießen
19 OG M Schwanewede/Niedersachsen 21.03.2001 21.03.2001 SFOR/Rajlovac Suizid d. Erschießen
47 HF M Hammelburg/Bayern 16.05.2002 16.05.2002 KFOR/Prizren Suizid d. Erschießen
21 U W Hannover/Niedersachsen 11.11.2002 11.11.2002 SFOR/Rajlovac Suizid d. Erschießen
22 HG M Marienberg/Sachsen 17.10.2004 17.10.2004 ISAF/Kunduz Suizid d. Erschießen
40 OF d.R. M Kein Eintrag 25.02.2004 25.02.2004 KFOR/Prizren Suizid d. Erschießen
29 HF M Stadtallendorf/Hessen 28.11.2004 28.11.2004 KFOR/Prizren Suizid d. Erschießen
54 F d.R. M Neubrandenburg/Mecklenburg 03.04.2006 03.04.2006 EUFOR Suizid d. Erschießen
24 OF M Immendingen/Baden-Württemberg 18.12.2006 18.12.2006 ISAF/Mazar-e-Sharif Suizid d. Erschießen
31 KL M Glücksburg/Schleswig-Holstein 22.03.2007 22.03.2007 KFOR/Prizren Suizid d. Erschießen
27 SU M Kropp/Schleswig-Holstein 03.09.2007 03.09.2007 ISAF/Camp Marmal Suizid d. Erschießen
23 OF M Nienburg/Niedersachsen 29.11.2009 29.11.2009 KFOR/Prizren Suizid d. Erschießen
Anzahl: 19
Alter Dienstgrad Geschlecht Herkunftsort der Einheit/Bundesland Ort des Vorfalles Art des Suicid-Versuches
20 HG M Schwarzenborn/Hessen KFOR/Airfield Schnittverletzung
Ereignistag
27.04.2008
Suizide von deutschen Soldaten im Auslandseinsatz
Suizidversuche von deutschen Soldaten im Auslandseinsatz
11.
Anlage 4 zu Parl Sts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V58 vom Februar 2011
Tag der Verletzung DstGrd
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9. Nov 05 Hauptgefreiter 1
9. Nov 05 Hauptgefreiter 1
31. Jul 06 Oberfeldwebel 1
14. Nov 07 HptGefr 1
15. Okt 08 Obergefreiter 1
20. Nov 08 Oberstabsgefreiter 1
4. Dez 08 Hauptgefreiter 1
12. Jan 10 Hauptgefreiter 1
5. Jul 10 Hauptgefreiter 1
Tag des Todes DstGrd
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17. Dez. 2010 Hauptgefreiter 1
11.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]