Deutscher Bundestag Drucksache 21/3251
21. Wahlperiode 11.12.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Thomas Stephan, René Springer, Gerrit
Huy, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/2976 –
Bilanz des Förderprogramms EhAP Plus des Europäischen Sozialfonds
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der Europäische Sozialfonds (ESF) wird gemeinsam von der Europäischen
Union (EU) und den Mitgliedstaaten finanziert. Für die Förderperiode des
ESF 2021 bis 2027 sind für Deutschland insgesamt rund 6,56 Mrd. Euro
vorgesehen, die sich auf den Bund und die Bundesländer aufteilen (
www.bma
s.de/EN/Europe-and-the-World/European-Funds/ESF/esf-article.html#docf81
a347e-48ed-4938-a9a6-bda786bfd8afbodyText4).
Für einen Teil der geförderten Programme ist das Bundesministerium für
Arbeit und Soziales (BMAS) federführend (
www.esf.de/portal/DE/ESF-Plus-202
1-2027/Foerderprogramme/inhalt.html), darunter das Förderprogramm „EhAP
Plus – Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten
benachteiligten Personen“. Mit dem EhAP-Plus-Programm soll die Lebenssituation und
die soziale Eingliederung von besonders benachteiligten neu zugewanderten
Unionsbürgern und deren Kindern unter 18 Jahren sowie von Wohnungslosen
oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen und deren Kindern unter
18 Jahren verbessert werden.
Die Förderung beträgt mit dem ersten Aufruf ca. 88,5 Mio. Euro und dem
zweiten Aufruf ca. 61,2 Mio. Euro. Damit werden 120 Projekte gefördert.
Nach Ansicht der Fragesteller ist das Programm Ausdruck einer migrations-
und minderheitenorientierten Sozialpolitik, die hohe finanzielle Mittel
einseitig für sehr spezifisch festgelegte Zielgruppen zur Verfügung stellt. Der Fokus
liegt in ihren Augen auf neu zugewanderten Unionsbürgern und
marginalisierten Gruppen, auf Kosten einer gleichberechtigten Unterstützung aller
Bedürftigen in Deutschland unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem
Bedürftigkeitsgrund. Die Annahmen zur Allgegenwart von Diskriminierung und
Vorurteilen als Kernursache für mangelhafte Integration bleiben weitgehend
unbelegt. Das Programm steht nach Auffassung der Fragesteller beispielhaft für die
symptomatische Politik der letzten Jahre, gesellschaftliche Herausforderungen
durch immer neue Förder- und Schulungsprogramme zu lösen zu versuchen,
anstatt Ursachen wie integrationshemmende Subkulturen, wenig kontrollierte
Masseneinwanderung oder mangelnde Eigenverantwortung konsequent
anzugehen.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom
11. Dezember 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Welche Gruppen von neu zugewanderten Unionsbürgern sind nach
Ansicht der Bundesregierung besonders benachteiligt, mit welchen
Begründungen, und seit wann ist dies der Bundesregierung bekannt?
Zu den am stärksten benachteiligten Personen in Deutschland gehört der Teil
der neuzugewanderten EU-Bürgerinnen und EU-Bürger, der von Armut und
Ausgrenzung betroffen ist. Die Bundesregierung hat sich 2014 im Rahmen des
Staatssekretärsausschusses zu „Rechtsfragen und Herausforderungen bei der
Inanspruchnahme der sozialen Sicherungssysteme durch Angehörige der EU-
Mitgliedstaaten“ hiermit befasst.
2. Welche belastbaren Evaluierungsdaten gibt es nach Kenntnis der
Bundesregierung zu tatsächlichen regionalen Integrationsbedarfen und zu
strukturellen Benachteiligungen neu zugewanderter Unionsbürger (bitte
nach Nationalität aufschlüsseln)?
Projekte müssen den vor Ort herrschenden Bedarf vor Projektbeginn belegen.
Die Zielerreichung wird anschließend auch im Rahmen der erreichten
Beratungszahlen verifiziert. Zur Evaluation wird auf die Antwort zu Frage 15
verwiesen.
3. Aus welchen Gründen reichen nach Kenntnis der Bundesregierung
bestehende lokale und regionale Hilfestrukturen für diese Gruppen (Frage 1)
nicht oder nicht mehr aus?
Die Bundesregierung geht davon aus, dass bestehende lokale und regionale
Hilfestrukturen grundsätzlich ausreichen, jedoch den Menschen diese Angebote
entweder nicht bekannt oder für sie aus unterschiedlichen Gründen nicht
erreichbar sind. Darüber hinaus kann es in einzelnen Kommunen zu erhöhten
Anforderungen an vorhandene lokale und regionale Hilfestrukturen kommen,
denen durch die Förderung im Rahmen des Programms EhAP Plus –
„Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“
begegnet werden soll.
4. Welche Einzelziele (z. B. Ansprache, Beratung und Begleitung) werden
nach Kenntnis der Bundesregierung im EhAP-Plus-Programm gefördert,
und wie grenzen sie sich von anderen ESF-Plus-Programmen ab?
Es werden folgende Einzelziele gefördert:
Einzelziel 1: Ansprache, (Verweis-)Beratung und Begleitung von besonders
benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern und
deren Kinder unter 18 Jahren sowie Angehörige von Minderheiten zu
weiterführenden Hilfsangeboten.
Einzelziel 2: Ansprache, (Verweis-)Beratung und Begleitung von
wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen und deren Kinder unter
18 Jahren zu weiterführenden Hilfsangeboten.
Einzelziel 3: Sensibilisierung und (interkulturelle) Schulung insbesondere von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern öffentlicher Verwaltungen, Einrichtungen
des regulären Hilfesystems, sowie Trägern der sozialen Arbeit vor Ort bezogen
auf die Lebenslagen und Bedürfnisse der Zielgruppen sowie zu den Themen
Antiziganismus und Antidiskriminierung.
Die Abgrenzung zu anderen Programmen des Europäischen Sozialfonds (ESF-
Plus-Programmen) wird durch eine Kohärenzabstimmung sichergestellt, in der
ESF-Förderprogramme von Bund und Ländern aufeinander abgestimmt
werden.
5. Wie wird im EhAP-Plus-Programm sichergestellt, dass keine
Doppelstrukturen zu bestehenden Hilfeangeboten (z. B. nach dem Zwölften
Buch Sozialgesetzbuch [SGB XII]) entstehen und dass es lediglich
flankierend wirkt?
In der EhAP-Plus-Förderrichtlinie ist festgelegt, dass Aktivitäten durchgeführt
werden, die bestehende Strukturen flankieren und in ihrer Wirkung verstärken.
6. Wie viele Personen oder Familien werden oder wurden nach Kenntnis
der Bundesregierung seit 2022 durch das EhAP-Plus-Programm
gefördert, wie viele davon waren besonders benachteiligte Unionsbürger, und
wie viele davon Wohnungslose (bitte nach benachteiligten
Unionsbürgern und Wohnungslosen jeweils nach Bundesländern aufschlüsseln)?
Bislang wurden im Programm EhAP Plus rund 95 000 Einzelpersonen beraten.
Davon gehörten rund 66 000 Teilnehmende zur Zielgruppe der
neuzugewanderten Unionsbürgerinnen und Unionsbürger. Eine Aufschlüsselung nach
Bundesländern erfolgt nicht.
7. Werden durch das EhAP-Plus-Programm auch Unionsbürger gefördert,
die zu Beginn ihrer Förderung ihren Lebensmittelpunkt nicht in
Deutschland haben (wenn ja, bitte nach Anzahl und Nationalität aufschlüsseln)?
Dieser Sachverhalt wird im Programm EhAP Plus nicht erhoben.
8. Wie viele Wohnungslose haben nach Kenntnis der Bundesregierung
durch das EhAP-Plus-Programm eine dauerhafte Wohnmöglichkeit oder
ein unbefristetes Mietverhältnis erhalten (bitte nach Nationalität und
Bundesländern aufschlüsseln)?
Der EhAP Plus ist kein Programm zur Vermittlung dauerhafter
Wohnmöglichkeiten oder unbefristeter Mietverhältnisse.
9. Welche weiteren Leistungen haben die ehemaligen Wohnungslosen
gemäß Frage 8 aus dem EhAP-Plus-Programm erhalten (bitte nach
Nationalitäten und Bundesländern aufschlüsseln)?
Der EhAP Plus bietet über Beratung und Begleitung hinaus keine weiteren
Leistungen.
10. Wurden oder werden aus den Fördermitteln des EhAP-Plus-Programms
nach Kenntnis der Bundesregierung Immobilien finanziert oder
angemietet (wenn ja, bitte nach Anzahl und Art der Immobilie, wie
Einfamilienhaus oder Hotel, und nach Bundesländern aufschlüsseln)?
Nein, eine Förderung von Immobilien aus Mitteln des ESF Plus ist gemäß
Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a) der Verordnung (EU) 2021/1057 nicht möglich.
11. Wie hoch sind durchschnittlich die Belegungskosten und die
Belegungsgröße in Quadratmetern pro Person gemäß Frage 10 (bitte nach Art der
Immobilie, wie Einfamilienhaus oder Hotel, und nach Bundesländern
aufschlüsseln)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 10 verwiesen.
12. Wurden nach Kenntnis der Bundesregierung auch wohnungslose Nicht-
EU-Ausländer gefördert (wenn ja, bitte nach Grund, Anzahl und
Nationalität aufschlüsseln)?
Im Einzelziel 2 wurden rund 6 800 wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit
bedrohte Menschen aus Drittstaaten beraten. Zur Nationalität liegen der
Bundesregierung im Rahmen des EhAP Plus keine Informationen vor.
13. Wie viele benachteiligte Unionsbürger konnten nach Kenntnis der
Bundesregierung als Folge des Förderprogramms EhAP Plus in den
regulären Arbeitsmarkt integriert werden oder haben eine Ausbildungsstelle
angetreten (bitte nach Beschäftigungsdauer, Nationalität und
Bundesländern aufschlüsseln)?
Förderziel des EhAP Plus ist die der Arbeitsmarktintegration vorgelagerte
Verbesserung der sozialen Eingliederung und der Lebenssituation.
14. Wie lange waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Geförderten
gemäß Frage 13 vor der Förderung durchschnittlich in Deutschland
arbeitslos (bitte nach Nationalitäten aufschlüsseln)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Angaben vor. Darüber hinaus wird
auf die Antwort zu Frage 13 verwiesen.
15. Wie wird nach Kenntnis der Bundesregierung sichergestellt, dass die
angebotenen Förderungen tatsächlich die soziale Eingliederung von
besonders benachteiligten neu zugewanderten Unionsbürgern bewirken, und
anhand welcher Indikatoren wird dies gemessen (bitte aufschlüsseln)?
Die Wirksamkeit sämtlicher Maßnahmen des ESF-Plus-Bundesprogramms
wird im Rahmen einer noch laufenden Gesamtevaluation ermittelt. Weitere
Informationen zum Monitoring und zur Evaluation sind auf der Internetseite des
ESF verfügbar unter:
www.esf.de/portal/DE/ESF-Plus-2021-2027/Monitoring_
Evaluation/monitoring.html.
16. Bei wie vielen Personen oder Familien gelang es nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 2022 durch das Förderprogramm EhAP Plus gemäß
dem Ziel der sozialen Eingliederung von besonders benachteiligten neu
zugewanderten Unionsbürgern, ihre Lebensumstände zu verbessern, und
nach welchen Indikatoren wurde dies bewertet (bitte nach Bundesländern
aufschlüsseln)?
Ziel des EhAP Plus ist, die Beratenen an die bestehenden Hilfs- und
Beratungsangebote heranzuführen, um die Lebenssituation zu verbessern. Nach EhAP-
Plus-Beratungen erfolgte in 94 Prozent der Fälle eine anschließende
Inanspruchnahme bestehender Hilfs- und Beratungsangebote.
17. Wie hoch sind die Zuwendungen der EhAP-Plus-Mittel für internes
Personal, externes Personal wie Beratungsunternehmen, direkte Sachkosten
und Pauschalkosten seit 2022 (bitte nach Projekt aufschlüsseln)?
Die zuwendungsfähigen, vorhabenbezogenen Gesamtausgaben umfassen
Ausgaben für internes Personal, externes Personal (Honorare) und eine
Restkostenpauschale in Höhe von 17 Prozent. Die erfragten Daten können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Name des Projektes Name des Projektträgers Gesamtbetrag der
förderfähigen
Ausgaben in Euro
SELMA – Sensibilisierung &
Empowerment für Menschen in der
Prostitution
Werkstatt PARITÄT gemeinnützige GmbH
1.331.873,45
Mobile Beratung von EU
Zugewanderten
GBE Pforzheim mbH
729.632,82
Fachstelle Wohnungssicherung Haus LINDE e. V. 967.241,90
Teilhabe – Orientierung – Prävention
im Landkreis Esslingen
Kreisdiakonieverband im Landkreis
Esslingen 1.652.865,35
Wohnungslosen Menschen Optimal
Weiterhelfen
Caritasverband Bruchsal e. V.
631.789,25
Eingehende Beratung von
europäischen Neu-Zugewanderten
Bildungspark Heilbronn-Franken gGmbH
933.790,21
von MENSCH zu MENSCH vor ORT Diakonieverbund Dornahof & Erlacher
Höhe e. V. 1.811.771,40
Klar zur WENDE!
Wohnungslosigkeit in Überlingen beENDEn
Große Kreisstadt Überlingen
515.103,94
Hilfen für ordnungsrechtlich
untergebrachte Menschen
Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Reutlingen
e. V. 864.077,60
Wohnen – Obdach – Migration –
Integration
Stadt Freiburg im Breisgau
2.489.182,69
DiaRom – Teilhabe von Roma stärken
und Antiziganismus entgegenwirken
Diakonisches Werk der evangelischen
Kirche in Württemberg e. V. 1.466.526,15
Orientierung geben, Netzwerke
aufbauen in Mannheim
City of Mannheim
2.108.931,35
Gemeinsam Brücken bauen Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH 642.046,04
Integration und Sensibilisierung für
Romnja in der Prostitution
The Justice Project e. V.
833.614,92
Soziale Eingliederung der neu
zugewanderten Unionsbürger gegen
Ausgrenzung
Noris-Arbeit (NOA) gGmbH
1.538.841,58
Ansprache, Beratung und Information
in Augsburg
Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH
1.851.054,79
Wohnung? Los! Diakonie München und Oberbayern
gGmbH 855.594,24
Beratung und Begleitung Obdachloser
in den eigenen Wohnraum
Christophorus Gesellschaft
995.628,12
GUIDE Gesellschaft zur Förderung berufl. und soz.
Integration (gfi) gGmbH, Nürnbergg 1.130.190,31
Kompass „Perspektive“ –
Übergangsbegleitung in Hilfsangebote in
Oberfranken
Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e. V.,
IB Süd
1.913.673,84
Ela – Beratung für Menschen in
Prostitution
Evangelischer Diakonieverband Ulm/Alb-
Donau 525.001,33
Name des Projektes Name des Projektträgers Gesamtbetrag der
förderfähigen
Ausgaben in Euro
Ankommen und Orientieren gfi gGmbH Standort Unterallgäu Bodensee
Oberschwaben 521.619,82
Open.med. München Beratung für
neuzugew. EU-Bürger*innen und
Wohnungslose
Ärzte der Welt e. V.
681.051,49
Erstinformation und Verweisberatung
in sozialen Medien gegen
Marginalisierung
Minor – Projektkontor für Bildung und
Forschung gGmbH
2.148.577,43
моSт – Berliner Brücke zur Teilhabe GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin
gemeinnützige GmbH 1.997.290,55
Gemeinsam für eine bessere Zukunft! Amaro Foro e. V. 1.893.355,65
Putardo Udar – Offene Türen in der
Mitte
Kulturen im Kiez e. V.
3.177.947,94
Orientierung und Teilhabe für
Familien aus Südosteuropa
südost Europa Kultur e. V.
1.573.673,73
Brücken bauen, Zusammenhalt
fördern, Eingliederung stärken
Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte e. V.
1.997.099,91
Beratung und Empowerment für
Frauen und deren Familien
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Berlin-
Mitte e. V. 1.477.360,98
Teilhabe Armutsgefährdeter Familien
in Neukölln
Nachbarschaftsheim Neukölln e. V.
1.996.813,18
Starthilfe für EU-romani-Comunities
in Berlin
RAA Berlin e. V.
1.860.734,91
Pakiv – Vertrauen und Ermutigung
zur Teilhabe
Hildegard Lagrenne Stiftung
1.246.687,65
EDIS – european – diverse – inclusive
– social
Die Wille gGmbH
1.850.371,61
Straßenkinderhaus BUTZE Straßenkinder e. V./Kinder- und
Jugendhaus BOLLE 1.428.165,42
Obdachbus DRK Berlin Südwest Soziale Arbeit,
Beratung und Bildung gGmbH 986.514,98
„Vor Ort -aufsuchende
Straßensozialarbeit in Berlin Pankow“
Berliner Help Stiftung
983.697,95
Zuhause in Berlin La Red – Vernetzung und Integration e. V 1.570.850,85
Zurück in die Gemeinschaft Diakonisches Werk Teltow-Fläming e. V. 817.932,32
„Pro Domus – für ein Leben in
Würde“; ein EhAP Plus Projekt in
Fürstenwalde
Caritasverband für das Erzbistum Berlin
e. V.
863.229,67
Faire und individuelle Beratung für
neuzugewanderte EU-Bürger*innen
und Familien
Verein für Innere Mission in Bremen
1.721.827,60
EU-Beratungsstelle AWO gem. GmbH 1.229.458,00
Comeback Angels – Assistenz zum
Leben
GM Jugendhilfe GmbH
1.185.448,68
Wegweiser Wohnen IN VIA Hamburg e.V . 1.513.154,82
BraVo Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe
mbH 1.197.611,01
Streetwork, aufsuchend, flexibel,
empower, Housing-First, einbindend
Regionale Diakonie in Hessen und Nassau
gGmbH 1.187.146,80
Housing first Wohnungsnotfallhilfe in
Nordhessen
Soziale Hilfe Kassel e. V.
766.220,02
Name des Projektes Name des Projektträgers Gesamtbetrag der
förderfähigen
Ausgaben in Euro
Hilfe für ausgegrenzte Personen in
Wiesbaden
Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-
Taunus 1.717.130,74
Solidarität mit obdachlosen Menschen Caritasverband für den Bezirk Limburg
e. V. 737.812,72
Leben in Offenbach Caritasverband Offenbach/Main 1.666.438,97
Neue Chancen für obdach- und
wohnungslose Menschen in Frankfurt
Frankfurter Verein für soziale Heimstätten
e. V. 1.300.315,32
Ankommen, Orientieren und
Partizipieren in Offenbach
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband
Offenbach e. V. 1.205.100,00
Ankommen in Hessen – Brücke für
neu zugewanderte Familien
Arbeit und Bildung e. V.
1.668.746,02
Eingliederung statt Ausgrenzung –
Gemeinsam für soziale Teilhabe und
Zusammenhalt.
PaSo gGmbH
1.131.427,55
Mobile Beratung von Sinti und Roma
im Schwalm-Eder-Kreis
VIVA Stiftung gGmbH
761.576,62
Hilfe für EU-Bürger/innen im
Landkreis Ludwigslust-Parchim TANDEM
Verbund für Soziale Projekte gGmbH
1.886.227,24
MOINS- Menschen vor
Obdachlosigkeit intelligent schützen
Hanse- und Universitätsstadt Rostock,
Jugendamt 2.299.087,55
@Home Regionalverband Mecklenburgische
Seenplatte e. V. 836.999,59
ENIA – IM LEBEN ANKOMMEN Verein Herberge zur Heimat Nienburg e.V. 1.600.146,71
Wohnungslosigkeit bekämpfen im
ländlichen Raum durch aufsuchende
Arbeit
Herbergsverein Winsen (Luhe) und
Umgebung e. V.
1.085.156,26
Wohnungsnotfallverweisberatung in
Oldenburg
Diakonisches Werk der ev.-luth. Kirche in
Oldenburg e. V. 1.162.479,39
CheckIn-Göttingen Stadt Göttingen 1.987.198,17
Unterstützung, Beratung und
Begleitung neuzugewanderter EU-
Bürger*innen
Landeshauptstadt Hannover
1.348.505,26
#DiversityStart: Neue Wege – Neue
Chancen in Salzgitter
Stadt Salzgitter
1.513.285,76
Wohnraumsicherung Osnabrück Stadt Osnabrück, Fachbereich Soziales 1.096.824,32
Perspektiven für alle entwickeln Diakonisches Werk Delmenhorst/
Oldenburg-Land e. V. 1.760.559,05
Kompetenzzentrum zur Verbesserung
der Zugangsvoraussetzung zu
bestehenden Arbeitsmarktinstrumenten für
Menschen in der stationären
Wohnungslosenhilfe
Diakonische Betriebe Kästorf GmbH –
D.B.K.
655.136,85
Wieder(sicher)wohnen Sozialdienst kath. Frauen e. V Ratingen 872.146,15
Beratung für Zugewanderte und
Wohnungslose 2.0
Stadt Essen, Kommunales
Integrationszentrum Essen 2.615.257,91
Netzwerk zur ganzheitlichen und
nachhaltigen sozialen Integration von
besonders benachteiligten
neuzugewanderten EU-Bürger*innen im Vest
RE/init e. V.
2.768.677,54
Ankommen in Münster_EU Bischof-Hermann-Stiftung (BHS) 2.195.340,69
In Köln ankommen Stadt Köln – Amt für Integration und
Vielfalt 1.996.333,45
Name des Projektes Name des Projektträgers Gesamtbetrag der
förderfähigen
Ausgaben in Euro
Neue EU-Bürger in Oberhausen die kurbel – kath. Jugendwerk Oberhausen
gGmbH 1.804.279,16
Beratung und Integration in Duisburg Stadt Duisburg 1.983.423,90
Oberberger Brücken 2.0 VSB gGmbH 1.105.876,45
Beraten und Stärken – Anlaufstellen
für zugewanderte Bürger*innen aus
Südosteuropa in Herne
Stadt Herne
1.338.285,92
Zukunft gestalten Solibund e. V. 1.028.198,63
Neuzugewanderten Integration und
Neuanfang ermöglichen
Low-tec gemeinnützige
Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH 1.149.982,03
VIA Caritasverband Wuppertal/Solingen e. V. 1.711.558,80
Hilfen zum Ankommen, Leben und
Teilhaben
Diakonisches Werk Dortmund und Lünen
gGmbH – Soziale Dienste 1.999.076,77
Beratung, Begleitung, Befähigung.
Auf dem Weg zur Teilhabe.
AWO Kreisverband Bielefeld e. V.
1.237.188,24
Ansprechen, Beraten, Begleiten,
Aufnehmen
Caritasverband Hagen e. V.
1.868.740,75
Mehr Auffallen – WABe Netzwerk
Wohnen
WABe e. V. Diakonisches Netzwerk
1.391.551,43
ViaPonto agisra e. V. 1.025.382,25
Eingliederung hilft gegen
Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten
Personen
Diakonie Dinslaken
1.154.560,25
Hand in Hand: Neuzugewanderte
begleiten – Mitarbeitende sensibilisieren
Stadt Gelsenkirchen
1.986.726,77
STARK! GEMEINSAM GEGEN
WOHNUNGSLOSIGKEIT IM REK
Sozialdienst Katholischer Männer für den
Rhein-Erft-Kreis e. V. 687.821,31
mobiler Dusch- und Beratungstreff Arbeiter-Samariter-Bund RV Münsterland
e. V. 1.231.186,17
Unterstützung von durch
Wohnungslosigkeit bedrohten Personen
DRK Kreisverband Oberhausen (Rhld.)
e. V. 2.040.606,08
DA-HEiM – Hilfe zur Eingliederung
im Miteinander
Dorstener Arbeit gGmbH
892.593,30
Teilhabe ermöglichen, Integration
stärken, Ausgrenzung vermeiden
Kreis Siegen-Wittgenstein
1.803.586,56
Mönchengladbach Nahdran: Wege zur
Teilhabe
SKM – Katholischer Verein für soziale
Dienste Rheydt e. V. 1.932.202,60
Ankommen – Teilhaben – Integrieren eva-gGmbH 1.345.575,39
Chancenreich: Wege zur Stärkung Caritasverband Rhein-Sieg e. V. 766.373,76
Sicherheit, Orientierung und
Empowerment in Lippe
Netzwerk Lippe gGmbH
2.060.874,10
Hilfen für neuzugewanderte
Unionsbürger in Koblenz
Caritasverband Koblenz e. V.
1.574.755,09
Clearing-/Verweisberatungsstelle
Worms für EU- Neubürger
Caritasverband Worms e. V.
1.489.149,76
Stärkung der Autonomie
Benachteiligter in Neunkirchen
Caritasverband Schaumberg-Blies e. V.
2.410.209,71
Europa leben Plus Landeshauptstadt Saarbrücken 1.946.913,52
Clearing und Unterstützung von
Menschen in Notsituationen
Verein für Sozialpsychiatrie gem. e. V.
1.626.197,49
Wohnen – Arbeiten – Leben Zentrum für Bildung und Beruf Saar
gGmbH in Burbach 1.179.834,91
Name des Projektes Name des Projektträgers Gesamtbetrag der
förderfähigen
Ausgaben in Euro
AWO gemeinsam gegen
Wohnungslosigkeit
AWO Kreisverband Lausitz e. V.
755.439,33
Eingliederung statt Ausgrenzung im
Norden der Oberlausitz
DRK Kreisverband Weißwasser e. V.
1.068.569,26
MOBS optimal WORKS Gemeinnütziges Bildungswerk
GmbH 821.961,19
Hallesche (Hilfe)Lotsen Evangelische Stadtmission Halle e. V. 803.953,70
Safe the Place Fortbildungsakademie der Wirtschaft (faw)
gGmbH 726.652,11
Chancen für Roma und EU-
Zugewanderte in Halle
AWO SPI GmbH
1.262.979,51
Fachstelle zur Vermeidung von
Wohnungs- und Obdachlosigkeit
Stadt Bernburg (Saale)
519.898,32
sozialer Anleger- Hafen für
niederschwellige Angebote in Lübeck
Fortbildungsakademie der Wirtschaft
gGmbh Akademie Lübeck 580.976,87
Sign UP Beratungsstelle für EU
Bürger*innen
FAW gGmbH Akademie Kiel
824.467,98
Brückenschlag West/Südholstein, Diakonisches Werk
Hamburg-West/Südholstein 1.211.016,29
Vier Wände - Ein Dach Diakonisches Werk Husum gGmbH 1.270.069,07
Beratungsangebot für psychisch
erkrankte Personen in Obdachlosigkeit
Diakonie Nord Nord Ost in Holstein
gemeinnützige GmbH 745.215,89
Hilfe und Unterstützung zum Erhalt
von Wohn- und Lebensraum
Netzwerk Regenbogen e. V.
1.184.972,51
Begegnen – Beraten – Wohnen (B2W)
– Gemeinsam Zusammen in Erfurt
Stadtverwaltung Erfurt
2.455.931,69
Landkreis Gotha. Prävention –
Orientierung – Netzwerk – Teilhabe –
Integration – Selbsthilfe
Diakoniewerk Gotha (altkonzessionierter
Verein)
1.721.795,19
Beratung und Begleitung zur
Wohnraumsicherung
Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis
973.136,96
BIG – Brücke in die Gemeinschaft IFBW e. V. 580.998,76
Ausgrenzung und Wohnungslosigkeit
im Ilm-Kreis
IKL Ilmenau GmbH
677.446,56
18. Wie viele Personalstellen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung für
das Förderprogramm EhAP Plus für die Projekte bei den Trägern neu
geschaffen (bitte nach Vollzeitstellen, Teilzeitstellen oder Minijobs je
Projekt aufschlüsseln)?
Es wurden 226 Vollzeitstellen und 606 Teilzeitstellen genehmigt.
19. Wie wird nach Kenntnis der Bundesregierung die korrekte Verwendung
der Fördermittel im Rahmen des EhAP-Plus-Programms überwacht, und
welche Maßnahmen gibt es, um Missbrauch der Fördermittel präventiv
zu verhindern?
Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) ist als
programmumsetzende Stelle gemeinsam mit dem Bundesministerium für
Arbeit und Soziales dafür verantwortlich, das ESF-Plus-Bundesprogramm im
Einklang mit dem Grundsatz der wirtschaftlichen Haushaltsführung zu verwalten
und die finanziellen Mittel im Einklang mit den im Rahmen des ESF Plus-
Bundesprogramms festgelegten Programmzielen zweckmäßig einzusetzen.
Die Verwaltungsbehörde des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) ist
gemäß Artikel 74 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EU) Nr. 1060/2021
verpflichtet, wirksame und angemessene Maßnahmen zur Betrugs- und
Korruptionsprävention umzusetzen. Ziel ist es, finanzielle Schäden zu vermeiden und
das Vertrauen in die Integrität der öffentlichen Verwaltung zu wahren. Hierzu
wird ein umfassendes Verwaltungs- und Kontrollsystem angewendet, das
darauf ausgerichtet ist, betrügerisches Verhalten zu verhindern, aufzudecken und
seine Folgen zu korrigieren. Ein besonderes Augenmerk gilt der
Früherkennung von Betrugsindikatoren sowie der Vermeidung von Interessenkonflikten.
Grundlage hierfür bilden Artikel 61 der Haushaltsordnung der Europäischen
Union sowie die Leitlinien der Europäischen Kommission zur Vermeidung von
Interessenkonflikten. Kontrollen erfolgen auf mehreren Ebenen: durch die ESF-
Plus-Verwaltungs-, Bescheinigungs- und Prüfbehörden sowie deren
zwischengeschaltete Stellen, ferner durch die Europäische Kommission und den
Europäischen Rechnungshof. Die ESF-Plus-Verwaltungsbehörde des Bundes bewertet
regelmäßig bestehende Betrugsrisiken, analysiert Eintrittswahrscheinlichkeiten
und Auswirkungen und optimiert bei Bedarf die bestehenden Verfahren.
Hinweise auf Betrugs- oder Korruptionsverdachtsfälle werden vertraulich
behandelt und unverzüglich geprüft. Alle beteiligten Stellen sind verpflichtet,
begründeten Verdachtsfällen nachzugehen und gegebenenfalls die zuständigen
Ermittlungsbehörden sowie das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) zu
informieren.
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ISSN 0722-8333