Deutscher Bundestag Drucksache 21/4448
21. Wahlperiode 02.03.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Doris Achelwilm,
Violetta Bock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke
– Drucksache 21/3695 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2025
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Linken regelmäßig erfragten ergänzenden Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst wenig Beachtung finden, etwa dass
die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher
liegt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die sogenannte bereinigte
Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des BAMF, die keine
inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten, unberücksichtigt bleiben, lag im
Jahr 2022 auf einem Rekordhoch bei 72,3 Prozent, gegenüber der vom BAMF
und der Bundesregierung verwandten (unbereinigten) Schutzquote in Höhe
von 56,2 Prozent. 2023 lag die bereinigte Schutzquote bei 68,6 Prozent
(Bundestagsdrucksache 20/12228), 2024 waren es 59,3 Prozent (vgl. hierzu und
zum Folgenden, soweit nicht anders angegeben, Bundestagsdrucksache
20/14923).
Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Schutzstatus durch die
Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu.
Mehr als die Hälfte der Klagen gegen das BAMF enden mit einer „sonstigen
Verfahrenserledigung“, z. B. wenn Verfahren von mehreren
Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn
ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt wird. Auch wenn
ein Gericht in Dublin-Fällen entscheidet, dass das Asylverfahren in
Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies als „sonstige Erledigung“ (vgl.
Antwort zu Frage 26 auf Bundestagsdrucksache 19/4961). Die Bundesregierung
erklärte auf Nachfrage (vgl. Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache
19/22023), dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ der Gerichte keine
Aussage zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und nicht als
Bestätigung der Entscheidungen des BAMF gewertet werden können.
Werden deshalb nur inhaltliche und keine formellen Entscheidungen der
Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der Fragestellenden eine
bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im Klageverfahren im Jahr 2024 in
Höhe von 18 Prozent (2023: 24,4 Prozent, 2022: 36,5 Prozent). Die vom
BAMF angegebenen Aufhebungsquoten sind nur etwa halb so hoch, weil
dabei sonstige Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gewertet
werden. Bei afghanischen und iranischen Geflüchteten waren die bereinigten Er-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 27. Februar 2026
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
folgsquoten im Klageverfahren im Jahr 2024 überdurchschnittlich hoch (53
bzw. 47,1 Prozent). Hinzu kommen Korrekturen durch das BAMF, die oft auf
Anregung der Gerichte erfolgen oder auf geänderten Lageeinschätzungen
beruhen. In absoluten Zahlen: 15 424 vom BAMF zunächst abgelehnte
Asylsuchende erhielten im Jahr 2024 doch noch einen Schutzstatus (2023: 20 838),
6 913 durch Entscheidungen der Gerichte, 4 010 durch Abhilfeentscheidungen
des BAMF, 4 158 im Rahmen von Folgeanträgen und 343 aus „sonstigen
Gründen“. All das zeigt nach Auffassung der Fragestellenden, dass die
Mehrheit der nach Deutschland kommenden Geflüchteten nach den geltenden
rechtlichen Kriterien als schutzbedürftig angesehen werden muss.
Mitunter wird schutzbedürftigen Geflüchteten der notwendige Schutz versagt,
nicht gegen alle fehlerhaften Ablehnungen des BAMF werden (rechtzeitig)
Rechtsmittel erhoben, auch wegen sehr kurzer Fristen. Insgesamt ist der
Rechtsschutz in Asylverfahren erheblich eingeschränkt, so gibt es keine
Berufungsmöglichkeit gegen erstinstanzliche Urteile bei ernstlichen Zweifeln an
deren Richtigkeit (vgl. § 78 des Asylgesetzes [AsylG]). Umso schwerer
wogen Vorwürfe z. B. gegen Richter am Verwaltungsgericht (VG) Gera, wonach
sie Asylklagen aufgrund ihrer persönlichen (rechten) Einstellung abgelehnt
haben könnten (vgl. z. B.
https://ezra.de/forderungspapier-zur-justiz-in-thu%C
C%88ringen/;
www.sueddeutsche.de/politik/justiz-asyl-afd-richter-1.5926901
?s=09). Dieser Verdacht wurde gestützt durch Zahlen zur
Entscheidungsstatistik des VG Gera infolge von Kleinen Anfragen der Linken (vgl. z. B.
Bundestagsdrucksachen 20/4019 und 20/8222), denn die Erfolgsquoten bei
Asylklagen zu bestimmten Herkunftsländern waren am VG Gera auffallend niedriger
als im bundesweiten Vergleich. Gegen einen der betroffenen Richter wurde ein
Disziplinarverfahren eingeleitet (
www.lto.de/recht/hintergruende/h/bengt-fuch
s-disziplinarverfahren-verwaltungsgericht-gera), als Asylrichter wurde er
abberufen, ein Verfahren wegen Volksverhetzung wurde eingestellt (
www.lt
o.de/recht/nachrichten/n/olg-jena-3ws30825-kein-strafverfahren-bengt-
fuchsbeschwerde-staatsanwaltschaft).
Zweifel an der politischen Unvoreingenommenheit einzelner Richter ergeben
sich nach Auffassung der Fragestellenden auch aus einer Pressemitteilung des
VG Düsseldorf („Jahresbericht 2025“, 25_04_29_VGD_Vfg_Jahrespressemitt
eilung-2025.pdf). Darin wird beispielsweise beklagt, dass gerichtliche
„Entscheidungen nicht umgesetzt“ würden, Abschiebungen nach Georgien würden
„nur selten durchgeführt“, „vergleichbare Erkenntnisse“ gebe es zu
„türkischen Klägern, die nach erfolglosen Eilverfahren nicht in ihre Heimat
zurückgeführt“ würden; „in den Iran erfolgen seit Jahrzehnten keine
Abschiebungen“; von einem „flächendeckend unzureichenden Vollzug asylgerichtlicher
[…] Entscheidungen“ ist die Rede. Abgesehen davon, dass freiwillige
Ausreisen nach einer negativen gerichtlichen Entscheidung in der Pressemitteilung
keine Berücksichtigung fanden (obwohl es regelmäßig mehr freiwillige
Ausreisen als Abschiebungen gibt, vgl. z. B. die Tabelle zu Frage 34 auf
Bundestagsdrucksache 20/11101), sind die zitierten Behauptungen nach Auffassung
der Fragestellenden schlicht falsch: Seit Jahren steigt die Zahl der
Abschiebungen, im ersten Halbjahr 2025 lagen die Länder Türkei und Georgien, in die
angeblich nur selten abgeschoben werde, mit jeweils etwa 1 000 an erster
Stelle (Bundestagsdrucksache 21/1239). Auch in den Iran wird – trotz der sich
verschlechternden Menschenrechtslage und der systematischen
Diskriminierung von Frauen und anders als in der Pressemitteilung behauptet – seit
Jahrzehnten abgeschoben: Im ersten Halbjahr 2025 gab es elf Abschiebungen in
den Iran, 2024 waren es 14 Abschiebungen (Bundestagsdrucksache
20/14946), 2021 waren es 28 (Bundestagsdrucksache 20/890), 2018 gab es
22 Abschiebungen in den Iran (Bundestagsdrucksache 19/8021) usw.
Die bereinigte Schutzquote des BAMF sank im Jahr 2025, insbesondere
infolge des Entscheidungsstopps vom Dezember 2024 zu syrischen
Asylsuchenden, die bis dahin zu nahezu 100 Prozent als schutzbedürftig anerkannt
worden waren. Aber auch die Schutzquoten zu anderen wichtigen
Herkunftsländern, etwa Afghanistan, die Türkei, Russland und der Iran, gingen 2025 z. T.
deutlich zurück, obwohl in Bezug auf diese Länder nach Auffassung der
Fragestellenden eher eine Verschlechterung der Menschenrechtslage festzustellen
ist. Einzelne Außenstellen des BAMF fallen mit besonders niedrigen
Schutzquoten im bundesweiten Vergleich auf, etwa die Außenstelle in
Eisenhüttenstadt: Bei sieben relevanten Herkunftsstaaten war die Schutzquote hier immer
unterdurchschnittlich, in vier Fällen sogar am niedrigsten im bundesweiten
Vergleich, z. B. bei Afghanistan: 60,8 Prozent in Eisenhüttenstadt statt
93,3 Prozent im Bundesdurchschnitt, oder Somalia: 50 statt 89,8 Prozent. Die
von der Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache 20/14923 zu Frage 6
gegebenen Erklärungen hierfür sind nach Auffassung der Fragestellenden wenig
nachvollziehbar. Ein Policy Paper der Universität Konstanz belegte ebenfalls
die auffallend negative Entscheidungspraxis der Außenstelle in
Eisenhüttenstadt über Jahre hinweg (241210_DPZ-und-Uni-Konstanz_Policy-Paper-18_S
chneider-et-al_Foederalismus-und-Ungleichheit_final.pdf, S. 3 f.).
Erklärungsfaktoren für föderal ungleiche Entscheidungen sind demnach z. B.
„regionale Befindlichkeiten, wie die Einstellung der Bevölkerung zu Migration“,
die „politische Einstellung“ der Beschäftigten, das jeweilige „Migrationsklima
in einem Bundesland“ oder auch eine „migrationsfeindliche
Medienberichterstattung“, die diskriminierende Tendenzen bei Mitarbeitenden verstärken
könne (ebd., S. 8; vgl. hierzu bereits die Bundestagsdrucksache 18/13670,
insbesondere die Vorbemerkung der Fragestellenden).
Bei vielen Asylsuchenden handelt es sich um Kinder und Jugendliche: 2024
lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden bei 36,7 Prozent (2021:
49,4 Prozent), 5,8 Prozent der Asylsuchenden waren unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge (2023: 4,6 Prozent). 21 270 Asylanträge (9,3 Prozent aller
Anträge) wurden für in Deutschland geborene Kinder von Asylsuchenden,
anerkannten Flüchtlingen oder Personen mit einer humanitären
Aufenthaltserlaubnis gestellt. Rund 65 Prozent aller Asylgesuche zwischen Januar und Oktober
2025 betrafen Frauen und Kinder unter 18 Jahren (
https://mediendienst-integr
ation.de/flucht-asyl/zahl-der-fluechtlinge.html?s=09#c1503).
Etwa die Hälfte aller Asylsuchenden in Deutschland verfügt über keine
(anerkannten) schriftlichen Identitätsnachweise (2024: 49,9 Prozent). Das sagt
jedoch nichts über ihre Schutzbedürftigkeit aus, denn die bereinigte Schutzquote
bei Asylsuchenden ohne Papiere ist mit 52,2 Prozent (2024) ebenfalls hoch.
Subsidiärer Schutz wird vom BAMF in aller Regel (2024 zu 88,5 Prozent)
wegen der Gefahr unmenschlicher bzw. erniedrigender Behandlung erteilt, d. h.
(auch) infolge von Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention
(EMRK), an die Deutschland unabhängig von EU-Recht gebunden ist. Nur
1,6 Prozent der im Jahr 2024 vom BAMF gewährten subsidiären Schutzstatus
gingen letztlich auf EU-Recht zurück, weil sie wegen drohender willkürlicher
Gewalt infolge von kriegerischen Auseinandersetzungen erteilt wurden.
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach
Artikel 16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes [AufenthG] in Anwendung der Genfer
Flüchtlingskonvention [GFK], subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in
der Entscheidungspraxis des BAMF im vierten Quartal bzw. im
Gesamtjahr 2025 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen
angeben und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen,
bitte für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele
Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1
AufenthG in Anwendung der GFK einen subsidiären Schutzstatus
bzw. nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen
haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung
differenzieren: Asylberechtigung [darunter Familienasyl], internationaler
Flüchtlingsschutz [darunter Familienschutz], subsidiärer Schutz [
darunter Familienschutz], nationale Abschiebungsverbote – bitte
jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall
Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien, Indien,
Ukraine, Belarus, Russische Föderation sowie zu allen sicheren
Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie zu
Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich
machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen im Jahr
2025?
Die Frage 1a und die Quote zu 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs
zusammen beantwortet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sog.
bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige
Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder
begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei
einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle
Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen im
Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer etwaigen
Bleibeperspektive ist daher die umfassende Gesamtschutzquote, die alle
ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt.
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4. Quartal 2025 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 1.427 1,7 Prozent 2,2 Prozent
darunter Familienschutz 229 0,3 Prozent 0,3 Prozent
Flüchtlingsschutz (§ 3
Absatz 1 AsylG)
30.599 37,1 Prozent 46,6 Prozent
darunter Familienschutz 15.236 18,5 Prozent 23,2 Prozent
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 Absatz 1 Nr. 1 AsylG 3 0,0 Prozent 0,0 Prozent
§ 4 Absatz 1 Nr. 2 AsylG 288 0,3 Prozent 0,4 Prozent
§ 4 Absatz 1 Nr. 3 AsylG 256 0,3 Prozent 0,4 Prozent
§ 4 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
572 0,7 Prozent 0,9 Prozent
Summe subsidiärer
Schutz
1.119 1,4 Prozent 1,7 Prozent
Abschiebungsverbot
nach
§ 60 Absatz 5 AufenthG 1.720 2,1 Prozent 2,6 Prozent
§ 60 Absatz 7 AufenthG 73 0,1 Prozent 0,1 Prozent
Summe
Abschiebungsverbot 1.793
2,2 Prozent 2,7 Prozent
Gesamtschutz 34.938 42,4 Prozent 53,2 Prozent
Jahr 2025 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 4.124 1,3 Prozent 1,8 Prozent
darunter Familienschutz 725 0,2 Prozent 0,3 Prozent
Flüchtlingsschutz (§ 3
Absatz 1 AsylG)
66.035 21,2 Prozent 28,3 Prozent
darunter Familienschutz 30.241 9,7 Prozent 13,0 Prozent
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 Absatz 1 Nr. 1 AsylG 11 0,0 Prozent 0,0 Prozent
§ 4 Absatz 1 Nr. 2 AsylG 1.763 0,6 Prozent 0,8 Prozent
§ 4 Absatz 1 Nr. 3 AsylG 1.661 0,5 Prozent 0,7 Prozent
§ 4 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
1.695 0,5 Prozent 0,7 Prozent
Summe subsidiärer Schutz 5.130 1,6 Prozent 2,2 Prozent
Abschiebungsverbot nach
§ 60 Absatz 5 AufenthG 11.729 3,8 Prozent 5,0 Prozent
§ 60 Absatz 7 AufenthG 376 0,1 Prozent 0,2 Prozent
Summe
Abschiebungsverbot
12.105 3,9 Prozent 5,2 Prozent
Gesamtschutz 87.394 28,1 Prozent 37,5 Prozent
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für den
genannten Zeitraum können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
4. Quartal 2025 Entscheidungskategorie
Antrag nicht weiter bearbeitet 2
Einstellung wg. § 33 Absatz 1 und 2, § 32a Absatz 2 AsylG 2.362
nicht erforderlich, Dublin 49
sonstige Einstellung 1.448
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nr. 1 AsylG) 4.333
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nr. 2 AsylG) 3.667
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nr. 3 AsylG) 4
4. Quartal 2025 Entscheidungskategorie
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nr. 4 AsylG) 4
Unzulässig (kein Zweitverfahren. § 29 Absatz 1 Nr. 5 AsylG) 748
Unzulässig (kein Folgeverfahren § 29 Absatz 1 Nr. 5 AsylG) 4.237
Jahr 2025 Entscheidungskategorie
Antrag nicht weiter bearbeitet 10
Einstellung wg. § 33 Absatz 1 und 2, § 32a Absatz 2 AsylG 12.539
nicht erforderlich, Dublin 241
sonstige Einstellung 7.037
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nr. 1 AsylG) 18.245
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nr. 2 AsylG) 20.934
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nr. 3 AsylG) 65
Unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nr. 4 AsylG) 15
Unzulässig (kein Zweitverfahren § 29 Absatz 1 Nr. 5 AsylG) 4.060
Unzulässig (kein Folgeverfahren § 29 Absatz 1 Nr. 5 AsylG) 14.829
c) Wie waren die im Jahr 2025 (soweit noch nicht vorliegend, bitte
zumindest Angaben für das erste Halbjahr 2025 machen) bestandskräftig
bzw. rechtskräftig (bitte differenzieren) gewordenen Entscheidungen
des BAMF (bitte nach unterschiedlichen Status und Formen der
Ablehnung bzw. Erledigung differenzieren und in absoluten und relativen
Zahlen angeben, bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
Angaben zum gesamten Jahr 2025 liegen noch nicht vor. Die Angaben zum
ersten Halbjahr 2025 können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Bestandskräftig abgeschlossen:
1.
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d) Wie viele Asylgesuche wurden im Jahr 2024 bzw. 2025 nach einer
unerlaubten Einreise gestellt (bitte Gesamtzahlen nennen und jeweils
nach Landesgrenzen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), wie viele Asylgesuche wurden in diesen Zeiträumen
insgesamt gestellt (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), wie viele Asylsuchende in den genannten
Zeiträumen kamen aus visumfreien Herkunftsländern (bitte in relativen
und absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), wie viele Asylantragstellende in
den genannten Zeiträumen waren mit einem Visum eingereist (bitte in
relativen und absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele
nachgeborene Kinder im Alter bis unter einem Jahr befanden sich in den
genannten Zeiträumen unter den Asylantragstellenden (bitte in relativen
und absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Feststellungen der Bundespolizei zu Asylgesuchen nach einer unerlaubten
Einreise, die den Verdacht einer Straftat nach § 95 des Aufenthaltsgesetzes
(AufenthG) begründet, sind den beiden nachfolgenden Tabellen zu entnehmen
und beruhen auf Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei.
Asylgesuche im Jahr 2024 im Rahmen der unerlaubten Einreise (zehn häufigste Staatsangehörigkeiten und
Gesamtwert)
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Staatsangehörigkeiten sy
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Polen 828 1.271 5 216 69 20 26 247 18 120 3.551
Tschechien 209 9 50 0 16 0 258 0 0 94 690
Österreich 715 168 253 29 26 5 69 16 11 93 1.572
Schweiz 2.219 881 620 102 70 106 15 89 123 13 4.988
Frankreich 1.019 162 90 23 17 106 38 23 43 5 1.973
Luxemburg 102 7 17 0 1 18 0 3 12 4 227
Belgien 124 136 28 6 17 141 6 18 114 850
Niederlande 70 7 9 1 6 38 4 4 21 1 208
Dänemark 11 10 1 10 14 5 0 7 2 4 99
Keiner Grenze
zuzuordnen
212 72 136 32 16 27 24 12 27 0 692
Luftgrenze 804 1.074 170 149 256 27 42 12 40 22 3.239
Seegrenze 9 31 2 10 15 1 0 0 0 3 90
Asylgesuche im Jahr 2025 im Rahmen der unerlaubten Einreise (zehn häufigste Staatsangehörigkeiten und
Gesamtwert)
Grenze /
Staatsangehörigkeiten
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Polen 215 20 2 7 1 9 63 5 43 4 564
Tschechien 1 23 12 - 65 5 - 2 10 1 145
Österreich 92 53 93 1 12 12 22 11 59 20 586
Schweiz 121 167 145 52 2 34 38 61 25 46 884
Frankreich 38 26 12 84 6 15 14 20 3 12 403
Luxemburg 3 14 1 7 11 1 4 2 - 2 66
Asylgesuche im Jahr 2025 im Rahmen der unerlaubten Einreise (zehn häufigste Staatsangehörigkeiten und
Gesamtwert)
Grenze /
Staatsangehörigkeiten
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Belgien 28 26 40 125 1 6 15 42 1 24 411
Niederlande 7 25 12 32 1 1 2 14 1 2 126
Dänemark 3 2 - 1 - 4 - - - - 11
Keiner Grenze
zuzuordnen
34 14 27 6 11 6 9 4 1 8 181
Luftgrenze 778 132 44 17 131 105 21 21 15 9 1.708
Seegrenze 6 3 - 5 - 4 3 3 1 - 43
Die Zahl der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
registrierten Asylgesuche nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten für das Jahr 2024
und das Jahr 2025 können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
2024
Staatsangehörigkeit Asylgesuche
Syrien 71.537
Afghanistan 31.858
Türkei 23.873
Irak 7.353
Somalia 6.801
Iran 4.826
Ungeklärt 4.528
Russische Föderation 4.214
Kolumbien 3.624
Eritrea 3.176
Gesamt 213.499
2025
Staatsangehörigkeit Asylgesuche
Afghanistan 24.396
Syrien 21.599
Türkei 10.851
Somalia 4.503
Irak 3.892
Russische Föderation 3.015
Eritrea 2.532
Iran 2.233
Vietnam 2.058
Guinea 1.969
Gesamt 111.814
Die Zahl der vom BAMF registrierten Asylgesuche nach den 15 wichtigsten
visumfreien Herkunftsstaaten für die Jahre 2024 und 2025 können den
folgenden Tabellen entnommen werden.
2024
Staatsangehörigkeit Asylgesuche
absolut Anteil in %
Kolumbien 3.624 21,4
Venezuela 2.587 15,3
Georgien 2.487 14,7
Kosovo 1.946 11,5
Nordmazedonien 1.268 7,5
Serbien 1.168 6,9
Albanien 1.121 6,6
Ukraine 744 4,4
Moldau, Republik 711 4,2
Bosnien und Herzegowina 475 2,8
Peru 165 1,0
Montenegro 114 0,7
El Salvador 95 0,6
Nicaragua 82 0,5
Brasilien 60 0,4
Gesamt 16.936 100
2025
Staatsangehörigkeit Asylgesuche
absolut Anteil in %
Georgien 1.821 19,5
Venezuela 1.745 18,6
Kolumbien 1.360 14,5
Serbien 658 7,0
Ukraine 650 6,9
Kosovo 646 6,9
Nordmazedonien 581 6,2
Moldau, Republik 577 6,2
Albanien 469 5,0
Bosnien und Herzegowina 254 2,7
Peru 139 1,5
Montenegro 91 1,0
Brasilien 60 0,6
Nicaragua 54 0,6
Vereinigte Staaten 51 0,5
Gesamt 9.361 100
Daten zu Asylerstantragstellenden, die mit einem Visum eingereist sind,
können den folgenden Tabellen entnommen werden, wobei belastbare Angaben
zum Jahr 2025 nur bis zum Oktober 2025 vorliegen.
2024
Staatsangehörigkeit Erstantragstellende mit Visum
absolut Anteil in %
Syrien 9.301 29,9
Türkei 2.422 7,8
Afghanistan 2.216 7,1
Iran 1.973 6,4
Armenien 1.344 4,3
Aserbaidschan 1.121 3,6
Eritrea 894 2,9
2024
Staatsangehörigkeit Erstantragstellende mit Visum
absolut Anteil in %
Somalia 703 2,3
Nigeria 691 2,2
Irak 666 2,1
Pakistan 631 2,0
Russische Föderation 555 1,8
Libanon 548 1,8
Libyen 528 1,7
Ägypten 500 1,6
Gesamt 31.056 100
Jan bis Okt 2025*
Staatsangehörigkeit Erstantragstellende mit Visum
absolut Anteil in %
Syrien 2.029 13,4
Afghanistan 1.749 11,5
Türkei 1.093 7,2
Iran 823 5,4
Armenien 641 4,2
China 553 3,6
Eritrea 541 3,6
Aserbaidschan 521 3,4
Nigeria 442 2,9
Somalia 389 2,6
Ägypten 377 2,5
Pakistan 359 2,4
Irak 352 2,3
Russische Föderation 306 2,0
Indien 275 1,8
Gesamt 15.166 100
Daten zu in Deutschland nachgeborenen Kindern im Alter von null bis unter
einem Jahr unter den Asylerstantragstellenden können den folgenden Tabellen
entnommen werden.
2024
Staatsangehörigkeit Nachgeborene Kinder
absolut Anteil in %
Syrien 7.211 33,9
Afghanistan 2.269 10,7
Türkei 2.150 10,1
Irak 1.683 7,9
Eritrea 1.212 5,7
Somalia 839 3,9
Ungeklärt 627 2,9
Guinea 475 2,2
Nigeria 456 2,1
Russische Föderation 420 2,0
Georgien 328 1,5
Iran 302 1,4
Äthiopien 239 1,1
Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) 205 1,0
2024
Staatsangehörigkeit Nachgeborene Kinder
absolut Anteil in %
Nordmazedonien 193 0,9
Gesamt 21.270 100
2025
Staatsangehörigkeit Nachgeborene Kinder
absolut Anteil in %
Syrien 5.179 29,2
Afghanistan 2.694 15,2
Türkei 1.814 10,2
Irak 1.439 8,1
Eritrea 1.005 5,7
Somalia 767 4,3
Guinea 484 2,7
Russische Föderation 414 2,3
Ungeklärt 374 2,
Nigeria 346 2,0
Iran 227 1,3
Äthiopien 183 1,0
Georgien 152 0,9
Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) 143 0,8
Moldau, Republik 139
Gesamt 17.707 100
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes in
Anwendung der GFK im Jahr 2025 beruhten auf staatlicher,
nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren
Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen Zahlen
und noch einmal gesondert nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern angeben)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2025
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 Absatz 5
AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsstaaten
gesamt
66.035 30.241 27.617 18.626 6.452 4.960
darunter:
Afghanistan 50.038 22.433 22.301 17.061 4.190 3.003
Türkei 4.190 1.558 2.394 297 107 93
Syrien 149 140 7 6 1 1
Irak 1.518 1.214 108 85 181 132
Iran 2.190 534 1.518 476 68 60
Russische Föd. 286 116 139 50 24 22
Somalia 2.441 1.076 173 164 1.092 993
Guinea 589 255 56 51 250 238
Nigeria 121 62 26 22 26 26
Ungeklärt 238 80 60 18 58 5
b) Wie viele der Anerkennungen im genannten Zeitraum waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits Anerkannter
(bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärer Schutz – differenzieren), und
wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland geborene
Kinder (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2025 Artikel 16a GG
Anerkennung
§ 3 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsstaaten gesamt 725 79 30.241 2.523 1.695 368
darunter:
Afghanistan 379 16 22.433 730 92 42
Türkei 83 13 1.558 172 95 1
Syrien 2 0 140 1 274 1
Irak 7 3 1.214 466 195 58
Iran 34 6 534 78 41 2
Russische Föderation 9 3 116 13 52 6
Somalia 31 2 1.076 231 187 36
Guinea 17 2 255 83 39 21
Nigeria 5 0 62 20 14 6
Ungeklärt 2 1 80 17 42 12
c) Wie viele der Asylsuchenden im genannten Zeitraum verfügten zum
Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen
Aufenthaltstitel (welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), wie viele von ihnen
hatten einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten, und in wie vielen Fällen ging es um
Asylfolgeoder Zweitanträge?
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
47.447 Personen erfasst, die im Jahr 2025 einen Asylantrag gestellt haben,
während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen.
1.296 Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen
gültigen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten. Bei 38.199 Fällen waren es Asylfolge- oder Zweitanträge. Die
weiteren Angaben können den nachstehenden Tabellen entnommen werden.
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel
oder eine Duldung vorlagen
2025 Gesamt
Gesamt 47.447
darunter
Afghanistan 38.188
Syrien 2.024
Türkei 1.185
Somalia 834
Irak 674
Ungeklärt 420
Iran 419
Eritrea 395
Russische Föderation 337
Guinea 304
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder
eine Duldung vorlagen
2025 Gesamt
Gesamt 47.447
davon
Aufenthaltserlaubnis (AE) – völkerrechtliche,
humanitäre, politische Gründe
35.089
AE – familiäre Gründe 4.688
AE – Ausbildung/ Bildung 125
AE – Erwerbstätigkeit 44
Sonstige Aufenthaltsrechte 128
Duldungen 7.373
d) Wie viele der im genannten Zeitraum vom BAMF zugesprochenen
Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen des
Familienschutzes (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und nach
Schutzstatus sowie den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Angaben zu Entscheidungen mit bzw. ohne Einbeziehung von Entscheidungen
zum Familienschutz nach Herkunftsstaaten (HKS) können der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden (Hinweis: die Berechnung der relativen Zahlen
erfolgt hier in Bezug auf positive Entscheidungen, einschließlich
Abschiebungsverboten gemäß § 60 Absatz 5 und 7 AufenthG).
Jahr 2025 Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
ohne
Familienschutz
Mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
Familienschutz ohne
Familienschutz
Familienschutz
absolut
Anteil
in %
absolut
Anteil
in %
absolut Anteil
in %
absolut Anteil
in %
absolut Anteil
in %
absolut
Anteil
in %
Herkunftsstaaten
gesamt
3.399 3,9 4.124 4,7 35.794 41,0 66.035 75,6 3.435 3,9 5.130 5,9
Afghanistan
1.883 3,2 2.262 3,8 27.605 46,9 50.038 85,0 218 0,4 310 0,5
Türkei 133 2,8 216 4,6 2.632 56,1 4.190 89,2 144 3,1 239 5,1
Syrien - 0,0 2 0,4 9 1,7 149 28,0 15 2,8 289 54,3
Irak 20 0,8 27 1,1 304 12,6 1.518 63,1 81 3,4 276 11,5
Iran 132 5,0 166 6,3 1.656 62,5 2.190 82,6 160 6,0 201 7,6
Russ.
Föd.
60 11,4 69 13,1 170 32,2 286 54,2 83 15,7 135 25,6
Somalia 392 6,5 423 7,1 1.365 22,8 2.441 40,7 280 4,7 467 7,8
Guinea 240 18,8 257 20,1 334 26,1 589 46,1 127 9,9 166 13,0
Nigeria 25 5,7 30 6,8 59 13,5 121 27,6 9 2,1 23 5,3
Ungeklärt 8 1,4 10 1,8 158 28,3 238 42,6 218 39,0 260 46,5
e) Wie viele der im genannten Zeitraum gestellten Asylanträge betrafen
Frauen bzw. Kinder unter 18 Jahren (bitte in absoluten und relativen
Zahlen angeben und gesonderte Angaben für Asylerstanträge
machen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Asylanträge im Zeitraum 01.01.-31.12.2025
Anträge
Gesamt
davon
Asylerstanträge
davon Frauen
(ab 18 Jahre)
Kinder (unter
18 Jahre)
absolut Anteil in
%
absolut Anteil
in %
absolut Anteil in
%
168.543 113.236 67,2 45.995 40,6 50.866 44,9
3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung machen zu den
Rechtsgrundlagen der im Jahr 2025 durch das BAMF bzw. durch die
Gerichte (soweit vorliegend) gewährten subsidiären Schutzstatus (nach § 4
Absatz 1 Nummer 1 2 bzw. 3 AsylG bzw. Familienschutz; bitte in
absoluten und relativen Zahlen darstellen und nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Tabelle: Asylentscheidungen des BAMF:
Jahr 2025
Subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gemäß § 4
Absatz 1 Nr. 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4
Absatz 1 Nr. 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4
Absatz 1 Nr. 3
AsylG
Subsidiärer
Familienschutz § 4
Absatz 1 AsylG
Gesamt absolut Anteil
in %
absolut Anteil
in %
absolut Anteil
in %
absolut
Anteil
in %
Staatsangehörigkeiten gesamt
5.130 11 0,2 1.763 34,4 1.661 32,4 1.695 33,0
darunter:
Sudan 780 1 0,1 10 1,3 744 95,4 25 3,2
Eritrea 746 2 0,3 326 43,7 - 0,0 418 56,0
Somalia 467 - 0,0 277 59,3 3 0,6 187 40,0
Jemen 325 - 0,0 41 12,6 264 81,2 20 6,2
Afghanistan 310 2 0,6 215 69,4 1 0,3 92 29,7
Syrien 289 - 0,0 14 4,8 1 0,3 274 94,8
Irak 276 - 0,0 79 28,6 2 0,7 195 70,7
Personen aus
palästinensischen
Gebieten (nicht als Staat
anerkannt)
261 - 0,0 9 3,4 237 90,8 15 5,7
Ungeklärt 260 - 0,0 5 1,9 213 81,9 42 16,2
Türkei 239 - 0,0 144 60,3 - 0,0 95 39,7
Iran 201 4 2,0 156 77,6 - 0,0 41 20,4
Guinea 166 - 0,0 127 76,5 - 0,0 39 23,5
Myanmar 143 - 0,0 10 7,0 129 90,2 4 2,8
Russische
Föderation
135 - 0,0 83 61,5 - 0,0 52 38,5
Äthiopien 50 2 4,0 11 22,0 - 0,0 37 74,0
Tabelle: Asylentscheidungen infolge gerichtlicher Überprüfung:
Jan-Nov 2025 subsidiärer
Schutz
subsidiärer
Schutz gemäß
§ 4 Absatz 1
Nr. 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4
Absatz 1 Nr. 2
AsylG
subsidiärer
Schutz gemäß
§ 4 Absatz 1
Nr. 3 AsylG
Subsidiärer
Familienschutz § 4
Absatz 1 AsylG
Gesamt absolut Anteil
in %
absolut Anteil in
%
absolut Anteil
in %
absolut Anteil
in %
Staatsangehörigkeiten
gesamt
806 32 4,0 593 73,6 155 19,2 26 3,2
darunter:
Eritrea 224 15 6,7 202 90,2 4 1,8 3 1,3
Russ. Föd. 103 4 3,9 94 91,3 3 2,9 2 1,9
Irak 83 - 0,0 78 94,0 - 0,0 5 6,0
Türkei 71 1 1,4 61 85,9 - 0,0 9 12,7
Personen aus
palästinensischen Gebieten
(nicht als Staat
anerkannt)
47 1 2,1 1 2,1 42 89,4 3 6,4
Libanon 47 - 0,0 4 8,5 43 91,5 - 0,0
Ungeklärt 26 - 0,0 6 23,1 20 76,9 - 0,0
Jemen 23 1 4,3 8 34,8 14 60,9 - 0,0
Iran 23 3 13,0 20 87,0 - 0,0 - 0,0
Afghanistan 20 2 10,0 17 85,0 1 5,0 - 0,0
Libyen 15 - 0,0 14 93,3 1 6,7 - 0,0
Sri Lanka 14 - 0,0 14 100,0 - 0,0 - 0,0
Venezuela 11 - 0,0 11 100,0 - 0,0 - 0,0
Aserbaidschan 10 - 0,0 10 100,0 - 0,0 - 0,0
Georgien 9 - 0,0 9 100,0 - 0,0 - 0,0
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im ersten Halbjahr 2025 wegen signifikant negativer oder signifikant
positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten)
Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche Abweichungen in
Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen
und in Tabellenform in der Antwort wie wie zu Frage 4 auf
Bundestagsdrucksache 20/5709 darstellen)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), inwieweit
wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar bewertet bzw.
welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen
(bitte ausführen) , und wie wurde die Plausibilität der von den
Organisationseinheiten für signifikante Abweichungen im zweiten Halbjahr 2024
gemachten Erklärungen bewertet (entsprechende Angaben fehlten in der
Antwort zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache 21/1710)?
Die Analyse zum ersten Halbjahr 2025 ist noch nicht abgeschlossen,
demzufolge liegen aktuelle Angaben im Sinne der Fragestellung nicht vor.
5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Entscheidungszahlen für die Herkunftsländer
Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Pakistan,
Russische Föderation und die Türkei (hier bitte noch einmal gesondert nach
kurdischer bzw. türkischer Volkszugehörigkeit getrennt auflisten) im Jahr
2025, differenziert nach BAMF-Organisationseinheiten (bitte jeweils nur
diejenigen zehn Organisationseinheiten auflisten, die im Vergleich zur
bundesweiten bereinigten Schutzquote die höchsten bzw. niedrigsten
Schutzquoten bei mindestens 50 Entscheidungen aufwiesen)?
Im Rahmen der halbjährlichen Schutzquotenanalyse des BAMF wird eine
Repräsentativität erst bei einer halbjährlichen Entscheidungsmenge i. H. v.
mindestens 50 materiell-rechtlichen Entscheidungen je Herkunftsland und
Organisationseinheit angenommen. Zudem muss die identifizierte Abweichung der
o. g. lokalen Schutzquote von der entsprechenden bereinigten
Gesamtschutzquote mindestens zehn Prozentpunkte betragen. Sind diese Parameter nicht
erfüllt, ist in Ermangelung der entsprechenden Aussagekraft eine Ableitung
valider Erkenntnisse nicht möglich. Die diesbezüglichen
Schutzquotenabweichungen sind als statistischer Effekt zu betrachten und daher als
Beurteilungsgrundlage nicht geeignet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2025 Syrien
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 25.293 10.103 5,3 Prozent
darunter:
AS Freiburg 79 37 45,9 Prozent 40,7 Prozent
AS Augsburg in AnkER 64 39 38,5 Prozent 33,2 Prozent
AS Ellwangen 159 123 18,7 Prozent 13,4 Prozent
AS Friedland, LAS 178 107 16,8 Prozent 11,6 Prozent
AS Jena/Hermsdorf, LAS 162 121 16,5 Prozent 11,3 Prozent
AS Lebach in AnkER, LAS 336 184 16,3 Prozent 11,0 Prozent
AS Regensburg in AnkER 198 37 16,2 Prozent 11,0 Prozent
AS Braunschweig2 im AZ 187 137 16,1 Prozent 10,8 Prozent
AS Oldenburg 164 110 15,5 Prozent 10,2 Prozent
AS Bremen im AZ, LAS 178 140 12,1 Prozent 6,9 Prozent
AS Deggendorf in AnkER 599 489 2,2 Prozent - 3,0 Prozent
AS Sigmaringen 229 105 1,9 Prozent - 3,4 Prozent
AS Chemnitz im AZ, LAS 152 113 1,8 Prozent - 3,5 Prozent
AS Gießen im AZ, LAS 573 467 1,3 Prozent - 4,0 Prozent
AS Dresden in AnkER 320 258 0,8 Prozent - 4,5 Prozent
AS Eisenhüttenstadt, LAS 179 146 0,7 Prozent - 4,6 Prozent
AS Bielefeld im AZ 284 172 0,6 Prozent - 4,7 Prozent
AS Berlin im AZ 764 589 0,3 Prozent - 4,9 Prozent
AS Mönchengladbach im AZ 230 181 - - 5,3 Prozent
AS Manching in AnkER 51 44 - - 5,3 Prozent
Jahr 2025 Afghanistan
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 87.689 74.602 78,9 Prozent
darunter:
AS Eisenhüttenstadt, LAS 3.984 3.665 92,3 Prozent 13,4 Prozent
AS Braunschweig 635 615 88,9 Prozent 10,0 Prozent
AS Bramsche im AZ 2.459 2.335 87,6 Prozent 8,6 Prozent
AS Neumünster, LAS 4.001 3.781 87,2 Prozent 8,3 Prozent
AS Sigmaringen 760 656 86,9 Prozent 8,0 Prozent
AS Friedland, LAS 1.083 1.016 86,7 Prozent 7,8 Prozent
AS Hamburg im AZ, LAS 3.817 3.678 86,6 Prozent 7,6 Prozent
AS Büdingen 2.054 1.965 86,5 Prozent 7,5 Prozent
AS Bielefeld im AZ 1.652 1.558 86,4 Prozent 7,5 Prozent
AS Bremen im AZ, LAS 556 543 86,0 Prozent 7,1 Prozent
AS Schweinfurt in AnkER 1.782 1.686 62,3 Prozent - 16,7 Prozent
AS Mönchengladbach im AZ 876 823 60,6 Prozent - 18,3 Prozent
AS Jena/Hermsdorf, LAS 630 592 60,3 Prozent - 18,6 Prozent
AS Bamberg in AnkER 138 131 59,5 Prozent - 19,4 Prozent
AS Berlin im AZ 80 77 54,5 Prozent - 24,4 Prozent
AS Ellwangen 379 356 48,3 Prozent - 30,6 Prozent
AS Zirndorf in AnkER 863 838 46,1 Prozent - 32,9 Prozent
AS Deggendorf in AnkER 556 535 44,7 Prozent - 34,3 Prozent
AS Frankfurt/Flughafen 104 98 41,8 Prozent - 37,1 Prozent
AS Lebach in AnkER, LAS 755 727 32,5 Prozent - 46,5 Prozent
Jahr 2025 Irak
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 13.951 9.488 25,4 Prozent
darunter:
AS Braunschweig2 im AZ 81 66 89,4 Prozent 64,0 Prozent
AS Braunschweig 279 237 61,2 Prozent 35,8 Prozent
AS München 59 54 57,4 Prozent 32,0 Prozent
AS Karlsruhe, LAS 269 206 53,4 Prozent 28,0 Prozent
AS Freiburg 67 35 51,4 Prozent 26,1 Prozent
AS Leipzig im AZ 55 43 51,2 Prozent 25,8 Prozent
AS Büdingen 70 58 50,0 Prozent 24,6 Prozent
AS Oldenburg 213 183 48,6 Prozent 23,3 Prozent
AS Bochum, LAS 431 378 41,0 Prozent 15,6 Prozent
AS Bielefeld im AZ 446 373 40,8 Prozent 15,4 Prozent
AS Jena/Hermsdorf, LAS 63 54 14,8 Prozent - 10,5 Prozent
AS Unna im AZ 335 289 14,5 Prozent - 10,8 Prozent
AS Heidelberg im AZ 492 373 13,7 Prozent - 11,7 Prozent
AS Chemnitz im AZ, LAS 280 255 13,3 Prozent - 12,0 Prozent
Jahr 2025 Irak
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 13.951 9.488 25,4 Prozent
darunter:
Dienstleistungszentrum Abteilung 4 333 288 13,2 Prozent - 12,2 Prozent
AS Halberstadt im AZ, LAS 178 121 11,6 Prozent - 13,8 Prozent
AS Dresden in AnkER 227 175 10,9 Prozent - 14,5 Prozent
AS Bamberg in AnkER 75 39 7,7 Prozent - 17,7 Prozent
AS Frankfurt/Flughafen 52 47 4,3 Prozent - 21,1 Prozent
AS Deggendorf in AnkER 58 48 4,2 Prozent - 21,2 Prozent
Jahr 2025 Iran
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 11.626 9.903 26,8 Prozent
darunter:
AS Neustadt 60 50 72,0 Prozent 45,2 Prozent
AS Speyer 116 108 57,4 Prozent 30,6 Prozent
AS Regensburg in AnkER 455 386 55,2 Prozent 28,4 Prozent
AS Gießen im AZ, LAS 638 592 53,9 Prozent 27,1 Prozent
AS Suhl im AZ 239 226 53,1 Prozent 26,3 Prozent
AS Halberstadt im AZ, LAS 194 162 48,8 Prozent 22,0 Prozent
AS Jena/Hermsdorf, LAS 56 48 47,9 Prozent 21,2 Prozent
AS Oldenburg 59 54 44,4 Prozent 17,7 Prozent
AS Heidelberg im AZ 252 225 40,4 Prozent 13,7 Prozent
AS Schwerin im AZ, LAS 65 43 37,2 Prozent 10,4 Prozent
AS Bielefeld im AZ 162 151 18,5 Prozent - 8,2 Prozent
AS Neumünster, LAS 659 603 18,2 Prozent - 8,5 Prozent
AS Berlin, LAS 783 739 16,1 Prozent - 10,7 Prozent
Dienstleistungszentrum Abteilung 4 371 356 16,0 Prozent - 10,7 Prozent
AS Berlin im AZ 353 325 16,0 Prozent - 10,8 Prozent
AS Mönchengladbach im AZ 507 480 15,4 Prozent - 11,3 Prozent
AS Düsseldorf 615 569 14,4 Prozent - 12,3 Prozent
AS Bamberg in AnkER 135 125 12,8 Prozent - 14,0 Prozent
AS Essen 457 436 10,8 Prozent - 16,0 Prozent
AS Frankfurt/Flughafen 82 75 5,3 Prozent - 21,4 Prozent
Jahr 2025 Eritrea
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 4.043 3.499 82,4 Prozent
darunter:
AS Regensburg in AnkER 80 78 98,7 Prozent 16,3 Prozent
AS Augsburg in AnkER 69 69 97,1 Prozent 14,7 Prozent
AS Ellwangen 60 59 94,9 Prozent 12,5 Prozent
AS Büdingen 172 164 94,5 Prozent 12,1 Prozent
AS Karlsruhe, LAS 152 144 93,1 Prozent 10,7 Prozent
AS Bielefeld im AZ 107 104 92,3 Prozent 9,9 Prozent
AS München 55 54 90,7 Prozent 8,3 Prozent
AS Speyer 91 88 89,8 Prozent 7,4 Prozent
AS Unna im AZ 90 90 88,9 Prozent 6,5 Prozent
AS Bamberg in AnkER 76 70 88,6 Prozent 6,2 Prozent
AS Leipzig im AZ 60 56 78,6 Prozent - 3,8 Prozent
AS Düsseldorf 124 118 77,1 Prozent - 5,3 Prozent
AS Bochum, LAS 127 123 76,4 Prozent - 6,0 Prozent
AS Bonn im AZ 106 102 75,5 Prozent - 6,9 Prozent
AS Essen 86 85 75,3 Prozent - 7,1 Prozent
AS Berlin, LAS 73 65 70,8 Prozent - 11,6 Prozent
AS Gießen im AZ, LAS 334 314 68,5 Prozent - 13,9 Prozent
Dienstleistungszentrum Abteilung 5 153 148 63,5 Prozent - 18,9 Prozent
AS Schwerin im AZ, LAS 52 49 57,1 Prozent - 25,3 Prozent
AS Berlin im AZ 56 53 56,6 Prozent - 25,8 Prozent
Jahr 2025 Somalia
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 10.074 7.162 83,7 Prozent
darunter:
AS Oldenburg 72 64 100,0 Prozent 16,3 Prozent
AS Braunschweig2 im AZ 73 62 98,4 Prozent 14,7 Prozent
AS Neustadt 182 170 97,6 Prozent 14,0 Prozent
AS Bremen im AZ, LAS 202 188 96,8 Prozent 13,1 Prozent
AS Speyer 333 319 95,3 Prozent 11,6 Prozent
AS Suhl im AZ 61 56 94,6 Prozent 11,0 Prozent
AS Bramsche im AZ 138 125 94,4 Prozent 10,7 Prozent
AS Hamburg im AZ, LAS 222 205 92,7 Prozent 9,0 Prozent
AS Büdingen 253 241 92,5 Prozent 8,9 Prozent
AS München 118 113 92,0 Prozent 8,4 Prozent
AS Berlin im AZ 109 105 76,2 Prozent - 7,5 Prozent
AS Trier, LAS 438 403 74,7 Prozent - 9,0 Prozent
AS Schwerin im AZ, LAS 159 142 73,9 Prozent - 9,7 Prozent
AS Essen 202 189 73,0 Prozent - 10,6 Prozent
Jahr 2025 Somalia
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 10.074 7.162 83,7 Prozent
darunter:
AS Mönchengladbach im AZ 235 222 69,8 Prozent - 13,8 Prozent
AS Eisenhüttenstadt, LAS 157 139 68,3 Prozent - 15,3 Prozent
AS Berlin, LAS 412 395 65,8 Prozent - 17,8 Prozent
AS Zirndorf in AnkER 177 157 59,9 Prozent - 23,8 Prozent
AS Dresden in AnkER 101 89 58,4 Prozent - 25,2 Prozent
AS Leipzig im AZ 235 205 49,8 Prozent - 33,9 Prozent
Jahr 2025 Nigeria
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 4.467 2.860 15,3 Prozent
darunter:
AS Karlsruhe, LAS 183 131 27,5 Prozent 12,2 Prozent
AS Gießen im AZ, LAS 77 59 27,1 Prozent 11,8 Prozent
AS Ellwangen 57 34 26,5 Prozent 11,2 Prozent
AS Sigmaringen 72 43 25,6 Prozent 10,3 Prozent
Dienstleistungszentrum Abteilung 5 225 124 21,0 Prozent 5,7 Prozent
AS Bonn im AZ 210 182 20,9 Prozent 5,6 Prozent
AS Bielefeld im AZ 99 73 20,5 Prozent 5,2 Prozent
AS Bochum, LAS 213 186 17,7 Prozent 2,4 Prozent
AS Trier, LAS 86 57 17,5 Prozent 2,2 Prozent
AS Unna im AZ 153 137 16,1 Prozent 0,7 Prozent
AS Essen 137 110 12,7 Prozent - 2,6 Prozent
AS Neumünster, LAS 79 55 12,7 Prozent - 2,6 Prozent
AS Heidelberg im AZ 314 196 12,2 Prozent - 3,1 Prozent
AS Berlin, LAS 121 108 11,1 Prozent - 4,2 Prozent
AS Eisenhüttenstadt, LAS 61 47 10,6 Prozent - 4,7 Prozent
AS Bramsche im AZ 94 86 10,5 Prozent - 4,8 Prozent
AS Deggendorf in AnkER 78 53 9,4 Prozent - 5,9 Prozent
AS Leipzig im AZ 90 70 8,6 Prozent - 6,7 Prozent
AS Berlin im AZ 97 80 5,0 Prozent - 10,3 Prozent
AS München 396 240 3,8 Prozent - 11,6 Prozent
Jahr 2025 Pakistan
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 3.138 2.281 12,4 Prozent
darunter:
AS Bonn im AZ 71 65 35,4 Prozent 23,0 Prozent
AS Gießen im AZ, LAS 83 69 26,1 Prozent 13,7 Prozent
AS Düsseldorf 54 47 23,4 Prozent 11,0 Prozent
AS Unna im AZ 50 45 20,0 Prozent 7,6 Prozent
AS Bielefeld im AZ 56 37 18,9 Prozent 6,5 Prozent
Dienstleistungszentrum Abteilung 5 72 44 18,2 Prozent 5,8 Prozent
AS Trier, LAS 675 563 9,9 Prozent - 2,5 Prozent
AS Chemnitz im AZ, LAS 527 460 7,6 Prozent - 4,8 Prozent
AS Berlin, LAS 156 133 6,0 Prozent - 6,4 Prozent
AS Eisenhüttenstadt, LAS 264 208 5,3 Prozent - 7,1 Prozent
AS Bramsche im AZ 278 247 4,9 Prozent - 7,5 Prozent
Jahr 2025 Russische Föderation
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 11.105 7.645 6,9 Prozent
darunter:
AS Neustadt 61 48 33,3 Prozent 26,4 Prozent
AS Gießen im AZ, LAS 415 360 16,1 Prozent 9,2 Prozent
AS Bramsche im AZ 84 68 14,7 Prozent 7,8 Prozent
AS Bochum, LAS 217 185 14,1 Prozent 7,1 Prozent
AS Unna im AZ 116 104 13,5 Prozent 6,6 Prozent
AS Bielefeld im AZ 112 96 9,4 Prozent 2,5 Prozent
AS Mönchengladbach im AZ 179 159 8,8 Prozent 1,9 Prozent
AS Heidelberg im AZ 215 167 8,4 Prozent 1,5 Prozent
AS Düsseldorf 224 181 7,2 Prozent 0,3 Prozent
AS Dresden in AnkER 392 329 7,0 Prozent 0,1 Prozent
AS Jena/Hermsdorf, LAS 125 112 4,5 Prozent - 2,4 Prozent
AS Essen 145 136 4,4 Prozent - 2,5 Prozent
AS Trier, LAS 180 140 4,3 Prozent - 2,6 Prozent
AS Schwerin im AZ, LAS 286 210 3,8 Prozent - 3,1 Prozent
AS Eisenhüttenstadt, LAS 562 401 3,7 Prozent - 3,2 Prozent
AS Karlsruhe, LAS 85 63 3,2 Prozent - 3,7 Prozent
AS Halberstadt im AZ, LAS 248 206 2,4 Prozent - 4,5 Prozent
AS Neumünster, LAS 422 353 2,3 Prozent - 4,6 Prozent
AS Friedland, LAS 238 187 1,6 Prozent - 5,3 Prozent
AS Braunschweig2 im AZ 82 58 - - 6,9 Prozent
Jahr 2025 Türkei
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 57.790 48.647 9,7 Prozent
darunter:
AS Trier, LAS 1.378 1.276 39,2 Prozent 29,5 Prozent
AS Heidelberg im AZ 2.031 1.526 25,4 Prozent 15,7 Prozent
AS Speyer 677 555 21,4 Prozent 11,8 Prozent
AS Deggendorf in AnkER 853 775 15,2 Prozent 5,6 Prozent
AS Bochum, LAS 1.308 1.194 15,0 Prozent 5,3 Prozent
AS Mönchengladbach im AZ 688 635 14,5 Prozent 4,8 Prozent
AS Bielefeld im AZ 945 824 14,1 Prozent 4,4 Prozent
AS Büdingen 861 735 13,6 Prozent 4,0 Prozent
AS Augsburg in AnkER 1.709 1.202 12,6 Prozent 3,0 Prozent
AS Gießen im AZ, LAS 4.432 3.911 11,7 Prozent 2,0 Prozent
AS Zirndorf in AnkER 2.231 1.776 5,2 Prozent - 4,4 Prozent
AS Chemnitz im AZ, LAS 998 917 5,1 Prozent - 4,5 Prozent
AS Bramsche im AZ 3.214 2.996 5,1 Prozent - 4,6 Prozent
AS Jena/Hermsdorf, LAS 735 663 5,0 Prozent - 4,7 Prozent
AS Ellwangen 562 432 4,9 Prozent - 4,8 Prozent
AS Frankfurt/Flughafen 200 189 4,8 Prozent - 4,9 Prozent
AS Berlin, LAS 3.910 3.548 4,2 Prozent - 5,4 Prozent
Dienstleistungszentrum Abteilung 5 2.638 2.387 3,8 Prozent - 5,8 Prozent
AS Berlin im AZ 105 90 2,2 Prozent - 7,4 Prozent
AS Leipzig im AZ 682 580 0,9 Prozent - 8,8 Prozent
Jahr 2025 Türkei
Volkszughörigkeit Kurden
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 46.648 39.129 3,2 Prozent
darunter:
AS Speyer 509 412 10,0 Prozent 6,7 Prozent
AS Bochum, LAS 1.050 951 7,0 Prozent 3,8 Prozent
AS Büdingen 694 589 6,8 Prozent 3,6 Prozent
AS Heidelberg im AZ 1.468 1.037 6,7 Prozent 3,4 Prozent
AS Trier, LAS 694 612 6,5 Prozent 3,3 Prozent
AS Bremen im AZ, LAS 451 393 6,1 Prozent 2,9 Prozent
AS Gießen im AZ, LAS 3.665 3.226 5,9 Prozent 2,6 Prozent
AS Suhl im AZ 789 730 5,6 Prozent 2,4 Prozent
AS Friedland, LAS 540 450 5,6 Prozent 2,3 Prozent
AS Neustadt 428 373 5,4 Prozent 2,1 Prozent
AS Essen 897 834 1,8 Prozent - 1,4 Prozent
AS Lebach in AnkER, LAS 1.779 1.671 1,6 Prozent - 1,7 Prozent
Jahr 2025 Türkei
Volkszughörigkeit Kurden
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 46.648 39.129 3,2 Prozent
darunter:
Dienstleistungszentrum Abteilung 4 1.089 1.043 1,4 Prozent - 1,8 Prozent
Dienstleistungszentrum Abteilung 5 2.383 2.166 1,4 Prozent - 1,8 Prozent
AS Augsburg in AnkER 1.387 950 1,4 Prozent - 1,9 Prozent
AS Chemnitz im AZ, LAS 804 736 1,4 Prozent - 1,9 Prozent
AS Ellwangen 440 346 1,2 Prozent - 2,1 Prozent
AS Zirndorf in AnkER 1.789 1.396 0,4 Prozent - 2,9 Prozent
AS Leipzig im AZ 596 511 - - 3,2 Prozent
AS Berlin im AZ 95 80 - - 3,2 Prozent
Jahr 2025 Türkei
Volkszughörigkeit Türken
Gesamt Materiell-
rechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 9.595 8.270 40,0 Prozent
darunter:
AS Trier, LAS 668 648 70,2 Prozent 30,2 Prozent
AS Heidelberg im AZ 538 468 67,7 Prozent 27,7 Prozent
AS Augsburg in AnkER 300 234 59,0 Prozent 18,9 Prozent
AS Speyer 145 122 56,6 Prozent 16,5 Prozent
AS Bochum, LAS 212 200 53,0 Prozent 13,0 Prozent
AS Freiburg 57 33 51,5 Prozent 11,5 Prozent
AS Bielefeld im AZ 215 191 49,7 Prozent 9,7 Prozent
AS Karlsruhe, LAS 427 348 49,7 Prozent 9,7 Prozent
AS Büdingen 126 110 48,2 Prozent 8,1 Prozent
AS Unna im AZ 243 231 47,6 Prozent 7,6 Prozent
AS Suhl im AZ 171 159 26,4 Prozent - 13,6 Prozent
AS Neumünster, LAS 169 144 25,7 Prozent - 14,4 Prozent
AS Ellwangen 99 69 23,2 Prozent - 16,9 Prozent
AS Chemnitz im AZ, LAS 177 167 22,2 Prozent - 17,9 Prozent
AS Jena/Hermsdorf, LAS 78 71 21,1 Prozent - 18,9 Prozent
AS Dresden in AnkER 56 51 19,6 Prozent - 20,4 Prozent
AS Eisenhüttenstadt, LAS 121 116 19,0 Prozent - 21,1 Prozent
AS Hamburg im AZ, LAS 132 110 16,4 Prozent - 23,7 Prozent
AS Berlin, LAS 642 592 15,0 Prozent - 25,0 Prozent
AS Leipzig im AZ 73 57 8,8 Prozent - 31,3 Prozent
6. Asylsuchende welcher Herkunftsstaaten erhielten im Jahr 2025 zu
weniger als 20 Prozent vom BAMF einen internationalen Schutzstatus (bitte
die 15 zahlenmäßig stärksten dieser Herkunftsländer mit den jeweiligen
Schutzquoten und den absoluten Zahlen der Asylgesuche auflisten sowie
die Gesamtzahl dieser Asylsuchenden mit unter 20-prozentiger
Anerkennungschance nennen), und welche Herkunftsländer unterschritten die 20-
Prozent-Marke nur deshalb, weil ein nationaler Abschiebungsschutz bei
der Berechnung der Schutzquote nicht berücksichtigt wird?
Der Herkunftsstaat Guinea unterschreitet die 20-Prozent-Marke im Sinne der
zweiten Teilfrage. Es wird im Kontext der Fragestellung davon ausgegangen,
dass statt nach „Asylgesuchen“ nach „Asylanträgen“ gefragt wird. Die weiteren
Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Staatsangehörigkeit Asylanträge Schutzquote ohne
Beteiligung von
Abschiebungsverboten gemäß § 60
Absatz 5 und 7 AufenthG
Gesamt 92.385 6,2 Prozent
darunter:
Syrien 24.240 1,7 Prozent
Türkei 14.686 8,0 Prozent
Irak 4.907 13,1 Prozent
Russische Föderation 3.943 4,4 Prozent
Georgien 2.395 0,3 Prozent
Guinea 2.238 18,7 Prozent
Algerien 2.168 1,1 Prozent
Vietnam 1.993 0,3 Prozent
Ungeklärt 1.878 12,1 Prozent
Venezuela 1.877 3,6 Prozent
China 1.720 9,9 Prozent
Nigeria 1.716 3,9 Prozent
Moldau, Republik 1.590 0,0 Prozent
Kolumbien 1.563 0,3 Prozent
Pakistan 1.421 7,1 Prozent
*Hinweis: Der seit 9. Dezember 2024 geltende temporäre Verfahrensaufschub
für Entscheidungen über Asylanträge syrischer Staatsangehöriger führt zu
einem Rückgang der Schutzquote mit entsprechenden Auswirkungen auf die
Gesamtschutzquote. Derzeit werden infolge besonderer Regelungen
hauptsächlich Entscheidungen über Asylanträge syrischer Staatsangehöriger getroffen,
die ohne die Bewertung der Lage in Syrien erfolgen können (formelle
Entscheidungen).
a) Wie lauten diese Zahlen, wenn statt der „unbereinigten“ die um
formelle Entscheidungen bereinigten Schutzquoten herangezogen
werden?
Wenn anstelle der umfassenden Gesamtschutzquote eine Quote ohne
Berücksichtigung formeller Entscheidungen und ohne Beteiligung von
Abschiebungsverboten gemäß § 60 Absatz 5 und 7 AufenthG herangezogen werden würde,
ergäben sich folgende Werte.
Staatsangehörigkeit Asylanträge Schutzquote ohne
Berücksichtigung formeller
Entscheidungen und ohne
Beteiligung von
Abschiebungsverboten gemäß
§ 60 Absatz 5 und 7
AufenthG
Gesamt 87.571 7,8 Prozent
darunter:
Syrien 24.240 4,4 Prozent
Türkei 14.686 9,5 Prozent
Irak 4.907 19,2 Prozent
Russische Föderation 3.943 6,4 Prozent
Georgien 2.395 0,4 Prozent
Algerien 2.168 2,7 Prozent
Vietnam 1.993 0,5 Prozent
Venezuela 1.877 3,7 Prozent
China 1.720 15,1 Prozent
Nigeria 1.716 6,1 Prozent
Moldau, Republik 1.590 -
Kolumbien 1.563 0,3 Prozent
Pakistan 1.421 9,8 Prozent
Nordmazedonien 1.259 0,0 Prozent
Marokko 1.225 4,4 Prozent
b) Bei welchen relevanten Herkunftsländern lag die Schutzquote des
BAMF für das Jahr 2025 deutlich unterhalb des EU-
Durchschnittswerts für diese Länder (Schutzquoten um ein Drittel oder mehr
unterhalb des EU-Durchschnittswerts), und wie ist das aus Sicht der
Bundesregierung bzw. des BAMF gegebenenfalls jeweils zu erklären (bitte
ausführen)?
Aus Gründen der Vergleichbarkeit wird als Datenquelle für die Quoten des
internationalen Schutzes sowohl für die Europäische Union (EU) insgesamt als
auch für Deutschland auf die Datenbank von Eurostat zurückgegriffen. Hierbei
ist darauf hinzuweisen, dass Daten zu Entscheidungen bei Eurostat erst für die
ersten drei Quartale 2025 vorliegen. Deshalb basieren die folgenden
Quotenberechnungen auf Basis des Zeitraums von Januar bis September 2025.
In der nachfolgenden Tabelle werden nur Herkunftsstaaten mit einer
Entscheidungszahl in Deutschland von mehr als 1.000 Entscheidungen im Zeitraum von
Januar bis September 2025 aufgeführt (absteigend sortiert nach Zahl der
Entscheidungen).
Staatsangehörigkeit Quote internationaler Schutzstatus
EU-27 Deutschland
Russland 16,9 Prozent 5,5 Prozent
Kolumbien 4,8 Prozent 0,3 Prozent
Nigeria 14,2 Prozent 4,5 Prozent
Georgien 5,4 Prozent 0,0 Prozent
Armenien 2,8 Prozent 0,6 Prozent
Kamerun 20,4 Prozent 8,0 Prozent
Aserbaidschan 7,7 Prozent 3,4 Prozent
Äthiopien 26,0 Prozent 14,0 Prozent
Côte d’Ivoire 23,2 Prozent 3,6 Prozent
Libanon 11,0 Prozent 3,6 Prozent
Staatsangehörigkeit Quote internationaler Schutzstatus
EU-27 Deutschland
Personen aus palästinensischen
Gebieten (nicht als Staat anerkannt)
51,5 Prozent 30,2 Prozent
Jemen 54,3 Prozent 28,3 Prozent
Moldau 0,5 Prozent 0,0 Prozent
Algerien 8,5 Prozent 1,7 Prozent
China 54,7 Prozent 13,5 Prozent
Indien 1,9 Prozent 0,0 Prozent
Nordmazedonien 0,4 Prozent 0,0 Prozent
Ukraine 75,0 Prozent 3,3 Prozent
Tunesien 4,5 Prozent 2,4 Prozent
Zur zweiten Teilfrage: Die Bundesregierung weist darauf hin, dass über
Asylanträge anhand der jeweils vorliegenden Umstände des konkreten Einzelfalls
entschieden wird. Eine Vergleichbarkeit mit den Verfahren in den EU-
Mitgliedstaaten im Sinne der Fragestellung ist nicht gegeben, da sich die Verfahren
insbesondere hinsichtlich der Zusammensetzung der Personengruppe
unterscheiden können.
c) In Bezug auf welche Herkunftsländer wurde im Jahr 2025 vom BAMF
zu mehr als 20 Prozent ein internationaler Schutzstatus festgestellt
(bitte mit Angaben zur Schutzquote und zum quantitativen und
relativen Anteil an allen Entscheidungen auflisten)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden, wobei
nur Herkunftsstaaten mit mehr als 50 Entscheidungen berücksichtigt wurden.
Staatsangehörigkeit
Asylentscheidungen
Internationaler Schutz >= 20 Prozent
(ohne Berücksichtigung von
Abschiebungsverboten gemäß § 60
V/VII AufenthG)
absolut %-Anteil
Gesamt 118.577 63.437 53,5 Prozent
darunter:
Afghanistan 87.689 52.610 60,0 Prozent
Iran 11.626 2.557 22,0 Prozent
Somalia 10.074 3.331 33,1 Prozent
Eritrea 4.043 2.770 68,5 Prozent
Personen aus
palästinensischen Gebieten
(nicht als Staat
anerkannt)
1.581 489 30,9 Prozent
Jemen 1.528 393 25,7 Prozent
Sudan 1.437 953 66,3 Prozent
Myanmar 304 252 82,9 Prozent
Staatenlos 166 38 22,9 Prozent
7. Wie lauten die geschlechtsspezifisch differenzierten
Entscheidungszahlen zu Asylsuchenden aus Afghanistan bzw. aus dem Iran für das Jahr
2025 in absoluten und relativen Zahlen (bitte nach Quartalen und jeweils
auch nach den Formen der Anerkennung bzw. Ablehnung bzw. sonstigen
Erledigungen differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
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a) Wie erklärt und bewertet es die Bundesregierung, dass im ersten
Halbjahr 2025 ein steigender Anteil weiblicher Asylsuchender aus dem
Iran vom BAMF abgelehnt wurde, nämlich 62,5 Prozent (vgl. Antwort
zu Frage 8 auf Bundestagsdrucksache 21/1710), trotz der
systematischen Diskriminierung von Frauen im Iran und trotz der
Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Flüchtlingsrelevanz
einer sogenannten Verwestlichung (Urteil vom 11. Juni 2024,
C‑646/21), und wie lange lebten weibliche Asylsuchende aus dem Iran
zum Zeitpunkt einer bestands- oder rechtskräftigen Ablehnung im
Asylverfahren im Jahr 2025 durchschnittlich in Deutschland?
Das BAMF erfasst oder erhebt nicht, aus welchen Gründen ein Asylantrag
gestellt wird. Das BAMF erhebt oder erfasst auch nicht, aus welchen Gründen
Antragstellenden internationaler Schutz gewährt oder versagt wird. Bei der
asylrechtlichen Prüfung handelt es sich stets um eine Einzelfallentscheidung
unter Berücksichtigung aller relevanten Erkenntnisse zur schutzsuchenden
Person, der Würdigung aller materiellen Sachverhalte und der Entwicklung der
Lage im Herkunftsstaat. Die Feststellungen der EuGH-Entscheidung vom
11. Juni 2024, Rs. C-646/21, fließen in die internen Entscheidungsinstrumente
des BAMF ein.
Nach Angaben des AZR zum Stichtag 31. Dezember 2025 hielten sich
weibliche Asylsuchende aus Iran zum Zeitpunkt einer bestands- oder rechtskräftigen
Ablehnung im Asylverfahren im Durchschnitt seit etwa 2,8 Jahren in
Deutschland auf.
b) Wie bewertet es die Bundesregierung und welche Konsequenzen
werden daraus gegebenenfalls gezogen, dass nach Berechnungen der
Fragestellenden 42,1 Prozent der BAMF-Bescheide zu iranischen
Asylsuchenden von den Verwaltungsgerichten im ersten Halbjahr 2025 als
rechtswidrig aufgehoben wurden, wenn eine inhaltliche und keine
formelle Entscheidung erging (474 positive von 1 125 inhaltlichen
Gerichtsentscheidungen, vgl. Antwort zu Frage 22 auf
Bundestagsdrucksache 21/1710; nach 47,1 Prozent im Jahr 2024: 994 positive von 2110
inhaltlichen Gerichtsentscheidungen, vgl. Antwort zu Frage 24 auf
Bundestagsdrucksache 20/14923), und welchen Korrekturbedarf für
die Entscheidungspraxis des BAMF sieht die Bundesregierung
angesichts dieser überdurchschnittlich hohen gerichtlichen
Aufhebungsquote gegebenenfalls (bitte begründen)?
Erhöhte gerichtliche Aufhebungsquoten stehen grundsätzlich oftmals im
Zusammenhang mit einer entscheidungserheblichen Sachverhaltsänderung im
Zeitraum zwischen der Entscheidung im Rahmen des Asylverfahrens und der
mündlichen Verhandlung des Gerichtsverfahrens. Eine entscheidungserhebliche
Sachverhaltsänderung kann beispielsweise in einer Änderung oder Entwicklung
der Lage im Herkunftsstaat oder in einem neuen Vortrag während des
Klageverfahrens begründet sein. Dies hat zur Folge, dass eine Entscheidung des
BAMF über einen Asylantrag durch die Verwaltungsgerichte aufgehoben wird,
obwohl sie zum entscheidungserheblichen Zeitpunkt nicht rechtswidrig bzw.
falsch war, sondern weil sich die entscheidungserheblichen Umstände bis zum
Abschluss des Verwaltungsgerichtsverfahrens geändert haben.
Die Entscheidungspraxis des BAMF wird fortlaufend auch unter
Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung aktualisiert.
Auf die Antwort zu Frage 7a wird hier ergänzend verwiesen. Dabei werden alle
zum Zeitpunkt der Entscheidung vorliegenden Erkenntnisse anhand des
Maßstabs der beachtlichen Wahrscheinlichkeit einer drohenden Verfolgungsgefahr
im Falle einer Rückkehr in den Herkunftsstaat bewertet.
c) In welchen Fallkonstellationen erteilt das BAMF weiblichen
Asylsuchenden aus Afghanistan keinen Flüchtlingsschutz, trotz des Urteils
des EuGH vom 4. Oktober 2024 in den Rechtssachen C/608 und
609/22 (im ersten Halbjahr 2025 erhielten 95 afghanische Frauen bzw.
Mädchen nur subsidiären Schutz, 72 lediglich Abschiebungsschutz,
fünf wurden sogar abgelehnt; Antwort zu Frage 8 auf
Bundestagsdrucksache 21/1710)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 7a verwiesen. Dies gilt auch für
Antragstellerinnen aus Afghanistan. Die internen Entscheidungsinstrumente des BAMF
sehen im Einklang mit der zitierten Entscheidung des EuGH die regelhafte
Zuerkennung von Flüchtlingsschutz für Antragstellerinnen aus Afghanistan vor.
Diese Entscheidungspraxis lässt im begründeten Ausnahmefall jedoch auch
eine andere Entscheidung zu.
d) Warum hat das BAMF nicht von Amts wegen nach § 73b AsylG
geprüft, ob seine Bescheide zu weiblichen Asylsuchenden aus
Afghanistan, die lediglich einen subsidiären Schutzstatus, einen
Abschiebungsschutz oder sogar eine Ablehnung beinhalteten, widerrufen bzw.
zurückgenommen werden müssen, als es Kenntnis vom Urteil des
EuGH vom 4. Oktober 2024 in den Rechtssachen C/608 und 609/22
erhielt, nach dem weibliche Personen aus Afghanistan aufgrund der
systematischen geschlechtsspezifischen Verfolgung bzw.
Diskriminierung in Afghanistan in aller Regel einen Flüchtlingsstatus erhalten
müssen (bitte ausführen)?
Die Überprüfung asylrechtlicher Entscheidungen ist durch das in nationales
Recht umgesetzte Recht der Europäischen Union abschließend geregelt. Im
Falle von (teil-)ablehnenden beziehungsweise schutzaufhebenden
Entscheidungen des BAMF kann der Ausländer Rechtsmittel einlegen. Bestandskräftige
Entscheidungen des BAMF können durch das BAMF nur im Rahmen eines
Widerrufs- beziehungsweise Rücknahmeverfahrens von Amts wegen überprüft
werden, wenn das BAMF Kenntnis von Umständen oder Tatsachen erhält, die
einen Widerruf oder eine Rücknahme rechtfertigen könnten (§ 73b AsylG).
Zudem setzt die erneute Prüfung der Asylberechtigung und des internationalen
Schutzes einen Folgeantrag durch die Betroffenen voraus (§ 71 AsylG). Im
Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 11 der Kleinen
Anfrage der Gruppe Die Linke auf Bundestagsdrucksache 20/14923 verwiesen.
e) Wie viele weibliche afghanische Staatsangehörige lebten zuletzt mit
welchem aufenthaltsrechtlichen bzw. flüchtlingsrechtlichen Status
(bitte so genau wie möglich differenzieren) in Deutschland (bitte
zudem nach Bundesländern und Voll- bzw. Minderjährigen
differenzieren)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 hielten sich 165.695 weibliche afghanische
Staatsangehörige in Deutschland auf. Von diesen waren 62.526 minderjährig
und 103.160 volljährig. Bei neun Personen war das Alter nicht ermittelbar.
Davon hatten 123.899 Personen einen flüchtlingsrechtlichen Status. Von diesen
waren 46.079 minderjährig und 77.812 volljährig. Bei acht Personen war das
Alter nicht ermittelbar. Die weiteren Angaben können den folgenden Tabellen
entnommen werden.
Gesamt 165.695
davon:
unbefristete Aufenthaltsrechte 10.763
befristete Aufenthaltsrechte 137.765
sonstiges (z. B. Duldung, kein Status gespeichert) 17.167
Gesamt 165.695
davon:
Baden-Württemberg 15.006
Bayern 20.466
Berlin 9.278
Brandenburg 4.878
Bremen 2.137
Hamburg 13.750
Hessen 26.373
Mecklenburg-Vorpommern 2.296
Niedersachsen 12.531
Nordrhein-Westfalen 29.191
Rheinland-Pfalz 7.781
Saarland 754
Sachsen 5.331
Sachsen-Anhalt 3.171
Schleswig-Holstein 8.973
Thüringen 3.779
Gesamt (flüchtlingsrechtlicher Status) 123.899
davon:
Als Asylberechtigter nach Artikel 16a GG anerkannt 3.320
Flüchtlingseigenschaft nach § 3 Absatz 4 AsylG 63.132
subsidiärer Schutz nach § 4 Absatz 1 AsylG gewährt 6.454
Abgelehnte Asylanträge 30.440
Personen im laufenden Asylverfahren 15.724
Asylgesuch gestellt 2.729
Sonstige 2.100
Gesamt (flüchtlingsrechtlicher Status) 123.899
davon:
Baden-Württemberg 10.693
Bayern 14.147
Berlin 7.336
Brandenburg 4.079
Bremen 1.542
Hamburg 11.248
Hessen 20.653
Mecklenburg-Vorpommern 1.782
Niedersachsen 9.122
Nordrhein-Westfalen 20.786
Rheinland-Pfalz 5.905
Saarland 368
Sachsen 3.755
Sachsen-Anhalt 2.403
Schleswig-Holstein 7.208
Thüringen 2.872
8. Wie viele Asylverfahren von Asylsuchenden aus palästinensischen
Gebieten (z. B. Gaza) und wie viele diesbezügliche Untätigkeitsklagen sind
derzeit anhängig, und wie waren die Asylentscheidungen des BAMF und
der Gerichte zu diesen Geflüchteten im Jahr 2025 (bitte differenzieren
und in absoluten und relativen Zahlen angeben)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren 308 Asylverfahren mit der
Staatsangehörigkeitsbezeichnung „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als
Staat anerkannt)“ beim BAMF anhängig. Im Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis
30. November 2025 wurden 141 Untätigkeitsklagen eingereicht (Angaben zum
Dezember 2025 liegen noch nicht vor). Die weiteren Angaben können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Entscheidungen (BAMF) zu „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“
Gesamt Anerkennung
Asylberechtigte
(Artikel 16a GG)
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1 AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4
Absatz 1
AsylG
Abschiebungsverbot § 60
Absatz 5 und 7
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr./
offens.
unbegr.)
Sonstige
Verfahrenserledigungen
absolut
% absolut %
absolut
% absolut %
absolut
% absolut %
1.581 9 0,6 219 13,9 261 16,5 39 2,5 98 6,2 955 60,4
Klagen/
Berufungen/
Revisionen
Bis 30.11.2025
Gerichtsentscheidungen von Asylsuchenden aus
palästinensischen Gebieten
(Stand: 15.01.2025)
Gesamt Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.
Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschieb
ungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
Entscheidungen über
Abschiebungsandrohung
Absolut 599 - 133 47 2 23 394 -
%-Anteil - 22,2 % 7,8 % 0,3 % 3,8 % 65,8 % -
9. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen bzw.
Abschiebungsanordnungen des BAMF gab es im Jahr 2025 gegenüber
unbegleiteten Minderjährigen (bitte nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem
Zeitraum gegenüber unbegleiteten Minderjährigen keine
Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags erlassen, z. B. weil im
Herkunftsland keine geeigneten Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung
standen (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten
differenzieren)?
Im genannten Zeitraum erfolgte keine Abschiebungsanordnung gegenüber
unbegleiteten Minderjährigen. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden.
Jahr 2025 Ablehnungen
Gesamt 1.706
darunter
Afghanistan 499
Türkei 327
Guinea 233
Syrien 113
Somalia 56
Irak 51
Jahr 2025 Ablehnungen
Gesamt 1.706
darunter
Benin 48
Iran 44
Gambia 34
Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) 24
Jahr 2025 Abschiebungsandrohungen
Gesamt 898
darunter:
Afghanistan 259
Türkei 224
Guinea 104
Syrien 40
Somalia 23
Irak 31
Benin 16
Iran 30
Gambia 16
Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) 10
Jahr 2025 Keine Abschiebungsandrohung trotz
Ablehnung des Antrags *
Gesamtergebnis 808
davon
Afghanistan 240
Türkei 103
Guinea 129
Syrien 73
Somalia 33
Irak 20
Benin 32
Iran 14
Gambia 18
Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) 14
* Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen trotz
Ablehnung des Asylantrags keine Abschiebungsandrohung erfolgte.
10. Wie viele Asylsuchende wurden im Jahr 2025 registriert (bitte nach
Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den
jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie ist die Zahl der Asylsuchenden, die
noch keinen Asylantrag stellen konnten, zum letzten Stand (bitte auch
nach Bundesländern auflisten), und gibt es derzeit relevante
Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung (bitte ausführen)?
Zur ersten und zweiten Teilfrage: Die Angaben können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden.
Asylgesuche* Asylerstanträge*
Januar 2025 12.350 14.920
Februar 2025 10.230 11.189
März 2025 8.807 8.983
April 2025 8.840 9.108
Asylgesuche* Asylerstanträge*
Mai 2025 7.717 7.916
Juni 2025 6.758 6.860
Juli 2025 8.869 8.293
August 2025 8.568 7.803
September 2025 9.532 9.126
Oktober 2025 9.013 8.823
November 2025 8.036 8.311
Dezember 2025 7.534 6.531
Jahr 2025 111.814 113.236
*Hinweis: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht
zu einem Gesamtwert addiert werden.
Asylgesuche ohne Antragstellung
(Stand: 31.12.2025)
Gesamt 10.128
davon
Baden-Württemberg 1.039
Bayern 969
Berlin 280
Brandenburg 304
Bremen 74
Hamburg 190
Hessen 386
Mecklenburg-Vorpommern 90
Niedersachsen 504
Nordrhein-Westfalen 1.533
Rheinland-Pfalz 484
Saarland 72
Sachsen 429
Sachsen-Anhalt 334
Schleswig-Holstein 328
Thüringen 241
Unbekannt* 2.871
*Registrierungen mit Land „unbekannt“ sind solche, die hauptsächlich von
polizeilichen Stellen vorgenommen wurden. Bei dieser Registrierung kann
oftmals noch kein Land zugeordnet werden. Dieses wird dann nachträglich bei der
Asylantragstellung bestimmt.
Zur dritten Teilfrage: Es bestehen derzeit keine relevanten Zeitverzögerungen
bei der Asylantragstellung.
11. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im Jahr
2025 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise, Sonstiges), mit
denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF
hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und wie hoch war die bereinigte Schutzquote im
Jahr 2025 bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren
Jahr 2025
Staatsangehörigkeiten
Anzahl der
Erstantragsteller
Anzahl der
Antragsteller
mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragsteller
ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragsteller ohne
Identitätspapiere*
Gesamt 113.236 39.147 74.089 65,4 %
darunter:
Afghanistan 23.972 8.754 15.218 63,5 %
Syrien 23.256 8.089 15.167 65,2 %
Türkei 11.919 4.835 7.084 59,4 %
Irak 3.860 1.085 2.775 71,9 %
Somalia 4.340 379 3.961 91,3 %
Russische
Föderation
3.100 1.494 1.606 51,8 %
Iran 2.271 772 1.499 66,0 %
Eritrea 2.490 212 2.278 91,5 %
Georgien 1.663 1.010 653 39,3 %
Guinea 1.994 41 1.953 97,9 %
Algerien 1.664 101 1.563 93,9 %
Vietnam 1.938 1.662 276 14,2 %
Ungeklärt 1.677 344 1.333 79,5 %
Venezuela 1.801 1.606 195 10,8 %
China 1.658 477 1.181 71,2 %
* Pass, Passersatz, Personalausweis
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF lag im Jahr 2025 bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere bei
44,3 Prozent.
12. In wie vielen Fällen wurden im Jahr 2025 mobile Datenträger von
Asylsuchenden ausgelesen (bitte auch angeben, wie viel Prozent der ohne
Identitätsnachweise Asylerstantragstellenden dies betraf), und in wie
vielen Fällen wurden diese Daten mit welchem Ergebnis ausgewertet (bitte
so genau wie möglich ausführen)?
Welche Kosten sind infolge der neuen rechtlichen Vorschriften zur
Auslesung bzw. Auswertung mobiler Datenträger von Asylsuchenden bislang
entstanden (bitte nach Jahren und so differenziert wie möglich auflisten),
wie viel Personal war bzw. ist im BAMF mit dieser Aufgabe gebunden,
und wie bewertet die Bundesregierung vor diesem Hintergrund das
Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser datenschutzrechtlich umstrittenen
Maßnahme, auch vor dem Hintergrund der hiermit erzielten Ergebnisse (bitte
begründen)?
Das Auslesen mobiler Datenträger ist ein Assistenzsystem, um die Aussagen
von Antragstellenden ohne Identitätsdokumente zu ihrer Herkunft und Identität
zu plausibilisieren. Grundsätzlich gilt dabei, dass eine Verifikation der Identität
und Staatsangehörigkeit, ein für das Asylverfahren ebenso relevantes Ergebnis
darstellt, wie das Widerlegen bzw. Bestätigen von Aussagen zur Identität und
Staatsangehörigkeit.
Im Gesamtjahr 2025 wurden 576 Datenträger ausgelesen. In 330 Fällen wurde
die Freigabe der Berichte intern beantragt. Davon wurden 324 Berichte
ausgewertet.
Die Klärung und Feststellung von Identität und Staatsangehörigkeit ist für das
Asylverfahren von erheblicher Bedeutung und setzt immer die Durchführung
einer persönlichen Anhörung voraus. Die Entscheidung, ob das
ressourcenintensive Auslesen und Auswerten von mobilen Datenträgern erfolgt, wird
einzelfallbezogen durch die Entscheiderin oder den Entscheider getroffen. Weitere
Erkenntnisse liegen nicht vor.
Die Erkenntnisse aus dem Auslesen mobiler Datenträger sind unterstützende
Hinweise, welche aber in den Einzelfällen notwendig und daher für die Klärung
der Identität und Staatsangehörigkeit für die Durchführung und Entscheidung
des Asylverfahrens von besonders erheblicher Bedeutung sind.
Die Frage bezüglich der entstandenen Kosten wird von der Bundesregierung
dahingehend verstanden, dass gefragt wird, inwieweit Kosten aufgrund der
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum Auslesen mobiler Datenträger
(BVerwG 1 C 19.21 – Urteil vom 16. Februar 2023) entstanden sind. Diese
konnte mit der vorhandenen Technik und den vorhandenen Abläufen umgesetzt
werden. Finanzielle Mehraufwände sind daher insoweit nicht entstanden.
Im Rahmen einer Organisationsuntersuchung (Datenbasis Jahr 2022) wurden
die Personalbedarfe für das „Auslesen mobiler Datenträger“ ermittelt. Die
Bedarfe belaufen sich dabei auf 11,2 Vollzeitäquivalente für das Asylverfahren.
Neuere Daten liegen der Bundesregierung nicht vor. Im Übrigen wird auf die
o. g. Änderung, dass aktuell nur noch einzelfallbezogene Auslesungen
stattfinden, verwiesen.
13. Wie viele Asylanträge wurden im Jahr 2025 nach § 14a Absatz 2 des
Asylgesetzes von Amts wegen für hier geborene (oder eingereiste)
Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden im genannten Zeitraum von
Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen
zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in
Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der
Anträge unter 18‑Jähriger und sich überschneidende Teilmengen angeben),
und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag
im Jahr 2025 bei 52,8 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von
16 bis unter 18 Jahren bei 54,1 Prozent und bei allen Personen unter 18 Jahren
bei 47,2 Prozent.
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im genannten
Zeitraum bei 60 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis
unter 18 Jahren bei 58,5 Prozent, und bei allen Personen unter 18 Jahren bei
56 Prozent. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben.
Jahr 2025
absolut Verhältnis
zu
Asylerstanträgen
gesamt
Asylerstanträge gesamt 113.236
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre
insgesamt
50.866 44,9 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter
16 Jahre
44.781 39,5 %
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 1.106 1,0 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 5.739 5,1 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16
bis unter 18 Jahre
6.085 5,4 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter
18 Jahre)
3.820 3,4 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 27 0,0 %
14. Wie viele der Asylantragstellenden im Jahr 2025 waren sogenannte
Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder
Geflüchteten (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den
zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen nur zu Asylerstantragstellenden
vor. 17.707 Asylerstantragstellende im Jahr 2025 waren so genannte
„Nachgeborene“, d. h. in Deutschland geborene Kinder (und zum Zeitpunkt der
Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 4.383 Kinder von anerkannten
Asylberechtigten und 3.945 Kinder von anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a des
Grundgesetzes und § 3 Absatz 1 AsylG). Die weiteren Angaben können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2025 Absolut Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Gesamt 17.707 15,6 %
darunter:
Afghanistan 2.694 11,2 %
Syrien 5.179 22,3 %
Türkei 1.814 15,2 %
Somalia 767 17,7 %
Irak 1.439 37,3 %
Russische Föderation 414 13,4 %
Eritrea 1.005 40,4 %
Iran 227 10,0 %
Guinea 484 24,3 %
Vietnam 51 2,6 %
15. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen
im Jahr 2025 (bitte nach den verschiedenen Schutzstatus, Ablehnung,
Ablehnung als offensichtlich unbegründet, Dublin-Entscheidung,
sonstiger Verfahrenserledigung und den wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2025 Entscheidungen über Asylerstanträge
Gesamt
Anerkennung als
Asylberechtigt
(Artikel 16a
GG u.
Fam.
Asyl)
Anerkennung als
Flüchtling
gemäß § 3
Absatz 1
AsylG
Subsidiärer
Schutz
gemäß
§ 4
Absatz 1
AsylG
Abschiebungsverbot
gemäß
§ 60
Absatz 5
und
7Aufent
hG
Ablehnungen
(unbegr.
abgelehnt)
Ablehnungen
(offens.
unbegr.
abgelehnt)
Entscheidungen
im
Dublin-
Verfahren
(z. B.
§ 29
Absatz 1
Nr. 1
AsylG)
sonstige
Verfahrenser
ledigungen
(ohne
Dublin-
Entscheidungen)
Herkunftsstaaten
gesamt
4.442 9 345 195 1.843 1.670 36 4 340
Darunter:
Afghanistan 1.877 4 135 26 1.169 498 1 - 44
Somalia 676 2 151 70 348 56 - - 49
Guinea 422 1 23 22 120 233 - - 23
Türkei 369 - 4 3 1 316 11 - 34
Syrien 207 - 1 5 3 111 2 2 83
Benin 89 - 4 3 34 46 2 - -
Gambia 78 - 5 5 27 34 - - 7
Irak 74 - 2 2 11 51 - - 8
Iran 55 2 5 1 2 44 - - 1
Elfenbeinküste
(Côte d'Ivoire)
51 - - 5 15 24 - - 7
Äthiopien 35 - 1 2 7 19 - - 6
Angola 32 - - 3 16 13 - - -
Jahr 2025 Entscheidungen über Asylerstanträge
Gesamt
Anerkennung als
Asylberechtigt
(Artikel 16a
GG u.
Fam.
Asyl)
Anerkennung als
Flüchtling
gemäß § 3
Absatz 1
AsylG
Subsidiärer
Schutz
gemäß
§ 4
Absatz 1
AsylG
Abschiebungsverbot
gemäß
§ 60
Absatz 5
und
7Aufent
hG
Ablehnungen
(unbegr.
abgelehnt)
Ablehnungen
(offens.
unbegr.
abgelehnt)
Entscheidungen
im
Dublin-
Verfahren
(z. B.
§ 29
Absatz 1
Nr. 1
AsylG)
sonstige
Verfahrenser
ledigungen
(ohne
Dublin-
Entscheidungen)
Herkunftsstaaten
gesamt
4.442 9 345 195 1.843 1.670 36 4 340
Darunter:
Kamerun 31 - - - 13 16 - - 2
Mali 30 - - 1 16 13 - - -
Eritrea 29 - 1 10 9 7 - - 2
16. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im Jahr 2025 an welchen
Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von ihnen
wurden an die Jugendämter übergeben, und wie viele von ihnen wurden
zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, die auf
den Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei beruhen.
Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im Jahr 2025 (fünf häufigste
Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert)
Grenze/
Staatsangehörigkeit
somalisch afghanisch algerisch ukrainisch syrisch Gesamt
Schweiz 139 133 81 7 34 733
Frankreich 33 34 79 8 19 518
Polen 157 56 - 101 6 368
Österreich 57 99 2 24 40 305
Belgien 4 10 30 - 8 162
Niederlande 7 3 10 4 45 135
Tschechien 1 6 - 33 9 63
Keiner Grenze zuzuordnen 11 13 2 1 2 62
Luxemburg 2 2 1 1 4 39
Dänemark - 3 - 1 3 9
Luftgrenze 4 7 - 2 7 56
Seegrenze - 3 - - - 4
Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im Jahr 2025 (fünf häufigste
Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Übergabe Jugendamt
Grenze/
Staatsangehörigkeiten
somalisch afghanisch
marokkanisch
algerisch syrisch Gesamt
Schweiz 58 62 31 38 25 366
Polen 146 46 1 - 1 248
Österreich 48 50 2 2 21 174
Frankreich 16 11 18 23 7 138
Belgien 2 5 17 23 4 111
Keiner Grenze zuzuordnen 11 12 4 2 2 57
Niederlande 2 1 10 - 8 34
Tschechien - 1 - - 4 24
Luxemburg 1 1 7 - 2 19
Dänemark - 3 - - 1 6
Luftgrenze 4 6 - - 5 24
Seegrenze - 3 - - - 4
Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im Jahr 2025 (fünf häufigste
Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Zurückweisung
Grenze/
Staatsangehörigkeiten
afghanisch somalisch ukrainisch algerisch syrisch Gesamt
Schweiz 62 72 2 37 7 323
Frankreich 11 6 4 9 10 110
Polen 7 7 72 - 1 90
Österreich 44 5 11 - 8 85
Niederlande 1 3 1 9 28 66
Belgien 1 1 - 2 - 23
Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im Jahr 2025 (fünf häufigste
Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Zurückweisung
Grenze/
Staatsangehörigkeiten
afghanisch somalisch ukrainisch algerisch syrisch Gesamt
Luxemburg 1 1 1 1 2 16
Tschechien - 1 5 - - 6
Dänemark - - - - 2 3
Luftgrenze - - - - - 7
Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im Jahr 2025 (fünf häufigste
Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Zurückschiebung
Grenze/
Staatsangehörigkeiten
guineisch algerisch eritreisch
marokkanisch
afghanisch Gesamt
Frankreich 66 40 17 17 11 232
Belgien 2 3 1 - - 9
Schweiz - 1 - - 3 8
Luxemburg - - - - - 1
17. Wie viele Asylanträge wurden im Jahr 2025 als „offensichtlich
unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben auch differenziert nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem jeweils in Relation zur
Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2025 Ablehnung
insgesamt
darunter: als
offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 145.561 36.685 25,2 Prozent
darunter:
Afghanistan 15.713 925 5,9 Prozent
Türkei 43.952 11.413 26,0 Prozent
Syrien 9.571 188 2,0 Prozent
Irak 7.082 1.340 18,9 Prozent
Iran 7.253 795 11,0 Prozent
Russische Föderation 7.117 1.489 20,9 Prozent
Somalia 1.170 103 8,8 Prozent
Guinea 3.000 636 21,2 Prozent
Nigeria 2.422 531 21,9 Prozent
Ungeklärt 799 304 38,0 Prozent
Eritrea 616 37 6,0 Prozent
Venezuela 3.207 859 26,8 Prozent
Kolumbien 3.212 651 20,3 Prozent
Pakistan 1.998 408 20,4 Prozent
Georgien 2.065 2.047 99,1 Prozent
18. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im Jahr 2025 an
welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt (bitte
auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten
Minderjährigen und zu den zehn wichtigsten Herkunftsländern machen), in wie
vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren nach § 18a AsylG für
unbegleitete Minderjährige. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden.
Jahr 2025 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb von
zwei Tagen nach Antragstellung
Flughafen
Aktenanlage
darunter: Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung § 18a
Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
Insgesamt 213 29 101 104 1
Flughafen Berlin 34 6 21 12 1
Flughafen Frankfurt/
Main
154 18 69 78 0
Flughafen München 25 5 11 14 0
Jahr 2025 Flughafenverfahren Entscheidungen
innerhalb von zwei Tagen
nach Antragstellung
Herkunftsstaat
Aktenanlage
darunter:
Personen
unter 18
Jahren
Mitteilung
§ 18a
Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
Insgesamt 213 29 101 104 1
darunter:
Iran 37 4 24 13 0
Afghanistan 20 2 17 3 0
Somalia 15 0 7 7 0
Irak 14 4 5 9 0
Syrien 14 3 9 1 0
Georgien 11 2 0 10 1
Türkei 10 4 8 2 0
China 9 2 7 1 0
Marokko 7 0 3 4 0
Pers. aus
palästinensischen
Gebieten (nicht als
Staat anerkannt)
5 1 3 2 0
Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsstaat eingelegt stattgegeben abgelehnt
Insgesamt 75 2 69
darunter
Iran 9 0 9
Afghanistan 3 0 2
Somalia 6 0 6
Irak 7 0 7
Syrien 1 0 1
Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsstaat eingelegt stattgegeben abgelehnt
Insgesamt 75 2 69
darunter
Georgien 5 0 5
Türkei 1 1 0
China 0 0 0
Marokko 4 0 4
Personen aus palästinensischen
Gebieten (nicht als Staat
anerkannt)
2 0 2
19. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das Jahr
2025 (bitte jeweils in der Differenzierung wie in der Antwort zu Frage 22
auf Bundestagsdrucksache 21/1710 darstellen: Asylverfahren,
Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu
Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der
Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben zu
den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko, Tunesien, Algerien,
Belarus, Ukraine, Russische Föderation, Pakistan, Indien und die Türkei
machen – aus Gründen der Übersichtlichkeit und wegen geringer
Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz
ausreichend)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, wobei
Daten bisher nur bis zum 30. November 2025 vorliegen.
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Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und
Folgeanträge:
Verfahrensdauer
Widerrufe:
01.01– 30.11.2025 14,3 28,3
Tabelle: Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren
Zeitraum: 01.01. –
30.11.2025
(Stand: 15.01.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
3.443 1.133 4.576
Türkei 651 135 786
Syrien 342 288 630
Afghanistan 323 147 470
Russische Föderation 215 33 248
Irak 136 86 222
Nigeria 145 57 202
Guinea 137 32 169
Iran 93 61 154
China 139 11 150
Somalia 108 14 122
Tadschikistan 102 15 117
Armenien 89 15 104
Aserbaidschan 95 5 100
Algerien 80 9 89
Pakistan 54 15 69
Albanien - - -
Bosnien und Herzegowina - - -
Georgien 4 0 4
Ghana 5 3 8
Kosovo - - -
Moldau, Republik - - -
Montenegro - - -
Nordmazedonien - - -
Senegal 9 5 14
Serbien - - -
Marokko 39 8 47
Tunesien 26 11 37
Belarus 14 6 20
Ukraine 9 0 9
Indien 49 5 54
Tabelle: Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen)
Zeitraum: 01.01. – 30.11.2025
(Stand: 15.01.2026)
Antrag nach
§ 80 Absatz 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Absatz 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 46,3 21,0 23,4
Türkei 53,2 26,8 24,0
Syrien 46,4 22,4 19,7
Afghanistan 58,7 12,2 31,4
Russische Föderation 47,8 15,3 16,6
Zeitraum: 01.01. – 30.11.2025
(Stand: 15.01.2026)
Antrag nach
§ 80 Absatz 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Absatz 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Irak 65,8 18,1 27,5
Nigeria 35,7 15,5 23,3
Guinea 38,5 18,7 32,5
Iran 50,0 18,3 41,9
China 25,4 33,8 39,8
Somalia 38,3 15,6 54,8
Tadschikistan 45,5 12,4 0,0
Armenien 30,1 12,2 7,4
Aserbaidschan 21,3 13,3 2,0
Algerien 24,6 0,0 3,5
Pakistan 31,6 1,0 1,0
Albanien - - -
Bosnien und Herzegowina - - -
Georgien 23,3 0,0 0,0
Ghana 56,9 0,0 57,0
Kosovo - - -
Moldau, Republik - - -
Montenegro - - -
Nordmazedonien - - -
Senegal 55,0 2,0 4,0
Serbien - - -
Marokko 28,5 0,0 15,0
Tunesien 29,4 23,0 12,0
Belarus 248,7 10,0 0,0
Ukraine 26,7 0,0 14,5
Indien 32,2 2,0 15,6
Tabelle: Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz)
Gesamt
Zeitraum: 01.01. bis
30.11.2025
(Stand: 15.01.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
41.595 16.205 57.800
Türkei 9.798 2.899 12.697
Syrien 4.731 3.344 8.075
Afghanistan 4.480 2.243 6.723
Irak 2.289 1.392 3.681
Russische Föderation 1.475 670 2.145
Georgien 1.545 314 1.859
Ungeklärt 1.124 471 1.595
Iran 821 625 1.446
Somalia 966 478 1.444
Armenien 1.093 298 1.391
Nigeria 717 270 987
Venezuela 652 329 981
Guinea 668 154 822
Aserbaidschan 689 127 816
Kolumbien 661 135 796
Zeitraum: 01.01. bis
30.11.2025
(Stand: 15.01.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Albanien 236 25 261
Bosnien und Herzegowina 148 7 155
Ghana 143 54 197
Kosovo 421 49 470
Moldau, Republik 373 19 392
Montenegro 81 0 81
Nordmazedonien 516 46 562
Senegal 68 50 118
Serbien 391 37 428
Marokko 264 47 311
Tunesien 391 82 473
Algerien 419 53 472
Belarus 86 14 100
Ukraine 201 52 253
Pakistan 480 153 633
Indien 248 66 314
Tabelle: Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in
Tagen)
Zeitraum: 01.01. – 30.11.2025
(Stand: 15.01.2026)
Antrag nach
§ 80 Absatz 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Absatz 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 37,1 25,9 34,6
Türkei 37,8 24,0 38,1
Syrien 30,0 25,8 30,9
Afghanistan 40,8 26,9 33,1
Irak 36,4 24,1 36,3
Russische Föderation 43,3 24,0 32,9
Georgien 51,2 28,0 35,8
Ungeklärt 46,5 33,4 36,1
Iran 37,1 32,6 26,1
Somalia 27,7 17,5 39,4
Armenien 27,9 15,5 27,3
Nigeria 39,4 26,6 35,5
Venezuela 59,6 74,8 86,0
Guinea 32,1 26,2 29,3
Aserbaidschan 21,1 14,6 14,0
Kolumbien 40,2 18,5 18,7
Albanien 28,8 34,7 38,0
Bosnien und Herzegowina 31,9 16,5 47,1
Ghana 47,2 71,8 17,5
Kosovo 33,7 11,6 15,5
Moldau, Republik 30,4 22,6 71,2
Montenegro 39,8 30,0 30,9
Nordmazedonien 31,2 39,1 30,0
Senegal 35,4 43,6 9,0
Serbien 31,7 12,3 24,4
Zeitraum: 01.01. – 30.11.2025
(Stand: 15.01.2026)
Antrag nach
§ 80 Absatz 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Absatz 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Marokko 27,0 20,5 14,3
Tunesien 34,6 73,1 19,4
Algerien 24,5 54,3 14,1
Belarus 78,5 10,3 11,9
Ukraine 139,0 12,9 221,6
Pakistan 36,3 22,9 50,3
Indien 31,5 21,3 14,6
a) Wie viele Rechtsmittel sind nach Kenntnis der Bundesregierung
derzeit anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im Jahr 2025 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte nach
Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Klagen auf Verpflichtung zur Zuerkennung der
Flüchtlingseigenschaft bzw. auf Anerkennung der Asylberechtigung durch Antragstellende,
denen durch das BAMF bereits subsidiärer Schutz zuerkannt wurde bzw. bzgl.
derer das Bestehen von Abschiebungsverboten durch das BAMF festgestellt
wurde (sog. Aufstocker), waren zum Stichtag 30. November 2025 anhängig
(Daten zum 31. Dezember 2025 liegen noch nicht vor).
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. November 2025
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 3.160
darunter:
Syrien 2.589
Ungeklärt 103
Personen aus palästinensischen Gebieten
(nicht als Staat anerkannt)
75
Eritrea 55
Irak 53
Afghanistan 48
Somalia 36
Myanmar 36
Sudan 29
Iran 27
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. November 2025
nach Ländern Klagen
Gesamt 3.160
Baden-Württemberg 764
Bayern 246
Berlin 127
Brandenburg 76
Bremen 21
Hamburg 33
Hessen 147
Mecklenburg-Vorpommern 69
Niedersachsen 320
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. November 2025
nach Ländern Klagen
Gesamt 3.160
Nordrhein-Westfalen 843
Rheinland-Pfalz 22
Saarland 49
Sachsen 160
Sachsen-Anhalt 100
Schleswig-Holstein 136
Thüringen 47
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbots nach
§ 60 Absatz 5 oder 7 AufenthG durch das BAMF waren zum Stichtag 30.
November 2025 anhängig.
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum
30. November 2025
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 1.242
darunter:
Afghanistan 572
Somalia 164
Syrien 137
Irak 100
Eritrea 35
Türkei 26
Ungeklärt 19
Nigeria 18
Iran 15
Äthiopien 13
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum
30. November 2025
nach Ländern Klagen
Gesamt 1.242
Baden-Württemberg 186
Bayern 151
Berlin 89
Brandenburg 56
Bremen 15
Hamburg 33
Hessen 110
Mecklenburg-Vorpommern 37
Niedersachsen 124
Nordrhein-Westfalen 243
Rheinland-Pfalz 33
Saarland 6
Sachsen 47
Sachsen-Anhalt 38
Schleswig-Holstein 63
Thüringen 11
Die folgenden Klagen gegen den vom BAMF gewährten subsidiären Schutz
wurden wie folgt gerichtlich entschieden.
nach
Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3
Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. – 30.11.2025 4.737 1 108 4.628
darunter
Syrien 4.381 0 17 4.364
Ungeklärt 77 0 27 50
Eritrea 52 0 1 51
Pers. aus
palästinensischen Gebieten (nicht
als Staat anerkannt)
50 0 37 13
Jemen 38 0 2 36
Afghanistan 25 1 4 20
Irak 22 0 4 18
Sudan 17 0 1 16
Iran 14 0 0 14
Somalia 10 0 1 9
nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3
Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. – 30.11.2025 4.737 1 108 4.628
Baden-Württemberg 764 0 44 720
Bayern 265 0 6 259
Berlin 580 0 2 578
Brandenburg 305 0 1 304
Bremen 91 0 5 86
Hamburg 171 0 2 169
Hessen 370 0 8 362
Mecklenburg-
Vorpommern
181 0 0 181
Niedersachsen 464 0 8 456
Nordrhein-Westfalen 803 0 10 793
Rheinland-Pfalz 53 0 2 51
Saarland 41 0 0 41
Sachsen 244 0 12 232
Sachsen-Anhalt 144 1 1 142
Schleswig-Holstein 46 0 1 45
Thüringen 215 0 6 209
Die folgenden Klagen gegen die durch das BAMF vorgenommene Feststellung
eines Abschiebungsverbotes wurden wie folgt gerichtlich entschieden.
nach
Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gemäß
Artikel 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gemäß
§ 3
Absatz 1
AsylG
subsidiärer
Schutz
gemäß
§ 4
Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01– 30.11.2025 1.168 3 131 19 1.015
Afghanistan 605 3 92 6 504
Somalia 139 0 15 0 124
Syrien 107 0 1 0 106
Irak 82 0 3 0 79
Eritrea 38 0 1 10 27
Nigeria 20 0 0 0 20
Ungeklärt 15 0 8 0 7
Jemen 15 0 1 1 13
Guinea 13 0 0 0 13
Äthiopien 12 0 1 1 10
nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gemäß
Artikel 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3
Absatz 1
AsylG
subsidiärer
Schutz
gemäß § 4
Absatz 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01– 30.11.2025 1.168 3 131 19 1.015
Baden-
Württemberg
133 0 14 4 115
Bayern 109 0 13 0 96
Berlin 80 0 9 1 70
Brandenburg 40 1 6 0 33
Bremen 19 0 2 0 17
Hamburg 56 2 15 1 38
Hessen 149 0 19 6 124
Mecklenburg-
Vorpommern
37 0 2 0 35
Niedersachsen 97 0 6 3 88
Nordrhein-
Westfalen
281 0 25 3 253
Rheinland-Pfalz 42 0 2 0 40
Saarland 5 0 2 0 3
Sachsen 33 0 3 0 30
Sachsen-Anhalt 29 0 9 0 20
Schleswig-Holstein 39 0 1 1 37
Thüringen 19 0 3 0 16
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im Jahr 2025
Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen Zahlen
angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der Bescheide und
in Bezug auf ablehnende Bescheide gesondert ausweisen; bitte jeweils
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu
sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren, zusätzlich nach der
Art der Ablehnung: unbegründet, offensichtlich unbegründet,
unzulässig differenzieren), und wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle
ablehnenden Bescheide des BAMF für das Jahr 2025?
Die Angaben können – soweit vorliegend – den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden.
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Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen
01.01.-30.11.2025
Stand 15.01.2026
davon beklagt Anteil
Gesamt 209.824 148.780 70,9 %
darunter:
Afghanistan 27.311 21.035 77,0 %
Türkei 51.243 41.143 80,3 %
Syrien 20.336 12.336 60,7 %
Irak 11.016 8.487 77,0 %
Iran 8.643 7.339 84,9 %
Russische Föd. 10.157 6.841 67,4 %
Somalia 3.923 2.562 65,3 %
Guinea 3.915 2.815 71,9 %
Nigeria 3.827 2.612 68,3 %
Ungeklärt 3.484 2.019 58,0 %
Eritrea 1.113 678 60,9 %
Venezuela 3.165 2.984 94,3 %
Kolumbien 3.311 2.880 87,0 %
Pakistan 2.694 2.024 75,1 %
Georgien 2.762 1.725 62,5 %
Albanien 689 271 39,3 %
Bosnien und
Herzegowina
500 188 37,6 %
Ghana 515 222 43,1 %
Kosovo 936 415 44,3 %
Moldau, Republik 1.504 387 25,7 %
Montenegro 174 65 37,4 %
Nordmazedonien 1.471 593 40,3 %
Senegal 242 122 50,4 %
Serbien 1.164 408 35,1 %
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Gericht Stand: 15.01.2026 Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 191.566
Bundesverwaltungsgericht 24
VGH Baden-Württemberg 40
VG Freiburg 5.426
VG Karlsruhe 5.521
VG Sigmaringen 3.737
VG Stuttgart 10.937
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 16
VG Ansbach 2.853
VG Augsburg 5.430
VG Bayreuth 2.586
VG München 6.959
VG Regensburg 4.034
VG Würzburg 3.422
Bayerischer VGH – Außenstelle Ansbach 12
Gericht Stand: 15.01.2026 Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
OVG Berlin-Brandenburg 56
VG Berlin 12.492
VG Cottbus 1.263
VG Frankfurt / Oder 2.203
VG Potsdam 3.089
OVG der Freien Hansestadt Bremen 1
VG Bremen 1.408
Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 10
VG Hamburg 4.209
Hessischer Verwaltungsgerichtshof 36
VG Darmstadt 3.678
VG Frankfurt/Main 2.458
VG Kassel 1.532
VG Wiesbaden 2.450
VG Gießen 4.718
Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 57
VG Braunschweig 4.462
VG Hannover 7.398
VG Oldenburg 7.272
VG Osnabrück 1.896
VG Stade 2.237
VG Lüneburg 2.593
VG Göttingen 2.190
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 306
VG Aachen 2.923
VG Arnsberg 5.694
VG Düsseldorf 6.722
VG Gelsenkirchen 3.674
VG Köln 5.446
VG Minden 5.125
VG Münster 3.892
OVG Rheinland-Pfalz 37
VG Trier 5.333
VG des Saarlandes 1.011
Schleswig-Holsteinisches OVG 15
VG Schleswig-Holstein 5.570
OVG Sachsen-Anhalt 5
VG Magdeburg 2.599
VG Halle 2.480
Thüringer Oberverwaltungsgericht 19
VG Gera 347
VG Meiningen 1.402
VG Weimar 2.796
Sächsisches Oberverwaltungsgericht 19
VG Chemnitz 4.275
VG Dresden 4.851
VG Leipzig 3.961
OVG Mecklenburg-Vorpommern 23
VG Greifswald 1.570
VG Schwerin 2.766
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
Jahr 2025 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen Fällen
basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags bzw.
Wiederaufgreifensantrags oder aus sonstigem Grunde (bitte differenzieren und
zudem nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können – soweit vorliegend – den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden.
Tabelle: Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und
Abhilfeentscheidung
Zeitraum: 01.01. bis 30.11.2025
Staatsangehörigkeit
davon aufgrund einer
Gerichtsentscheidung
Abhilfeentscheidungen
Gesamt 7.396 5.135 2.261
davon
Türkei 1.203 762 441
Syrien 226 92 134
Irak 772 556 216
Afghanistan 679 498 181
Iran 987 754 233
Russische Föd. 188 123 65
Kolumbien 19 10 9
Georgien 47 29 18
Nigeria 253 162 91
Somalia 198 123 75
Venezuela 253 202 51
Pakistan 238 191 47
Armenien 61 36 25
Guinea 132 54 78
Ungeklärt 193 158 35
Tabelle: Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen
Zeitraum: 01.01.– 30.11.2025
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 27.912
davon
Türkei 211
Syrien 8
Irak 238
Afghanistan 25.961
Iran 327
Russische Föderation 88
Kolumbien 0
Georgien 2
Nigeria 52
Somalia 342
Venezuela 17
Pakistan 55
Armenien 4
Guinea 25
Ungeklärt 48
Tabelle: Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen
Zeitraum: 01.01. bis 30.11.2025
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 171
davon
Türkei 1
Syrien 5
Irak 14
Afghanistan 23
Iran 1
Russische Föderation 1
Kolumbien 0
Georgien 0
Nigeria 24
Somalia 32
Venezuela 4
Pakistan 1
Armenien 0
Guinea 5
Ungeklärt 6
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im Jahr
2025 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen Mitgliedstaat
Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis (bitte nach
den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)?
Die Angaben können – soweit vorliegend – der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden.
Tabelle: Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in einem anderen
Mitgliedstaat nach § 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG
Zeitraum: 01.01. –
30.11.2025
(Stand: 15.01.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
10.139 5.125 15.264
Syrien 3.788 2.075 5.863
Afghanistan 2.938 1.335 4.273
Irak 811 528 1.339
Ungeklärt 906 353 1.259
Somalia 639 343 982
Personen aus
palästinensischen Gebieten (nicht als
Staat anerkannt)
309 167 476
Jemen 210 23 233
Iran 115 83 198
Sudan 72 40 112
Nigeria 53 27 80
f) Wie lauten die differenzierten Angaben des BAMF zu der Kategorie
der „sonstigen Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das Jahr
2025?
Die Angaben können – soweit vorliegend – der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden.
Sonstige Verfahrenserledigungen 01.01.bis 30.11.2025
Keine Schutzgewährung festgestellt 50.805
Schutzgewährung offen 4.257
Schutzgewährung 1.808
Summe 56.870
g) Wie hoch war die gerichtliche Aufhebungsquote im Jahr 2025, wenn
auch sonstige Erledigungen der Kategorien „Schutzgewährung“ und
„Schutzgewährung offen“ hinzugezählt werden?
Die Angaben können – soweit vorliegend – der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden.
Zeitraum Gerichtsentscheidungen
(Klagen, Berufungen, Revisionen)
Positive
Entscheidungen
(inklusive„Schutzgew.
offen“)
Gesamt Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
Sonstige
Verfahrenserledigungen
absolut Anteil
Schutzgewährung
Schutzgewährung
offen
01.01. bis
30.11.2025
99.585 161 2.931 806 2.414 1.808 4.257 12.377 12,4 Pr
ozent
h) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge im Jahr 2025 aufgrund verlorener Asyl-Gerichtsverfahren
entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und zudem nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Die Gesamtkosten aller verlorenen Asylgerichtsverfahren im Jahr 2025
belaufen sich auf 13.198.812,21 Euro. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass
die angegebenen Kosten sich auf den Zeitpunkt der Auszahlung beziehen. Für
die konkrete Bemessung der Gerichtskosten kommt es zum einen auf den
Zeitpunkt des Kostenfestsetzungsantrags, den die/der Bevollmächtigte stellt, und
zum anderen auf die Bearbeitungsdauer bis zum Kostenfestsetzungsbeschluss
durch das jeweils zuständige Gericht an. Die Kosten, die dem BAMF bezüglich
der zehn wichtigsten Herkunftsstaaten im Jahr 2025 entstanden sind, können
der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Herkunftsland Ausgaben (alle Instanzen)
Afghanistan 1.884.376,48 Euro
Syrien 2.622.607,65 Euro
Türkei 1.717.162,73 Euro
Somalia 394.112,51 Euro
Irak 1.029.293,03 Euro
Russische Föderation 365.660,82 Euro
Eritrea 259.742,43 Euro
Iran 1.209.805,45 Euro
Herkunftsland Ausgaben (alle Instanzen)
Guinea 196.343,55 Euro
Vietnam 8.665,41 Euro
20. Welche Angaben kann das BAMF machen zur Anwendung der neuen
Strafvorschrift in Bezug auf unrichtige oder unvollständige Angaben im
Asylverfahren (§ 85 Absatz 2 AsylG)?
a) Welche Stelle bzw. Stellen im BAMF und wie viele Personen
bearbeiten diese Vorgänge bzw. stellen gegebenenfalls entsprechende
Strafanzeigen, wie sind die entsprechenden Verfahrensabläufe und
Zuständigkeiten innerhalb des BAMF (bitte so konkret wie möglich
angeben), und wer darf oder soll entsprechende Anzeigen bei
unrichtigen oder unvollständigen Angaben in gerichtlichen Verfahren
stellen – auch die Richterinnen und Richter oder weitere Behörden oder
Einzelpersonen (bitte ausführen)?
b) Was ist der genaue Grund dafür, dass auch mehr als eineinhalb Jahre
nach Inkrafttreten der Neuregelung nach § 85 Absatz 2 AsylG am
27. Februar 2024 immer noch keine Dienstanweisung des BAMF zur
Umsetzung dieser Norm in Kraft war (vgl. Antwort zu Frage 23 auf
Bundestagsdrucksache 21/1710), und sind die Überarbeitung und
amtsinterne Abstimmung zu dieser Dienstanweisung inzwischen
abgeschlossen (vgl. ebd.), wenn nein, warum nicht, und wenn ja, was
genau wird zu dieser Thematik entsprechend geregelt bzw.
vorgegeben (bitte so genau wie möglich ausführen)?
Die Fragen 20, 20a und 20b werden aufgrund des sachlichen Zusammenhangs
zusammen beantwortet. Die Regelungen in der Dienstanweisung Asyl des
BAMF zu den Strafvorschriften des § 85 Absatz 2 AsylG wurden überarbeitet.
Das Stellen einer Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen
Mitwirkungspflichten soll demnach grundsätzlich erfolgen, wenn die objektiven und
subjektiven Tatbestandsmerkmale des § 85 Absatz 1 Nummer 5, 6 oder Absatz 2
AsylG nachweislich vorliegen. Ob dies der Fall ist, obliegt der Bewertung
durch die jeweils sachbearbeitende Außenstelle des BAMF. Die Bewertung, ob
aufgrund der durch das BAMF vorgenommenen Mitteilung ein Strafverfahren
gemäß § 85 Absatz 2 AsylG einzuleiten ist oder nicht, fällt nicht in die
Zuständigkeit des BAMF.
c) Ist die nach Auffassung der Fragestellenden ausweichende Antwort zu
Frage 23c auf Bundestagsdrucksache 21/1710, die gesetzliche
Neuregelung sei „durch das BAMF umzusetzen“, auf die Frage, ob das
BAMF die Neuregelung überhaupt für sinnvoll hält, vor dem
Hintergrund, dass es nach Auffassung der Fragestellenden schwierig bzw.
auch aufwändig sein dürfte, insbesondere bei unvollständigen
Angaben eine täuschende Absicht (zur Erlangung eines Schutzstatus bzw.
zur Abwendung eines Widerrufs) nachzuweisen, und dass durch
solche Verfahren zusätzliche Ressourcen innerhalb des BAMF gebunden
werden in Bezug auf Asylsuchende, die nach Einschätzung der
Fragestellenden Deutschland in aller Regel ohnehin kurzfristig verlassen
müssen, weil solche täuschenden Angaben zu Ablehnungen als
„offensichtlich unbegründet“ führen dürften (vgl. § 30 Absatz 1,
insbesondere Nummer 2 und 3 AsylG), so zu verstehen, dass das BAMF die
Neuregelung inhaltlich nicht für sinnvoll hält, aber umsetzt, weil es dazu
gesetzlich verpflichtet ist (wenn nein, bitte erläutern)?
Die Bundesregierung teilt die Auffassung der Fragesteller nicht und verweist
auf die Begründung zu § 85 Absatz 2 AsylG des vom Deutschen Bundestag am
2. Februar 2024 beschlossenen und am 27. Februar 2024 in Kraft getretenen
Gesetzes zur Verbesserung der Rückführung (Bundesratsdrucksache 563/23
sowie Bundestagsdrucksachen 20/9463 und 20/10090).
Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 20, 20a,
20b sowie 23c der Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke auf
Bundestagsdrucksache 21/1710 verwiesen.
d) Welche aktualisierten Angaben zur Zahl und zum Inhalt etwaiger
Strafanzeigen durch das BAMF, entsprechender Anklagen, anhängiger
Gerichtsverfahren oder auch Gerichtsentscheidungen kann das BAMF
machen (die Fragestellenden gehen davon aus, dass entsprechende
Anzeigen an einer Stelle innerhalb des BAMF gesammelt und bzw. oder
genehmigt werden und deshalb entsprechende Angaben mit
zumutbarem Aufwand gemacht werden können, selbst wenn keine
entsprechende Statistik geführt werden sollte, siehe auch Antwort zu
Frage 23d auf Bundestagsdrucksache 21/1710), und welche Vorgaben
aus der Rechtsprechung gibt es hierzu inzwischen gegebenenfalls?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 23d der Kleinen
Anfrage der Fraktion Die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1710 verwiesen.
Seitdem gab es keine Veränderungen.
21. Hat bei der Empfehlung der zuständigen Fachreferate, entgegen
vorheriger Ankündigungen doch keine Erkundungsreisen zur Vorbereitung einer
möglichen Rückkehr nach Syrien ohne drohenden Verlust des
Schutzstatus zu ermöglichen, auch eine Rolle gespielt, dass dieses Vorhaben
aufgrund der restriktiven Regelung nach § 73 Absatz 7 AsylG nach
Auffassung der Fragestellenden rechtlich gar nicht umzusetzen gewesen wäre
(eine Antwort auf diese Frage konnten die Fragestellenden in den
Ausführungen der Bundesregierung zu Frage 24 auf Bundestagsdrucksache
21/1710 nicht finden; bitte ausführen), und warum hat es über ein halbes
Jahr gedauert, bis eine abschlägige Entscheidung des
Bundesministeriums des Innern (BMI) hierzu trotz einer anders lautenden Ankündigung
im Innenausschuss des Deutschen Bundestages am 18. Dezember 2024
(vgl. ebd., Frage 24a) getroffen wurde (bitte nachvollziehbar darlegen)?
Bezüglich der ersten Teilfrage wird auf die Antwort der Bundesregierung auf
die Schriftliche Frage 36 der Abgeordneten Filiz Polat auf
Bundestagsdrucksache 21/982 verwiesen. Im Übrigen war aus Sicht der Bundesregierung eine
sorgfältige Prüfung mit dem entsprechenden zeitlichen Aufwand unabdingbar.
22. Wie viele Asylanhörungen gab es im Jahr 2025 (bitte nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Anhörungen im Jahr 2025 Anzahl
Gesamt 122.430
darunter
Afghanistan 26.854
Türkei 23.035
Syrien 17.806
Somalia 5.307
Iran 4.070
Russische Föderation 3.047
Irak 2.820
Guinea 2.587
Anhörungen im Jahr 2025 Anzahl
Gesamt 122.430
darunter
Eritrea 1.956
Venezuela 1.615
Kolumbien 1.583
Kamerun 1.528
Nigeria 1.446
Algerien 1.362
Georgien 1.360
23. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, dem Kosovo, Mazedonien, Montenegro,
Albanien und Bosnien-Herzegowina im Jahr 2025 gestellt (bitte jeweils auch
den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie
wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2025 Entscheidungen über Asylanträge
Staatsangehörigkeit
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen
als
Asylberechtigte
(Artikel 16a
GG und
Famil.
asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gemäß
§ 3
Absatz 1
AsylG
Gewährung von
subsidiärem
Schutz
gemäß
§ 4
Absatz 1
AsylG
Feststellung
eines
Abschieb
ungsverbotes
gemäß § 60
Absatz 4
und 7
Aufenth
G
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfah
renserledigungen
Serbien 1.097 543 554 1.245 - 2 - 1 692 550
davon Roma 884 399 485 1.007 - 1 - 1 524 481
Kosovo 882 596 286 1.029 - 6 - 5 708 310
davon Roma 316 179 137 381 - - - 4 228 149
Nordmazedonien
1.259 563 696 1.574 - - - 1 783 790
davon Roma 885 382 503 1.051 - - - - 500 551
Montenegro 179 58 121 184 - - - 1 76 107
davon Roma 143 39 104 150 - - - 1 52 97
Albanien 611 368 243 733 - - 2 2 458 271
davon Roma 158 64 94 189 - - - - 89 100
Bosnien und
Herzegowina
461 230 231 530 - - - 2 289 239
davon Roma 351 177 174 419 - - - - 233 186
24. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im Jahr 2025
gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher Begründung erlassen
(bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und
welche Angaben oder Einschätzungen können dazu gemacht werden, wie
viele Personen trotz eines solchen Einreise- und Aufenthaltsverbots
erneut nach Deutschland eingereist sind und was die Gründe hierfür waren
(beispielhaft: erneutes Asylgesuch bzw. neue Umstände,
Aufenthaltsgewährung aus familiären Gründen oder zur Beschäftigung usw.; bitte
ausführen)?
Angaben zu den erlassenen Einreise- und Aufenthaltsverboten können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2025 Entscheidungen
zu § 11
Absatz 1 AufenthG
Entscheidungen
zu § 11
Absatz 7 AufenthG
Entscheidungen mit
Aufenthalts- und
Wiedereinreiseverboten
(§ 11 Absatz 1 und/
oder § 11 Absatz 7
AufenthG)
Gesamt 190.000 7.600 191.852
darunter
Türkei 47.354 148 47.488
Afghanistan 23.885 49 23.925
Syrien 19.946 17 19.963
Irak 9.701 77 9.773
Russische Föd. 9.285 91 9.342
Iran 8.065 34 8.095
Guinea 3.509 19 3.524
Somalia 3.331 20 3.349
Kolumbien 3.204 7 3.207
Nigeria 3.141 45 3.182
Im AZR waren zum Stichtag 31. Dezember 2025 4.309 Personen erfasst, die im
Jahr 2025 eingereist sind, während sie einem gültigen Einreise- und
Aufenthaltsverbot unterlagen. 3.119 dieser Personen unterlagen einem Einreise- und
Aufenthaltsverbot nach § 11 Absatz 1 und 2 AufenthG. Die übrigen 1.190
Personen entfielen auf die Einreise- und Aufenthaltsverbote nach § 11 Absatz 7
AufenthG. Da die Einreise- und Aufenthaltsverbote nach Ablauf der Frist
automatisiert aus dem AZR gelöscht werden, können nur Daten zu Personen
ermittelt werden, die zum Auswertungszeitpunkt ein noch gültiges Einreise- und
Aufenthaltsverbot besaßen. Die genannten Daten dürften daher unterzeichnet
sein.
Zu der letzten Teilfrage liegen keine Erkenntnisse vor, da Gründe für eine
Einreise im AZR grundsätzlich nicht gespeichert werden. Zudem wird ein ggf.
bestehendes Einreise- und Aufenthaltsverbot aus dem AZR gelöscht, sobald eine
Erlaubnis zum Aufenthalt z. B. im Sinne der in der Frage beispielhaft
genannten Fälle erfolgt ist, und kann damit im Nachhinein nicht mehr statistisch
ermittelt/ausgewertet werden. Eine Einschätzung im Sinne der letzten Teilfrage zu
den Gründen der Wiedereinreise ist daher nicht möglich.
25. In wie vielen Fällen wurde das BAMF im Jahr 2025 bei der Prüfung
zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG
im Auftrag der Ausländerbehörden welcher Bundesländer mit welchem
Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2025
Stellungnahmen gemäß
§ 72 Absatz 2
AufenthG
davon
positiv
davon
negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 1.432 252 617 563
darunter:
Baden-
Württemberg
171 41 96 34
Bayern 197 37 72 88
Berlin 120 21 48 51
Brandenburg 14 1 3 10
Bremen 10 1 3 6
Hamburg 96 24 40 32
Hessen 125 21 46 58
Mecklenburg-
Vorpommern
16 5 2 9
Niedersachsen 72 9 34 29
Nordrhein-
Westfalen
403 50 185 168
Rheinland-Pfalz 36 8 13 15
Saarland 29 3 9 17
Sachsen 75 26 33 16
Sachsen-Anhalt 17 2 10 5
Schleswig-
Holstein
31 3 9 19
Thüringen 19 - 14 5
Unbekannt 1 - - 1
Jahr 2025
Stellungnahmen gemäß
§ 72 Absatz 2
AufenthG
davon
positiv
davon
negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 1.432 252 617 563
darunter:
Afghanistan 196 49 38 109
Türkei 87 4 53 30
Syrien 66 19 8 39
Irak 48 11 18 19
Iran 48 1 28 19
Russische Föd. 69 12 41 16
Somalia 22 9 4 9
Guinea 10 2 5 3
Nigeria 31 8 12 11
Ungeklärt 21 5 5 11
26. Welche Angaben können gemacht werden zur Inanspruchnahme der
unabhängigen Asylverfahrensberatung im Jahr 2025 und zu den
Auswirkungen dieser Beratungsleistungen in Bezug auf die Qualität des
Asylverfahrens?
Zum ersten Teil der Fragestellung: Daten zu beratenen Personen im Jahr 2025
liegen noch nicht vor, da sie von den Trägern der Asylverfahrensberatung
derzeit noch erhoben werden. Die Träger übermitteln dem BAMF die Daten
turnusmäßig Ende Februar 2026.
Zum zweiten Teil der Fragestellung weist die Bundesregierung darauf hin, dass
im Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode eine ergebnisoffene
Evaluation der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung vereinbart wurde. Die
Frage, ob und inwieweit sich die behördenunabhängige
Asylverfahrensberatung auf die Qualität der behördlichen Entscheidung auswirkt, ist Gegenstand
dieser Evaluation. Die Ergebnisse der Evaluation liegen noch nicht vor.
27. Was hat der Austausch des BAMF mit den Ländern zum Urteil des
EuGH vom 17. Oktober 2024 in der Rechtssache C-156/23 erbracht
(Nachfrage zur Antwort zu Frage 30 auf Bundestagsdrucksache
21/1710), und wie stellt das Bundesinnenministerium bzw. stellen die
Bundesländer nach Kenntnis des BAMF sicher, dass allen
Ausländerbehörden bekannt ist, dass ihnen nach einer unanfechtbaren
Asylentscheidung eine eigenständige Prüfpflicht zur Einhaltung des Grundsatzes der
Nichtzurückweisung aus Artikel 5 der EU-Rückführungsrichtlinie
zukommt, was nach Einschätzung der Fragestellenden der zuvor geltenden
Rechtsprechung in Deutschland zur Prüfung auslandsbezogener
Abschiebungshindernisse ausschließlich durch das BAMF widerspricht (bitte
ausführen)?
Der Austausch mit den Ländern ergab Einigkeit bei der Bewertung des EuGH-
Urteils im Sinne der Ausführungen in der Antwort der Bundesregierung zu
Frage 30 der Kleinen Anfrage der Gruppe Die Linke auf Bundestagsdrucksache
20/14923. Sofern ein Rückgriff auf die Fachkenntnis des BAMF in
herkunftsländerspezifischen Fragestellungen erforderlich ist, ist dieser im Rahmen der
bestehenden Arbeitsbeziehungen gegeben. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen,
dass die Zuständigkeit für die Aufgaben der Ausländerbehörden bei den
Ländern liegt.
28. Welche Angaben für das Jahr 2025 lassen sich zu überprüften (vor allem:
Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter Dokumente
Asylsuchender machen (bitte zum Vergleich auch die Anzahl der
„beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten
Hauptherkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Top 10 der
Herkunftsstaaten
geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in
Prozent
Gesamt 162.756 158.607 4.149 2,5
davon:
Afghanistan 42.766 40.409 2.357 5,5
Syrien 39.609 38.545 1.064 2,7
Türkei 13.463 13.229 234 1,7
Top 10 der
Herkunftsstaaten
geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in
Prozent
Gesamt 162.756 158.607 4.149 2,5
davon:
Somalia 1.563 1.506 57 3,6
Irak 4.412 4.319 93 2,1
Russische Föderation 3.831 3.798 33 0,9
Eritrea 739 713 26 3,5
Iran 4.302 4.276 26 0,6
Guinea 573 565 8 1,4
Vietnam 1.754 1.752 2 0,1
29. Welche Mittel in welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder
abgelehnte Asylsuchende (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Zielländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm im Jahr 2025
ausgezahlt bzw. bewilligt?
Im Jahr 2025 haben insgesamt 7.532 Personen eine
Reintegrationsunterstützung im Rahmen von StarthilfePlus erhalten. Die Höhe der ausgezahlten
Fördermittel beläuft sich dabei auf insgesamt 3.292.410,27 Euro. Die Höhe der
bewilligten, noch nicht ausgezahlten Fördermittel beläuft sich auf insgesamt
2.156.000 Euro.
Die Gesamtsumme der ausgezahlten Fördermittel umfasst sowohl
Auszahlungen für 3.929 Personen, die im Jahr 2025 ausgereist sind, als auch
Auszahlungen für 3.603 Personen, die bereits im Jahr 2024 ausgereist sind. Diese zeitliche
Überschneidung ist darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der
Reintegrationsmaßnahmen im Zielland ein Teil der Fördermittel erst sechs bis acht Monate
nach der freiwilligen Rückkehr zur Auszahlung kommt.
Eine detaillierte Übersicht der ausgezahlten Fördermittel, differenziert nach
Förderart und aufgeschlüsselt nach den zehn wichtigsten Zielländern,
beginnend mit dem Land mit der höchsten Anzahl an Ausreisen, ist der
nachstehenden Tabelle 1 zu entnehmen (Quelle: Internationale Organisation für
Migration – IOM).
Eine Differenzierung danach, ob Leistungen an Asylsuchende oder abgelehnte
Asylsuchende gezahlt wurden, ist nicht möglich.
Tabelle 1: Im Jahr 2025 über StarthilfePlus ausgezahlte Fördermittel,
unabhängig vom Zeitpunkt der Ausreise, nach den zehn wichtigsten Zielländern
Geförderte
Personen
2. finanzielle
Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen (in
Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Ausgezahlte
Mittel (in Euro)
Türkei 3.960 1.169.765,61 0,00 0,00 1.169.765,61
Russische Föd. 1.059 637.000,00 0,00 0,00 637.000,00
Irak 610 241.314,44 0,00 0,00 241.314,44
Aserbaidschan 401 0,00 362.155,82 0,00 362.155,82
Armenien 305 162.800,00 0,00 0,00 162.800,00
Iran 210 0,00 208.873,44 0,00 208.873,44
Tadschikistan 105 46.404,36 0,00 0,00 46.404,36
Nordmazedonien 87 0,00 0,00 16.000,03 16.000,03
China 81 80.968,67 0,00 0,00 80.968,67
Geförderte
Personen
2. finanzielle
Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen (in
Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Ausgezahlte
Mittel (in Euro)
Libanon 69 0,00 76.821,96 0,00 76.821,96
Summe 6.887 2.338.253,08 647.851,22 16.000,03 3.002.104,33
Gesamt 7.532 2.568.872,01 647.851,22 75.687,04 3.292.410,27
Die nachfolgenden Tabellen 2 und 3 beziehen sich auf Personen, die im Jahr
2025 im Rahmen von StarthilfePlus eine Förderung erhalten haben und
entweder bereits im Jahr 2024 (Tabelle 2) oder im Jahr 2025 (Tabelle 3) ausgereist
sind. Tabelle 4 bezieht sich auf Personen, deren Anträge im Jahr 2025 im
Rahmen von StarthilfePlus bewilligt wurden und deren Fördermittel erst im Jahr
2026 ausgezahlt werden (Quelle: IOM).
Tabelle 2: Anteil der im Jahr 2025 geförderten Personen (bezogen auf
Tabelle 1), die im Jahr 2024 ausgereist sind – nach den zehn wichtigsten
Zielländern
Jahr 2024 Geförderte
Personen
2. finanzielle
Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen (in
Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Ausgezahlte
Mittel (in Euro)
Türkei 2.126 622.403,01 0,00 0,00 622.403,01
Russische Föd. 529 312.000,00 0,00 0,00 312.000,00
Irak 303 121.384,68 0,00 0,00 121.384,68
Armenien 128 65.600,00 0,00 0,00 65.600,00
Aserbaidschan 108 0,00 93.074,77 0,00 93.074,77
Tadschikistan 64 25.944,89 0,00 0,00 25.944,89
Iran 59 52.427,14 0,00 52.427,14
Mongolei 37 15.608,50 0,00 0,00 15.608,50
Indien 28 13.579,84 0,00 13.579,84
Algerien 26 8.600,00 0,00 0,00 8.600,00
Zwischensummen 3.408 1.185.120,92 145.501,91 0,00 1.330.622,83
Gesamt 3.603 1.282.780,19 150.457,01 12.958,89 1.446.196,09
Tabelle 3: Anteil der im Jahr 2025 geförderten Personen (bezogen auf
Tabelle 1), die im Jahr 2025 ausgereist sind – nach den zehn wichtigsten
Zielländern
Jahr 2025 Geförderte
Personen
2. finanzielle
Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen (in
Euro)*
Stufe D
Wohnen und
Medizin (in Euro)*
Ausgezahlte
Mittel (in Euro)
Türkei 1.834 547.362,60 0,00 0,00 547.362,60
Russische Föd. 530 325.000,00 0,00 0,00 325.000,00
Irak 307 119.929,76 0,00 0,00 119.929,76
Aserbaidschan 293 0,00 269.081,05 0,00 269.081,05
Armenien 177 97.200,00 0,00 0,00 97.200,00
Iran 151 0,00 156.446,30 0,00 156.446,30
Nordmazedonien 82 0,00 0,00 15.000,03 15.000,03
Georgien 65 0,00 0,00 13.497,97 13.497,97
Libanon 64 0,00 71.866,86 0,00 71.866,86
China 59 59.000,00 0,00 0,00 59.000,00
Zwischensummen 3.562 1.148.492,36 497.394,21 28.498,00 1.674.384,57
Gesamt 3.929 1.288.091,82 497.394,21 60.728,15 1.846.214,18
Tabelle 4: Anzahl der im Jahr 2025 bewilligten Anträge – nach den zehn
wichtigsten Zielländern
Jahr 2025
Bewilligte
Anträge
Anzahl d.
Personen
2. finanzielle
Starthilfe
(in Euro)*
Wohnen (in
Euro)*
Stufe D Wohnen
und Medizin (in
Euro)*
Bewilligte
Mittel (in Euro)
Türkei 1.320 2.457 775.600,00 0,00 0,00 775.600,00
Irak 314 527 226.400,00 0,00 0,00 226.400,00
Russische Föd. 293 790 452.000,00 0,00 0,00 452.000,00
Armenien 149 259 134.200,00 0,00 0,00 134.200,00
Aserbaidschan 66 114 0,00 104.000,00 0,00 104.000,00
Indien 65 81 35.400,00 0,00 0,00 35.400,00
China 63 67 67.000,00 0,00 0,00 67.000,00
Iran 59 69 0,00 71.000,00 0,00 71.000,00
Algerien 54 59 27.000,00 0,00 0,00 27.000,00
Nigeria 46 68 29.600,00 0,00 0,00 29.600,00
Summe 2.429 4.491 1.747.200,00 175.000,00 0,00 1.922.200,00
Gesamt 2.761 4.946 1.941.000,00 203.000,00 12.000,00 2.156.000,00
* Hinweise: Im Rahmen des StarthilfePlus-Programms erhalten Rückkehrende
Reintegrationshilfen in drei verschiedenen Kategorien, die je nach dem
Zielland, in das sie zurückkehren, variieren:
(1) Personen, die förderfähig für eine zweite Starthilfe sind, erhalten eine
finanzielle Unterstützung, frühestens sechs bis acht Monate nach der Rückkehr. In
Tabelle 3 sind keine Auszahlungen für die zweite Starthilfe enthalten, da diese
gemäß den Programmvorgaben erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Aus
diesem Grund erscheinen die betreffenden Rückkehrenden nicht in der
Übersicht der zehn wichtigsten Zielländer.
(2) Personen, die förderfähig für Wohnhilfen sind, erhalten Sachleistungen im
Bereich Wohnen. Die Gewährung der Wohnhilfen erfolgt innerhalb von bis zu
zwölf Monaten nach der Rückkehr.
(3) Personen, die förderfähig für Stufe D sind, erhalten eine Kombination aus
Sachleistungen (Bereiche Medizin und Wohnen) und finanzieller
Unterstützung. (Quelle: IOM/BAMF).
Es wird zudem darauf hingewiesen, dass die Personenzahlen sowie Angaben zu
den ausgezahlten Fördersummen und die Höhe der bewilligten Fördermittel
derzeit noch vorläufig sind. Verbindliche Angaben sind erst nach Abschluss der
Prüfung der Verwendungsnachweise zu dem jeweiligen Programm bzw.
Projektjahr möglich.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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ISSN 0722-8333