[Deutscher Bundestag Drucksache 17/11278
17. Wahlperiode 01. 11. 2012 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Brigitte Pothmer,
Beate Müller-Gemmeke, Markus Kurth, weiterer Abgeordneter und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 17/10905 –
Langzeitarbeitslosigkeit
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In Deutschland ist nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fast die Hälfte der Arbeitslosen länger als
ein Jahr ohne Job. Damit liegt der Anteil der Langzeitarbeitslosen hierzulande
deutlich über dem OECD- und dem EU-Durchschnitt.
Langzeitarbeitslosigkeit stellt für die Betroffenen eine große Belastung dar.
Sie werden häufig ausgegrenzt, kaum gefördert und bleiben beruflich
abgehängt. Je länger Arbeitslosigkeit dauert, umso geringer ist die Chance auf
einen neuen Job.
Häufig verfügen Langzeitarbeitslose über keine abgeschlossene
Berufsausbildung oder haben gesundheitliche Probleme. Viele von ihnen sind
alleinerziehend oder älter als 50 Jahre. Diese Menschen profitieren kaum vom
Aufschwung. Nur 15 Prozent derjenigen, die im vergangenen Jahr ihre
Langzeitarbeitslosigkeit beenden konnten, haben einen Job am ersten Arbeitsmarkt
gefunden.
Um auch dem sogenannten harten Kern der Langzeitarbeitslosen neue
berufliche Optionen zu eröffnen, bedarf es einer Intensivierung der individuellen
Unterstützung, der Ausweitung von Weiterbildungsangeboten und eines
sozialen Arbeitsmarktes. Die Bundesregierung hat aber die Mittel für die
Arbeitsförderung, also für die Unterstützung und Qualifizierung Arbeitsloser, in den
vergangenen Jahren erheblich reduziert. Im Haushaltsplanentwurf 2013 sind
zudem weitere Kürzungen bei der Bundesagentur für Arbeit und bei den
Jobcentern vorgesehen.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Bundesregierung hat bereits zahlreiche Initiativen ergriffen, um die
Situation von Langzeitarbeitslosen zu verbessern. Auch in dem zum 1. April 2012 in
Kraft getretenen Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Ar- Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom
31. Oktober 2012 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/11278 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodebeitsmarkt wurden die spezifischen Belange Langzeitarbeitsloser mit multiplen
Vermittlungshemmnissen angemessen berücksichtigt.
Bei einem Vergleich des Langzeitarbeitslosenanteils Deutschlands mit anderen
Ländern ist zu bedenken, dass solche Kennzahlen nicht unabhängig von
nationalen sozialrechtlichen Regelungen und der länderspezifischen Definition von
Erwerbsfähigkeit sind. Deutschland strebt – gerade im Zweiten Buch
Sozialgesetzbuch (SGB II) eine im Vergleich breite Aktivierung an und hat daher ein
international vergleichsweise universelles, auf Erwerbsintegration
ausgerichtetes System der Grundsicherung gewählt, welches in der Regel die Verfügbarkeit
für den Arbeitsmarkt voraussetzt. Dadurch wird in Deutschland der weit
überwiegende Teil der grundsätzlich Arbeitsfähigen als arbeitslos ausgewiesen,
während sich diese Personen in anderen Ländern teilweise in alternativen
Transfersystemen befinden (z. B. Erwerbsunfähigkeitsrenten, Frühverrentung).
Bezogen auf die Grundphilosophie der deutschen Arbeitsmarktpolitik ist dies
positiv zu bewerten, da die Arbeitsmarktnähe der betroffene Personen im
hiesigen System der Grundsicherung eher erhalten bleibt als in anderen
Transfersystemen. Andererseits resultiert daraus jedoch auch eine verhältnismäßig hohe
Zahl an Langzeitarbeitslosen in Deutschland und das vermeintlich schlechte
Abschneiden im internationalen Vergleich. Dies gilt sowohl für eine
Ausweisung der Quote der Langzeitarbeitslosen gemessen an der Erwerbsbevölkerung
als auch gemessen an allen arbeitslosen Personen.
Ein zeitlicher Vergleich macht die in den vergangenen Jahren erreichten
Fortschritte Deutschlands beim Abbau der Arbeitslosigkeit dagegen sehr wohl
deutlich. So konnte die Langzeitarbeitslosigkeit zwischen 2007 und 2011 um rund
39 Prozent reduziert werden. Sie ging damit annähernd doppelt so stark zurück
wie die Arbeitslosigkeit insgesamt mit rund 21 Prozent.
Infolge dieser positiven Entwicklung ist die im Bundeshaushalt 2013
vorgesehene weitere Anpassung der Ansätze für Eingliederungsleistungen und
Verwaltungskosten im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende sachgerecht.
Die für das Jahr 2013 vorgesehenen Mittel für Eingliederungsleistungen und
Verwaltungskosten pro erwerbsfähigem Leistungsberechtigten bewegen sich
immer noch auf dem Niveau der entsprechenden tatsächlichen Ausgaben pro
erwerbsfähigem Leistungsberechtigten im Jahr 2008. Im Vergleich zu den Jahren
2006 und 2007 liegen sie sogar deutlich darüber. Die Anpassung der Ansätze
stellt insoweit eine Verstetigung der Mittelausstattung und keine Kürzung dar.
1. Wie viele Menschen waren in den Jahren 2009, 2010 und 2011
durchschnittlich langzeitarbeitslos?
a) Wie viele von ihnen waren weiblich, wie viele männlich (Angaben bitte
in absoluten Zahlen und in Prozent)?
b) Wie viele von ihnen waren alleinerziehend (Angaben bitte in absoluten
Zahlen und in Prozent)?
c) Wie viele von ihnen waren 15 bis unter 25 Jahre bzw. 50 Jahre und älter
(Angaben bitte in absoluten Zahlen und in Prozent)?
d) Wie viele von ihnen waren Deutsche, wie viele Ausländer (Angaben
bitte in absoluten Zahlen und in Prozent)?
e) Wie viele von ihnen hatten keine abgeschlossene Berufsausbildung
(Angaben bitte in absoluten Zahlen und in Prozent)?
f) Wie viele von ihnen waren Menschen mit Behinderung (Angaben bitte
in absoluten Zahlen und in Prozent)?
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/11278g) Wie viele von ihnen waren gesundheitlich eingeschränkt (Angaben bitte
in absoluten Zahlen und in Prozent)?
h) Wie viele von ihnen gehörten zum Rechtskreis des Zweiten Buches
Sozialgesetzbuch (SGB II) bzw. des SGB III (Angaben bitte in absoluten
Zahlen und in Prozent)?
Im Jahr 2011 waren jahresdurchschnittlich 1 051 603 Menschen
langzeitarbeitslos. Angaben für 2009 bis 2011 und die Verteilung der
Langzeitarbeitslosen zu den in den Fragen 1a bis 1h genannten Personengruppen können der
nachfolgenden Tabelle 1 entnommen werden. Angaben zu Personen, die
gesundheitlich eingeschränkt sind, sind in der Statistik der Bundesagentur für
Arbeit nicht verfügbar.
Tabelle 1: Bestand an Langzeitarbeitslosen nach Personengruppen
2. Wie hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit im Vergleich zur Arbeitslosigkeit
insgesamt in den Jahren 2009, 2010 und 2011 entwickelt (Angaben bitte als
Anstieg/Rückgang der absoluten Zahlen bzw. der Arbeitslosen-/
Langzeitarbeitslosenquote und nach Rechtskreisen differenzieren)?
Die jahresdurchschnittliche Zahl der Langzeitarbeitslosen hat von 2009 auf
2011 um sieben Prozent auf 1 051 603 abgenommen. Weil der Rückgang
schwächer ausfiel als bei der Arbeitslosigkeit insgesamt, hat sich der Anteil der
Langzeitarbeitslosen von 33,3 Prozent auf 35,4 Prozent erhöht. Im Rechtskreis
SGB II war der Rückgang bei der Langzeitarbeitslosigkeit stärker als bei der
Arbeitslosigkeit insgesamt, sodass dort der Langzeitarbeitslosenanteil von
45,0 Prozent auf 43,7 Prozent gesunken ist. Im Rechtskreis SGB III ist der
Anteil der Langzeitarbeitslosen dagegen von 11,3 Prozent auf 16,3 Prozent
gestiegen. Diese und weitere Angaben können der Tabelle 2 entnommen werden.
Deutschland
Zeitreihe, Datenstand: September 2012
2009
Anteile in
Prozent 2010
Anteile in
Prozent 2011
Anteile in
Prozent
1 2 3 4 5 6
Gesamt 1.135.064 100,0 1.129.890 100,0 1.051.603 100,0
davon (Zeile Gesamt):
Männlich 551.843 48,6 576.215 51,0 536.799 51,0
Weiblich 583.221 51,4 553.675 49,0 514.804 49,0
SGB III 134.531 11,9 158.810 14,1 145.788 13,9
SGB II 1.000.534 88,1 971.079 85,9 905.816 86,1
darunter (Zeile Gesamt):
Alleinerziehend 141.266 12,4 131.555 11,6 119.447 11,4
15 - 24 Jahre 28.639 2,5 27.678 2,4 23.198 2,2
50 Jahre und älter 401.975 35,4 412.267 36,5 409.775 39,0
Deutsche 938.775 82,7 934.642 82,7 871.894 82,9
Ausländer 193.753 17,1 192.894 17,1 178.095 16,9
ohne abgeschlossene Berufsausbildung 549.145 48,4 526.140 46,6 498.723 47,4
schw erbehindert 72.446 6,4 73.393 6,5 75.682 7,2
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Merkmal
Bestand an Langzeitarbeitslosen im Jahresdurchschnitt
Drucksache 17/11278 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeTabelle 2: Bestand und Anteil von Langzeitarbeitslosen
3. Wie hätten sich die Anzahl der Langzeitarbeitslosen und der Anteil der
Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen in den Jahren 2009, 2010 und
2011 entwickelt, wenn, anders als in § 53a SGB II geregelt, erwerbsfähige
Leistungsberechtigte, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres
mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, weiterhin als arbeitslos
gelten würden (Angaben bitte in absoluten Zahlen und in Prozent)?
Im Jahr 2011 wurden jahresdurchschnittlich 96 000 Personen aufgrund der
Regelung des § 53a Absatz 2 SGB II nicht als arbeitslos gezählt (ohne Daten
zugelassener kommunaler Träger). Zählt man diese Personen zu den
Langzeitarbeitslosen dazu, erhält man eine Gesamtzahl von 1 147 995 Personen. Im
Vergleich zu 2009 hat diese Zahl um ein Prozent abgenommen. Der Anteil dieser
Personen an allen Arbeitslosen (plus der Personen in der Regelung des § 53a
Absatz 2 SGB II) hat sich von 33,8 Prozent auf 37,5 Prozent erhöht. Diese und
weitere Angaben können der Tabelle 3 entnommen werden.
Deutschland
Zeitreihe, Datenstand: September 2012
absolut absolut Anteil*
absolut in% absolut in% in % in %
1 2 3 4 5 6 7 8
2009 3.414.531 156.079 4,8 1.135.064 -189.160 - 14,3 33,3 0,1
2010 3.238.421 -176.110 - 5,2 1.129.890 -5.175 - 0,5 34,9 0,0
2011 2.975.823 -262.598 - 8,1 1.051.603 -78.286 - 6,9 35,4 0,3
2009 1.189.905 183.996 18,3 134.531 -33.838 - 20,1 11,3 -
2010 1.075.436 -114.469 - 9,6 158.810 24.280 18,0 14,8 -
2011 891.875 -183.562 - 17,1 145.788 -13.023 - 8,2 16,3 -
2009 2.224.626 -27.917 - 1,2 1.000.534 -155.322 - 13,4 45,0 0,1
2010 2.162.985 -61.641 - 2,8 971.079 -29.454 - 2,9 44,9 0,0
2011 2.083.948 -79.037 - 3,7 905.816 -65.264 - 6,7 43,7 0,4
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
* Anteil an Arbeitslosen mit Angaben zur Dauer.
Jahresdurchschnitt
Arbeitslose insgesamt
Vorjahresveränderung Vorjahresveränderung
Rechtskreis SGB III
Rechtskreis SGB II
darunter: Langzeitarbeitslose
ohne Angabe
zur Dauer
insgesamt
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/11278Tabelle 3: Langzeitarbeitslose und Personen in § 53a SGB II
4. Wie hätte sich, bezogen auf den Rechtskreis des SGB II, die
Langzeitarbeitslosigkeit im Vergleich zur Arbeitslosigkeit in den Jahren 2009, 2010
und 2011 entwickelt, wenn, anders als in § 53a SGB II geregelt,
erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres
mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung
für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, weiterhin als
arbeitslos gelten würden (Angaben bitte als Anstieg/Rückgang der absoluten
Zahlen bzw. der Arbeitslosen-/Langzeitarbeitslosenquote und nach
Rechtskreisen differenzieren)?
Bildet man für den Rechtskreis SGB II die Summe von Langzeitarbeitslosen
und Personen in der Regelung des § 53a Absatz 2 SGB II (ohne Daten
zugelassener kommunaler Träger), erhält man für das Jahr 2011 jahresdurchschnittlich
1 002 201 Personen. Im Vergleich zu 2009 hat diese Zahl um drei Prozent
abgenommen. Der Anteil dieser Personen an allen Arbeitslosen im Rechtskreis
SGB II (plus der Personen in der Regelung des § 53a Absatz 2 SGB II) hat sich
von 45,7 Prozent auf 46,2 Prozent erhöht. Diese und weitere Angaben können
der Tabelle 3 in der Antwort zu Frage 3 entnommen werden.
Deutschland
Zeitreihe, Datenstand: September 2012
Anteil1) Anteil3)
absolut absolut absolut in % in % in % absolut absolut absolut in % in %
1 2 3 4 5 8 6 7 8 9 10
2009 3.414.531 1.135.064 -189.160 - 14,3 33,3 0,1 27.673 1.162.737 -161.487 -12,2 33,8
2010 3.238.421 1.129.890 -5.175 - 0,5 34,9 0,0 73.010 1.202.899 40.162 3,5 36,3
2011 2.975.823 1.051.603 -78.286 - 6,9 35,4 0,3 96.392 1.147.995 -54.904 -4,6 37,5
2009 1.189.905 134.531 -33.838 - 20,1 11,3 36 134.567 -33.802 -20,1 11,3
2010 1.075.436 158.810 24.280 18,0 14,8 67 158.877 24.311 18,1 14,8
2011 891.875 145.788 -13.023 - 8,2 16,3 6 145.794 -13.084 -8,2 16,3
2009 2.224.626 1.000.534 -155.322 - 13,4 45,0 0,1 27.637 1.028.171 -127.685 -11,0 45,7
2010 2.162.985 971.079 -29.454 - 2,9 44,9 0,0 72.943 1.044.022 15.851 1,5 46,7
2011 2.083.948 905.816 -65.264 - 6,7 43,7 0,4 96.386 1.002.201 -41.821 -4,0 46,2
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Anteil an Arbeitslosen mit Angaben zur Dauer.
2) Ohne Daten zugelasssener kommmunaler Träger. Personen im § 53a SGB II im Rechtskreis SGB III wegen fehlerhafter Rechtskreiszuordnung.
3) Anteil an Arbeitslosen mit Angaben zur Dauer plus Personen in 53a SGB II.
Jahresdurchschnitt Vorjahresveränderung Vorjahresveränderung
ohne
Angabe
zur Dauer
insgesamt
Rechtskreis SGB III
Rechtskreis SGB II
darunter: Langzeitarbeitslose
Personen in
§53aSGB II 2)
Arbeitslose
insgesamt
Langzeitarbeitslose + Personen in 53a
Drucksache 17/11278 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode5. Wie viel Prozent derjenigen, die ihre Langzeitarbeitslosigkeit in den Jahren
2009, 2010 und 2011 beenden konnten, haben einen Arbeitsplatz am ersten
Arbeitsmarkt gefunden (Angaben wenn möglich aufgeschlüsselt nach
sozialversicherungspflichtiger und geringfügiger Beschäftigung sowie nach
den in den Fragen 1a bis 1h genannten Gruppen)?
Von den 1 546 450 Personen, die in 2011 ihre Langzeitarbeitslosigkeit
beendeten, konnten 231 646 oder 15 Prozent eine abhängige Beschäftigung auf dem
ersten Arbeitsmarkt aufnehmen. Eine Unterscheidung in
sozialversicherungspflichtige und geringfügige Beschäftigung ist nicht möglich, aber auch nicht
sinnvoll, weil die Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung die
Arbeitslosigkeit nur dann beendet, wenn sie mindestens 15 Wochenstunden umfasst.
Die Angaben für die Jahre 2011, 2010 und 2009 insgesamt und für die in
Frage 1 genannten Gruppen (außer g) können der Tabelle 4 entnommen werden.
Tabelle 4: Abgang von Langzeitarbeitslosen in Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt nach Personengruppen
6. Wie viele der Menschen, die ihre Langzeitarbeitslosigkeit in den Jahren
2009, 2010 und 2011 beenden konnten und einen Arbeitsplatz am ersten
Arbeitsmarkt gefunden haben, waren nach drei, sechs bzw. zwölf Monaten
erneut arbeitslos?
Hierzu liegen bei der Statistik der Bundesagentur für Arbeit keine Daten vor.
Deutschland
Zeitreihe, Datenstand: September 2012
Abgang
insgesamt
Abgang
insgesamt
Abgang
insgesamt
absolut absolut Anteil in % absolut absolut Anteil in % absolut absolut Anteil in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9
insgesamt 1.508.188 176.446 11,7 1.769.297 251.316 14,2 1.546.450 231.646 15,0
davon (Zeile Insgesamt):
Männer 731.781 87.632 12,0 937.863 149.697 16,0 804.146 132.451 16,5
Frauen 776.407 88.814 11,4 831.434 101.619 12,2 742.304 99.195 13,4
Rechtskreis SGB III 220.259 38.272 17,4 282.742 59.146 20,9 255.893 48.065 18,8
Rechtskreis SGB II 1.287.929 138.174 10,7 1.486.555 192.170 12,9 1.290.557 183.581 14,2
drunter (Zeile Insgesamt):
Alleinerziehend 180.047 23.126 12,8 190.208 25.567 13,4 164.264 25.547 15,6
15- bis unter 25 Jahren 74.809 8.515 11,4 88.849 12.569 14,1 68.634 9.440 13,8
50 Jahre und älter 479.729 41.764 8,7 569.906 58.142 10,2 550.887 59.128 10,7
Deutsche 1.257.592 147.714 11,7 1.466.085 208.331 14,2 1.279.942 192.626 15,0
Ausländer 247.962 28.461 11,5 300.233 42.632 14,2 264.443 38.793 14,7
keine abgeschlossene Berufsausbildung 720.781 64.904 9,0 822.241 91.632 11,1 726.641 87.118 12,0
Schw erbehindert 96.318 6.621 6,9 108.310 8.032 7,4 106.502 8.845 8,3
Erstellungsdatum: 16.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146295 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Merkmal
Jahressummen
2009 2010 2011
darunter: Abgang in
Beschäftigung am 1. AM
darunter: Abgang in
Beschäftigung am 1. AM
darunter: Abgang in
Beschäftigung am 1. AM
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/112787. Wie viele der Langzeitarbeitslosen waren in den Jahren 2009, 2010 und
2011 länger als 24 bzw. 36 Monate und länger arbeitslos (Angaben bitte in
absoluten Zahlen sowie relativ zu allen Langzeitarbeitslosen)?
Von den 1 051 603 Langzeitarbeitslosen in 2011 waren 542 991 oder 51,6
Prozent länger als 24 Monate und 322 259 oder 30,6 Prozent länger als 36 Monate
arbeitslos. Die Angaben für die Jahre 2009, 2010 und 2011 können der
Tabelle 5 entnommen werden.
Tabelle 5: Langzeitarbeitslose nach Dauer der Arbeitslosigkeit
8. Wie viele Langzeitarbeitslose haben in den Jahren 2009, 2010 und 2011 eine
Maßnahme der geförderten beruflichen Weiterbildung mit dem Ziel eines
Berufsabschlusses begonnen bzw. mit einem Berufsabschluss beendet, und
wie hoch war in den jeweiligen Jahren der Anteil Langzeitarbeitsloser an den
Eintritten in Maßnahmen der geförderten beruflichen Weiterbildung mit dem
Ziel eines Berufsabschlusses bzw. an denjenigen, die eine solche Maßnahme
mit einem Berufsabschluss beendeten (Angaben wenn möglich
aufgeschlüsselt nach den in den Fragen 1a bis 1h genannten Gruppen)?
Im Jahr 2011 begannen 3 245 Langzeitarbeitslose (ohne Daten für zugelassene
kommunale Träger) eine berufliche Weiterbildung mit dem Ziele eines
Berufsabschlusses. 4 774 zuvor Langzeitarbeitslose beendeten eine solche Maßnahme.
Die Anteile der Langzeitarbeitslosen beliefen sich bei den Eintritten auf
10,5 Prozent und bei den Austritten auf 12,5 Prozent. Die Angaben für die Jahre
2009 bis 2011 differenziert nach den in der Frage 1 genannten Personengruppen
(außer g) können den Tabellen 6a und 6b entnommen werden.
Deutschland
Zeitreihe, Datenstand: September 2012
absolut Anteil in % absolut Anteil in % absolut Anteil in %
1 2 3 4 5 6
insgesamt 1.135.064 100,0 1.129.890 100,0 1.051.603 100,0
darunter:
länger als 24 Monate arbeitslos 649.249 57,2 568.887 50,3 542.991 51,6
länger als 36 Monate arbeitslos 432.247 38,1 364.139 32,2 322.259 30,6
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Deutschland
Bestand an Langzeitarbeitslosen im Jahresdurchschnitt
2009 2010 2011
Drucksache 17/11278 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeTabelle 6a: Eintritte von Teilnehmern in Förderungen beruflicher Weiterbildung mit Abschluss
Tabelle 6b: Austritte von Teilnehmern aus Förderungen beruflicher Weiterbildung mit Abschluss
Deutschland
2009 - 2011, Datenstand: September 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Insgesamt, darunter 44.975 41.079 4.641 11,3 52.100 48.578 5.776 11,9 34.779 31.044 3.245 10,5
Männer 24.323 22.354 2.302 10,3 28.021 26.330 3.097 11,8 18.339 16.564 1.766 10,7
Frauen 20.651 18.724 2.339 12,5 24.079 22.248 2.679 12,0 16.439 14.479 1.479 10,2
alleinerziehend 6.173 5.450 970 17,8 7.095 6.359 1.064 16,7 4.996 4.249 590 13,9
Unter 25 Jahre 4.934 4.223 158 3,7 4.317 3.797 153 4,0 2.697 2.169 74 3,4
50 Jahre und älter 1.406 1.247 114 9,1 1.897 1.697 199 11,7 1.388 1.119 105 9,4
Deutschland 39.361 35.787 4.055 11,3 45.142 41.958 5.017 12,0 29.931 26.465 2.796 10,6
Ausland 5.541 5.224 585 11,2 6.895 6.596 759 11,5 4.828 4.563 445 9,8
Ohne abgeschl.
Berufsausbildung 22.463 21.606 2.573 11,9 27.014 26.177 3.191 12,2 18.541 17.650 1.898 10,8
schw erbehindert 486 408 48 11,8 599 505 58 11,5 496 435 43 9,9
SGB III 20.263 20.263 227 1,1 27.536 27.536 468 1,7 17.439 17.439 206 1,2
SGB II 24.712 20.816 4.414 21,2 24.564 21.042 5.308 25,2 17.340 13.605 3.039 22,3
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
*) Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen so lchen Zahlenwert geschlossen werden kann, anonymisiert.
x) Nachweis nicht sinnvoll.
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlosMerkmale
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Deutschland
2009 - 2011, Datenstand: September 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Insgesamt, darunter 30.528 27.129 4.303 15,9 35.516 32.407 4.997 15,4 41.822 38.282 4.774 12,5
Männer 16.894 15.104 2.290 15,2 19.514 17.938 2.590 14,4 23.620 21.872 2.539 11,6
Frauen 13.634 12.025 2.013 16,7 16.002 14.469 2.407 16,6 18.202 16.410 2.235 13,6
alleinerziehend 4.457 3.879 829 21,4 5.201 4.638 1.034 22,3 5.562 4.898 890 18,2
Unter 25 Jahre 4.238 3.416 171 5,0 4.161 3.574 191 5,3 4.120 3.576 151 4,2
50 Jahre und älter 898 760 120 15,8 1.160 974 116 11,9 1.436 1.184 135 11,4
Deutschland 26.592 23.465 3.735 15,9 30.959 28.126 4.334 15,4 36.315 33.045 4.124 12,5
Ausland 3.905 3.640 566 15,5 4.507 4.261 660 15,5 5.460 5.193 647 12,5
Ohne abgeschl.
Berufsausbildung 4.173 3.550 438 12,3 10.795 10.159 1.269 12,5 21.308 20.543 2.573 12,5
schw erbehindert 440 371 60 16,2 457 379 58 15,3 486 427 55 12,9
SGB III 9.659 9.659 200 2,1 12.970 12.970 251 1,9 19.405 19.405 265 1,4
SGB II 20.869 17.470 4.103 23,5 22.546 19.437 4.746 24,4 22.417 18.877 4.509 23,9
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
*) Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen so lchen Zahlenwert geschlossen werden kann, anonymisiert.
x) Nachweis nicht sinnvoll.
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlosMerkmale
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/112789. Wie viele Langzeitarbeitslose haben in den Jahren 2009, 2010 und 2011
eine mit dem Eingliederungszuschuss geförderte Beschäftigung
begonnen, und wie hoch war der Anteil Langzeitarbeitsloser in den jeweiligen
Jahren an den Personen, die eine mit dem Eingliederungszuschuss
geförderte Beschäftigung begonnen haben (Angaben wenn möglich
aufgeschlüsselt nach den in den Fragen 1a bis 1h genannten Gruppen)?
In 2011 begannen 27 866 Langzeitarbeitslose eine mit einem
Eingliederungszuschuss geförderte Beschäftigung (ohne Daten zugelassener kommunaler
Träger). Der Anteil der zuvor Langzeitarbeitslosen an allen Eintritten belief sich
auf 16,7 Prozent. Die Angaben für die Jahre 2009 bis 2011 differenziert nach
den in der Frage 1 genannten Personengruppen (außer g) können der Tabelle 7
entnommen werden.
Tabelle 7: Eintritte von Teilnehmern in Eingliederungszuschüsse
10. Für wie viele Langzeitarbeitslose wurde in den Jahren 2009, 2010 und
2011 Einstiegsgeld bei abhängiger sozialversicherungspflichtiger
Erwerbstätigkeit nach §16b SGB II bewilligt, und wie hoch war der Anteil
Langzeitarbeitsloser an allen Personen, für die in den jeweiligen Jahren
Einstiegsgeld bei abhängiger sozialversicherungspflichtiger
Erwerbstätigkeit bewilligt wurde?
In 2011 begannen 3 168 Langzeitarbeitslose eine mit dem Einstiegsgeld
geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (ohne Daten zugelassener
kommunaler Träger). Der Anteil der zuvor Langzeitarbeitslosen an allen
Eintritten belief sich auf 20,2 Prozent. Die Angaben für die Jahre 2009 bis 2011
differenziert nach den in der Frage 1 genannten Personengruppen (außer g)
können der Tabelle 8 entnommen werden.
Deutschland
2009 - 2011, Datenstand: September 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Insgesamt, darunter 266.158 245.119 26.667 10,9 241.329 218.021 28.388 13,0 187.295 166.827 27.866 16,7
Männer 158.844 145.653 14.502 10,0 154.710 139.006 18.102 13,0 118.922 105.212 17.708 16,8
Frauen 107.314 99.466 12.165 12,2 86.611 79.007 10.286 13,0 68.242 61.484 10.158 16,5
alleinerziehend 19.769 17.862 3.359 18,8 17.537 15.656 2.935 18,7 14.032 12.333 2.710 22,0
Unter 25 Jahre 47.593 45.190 973 2,2 37.432 35.114 958 2,7 26.147 24.250 854 3,5
50 Jahre und älter 64.047 59.712 8.658 14,5 64.534 59.360 9.429 15,9 55.307 49.838 10.189 20,4
Deutschland 245.297 226.252 23.773 10,5 221.045 199.872 25.336 12,7 171.657 152.736 24.958 16,3
Ausland 20.612 18.684 2.872 15,4 19.949 18.029 3.040 16,9 15.322 13.898 2.895 20,8
Ohne abgeschl.
Berufsausbildung 54.669 52.057 7.823 15,0 52.845 49.563 8.105 16,4 43.076 40.105 7.839 19,5
schw erbehindert 6.042 5.545 636 11,5 7.043 6.517 700 10,7 6.956 6.433 838 13,0
SGB III 142.523 142.523 5.919 4,2 104.431 104.431 5.440 5,2 76.434 76.434 5.891 7,7
SGB II 123.635 102.596 20.748 20,2 136.898 113.590 22.948 20,2 110.861 90.393 21.975 24,3
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
*) Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen so lchen Zahlenwert geschlossen werden kann, anonymisiert.
Insgesamt Insgesamt Insgesamt
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
darunter langzeitarbeitlos darunter langzeitarbeitlos darunter langzeitarbeitlosMerkmale
x) Nachweis nicht sinnvo ll.
Drucksache 17/11278 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeTabelle 8: Eintritte von Teilnehmern in Einstiegsgeld bei abhängiger sv-pflichtiger Erwerbstätigkeit
11. Wie viele Langzeitarbeitslose haben in den Jahren 2009, 2010 und 2011
eine mit dem Einstiegsgeld geförderte selbstständige Erwerbstätigkeit
nach § 16b SGB II begonnen, und wie hoch war der Anteil
Langzeitarbeitsloser an den Personen, die in den jeweiligen Jahren eine mit dem
Einstiegsgeld geförderte selbstständige Erwerbstätigkeit begonnen haben?
In 2011 begannen 2 936 Langzeitarbeitslose eine mit dem Einstiegsgeld
geförderte selbständige Tätigkeit (ohne Daten zugelassener kommunaler Träger).
Der Anteil der zuvor Langzeitarbeitslosen an allen Eintritten belief sich auf
30 Prozent. Die Angaben für die Jahre 2009 bis 2011 differenziert nach den in
der Frage 1 genannten Personengruppen (außer g) können der Tabelle 9
entnommen werden.
Deutschland
2009 - 2011, Datenstand: September 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Insgesamt, darunter 20.582 17.531 3.023 17,2 27.531 21.459 4.191 19,5 21.056 15.662 3.168 20,2
Männer 11.027 9.311 1.416 15,2 17.091 13.300 2.599 19,5 13.138 10.023 1.935 19,3
Frauen 9.555 8.220 1.607 19,5 10.440 8.159 1.592 19,5 7.916 5.637 1.233 21,9
alleinerziehend 3.041 2.603 595 22,9 3.191 2.583 601 23,3 2.522 1.880 481 25,6
Unter 25 Jahre 2.264 1.902 102 5,4 2.448 1.956 146 7,5 1.680 1.171 76 6,5
50 Jahre und älter 2.691 2.282 446 19,5 4.176 3.248 653 20,1 3.551 2.628 560 21,3
Deutschland 18.295 15.473 2.680 17,3 24.042 18.517 3.544 19,1 18.327 13.291 2.633 19,8
Ausland 2.272 2.048 342 16,7 3.390 2.922 642 22,0 2.713 2.357 534 22,7
Ohne abgeschl.
Berufsausbildung 6.712 6.257 1.081 17,3 9.195 8.212 1.637 19,9 7.344 6.591 1.340 20,3
schw erbehindert 444 384 83 21,6 598 497 94 18,9 474 393 85 21,6
SGB III - - - x - - - x - - - x
SGB II 20.582 17.531 3.023 17,2 27.531 21.459 4.191 19,5 21.056 15.662 3.168 20,2
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
x) Nachweis nicht sinnvoll.
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlosMerkmale
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/11278Tabelle 9: Eintritte von Teilnehmern in Einstiegsgeld bei selbständiger Erwerbstätigkeit
12. Für wie viele Langzeitarbeitslose wurde in den Jahren 2009, 2010 und
2011 eine Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit mit
dem Gründungszuschuss nach § 93 SGB III bewilligt, und wie hoch war
der Anteil Langzeitarbeitsloser in den jeweiligen Jahren an allen neu
bewilligten Förderungen über den Gründungszuschuss?
In 2011 begannen 3 156 Langzeitarbeitslose eine mit dem Gründungszuschuss
geförderte selbständige Tätigkeit. Der Anteil der zuvor Langzeitarbeitslosen an
allen Eintritten belief sich auf 2,4 Prozent. Die Angaben für die Jahre 2009 bis
2011 differenziert nach den in der Frage 1 genannten Personengruppen
(außer g) können der Tabelle 10 entnommen werden.
Deutschland
2009 - 2011, Datenstand: September 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Insgesamt, darunter 19.848 17.767 4.781 26,9 16.740 14.889 4.209 28,3 11.238 9.772 2.936 30,0
Männer 12.355 11.078 3.190 28,8 10.436 9.331 2.818 30,2 6.807 5.914 1.927 32,6
Frauen 7.492 6.688 1.591 23,8 6.303 5.557 1.391 25,0 4.429 3.856 1.009 26,2
alleinerziehend 2.586 2.375 666 28,0 2.056 1.833 509 27,8 1.412 1.253 338 27,0
Unter 25 Jahre 1.008 868 114 13,1 743 673 97 14,4 417 368 31 8,4
50 Jahre und älter 2.829 2.490 734 29,5 2.630 2.282 651 28,5 1.836 1.534 479 31,2
Deutschland 16.111 14.254 3.867 27,1 13.685 12.071 3.377 28,0 9.182 7.887 2.360 29,9
Ausland 3.695 3.473 907 26,1 3.025 2.799 827 29,5 2.041 1.874 573 30,6
Ohne abgeschl.
Berufsausbildung 6.520 6.242 1.738 27,8 5.207 4.926 1.449 29,4 3.487 3.228 986 30,5
schw erbehindert 429 380 125 32,9 385 349 77 22,1 275 239 64 26,8
SGB III - - - x - - - x - - - x
SGB II 19.848 17.767 4.781 26,9 16.740 14.889 4.209 28,3 11.238 9.772 2.936 30,0
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Merkmale
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
x) Nachweis nicht sinnvoll.
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Drucksache 17/11278 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeTabelle 10: Eintritte von Teilnehmern in Gründungszuschuss
13. Wie viele Langzeitarbeitslose haben in den Jahren 2009, 2010 und 2011
eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung bzw. in der
Entgeltvariante begonnen, und wie hoch war der Anteil
Langzeitarbeitsloser an allen Personen, die in den jeweiligen Jahren eine
Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung bzw. in der Entgeltvariante
begonnen haben?
In 2011 begannen 73 585 Langzeitarbeitslose eine Arbeitsgelegenheit in der
Mehraufwandsvariante und 6 682 eine Arbeitsgelegenheit in der
Entgeltvariante (jeweils ohne Daten zugelassener kommunaler Träger). Die Anteile der
zuvor Langzeitarbeitslosen an allen Eintritten beliefen sich auf 21,3 bzw.
19,8 Prozent. Die Angaben für die Jahre 2009 bis 2011 differenziert nach den in
der Frage 1 genannten Personengruppen (außer g) können den Tabellen 11a und
11b entnommen werden.
Deutschland
2009 - 2011, Datenstand: September 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 3 4 5 7 8 9 11 12
Insgesamt, darunter 137.108 2.053 1,5 146.512 2.648 1,8 133.819 3.156 2,4
Männer 89.085 1.376 1,5 94.768 1.933 2,0 83.289 2.293 2,8
Frauen 48.023 677 1,4 51.702 715 1,4 49.842 863 1,7
alleinerziehend 5.991 46 0,8 6.373 52 0,8 5.842 41 0,7
Unter 25 Jahre 9.802 5 0,1 9.375 * * 8.171 * *
50 Jahre und älter 19.713 1.890 9,6 23.509 2.482 10,6 22.500 3.006 13,4
Deutschland 124.757 1.969 1,6 133.913 2.521 1,9 122.097 3.017 2,5
Ausland 12.138 84 0,7 12.472 126 1,0 10.974 136 1,2
Ohne abgeschl.
Berufsausbildung 19.537 242 1,2 18.006 258 1,4 15.391 272 1,8
schw erbehindert 2.053 121 5,9 2.256 134 5,9 2.268 223 9,8
SGB III 137.108 2.053 1,5 146.512 2.648 1,8 133.819 3.156 2,4
SGB II - - x - - x - - x
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
x) Nachweis nicht sinnvo ll.
*) Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen solchen
Zahlenwert geschlossen werden kann, anonymisiert.
Merkmale
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/11278Tabelle 11a: Eintritte von Teilnehmern in Arbeitsgelegenheiten der Mehraufwandsvariante
Tabelle 11b: Eintritte von Teilnehmern in Arbeitsgelegenheiten der Entgeltvariante
Deutschland
2009 - 2011, Datenstand: September 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Insgesamt, darunter 722.616 599.483 134.291 22,4 660.397 552.873 129.280 23,4 436.146 345.812 73.585 21,3
Männer 435.682 360.346 76.492 21,2 400.329 333.145 75.881 22,8 262.467 207.480 42.899 20,7
Frauen 286.898 239.101 57.799 24,2 260.056 219.716 53.399 24,3 173.624 138.277 30.686 22,2
alleinerziehend 72.924 61.814 17.069 27,6 64.873 55.455 15.241 27,5 42.910 35.062 9.007 25,7
Unter 25 Jahre 145.802 128.634 7.344 5,7 129.649 115.237 7.259 6,3 84.680 72.603 4.479 6,2
50 Jahre und älter 172.459 140.949 38.665 27,4 164.581 135.664 36.186 26,7 115.507 88.786 20.856 23,5
Deutschland 649.470 534.679 120.127 22,5 594.918 494.540 116.062 23,5 392.826 307.750 65.813 21,4
Ausland 72.140 64.045 14.017 21,9 64.546 57.741 13.103 22,7 42.799 37.672 7.712 20,5
Ohne abgeschl.
Berufsausbildung 379.672 348.478 69.737 20,0 349.825 318.941 65.734 20,6 238.987 210.548 39.846 18,9
schw erbehindert 31.588 27.897 6.907 24,8 30.080 26.235 6.389 24,4 22.090 18.763 4.063 21,7
SGB III - - - x - - - x - - - x
SGB II 722.616 599.483 134.291 22,4 660.397 552.873 129.280 23,4 436.146 345.812 73.585 21,3
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
x) Nachweis nicht sinnvoll.
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlosMerkmale
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
darunter ohne Daten der zugelassenen kommunalen Träger
2009 - 2011, Datenstand: September 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Insgesamt, darunter 93.142 85.351 18.502 21,7 80.429 74.930 18.045 24,1 39.048 33.778 6.682 19,8
Männer 56.927 52.562 10.922 20,8 48.909 45.772 10.873 23,8 24.604 21.530 4.289 19,9
Frauen 36.213 32.787 7.580 23,1 31.518 29.156 7.172 24,6 14.435 12.239 2.393 19,6
alleinerziehend 8.072 7.392 1.988 26,9 7.196 6.736 2.035 30,2 3.012 2.622 572 21,8
Unter 25 Jahre 17.031 16.384 976 6,0 13.507 13.214 883 6,7 6.136 5.862 322 5,5
50 Jahre und älter 25.420 23.034 5.503 23,9 24.531 22.499 5.563 24,7 12.546 10.553 2.114 20,0
Deutschland 84.440 77.042 17.041 22,1 72.274 66.989 16.358 24,4 34.437 29.289 5.888 20,1
Ausland 8.591 8.204 1.445 17,6 8.008 7.841 1.672 21,3 4.525 4.415 780 17,7
Ohne abgeschl.
Berufsausbildung 37.651 36.453 6.229 17,1 32.903 32.283 6.053 18,7 17.531 16.722 2.706 16,2
schw erbehindert 3.467 3.294 729 22,1 3.284 3.088 673 21,8 1.787 1.666 309 18,5
SGB III - - - x - - - x - - - x
SGB II 93.142 85.351 18.502 21,7 80.429 74.930 18.045 24,1 39.048 33.778 6.682 19,8
Erstellungsdatum: 09.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
x) Nachweis nicht sinnvoll.
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlosMerkmale
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Drucksache 17/11278 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode14. Wie viele Langzeitarbeitslose haben in den Jahren 2009, 2010 und 2011
Leistungen zur beruflichen Rehabilitation erhalten, und wie beurteilt und
unterstützt die Bundesregierung die Zusammenarbeit der
Rehabilitationsträger zur Sicherung der Verknüpfung der medizinischen Rehabilitation?
In 2011 erhielten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 3 103
Langzeitarbeitslose eine Maßnahme zur Teilhabe behinderter Menschen am
Arbeitsleben (ohne Daten zugelassener kommunaler Träger). Der Anteil der zuvor
Langzeitarbeitslosen an allen Teilnehmern belief sich auf 2,7 Prozent. Die Angaben
für die Jahre 2009 bis 2011 können der Tabelle 12 entnommen werden.
Tabelle 12: Bestand (Jahresdurchschnitt) von Teilnehmern in Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe
behinderter Menschen am Arbeitsleben1)
Die Statistik der gesetzlichen Rentenversicherung über die Bewilligungen von
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben differenziert nicht nach dem Merkmal
der Langzeitarbeitslosigkeit.
Die Bundesregierung hält die bestehenden gesetzlichen Regelungen für
ausreichend, um die Verknüpfung der Rehabilitationsträger zur medizinischen
Rehabilitation zu sichern. Sie begrüßt und unterstützt die aktuellen Entwicklungen
der Zusammenarbeit zwischen den Trägern der medizinischen und beruflichen
Rehabilitation, wie sie z. B. auf Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft für
Rehabilitation e. V. (BAR) bestehen.
15. Wie viele Personen wurden in den Jahren 2009, 2010 und 2011 mit dem
Beschäftigungszuschuss gefördert?
In 2011 wurden 1 981 Langzeitarbeitslose mit einem Beschäftigungszuschuss
gefördert. Der Anteil der zuvor Langzeitarbeitslosen an allen Teilnehmern
belief sich auf 14,2 Prozent. Die Angaben für die Jahre 2009 bis 2011
differenziert nach den in der Frage 1 genannten Personengruppen (außer g) können der
Tabelle 13 entnommen werden.
Deutschland
2009 - 2011, Datenstand: Oktober 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Insgesamt, davon 125.656 125.319 3.492 2,8 122.363 121.997 3.653 3,0 113.674 113.256 3.103 2,7
allgemeine Leistungen 29.472 29.138 500 1,7 28.476 28.115 701 2,5 24.596 24.177 560 2,3
besondere Leistungen 96.184 96.181 2.992 3,1 93.887 93.882 2.952 3,1 89.078 89.078 2.543 2,9
Erstellungsdatum: 25.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
1) Ohne Teilnahmen an allgemeinen M aßnahmen zur Weiterbildung behinderter M enschen gem. §§ 81 ff SGB III, da derzeit aus technischen Gründen nicht auswertbar.
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlosMerkmale
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/11278Tabelle 13: Bestand (Jahresdurchschnitt) von Teilnehmern im Beschäftigungszuschuss
16. Wie viele Langzeitarbeitslose haben derzeit einen sogenannten
Bürgerarbeitsplatz, wie hoch ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den
„Bürgerarbeitern/Bürgerarbeiterinnen“, und wie viele Langzeitarbeitslose
waren in die der eigentlichen Bürgerarbeit vorgeschalteten
„Aktivierungsphase“ einbezogen, bzw. wie hoch war der Anteil der
Langzeitarbeitslosen an allen in die „Aktivierungsphase“ einbezogenen Arbeitslosen?
Im Juni 2012 befanden sich 28 628 Personen in der Beschäftigungsphase der
Bürgerarbeit. Das Ausweisen von vorher Langzeitarbeitslosen in der
Beschäftigungsphase ist aus methodischen Gründen nicht sinnvoll, weil die
Arbeitslosigkeit vor Eintritt in die Beschäftigungsphase in Abhängigkeit von den in der
vorangegangenen Aktivierungsphase eingesetzten Förderleistungen
unterbrochen werden kann. Hinsichtlich der Aktivierungsphase erfasst die Statistik
der Bundesagentur für Arbeit lediglich die Zahl der Personen, die während der
Aktivierungsphase mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen qualifiziert und
gefördert werden. Nicht erfasst werden die Personen, die während der
Aktivierungsphase vermittlerisch intensiver betreut werden (Beratung/
Standortbestimmung/Vermittlung). Die Zahl aller in die Aktivierungsphase einbezogenen
Langzeitarbeitslosen wird nicht ausgewiesen.
Genauere Informationen können dem Produkt „Modellprojekt ,Bürgerarbeit‘“
im Statistikangebot der Bundesagentur für Arbeit unter „
http://statistik.arbeits-
agentur.de“ in der Rubrik „Statistik nach Themen“ → „Arbeitsmarktpolitische
Maßnahmen“ → „Überblick“ entnommen werden.
17. Wie beurteilt die Bundesregierung die Chancen Langzeitarbeitsloser am
Arbeitsmarkt, und welche Maßnahmen wird die Bundesregierung
ergreifen, um die beruflichen Perspektiven für Langzeitarbeitslose zu verbessern
und so auch dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken?
Die Chancen Langzeitarbeitsloser am Arbeitsmarkt haben sich in den letzten
Jahren eindeutig verbessert. Arbeitgeber sind aufgrund der guten Arbeitsmarkt-
Deutschland
2009 - 2011, Datenstand: Oktober 2012
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 2) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 6) in %
langzeitarbeitslos
absolut
Anteil
langzeitarbeitslos an
Insgesamt
(Spalte 10) in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Insgesamt, darunter 35.216 32.469 5.045 15,5 35.072 31.895 4.877 15,3 16.003 13.946 1.981 14,2
Männer 22.593 20.793 3.192 15,3 22.172 20.107 3.054 15,2 10.273 8.930 1.245 13,9
Frauen 12.623 11.676 1.853 15,9 12.901 11.788 1.824 15,5 5.730 5.015 735 14,7
alleinerziehend 3.053 2.893 495 17,1 3.080 2.918 477 16,4 1.273 1.180 189 16,0
Unter 25 Jahre 522 445 33 7,4 444 354 32 9,1 162 117 18 14,9
50 Jahre und älter 16.443 15.418 2.365 15,3 16.951 15.666 2.359 15,1 8.362 7.451 1.020 13,7
Deutschland 32.215 29.661 4.582 15,4 32.072 29.126 4.430 15,2 14.683 12.738 1.801 14,1
Ausland 2.959 2.779 459 16,5 2.908 2.738 443 16,2 1.278 1.191 178 14,9
Ohne abgeschl.
Berufsausbildung 6.921 6.423 934 14,5 10.857 10.384 1.419 13,7 5.969 5.667 730 12,9
schw erbehindert 3.553 3.348 553 16,5 3.522 3.232 545 16,9 1.679 1.472 242 16,4
SGB III - - - x - - - x - - - x
SGB II 35.216 32.469 5.045 15,5 35.072 31.895 4.877 15,3 16.003 13.946 1.981 14,2
Erstellungsdatum: 25.10.2012, Datenzentrum Statistik, Auftragsnummer 146044 © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
x) Nachweis nicht sinnvo ll.
Insgesamt
darunter ohne Daten der zugelassenen
kommunalen Träger
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlos
Insgesamt
darunter langzeitarbeitlosMerkmale
Berichtsjahr
Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Insgesamt
darunter ohne Daten der
zugelassenen kommunalen Träger
Drucksache 17/11278 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodelage und des damit einhergehenden Personalbedarfs stärker als früher bereit,
auch arbeitsmarktferne Personen einzustellen.
Die Bundesregierung hat mehrfach gezielt Initiativen ergriffen, um die
Situation von Langzeitarbeitslosen zu verbessern. Vor allem Ältere und Personen
ohne Berufsausbildung sind von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Auch
Alleinerziehende sind besonders lange im Leistungsbezug der Grundsicherung
für Arbeitsuchende, ohne dass sie zwingend (langzeit-)arbeitslos sind. Folgende
Programme und Projekte seien hervorgehoben:
• Das Bundesprogramm „Perspektive 50Plus – Beschäftigungspakte für
Ältere in den Regionen“ ist in der dritten Programmphase. Über 96 Prozent
der Grundsicherungsstellen sind beteiligt und engagieren sich in 78
Beschäftigungspakten für die Verbesserung der Beschäftigungschancen Älterer.
• Mit dem 2010 gestarteten Bundesprogramm „Modellprojekt Bürgerarbeit“
wird ein neuer Ansatz zur Integration (langzeit-)arbeitsloser SGB II-
Leistungsberechtigter in den allgemeinen Arbeitsmarkt erprobt. Neben einer
intensiven und konsequenten Aktivierung der Teilnehmer wurden im Rahmen
des Programms gut 33 000 Bürgerarbeitsplätze bewilligt, die zusätzlich sind
und im öffentlichen Interesse liegen.
• Das Arbeitsbündnis Jugend und Beruf wurde von der Bundesagentur für
Arbeit im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und in
Zusammenarbeit mit weiteren Partnern initiiert. An 20 Standorten wurde
eine trägerübergreifende Kooperation an der Schnittstelle zwischen
Jugendhilfe, Berufsberatung und Leistungen zur Eingliederung in Ausbildung oder
Arbeit erprobt.
• Im Jahr 2011 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zudem das
Programm „Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende“ aufgelegt.
Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds werden bis Mitte 2013
bundesweit 102 Netzwerke gefördert.
• Mit dem Programm „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ werden bis Ende
2012 insgesamt 77 Projekte zur verbesserten Aktivierung, Eingliederung
und Stabilisierung von hilfebedürftigen Alleinerziehenden gefördert.
Zudem wurden mit dem zum 1. April 2012 in Kraft getretenen Gesetz zur
Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt umfassende
Neuregelungen hinsichtlich der Eingliederungsarbeit der Jobcenter vorgenommen. Das
Gesetz fördert den Einsatz von Maßnahmen, die auf eine unmittelbare
Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt abzielen. Die spezifischen Belange
Langzeitarbeitsloser mit multiplen Vermittlungshemmnissen wurden angemessen
berücksichtigt. Ihre Integration wird künftig vor allem dort besonders gut
gelingen, wo alle für den lokalen Arbeitsmarkt relevanten Partner aktiv mitarbeiten
und alle Beteiligten engagiert und kreativ ihren Gestaltungsspielraum für die
Entwicklung individueller und passgenauer Lösungsmöglichkeiten nutzen.
Neben den Eingliederungsleistungen des SGB III stehen im SGB II zusätzlich
spezifische Eingliederungsleistungen wie sozial-integrative Leistungen der
Kommunen, Einstiegsgeld, Leistungen zur Eingliederung von Selbstständigen,
öffentlich geförderte Beschäftigung und Freie Förderung und damit ein
umfassender Instrumentenkasten für alle Problemlagen zur Verfügung.
Gerade für Kunden mit multiplen und komplexen Problemlagen kommt auch
die Kombination von Leistungen wie z. B. Maßnahmen zur Aktivierung und
beruflichen Eingliederung (§ 45 SGB III i. V. m. § 16 SGB II) mit
Arbeitsgelegenheiten (§ 16d SGB II) in Betracht, um die Beschäftigungsfähigkeit zu
verbessern und eine stufenweise Heranführung an den allgemeinen
Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Des Weiteren bieten sich für diesen Personenkreis
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17 – Drucksache 17/11278Teilqualifizierungen an, um sie Schritt für Schritt zu einem Berufsabschluss zu
führen.
Mit der zunehmend besseren Lage am Arbeitsmarkt haben die Jobcenter den
Einsatz stärker auf Eingliederungsleistungen konzentriert, mit denen höhere
unmittelbare Eingliederungschancen einhergehen bzw. die konsequenter auf die
künftige Integration in Arbeit ausgerichtet sind. Fast zwei Drittel der
Förderungen bei den gemeinsamen Einrichtungen entfielen 2011 auf
Eingliederungsleistungen mit arbeitsmarktnahen Wirkungen.
Die Bundesregierung wird die weitere Entwicklung sorgfältig beobachten und
erforderlichenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]