[Deutscher Bundestag Drucksache 17/14654
17. Wahlperiode 29. 08. 2013 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Ilja Seifert, Matthias W. Birkwald,
Heidrun Dittrich, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/14503 –
Aktivitäten der Bundesregierung zur Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention in der 17. Wahlperiode
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Seit dem 26. März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK)
innerstaatliches Recht. Zahlreiche Verpflichtungen ergeben sich daraus für die
Bundesregierung.
Sehr unterschiedlich scheint die Bewertung über die Aktivitäten und deren
Wirksamkeit zur Umsetzung der BRK durch die Bundesregierung zu sein.
Während der „Erste Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland“ nach
Artikel 35 BRK an die UNO (von der Bundesregierung am 3. August 2011
beschlossen) mit Verweis auf den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung
(NAP, beschlossen am 15. Juni 2011) eine äußerst erfolgreiche Umsetzung der
Konvention bilanziert, kommen die 78 in der „BRK-Allianz“
zusammengeschlossenen Organisationen in ihrem Ersten Bericht der Zivilgesellschaft
(Schatten- bzw. Parallelbericht) zur Umsetzung der BRK (er wurde am
21. März 2013 dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des
Deutschen Bundestages und am 22. März 2013 der Bundesministerin für
Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen, übergeben) zu völlig anderen
Einschätzungen.
Deutlich werden die unterschiedlichen Einschätzungen auch in zahlreichen
Parlamentarischen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. und ihres
behindertenpolitischen Sprechers und den dazu erfolgten Antworten der Bundesregierung.
Beispielhaft dafür sind zwei aktuelle Antworten der Bundesregierung
(Bundesministerium für Arbeit und Soziales – BMAS) auf Schriftliche Fragen des
Abgeordneten Dr. Ilja Seifert. In der Antwort der Bundesregierung auf die
Schriftliche Frage 71 auf Bundestagsdrucksache 17/14333 vom 5. Juli 2013
weist die Staatssekretärin Dr. Annette Niederfranke für die vom BMAS am
28. und 29. Mai 2013 durchgeführten „Inklusionstage“ im AXICA-Kongress-
und Tagungszentrum Kosten von 338 542,46 Euro aus. Diese Summe
erscheint – auch wenn Öffentlichkeitsarbeit mit Blick auf Artikel 8 BRK
„Bewusstseinsbildung“ notwendig und erwünscht ist – ziemlich hoch, zumal der
auf dieser Konferenz eigentlich im Mittelpunkt stehen sollende
„Teilhabebericht der Bundesregierung“ noch nicht einmal vorlag. Sehr unscharf sind Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom
27. August 2013 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/14654 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeauch die Antworten des Staatssekretärs Gerd Hoofe vom 17. Juli 2013 zu den
Schriftlichen Fragen 55 und 56 auf Bundestagsdrucksache 17/14397 zu den
haushaltsrelevanten Positionen zur Umsetzung der BRK und weiteren
behindertenpolitischen Aktivitäten im Bundeshaushaltsentwurf für das Jahr 2014.
1. Welche Gesetze und Verordnungen des Bundes müssen nach Kenntnis der
Bundesregierung mit Blick auf die BRK geändert werden?
Nach Kenntnis der Bundesregierung stehen die geltenden Gesetze und
Verordnungen im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Auf
die Ausführungen in der Denkschrift zur UN-BRK (Bundestagsdrucksache
16/10808) wird insoweit verwiesen. Die UN-BRK ist ein Maßstab, an dem sich
die Praxis im Umgang mit Menschen mit Behinderung messen lassen muss.
Daher hat die Bundesregierung bereits im Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung
der UN-Behindertenrechtskonvention verschiedene Maßnahmen, wie die
Evaluationen des Neunten Buches Sozialgesetzbuch oder des
Behindertengleichstellungsgesetzes, vorgesehen. Auch ein Bundesleistungsgesetz, das nach der
Fiskalpaktvereinbarung vom 24. Juni 2012 die rechtlichen Vorschriften der
Eingliederungshilfe ablösen soll, wird im Lichte der UN-BRK ausgestaltet werden.
2. Welche Gesetze und Verordnungen des Bundes wurden seit dem 26. März
2009 mit Blick auf die BRK geändert?
Folgende Gesetze und Verordnungen des Bundes wurden seit dem 26. März
2009 (auch) mit Blick auf die UN-Behindertenrechtskonvention geändert:
• das Fünfte, Elfte und Zwölfte Buch Sozialgesetzbuch durch das Gesetz zur
Regelung des Assistenzpflegebedarfs vom 30. Juli 2009 (BGBl. I S. 2495),
• die Apothekenbetriebsordnung durch die Vierte Verordnung zur Änderung
der Apothekenbetriebsordnung vom 5. Juni 2012 (BGBl. I S. 1254),
• Schwerbehindertenausweisverordnung durch die Dritte Verordnung zur
Änderung der Schwerbehindertenausweisverordnung vom 7. Juni 2012 (BGBl. I
S. 1275),
• das Dritte Buch Sozialgesetzbuch durch das Gesetz zur Verbesserung der
Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt vom 20. Dezember 2011 (BGBl. I
S. 2854) und durch das Gesetz zur Neuordnung der Altersversorgung der
Bezirksschornsteinfegermeister und zur Änderung anderer Gesetze vom 5.
Dezember 2012 (BGBl. I S. 2467),
• das Elfte Buch Sozialgesetzbuch durch das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz
(PNG) vom 23. Oktober 2012 (BGBl. I S. 2246),
• das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) durch das Gesetz zur Änderung
personenbeförderungsrechtlicher Vorschriften vom 14. Dezember 2012
(BGBl. I S. 2598),
• das Fünfte, Elfte und Zwölfte Buch Sozialgesetzbuch durch das Gesetz zur
Regelung des Assistenzpflegebedarfs in stationären Vorsorge- oder
Rehabilitationseinrichtungen vom 20. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2789),
• das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch durch das GKV-
Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) vom 22. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2983),
• das Bürgerliche Gesetzbuch durch das Gesetz zur Regelung der
betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme vom 18.
Februar 2013 (BGBl. I S. 266),
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/14654• das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch und das Bürgerliche Gesetzbuch durch
das Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten vom
20. Februar 2013 (BGBl. I S. 277),
• das Conterganstiftungsgesetz durch das Dritte Änderungsgesetz zum
Conterganstiftungsgesetz vom 29. Juni 2013 (BGBl. I S. 1847, 1848),
• das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den
Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit und das Betreuungsbehördengesetz
durch das Gesetz zur Stärkung der Funktionen der Betreuungsbehörde
(Verkündung steht aus).
3. Welche neuen Gesetze und Verordnungen des Bundes wurden seit dem
26. März 2009 mit dem ausdrücklichen Ziel, etwas für die Umsetzung der
BRK zu tun, durch die Bundesregierung initiiert und abgeschlossen?
Folgende neue Gesetze und Verordnungen des Bundes wurden seit dem
26. März 2009 (auch) mit dem Ziel, etwas für die Umsetzung der UN-
Behindertenrechtskonvention zu tun, initiiert und abgeschlossen:
• Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung 2.0 vom 12. September 2011
(BGBl. I S. 1843),
• Gesetz zur Durchführung der VO (EU) Nr. 1177/2010 über die
Fahrgastrechte im See- und Binnenschiffsverkehr sowie zur Änderung des
Luftverkehrsgesetzes (EU-FahrgRSchG) vom 5. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2454),
• Verordnung zur Durchsetzung von Fahrgastrechten der Europäischen Union
in der Schifffahrt (EU-FahrgRSchV) vom 12. Dezember 2012 (BGBl. I
S. 2571),
• Verordnung über die Gebühren und Auslagen für Amtshandlungen zur
Durchsetzung der EU-Fahrgastrechte-Schifffahrt (EU-FahrgRSchGebV)
vom 20. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2797),
• Pflegebedürftigenbeteiligungsverordnung vom 22. März 2013 (BGBl. I
S. 599),
• EU-Fahrgastrechte-Kraftomnibus-Gesetz (EU-FahrgRBusG) vom 23. Juli
2013 (BGBl. I S. 2547),
• Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung
weiterer Vorschriften (E-Government-Gesetz) vom 25. Juli 2013 (BGBl. I
S. 2749),
• Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten
vom 13. Juni 2013 (Verkündung steht aus).
4. In welchen Einzelplänen, Kapiteln und Titeln des Bundeshaushaltsplanes
gab es seit 2009 in Folge der BRK signifikante Veränderungen (bitte
jeweils detailliert nach Einzelplan mit Nennung der Aktivitäten sowie
geplanten bzw. ausgegebenen Summen)?
5. In welchen Einzelplänen, Kapiteln und Titeln des Bundeshaushaltsplanes
gab es seit 2009 signifikante Veränderungen (Steigerungen und
Kürzungen) auf dem Gebiet der Behindertenpolitik (bitte jeweils detailliert nach
Einzelplan mit Nennung der Aktivitäten sowie geplanten bzw.
ausgegebenen Summen)?
Die Fragen 4 und 5 werden zusammen beantwortet, da eine Unterscheidung
zwischen Veränderungen in Folge der UN-BRK und im Bereich der
Behindertenpolitik nicht vorgenommen werden kann. In folgenden Einzelplänen, Kapi-
Drucksache 17/14654 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeteln und Titeln des Bundeshaushaltsplanes gab es seit 2009 in Folge der UN-
Behindertenrechtskonvention signifikante Steigerungen:
Signifikante Kürzungen auf dem Gebiet der Behindertenpolitik fanden in
keinem Haushaltstitel des Bundeshaushaltes seit 2009 statt.
6. In welchem Umfang erhielten Behindertenorganisationen, andere
Nichtregierungsorganisationen, Institutionen und Unternehmen zur Durchführung
von Projekten zur Umsetzung der BRK finanzielle Mittel vom Bund (bitte
aufschlüsseln nach obersten Bundesbehörden und Jahren mit Benennung
des jeweiligen Projektes, der Begünstigten und Höhe der finanziellen
Unterstützung)?
In folgendem Umfang erhielten Behindertenorganisationen, andere NGO,
Institutionen und Unternehmen zur Durchführung von Projekten zur Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention finanzielle Mittel vom Bund:
Titel Aktivitäten Ansätze in 2013 für
gesamten Titel
0813 Titelgruppe 01 Unterstützung von Bundesbehörden, die Sportförderplätze
für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler mit
Behinderung zur Verfügung stellen
510 TEuro
09 02 686 01 Förderung eines Tages des barrierefreien Tourismus auf der
Internationalen Tourismusbörse (ITB)
40 TEuro
1101 52613 Fachbeiräte 55 TEuro
1101 54201 Öffentlichkeitsarbeit des Behindertenbeauftragten 480 TEuro
1102 684 64 Nationaler Aktionsplan, eGovernment-Leistungen zur
Teilhabe behinderter Menschen und Neukonzeption des
Behindertenberichts
3 500 TEuro
1102 684 68 Förderung der unabhängigen Stelle n. Artikel 33 Absatz 2
des VN Übereinkommens
433 TEuro
1702 68502 Gesetzliche Leistungen an thalidomidgeschädigte Menschen 155 309 TEuro
2302 54401 Forschung, Untersuchungen und Ähnliches 11 030 TEuro
2302 68701 Beiträge an die Vereinten Nationen, ihre
Sonderorganisationen sowie andere internationale Einrichtungen und
internationale Nichtregierungsorganisationen
118 800 TEuro
2302 68703 Förderung der Sozialstruktur 42 020 TEuro
2302 68706 Förderung entwicklungswichtiger Vorhaben privater
deutscher Träger
61 380 TEuro
2302 89604 Förderung entwicklungswichtiger Vorhaben der Kirchen 218 000 TEuro
Ressort Projekt Träger Jahr Unterstützung
BMWi Projekt „MOBILE“ Bethel-Stiftung 2013 365 000 Euro
BMWi Projekt „m4guide“ Deutscher Blinden- und
Sehbehindertenverband
2013 70 000 Euro
BMWi Entwicklung und Vermarktung
barrierefreier Angebote und Dienstleistungen im
Sinne eines Tourismus für Alle in
Deutschland
Deutsche Seminar für
Tourismus (DSFT)
2011 498 000 Euro
AA „Wir lassen uns nicht behindern!“
Förderung von Behindertenrechten
Kolping-Stiftung Paraguay 2009 16 398 Euro
AA Südafrikanische Exkursion (Umsetzung
Behindertenkonvention)
Ev. Fachhochschule RWL 2010 6 700 Euro
AA Reisekostenzuschuss 1. Weltkongress
Gehörlosen in Südafrika
Deutscher Gehörlosen-Bund
e. V.
2011 6 000 Euro
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/14654AA Monitoring mental health institutions ATP 2012 21 800 Euro
AA Für die Rechte von Menschen mit
geistigen Behinderungen
BDWO 2012 26 600 Euro
AA Inklusion von behinderten Menschen Stiftg. West-Östliche
Begegnungen
2013 58 240 Euro
AA Empowering people with disabilities to
realize rights
ADD 29 600 Euro
AA Reisekostenzuschuss z. Teilnahme an
2. Internationaler Weltkonferenz WFD in
Sydney
Deutscher Gehörlosenbund 7 800 Euro
BMAS Unabhängige Monitoringstelle gemäß
Artikel 33 UN-BRK
Deutsches Institut für
Menschenrechte e. V.
fortlaufend 433 000 Euro
jährlich
BMAS Teilnahme einer Delegation am 16.
Weltkongress der Gehörlosen
Deutscher Gehörlosen-Bund
e. V.
2011 6 000 Euro
BMAS Barrierefreie Wahlen Bundeskompetenzzentrum
Barrierefreiheit e. V.
2013 59 670 Euro
BMAS Projekt „TrialNet“ Forschungsinstitut
Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH
2009 – 2015 1 154 976 Euro
BMAS Nationale Spiele für Menschen mit
geistiger Behinderung
Special Olympics
Deutschland (SOD) e. V.
2012 19 000 Euro
BMAS Anteilige Finanzierung von
Personalkosten in der Bundesgeschäftsstelle des SOD
e. V.
Special Olympics
Deutschland (SOD) e. V.
2013 72 456 Euro
BMAS Projektförderung Deutscher
Behindertensportverband (DBS) e. V.
2009 – 2013 1 154 211 Euro
BMAS Projektförderung Bundesarbeitsgemeinschaft
Selbsthilfe von Menschen
mit Behinderung und
chronischer Erkrankung und
ihren Angehörigen e. V. (BAG
Selbsthilfe)
2009 – 2013 227 696 Euro
BMAS e-Learning für Inklusion mmb-Institut für Medien-
und Kompetenzforschung
2010 – 2013 48 386 Euro
BMAS Bundesfachschaftentagung (BuFaTa) Fachschaftsinitiative
Rehabilitationswissenschaften der
Humboldt Universität Berlin
2012 668 Euro
BMAS Konferenz zum Thema Inklusion von
Menschen mit Behinderungen in Schule
und Arbeitswelt
Konrad-Adenauer-Stiftung
(KAS)
2012 8 500 Euro
BMAS Veranstaltungsreihe Inklusion Deutscher Evangelischer
Frauenbund e. V.
2012 3 000 Euro
BMAS Werkstättenkonferenz Bundesarbeitsgemeinschaft
der Werkstätten für
Menschen mit Behinderungen
(BAG WfbM)
2012 8 500 Euro
BMAS RehaFutur Workshop 2013 DVfR e. V. 2013 126 000 Euro
BMAS Gipfel zur inklusiven Bildung 2014 Deutschen UNESCO-
Kommission e. V. (DUK)
2013 60 896 Euro
BMAS BITV Lotse für Verwaltungen zum
barrierefreien Internet
FTB Volmarstein 2012 114 395 Euro
BMAS Begleitung und Beratung der Evaluierung
BGG
Bundeskompetenzzentrum
Barrierefreiheit e. V.
2012 – 2014 76 000 Euro
BMAS Praxis Tool barrierefreie Arztpraxis Stiftung Gesundheit e. V. 2012 – 2014 480 000 Euro
BMAS Online 3D barrierefreie
Badmodernisierung
Barrierefrei Leben e. V. 2011 – 2012 101 000 Euro
BMAS Aktionsplan des BeB Bundesverband
ev. Behindertenhilfe
2012 – 2014 7 000 Euro
BMAS Projekt „Jobvideo“ BBW Oberlinhaus gGmbH 2011 45 109 Euro
Ressort Projekt Träger Jahr Unterstützung
Drucksache 17/14654 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeBMAS e-Strategie – vor Ort handeln Der Paritätische
Wohlfahrtsverband
2011 – 2012 382 000 Euro
BMAS Entwicklung der Wheelmap iPhone App Sozialhelden e. V. 2012 24 000 Euro
BMAS Förderung der Aus- und Weiterbildung
von Architekten
Sozialhelden e. V. 2012 29 000 Euro
BMAS Bürgerbeteiligung online Stiftung Digitale Chancen 2011 52 950 Euro
BMELV Entwicklung einer Methode zum Aufbau
eines regionalen Netzwerks von
ländlichen Dienstleistern und
landwirtschaftlichen Betrieben mit Werkstätten für
behinderte Menschen als Beitrag zur Förderung
der Entwicklung ländlicher Räume
Forschungsinstitut für
biologischen Landbau
(FiBL)
2008 – 2012 690 427 Euro
BMFSFJ Conterganrentenzahlung des Bundes „Conterganstiftung“
Geschäftsstelle im BAFzA
2009 31 399 973 Euro
BMFSFJ Wegweiser Demenz – WWD Ketchum Pleon 2009 – 2012 454 735 Euro
BMFSFJ Conterganrentenzahlung des Bundes „Conterganstiftung“
Geschäftsstelle im BAFzA
2010 32 680 000 Euro
BMFSFJ WWD IT-Konjunkturprogramm
mit BMI
Ketchum Pleon 2010 495 770 Euro
BMFSFJ Broschüre „Frauenbeauftragte in
Einrichtungen“
Weibernetz e. V. 2010 9 950 Euro
BMFSFJ Broschüre „Gut beraten – Ein Ratgeber
für Frauenberatungsstellen,
Frauennotrufe und Frauenhäuser zur Beratung von
Frauen und Mädchen mit Behinderung“
und Nachdruck der Broschüre
Weibernetz e. V. 2010 und 2012 11 000 Euro
BMFSFJ Forschungsprojekt „Kompetenzzentren
für gehörlose ältere Menschen“
Uni zu Köln, Humanwissen.
Fakultät,
Hörgeschädigtenpädagogik
2010 – 2013 968 000 Euro
BMFSFJ Conterganrentenzahlung des Bundes „Conterganstiftung“
Geschäftsstelle im BAFzA
2011 34 134 532 Euro
BMFSFJ Expertinnenworkshop zur Durchführung
der Studie „Lebenssituation und
Belastungen von Frauen mit
Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“
Universität Bielefeld 2011 2 550 Euro
BMFSFJ Frauenbeauftragte in Werkstätten für
Menschen mit Behinderungen und den
Wohneinrichtungen
Weibernetz e. V. bis 2012 240 143 Euro
BMFSFJ Tagung „Gewalt gegen Frauen mit
Behinderungen“
Universität Bielefeld 2012 2 577 Euro
BMFSFJ Conterganrentenzahlung des Bundes „Conterganstiftung“
Geschäftsstelle im BAFzA
2012 34 424 497 Euro
BMFSFJ Nachdruck Broschüre/Plakat
„Mitmachen. Mut machen! Frauen in Werkstätten
und Wohnheimen stark machen“
Weibernetz e. V. 2012 1 800 Euro
BMFSFJ WWD BAFzA 2013 20 000 Euro
BMFSFJ Conterganrentenzahlung des Bundes „Conterganstiftung“
Geschäftsstelle im BAFzA
2013 155 309 000 Euro
BMFSFJ Projekt „Politische Interessenvertretung
behinderter Frauen“ (Teil 1 und 2)
Weibernetz e. V. laufende
Förderung
661 082 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
AG SPAK –
Arbeitsgemeinschaft Sozialpolitischer
Arbeitskreise – Sozialpolitische
Gesellschaft e. V.
2010 10 700 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Arbeiterwohlfahrt
Bundesverband e. V.
2010 und 2011 50 000 Euro
Ressort Projekt Träger Jahr Unterstützung
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/14654BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
AKSB – Verein zur
Förderung katholisch-sozialer
Bildungswerke in der
Bundesrepublik Deutschland e. V.
2010 und 2011 25 500 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Deutscher Caritasverband
e. V.
2010 und 2011 218 353 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Christliches
Jugenddorfwerk Deutschlands
gemeinnütziger e. V. (CJD)
2010 und 2011 90 000 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Internationaler Bund (IB)
Freier Träger der Jugend-,
Sozial- und Bildungsarbeit
2010 und 2011 65 360 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Jugendnetzwerk Lambda
e. V.
2010 und 2011 55 520 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Verein zur Förderung
bewegungs- und sportorientierter
Jugendsozialarbeit
2010 und 2011 126 000 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
integ-Jugend im
Sozialverband Deutschland e. V.
2010 – 2012 36 000 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
BAG SELBSTHILFE 2010 – 2013 333 000 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Förderverein der
Gehörlosen der neuen Bundesländer
e. V.
2010 – 2013 320 000 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Bundesvereinigung
Lebenshilfe
2010 – 2013 722 000 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Bundesverband für Körper-
und Mehrfachbehinderte
e. V.
2010 – 2013 514 372 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Deutsche Gesellschaft der
Hörgeschädigten-Selbsthilfe
und Fachverbände e. V.
2010 – 2013 488 600 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Bildungs- und
Erholungsstätte Langau e. V.
2010 – 2013 161 315 Euro
BMFSFJ Kinder- und Jugendplan – Arbeiten mit
jungen Menschen mit Behinderung in der
Kinder- und Jugendhilfe
Deutscher Paritätischer
Wohlfahrtsverband –
Gesamtverband
2010 – 2013 365 644 Euro
BMG Teilnahme einer Delegation am
16. Weltkongress der Gehörlosen
Deutscher Gehörlosen-Bund
e. V.
2011 5 700 Euro
BMVBS Funktionale Erweiterung von DELFI
unter besonderer Berücksichtigung
mobilitätseingeschränkter Verkehrsteilnehmer
Rhein-Main-
Verkehrsverbund Servicegesellschaft
mbH
2013 – 2015 2 781 000 Euro
BMVBS Mobilitätseingeschränkte Personen im
ÖPNV – Analyse des derzeitigen
Entwicklungstandes barrierefreier Lösungen
Studiengesellschaft für
unterirdische Verkehrsanlagen
e. V.
2011 – 2012 49 000 Euro
BMVBS Barrierefreie Querungsstellen an
Hauptverkehrsstraßen – Ausgestaltung von
Bordsteinabsenkungen und
Bodenindikatoren im Detail
Studiengesellschaft für
unterirdische Verkehrsanlagen
e. V.
2011 – 2013 148 000 Euro
BKM Bewegungskünstler Special Olympics e. V. 2009 120 512 Euro
BKM Barrierefreie Museumsschlösser –
Angebote für Menschen mit geistiger
Behinderung
Stiftung Preußische
Schlösser und Gärten Berlin-
Brandenburg
2010 17 000 Euro
Ressort Projekt Träger Jahr Unterstützung
Drucksache 17/14654 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDarüber hinaus erhielten Behindertenorganisationen, andere NGO,
Institutionen und Unternehmen zur Durchführung von Projekten zur Umsetzung der UN-
BRK im Bereich der Teilhabe am Arbeitsleben Mittel aus dem Ausgleichsfonds
beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).
Auch das Bundesministerium für Gesundheit vergibt im Rahmen des Titels
„Zuschüsse und Beiträge an zentrale Einrichtungen und Verbände des
Gesundheitswesens“ Zuwendungen als Zuschüsse für Projekte zur Förderung der
gesundheitlichen Selbsthilfe und zur Förderung von Maßnahmen zur
selbstbestimmten Lebensgestaltung behinderter Menschen. Damit wird mittelbar ein
Beitrag zur Umsetzung von Artikel 25 UN-BRK geleistet.
7. In welchem Umfang erhielten Behindertenorganisationen zur Umsetzung
der BRK (zum Beispiel mit Blick auf Artikel 4 Absatz 3 BRK) eine
institutionelle Förderung vom Bund (bitte aufschlüsseln nach obersten
Bundesbehörden und Jahren mit Benennung der Organisation und Höhe
der finanziellen Unterstützung)?
Zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wird von der
Bundesregierung die unabhängige Monitoringstelle gemäß Artikel 33 Absatz 2 der UN-
BRK beim Deutschen Institut für Menschenrechte e. V. (DIMR) institutionell
gefördert. Hierfür stellt das BMAS jährlich einen Betrag von 433 000 Euro aus
Kapitel 11 02 Titel 684 68 zur Verfügung.
8. Welche Konferenzen und andere Veranstaltungen hat die Bundesregierung
seit dem 26. März 2009 zur Umsetzung der BRK durchgeführt (bitte
aufschlüsseln nach obersten Bundesbehörden mit Benennung der
Veranstaltung, Datum, Orten, Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie
Kosten)?
Die Bundesregierung hat seit dem 26. März 2009 folgende Konferenzen und
Veranstaltungen zur Umsetzung der UN-BRK durchgeführt:
BKM Konzertprogramme für Menschen mit
Demenz
Institut für Bildung und
Kultur Remscheid
2012 und 2013 44 000 Euro
BKM gedenkort T4.eu „einzigARTig
gedenken!“
Paritätischer
Wohlfahrtsverband
2012 und 2013 29 100 Euro
BKM Entwicklung von Vermittlungsformaten/
Kulturelle Bildung für die Zielgruppe
Schüler Sek I/Sek II/junge Erwachsene
im Bereich der Museumswerkstatt Südtor
im Park Sanssouci und unter besonderer
Berücksichtigung des Themas Inklusion
Stiftung Preußische
Schlösser und Gärten Berlin-
Brandenburg
2012 37 500 Euro
BKM Kunst und Werk, Vielfalt erleben! Werkstatt Bremen
(Martinshof)
2013 17 200 Euro
Ressort Veranstaltung Ort Teilnehmer Datum Kosten
BMWi Fachkongress „Tourismus für Alle in
Deutschland – Barrierefreiheit als
Qualitätsmerkmal“
BMWi Berlin 220 28. 06. 2013 13 860 Euro
BMAS Kongress „Teilhabe braucht Visionen“ BMAS Berlin 300 23. 06. 2010 47 082 Euro
BMAS Kongress „Teilhabe braucht
Maßnahmen“
BMAS Berlin 300 04. 11. 2010 107 738 Euro
BMAS Konferenz „Inklusion einfach machen –
von Bildung über Ausbildung in Arbeit“
Café Moskau
Berlin
300 07. 12. 2011 186 751 Euro
Ressort Projekt Träger Jahr Unterstützung
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/14654BMAS Fachgespräch zur Lebenssituation
taubblinder Menschen
BMAS Berlin 55 29. 03. 2012 2 222 Euro
BMAS Workshop mit den Ärztinnen und Ärzten
der orthopädischen Aufgabengebiete in
den Ländern zur Versorgung mit
mikroprozessorgesteuerten
Kniegelenksystemen
BMAS Berlin 40 13./14. 11. 2012 12 995 Euro
BMAS Konferenz „Inklusion in der Arbeitswelt:
Auf dem Weg zum
Unternehmensaktionsplan“
BMAS Berlin 70 03. 12. 2012 71 757 Euro
zusammen
mit der
Konferenz
„Rehabilitation und
Sport“
BMAS Konferenz „Rehabilitation und Sport,
gute Wege zur Inklusion“
BMAS Berlin 80 03. 12. 2012 s. o.
BMAS Inklusionstage Axica Berlin 320 28./29. 05. 2013 338 542 Euro
BMAS Nationale Konferenz zur inklusiven
Bildung „Inklusion gestalten – gemeinsam,
kompetent, professionell“
Café Moskau
Berlin
450 17./18. 06. 2013 Abrechnung
liegt noch
nicht vor
BMAS Informationsstand auf der Rehacare Messe Düsseldorf 47 000 21. – 24. 09.
2011
153 611 Euro
BMAS Informationsstand auf der Consozial Messe Nürnberg 5 000 02. – 03. 11.
2011
56 034 Euro
BMAS Informationsstand im Rahmen des Tages
der offenen Tür
BMAS Berlin 6 000 18. – 19. 08.
2013
17 850 Euro
BMAS Informationsstand auf der Rehacare Messe Düsseldorf 51 000 10. – 13. 10.
2012
96 170 Euro
BMAS Informationsstand auf der Consozial Messe Nürnberg 5 000 07. – 08. 11.
2012
52 056 Euro
BMAS Tagung „10 Jahre Mitwirkung in
Werkstätten für behinderte Menschen“
BMAS Berlin 120 09. 11. 2012 1 093 Euro
BMAS Fachtagung „Werkstätten für behinderte
Menschen; Mitwirkung und
Mitbestimmung im europäischen Vergleich“
BMAS Berlin 15 24. 05. 2013 2 581 Euro
BMVBS Erfahrungsaustausch zur Umsetzung der
VO (EG) Nr. 1107/2006 in Deutschland
BMVBS Berlin 29 31. 03. 2011 76 Euro
BMVBS Zweiter Erfahrungsaustausch zur
Anwendung der VO (EG) Nr. 1107/2006 in
Deutschland
BMVBS Berlin 42 23. 04. 2013 119 Euro
BMZ 1. Runder Tisch „Inklusion von
Menschen mit Behinderungen in die deutsche
Entwicklungszusammenarbeit“
BMZ Bonn 40 27. 04. 2010 537 Euro
BMZ 2. Runder Tisch „Inklusion von
Menschen mit Behinderungen in der
Entwicklungszusammenarbeit“
BMZ Bonn 47 02. 11. 2010 3 884 Euro
BMZ 3. Runder Tisch „Inklusion von
Menschen mit Behinderungen“
BMZ Bonn 58 02. 02. 2012 21 553 Euro
BMZ 4. Runder Tisch „Inklusion von
Menschen mit Behinderungen“
BMZ Bonn 51 11. 09. 2012 17 217 Euro
BMZ Veröffentlichung des Aktionsplans
Inklusion von Menschen mit
Behinderungen iVm einer hochrangigen besetzten
Podiumsdiskussion zu
Herausforderungen und Chancen für die Inklusion von
Menschen mit Behinderungen in der
internationalen Entwicklungsagenda
BMZ Berlin 59 06. 02. 2013 25 136 Euro
BMZ Thementeam: „Inklusion von Menschen
mit Behinderungen“
BMZ Bonn 12 05. 07. 2013 4 250 Euro
Ressort Veranstaltung Ort Teilnehmer Datum Kosten
Drucksache 17/14654 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode9. Welche von Behindertenorganisationen durchgeführten Konferenzen und
andere Veranstaltungen zur Umsetzung der BRK hat die Bundesregierung
seit dem 26. März 2009 finanziell unterstützt (bitte aufschlüsseln nach
obersten Bundesbehörden mit Benennung der Veranstaltung, der
Veranstalter, Datum, Orten und Höhe der finanziellen Unterstützung)?
Die Bundesregierung hat seit dem 26. März 2009 folgende von
Behindertenorganisationen durchgeführte Konferenzen und Veranstaltungen zur Umsetzung
der UN-BRK finanziell unterstützt:
Behindertenbeauftragter
Kampagne „Deutschland wird
inklusiv“ (zehn Veranstaltungen)
Bundesweit 2 000 03. 2011 bis
04. 2013
45 000 Euro
Behindertenbeauftragter
Tagungsreihe „Gesundheit“ (fünf
Veranstaltungen)
Berlin 700 2010/2011 30 000 Euro
Behindertenbeauftragter
Regionalkonferenzen „Unternehmen
inklusive Arbeit“ (fünf Veranstaltungen)
Bundesweit 740 2012/2013 426 555 Euro
Migrationsbeauftragte
Fachtagung „Teilhabe und Inklusion für
Migrantinnen und Migranten mit
Behinderung – Herausforderungen für Politik,
Praxis und Wissenschaft“
BPA Berlin 40 13./14. 06. 2013 –
ADS Fachveranstaltung „Selbstbestimmt
dabei. Immer.“ – Inklusion in Alltag und
Arbeitsleben
Jerusalemkirche
Berlin
150 13. 06. 2013 40 000 Euro
Ressort Veranstaltung Veranstalter Ort Datum Unterstützung
BMWi Tag des barrierefreien Tourismus Natko Berlin 08. 03. 2013 40 000 Euro
BMAS 15. Weltkongress Inclusion
Bundesvereinigung Lebenshilfe
und Inclusion
Europe
Berlin 16.–19. 06. 2010 412 795 Euro
BMAS Inklusionskongress „In der Gesellschaft“
der Lebenshilfe
Bundesvereinigung Lebenshilfe
Berlin 2011 70 000 Euro
BMAS Internationaler Dialog EU-GUS:
Gemeinsam für die Umsetzung der UN-BRK
Allgemeiner
Behindertenverband
in Deutschland
e. V. (ABiD)
Düsseldorf
23. 09. –
24. 09. 2011
10 000 Euro
BMFSFJ Seminar für Multiplikatoren in der
Behindertenarbeit mit blinden und
sehgeschädigten Senioren
Deutsch. Verein
der Blinden- u.
Sehbehinderten,
Marburg
Timmendorfer
Strand
12. 10. –
19. 10. 2009
5 712 Euro
BMFSFJ Großveranstaltung mit Workshops für
Multiplikatoren
Förderverein der
Gehörlosen der
neuen
Bundesländer, Berlin
Burgtiefe 22. 10. –
26. 10. 2009
22 000 Euro
BMFSFJ Multiplikatorenseminar für die Arbeit mit
gehörlosen älteren Menschen
Deutscher
Gehörlosen-Bund,
Berlin
München 03. 11. –
05. 11. 2009
5 358 Euro
BMFSFJ 15. Weltkongress Inclusion
Bundesvereinigung Lebenshilfe
und Inclusion
Europe
Berlin 16. 06. –
19. 06. 2010
20 000 Euro
über BMAS
BMFSFJ Seminar für Multiplikatoren in der
Behindertenarbeit mit blinden und
sehgeschädigten Senioren
Deutsch. Verein
der Blinden- u.
Sehbehinderten,
Marburg
Saulgrub 09. 10. –
16. 10. 2010
9 904 Euro
Ressort Veranstaltung Ort Teilnehmer Datum Kosten
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/14654BMFSFJ Großveranstaltung mit Workshops für
Multiplikatoren
Förderverein der
Gehörlosen der
neuen
Bundesländer, Berlin
Binz 20. 10. –
24. 10. 2010
22 000 Euro
BMFSFJ Multiplikatorenseminar Deutscher
Gehörlosen-Bund,
Berlin
Kiel 02. 11. –
04. 11. 2010
5 958 Euro
BMFSFJ Symposium „Kommunikative
Barrierefreiheit“ u. Arbeitstagung
Deutscher
Schwerhörigenbund, Berlin
Berlin 13. 11. und
14. 11. 2010
7 328 Euro
BMFSFJ Großveranstaltung mit Workshops für
Multiplikatoren
Förderverein der
Gehörlosen der
neuen
Bundesländer, Berlin
Oberwiesenthal
05. 10. –
09. 10. 2011
25 000 Euro
BMFSFJ Seminar „Alter und Blindheit“,
Multiplikatoren
Deutsch. Verein
der Blinden- u.
Sehbehinderten,
Marburg
Bad Orb 10. 10. –
17. 10. 2011
8 168 Euro
BMFSFJ Multiplikatorenseminar Deutscher
Gehörlosen-Bund,
Berlin
Saarbrücken
08. 11. –
10. 11. 2011
6 270 Euro
BMFSFJ Fachtagung „Nein gegen Gewalt gegen
Frauen mit Behinderungen in
Einrichtungen“
Weibernetz e. V. Berlin 22. 11. 2011 48 192 Euro
BMFSFJ Multiplikatorenseminar Deutscher
Gehörlosen-Bund,
Berlin
Erfurt 19. 09. –
21. 09. 2012
5 661 Euro
BMFSFJ Seminar „Alter und Blindheit“,
Multiplikatoren
Deutsch. Verein
der Blinden- u.
Sehbehinderten,
Marburg
Bad
Meinberg
06. 10. –
13. 10. 2012
8 168 Euro
BMFSFJ Großveranstaltung mit Workshops für
Multiplikatoren
Förderverein der
Gehörlosen der
neuen
Bundesländer, Berlin
Binz 09. 10. –
13. 10. 2012
22 000 Euro
BMFSFJ Großveranstaltung mit Workshops für
Multiplikatoren
Förderverein der
Gehörlosen der
neuen
Bundesländer, Berlin
Oberhamersbach
10. 10. –
14. 10. 2012
20 000 Euro
BMFSFJ Familienkongress der Lebenshilfe e. V.
Bundesvereinigung der
Lebenshilfe e. V.
Berlin 06. 09. –
08. 09. 2013
20 000 Euro
BMFSFJ Seminar „Alter und Blindheit“,
Multiplikatoren
Deutsch. Verwein
der Blinden- u.
Sehbehinderten,
Marburg
Timmendorfer
Strand
07. 10. –
14. 10. 2013
8 168 Euro
BMFSFJ Arbeitstagung Deutscher
Schwerhörigenbund, Berlin
Berlin 18. 10. –
20. 10. 2013
2 214 Euro
BMFSFJ Multiplikatorenseminar für die Arbeit mit
gehörlosen älteren Menschen
Deutscher
Gehörlosen-Bund,
Berlin
Duderstadt
05. 11. –
07. 11. 2013
6 387 Euro
BMBF Fachtagung „Es ist normal verschieden zu
sein. Wunsch oder Wirklichkeit?“
Informations- und
Beratungsstelle
Studium und
Behinderung (IBS)
des Deutschen
Studentenwerks
(DSW)
Berlin 14./15. 06. 2012 21 500 Euro
Ressort Veranstaltung Veranstalter Ort Datum Unterstützung
Drucksache 17/14654 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode10. Welche Publikationen (Broschüren, Plakate, Flyer, Anzeigen, DVD,
Kinospots usw.) und sonstige Öffentlichkeitsmaterialien (Kleinwerbemittel
usw.) hat die Bundesregierung seit dem 26. März 2009 zur Umsetzung
bzw. Popularisierung der BRK herausgegeben (bitte aufschlüssel nach
obersten Bundesbehörden und Jahren mit Benennung der einzelnen
Produkte, Auflagenhöhe, Berücksichtigung barrierefreier Kommunikation –
leichte Sprache, Brailleschrift usw. – und Kosten – Herstellung, Vertrieb,
Kosten für die Schaltung usw.)?
Die Bundesregierung hat zur Umsetzung der Bewusstseinsbildung zur UN-
BRK folgende Publikationen und sonstige Öffentlichkeitsmaterialien
herausgegeben:
BMZ Veranstaltung „Bildung ohne
Ausgrenzung“
Behinderung und
Entwicklungszusammenarbeit
e. V. (BEZEV)
Bonn 25.–27. 11. 2009 10 000 Euro
BMZ Veranstaltung „Inclusive Early Child
Development – an Underestimated
Component within Poverty Reduction“
Behinderung und
Entwicklungszusammenarbeit
e. V. (BEZEV)
Bonn 03.–04. 02. 2011 10 000 Euro
BMZ Tagung „Von lokal bis global.
Community Based Rehabilitation – eine Strategie
zur Umsetzung einer inklusiven
Entwicklung“
Behinderung und
Entwicklungszusammenarbeit
e. V. (BEZEV)
Bonn 04. 05. 2012 10 000 Euro
BMZ 2 Workshops der Organisation zur
Umsetzung der BRK
Disabled Women
in Africa (DIWA)
Malawi,
Kenia
2012/13 23 455 Euro
Ressorts Benennung der einzelnen Produkte Auflagenhöhe Jahr Barrierefreiheit Kosten
BMAS Broschüre „Übereinkommen der
Vereinten Nationen über Rechte von Menschen
mit Behinderungen“
70 000 2009 56 000,00 Euro
BMAS Broschüre „Übereinkommen der
Vereinten Nationen über Rechte von Menschen
mit Behinderungen“
30 000 2010 Leichte
Sprache
19 800,00 Euro
BMAS Anzeigenschaltung Motiv „Schon
gehört…?“
2010 47 415,97 Euro
BMAS Postkarte 600 2010 761,60 Euro
BMAS Broschüre „Nationaler Aktionsplan –
einfach machen“
25 000 2011 30 160,00 Euro
BMAS Broschüre „Nationaler Aktionsplan“ 10 000 2011 26 629,89 Euro
BMAS Anzeigen- und Plakatschaltung
„Behindern ist heilbar“ Motiv „Barrierefreiheit“
2011 1 986 689,35 Euro
BMAS Riesenplakat Berlin „Behindern ist
heilbar“ Motiv „Barrierefreiheit“
2011 81 931,50 Euro
BMAS Presserückwand 2011 1 519,04 Euro
BMAS Downloadvorlage für Plakate, Postkarten
und Briefaufkleber zur Selbstgestaltung
durch Verbände
2011 5 360,95 Euro
BMAS Nutzung der Downloadvorlage durch
10 Verbände
1 650 Plakate
15 000
Postkarten
6 000
Briefaufkleber
2011 Hausdruckerei
BMAS Ausstattung Pressekonferenzen am
14. 06. und am 04. 10. 2011
2011 12 563,43 Euro
BMAS Magnete als Give Aways mit dem Logo
„Einfach machen“
2 000 2011 1 998,87 Euro
Ressort Veranstaltung Veranstalter Ort Datum Unterstützung
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/14654BMAS Themenheft zur BRK als Beilage zum
„Journalist“
5 000 2011 barrierefreie
PDF-Version
180 428,16 Euro
BMAS Broschüre „Nationaler Aktionsplan –
einfach machen“
20 000 2012 26 340,00 Euro
BMAS Erstellung und Druck Flyer „Interaktive
Inklusion“
15 000 2012 1 706,95 Euro
BMAS Flyer „Initiative Inklusion“ 20 000 2012 Hausdruckerei
BMAS Flyer „Schwerbehindertenausweis“ 10 000 2012 Braille Schrift 2 737,00 Euro
BMAS DVD „UN-
Behindertenrechtskonvention“
24 000 2012 Incl.
Gebärdensprach-
Video
45 800,00 Euro
BMAS DVD Nationaler Aktionsplan 7 100 2012 Incl.
Gebärdensprach-
Video
19 130,00 Euro
BMAS Erstellung und Druck Flyer „Der neue
Schwerbehindertenausweis“
916 800 2012 18 849,60 Euro
BMAS Flyer „Der neue
Schwerbehindertenausweis“
445 000 2012 Hausdruckerei
BMAS Herstellung und Schaltung des
Videospots
2012 684 457,91 Euro
BMAS Herstellung und Schaltung von
Edgarcards
2012 164 943,32 Euro
BMAS Anzeigenschaltung „Behindern ist
heilbar“ mit Motiv „Arbeit“
2012 43 106,69 Euro
BMAS Give Aways mit dem Logo „einfach
machen“
2012 6 947 Euro
BMAS Schwerbehindertenausweis als Beilage 461 300 2012 34 989,70 Euro
BMAS Flyer „Nationaler Aktionsplan“ 1 000 2013 Braille Schrift 1 885,00 Euro
BMAS Plakat „Behindern ist heilbar“ 3 000 2013 Hausdruckerei
BMAS Broschüre „Nationaler Aktionsplan –
einfach machen“
30 000 2013 Leichte
Sprache
10 300,00 Euro
BMAS Anzeigenschaltung „Behindern ist
heilbar“ mit Motiv „Schule“
2013 135 068,33 Euro
BMAS Schwerbehindertenausweis als Beilage 1 509 800 2013 248 996,66 Euro
BMFSFJ Kurzfassung der Studie „Lebenssituation
und Belastungen von Frauen mit
Beeinträchtigungen und Behinderungen in
Deutschland“
5 000 2012 Leichte
Sprache
8 996,75 Euro
BMFSFJ Nachdruck der Kurzfassung der o. g.
Studie
5 000 2012 Leichte
Sprache
3 977,21 Euro
BMVBS Flyer zu Fluggastrechten von Menschen
mit Behinderungen und eingeschränkter
Mobilität
2 000 2012 Hausdruckerei
BMZ Umsetzung der VN-Konvention über die
Rechte von Menschen mit Behinderungen
im Rahmen der deutschen
Entwicklungszusammenarbeit – Bericht zur Studie
– 2009 barrierefreie
PDF-Version
6 650,00 Euro
BMZ Umsetzung der VN-Konvention über die
Rechte von Menschen mit Behinderungen
im Rahmen der deutschen
Entwicklungszusammenarbeit – Zusammenfassung der
Studie
1 500 2009 barrierefreie
PDF-Version
3 648,00 Euro
BMZ Was man wissen sollte zum Thema:
Behinderung und
Entwicklungszusammenarbeit – 10 mal nachgehakt
500 2010 barrierefreie
PDF-Version
800,00 Euro
BMZ What you need to know about: Disability
and development cooperation – 10 facts
or fallacies?
500 2010 barrierefreie
PDF-Version
800,00 Euro
Ressorts Benennung der einzelnen Produkte Auflagenhöhe Jahr Barrierefreiheit Kosten
Drucksache 17/14654 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode11. Wie setzen sich die Kosten für die vom BMAS am 28./29. Mai 2013
durchgeführten „Inklusionstage“ zusammen?
Inwieweit sind BMAS-interne Sach- und Personalkosten bei dieser
Rechnung berücksichtigt?
Die Kosten für die Inklusionstage am 28. und 29. Mai 2013 im Axica setzen
sich wie folgt zusammen:
Teilnehmermanagement 8 289,82 Euro
Moderationen 3 421,71 Euro
Referenten/Impulsgeber 4 009,38 Euro
Gestaltung und Produktion der Tagungsunterlagen 18 022,04 Euro
Kosten Axica für 3 Tage (mit Miete, Personal und Technik) 135 178,21 Euro
Catering 42 901,00 Euro
Ausstattung der Räume 5 199,10 Euro
BMZ Making sustainable sanitation inclusive
for persons with disabilities – Factsheet
1 000 2011 barrierefreie
PDF-Version
960,00 Euro
BMZ A human rights-based approach to
disability in development – Entry Points for
development organisations
1 000 2012 barrierefreie
PDF-Version
12 839,00 Euro
BMZ Inklusion auf einen Blick: 10 Bausteine
zur Inklusion von Menschen mit
Behinderungen in Vorhaben der deutschen
Entwicklungszusammenarbeit
500 2012 barrierefreie
PDF-Version
3 612,75 Euro
BMZ Die UN-Konvention über die Rechte von
Menschen mit Behinderungen –
Taschenversion
1 000 2013 barrierefreie
PDF-Version
8 576,25 Euro
BMZ Aktionsplan zur Inklusion von Menschen
mit Behinderungen (2013–2015) – BMZ
Strategiepapier 1/2013 (deutsch und
englisch)
400 Print und
10 (Braille)
2013 barrierefreie
PDF-Version,
Braille, leichte
Sprache in
Vorbereitung
6 857,78 Euro
BMZ Katastrophenvorsorge für alle – Inklusion
von Kindern, älteren Menschen und
Menschen mit Behinderungen (BMZ-
Informationsbroschüre 1/2013) (deutsch und
englisch)
800 2013 barrierefreie
PDF-Version
5 742,63 Euro
BMZ Gender and Disability Mainstreaming –
Training Manual for Disabled Women in
Africa
100 2013 10 Braille-
Versionen
7 831,95 Euro
Behindertenbeauftragter
Kleinwerbemittel für die Kampagne
„Deutschland wird inklusiv“
(Kugelschreiber, Buttons, Taschen,
Schlüsselanhänger, Brillenputztücher, tictac-
Döschen, DigiCleaner, Magneten,
Luftballons)
65 000 2012
2013
60 000 Euro
Behindertenbeauftragter
Werbemaßnahmen für die
Kampagnenveranstaltungen
2012
2013
7 000 Euro
Behindertenbeauftragter
Publikation „Die UN-Konvention“ 60 000 2010 –
2013
Leichte
Sprache
4 930 Euro
Hausdruckerei
Behindertenbeauftragter
Broschüren zur Staatlichen
Koordinierungsstelle
5 500 2011 Leichte
Sprache
797 Euro
Hausdruckerei
Ressorts Benennung der einzelnen Produkte Auflagenhöhe Jahr Barrierefreiheit Kosten
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/14654Rahmenprogramm 10 283,17 Euro
weiteres Personal 12 140,82 Euro
Produktion Filme und Dokumentation 8 649,21 Euro
Agenturkosten 36 395,00 Euro
Mehrwertsteuer 54 053,00 Euro
Gesamtkosten 338 542,46 Euro
Vollkostenrechnung für Veranstaltungen und Tagungen des BMAS werden
generell nicht aufgestellt. Daher sind auch die internen Sach- und Personalkosten
nicht berücksichtigt.
12. Wer war mit der Organisation und Durchführung der Konferenz
beauftragt, und wie erfolgte die Ausschreibung für diesen Auftrag?
Mit der Durchführung und Organisation der Inklusionstage war die Agentur
facts and fiction GmbH Berlin beauftragt, mit der das BMAS einen
Rahmenvertrag abgeschlossen hat.
13. Inwieweit hält die Bundesregierung die Höhe der Kosten für diese
Konferenz für üblich und angemessen?
Die Bundesregierung hält die Höhe der Kosten für die zweitägigen
Inklusionstage mit drei unterschiedlichen Schwerpunktthemen und vor dem Hintergrund
der barrierefreien Ausgestaltung für üblich und angemessen.
14. Inwieweit teilt die Bundesregierung die im Ersten Staatenbericht der
Zivilgesellschaft (Parallelbericht) enthaltenen Einschätzungen der BRK-
Allianz zur Umsetzung der BRK?
Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 hat
die Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur umfassenden Inklusion von
Menschen mit Behinderungen abgelegt. Die Bundesrepublik Deutschland will
die politische, wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Teilhabe von
Menschen mit Behinderungen verwirklichen.
Die Bundesregierung sieht in dem Parallelbericht der Zivilgesellschaft einen
wichtigen Beitrag zur aktuellen Inklusionsdebatte aus der Perspektive der
behindertenpolitischen Verbände.
Sie teilt die Auffassung der Zivilgesellschaft, dass es bei der Umsetzung der
gleichberechtigten Teilhabe in vielen Bereichen noch Handlungsbedarf gibt.
Allerdings sieht sie diesen Handlungsbedarf weniger im Bereich von
Rechtsänderungen als vielmehr in der Umsetzung des Rechts.
Die Bundesregierung hat daher 2011 den Nationalen Aktionsplan zur
Umsetzung der Konvention mit über 200 Maßnahmen auf den Weg gebracht. Mit der
Übernahme des Focal Points durch das BMAS, der Beauftragung des
Deutschen Instituts für Menschenrechte als unabhängige Monitoringstelle und mit
der Ansiedlung der Koordinierungsstelle beim Beauftragten der
Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen wurden wichtige Strukturen zur
Begleitung des Umsetzungsprozesses der Konvention geschaffen.
Unbestritten bleibt noch vieles zu tun. Die Maßnahmen des Aktionsplans sind
erste Schritte, denen die Bundesregierung weitere folgen lassen wird. Aus dem
neuen Teilhabebericht können wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, wo
Politik gezielt ansetzen muss.
Drucksache 17/14654 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode15. Welche der im Ersten Staatenbericht der Zivilgesellschaft
(Parallelbericht) enthaltenen Forderungen der BRK-Allianz zur Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention teilt bzw. unterstützt die
Bundesregierung?
Welche nicht, und warum nicht (bitte detailliert zu den jeweils
aufgeführten Artikeln 1 bis 32 BRK Stellung beziehen)?
Die Bundesregierung hat im Staatenbericht ihre Haltung zum Stand der
Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention für jeden Artikel der Konvention
umfassend dargelegt. Der Parallelbericht der Zivilgesellschaft fließt gemeinsam
mit dem Staatenbericht in die durch den Fachausschuss zu erfolgende
Bewertung über den Stand und den Fortgang der Umsetzung der Konvention ein. Die
Bundesregierung hält daher zum jetzigen Zeitpunkt eine differenzierte
Bewertung des Parallelberichtes der Zivilgesellschaft für nicht geboten.
16. Wie bewertet die Bundesregierung heute die von ihr immer noch
verwendete und publizierte „amtliche Übersetzung“ der BRK, in der z. B. weder
die Begriffe „Inklusion“ noch „selbstbestimmt Leben“ oder
„Barrierefreiheit“ vorkommen, obwohl diese Begriffe nach Auffassung der
Fragesteller nicht nur richtig, sondern inzwischen öffentlich sind, also auch von der
Bundesregierung verwendet werden?
In Anerkennung der Tatsache, dass die offiziellen Sprachfassungen der
Vereinten Nationen für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
maßgeblich sind, bewertet die Bundesregierung die amtliche deutsche Übersetzung als
geeignetes Referenzdokument über das sich die deutschsprachigen Länder
Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Deutschland zur Sicherung der
Einheitlichkeit verständigt haben.
Der Entwicklung des behindertenpolitischen Diskurses der letzten Jahre
folgend, verwendet die Bundesregierung sowohl im Nationalen Aktionsplan als
auch im Teilhabebericht die Begriffe „Inklusion, Barrierefreiheit und
selbstbestimmt Leben“.Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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ISSN 0722-8333]