[Deutscher Bundestag Drucksache 18/1911
18. Wahlperiode 26.06.2014Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Julia Verlinden, Christian Kühn
(Tübingen), Oliver Krischer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 18/1563 –
Mittelabfluss und Wirkung der KfW-Gebäudesanierungsprogramme
und des Marktanreizprogrammes im Jahr 2013
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Nach einer aktuellen Erhebung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)
sind 70 Prozent der Wohngebäude in Deutschland mehr als 30 Jahre alt. Rund
zwei Drittel davon haben ein gedämmtes Dach bzw. eine gedämmte oberste
Geschossdecke. Aber nur 28 Prozent dieser älteren Wohngebäude verfügen
über eine Dämmung der Außenwände. Diese Zahlen verdeutlichen das enorme
Potenzial für Energieeinsparung im Gebäudebestand. Dieses Potenzial der
energetischen Gebäudesanierung gilt es zu heben, um den Klimaschutz
voranzubringen, die Abhängigkeit von Brennstoffimporten zu verringern und den
Anstieg der Heizkosten zu begrenzen.
So zeigt der bundesweite Heizspiegel 2013 einen erneuten Anstieg der
Heizkosten im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr. Danach betrugen die Heizkosten
für eine 70-Quadratmeter-Wohnung, die mit Heizöl beheizt wird, im Jahr 2012
durchschnittlich 990 Euro. Das bedeutet einen Anstieg um 100 Euro im
Vergleich zum Jahr 2011 (+ 11,2 Prozent). Haushalte mit Erdgasheizungen zahlten
770 Euro und damit 55 Euro mehr als im Vorjahr (+ 7,7 Prozent). Die
Heizkosten für Fernwärme stiegen um 75 Euro auf 860 Euro (+ 9,6 Prozent).
Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes ist also nicht nur ein
Klimaschutzinstrument, sondern auch ein zentrales Instrument, um die
Wohnkostenbelastung nachhaltig zu reduzieren. Einen wesentlichen Anreiz für
Investitionen in die energetische Sanierung des Bestandes sollen dabei die
unterschiedlichen Förderprogramme der KfW setzen, allen voran das CO2-
Gebäudesanierungsprogramm.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Einige Antworten auf die vorgelegten Fragen lassen sich dem Förderreport der
KfW entnehmen. Diesen stellt die KfW im Internet (
www.kfw.de/KfW-Konzern/
Über-die-KfW/Zahlen-und-Fakten/KfW-auf-einen-Blick/Förderreport/) zur
Verfügung. Insoweit wird auf die entsprechenden Seiten des Förderreports
verwiesen. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom
24. Juni 2014 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/1911 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeZum Mittelabfluss und den Förderprogrammen
1. Wie hoch war die Anzahl der Antragstellerinnen und Antragsteller für
Maßnahmen aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW im Zeitraum
vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 in absoluten Zahlen,
aufgeteilt nach den Einzelprogrammen der KfW (bitte nach Haushaltstiteln
aufschlüsseln)?
2. Wie hoch war die Anzahl und das Volumen der Bewilligungen beim CO2-
Gebäudesanierungsprogramm der KfW im Zeitraum vom 1. Januar 2013
bis zum 31. Dezember 2013 in absoluten Zahlen, aufgeteilt nach den
Einzelprogrammen der KfW?
Die Fragen 1 und 2 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Aus Mitteln des CO2-Gebäudesanierungsprogramms – Kapitel 60 92 Titel
661 07 (Kredit) und Titel 891 01 (Zuschuss) – werden die Programme zur
energetischen Sanierung von Wohngebäuden (Energieeffizient Sanieren – Kredit-
und Zuschussprogramme), dem energieeffizienten Neubau von Wohngebäuden
(Energieeffizient Bauen) sowie der energetischen Sanierung von Gebäuden der
kommunalen und sozialen Infrastruktur (IKK/IKU – Energieeffizient Sanieren)
finanziert. Die Anzahl der Anträge und Zusagen sowie das Zusagevolumen
können folgender Tabelle entnommen werden. Zuschüsse sind in der Tabelle
gesondert aufgeführt. Die Differenz zwischen der Anzahl der Anträge und
Zusagen begründet sich aus der Zahl der zum jeweiligen Stichtag noch nicht
bearbeiteten Anträge.
3. Wie hoch war die Anzahl der abgelehnten Förderanträge, und mit welcher
Begründung wurden die Anträge in der Regel abgelehnt (bitte nach
Einzelprogrammen aufschlüsseln)?
Die Anzahl der abgelehnten Anträge können folgender Tabelle entnommen
werden.
01.01.2013 – 31.12.2013 Anzahl
der Anträge
Anzahl
der Zusagen
Zusagevolumen
in Mio. €
Energieeffizient Sanieren – Effizienzhaus 12 957 11 597 1 862
Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen 40 760 37 400 2 022
Energieeffizient Bauen 81 395 75 440 6 265
Energieeffizient Sanieren – Zuschuss 68 326 64 504 159
IKK – Energieeffizient Sanieren 229 183 121
IKU – Energieeffizient Sanieren 183 133 48
Anzahl
Ablehnungen
Energieeffizient Sanieren – Effizienzhaus 102
Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen 242
Energieeffizient Bauen 392
Energieeffizient Sanieren – Zuschuss 3 626
IKK – Energieeffizient Sanieren 2
IKU – Energieeffizient Sanieren 6
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/1911Häufigste Gründe für Ablehnungen in den wohnwirtschaftlichen
Kreditprogrammen für die energetische Sanierung und den Neubau waren
konkurrierende Förderzusagen für das gleiche Vorhaben (entweder im selben
Kreditprogramm oder im Zuschussprogramm). Hauptablehnungsgründe beim
Investitionszuschuss sind die verspätete Antragstellung sowie die fehlende
Förderfähigkeit des Investitionsobjektes. Bei der energetischen Fachplanung und
Baubegleitung sind die verspätete Antragstellung, die fehlende Berechtigung
des Sachverständigen, die Baubegleitung durchzuführen (keine gelisteter
Experte bzw. wirtschaftlich nicht unabhängig) sowie die Nichterbringung der
gemäß den Förderbedingungen zu erbringenden Leistungen des Sachverständigen
die Gründe für eine Ablehnung.
4. Wie verteilten sich die eingesetzten Mittel auf die unterschiedlichen
Antragstellerinnen und Antragsteller (Privatpersonen, Genossenschaften,
Gebietskörperschaften/Kommunen, Wohneigentumsgemeinschaften, Kirchen/
Wohlfahrtsverbände, Wohnungs- und Immobilienunternehmen als AG/GmbH und
andere Rechtsformen) jeweils für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis zum
31. Dezember 2012 sowie vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013
(bitte die Ergebnisse nach den unterschiedlichen KfW-Programmen sowie
nach Typ der Maßnahmen – Effizienzhäuser, Einzelmaßnahme – aufteilen
und die Haushaltstitel benennen, aus denen die Förderung erfolgt sowie, falls
möglich, auch die Anzahl der geförderten Maßnahmen sowie die Anzahl der
geförderten Wohneinheiten für die jeweiligen Punkte angeben)?
Die Zahlen für das Programm Energieeffizient Sanieren – Effizienzhaus (Kredit
und Zuschuss) enthält die nachstehende Tabelle.
1 davon Zuschussvolumen: 23 Mio. €
2 davon Zuschussvolumen: 25 Mio. €
* Bei den Gebietskörperschaften sind programmbasierte Globaldarlehen an Landesförderinstitute enthalten. Die Förderung wird hauptsächlich an
Privatpersonen und Wohnungsunternehmen weitergereicht.
Die Zahlen für das Programm Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen
(Kredit und Zuschuss) enthält die nachstehende Tabelle.
1 davon Zuschussvolumen: 52 Mio. €
2 davon Zuschussvolumen: 121 Mio. €
* Bei den Gebietskörperschaften sind programmbasierte Globaldarlehen an Landesförderinstitute enthalten. Die Förderung wird hauptsächlich an
Privatpersonen und Wohnungsunternehmen weitergereicht.
Energieeffizient Sanieren –
Effizienzhaus
2012 2013
Anzahl Volumen
in Mio. €
Wohneinheiten
Anzahl Volumen
in Mio. €
Wohneinheiten
Private Haushalte 13 033 1 084 1 25 343 12 316 1 047 2 23 551
Wohnungsunternehmen inkl.
Genossenschaften
1 021 654 25 151 1 036 658 23 717
Gebietskörperschaften* 44 234 1 525 38 148 2 471
Kirchen/Wohlfahrtsverb. 24 27 819 49 33 850
Energieeffizient Sanieren –
Einzelmaßnahmen
2012 2013
Anzahl Volumen
in Mio. €
Wohneinheiten
Anzahl Volumen
in Mio. €
Wohneinheiten
Private Haushalte 71 053 1 563 1 147 805 92 275 1 510 2 182 424
Wohnungsunternehmen inkl.
Genossenschaften
1 126 367 30 693 1 045 281 30 785
Gebietskörperschaften* 103 292 8 376 85 228 7 697
Kirchen/Wohlfahrtsverb. 83 16 2 600 91 23 4 136
Drucksache 18/1911 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeDie Zahlen für das Programm Energieeffizient Bauen enthält die nachstehende
Tabelle.
* Bei den Gebietskörperschaften sind programmbasierte Globaldarlehen an Landesförderinstitute enthalten. Die Förderung wird hauptsächlich an
Privatpersonen und Wohnungsunternehmen weitergereicht.
Die Zahlen für das Programm Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung enthält
die nachstehende Tabelle.
* Bei den Gebietskörperschaften sind programmbasierte Globaldarlehen an Landesförderinstitute enthalten. Die Förderung wird hauptsächlich an
Privatpersonen und Wohnungsunternehmen weitergereicht.
In den kommunalen Förderprogrammen werden keine Wohneinheiten gefördert.
Im Programm IKK – Energieeffizient Sanieren werden ausschließlich
Kommunen gefördert. Die Zahlen für das Programm können der nachstehenden Tabelle
entnommen werden.
Die Zahlen für das Programm IKU – Energieeffizient Sanieren (bis Dezember
2012 Sozial Investieren – Energetische Gebäudesanierung genannt) können der
nachstehenden Tabelle entnommen werden.
1 Inklusive PPP-Modelle; Antragsberechtigung erst seit Oktober 2012
Energieeffizient Bauen 2012 2013
Anzahl Volumen
in Mio. €
Wohneinheiten
Anzahl Volumen
in Mio. €
Wohneinheiten
Private Haushalte 64 062 3 748 80 194 73 426 4 361 93 079
Wohnungsunternehmen inkl.
Genossenschaften
1 927 1 228 27 319 1 835 1 078 23 551
Gebietskörperschaften* 51 402 2 447 42 644 8 222
Kirchen/Wohlfahrtsverb. 143 261 6 095 137 182 3 977
Energieeffizient Sanieren –
Baubegleitung
2012 2013
Anzahl Volumen
in T €
Wohneinheiten
Anzahl Volumen
in T €
Wohneinheiten
Private Haushalte 4 747 9 459 13 068 6 428 12 861 16 490
Wohnungsunternehmen inkl.
Genossenschaften
89 248 2 025 112 366 2 506
Gebietskörperschaften* 4 9 9 15 54 1 245
Kirchen/Wohlfahrtsverb. 3 7 92 11 40 202
IKK – Energieeffizient Sanieren 2012 2013
Anzahl Volumen in T € Anzahl Volumen in T €
kommunale
Gebietskörperschaften
286 216 616 183 120 641
IKU – Energieeffizient Sanieren 2012 2013
Anzahl Volumen in T € Anzahl Volumen in T €
Kommunale Unternehmen 1 0 0 70 35 370
Gemeinnützige Organisationen 135 30 775 63 12 612
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/1911Weitere Daten für die Jahre 2012 und 2013 können dem KfW Förderreport 2013
entnommen werden: (
www.kfw.de/KfW-Konzern/Über-die-KfW/Zahlen-und-
Fakten/KfW-auf-einen-Blick/Förderreport/).
5. Wie hat sich die Nachfrage nach den einzelnen KfW-Programmen im Jahr
2013 im Vergleich zu den Vorjahren seit dem Jahr 2010 entwickelt, und wie
beurteilt die Bundesregierung diese Entwicklung?
6. Wie hat sich die Nachfrage speziell für Einzelmaßnahmen bzw. freie
Einzelmaßnahmen-Kombinationen im Jahr 2013 im Vergleich zu den
Vorjahren seit dem Jahr 2010 entwickelt, und wie beurteilt die Bundesregierung
diese Entwicklung (bitte nach KfW-Programmen aufschlüsseln)?
Die Fragen 5 und 6 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Daten für die Jahre 2010 und 2011 können dem KfW Förderreport 2011 auf
der Seite 4 und für die Jahre 2012 und 2013 dem KfW Förderreport 2013 auf
der Seite 4 entnommen werden (
www.kfw.de/KfW-Konzern/Über-die-KfW/
Zahlen-und-Fakten/KfW-auf-einen-Blick/Förderreport/).
Die Programme zeigen insgesamt eine positive Entwicklung, die
zwischenzeitlich ergriffenen Maßnahmen zur Programmsteuerung spiegeln sich in den
Zahlen wider.
7. Inwieweit wurden die Förderanforderungen für Einzelmaßnahmen für das
Jahr 2013 gegenüber den zuvor gültigen Förderanforderungen geändert,
und welche Änderungen wurden konkret vorgenommen?
Die Förderanforderungen für Einzelmaßnahmen haben sich in den Jahren 2012
und 2013 im Wesentlichen nicht verändert.
Zum 1. April 2012 sind gesonderte Förderbestimmungen für Baudenkmale und
Gebäude mit sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz eingeführt
worden. Die Förderung wurde zudem um die Optimierung bestehender
Heizungsanlagen und die energetische Ertüchtigung bestehender Fenster ergänzt.
8. Wie stellt sich seit dem Jahr 2010 der Zusammenhang zwischen
Haushaltsmitteln für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und den Zinssätzen der
Kreditprogramme zur energetischen Gebäudesanierung dar, und wie
bewertet die Bundesregierung diese (bitte auflisten nach Einzelprogrammen und
Zinsentwicklung)?
Die KfW erhält seit dem Jahr 2001 Bundesmittel zur Verbilligung von Zinsen
sowie zur Gewährung von Tilgungszuschüssen und Zuschüssen in den
Programmen für energieeffizientes Bauen und Sanieren. In Abhängigkeit der jährlichen
Ausstattung an Bundesmitteln erfolgt die Konditionengestaltung, die unterjährig
entsprechend der Inanspruchnahme angepasst werden kann. Die Steuerung
erfolgt dabei unter der Maßgabe, stets eine anreizstarke Differenz zum Marktzins
anzubieten sowie größtmögliche Förderkontinuität zu gewährleisten. Da die
Nachfrage auch externen Einflüssen unterliegt (z. B. Umstellung der
Anforderungen auf die Energiesparverordnung [EnEV] 2009), ist die Mittelsteuerung
ein laufender Anpassungsprozess. Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass mit
einer höheren Zinsverbilligung tendenziell eine höhere Nachfrage nach den
Kreditmitteln einherging.
Drucksache 18/1911 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode 9. Wie verlief die monatliche Entwicklung der KfW-Zinssätze im Bereich
Gebäudesanierung gegenüber den Marktzinsen seit dem Jahr 2010, und
wie beurteilt die Bundesregierung diese Entwicklung (bitte auflisten nach
Einzelprogrammen und Zinsentwicklung)?
11. Wie hoch war die durchschnittliche Zinsverbilligung (im Vergleich zum
Marktzins), die die KfW jeweils im Jahr 2012 und im Jahr 2013 angeboten
hat (bitte die Angabe nach den jeweiligen KfW-Programmen aufteilen und
ggf. die Haushaltstitel angeben, aus denen die Förderung erfolgt ist)?
Die Fragen 9 und 11 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die KfW vollzieht die Kapitalmarktentwicklung (in Absprache mit dem
Richtliniengeber BMVBS bzw. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) stetig
nach, so dass die KfW-Zinssätze in allen Programmen für energieeffizientes
Bauen und Sanieren auch in der monatlichen Betrachtung stets deutlich unter
dem Marktzinsniveau liegen. Mit Hilfe der zur Verfügung stehenden
Bundesmittel konnte die KfW somit in den Jahren 2012 und 2013 stets eine attraktive
Zinsverbilligung gewähren. Da die Zinsverbilligung tagesaktuell schwankt, ist
die Darstellung einer durchschnittlichen Zinsverbilligung für ein Jahr wenig
aussagekräftig.
10. Was ist das durchschnittliche Kreditvolumen bzw. Zuschussvolumen, das
die jeweiligen Antragstellerinnen und Antragsteller pro Wohneinheit
beantragt haben (für das Jahr 2012 sowie für das Jahr 2013)?
Das durchschnittliche Kreditvolumen pro Wohneinheit kann den nachstehenden
Tabellen entnommen werden.
Energieeffizient Sanieren –
Effizienzhaus
2012 2013
Durchschnittliches Kreditvolumen
in T €
Durchschnittliches Kreditvolumen
in T €
Private Haushalte 47 49
Wohnungsunternehmen inkl.
Genossenschaften
26 27
Gebietskörperschaften* 153 60
Kirchen/Wohlfahrtsverb. 33 39
Energieeffizient Sanieren –
Einzelmaßnahmen
2012 2013
Durchschnittliches Kreditvolumen
in T €
Durchschnittliches Kreditvolumen
in T €
Private Haushalte 16 18
Wohnungsunternehmen inkl.
Genossenschaften
12 9
Gebietskörperschaften* 35 30
Kirchen/Wohlfahrtsverb. 6 6
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/1911* Bei den Gebietskörperschaften sind programmbasierte Globaldarlehen an Landesförderinstitute enthalten. Die Förderung wird hauptsächlich an
Privatpersonen und Wohnungsunternehmen weitergereicht.
Im Programm Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss sind
ausschließlich private Antragsteller antragsberechtigt. Das durchschnittliche
Zuschussvolumen pro Wohneinheit lag im Jahr 2012 bei rund 1 300 Euro und stieg im
Jahr 2013 auf rund 1 400 Euro.
Im Programm Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung betrug das
durchschnittliche Zuschussvolumen pro Wohneinheit in den Jahren 2012 und 2013
rund 650 Euro.
In den kommunalen Förderprogrammen werden keine Wohneinheiten gefördert.
Demnach ist ein Ausweis des durchschnittlichen Kreditvolumens pro
Wohneinheit nicht möglich.
12. Welche Förderquoten ergeben sich aus Zinsverbilligung und
Tilgungszuschuss für die Förderungen unterschiedlicher KfW-Effizienzmaßnahmen
im Programm energetische Gebäudesanierung?
13. Wie stellt sich seit dem Jahr 2010 der Zusammenhang zwischen den
Zinssätzen der Kreditprogramme zur energetischen Gebäudesanierung
und der Nachfrage nach den einzelnen Programmen dar (bitte nach
Einzelprogramm und Zinsentwicklung auflisten)?
Die Fragen 12 und 13 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die KfW bietet einen stets unter dem Marktniveau liegenden Zinssatz an, der bei
Erreichen energetisch hochwertiger Niveaus mit einem gestaffelten
Tilgungszuschuss kombiniert werden kann. Hierbei gilt: Je besser der KfW-
Effizienzhaus-Standard, desto attraktiver ist die Förderung.
Die aktuelle Staffelung der Tilgungszuschüsse beträgt 2,5 Prozent bis 17,5
Prozent des Zusagebetrages. Der durchschnittliche Förderhebel über alle
Programme betrug in den letzten Jahren 1:16 (Verhältnis der angestoßenen
Investitionen zu den eingesetzten Bundesmitteln). Im Übrigen wird auf die Antwort zu
den Fragen 9 und 11 verwiesen.
Energieeffizient Bauen 2012 2013
Durchschnittliches Kreditvolumen
in T €
Durchschnittliches Kreditvolumen
in T €
Private Haushalte 47 47
Wohnungsunternehmen inkl.
Genossenschaften
44 45
Gebietskörperschaften* 164 78
Kirchen/Wohlfahrtsverb. 43 46
Drucksache 18/1911 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode14. Inwieweit sind nach Auffassung der Bundesregierung die bestehenden
Förderinstrumente und ihre Mittelausstattung geeignet, die Quote
energetischer Sanierungen auf 2 Prozent zu steigern sowie die Energiespar- und
die Klimaschutzziele der Bundesregierung im Gebäudebestand zu
erreichen?
Bis zum Jahr 2050 soll der Gebäudebestand nahezu „klimaneutral“ sein. Um das
große Energieeinsparpotential zu erschließen, setzt die Bundesregierung
insbesondere auf ein Maßnahmenbündel nach dem Motto „Fordern und Fördern,
Informieren – Marktkräfte stärken“. Die bestehenden Förderinstrumente und ihre
Mittelausstattung tragen wesentlich zur Umsetzung der Ziele des
Energiekonzepts im Gebäudebereich bei. Mit ihrer ganzheitlichen Gebäudestrategie wird
die Bundesregierung Wege, Maßnahmen und Instrumente aufzeigen, wie der
Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral werden kann. Die
Steigerung einer Sanierungsquote ist dabei kein eigenständiges Ziel. Im
Vordergrund stehen die Energieeinspar- und Klimaschutzziele.
15. Welche konkreten Möglichkeiten stehen der Bundesregierung zur
Verfügung, um Einfluss auf die Ausgestaltung der KfW-Förderprogramme zu
nehmen, und von welchen wird die Bundesregierung zukünftig (verstärkt)
Gebrauch machen?
Bei den KfW-Programmen zum Energieeffizienten Bauen und Sanieren handelt
sich um bundesverbilligte Programme. Die Förderbedingungen und die
technischen Mindestanforderungen werden vom Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie (zuvor vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung) in Abstimmung mit den für Finanzen sowie für Umwelt und Bau
zuständigen Ressorts und der KfW festgelegt.
16. Welche Schritte werden durch die Bundesregierung unternommen, um
neben der Effizienz- und Hocheffizienzmaßnahmen, die durch die KfW-
Gebäudesanierungsprogramme gefördert werden, auch andere
wirtschaftliche Technologien zu unterstützen, die eine gleichwertige oder bessere
primärenergetische Bilanz bzw. CO2-Vermeidungskosten erreichen als
Dämmung?
Die Bundesregierung unterstützt einen technologieoffenen Ansatz zur
Steigerung der Energieeffizienz. So erhalten Bauherren z. B. durch den
primärenergetischen Ansatz der Energieeinsparverordnung (EnEV) sehr variable
Handlungsspielräume. Die besten Maßnahmen hinsichtlich Energieeinsparung und
Kosteneffizienz können sich damit marktwirtschaftlich durchsetzen.
Zentrales Förderkriterium für den Neubau oder die Sanierung zum KfW-
Effizienzhaus ist die „Gesamtenergieeffizienz“ des Gebäudes. Dabei kann
grundsätzlich zwischen guter Wärmedämmung und hocheffizienter Anlagentechnik
variiert werden. Zudem umfassen die förderfähigen Einzelmaßnahmen den
Heizungs- und Fensteraustausch, Dämmmaßnahmen, aber auch z. B. die
Optimierung der Heizungsanlage durch den Einbau von Hocheffizienzpumpen oder
einen hydraulischen Abgleich.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/1911Im Rahmen ihres Energieforschungsprogramms und der Forschungsinitiative
EnOB (Energieoptimiertes Bauen) sowie der Forschungsinitiative „Zukunft
Bau“ fördert die Bundesregierung gezielt technologische Innovationen und neue
Planungsinstrumente sowie planungs-, technologie- und materialoffene
Forschungsvorhaben, um künftig wirtschaftliche Wege zu hocheffizienten und
energieoptimierten Gebäuden und zu einer neuen „Strom erzeugenden
Gebäudegeneration“, den Effizienzhäusern Plus, im Neu- und Altbau zu finden. Die
Bundesregierung unterstützt zudem die Umsetzung künftiger Vorgaben der
Europäischen Kommission zu „Nearly Zero-Energy Buildings“ sowie Austausch
und Kooperationen im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA) u. a.
beim Implementing Agreement „Energy in Buildings and Communities“.
17. Wie verteilten sich im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31.
Dezember 2013 die eingesetzten Mittel aus den verschiedenen KfW-Programmen
für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen zur Förderung
erneuerbarer Energien und zur Förderung der Energieeffizienz auf die
Antragsteller
a) Unternehmen (darunter Freiberufler, Existenzgründer, Public-Private
Partnership, Contracting-Geber, Unternehmen, privatwirtschaftliche
in- oder ausländische Unternehmen unterteilt in klein, mittel und groß,
Landwirte, Projektgesellschaften, Vermieterinnen und Vermieter einer
Wohnimmobilie, Wohnungsgesellschaften),
b) Kommunen und Organisationen und
c) Privatpersonen
(bitte nach Haushaltstiteln auflisten)?
Im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 wurden im
Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien, Premium (Programmteil des
Marktanreizprogrammes) insgesamt rund 123 Mio. Euro Tilgungszuschüsse
ausgezahlt. Hiervon wurden an „Kleinunternehmen“ rund 90 Mio. Euro, für
„mittelgroße Unternehmen“ rund 11,9 Mio. Euro, für „Großunternehmen “ rund
13 Mio. Euro sowie für weitere Antragsteller rund 7,7 Mio. Euro verausgabt.
Die Finanzierung der Tilgungszuschüsse erfolgte im Kapitel 09 03 Titel 686 04
(bis zum Jahr 2013 Kapitel 16 02 Titel 686 24).
Im Übrigen wird auf die Antwort zu den Fragen 1, 2 und 4 verwiesen.
Drucksache 18/1911 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode18. Wie viele Fördermittel wurden im Jahr 2013 im Vergleich zum Jahr 2012
über das Marktanreizprogramm (MAP) ausgegeben (bitte nach den
einzelnen geförderten Technologien aufschlüsseln)?
Im Rahmen der Förderrichtlinien zum Marktanreizprogramm (MAP) wird die
Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien in zwei
Programmteilen gefördert. Einerseits werden Investitionszuschüsse vom Bundesamt für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bewilligt (sog. BAFA-Teil des MAP).
Andererseits werden im KfW-Programm Erneuerbare Energien, Premium
zinsverbilligte Darlehen für Anlagen zur Nutzung von erneuerbaren Energien
bereitgestellt, für die aus Mitteln des Bundes Tilgungszuschüsse gewährt werden.
Die ausgezahlten Fördermittel des KfW-Teil des MAP, aufgeteilt nach den
Technologien, sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.
Für den BAFA-Teil des MAP werden die Fragen 18 und 19 zusammenfassend
beantwortet; siehe Antwort zu Frage 19.
KfW-Programm
Erneuerbare Energien, Premium
ausgezahlte Tilgungszuschüsse
2012 2013
in T€ in T€
Solarkollektoranlage 1 616 1 655
Biomasse-Anlage zur
Wärmeerzeugung 3 270 4 041
KWK-Biomasse-Anlage 143 211
Wärmenetz 86 620 94 030
Biogasleitung für unaufbereitetes
Biogas 15 232 10 972
Aufbereitung und Einspeisung
von Biogas 4 955 5 899
EE-Wärmespeicher 1 803 2 056
Tiefengeothermie 7 157 4 114
Große Wärmepumpe – 34
Gesamt 120 795 123 012
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/191119. Wie verteilen sich die Antragstellerinnen und Antragsteller
(Privatpersonen, Genossenschaften, Gebietskörperschaften/Kommunen,
Wohneigentumsgemeinschaften, Kirchen/Wohlfahrtsverbände, Wohnungs- und
Immobilienunternehmen als AG/GmbH und andere Rechtsformen) auf die
Anträge für das MAP jeweils für die Zeiträume vom 1. Januar 2012 bis
zum 31. Dezember 2012 sowie vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember
2013 (bitte nach Technologien aufschlüsseln)?
Die Verteilung der Antragsteller für den KfW-Teil des MAP ist der
nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei den angegebenen Daten um die
zugesagten Darlehensvolumina insgesamt sowie die durch den Bund in den Jahren
2012 und 2013 zugesagten Tilgungszuschüsse handelt. Ein detaillierte
Aufschlüsselung nach Antragstellern, ausgezahlten Fördermitteln und
Technologieart ist technisch nicht umsetzbar.
KfW-Programm Erneuerbare
Energien, Premium
2012 2013
Zusagevolumen
in T€
zugesagte
Tilgungszuschüsse
in T€
Zusagevolumen
in T€
zugesagte
Tilgungszuschüsse
in T€
Gemeinde/Kirchen 13 194 3 138 11 847 2 751
juristische Person des
öffentlichen Rechts 4 185 530 203 57
kommunaler Zwecksverband 74 22 – –
Einzelfirma Inland 57 100 20 559 58 572 18 775
Gesellschaft bürgerlichen
Rechts 32 140 15 228 26 591 10 243
offene Handelsgesellschaft 2 368 614 254 79
Kommanditgesellschaft 4 969 1 127 3 048 1 334
Gesellschaft mit beschränkter
Haftung & Compagnie
Kommanditgesellschaft 103 755 32 077 83 374 25 704
Gesellschaft mit beschränkter
Haftung 83 928 18 328 65 864 14 770
eingetragene Genossenschaft 39 124 10 646 17 353 6 539
Aktiengesellschaft 4 000 1 124 5 039 530
eingetragener Verein 458 218 1 234 377
Privathaushalt Inland 2 805 1 490 3 141 1 753
Stiftung 252 81 274 22
Ltd. & Co. KG (besondere Form
der Kommanditgesellschaft) 145 19 – –
eingetragener Kaufmann 913 220 1.570 247
Unternehmergesellschaft 391 76 1.073 254
UG & Co. KG (besondere Form
der Kommanditgesellschaft) 1 446 358 2 882 917
Gesamt 351 248 105 856 282 318 84 353
Drucksache 18/1911 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeIm BAFA-Teil des MAP wurden in 2012 rund 144 Mio. Euro und in 2013 rund
160 Mio. Euro verausgabt.
Die ausgezahlten Fördermittel, aufgeschlüsselt nach den geförderten
Technologien und Antragsteller, sind der Tabelle zu entnehmen.
ausgezahlte Fördermittel in T €
2012 Solar Biomasse
Wärmepumpe
Solar-
Innovation
Biomasse-
Innovation
Visualisierung Gesamt
Privat 61 300,40 62 472,82 10 792,60 4 132,08 47,40 141,10 138 886,39
Öffentlichrechtlich 337,22 311,34 131,36 229,35 707,35 1 716,62
Gewerblich 922,70 944,31 371,06 804,62 253,30 3 295,99
Kontraktoren 8,70 28,40 37,10
Gesamt 62 560,32 63 737,17 11 295,02 5 166,05 47,40 1 130,15 143 936,10
ausgezahlte Fördermittel in T €
2013 Solar Biomasse
Wärmepumpe
Solar-
Innovation
Biomasse-
Innovation
Visualisierung Gesamt
Privat 51 340,49 83 796,74 14 786,49 3 642,43 60,65 334,22 153 961,02
Öffentlichrechtlich 238,57 322,00 98,54 316,26 720,33 1 695,69
Gewerblich 521,55 1 409,44 349,68 1 354,39 0,75 230,34 3 866,14
Kontraktoren 5,94 34,00 2,30 88,92 48,28 179,44
Gesamt 52 106,55 85 562,18 15 237,00 5 402,00 61,40 1 333,16 159 702,29
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/1911Zu CO2-Reduktion, Energieverbrauch und wirtschaftlichen Auswirkungen
20. Wie hoch sind die aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm
resultierenden CO2-Reduktionen für die Jahre 2010 bis Ende des Jahres 2013?
22. Wie hoch ist der Anteil der CO2-Reduktionen bezogen auf Neubauten und
Bestandsgebäude im Jahr 2013 gegenüber dem Jahr 2012?
23. Wie hoch ist der Anteil der CO2-Reduktionen bezogen auf Wohngebäude
und Nichtwohngebäude im Jahr 2013 gegenüber dem Jahr 2012?
Die Fragen 20, 22 und 23 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
In der Tabelle werden die Werte für die CO2-Einsparung durch die Programme
des CO2-Gebäudesanierungsprogramms angegeben, die jährlich über den 30-
jährigen Nutzungszeitraum der Maßnahmen erfolgt:
* Vorläufige Schätzung.
21. Wie hoch sind die Mengen und Kosten der vermiedenen Importe von
Erdgas und Erdöl durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm im Jahr 2013
gegenüber dem Jahr 2012?
Aus den jährlichen Evaluationsberichten zum CO2-
Gebäudesanierungsprogramm ergeben sich für Heizöl und Gas in den Jahren 2010 bis 2012 folgende
Einsparungen (in GWh):
Darüber hinaus werden im erheblichen Umfang Kohle und Strom eingespart.
Die Importquote lag in Deutschland im Jahr 2013 für Erdöl bei 97,5 Prozent und
für Erdgas bei 91 Prozent. Bei den durch die geförderten Sanierungen erzielten
Energieeinsparungen kann die Importquote abweichen. Hierüber liegen keine
Informationen vor. Für das Jahr 2013 liegen noch keine Berechnungen zur
Verteilung der Energieeinsparung vor.
In 1 000 Tonnen p. a. 2010 2011 2012 2013*
Wohngebäude: Bestand 906 457 576 690
Wohngebäude: Neubau 93 85 103 132
Wohngebäude: gesamt 999 542 679 822
Gebäude der kommunalen und
sozialen Infrastruktur: Bestand 40 35 65 61
Summe 1 039 577 744 883
2010 2011 2012
Heizöl 1 443 883 1 187
Gas 912 225 502
Drucksache 18/1911 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode24. Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2013 im Vergleich
zum Jahr 2012 bei den über die verschiedenen KfW-Programme
geförderten Maßnahmen (bitte nach Programmen auflisten)?
Zentrales Förderkriterium für den Neubau oder die Sanierung zum KfW-
Effizienzhaus ist im Rahmen der KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten
Bauen und Sanieren die Gesamtenergieeffizienz des geförderten Gebäudes. Mit
welchen einzelnen technischen Maßnahmen die optimale Energieeffizienz des
jeweiligen Gebäudes erreicht wird, kann dabei individuell durch den
Energieberater geplant und den Bauherren umgesetzt werden. Vorgaben zu einzelnen
Maßnahmen macht die KfW in diesen Programmvarianten nicht. Der Einsatz
erneuerbarer Energien ist bei KfW-Effizienzhäusern als Anreiz für
energieeffiziente Gesamtlösungen uneingeschränkt förderfähig, wird aber nicht gesondert
erfasst. Es ist zu beobachten, dass bei etwa 75 Prozent der Sanierungen zum
KfW-Effizienzhaus der Einsatz von erneuerbaren Energien zum Tragen kommt.
Zentrales Programm zur Förderung des Einsatzes von erneuerbaren Energien im
Wärme- und Kältemarkt ist das Marktanreizprogramm zur Nutzung
erneuerbarer Energien (MAP).
25. Wie hoch ist die Nachfrage nach KfW-Zuschüssen für Energieberatung im
Jahr 2013 gegenüber dem Jahr 2012?
Die Anzahl der Zusagen, das Zusagevolumen sowie die Anzahl der geförderten
Wohneinheiten für die energetische Fachplanung und Baubegleitung können
folgender Tabelle entnommen werden.
26. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Baukosten bei
Sanierungsmaßnahmen, und hier insbesondere die Kosten bei den für
energetische Sanierungsmaßnahmen bedeutenden Baustoffen bzw. Bauteilen
(Wärmedämmverbundsysteme, Dämmstoffe, Wärmeschutzverglasung
bzw. Wärmeschutzfenster), im Jahr 2013 gegenüber dem Jahr 2012
entwickelt?
Die Entwicklung der Baukosten von Sanierungsmaßnahmen wird in der
amtlichen Statistik nicht separat ausgewiesen. Der Baukostenindex des Statistischen
Bundesamtes weist nur die Baukosten im Wohnungsneubau aus. Eine hilfsweise
Orientierung ermöglicht der vom Statistischen Bundesamt vierteljährlich
veröffentlichte Index der Baupreise für die Instandhaltung von Wohngebäuden
ohne Schönheitsreparaturen, in dem die Preisentwicklung von für
Sanierungsmaßnahmen wichtigen Bauleistungen zusammengefasst wird. Anders als bei
den Baukosten erfasst der Baupreisindex die Entwicklung der vom Bauherrn
tatsächlich gezahlten Preise.
Dieser Preisindex ist von 105,4 Indexpunkten im Durchschnitt des Jahres 2012
auf durchschnittlich 107,5 Indexpunkte 2013 und damit um 2,0 Indexpunkte
gestiegen.
Energieeffizient
Sanieren –
Baubegleitung
2012 2013
Anzahl
der Zusagen
Zuschussvolumen
in Mio. €
Geförderte
Wohneinheiten
Anzahl
der Zusagen
Zuschussvolumen
in Mio. €
Geförderte
Wohneinheiten
4 843 10 15 194 6 566 13 20 443
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/1911Die Preisentwicklung der Bauleistung „Wärmedämm-Verbundsysteme“ wird
seit dem Jahr 2008 vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht (vgl.
Statistisches Bundesamt – Preisindizes für die Bauwirtschaft, Fachserie 17 Reihe 4 –
Februar 2014). Danach ist der Preisindex für die Bauleistung „Wärmedämm-
Verbundsysteme“ im Vergleich von 105,2 Indexpunkten 2012 auf 107,7
Indexpunkte 2013 und damit um 2,4 Indexpunkte gestiegen. Die hier ebenfalls
veröffentlichten Ergebnisse für Verglasungsarbeiten sowie der Zimmer- und
Holzbauarbeiten bzw. Dachdeckungsarbeiten werden bisher nicht nach energetischen
Qualitätsmerkmalen der verwendeten Materialien unterschieden.
27. Wie viele Arbeitsplätze bei welcher Sanierungsquote wurden im Jahr 2013
nach Kenntnis der Bundesregierung mit dem CO2-
Gebäudesanierungsprogramm der KfW geschaffen und wie viele gesichert (bitte
aufschlüsseln nach Bundesländern)?
Es wurden durch die Programme des CO2-Gebäudesanierungsprogramms (nach
vorläufiger Schätzung) rund 445 000 Arbeitsplätze für ein Jahr gesichert.
Angaben zur Sanierungsquote liegen der Bundesregierung nicht vor.
28. Wie viele private Investitionen (Euro) wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW im Jahr
2013 angestoßen?
Mit den Programmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms wurden im Jahr
2013 Investitionen in Höhe von 34,6 Mrd. Euro angestoßen.
29. Wie hoch ist der aktuelle Förderhebel im Vergleich zum Jahr 2012?
Hierzu wird auf die Antwort zu den Fragen 12 und 13 verwiesen.
30. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Steuern, die über
die privaten Investitionen bei Bau- oder Sanierungsmaßnahmen mit
Beteiligung von KfW-Programmen im Jahr 2013 gezahlt wurden, im Vergleich
zum Jahr 2012 (bitte nach einzelnen Steuerarten aufschlüsseln)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Angaben vor.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]