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Kleine AnfrageWahlperiode 16Beantwortet

Erreichbarkeit der Stadien während der Fußballweltmeisterschaft für alle (G-SIG: 16010179)

Bannkreise um WM-Stadien, Erreichbarkeit der Stadien für Behinderte <p> </p>

Fraktion

DIE LINKE

Datum

15.02.2006

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 16/48427. 01. 2006

Erreichbarkeit der Stadien während der Fußballweltmeisterschaft für alle

der Abgeordneten Dr. Ilja Seifert, Dr. Dietmar Bartsch, Heidrun Bluhm, Eva Bulling-Schröter, Roland Claus, Lutz Heilmann, Hans-Kurt Hill, Katrin Kunert, Michael Leutert, Dr. Gesine Lötzsch, Dorothee Menzner, Dr. Kirsten Tackmann und der Fraktion DIE LINKE.

Vorbemerkung

Es mehren sich Andeutungen, dass die Sicherungsmaßnahmen um die Fußball-WM so weit gehen, dass in einem weiten Umkreis um die Stadien jedweder Individualverkehr unterbunden werden soll. Das soll sogar Taxen und Behinderten-Sonderfahrdienste betreffen. Deshalb mehren sich Befürchtungen gehbehinderter Menschen, denen es gelang, eine Eintrittskarte zu erhalten, den Ort des Spiels gar nicht erreichen zu können.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Wie groß sind die Bannkreise um die WM-Stadien (bitte gegebenenfalls für jede Stadt einzeln)?

2

Für welchen Zeitraum (vor Spielbeginn bis nach Spielende) sollen die Bannkreise in Kraft sein?

3

Wie sollen Menschen mit Behinderungen (zum Beispiel gehbehindert, blind) rechtzeitig, und ohne unzumutbare Härten (zum Beispiel mehrfaches Umsetzen im Rollstuhl oder große Zeiträume, in denen sie keine barrierefreie Toilette erreichen können) hinnehmen zu müssen, die Zuschauertribünen erreichen können?

4

Unter welchen Voraussetzungen können Sonderfahrdienste für behinderte Menschen Besitzerinnen und Besitzer gültiger Eintrittskarten, die auf andere Weise die Stadien weder rechtzeitig erreichen noch pünktlich wieder verlassen können, ihre Beförderungsaufgaben für Einheimische und (in- und ausländische) Gäste mit Behinderungen zuverlässig wahrnehmen?

5

Welche Wege müssen Menschen mit Behinderungen aus dem In- und Ausland gehen/fahren, um mit dem eigenen (umgebauten) PKW zum Spiel zu kommen, wenn sie andere Verkehrsmittel nicht nutzen können?

6

Wie wird gewährleistet, dass geh- und/oder sehbehinderte Fußball-Freundinnen und -Freunde gegebenenfalls mit dem Taxi vom Bahnhof (Hotel) zum Stadion und zurückgefahren werden können?

Berlin, den 24. Januar 2006

Dr. Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Fraktion

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