[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Auswärtigen Amts vom 24. August 2016 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/9477
18. Wahlperiode 26.08.2016
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Wolfgang Gehrcke,
Jan Korte, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/9285 –
Visaerteilungen im Jahr 2015
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Wie aus Antworten der Bundesregierung auf regelmäßige Anfragen der
Fraktion DIE LINKE. zur Visapraxis hervorgeht, sind die Ablehnungsquoten in
Bezug auf einzelne Länder, mitunter aber auch innerhalb eines Landes, höchst
unterschiedlich (vgl. zuletzt Bundestagsdrucksache 18/4765). Insbesondere in
ärmeren Regionen oder Ländern, aus denen viele Asylsuchende kommen, werden
Visumanträge überdurchschnittlich häufig abgelehnt. Während die
Ablehnungsquote im Jahr 2014 weltweit nur 5,7 Prozent betrug, lag sie zum Beispiel
in Afghanistan bei 24,9 Prozent. In der Gesamt-Türkei betrug sie 6,2 Prozent,
in Ankara 10 Prozent. Insbesondere in den subsaharischen afrikanischen
Ländern reichten die Ablehnungsquoten bis zu annähernd 50 Prozent (Guinea:
46,5 Prozent). Bei nationalen Visa, die etwa 10 Prozent aller Visa ausmachen,
betrug die Ablehnungsquote 2014 im weltweiten Durchschnitt 9,1 Prozent.
In diesen Quoten sind allerdings Fälle nicht erfasst, in denen Betroffene
angesichts hoher Anforderungen oder infolge von Schikanen ein Visumverfahren
nicht mehr betreiben und aufgeben oder mangels Erfolgsaussichten erst gar
keinen Antrag stellen. In der Praxis reicht für eine Ablehnung oftmals bereits aus,
keine minderjährigen Kinder zu haben und/oder über keine regelmäßigen
Einkünfte zu verfügen. Daraus wird auf eine angeblich „mangelnde familiäre bzw.
wirtschaftliche Verwurzelung“ im Herkunftsland bzw. eine „mangelnde
Rückkehrbereitschaft“ geschlossen. Solche Ablehnungen sind für die Betroffenen oft
nicht nachvollziehbar, zumal in der Regel nur ein pauschal vorgegebener
Standardsatz angekreuzt wird, etwa: „Ihre Absicht, vor Ablauf des Visums aus dem
Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten auszureisen, konnte nicht festgestellt werden“.
Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 19. Dezember
2013 in der Rechtssache „Koushkaki“ ist zumindest geklärt, dass Reisende
einen Anspruch auf Erteilung eines Schengen-Visums haben, soweit kein
rechtlicher Versagungsgrund vorliegt. Bei der Prüfung, ob „begründete Zweifel“ an
der Rückkehrabsicht bestehen, haben die Mitgliedstaaten zwar einen weiten
Beurteilungsspielraum, es muss jedoch auch keine „Gewissheit“ bestehen, dass die
Reisenden vor Ablauf des Visums wieder ausreisen. Allerdings wurde in der
nationalen Rechtsprechung bereits beklagt, dass die europarechtlichen
Vorgaben zur Prüfung der Rückkehrbereitschaft dermaßen unbestimmt seien, dass die
Deutscher Bundestag Drucksache 18/9477
18. Wahlperiode 26.08.2016
Prüfung „praktisch ins Belieben der Behörde gestellt“ würde. Die
Verwaltungsgerichte könnten dieses weitgehende Ermessen nicht wirksam kontrollieren:
„Dort, wo die Behörde frei ist, hat das Gericht nichts zu prüfen“ (VG Berlin 4 K
232.11 V, Urteil vom 21. Februar 2014; vgl. auch das Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts vom 17. September 2015, BVerwG 1 C 37.14).
Auch wenn eine Verpflichtungserklärung abgegeben wurde (Bürgschaft der
Einladenden, für sämtliche Kosten aufzukommen), wird die
„Rückkehrbereitschaft“ häufig in Frage gestellt. Dies brüskiert viele Menschen, insbesondere
deutsche Staatsangehörige, die oft schockiert sind, wenn ihnen derart
misstrauisch ein Besuchswunsch verwehrt wird, obwohl sie für alle eventuellen Kosten
aufkommen wollen. Das Standardargument der Behörden, eine
Verpflichtungserklärung sichere nicht die Ausreise der Betroffenen, trifft allenfalls formal zu.
Übersehen wird dabei jedoch, dass a) die mit Bürgschaften eingeladenen
Personen im Regelfall alles tun werden, um wieder auszureisen, schon um die ihnen
persönlich bekannten Gastgeber nicht zu schädigen und sie nicht mit möglichen
Kosten in Höhe Tausender Euro zu belasten, b) selbst im unwahrscheinlichen
Fall einer verweigerten Ausreise diese dann zwangsweise durchgesetzt werden
kann (Abschiebung), wobei auch diese Kosten von den Einladenden
übernommen werden müssen, c) es schlicht unverhältnismäßig ist, wegen einer höchst
geringen Zahl von Einzelpersonen, die womöglich entgegen ihrer Zusicherung
und trotz vorliegender Verpflichtungserklärung nicht wieder ausreisen und
untertauchen (dabei aber keine direkten Kosten verursachen, weil staatliche
Hilfsleistungen ohne Gefahr der Abschiebung nicht in Anspruch genommen werden
können und im Übrigen eine Verpflichtungserklärung vorliegt), so viele
einladende Personen und Gäste durch die Verweigerung eines Visums trotz einer
Verpflichtungserklärung vor den Kopf zu stoßen.
Grundsätzlich problematisch ist weiterhin, dass es für Paare vor einer
Eheschließung oft keine Möglichkeit gibt, sich in Deutschland näher kennenzulernen und
hier im Kreis der Verwandtschaft zu prüfen, ob die Bindung auf Dauer tragen
kann und ob Deutschland der gemeinsame Lebensmittelpunkt sein soll. Denn
ein „Kennenlernvisum“ oder „Verlobtenvisum“ gibt es nicht. Ein Besuchsvisum
wird in solchen Fällen regelmäßig verweigert, weil unterstellt wird, die
Betroffenen wollten nicht wieder ausreisen bzw. wollten eigentlich heiraten, wofür
aber ein anderes Visum beantragt werden müsse. Viele Paare sehen sich
hierdurch gezwungen, frühzeitig zu heiraten, selbst wenn sie sich noch nicht sicher
sind, weil dies die einzige Chance ist, ein gemeinsames Zusammenleben in
Deutschland zu erproben. Auch auf ausdrückliche Nachfrage der
federführenden Fragestellerin wird im Auswärtigen Amt keine Notwendigkeit hierfür
gesehen, sondern auf die bestehende Möglichkeit eines Visums zur Eheschließung
in Deutschland verwiesen.
Die Fraktion DIE LINKE. hat in der Vergangenheit mehrfach zu lange
Wartezeiten im Visumverfahren und den Einsatz externer Dienstleister kritisiert (vgl.
nur Bundestagsdrucksachen 17/10022 und 17/12476 und
www.migazin.de/
2013/04/09/rechtswidrige-privatisierung-visumverfahren/), was zu Prüfungen
durch die Europäische Kommission führte (vgl. Bundestagsdrucksache 18/57).
Die Bundesregierung will langen Wartezeiten vor allem durch den Einsatz
externer Dienstleister begegnen (vgl. Bundestagsdrucksachen 17/8221 und 18/57),
doch diese Teilprivatisierung des Verfahrens ist für die Reisenden mit
zusätzlichen Mehrkosten verbunden und darf nach dem EU-Visakodex eigentlich nur
in besonderen Ausnahmefällen erfolgen. Der Visakodex verpflichtet die
Mitgliedstaaten dazu, ein kundenfreundliches und qualitativ hochwertiges
Dienstleistungsangebot im Visumverfahren zu gewährleisten (Artikel 38 Absatz 1),
und zwar unabhängig davon, ob private Dienstleister bei der Antragsannahme
eingesetzt werden oder nicht. Bei der Auslagerung der Antragsannahme auf
private Dienstleister wurden die Reisenden zum Teil nur unzureichend darauf
hingewiesen, dass nach EU-Recht immer auch die Möglichkeit einer kostenlosen
Antragstellung in den Visastellen besteht (vgl. z. B. Bundestagsdrucksache
17/13991, Frage 9 und Vorbemerkung auf Bundestagsdrucksache 18/1212).
r cksac e 18/9477 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
1. Wie hoch war die Zahl der im Jahr 2015 beantragten, zurückgezogenen,
erteilten bzw. abgelehnten Visa (bitte tabellarisch und in der Differenzierung
wie zu Frage 1 auf Bundestagsdrucksache 18/4765 darstellen)?
Es wird auf die Anlagen a und b zu Frage 1* verwiesen.
2. Wie haben sich die Zahlen erteilter Visa bzw. die Ablehnungsquoten im Jahr
2015 im Vergleich zum Vorjahr prozentual entwickelt (bitte nach Ländern
differenzieren und bei Ländern mit mehreren Auslandsvertretungen deren
Werte gesondert ausweisen; bitte nur Länder mit einer Abweichung von über
25 Prozent in mindestens einem der beiden Werte auflisten), und wie hoch
war 2015 die Ablehnungsquote in Bezug auf Schengen-Visa im EU-
Durchschnitt?
Es wird auf die Anlage zu Frage 2* verwiesen. Angaben zu den Ablehnungsquoten
anderer Schengen-Mitgliedstaaten ergeben sich aus den über die Webseite http://
ec.europa.eu/dgs/home-affairs/what-we-do/policies/borders-and-visas/visa-policy/
index_en.htm verfügbaren Daten.
3. Wie viele Ausnahmevisa wurden 2015 an den Grenzen von der
Bundespolizei bzw. beauftragten Behörden der Länder erteilt (bitte zusätzlich nach den
zehn wichtigsten Herkunftsländern und den Gründen bzw. der
Rechtsgrundlage differenziert darstellen)?
Die Bundespolizei und die mit der polizeilichen Kontrolle des
grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörden haben im Jahr 2015 insgesamt 11 031
Ausnahmevisa an der Grenze erteilt. Die Erteilung erfolgte gemäß Artikel 35 und 36
des Visakodexes als Schengen-Visum, Kategorie „C“ beziehungsweise gemäß § 14
Absatz 2 des Aufenthaltsgesetzes als nationales Visum, Kategorie „D“.
Angaben zu den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten ergeben sich aus
nachstehender Tabelle.
Kategorie C Kategorie D
Gesamt 10.995 Gesamt 36
Philippinen 4.419 Jemen 10
Ukraine 2.056 Russische Föderation 4
Indien 1.312 Indien 3
Russische Föderation 745 Kosovo 3
Indonesien 457 Syrien 3
Türkei 397 Türkei 3
China 370 Afghanistan 1
Myanmar 264 China 1
Madagaskar 111 Iran 1
Ägypten 60 Singapur 1
sonstige 804 sonstige 6
* Von einer Drucklegung der Anlagen wird abgesehen. Diese sind auf Bundestagsdrucksache 18/9477 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 3 – Drucksache 18/9477
4. Wie viele der im Jahr 2015 erteilten Schengenvisa waren Jahres-,
Zweijahres-, Dreijahresvisa, Fünfjahres- bzw. insgesamt Jahres- bzw.
Mehrjahresvisa (bitte auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen und die Angaben
nach Ländern differenziert darstellen)?
Es wird auf die Anlage zu Frage 4* verwiesen.
5. Wie erklärt die Bundesregierung, dass der Anteil der von Deutschland
ausgestellten Mehrjahresvisa an allen Schengen-Visa im Jahr 2015 nur
27,8 Prozent betrug, während er im EU-Durchschnitt bei 48,5 Prozent lag
(Informationen der EU-Kommission zur Visapolitik:
www.ec.europa.eu),
und welchen Handlungsbedarf sieht die Bundesregierung diesbezüglich?
Die Angabe von 27,8 Prozent zu den von Deutschland ausgestellten Schengen-
Mehrjahresvisa bezieht sich auf Visa mit einer Gültigkeitsdauer von jeweils
genau 1, 2, 3, 4 oder 5 Jahren. Visa mit einer davon abweichenden Gültigkeitsdauer
werden dabei nicht berücksichtigt (etwa eine an die Gültigkeitsdauer des Passes
gekoppelte Gültigkeitsdauer eines Schengen-Mehrjahresvisums von zum
Beispiel zweieinhalb Jahren). Auch werden Visa mit einer Gültigkeitsdauer von
unter einem Jahr, aber mit Berechtigung zu mehrfacher Einreise („multiple entry“)
bei der Angabe nicht berücksichtigt.
Die Visaerfassung und ihre Kategorisierung ist für die Schengen-Mitgliedstaaten
nicht einheitlich geregelt. Bei der zitierten Größe von 48,5 Prozent erteilter
Mehrjahresvisa im Schengen-Durchschnitt sind entsprechend der unterschiedlichen
statistischen Erfassung in den einzelnen Mitgliedstaaten auch Visa enthalten, die
keine jahresgenaue Gültigkeit haben sowie Kurzzeitvisa, die zu mehrfacher
Einreise berechtigen.
Grundsätzlich ist eine Entscheidung darüber, für welchen Gültigkeitszeitraum ein
beantragtes Visum erteilt werden kann, im Einzelfall zu treffen. Die
Bundesregierung ist der Auffassung, dass sich die Visumerteilung durch deutsche
Auslandsvertretungen bei Mehrjahresvisa und anderen Visa, die zu mehrfacher
Einreise berechtigen, in einem angemessenen Rahmen bewegt.
6. Wie viele Visa wurden im Jahr 2015 nach Artikel 25 Absatz 1 des Visakodex
mit räumlich beschränkter Gültigkeit erteilt (bitte auch nach den 20
wichtigsten Ausstellungsländern differenzieren und die Gesamtzahl für 2015 und
2014 nennen, weil diese auf Bundestagsdrucksache 18/4765 zu Frage 6
fehlte)?
Durch die Bundespolizei wurden im Jahr 2015 insgesamt 335 räumlich
beschränkte Ausnahmevisa an der Grenze erteilt. Im Jahr 2014 wurden durch die
Bundespolizei insgesamt 292 räumlich beschränkte Ausnahmevisa an der Grenze
erteilt. Im Übrigen wird auf die Anlage zu Frage 6* verwiesen.
7. Welche wesentlichen Änderungen in Bezug auf die allgemeine Praxis der
Visumprüfung bzw. -erteilung durch Erlasse oder Anweisungen des
Auswärtigen Amts hat es in den Jahren 2015 und 2016 gegeben (bitte darstellen)?
Die Neuregelungen des § 17a Aufenthaltsgesetz (Anerkennung ausländischer
Berufsqualifikationen) sowie des § 26 Absatz 2 der
Beschäftigungsverordnung (erleichterter Arbeitsmarktzugang für Staatsangehörige der Westbalkan-
* Von einer Drucklegung der Anlagen wird abgesehen. Diese sind auf Bundestagsdrucksache 18/9477 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
r cksac e 18/9477 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
staaten) wurden mit entsprechenden Erlassen und Anweisungen umgesetzt.
Entsprechende Auszüge des Visumhandbuchs sind auf der Webseite des
Auswärtigen Amts abrufbar:
www.auswaertiges-amt.de/DE/EinreiseUndAufenthalt/
Visabestimmungen_node.html.
8. In welchen Ländern bzw. Auslandsvertretungen gab es gegenüber der
Antwort zu Frage 8 auf Bundestagsdrucksache 18/4765 Veränderungen in
Bezug auf den Einsatz externer Dienstleister, in welchen Ländern wurden aus
welchen Gründen externe Dienstleister neu eingesetzt (bitte differenziert
beantworten)?
Seit dem 22. April 2015 sind folgende zusätzliche Antragsannahmezentren
eröffnet worden (Datum der Inbetriebnahme in Klammern):
Südafrika: Bloemfontein (1. Juli 2015)
China: Wuhan Chongqing und Jinan (3. März 2016), Shenzhen (7. April 2016),
Changsha (14. April 2016), Hangzhou (15. April 2016), Xi’an (19. Mai 2016),
Kunming (20. Mai 2016), Nanjing (21. Juni 2016),
Irak: Erbil (1. Mai 2016)
Tunesien: Tunis für tunesische Staatsangehörige (2. Mai 2016). Die
konsularischen Aufgaben der Botschaft Tripolis – einschließlich Visumserteilung –
werden von Tunis und Kairo aus wahrgenommen. Für nicht-tunesische
(insbesondere libysche) Staatsangehörige mit gewöhnlichem Aufenthalt in Tunesien
erfolgt weiterhin Antragsannahme nur durch die Botschaft Tunis.
Geplant im zweiten Halbjahr: Marokko (Annahmezentren in Rabat, Nador und
Marrakesch).
Antragstellern aus Tunesien, Libyen und Marokko wird dadurch – zusätzlich zur
Antragstellung in der Auslandsvertretung – die Möglichkeit eingeräumt, mit
kürzeren Wartezeiten ein Visum zu beantragen. Außerdem verkürzen die
Antragsannahmezentren bei großer Entfernung zur nächsten Auslandsvertretung die
Anreise für Antragsteller erheblich.
In Mazedonien, der Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) und in den Philippinen wurde
die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleistungsunternehmen bei der
Vereinbarung von Terminen beendet und auf das elektronische
Terminvergabesystem des Auswärtigen Amtes umgestellt, da sich dieses mittlerweile an anderen
Auslandsvertretungen bewährt hat.
9. Welche Veränderungen bei Visaerleichterungsabkommen gab es seit der
Beantwortung der Frage 9 auf Bundestagsdrucksache 18/4765?
Seit der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion
DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/4765 vom 24. April 2015 zu
Visaerteilungen 2014 sind keine weiteren Visaerleichterungsabkommen in Kraft
getreten.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 5 – Drucksache 18/9477
10. Wie lauten die statistischen Angaben über die Visaerteilung im Jahr 2015,
differenziert nach Aufenthaltszwecken und Schengen- bzw. nationalen Visa
(bitte wie zu Frage 10 auf Bundestagsdrucksache 18/4765 antworten, jedoch
zusätzlich noch die jeweiligen Ablehnungsquoten nennen)?
Es wird auf die Anlagen a, b 1, b 2, b 3 zu Frage 10* verwiesen.
Ablehnungsquoten werden nicht nach einzelnen Aufenthaltszwecken erfasst.
11. Wie hoch waren im Jahr 2015 im Visabereich die Personalkosten, wie viele
MAK (statistisch Vollzeit arbeitende Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter) gab
es, und wie viele Fälle pro MAK wurden 2015 bearbeitet (bitte auch nach
Kontinenten und den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenziert
darstellen und jeweils die prozentualen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr
nennen; bitte wie zu Frage 11 auf Bundestagsdrucksache 18/4765
darstellen), und wie werden entsprechende Veränderungen begründet?
Die Anlagen zu Frage 11* zeigen in Gesamtzahlen, welche Mitarbeiterkapazitäten
an den Visastellen eingesetzt wurden, sowie die Personalkosten und die Anzahl
der pro Mitarbeiter zu bearbeitenden Fälle im Jahre 2015. Sie sind geordnet nach
Regionen und nachfragestärksten Ländern.
Der Personaleinsatz wurde 2015 fokussiert auf die wichtigsten Herkunftsländer
ausgebaut. Besonderer Schwerpunkt waren China und außerdem Visastellen in
der Region um Syrien und Irak, wo eine hohe Zahl an Anträgen auf
Familienzusammenführung für Schutzberechtigte bearbeitet wird. Gegenüber dem Jahr 2014
hat das Auswärtige Amt im Jahr 2015 weltweit insgesamt zusätzliche 72,2
Mitarbeiterkapazitäten an den Visastellen eingesetzt. Im weltweiten Durchschnitt hat
sich das Verhältnis der bearbeiteten Fälle pro Mitarbeiterkapazitäten deutlich
verbessert (Rückgang um 6,3 Prozent von 2 103 (2014) auf 1 971 (2015)). Diese
Verbesserung im Verhältnis des eingesetzten Personals zu den Fallzahlen liegt
vor allem am verstärkten Personaleinsatz besonders in China, der Türkei und in
der Gesamtregion Naher und Mittlerer Osten und Maghreb. Zudem sind die
Fallzahlen in der Region GUS/Südlicher Kaukasus/Zentralasien bei weitgehend
gleichem Einsatz von Mitarbeiterkapazitäten im genannten Zeitraum gesunken.
12. Wie hoch war die Zahl von Remonstrationen und/oder Klagen gegen
ablehnende Visumbescheide im Jahr 2015 im Bereich der Kurzzeit- bzw.
Langzeitvisa (bitte so differenziert wie möglich angeben und Vergleichswerte des
Vorjahres nennen), und in welchem Umfang wurden 2015 nach einer
Klageerhebung Visa erteilt (bitte auch solche Fälle berücksichtigen, in denen Visa
infolge eines gerichtlichen Vergleichs oder auch nach Klagerücknahme nach
Zusicherung der Behörde zur Visumerteilung erteilt wurden)?
Im Jahr 2015 wurde in 29 372 Fällen gegen ablehnende Visumbescheide
remonstriert. Im Jahr 2014 waren es 29 936 Remonstrationen. Eine statistische Erfassung
der Remonstrationen, die in eine Visumerteilung münden, erfolgt nicht.
Im Jahr 2015 wurden 1 743 Klagen gegen ablehnende Visumentscheidungen
erhoben. 1 124 Klagen richteten sich gegen ablehnende Entscheidungen von
nationalen Visa (sogenannte D-Visa), 619 Klagen gegen abgelehnte Schengen-Visa
(sogenannte C-Visa). 2014 wurden 1 702 Klagen gegen ablehnende
Visumentscheidungen erhoben. 1 063 Klagen richteten sich gegen ablehnende
Entscheidungen von D-Visa, 639 Klagen gegen abgelehnte C-Visa.
* Von einer Drucklegung der Anlagen wird abgesehen. Diese sind auf Bundestagsdrucksache 18/9477 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
r cksac e 18/9477 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
Im Jahr 2015 wurde über 1 540 Klagen in Visumverfahren entschieden. Dabei
wurden im Rahmen des Klageverfahrens 425 Visa erteilt (332 nach Vergleich, 27
nach Verurteilung, 66 im Wege der Erledigung durch Klaglosstellung oder
Anerkennung). 2014 wurde über 1 625 Klagen in Visumverfahren entschieden. Dabei
wurden im Rahmen des Klageverfahrens 427 Visa erteilt (352 nach Vergleich, 35
nach Verurteilung, 40 im Wege der Erledigung durch Klaglosstellung oder
Anerkennung).
13. Wie viele Visa für den Ehegatten- bzw. Familiennachzug (bitte
differenzieren, auch im Folgenden) wurden in den Jahren 2014 bzw. 2015 erteilt, und
wie hoch war dabei jeweils die Ablehnungsquote (bitte nach Ländern
differenzieren und bei Ländern mit mehreren Auslandsvertretungen deren Werte
gesondert ausweisen)?
Es wird auf die Anlagen a 1 und a 2 zu Frage 13* verwiesen. Statistische
Erhebungen erfolgen grundsätzlich nach Standort der Auslandsvertretung.
14. Wie lange dauerte die Bearbeitung eines Visumantrags zum
Familiennachzug im Jahr 2015 (im Durchschnitt und maximal; bitte nach Ländern
differenzieren und bei Ländern mit mehreren Auslandsvertretungen deren Werte
gesondert ausweisen)?
Eine statistische Erfassung durchschnittlicher Bearbeitungszeiten findet nicht
statt. Über vollständige Anträge kann in aller Regel rasch entschieden werden. Im
Bereich des Familiennachzugs kommt es häufig vor, dass die für Visumanträge
notwendigen Dokumente erst nach vielen Monaten vollständig vorliegen und die
Anträge dann erst entscheidungsreif sind.
15. In welchem Umfang werden in welchen Ländern derzeit so genannte
Vertrauensanwälte eingesetzt, was kosten diese die Betroffenen im
Durchschnitt, und zu welchem Prozentsatz bestätigen oder widersprechen diese
Vertrauensanwälte den Angaben der Betroffenen?
Auslandsvertretungen können zur Wahrnehmung eigener Aufgaben
grundsätzlich keine Anwälte auf Kosten von Antragstellern einsetzen. Soweit Antragsteller
ihrerseits eines rechtlichen Beistandes bedürfen, etwa um ihren
Nachweispflichten nach § 82 des Aufenthaltsgesetzes nachzukommen, kann jede
Auslandsvertretung darüber Auskunft geben, mit welchen lokalen Anwälten sie
zusammenarbeitet (im Alltagsprachgebrauch als sogenannte „Vertrauensanwälte“ bezeichnet)
oder bei der Beauftragung im Interesse des Betroffenen unterstützen. Die
Zusammenarbeit mit Anwälten wird statistisch nicht erfasst.
16. In wie vielen und welchen Ländern wird das Urkundswesen derzeit als
unzuverlässig erachtet, und in welchem Umfang und mit welchem Ergebnis
wurde 2015 in welchen Ländern die Abstammung im Rahmen eines
geplanten Familiennachzugs (auch) mit DNA-Tests überprüft bzw. nachgewiesen?
In den folgenden Staaten wurde die Legalisation von Urkunden wegen der
Unzuverlässigkeit des Urkundenwesens eingestellt: Afghanistan, Äquatorialguinea,
Aserbaidschan, Äthiopien, Bangladesch, Benin, Burundi, Côte d'Ivoire
(Elfenbeinküste), Dominikanische Republik, Dschibuti, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana,
Guinea, Guinea-Bissau, Haiti, Indien, Irak, Kambodscha, Kamerun, Kenia,
* Von einer Drucklegung der Anlagen wird abgesehen. Diese sind auf Bundestagsdrucksache 18/9477 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 7 – Drucksache 18/9477
Kirgisistan, Kongo (Demokratische Republik), Kongo (Republik), Kosovo, Laos,
Liberia, Madagaskar, Mali, Marokko (nur Einstellung der Legalisation von
Bescheinigungen wie Lebens- oder Wohnortbescheinigungen), Mongolei,
Myanmar, Nepal, Niger, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Sierra Leone, Somalia, Sri
Lanka, Sudan, Südsudan, Syrien (nur Einstellung der Legalisation anderer als
Personenstandsurkunden), Tadschikistan, Togo, Tschad, Turkmenistan, Uganda,
Usbekistan, Vietnam und Zentralafrikanische Republik.
In den meisten betroffenen Ländern können die deutschen Auslandsvertretungen
jedoch – je nach den lokalen Gegebenheiten – im Rahmen der Amtshilfe für
deutsche Behörden oder Rechtshilfe für die Gerichte gutachtlich überprüfen, ob eine
Urkunde formal echt ist und ob der bescheinigte Sachverhalt zutrifft und mit
dieser Information Inlandsbehörden Entscheidungshilfen geben. Einschlägige
Merkblätter für die Urkundenüberprüfung in den betroffenen Ländern befinden sich
auf der Webseite des Auswärtigen Amts.
Eine Abstammung kann in Fällen, in denen die Abstammung nicht auf andere
Weise – insbesondere durch Vorlage von Dokumenten – nachgewiesen werden
kann, mithilfe von DNA-Tests überprüft werden. Die Einholung eines
Abstammungsgutachtens erfolgt freiwillig durch den Antragsteller. Gegenwärtig führt
die Bundesregierung Gespräche mit der Internationalen Organisation für
Migration, um gemeinsam ein erleichtertes Verfahren von DNA-Tests für syrische
Antragsteller in der Türkei und im Libanon zu ermöglichen.
17. Wie hoch waren die Gebühreneinnahmen im Visumverfahren im Jahr 2015
(bitte auch nach den 20 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Es wird auf die Anlage zu Frage 17* verwiesen.
18. Welche Visastellen übernehmen derzeit in welchem Umfang und aus
welchen Gründen die Visabearbeitung für Antragstellende aus anderen
Ländern?
Dem elektronisch verfügbaren Verzeichnis der Vertretungen der Bundesrepublik
Deutschland kann entnommen werden, welche Vertretungen die Rechts- und
Konsularangelegenheiten (einschließlich Visaverfahren) für Antragsteller aus
anderen Ländern übernehmen. Die Zuständigkeit aufgrund des gewöhnlichen
Aufenthalts der Antragsteller bleibt davon unberührt:
www.diplo.de/cae/servlet/
contentblob/332372/publicationFile/218878/DtAuslandsvertretungenListe.pdf.
Einzelheiten sind den jeweiligen Webseiten der Auslandsvertretungen zu
entnehmen. Darüber hinaus gibt es die in der Anlage zu Frage 18* aufgeführten
besonderen Zuständigkeiten aufgrund der Schließung oder Evakuierung von einzelnen
Auslandsvertretungen.
* Von einer Drucklegung der Anlagen wird abgesehen. Diese sind auf Bundestagsdrucksache 18/9477 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
r cksac e 18/9477 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
19. In welchen weiteren Sprachen – außer Deutsch und Englisch – ist eine
Online-Terminbuchung möglich, und inwieweit wird dabei regional Rücksicht
genommen auf verbreitete Sprachen wie z. B. Französisch (in afrikanischen
Ländern) oder Spanisch?
Das Grundgerüst des online-Terminbuchungssystems des Auswärtigen Amts
(fest programmierte Überschriften und Hinweistexte, Weiter- und Zurück-
Buttons) steht in folgenden Sprachen zur Verfügung: Deutsch, Englisch, Französisch,
Spanisch, Portugiesisch und Russisch.
Darüber hinaus können Informationstexte jeder Terminkategorie und die
Beschriftungen der Eingabefelder individuell von den Auslandsvertretungen
angepasst werden. In der Regel bieten die Auslandsvertretungen ihre Informationen in
mehreren Sprachversionen an, darunter regelmäßig auch die Landessprache,
wobei auch nicht-lateinische Schriftarten (etwa Japanisch, Chinesisch oder
Arabisch) verwendet werden.
Unabhängig von der dargestellten Sprachversion werden die Antragsteller in der
Regel gebeten, ihre Personendaten in lateinischen Buchstaben entsprechend der
Transkription im Reisepass einzutragen, um eine bessere Verarbeitung im späteren
Verfahrensprozess zu ermöglichen. Die konkret angebotenen Sprachversionen
bei der Online-Terminbuchung sind über die Webseiten der jeweiligen
Auslandsvertretung abrufbar.
20. Wie viele gefälschte bzw. „erschlichene“ (bitte differenzieren) Visa wurden
im Jahr 2014 bzw. 2015 von bundesdeutschen Behörden entdeckt (etwa bei
Kontrollen/Zurückschiebungen/Zurückweisungen), welche genaueren
Angaben hierzu lassen sich machen (z. B.: in welchen Ländern wurden die Visa
ausgestellt, von welchen Ländern wurden sie ausgestellt, welche
Personenbzw. Fallkonstellationen sind auffällig usw.), wie bewertet die
Bundesregierung diese Zahlen, und inwieweit sieht sie vor diesem Hintergrund weiteren
Handlungsbedarf (bitte darlegen)?
Die beim Bundeskriminalamt (BKA) geführte Polizeiliche Kriminalstatistik
(PKS) konzentriert sich auf die Registrierung von in der Bundesrepublik
Deutschland festgestellten Tatverdächtigen (TV) und Straftaten. Zwar wird auch auf das
Erschleichen und den Gebrauch verschiedener Aufenthaltstitel (Visa,
Aufenthaltserlaubnissen und Niederlassungsbefugnissen) eingegangen sowie eine
Differenzierung zwischen Scheinehe und weiteren Arten des Erschleichens oder
Gebrauchs von Aufenthaltstiteln (Begehungsweisen) vorgenommen, nicht aber auf
die Authentizität von Visa oder die Umstände deren Entdeckung.
Übersicht I: Anzahl der Tatverdächtigen (TV)- und Falldaten im Vergleich der
Jahre 2014 und 2015
2014 2015
TV-Zahlen Fallzahlen TV-Zahlen Fallzahlen
Erschleichen
eines
Aufenthaltstitels gemäß § 95
Abs. 2 Nr. 2
AufenthG
4.790 4.378 3.955 3.668
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 9 – Drucksache 18/9477
Übersicht II: Aufschlüsselung TV-Zahlen im Detail
Erschleichen von Aufenthaltstiteln gesamt (Visa, Aufenthaltserlaubnissen und
Niederlassungsbefugnissen) gemäß § 95 Abs. 2 Nr. 2 AufenthG
2014 4.790
2015 3.955
Erschleichen oder Gebrauch eines Visums Erschleichen oder Gebrauch einer
Aufenthaltserlaubnis oder Niederlassungserlaubnis
2014 3.745 1.055
2015 3.155 821
Erschleichen oder
Gebrauch eines
Aufenthaltstitels (Visum)
durch Scheinehe
Erschleichen oder
Gebrauch eines
Aufenthaltstitels (Visum)
durch sonstige
Begehungsweisen
Erschleichen oder
Gebrauch eines
Aufenthaltstitels
(Aufenthaltserlaubnis oder Nie-
derlassungs- befugnis)
durch Scheinehe
Erschleichen oder
Gebrauch eines
Aufenthaltstitels
(Aufenthalterlaubnis oder
Niederlassungs- befugnis)
durch andere
Begehungsweisen
2014 487 3.261 432 623
2015 347 2.810 234 589
Übersicht III: Hauptherkunftsnationalitäten (HKS) ohne Deutschland wegen
Erschleichens von Aufenthaltstiteln gesamt (Visa, Aufenthaltserlaubnissen und
Niederlassungsbefugnissen)
2014 2015
HKS TV-Zahl HKS TV Zahl
Ukraine 709 Ukraine 674
Libyen 365 Russische Föderation 271
Türkei 325 Türkei 240
Russische Födera- 295 Irak 165
Irak 216 Syrien 147
Serbien 141 China 140
Nigeria 134 Libyen 123
Vietnam 128 Nigeria 114
China 124 Georgien 94
Iran 118 Aserbaidschan 91
r cksac e 18/9477 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
Übersicht IV: Hauptherkunftsnationalitäten (HKS) ohne Deutschland wegen
Erschleichens oder Gebrauch ausschließlich von Visa
2014 2015
HKS TV-Zahl HKS TV Zahl
Ukraine 697 Ukraine 667
Libyen 360 Russische Föderation 243
Russische
Föderation
268 Türkei 171
Türkei 244 China 133
Irak 161 Irak 116
Nigeria 113 Syrien 110
China 111 Nigeria 104
Iran 97 Georgien 86
Syrien 89 Armenien 70
Aserbaidschan 87 Aserbaidschan 70
Übersicht V: Hauptherkunftsnationalitäten (HKS) ohne Deutschland wegen
Erschleichens oder Gebrauch von Visa durch Scheinehe
2014 2015
HKS TV-Zahl HKS TV Zahl
Türkei 63 Türkei 30
Serbien 36 Vietnam 22
Kosovo 30 Kosovo 17
Vietnam 23 Serbien 14
Bosnien und
Herze- gowina
18 Marokko 12
Russische
Föderation
16 Bosnien und
Herze- gowina
11
Marokko 11 Russische Föderation 9
Tunesien 10 Tunesien 8
Nigeria 9 Ukraine 7
Thailand 8 Georgien 6
Indien 6
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 11 – Drucksache 18/9477
Übersicht VI: Hauptherkunftsnationalitäten (HKS) ohne Deutschland wegen
Erschleichens oder Gebrauch von Visa durch sonstige Begehungsweisen
2014 2015
HKS TV-Zahl HKS TV Zahl
Ukraine 693 Ukraine 660
Libyen 360 Russische Föderation 234
Russische
Föderation
252 Türkei 141
Türkei 182 China 129
Irak 158 Irak 112
China 107 Syrien 106
Nigeria 104 Nigeria 102
Iran 96 Georgien 80
Syrien 86 Armenien 70
Aserbaidschan 84 Aserbaidschan 70
Eine Bewertung der vorangestellten statistischen Daten muss im Kontext des
vollständigen Phänomens der Schleusungskriminalität/Illegalen Migration
erfolgen.
Im Jahr 2015 wurden in Deutschland insgesamt 2 369 036 Tatverdächtige (TV)
in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im gesamten Bereich der
Allgemeinkriminalität registriert. Dies entspricht einem Anstieg um 10,2 Prozent im
Vergleich zu den Feststellungszahlen des Jahres 2014. Ein erneut besonders
deutlicher Anstieg wurde mit einem Plus von 157 Prozent im Bereich der
Schleusungskriminalität/Illegale Migration verzeichnet. 16 Prozent aller in der Polizeilichen
Kriminalstatistik registrierten Tatverdächtigen wurden im Bereich der
Schleusungs-kriminalität/Illegale Migration festgestellt. Betrachtet man nur die
nichtdeutschen Tatverdächtigen (ndTV), entfallen 42,7 Prozent auf diesen
Phänomenbereich. Dabei muss aufgrund der enormen Anzahl an irregulären Migrantinnen
und Migranten, die im Jahr 2015 nach Deutschland eingereist sind, zum Teil von
Lücken und Verzögerungen in der polizeilichen Erfassung und daher mit einem
tatsächlich höheren Zuwachs in diesem Kriminalitätsfeld ausgegangen werden.
Anhand nachstehender Übersicht zeigt sich, dass in Bezug auf die
Gesamtsituation der Schleusungskriminalität die Fall- und Tatverdächtigenzahlen im Bereich
des Erschleichens eines Aufenthaltstitels nicht nur von nachgeordneter
Bedeutung sind, sondern auch als einzige im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr
abnahmen.
r cksac e 18/9477 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
Übersicht VI: Fallzahlen und Tatverdächtige im Phänomenbereich Illegale
Migration/Schleusungskriminalität (PKS)
Phänomenbereich Fallzahlen
Tatverdächtige gesamt
(nichtdeutsche Tatverdächtige)
2014 2015 2014 2015
Verstöße gg. AufenthG,
156.396 402.741
146.050 389.407
AsylVfG, FreizügG/EU (144.665) (388.067)
Unerlaubte Einreise gem. §
95 Abs.1 Nr.3 / Abs.2 Nr.1a
AufenthG
49.714 154.188 49.934 (49.804)
153.668
(153.533)
Unerlaubter Aufenthalt gem.
§ 95 Abs.1 Nr.1, 2 / Abs.2
Nr.1b AufenthG
86.029 232.348 82.946 (82.618)
228.770
(228.427)
Erschleichen eines Auf-
4.378 3.668
4.790 3.955
(4.422) (3.710) enthaltstitels gem. § 95
Abs. 2 Nr.2 AufenthG
Einschleusen von
Ausländern gem. § 96 AufenthG 3.612 5.140
2.994
(2.539)
4.865
(4.339)
Einschleusen mit
Todesfolge; Gewerbs-/
bandenmäßiges Ein- schleusen
gem. § 97 AufenthG
163 274 227 (193)
361
(300)
Darüber hinaus liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
21. Welche Erkenntnisse liegen dazu vor, wie viele Personen im Jahr 2014 bzw.
2015 nach Ablauf der Gültigkeit eines Schengenvisums nicht bzw. zu spät
wieder ausgereist sind, durch welche Behörden und bei welcher Gelegenheit
wurde dies festgestellt (bitte auflisten), in wie vielen Fällen wurden welche
Ermittlungs- bzw. Strafverfahren deswegen eingeleitet, und wie viele
entsprechende Verurteilungen in den letzten zehn Jahren gab es (bitte jeweils
auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren und alle
Unterfragen beantworten, was auf Bundestagsdrucksache 18/4765 zu
Frage 15 nicht der Fall war)?
Ist vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse die Einführung eines
kostenintensiven und aufwändigen Ein- und Ausreiseregisters gerechtfertigt, wie es
derzeit auf EU-Ebene geplant ist (bitte begründen)?
Justizielle Strafverfolgungsdaten im Sinne der Fragestellung liegen der
Bundesregierung nicht vor. Die von dem Statistischen Bundesamt jährlich, zuletzt am
17. März 2016 für das Jahr 2014 herausgegebene Strafverfolgungsstatistik weist
lediglich die nach § 95 des Aufenthaltsgesetzes Abgeurteilten und Verurteilten aus.
Für die Jahre 2014 und 2015 liegen der Bundespolizei Erkenntnisse zu Personen
vor, die mit abgelaufenen Visa/Aufenthaltstiteln festgestellt wurden. Die
Feststellungen erfolgten im Rahmen der grenzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung
sowie bei Kontrollen im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei im Inland. Im
Falle der Feststellung wurde durch die Bundespolizei jeweils Strafanzeige wegen
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 13 – Drucksache 18/9477
des Verdachts des unerlaubten Aufenthaltes nach § 95 Absatz 1 Nummer 2
Aufenthaltsgesetz erstattet. Nähere Informationen hierzu ergeben sich aus den
nachstehenden Tabellen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die statistischen
Angaben aus der Polizeilichen Eingangsstatistik stammen, die nur den
Aufgabenbereich der Bundespolizei berücksichtigt. Darüber hinaus werden in der jährlichen
Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) die den Polizeien des Bundes und der
Länder bekannt gewordenen Fälle von unerlaubtem Aufenthalt erfasst. Im Jahr 2014
wurden bundesweit insgesamt 89 092 Fälle von unerlaubtem Aufenthalt
registriert. Im Jahr 2015 wurden bundesweit rund 232 000 Fälle von unerlaubtem
Aufenthalt registriert. Bei den Angaben ist zu berücksichtigen, dass den beiden
Statistiken jeweils unterschiedliche Erfassungskriterien zugrunde liegen. Bei der
Polizeilichen Eingangsstatistik (PES) der Bundespolizei handelt es sich um eine
Eingangsstatistik (also ausschließlich bekannt geworden und erfasste Fälle), bei
der Polizeilichen Kriminalstatistik jedoch um eine Ausgangsstatistik aller
Polizeien des Bundes und der Länder (polizeilich ausermittelte und an die
Staatsanwaltschaft abgegebene Fälle).
2014 2015
Nationalitäten Anzahl Nationalitäten Anzahl
Türkei 1.101 Türkei 1.351
Russische Föderation 711 China 680
China 697 Russische Föderation 554
Iran 431 Iran 473
Indien 255 Indien 327
Libyen 248 Kosovo 278
Kosovo 239 Ukraine 217
Ukraine 226 Kuwait 205
Marokko 182 Irak 163
Irak 167 Albanien 150
Sonstige 3.648 Sonstige 3.736
Flughäfen
2014 2015
Nationalitäten Anzahl Nationalitäten Anzahl
Türkei 1.067 Türkei 1.328
China 688 China 674
Russische Föderation 673 Russische Föderation 547
Iran 423 Iran 470
Indien 242 Indien 318
Libyen 227 Kosovo 263
Kosovo 207 Kuwait 205
Ukraine 197 Ukraine 185
Irak 152 Irak 150
Vietnam 146 Saudi-Arabien 143
Sonstige 3.147 Sonstige 3.376
r cksac e 18/9477 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
Land-/Seegrenze
2014 2015
Nationalitäten Anzahl Nationalitäten Anzahl
Serbien 23 Ukraine 25
Ukraine 20 Syrien 10
Kosovo 20 Tunesien 8
Mazedonien 14 Ghana 8
Tunesien 12 Tadschikistan 8
Russische Föderation 11 Mazedonien 8
Marokko 8 Türkei 7
Syrien 8 Pakistan 7
Türkei 8 Serbien 7
Albanien 8 Kosovo 7
Georgien 8 Sonstige 73
Sonstige 78
Inland
2014 2015
Nationalitäten Anzahl Nationalitäten Anzahl
Marokko 51 Marokko 25
Algerien 37 Algerien 24
Syrien 30 Serbien 19
Russische Föderation 27 Albanien 16
Türkei 26 Syrien 16
Albanien 21 Türkei 16
Libyen 21 Ghana 12
Serbien 20 Afghanistan 11
Ghana 17 Georgien 8
Georgien 16 Irak 8
Sonstige 252 Kosovo 8
Tunesien 8
Sonstige 136
Der Vorschlag der Europäischen Kommission für ein europäisches Ein- und
Ausreiseregister soll neben migrationspolitischen Zwecken (Gewährleistung einer
systematischen und zuverlässigen Ermittlung von „Overstayern“) auch der
Verbesserung der Effizienz der Grenzübertrittskontrollen und Sicherheitsaspekten
dienen. Die Feststellung der Überschreitung der Aufenthaltsdauer eines erteilten
Schengen-Visums stellt somit nur einen Einzelaspekt dar, der zudem nicht auf
Visa-Inhaber beschränkt ist. Das Ein- und Ausreiseregister soll vielmehr auch der
Überwachung der Einhaltung der zulässigen Aufenthaltsdauer von visumfrei
reisenden Drittstaatsangehörigen dienen, die zu einem Kurzaufenthalt in den
Schengenraum einreisen.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 15 – Drucksache 18/9477
22. Wie ist der aktuelle Stand der Implementierung des
Visainformationssystems (VIS) und der Visawarndatei, welche Erfahrungen oder Probleme gibt
es diesbezüglich (auch aus Sicht des Bundesverwaltungsamts), in welchem
Umfang haben deutsche Polizei- und Strafverfolgungsbehörden sowie
Nachrichtendienste bislang mit welchen Ergebnissen auf das VIS zugegriffen
bzw. Daten zugearbeitet (bitte so differenziert wie möglich darstellen
hinsichtlich der Zeiträume und des Umfangs der Datentransfers, der Behörden,
der betroffenen Herkunftsländer bzw. Ausstellungsländer der Visa, der
Zwecke, der ergriffenen Maßnahmen usw.), und welche Treffermeldungen,
Ergebnisse oder Erkenntnisse hat bislang die Visa-Warndatei in welchem
Umfang in Bezug auf welche Herkunftsländer erbracht (bitte so präzise und
differenziert wie möglich darstellen; die Beantwortung dieser Fragen darf nach
Auffassung der Fragestellerinnen und Fragesteller nicht mit dem Hinweis
auf die gesetzlich vorgeschriebene Evaluierung drei Jahre nach Inkrafttreten
unterbleiben; vgl. Antwort zu Frage 16 auf Bundestagsdrucksache 18/4765)?
Das Visa-Informationssystem (VIS) ist seit Oktober 2011 in Betrieb und seit
Februar 2016 vollständig eingeführt. Damit werden weltweit Informationen zu
visumpflichtigen Personen in das Visa-Informationssystem gemäß EU-
Verordnung 767/2008 erfasst. Seit der Inbetriebnahme wurden zahlreiche technische
Verbesserungen vorgenommen, insbesondere um das mit der Einführung
verbundene Anwachsen des Datenbestandes im Visa-Informationssystem abzudecken.
Nennenswerte Probleme mit dem Betrieb sind nicht bekannt. Ergänzend wird
darauf hingewiesen, dass die Europäische Kommission gemäß EU-Verordnung
767/2008 derzeit turnusgemäß einen umfassenden Erfahrungsbericht zum Visa-
Informationssystem erstellt. Die nationale Kopfstelle des Visa-
Informationssystems im Bundesverwaltungsamt hat im Jahr 2015 Polizei- und
Strafverfolgungsbehörden sowie Nachrichtendiensten auf Antrag in etwa 750 Einzelfällen Zugriff
auf das Visa-Informationssystem gewährt. Die Kopfstellen in den Bundesländern
haben analog in etwa 70 Einzelfällen Zugriff gewährt. Zu den konkreten
Ergebnissen der Zugriffe und den daraufhin getroffenen Maßnahmen kann nur die
anfragende Behörde im Einzelfall eine Aussage treffen. Die Erhebung und
Verwendung von Protokolldaten unterliegt gemäß EU-Verordnung 767/2008 und EU-
Beschluss 2008/633/JI sehr engen rechtlichen Beschränkungen.
Den Nutzwert der Visa-Warndatei überprüft die Bundesregierung derzeit im
Rahmen der ihr vom Gesetzgeber in § 17 Gesetz zur Errichtung einer Visa-Warndatei
(VWDG) aufgegebenen und nach wissenschaftlichen Maßstäben
durchzuführenden Evaluierung. Diese Evaluierung dauert noch an.
23. Wie lang sind derzeit die Wartezeiten für privat bzw. geschäftlich Reisende
(bitte differenzieren) für Schengen-Visa bzw. für nationale Visa (hier bitte
genauer nach Zwecken differenzieren, z. B. Familiennachzug,
Erwerbsaufnahme usw.) für einen Termin zur Visumantragstellung in den
verschiedenen deutschen Auslandsvertretungen in den 20 wichtigsten visumpflichtigen
Ländern weltweit (soweit externe Dienstleister eingesetzt werden, bitte auch
gesondert die Wartezeit für die Antragstellung direkt in den Visastellen
nennen; bitte zusätzlich Angaben zu den 15 Ländern mit den jeweils längsten
Wartezeiten machen), und wie sind etwaige Wartezeiten von über zwei
Wochen bzw. über noch längere Zeiträume jeweils zu erklären?
Dem Auswärtigen Amt liegt nur eine Übersicht über Wartezeiten an Visastellen
mit auffälligen Entwicklungen vor. Zu den Auslandsvertretungen in den 20 der
Visumpflicht unterliegenden Staaten mit dem höchsten Aufkommen an
Visumanträgen liegen nachstehende Angaben vor (Stand: August 2016):
r cksac e 18/9477 – 16 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
D-Visa:
Türkei (Izmir): Familienzusammenführung 13 Wochen, Arbeitsaufnahme vier
Wochen
Türkei (alle drei Visastellen in Ankara, Istanbul und Izmir):
Familienzusammenführung zum syrischen Schutzberechtigten sieben bis neun Monate
Iran (Teheran): 15 Arbeitstage
Kosovo (Pristina): Familienzusammenführung etwa neun Monate,
Arbeitsaufnahme etwa sechs Monate
Libanon (Beirut): Familienzusammenführung libanesische Staatsangehörige:
20 Arbeitstage, Arbeitsaufnahme fünf Arbeitstage, Familienzusammenführung
zum syrischen Schutzberechtigten 15 Monate
Vietnam (Ho-Chi-Minh-Stadt): 90 Tage
Schengen-Visa:
China, Russische Föderation, Indien, Ukraine, Südafrika, Katar, Tunesien:
keine Wartezeit
Türkei, Saudi-Arabien: ein bis zwei Arbeitstage
Kuwait: maximal drei Arbeitstage
Iran (Teheran): Freischaltung neuer Termine erfolgt jeweils sonntags; die am
Tag der Freischaltung angebotenen Termine liegen mindestens 15 Arbeitstage
später. Das Terminangebot ist begrenzt. Seit dem 15. August 2016 verwendet
die Deutsche Botschaft Teheran ein modifiziertes Terminvergabesystem für
Schengen-Visa.
Aktuelle Angaben können außerdem über die Webseiten der jeweiligen
Auslandsvertretung in Erfahrung gebracht werden.
24. Wie ist der aktuelle Stand des Pilotverfahrens der Europäischen Kommission
(4194/12/HOME) in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland wegen
überlanger Wartezeiten und den Einsatzes externer Dienstleister im
Visumverfahren, was waren die letzten Schritte der Bundesregierung bzw. der
Kommission, und welche weiteren Schritte sind nunmehr zu erwarten?
Das Verfahren EU-Pilot 4194/12/HOME ist noch nicht abgeschlossen. Die
Europäische Kommission hat mit Schreiben vom 7. September 2015 mitgeteilt, dass
sie davon ausgehe, dass durch die durchgeführten oder vorgesehenen
organisatorischen, personellen und baulichen Maßnahmen die Wartezeiten auf einen
Antragstermin in Kairo inzwischen weitgehend im Einklang mit den Vorschriften
des Visakodex sind. Für die meisten anderen der im Schreiben der Kommission
vom 13. Dezember 2012 genannten konsularischen Vertretungen sei dies
ebenfalls der Fall. Die Kommission bat um weitere Informationen zu den Maßnahmen
zur Reduzierung der langen Wartezeiten auf einen Visumantragstermin an der
Botschaft Pristina. Die Bundesregierung hat dazu zuletzt mit Schreiben vom
19. April 2016 mitgeteilt, dass seit Januar 2016 eine Baumaßnahme durchgeführt
wird, durch die im August 2016 vier zusätzliche Schalter zur Antragsannahme
sowie zusätzliche Büros für Personal zur Antragsprüfung und -entscheidung zur
Verfügung stehen. Gleichzeitig wird die Botschaft um drei weitere entsandte
Mitarbeiter zur Antragsprüfung und -entscheidung sowie fünf lokal Beschäftigte
dauerhaft verstärkt. Seit dem 1. April 2016 ist zudem ein weiterer entsandter
Mitarbeiter dauerhaft an die Visastelle versetzt worden, womit das entsandte Personal
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 17 – Drucksache 18/9477
der Visastelle bis zum Bezug des neuen Modulbaus beinahe verdoppelt wird.
Ferner ist die Visastelle seit Januar 2016 durch insgesamt sieben kurz- bis
mittelfristige Personalabordnungen unterstützt worden. Der Bundesregierung sind die
nächsten Schritte der Europäischen Kommission nicht bekannt.
25. Welche Pilotverfahren mit welchen konkreten Themen/Zielsetzungen/
Problemen sind derzeit im Bereich der Visavergabe gegen Deutschland anhängig
oder wurden 2015 oder 2016 abgeschlossen, und wie hat sich die
Bundesregierung jeweils dazu positioniert (bitte einzeln auflisten und ausführen),
welche Pilotverfahren sind im weit gefassten Bereich der Asyl-, Migrations- und
Grenzkontrollpolitik gegen Deutschland derzeit anhängig, und wie ist
jeweils die Position der Bundesregierung hierzu (bitte einzeln auflisten und
ausführen)?
Im Bereich der Visavergabe waren in den Jahren 2015 und 2016 folgende EU-
Pilotverfahren anhängig oder wurden abgeschlossen:
EU-Pilot 4194/12/HOME: Zu Thema und Zielsetzung des Verfahrens sowie der
Position der Bundesregierung hierzu wird auf die Antwort der Bundesregierung
zu Frage 19 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE zu Visaerteilungen im
Jahr 2014 auf Bundestagsdrucksache 18/4765 vom 24. April 2015 sowie auf die
Antwort zu Frage 24 verwiesen.
EU-Pilot 6703/14/JUST (VIDEX-Software und Antragsformulare für Schengen-
Visa): Mit Schreiben vom 28. August 2015 hat die Europäische Kommission
mitgeteilt, dass sie die Antwort der Bundesregierung akzeptiert und das Verfahren
abgeschlossen hat.
EU-Pilot 7325/15/HOME (Bearbeitungszeiten für Schengen-Visumanträge an
der Deutschen Botschaft Ankara): Mit Schreiben vom 5. August 2015 hat die
Europäische Kommission mitgeteilt, dass sie die Antwort der Bundesregierung
akzeptiert und das Verfahren abgeschlossen hat.
EU-Pilot 5890/13/JUST (Familiennachzug zu Personen mit doppelter
Staatsangehörigkeit): Das Verfahren wurde am 26. Februar 2016 von der Europäischen
Kommission eingestellt.
EU-Pilot 7886/2015/JUST (Visumanträge von Familienangehörigen
freizügigkeitsberechtigter EU-Bürger – Dokumentenüberprüfung an der Deutschen
Botschaft Kampala): Mit Schreiben vom 17. März 2016 hat die Europäische
Kommission mitgeteilt, dass sie die Antwort der Bundesregierung akzeptiert und das
Verfahren abgeschlossen hat.
Im weit gefassten Bereich der Asyl-, Migrations- und Grenzkontrollpolitik sind
derzeit keine Pilotverfahren anhängig.
r cksac e 18/9477 – 18 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
26. Wie ist der aktuelle Stand der Überarbeitung des EU-Visakodex, wie
bewertet die Bundesregierung dies, und welche wichtigen Schwerpunkte sieht sie,
in welchen Punkten konnte die Bundesregierung ihre inhaltliche Kritik am
ursprünglichen Vorschlag der Europäischen Kommission erfolgreich
anbringen (bitte die gegenüber dem Vorschlag der Kommission mit Einverständnis
oder auf Betreiben der Bundesregierung geänderten Punkte einzeln
auflisten), welche Kritikpunkte am aktuellen Entwurf gibt es aus Sicht der
Bundesregierung noch, wann ist mit einer Verabschiedung des geänderten
Visakodex zu rechnen, und welche Änderungen könnte es noch geben?
Derzeit wird die Neufassung des EU-Visakodex im Trilog beraten. Schwerpunkt
der Überarbeitung des Visakodex ist aus Sicht der Bundesregierung, der
angestrebten Vereinfachung und Verkürzung der Visumverfahren einerseits sowie den
sicherheits- und migrationspolitischen Belangen der Mitgliedstaaten bei
Aufrechterhaltung der erforderlichen Kontrolldichte im Visumverfahren andererseits
angemessen Rechnung zu tragen. In den fachlichen Beratungen hat die
Bundesregierung ihre inhaltliche Kritik an wesentlichen Punkten des ursprünglichen
Vorschlages der Europäischen Kommission erfolgreich eingebracht. Im aktuellen
Kompromissvorschlag sind daher wesentliche Vorschläge der Kommission, die
von der Bundesregierung kritisch bewertet wurden, nicht mehr enthalten,
darunter der Verzicht auf eine Reisekrankenversicherung, die Ausweitung der
Visaerteilung an Außengrenzen, die verpflichtende Vertretung anderer Mitgliedstaaten
bei der Bearbeitung von Visumanträgen sowie ein Automatismus bei Erteilung
von Mehrjahresvisa. Eine Prognose zum Verhandlungsverlauf kann derzeit nicht
getroffen werden.
27. Wird es eine Änderung im Visakodex geben, so dass künftig grundsätzlich
eine Vertretungsmöglichkeit auch bei persönlicher Antragstellung besteht,
im selben Umfang, wie dies bei der Antragstellung über externe Dienstleister
jetzt schon möglich ist – wozu die Bundesregierung eine Zustimmung in
Aussicht gestellt hatte, wenn weiterhin in begründeten Fällen ein
persönliches Erscheinen verlangt werden kann (vgl. Antwort zu Frage 23 auf
Bundestagsdrucksache 18/4765), und wenn nein, warum nicht?
Die Neufassung des Visakodex wird zurzeit im Trilog beraten (siehe Antwort zu
Frage 26). In welchem Umfang zukünftig auf das persönliche Erscheinen bei der
Antragseinreichung verzichtet wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht
abschließend beantwortet werden.
28. Wie viele Ein- und Ausreisen aus dem bzw. in das Schengen-Gebiet an
deutschen Flug- bzw. Seehäfen gab es im Jahr 2015 (bitte auch nach
freizügigkeitsberechtigten Personen, visumfreien Drittausländern und
visumpflichtigen Drittausländern differenzieren)?
Im Jahr 2015 gab es 79 352 717 Ein- und Ausreisen. Weitere Daten im Sinne der
Fragestellung werden nicht erhoben. Siehe ergänzend nachstehende Tabelle:
2015
Gesamt davon Luft davon See
Einreise 39.924.181 37.926.001 1.998.180
Ausreise 39.428.536 37.545.504 1.883.032
Gesamt 79.352.717 75.471.505 3.881.212
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 19 – Drucksache 18/9477
29. Wie wird die strenge grundsätzliche Haltung gerechtfertigt, dass auch das
Vorliegen einer Verpflichtungserklärung nicht dazu führt, dass in Fällen, in
denen die Rückkehrbereitschaft in Frage gestellt wird, ein Visum erteilt wird,
obwohl weder die Bundesregierung noch fachkundige Bedienstete des
Auswärtigen Amts Informationen oder Hinweise zu der Frage haben, in welcher
Größenordnung oder in welchen Fallkonstellationen mit einer
Verpflichtungserklärung eingeladene Personen nicht zeitgerecht wieder ausgereist
sind, wie die Antwort zu Frage 26 auf Bundestagsdrucksache 18/4765
erbracht hat (dort ist die hier erneut gestellte Teilfrage unbeantwortet
geblieben)?
Mit einer Verpflichtungserklärung wird in erster Linie gewährleistet, dass die
Finanzierung des Aufenthalts sichergestellt werden kann. Sie gibt üblicherweise
keinen Hinweis auf das Vorliegen einer Rückkehrbereitschaft. Diese wird
gesondert im Einzelfall geprüft.
30. Wie lautet die Antwort zu Frage 27 auf Bundestagsdrucksache 18/4765,
wenn die Bundesregierung den dort in der Frage bereits formulierten
Umstand berücksichtigt, dass Betroffenen, die ihre Partner/-innen in
Deutschland näher kennenlernen möchten und bei denen noch kein fester
Heiratswunsch besteht, in der Praxis ein Besuchsvisum – auf das die
Bundesregierung hinwies – regelmäßig verweigert wird mit der Begründung, dass sie
eigentlich ein Visum zur Eheschließung beantragen müssten und dass die
Rückkehrbereitschaft nicht gesichert sei?
Außerhalb der einfachgesetzlichen Regelungen im deutschen Aufenthaltsrecht
zum Nachzug von Ehegatten, die teilweise Ausfluss des in Artikel 6 des
Grundgesetzes verankerten Schutzes von Ehe und Familie sind, stehen für die genannte
Konstellation die Möglichkeiten im Rahmen des Visakodex zur Verfügung. In
jedem Antrag ist im Einzelfall zu prüfen, wieweit die gesetzlichen
Voraussetzungen vorliegen, einschließlich der Frage, ob die Rückkehrbereitschaft gesichert ist.
31. Welche Maßnahmen mit welchen Effekten hat die Bundesregierung
ergriffen, um insbesondere die Probleme bei der Visaantragstellung in der
Botschaft in Pristina zu bewältigen und Wartezeiten zu verkürzen, und
inwieweit kann die Bundesregierung bestätigen oder widerlegen, dass es im
Kosovo angesichts der angespannten Lage einen „Terminhandel“ gibt (bitte
ausführen)?
Das Auswärtige Amt hat die Botschaft Pristina durch mehrere Abordnungen und
die Einstellung zusätzlicher lokal Beschäftigter personell verstärkt. Um eine
weitere Personalaufstockung realisieren zu können, wurde angesichts der beengten
räumlichen Gegebenheiten, die einer Personalaufstockung Grenzen setzten, eine
zusätzliche Container-Unterbringung realisiert, die der Errichtung zusätzlicher
Visaschalter, der Besetzung dreier neuen Stellen des gehobenen Dienstes sowie
weiter lokaler Beschäftigter dient. Deshalb werden ab Spätsommer 2016
zusätzliche Bearbeitungskapazitäten zur Verfügung stehen.
Die Wartezeit auf Termine zur Beantragung von Schengenvisa konnte teilweise
deutlich verkürzt werden, bei Geschäftsvisa auf ungefähr eine Woche. Die
Botschaft Pristina verwendet bei der Terminbuchung in den meisten Kategorien das
Online-Buchungssystem des Auswärtigen Amts. Zur Buchung sind unter
anderem Angabe des Namens und der Passnummer erforderlich. Ist ein Termin einmal
gebucht worden, können diese erfassten Daten nicht mehr vom Terminbucher
verändert werden. Somit ist ein „Terminhandel“ im Sinne einer (entgeltlichen)
Übertragung von Terminen an eine andere Person als diejenige, für die gebucht
r cksac e 18/9477 – 20 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
wurde, ausgeschlossen. Zulässig ist es jedoch, Dritte mit der Terminbuchung zu
beauftragen.
Bei Einlass in die Visastelle erfolgt ein Abgleich der im Online-Buchungssystem
angemeldeten Daten mit den Daten des erschienenen Antragstellers; stimmen
diese nicht überein, wird der Vorsprechende nicht eingelassen.
In einigen Visakategorien (Arbeitsaufnahme Westbalkan nach § 26 Absatz 2
BeschV) vergeben entsandte Mitarbeiter Termine manuell per Mail.
32. Welche Beschwerden und internen Prüfungen zum Terminbuchungssystem
der Botschaften/Visastellen und zum Themenkomplex „Terminhandel“ hat
es in den letzten zwei Jahren gegeben (bitte auflisten), welche konkreten
Anstrengungen wurden in diesem Zeitraum unternommen, das Verfahren zur
Terminvergabe weiter zu optimieren (vgl. Schriftliche Frage 26 auf
Bundestagsdrucksache 18/5596, S. 17 f. und Mündliche Frage 40 der Abgeordneten
Ulla Jelpke, siehe Plenarprotokoll 18/99, S. 9473, Anlage 34), und wie
funktioniert beispielsweise das Terminvergabesystem des privaten Dienstleisters
iDATA in der Türkei, insbesondere auch in Hinblick auf die Verhinderung
eines „Terminhandels“?
Das Auswärtige Amt geht jedem Hinweis auf Unregelmäßigkeiten nach, sofern
überprüfbare Angaben gemacht werden. In keinem Fall haben sich Anhaltspunkte
ergeben, wonach sich bisher ein geäußerter Verdacht zu einem „Terminhandel“
im Sinne der Übertragung eines gebuchten Termins an eine andere als die
gebuchte Person erhärtet hat. Auf die in der Fragestellung zitierten Antworten wird
verwiesen.
Die Firma iDATA vergibt für die drei deutschen Auslandsvertretungen in der
Türkei Termine für nationale Visa im Auftrag des Auswärtigen Amts. Die
Zuteilung der Termine findet einerseits telefonisch über das iDATA-Call Center statt
(nationale Visa Türkei), andererseits über ein Online-Buchungssystem
(Familiennachzug zum Schutzberechtigten). Die Zuteilung des Termins und der
Auslandsvertretung (in der Türkei) erfolgt automatisiert in chronologischer
Reihenfolge des Eingangs, ohne dass einzelne iDATA-Mitarbeiter Einfluss auf die
Terminvergabe haben. Die Praxis der Firma iDATA in ihren Geschäftsräumen wird
regelmäßig vom Generalkonsulat Istanbul überprüft. Auch zu iDATA werden
regelmäßig unspezifische Vorwürfe der Unregelmäßigkeit bei der Terminvergabe
erhoben. Auch diesen Vorwürfe wird, sofern überprüfbar, nachgegangen, ohne
dass sich ein geäußerter Verdacht bisher erhärtet hätte.
Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 31 und 33 verwiesen.
33. Warum ist es technisch nicht möglich, ein Terminbuchungssystem zu
schaffen, bei dem alle Terminanträge, die personengebunden sein müssen, der
Reihe nach abgearbeitet werden und Betroffene dann zeitnah über den
konkreten Termin informiert werden, was die Tätigkeit von „Terminhändlern“
effektiv unterbinden würde, weil diese keine schnellere Vorsprache
erreichen könnten („Terminhändler“ belegen mit ihren Mitteln schnell die frei
werdenden Termine mit den realen Daten der Betroffenen, die hierfür
bezahlen müssen)?
Die deutschen Auslandsvertretungen vergeben Termine zur Visumbeantragung
grundsätzlich in chronologischer Reihenfolge nach Eingang. Daneben werden in
besonders gelagerten humanitären und medizinischen Fällen vorgezogene
Sondertermine vergeben.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 21 – Drucksache 18/9477
Das Auswärtige Amt arbeitet im Rahmen der kontinuierlichen
Weiterentwicklung und Verbesserung der Terminvergabe an einem Terminbuchungssystem mit
Vormerkfunktion (Vormerknummer), über das zu einem der Vormerkung
nachgelagerten Zeitpunkt ein konkreter Termin zur Visumbeantragung in Reihenfolge
der vergebenen Vormerknummer erteilt wird. Dieses Verfahren kann nach einer
Erprobungsphase eingeführt werden und gewährleistet unter anderem eine
optimale Ausnutzung der Bearbeitungskapazitäten sowie eine Eindämmung der Rolle
unseriöser Visabüros.
r cksac e 18/9477 – 22 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
Kleine Anfrage Die Linke Nr. 18-9285
Anlage zu Frage 1
a) Weltweit bearbeitete Visumanträge 2015 Stand: 10.08.2016
Land AV-Ort Erteilt Abgelehnt Zurückgezogen Bearbeitet
Ablehnungsquote
Afghanistan Kabul 3.349 1.256 54 4.659 26,96%
Ägypten Kairo 35.493 2.654 286 38.433 6,91%
Albanien Tirana 1.309 331 32 1.672 19,80%
Algerien Algier 5.318 1.622 34 6.974 23,26%
Angola Luanda 1.326 731 20 2.077 35,19%
Argentinien Buenos Aires 932 22 43 997 2,21%
Armenien Eriwan 13.147 1.375 352 14.874 9,24%
Aserbaidschan Baku 15.629 808 71 16.508 4,89%
Äthiopien Addis Abeba 3.653 574 34 4.261 13,47%
Australien Canberra 52 1 3 56 1,79%
Australien Sydney 444 16 13 473 3,38%
Australien Gesamt 496 17 16 529 3,21%
Bahrain Manama 7.658 95 32 7.785 1,22%
Bangladesch Dhaka 4.258 970 12 5.240 18,51%
Belgien Brüssel 182 51 7 240 21,25%
Benin Cotonou 976 473 12 1.461 32,38%
Bolivien La Paz 1.756 35 30 1.821 1,92%
Bosnien und
Herzegowina
Sarajewo 7.554 868 371 8.793 9,87%
Botsuana Gaborone 1.076 10 1 1.087 0,92%
Brasilien Porto Alegre 231 11 11 253 4,35%
Brasilien Recife 174 15 11 200 7,50%
Brasilien Rio de Janeiro 359 16 13 388 4,12%
Brasilien São Paulo 1.167 50 13 1.230 4,07%
Brasilien Gesamt 1.931 92 48 2.071 4,44%
Bulgarien Sofia 876 122 7 1.005 12,14%
Burkina Faso Ouagadougou 1.154 207 7 1.368 15,13%
Chile Santiago de Chile 1.322 48 88 1.458 3,29%
China Chengdu 17.094 808 66 17.968 4,50%
China Hongkong 3.059 18 22 3.099 0,58%
China Kanton 63.681 1.675 111 65.467 2,56%
China Peking 136.483 7.806 183 144.472 5,40%
China Shanghai 153.594 3.303 203 157.100 2,10%
China Shenyang 5.955 189 9 6.153 3,07%
China Gesamt 379.866 13.799 594 394.259 3,50%
Costa Rica San José 380 7 8 395 1,77%
Côte d'Ivoire Abidjan 1.140 341 11 1.492 22,86%
Dänemark Kopenhagen 130 15 4 149 10,07%
Dominikanische
Republik
Santo Domingo 2.283 1.010 9 3.302 30,59%
Ecuador Quito 5.015 382 65 5.462 6,99%
El Salvador San Salvador 44 0 0 44 0,00%
Estland Tallinn 29 5 1 35 14,29%
Finnland Helsinki 181 8 6 195 4,10%
Frankreich Paris 991 133 3 1.127 11,80%
Georgien Tiflis 18.302 830 112 19.244 4,31%
Ghana Accra 3.951 2.100 27 6.078 34,55%
Griechenland Athen 259 41 11 311 13,18%
Großbritannien Edinburgh 3.629 15 83 3.727 0,40%
Großbritannien London 25.634 503 50 26.187 1,92%
Großbritannien 29.263 518 133 29.914 1,73%
Guatemala Guatemala-Stadt 217 1 4 222 0,45%
Kleine Anfrage Die Linke Nr. 18-9285
Anlage zu Frage 1
a) Weltweit bearbeitete Visumanträge 2015 Stand: 10.08.2016
Land AV-Ort Erteilt Abgelehnt Zurückgezogen Bearbeitet
Ablehnungsquote
Guinea Conakry 1.120 638 30 1.788 35,68%
Honduras Tegucigalpa 62 2 0 64 3,13%
Indien Bangalore 32.522 1.687 126 34.335 4,91%
Indien Chennai 19.574 1.751 47 21.372 8,19%
Indien Kalkutta 6.337 317 38 6.692 4,74%
Indien Mumbai 43.409 1.573 565 45.547 3,45%
Indien New Delhi 33.560 2.828 157 36.545 7,74%
Indien Gesamt 135.402 8.156 933 144.491 5,64%
Indonesien Jakarta 22.410 390 102 22.902 1,70%
Irak Bagdad 4.398 393 67 4.858 8,09%
Irak Erbil 10.595 171 52 10.818 1,58%
Irak Gesamt 14.993 564 119 15.676 3,60%
Iran Teheran 43.989 5.489 565 50.043 10,97%
Irland Dublin 1.238 25 31 1.294 1,93%
Island Reykjavik 3 0 0 3 0,00%
Israel Tel Aviv 1.101 25 70 1.196 2,09%
Italien Rom 690 170 11 871 19,52%
Jamaika Kingston 1.290 110 14 1.414 7,78%
Japan Osaka-Kobe 1.102 26 18 1.146 2,27%
Japan Tokyo 1.955 0 8 1.963 0,00%
Japan Gesamt 3.057 26 26 3.109 0,84%
Jordanien Amman 11.441 1.610 138 13.189 12,21%
Kambodscha Phnom Penh 1.927 67 32 2.026 3,31%
Kamerun Jaunde 4.163 1.775 18 5.956 29,80%
Kanada Toronto 2.263 44 47 2.354 1,87%
Kanada Vancouver 245 0 0 245 0,00%
Kanada Gesamt 2.508 44 47 2.599 1,69%
Kasachstan Almaty 18.945 314 32 19.291 1,63%
Kasachstan Astana 24.100 321 134 24.555 1,31%
Kasachstan Gesamt 43.045 635 166 43.846 1,45%
Katar Doha 24.810 951 115 25.876 3,68%
Kenia Nairobi 5.144 1.417 53 6.614 21,42%
Kirgisistan Bischkek 7.963 959 155 9.077 10,57%
Kolumbien Bogotá 11.666 526 113 12.305 4,27%
Kongo Kinshasa 199 6 7 212 2,83%
Korea Seoul 3.128 38 65 3.231 1,18%
Korea, DVR Pjöngjang 203 12 4 219 5,48%
Kosovo Pristina 28.212 7.453 118 35.783 20,83%
Kroatien Zagreb 203 2 4 209 0,96%
Kuba Havanna 3.875 744 43 4.662 15,96%
Kuwait Kuwait 58.917 1.697 69 60.683 2,80%
Laos Vientiane 1.368 7 0 1.375 0,51%
Lettland Riga 101 28 2 131 21,37%
Libanon Beirut 29.175 3.394 569 33.138 10,24%
Litauen Wilna 64 4 0 68 5,88%
Luxemburg Luxemburg 38 1 3 42 2,38%
Malaysia Kuala Lumpur 1.438 75 40 1.553 4,83%
Mali Bamako 570 219 7 796 27,51%
Malta Valletta 19 5 1 25 20,00%
Marokko Rabat 17.080 2.367 50 19.497 12,14%
Mauretanien Nouakchott 613 195 0 808 24,13%
Mazedonien Skopje 1.643 422 3 2.068 20,41%
Kleine Anfrage Die Linke Nr. 18-9285
Anlage zu Frage 1
a) Weltweit bearbeitete Visumanträge 2015 Stand: 10.08.2016
Land AV-Ort Erteilt Abgelehnt Zurückgezogen Bearbeitet
Ablehnungsquote
Mexiko Mexiko-Stadt 4.553 142 55 4.750 2,99%
Moldau Chisinau 774 46 16 836 5,50%
Mongolei Ulan Bator 10.268 803 148 11.219 7,16%
Montenegro Podgorica 468 69 2 539 12,80%
Mosambik Maputo 1.046 93 17 1.156 8,04%
Myanmar Rangun 2.965 29 8 3.002 0,97%
Namibia Windhuk 5.874 58 93 6.025 0,96%
Nepal Kathmandu 4.873 697 60 5.630 12,38%
Neuseeland Wellington 482 5 10 497 1,01%
Nicaragua Managua 93 6 2 101 5,94%
Niederlande Amsterdam 438 10 7 455 2,20%
Nigeria Abuja 1.082 41 23 1.146 3,58%
Nigeria Lagos 9.966 4.669 74 14.709 31,74%
Nigeria Gesamt 11.048 4.710 97 15.855 29,71%
Norwegen Oslo 77 2 2 81 2,47%
Oman Maskat 9.531 312 12 9.855 3,17%
Österreich Wien 515 53 18 586 9,04%
Pakistan Islamabad 8.089 2.472 94 10.655 23,20%
Pakistan Karachi 7.529 1.411 99 9.039 15,61%
Pakistan Gesamt 15.618 3.883 193 19.694 19,72%
Palästinensische
Gebiete
Ramallah 3.959 483 80 4.522 10,68%
Panama Panama 345 5 11 361 1,39%
Paraguay Asunción 205 11 9 225 4,89%
Peru Lima 7.028 172 81 7.281 2,36%
Philippinen Manila 15.226 1.463 69 16.758 8,73%
Polen Warschau 473 36 7 516 6,98%
Portugal Lissabon 80 0 0 80 0,00%
Ruanda Kigali 192 8 5 205 3,90%
Rumänien Bukarest 448 24 15 487 4,93%
Russische Föderation Jekaterinburg
25.858 509 102 26.469 1,92%
Russische Föderation Kaliningrad
28.813 737 64 29.614 2,49%
Russische Föderation Moskau 189.845 6.104 1.016 196.965 3,10%
Russische Föderation Nowosibirsk 34.321 1.004 46 35.371 2,84%
Russische Föderation St. Petersburg 25.197 198 40 25.435 0,78%
Russische 304.034 8.552 1.268 313.854 2,72%
Sambia Lusaka 840 29 16 885 3,28%
Saudi-Arabien Djidda 18.342 148 27 18.517 0,80%
Saudi-Arabien Riad 56.306 2.256 270 58.832 3,83%
Saudi-Arabien 74.648 2.404 297 77.349 3,11%
Schweden Stockholm 158 16 4 178 8,99%
Schweiz Bern 502 46 17 565 8,14%
Senegal Dakar 1.994 1.227 29 3.250 37,75%
Serbien Belgrad 7.364 817 64 8.245 9,91%
Simbabwe Harare 1.310 47 47 1.404 3,35%
Singapur Singapur 4.961 71 40 5.072 1,40%
Slowakei Pressburg 15 1 0 16 6,25%
Kleine Anfrage Die Linke Nr. 18-9285
Anlage zu Frage 1
a) Weltweit bearbeitete Visumanträge 2015 Stand: 10.08.2016
Land AV-Ort Erteilt Abgelehnt Zurückgezogen Bearbeitet
Ablehnungsquote
Slowenien Laibach 5.198 300 60 5.558 5,40%
Spanien Madrid 373 60 13 446 13,45%
Sri Lanka Colombo 5.397 863 45 6.305 13,69%
Südafrika Kapstadt 8.970 84 29 9.083 0,92%
Südafrika Pretoria 21.263 194 94 21.551 0,90%
Südafrika Gesamt 30.233 278 123 30.634 0,91%
Sudan Khartum 2.025 188 24 2.237 8,40%
Tadschikistan Duschanbe 4.052 311 65 4.428 7,02%
Taiwan Taipei 1.980 4 73 2.057 0,19%
Tansania Daressalam 3.037 98 18 3.153 3,11%
Thailand Bangkok 51.909 1.371 76 53.356 2,57%
Togo Lomé 1.177 262 9 1.448 18,09%
Trinidad und Tobago Port-of-Spain 1.058 4 2 1.064 0,38%
Tschechische
Republik
Prag 260 33 2 295 11,19%
Tunesien Tunis 18.154 3.638 174 21.966 16,56%
Türkei Ankara 79.024 7.378 335 86.737 8,51%
Türkei Istanbul 123.185 6.413 344 129.942 4,94%
Türkei Izmir 39.709 1.808 91 41.608 4,35%
Türkei Gesamt 162.894 8.221 435 171.550 4,79%
Turkmenistan Aschgabat 4.538 195 46 4.779 4,08%
Uganda Kampala 2.727 331 42 3.100 10,68%
Ukraine Kiew 100.212 6.713 606 107.531 6,24%
Ungarn Budapest 95 12 1 108 11,11%
Uruguay Montevideo 118 4 3 125 3,20%
USA Atlanta 1.309 16 37 1.362 1,17%
USA Boston 1.672 3 10 1.685 0,18%
USA Chicago 2.034 10 44 2.088 0,48%
USA Houston 1.775 51 29 1.855 2,75%
USA Los Angeles 1.968 12 19 1.999 0,60%
USA Miami 1.018 4 13 1.035 0,39%
USA New York 4.193 59 128 4.380 1,35%
USA San Francisco 3.135 28 34 3.197 0,88%
USA Washington 1.739 12 14 1.765 0,68%
USA Gesamt 18.843 195 328 19.366 1,01%
Usbekistan Taschkent 7.753 589 39 8.381 7,03%
VAE Abu Dhabi 11.385 1.379 96 12.860 10,72%
VAE Dubai 31.893 6.572 254 38.719 16,97%
VAE Gesamt 43.278 7.951 350 51.579 15,42%
Venezuela Caracas 962 139 6 1.107 12,56%
Vietnam Hanoi 10.552 1.428 100 12.080 11,82%
Vietnam Ho-Chi-Minh-Stadt 8.730 769 44 9.543 8,06%
Vietnam Gesamt 19.282 2.197 144 21.623 10,16%
Weißrussland Minsk 55.823 326 101 56.250 0,58%
Zypern Nikosia 1.594 155 12 1.761 8,80%
Gesamt Welt 2.150.715 139.945 12.199 2.302.859 6,08%
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Kleine Anfrage Die Linke Nr. 18-9285
Anlage zu Frage 2
Entwicklung erteilte Visa und Ablehnungsquoten 2014-2015 Stand: 10.08.2016
Land AV-Ort
Erteilt
2014
Erteilt
2015
Veränderung
erteilter Visa
zum Vorjahr
in %
Ablehnungsquote 2014
Ablehnungsquote 2015
Veränderung
Ablehnungsquote zum
Vorjahr in %
Albanien Tirana 893 1.309 46,58 15,43% 19,80% 28,26
Angola Luanda 1.960 1.326 -32,35 27,90% 35,19% 26,16
Argentinien Buenos Aires 947 932 -1,58 3,09% 2,21% -28,53
Äthiopien Addis Abeba 3.121 3.653 17,05 24,12% 13,47% -44,15
Australien Canberra 86 52 -39,53 0,00% 1,79%
Benin Cotonou 1.177 976 -17,08 17,02% 32,38% 90,25
Bolivien La Paz 1.616 1.756 8,66 1,45% 1,92% 32,38
Botsuana Gaborone 986 1.076 9,13 2,08% 0,92% -55,71
Brasilien Recife 126 174 38,10 6,47% 7,50% 15,83
Brasilien
Rio de
Janeiro
332 359 8,13 3,24% 4,12% 27,15
Bulgarien Sofia 831 876 5,42 5,63% 12,14% 115,59
Chile
Santiago de
Chile
949 1.322 39,30 3,38% 3,29% -2,69
China Chengdu 13.573 17.094 25,94 3,53% 4,50% 27,26
China Hongkong 3.021 3.059 1,26 0,33% 0,58% 77,68
China Kanton 54.178 63.681 17,54 3,56% 2,56% -28,07
China Shanghai 129.539 153.594 18,57 3,13% 2,10% -32,92
Dänemark Kopenhagen 124 130 4,84 8,03% 10,07% 25,38
Ecuador Quito 4.503 5.015 11,37 2,42% 6,99% 188,42
El Salvador San Salvador 47 44 -6,38 2,08% 0,00% -100,00
Estland Tallinn 22 29 31,82 0,00% 14,29%
Finnland Helsinki 161 181 12,42 2,91% 4,10% 41,13
Frankreich Paris 916 991 8,19 0,32% 11,80% 3562,32
Georgien Tiflis 17.101 18.302 7,02 6,01% 4,31% -28,23
Griechenland Athen 148 259 75,00 12,43% 13,18% 6,09
Großbritannien London 24.865 25.634 3,09 2,64% 1,92% -27,34
Guatemala
Guatemala-
Stadt
194 217 11,86 4,35% 0,45% -89,64
Guinea Conakry 699 1.120 60,23 46,57% 35,68% -23,39
Indien Bangalore 28.144 32.522 15,56 8,10% 4,91% -39,32
Indien Chennai 17.269 19.574 13,35 11,73% 8,19% -30,18
Indien Kalkutta 5.494 6.337 15,34 3,62% 4,74% 30,72
Indien New Delhi 29.175 33.560 15,03 11,29% 7,74% -31,47
80.082 91.993 14,87 7,76% 5,64% -27,32
Indonesien Jakarta 19.059 22.410 17,58 3,14% 1,70% -45,80
Irak Bagdad 4.697 4.398 -6,37 3,07% 8,09% 163,80
Irak Erbil 6.797 10.595 55,88 3,62% 1,58% -56,34
11.494 14.993 30,44 3,39% 3,60% 6,19
Irland Dublin 1.110 1.238 11,53 4,49% 1,93% -57,01
Island Reykjavik 1 3 200,00 0,00% 0,00%
Israel Tel Aviv 972 1.101 13,27 1,08% 2,09% 93,07
Italien Rom 547 690 26,14 22,45% 19,52% -13,08
Japan Osaka-Kobe 952 1.102 15,76 0,91% 2,27% 148,56
952 1.102 15,76 0,33% 0,84% 154,55
Kanada Vancouver 1.299 245 -81,14 0,53% 0,00% -100,00
Kasachstan Astana 24.124 24.100 -0,10 1,83% 1,31% -28,39
Kirgisistan Bischkek 8.190 7.963 -2,77 8,33% 10,57% 26,77
Kongo Kinshasa 241 199 -17,43 7,22% 2,83% -60,82
Indien Gesamt
Irak Gesamt
Japan Gesamt
Kleine Anfrage Die Linke Nr. 18-9285
Anlage zu Frage 2
Entwicklung erteilte Visa und Ablehnungsquoten 2014-2015 Stand: 10.08.2016
Land AV-Ort
Erteilt
2014
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Veränderung
erteilter Visa
zum Vorjahr
in %
Ablehnungsquote 2014
Ablehnungsquote 2015
Veränderung
Ablehnungsquote zum
Vorjahr in %
Korea Seoul 2.502 3.128 25,02 0,51% 1,18% 132,33
Korea, DVR Pjöngjang 269 203 -24,54 3,57% 5,48% 53,42
Kroatien Zagreb 205 203 -0,98 5,05% 0,96% -81,04
Laos Vientiane 985 1.368 38,88 2,86% 0,51% -82,18
Lettland Riga 108 101 -6,48 13,95% 21,37% 53,18
Libanon Beirut 25.837 29.175 12,92 7,11% 10,24% 44,04
Litauen Wilna 41 64 56,10 12,77% 5,88% -53,92
Luxemburg Luxemburg 60 38 -36,67 2,86% 2,38% -16,67
Malta Valletta 13 19 46,15 13,33% 20,00% 50,00
Moldau Chisinau 2.418 774 -67,99 3,61% 5,50% 52,49
Montenegro Podgorica 370 468 26,49 15,89% 12,80% -19,46
Mosambik Maputo 773 1.046 35,32 10,26% 8,04% -21,56
Myanmar Rangun 2.647 2.965 12,01 1,37% 0,97% -29,56
Namibia Windhuk 5.458 5.874 7,62 0,75% 0,96% 29,11
Neuseeland Wellington 495 482 -2,63 2,71% 1,01% -62,85
Nicaragua Managua 98 93 -5,10 1,01% 5,94% 488,12
Niederlande Amsterdam 456 438 -3,95 1,71% 2,20% 28,30
Nigeria Abuja 1.494 1.082 -27,58 3,23% 3,58% 10,63
Norwegen Oslo 48 77 60,42 0,00% 2,47%
Oman Maskat 9.427 9.531 1,10 0,33% 3,17% 868,15
Palästinensische
Gebiete
Ramallah 4.055 3.959 -2,37 7,58% 10,68% 40,92
Panama Panama 298 345 15,77 0,65% 1,39% 114,68
Paraguay Asunción 211 205 -2,84 3,17% 4,89% 54,35
Polen Warschau 395 473 19,75 4,96% 6,98% 40,53
Portugal Lissabon 115 80 -30,43 6,50% 0,00% -100,00
Ruanda Kigali 147 192 30,61 13,22% 3,90% -70,48
Rumänien Bukarest 412 448 8,74 10,70% 4,93% -53,94
Russische
Föderation
Jekaterinburg 35.364 25.858 -26,88 2,15% 1,92% -10,64
Russische
Föderation
Kaliningrad 43.325 28.813 -33,50 1,06% 2,49% 134,69
Russische
Föderation
Moskau 268.314 189.845 -29,25 2,60% 3,10% 19,00
Russische
Föderation
Nowosibirsk 48.447 34.321 -29,16 4,64% 2,84% -38,86
Russische
Föderation
St.
Petersburg
33.899 25.197 -25,67 1,27% 0,78% -38,50
429.349 304.034 -29,19 2,54% 2,72% 7,09
Saudi-Arabien Djidda 14.103 18.342 30,06 1,66% 0,80% -51,91
Saudi-Arabien Riad 44.433 56.306 26,72 4,56% 3,83% -15,84
58.536 74.648 27,52 3,88% 3,11% -19,85
Schweiz Bern 428 502 17,29 2,65% 8,14% 206,88
Slowenien Laibach 4.888 5.198 6,34 2,28% 5,40% 136,83
Spanien Madrid 337 373 10,68 20,14% 13,45% -33,19
Südafrika Kapstadt 10.115 8.970 -11,32 0,50% 0,92% 84,83
Sudan Khartum 1.249 2.025 62,13 16,55% 8,40% -49,21
Tadschikistan Duschanbe 3.738 4.052 8,40 1,61% 7,02% 336,25
Taiwan Taipei 1.846 1.980 7,26 0,94% 0,19% -79,26
Russische Föderation Gesamt
Saudi-Arabien Gesamt
Kleine Anfrage Die Linke Nr. 18-9285
Anlage zu Frage 2
Entwicklung erteilte Visa und Ablehnungsquoten 2014-2015 Stand: 10.08.2016
Land AV-Ort
Erteilt
2014
Erteilt
2015
Veränderung
erteilter Visa
zum Vorjahr
in %
Ablehnungsquote 2014
Ablehnungsquote 2015
Veränderung
Ablehnungsquote zum
Vorjahr in %
Togo Lomé 1.011 1.177 16,42 10,23% 18,09% 76,92
Trinidad und
Tobago
Port-of-Spain 2.608 1.058 -59,43 0,19% 0,38% 96,62
Tschechische
Republik
Prag 159 260 63,52 12,97% 11,19% -13,77
Tunesien Tunis 14.547 18.154 24,80 9,62% 16,56% 72,21
Türkei Ankara 62.822 79.024 25,79 10,08% 8,51% -15,57
Turkmenistan Aschgabat 4.327 4.538 4,88 1,82% 4,08% 124,07
Uganda Kampala 1.990 2.727 37,04 17,18% 10,68% -37,85
Ukraine Kiew 104.224 100.212 -3,85 4,83% 6,24% 29,13
Ungarn Budapest 74 95 28,38 16,67% 11,11% -33,33
Uruguay Montevideo 77 118 53,25 1,28% 3,20% 149,60
USA Atlanta 1.440 1.309 -9,10 0,14% 1,17% 756,98
USA Boston 1.376 1.672 21,51 0,36% 0,18% -50,65
USA Chicago 2.810 2.034 -27,62 0,80% 0,48% -40,05
USA Houston 1.821 1.775 -2,53 1,61% 2,75% 71,19
USA Miami 1.002 1.018 1,60 0,68% 0,39% -43,30
USA New York 3.759 4.193 11,55 0,64% 1,35% 109,44
USA
San
Francisco
2.693 3.135 16,41 0,51% 0,88% 71,35
14.901 15136 1,58 0,67% 1,01% 50,75
Usbekistan Taschkent 6.647 7.753 16,64 10,50% 7,03% -33,04
VAE Abu Dhabi 25.382 11.385 -55,15 3,60% 10,72% 197,47
VAE Dubai 52.484 31.893 -39,23 8,52% 16,97% 99,16
77.866 43278 -44,42 6,97% 15,42% 121,23
Venezuela Caracas 1.272 962 -24,37 2,85% 12,56% 341,09
Vietnam
Ho-Chi-Minh-
Stadt
6.586 8.730 32,55 10,24% 8,06% -21,30
Weißrussland Minsk 70.992 55.823 -21,37 0,38% 0,58% 51,06
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Erteilte Visa
mit räumlich beschränkter Gültigkeit (VRG) 2015
Stand: 10.08.2016
Land VRG erteilt
1 Kosovo 24.680
2 Irak 2.707
3 Sudan 1.555
4 Vietnam 1.108
5 Palästinensische Gebiete 931
6 VAE 853
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8 Ägypten 600
9 Iran 558
10 Saudi-Arabien 437
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Anlage zu Frage 17
Anlage zur Antwort der Bundesregierung auf KA 18/9285 zu Frage 18
Auslandsvertretung/
Visastelle
(Teilweise) Übernahme der Visumbearbeitung für Antragsteller
aus
Amman Syrien, Irak ( außer Antragsteller aus Kurdistan-Irak), Jemen
Ankara Syrien, Irak
Erbil Syrien
Istanbul Syrien
Izmir Syrien
Kairo Syrien, Jemen, Libyen
Djidda, Riad, Addis
Abeba, Maskat,
Manama, Abu Dhabi,
Dubai, Doha, Kuwait,
Algier, Tunis, Beirut
Jemen
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken,
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ISSN 0722-8333]