[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit vom 24. Februar 2017 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/11387
18. Wahlperiode 07.03.2017
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Markus Tressel,
Christian Kühn (Tübingen), Britta Haßelmann, weiterer Abgeordneter und der
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 18/10920 –
Attraktives Wohnen in Ortskernen auf dem Land
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der demografische Wandel hinterlässt deutliche Spuren vor allem auf dem
Land. Die Bevölkerungsabnahme verstärkt sich durch die Abwanderung junger
Menschen in die Ballungszentren. Laut Prognose des Bundesinstituts für Bau-,
Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und
Raumordnung (BBR) wird die Bevölkerung in ländlichen Kreisen insgesamt um rund
4 Prozent im Vergleich zu 2005 zurückgehen. Im Osten Deutschlands und in
peripher gelegenen Regionen werden sogar Rückgänge von bis zu 30 Prozent
erwartet. Diese Bevölkerungsentwicklung hat Auswirkungen auf den
Wohnungsmarkt. Die Immobilienpreise und der Wert von Hauseigentum fallen,
während Leerstand von Wohnungen, Gebäuden und Gewerbeflächen in
Ortskernen zunimmt. Unter verödeten Ortskernen leidet die Wohn- und
Lebensqualität. Gleichzeitig nimmt trotz dieser Entwicklungen der Flächenverbrauch in
Deutschland zu. Um gerade für junge Familien und ältere Menschen ein
attraktives und barrierefreies Wohnangebot in einer Kommune der kurzen Wege zu
bieten und den Flächenverbrauch einzudämmen, muss bezahlbares Wohnen
zurück in die Ortskerne. Hier ist auch der Bund gefragt, die Weichen in der
Raumordnung und in der Förderpolitik richtig zu stellen.
V o r b e me r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
In den letzten Jahren hat sich die Lage auf den Wohnungs- und
Immobilienmärkten vieler Städte und Regionen auch im Zuge des demografischen Wandels
spürbar verändert. Während Ballungsräume von Bevölkerungswachstum,
Wohnraummangel und steigenden Immobilienpreisen geprägt sind, geht in vielen
kleineren Kommunen in ländlichen Regionen die Wohnraumnachfrage zurück und
die Leerstände nehmen zu. Gleichzeitig wachsen auch in kleineren Städten die
Anforderungen an ein qualitätsvolles Wohnen und ein lebendiges Umfeld. Die
Zukunft ländlicher Räume, vor allem von schrumpfenden Städten und
Gemeinden, hängt wesentlich von der Entwicklung vitaler Ortskerne ab. Zukunftsfähige
Infrastrukturangebote und eine attraktive Nutzungsmischung sind zentrale
Anknüpfungspunkte für eine bedarfsgerechte Entwicklung sowie die Sicherung der
Wohn- und Lebensqualität in den Kommunen und in der Region.
Die Gestaltung und Entwicklung der Ortskerne obliegt den Städten und
Gemeinden als Teil der kommunalen Selbstverwaltung. Angesichts wachsender
Herausforderungen der Ortskernentwicklung, insbesondere bedingt durch den
demografischen Wandel, ist die Erhaltung lebendiger Ortskerne zu einer besonderen
strategischen Aufgabe geworden, die eines Zusammenwirkens aller Akteure und
aktiver Unterstützung bedarf. In allen Politikbereichen, insbesondere der
Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik, der Raumordnung und der ländlichen
Entwicklung wurden in der 18. Legislaturperiode Maßnahmen ergriffen, die die
Entwicklung vitaler Ortskerne in ländlichen Räumen unterstützen, den Vorrang der
Innenentwicklung festigen und dazu beitragen, die Attraktivität und Lebensqualität
der Städte und Gemeinden zu erhalten und zu entwickeln.
Die Bundesregierung misst einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung und einem
aktiven Flächenmanagement auf kommunaler Ebene besondere Bedeutung bei.
Mit der Stärkung der Innenentwicklung im Rahmen des Baugesetzbuchs hat der
Bund wichtige Weichen gestellt. Die Ministerkonferenz für Raumordnung hat am
9. März 2016 die aktualisierten und weiterentwickelten Leitbilder und
Handlungsstrategien für die Raumentwicklung in Deutschland beschlossen. Gerade
auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sollen die zentralen Orte
dazu beitragen, dass eine Zersiedlung und damit einhergehende
Flächeninanspruchnahme vermindert und die Infrastruktur effektiv genutzt wird.
Im Rahmen ihrer Förderpolitik hat die Bundesregierung insbesondere die
Städtebauförderung in der 18. Legislaturperiode deutlich gestärkt. Als gemeinsame
Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen unterstützt die Städtebauförderung
die Städte und Gemeinden darin, städtebauliche Missstände zu beseitigen und
eine zukunftsfähige Entwicklung einzuleiten. Dabei ist die Städtebauförderung
nicht allein auf städtische, sondern auch auf ländliche Räume mit erhöhten
strukturellen Schwierigkeiten ausgerichtet. Insbesondere die
Städtebauförderungsprogramme „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und
Netzwerke“ und „Stadtumbau“ tragen zum Erhalt lebendiger Ortskerne, zur
Revitalisierung von Innenstädten und zur Stärkung von Klein- und Mittelstädten als
Wohn- und Versorgungsstandorte in ländlichen Räumen bei. Die Mittel für das
Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ wurden bei
70 Mio. Euro verstetigt. Im Jahr 2017 stehen insgesamt 790 Mio. Euro
Bundesmittel für die Städtebauförderung bereit.
Auch im Rahmen ihrer Demografiepolitik setzt die Bundesregierung in der
weiterentwickelten Demografiestrategie „Jedes Alter zählt – Für mehr Wohlstand
und Lebensqualität aller Generationen“ in ihren Zielen zur Gestaltung des
demografischen Wandels auf die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt
und Land. Der auf die Strategie aufbauende Dialogprozess hat daher unter
Mitarbeit von Vertreterinnen und Vertretern aller staatlichen Ebenen, der Wirtschaft,
der Sozialpartner, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft einen Schwerpunkt
auf die Stärkung von Regionen im demografischen Wandel und die Förderung
der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland gesetzt. In diesem
Dialogprozess wurden spezifische Handlungsempfehlungen unter anderem zur
Stärkung der Innenentwicklung erarbeitet. Am 1. Februar 2017 hat die
Bundesregierung die demografiepolitische Bilanz der Bundesregierung zum Ende der
18. Legislaturperiode vorgelegt, die die erfolgreichen Maßnahmen zur
Erreichung der Ziele aufzeigt. Am 16. März 2017 findet der Demografiegipfel der
Bundesregierung statt, bei dem die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse und
Handlungsempfehlungen vorstellen werden.
Auch in Zukunft ist den wohnungs- und immobilienwirtschaftlichen
Herausforderungen – gerade auch in den schrumpfenden Regionen – durch geeignete
Maßnahmen und Instrumente zu begegnen. Die Anpassung der Bestände an die
energie- und klimapolitischen Erfordernisse, die altersgerechte Modernisierung für
ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter, aber auch der Umgang mit leerstehenden
Gebäuden bleiben zentrale Themen für eine zukunftsfeste Wohnungsversorgung.
Zur Entwicklung der Wohnungs- und Immobilienmärkte in ländlichen Räumen
1. Welche Regionen gehören nach der Bevölkerungsprognose bis 2030 des
BBSR zu den schrumpfenden Regionen (bitte erwarteten Rückgang der
Bevölkerung bis 2030 in Prozent angeben), und in welchen Regionen nimmt
die Anzahl der über 60-Jährigen bis 2030 besonders stark zu?
Wie hat sich die Anzahl der Haushalte in diesen Regionen seit 2000
entwickelt, und welche Entwicklung ist bis 2030 zu erwarten (bitte begründen)?
Nach den Prognosen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung
(BBSR) werden bis auf verschiedene Wachstumsräume (Metropolräume
Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München sowie wenige ländliche
Räume in Niedersachsen und der Bodenseeraum) alle Regionen bis 2030
stagnieren oder Bevölkerung verlieren:
relativ geringe Bevölkerungsverluste mit ca. -4 Prozent in den
Agglomerationsräumen Leipzig und Dresden,
Regionen in Westdeutschland in einem „breiten Gürtel“ vom südlichen
Niedersachsen über das Ruhrgebiet, Nordhessen und Oberfranken mit
Bevölkerungsverlusten bis ca. -10 Prozent,
ostdeutsche Regionen (ohne Berlin und Umland, Leipzig und Dresden) -10
bis -20 Prozent.
Die Zahl der über 60-Jährigen wird bis zum Jahr 2030 in allen Regionen
zunehmen, besonders stark in den ländlichen Regionen mit Wanderungsgewinnen und
in den kleinen Großstädten mit ihrem Umland (40 Prozent und mehr im
westlichen Niedersachsen, in Südbayern, Münster, im Bodenseeraum, in Paderborn,
Hamburg Umland-Süd, sowie – als einzige ostdeutsche Region – Havelland-
Fläming). Regional wird sich der Alterungsprozess durch
Außenwanderungsgewinne (vornehmlich Metropolräume), verlangsamen oder durch selektive
Zuwanderung von älterer Bevölkerung (landschaftlich attraktive Regionen an Nord- und
Ostseeküste, Alpenvorland, Südheide oder günstig gelegene Umlandregionen
großer Zentren wie Uckermark-Barnim, Mittleres Mecklenburg/Rostock,
Schleswig-Holstein Süd) sowie selektive Abwanderung jüngerer Bevölkerung (siehe
Regionen mit hohen Bevölkerungsverlusten) beschleunigen.
Die Haushalte spiegeln letztlich die Bevölkerungsverteilung wider. Aufgrund des
Haushaltsverkleinerungsprozesses ist das Haushaltswachstum größer bzw. die
Schrumpfung kleiner als bei der Bevölkerung. In ostdeutschen
Schrumpfungsregionen wird die Zahl der Haushalte insgesamt bis zum Jahr 2030 um 15 Prozent
zurückgehen, die der Ein- und Zweipersonenhaushalte um ca. 6 Prozent (vor
allem in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern). Diese Zahl
der kleinen Haushalte wird im sonstigen Bundesgebiet noch zunehmen, während
die Drei- und Mehrpersonenhaushalte im gesamten Bundesgebiet abnehmen
werden.
Die Bevölkerungsentwicklung nach Raumordnungsregionen ist der Anlage zu
Frage 1* zu entnehmen.
2. Welche Kenntnisse besitzt die Bundesregierung über die Wohn- und
Lebensqualität in ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen
Räumen (beispielsweise durch Studien oder den Dialog „Gut Leben auf dem
Land“)?
Qualität und Verfügbarkeit von Versorgungsstrukturen, Wohnraum und
Arbeitsplätzen sowie die Qualitäten von Gebäuden, Freiflächen und der umliegenden
Landschaften leisten einen wesentlichen Beitrag zur Wohn- und Lebensqualität
in städtischen und ländlichen Räumen. Kleine Städte und Gemeinden in
ländlichen Räumen haben je nach Lage im Raum, Größe sowie Verfügbarkeit von
Angeboten schwierigere Voraussetzungen, allen Anforderungen gerecht zu werden
als Städte und Gemeinden in verdichteten, städtischen Räumen.
Forschungsergebnisse zeigen, dass insbesondere Wohnen und Infrastruktur in einem
Wechselverhältnis zu anderen für die Lebensqualität relevanten Dimensionen stehen.
Untersuchungen des BBSR zeigen, dass ländliche Räume im Durchschnitt
schlechter mit sozialer Infrastruktur ausgestattet sind als halbstädtische und
städtische Räume. Im Durchschnitt sind die Wegstrecken zu den
Infrastruktureinrichtungen in den ländlichen Räumen länger. Zu berücksichtigen sind allerdings eine
hohe Vielfalt innerhalb des ländlichen Raumes und damit große Unterschiede in
der Ausstattungsqualität der Gemeinden.
Obwohl im Durchschnitt die Arbeitsmarktlage in ländlichen Räumen günstiger
ist als in halbstädtischen und städtischen Räumen (niedrigere Arbeitslosenquote,
geringerer Anteil Langzeitarbeitsloser), leiden ländliche Räume
überdurchschnittlich an Bevölkerungsverlusten, vor allem am Wegzug junger Erwachsener.
Familien ziehen dagegen überdurchschnittlich häufiger von städtischen Räumen
in halbstädtische und ländliche Räume. Menschen im Ruhestand, sofern sie ihren
Wohnort noch einmal verlagern, bevorzugen hierbei halbstädtische Räume.
Ursache für die Beliebtheit ländlicher Räume als Wohnstandort sind die von den
Menschen als hoch empfundene Lebensqualität: Ruhe und Natur,
Überschaubarkeit und gute Atmosphäre, enge Nachbarschaftsbeziehungen, Freunde und
Familie. Die hohe Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen in ländlichen Räumen ist
zugleich eng verknüpft mit dem überdurchschnittlich hohen Anteil an
Wohneigentümern in ländlichen Räumen.
Im Rahmen des Bürgerdialogs zur Lebensqualität in Deutschland wurde die
Lebensqualität von den Bürgerinnen und Bürgern in Städten und in ländlichen
Gebieten sehr unterschiedlich beschrieben. Den Bürgerinnen und Bürgern waren
insbesondere erschwinglicher Wohnraum, eine gute Infrastruktur und
Grundversorgung sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und
das Internet wichtig. Lücken in der Infrastruktur in ländlichen Gebieten wurden
vor allen Dingen in Bezug auf die Mobilität, Breitbandanschlüsse und die
wohnortnahe Versorgung z. B. mit Einkaufsmöglichkeiten angesprochen.
Demgegenüber wird vor allem in Großstädten besonderer Handlungsbedarf beim Angebot
bezahlbaren Wohnraums gesehen.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
Der vom Thünen-Institut für Ländliche Räume im Auftrag des
Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft erstellte Landatlas ermöglicht es, sich ein
genaueres Bild über Fragen der demografischen und sozialen Situation, die
Erreichbarkeit von Nahversorgung, Wohnungs- und Arbeitsmärkte, die
Wirtschaftsentwicklung und Landnutzung zu machen. Die Ergebnisse des
Monitorings werden im Landatlas (abzurufen unter
www.landatlas.de) größtenteils bis
auf Gemeindeebene dargestellt.
3. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Bautätigkeit von
Wohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäusern und Geschosswohnungen in
ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen Räumen seit 2000
entwickelt (bitte nach Bundesländern, Ost- und Westdeutschland sowie nach
Kernstädten, Umland und Peripherie aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen eine besonders starke Zu-
beziehungsweise Abnahme in der Bautätigkeit auf (bitte begründen)?
Bundesweit ist die Bautätigkeit seit Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich
zurückgegangen. Im Jahr 2000 wurden insgesamt 425 000 neue Wohnungen
fertiggestellt. Der Rückgang hielt bis zum Jahr 2009 an (knapp 160 000
Neubauwohnungen). Aufgrund eines Nachholbedarfs, einer gestiegenen Nachfrage durch
Binnenwanderungen und seit dem Jahr 2014 auch durch die erhöhte Zuwanderung
hat die Bautätigkeit seit dem Jahr 2010 angezogen. Im Jahr 2015 wurden knapp
248 000 Wohnungen fertiggestellt. Für den Zeitraum von Januar bis November
2016 wurden rund 340 000 genehmigte Wohnungen erfasst. In dieser
Legislaturperiode kann damit von über einer Million fertiggestellter Neubauwohnungen
ausgegangen werden.
Der Rückgang des Neubaus bis zum Jahr 2009 in den ländlichen und städtischen
Kreisen war dabei stärker als in den kreisfreien Großstädten, die bis dahin aber
auch ein niedrigeres Niveau zu verzeichnen hatten. Der Anstieg erfolgte in allen
Gebietskategorien in etwa gleich bis auf ein Niveau von etwa 30 Fertigstellungen
je 10 000 Einwohner im Jahr 2015. In den ländlichen Kreisen dominiert der Bau
von Ein- und Zweifamilienhäusern. Ausnahmen bilden die besonders touristisch
geprägten Landkreise. Der Geschosswohnungsneubau (einwohnerbezogen)
erfolgt vor allem in den Städten.
Die Baufertigstellungen von Wohnungen sind der Anlage zu Frage 3* zu
entnehmen.
4. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil von
Wohneigentum in ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen Räumen
in den oben genannten Wohntypen seit 2000 entwickelt (bitte nach Ost- und
Westdeutschland sowie nach Kernstädten, Umland und Peripherie
aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegt hierzu keine geeignete Statistik vor, die
flächendeckend, regionalisierbar und im zeitlichen Vergleich Daten zur Wohnsituation der
Haushalte ausweist. Der Zensus 2011 bietet kleinräumige Informationen zu
Eigentümerquoten aber ausschließlich für das Jahr 2011.
Die Wohneigentumsquoten stehen in engem Zusammenhang mit der
Siedlungsstruktur. Großstädte haben aufgrund der Dominanz von Geschosswohnungsbe-
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
ständen niedrige Eigentümerquoten. Je kleiner die Städte beziehungsweise
ländlicher die Kreise sind, umso höher ist der Anteil selbstnutzender
Immobilieneigentümer.
Zusätzlich gibt es einen historisch bedingten Unterschied der
Eigentümerstrukturen zwischen Ost- und Westdeutschland. In Städten ebenso wie in suburbanen
und ländlichen Räumen Ostdeutschlands sind die Mietwohnungsbestände
verbreiteter als in den vergleichbaren westdeutschen Regionen.
Die haushaltsbezogene Eigentümerquote in Westdeutschland in den kreisfreien
Großstädten liegt bei durchschnittlich knapp 30 Prozent, in den ländlichen
Räumen bei 60 Prozent. In Ostdeutschland sind die Quoten der entsprechenden
Räume deutlich niedriger. Sie liegen bei 15 Prozent bzw. unter 50 Prozent. Die
Eigentümerquoten 2011 sind der Anlage zu Frage 4* zu entnehmen.
Die Eigentümerquoten sind in den letzten 15 Jahren deutschlandweit nur moderat
gestiegen. In Ostdeutschland gab es in den 1990er und 2000er Jahren einen
Nachholeffekt nach der Wiedervereinigung. Trotzdem sind dort mit durchschnittlich
34 Prozent die Quoten immer noch deutlich niedriger als in Westdeutschland mit
48 Prozent.
5. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung Wohnungsmieten und
Immobilienpreise in ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und
städtischen Räumen seit 2000 entwickelt (bitte nach Bundesländern, Ost- und
Westdeutschland sowie nach Kernstädten, Umland und Peripherie
aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen eine besonders starke Zu-
beziehungsweise Abnahme in der Höhe der Wohnungsmieten und Immobilienpreise auf
(bitte begründen)?
Die Mieten der am Markt angebotenen Wohnungen aus Erst- und
Wiedervermietungen sind in den letzten Jahren bundesweit gestiegen; im Jahr 2015 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut um 3,3 Prozent auf durchschnittlich
7,29 Euro/m² netto kalt.
Vor allem in einigen Großstädten stiegen die Angebotsmieten anhaltend. In den
Metropolregionen München, Stuttgart und Rhein-Main werden die hohen Mieten
weit in die ebenfalls wirtschaftlich starken Umlandkreise getragen. In anderen
Regionen wie in der nordrhein-westfälischen Rheinschiene oder im Großraum
Berlin reichen die hohen Mieten nur bis in das engere Umland.
Bei den ländlichen Räumen heben sich die touristisch geprägten Regionen an
Nord- und Ostsee, in Süddeutschland sowie grenznahe ländliche Räume im
Westen und Süden von den weiteren ländlichen Räumen ab. Hier bestehen für die
ländlichen Kreise überdurchschnittliche Angebotsmieten aufgrund anhaltender
Wohnungsnachfrage. Hingegen verändern sich die Mieten bei entspannten
Marktsituationen und in Regionen mit Bevölkerungsrückgang kaum. Dort sind
auch die Mietenniveaus vergleichsweise niedrig.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
Die Angebotsmieten der Jahre 2004 und 2015 sind der Anlage zu Frage 5* zu
entnehmen.
Nach einer Phase der Stagnation im letzten Jahrzehnt sind die Preise seit dem Jahr
2010 wieder stärker gestiegen. Der Häuserpreisindex des Statistischen
Bundesamtes weist zwischen den Jahren 2000 und 2010 keine Preissteigerung und
zwischen den Jahren 2010 und 2015 eine Steigerung von insgesamt 19,3 Prozent aus.
Der Häuserpreisindex differenziert jedoch nicht nach ländlichen und städtischen
Räumen. Im Folgenden wird auf die Auswertungen der Gutachterausschüsse im
Rahmen der bundesweiten Befragung zurückgegriffen.
Bei den Immobilienpreisen lässt sich wie bei den Wohnungsmieten ein ähnliches
Bild der regionalen Unterschiede erkennen. Die hohe Nachfrage nach
Wohnimmobilien spiegelt sich insbesondere in vielen Großstädten wider. Dabei zeigen
sich großräumige Preisgefälle von Süden über Westen und Norden nach Osten
sowie zwischen den Metropolkernen und ihrem Umland. In den wachsenden
Großstädten finden sich dabei die höchsten Preiszuwächse.
In allen kreisfreien Großstädten sind die Kaufpreise für gebrauchte
Einfamilienhäuser im Zeitraum von 2009 bis 2014 nach den Daten der Gutachterausschüsse
für Grundstückswerte mit knapp 30 Prozent am stärksten angestiegen. Hier
besteht eine besonders hohe Dynamik. In den städtischen Kreisen ist ein
Preiszuwachs von 20 Prozent erkennbar. Die ländlichen Kreise zeigen mit 12 Prozent in
diesem Zeitraum im Vergleich nur moderate Preisveränderungen. Die
Entwicklungen sind in den ländlichen Kreisen aber sehr vielschichtig. Gerade in den dünn
besiedelten ländlichen Kreisen hatten in diesem Zeitraum auch etwa 30
Landkreise sinkende Kaufpreise für gebrauchte Einfamilienhäuser.
Für Ein- und Zweifamilienhäuser richten sich die Kaufpreise neben den
Angebots-Nachfrage-Relationen überwiegend nach den Gebäude- und
Grundstücksmerkmalen sowie der klein- und großräumigen Lage. So wurden nach den Daten
aus den Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im
Jahr 2014 im Mittel für gebrauchte freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser in
den Großstädten rund 383 000 Euro gezahlt, während das Preisniveau in den
städtischen Kreisen mit ca. 214 000 Euro und in den ländlichen Kreisen mit etwa
135 000 Euro deutlich niedriger lag.
Die Kaufpreise für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser im Jahr 2014 sind
der Anlage zu Frage 5* zu entnehmen.
6. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung Wohnungsleerstände in
ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen Räumen seit
2000 entwickelt (bitte nach Bundesländern, Ost- und Westdeutschland sowie
nach Kernstädten, Umland und Peripherie aufschlüsseln), und welche
Auswirkungen auf die Hauspreise sind zu verzeichnen?
Welche ländlichen Regionen weisen eine besonders starke Zu-
beziehungsweise Abnahme des Wohnungsleerstandes auf (bitte begründen)?
Es besteht keine kontinuierliche und regionalisierbare, flächendeckende
Erhebung von Wohnungsleerständen in Deutschland. Die Abschätzung von
Wohnungsleerständen wurde daher auf Grundlage der Ergebnisse des Zensus 2011 bis
zum Jahr 2015 vorgenommen.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
In den letzten Jahren sind die Wohnungsleerstände angestiegen. Im Jahr 2014
betrug die Leerstandsquote schätzungsweise 5 Prozent. Hohe Zuwanderung und
eine zu geringe Bautätigkeit haben im letzten Jahr zu einem Trendumbruch
geführt. Erstmals ist davon auszugehen, dass die Leerstände in Deutschland wieder
leicht rückläufig sind, von 2 Millionen im Jahr 2014 auf 1,8 Millionen im letzten
Jahr. Damit bewegt sich das Leerstandsniveau wieder annähernd auf dem Niveau
von 2011.
Insgesamt sind die Leerstände durch eine steigende regionale Spreizung
gekennzeichnet. Während in den kreisfreien Großstädten das Leerstandsniveau in den
Jahren von 2011 bis 2015 von 3,8 Prozent auf 2 Prozent gesunken ist, stiegen die
entsprechenden Zahlen für die ländlichen Kreise von 5,5 Prozent auf 7,2 Prozent.
Seit dem Jahr 2015 sind aber auch in den ländlichen Kreistypen die
Leerstandszahlen leicht rückläufig. Zwischen West- und Ostdeutschland besteht aber
weiterhin ein spürbarer Unterschied in den ländlichen Räumen. In Ostdeutschland
liegen die Leerstandsquoten durchschnittlich bei 10 Prozent, in Westdeutschland
bei gut 5 Prozent.
Hohe Leerstandsquoten zeigen sich seit dem Jahr 2015 in vielen ländlichen
Kreisen Ostdeutschlands, wobei Sachsen und Sachsen-Anhalt mit deutlich über
10 Prozent in den ländlichen Kreisen den höchsten Leerstand aufweisen, gefolgt
von Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern mit 9 bzw. 8 Prozent. In den
westlichen Bundesländern liegen die Leerstandsquoten der ländlichen Kreise im Jahr
2015 zwischen 4,4 Prozent (Schleswig-Holstein) und 7,2 Prozent (Rheinland-
Pfalz), wobei Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gegenüber dem Jahr
2011 die deutlichsten Zuwächse an Leerstand erfahren haben, während Hessen,
Baden-Württemberg und Bayern nur unterdurchschnittliche Leerstandszuwächse
aufweisen.
Die Abschätzung der Wohnungsleerstände in den einzelnen Regionen sind der
Anlage zu Frage 6* zu entnehmen.
7. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung Gewerbeleerstände in
ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen Räumen seit
2000 entwickelt (bitte nach Bundesländern, Ost- und Westdeutschland sowie
nach Kernstädten, Umland und Peripherie aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen eine besonders starke Zu-
beziehungsweise Abnahme des Gewerbeleerstandes auf (bitte begründen)?
Gebäude, die zu mehr als der Hälfte der Gesamtnutzfläche nicht Wohnzwecken
dienen (sog. Nichtwohngebäude), sind in Deutschland nur sehr lückenhaft erfasst.
Daten über den marktrelevanten Büroflächenleerstand liegen jedoch auf der
Ebene ausgewählter regionaler Büromärkte (zumeist größere Städte) in
Marktberichten unterschiedlicher Marktakteure vor. Zu leerstehenden Flächen in weiteren
Wirtschaftsimmobilienmärkten liegen der Bundesregierung keine Daten vor.
Durch die anhaltend stabile Konjunktur und das Beschäftigungswachstum weisen
die meisten Märkte einen sinkenden Leerstandstrend auf.
Regional differenziert liegen die Leerstandsdaten einerseits für die sieben
deutschen TOP-Standorte (Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, München,
Frankfurt a. M. und Stuttgart) sowie zwölf weitere regionale Oberzentren vor
(Datenbasis: Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG). Des Weiteren schlüsselt
die bulwiengesa AG die 127 beobachteten Büromärkte in vier Städtekategorien
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
auf (vgl. bulwiengesa AG 2015,
www.riwis.de/online_test/info.php3?cityid=
&info_topic=allg). Die sogenannten A-Städte entsprechen dabei den sieben
TOP-Standorten (A-Städte: wichtigste deutsche Zentren mit nationaler und z. T.
internationaler Bedeutung, in allen Segmenten große, funktionsfähige Märkte).
In den letzten fünf bis sechs Jahren sank die durchschnittliche Leerstandsquote in
allen Städtekategorien (vgl. Abbildung).
Abbildung zu Frage 7: Durchschnittliche Leerstandsquote in Deutschland nach
Stadtklassifikationen 2000 bis 2016**
Quelle: ZIA Zentraler Immobilienausschuss e. V. (Hrsg.), 2016: Frühjahrsgutachten
Immobilienwirtschaft 2016 des Rates der Immobilienweisen, Berlin: S. 96
Die sieben „A-Städte“ wiesen seit Beginn dieses Jahrtausends eine sprunghaft
angestiegene Ausweitung fertiggestellter Bürofläche auf (sogenannte Dot.com-
Euphorie), die zunächst zu erheblichen Überkapazitäten und einem starken
Anstieg der Leerstände führte. Es entwickelte sich ein anhaltender Sockelleerstand.
Prozentual sinkt der Leerstand in den „A-Städten“ seither am höchsten. Ende des
Jahres 2015 hat sich laut der bulwiengesa AG daher die Leerstandsquote mit
5,7 Prozent (ca. 4,6 Millionen m² Mietfläche für gewerblichen Raum – MF-G)
auf den niedrigsten Wert aller Städtekategorien reduziert und sich binnen zehn
Jahren nahezu halbiert (vgl. ZIA 2016).
In den 14 „B-Städten“ (B-Städte: Großstädte mit nationaler und regionaler
Bedeutung) belief sich die Leerstandsquote im Jahr 2015 auf etwa 5,6 Prozent
(ca 2,15 Millionen m² MF-G; z. B. Bonn, Dortmund, Dresden, Hannover,
Nürnberg, Leipzig, Wiesbaden; vgl. ZIA 2016).
In den 22 „C-Städten“ (C-Städte: wichtige deutsche Städte mit regionaler und
eingeschränkt nationaler Bedeutung, mit wichtiger Ausstrahlung auf die
umgebende Region) betrug die Leerstandsquote im Jahr 2015 etwa 6 Prozent
(ca. 1,6 Millionen m² MF-G).
In den insgesamt 84 „D-Städten“ (D-Städte: kleine, regional fokussierte Standorte
mit zentraler Funktion für ihr direktes Umland; geringeres Marktvolumen und
Umsatz) wies der Leerstand im Jahr 2015 eine Quote von etwa 6,6 Prozent auf
(ca. 2,63 Millionen m² MF-G).
** Die farbige Darstellung der Abbildung ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages
abrufbar.
Abgesehen von den in den letzten Jahren guten Flächenumsätzen und einer
niedrigen Bautätigkeit ist die konstant sinkende Leerstandsquote insbesondere auch
auf die steigende Zahl an Büroflächenabgängen zurückzuführen. In Märkten mit
anhaltend hohen Leerständen (wie v. a. Frankfurt a. M.) wurden vermehrt Abrisse
und/oder Umwandlungen von Büro- zu Wohn-, Wohnheim-, Hotelnutzung oder
auch Flüchtlingsunterkünften vollzogen.
Im Rahmen des „Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2016“ geht die
bulwiengesa AG zum Jahresende 2015 in allen 127 beobachteten Büromärkten
von einem Leerstand von etwa 10,9 Millionen m² MF-G aus. Dies entspricht einer
Leerstandsquote von etwa 5,9 Prozent (vgl. ZIA 2016).
Die für ganz Deutschland hochgerechnete Leerstandsfläche wird naturgemäß
darüber liegen, genaue Zahlen liegen hierzu allerdings nicht vor. Der bundesweit
hochgerechnete Gesamtbestand an Bürofläche wird von der bulwiengesa AG mit
ca. 400 Millionen m² Bruttogrundfläche (BGF) im ersten Halbjahr 2016
angegeben (vgl. Initiative Unternehmensimmobilien 2016). Dies entspricht einem
Äquivalent von ca. 320 m² MF-G.
8. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung Wohnungsmärkte in
ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen Räumen seit
2000 entwickelt (bitte nach Bundesländern, Ost- und Westdeutschland sowie
nach Kernstädten, Umland und Peripherie aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen einen besonders starken
Angebotsengpass beziehungsweise Überschuss auf (bitte begründen)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 6 verwiesen.
9. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung Boden- und
Grundstückspreise in ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen
Räumen seit 2000 entwickelt (bitte nach Bundesländern, Ost- und
Westdeutschland sowie nach Kernstädten, Umland und Peripherie
aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen einen besonders starken Zuwachs
beziehungsweise eine besonders starke Abnahme auf (bitte begründen)?
Nach einer Phase einer stagnierenden Preisentwicklung am Bodenmarkt im
letzten Jahrzehnt sind die Grundstückspreise für baureifes Land seit dem Jahr 2010
wieder stärker gestiegen. Der vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene
Preisindex für Bauland weist eine Preissteigerung zwischen den Jahren 2010 und 2015
von insgesamt 21,1 Prozent aus. Eine belastbare, räumlich differenzierte Statistik
für die Preisentwicklung am Bodenmarkt liegt nicht vor. Es ist aber davon
auszugehen, dass die Entwicklung der Grundstückspreise vergleichbar der Mieten- und
Kaufpreisentwicklung am Wohnungsmarkt folgt.
In den großen Städten sind die Preissteigerungen überdurchschnittlich. Die Preise
für Einfamilienhausgrundstücke lagen beispielsweise in München in den ersten
drei Quartalen 2016 im Durchschnitt aller Wohnlagen circa 35 Prozent über den
(noch) aktuellen Bodenrichtwerten zum Jahresende 2014
(Grundstücksmarktbericht München). Ähnliche Preissteigerungen sind auch für Berlin, Hamburg und
weitere große Städte zu erkennen. Dagegen verläuft die Preisentwicklung für
Bauland in den ländlichen Räumen sehr verhalten, zum Teil sind – real aber auch
nominal – Preisrückgänge festzustellen. Die räumlich unterschiedliche
Preisentwicklung in Deutschland führt zu im Zeitablauf immer stärker divergierenden
Preisniveaus.
Die mittleren Bodenrichtwerte für Eigenheimbebauung sind den Anlagen zu
Frage 9* zu entnehmen. In Abhängigkeit von der Grundstücksgröße ergeben sich
unterschiedliche Grundstückspreise.
10. Wie wird sich die Nachfrage nach Wohnungen, Ein- und
Mehrfamilienhäusern und Geschosswohnungen nach Kenntnis der Bundesregierung in
ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen Räumen bis 2030
entwickeln (bitte nach Bundesländern, Ost- und Westdeutschland sowie
nach Kernstädten, Umland und Peripherie aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen eine besonders positive
beziehungsweise negative Wohnungsmarktprognose auf (bitte begründen)?
In der vorliegenden BBSR-Wohnungsmarktprognose 2030 konnten zum
Zeitpunkt der Berechnung noch nicht die hohen internationalen Zuwanderungs- und
Flüchtlingsbewegungen mit berücksichtigt werden. Daher ist davon auszugehen,
dass zum jährlichen Neubaubedarf von 272 000 Wohnungen bis zum Jahr 2020
zusätzlich noch weitere 70 000 bis 130 000 Wohnungen benötigt werden,
insgesamt also 350 000 bis 400 000 Wohnungen pro Jahr. Eine aktualisierte Prognose,
differenziert nach Bundesländern, Ost- und Westdeutschland sowie nach
Kernstädten, Umland und Peripherie, liegt bisher nicht vor.
Nach der BBSR-Wohnungsmarktprognose 2030 teilt sich der Neubaubedarf in
Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern und in Wohnungen in
Mehrfamilienhäusern fast gleichrangig auf. Die aktuell hohen internationalen
Zuwanderungen lassen eine etwas höhere Bedeutung des verdichteten
Geschosswohnungsbaus erwarten. Die Nutzbarmachung von Wohnungsleerständen ermöglicht die
Reduzierung des geschätzten Neubaubedarfs.
Die Betrachtung der Neubauerfordernisse in den verschiedenen
siedlungsstrukturellen Kreistypen zeigt nach der BBSR-Wohnungsmarktprognose 2030 die
Beständigkeit der strukturellen Unterschiede am Wohnungsmarkt. In den
Großstädten nimmt der Geschosswohnungsbau einen sehr hohen Stellenwert ein. Das
Umland der Städte bzw. die ländlichen Kreise weisen ein hohes Neubaupotenzial für
Ein- und Zweifamilienhäuser auf. Diese Struktur wird auch bei Einbeziehung des
zusätzlichen Neubaubedarfs durch die erhöhte Zuwanderung im
Prognosezeitraum bei der insbesondere ab dem Jahr 2020 einsetzenden schwächeren
Nachfrage in allen Kreistypen und Segmenten weitgehend erhalten bleiben.
Der Neubaubedarf im Geschosswohnungsbau macht in den Großstädten
zwischen den Jahren 2015 und 2020 rund zwei Drittel des gesamten Bedarfs aus. Die
verstädterten und ländlichen Kreise weisen hingegen vergleichbar hohe
einwohnerbezogene Nachfragewerte im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser auf.
Besonders hohe Bedarfe sind dabei im Umland wachsender Großstädte und in
touristisch geprägten Regionen zu erwarten.
Beachtliche Neubaubedarfe im Geschosswohnungsbau zeichnen sich auf den
Märkten der dynamischen Ballungszentren sowie in zahlreichen
Universitätsstädten ab. Weit unterdurchschnittliche Bedarfe werden hingegen in vielen ländlich
geprägten Kreisen prognostiziert.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
Zur Entwicklung des Flächenverbrauchs
11. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die
Flächeninanspruchnahme durch Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Kopf sowie an der
Gesamtfläche in ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen
Räumen seit 2000 entwickelt (bitte nach Bundesländern, Ost- und
Westdeutschland sowie nach Kernstädten, Umland und Peripherie aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen einen besonders starken Zuwachs
beziehungsweise eine besonders starke Abnahme auf (bitte begründen)?
Aufgrund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 11 und 14 gemeinsam
beantwortet.
Die Fragen 11 und 14 beziehen sich beide auf das Verhältnis der Siedlungs- und
Verkehrsfläche zur Einwohnerzahl. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Kopf
(Frage 11) entspricht als reziproker Wert der Siedlungsdichte (Einwohner je
Siedlungs- und Verkehrsfläche, Frage 14). Beide stellen demnach den gleichen
Sachverhalt dar. Es wird daher auf die Antwort zu Frage 14*verwiesen.
12. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die versiegelte Fläche pro
Kopf sowie an der Gesamtfläche in ländlichen im Vergleich zu
halbstädtischen und städtischen Räumen seit 2000 entwickelt (bitte nach
Bundesländern, Ost- und Westdeutschland sowie nach Kernstädten, Umland und
Peripherie aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen einen besonders starken Zuwachs
beziehungsweise eine besonders starke Abnahme auf (bitte begründen)?
Für ein kontinuierliches und regional differenziertes Monitoring versiegelter
Flächen existiert bislang keine tragfähige statistische Erhebungsgrundlage. Für die
folgenden Zeitvergleiche wurden daher geschätzte Daten nach dem Modell der
Umweltökonomischen Gesamtrechnung der Länder (UGRdL-Modell)
verwendet.
Den Schätzungen des UGRdL-Modells zufolge liegt der Versiegelungsanteil der
Siedlungs- und Verkehrsflächen im Bundesdurchschnitt derzeit bei gut 45
Prozent (2015). Von der Gesamtfläche Deutschlands sind damit gut 6 Prozent
versiegelt; seit dem Jahr 2000 ist dieser Wert um geschätzte 0,5 Prozentpunkte
gestiegen.
Aus einer älteren Erhebung auf Satellitenbasis ist bekannt, dass der
Versiegelungsanteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen in Abhängigkeit von der
Siedlungsstruktur stark variiert und mit steigender Verdichtung ebenfalls zunimmt.
Zahlen hierzu liefert das Monitoring des Thünen-Instituts für ländliche Räume im
Landatlas (abzurufen unter
www.landatlas.de).
Genau gegenläufig verhält es sich mit der versiegelten Fläche pro Kopf, die mit
abnehmender Dichte zunimmt und in ländlichen Gebieten deutlich höher als in
städtischen liegt. Entsprechend weisen Flächenstaaten eine weit höhere Pro-
Kopf-Versiegelung auf als Stadtstaaten. Im Bundesdurchschnitt entfallen derzeit
auf einen Bürger geschätzte 269 m² versiegelte Fläche, wobei es zwischen den
Ländern größere Unterschiede gibt: In Brandenburg sind es rd. 490 m² pro Kopf
und in Berlin nur 88 m². Seit dem Jahr 2000 stieg die versiegelte Fläche pro Kopf
im Bundesdurchschnitt von 248 m² zunächst kontinuierlich an und hat sich in den
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
letzten Jahren bei rund 270 m² stabilisiert. Dieser Verlauf ist auch auf Ebene der
Länder zu beobachten.
Die Schätzungen für versiegelte Flächen sind der Anlage zu Frage 12* zu
entnehmen.
13. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung Freiflächen und
Erholungsflächen, landwirtschaftliche Flächen und Waldflächen pro Kopf sowie
an der Gesamtfläche in ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und
städtischen Räumen seit 2000 entwickelt (bitte nach Bundesländern, Ost- und
Westdeutschland sowie nach Kernstädten, Umland und Peripherie
aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen einen besonders starken Zuwachs
beziehungsweise eine besonders starke Abnahme auf (bitte begründen)?
Die Veränderung der Freiraumflächen von 2000 bis 2014 ist der Anlage zu
Frage 13* zu entnehmen.
Bundesweit gingen rd. 470 000 ha Freiraumflächen zwischen den Jahren 2000
und 2014 verloren; das entspricht einer Abnahme von etwa 1,5 Prozent. Dabei
sind Freiraumflächen sowohl in West- und Ostdeutschland als auch in allen
Bundesländern und Gebietstypen (siedlungsstrukturelle BBSR-Kreistypen: kreisfreie
Großstädte, städtische Kreise, ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen, dünn
besiedelte ländliche Kreise) rückläufig, allerdings in unterschiedlichem Maße.
Stadtstaaten weisen höhere prozentuale Abnahmen auf als Flächenstaaten. Mit
5,1 Prozent war die Abnahme an Freiraumflächen in kreisfreien Großstädten
besonders hoch, aber auch in städtischen Kreisen relativ zur verbliebenen Freifläche
höher als in ländlichen Regionen.
Die Freiraumflächen pro Kopf nahmen zwischen den Jahren 2000 und 2014
bundesweit und in Westdeutschland ab und in Ostdeutschland zu. Besonders
Stadtstaaten und verstädterte Regionen verzeichneten im Untersuchungszeitraum
Abnahmen der Pro-Kopf-Freiraumflächen; demgegenüber wiesen ländliche Gebiete
Zunahmen auf. Die Ursache für die Zunahmen pro Kopf lag allerdings nicht in
Freiraumzuwächsen, sondern in Bevölkerungsabnahmen.
14. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Siedlungsdichte in
ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen Räumen seit
2000 entwickelt (bitte nach Bundesländern, Ost- und Westdeutschland sowie
nach Kernstädten, Umland und Peripherie aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen einen besonders starken Zuwachs
beziehungsweise eine besonders starke Abnahme auf (bitte begründen)?
Aufgrund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 11 und 14 gemeinsam
beantwortet.
Die Siedlungsdichte wird hier definiert als Zahl der Einwohner pro km²
Siedlungs- und Verkehrsfläche (diese Definition entspricht dem
Nachhaltigkeitsindikator 11.1.c „Siedlungsdichte“). Zeitvergleiche decken auf, dass die
Siedlungsdichten in praktisch allen Regionen bis vor wenigen Jahren kontinuierlich sanken.
Dies bedeutet, dass pro Einwohner zunehmend mehr Siedlungs- und
Verkehrsflächen in Anspruch genommen wurden.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
Es zeigen sich allerdings große Unterschiede zwischen Stadt und Land, sowohl
beim Status quo als auch hinsichtlich der Veränderung. Bei einem
Bundesdurchschnitt von 1 663 Menschen pro Quadratkilometer Siedlungs- und
Verkehrsfläche leben in kreisfreien Großstädten durchschnittlich 3 852 Menschen, in
ländlichen Kreisen mit Verdichtungsansätzen 1 164 und in dünn besiedelten ländlichen
Kreisen 879 (Stand: 2014). In ländlichen Regionen wird weniger kompakt gebaut
und es gibt größere, unbebaute und unversiegelte Flächenanteile.
Nachdem die Siedlungsdichten über viele Jahre bundesweit sowie in West- und
Ostdeutschland, den Bundesländern und allen Gebietstypen abnahmen, haben sie
sich derzeit im Bundesdurchschnitt beinahe stabilisiert. In den Ballungsräumen
zeichnet sich sogar eine Trendwende ab: Höhere Zuzüge verbunden mit
kompakteren Bauweisen, Nachverdichtung und dem verstärkten Bau von
Mehrfamilienhäusern führen besonders in den Stadtstaaten und den kreisfreien Großstädten seit
2011 zur Zunahme der Siedlungsdichten. Dies bedeutet, dass der Flächenverbrauch
pro Kopf dort geringer geworden ist. Auch im Durchschnitt der städtischen Kreise
lässt sich zumindest eine Stabilisierung der Siedlungsdichte feststellen.
Betrachtet man demgegenüber die ländlichen Kreistypen, so sank die
Siedlungsdichte bis zum Jahr 2014 weiter. Im Jahr 2015 gab es durch die
Flüchtlingszuwanderung einen leichten Anstieg. Während bundesweit zwischen den Jahren
2000 und 2014 eine durchschnittliche Abnahme der Siedlungsdichte von 10
Prozent verzeichnet wurde, ist die Abnahme in ländlichen Kreistypen wesentlich
stärker: in den ländlichen Kreisen mit Verdichtungsansätzen um rd. 15 Prozent
und in dünn besiedelten Kreisen um rd. 17 Prozent. Die Ursachen hierfür liegen
einerseits im zusätzlichen Flächenverbrauch dieser Regionen, in denen häufig
trotz sinkender Bevölkerungszahlen neue Flächen bebaut werden. Andererseits
wird die Abnahme der Siedlungsdichten speziell in den schrumpfenden Regionen
zusätzlich durch Bevölkerungsrückgang verstärkt.
Die Veränderung der Siedlungsdichte von 2000 bis 2014 ist der Anlage zu
Frage 13* zu entnehmen.
15. Wie wird sich die Flächeninanspruchnahme nach Kenntnis der
Bundesregierung in ländlichen im Vergleich zu halbstädtischen und städtischen Räumen
bis 2030 entwickeln (bitte nach Bundesländern, Ost- und Westdeutschland
sowie nach Kernstädten, Umland und Peripherie aufschlüsseln)?
Welche ländlichen Regionen weisen eine besonders starke beziehungsweise
reduzierte Flächeninanspruchnahme auf (bitte begründen)?
Nach einer Trendrechnung des BBSR aus dem Jahr 2013 wird die Siedlungs- und
Verkehrsfläche zwischen den Jahren 2010 und 2030 um über 3 500 km² auf
ca. 51 200 km² zunehmen (Referenzszenario Projekt CC LandStraD, Teilprojekt
Land Use Scanner; bei der Trendrechnung wurde noch nicht berücksichtigt, dass
die Bautätigkeit in den letzten Jahren vor allem in den Agglomerationsräumen
stark angezogen hat). Damit wären im Jahr 2030 ca. 14,3 Prozent des
Bundesgebietes Siedlungs- und Verkehrsfläche.
Nach den Modellrechnungen von 2013 verlangsamt sich die tägliche
Flächenneuinanspruchnahme in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf 45 ha, darunter ca. 19 ha
für Gebäude- und Freiflächen, 15 ha für Verkehrsflächen und knapp 9 ha für
Erholungs- und Grünflächen. Ohne die Erholungs- und Grünflächen läge die
Flächenneuinanspruchnahme im Jahr 2030 demnach bei knapp unter 36 ha pro Tag.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
Die räumlichen Unterschiede in der Flächenentwicklung setzen sich fort: So
wächst die künftige Siedlungs- und Verkehrsfläche vor allem im verdichteten
Umland westdeutscher Großstädte und um Berlin. In einigen Regionen
Süddeutschlands steigt die Flächenneuinanspruchnahme zunächst sogar noch.
Viele Regionen mit künftig hoher Flächeninanspruchnahme weisen bereits heute
einen hohen Anteil an Siedlungs- und Verkehrsfläche auf. Im Besonderen sind
das die Regionen um die großen Metropolen Hamburg, München, Rhein-Main
und Rhein-Neckar. Aber auch das Umland von Berlin weist deutliche Zuwächse
auf sowie einige ländlichere Regionen, wie z. B. das südliche Emsland,
Niederbayern, Südschwaben und das Alpenvorland.
Auf der anderen Seite lassen sich Regionen mit besonders geringer
Flächenneuinanspruchnahme ausmachen: Vor allem in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg
Vorpommern sowie dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb sind den
Modellrechnungen zufolge – insbesondere aufgrund der demografischen
Entwicklung – bis zum Jahr 2030 nur noch geringe Zuwächse der Siedlungs- und
Verkehrsfläche zu erwarten.
Karte zu Frage 15: Siedlungsflächenentwicklung von 2010 bis 2030**
** Die farbige Darstellung der Abbildung ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
16. Wird vor diesem Hintergrund nach Ansicht der Bundesregierung das Ziel
der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, den Flächenverbrauch in
Deutschland bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu verringern, erreicht werden können,
und welchen Beitrag können und müssen ländliche Räume hier leisten?
Der Flächenverbrauch hat sich seit dem Jahr 2000 nahezu halbiert auf derzeit
66 Hektar pro Tag (Vierjahresdurchschnitt von 2012 bis 2015, Quelle:
Statistisches Bundesamt: Flächenerhebung 2015 (Stand: November 2016)). Um das Ziel
der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung von 30 ha im Jahr 2020 zu
erreichen, sind dennoch weitere erhebliche Anstrengungen erforderlich.
Circa zwei Drittel der derzeitigen Flächenneuinanspruchnahme entfällt auf
ländliche Räume (ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen und dünn besiedelte
ländliche Kreise), in denen je nach Abgrenzung 30 bis 50 Prozent der
Bevölkerung leben. In ländlichen Räumen muss deshalb ein verstärkter Fokus auf die
Minderung des Flächenverbrauchs gelegt werden. Hinzu kommt, dass sich die
Bevölkerungszunahmen auf städtische Räume konzentrieren. So entfielen 95
Prozent der Zunahmen von rd. 673 800 Menschen in den Jahren 2013 und 2014 auf
städtische Räume und nur 5 Prozent auf ländliche, während gleichzeitig rd.
63 Prozent der neuen Siedlungsflächen in ländlichen Räumen entstanden.
17. Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung in Bezug auf die Reduzierung
des Flächenverbrauchs pro Jahr in Deutschland?
Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung von 2002 sowie die
Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt von 2007 sahen eine
Flächenneuinanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke von maximal 30 ha/Tag bis
zum Jahr 2020 vor. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2030 – Neuauflage
2016 verschärft die Zielsetzung auf unter 30 ha/Tag bis zum Jahr 2030. Der
Klimaschutzplan 2050 fasst in seinem Leitbild 2050 als Zielwert netto null, also eine
Flächenkreislaufwirtschaft, ins Auge.
18. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung der Flächenverbrauch in
Deutschland in den vergangenen 25 Jahren entwickelt (bitte möglichst nach
Jahren und Bundesländern aufschlüsseln)?
Seit 1993 existiert eine gemeinsame Flächenerhebung für West- und
Ostdeutschland. Gleichwohl werden besonders längere Zeitvergleiche durch
Datenumstellungen beeinträchtigt, so dass an dieser Stelle auf die Einzeldarstellung der
Bundesländer verzichtet wird.
Der Flächenverbrauch in Deutschland seit dem Jahr 1993 ist der Anlage zu
Frage 18* zu entnehmen.
19. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um den Flächenverbrauch
in Deutschland weiter zu reduzieren?
Auf die nach wie vor aktuelle Antwort der Bundesregierung zu Frage 1 auf
Bundestagsdrucksache 18/4172 vom 3. März 2015 wird verwiesen.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 18/11387 auf der Internetseite des Deutschen
Bundestages abrufbar.
20. Inwieweit hält die Bundesregierung eine Stärkung des Grundsatzes der
Innen- vor der Außenentwicklung für sinnvoll?
Die Bundesregierung hält diesen Grundsatz für sinnvoll und strebt seine
Umsetzung durch verschiedene Maßnahmen an. Der Gesetzentwurf der
Bundesregierung zur Änderung raumordnungsrechtlicher Vorschriften vom 18. Januar 2017
(Bundestagsdrucksache 18/10883) enthält einen Vorschlag zur Änderung von § 2
Absatz 2 Nummer 6 Satz 3 des Raumordnungsgesetzes (ROG), dem zufolge die
erstmalige Inanspruchnahme von Freiflächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke
insbesondere durch quantifizierte Vorgaben zu verringern ist. „Innen- vor
Außenentwicklung“ ist ein zentraler Leitgedanke des Gesetzes zur Stärkung der
Innenentwicklung in den Städten und Gemeinden und weiteren Fortentwicklung des
Städtebaurechts (BauGB-Novelle 2013), an dem weiter festgehalten wird.
Dementsprechend hat die Bundesregierung in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie
– Neuauflage 2016 zur Beobachtung der Flächeninanspruchnahme im Sinne einer
nachhaltigen Flächennutzung zwei neue Indikatoren aufgenommen:
Freiraumverlust und Siedlungsdichte.
Zu Instrumenten auf Bundesebene
21. Sieht die Bundesregierung vor dem Hintergrund der Entwicklung des
Wohnungsmarktes und des Flächenverbrauchs in ländlichen Räumen
Handlungsbedarf, um den Grundsätzen der Raumordnung Rechnung zu tragen?
Träger der Raumordnung und Landesplanung sind in Deutschland die Länder. Sie
stellen Raumordnungspläne für ihr Landesgebiet auf und konkretisieren in ihren
Plänen und Programmen die Grundsätze der Raumordnung, wie sie in § 2 des
Raumordnungsgesetzes des Bundes festgelegt sind. Die Bundesregierung hat mit
dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung raumordnungsrechtlicher
Vorschriften eine Änderung zum Raumordnungsgesetz auf den Weg gebracht, mit der die
Grundsätze der Raumordnung auch in Bezug auf die Reduzierung des
Flächenverbrauchs fortgeschrieben und den aktuellen Erfordernissen angepasst werden.
22. Welche Instrumente stehen dem Bund zur Verfügung, um in ländlichen
Räumen den Flächenverbrauch zu regulieren und Länder, Regionen und
Kommunen zur Kooperation ihrer Flächenplanungen anzuregen?
23. Welche Instrumente stehen dem Bund zur Verfügung, um in ländlichen
Räumen den Vorrang der Innen- vor der Außenentwicklung von Siedlungen in
der Praxis zu stärken, beispielsweise im Baurecht, im Raumordnungsgesetz
(beispielsweise im Zentrale-Orte-Konzept) oder in der Förderpolitik
(Förderung des Wohnungsneubaus, Abriss beziehungsweise Wiedernutzung von
Industrie- und Gewerbebrachen, barrierefreier Umbau und Sanierung von
Wohnbestand innerorts etc.)?
Wegen des Sachzusammenhangs werden die Fragen 22 und 23 gemeinsam
beantwortet.
Leitgedanke der Bundesregierung ist die Stärkung der Innenentwicklung in den
Städten und Gemeinden, denn attraktive Stadt- und Ortskerne sind Voraussetzung
für ein leistungsfähiges und lebenswertes Siedlungsgefüge. Daher setzt sich die
Bundesregierung mit verschiedenen Instrumenten für das Prinzip der „Innen- vor
Außenentwicklung“ ein. Die Aktivierung leerstehender Gebäude und ihre
bauliche Anpassung an die heutigen Wohn- und Gewerbeanforderungen (Leerstands-
und Gebäuderessourcenmanagement) können zur Revitalisierung der Ortskerne
beitragen und effiziente Wege zur Anpassung der kommunalen Daseinsvorsorge
und Infrastruktureinrichtungen aufzeigen. In der Konsequenz führt dies zu einer
höheren Lebensqualität für die Menschen vor Ort und zu einem nachhaltigen
Flächenmanagement mit reduzierter Neuflächeninanspruchnahme. Die
Bundesregierung hat diesen Leitgedanken mit der Fortentwicklung des Rechtsrahmens in der
Novelle des Baugesetzbuchs 2013 aufgegriffen und gestärkt. Im geltenden
Bauplanungsrecht ist bereits vorgesehen, dass die städtebauliche Entwicklung
vorrangig durch Maßnahmen der Innenentwicklung erfolgen soll (§ 1 Absatz 5 Satz 3
des Baugesetzbuchs – BauGB). Zudem soll die Notwendigkeit der Umwandlung
landwirtschaftlich oder als Wald genutzter Flächen begründet werden (§ 1a
Absatz 2 Satz 4 BauGB).
Im Rahmen der Förderpolitik des Bundes leistet die Städtebauförderung einen
wichtigen Beitrag zum Erhalt der Funktionsvielfalt und zur Revitalisierung der
Innenstädte und Ortskerne von Klein- und Mittelzentren in ländlichen Räumen.
Im Jahr 2017 stellt der Bund 790 Mio. Euro für die Städtebauförderung bereit.
Dabei ist die Städtebauförderung nicht allein auf städtische, sondern auch auf
ländliche Räume mit erhöhten strukturellen Schwierigkeiten ausgerichtet. Eine
wichtige Rolle für Kommunen in ländlichen Räumen spielt das
Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche
Zusammenarbeit und Netzwerke“. Ziel ist es, Klein- und Mittelstädte als wirtschaftliche,
soziale und kulturelle Zentren zu stärken und als Ankerpunkte der Daseinsvorsorge
für die Zukunft handlungsfähig zu machen. Vorrangig gefördert werden
Kommunen, die Kooperationen mit Nachbargemeinden eingehen und gemeinsame
Strategien zur Sicherung der Daseinsvorsorge und Lebensqualität umsetzen. Neben
der Entwicklung der kommunalen Infrastruktur steht die Innenentwicklung und
Stärkung der Stadt- und Ortskerne im Mittelpunkt. Zu den Schlüsselmaßnahmen
gehören die Sanierung und der Umbau von Gebäuden für bedarfsgerechte
Folgenutzungen, die Aufwertung des städtebaulichen Umfelds sowie abgestimmte
Maßnahmen der Innenentwicklung wie ein aktives Flächen- und
Leerstandsmanagement. Seit Beginn der Programmlaufzeit 2010 werden bundesweit mehr als
500 Maßnahmen gefördert. Im Jahr 2017 stellt der Bund 70 Mio. Euro für das
Programm bereit.
Gemäß den Grundsätzen der Raumordnung, die das Raumordnungsgesetz des
Bundes vorgibt, ist mit dem Ziel der Stärkung und Entwicklung des Gesamtraums
und seiner Teilräume auf regionale Kooperationen und Stadt-Land-
Partnerschaften hinzuwirken. Die Siedlungstätigkeit ist räumlich zu konzentrieren und
vorrangig auf vorhandene Siedlungen mit ausreichender Infrastruktur und auf
zentrale Orte auszurichten. Diese Grundsätze werden durch die Festlegungen in
Raumordnungsplänen, die die Länder für ihr jeweiliges Landesgebiet aufstellen,
konkretisiert (auf die Antwort zu Frage 21 wird ergänzend verwiesen.)
24. Bestehen nach Kenntnis der Bundesregierung Schwierigkeiten
(beispielsweise in der Finanzierung) für Existenzgründerinnen und -gründer, für junge
Familien oder Seniorinnen und Senioren, an geeigneten innerstädtischen
Wohnraum zur Miete oder zum Wohneigentum in ländlichen im Vergleich
zu halbstädtischen und städtischen Räumen zu gelangen (bitte begründen)?
Inwieweit die Nachfrage nach Wohnraum gedeckt wird, variiert regional sehr
stark. Die Wohnungsmärkte insbesondere der wirtschaftsstarken Ballungsräume
und vieler Groß- und Universitätsstädte entwickeln sich seit dem Jahr 2009
zunehmend dynamisch. In der Folge sind dort deutliche Mietsteigerungen und
vielerorts spürbare Wohnungsmarktengpässe zu verzeichnen. Vor allem
einkommensschwächere Haushalte, aber auch zunehmend Haushalte mit mittleren
Einkommen haben Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Dies
erhöht auch den Nachfragedruck auf viele Umlandgemeinden und stadtnahe
Landkreise. Demgegenüber sind die Wohnungsmieten und Immobilienpreise in
ländlichen Räumen grundsätzlich günstiger als in Großstädten und im großstädtischen
Umland. Inwiefern Engpässe bei der Verfügbarkeit an geeignetem
innerstädtischem Wohnraum zur Miete oder im Wohneigentum bestehen, lässt sich unter
Berücksichtigung der Quantität und Qualität des Wohnungsbestandes nur
regional beantworten. Sowohl in ländlichen als auch in halbstädtischen und städtischen
Räumen sind jedoch die Anforderungen an die Bereitstellung
zielgruppenspezifischer Wohnraumangebote gewachsen. Um den spezifischen Bedarf an
innerstädtischem Wohnraum in ländlichen Räumen zu ermitteln, sind
Wohnungsmarktkonzepte unter Einbeziehung lokaler Wohnungsunternehmen und privater
Eigentümer erforderlich.
Anlage zu Frage 1: Bevölkerungsentwicklung nach Raumordnungsregionen
Raumordnungsregion
Kennziffer Name
Schleswig-Hol-
101 stein Mitte
Schleswig-Hol-
102 stein Nord
Schleswig-Hol-
103 stein Ost
Schleswig-Hol-
104 stein Süd
Schleswig-Hol-
105 stein Süd-West
201 Hamburg
301 Braunschweig
302 Bremen-Umland
303 Bremerhaven
304 Emsland
305 Göttingen
Hamburg-Um-
306 land-Süd
307 Hannover
308 Hildesheim
309 Lüneburg
310 Oldenburg
311 Osnabrück
312 Ost-Friesland
313 Südheide
401 Bremen
501 Aachen
502 Arnsberg
503 Bielefeld
504 Bochum/Hagen
505 Bonn
506 Dortmund
507 Duisburg/Essen
Ex-post-Entwicklung
Entwick- Entwick-Bevölke- lung der 60- lung der rungsent- Jährigen Zahl der wicklung und älter Haushalte
2000-2015 2000-2014 2000-2015
% % %
2,0 17,0 4,5
1,2 19,1 9,6
0,7 13,3 4,5
7,7 26,5 8,2
-2,8 16,9 5,1
6,7 2,9 6,0
-2,0 7,2 5,2
2,0 22,3 7,7
-3,6 11,0 -0,2
5,6 23,3 16,3
-7,2 6,8 -0,3
5,3 25,4 11,6
2,0 9,8 6,0
-5,8 5,7 0,4
3,1 13,4 4,7
8,7 23,9 10,9
3,8 15,4 8,1
0,0 19,8 3,8
-0,5 14,7 4,3
3,8 7,5 1,8
1,8 14,7 5,3
-3,1 10,3 6,0
0,0 7,9 3,4
-7,0 3,4 -1,6
6,6 17,3 6,3
-2,2 6,9 4,3
-1,7 6,0 3,2
Bevölkerungsentwicklung
2012-2030
%
-2,0
-0,4
-1,5
3,8
-4,2
5,4
-5,5
0,2
-4,6
5,0
-11,4
4,1
-0,8
-7,5
-0,3
5,2
3,5
-2,2
-3,0
-0,2
2,6
-5,5
-2,8
-7,9
6,8
-3,5
-4,1
Prognose
Entwicklung der 60-
Jährigen
und älter
2012-2030
Entwicklung der
Zahl der
Haushalte
2012-2030
% %
28,9 2,5
31,5 4,2
24,2 2,3
35,3 9,5
29,7
22,4
22,4
34,8
22,9
49,1
19,4
1,8
6,7
-1,5
6,5
-0,1
11,8
-7,3
40,6
26,6
22,9
34,7
45,8
39,8
31,4
30,2
21,3
35,4
33,3
28,5
17,7
39,8
23,3
22,6
10,5
3,1
-3,5
4,7
12,0
10,2
4,1
3,2
1,2
8,5
1,0
2,7
-4,0
11,6
1,5
0,6
Raumordnungsregion
Kennziffer Name
508 Düsseldorf
509 Emscher-Lippe
510 Köln
511 Münster
512 Paderborn
513 Siegen
601 Mittelhessen
602 Nordhessen
603 Osthessen
604 Rhein-Main
605 Starkenburg
Mittelrhein-Wes-
701 terwald
Rheinhessen-
702 Nahe
703 Rheinpfalz
704 Trier
705 Westpfalz
Bodensee-Ober-
801 schwaben
Donau-Iller
802 (BW)
803 Franken
Hochrhein-Bo-
804 densee
Mittlerer Ober-
805 rhein
806 Neckar-Alb
Nordschwarz-
807 wald
808 Ostwürttemberg
Schwarzwald-
809 Baar-Heuberg
810 Stuttgart
Ex-post-Entwicklung
Entwick- Entwick-Bevölke- lung der 60- lung der rungsent- Jährigen Zahl der wicklung und älter Haushalte
2000-2015 2000-2014 2000-2015
% % %
0,0 9,0 0,8
-5,6 6,5 -2,0
5,4 12,2 4,2
4,7 19,8 11,4
1,2 15,3 9,2
-3,8 9,2 1,6
-1,6 12,0 5,2
-4,5 8,5 1,1
-1,7 9,1 4,8
6,5 14,3 4,8
4,7 19,2 4,3
-1,8 12,1 2,7
4,5 18,2 6,6
2,5 16,4 4,1
3,5 10,6 5,3
-5,9 7,4 0,9
4,8 21,8 6,6
5,9 16,9 10,8
3,5 16,2 8,8
5,6 16,3 1,1
6,4 15,3 5,1
3,4 18,2 4,6
1,5 14,9 3,8
-1,0 12,2 4,2
0,6 11,8 0,5
6,0 15,9 5,0
Bevölkerungsentwicklung
2012-2030
%
-2,3
-8,8
1,2
-0,9
-2,9
-6,3
-4,7
-7,8
-6,7
3,2
2,5
-3,0
0,7
1,6
-1,8
-6,5
5,3
3,5
2,5
4,8
4,1
2,7
1,3
-2,1
-1,4
4,4
Prognose
Entwicklung der 60-
Jährigen
und älter
2012-2030
Entwicklung der
Zahl der
Haushalte
2012-2030
%
23,5
21,6
29,3
44,1
40,7
27,6
31,1
24,5
29,2
30,8
33,8
%
1,5
-3,7
5,2
6,1
3,9
-0,4
1,6
-2,2
-0,6
7,4
8,4
32,9 3,3
35,0
33,7
35,1
25,7
6,5
7,5
2,8
-1,0
41,5 12,1
41,3
39,7
10,1
8,9
38,9 9,9
36,4
38,9
8,7
9,4
36,2
32,0
6,0
4,1
30,2
31,8
4,6
8,8
Ex-post-Entwicklung
Kennziffer
811
812
901
902
903
904
905
906
907
908
909
910
911
912
913
914
915
916
917
918
1001
1101
1201
1202
1203
1204
Raumordnungsregion
Name
Südlicher
Oberrhein
Unterer Neckar
Allgäu
Augsburg
Bayerischer
Untermain
Donau-Iller (BY)
Donau-Wald
Industrieregion
Mittelfranken
Ingolstadt
Landshut
Main-Rhön
München
Oberfranken-Ost
Oberfranken-
West
Oberland
Oberpfalz-Nord
Regensburg
Südostoberbayern
Westmittelfranken
Würzburg
Saar
Berlin
Havelland-
Fläming
Lausitz-
Spreewald
Oderland-Spree
Prignitz-
Oberhavel
Bevölkerungsentwicklung
2000-2015
%
7,7
4,3
4,7
6,2
-0,3
4,8
0,8
5,3
10,6
7,1
-4,3
17,4
-8,4
-1,4
6,4
-3,4
6,8
5,9
-0,4
-0,3
-6,2
6,9
7,1
-13,5
-4,9
-3,4
Entwicklung der 60-
Jährigen
und älter
2000-2014
%
20,9
13,0
18,1
17,4
19,2
18,7
17,5
13,4
21,2
19,4
12,3
22,4
4,7
12,7
20,5
10,8
18,7
18,6
12,5
15,3
8,6
17,5
29,8
15,9
27,9
24,1
Entwicklung der
Zahl der
Haushalte
2000-2015
%
5,5
2,4
4,7
7,7
6,0
6,4
4,2
5,2
15,4
10,2
5,5
13,1
0,6
6,2
6,3
5,0
11,6
6,9
6,4
6,1
-3,1
7,7
15,0
-1,3
6,7
7,6
Bevölkerungsentwicklung
2012-2030
%
7,5
3,2
1,7
1,4
-3,2
2,1
-0,9
1,9
6,1
4,2
-7,6
9,9
-10,9
-5,1
8,3
-5,6
2,0
5,8
-2,8
-0,3
-7,7
4,7
2,4
-16,2
-5,2
-5,0
Prognose
Entwicklung der 60-
Jährigen
und älter
2012-2030
%
44,1
33,1
35,8
35,9
38,6
38,9
40,2
31,2
44,2
44,8
32,4
33,7
19,3
35,3
37,5
33,4
43,9
38,5
37,9
34,7
22,7
27,6
41,8
20,8
34,6
36,8
Entwicklung der
Zahl der
Haushalte
2012-2030
%
12,7
7,5
6,3
7,6
3,5
8,6
5,9
5,9
12,5
10,9
-1,2
13,5
-5,6
1,3
13,0
0,7
7,0
12,2
3,8
4,3
-3,3
5,9
7,1
-12,3
-0,8
-0,4
Ex-post-Entwicklung Prognose
Entwick- Entwick- Entwick- Entwick-Bevölke- Bevölke-Raumordnungs- lung der 60- lung der lung der 60- lung der rungsent- rungsent-region Jährigen Zahl der Jährigen Zahl der wicklung wicklungund älter Haushalte und älter Haushalte
2000-2015 2000-2014 2000-2015
Kennziffer Name % % %
Uckermark-Bar-
1205 nim -5,8 28,9 5,9
Mecklenburgi-
1301 sche Seenplatte -14,5 21,5 0,3
Mittleres Meck-
1302 lenburg/Rostock -2,1 26,5 8,7
1303 Vorpommern -11,2 18,4 3,0
Westmecklen-
1304 burg -7,5 22,3 4,5
Oberes Elb-
1401 tal/Osterzgebirge 2,1 16,7 13,0
Oberlausitz-Nie-
1402 derschlesien -16,9 10,1 -3,3
1403 Südsachsen -13,2 10,7 0,3
1404 Westsachsen 1,8 14,4 9,4
1501 Altmark -16,2 9,8 -0,5
Anhalt-Bitter-
1502 feld-Wittenberg -18,6 9,6 -1,4
1503 Halle/S. -12,7 10,5 0,0
1504 Magdeburg -11,4 11,5 -1,6
1601 Mittelthüringen -3,8 20,3 8,0
1602 Nordthüringen -12,6 13,8 1,2
1603 Ostthüringen -11,9 13,9 1,8
1604 Südthüringen -13,2 13,8 -1,6
2012-2030 2012-2030 2012-2030
% % %
-4,2 35,8 0,2
-18,4 25,4 -14,3
-9,0 28,0 -6,3
-13,8 24,5 -10,1
-10,9 31,6 -6,7
-3,7 14,9 -2,0
-17,4 11,5 -13,9
-17,4 6,6 -14,9
-4,4 17,4 -2,7
-17,8 23,7 -13,6
-20,7 8,9 -17,3
-16,1 9,8 -13,2
-15,5 15,1 -12,2
-9,7 21,6 -6,7
-16,0 19,0 -11,5
-17,3 12,5 -14,3
-16,9 16,9 -12,9
1 1 1 1 1 1
Anlage zu Frage 3: Baufertigstellungen von Wohnungen
in Wohn- und
Nichtwohngebäuden in Wohngebäuden
insgesamt Ein- und Zweifamilienhäuser Mehrfamilienhäuser
in Wohnungen
in
Wohnungen je 10.000
EW in Wohnungen
in
Wohnungen je 10.000
EW in Wohnungen
in Wohnungen
je 10.000 EW
2000 2015 2000 2015 2000 2015 2000 2015 2000 2015 2000 2015
Länder
Baden-Württemberg 54.549 37.686 53 35 28.094 15.074 27 14 20.167 18.402 19 17
Bayern 74.366 53.352 61 42 40.146 22.358 33 17 25.667 24.107 21 19
Berlin 9.061 10.722 28 30 2.900 1.674 9 5 4.380 7.030 13 20
Brandenburg 21.042 9.234 82 37 14.116 5.480 55 22 4.249 2.800 16 11
Bremen 2.278 1.671 35 25 774 520 12 8 1.254 1.050 19 16
Hamburg 6.502 8.521 39 48 1.785 1.373 11 8 4.005 6.292 24 35
Hessen
Mecklenburg-Vor-
25.669 17.792 43 29 12.187 5.595 20 9 9.722 9.546 16 15
pommern 12.182 4.558 69 28 6.249 2.303 35 14 4.346 1.818 25 11
Niedersachsen
Nordrhein-Westfa-
48.291 25.453 61 32 13.465 17 8.604 9.391 11 12
len 82.068 40.670 46 23 41.796 16.048 23 9 33.504 20.107 19 11
Rheinland-Pfalz 22.749 11.197 56 28 13.835 5.659 34 14 6.345 4.055 16 10
Saarland 4.020 1.729 38 17 2.274 775 21 8 1.052 665 10 7
Sachsen 23.716 7.795 54 19 10.754 3.204 25 8 6.291 2.973 14 7
Sachsen-Anhalt 13.240 3.253 51 14 7.614 1.875 29 8 2.177 695 8 3
Schleswig-Holstein 14.794 10.293 53 36 9.319 5.430 34 19 4.105 4.023 15 14
Thüringen
Siedlungsstrukturelle Kreistypen
Kreisfreie Groß-
10.896 3.796 45 17 5.863 1.880 24 9 2.819 1.060 12 5
städte 83.182 73.200 37 31 24.740 13.640 11 6 45.258 49.408 20 21
Städtische Kreise
Ländliche Kreise
mit Verdichtungsan-
174.011 94.102 55 29 86.274 44.015 27 14 57.029 39.761 18 12
sätzen
Dünn besiedelte
88.881 43.551 61 31 47.359 24.259 32 17 19.579 14.003 13 10
ländliche Kreise
Eckwerte
79.349 36.869 62 31 39.333 20.799 31 17 16.821 10.842 13 9
Westdeutschland 335.286 208.364 52 32 150.210 86.297 23 13 114.425 97.638 18 15
Ostdeutschland 90.137 39.358 53 24 47.496 16.416 28 10 24.262 16.376 14 10
Deutschland 425.423 247.722 52 30 197.706 102.713 24 12 138.687 114.014 17 14
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistik der Baufertigstellungen des Bundes und der Länder
Anlage zu Frage 4: Eigentümerquoten 2011
Eigentümerquoten
Anteil
Eigentümerhaushalte 2011 in %
Land
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
52,3
50,0
15,3
44,3
38,4
23,4
47,6
38,2
53,6
42,1
56,7
62,0
33,0
41,9
50,0
45,3
siedlungsstrukturelle Kreistypen
Kreisfreie Großstädte
Städtische Kreise
Ländliche Kreise mit
Verdichtungsansätzen
Dünn besiedelte ländliche Kreise
Kreisfreie Großstädte
Städtische Kreise
Ländliche Kreise mit
Verdichtungsansätzen
Dünn besiedelte ländliche Kreise
Westdeutschland
Ostdeutschland
29,2
53,9
59,2
60,5
15,4
39,3
44,0
49,1
Eckwerte
Westdeutschland
Ostdeutschland
Deutschland
48,1
34,1
45,1
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistisches Bundesamt: Zensus
2011, Gebäude- und Wohnungszählung, Stand: 28.05.2014
Anlage zu Frage 5a: Angebotsmieten 2004 und 2015
Angebotsmieten aus Erst- und Wiedervermietungen (nettokalt)
2004 2015
in € je m²
Länder
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
6,75 8,31
7,21 9,25
5,94 8,63
5,38 6,00
5,61 6,64
7,98 10,38
7,23 8,58
5,37 5,75
5,13 6,26
5,91 6,51
5,63 6,58
5,16 5,90
4,80 5,30
4,73 5,08
6,02 6,88
4,97 5,60
Siedlungsstrukturelle Kreistypen
Kreisfreie Großstädte
Städtische Kreise
Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen
Dünn besiedelte ländliche Kreise
6,65 8,39
6,03 6,92
5,07 5,73
4,98 5,57
Eckwerte
Westdeutschland
Ostdeutschland
Deutschland
6,39 7,64
5,25 6,37
6,07 7,29
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH
Anlage zu Frage 5b: Kaufpreise für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser 2014
Kaufpreise für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser in mittlerer Lage
2014
in € je m² Wohnfläche
Länder
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
1.750
1.570
2.680
970
1.450
3.250
1.680
1.060
1.060
1.500
1.340
1.140
1.010
725
1.620
900
Deutschland 1.400
Datenbasis: Arbeitskreis der Gutachterausschüsse und Oberen
Gutachterausschüsse in der Bundesrepublik Deutschland: Immobilienmarktbericht
Deutschland 2015. Oldenburg 2015, S. 46.
Anlage zu Frage 6: Abschätzung der Wohnungsleerstände
2011 2015
Anteil in %
Länder
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen
4,1 3,5
3,8 3,9
3,4 0,0
5,7 6,9
3,5 2,8
1,5 0,4
3,8 3,1
6,0 7,6
3,6 4,2
3,7 3,8
4,5 5,2
5,6 7,1
9,9 10,1
9,3 11,3
2,7 3,4
6,9 8,4
Siedlungsstrukturelle Kreistypen
Kreisfreie Großstädte
Städtische Kreise West-
Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen deutschland
Dünn besiedelte ländliche Kreise
Kreisfreie Großstädte
Städtische Kreise
Ostdeutschland Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen
Dünn besiedelte ländliche Kreise
3,2 1,8
3,8 4,0
4,2 5,2
4,2 5,8
5,6 2,3
9,8 12,6
8,4 10,4
6,9 9,0
Eckwerte
Westdeutschland
Ostdeutschland
Deutschland
3,8 3,8
7,0 7,2
4,5 4,5
Datenbasis: BBSR-Abschätzung des
Wohnungsleerstands basierend auf den Leerstandsdaten des Zensus 2011,
Gebäude- und Wohnungszählung, Stand: 28.05.2014
Anlage zu Frage 9a: Mittlerer Bodenrichtwert für Eigenheimbebauung nach Bundesländern 2014
Bundesland
Mittlerer Bodenrichtwert für
Eigenheimgrundstücke mittlerer Lage in €
je m²
Baden-Württemberg 200
Bayern 130
Berlin 300
Brandenburg 40
Bremen 135
Hamburg 370
Hessen 180
Mecklenburg-Vorpommern 45
Niedersachsen 75
Nordrhein-Westfalen 180
Rheinland-Pfalz 75
Saarland 90
Sachsen 45
Sachsen-Anhalt 40
Schleswig-Holstein 95
Thüringen 40
Insgesamt 105
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Gutachterbefragung des AK OGA 2015
Anlage zu Frage 9b: Mittlerer Bodenrichtwert für Eigenheimbebauung nach Kreistypen und
Ost/West 2014
siedlungsstrukturelle
Kreistypen
Deutschland Westdeutschland Ostdeutschland
Mittlerer Bodenrichtwert für Eigenheimgrundstücke
mittlerer Lage in € je m²
kreisfreie Großstädte
städtische Kreise
Ländliche Kreise
Insgesamt
240 266 116
158 170 64
62 78 35
105 135 42
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Gutachterbefragung des AK OGA 2015
Anlage zu Frage 12 a: Versiegelte Fläche
Versiegelte Fläche in km² - Schätzungen
2000 2004 2008 2011 2012 2013 2014 2015
Schleswig-Holstein 795 849 884 894 897 901 905 …
Hamburg 210 217 221 224 225 225 … …
Niedersachsen 2.754 2.848 2.928 2.978 2.993 3.008 3.026 3.041
Bremen 109 110 112 111 112 112 112 111
Nordrhein-Westfalen 3.320 3.415 3.500 3.544 3.553 3.566 3.579 3.590
Hessen 1.467 1.492 1.514 1.520 1.526 1.530 1.536 1.540
Rheinland-Pfalz 1.181 1.220 1.252 1.253 1.255 1.257 1.257 …
Baden-Württemberg 2.188 2.256 2.314 2.347 2.359 2.368 2.376 2.386
Bayern 3.398 3.517 3.631 3.742 3.761 3.779 3.796 …
Saarland 235 240 244 247 248 248 249 …
Berlin 305 308 312 311 311 311 311 311
Brandenburg 1.102 1.147 1.195 1.208 1.213 1.213 1.216 1.218
Mecklenburg-Vorpommern 694 734 756 771 774 776 778 798
Sachsen 938 968 1.001 1.025 1.032 1.036 … …
Sachsen-Anhalt … … … … … … 896 897
Thüringen 650 662 674 691 699 703 710 716
West 15.657 16.164 16.600 16.860 16.929 16.994 17.060 …
Ost … … 4.834 4.897 4.919 4.930 4.986 …
Bund insgesamt 20.2061 20.8891 21.434 21.757 21.848 21.924 22.046 22.1071
Quelle: Schätzungen der UGRdL und des UBA sowie Berechnungen des BBSR auf Basis der
Flächenerhebungen
1 Schätzungen des UBA
… Einzelangabe wg. Datenumstellungen nicht sinnvoll
Versiegelte Fläche in m² je Einwohner - Schätzungen
2000 2004 2008 2011 2012 2013 2014 2015
Schleswig-Holstein 287 303 315 319 320 320 320 …
Hamburg 125 129 130 130 130 129 … …
Niedersachsen 351 360 374 383 385 386 387 384
Bremen 166 167 171 170 171 170 169 165
Nordrhein-Westfalen 186 191 198 202 202 203 203 201
Hessen 244 247 253 254 254 253 252 249
Rheinland-Pfalz 293 301 311 314 315 315 313 …
Baden-Württemberg 211 214 220 223 223 223 222 219
Bayern 280 285 293 301 300 300 299 …
Saarland 221 229 240 248 249 250 252 …
Berlin 93 94 95 94 92 91 90 88
Brandenburg 427 452 481 492 495 495 495 490
Mecklenburg-Vorpommern 394 432 461 480 484 486 487 495
Sachsen 214 228 243 253 255 256 … …
Sachsen-Anhalt … … … … … … 401 399
Thüringen 270 284 302 317 322 325 329 330
West 243 249 257 262 262 262 262 …
Ost … … 300 308 309 310 312 …
Bund insgesamt 2481 2561 266 271 271 271 272 2691
Quelle: Schätzungen der UGRdL und des UBA sowie Berechnungen des BBSR auf Basis der
Flächenerhebungen und Bevölkerungsstatistik
1 Berechnungen auf Basis von Schätzungen des UBA
…Einzelangabe wg. Datenumstellungen nicht sinnvoll
Anlage zu Frage 13: Veränderung Freiraumflächen 2000-2014
Freiraumfläche in ha Veränderung der
Freiraumfläche
2000-2014
Freiraumfläche je
Einwohner in m²
Veränderung der
Freiraumfläche je
Einwohner
2000-2014
Raumkategorie 2000 2014 in ha in % 2000 2014 in m² in %
Bund 31308479 30837242 -471237 -1,5 3841 3798 -44 -1,1
West 21449916 21121445 -328471 -1,5 3327 3238 -89 -2,7
Ost 9858563 9715797 -142766 -1,4 5789 6082 293 5,1
Schleswig-Holstein 1400248 1377101 -23147 -1,7 5051 4865 -187 -3,7
Hamburg 32458 30388 -2070 -6,4 194 172 -21 -11,0
Niedersachsen 4159244 4098929 -60315 -1,5 5294 5237 -57 -1,1
Bremen 17850 18364 514 2,9 272 277 5 1,9
Nordrhein-Westfalen 2693405 2631644 -61761 -2,3 1508 1492 -16 -1,1
Hessen 1797575 1780000 -17575 -1,0 2987 2921 -66 -2,2
Rheinland-Pfalz 1719060 1700858 -18202 -1,1 4266 4240 -26 -0,6
Baden-Württemberg 3103299 3061151 -42148 -1,4 2988 2856 -131 -4,4
Bayern 6320570 6219863 -100707 -1,6 5200 4901 -300 -5,8
Saarland 206207 203147 -3060 -1,5 1944 2054 110 5,7
Berlin 27670 26548 -1122 -4,1 84 77 -7 -8,9
Brandenburg 2706077 2669284 -36793 -1,4 10486 10860 374 3,6
Mecklenburg-Vorpommern 2162156 2132939 -29217 -1,4 12273 13338 1066 8,7
Sachsen 1634005 1604165 -29840 -1,8 3727 3956 229 6,1
Sachsen-Anhalt 1853235 1820549 -32686 -1,8 7136 8144 1008 14,1
Thüringen 1475420 1462311 -13109 -0,9 6118 6780 662 10,8
Kreistypen
Kreisfreie Großstädte 621800 590245 -31555 -5,1 277 251 -26 -9,2
Städtische Kreise 8796123 8639719 -156404 -1,8 2739 2696 -44 -1,6
Ländliche Kreise mit
Verdichtungsansätze 9291315 9157376 -133939 -1,4 6364 6523 160 2,5
Dünn besiedelte ländliche
Kreise 12599241 12449901 -149340 -1,2 10202 10696 494 4,8
Datenbasis: Flächenstatistik des Bundes und der Länder, Datenbereinigungen des BBSR
Anmerkungen: Neben tatsächlichen Nutzungsänderungen können Umwidmungen und Umstellungen der Statistik den Zeitvergleich
beeinträchtige. Um einen plausiblen Zeitvergleich zu ermöglichen, wurden in Brandenburg die durch die ALKIS-Umstellung 2013
verursachten Flächenzunahmen aus der Katasterfläche herausgerechnet. In Sachen wurden die Übungsgelände und Schutzflächen bei
den umgestellten Kreisen aus der Siedlungs- und Verkehrsfläche 2014 herausgerechnet. Die Bevölkerung ab 2011 rückwirkend
zensuskorrigiert.
Anlage zu Frage 14: Veränderung Siedlungsdichte 2000-2014 - indexiert
Gebietskategorien
Siedlungsdichte Index 2000 = 100
Jahr
Veränderung
2000-
2014
Jahr 2000 2004 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 in %
Bund 100 96 92 91 91 90 90 90 90 -10,3
West 100 97 94 94 93 92 92 92 92 -8,0
Ost 100 92 85 84 83 83 82 82 81 -18,6
Schleswig-Holstein 100 95 91 90 90 89 89 88 88 -11,5
Hamburg 100 98 97 97 97 98 99 99 100 0,4
Niedersachsen 100 97 94 93 92 91 91 91 91 -9,4
Bremen 100 99 97 97 97 96 96 96 97 -3,3
Nordrhein-Westfalen 100 97 93 93 92 91 91 91 91 -9,4
Hessen 100 98 96 95 95 95 95 95 96 -4,1
Rheinland-Pfalz 100 98 94 94 93 93 93 93 93 -6,9
Baden-Württemberg 100 98 95 95 94 94 94 94 95 -5,3
Bayern 100 98 95 94 94 91 92 92 92 -8,2
Saarland 100 97 92 91 90 89 89 88 88 -12,2
Berlin 100 99 98 98 98 99 101 102 103 3,4
Brandenburg 100 94 87 86 85 84 84 82 82 -17,6
Mecklenburg-
Vorpommern 100 89 81 79 77 76 75 75 75 -25,3
Sachsen 100 93 87 85 84 82 82 81 81 -19,4
Sachsen-Anhalt 100 87 77 76 76 75 74 74 73 -26,6
Thüringen 100 94 89 87 86 84 83 82 80 -19,7
Kreistypen
Kreisfreie Großstädte 100 98 97 96 96 97 97 98 99 -1,3
Städtische Kreise 100 97 94 93 92 91 91 91 91 -9,3
Ländliche Kreise mit
Verdichtungsansätzen 100 95 90 89 88 87 86 86 85 -14,6
Dünn besiedelte
ländliche Kreise 100 94 88 87 86 85 84 83 83 -17,1
Datenbasis: Flächenstatistik des Bundes und der Länder, Datenbereinigungen des BBSR
Anmerkungen: Neben tatsächlichen Nutzungsänderungen können Umwidmungen und Umstellungen der Statistik den
Zeitvergleich beeinträchtigen. Um Brüche und Verwerfungen beim Zeitvergleich zu mildern, wurden in Sachsen die
Übungsgelände und Schutzflächen bei den umgestellten Kreisen aus der Siedlungs- und Verkehrsfläche 2014
herausgerechnet. Die Bevölkerung ab 2011 wurde rückwirkend zensuskorrigiert.
Anlage zu Frage 18: Flächenverbrauch in Deutschland seit 1993
Jährlicher Flächenverbrauch in gleitenden 4-Jahresdurchschnitten
Siedlungs- und
Verkehrsfläche
Verkehrsfläche
Gebäude- und Freifläche
mit Betriebsfläche (ohne
Abbauland)
Erholungsfläche incl.
Friedhöfe
ha pro Jahr
Anteil am
Zuwachs in
%
ha pro Jahr
Anteil am
Zuwachs in
%
ha pro Jahr
Anteil am
Zuwachs in
%
1993-1996 43.700 8.600 20 31.900 73 3.200 7
1994-1997 44.100 8.400 19 31.500 71 4.200 10
1995-1998 45.100 8.300 18 31.500 70 5.300 12
1996-1999 46.100 8.300 18 31.400 68 6.400 14
1997-2000 47.200 8.300 18 31.400 67 7.500 16
1998-2001 46.900 8.500 18 30.200 64 8.300 18
1999-2002 45.000 8.400 19 28.200 63 8.300 18
2000-2003 42.000 8.100 19 24.400 58 9.500 23
2001-2004 42.000 8.200 20 22.000 52 11.900 28
2002-2005 41.700 8.400 20 18.900 45 14.500 35
2003-2006 41.400 8.600 21 15.500 37 17.300 42
2004-2007 41.200 9.000 22 15.100 37 17.200 42
2005-2008 37.900 8.600 23 12.800 34 16.600 44
2006-2009 34.300 8.000 23 12.100 35 14.200 42
2007-2010 31.600 7.600 24 12.400 39 11.600 37
2008-2011 29.500 6.900 23 11.500 39 11.100 38
2009-2012 27.200 6.100 22 11.900 44 9.200 34
2010-2013 26.500 6.100 23 12.000 45 8.400 32
2011-2014 25.300 6.400 25 11.000 43 7.900 31
2012-2015 24.100 5.700 24 11.900 49 6.500 27
Datenbasis: Flächenstatistik des Bundes und der Länder, Berechnungen des BBSR
Anmerkungen: Neben tatsächlichen Nutzungsänderungen können Umwidmungen und Umstellungen der Statistik den
Zeitvergleich beeinträchtigen.
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