Zustand und Entwicklung der Renten aus den berufsständischen Rentenversicherungen der Ärzte, Rechtsanwälte, Apotheker, Architekten und Steuerberater
der Abgeordneten Dr. Martina Bunge, Volker Schneider (Saarbrücken), Klaus Ernst, Inge Höger-Neuling, Karin Binder, Dr. Ilja Seifert, Dr. Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und der Fraktion DIE LINKE.
Vorbemerkung
In Deutschland besteht neben der gesetzlichen Rentenversicherung, in der Arbeiter, Angestellte und Bergleute versichert sind, sowie den gesonderten Systemen für Landwirte und Beamte eine Reihe von berufsständischen Versorgungssystemen für freie Berufe wie Ärzte, Rechtsanwälte, Apotheker, Architekten und Steuerberater. Im Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung und ähnlichen Berichten werden keine Aussagen über Zustand und Entwicklung dieser Systeme gemacht.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Welche Höchst- und Durchschnittsruhestandsbezüge (aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Ost/West) entstehen in den genannten Systemen?
Wie haben sich die Höchst- und Durchschnittsruhestandsbezüge in den genannten Systemen seit 1996 entwickelt (aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Ost/West)?
Wie hat sich das Verhältnis von Beitragszahlern und Beziehern von Ruhestandsbezügen in den genannten Systemen über die letzten zehn Jahre entwickelt?
Wie ist es in den genannten Systemen um die finanziellen Reserven (Schwankungsreserve o. Ä.) bestellt?
Welche Zuzahlungen des Bundes beispielsweise zum Ausgleich sog. versicherungsfremder Leistungen erhalten diese Systeme?