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Kleine AnfrageWahlperiode 15Beantwortet

Ausbildungsplätze in der Kosmetikbranche (G-SIG: 15010443)

Einführung der dualen Berufsausbildung zum Kosmetiker/zur Kosmetikerin: Befristung der Geltungsdauer der Kosmetikerausbildungsordnung auf 5 Jahre, Zahl von Ausbildungsplätzen, Finanzierung der Kosmetik-Berufsfachschulen, schulrechtliche Regelung

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

Datum

16.07.2003

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 15/136802. 07. 2003

Ausbildungsplätze in der Kosmetikbranche

der Abgeordneten Cornelia Pieper, Marita Sehn, Christoph Hartmann (Homburg), Ulrike Flach, Daniel Bahr (Münster), Rainer Brüderle, Ernst Burgbacher, Helga Daub, Jörg van Essen, Horst Friedrich (Bayreuth), Rainer Funke, Hans-Michael Goldmann, Joachim Günther (Plauen), Dr. Christel Happach-Kasan, Ulrich Heinrich, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Ina Lenke, Günther Friedrich Nolting, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Detlef Parr, Dr. Günter Rexrodt, Dr. Max Stadler, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Am 1. August 2003 tritt die neue Verordnung über die Berufsausbildung zum Kosmetiker/zur Kosmetikerin, die bereits in der letzten Legislaturperiode durch den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie erlassen wurde, in Kraft.

Ziel der Verordnung ist es, durch die Einführung der dualen Ausbildung in diesem Bereich zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche zu schaffen.

Derzeit werden ca. 10 000 Schülerinnen und auch Schüler an privaten und staatlichen Berufsfachschulen für Kosmetik unterrichtet.

Die vom Parfümerieverband geschätzte Zahl der von den Betrieben im Zuge der neuen Verordnung möglichen eingerichteten Ausbildungsplätze von ursprünglich 5 000 ist stark gesunken.

Viele Kosmetik-Berufsfachschulen befürchten einen Wegfall der finanziellen Zuschüsse der Länder und einen Abbau der Schulkapazitäten.

Das ursprüngliche Vorhaben, die Geltungsdauer der Kosmetikerausbildungsordnung auf 5 Jahre zu befristen, wurde seitens der Bundesregierung nicht umgesetzt.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Warum wurde die ursprüngliche Absicht des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, die Begrenzung der Verordnung auf 5 Jahre vorzusehen, um aufgrund der praktischen Erfahrungen Bilanz zu ziehen, die noch einmal in der Stellungnahme des Bundesministeriums an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zu Pet 4-14-30-806-015642 bekräftigt wurde, aufgegeben?

2

Mit welcher Zahl von Ausbildungsplätzen im dualen Bereich der Kosmetiker-/Kosmetikerinnenausbildung rechnet die Bundesregierung im kommenden Ausbildungsjahr?

3

Wie schätzt die Bundesregierung die Wirkung der unbefristeten Einführung der Kosmetikerausbildungsverordnung auf die Finanzierung der als Ersatzschulen eingerichteten Kosmetik-Berufsfachschulen ein?

4

Sind der Bundesregierung Pläne einzelner Länder bekannt, aufgrund der neuen Kosmetikerausbildungsverordnung die schulrechtliche Regelung der Kosmetik-Berufsfachschulausbildung zu verändern?

Berlin, den 1. Juli 2003

Cornelia Pieper Marita Sehn Christoph Hartmann (Homburg) Ulrike Flach Daniel Bahr (Münster) Rainer Brüderle Ernst Burgbacher Helga Daub Jörg van Essen Horst Friedrich (Bayreuth) Rainer Funke Hans-Michael Goldmann Joachim Günther (Plauen) Dr. Christel Happach-Kasan Ulrich Heinrich Gudrun Kopp Jürgen Koppelin Ina Lenke Günther Friedrich Nolting Hans-Joachim Otto (Frankfurt) Detlef Parr Dr. Günter Rexrodt Dr. Max Stadler Dr. Claudia Winterstein Dr. Wolfgang Gerhardt und Fraktion

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