Lifo-Bewertung
der Abgeordneten Rainer Funke, Dr. Hermann Otto Solms, Otto Fricke, Dr. Andreas Pinkwart, Carl-Ludwig Thiele, Daniel Bahr (Münster), Rainer Brüderle, Ernst Burgbacher, Jörg van Essen, Horst Friedrich (Bayreuth), Christoph Hartmann (Homburg), Ulrich Heinrich, Dr. Werner Hoyer, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Sibylle Laurischk, Harald Leibrecht, Dirk Niebel, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Eberhard Otto (Godern), Detlef Parr, Gisela Piltz, Dr. Günter Rexrodt, Dr. Rainer Stinner, Jürgen Türk, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Die Lifo-Methode (Last in first out) zur Bewertung von Vorratsvermögen wird seit 1990 praktiziert. Im Rahmen des Improvement Projects des International Accounting Standards Board (IASB) soll diese Methode offenbar abgeschafft werden.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen11
Hat sich das Lifo-Verfahren in Deutschland bewährt?
Wie beurteilt die Bundesregierung den Vereinfachungseffekt durch das Lifo-Verfahren bei der Bewertung?
Welche Auswirkungen würde die Abschaffung des Lifo-Verfahrens auf die wirtschaftliche Situation der betroffenen Unternehmen haben?
Gibt es zwingende Gründe, die nach Auffassung der Bundesregierung Änderungen beim Lifo-Verfahren notwendig machen?
Welche Argumente haben das IASB bewogen, sich für die Abschaffung der Lifo-Methode auszusprechen?
Wie beurteilt die Bundesregierung diese Argumente?
Welche Auswirkungen hat der Beschluss des IASB für deutsche Unternehmen?
Gibt es Unternehmen bzw. Unternehmenstypen, die von Änderungen bei der Lifo-Methode besonders betroffen wären?
Welche anderen großen Industriestaaten praktizieren ebenfalls die Lifo-Methode oder ähnliche Verfahren?
Ist der Bundesregierung bekannt, ob die geplanten Änderungen bei der Lifo-Methode von anderen Industriestaaten kritisiert werden?
Falls ja, wie beurteilt die Bundesregierung diese Kritik?