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Kleine AnfrageWahlperiode 15Beantwortet

Stärkerer Einsatz von Hausnotruf-Systemen (G-SIG: 15011258)

Notrufsysteme in der eigenen Wohnung für pflegebedürftige ältere Menschen, Rationalisierungen im Pflegebereich

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung

Datum

19.11.2004

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 15/410227. 10. 2004

Stärkerer Einsatz von Hausnotruf-Systemen

der Abgeordneten Detlef Parr, Daniel Bahr (Münster), Dr. Dieter Thomae, Dr. Heinrich L. Kolb, Rainer Brüderle, Angelika Brunkhorst, Ernst Burgbacher, Helga Daub, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Otto Fricke, Horst Friedrich (Bayreuth), Rainer Funke, Joachim Günther (Plauen), Dr. Christel Happach-Kasan, Ulrich Heinrich, Michael Kauch, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Sibylle Laurischk, Harald Leibrecht, Ina Lenke, Dirk Niebel, Günther Friedrich Nolting, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Eberhard Otto (Godern), Cornelia Pieper, Gisela Piltz, Dr. Hermann Otto Solms, Dr. Max Stadler, Carl-Ludwig Thiele, Jürgen Türk, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern sind Hausnotruf-Systeme in Deutschland noch nicht stark verbreitet. So ist der Anteil der über 65-Jährigen, die einen solchen Service in Anspruch nehmen, im Vereinigten Königreich und Skandinavien ca. 5-mal höher als in Deutschland. Hausnotruf-Systeme bieten für ältere Menschen die Sicherheit, im Notfall nicht hilflos allein in der Wohnung zu sein, sondern Hilfe herbeischaffen zu können. Das erhöht die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Heim führen zu können. Mit einem Hausnotruf-System haben ältere Menschen jederzeit die Möglichkeit, im Notfall qualifizierte Hilfe anzufordern. Dies gibt den allein lebenden älteren Menschen ein großes Maß an Sicherheit innerhalb der eigenen vier Wände.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen9

1

Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, in welchem Umfang Haus-Notrufsysteme in Deutschland bei pflegebedürftigen und anderen älteren Menschen zum Einsatz kommen?

2

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass durch den Einsatz von Haus-Notrufsystemen Kosten im Pflegebereich eingespart werden können?

3

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass durch die Filterung tatsächlicher Notfälle, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen, von zu Hause behandelbaren Fällen im Rahmen der Haus-Notrufsysteme der kostenintensive Einsatz von Rettungsdiensten und Krankentransportdiensten reduziert werden kann?

4

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass durch den Einsatz von Haus-Notrufsystemen dem angestrebten Ziel „Ambulant vor Stationär“ Rechnung getragen werden könnte?

5

Hält die Bundesregierung den stärkeren Einsatz von Haus-Notrufsystemen für sinnvoll?

6

Wenn ja, welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, Haus-Notrufsysteme stärker zu etablieren?

7

Plant die Bundesregierung in diesem Zusammenhang Modellvorhaben?

8

Welche anderen Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, pflegebedürftigen Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Heim zu gewährleisten?

9

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass eine Aufhebung des Verbotes, mit der teilweisen Kostenübernahme durch die Pflegekassen zu werben, Rationalisierungsreserven im Pflegebereich aktiviert werden könnten?

Berlin, den 27. Oktober 2004

Detlef Parr Daniel Bahr (Münster) Dr. Dieter Thomae Dr. Heinrich L. Kolb Rainer Brüderle Angelika Brunkhorst Ernst Burgbacher Helga Daub Jörg van Essen Ulrike Flach Otto Fricke Horst Friedrich (Bayreuth) Rainer Funke Joachim Günther (Plauen) Dr. Christel Happach-Kasan Ulrich Heinrich Michael Kauch Gudrun Kopp Jürgen Koppelin Sibylle Laurischk Harald Leibrecht Ina Lenke Dirk Niebel Günther Friedrich Nolting Hans-Joachim Otto (Frankfurt) Eberhard Otto (Godern) Cornelia Pieper Gisela Piltz Dr. Hermann Otto Solms Dr. Max Stadler Carl-Ludwig Thiele Jürgen Türk Dr. Claudia Winterstein Dr. Wolfgang Gerhardt und Fraktion

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