Förderung von Ernährung und Bewegung durch die Bundesregierung
der Abgeordneten Gudrun Kopp, Hans-Michael Goldmann, Detlef Parr, Dr. Karl Addicks, Daniel Bahr (Münster), Rainer Brüderle, Angelika Brunkhorst, Ernst Burgbacher, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Otto Fricke, Horst Friedrich (Bayreuth), Rainer Funke, Dr. Karlheinz Guttmacher, Ulrich Heinrich, Dr. Heinrich L. Kolb, Jürgen Koppelin, Sibylle Laurischk, Harald Leibrecht, Ina Lenke, Dirk Niebel, Eberhard Otto (Godern), Cornelia Pieper, Carl-Ludwig Thiele, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Wolfgang Wissing, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Laut „WELT am SONNTAG“ vom 23. Januar 2005 plant die Bundesregierung breit angelegte Präventionsmaßnahmen zur Gesundheit, insbesondere zur Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten. Darüber hinaus sollen sich kommunale Initiativen zur Förderung gesunder Ernährung und verbesserter Sportmöglichkeiten im Rahmen eines vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) ausgeschriebenen Wettbewerbs um Fördermittel im Gesamtumfang von 15 Mio. Euro bewerben können.
Nicht nur eine fehlerhafte Ernährung, sondern vor allem mangelnde Bewegungs- und Sportmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche stellen eine große Herausforderung für die Zukunft dar. Die jüngste Studie des Deutschen Sportbundes (DSB) zum Thema Schulsport, „SPRINT“, hat gravierende Mängel im Schulsport offenbart. Sie belegt, dass viel zu wenig Sportunterricht stattfindet. Vor allem der Ausfall von Sport ist besorgniserregend. Eine ebenso besorgniserregende Nachricht kommt aus der Schwimmwelt. Laut Deutschem Schwimm-Verband liegt die Nichtschimmerquote bei den unter 14-Jährigen bei 33,9 Prozent. Vor diesem Hintergrund sollte die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur im Bereich der Sport- und vor allem der Schwimmanlagen ein primäres Ziel werden. Auch dem Sportunterricht in Schulen muss eine größere Bedeutung zugemessen werden.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen13
Welches Konzept liegt dem in der Federführung des BMVEL initiierten Wettbewerb zur Förderung gesunder Kinder in der Familie zu Grunde?
In welcher Höhe wird der Wettbewerb durch die Mittel des BMVEL finanziert?
Für welches Haushaltsjahr sind die Ausgaben veranschlagt und unter welchem Titel werden sie geführt?
In welcher Form beteiligt sich die Nahrungsmittelwirtschaft, insbesondere auch im Hinblick auf die Kosten?
Ist eine öffentlichkeitswirksame Flankierung des Wettbewerbes beabsichtigt?
Falls ja, in welcher Form und mit welchen Kosten?
Handelt es sich um eine einmalige Aktion?
Wenn nein, plant die Bundesregierung die Fortsetzung des Wettbewerbes und sind die damit verbundenen Kosten bereits in der mittelfristigen Finanzplanung des Bundeshaushalts berücksichtigt?
Inwieweit ist die Aktion mit den Präventionsmaßnahmen des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung abgestimmt?
Plant das BMVEL weitere Initiativen, die sich insbesondere auf die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur im Bereich der Sportanlagen erstrecken?
Plant die Bundesregierung weitere Kampagnen, die nach dem erfolgreichen Beispiel „Sport tut Deutschland gut“ das Bewusstsein in der Bevölkerung, vor allem bei Kindern und Jugendlichen für den Sport weiter sensibilisieren?
Ist die Einbeziehung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bei künftigen Kampagnen geplant?
Verfügt die Bundesregierung über Daten im Hinblick auf den Neubau- und Renovierungsbedarf von Hallen- und Freibädern in der Bundesrepublik Deutschland?
Inwieweit hat die Bundesregierung inhaltliche Überschneidungen der unterschiedlichen Aktivitäten geprüft?
Schließt sie diese aus?