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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Privatisierung von Schloß Niederschönhausen (G-SIG: 13012683)

Stand evtl. Verkaufsverhandlungen, Erhalt des Schlosses als nationale Gedenkstätte

Fraktion

PDS

Ressort

Bundesministerium des Innern

Datum

01.08.1997

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/820703. 07. 97

Privatisierung von Schloß Niederschönhausen

des Abgeordneten Manfred Müller (Berlin) und der Gruppe der PDS

Vorbemerkung

Das Schloß Niederschönhausen ging im Vereinigungsprozeß in Bundesbesitz über und wurde dann der Stadt Berlin überschrieben. Von seiten des Berliner Senats soll die Absicht bestehen, das Schloß zu privatisieren. Abgesehen davon, daß damit wertvolles Kulturgut veräußert würde, handelt es sich bei Schloß Niederschönhausen nach unserer Einschätzung auch um ein Gebäude, das der Öffentlichkeit als nationale Gedenkstätte zugänglich bleiben sollte. Hier tagte der zentrale runde Tisch der DDR, an dem die Weichen für einen tiefgreifenden Demokratisierungsprozeß und letztlich auch für die deutsche Einheit gestellt wurden.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß es sich bei Schloß Niederschönhausen um eine nationale Gedenkstätte handelt?

2

Ist der Bundesregierung bekannt, daß eine Privatisierungsabsicht für Schloß Niederschönhausen besteht, und wenn ja, wieweit sind die Verkaufsverhandlungen eingeleitet worden?

3

Was gedenkt die Bundesregierung zu unternehmen, um Schloß Niederschönhausen als nationale Gedenkstätte zu erhalten?

4

Beabsichtigt die Bundesregierung, aufgrund der gesamtstaatlichen Verantwortung des Bundes, sich finanziell an der Erhaltung des Schlosses als nationale Gedenkstätte zu beteiligen? Wenn nein, warum nicht?

Bonn, den 30. Juni 1997

Manfred Müller (Berlin) Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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