Lausitz-Ring in Klettwitz
der Abgeordneten Dr. Dagmar Enkelmann und der Gruppe der PDS/Linke Liste
Vorbemerkung
Durch den Braunkohletagebau in der Lausitzer Region wurden Dörfer und Landschaften zerstört. Rekultivierungsmaßnahmen führten dazu, daß diese Schäden teilweise gemildert werden konnten und sich neue Ökosysteme entwickelten.
Als ein begehrtes Erholungsgebiet entstand so unter anderem der Senftenberger See.
Inzwischen ist bekannt, daß nördlich der Stadt Senftenberg, wo bereits vor zwanzig Jahren mit viel Aufwand ein neuer Wald angepflanzt wurde, jetzt eine Autorennstrecke gebaut werden soll.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen6
Wie bewertet die Bundesregierung die mit der Betreibung einer Autorennstrecke verbundene Zunahme der Belastung der Umwelt durch Stickoxide in einer Region mit ohnehin hoher Staubbelastung der Luft durch Kraftwerke und Kohleveredelung?
Welche Auswirkungen werden die Staub-, Lärm- und Schmutzbelastungen auf die Flora und Fauna der Region haben?
Welche Folgen hätte eine großflächige Asphaltierung und Betonierung des Bodens auf das Grundwasser?
Wie viele Dauerarbeitsplätze könnten durch das Projekt für die Region geschaffen werden, und wie wäre das Verhältnis zu den durch den Saisonbetrieb der Rennstrecke bedingten Zeitarbeitsplätzen?
In welchem Verhältnis steht die Anzahl der durch den Rückgang des Braunkohleabbaus freigesetzten Beschäftigten zu den durch den Lausitz-Ring neugeschaffenen Arbeitsplätzen?
Welche Alternativen zum Projekt Lausitz-Ring sieht die Bundesregierung, um dauerhaft und ausreichend Arbeitsplätze in der Lausitzer Region zu schaffen?