Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag
11. Wahlperiode
Drucksache 11/2470
10.06.88
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Pinger, Graf von Waldburg-Zeil,
Feilcke, Frau Fischer, Hedrich, Höffkes, Dr. Kunz (Weiden), Dr. Kronenberg,
Frau Männle, Dr. Pohlmeier, Frau Rönsch (Wiesbaden), Schreiber, Schwarz,
Schemken, Herkenrath, Ruf, Weiß (Kaiserslautern), Müller (Wesseling), Dr. Möller,
Dr. Hoffacker, Dr. Hüsch, Sauer (Stuttgart), Börnsen (Bönstrup), Lowack, Niegel
und Genossen und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Frau Folz-
Steinacker, Hoppe, Frau Dr. Hamm-Brücher, Dr. Feldmann, Irmer, Dr.-Ing. Laermann,
Dr. Hausmann, Dr. Hoyer, Nolting, Beckmann, Frau Seiler-Albring, Bredehorn,
Lüder, Dr. Hitschler, Dr. Solms, Timm und der Fraktion der FDP
— Drucksache 1112012 —
Gewerbliche Berufsausbildung in den Entwicklungsländern
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für
wirtschaftliche Zusammenarbeit hat mit Schreiben vom 8. Juni
1988 die Kleine Anfrage namens der Bundesregierung wie folgt
beantwortet:
Im entwicklungspolitischen Sprachgebrauch wird Förderung der
beruflichen Bildung häufig mit Förderung der gewerblichen
Berufsbildung gleichgesetzt, so auch zum Teil in dieser Anfrage.
Die Bezeichnung „Förderung der beruflichen Bildung" stellt den
Oberbegriff für alle Projekte und Programme dar, die auf die
Ausbildung von Fachkräften für einzelne Sektoren wie Gewerbe,
Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Ernährung, Infrastruktur,
öffentliche Verwaltung, Kommunikationswesen etc. zielen. Im
weiteren Sinne sind dazu auch Maßnahmen der
Erwachsenenbildung zu rechnen.
Die Förderung der gewerblichen Berufsbildung stellt
demgegenüber nur einen, wenn auch den — am Ausgabevolumen
gemessen — größten Teilbereich der gesamten beruflichen Bildungshilfe
dar. Sie bezieht sich im einzelnen auf die Berufsbildung für
industriell/handwerkliche und Dienstleistungsberufe
einschließlich Unternehmens- und Bet riebsführung.
In der Beantwortung zu Frage 1 werden Angaben für die
Förderung der beruflichen Bildung, aber auch für die Förderung der
gewerblichen Berufsbildung gemacht. Bei der Beantwortung der
übrigen Fragen geht die Bundesregierung davon aus, daß sich
diese jeweils nur auf die Förder ung der gewerblichen
Berufsbildung im oben definierten Sinne beziehen.
1. Wie hoch waren die bisher in den Einzelplänen 23 insgesamt
bereitgestellten Mittel zur Förderung der beruflichen Bildung?
Wieviel davon entfiel auf die Zeiträume
a) 1980 bis 1983,
b) 1984 bis 1987?
Für den gesamten Zeitraum der Entwicklungszusammenarbeit
liegt keine einheitliche Datenerfassung vor. Die bisher insgesamt
bereitgestellten Mittel zur Förderung der beruflichen Bildung
belaufen sich nach den verfügbaren statistischen Unterlagen auf
rund 5 Mrd. DM. Davon entfällt etwa die Hälfte auf die Förderung
der gewerblichen Berufsbildung. Für die Zeiträume 1980 bis 1983
und 1984 bis 1987 wurden folgende Mittel zur Verfügung gestellt:
Ausgaben aus Epl. 23 1980 bis 1983 1984 bis 1987
in Mrd. DM in Mrd. DM
Berufliche Bildung einschl.
Erwachsenenbildung) 1,3 1,5
davon gewerbliche
Berufsbildung2) 0,6 0,8
Die o. g. statistischen Angaben beziehen sich auf Projekte und
Programme mit dem Ziel einer Förderung der beruflichen
Bildung. Nicht berücksichtigt wurden Maßnahmen, die nur
Komponenten der beruflichen Bildung enthalten, aber insgesamt
anderen Zielsetzungen (z. B. ländliche Entwicklung,
Gewerbeförderung) dienen.
2. Wie entwickelte sich in demselben Zeitraum der Anteil der
Ausgaben zur Förderung der beruflichen Bildung mit dem
Schwerpunkt in den Betrieben (duales System) an den Gesamtausgaben
für die berufliche Bildung?
Der Anteil der Ausgaben für die Förderung der gewerblichen
Berufsbildung mit dem Schwerpunkt „duales System" wird aus
methodischen Gründen getrennt nach Durchführungs- bzw.
Trägerorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
angegeben. Diese Angaben sind in der Antwort auf Frage 4
enthalten.
1) BMZ-EDV, YG-Schlüssel 64
2) Erhebungen der einzelnen Durchführungs- bzw. Trägerorganisationen
zuzüglich Schätzwerte für nicht vorliegende Einzelangaben.
3. Welche Ausgaben wurden innerhalb des Einzelplans 23 seit 1980
pro Jahr aus Bundesmitteln für die Förderung der beruflichen
Bildung geleistet durch
— die Kreditanstalt für Wiederaufbau,
— die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit,
— die Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung,
— die Carl Duisberg Gesellschaft,
— den Deutschen Entwicklungsdienst,
— die kirchlichen Zentralstellen,
— die politischen Stiftungen,
— sonstige Organisationen?
Die Ausgaben für die Förderung der gewerblichen Berufsbildung
aus Mitteln des Einzelplans 23 für den Zeitraum 1980 bis 1987,
aufgeschlüsselt nach Durchführungs- bzw. Trägerinstitutionen
der Entwicklungszusammenarbeit, sind der als Anlage
beigefügten Tabelle zu entnehmen.
4. Welchen Anteil nahmen davon jeweils die Ausgaben zur
Förderung dualer Ausbildungsstrukturen ein?
Der Anteil der Ausgaben zur Förderung dualer
Ausbildungsstrukturen hat sich bei den einzelnen Durchführungs- bzw.
Trägerorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wie
folgt entwickelt:
— Kreditanstalt für Wiederaufbau
Für die Ausstattung gewerblicher Ausbildungszentren im
Rahmen des Aufbaus dual orientierter Ausbildungsgänge wurden
im Zeitraum 1985 bis 1987 Darlehen bzw. Zuschüsse in Höhe
von insgesamt 14 Mio. DM vergeben.
— Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
Im Zeitraum 1980 bis 1987 wurden neun Projekte in
Lateinamerika, sieben in Afrika und sechs in Asien durchgeführt, in
denen die Ausbildung in Betrieben einen wesentlichen Anteil,
nämlich mehr als ein halbes Jahr, hat und in denen tendenziell
ein zunehmender Zeitraum für die bet riebliche
Ausbildungsphase angestrebt wird. In der folgenden Tabelle sind die
Ausgaben der Deutschen Gesellschaft für Technische
Zusammenarbeit seit 1980 für Projekte der gewerblichen Berufsbildung
insgesamt und gesondert für Projekte mit dualer Ausprägung
enthalten.
Jahr Gesamtausgaben
für gewerbliche
Berufsausbildung
in Mio. DM
Anteilige Ausgaben
für dual orientierte
Projekte
in Mio. DM in %
1980 51,8 16,0 30,9
1981 54,7 11,8 20,8
1982 60,4 23,3 38,6
1983 63,3 25,0 39,4
1984 57,1 23,7 41,5
1985 54,8 17,7 32,3
1986 68,7 26,0 37,8
1987 71,2 29,5 41,4
— Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung
und Carl Duisberg Gesellschaft
Die Deutsche Stiftung für interna tionale Entwicklung wie auch
die Carl Duisberg Gesellschaft führen im wesentlichen
Fortbildungsprogramme durch, überwiegend in Form einer
praktischen Weiterbildung in Bet rieben und Fachinstitutionen. Eine
Aufschlüsselung der Absolventen nach dualer Orientierung ist
daher nicht möglich.
— Kirchliche Zentralstellen
Die kirchlichen Zentralstellen führen dual orientierte
Ausbildungsvorhaben nur in geringem Umfang durch.
— Politische Stiftungen
Abgesehen von zwei dual orientierten Ausbildungsvorhaben
führen die politischen Stiftungen im wesentlichen Programme
außerhalb des formalen Erziehungswesens, insbesondere im
Bereich der Erwachsenenbildung, durch.
Für Maßnahmen der gewerblichen Berufsbildung, die vom
deutschen Entwicklungsdienst und sonstigen Organisationen
durchgeführt werden, liegen keine Angaben vor, die eine Zurechnung
nach dualer Orientierung erlauben.
5. Welche Beiträge zur gewerblichen Berufsbildung von
Angehörigen der Entwicklungsländer haben bisher die Bundesländer
erbracht und auf welche Weise? Welche Leistungen erbringen das
deutsche Handwerk und die deutsche Industrie?
Die Länder der Bundesrepublik Deutschland leisten in
mehrfacher Hinsicht einen erheblichen Beitrag zur gewerblichen
Berufsbildung von Angehörigen der Entwicklungsländer.
Im Inland tragen einzelne von ihnen die institutionellen Kosten für
Ausbildungseinrichtungen (Landesstellen), die mit der
Zentralstelle für gewerbliche Berufsförderung der Deutschen Stiftung für
internationale Entwicklung zusammenarbeiten. Ferner leisten
zehn Länder Beiträge zu den Verwaltungskosten der Carl
Duisberg Gesellschaft. Die genannten Einrichtungen wurden von den
Ländern im Jahre 1986 mit einem Betrag von insgesamt 6,5 Mio.
DM unterstützt.
Die Förderung von Praktikanten aus Entwicklungsländern durch
Stipendien bildet den anderen wich tigen Leistungsschwerpunkt
der Länder in der Entwicklungszusammenarbeit. Im Jahr 1986
wurden Praktikanten aus Entwicklungslände rn mit einem
Gesamtbetrag von mehr als 9 Mio. DM unterstützt; ca. 6 Mio. DM
entfielen davon auf Stipendiaten im Bereich gewerbliche
Berufsbildung.
Seit 1983 unterstützen die Länder verstärkt die Berufsbildung für
handwerkliche und industrielle Berufe durch eigene Projekte in
den Entwicklungsländern und durch die Gewährung von
Zuschüssen zu gewerblichen Berufsbildungsmaßnahmen
nichtstaatlicher deutscher Träger. 1986 beliefen sich die Ausgaben der
Bundesländer für diese Maßnahmen auf rund 4 Mio. DM.
Das deutsche Handwerk hat sich seit Ende der 70er Jahre
verstärkt an der gewerblichen Berufsbildung für Angehörige der
Entwicklungsländer beteiligt. Nach Angaben des
Zentralverbandes des Deutschen Handwerks sind 25 der 42
Handwerkskammern im Entwicklungshilfebereich tätig. 17 Kammern beteiligen
sich dabei unmittelbar an der gewerblichen Berufsbildung. Sie
arbeiten zu diesem Zweck mit der Carl Duisberg Gesellschaft, der
Zentralstelle für Arbeitsvermittlung, der Otto Benecke Stiftung,
der Deutschen Stiftung für interna tionale Entwicklung oder der
Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
zusammen.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks schätzt aufgrund
von Umfragen, daß bis einschließlich 1987 mehr als 2 000 Fach-
und Führungskräfte aus der Dritten Welt in den
Berufsbildungszentren der deutschen Handwerkskammern aus- und fortgebildet
worden sind. Die Programme an den Berufsbildungszentren
umfassen Ausbildungsmaßnahmen mit Abschluß einer
Gesellenprüfung für insgesamt sieben Berufe, Aus- und
Fortbildungsmaßnahmen in ca. 15 Spezialgebieten, Fortbildungsveranstaltungen
für Fach- und Führungskräfte sowie Informationsveranstaltungen.
Die Handwerkskammern Köln, Münster und Unterfranken
unterhalten in Entwicklungslände rn Projekte zur gewerblichen
Berufsbildung. Ferner leisten die Auslandsprojekte von elf
Handwerkskammern „Zur Entwicklung handwerksförderlicher Strukturen"
auch einen Beitrag zur gewerblichen Berufsbildung in
Entwicklungsländern.
Auch die deutsche Indust rie leistet einen erheblichen Beitrag zur
gewerblichen Berufsbildung von Angehörigen der
Entwicklungsländer. In den letzten zehn Jahren stellte sie ca. 25 000 Aus- und
Fortbildungsplätze für Fach- und Führungskräfte aus
Entwicklungsländern, die mit Stipendien der Bundesregierung in die
Bundesrepublik Deutschland kamen, zur Verfügung. In nicht
unerheblichem Umfang (ca. 30 %) sind Bet riebe mit weniger als
100 Beschäftigten an ihrer Aus- und Fortbildung beteiligt.
Wie aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und
Handelstages und einer Untersuchung des Ins tituts der deutschen Wi rt
-schaft aus dem Jahre 1984 hervorgeht, unternimmt eine Vielzahl
der in Entwicklungslände rn tätigen deutschen Unternehmen
beträchtliche Anstrengungen im technischen und kaufmännischen
Ausbildungsbereich. Die Ausbildung orientiert sich vielfach an
deutschen Ausbildungsordnungen und Berufsschullehrplänen.
Vor allem in den lateinamerikanischen Ländern geschieht dies
meist in enger Zusammenarbeit mit den dortigen
Auslandshandelskammern. In einigen Entwicklungsländern haben sich
deutsche Unternehmen mit befreundeten Firmen zum Aufbau
gemeinsamer Ausbildungsstätten zusammengeschlossen. Eine
regelmäßige und vollständige Erfassung aller von deutschen
Unternehmen in Entwicklungsländern erbrachten Ausbildungsleistungen
ist — soweit sie nicht durch die Bundesregierung unterstützt
wurden (vgl. Antwort zu Frage 14) — bisher nicht erfolgt.
6. Auf welche Entwicklungsländer entfällt der größte Anteil der bis
-
her für die gewerbliche berufliche Bildung bereitgestellten Mittel?
Wie hoch waren in diesen Ländern jeweils die Ausgaben zur
Förderung dualer Ausbildungsstrukturen?
Der größte Anteil der in den Jahren 1980 bis 1987 für die
gewerbliche Berufsbildung bereitgestellten Mittel entfällt auf die Länder
Indien, Pakistan, Tansania, Sudan und Birma.
Aus der folgenden Übersicht können die für diese Länder im
Zeitraum 1980 bis 1987 von der Deutschen Gesellschaft für
Technische Zusammenarbeit getätigten Ausgaben entnommen
werden.
Ausgaben anteilige Ausgaben für
insgesamt die Förderung dualer Projekte
in Mio. DM in Mio. DM %
Indien 43,8 31,7 72
Pakistan 31,0 25,9 83
Tansania 28,6 — —
Sudan 28,1 22,6 80
Birma 26,0 — —
7. Kann die Bundesregierung die Zahl der Absolventen der von ihr
geförderten Programme beruflicher Bildung näher aufschlüsseln
nach
— Branchen,
— Betriebsgrößenklassen,
— städtischen und ländlichen Regionen,
— Alter,
— Vorbildung,
— Geschlecht,
— Schichtenzugehörigkeit?
Längerfristige und regelmäßige Absolventenstatistiken im
Bereich der gewerblichen Berufsbildung liegen nur für die von
der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung und der
Carl Duisberg Gesellschaft durchgeführten Programme vor.
Danach betrug die Absolventenzahl im Zeitraum 1980 bis 1987 für
die von der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung
durchgeführten Fortbildungsprogramme für betriebliche
Ausbilder und Berufsschullehrer rund 4 500. Fast 15 000 Fach- und
Führungskräfte des gewerblichen Bereichs absolvierten im
gleichen Zeitraum Fortbildungsprogramme der Carl Duisberg
Gesellschaft.
Für die von der Deutschen Gesellschaft für Technische
Zusammenarbeit durchgeführten Projekte der gewerblichen
Berufsbildung liegen Absolventenstatistiken bisher nur zum Teil vor. Eine
spezielle Auswertung der Deutschen Gesellschaft für Technische
Zusammenarbeit hat ergeben, da sich die Zahl der
Ausbildungsplätze für die derzeit (1987) geförderten Projekte auf
schätzungsweise 20 000 beläuft.
Eine zahlenmäßige Aufschlüsselung der Absolventen nach
Branchen, Betriebsgrößen, städtischen und ländlichen Regionen, Alter,
Vorbildung, Geschlecht, Schichtenzugehörigkeit ist mangels
ausreichenden Datenmaterials nur bedingt möglich. Es lassen sich
dazu jedoch folgende Einzelangaben machen:
— Branchen
Entsprechend der 1984 durchgeführten Querschnittsanalyse
„Gewerbliche Berufsbildung" läßt sich die Vielfalt der im
Rahmen der Technischen Zusammenarbeit geförderten
Ausbildungsrichtungen vor allem drei Berufszweigen zuordnen.
Herausragender Schwerpunkt sind die metallbearbeitenden und
-verarbeitenden Berufe (z. B. Dreher, Fräser, Schlosser,
Schmiede etc.). An zweiter Stelle steht das Berufsfeld
Elektrotechnik. Den dritten Platz nimmt die Kraftfahrzeugtechnik mit
verschiedenen Fachberufen ein. Mit großem Abstand folgen
Förderungsmaßnahmen für andere Berufsfelder, wie z. B.
Sanitärinstallation, Klimatechnik, Chemotechnik, Stahlbau, Radio-
und Fernsehtechnik, Maurer, Schreiner und kaufmännische
Berufe.
— Be triebsgrößen
Nach einer neueren Befragung der Deutschen Gesellschaft für
Technische Zusammenarbeit finden unter Berücksichtigung
der jeweiligen Landesverhältnisse 28 % der Absolventen ganz
oder überwiegend in Großbetrieben eine Beschäftigung, 31 %
in Kleinbetrieben, 26 % im öffentlichen Sektor und 15 % im
informellen Sektor.
— Städtische und ländliche Regionen
Die überwiegende Zahl der Absolventen (schätzungsweise
mindestens 60 %) kommt aus dem städtischen Bereich.
— Alter
Annähernd 70 % der Absolventen aus Projekten der Deutschen
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, die überwiegend
Projekte . der beruflichen Erstausbildung fördert, sind unt er
20 Jahren. Die Mehrzahl der Absolventen von Programmen der
Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung und der
Carl Duisberg Gesellschaft sind zwischen 25 und 35 Jahre alt.
— Vorbildung
Etwa 50 % der Projekte der gewerblichen Berufsbildung, die
von der Deutschen Gesellschaft für Technische
Zusammenarbeit durchgeführt werden, setzen den Primarschulabschluß
voraus, die übrigen den Sekundarabschluß. Die Teilnehmer an
den Programmen der Deutschen Stiftung für internationale
Entwicklung und der Carl Duisberg Gesellschaft verfügen über
eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie mindestens zwei
Jahre Berufserfahrung.
— Geschlecht
Der überwiegende Anteil (durchschnittlich 90 bis 95 %) der
Absolventen von Programmen oder Projekten der
gewerblichen Berufsbildung ist männlich. In einigen Projekten
nichtformaler gewerblicher Berufsbildung ist der Anteil der
weiblichen Absolventen wesentlich höher.
— Schichtenzugehörigkeit
Über die Schichtenzugehörigkeit der Absolventen liegen der
Bundesregierung keine detaillierten Untersuchungen vor. Bei
Berücksichtigung der geforderten Eingangsvoraussetzungen
und der im allgemeinen nicht hoch bewe rteten manuellen
Tätigkeiten durch gehobene Schichten in vielen
Entwicklungsländern dürfte die überwiegende Zahl der Auszubildenden
Unter- und Mittelschichten zuzurechnen sein.
8. Welche hauptsächlichen Probleme hat die Bundesregierung im
Fachbereich „berufliche Bildung" im Verlauf ihrer bisherigen
Evaluierungen festgestellt?
Im Jahre 1984 wurde vom Bundesminister für wirtschaft liche
Zusammenarbeit eine umfassende Serienuntersuchung
(Querschnittsanalyse) für die bisher im Rahmen der Technischen
Zusammenarbeit geförderten Projekte der gewerblichen
Berufsbildung durchgeführt. Die Bundesregierung kam dabei insgesamt
zu dem Ergebnis, daß die 25 untersuchten Projekte – mit wenigen
Ausnahmen – einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der
institutionellen und personellen Qualifikationsstrukturen in den
Partnerländern geleistet haben. Im einzelnen wurden jedoch folgende
Probleme festgestellt:
— zu geringer Verbund der deutschen Maßnahmen der
Technischen Zusammenarbeit mit Organisationen/Institutionen der
einheimischen Wirtschaft in Entwicklungslände rn (mit
Ausnahme von einigen Ländern in Lateinamerika);
— relativ lange Projektlaufzeiten, die jedoch erforderlich waren,
um die finanzielle und personelle Tragfähigkeit der
geförderten Einrichtungen langfristig abzusichern (insbesondere in
wirtschaftlich schwach entwickelten Ländern);
— unzureichende Unterstützung von gewerblichen Klein- und
Mittelbetrieben durch begleitende Ausbildungs- und Betriebs:
Beratung seitens der Projekte;
— fehlende Berücksichtigung von Möglichkeiten, auch Frauen im
Rahmen der geförderten Projekte eine Chance für eine
gewerbliche Berufsbildung zu eröffnen.
9. Welche Zielvorstellungen hat die Bundesregierung den von ihr
finanzierten Durchführungsorganisationen hinsichtlich der
weiteren dualen Berufsbildung in den Entwicklungslände rn
vorgegeben?
Das Ziel der Bundesregierung im Bereich der gewerblichen
Berufsbildung ist – wie im Sektorkonzept vom 1. Juli 1986 näher
ausgeführt –, das jeweilige Partnerland bei der Entwicklung eines
seinem Bedarf und seinen Möglichkeiten entsprechenden
Berufsbildungssystems zu unterstützen. Im Interesse einer bedarfsnahen
Deutscher Bundestag —11. Wahlperiode Drucksache 11/ 2 470
und den landesspezifischen Bedürfnissen inhaltlich angepaßten
sowie kostengünstigen Ausbildung sollen Systeme angestrebt
werden, die duale Strukturen aufweisen.
Die Bundesregierung ist der Auffassung, daß duale Strukturen am
ehesten dadurch entwickelt werden können, daß Industrie und
Handwerk entweder das System selbst organisieren oder aber
möglichst verantwortlich in das System einbezogen werden.
Soweit hierzu die entsprechenden institutionellen oder personellen
Voraussetzungen fehlen, sollten vorhandene Strukturen
stufenweise weiterentwickelt werden, ohne daß die duale Ausbildung
als Ziel aufgegeben wird.
Diese Zielvorstellungen erlauben den
Durchführungsorganisationen — je nach den lokalen Voraussetzungen der Pa rtnerländer
(Entwicklungsstand, Traditionen, gesetzliche Regelungen,
Arbeitsteiligkeit des Gewerbes, Rolle von Verbänden und
Gewerkschaften) —, duale Ausbildungsformen unterschiedlicher
Ausprägung zu fördern. Zu diesem Zweck werden im Rahmen der
staatlichen Technischen Zusammenarbeit in der Regel
Demonstrations- und Pilotprojekte gefördert, die die Möglichkeiten einer
bedarfsgerechten Systembildung bw. Systementwicklung
erkunden und vorbereiten.
10. Welche Voraussetzungen sollten in den Entwicklungsländern nach
Auffassung der Bundesregierung erfüllt sein, damit eine Hilfe im
Berufsbildungssektor diese Ziele erreichen kann?
Die Zielvorstellung der Bundesregierung zur Förderung dualer
Berufsbildungsstrukturen in Entwicklungsländern setzt einerseits
die Bereitschaft des Staates voraus, zumindest langfristig einen
wesentlichen Anteil der Verantwortung für die Ausbildung auf
den betrieblichen Sektor zu verlagern. Dies schließt auch die
Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen (Gesetze und
Finanzierungsregelungen) mit ein. Auf der anderen Seite müssen
die Betriebe und ihre Selbstverwaltungsorganisationen bereit und
in der Lage sein, Ausbildungsverantwortung zu übernehmen.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen allerdings, daß es nicht
sinnvoll ist, mit dual orientierten Projekten so lange zu warten, bis die
o. g. Voraussetzungen vollständig erfüllt sind. Die Entwicklung
dieser Voraussetzungen ist daher zunehmend Bestandteil von
Projekten und Programmen der gewerblichen Berufsbildung.
Diesem Zweck dient insbesondere die Beratung staatlicher Stellen
und Wirtschaftsvereinigungen im Bereich der Organisation und
Finanzierung von dualen Ausbildungsstrukturen, die
Qualifizierung betrieblicher Ausbilder und die Vergabe finanzieller
Zuschüsse für eine beispielhafte bet riebliche Ausbildung.
Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch die
Förderung von Handwerkskammerpartnerschaften. Ziel ist dabei
u. a., die Kleinunternehmer bzw. deren Führungspersonal so zu
qualifizieren, daß eine angemessene bet riebliche
Lehrlingsausbildung sichergestellt wird.
11. In welchen Ländern besteht zur Zeit die Bereitschaft für
Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Bildung nach dualen
Strukturen? Wo sind die unter Frage 10 genannten Voraussetzungen
bereits erfüllt?
Die Bereitschaft zur Einführung von dualen
Berufsbildungssystemen ist in Entwicklungsländern in den letzten Jahren allgemein
gewachsen. Sie ist generell in lateinamerikanischen Ländern, zum
Beispiel in Guatemala, Peru, Honduras, Ecuador, Brasilien, Costa
Rica, am größten. In den letzten Jahren haben Vorhaben der
dualen Berufsausbildung in Afrika zugenommen, zum Beispiel im
Sudan, in Botswana, Togo, Swasiland und in Marokko. In Asien
sind die Länder Türkei, Korea, Pakistan, Indien und Philippinen
für duale Systeme aufgeschlossen.
Die in der Antwort auf Frage 10 genannten Voraussetzungen sind
am besten in den lateinamerikanischen Ländern erfüllt. Besonders
hervorzuheben sind die Einrichtung halbstaatlicher
Berufsbildungsinstitutionen, die Schaffung entsprechender
Finanzierungsregelungen und die zum Teil überwiegende praktische
Ausbildung in den Betrieben.
12. In welchen Entwicklungsländern gelang es bisher,
Selbstverwaltungsorganisationen der Bet riebe an der Planung, Organisation
und Kontrolle der beruflichen Bildung zu beteiligen?
In den meisten Entwicklungsländern sind die Bet riebe in
Verbänden organisiert. Die Verbände sehen ihre Rolle jedoch in erster
Linie als Interessenvertretung zur Durchsetzung
wirtschaftspolitischer Belange. Ihre Verantwortung für die Berufsausbildung
kann in der Regel nicht unterstellt werden. In Lateinamerika gibt
es allerdings ein Reihe von Selbstverwaltungsorganisationen, in
denen die Betriebe und der Staat die nationale Berufsbildung
gemeinsam organisieren. Es handelt sich dabei um nationale
Berufsbildungsdienste, die im Prinzip dem Beispiel des 1942
gegründeten brasilianischen SENAI gefolgt sind. Die
Ausbildungsstätten dieser landesweiten Institutionen führen
Ausbildungsgänge unter Einbeziehung bet rieblicher
Ausbildungsabschnitte durch und sind auch für die Abschlußprüfungen
verantwortlich. In den Entscheidungsgremien sind in der Regel neben
den staatlichen Stellen auch die Arbeitgeber und Arbeitnehmer
vertreten.
In der Türkei ist im Jahre 1986 ein Berufsbildungsgesetz in Kraft
getreten, das sich weitgehend an das Berufsbildungssystem der
Bundesrepublik Deutschland anlehnt. Die Bundesregierung hat
die Regierung der Republik Türkei dabei maßgeblich beraten und
unterstützt. Durch deutsch-türkische Fachkontakt- und
Dialogmaßnahmen ist die Bereitschaft der dortigen Indust rie- und
Handelskammern sowie von Handwerkskammern zu einer
Mitwirkung an der betrieblichen Ausbildung gewachsen.
13. Welche Konsequenzen für die berufliche Bildung hat die
Bundesregierung aus dem neuen Schwerpunkt der
Entwicklungszusammenarbeit, der Armutsbekämpfung durch Selbsthilfe, gezogen?
Nach Auffassung der Bundesregierung leistet berufliche Bildung
vor allem als Komponente im Rahmen ländlicher
Entwicklungsprogramme einen direkten Beitrag zur Armutsbekämpfung. Die
bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, daß die Möglichkeiten der
gewerblichen Berufsausbildung im ländlichen Raum im
wesentlichen vom Diversifizierungsgrad, d. h. von der Nachfrage nach
nichtlandwirtschaftlichen Produkten, abhängen.
Die Bundesregierung fördert darüber hinaus über Nicht-
Regierungsorganisationen eine Reihe von Vorhaben der gewerblichen
Berufsbildung, die sich unmittelbar an die ärmsten
Bevölkerungsschichten wenden.
Im Rahmen von Gewerbeförderungsprojekten richtet die
Bundesregierung inzwischen verstärktes Augenmerk auf Maßnahmen
der technischen und bet riebswirtschaft lichen Beratung für Klein-
und Mittelbetriebe. In bereits bestehenden beruflichen
Ausbildungseinrichtungen wird ferner die Schulung von Ausbildern für
Angehörige des informellen Sektors angestrebt.
Ein Arbeitsschwerpunkt der Arbeitseinheit ES 31 ,,
Armutsbekämpfung durch Selbsthilfe" des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit beschäftigt sich mit der
Verbesserung der Lebensbedingungen der Armen im informellen Sektor
durch Förderung beteiligungsorientierter
Beschäftigungsinitiativen, vor allem von Frauen. In diesem Zusammenhang wird auch
untersucht, wie durch Maßnahmen der beruflichen Bildung die
Situation von Frauen im informellen Sektor verbessert werden
kann. Hierzu wird ein Treuhandvorhaben BMZ/ILO durchgeführt,
das in Zusammenarbeit mit einer indischen Nicht-
Regierungsorganisation (SEWA) unter anderem durch berufliche
Ausbildungsmaßnahmen für Frauen im Bereich Organisation und
Management die Möglichkeiten von Selbsthilfeorganisationen stärken
möchte, um beschäftigungswirksame Programme für Frauen im
informellen Sektor anzuregen.
14. Wie haben bisher die privaten deutschen Unternehmen auf das
Förderungsangebot der Bundesregierung im Falle betrieblicher
Bildung in den Entwicklungsländern reagiert? Wo und in welchem
Umfang konnte dadurch die Berufsbildung erweitert werden?
Das seit 1980 von der Bundesregierung finanzierte Programm zur
Förderung betrieblicher Ausbildungsmaßnahmen in
Entwicklungsländern hat bei den p rivaten deutschen Unternehmen
mittlerweile guten Anklang gefunden. Im Zeitraum 1980 bis 1987
konnten insgesamt 69 Anträge (34 von Großunternehmen, 19 von
Klein- und Mittelunternehmen und 16 von Verbänden oder
Zusammenschlüssen von deutschen und einheimischen
Unternehmen) auf Gewährung von Zuschüssen zu bet rieblichen
Ausbildungsmaßnahmen berücksichtigt werden. Insgesamt wurde in
der Zeit von 1980 bis 1987 die Ausbildung von ca. 3 800 jungen
Menschen weltweit gefördert. Dabei ist davon auszugehen, daß
der überwiegende Teil dieser Ausbildungen ohne die Förderung
durch die Bundesregierung nicht oder nur auf wesentlich
niedrigerem Niveau stattgefunden hätte.
Besonderes Interesse findet das Programm bei den deutschen
Privatunternehmen in den ASEAN-Ländern sowie in Brasilien
und Mexiko. Dementsprechend wird in diesen Ländern eine
überdurchschnittlich hohe Zahl an Ausbildungsplätzen angeboten.
Ferner wird das Förderprogramm in der Türkei bei der
Einführung des dualen Systems in Metallberufen sehr erfolgreich
eingesetzt.
15. Welches technische Ausbildungsniveau strebt die
Bundesregierung bei ihren Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Bildung
schwerpunktmäßig an?
Die von der Bundesregierung geförderten Maßnahmen der
gewerblichen Berufsbildung zielen schwerpunktmäßig auf die
Heranbildung von qualifizierten Handwerkern, Facharbeitern und
Fachkräften der mittleren Führungsebene für Klein- und
Mittelbetriebe. Da sich jedoch je nach Region, Wirtschaftsstruktur und
Entwicklungsstand des Partnerlandes große Unterschiede
hinsichtlich der nachgefragten Qualifikationen ergeben, wird für
jedes Vorhaben eine gesonderte Bedarfsanalyse und ein eigenes
Ausbildungskonzept gemeinsam mit dem Partner erstellt.
16. Welche Zielgruppen wi ll die Bundesregierung durch ihre
Förderungsmaßnahmen in Zukunft erreichen?
Neben der unmittelbar wirkenden Hilfe zur Bef riedigung der
Grundbedürfnisse unterstützt die Bundesregierung zur
langfristigen Sicherung des Entwicklungsprozesses Maßnahmen, die
leistungsfähige Infrastrukturen aufbauen.
Die im Rahmen der staatlichen Zusammenarbeit geförderten
Projekte der gewerblichen Berufsbildung zielen vorrangig auf die
Verbesserung der personellen und institutionellen
Qualifikationsstrukturen in Entwicklungsländern und sollen dabei
beispielgebend für ein landesweites Berufsbildungssystem sein. Je nach
Niveau der Ausbildungsmaßnahme werden von diesen Projekten
Primarschul- und Sekundarschulabgänger (Erstausbildung) sowie
berufserfahrene Facharbeiter (Meister, Techniker, Ausbilder)
erreicht. Für die Zukunft wird der Schaffung von
Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche, die eine Beschäftigung in Klein-
und Mittelbetrieben anstreben, besondere Priorität zukommen.
Ferner ist vorgesehen, dem großen Nachholbedarf von Frauen
beim Zugang zum Bildungsangebot verstärkt Rechnung zu
tragen.
Die Bundesregierung mißt darüber hinaus gruppenspezifischen
Ausbildungsmaßnahmen, die auf die unmittelbare
Armutsbekämpfung gerichtet sind, verstärkte Bedeutung zu. Die über
Nicht-Regierungsorganisationen geförderten Projekte werden
dabei nach wie vor eine wesentliche Rolle spielen. Für die
staatliche technische Zusammenarbeit ist beabsichtigt, Maßnahmen
der beruflichen Bildung im Rahmen von Vorhaben der
ländlichen Regionalentwicklung, der Gewerbeförderung sowie der
Förderung des informellen Sektors weiter zu verfolgen. Die
dabei gewonnenen Erfahrungen werden bei Entwicklung und
Fortschreibung entsprechender Sektorkonzepte berücksichtigt
werden.
Anlage zu Frage 3
Ausgaben für die Förderung der gewerblichen Berufsbildung aus Mitteln des Einzelplans 23
für den Zeitraum 1980 bis 1987, nach Durchführung bzw. Trägerinstitutionen
der Entwicklungszusammenarbeit (in Mio. DM)
Durchführungs- bzw.
Trägerinstitutionen 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987
Kreditanstalt für Wiederaufbau — — — — — 2 4 8
Deutsche Gesellschaft für
Technische Zusammenarbeit 52 55 60 64 57 55 69 71
Deutsche Stiftung für
internationale Entwicklung 5 8 7 9 10 11 12 13
Carl Duisberg Gesellschaft — 1 ) — 1 ) 25 24 27 27 27 23
Deutscher Entwicklungsdienst 21 24 25 25 26 30 29 _1)
Kirchliche Zentralstellen 26 21 17 18 25 27 27 32
Politische Stiftungen — — 0,4 1,2 1,9 6 6 6
Sonstige Organisationen _1) 8 5 7 9 17 12 14
Quelle : Erhebungen der jeweiligen Institutionen
1) für das entsprechende Jahr nicht erhoben]