Landschaftsverbrauch
der Abgeordneten Sauter (Epfendorf), Susset, Freiherr von Schorlemer, Eigen, Michels, Hornung, Brunner, Bayha, Rode (Wietzen), Bredehorn, Paintner, Baum, Dr. Rumpf, Dr. Hirsch, Wolfgramm (Göttingen) und der Fraktionen der CDU/CSU und FDP
Vorbemerkung
Landschaftsverbrauch
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen14
Wieviel Hektar land- und forstwirtschaftliche Nutzfläche wurden seit 1949 überbaut bzw. einer anderen Verwendung zugeführt?
Wie hoch war der Landverbrauch a) zwischen 1950 bis 1960, b) zwischen 1960 bis 1970, c) zwischen 1970 bis 1980, und welche Entwicklung erwartet die Bundesregierung in diesem Jahrzehnt?
Welche Möglichkeiten für einen sparsamen Landschaftsverbrauch sieht die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Landesregierungen sowie den kommunalen Spitzenverbänden?
In welcher Weise finden die Bestimmungen des Naturschutzes im Hinblick auf Rekultivierung der etwa für den Braunkohlenabbau, den Kies- und Bimsabbau in Anspruch genommenen Flächen und der Sanierung schadstoffbelasteter Böden in den Ländern Anwendung?
Ist die Bundesregierung bereit, den weiteren Ausbau von ökologischen Datenbanken, die die notwendigen Unterlagen für die Landschaftsplanung liefern, zu unterstützen, damit ökologische Gesichtspunkte wirkungsvoll und frühzeitig z. B. in die Verkehrs- oder Bauleitplanung einbezogen werden können?
Welche Überlegungen werden von seiten der Bundesregierung angestellt, unterschiedliche Gesichtspunkte, z. B. Erschließung des Landes, Bewältigung vorhandenen Verkehrs, Hebung der Verkehrssicherheit, Schutz der Menschen vor Lärm, Abgasen und Gefahren des Straßenverkehrs sowie der Schutz von Natur und Landschaft, beim weiteren Ausbau des Fernstraßennetzes ausgewogen zu berücksichtigen?
Wie hat sich die Zusammenarbeit von Straßenbau- und Naturschutzbehörden in der Frage des schonenden Landschaftsverbrauchs entwickelt?
Inwieweit werden im Zuge der Städtesanierung mittlerweile wieder Wohnungen in den Innerorten dem Wohnen in Neubauvierteln vorgezogen, und inwieweit ergibt sich daraus eine Verringerung des Baulandbedarfs?
Gibt es Überlegungen, bei der Aufstellung von Bebauungsplänen kleinere Grundstücke auszuweisen und mehr landschaftsschonende Siedlungsformen einzusetzen?
Hat die Bundesregierung einen Überblick über nichtgenutzte ehemalige Gewerbe- und Industrieflächen, und welche Möglichkeiten sieht sie, die Grundstücke verstärkt in ihre ursprüngliche Nutzung zurückzuführen?
Sind Zusammenhänge erkennbar zwischen übersteigerten und an den menschlichen Bedürfnissen vorbeigehenden Verdichtungstendenzen in den Ballungsgebieten und der Ausweisung sowie dem Ausbau von Zweitwohnhaus-, Wochenendhausgebieten und Campingplätzen?
Ist der Bundesregierung bekannt, inwieweit die Einrichtung von Naherholungsgebieten hochwertige Böden und wertvolle Biotope ökologisch negativ belastet?
Wie beurteilt die Bundesregierung die wirtschaftlichen Entwicklungstendenzen von Gemeinden in Naturschutzgebieten?
Welche Gesichtspunkte muß nach Meinung der Bundesregierung eine ökologisch orientierte Entwicklungsplanung künftig verstärkt berücksichtigen?