Altpapierrecycling
des Abgeordneten Dr. Ehmke (Ettlingen) und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Altpapierverarbeitende Betriebe arbeiten derzeit mittlerweile an der Rentabilitätsgrenze, eine Gefährdung des Altpapierrecyclings scheint nicht ausgeschlossen. DIE GRÜNEN halten das Recycling von Altpapier — sofern nicht eine Vermeidung wie z. B. im Verpackungsbereich sinnvoller ist — für ökologisch notwendig, um die anfallenden Abfallmengen zu reduzieren und die Verschwendung von kostbaren Rohstoffen einzuschränken.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Welche grundsätzliche Bedeutung mißt die Bundesregierung dem Altpapierrecycling bei?
Welche Arten und Mengen von Altpapier wurden 1980, 1981, 1982 und 1983 gesammelt und recycliert?
Was sind die derzeitigen Verwendungsmöglichkeiten für Recyclingpapier? Welche Arten von Recyclingpapier gibt es?
Welche Forschungs- bzw. Wirtschaftsförderungsmaßnahmen gibt es bereits im Altpapierbereich bzw. welche sind vorgesehen (z. B. bessere Papierqualität, andere Recyclingmethoden, ...)?
Was will die Bundesregierung tun, um neue Verwendungsmöglichkeiten für Recyclingpapier zu erschließen (z. B. im Bereich der eigenen Publikationen)?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Verwertung von sogenannten Öko-Briketts aus Altpapier zwecks Heizung? Teilt sie die unlängst in einer Zeitschrift (stern 50, 8. Dezember 1983) mitgeteilten Befürchtungen über erhöhte Emissionswerte für Schwermetalle?
Welche Projekte der gewerblichen Herstellung von Brennmaterial aus Altpapier oder Müll wird von der Bundesregierung gefördert, in welchem Umfang und auf welche Dauer? Welche Emissionswerte wurden hierbei ermittelt (Schwermetalle u. a. Werte nach TA Luft)?