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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Zwangsprostitution in der Bundesrepublik Deutschland (G-SIG: 10001781)

Studie über die Zwangsprostitution, die Bundesrepublik Deutschland als eines der Zentren des Frauenhandels und der erzwungenen Prostitution, Unterzeichnung der Konvention zur Unterdrückung des Menschenhandels und der Ausbeutung durch Prostitution von 1949

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium des Innern

Datum

24.10.1984

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/208608.10.84

Zwangsprostitution in der Bundesrepublik Deutschland

der Abgeordneten Frau Kelly und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen5

1

Hat die Bundesregierung Auskunft über das Ausmaß von erzwungener Prostitution in der Bundesrepublik Deutschland?

2

Sind der Bundesregierung die Schlußfolgerungen einer kürzlich in London veröffentlichten Studie (Autorin: Soziologin Ulla Ohse) über die Zwangsprostitution bekannt?

3

Wie steht die Bundesregierung zu der Aussage, daß sich die Bundesrepublik Deutschland zu einem der größten internationalen Zentren des Frauenhandels und der erzwungenen Prostitution entwickelt habe?

4

Warum lehnt es die Bundesregierung nach wie vor ab, die Konvention zur Unterdrückung des Menschenhandels und der Ausbeutung durch Prostitution von 1949 zu unterzeichnen?

5

Ist die Bundesregierung nicht der Meinung, daß dadurch den Frauen die Möglichkeit entzogen wird, die entsprechenden Schritte gegen ihre Ausbeuter einzuleiten?

Bonn, den 8. Oktober 1984

Kelly Schoppe, Dr. Vollmer und Fraktion

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