Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag Drucksache 10/2825
10. Wahlperiode
01.02.85
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Schwenninger und der Fraktion
DIE GRÜNEN
— Drucksache 10/2643 —
Vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördertes
Staudammprojekt Jequetepeque-Zaňa, Peru
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für
wirtschaftliche Zusammenarbeit hat mit Schreiben vom 31. Januar
1985 die Kleine Anfrage namens der Bundesregierung wie folgt
beantwortet:
1. Welche Kostensteigerungen sind seit Beginn der Bauarbeiten für
das Projekt Jequetepeque zu verzeichnen, das im Mai 1980 mit
einem Gesamtvolumen von 178 Mio. DM berechnet wurde und im
Oktober 1981 bereits mit 303 Mio. DM — also mit einer 70%igen
Steigerung noch vor Beginn der Bauarbeiten — angegeben wurde?
Welche Kostensteigerungen sind noch bis zum Projektabschluß zu
erwarten?
Gegenüber den Schätzkosten vom September 1980 sind die
Kosten bis Mai 1984 auf US-$-Basis um 19 % gestiegen. Die
Bauverträge sind am US-$ orientiert (US-$ ist Leitwährung für den
peruanischen Sol). Wegen des erheblich gestiegenen US-$-Kurses
sind allerdings in DM die Kosten gegenüber der Schätzung vom
Mai 1980 von 273 Mio. DM (der Wert 178 Mio. DM bezieht sich
ausschließlich auf die Basiskosten des Vertrags mit dem
Bauunternehmer) auf 456 Mio. DM gestiegen. Die derzeitige Schätzung der
Gesamtkosten von 456 Mio. DM umfaßt alle bis zum Bauabschluß
Ende 1987 noch zu erwartenden Kosten.
2. Mit welcher weiteren Aufstockung des derzeitigen finanziellen
Anteils der Bundesrepublik Deutschland rechnet die
Bundesregierung bis zum Abschluß des Projekts, nachdem dieser 1984 von
130 Mio. DM auf 247 Mio. DM angehoben wurde?
Der deutsche Beitrag von 247 Mio. DM deckt die gesamten
Devisenkosten des Projekts ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, daß
eine weitere Steigerung des US-$-Kurses entsprechende
Anpassungen zur Folge hat. Vorsorglich hat daher die Bundesregierung
diesen Umstand in den dem Deutschen Bundestag vorliegenden
Vertraulichen Erläuterungen für 1985 berücksichtigt.
3. Welche Möglichkeiten der Rückzahlung des KfW-Kredits durch
Peru sieht die Bundesregierung angesichts der hohen
Verschuldung und der zu erwartenden Zahlungsunfähigkeit des Landes?
Für welchen Zeitraum wird mit der kompletten Tilgung gerechnet?
Die Rückzahlung des Gesamtdarlehens von 247 Mio. DM
erstreckt sich bis zum Jahre 2015. Die Bundesregierung geht von
einer Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen Perus aus. Ob
und in welchem Umfang in diesem Zeitraum für Peru
Umschuldungen notwendig werden, läßt sich nicht übersehen. Im übrigen
kann man annehmen, daß die derzeitigen Zahlungsprobleme
Perus in absehbarer Zeit in Zusammenarbeit mit dem
Internationalen Währungsfonds und anderen internationalen Institutionen
einer Lösung zugeführt werden.
4. Welche Chancen sieht die Bundesregierung für eine
kostengünstige und termingerechte Abwicklung des Projekts, nachdem
bereits ein Rückstand von zwei Jahren gegenüber der
ursprünglichen Planung besteht, was durch Verzögerungen bei der
Einstellung von Personal und der Erstellung von Verträgen mit den
beteiligten Firmen verursacht wurde?
Durch die Aufstockung des deutschen Finanzierungsanteils auf
247 Mio. DM ist die Fertigstellung des Projekts bis Ende 1987
sichergestellt. Hinsichtlich des Staudamms dürfen schon aus
Sicherheitsgründen keine Verzögerungen eintreten. Die
bisherigen Verzögerungen sind den beteiligten Firmen jedoch nicht
anzulasten.
5. Welche Steigerungsraten beim Stromverbrauch Perus berechnet
die Bundesregierung bei ihrer Unterstützung des Generalplans zur
Elektrizitätsversorgung, der unter der Regierung Belaûnde erstellt
wurde? Wird dabei die Tatsache berücksichtigt, daß der
Industrialisierungsprozeß Perus durch die weltweite Rezession und vor allem
durch die tiefgreifende Wi rtschaftskrise des Landes stark
rückläufig ist und demzufolge der Energiebedarf sehr viel langsamer
ansteigen wird als geplant?
Die Frage hat mit dem Vorhaben Jequetepeque nichts zu tun, da
dieser Staudamm allein der landwirtschaftlichen Nutzung und
nicht der Stromerzeugung dient. Lediglich der Betriebsstollen ist
für einen eventuellen späteren Anschluß eines kleineren
Wasserkraftwerkes ausgelegt.
Bei dem schon vor der Regierung Belaúnde aus BMZ-Mitteln
unterstützten Generalplan zur Elektrizitätsversorgung lagen die
Steigerungsraten des Verbrauchs elektrischer Energie zwischen
6und 10% .
In dem laufenden Vorhaben „Trägerförderung der ELECTRO-
PERU" werden die Annahmen des Masterplans betreffend der
Steigerungsraten den aktuellen Gegebenheiten angepaßt, so daß
Peru die Entwicklung der Stromversorgung nachfrageorientiert
vornehmen kann.
6. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um ökologische
Folgeerscheinungen, die beim Projekt Tinajones bereits zu
schwerwiegenden Schäden geführt haben, zu vermeiden?
Die Bundesregierung mißt Schutz und Erhaltung der Umwelt bei
allen Vorhaben der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit
besondere Bedeutung bei. Im einzelnen wird hierzu in den
Antworten zu den folgenden Fragen 6.1 bis 6.4 Stellung genommen.
6.1 Im Projekt Tinajones, nur 100 km nördlich von Jequetepeque,
sind aufgrund eines fehlenden Entwässerungssystems bereits
50 % der Böden versalzt.
Ist im vorliegenden Projekt ein Entwässerungsnetz
eingeplant? Wenn nicht, was bedeutet es für die Kostenplanung,
dieses nachträglich auszubauen?
Der Bau neuer bzw. die Rehabilitie rung der vorhandenen
Entwässerungskanäle im Projektgebiet ist wesentlicher Bestandteil des
Gesamtvorhabens. Eine Versalzungsgefahr ist daher
ausgeschlossen, wie sie im Vorhaben Tinajones aufgetreten ist, weil dort
Bewässerungsflächen entgegen den Empfehlungen der
deutschen Berater ohne notwendige Entwässerung erschlossen
wurden. Im übrigen wurden auch bei Tinajones entsprechende
Korrekturen von der peruanischen Regierung inzwischen
vorgenommen.
6.2 Sind Folgekosten für die Sauber- und Instandhaltung der Be-
und Entwässerungskanäle sowie des Staubeckens
enthalten?
Die Instandhaltung der Projektanlagen wird ebenso wie die
Wartung der bereits vorhandenen Bewässerungsinfrastruktur von der
Wasserverwaltung des peruanischen
Landwirtschaftsministeriums durchgeführt. Die Kosten hierfür sind als laufende
Betriebskosten nicht Bestandteil des deutschen Finanzierungsanteils.
6.3 Welche Maßnahmen sind vorgesehen, um zu verhindern, daß
durch Ausbleiben des trüben Wassers (Schlamm, der sich im
Staubecken absetzt) die Fruchtbarkeit des Tales und des
Mündungsgebietes zerstört wird?
Das Bewässerungsgebiet am Unterlauf des Rio Jequetepeque ist
nicht mit dem Niltal vergleichbar; Auswirkungen des Assuan-
Staudamms sind daher nicht auf das Jequetepeque-Projekt
übertragbar. Die im Niltal früher übliche breitflächige
Überschwemmung mit nachfolgender Sedimentation ist im Projektgebiet nie
angewendet worden. Statt dessen wird hier
Bewässerungslandwirtschaft durch ein geordnetes Kanalsystem betrieben, das stets
zum Rückhalten etwaiger Sedimente in den Verteilerbauwerken
und in den Kanälen selbst führt. An diesem System wird durch das
Projekt nichts geändert.
6.4 Welche Maßnahmen sind vorgesehen für den Fa ll von
Dürreperioden oder außerordentlich starken Regenfällen, wie sie im
Norden Perus immer wieder auftreten, angesichts der
Tatsache, daß bei Dürre der Stausee nicht genügend gefüllt wird,
um die Wasserversorgung zu garantieren, und daß bei starken
Regenfällen aufgrund der Abholzung in den Bergen die
Wasserzufuhr nicht mehr kontrollierbar ist und die Gefahr eines
Dammbruchs besteht?
Ziel und Zweck des Projekts ist es, die im Jahresverlauf
anfallenden Wasser des Rio Jequetepeque besser zu nutzen. Der Fluß
führt jährlich während einiger Wochen sehr viel Wasser, in der
Trockenperiode dagegen sehr wenig. Der Speicher wird dafür
sorgen, daß die in der Hochwasserperiode nicht nuzbaren
Wassermengen in der Trockenperiode landwirtschaftlich verwendet
werden. Damit wird auch in Dürrejahren die nutzbare Wassermenge
wesentlich erhöht. Für den Fa ll starker Regenfälle und
Hochwässer, die den Speicherraum vollständig füllen, wird die
Speicheranlage mit einer Hochwasserentlastung ausgerüstet, die bei
fertiggestelltem Staudamm ein kontrolliertes Überlaufen und
Abfließen von Hochwässern ermöglicht.
7. Inwieweit entspricht die vorgesehene landwirtschaftliche Nutzung
des Bewässerungsneulandes der Zielsetzung bundesdeutscher
Entwicklungspolitik, verbesserte Bedingungen für Kleinbauern zu
schaffen sowie die Versorgung der Bevölkerung mit
Nahrungsmitteln sicherzustellen, wenn berücksichtigt wird, daß durch das
Projekt der traditionelle Mais- und Bohnenanbau in Kleinbetrieben
zurückgedrängt wird, da nur kapitalstarke, staatlich geförderte
Reisbauern das teure Bewässerungsneuland pachten können?
Durch das Projekt wird das Bewässerungsgebiet nicht
ausgedehnt, vielmehr wird die Sicherheit der Wasserbereitstellung
erhöht. Ferner werden auch diejenigen Teile innerhalb des
Gebiets verläßlich mit Wasser versorgt, die bisher selten oder fast
nie bewässert werden konnten. Die Agrarstruktur wird -
abgesehen von den flächenmäßig nur wenig bedeutenden
Umsiedlungen - aufgrund des Projekts nicht verändert; es findet daher auch
kein Zurückdrängen von Kleinbauern statt. Es ist nicht geplant,
nach Projektfertigstellung den Reisanbau flächenmäßig
auszudehnen, wenn auch Reis ein gefragtes Grundnahrungsmittel in
Peru ist; dagegen ist aufgrund des sicheren Wasserangebots
künftig mit wesentlich höheren Ernten zu rechnen. Vor allem wird mit
der Restfeuchte der Reisfelder eine zweite Ernte (Mais) innerhalb
eines Jahres möglich sein, während bisher höchstens eine Ernte
möglich war.
8. Inwieweit entspricht diese Ausdehnung des Reisanbaus, der
extrem bewässerungsintensiv ist, einer sinnvollen Nutzung der
knappen Wasserressourcen Perus?
Die Frage beinhaltet, daß ohne Projekt das Wasser einer
produktiveren Nutzung zugeführt würde. Das ist nicht richtig, da die
Hochwässer ohne Projekt zum erheblichen Teil ungenutzt ins
Meer fließen. Im übrigen dient das Projekt gerade einer sinnvollen
Nutzung der knappen Wasservorkommen Perus in dieser
Gegend.
9. Wurde die Möglichkeit geprüft, das alte Chimü-
Bewässerungssystem, mit dem früher 84 000 ha bewässe rt wurden — im Projekt
Jequetepeque sind 60 000 ha vorgesehen —, als kleines oder
mittleres Bewässerungsprojekt auszubauen, gekoppelt mit einer
Förderung des traditionellen Mais- und Bohnenanbaus in
Kleinbetrieben, der in dem fruchtbaren Uberschwemmungsgebiet des
geplanten Staubeckens (700 ha) zwei Ernten im Jahr erbringt?
Das Projekt errichtet in seinem Einflußgebiet keine neue
Bewässerungsinfrastruktur, sondern baut direkt auf der vorhandenen,
seit langer Zeit genutzten auf. Bei der Planung wurde die jetzt
realisierte Projektkonzeption als technisch-wirtschaftlich günstige
ermittelt. Über die Wirtschaft lichkeit der Produktion in der
Chimû-Zeit, insbesondere über die Höhe der Erträge, gibt es
keine Informationen. Im übrigen entspricht es nicht den
entwicklungspolitischen Vorstellungen der Bundesregierung, sich an
einem in der Chimil-Zeit praktizierten System zu orientieren, das
auf der Zwangsarbeit eines großen Teils der Bevölkerung
aufbaute.
10. Ist das Gesetz Nr. 23328 inzwischen verabschiedet, das die
Entschädigungsprozedur für die 2 000 Bewohner der drei zu
überflutenden Dörfer regeln soll?
Das Gesetz Nr. 23328 vom 26. November 1981 ist in Kraft.
Überflutet werden nur zwei Dörfer, nämlich Chungal und
Montegrande, mit rund 260 Familien.
11. Wer ist bisher wirk lich entschädigt worden? Wie lange werden die
Entschädigungen gezahlt und sind sie ausreichend, vor allem
angesichts der hohen Infla tion in Peru?
Im Zuge der Baudurchführung mußten bisher 120 Bauern ihre
Felder räumen. 18 dieser Bauern haben ihr Land (rund 124 ha) an
den Projektträger DEVEZA verkauft; sie haben damit auf
mögliche Ansprüche auf Umsiedlung und Entschädigung in der
Obergangszeit verzichtet. Die übrigen Bauern erhalten alle 45 Tage
Entschädigungszahlungen als Ausgleich für die verlorene
Nutzungsmöglichkeit ihrer Flächen bis zur endgültigen Umsiedlung
auf neue landwirtschaftliche Flächen. Die Zahlungen erfolgen auf
der Grundlage einer angenommenen Reisernte von 3,35 Tonnen
pro ha und Jahr; sie sind insofern wertgesichert, als sie sich am
jeweils gültigen staatlich fixierten Reispreis orientieren.
12. Welche Entschädigungen sind für Bauern vorgesehen, die nur über
mündliche Pachtverträge verfügen, angesichts der Tatsache, daß
laut Gesetz Nr. 23328 nur schriftliche Pachtverträge Grundlagen
für Entschädigungen sind?
Weder das Gesetz Nr. 23328 noch das zu seiner Ausführung
erlassene Dekret DS 166-81 verlangen schriftliche Pachtverträge
als Grundlage für Entschädigungen.
13. In welcher Form werden Sachwerte (Bebauung, Bepflanzung)
erstattet, die sich auf den zu überflutenden Grundstücken
befinden?
Bauten werden mit dem Vierfachen ihres
Wiederbeschaffungswertes entschädigt, Anpflanzungen gemäß Ertrag.
14. Welche Maßnahmen wurden bezüglich der Umsiedlung der 2 000
Menschen ergriffen, die im Gesetz Nr. 23328 nicht geregelt ist?
Wie, bis wann und wohin werden diese Menschen umgesiedelt?
Das Gesetz Nr. 23328 und das Dekret DS 166-81 regeln ebenfalls
die Umsiedlung der Bewohner der im Stausee untergehenden
Dörfer Chungal und. Montegrande. Auf dieser Grundlage haben
der Projektträger und das staatliche Instituto Nacional de
Desarrollo Urbano (INADUR) eine Erhebung der derzeitigen
Situation in beiden Dörfern und der Umsiedlungswünsche der
Bewohner durchgeführt. Die überwiegende Mehrheit sprach sich
für eine Umsiedlung in eine neu zu errichtende Ortschaft im
Bewässerungsgebiet am Unterlauf des Rio Jequetepeque aus,
direkt an der Kreuzung der Carretera Panamericana mit der
Hauptstraße nach Cajamarca. Für diese neue Ortschaft hat INA-
DUR die Planungen erstellt. Die Ausschreibung der Arbeiten und
der Bau werden zeitlich mit der Fertigstellung des Speichers
abgestimmt, da die beiden Dörfer erst nach Beginn des Einstaus
(etwa Frühjahr 1988) geräumt werden müssen.
15. Welche Überlegungen bestehen hinsichtlich der sozialen
Auswirkungen für die Region nach Beendigung des Projekts, wenn
möglicherweise zu wenig alte rnative Verdienstmöglichkeiten
außerhalb der Landwirtschaft für die umgesiedelte Bevölkerung
bestehen und die Entschädigungen aufgebraucht sind? Was wird
getan, um zu verhindern, daß aus den ehemaligen Bauern
Arbeitslose, Slumbewohner, fliegende Händler oder Kriminelle werden,
wie sie bereits in großer Zahl in Peru existieren?
Negative soziale Auswirkungen für die umgesiedelte
Bevölkerung (Bauern und Dorfbewohner) sind nicht erkennbar. Die
Bauern werden nach Abschluß der Umsiedlung wieder als Landwirte
tätig sein. Die sozioökonomischen Bedingungen der
umgesiedelten Dorfbevölkerung werden sich am neuen Standort wesentlich
verbessern. So wird die neue Ortschaft nicht nur bessere
Wohnhäuser und vor allem im Gegensatz zu bisher ein ausgebautes
Versorgungssystem mit Wasser, Elektrizität bieten, die zentrale
Lage ermöglicht vielmehr auch eine Reihe wirtschaft licher
Aktivitäten, was in den alten, abgelegeneren Dörfern schwieriger war.
Nicht umsonst hat sich die Bevölkerung ganz überwiegend für die
neuen Standorte ausgesprochen.
16. Welche Aussichten bestehen, ein solches Großprojekt mit
negativen Folgen, vor allem in sozialer Hinsicht, zu stoppen zugunsten
einer Förderung kleiner und mittlerer Bewässerungsanlagen, des
Anbaus traditioneller, nicht bewässerungsintensiver
Nahrungsmittel und der Sicherung der Existenz von Kleinbauern in der
Region?
Das Staudammvorhaben schafft in dieser Region optimale
Voraussetzungen für eine landwirtschaftliche Nutzung. Es besteht
kein Anlaß, das Vorhaben zu stoppen, die Folgen sind in sozialer
Hinsicht - wie dargelegt - nicht negativ. Kleinere
Bewässerungsanlagen, wie sie die Bundesregierung z. B. im südlichen
Andenhochland fördert, stellen im Raum Jequetepeque keine sinnvolle
Alternative dar. Das Staudammprojekt Jequetepeque trägt
vielmehr wesentlich zur Erhöhung der peruanischen Erzeugung von
Grundnahrungsmitteln und damit zur Eigenversorgung der
ständig wachsenden Gesamtbevölkerung Perus bei.]