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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Gesundheitsgefährdung durch Gas-Außenwandfeuerungen (G-SIG: 10003636)

Verbreitung von Gas-Außenwandfeuerungen, Emissionen, ihre Einwirkungen auf Wohnräume und gesundheitsschädliche Folgen

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium des Innern

Datum

24.02.1986

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/501907.02.86

Gesundheitsgefährdung durch Gas-Außenwandfeuerungen

des Abgeordneten Schulte (Menden) und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wie zahlreiche Beschwerden aus der Bevölkerung und von seiten verschiedener Schornsteinfegerinnungen gezeigt haben, führt die Ableitung der Abgase von Gasfeuerungen durch die Außenwände — also nicht über Schornsteine — zu Belästigungen und Gesundheitsgefährdungen im Wohnbereich.

Die hohen Konzentrationen an Stickstoffmonoxid und an Kohlenstoffdioxid im Abgas der „umweltfreundlichen" Erdgasfeuerungen führen zu Beeinträchtigungen der Gesundheit, die im Immissionsschutz- und Baurecht bisher unzulänglich berücksichtigt worden sind.

Daher fragen wir die Bundesregierung:

Fragen7

1

Ist der Bundesregierung bekannt, wie viele Außenwandfeuerungen für Gas in der Bundesrepublik Deutschland und in West-Berlin betrieben werden?

2

Sind der Bundesregierung die Emissionskonzentrationen der Abgasbestandteile NO, NO2, CO und CO2 in Abhängigkeit von Betriebsmodus und Brennertyp bekannt?

3

Ist der Bundesregierung die Konzentration (Mittel- und Spitzenwerte) der unter Frage 2 genannten Spurengase bekannt,

a) in Wohnräumen, deren Fenster sich direkt über dem Auslaß der Außenwandgasfeuerung befinden oder in Küchen oder anderen Wohnbereichen, deren Lüftungsöffnungen ebenso angeordnet sind,

b) in Wohnräumen, in denen die Abgase der Gasfeuerung über Auslässe in Loggien oder auf Balkonen infolge Lüftung mit Fenstern oder Ventilatoren angereichert werden,

c) in Wohnräumen, für die die Buchstaben a und b gelten, und die zusätzlich an Hinterhöfen liegen?

4

Welche Wirkungen auf den Menschen sind von solchen Konzentrationen, akut und chronisch, zu erwarten?

5

Wie viele Menschen in der Bundesrepublik Deutschland und in West-Berlin sind von solchen Konzentrationen betroffen?

6

Hält die Bundesregierung die Ableitung von Abgasen aus Gasfeuerungen für den „Stand der Technik"?

7

Welche Maßnahmen gedenkt die Bundesregierung zu ergreifen, um sowohl Belästigungen als auch schädliche Wirkungen durch Außenwandfeuerungen zu vermeiden?

Bonn, den 7. Februar 1986

Schulte (Menden) Borgmann, Hönes, Volmer und Fraktion

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