Welttextilabkommen
der Abgeordneten Rapp (Göttingen), Junghans, Dr. Holtz, Dr. Schmude, Bindig, Dr. Böhme (Freiburg), Büchler (Hof), Dr. Diederich (Berlin), Dürr, Fellermaier, Frau Dr. Focke, Friedrich (Würzburg), Haase (Fürth), Huonker, Ibrügger, Immer (Altenkirchen), Jahn (Marburg), Dr. Jens, Junker, Kretkowski, Lenders, Frau Dr. Lepsius, Dr. Linde, Müller (Nordenham), Frau Renger, Dr. Schachtschabel, Dr. Schäfer (Tübingen), Scheu, Schluckebier, Schmidt (München), Dr. Spöri, Stahl (Kempen), Wolfram (Recklinghausen), Angermeyer, Wurbs, Dr. Haussmann, Frau Matthäus-Maier, Zywietz, Dr. Vohrer, Frau Schuchardt und der Fraktionen der SPD, FDP
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Wie hoch waren im Jahre 1976 die deutschen Drittlands-Ein- und -Ausfuhren wichtiger Textil- und Bekleidungserzeugnisse im Vergleich zu den Drittlands-Ein- und -Ausfuhren der übrigen EG-Staaten?
Welche Auswirkungen hat das am 31. Dezember 1977 auslaufende Welttextilabkommen (WTA) gehabt — in handels-, wirtschaftsstruktur- und arbeitsmarktpolitischer Hinsicht, — in europapolitischer Hinsicht, — in entwicklungspolitischer Hinsicht?
Wie sieht die Bundesregierung - unter Würdigung der bisherigen Verhandlungsergebnisse - die Chancen der Verlängerung des Welttextilabkommens, wenn es zum Abschluß der geplanten bilateralen EG-Exportselbstbeschränkungsabkommen mit den wichtigsten Textilexportländern kommt?
Welche Verhandlungsziele sollten nach Auffassung der Bundesregierung erreicht werden?
Welche Folgen hätte nach Auffassung der Bundesregierung das Scheitern der Verhandlungen über die Verlängerung des Welttextilabkommens — in handels- und wirtschaftsstrukturpolitischer Hinsicht, — in europapolitischer Hinsicht, in entwicklungspolitischer Hinsicht?
Teilen die von der Bundesregierung bei der Formulierung ihrer Verhandlungsziele gehörten Verbände der Textil- und Bekleidungswirtschaft und des Textilhandels sowie die Gewerkschaften die in der Antwort der Bundesregierung auf Frage 5 zum Ausdruck kommenden Einschätzungen?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Bemühungen der im Internationalen Textilarbeiterverband zusammengeschlossenen Gewerkschaften, sei es jetzt im Welttextilabkommen, sei es in einem anderen Rahmen „Sozialklauseln" durchzusetzen, die die Hebung der Massenkaufkraft in Niedriglohnländern und — über die Entfaltung breiter Binnenmärkte in diesen Ländern — eine Minderung des Importdruckes auf die industrialisierten Länder zum Ziel haben?
Wird die Entwicklung der Textileinfuhren im Osthandel (Kontingente) auf die Einfuhren im Rahmen des Welttextilabkommens abgestimmt?