[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Auswärtigen Amts vom 19. Juni 2018 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/2924
19. Wahlperiode 21.06.2018
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Anton Friesen und der
Fraktion der AfD
– Drucksache 19/1613 –
Deutsch-russische Beziehungen
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Russland ist nach Auffassung der Fragesteller ein strategisch wichtiger Partner
Deutschlands. Politisch, wirtschaftlich und kulturell sollten daher Deutschland
und Russland ihre Beziehungen ausbauen und vertiefen.
Bereits zu Zeiten der Sowjetunion sind seitens der Bundesrepublik Deutschland
Schulpartnerschaften geknüpft worden, wie das Beispiel einer Ingolstädter
Schule mit der 13. Schule in Moskau aus dem Jahr 1988 zeigt (Schule und wir,
Heft 2/1988,
www.km.bayern.de/eltern/schule-und-mehr/magazin-schule-und-
wir.html), und damit über politische und militärische Differenzen hinweg.
Die US-Sanktionen gegen Russland schaden deutschen Unternehmen (www.
finance-magazin.de/wirtschaft/fx-weltwirtschaft/russland-sanktionen-
deutschefirmen-fuerchten-die-usa-1312311/). Russland unterbreitete einen Vorschlag
auf Abschluss eines Vertrages über die gemeinsame Sicherheit in Europa
(
https://ifsh.de/file-CORE/documents/jahrbuch/09/Zagorski-dt.pdf).
V o r b e me r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Wegen der zeitlich weit zurückreichenden Fragen können einige erbetene Daten
von der Bundesregierung auch nachträglich nicht mehr ermittelt werden.
Bezüglich der Beantwortung der Fragen 1, 2, 3, 4, 13, 15, 16, 20, 21, 34, 35, 36 und 43
wird darauf verwiesen, dass sich der parlamentarische Informationsanspruch auf
Gegenstände erstreckt, die einen Bezug zum Verantwortungsbereich der
Bundesregierung gegenüber dem Bundestag haben und in der Zuständigkeit der
Bundesregierung liegen. Eine Pflicht zur Beantwortung besteht dann, wenn Fragen einen
konkreten Bezug zum Regierungshandeln (oder Unterlassen) haben, und die
Bundesregierung einen amtlich begründeten Kenntnisvorsprung gegenüber den
Abgeordneten hat.
Auf die Fragen 29, 30, 31 und 32 kann eine offene Beantwortung nicht erfolgen.
Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der zivilgesellschaftlichen Akteure wird
die Antwort gemäß der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift des
Bundesministeriums des Innern zum materiellen und organisatorischen Schutz von
Verschlusssachen (VS-Anweisung – VSA) als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft und als separater Anhang (Anlage 7) verschickt.*
1. Welche deutschen Städte unterhalten nach Kenntnis der Bundesregierung
Städtepartnerschaften mit russischen Städten?
Die Angaben zu Städtepartnerschaften können im Internet auf der Homepage des
Rats der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) (
www.rgre.de) auf der
Unterseite „Datenbankabfrage“ eingesehen werden. Die Bundesregierung verfügt
hierzu über keine weitergehenden eigenen Erkenntnisse.
2. Welche deutschen Bundesländer unterhalten nach Kenntnis der
Bundesregierung Partnerschaften mit russischen Regionen?
Die Zuständigkeit für Partnerschaften mit Regionen liegt bei den Bundesländern.
Die Bundesregierung verfügt hierzu über keine eigenen Erkenntnisse.
3. Welche deutschen Schulen unterhalten nach Kenntnis der Bundesregierung
Schulpartnerschaften mit russischen Schulen (bitte nach Schularten
aufschlüsseln und das Jahr nennen, seit dem die Partnerschaften bestehen)?
Die Zuständigkeit für Schulpartnerschaften liegt bei den Bundesländern. Die
erbetenen Informationen können ggf. beim Pädagogischen Auslandsdienst der
Kultusministerkonferenz der Länder eingeholt werden. Der Bundesregierung liegen
hierzu keine weitergehenden Erkenntnisse vor.
4. Welche deutschen Hochschulen unterhalten nach Kenntnis der
Bundesregierung Hochschulpartnerschaften mit russischen Hochschulen (bitte nach
Beginn des Jahres aufschlüsseln, seit dem die Partnerschaften und
Kooperationen bestehen)?
Die Zuständigkeit für Hochschulpartnerschaften liegt bei den Bundesländern. Die
erbetenen Informationen können ggf. bei der Hochschulrektorenkonferenz
(HRK) eingeholt werden, die eine Informationsplattform „Internationale
Hochschulkooperationen“ unterhält. Der Bundesregierung liegen hierzu keine
weitergehenden Erkenntnisse vor.
5. Welche Finanzmittel aus welchen Haushaltstiteln wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 1992 für die Förderung der deutschen Sprache in
Russland durch Sprachkurse und Unterstützung von ausländischen
Einrichtungen, die Deutsch als Fremdsprache lehren, bewilligt und ausgegeben?
Übersichten über die ab dem Haushaltsjahr 2001 von der Bundesregierung
bereitgestellten Finanzmittel für die Förderung der deutschen Sprache durch
Sprachkurse und Unterstützung von ausländischen Einrichtungen, die Deutsch als
Fremdsprache lehren, sind der Anlage 1 zu entnehmen. Daten für weiter
zurückliegende Haushaltsjahre liegen nicht vor.
* Das Auswärtige Amt hat die Antworten zu den Fragen 29 bis 32 als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft.
Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
6. Welche Finanzmittel aus welchen Haushaltstiteln erhalten die deutschen
Institutionen in Russland nach Kenntnis der Bundesregierung seit der
jeweiligen Aufnahme ihrer Tätigkeit (bewilligt bzw. ausgegeben)?
Anlage 2 enthält Übersichten zu diversen deutschen Institutionen, die in der
Russischen Föderation tätig sind und aus Bundesmitteln unterstützt werden. Daten
für weitere als in den Anlagen aufgeführte Haushaltsjahre liegen nicht vor.
7. Wie viele Deutschstämmige lebten 1992 und leben heute nach Kenntnis der
Bundesregierung in Russland (bitte seit 1992 bis heute nach Jahresscheiben
aufschlüsseln)?
Für den Zeitraum ab 1992 liegen seitens der russischen Behörden nur die im
Rahmen der Volkszählungen aus den Jahren 2002 und 2010 ermittelten Zahlen vor.
Eine jährliche Aufschlüsselung ab 1992 ist daher nicht möglich. 2002 gaben
597 200 Menschen die deutsche Nationalität an, 2010 noch 394 100. Da bei der
Volkszählung 2010 die Frage nach der nationalen Zugehörigkeit nicht mehr
zwingend zu beantworten war, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Zahl der
Russlanddeutschen höher war. Nach Angaben der Selbstorganisation der
deutschen Minderheit gibt es noch ca. 500 000 Deutschstämmige in Russland (Stand
2017).
8. Welche Finanzmittel aus welchen Haushaltstiteln wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 1992 für die kulturelle, wissenschaftliche,
medienpolitische und sonstige Förderung der deutschen Minderheit in Deutschland
bewilligt und ausgegeben (bitte gemäß der Fragestellung aufschlüsseln)?
Es wird davon ausgegangen, dass nach der Förderung der deutschen Minderheit
in der Russischen Föderation gefragt wird. Nach den der Bundesregierung
vorliegenden Informationen wurde die deutsche Minderheit in der Russischen
Föderation in den Jahren 1992 bis einschließlich 2017 mit Haushaltsmitteln in Höhe
von knapp 530 Mio. Euro gefördert (Unterstützung für deutsche Minderheiten,
allgemeine Hilfen und Leistungen zur Schaffung von Lebensgrundlagen für die
deutsche Minderheit – bis 2013: Kapitel 0640, Titel 684 22 und Titel 896 22; ab
2014: Kapitel 0603 Titel 684 32 und Titel 896 32).
Daneben wurde der Zugang der Deutschen in der Russischen Föderation zu
deutschsprachigen Medien in den Jahren 2007 bis 2013 aus Kapitel 0640,
Titel 543 01 mit 3 841 803,84 Euro und von 2014 bis 2018 aus dem Kapitel 0603,
Titel 532 04 mit bislang 2 879 846,65 Euro unterstützt. Die von 2012 bis 2017
aus Kapitel 0504 Titel 687 16 verwendeten Haushaltsmittel betragen rund
5,5 Mio. Euro.
9. Welche Vorhaben der Pflege und des Erhalts des deutschen kulturellen Erbes
in Russland fördert die Bundesregierung mit welchen Finanzmitteln aus
welchen Haushaltstiteln (bitte Zeitraum der Förderung angeben)?
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert gemäß § 96
des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) Projekte zur Erforschung und
Präsentation der Kultur und Geschichte der Deutschen und Projekte zur Sicherung und
Erhaltung deutscher Bau- und Kulturdenkmäler in den Vertreibungsgebieten im
östlichen Europa, darunter auch Russland. Einzelheiten sind der als Anlage 3
beigefügten tabellarischen Aufstellung zu entnehmen.
10. Existieren russisch-deutsche Museen und/oder Ausstellungen zum
deutschen kulturellen Erbe bzw. sind solche geplant?
Der Bundesregierung sind keine russisch-deutschen Museen oder Ausstellungen
zum deutschen kulturellen Erbe bzw. Planungen hierzu bekannt.
11. Wie viele Personalstellen hat das Goethe-Institut e. V. in Russland?
Mit welchen Finanzmitteln ist es ausgestattet (bitte seit Bestehen nach
Jahresscheiben aufschlüsseln)?
Das Goethe-Institut hat in Russland derzeit 158 Personalstellen, davon sind
11 Entsandte und 147 Ortskräfte. Eine Übersicht der Personalstellen seit dem
Jahr 2006 ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Daten für weiter
zurückliegende Jahre liegen der Bundesregierung nicht vor.
Jahr Entsandte Ortskräfte-Stellen
2006 12 73
2007 11 84
2008 10 89
2009 12 97
2010 14 113
2011 12 117
2012 12 123
2013 13 125
2014 12 126
2015 12 121
2016 12 161
2017 11 146
2018 11 147
Weitere Informationen zur finanziellen Ausstattung sind der Anlage 2 zu
entnehmen.
12. Wie viele russische Fachkräfte haben nach Kenntnis der Bundesregierung
seit dem Jahr 2010 eine Aufenthaltserlaubnis nach § 19a des
Aufenthaltsgesetzes in Deutschland erhalten (bitte nach Jahresscheiben und Branchen
sowie Berufen aufschlüsseln)?
Ausweislich des Ausländerzentralregisters (AZR) zum Stichtag 30. April 2018
wurde 6 090 russischen Staatsangehörigen eine Aufenthaltserlaubnis oder eine
Niederlassungserlaubnis nach § 19a des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) erteilt.
Die Regelung von § 19a AufenthG ist am 1. August 2012 in Kraft getreten.
Angaben zu Aufenthaltstiteln nach § 19a AufenthG werden im AZR ab diesem
Zeitpunkt gespeichert, wobei differenzierte Angaben nach Branchen oder Berufen
nicht erfasst werden. Angaben zum Jahr der erstmaligen Erteilung können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Anzahl Personen
gesamt 6.090
davon im Jahr
2012 66
2013 313
2014 517
2014 1.023
2016 1.537
2017 2.052
2018 582
13. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung das Exportvolumen
deutscher Unternehmen nach Russland seit 1992 (bitte für den Zeitraum seit dem
Jahr 1992 nach Jahresscheiben und Branchen aufschlüsseln)?
Die erbetenen Daten können im Internet auf der „Genesis-Datenbank“ des
Statistischen Bundesamtes abgerufen werden: www-genesis.destatis.de/genesis/online.
Die Bundesregierung verfügt hierzu über keine weitergehenden Erkenntnisse.
14. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung das jährliche
Rüstungsexportvolumen von Deutschland nach Russland seit 1992 (bitte nach
Waffengattungen und Stückzahlen aufschlüsseln)?
Die Bundesregierung hat seit 1999 die Ausfuhr von Gütern der Ausfuhrliste Teil
I A nach Russland gemäß Anlage 4 genehmigt. Für die Jahre 1992 bis 1998 liegen
keine statistisch erfassten Daten zu den erteilten Rüstungsexportgenehmigungen
vor. Darüber hinaus liegen noch keine endgültigen Zahlen für das Jahr 2017 vor.
Die derzeit vorliegenden Angaben sind vorbehaltlich etwaiger Fehlerkorrekturen
oder Nachmeldungen. Daten über tatsächlich erfolgte Ausfuhren liegen nicht vor.
Bezüglich der nach dem Beschluss des EU-Waffenembargos im Jahr 2014
erteilten Genehmigungen wird darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um
Altvertragsfälle handelt. Diese Genehmigungen wurden auf Grundlage der im
Embargoregime vorgesehenen Privilegierung für Altverträge und unter
Berücksichtigung der Zielsetzung des Waffenembargos, keine Rüstungsbeiträge an das
russische Militär zu leisten, erteilt.
15. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung das deutsche
Importvolumen aus Russland seit 1992 (bitte nach Jahresscheiben und Branchen
aufschlüsseln)?
16. Welchen Anteil in Prozentzahlen hat Russland seit 1992 nach Kenntnis der
Bundesregierung am deutschen Importvolumen, Exportvolumen und
gesamten Handelsumsatz (bitte gemäß der Fragestellung aufschlüsseln)?
Bezüglich der Fragen 15 und 16 wird auf die Antwort zu Frage 13 verwiesen.
17. Wie viele deutsche Unternehmen haben nach Kenntnis der Bundesregierung
eine Niederlassung in Russland (bitte für den Zeitraum seit dem Jahr 1992
nach Jahresscheiben und Branchen aufschlüsseln)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 19 verwiesen.
18. Wie viele Exportkreditversicherungen (sog. Hermesdeckungen) mit
welchem finanziellen Umfang wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit
1992 für deutsche Russlandexporte gewährt (bitte gemäß der Fragestellung
nach Jahresscheiben und Branchen aufschlüsseln)?
In den Jahren 1992 bis 2017 hat die Bundesregierung Lieferungen und Leistungen
nach Russland in Höhe von 50,5 Mrd. Euro mit Exportkreditgarantien
abgesichert. Eine Auswertung einzelner Deckungen nach Sektoren ist technisch erst seit
dem Jahr 2000 möglich. Das Deckungsvolumen (Einzel- und Sammeldeckungen)
im Zeitraum 1992 bis 1999 betrug 11,5 Mrd. Euro. Die seit dem Jahr 2000 in
Deckung genommenen Geschäfte sind der nach Sektoren aufgelisteten Tabelle
der Anlage 5 zu entnehmen.
19. Wie viele gemeinsame deutsch-russische bzw. russisch-deutsche
Unternehmen gab und gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung
a) in Deutschland,
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor.
b) in Russland
(bitte für den Zeitraum seit 1992 Zahlen nach Jahresscheiben aufschlüsseln,
und soweit verfügbar die Mitarbeiteranzahl angeben)?
Die Anzahl russischer juristischer Personen, an denen deutsche Firmen und/oder
Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit beteiligt sind sowie der
Repräsentanzen und Filialen deutscher Unternehmen in der Russischen Föderation wird erst
seit dem Jahr 2010 statistisch erfasst. Die Zahlen für die Jahre 2010 bis 2017 sind
der nachfolgenden Tabelle (Stand: 1. Dezember 2017) zu entnehmen:
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Juristische Personen 5.205 5.468 5.291 5.397 5.288 5.042 4.693 4.424
Repräsentanzen 753 699 670 627 566 541 544 541 Filialen 133 135 148 143 146
Gesamt 6.091 6.301 6.109 6.167 6.000 5.583 5.237 4.965
Die Bundesregierung verfügt über keine Erkenntnisse zur Branchenaufteilung
und den jeweiligen Mitarbeiterzahlen.
20. Welche Direktinvestitionen haben deutsche Unternehmen in Russland nach
Kenntnis der Bundesregierung seit 1992 getätigt (bitte nach Jahresscheiben
und Branchen aufschlüsseln)?
21. Welche Direktinvestitionen haben russische Unternehmen in Deutschland
nach Kenntnis der Bundesregierung seit 1992 getätigt (bitte nach
Jahresscheiben und Branchen aufschlüsseln)?
Die Fragen 20 und 21 werden gemeinsam beantwortet.
Die erbetenen Daten können bei der Deutschen Bundesbank erfragt werden. Die
Bundesregierung verfügt hierzu über keine eigenen Erkenntnisse.
22. Welche Investitionen haben deutsche Unternehmen nach Kenntnis der
Bundesregierung in die Modernisierung der russischen Pipeline-Infrastruktur
getätigt (bitte seit 1992 nach Jahresscheiben aufschlüsseln)?
Nach Kenntnis der Bundesregierung haben deutsche Unternehmen keine
Investitionen in die Modernisierung des russischen Pipelinesystems getätigt.
23. Welche Investitionen haben deutsche Unternehmen nach Kenntnis der
Bundesregierung in die russischen Gas- und Ölförderanlagen getätigt (bitte seit
1992 nach Jahresscheiben aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen keine statistischen Angaben über die Höhe und
zeitliche Staffelung von Investitionen deutscher Unternehmen in russische Gas- und
Ölförderanlagen vor. Der Bundesregierung ist bekannt, dass Wintershall an den
Unternehmen Wolgodeminoil, Achimgaz und an der Erschließung der
Erdgaslagerstätte Juschno Russkoje beteiligt ist. E.ON/Uniper war ebenfalls an der
Erschließung von Juschno Russkoje beteiligt, hat seinen Anteil aber
zwischenzeitlich an das Unternehmen OMV veräußert.
24. Welche deutschen Unternehmen beteiligen sich nach Kenntnis der
Bundesregierung an der Erschließung von russischen Gas- und Ölfördergebieten
bzw. der Öl- und Gasförderung in Russland?
Nach Kenntnis der Bundesregierung ist nur noch das Unternehmen Wintershall
bei der Erschließung bzw. Nutzung von Gas- und Öllagerstätten in der Russischen
Föderation aktiv.
25. Welche Auswirkungen haben nach Einschätzung der Bundesregierung die
US-Sanktionen gegen Russland auf deutsche Unternehmen?
Die Bundesregierung beobachtet mit Sorge die aktuellen Entwicklungen um die
jüngsten US-Sanktionen. Mögliche Folgen dieser Maßnahmen stellen für
deutsche Unternehmen einen erheblichen Risikofaktor dar und können dazu führen,
dass Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit in Russland einschränken müssen. Die
Bundesregierung steht im Austausch mit den US-Partnern um die Auswirkungen
auf deutsche Unternehmen möglichst zu begrenzen.
26. Wie setzt sich die Bundesregierung gegenüber den USA dafür ein, die
negativen Auswirkungen der US-Sanktionen gegen Russland auf deutsche
Unternehmen zu minimieren?
Es wird auf die Antwort zu Frage 25 sowie auf die Antwort der Bundesregierung
auf die Schriftliche Frage 60 des Abgeordneten Jürgen Trittin auf
Bundestagsdrucksache 19/1979 verwiesen.
27. Wie unterstützt die Bundesregierung deutsche kleine und mittelständische
Unternehmen in Russland?
Die Bundesregierung unterstützt deutsche kleine und mittelständische
Unternehmen bei ihrem wirtschaftlichen Engagement in der Russischen Föderation mit
einem breiten Instrumentarium der Außenwirtschaftsförderung. Exporteuren bzw.
Investoren stellt die Bundesregierung Exportkreditversicherungen (sog. Hermes-
Bürgschaften) bzw. Investitionsgarantien zur Verfügung. Mit dem
Markterschließungsprogramm (MEP) werden kleine und mittelständische Unternehmen
branchenübergreifend an den russischen Markt herangeführt. Des Weiteren
unterstützt die Bundesregierung die Messebeteiligung von deutschen Unternehmen in
der Russischen Föderation. Auch finanziert die Bundesregierung die „Germany
Trade and Invest“ (GTAI), die deutsche Unternehmen bei ihrem Eintritt in den
russischen Markt unterstützt und Standortmarketing für den deutschen Markt in
Russland betreibt, sowie die Delegationen der Deutschen Wirtschaft in Moskau
und St. Petersburg.
28. Welche Projekte unterstützt die Bundesregierung in Bezug auf die Stärkung
und Umsetzung der dualen Ausbildung in Russland seit 1992 (bitte nach
Einzeltitel, Zuwendungssumme, Träger und Förderzeitraum aufschlüsseln)?
Die Bundesregierung hat seit 1992 zehn Einzelvorhaben unterstützt sowie durch
das Bundesinstitut für Berufsbildung eine Kooperation in der russischen
Berufsbildungsforschung vermittelt. Einzelheiten sind der als Anlage 6 beigefügten
tabellarischen Aufstellung zu entnehmen.
29. Welche Projekte und Programme werden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 1992 durch die Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf die
Verbesserung der Menschenrechtssituation in Russland unterstützt (bitte nach
Einzeltitel, Zuwendungssumme, Träger und Förderzeitraum aufschlüsseln)?
30. Welche Projekte und Programme werden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 1992 durch die Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf die
Bekämpfung der Korruption in Russland unterstützt (bitte nach Einzeltitel,
Zuwendungssumme, Träger und Förderzeitraum aufschlüsseln)?
31. Welche Projekte und Programme werden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 1992 durch die Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf den
Demokratieaufbau in Russland unterstützt (bitte nach Einzeltitel,
Zuwendungssumme, Träger und Förderzeitraum aufschlüsseln)?
32. Welche Projekte und Programme werden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 1992 durch die Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf die
Verbesserung der rechtsstaatlichen Strukturen in Russland unterstützt (bitte nach
Einzeltitel, Zuwendungssumme, Träger und Förderzeitraum aufschlüsseln)?
Die Fragen 29 bis 32 werden zusammengefasst beantwortet.
Auf die Vorbemerkung der Bundesregierung wird verwiesen.
33. Wie viele Schüler in Deutschland lernen nach Kenntnis der Bundesregierung
Russisch
a) als Fremdsprache,
b) als Muttersprache (herkunftssprachlicher Russischunterricht)
(bitte nach Grund- und weiterführenden Schulen sowie Bundesländern
aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor.
34. Welche deutschen Hochschulen haben nach Kenntnis der Bundesregierung
eine Kooperationsvereinbarung mit russischen Hochschulen abgeschlossen
(bitte die Kooperationspartner benennen und den Zeitraum der Kooperation
oder Partnerschaft sowie ihren Inhalt in Kurzform wiedergeben und nach
Universitäten, Fachhochschulen und Dualen Hochschulen aufschlüsseln)?
Die erbetenen Informationen können von der HRK eingeholt werden. Die HRK
unterhält eine Informationsplattform „Internationale Hochschulkooperationen“.
Seit dem Jahr 2001 werden die Daten im Hochschulkompass der HRK von den
deutschen Hochschulen laufend online aktualisiert. Aktuelle Daten zu
Kooperationen deutscher Hochschulen sind hier zu finden:
www.internationale-
hochschulkooperationen.de/home.html. Die Bundesregierung verfügt hierzu über
keine eigenen Erkenntnisse.
35. Welche deutsch-russischen Studiengänge (in denen die Studenten
verpflichtend einen Teil ihres Studiums in Russland beziehungsweise Deutschland
absolvieren oder einen Abschluss erwerben, der in beiden Ländern anerkannt
wird) gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung an deutschen Hochschulen
(bitte nach Universitäten, Fachhochschulen und Dualen Hochschulen sowie
Beginn aufschlüsseln)?
Die erbetenen Informationen können dem Hochschulkompass der HRK
entnommen werden:
www.hochschulkompass.de/studium.html. Die Bundesregierung
verfügt hierzu über keine eigenen Erkenntnisse.
36. Wie viele Studentinnen und Studenten (im folgenden Studenten) aus
Russland studieren nach Kenntnis der Bundesregierung an deutschen
Hochschulen (bitte seit 1992 nach Universitäten, Fachhochschulen und Dualen
Hochschulen aufschlüsseln)?
Die erbetenen Informationen können beim Statistischen Bundesamt sowie beim
Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (
www.dzhw.eu)
erfragt werden. Die Bundesregierung verfügt über keine eigenen Erkenntnisse zur
Gesamtzahl der Studierenden aus der Russischen Föderation an deutschen
Hochschulen seit 1992.
a) Wie viele dieser Studenten wurden durch den Deutschen Akademischen
Austauschdienst gefördert?
Von 2007 bis 2016 wurden durch den DAAD 31 708 russische Studierende
gefördert. Eine Differenzierung nach Hochschularten ist nicht verfügbar. Für den
Zeitraum vor dem Jahr 2007 liegen die erbetenen Informationen nicht vor.
b) Wie viele dieser Studenten wurden durch staatliche Programme
Russlands gefördert?
Der Bundesregierung liegen keine Zahlen der durch staatliche Programme
Russlands geförderten Studierenden in Deutschland vor.
c) Wie viele dieser Studenten wurden durch deutsche Stiftungen,
Nichtregierungsorganisationen oder Unternehmen gefördert?
Nach den der Bundesregierung vorliegenden Informationen haben die von der
Bundesregierung geförderten deutschen Stiftungen an Studierende aus Russland
die folgende Anzahl von Stipendien vergeben:
2000 bis 2018 – Friedrich-Ebert-Stiftung: 330 Stipendien
1992 bis 2018 – Konrad-Adenauer-Stiftung: 152 Stipendien
1992 bis 2018 – Heinrich-Böll-Stiftung: 74 Stipendien
1992 bis 2018 – Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: 54 Stipendien
1992 bis 2018 – Hanns-Seidel-Stiftung: 133 Stipendien
2003 bis 2018 – Rosa-Luxemburg-Stiftung: 21 Stipendien
1992 bis 2018 – Brot für die Welt: 58 Stipendien
1992 bis 2018 – Katholischer Akademischer Ausländerdienst: 57 Stipendien.
37. Wie viele Gastdozenten aus Russland unterrichten oder forschen nach
Kenntnis der Bundesregierung an deutschen Hochschulen (bitte gemäß der
Frage 36 aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen keine gemäß Frage 36 aufgeschlüsselten
systematisch erhobenen Daten vor. Nach Angaben des DAAD waren im Jahr 2015
insgesamt 2 245 russische Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler in
Deutschland tätig, davon wurden 1 544 vom DAAD gefördert. Weitere Zahlen
liegen der Bundesregierung nicht vor.
38. Wie viele russische Forscher haben nach Kenntnis der Bundesregierung seit
dem Jahr 1992 eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20 des Aufenthaltsgesetzes
in Deutschland erhalten (bitte nach Jahresscheiben, der Forschungsdisziplin
und nach Universitäten, Fachhochschulen und Dualen Hochschulen
aufschlüsseln)?
Ausweislich des AZR mit Stand 28. Februar 2018 wurde 276 russischen
Staatsangehörigen eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20 AufenthG erteilt. Die Regelung
von § 20 AufenthG ist am 28. August 2007 in Kraft getreten. Angaben zu
Aufenthaltstiteln nach § 20 AufenthG werden im AZR seit dem Jahr 2008
gespeichert, wobei differenzierte Angaben nach Forschungsdisziplinen, Universitäten,
Fachhochschulen oder dualen Hochschulen nicht erfasst werden. Angaben zum
Jahr der erstmaligen Erteilung können der nachfolgenden Tabelle entnommen
werden.
Anzahl Personen
gesamt 276
davon im Jahr
2007 1
2008 9
2009 15
2010 15
2011 22
2012 31
2013 22
2014 24
2015 20
2016 18
2017 67
2018 32
39. Wie beurteilt die Bundesregierung die aktuelle Menschenrechtssituation in
Russland (bitte wenn möglich Quellen angeben)?
Aus Sicht der Bundesregierung hat sich die Lage der Menschenrechte in Russland
stetig verschlechtert, besonders in Bezug auf den Handlungsspielraum für
Nichtregierungsorganisationen, die Versammlungs‐, Meinungs- und Pressefreiheit und
die Rechte von religiösen und sexuellen Minderheiten, z. B. der inzwischen
verbotenen Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas und von LGBTI-Personen.
Xenophobie, insbesondere gegen Menschen aus Zentralasien oder dem Kaukasus,
sowie Defizite bei der Unabhängigkeit von Justiz und Gerichtswesen bestehen
fort. In der Verfassung verankerte Menschenrechtsnormen werden durch
Gesetzesverschärfungen ausgehöhlt und Gesetze selektiv gegen unabhängige, vor
allem Kreml-kritische Stimmen angewandt. Seit 1992 wurden der
Nichtregierungsorganisation „Komitee zum Schutz von Journalisten“ zufolge 58 Journalisten
getötet, davon sechs seit 2010. Eine Auflistung kann der Seite
https://cpj.org/
europe/russia/ entnommen werden.
40. Wie beurteilt die Bundesregierung die Lage der religiösen und ethnischen
Minderheiten in Russland (bitte wenn möglich Quellen angeben)?
Zur deutschen Minderheit in der Russischen Föderation gehören nach Angaben
russischer Behörden knapp 400 000 Menschen (Stand 2010), nach Angaben der
Selbstorganisation der deutschen Minderheit noch ca. 500 000 (Stand 2017). Die
Lage der deutschen Minderheit hat sich stabilisiert und positiv entwickelt. Sie
wird gesellschaftlich wahrgenommen und genießt Anerkennung wegen ihrer
zahlreichen gesellschaftlichen und kulturellen Initiativen und Veranstaltungen.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu den Fragen 39, 41 und 42 verwiesen.
41. Wie beurteilt die Bundesregierung die Lage der Meinungs- und
Pressefreiheit in Russland (bitte wenn möglich Quellen angeben)?
42. Wie viele Journalisten wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in
Russland seit 2010 bis heute entführt oder getötet (bitte nach Jahresscheiben und
Ort aufschlüsseln)?
Auf die Antwort zu Frage 39 wird verwiesen.
43. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, wie viele
Flugverbindungen es von Deutschland nach Russland gibt (bitte Entwicklung seit 1992
nach Jahresscheiben aufschlüsseln)?
Die erbetenen Informationen können beim Luftfahrtbundesamt erfragt werden.
Der Bundesregierung liegen hierzu keine eigenen Erkenntnisse vor.
44. Welche deutsch-russischen Veranstaltungen fanden nach Kenntnis der
Bundesregierung im Zusammenhang mit
a) dem 25-jährigen Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen
Beziehungen zwischen Deutschland und Russland,
Im Zusammenhang mit dem 25-jährigen Jubiläum der Aufnahme der
diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland fanden nach Kenntnis
der Bundesregierung keine deutsch-russischen Veranstaltungen statt.
b) dem 25-jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit Russlands in Deutschland
statt?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine eigenen Erkenntnisse vor.
45. Wie oft fanden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 1992 bilaterale
deutsch-russische Treffen in Deutschland und Russland statt?
Seit 1992 fanden immer wieder und in regelmäßigen Abständen deutsch-
russische Treffen auf allen Ebenen in Deutschland und in Russland statt.
46. Unterstützt die Bundesregierung den Beitritt Russlands zur OECD
(Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; bitte
begründen)?
Die OECD hat mit Beschluss des Botschafterrats 2014 alle Aktivitäten mit Bezug
auf einen Beitritt Russlands zur OECD vorerst ausgesetzt. Dieser Schritt wurde
von der Bundesregierung mitgetragen. Diese Entscheidung steht auch im
Einklang mit den am 6. März 2014 von den EU-Staats- und Regierungschefs
beschlossenen Maßnahmen gegenüber der Russischen Föderation.
47. Welche Kooperationsmöglichkeiten sieht die Bundesregierung zwischen der
Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft?
Die Bundesregierung tritt dafür ein, Chancen für die deutsche Wirtschaft zu
nutzen, die sich aus einem vertieften Dialog auf fachlicher Ebene im Bereich der
technischen Regulierung ergeben könnten. Das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie die deutschen Normungsorganisationen und
teilnehmende Unternehmen führen unter diesen Voraussetzungen seit Oktober
2017 auf der Arbeitsebene einen von der Außenhandelskammer (AHK) Moskau
organisierten Dialog mit der Eurasischen Wirtschaftskommission zum Thema
Qualitätsinfrastruktur unter Beteiligung von Vertretern der EU-Kommission in
Moskau. Um diese Zusammenarbeit zu verstetigen, ist ab 2018 die Anstellung
eines vom BMWi finanzierten Mitarbeiters zum Thema technische Regulierung
bei der AHK Moskau geplant.
48. Unterstützt die Bundesregierung die Bildung einer Freihandelszone
zwischen der Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft
(bitte begründen)?
Die Bundesregierung hält an der Vision eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes
von Lissabon bis Wladiwostok fest. Die Voraussetzungen für die Aufnahme eines
politischen Dialogs der Europäischen Union mit der Eurasischen
Wirtschaftsunion sind aus Sicht der Bundesregierung derzeit aber nicht gegeben. Unter
anderem müssten dafür Fortschritte im Minsk-Prozess erreicht und die vielfach in
der Eurasischen Wirtschaftsunion geltenden tarifären und nicht-tarifären
Handelshemmnisse beseitigt werden.
49. Unterstützt die Bundesregierung den russischen Vorschlag des Abschlusses
eines Vertrages über die gemeinsame Sicherheit in Europa (bitte
begründen)?
Das Interesse der Bundesregierung ist der Erhalt der bestehenden regelbasierten
europäischen Sicherheitsordnung, basierend auf der Helsinki-Schlussakte und der
Charta von Paris. Russland hat mit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim
und dem militärischen Eingreifen in der Ost-Ukraine seine Verpflichtungen zur
Wahrung der territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine verletzt und die
gemeinsamen Prinzipien der europäischen Friedensordnung in Frage gestellt. Ziel
der Bundesregierung ist es, den bestehenden Verträgen und Institutionen Geltung
zu verschaffen und Russland wieder von der Achtung der regelbasierten
Sicherheitsordnung zu überzeugen.
50. Wie arbeitet die Bundesregierung, evtl. im Rahmen der NATO, mit Russland
bei der Bekämpfung des Drogenanbaus und des Drogentransfers aus
Afghanistan nach Europa zusammen?
Existiert eine gemeinsame Drogenbekämpfungsstrategie?
Die Bundesregierung unterstreicht gegenüber Russland die Bedeutung einer
abgestimmten Afghanistan-Politik der internationalen Gemeinschaft, zu der auch
die Drogenbekämpfung in Afghanistan gehört. Die Bekämpfung des illegalen
Drogenanbaus und -handels erfolgt in gemeinsamer Verantwortung der
afghanischen Regierung und des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und
Verbrechensbekämpfung (UNODC). Die Lage in Afghanistan, darunter auch die
Drogenproblematik, war mehrfach Thema des NATO-Russland-Rats. Die
ursprünglich gemeinsam mit Russland durchgeführte Unterstützung zentralasiatischer
Staaten, inklusive Afghanistans, zum Kapazitätsaufbau für die Bekämpfung der
Drogenkriminalität, wird durch die NATO in eigener Verantwortung und in
Zusammenarbeit mit UNODC fortgeführt.
51. Wie wird die Bundesregierung mit Russland kooperieren, um die Befriedung
des Syrien-Konfliktes zu erreichen?
Die Bundesregierung setzt sich auf verschiedenen Ebenen für die internationalen
Bemühungen für eine friedliche Konfliktlösung in Syrien ein. Dazu gehört unter
anderem der ständige Dialog mit Russland, das mit seinem Eingreifen in Syrien
und als Unterstützer des Regimes in Syrien sowie als ständiges Mitglied des
Sicherheitsrats der Vereinten Nationen eine Mitverantwortung für die Geschehnisse
in Syrien trägt. Zuletzt setzte sich der Bundesminister des Auswärtigen, Heiko
Maas, bei seinem Besuch in Moskau am 10. Mai 2018 für einen verstärkten
Austausch zum politischen Prozess gemäß der Sicherheitsrats-Resolution 2254 ein.
Die Bundesregierung ist zudem als Mitglied der Syrien-Kontaktgruppe (ISSG) in
Genf, die von Russland und den USA geleitet wird, um eine nachhaltige
politische Lösung des Konfliktes bemüht.
52. Unterstützt die Bundesregierung eine Modernisierungspartnerschaft mit
Russland (bitte begründen)?
Die Modernisierungspartnerschaft mit Russland als ressortübergreifendes Projekt
ist im Zuge der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 weitgehend zum
Erliegen gekommen.
53. Unterstützt die Bundesregierung den Bau von Nord Stream 2 (bitte
begründen)?
Nord Stream 2 ist ein kommerzielles Projekt der beteiligten Unternehmen.
Unabhängig davon, dass eine Unterstützung des Projektes selbst oder der
Projektgesellschaft, ihrer Anteilseigner und Finanzinvestoren aus Mitteln der öffentlichen
Hand somit nicht vorgesehen ist, stehen die Angebote des Bundes zur
Absicherung gegen wirtschaftliche und politische Risiken grundsätzlich allen
Unternehmen offen, die die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen. In diesem
Zusammenhang prüft die Bundesregierung derzeit einen Antrag auf Exportkreditgarantien
zur Absicherung von geplanten Lieferungen in Deutschland ansässiger Firmen an
die Projektgesellschaft von Nord Stream 2.
54. Ist Nord Stream 2 nach Auffassung der Bundesregierung geeignet, zur
Energiesicherheit im Sinne einer verlässlichen Energieversorgung Deutschlands
beizutragen (bitte begründen)?
Auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE
LINKE. (Bundestagsdrucksache 18/7956, Antwort zu Frage 1) wird verwiesen.
55. Ist Nord Stream 2 nach Auffassung der Bundesregierung geeignet, zur
Verbesserung der deutschen Klimabilanz (Gas als „sauberer“ Energieträger)
beizutragen (bitte begründen)?
Soweit das Problem von Methanschwund bei der Förderung und beim Transport
minimiert werden kann, ist Erdgas Expertenmeinungen zufolge der sauberste
fossile Energieträger und kann in Verbindung mit dem weiteren Ausbau der
erneuerbaren Energien und der Erhöhung der Energieeffizienz für einen
Übergangszeitraum auch zur Verbesserung der Klimabilanz beitragen. Eigene Erkenntnisse,
inwieweit es dabei eine Rolle spielt, über welchen Weg das Erdgas den
europäischen Markt erreicht, hat die Bundesregierung bislang nicht. Im Übrigen wird auf
die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN (Bundestagsdrucksache 19/1987, Antwort zu Frage 21)
verwiesen.
56. Werden Vertreter der Bundesregierung an den Feierlichkeiten zum 9. Mai in
Russland teilnehmen (bitte begründen)?
Auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 38 des
Abgeordneten Dr. André Hahn auf Bundestagsdrucksache 19/2334 wird verwiesen. Der
Bundesminister des Auswärtigen, Heiko Maas, hat am 10. Mai 2018 einen Kranz
am Grabmal des Unbekannten Soldaten in Moskau niedergelegt.
57. Plant die Bundesregierung im Hinblick auf die Menschenrechtslage in
Russland Maßnahmen im Zusammenhang mit der Durchführung der Fußball-
Weltmeisterschaft 2018?
Die Bundesregierung plant über die regelmäßige Thematisierung von
Menschenrechten in bilateralen Kontakten mit Vertretern der russischen Regierung hinaus
keine Maßnahmen im Zusammenhang mit der Durchführung der Fußball-
Weltmeisterschaft 2018.
58. Welche deutschen Unternehmen haben nach Kenntnis der Bundesregierung
Aufträge im Zusammenhang mit der Durchführung der Fußball-
Weltmeisterschaft 2018 in Russland erhalten (bitte nach Höhe und Dienstleistungen
aufschlüsseln)?
Mehrere deutsche Unternehmen wurden im Zusammenhang mit der
Durchführung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland mit der Konzeption,
Planung und (Um-) Bauausführung (darunter Dach- und Fassadenbau,
Sitzausstattung, Sanitärtechnik, Sicherheitssysteme, Kameratechnik, Rasenpflegetechnik)
für die Fußball-WM-Stadien in Moskau, Jekaterinburg, Kaliningrad, Rostow am
Don, Wolgograd, Sotschi und Samara beauftragt. Adidas tritt als offizieller FIFA-
Partner auf. Erkenntnisse zur Auftragshöhe liegen der Bundesregierung nicht vor.
59. Werden Vertreter der Bundesregierung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018
in Russland reisen?
Bislang gibt es keine konkreten Reisepläne zur Fußball-Weltmeisterschaft seitens
der Bundesregierung. Es ist nicht ausgeschlossen, dass im Verlauf des Turniers
Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung entscheiden zu Spielen der
deutschen Fußballnationalmannschaft zu reisen.
60. Wann soll das Visa-Reglement zwischen der Europäischen Union und
Russland aufgehoben werden?
Wird sich die Bundesregierung für die schnellstmögliche Aufhebung
einsetzen (bitte begründen)?
Die Russische Föderation unterliegt wie alle anderen Drittstaaten den
unionsrechtlichen Regelungen über das Visumserfordernis für Kurzzeitaufenthalte. In
Reaktion auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland hat der
Europäische Rat im März 2014 die Aussetzung der bilateralen Gespräche
zwischen der Europäischen Union und Russland zu Visaangelegenheiten
beschlossen. Die Voraussetzungen für eine Rücknahme dieser Maßnahme liegen derzeit
nicht vor.
61. Wird sich die Bundesregierung für eine grundlegende Überarbeitung der
Verordnung (EG) Nr. 810/2009 des Europäischen Parlamentes und des Rates
vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft im Sinne eines
weniger restriktiven Visa-Regimes einsetzen (
http://russlandkontrovers.de/
neue-visabestimmungen-fuer-russland/; bitte begründen)?
Die Europäische Kommission hat ihren Vorschlag zur Änderung des Visakodex
vom 1. April 2014 zurückgezogen und am 14. März 2018 einen neuen Vorschlag
vorgelegt. Dieser wird derzeit von den Mitgliedstaaten geprüft. Erste Beratungen
in den Gremien der Europäischen Union haben begonnen. Die Meinungsbildung
der Bundesregierung ist noch nicht abgeschlossen.
62. Wie setzt sich die Bundesregierung für die Förderung des
bürgergesellschaftlichen Austausches, insbesondere des Jugendaustausches, mit
Russland ein?
Grundlage der Zusammenarbeit zum deutsch-russischen Schüler- und
Jugendaustausch ist das Regierungsabkommen über jugendpolitische Zusammenarbeit von
Oktober 2005. Im Jahr 2006 erfolgte die Gründung der Stiftung Deutsch-
Russischer Jugendaustausch in Hamburg (Stiftung DRJA), die in öffentlich-privater
Partnerschaft mit der Robert-Bosch-Stiftung, dem Ost-Ausschuss des
Bundesverbandes der Deutschen Industrie und der Hansestadt Hamburg arbeitet und die
Aufgaben des im Regierungsabkommen vorgesehenen nationalen deutschen
Koordinierungsbüros wahrnimmt. Jährlich nehmen ca. 17 000 Jugendliche aus
beiden Ländern am Austausch teil. Die Antragszahlen für Jugendbegegnungen
haben sich bei ca. 550 Begegnungen stabilisiert. Dafür stellt die Bundesregierung
jährlich 2 Mio. Euro bereit.
Zur Entwicklung der Jugendzusammenarbeit wurde der Deutsch-Russische Rat
für jugendpolitische Zusammenarbeit (Jugendrat) eingerichtet, in dem beide
Regierungen sowie die Zivilgesellschaft vertreten sind.
In den Jahren 2016/2017 fand das zwischen den Außenministern beider Länder
vereinbarte deutsch-russische Jahr des Jugendaustauschs statt. Vom derzeit
laufenden Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften sind weitere
Impulse für die Entwicklung des Schüler- und Jugendaustausches zu erwarten.
63. Welche Fördergelder aus welchen Haushaltstiteln erhielten deutsch-
russische Institutionen (wie z. B. Stiftungen, andere
Nichtregierungsorganisationen) in Deutschland seit ihrem Bestehen (bitte nach Institutionen und Jahren
aufschlüsseln)?
Eine Aufstellung der Fördergelder für deutsch-russische Institutionen in
Deutschland sind den in Anlage 8 beigefügten tabellarischen Aufstellungen zu
entnehmen.
Anlage 1 zu Frage 5
Förderung aus dem Haushalt des Auswärtigen Amts
Titel 0504 /
427 29
0504 /
429 21
0504 /
681 11
0504 /
687 12
0504 /
687 14
0504 /
687 16
0504 /
687 16
0504 /
687 16
0504 /
687 21
0504 /
687 27
0504 /
687 27
0504 /
687 40
0504 /
687 48
(vor
2014:
687 12)
Träger
Zentrale
für
Auslands
schulwesen
(ZfA)
Zentrale
für
Auslands
schulwesen
(ZfA)
Deutscher
Akademischer
Austauschdienst
(DAAD)
Deutscher
Akademischer
Austauschdienst
(DAAD)
Zentrale
für
Auslands
schulwesen
(ZfA)
Zentrale
für
Auslands
schulwesen
(ZfA)
Deutscher
Akademischer
Austauschdienst
(DAAD)
AVen,
Goethe
Institut,
sonstige
Mittler
Zentrale
für
Auslands
schulwesen
(ZfA)
Pädagogischer
Austauschdienst
(PAD)
Zentrale
für
Auslands
schulwesen
(ZfA)
Goethe
Institut
Deutscher
Akademischer
Austauschdienst
(DAAD)
Währung
Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro
2001 356.688,18 5.615,92 * * 0,00 0,00 * * 2.453.642,73 * 75.831,46 * *
2002 378.222,27 0,00 * * 0,00 0,00 * * 2.536.132,09 * 21.739,94 * *
2003 368.289,92 0,00 515.000,00 2.663.000,00 0,00 0,00 0,00 * 2.746.263,40 * 18.794,42 * 0,00
2004 418.664,13 0,00 475.000,00 2.379.000,00 0,00 0,00 0,00 * 2.843.745,28 * 14.300,77 * 0,00
2005 334.383,14 0,00 493.000,00 2.648.000,00 0,00 0,00 0,00 * 2.947.783,70 * 23.456,48 * 0,00
2006 345.128,31 0,00 503.000,00 2.485.000,00 0,00 0,00 0,00 * 2.853.461,71 * 38.695,13 * 0,00
2007 386.582,15 0,00 458.000,00 2.803.000,00 0,00 0,00 0,00 * 2.929.621,49 * 38.653,60 643.000,00 0,00
2008 375.239,17 2.527,88 496.000,00 2.787.000,00 0,00 0,00 0,00 * 2.795.264,26 * 668.846,53 1.069.000,00 0,00
2009 396.029,76 38.299,12 475.000,00 2.867.000,00 0,00 1.308,60 0,00 * 3.146.938,09 * 749.896,95 1.625.000,00 0,00
2010 379.951,33 25.831,86 564.000,00 2.857.000,00 0,00 0,00 0,00 * 3.255.309,68 * 101.843,97 1.934.000,00 0,00
2011 368.627,88 3.815,00 489.000,00 2.971.000,00 0,00 0,00 0,00 * 3.101.803,73 * 108.964,77 1.881.000,00 0,00
2012 377.502,58 615,52 662.000,00 2.934.000,00 0,00 0,00 0,00 * 2.864.799,79 * 140.190,92 1.849.000,00 0,00
2013 395.326,80 2.017,47 631.000,00 2.787.000,00 0,00 2.038,70 0,00 102.000,00 2.895.597,77 398.412,84 162.185,20 1.925.000,00 0,00
2014 394.836,98 13.832,64 0,00 0,00 0,00 0,00 12.000,00 508.008,20 2.324.541,01 419.232,70 157.864,31 2.199.000,00 3.494.000,00
2015 196.257,32 1.315,45 0,00 0,00 0,00 0,00 11.000,00 1.496.503,00 1.118.262,77 381.251,55 130.365,76 1.885.000,00 3.806.000,00
2016 171.466,16 2.561,58 0,00 0,00 2.684,58 0,00 0,00 996.700,00 518.533,30 369.881,64 181.954,25 1.457.000,00 3.738.000,00
2017 366.375,96 30.053,97 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 735.804,45 1.209.196,74 371.857,54 171.341,61 1.843.000,00 3.648.000,00
Summe
der
verfügbaren
Anga
-
ben
6.009.572,04 126.486,41 5.761.000,00 30.181.000,00 2.684,58 3.347,30 23.000,00 3.839.015,65 42.540.897,54 1.940.636,27 2.804.926,07 18.310.000,00 14.686.000,00
Summe
2013
-
2017
1.524.263,22 49.781,11 631.000,00 2.787.000,00 2.684,58 2.038,70 23.000,00 3.839.015,65 8.066.131,59 1.940.636,27 803.711,13 9.309.000,00 14.686.000,00
Summe
2013
-
2017
gesamt
43.664.262,25
*keine Daten vorhanden
Berücksichtigt sind in der ersten Tabelle ausgewählte Titel des DAAD-
Wirtschaftsplans mit Bezug zur Förderung der deutschen Sprache und die
Gesamtausgaben für Sprachkurse mit Finanzierung aus den unten genannten Titeln. Die
Zuwendungen an den DAAD aus Kapiteln 0504 681 11 und 0504 687 12 wurden ab
dem Haushaltsjahr 2014 bei Kapitel 0504 687 48 zusammengeführt.
Sonstige Sprachförderung aus dem Haushalt des Auswärtigen Amts
Jahr Kapitel 0504 687 16;
EN 1.4 (Sonstige
Sprachförderung)
Kapitel 0504 687 16 EN 2.1
(Förderung der deutschen
Minderheit in MOE/GUS)
Gesamt
2001 0,00 Euro 13.689,37 Euro 13.689,37 Euro
2002 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
2003 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
2004 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
2005 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
2006 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
2007 0,00 Euro 0,00 Euro 0,00 Euro
2008 0,00 Euro 63.871,49 Euro 63.871,49 Euro
2009 1.308,60 Euro 39251,70 Euro 40.560,30 Euro
2010 0,00 Euro 52.450,00 Euro 52.450,00 Euro
2011 0,00 Euro 59.000,00 Euro 59.000,00 Euro
2012 0,00 Euro 32.257,15 Euro 32.257,15 Euro
2013 2.038,70 Euro 61.695,07 Euro 63.733,77 Euro
2014 0,00 Euro 72.650,00 Euro 72.650,00 Euro
2015 18.500,00 Euro 89.370,00 Euro 107.870,00 Euro
2016 0,00 Euro 81.605,00 Euro 81.605,00 Euro
2017 0,00 Euro 73.979,95 Euro 73.979,95 Euro
Gesamt 21.847,30 Euro 639.819,73 Euro 661.667,03 Euro
Förderung aus dem Haushalt des Bundesministeriums des Innern, für Bau
und Heimat
Das Bundesministerium des Innern fördert Maßnahmen, die dem Erhalt, der
Vermittlung und der Festigung der deutschen Sprache dienen und die auf die
Stärkung ihrer kulturellen Identität und des Bleibewillens abzielen. Darüber hinaus
wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion
der AfD auf Bundestagsdrucksache 19/807 vom 20. Februar 2018 verwiesen.
Die Mittel zur Förderung der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation
stammten aus folgenden Haushaltsstellen (es handelt sich hierbei um identische
Titel, die lediglich haushaltstechnische Änderungen durchliefen):
Bis 2013: Kapitel 0640,
Titel 543 01 (informationspolitische Maßnahmen u. a. auch für deutsche
Minderheiten),
Titel 684 22 (Unterstützung für deutsche Minderheiten, Allgemeine Hilfen),
Titel 896 22 (Unterstützung für deutsche Minderheiten, Leistungen zur
Schaffung von Lebensgrundlagen für die deutschen Minderheiten).
Seit 2014: Kapitel 0603,
Titel 532 04 (informationspolitische Maßnahmen u. a. auch für deutsche
Minderheiten),
Titel 684 32 (Unterstützung für deutsche Minderheiten, Allgemeine Hilfen),
Titel 896 32 (Unterstützung für deutsche Minderheiten, Leistungen zur
Schaffung von Lebensgrundlagen für die deutschen Minderheiten).
Nach den der Bundesregierung vorliegenden Informationen wurden für das Feld
der Sprachförderung aus dem Haushalt des Bundesministeriums des Innern in der
Russischen Föderation seit 2006 in Höhe der folgenden Tabelle aufgewendet:
Jahr Finanzmittel für Sprachförderung RF
2006 2.148.355,00 Euro
2007 1.944.898,00 Euro
2008 1.855.754,00 Euro
2009 1.690.850,00 Euro
2010 1.483.161,00 Euro
2011 1.679.966,04 Euro
2012 1.642.012,99 Euro
2013 1.806.713,49 Euro
2014 1.849.989,53 Euro
2015 2.021.839,67 Euro
2016 2.066.977,60 Euro
2017 2.112.297,93 Euro
Anlage 2 zu Frage 6
Förderung aus dem Haushalt des Auswärtigen Amts
Institutionelle Förderung des Goethe-Institut Russland in T Euro
Jahr
0504-687 40
Institutionelle
Förderung
Förderung
Deutsche
Sprache
% (2.)
Förderung
Deutsche
Sprache
absolut
davon
PASCH-
Zweckbindung
Inst. Förd. (1.)
Kulturgesellschaften
Zweckbindung
Institutionelle Förderung
2007 1.786 36% 643
2008 2.969 36% 1.069 324 49
2009 4.513 36% 1.625 252 70
2010 5.371 36% 1.934 397 72
2011 5.226 36% 1.881 298 68
2012 6.126 30% 1.849 257 71
2013 5.701 34% 1.925 304 62
2014 5.267 42% 2.199 301 63
2015 4.996 38% 1.885 359 75
2016 4.525 32% 1.457 289 61
2017 4.445 41% 1.843 414 74
Projektmittel an das Goethe-Institut Russland in T Euro
Jahr
Projektmittel,
zweckgebunden
687 16 EN 1.4
Förderung der
deutschen Sprache
(1.)
687 13
Östliche
Partnerschaften
687 16 EN 2.1
Förderung
deutsche
Minderheiten
Weitere Projekte
2007 400 400
2008 320 320
2009 335 293 Europäisch-Islam. Dialog: 42
2010 462 321 Deutschlandkunde: 141
2011 1.388 960 328 Kulturtage: 100
2012 1.947 920 327 Deutschlandjahr Russland:700
2013 2.190 296 382
687 15 EN 6
Deutsch-Französischer
Kulturfonds: 12
Deutschlandjahr Russland: 1.500
2014 749 422 260
687 15 EN 7
Weltkriegsprojekte: 67
2015 2.115 1.556 559
2016 1.784 957 240 559
687 15 EN 10
Kreativwirtschaft: 28
2017 1.792 935 292 550
Anmerkungen zu den Tabellen zu obenstehenden Tabellen:
Im Rahmen der Institutionellen Förderung werden die konditionierten Mittel für die PASCH-Initiative zusätzlich
separat dargestellt.
Für die Jahre 2007 bis 2011 ist eine Ermittlung nach Zielen retrograd nicht möglich, es wurde der Mittelwert
2012 bis 2017 angesetzt.
Förderung des DAAD in T Euro
Jahr AußenstelleMoskau DWIH Moskau
Kap. 0504,
Titel 687 12
(bis 2016)
Kap. 0504,
Titel 687 48
(ab 2017)
Informationszentren in Sankt
Petersburg, Nowosibirsk
(ab 2015) und Kasan (ab 2013)
Gesamt
Betrieb
Kap. 0504,
Titel 687 47
(bis 2013)
Kap. 0504,
Titel 687 48
(ab 2014)
Investitionen
Kap. 0504,
Titel 893 47
Programm
Kap. 0504, Titel 681
11/687 12 (bis 2016)
Kap. 0504, Titel 687 48
(ab 2017) BMBF,
Kap. 3002, Titel 68101
Betriebsmittel
BMBF
Kap. 3002,
Titel 68101
IC-Lektor
Kap. 0504,
Titel 687 12
(bis 2013)
Kap. 0504,
Titel 687 48
(ab 2014)
2005 366 375 33 129 903
2006 308 361 34 126 829
2007 319 367 38 140 864
2008 359 28 337 41 144 909
2009 329 366 481 54 142 1.372
2010 380 15 371 523 53 161 1.503
2011 388 253 386 47 195 1.269
2012 412 382 434 50 150 1.428
2013 423 14 281 411 85 201 1.415
2014 441 14 303 326 88 245 1.417
2015 429 309 326 113 224 1.401
2016 436 26 305 362 110 245 1.484
2017 403 313 289 128 233 1.366
Summe 4.993 97 4.323 3.538 874 2.335 16.160
Förderung der Politischen Stiftungen – seit 2016
Jahr Organisation Kapitel Titel Betrag in Euro
2016 Friedrich-Ebert-Stiftung 0504 687 13 86.542,00
Konrad-Adenauer-Stiftung 0504 687 13 84.485,00
Friedrich-Naumann-Stiftung 0504 687 13 29.171,00
2017 Friedrich-Ebert-Stiftung 0504 687 13 86.542,00
Konrad-Adenauer-Stiftung 0504 687 13 90.000,00
Friedrich-Naumann-Stiftung 0504 687 13 30.000,00
Förderung privater Träger
Organisation Kapitel Titel Betrag in
Euro
Bundeszentrale für politische Bildung (seit 2015) 0504 687 13 111.000,00
Deutscher Volkshochschul-Verband, Institut für Internationale
Zusammenarbeit (DVV International) (ab 2015)
0504 687 13 25.000,00
Stiftung EVZ (Erinnerung, Verantwortung, Zukunft) (ab 2017) 0504 687 13 60.000,00
Institut für Auslandsbeziehungen e. V. (ab 2015) 0504 687 13 230.324,02
GOETHE-INSTITUT e. V. (ab 2016) 0504 687 13 372.289,32
Deutscher Akademischer Austauschdienst e. V. (ab 2016) 0504 687 13 201.042,00
Förderung aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
Institutionelle Förderung der „Germany Trade and Invest Gesellschaft für Außenwirtschaft
und Standortmarketing“ (GTAI) in T Euro
Jahr 0904 687 02 (bis 2010 aus 0902 687 80) Institutionelle Förderung
davon
dt. Institutionen in Russland
2007 *
2008 *
2009 17.100 107
2010 20.511 94
2011 17.049 92
2012 17.049 100
2013 18.372 107
2014 22.066 119
2015 18.713 129
2016 24.421 153
2017 26.244 191
* Zu den Jahren 2007 und 2008 liegen aufgrund der Vorgängergesellschaften der GTAI keine Daten vor.
2013 erhielt die GTAI 148 000 Euro an Projektmittel für Projekte zur
Investorenwerbung und Förderung von Marktstrategien zur Standortsicherung klein- und
mittelständischer Unternehmen in den neuen Bundesländern. Hier: „Hightech-
Standort Neue Bundesländer: Investitionspotentiale für russische Unternehmen
2013“ (66 000 Euro) und „Chancen für ostdeutsche und russische Unternehmen
im Bereich Erneuerbare Energien, insbesondere der Photovoltaik-Branche“
(82 000 Euro).
Delegationen der Deutschen Wirtschaft in Moskau (offiziell
gegründet 1993) und St. Petersburg (ab 1991),
Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft in Novosibirsk (1994 – 2014)
und Kaliningrad (1997 – 2011)
Zuwendungen in DM/EUR durch
BMWi im Wege der Projektförderung
als Anteilfinanzierung aus Kap. 0904,
Titel 687 02
1991 589.600
1992 751.100
1993 2.089.742
1994 1.885.200
1995 1.855.900
1996 2.285.000
1997 2.299.360
1998 2.156.440
1999 2.430.832
2000 2.900.177
2001 2.512.800
2002 1.201.960
2003 1.268.811
2004 1.268.889
2005 1.149.219
2006 1.395.154
2007 1.357.710
2008 1.251.502
2009 1.450.235
2010 1.347.835
2011 1.332.133
2012 1.296.808
2013 1.310.000
2014 1.170.000
2015 1.346.603
2016 1.129.497
2017 1.294.482
2018 1.230.000
Anlage 3 zu Frage 9
1. Förderprojekte im Rahmen des Akademischen Förderprogramms und aus der sonstigen
Projektförderung nach § 96 BVFG (Kapitel 0452, Titel 6 84 71)
Antragsteller
Projekt Bewilligung
in Euro
Förderzeitraum
Universität
Osnabrück
Juniorprofessur „Kultur und Geschichte der
Russlanddeutschen“, 1. Förderphase. 300.000,00
01.01.2014 –
15.03.2018
Universität
Osnabrück
Juniorprofessur „Kultur und Geschichte der
Russlanddeutschen“, 2. Förderphase. 300.000,00
18.03.2018 –
17.03.2021
Uni Heidelberg Erstellung eines druckreifen Manuskripts des
Konferenzbandes „Russlanddeutsche im Wandel der Zeit.
250 Jahre Kultur und Geschichte“.
5.883,40 01.11.2015 – 30.09.2016
Uni Mainz Übersetzung und Publikation der Quellenedition
Alexander Kaplunovskiys „Auch in Moskwa habe ich
Ursache zufrieden zu sein“.
6.400,00 01.02.2016 – 31.12.2016
Uni Mainz Tagung “Theoretisch-methodische Zugänge zu
kollektiver Erinnerungskultur und individuellen
Identitätskonstruktionen – russische und deutsche
Wissenschaftssysteme im Dialog“
(14.09. – 16.09.2016 in St. Petersburg).
3.500,00 01.07.2016 – 31.12.2016
Deutsche
Gesellschaft e. V.
Tagung „Ohne Gedenken keine Zukunft – 75 Jahre
Deportation der Russlanddeutschen“
(24.11.2016 in Berlin).
17.791,25 15.08.2016 – 31.12.2016
Uni Passau „Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen“.
Erstellung eines Repertoriums zu Forschungsfragen,
Quellenbeständen und Zukunftsperspektiven.
127.151,58 30.09.2016 – 30.09.2018
Deutsche
Gesellschaft e. V.
Tagung „100 Jahre Oktoberrevolution – Die Folgen
des Ereignisses für Russlanddeutsche“ (7.09.2017 in
Berlin).
19.160,00 21.07.2017 – 31.12.2017
Deutsche
Gesellschaft e. V.
Tagung „Brüchiger Frieden? 100 Jahre
Friedensvertrag von Brest-Litowsk“ (12. April 2018 in Berlin). 13.000,00
29.11.2017 –
30.04.2018
Uni Freiburg,
Hist. Seminar
Druckkostenzuschuss zur Publikation
„Russlanddeutsche Lieder. Sammlung – Lieder – Lebenswelt“ (Hrsg.
von I. Bertleff, E. John, N. Svetozarova).
13.182,50 03.02.2017 – 31.12.2017
Uni Osnabrück Projekt „Untersuchung der Situation der deutschen
Diaspora bez. Wahrnehmungen, Verständnis und
Ausübung von ,Deutschsein' und Deutungsmustern des
kollektiven Gedächtnisses in der Russ. Föderation,
Ukraine, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan,
Usbekistan“.
141.877,00 01.10.2017 – 30.09.2019
Universität
Tübingen
Projekt „Migration, Interpretation und Transformation
des materiellen Kulturerbes auf der Kurischen
Nehrung in Russland & Litauen seit 1945“.
79.800,00 01.01.2018 – 31.12.2019
2. Förderungen und Vorhaben von durch BKM nach § 96 BVFG geförderte Einrichtungen
(Kapitel 0452, Titel 6 84 71)
Einrichtung Projekt bzw. Vorhaben Bewilligung in Euro Förderzeit-raum
Bundesinstitut für Kultur und
Geschichte der Deutschen im
östlichen Europa (BKGE, Kapitel
0454), Deutsches Kulturforum
östliches Europa (DKF), Institut
für Kultur und Geschichte der
Deutschen in Nordosteuropa
(IKGN), Stiftung Martin-Opitz-
Bibliothek (MOB)
BKGE, DKF und IKGN forschen
und publizieren mit zum Teil
ausschließlich für den Bereich Russland
eingesetzten Wissenschaftlern
regelmäßig auch zu Themen mit
russlanddeutschem Bezug. Die Geschichte
und Kultur der Russlanddeutschen
gehört zum Sammelgebiet der
Martin-Opitz-Bibliothek.
Zum Bestand der Bibliothek gehört
auch ein großer Teil des Nachlasses
von Theodor Herzen, der ein
bekannter und berühmter
russlanddeutscher Künstler aus Kirgisien war.
Derzeit befindet sich die Sammlung
(leihweise) im russlanddeutschen
Museum in Detmold.
Abgesehen von den unten
genannten Projekten und
Vorhaben lässt sich der für Themen
mit russlanddeutschem Bezug
verausgabte Anteil an der
institutionellen Förderung der
Einrichtungen nicht genau
quantifizieren.
Fortlaufende
Institutionelle
Förderung
Deutsches Kulturforum östliches
Europa (DKF)
Präsentation des Museums für
russlanddeutsche Kulturgeschichte
Detmold in Berlin.
3.000,00 2. Jahreshälfte 2018
Deutsches Kulturforum östliches
Europa (DKF)
Wanderausstellung „Entgrenzung.
Deutsche auf Heimatsuche zwischen
Württemberg und Kaukasien“. 1.000,00
laufend an
verschiedenen
Orten in
Deutschland
Deutsches Kulturforum östliches
Europa (DKF)
Konzerte zur Präsentation von
Werken russlanddeutscher Komponisten
(Franz Xaver Gebel, Carl Schuberth)
in Brandenburg und Berlin.
6.500,00 August/Septem-ber 2018
Institut für Kultur und Geschichte
der Deutschen in Nordosteuropa
(IKGN)
Wissenschaftliche Tagung anlässlich
des 100-jährigen Jubiläums der
Gründung der Wolgarepublik
(gemeinsam mit der Deutschen
Gesellschaft e. V. und der
Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
e. V.).
30.000,00 12.-13.06.2018
Institut für Kultur und Geschichte
der Deutschen in Nordosteuropa
(IKGN)
Digitalisierungsprojekt „Albertus-
Universität zu Königsberg“. Im
Rahmen eines gemeinsamen
deutschrussisch-polnischen
Maßnahmenkatalogs zum 300-jährigen Jubiläum
von Immanuel Kant werden die
Bestände der Königsberger Albertina
digitalisiert.
5.000,00 2018 (Fortset-zung geplant)
3. Sonstige Projektförderung nach § 96 BVFG
(Kapitel 0452, Titel 6 84 71)
Antragsteller Projekt Bewilligung
in Euro
Förderzeitraum
Forum Baltikum
- Dittchenbühne e. V. -
Elmshorn
Theatertournee 2016 vom 17. bis 28. Oktober
2016 mit Stationen in Nordrussland (u. a.) 30.000,00 2016
Forum Baltikum
- Dittchenbühne e. V. -
Elmshorn
Theatertournee 2017 vom 18. bis 27. Oktober
2017 mit Stationen in Nordrussland (u. a.) 30.000,00 2017
Kigali films
51143 Köln
"Was für ein Theater!! Russlanddeutsche in der
alten und neuen Heimat", Dokumentarfilm über
Kultur als wichtiges Instrument der Integration
42.500,00 2016 – 2017
Verein für
russlanddeutsche Geschichte
und Volkskunde e. V.
32760 Detmold
Ausbau des Museums für russlanddeutsche
Kulturgeschichte in Detmold
953.670,00 31.05.2016 bis 31.12.2020
Verein für
russlanddeutsche Geschichte
und Volkskunde e. V.
32760 Detmold
Einrichtung eines Kulturreferates für
Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche
Kulturgeschichte in Detmold 234.000,00
04.10.2017 bis
31.10.2019
4. Förderungen einer nach § 96 BVFG durch die BKM institutionell geförderten Einrichtung
(Kapitel 0452, Titel 6 84 71)
Einrichtung
Projekt Bewilligung in
Euro
Förderzeitraum
Kulturreferat im
Ostpreußischen
Landesmuseum, Lüneburg
Projekt des Landkreises Verden: Deutsch-
Polnisch-Russische Jugendbegegnung
vom 06.07. bis 18.07.2017 in Polen und
Russland
3.000,00 2017
Kulturreferat im
Ostpreußischen
Landesmuseum, Lüneburg
Projekt der Landsmannschaft der
Deutschen aus Russland e. V.:
„Auswanderung der Deutschen in den Kaukasus“ –
Veranstaltung am 26.08.2017 in Stuttgart
5.300,00 2017
Kulturreferat im
Ostpreußischen
Landesmuseum, Lüneburg
Projekt des Jugend- und Studentenrings
der Deutschen aus Russland: „Art-Labor.
Mit Kunst über die Grenzen und
Generationen“ – Workshop für russlanddeutsche
Künstler vom 17.07. bis 24.07.2017 in
Bad Herrenalb
5.191,00 2017
5. Projektförderung der BKM nach § 96 BVFG zur Sicherung und Erhaltung deutschen Kulturguts
(Kapitel 0452, Titel 6 87 72)
Antragsteller Projekt Bewilligung in Euro
Förderzeitraum
Förderkreis Kirche Mühlhausen
Kreis Preußisch Eylau e. V.,
Königswinter
Restaurierung der polychromen
Holztonnendecke im Langhaus der Kirche
Mühlhausen, Oblast Kaliningrad, Russland
42.800 01.07.2016 – 31.12.2017
Anlage 4 zu Frage 14
Genehmigte Ausfuhren von Gütern der Ausfuhrliste Teil I A nach Russland seit 1999:
Jahr Genehmigungswert in Euro AL-Positionen Anzahl der Genehmigungen
1999 1.533.876 A0001
A0003
A0006
A0007
A0008
A0013
A0017
A0018
97
2000 1.739.732 A0001
A0003
A0007
A0008
112
2001 4.771.554 A0001
A0003
A0006
A0007
A0008
A0011
A0023
210
2002 7.718.091 A0001
A0003
A0006
A0007
A0008
A0010
A0017
A0023
258
2003 11.350.378 A0001
A0003
A0008
A0013
A0017
A0018
A0022
A0023
274
Jahr Genehmigungswert in Euro AL-Positionen Anzahl der Genehmigungen
2004 192.272.910 A0001
A0003
A0006
A0007
A0008
A0011
A0018
A0022
377
2005 12.640.205 A0001
A0003
A0006
A0007
A0008
A0010
A0011
A0013
A0014
A0018
A0021
A0022
413
2006 196.193.484 A0001
A0002
A0003
A0005
A0006
A0007
A0008
A0009
A0010
A0011
A0013
A0014
A0016
A0018
A0021
464
Jahr Genehmigungswert in Euro AL-Positionen Anzahl der Genehmigungen
2007 30.855.530 A0001
A0003
A0005
A0006
A0007
A0008
A0011
A0013
A0016
A0017
A0018
A0021
A0022
586
2008 40.984.650 A0001
A0003
A0005
A0006
A0007
A0008
A0011
A0017
A0021
A0022
466
2009 14.433.848 A0001
A0002
A0003
A0005
A0006
A0007
A0008
A0009
A0010
A0011
A0013
A0016
A0018
A0021
A0022
418
Jahr Genehmigungswert in Euro AL-Positionen Anzahl der Genehmigungen
2010 18.603.468 A0001
A0003
A0006
A0007
A0008
A0009
A0010
A0011
A0013
A0016
A0018
A0022
426
2011 144.108.649 A0001
A0003
A0005
A0006
A0007
A0008
A0010
A0011
A0013
A0014
A0016
A0017
A0018
A0021
A0022
438
2012 40.415.406 A0001
A0003
A0005
A0006
A0007
A0008
A0009
A0010
A0011
A0013
A0014
A0016
450
Jahr Genehmigungswert in Euro AL-Positionen Anzahl der Genehmigungen
2013 38.242.715 A0001
A0003
A0006
A0007
A0008
A0009
A0010
A0011
A0013
A0014
A0021
498
2014 4.174.386 A0001
A0003
A0006
A0008
A0009
A0011
A0018
A0022
94
2015 119.040.927 A0001
A0003
A0006
A0007
A0008
A0009
93
2016 30.740 A0001
A0003
3
2017 2.520.867 A0001
A0008
7
Anlage 5 zu Frage 18
Jahr Sektoren Deckungsvolumen in Mio. Euro
2000 Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 2,5
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 6,1
Verarbeitende Industrie 130,7
Sammeldeckungen 224,6
2000 Ergebnis 363,9
2001 Chemie 17,9
Transport / Infrastruktur 61,3
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 0,1
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 17,5
Verarbeitende Industrie 166,8
Sammeldeckungen 332,7
2001 Ergebnis 596,2
2002 Chemie 26,0
Transport / Infrastruktur 261,9
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 6,6
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 23,4
Verarbeitende Industrie 247,5
Umwelttechnik 1,5
Dienstleistungen 7,2
Sammeldeckungen 409,4
2002 Ergebnis 983,4
2003 Bergbau, inkl. Verarbeitung 6,0
Transport / Infrastruktur 69,7
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 11,3
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 35,3
Verarbeitende Industrie 302,1
Sammeldeckungen 374,9
2003 Ergebnis 799,3
Jahr Sektoren Deckungsvolumen in Mio. Euro
2004 Bergbau, inkl. Verarbeitung 53,2
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 7,3
Chemie 30,8
Transport / Infrastruktur 547,2
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 26,4
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 40,4
Verarbeitende Industrie 239,4
Umwelttechnik 0,3
Sammeldeckungen 474,7
2004 Ergebnis 1.419,7
2005 Bergbau, inkl. Verarbeitung 18,7
Chemie 20,0
Transport / Infrastruktur 779,0
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 21,8
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 55,6
Verarbeitende Industrie 395,1
Umwelttechnik 2,1
Dienstleistungen 13,5
Sammeldeckungen 486,7
2005 Ergebnis 1.792,5
2006 Bergbau, inkl. Verarbeitung 81,1
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 56,1
Chemie 116,7
Transport / Infrastruktur 473,2
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 60,5
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 66,6
Verarbeitende Industrie 588,5
Umwelttechnik 3,5
Dienstleistungen 6,0
Sammeldeckungen 562,9
2006 Ergebnis 2.015,1
Jahr Sektoren Deckungsvolumen in Mio. Euro
2007 Bergbau, inkl. Verarbeitung 73,7
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 33,7
Chemie 21,2
Energie 10,7
Transport / Infrastruktur 660,8
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 97,0
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 190,2
Verarbeitende Industrie 1.550,8
Dienstleistungen 0,5
Sammeldeckungen 610,2
2007 Ergebnis 3.248,9
2008 Bergbau, inkl. Verarbeitung 359,1
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 16,0
Chemie 0,5
Energie 13,5
Transport / Infrastruktur 1.171,7
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 139,5
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 126,9
Verarbeitende Industrie 293,2
Dienstleistungen 0,2
Sammeldeckungen 757,6
2008 Ergebnis 2.878,1
2009 Bergbau, inkl. Verarbeitung 134,0
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 10,7
Chemie 1,6
Energie 222,7
Transport / Infrastruktur 242,4
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 77,4
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 86,7
Verarbeitende Industrie 646,5
Sammeldeckungen 569,2
2009 Ergebnis 1.991,2
Jahr Sektoren Deckungsvolumen in Mio. Euro
2010 Bergbau, inkl. Verarbeitung 107,0
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 5,3
Chemie 12,1
Energie 5,1
Transport / Infrastruktur 1.111,3
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 146,3
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 69,2
Verarbeitende Industrie 910,5
Dienstleistungen 0,6
Sammeldeckungen 1.007,1
2010 Ergebnis 3.374,5
2011 Bergbau, inkl. Verarbeitung 19,1
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 10,1
Chemie 183,7
Energie 117,2
Transport / Infrastruktur 416,1
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 132,1
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 61,9
Verarbeitende Industrie 211,0
Dienstleistungen 7,6
Sammeldeckungen 1.407,8
2011 Ergebnis 2.566,6
2012 Bergbau, inkl. Verarbeitung 41,6
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 41,6
Chemie 8,4
Energie 89,2
Transport / Infrastruktur 805,7
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 121,9
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 42,4
Verarbeitende Industrie 383,9
Dienstleistungen 225,2
Sammeldeckungen 1.468,6
2012 Ergebnis 3.228,5
Jahr Sektoren Deckungsvolumen in Mio. Euro
2013 Bergbau, inkl. Verarbeitung 64,1
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 67,3
Chemie 13,0
Transport / Infrastruktur 609,6
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 39,5
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 44,9
Verarbeitende Industrie 297,8
Dienstleistungen 4,3
Sammeldeckungen 1.244,1
2013 Ergebnis 2.384,7
2014 Bergbau, inkl. Verarbeitung 105,6
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 250,2
Chemie 50,6
Energie 38,3
Transport / Infrastruktur 217,4
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 36,7
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 12,1
Verarbeitende Industrie 326,4
Dienstleistungen 5,5
Sammeldeckungen 1.181,5
2014 Ergebnis 2.224,4
2015 Bergbau, inkl. Verarbeitung 84,2
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 1.799,2
Chemie 16,4
Energie 0,4
Transport / Infrastruktur 94,2
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 102,1
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 26,2
Verarbeitende Industrie 381,1
Sammeldeckungen 1.109,6
2015 Ergebnis 3.613,6
Jahr Sektoren Deckungsvolumen in Mio. Euro
2016 Bergbau, inkl. Verarbeitung 24,3
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 2.513,2
Chemie 1,9
Energie 87,9
Transport / Infrastruktur 86,4
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 37,6
Agrarsektor und Nahrungsmittelindustrie 16,4
Verarbeitende Industrie 85,9
Umwelttechnik 3,3
Sammeldeckungen 918,3
2016 Ergebnis 3.775,2
2017 Bergbau, inkl. Verarbeitung 33,6
Erdöl- und Erdgasförderung inkl. Verarbeitung 247,8
Chemie 231,6
Energie 6,0
Transport / Infrastruktur 111,8
Papier-, Holz-, Leder- und Textilindustrie 17,8
Verarbeitende Industrie 37,4
Dienstleistungen 5,5
Sammeldeckungen 1.034,7
2017 Ergebnis 1.726,2
Anlage 6 zu Frage 28
Haushaltstitel
Einzeltitel Zuwendungs--
summe/
Projektgelder
in Euro
Träger Laufzeit
Anfang
Laufzeit
Ende
3002
68530
Berufsbildungs-forschung seit
03.12.1993 mit IRPO (Institut für
Berufsbildungsentwicklung) und seit
19.05.2011 mit FIRO (Institut für
Bildungsentwicklung)
finanziert aus
Institutshaus-halt,
kurzfristig keine
Aufschlüsselung möglich
BIBB (Bundesinstitut für
Berufsbildung) ab 2013 in
GOVET/BIBB aufgegangen
03.12.1993 laufend
3002
68121
Ausbildung zum Betreiben zukunfts- und
umweltorientierter Firmen der
Oberflächentechnik in Russland
Oberflächentechnik RUS)
413.805 Zeh Metallveredelungs
GmbH
01.10.2010 31.12.2012
3002
68121
Russian Industrial Skill Training (RIST) 713143 Kalibrix GmbH
Kalibrierdienst und
Prüfmittelüberwachung
01.01.2011 31.12.2013
3002
68121
Sonder – Kraftfahrzeugbau – St.
Petersburg (SOKRAS)
347.569 Mansfeld Consulting GmbH 01.04.2011 31.03.2013
3002
68121
Berufsbildungsexport im Bereich
beruflicher Qualifizierung zum Thema
Energieeffizienz von Gebäuden und erneuerbaren
Energien nach Südrussland (Rentry)
753.279 Sonnen-Froehlich – Solar
und alternative
Energiesysteme
01.06.2011 30.09.2014
3002
68121
Steigerung der Qualität der
Berufsbildung – Handlungsfeld
Berufsbildungspersonal
357.980 BIBB/GOVET – German
Office of Vocational
Education and Training of German
Government
02.07.2012 31.12.2017
3002
68121
Nachhaltige Bildung von Arbeitskräften
der Zementindustrie in Russland (BIRU-
ZEM)
1.380.134 VDZ gemeinnützige GmbH 01.01.2013 31.12.2015
3002
68121
VETnet I (Anteil Vertriebsgesellschaft der
AHK Moskau)
382.145 DIHK Service GmbH 01.10.2013 30.09.2015
3002
68121
Bildungsexport Mineralguss in die Region
St. Petersburg (MIN-GUS)
473.975 Bildungswerk der
Unternehmerverbände Sachsen-
Anhalt e. V.
01.08.2014 31.07.2017
3002
68121
VETnet II (Anteil Vertriebsgesellschaft
der AHK Moskau)
413.360 DIHK Service GmbH 01.10.2015 30.09.2018
3002
68121
Thema: Studienreisen zu Methodik,
Didaktik und Regionale Koordination
92.500 GOVET – German Office of
Vocational Education and
Training of German
Government
01.01.2016 01.01.2018
Anlage 8 zu Frage 63
Fördergelder aus dem Haushalt des Auswärtigen Amts
Haushaltstitel Institution Betrag in Euro
2010 0502-54201
0502-54602
Petersburger Dialog
Deutsch-Russisches Forum
100.000
47.000
2011 0502-54201
0502-54602
Petersburger Dialog
Deutsch-Russisches Forum
100.000
44.050,81
2012 0502-54201
0502-54602
Petersburger Dialog
Deutsch-Russisches Forum
120.000
49.376
2013 0502-54602
0502-54602
Petersburger Dialog
Deutsch-Russisches Forum
100.000
51.191
2014 0502-54622
0502-54622
Petersburger Dialog
Deutsch-Russisches Forum
190.000
59.677,85
2015 0502-54622
0502-54622
Petersburger Dialog
Deutsch-Russisches Forum
250.000
52.633,70
2016 0502-54622
0502-54622
0504 – 68713
Petersburger Dialog
Deutsch-Russisches Forum
Stiftung DEU-RUS Jugendaustausch
250.000
52.554,70
79.990,00
2017 0502-54622
0502-54622
0504-68717
Petersburger Dialog
Deutsch-Russisches Forum
Stiftung DEU-RUS Jugendaustausch
350.000
87.694,20
200.000
Jahr Projekt Institution Titel: 0504 687 16
2013 0,00
2014 JdSL: Das magische Kinderbuch Deutsch-Russisches Forum e. V. 6.590,00
JdSL: Science Slam Nowosibirsk Deutsch-Russisches Forum e. V. 5.000,00
JdSL: Sammelantrag 6 Projekte Robert Bosch
Kulturmanager Mit Ost e. V. (RBS) 12.798,20
Summe 24.388,20
2015 JdSL: Sammelantrag 6 Projekte Robert Bosch Kulturmanager Mit Ost e. V. 23.701,00
Fortbildung russischer Lehrerinnen Deutsch Russische Brücke e. V. 4.220,00
Summe 27.921,00
2016 Summe 0,00
2017 Fortbildung DL aus Peterhof RUS
Deutsch-Russische Brücke Bad
Homburg 4.204,45
Summe 4.204,45
Fördergelder aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Jahr Institution Betrag in Euro
2007 Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH 1.563.000
2008 1.678.000
2009 1.762.000
2010 1.932.000
2011 1.809.000
2012 1.775.000
2013 1.788.000
2014 1.724.000
2015 1.885.000
2016 1.860.000
2017 2.050.000 (Soll)
2018 2.000.000 (HH-Entwurf)
Fördergelder aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Jahr Titel Mittelempfänger Betrag in Euro
2012 3004 – 687 02-165 Deutsch-Russisches Forum e. V. 12.700,00
2013 3004 – 687 02-165 Deutsch-Russisches Forum e. V. 90.139,34
2016 3004 – 687 02-165 Deutsch-Russisches Forum e. V. 36.242,00
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken,
www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim,
www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]