[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom
23. April 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/9712
19. Wahlperiode 25.04.2019
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten René Springer, Martin Hebner,
Martin Sichert und der Fraktion der AfD
– Drucksache 19/9085 –
Altersabsicherung von Schutzsuchenden – Teil 2
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der von der Deutschen Rentenversicherung herausgegebene
Versichertenbericht 2018 beschäftigt sich auf den Seiten 23 bis 28 ausführlich mit dem Thema
Altersabsicherung von Schutzsuchenden aus den Top-8-Asylherkunftsländern
(Syrien, Irak, Afghanistan, Iran, Pakistan, Nigeria, Eritrea und Somalia; https://
bit.ly/2sUsmR1). Den Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung
zufolge lag das mittlere hochgerechnete Jahreseinkommen der Versicherten aus
den genannten Herkunftsstaaten im Jahr 2016 bei rund 11 900 Euro (vgl. https://
bit.ly/2sUsmR1, Seite 27). Im Jahr 2017 stieg das Jahreseinkommen für die
Versicherten aus den Top-8-Asylherkunftsländern auf 12 510 Euro leicht an
(vgl. Bundestagsdrucksache 19/7223, Antwort zu Frage 1). Wie aus den
Berechnungen der Bundesregierung hervorgeht, wurde im Jahr 2017 ein
versicherungspflichtiges Jahresentgelt von mindestens 24 289 Euro benötigt, um nach
45 Beitragsjahren (in denen dieses Entgelt ununterbrochen und gleichbleibend
erzielt wird) eine Altersrente von 814 Euro zu erhalten und somit nicht auf
Grundsicherung im Alter angewiesen zu sein (vgl. Bundestagsdrucksache
19/7585, Antwort auf die Schriftliche Frage 122). Die dafür notwendigen
0,6551 Entgeltpunkte/Jahr wurden jedoch weder im Jahr 2016 noch im Jahr
2017 von Personen aus den Top-8-Asylherkunftsländern im Mittel erreicht.
Werden die im Jahr 2017 erzielten mittleren versicherungspflichtigen
Jahresentgelte über 45 Beitragsjahre hochgerechnet, werden folgende
Rentenanwartschaften erreicht: Personen aus Syrien 333 Euro, Afghanistan 473 Euro, Irak
485 Euro, Pakistan 549 Euro, Eritrea 576 Euro, Somalia 621 Euro, Iran
629 Euro und Nigeria 713 Euro (vgl. Bundestagsdrucksache 19/7585, Antwort
auf die Schriftliche Frage 122). Demnach haben beispielsweise Personen aus
Syrien im Mittel eine Rentenanwartschaft von 481 Euro unter dem
Grundsicherungsniveau zu erwarten (siehe hierzu auch: Sozialfälle mit Ansage, in: Junge
Freiheit, 15. Februar 2019, S. 5).
V o r b e me r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Es wird darauf hingewiesen, dass die Personen, die im Versichertenbericht 2018
der Deutschen Rentenversicherung (DRV) als Staatsangehörige der sog.
Asylherkunftsländer (wörtlich im DRV-Bericht, S. 23: „die Zahl der Versicherten mit
Staatsbürgerschaft aus einem der acht zuzugsstärksten außereuropäischen
Herkunftsländer von Schutzsuchenden“) zusammengefasst werden, entgegen der
o. a. zitierten Überschrift nicht mit „Schutzsuchenden“ gleichzusetzen sind. Die
entsprechenden Daten des DRV-Berichts sind – wie auch die ebenso
aufbereiteten nachstehenden Daten – ausschließlich nach dem Kriterium der
Staatsbürgerschaft differenziert und liefern weder Auskunft über den Aufenthaltsstatus bzw.
die Gründe des Aufenthalts, noch hinsichtlich der Integration oder der Höhe
zukünftiger Rentenanwartschaften.
Bei den in der Vorbemerkung der Fragesteller genannten Rentenanwartschaften
handelt es sich nicht um die Höhe der zu erwartenden Altersrenten von Personen
aus den genannten Herkunftsstaaten (vgl. Antwort der Bundesregierung auf die
Schriftliche Frage 122 auf Bundestagsdrucksache 19/7585). Es handelt sich
vielmehr um Berechnungen von fiktiven Rentenanwartschaften auf Basis der
Vorgabe der Fragestellung, die in Bezug auf die unterstellte Versicherungsbiographie
keine empirische Grundlage aufweist. Daher lassen die Werte keine Rückschlüsse
auf die tatsächliche Höhe zukünftiger Rentenanwartschaften zu. Darüber hinaus
ist festzuhalten, dass aus der Höhe einer Rentenanwartschaft in der gesetzlichen
Rentenversicherung grundsätzlich nicht auf Bedürftigkeit in der Grundsicherung
im Alter geschlossen werden kann, da u. a. weitere Alterseinkommen und der
Haushaltskontext nicht berücksichtigt sind.
Technische Anmerkungen:
In den nachstehenden Antworten erfolgt keine Aggregation der einzelnen
Bundesländer nach neuen und alten Bundesländern, da die Daten aus verschiedenen
statistischen Quellen stammen, die eine unterschiedliche Praxis in Bezug auf die
Zuordnung Berlins zu neuen und alten Bundesländern aufweisen.
Als Grundlage für die Beantwortung der Fragen 3 bis 7 wird das Merkmal
„Entgelt“ aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit
(Entgeltstatistik) herangezogen. Auswertungen liegen bis zum Jahr 2017 vor. Das im Rahmen
der Beschäftigungsstatistik abgebildete sozialversicherungspflichtige
Bruttoarbeitsentgelt (kurz: Arbeitsentgelt) umfasst alle laufenden oder einmaligen
Einnahmen aus der Hauptbeschäftigung bis zur sogenannten
Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung. Auswertungen zu den Entgelten werden
jeweils nur für Beschäftigte am 31. Dezember eines Jahres durchgeführt. Die
Angaben über das sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt beziehen sich
immer auf einen spezifischen Beschäftigungszeitraum, der das gesamte
Kalenderjahr, im Extremfall aber auch nur einen Tag umfassen kann. Um vergleichbare
Angaben zu erhalten, werden die Entgeltangaben deshalb auf einen einheitlichen
Zeitraum normiert. Ergebnisse zu den Bruttomonatsentgelten liegen klassiert in
50-Euro-Schritten vor.
Da in der Entgeltstatistik Bruttomonatsentgelte abgebildet werden und sich die
Fragen 3 bis 7 auf das „notwendige“ versicherungspflichtige Jahresentgelt für
eine Nettorente oberhalb des Bruttobedarfs (nach 45 Jahren) beziehen, werden
hier die jeweiligen jährlichen Schwellenwerte durch zwölf geteilt. Dabei ergeben
sich Werte, die nicht den Klassengrenzen in der Entgeltstatistik entsprechen. Aus
diesem Grund wurden hier klassierte Daten bezogen auf die nächsthöhere
Klassengrenze ausgewertet, also bezogen auf die Klassengrenze oberhalb des
Schwellenwertes. Als Schwellenwerte wurden für alle Abgrenzungen die
versicherungspflichtigen Jahresentgelte zugrunde gelegt, mit welchen im jeweiligen Jahr 1/45
der Entgeltpunkte erreicht werden, die nötig wären, um eine Nettorente in Höhe
des bundesdurchschnittlichen Bruttobedarfs in der Grundsicherung im Alter des
gleichen Jahres zu erhalten.
Die Auswertungen der Entgeltstatistik sind zwar im Allgemeinen aus Gründen
der Vergleichbarkeit fast ausschließlich auf solche sozialversicherungspflichtig
Vollzeitbeschäftigte eingeschränkt, die nicht in einem Ausbildungsverhältnis
stehen und für die keine (gesetzlichen) Sonderregelungen gelten (Kurzbezeichnung:
sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte der Kerngruppe). Im Kontext
der hier präsentierten Fragestellungen erscheint es jedoch geboten, von dieser
Vorgehensweise abzuweichen und Ergebnisse zu allen
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Entgeltangabe abzubilden. Abweichend von den
Fragestellungen liegen Daten differenziert nach den Anforderungsniveaus erst ab dem
Jahr 2012 vor.
Die Frage 9 wird mit Daten des Statistischen Bundesamtes beantwortet. Nach
Vorgabe des Statistischen Bundesamtes dürfen keine Angaben über weniger als
drei Empfängerinnen und Empfänger veröffentlicht werden.
1. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 der durchschnittliche Bruttobedarf von Empfängern der
Grundsicherung im Alter, die außerhalb von Einrichtungen leben (bitte differenziert
nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt sowie nach
Ländern getrennt ausweisen)?
Die durchschnittlichen Bruttobedarfe von Empfängerinnen und Empfängern der
Grundsicherung im Alter, die außerhalb von Einrichtungen leben, können der
nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Durchschnittlicher Bruttobedarf von Empfängerinnen und Empfängern von
Grundsicherung im Alter1 außerhalb von Einrichtungen, Ende des Jahres
1) Über der Altersgrenze nach § 41 Absatz 2 SGB XII
Quelle: Statistisches Bundesamt
2. Welches versicherungspflichtige Jahresentgelt war nach Kenntnis der
Bundesregierung in den Jahren 2010 bis 2018 jeweils notwendig, um nach
45 Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung eine Nettorente oberhalb
der in Frage 1 genannten durchschnittlichen Bruttobedarfe zu erhalten (bitte
differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt
sowie nach Ländern getrennt ausweisen)?
Der nachstehenden Tabelle können die versicherungspflichtigen Jahresentgelte
für die erfragten Jahre entnommen werden, mit denen im jeweiligen Jahr 1/45 der
Entgeltpunkte erreicht wird, die benötigt würden, um eine Nettorente in Höhe des
durchschnittlichen Bruttobedarfs in der Grundsicherung im Alter des gleichen
Jahres zu erhalten.
Es wird darauf hingewiesen, dass aus dem hier betrachteten rechnerischen
Zusammenhang zwischen durchschnittlichem Jahresentgelt und durchschnittlichem
Bruttobedarf in der Grundsicherung im Alter keine Rückschlüsse auf künftige
Bedürftigkeit geschlossen werden können, da hierfür weitere Einkommen im
Alter sowie der Haushaltskontext relevant sind.
Rentenversicherungspflichtiges Jahresentgelt für 1/45 der rechnerisch
erforderlichen Entgeltpunkte für eine Nettorente in Höhe des durchschnittlichen
Bruttobedarfs in der Grundsicherung im Alter des gleichen Jahres am Jahresende
Quelle: Statistisches Bundesamt; eigene Berechnungen
3. Wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben nach Kenntnis der
Bundesregierung insgesamt in den Jahren 2010 bis 2018 jeweils ein
versicherungspflichtiges Jahresentgelt erzielt, dass nicht ausreicht, um nach
45 Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung eine Rente oberhalb der
Grundsicherung im Alter zu erreichen (bitte differenziert nach Bund, nach
neuen und alten Bundesländern insgesamt, nach Ländern, nach
soziodemographischen Merkmalen: Männer, Frauen, nach Staatsangehörigkeit deutsch,
Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit aus einem Top-8-
Asylherkunftsland ausweisen)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2017 gab es insgesamt 32 269 000
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, für die eine Angabe zum Entgelt vorlag. Das
versicherungspflichtige Jahresentgelt für eine Nettorente oberhalb des
durchschnittlichen Bruttobedarfs (nach 45 Jahren) betrug im Jahr 2017 insgesamt 24 289 Euro.
Monatlich entspricht dies 2 024 Euro. Von den sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten mit Angaben zum Entgelt erzielten 11 321 000 Personen ein
Bruttomonatsentgelt im Bereich bis zum Schwellenwert (2 050 Euro für Deutschland)
für das Jahr 2017. Differenzierte Angaben können der nachstehenden Tabelle
entnommen werden.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich um alle sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten unabhängig von der Arbeitszeit handelt und die Angaben lediglich
den Stand zu einem Zeitpunkt widerspiegeln. Eine Aussage zum Einkommen
über die gesamte Erwerbskarriere hinweg lässt sich auf Basis dieser Angaben
nicht treffen. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung und
die Antwort zu Frage 2 verwiesen.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit einem Entgelt unterhalb des
Schwellenwerts1 für 1/45 der rechnerisch erforderlichen Entgeltpunkte für eine
Nettorente in Höhe des durchschnittlichen Bruttobedarfs in der Grundsicherung
im Alter des gleichen Jahres am Jahresende
1) bezogen auf Entgeltklassen, siehe technische Anmerkung in der Vorbemerkung der Bundesregierung
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
4. Wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Anforderungsniveau
Helfer haben nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 jeweils ein versicherungspflichtiges Jahresentgelt erzielt, das nicht
ausreicht, um nach 45 Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung eine Rente
oberhalb der Grundsicherung im Alter zu erreichen (bitte differenziert nach
Bund, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt, nach Ländern, nach
soziodemographischen Merkmalen: Männer, Frauen, nach
Staatsangehörigkeit deutsch, Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit aus einem Top-
8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2017 gab es insgesamt 4 918 000
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf dem Anforderungsniveau Helfer, für die eine
Angabe zum Entgelt vorlag. Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
auf dem Anforderungsniveau Helfer, mit Angaben zum Entgelt, erzielten
3 113 000 Personen ein Bruttomonatsentgelt im Bereich bis zum Schwellenwert
für das Jahr 2017. Differenzierte Angaben können der nachstehenden Tabelle
entnommen werden.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich um alle sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten unabhängig von der Arbeitszeit handelt und die Angaben lediglich
den Stand zu einem Zeitpunkt widerspiegeln. Eine Aussage zum Einkommen die
gesamte Erwerbskarriere hinweg lässt sich auf Basis dieser Angaben nicht
treffen. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung und die
Antwort zu Frage 2 verwiesen.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Anforderungsniveau Helfer) mit
einem Entgelt unterhalb des Schwellenwerts1 für 1/45 der rechnerisch
erforderlichen Entgeltpunkte für eine Nettorente in Höhe des durchschnittlichen
Bruttobedarfs in der Grundsicherung im Alter des gleichen Jahres am Jahresende
1) bezogen auf Entgeltklassen, siehe technische Anmerkung in der Vorbemerkung der Bundesregierung
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
5. Wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Anforderungsniveau
Fachkraft haben nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 jeweils ein versicherungspflichtiges Jahresentgelt erzielt, das nicht
ausreicht, um nach 45 Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung eine Rente
oberhalb der Grundsicherung im Alter zu erreichen (bitte differenziert nach
Bund, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt, nach Ländern, nach
soziodemographischen Merkmalen: Männer, Frauen, nach
Staatsangehörigkeit deutsch, Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit aus einem Top-
8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2017 gab es insgesamt 18 85 000
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf dem Anforderungsniveau Fachkraft, für die eine
Angabe zum Entgelt vorlag. Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
auf dem Anforderungsniveau Fachkraft, mit Angaben zum Entgelt, erzielten
7 062 000 Personen ein Bruttomonatsentgelt im Bereich bis zum Schwellenwert
für das Jahr 2017. Differenzierte Angaben können der nachstehenden Tabelle
entnommen werden.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich um alle sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten unabhängig von der Arbeitszeit handelt und die Angaben lediglich
den Stand zu einem Zeitpunkt widerspiegeln. Eine Aussage zum Einkommen die
gesamte Erwerbskarriere hinweg lässt sich auf Basis dieser Angaben nicht
treffen. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung und die
Antwort zu Frage 2 verwiesen.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Anforderungsniveau Fachkraft) mit
einem Entgelt unterhalb des Schwellenwerts1 für 1/45 der rechnerisch
erforderlichen Entgeltpunkte für eine Nettorente in Höhe des durchschnittlichen
Bruttobedarfs in der Grundsicherung im Alter des gleichen Jahres am Jahresende
1) bezogen auf Entgeltklassen, siehe technische Anmerkung in der Vorbemerkung der Bundesregierung
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
6. Wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Anforderungsniveau
Spezialist haben nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 jeweils ein versicherungspflichtiges Jahresentgelt erzielt, das nicht
ausreicht, um nach 45 Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung eine Rente
oberhalb der Grundsicherung im Alter zu erreichen (bitte differenziert nach
Bund, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt, nach Ländern, nach
soziodemographischen Merkmalen: Männer, Frauen, nach
Staatsangehörigkeit deutsch, Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit aus einem Top-
8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2017 gab es insgesamt 4 130 000
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf dem Anforderungsniveau Spezialist, für die eine
Angabe zum Entgelt vorlag. Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
auf dem Anforderungsniveau Spezialist, mit Angaben zum Entgelt, erzielten
662 000 Personen ein Bruttomonatsentgelt im Bereich bis zum Schwellenwert für
das Jahr 2017. Differenzierte Angaben können der nachstehenden Tabelle
entnommen werden.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich um alle sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten unabhängig von der Arbeitszeit handelt und die Angaben lediglich
den Stand zu einem Zeitpunkt widerspiegeln. Eine Aussage zum Einkommen
über die gesamte Erwerbskarriere hinweg lässt sich auf Basis dieser Angaben
nicht treffen. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung und
die Antwort zu Frage 2 verwiesen.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Anforderungsniveau Spezialist) mit
einem Entgelt unterhalb des Schwellenwerts1 für 1/45 der rechnerisch
erforderlichen Entgeltpunkte für eine Nettorente in Höhe des durchschnittlichen
Bruttobedarfs in der Grundsicherung im Alter des gleichen Jahres am Jahresende
1) bezogen auf Entgeltklassen, siehe technische Anmerkung in der Vorbemerkung der Bundesregierung
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
7. Wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Anforderungsniveau
Experte haben nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2010 bis
2018 jeweils ein versicherungspflichtiges Jahresentgelt erzielt, das nicht
ausreicht, um nach 45 Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung eine Rente
oberhalb der Grundsicherung im Alter zu erreichen (bitte differenziert nach
Bund, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt, nach Ländern, nach
soziodemographischen Merkmalen: Männer, Frauen, nach
Staatsangehörigkeit deutsch, Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit aus einem Top-
8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2017 gab es insgesamt 4 176 000
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf dem Anforderungsniveau Experte, für die eine
Angabe zum Entgelt vorlag. Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
auf dem Anforderungsniveau Experte, mit Angaben zum Entgelt, erzielten
461 000 Personen ein Bruttomonatsentgelt im Bereich bis zum Schwellenwert für
das Jahr 2017. Differenzierte Angaben können der nachstehenden Tabelle
entnommen werden.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich um alle sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten unabhängig von der Arbeitszeit handelt und die Angaben lediglich
den Stand zu einem Zeitpunkt widerspiegeln. Eine Aussage zum Einkommen
über die gesamte Erwerbskarriere hinweg lässt sich auf Basis dieser Angaben
nicht treffen. Im Übrigen wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung und
die Antwort zu Frage 2 verwiesen.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Anforderungsniveau Experte) mit
einem Entgelt unterhalb des Schwellenwerts1, das für das Erreichen für 1/45 an
nötigen Entgeltpunkten für eine Nettorente in Höhe des durchschnittlichen
Bruttobedarfs in der Grundsicherung im Alter des gleichen Jahres am Jahresende
1) bezogen auf Entgeltklassen, siehe Vorbemerkung zu den Fragen 3 bis 7
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
8. Wie viele Personen waren nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren
2010 bis 2018 berechtigt, Leistungen der Grundsicherung im Alter zu
erhalten (bitte differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern
insgesamt, nach Ländern, nach soziodemographischen Merkmalen: Männer,
Frauen, nach Staatsangehörigkeit deutsch, Ausländer, EU-Ausländer,
Staatsangehörigkeit aus einem Top-8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Die amtliche Statistik zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
nach dem Vierten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII) ist
eine Leistungsstatistik. Es werden lediglich Daten in Bezug auf die
Leistungsgewährung erhoben. Informationen zum Umfang der nach diesem Rechtskreis
Leistungsberechtigten liefert sie hingegen nicht. Jedoch ist das Sozialgesetzbuch
grundsätzlich darauf angelegt, dass alle Berechtigten die ihnen zustehenden
Sozialleistungen möglichst unkompliziert in Anspruch nehmen können. So sind
beispielsweise die Träger der Rentenversicherung gem. § 46 SGB XII verpflichtet,
potenziell Leistungsberechtigte im Sinne des Vierten Kapitels des SGB XII über
die mögliche Inanspruchnahme von Grundsicherungsleistungen zu informieren.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 9 verwiesen.
9. Wie viele Personen haben nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren
2010 bis 2018 Leistungen der Grundsicherung im Alter erhalten (bitte
differenziert nach Bund, nach neuen und alten Bundesländern insgesamt, nach
Ländern, nach soziodemographischen Merkmalen: Männer, Frauen, nach
Staatsangehörigkeit deutsch, Ausländer, EU-Ausländer, Staatsangehörigkeit
aus einem Top-8-Asylherkunftsland ausweisen)?
Die Anzahl der Personen, die in den Jahren 2010 bis 2018 Leistungen der
Grundsicherung im Alter nach dem Vierten Kapitel des SGB XII erhalten haben, kann
den Tabellen in der Anlage entnommen werden. Daten zu den Empfängerinnen
und Empfängern von Grundsicherung im Alter nach einzelnen
Staatsangehörigkeiten liegen erst ab dem Jahr 2015 vor. Bis zum Jahr 2014 erfolgte keine
statistische Erfassung der einzelnen Staatsangehörigkeit. Daher wird die Zahl der
Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen der Grundsicherung im Alter mit
einer Staatsangehörigkeit der in der Fragestellung genannten „Top-8-
Asylherkunftsländer“ des Jahres 2016 erst ab dem Jahr 2015 in der Tabelle ausgewiesen.
Anlage
Tabellen zu Frage 9
Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter1 am Ende des Jahres 2010
Insgesamt Männlich Weiblich Deutsch Ausländer
EU-
Ausländer
Deutschland 412.081 147.076 265.005 322.314 89.767 10.060
Schleswig-Holstein 15.531 5.436 10.095 13.381 2.150 338
Hamburg 18.588 7.798 10.790 13.636 4.952 620
Niedersachsen 41.998 14.828 27.170 34.554 7.444 572
Bremen 6.995 2.341 4.654 5.359 1.636 174
Nordrhein-Westfalen 112.245 37.329 74.916 86.464 25.781 3.148
Hessen 36.463 13.310 23.153 26.437 10.026 1.300
Rheinland-Pfalz 18.377 6.116 12.261 15.298 3.079 355
Baden-Württemberg 39.191 14.309 24.882 29.500 9.691 903
Bayern 52.415 19.659 32.756 39.862 12.553 1.553
Saarland 6.319 1.940 4.379 5.267 1.052 167
Berlin 31.647 12.978 18.669 24.787 6.860 778
Brandenburg 6.661 2.269 4.392 5.905 756 17
Mecklenburg-Vorp. 5.365 1.821 3.544 4.418 947 70
Sachsen 9.289 3.234 6.055 7.598 1.691 55
Sachsen-Anhalt 6.620 2.248 4.372 5.840 780 .
Thüringen 4.377 1.460 2.917 4.008 369 .
1) Über der Altersgrenze nach § 41 Abs. 2 SGB XII.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter1) Ende des Jahres 2011
Insgesamt Männlich Weiblich Deutsch Ausländer
EU-
Ausländer
Deutschland 436.210 158.437 277.773 341.172 95.038 11.076
Schleswig-Holstein 16.527 5.928 10.599 14.330 2.197 346
Hamburg 19.730 8.343 11.387 14.501 5.229 695
Niedersachsen 44.430 15.970 28.460 36.577 7.853 635
Bremen 7.503 2.593 4.910 5.786 1.717 199
Nordrhein-Westfalen 117.502 39.866 77.636 90.279 27.223 3.478
Hessen 39.002 14.444 24.558 28.446 10.556 1.375
Rheinland-Pfalz 19.433 6.591 12.842 16.175 3.258 418
Baden-Württemberg 41.540 15.438 26.102 31.140 10.400 920
Bayern 56.522 21.426 35.096 42.998 13.524 1.760
Saarland 6.791 2.156 4.635 5.656 1.135 196
Berlin 33.195 13.827 19.368 25.877 7.318 887
Brandenburg 6.879 2.388 4.491 6.081 798 15
Mecklenburg-Vorp. 5.605 1.954 3.651 4.601 1.004 65
Sachsen 9.656 3.413 6.243 8.005 1.651 75
Sachsen-Anhalt 7.197 2.501 4.696 6.409 788 4
Thüringen 4.698 1.599 3.099 4.311 387 8
1) Über der Altersgrenze nach § 41 Abs. 2 SGB XII.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter1) Ende des Jahres 2012
Insgesamt Männlich Weiblich Deutsch Ausländer
EU-
Ausländer
Deutschland 464.836 171.029 293.807 363.666 101.170 11.985
Schleswig-Holstein 17.433 6.397 11.036 15.121 2.312 364
Hamburg 20.925 8.947 11.978 15.375 5.550 785
Niedersachsen 46.714 16.957 29.757 38.382 8.332 710
Bremen 7.809 2.739 5.070 6.015 1.794 217
Nordrhein-Westfalen 126.098 43.372 82.726 96.977 29.121 3.931
Hessen 40.943 15.469 25.474 29.434 11.509 1.339
Rheinland-Pfalz 20.397 7.019 13.378 16.957 3.440 447
Baden-Württemberg 44.095 16.537 27.558 33.126 10.969 887
Bayern 61.393 23.345 38.048 47.070 14.323 1.987
Saarland 7.242 2.342 4.900 6.011 1.231 219
Berlin 35.191 14.824 20.367 27.409 7.782 975
Brandenburg 7.179 2.583 4.596 6.363 816 14
Mecklenburg-Vorp. 5.933 2.125 3.808 4.966 967 9
Sachsen 10.413 3.752 6.661 8.631 1.782 86
Sachsen-Anhalt 8.028 2.854 5.174 7.209 819 6
Thüringen 5.043 1.767 3.276 4.620 423 9
1) Über der Altersgrenze nach § 41 Abs. 2 SGB XII.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter1) Ende des Jahres 2013
Insgesamt Männlich Weiblich Deutsch Ausländer
EU-
Ausländer
Deutschland 499.295 186.185 313.110 391.922 107.373 13.503
Schleswig-Holstein 18.889 7.006 11.883 16.493 2.396 378
Hamburg 22.310 9.551 12.759 16.464 5.846 916
Niedersachsen 49.751 18.370 31.381 40.915 8.836 777
Bremen 8.319 2.982 5.337 6.431 1.888 226
Nordrhein-Westfalen 136.596 47.898 88.698 105.503 31.093 4.494
Hessen 43.916 16.839 27.077 31.654 12.262 1.462
Rheinland-Pfalz 21.740 7.540 14.200 18.159 3.581 478
Baden-Württemberg 47.354 17.857 29.497 35.770 11.584 961
Bayern 65.976 25.220 40.756 50.811 15.165 2.310
Saarland 7.815 2.578 5.237 6.510 1.305 246
Berlin 37.620 16.045 21.575 29.256 8.364 1.103
Brandenburg 7.662 2.812 4.850 6.815 847 21
Mecklenburg-Vorp. 6.517 2.406 4.111 5.505 1.012 10
Sachsen 11.080 4.104 6.976 9.199 1.881 99
Sachsen-Anhalt 8.340 3.003 5.337 7.484 856 13
Thüringen 5.410 1.974 3.436 4.953 457 9
1) Über der Altersgrenze nach § 41 Abs. 2 SGB XII.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter1) Ende des Jahres 2014
Insges. Männer Frauen Deutsche Ausländer
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Deutschland 515.289 201.312 313.977 401.038 114.251 16.302
Schleswig-Holstein 19.587 7.589 11.998 17.049 2.538 378
Hamburg 23.408 10.252 13.156 17.158 6.250 1.037
Niedersachsen 51.164 20.048 31.116 41.769 9.395 902
Bremen 8.640 3.253 5.387 6.647 1.993 286
Nordrhein-Westfalen 141.494 51.814 89.680 108.655 32.839 5.142
Hessen 45.570 18.165 27.405 32.492 13.078 1.811
Rheinland-Pfalz 22.183 8.161 14.022 18.330 3.853 532
Baden-Württemberg 49.792 19.429 30.363 37.375 12.417 1.834
Bayern 67.160 26.758 40.402 51.006 16.154 2.665
Saarland 8.196 2.919 5.277 6.790 1.406 273
Berlin 39.258 17.343 21.915 30.328 8.930 1.262
Brandenburg 7.715 3.102 4.613 6.859 856 24
Mecklenburg-Vorp. 6.564 2.619 3.945 5.499 1.065 13
Sachsen 11.201 4.532 6.669 9.164 2.037 124
Sachsen-Anhalt 7.980 3.188 4.792 7.056 924 10
Thüringen 5.377 2.140 3.237 4.861 516 9
1) Über der Altersgrenze nach § 41 Abs. 2 SGB XII.
Quelle: Statistisches Bundesamt
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ISSN 0722-8333]