[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat
vom 17. Juni 2019 übermittelt und mit Schreiben vom 3. September 2020 korrigiert (vgl. Bundestagsdrucksache 19/22512).
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/11001
19. Wahlperiode 19.06.2019
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Dr. André Hahn,
Gökay Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 19/9911 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Quartal 2019
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die in der medialen Berichterstattung zumeist nur
wenig Beachtung finden. So ist wenig bekannt, dass die Anerkennungsquote bei
inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher liegt als die offiziellen Zahlen
vermuten lassen (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders
angegeben, Bundestagsdrucksache 19/8701). Die so genannte bereinigte Schutzquote,
bei der rein formelle Entscheidungen unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2018
bei 50,2 Prozent gegenüber der von der Bundesregierung verwandten
unbereinigten Schutzquote in Höhe von 35 Prozent. Die Statistikbehörde der EU
„eurostat“ verwendet ebenfalls eine um bestimmte formelle Entscheidungen
(insbesondere Dublin-Entscheidungen) bereinigte „Anerkennungsrate“; diese
lag nach ihren Berechnungen im Jahr 2018 für Deutschland bei 42,4 Prozent
(
https://ec.europa.eu).
Hinzu kommen noch Anerkennungen durch die Gerichte nach einer zunächst
negativen Entscheidung des BAMF. Immer mehr BAMF-Bescheide werden
beklagt, 2018 wurde gegen 75,8 Prozent der ablehnenden Bescheide Klage
erhoben (2017: 73,4 Prozent, 2016: 39,7 Prozent, 2015: 31,9 Prozent, 2012 bis 2014:
zwischen 55,8 und 58,5 Prozent). 45,1 Prozent aller Asylklagen bei den
Verwaltungsgerichten endeten 2018 mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“,
z. B. wenn Einzelverfahren von mehreren Familienangehörigen
zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiter verfolgt oder wenn ein Schutzstatus
im Einvernehmen mit dem BAMF in Abänderung des Ursprungsbescheides
erteilt wird – letzteres war im Jahr 2018 4 786 mal der Fall. Sonstige
Verfahrenserledigungen erfolgen nicht überwiegend in Fällen mit schlechten
Erfolgsaussichten, nur 8,7 Prozent der Fälle betrafen Schutzsuchende aus sicheren
Herkunftsstaaten. Asylsuchende mit guten Erfolgsaussichten aus den drei
Herkunftsländern Syrien, Afghanistan und Irak machten hingegen 31,5 Prozent
aller formellen Entscheidungen aus. Auch erfolgreiche Dublin-Klagen mit
dem Ergebnis, dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden
muss, gelten statistisch als „sonstige Erledigungen“ (vgl. Bundestagsdrucksache
19/4961, Antwort zu Frage 26). Werden formelle Erledigungen außer Betracht
gelassen und nur tatsächlich inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet,
ergibt sich eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im Klageverfahren
im Jahr 2018 in Höhe von 31,4 Prozent (2017: 40,8 Prozent, 2016: 29,4 Prozent,
2015: 12,6 Prozent, Bundestagsdrucksachen 18/12623 und 18/8450). Bei
afghanischen Geflüchteten betrug die Erfolgsquote bei den Gerichten im Jahr 2018
sogar 57,6 Prozent, d. h. mehr als jeder zweite Bescheid erwies sich nach einer
gerichtlichen Überprüfung als falsch. In absoluten Zahlen mussten die
Verwaltungsgerichte 2018 fast 30 000 BAMF-Bescheide korrigieren (29 573), das
BAMF änderte von sich aus weitere 4 786 Bescheide. Sowohl der Anstieg der
Klagequote als auch die hohen Aufhebungsquoten bei den Gerichten sind nach
Ansicht der Fragestellenden Indizien für eine große Zahl mangelhafter und
rechtswidriger Entscheidungen des BAMF. Ende 2018 waren 310 959 Klagen
im Asylbereich bei den Gerichten anhängig.
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten bei den unterschiedlichen
Organisationseinheiten des BAMF ist enorm: Bei afghanischen Schutzsuchenden lag
sie im Jahr 2018 zwischen 32,9 und 85,1 Prozent, bei irakischen zwischen
4,7 und 75 Prozent, bei iranischen zwischen 6,7 und 82,6 Prozent, bei
somalischen zwischen 24,4 und 89,5 Prozent, bei nigerianischen zwischen 2,9 und
50,3 Prozent und bei türkischen Asylsuchenden zwischen 8,7 und 78 Prozent.
Mit deutlich negativ abweichenden Schutzquoten fallen etwa die BAMF-
Standorte Zirndorf, Manching, Eisenhüttenstadt und Chemnitz auf, und zwar bei allen
untersuchten Herkunftsländern mit relevanten Fallzahlen – eine
nachvollziehbare Erklärung hierfür gibt die Bundesregierung nach Ansicht der
Fragestellenden nicht (vgl. Bundestagsdrucksache 19/8701, Antwort zu Frage 5).
Bei einem immer größeren werdenden Anteil von Flüchtlingsanerkennungen
nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) handelt es sich um Fälle des
Familienschutzes, d. h. um eine Schutzgewährung für Angehörige von in
Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen: 67,1 Prozent aller im Jahr 2018 erteilten
GFK-Status erfolgten im Rahmen des Familienschutzes (viertes Quartal 2018:
77,4 Prozent), zu 85 Prozent kamen die Betroffenen aus den Ländern mit
relevantem Familiennachzug (Syrien, Irak, Afghanistan, Eritrea). 18 338
Asylsuchende im Jahr 2018 verfügten zum Zeitpunkt der Asylantragstellung über eine
Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen. Aus Sicht der Fragestellenden
spricht all dies dafür, dass eine zunehmend große Zahl Asylsuchender zuvor
legal im Wege des Familiennachzugs eingereist ist und einen Asylantrag vor
allem zur Statusklärung stellt. Die Bundesregierung vermag auf Nachfragen
hierzu nicht einmal ungefähre Einschätzungen abzugeben (vgl.
Bundestagsdrucksache 19/8701, Antwort zu Frage 2b).
Anders als vom Präsidenten des BAMF in einem Interview mit der Zeitung
„DIE WELT“ vom 24. März 2019 suggeriert, gibt es aus Sicht der Fragesteller
keinen kausalen Zusammenhang zwischen Anerkennungsquoten und dem
Anteil von Schutzsuchenden, die ohne Ausweispapiere beim BAMF vorsprechen.
Asylsuchende aus Somalia etwa können regelmäßig keine Papiere vorlegen,
dennoch werden sie zu 94,1 Prozent vom BAMF als schutzbedürftig
anerkannt. Asylsuchende aus Albanien hingegen werden fast nie anerkannt, legen
aber überdurchschnittlich häufig Ausweispapiere vor, nämlich zu 58 Prozent
(vgl. Bundestagsdrucksache 19/8701, Antwort zu den Fragen 1b und 8). Dass
Verfolgte aus bestimmten Regionen häufig keine Pässe vorlegen können, liegt
unter anderem am Zustand des Dokumentenwesens der jeweiligen
Herkunftsländer oder an den spezifischen Bedingungen ihrer Flucht.
564 Asylsuchende waren im Jahr 2018 (2017: 444) von Asyl-
Flughafenverfahren betroffen. Im Ergebnis wurde 229 Schutzsuchenden (2017: 127) nach einer
Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“ die Einreise im Rechtssinne
verweigert – wie viele von ihnen tatsächlich ausreisten oder abgeschoben wurden
oder in Deutschland verbleiben konnten, ist nicht bekannt.
48,4 Prozent aller Asylsuchenden in Deutschland im Jahr 2018 waren
minderjährig (2017: 45 Prozent), 2,5 Prozent waren unbegleitete minderjährige
Flüchtlinge (2017: 4,6 Prozent). Bei 19,9 Prozent der Asylsuchenden des Jahres 2018
handelte es sich um Kinder von bereits in Deutschland lebenden Asylsuchenden
bzw. Flüchtlingen.
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel 16a
des Grundgesetzes – GG –, nach § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes –
AufenthG – in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention – GFK –,
subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der
Entscheidungspraxis des BAMF im ersten Quartal 2019 bzw. im vorherigen Quartal
(bitte in absoluten Zahlen und in Prozent angeben und für die 15
wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes dieser Länder
in relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach
Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG/GFK, einen subsidiären
Schutzstatus bzw. nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen
bekommen haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung
differenzieren: Asylberechtigung – darunter Familienasyl –, internationaler
Flüchtlingsschutz – darunter Familienschutz –, subsidiärer Schutz –
darunter Familienschutz –, nationale Abschiebungsverbote – bitte jeweils so
differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall Angaben zu den
Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien, Georgien, Armenien und
die Türkei sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht rein formelle Entscheidungen (bitte wie zu
Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich
machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen im ersten Quartal
2019?
Die Fragen 1a und die Quote zu 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden. Vorsorglich
wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sog. bereinigten
Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige Bleibeperspektiven von
Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder begründet werden
können, da die formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei einer derartigen
Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle Ablehnungen führen
ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen im Regelfall zu einer
Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer etwaigen Bleibeperspektive ist
daher die Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden Asylentscheidungen
berücksichtigt.
1. Quartal 2019
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Staatsangehörigkeit
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
gesamt 701 1,2% 13.337 22,5% 6.380 10,8% 2.039 3,4% 22.457 37,9% 54,8%
darunter
Syrien 101 0,7% 6.802 47,7% 5.005 35,1% 295 2,1% 12.203 85,6% 99,9%
Irak 10 0,2% 1.543 27,0% 205 3,6% 303 5,3% 2.061 36,1% 52,1%
Nigeria 12 0,3% 163 3,9% 34 0,8% 140 3,4% 349 8,4% 17,6%
Türkei 246 8,1% 1.258 41,4% 11 0,4% 10 0,3% 1.525 50,2% 55,6%
Iran 89 2,4% 610 16,7% 50 1,4% 12 0,3% 761 20,9% 28,9%
Afghanistan 15 0,4% 553 15,1% 164 4,5% 757 20,7% 1.489 40,6% 62,0%
Georgien - - - - - - 7 0,5% 7 0,5% 0,7%
Ungeklärt 31 2,3% 528 38,4% 90 6,5% 27 2,0% 676 49,2% 68,4%
Guinea 5 0,4% 121 9,6% 15 1,2% 29 2,3% 170 13,5% 21,9%
Somalia 11 0,7% 487 29,3% 95 5,7% 93 5,6% 686 41,3% 64,5%
Eritrea 14 1,0% 533 38,3% 338 24,3% 117 8,4% 1.002 71,9% 89,0%
Russische Föderation 30 1,7% 46 2,6% 26 1,4% 6 0,3% 108 6,0% 12,2%
Moldau (Republik) - - - - - - 8 0,8% 8 0,8% 1,2%
Pakistan 2 0,2% 61 5,5% 2 0,2% 5 0,4% 70 6,3% 13,1%
Nordmazedonien - - - - - - - - - - -
Albanien - - 1 0,1% 3 0,3% 1 0,1% 5 0,6% 0,9%
Serbien - - - - - - - - - - -
Kosovo - - - - - - - - - - -
Ghana - - 2 0,6% 2 0,6% 5 1,5% 9 2,6% 5,7%
Bosnien und
Herzegowina
- - - - - - - - - - -
Senegal - - 4 2,8% - - 2 1,4% 6 4,2% 10,0%
Montenegro - - - - - - - - - - -
Algerien - - 3 0,7% 11 2,5% 2 0,4% 16 3,6% 7,7%
Marokko 1 0,3% 4 1,0% 4 1,0% 1 0,3% 10 2,5% 5,2%
Tunesien - - 1 0,4% - - - - 1 0,4% 0,8%
Armenien - - 5 0,8% - - 27 4,5% 32 5,3% 8,1%
1. Quartal 2019 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 701 1,2% 1,7%
darunter Familienschutz 192 0,3% 0,5%
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 13.337 22,5% 32,5%
darunter Familienschutz 10.392 17,5% 25,3%
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 4 0,0% 0,0%
§ 4 I Nr. 2 AsylG 672 1,1% 1,6%
§ 4 I Nr. 3 AsylG 4.298 7,3% 10,5%
§ 4 I AsylG Familienschutz 1.406 2,4% 3,4%
Summe subsidiärer Schutz 6.380 10,8% 15,5%
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 1.893 3,2% 4,6%
§ 60 VII AufenthG 146 0,2% 0,4%
Summe Abschiebungsverbot 2.039 3,4% 5,0%
Gesamtschutz 22.457 37,9% 54,8%
4. Quartal 2018
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Staatsangehörigkeit absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Gesamt 680 1,4% 11.941 23,7% 5.689 11,3% 1.749 3,5% 20.059 39,8% 55,9%
darunter
Syrien 110 0,9% 6.193 51,3% 4.180 34,6% 74 0,6% 10.557 87,5% 99,9%
Irak 26 0,5% 1.366 26,3% 162 3,1% 275 5,3% 1.829 35,2% 50,0%
Iran 87 2,5% 638 18,0% 65 1,8% 29 0,8% 819 23,2% 32,7%
Türkei 195 7,2% 1.107 41,0% 12 0,4% 10 0,4% 1.324 49,1% 53,8%
Afghanistan 7 0,2% 481 13,9% 198 5,7% 700 20,2% 1.386 40,0% 61,4%
Nigeria 11 0,4% 125 4,4% 28 1,0% 135 4,8% 299 10,6% 18,4%
Ungeklärt 36 3,0% 469 39,6% 93 7,9% 27 2,3% 625 52,8% 72,3%
Somalia 10 0,6% 473 27,3% 97 5,6% 104 6,0% 684 39,5% 64,0%
Eritrea 8 0,6% 458 31,7% 505 34,9% 70 4,8% 1.041 72,0% 92,7%
Russische Föderation 87 5,1% 17 1,0% 25 1,5% 25 1,5% 154 9,1% 15,4%
Guinea 3 0,3% 80 8,1% 9 0,9% 33 3,4% 125 12,7% 19,7%
Georgien - - 1 0,1% 1 0,1% 8 0,9% 10 1,1% 1,5%
Pakistan - - 27 2,7% 4 0,4% 16 1,6% 47 4,7% 8,9%
Albanien - - - - 1 0,1% 3 0,4% 4 0,5% 1,0%
Aserbaidschan 11 1,4% 20 2,6% 4 0,5% 10 1,3% 45 5,7% 9,8%
Serbien - - - - - - 4 0,6% 4 0,6% 1,2%
Nordmazedonien - - - - - - 3 0,5% 3 0,5% 0,9%
Kosovo - - 1 0,4% 1 0,4% 4 1,5% 6 2,2% 4,5%
Ghana - - 2 0,8% 1 0,4% 3 1,2% 6 2,4% 3,8%
Bosnien und
Herzegowina - - - - - - 1 0,5% 1 0,5% 1,2%
Senegal - - - - - - - - - - -
Montenegro - - - - - - - - - - -
Algerien - - 3 0,8% 2 0,5% 2 0,5% 7 1,9% 4,3%
Marokko - - 5 1,3% 3 0,8% 5 1,3% 13 3,4% 6,2%
Tunesien 2 1,0% - - 2 1,0% - - 4 2,0% 4,3%
Armenien - - 3 0,6% 8 1,5% 15 2,8% 26 4,9% 7,5%
4. Quartal 2018 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil
Asylberechtigung 680 1,4% 1,9%
darunter Familienschutz 143 0,3% 0,4%
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 11.941 23,7% 33,3%
darunter Familienschutz 9.244 18,4% 25,7%
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 5 0,0% 0,0%
§ 4 I Nr. 2 AsylG 789 1,6% 2,2%
§ 4 I Nr. 3 AsylG 3.857 7,7% 10,7%
§ 4 I AsylG Familienschutz 1.038 2,1% 2,9%
Summe subsidiärer Schutz 5.689 11,4% 15,8%
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 1.567 3,1% 4,4%
§ 60 VII AufenthG 182 0,4% 0,5%
Summe Abschiebungsverbot 1.749 3,5% 4,9%
Gesamtschutz 20.059 39,8% 55,9%
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für das erste
Quartal 2019 können der folgenden Tabelle entnommen werden:
1. Quartal 2019 Entscheidungskategorie
Antrag nicht weiter bearbeitet 1
Einstellung wg. § 33 I und II, § 32a II AsylG 572
nicht erforderlich, Dublin 144
sonstige Einstellung 1.003
Unzulässig (§ 29 I Nr. 1 AsylG) 8.226
Unzulässig (§ 29 I Nr. 2 AsylG) 2.949
Unzulässig (§ 29 I Nr. 3 AsylG) 10
Unzulässig (§ 29 I Nr. 4 AsylG) 9
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 966
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 4.349
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes –
AsylG (GFK) – im ersten Quartal 2019 bzw. im vorherigen Quartal
beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer
Verfolgung bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten
und relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern angeben)?
Angaben zu Entscheidungen aufgrund staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung werden nur für Entscheidungen nach § 3
Absatz 1 des Asylgesetzes (AsylG) erfasst und können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden:
1. Quartal 2019
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Insgesamt 13.337 10.392 1.807 277 783 544
darunter:
Syrien 6.802 6.523 138 17 34 14
Irak 1.543 1.432 3 1 56 17
Nigeria 163 83 6 5 64 58
Türkei 1.258 273 957 105 3 2
Iran 610 180 400 68 25 20
Afghanistan 553 390 22 7 130 55
Georgien 0 0 0 0 0 0
Ungeklärt 528 347 83 5 46 11
Guinea 121 41 8 4 69 68
Somalia 487 249 5 5 213 198
Eritrea 533 504 15 5 6 6
Russische
Föderation
46 19 25 19 2 2
Moldau
(Republik)
0 0 0 0 0 0
Pakistan 61 43 2 1 4 2
Nordmazedonien 0 0 0 0 0 0
4. Quartal 2018
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Insgesamt 11.941 9.244 1.680 297 745 445
darunter:
Syrien 6.193 5.952 142 22 33 12
Irak 1.366 1.279 12 0 55 15
Iran 638 165 418 68 36 18
Türkei 1.107 245 825 119 5 4
Afghanistan 481 320 17 4 128 48
Nigeria 125 66 7 5 38 32
Ungeklärt 469 257 80 10 72 14
Somalia 473 222 9 7 229 199
Eritrea 458 427 17 4 9 9
Russische Föderation 17 8 6 0 3 3
Guinea 80 29 2 2 45 43
Georgien 1 0 0 0 1 1
Pakistan 27 24 2 0 1 0
Albanien 0 0 0 0 0 0
Aserbaidschan 20 11 8 7 0 0
b) Wie viele der Anerkennungen in den genannten Zeiträumen waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits
Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz – differenzieren), wie viele
dieser erteilen Status betrafen in Deutschland geborene Kinder, und
welche ungefähren Einschätzungen können im BAMF dazu gemacht werden,
wie viele Asylanträge von zuvor im Wege des legalen Familiennachzugs
eingereisten Personen stammen, auch vor dem Hintergrund, dass im Jahr
2018 18 338 Asylsuchende zum Zeitpunkt der Asylantragstellung über
eine Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen verfügten (vgl.
Bundestagsdrucksache 19/8701, Antwort zu Frage 2c; bitte erläutern)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
1. Quartal 2019
§ 26 AsylG Anerkennung 192
davon
in DE geborene Kinder 64
§ 3 I AsylG Familienschutz 10.392
davon
in DE geborene Kinder 6.095
§ 4 I AsylG Familienschutz 1.406
davon
in DE geborene Kinder 1.128
4. Quartal 2018
§ 26 AsylG Anerkennung 143
davon
in DE geborene Kinder 47
§ 3 I AsylG Familienschutz 9.244
davon
in DE geborene Kinder 4.789
§ 4 I AsylG Familienschutz 1.038
davon
in DE geborene Kinder 852
Aussagen über Antragsteller, die zuvor über den Familiennachzug eingereist sind,
können nicht getroffen werden.
c) Wie viele der Asylsuchenden in den genannten Zeiträumen waren legal
eingereist oder lebten zum Zeitpunkt der Asylantragstellung mit
rechtmäßigem Aufenthaltstitel (welchem) oder mit einer Duldung in Deutschland
(bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Vorbemerkung: Im Ausländerzentralregister (AZR) wird nicht erfasst, ob
Asylbewerber legal oder illegal eingereist waren.
Zudem haben Auswertungen von Daten des AZR zum Stichtag 30. April 2019
ergeben, dass wohl aufgrund einer Vielzahl von Nachmeldungen die Angabe von
belastbaren Daten zu zum Zeitpunkt der Asylantragstellung mit rechtmäßigem
Aufenthaltstitel oder mit einer Duldung in Deutschland aufhältigen
Asylbewerbern nur zum vorherigen Quartal (hier: viertes Quartal 2018) möglich ist,
während zum aktuell erfragten Quartal (hier: erstes Quartal 2019) noch keine validen
Daten ermittelt werden können.
Zum Stichtag 30. April 2019 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
7 108 Personen erfasst, die im vierten Quartal 2018 einen Asylantrag gestellt
haben, während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung
besaßen. Die weiteren Angaben können den nachstehenden Tabellen entnommen
werden:
Asylantragstellung während ein gültiger Aufenthaltstitel oder eine Duldung vorlagen 4. Quartal 2018
Gesamt 7.108
davon:
Aufenthaltserlaubnis – familiären Gründen 4.196
Duldung 2.229
Aufenthaltserlaubnis – völkerrechtliche, humanitäre, politische Gründe 515
Aufenthaltserlaubnis – Ausbildung 81
Aufenthaltserlaubnis – Besondere Aufenthaltsrechte 71
Aufenthaltserlaubnis – Erwerbstätigkeit 16
EU-Aufenthaltsrechte -
Asylantragstellung während ein gültiger Aufenthaltstitel oder eine Duldung vorlagen 4. Quartal 2018
Alle Staatsangehörigkeiten 7.108
darunter
Syrien 3.812
Irak 708
Afghanistan 361
Ungeklärt 260
Iran 164
Somalia 144
Eritrea 184
Pakistan 143
Türkei 90
Staatenlos 83
3. Wie viele Asylsuchende wurden im ersten Quartal 2019 registriert (bitte
nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den
jeweiligen Monaten gegenüberstellen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Asylgesuche Asylerstanträge
Januar 2019 15.550 14.534
Februar 2019 12.444 12.289
März 2019 11.588 10.965
4. Zu wie vielen asylsuchenden Personen wurde im ersten Quartal 2019 bzw.
im Gesamtjahr 2018 nach Angaben des Ausländerzentralregisters eine
Ausreise registriert, obwohl noch kein Abschluss des Asylverfahrens erfasst war
(bitte auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und nach
Bundesländern differenzieren)?
Zum Stichtag 30. April 2019 waren im AZR 17 546 nicht aufhältige Personen mit
einer Ausreise im Jahr 2018 sowie 2 295 Personen mit einer Ausreise im ersten
Quartal 2019 erfasst, bei denen zum Zeitpunkt der Ausreise noch kein Abschluss
des Asylverfahrens gespeichert war. Die weiteren Angaben können den
nachstehenden Tabellen entnommen werden:
nach Staatsangehörigkeit 2018
Insgesamt 17.546
davon:
Georgien 1.506
Albanien 1.220
Serbien 1.175
Irak 1.099
Nordmazedonien 1.099
Afghanistan 869
Pakistan 844
Moldau (Republik) 681
Russische Föderation 668
Kosovo 544
Syrien 534
Gambia 465
Armenien 449
Nigeria 447
Algerien 437
nach Staatsangehörigkeit 1. Quartal 2019
Insgesamt 2.295
davon:
Nordmazedonien 272
Georgien 215
Serbien 194
Albanien 157
Moldau (Republik) 131
Irak 126
Afghanistan 99
Pakistan 86
Russische Föderation 73
Bosnien und Herzegowina 65
Iran 59
Kosovo 52
Ukraine 49
Syrien 49
Nigeria 48
nach Bundesland 2018 1. Quartal 2019
Insgesamt 17.546 2.295
davon:
Thüringen 389 62
Schleswig-Holstein 361 71
Sachsen-Anhalt 276 41
Sachsen 828 127
Saarland 54 12
Rheinland-Pfalz 902 195
Nordrhein-Westfalen 4.371 387
Niedersachsen 1.398 215
Mecklenburg-Vorpommern 316 39
Hessen 1.063 135
Hamburg 260 33
Bremen 74 17
Brandenburg 530 79
Berlin 1.010 103
Bayern 3.118 464
Baden-Württemberg 2.596 315
5. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im ersten
Quartal 2019 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise, sonstiges),
mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF
hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren
Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2019
Staatsangehörigkeit Anzahl der
Erstantragssteller
Anzahl der
Antragssteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Gesamt 21.054 9.388 11.666 55,4%
darunter:
Syrien 3.454 2.672 782 22,6%
Irak 1.666 992 674 40,5%
Nigeria 2.511 127 2.384 94,9%
Türkei 1.651 1.278 373 22,6%
Iran 1.694 851 843 49,8%
Afghanistan 932 197 735 78,9%
Georgien 825 492 333 40,4%
Ungeklärt 409 225 184 45,0%
Guinea 709 11 698 98,4%
Somalia 387 13 374 96,6%
Eritrea 235 61 174 74,0%
Russische Föderation 395 172 223 56,5%
Moldau (Republik) 379 343 36 9,5%
Pakistan 466 81 385 82,6%
Nordmazedonien 258 155 103 39,9%
* Pass, Passersatz, Personalausweis
a) Wie hoch war jeweils der Anteil der Asylsuchenden ohne
Identitätspapiere im Jahr 2018 bei den Asylsuchenden aus den zehn Herkunftsländern
mit den höchsten bereinigten Gesamtschutzquoten, und wie hoch war
jeweils der Anteil der Asylsuchenden ohne Identitätspapiere im Jahr 2018
bei den Asylsuchenden aus den zehn Herkunftsländern mit den
niedrigsten bereinigten Gesamtschutzquoten (bitte jeweils nach einzelnen Länder
auflisten und nur Länder mit mehr als 100 Entscheidungen im Jahr
berücksichtigen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahre im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Staatsangehörigkeiten Anteil Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Ablehnungen des BAMF
Anzahl der
Antragssteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Gesamt 50,2% 38.311 45.322 54,2%
darunter:
Syrien 99,8% 11.781 2.795 19,2%
Jemen 97,5% 428 180 29,6%
Eritrea 94,1% 348 2.298 86,8%
Staatenlos 80,8% 349 187 34,9%
Somalia 65,8% 85 2.328 96,5%
Ungeklärt 58,4% 959 908 48,6%
Personen aus den
palästinensischen
Gebieten (nicht als Staat
anerkannt) 53,8% 72 25 25,8%
Afghanistan 52,1% 580 3.521 85,9%
Sudan (ohne Südsudan) 51,5% 45 568 92,7%
Türkei 46,7% 5.544 1.407 20,2%
Vietnam 3,0% 333 205 38,1%
Kolumbien 2,5% 90 10 10,0%
Albanien 2,2% 664 490 42,5%
Kenia 1,9% 11 247 95,7%
Bosnien und
Herzegowina 1,8% 82 73 47,1%
Nordmazedonien 1,6% 321 200 38,4%
Serbien 1,5% 211 221 51,2%
Georgien 1,5% 1.423 1.144 44,6%
Moldau (Republik) 1,1% 888 112 11,2%
Montenegro 0,5% 28 25 47,2%
* Pass, Passersatz, Personalausweis
b) Inwieweit kann vor dem Hintergrund dieser Zahlen die generelle Aussage
des Präsidenten des BAMF in einem Interview mit der Zeitung „DIE
WELT“ vom 24. März 2019 bestätigt werden: „Asylbewerber aus
Ländern mit einer geringen Anerkennungsquote legen fast nie Dokumente
vor“ (bitte begründen)?
Es handelt sich um eine generalisierende Aussage, die bereits eine individuelle
Bewertung mit Bezug zur Häufigkeit der Vorlage von Identitätspapieren enthält
und auch nicht auf die hier vorliegenden konkreten Zahlen, sondern auf eine in
der Fragestellung nicht näher ausgeführte Interviewsituation bezogen war.
6. In wie vielen Fällen wurden im ersten Quartal 2019 (bitte nach Monaten
auflisten und Gesamtzahlen nennen) mobile Datenträger von Asylsuchenden
ausgelesen und ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
Im ersten Quartal 2019 wurden insgesamt 3 502* Datenträger von persönlichen
Erstantragstellern ohne Pass/Passersatz ab 14 Jahren ausgelesen. Differenzierte
Angaben nach Monaten und den zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten können
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Monat Anzahl an Datenträgern*
Januar 1.237
Februar 1.131
März 1.134
* Durch nachträgliche Änderungen im Erfassungssystem wie z. B. die Einreichung von Pass/
Passersatz Dokumenten kann es zu Abweichungen der Daten im Vergleich zu vorherigen Angaben
kommen.
Es werden diejenigen Fälle ausgewertet, bei denen aus Prozesssicht alle erforderlichen Angaben
im Kerndatensystem korrekt und valide hinterlegt sind.
Staatsangehörigkeit Januar 2019 Februar 2019 März 2019
Afghanistan 294 340 318
Georgien 115 73 97
Guinea 95 80 77
Irak 71 62 77
Iran 86 55 58
Nigeria 67 67 55
Somalia 44 42 35
Syrien 44 26 31
Türkei 35 37 25
Ungeklärt 23 22 21
Summe 874 804 794
a) Zu welchem Anteil verfügten in diesem Zeitraum Asylsuchende, deren
Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht hinreichend
sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträgergeräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch ausgelesen werden,
und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung erst nach
behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen den Willen der
Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
Im ersten Quartal 2019 gaben ca. 41 Prozent der persönlichen Erstantragsteller
ohne Pass/Passersatz ab 14 Jahren an, dass Sie über ein Datenträger-Gerät
verfügen. Zu einem Anteil von ca. 77 Prozent konnten die Datenträger-Geräte
technisch ausgelesen werden.
Asylbewerber werden unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflichten aufgefordert,
vorhandene Datenträger herauszugeben. Zwangsmaßnahmen wurden bisher nicht
angedroht oder durchgeführt.
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung im genannten
Zeitraum erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser für das
Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in wie vielen
dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender Prüfung durch
einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine Ablehnung (bitte so
differenziert wie möglich antworten), und was waren die Gründe für
entsprechende Ablehnungen (bitte zumindest die wichtigsten typischen Gründe
für eine Ablehnung nennen; eine statistische Auswertung ist
diesbezüglich nicht erforderlich – eine Antwort hierzu fehlte auf
Bundestagsdrucksache 19/8701, Antwort zu Frage 9b)?
Im ersten Quartal 2019 wurden zu den insgesamt 3 502 ausgelesenen
Datenträgern von persönlichen Erstantragstellern ohne Pass/Passersatz ab 14 Jahren
insgesamt 1 538 Datenträger-Auswertungsanträge gestellt. Davon wurden bisher
1 236 Datenträger-Auswertungen freigegeben. Die individuellen Gründe für
entsprechende Ablehnungen werden statistisch nicht erfasst.
Die Anforderung des Ergebnisreports ist eine Ermessensentscheidung der
Einzelentscheider, die nach der Gesamtschau aller ihm vorliegender und verfügbarer
Informationen zu treffen ist. Der Volljurist entspricht der Anforderung des
Ergebnisreports, wenn die Auswertung des bereits ausgelesenen Datenträgers nach
§ 15a AsylG für die Feststellung der Identität und Staatsangehörigkeit des
Ausländers nach § 15 Absatz 2 Nummer 6 AsylG erforderlich ist und der Zweck der
Maßnahme nicht durch ein milderes Mittel erreicht werden kann und keine
Ausnahme nach § 15a Absatz 1 Satz 2 AsylG i. V. m. § 48 Absatz 3a Satz 2 des
Aufenthaltsgesetzes vorliegt. Soweit mildere Mittel zur Verfügung stehen ist der
Anforderung nicht zu entsprechen und das Ergebnisreport zu löschen.
Ob ein milderes Mittel zur Verfügung steht, ist eine Frage des Einzelfalls. Als
mildere Mittel kommen vorrangig Dokumente in Betracht, die durch ein Lichtbild
die Identität belegen können und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
(BAMF) auf ihre Echtheit überprüft werden können. Daneben kommen hier etwa
Führerscheine, Flüchtlingsausweise und Militärausweise in Betracht. Darüber
hinaus können bspw. auch weitere Erkenntnisse, die sich zum Zeitpunkt der
Verhältnismäßigkeitsprüfung in der Verfahrensakte befinden, dazu führen, dass eine
Auswertung der Datenträger nicht mehr erforderlich ist.
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der Auslegung für
das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt oder
maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu ihrer Herkunft
bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen bzw. zu bestätigen
(bitte ausführen und unter Angabe konkreter Zahlen antworten)?
Im ersten Quartal 2019 führte die Ergebnisdokumentation der Datenträger von
persönlichen Erstantragstellern ohne Pass/Passersatz ab 14 Jahren dazu, dass bei
ungefähr 44 Prozent die Identität der Antragsteller bestätigt und bei ungefähr
einem Prozent die Identität widerlegt werden konnte. In ca. 55 Prozent der Fälle
konnten keine verwertbaren Erkenntnisse aus der Ergebnisdokumentation
gewonnen werden.
Hierbei ist anzumerken, dass eine Verifikation der Identität genauso ein für das
Asylverfahren relevantes Ergebnis darstellt wie das Widerlegen von Aussagen
zur Identität. Eine Schlussfolgerung des Anteils der widerlegten Identitäten zur
Nützlichkeit des Auslesens von Datenträgern ist daher nicht zwingend.
Zum Stichtag 31. März 2019 waren für die 1 236 freigegebenen Datenträger-
Auswertungen insgesamt 815 Ergebnisdokumentationen hinterlegt. Die Anzahl der
Ergebnisdokumentation wird als Bezugsgröße für die oben genannten
Prozentsätze herangezogen. Daraus ergibt sich die folgende Darstellung (gesamt 815):
44 Prozent (357) Identität der Antragsteller bestätigt
1 Prozent (zwölf) Identität widerlegt
55 Prozent (446) keine verwertbaren Erkenntnisse.
7. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Quartal 2019 nach § 14a Absatz 2
des Asylgesetzes von Amts wegen für hier geborene (oder eingereiste)
Kinder von Asylsuchenden gestellt, wie viele Asylanträge wurden in den
genannten Zeiträumen von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von
Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten
minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl
der Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende Teilmengen
angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im
ersten Quartal 2019 bei 58,3 Prozent (viertes Quartal 2018: 61,9 Prozent), bei
Unbegleiteten im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 57,3 Prozent (viertes
Quartal 2018: 54,1 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 57 Prozent
(viertes Quartal 2018: 58,6 Prozent).
Die Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formaler Entscheidungen bei
unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im ersten Quartal 2019 bei
62,7 Prozent (viertes Quartal 2018: 67,1 Prozent), bei unbegleiteten
Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 65,7 Prozent (viertes Quartal 2018:
58,6 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 70,2 Prozent (viertes
Quartal 2018: 71,3 Prozent).
Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben.
1. Quartal 2019
absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 39.948
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre
insgesamt 18.894 47,3%
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16
Jahre 17.372 43,5%
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 198 0,5%
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 2.384 6,0%
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis
unter 18 Jahre 1.522 3,8%
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18
Jahre) 637 1,6%
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 12 0,0%
8. Wie viele der Asylsuchenden im ersten Quartal 2019 bzw. im Gesamtjahr
2018 (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren) waren so genannte
Nachgeborene, d. h. Kinder von bereits hier lebenden Asylsuchenden oder
Flüchtlingen (soweit möglich bitte auch nach dem Aufenthaltsstatus der Eltern
differenzieren), und wie viele von ihnen waren in Deutschland geboren (bitte wie
zuvor differenzieren)?
Der Aufenthaltsstatus der Eltern kann nicht ermittelt werden. Die weiteren
Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
1. Quartal 2019 Gesamt Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt
Insgesamt 7.867 19,7%
darunter:
Syrien 3.240 31,1%
Irak 723 19,2%
Nigeria 663 17,9%
Türkei 114 4,9%
Iran 156 7,1%
Afghanistan 600 27,5%
Georgien 53 4,6%
Ungeklärt 307 30,6%
Guinea 53 5,5%
Somalia 317 35,4%
Jahr 2018 Gesamt Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt
Insgesamt 32.303 19,9%
darunter:
Syrien 13.649 30,9%
Irak 2.855 17,5%
Iran 606 5,6%
Nigeria 2.464 24,2%
Türkei 377 3,7%
Afghanistan 2.694 27,1%
Eritrea 1.704 30,6%
Somalia 1.306 25,7%
Ungeklärt 1.052 24,9%
Russische Föderation 731 18,6%
9. Wie viele unbegleitete Minderjährige (d. h. unter 18-Jährige) haben im
ersten Quartal 2019 einen Asylerstantrag gestellt (bitte nach wichtigsten
Herkunftsländern und Bundesländern aufgliedern), und welche
Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen im genannten Zeitraum
(bitte nach verschiedenen Schutzstatus und wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
1. Quartal 2019 Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Staatsangehörigkeit
gesamt 835
darunter
Guinea 174
Afghanistan 128
Syrien 94
Somalia 79
Irak 74
Eritrea 48
Iran 34
Gambia 22
Pakistan 16
Nigeria 14
Türkei 12
Guinea-Bissau 9
Sudan (ohne Südsudan) 9
Albanien 8
Sierra Leone 8
1. Quartal 2019 Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Bundesländer
gesamt 835
Baden-Württemberg 61
Bayern 120
Berlin 12
Brandenburg 17
Bremen 3
Hamburg 41
Hessen 74
Mecklenburg-Vorpommern 13
Niedersachsen 107
Nordrhein-Westfalen 202
Rheinland-Pfalz 49
Saarland 6
Sachsen 26
Sachsen-Anhalt 29
Schleswig-Holstein 53
Thüringen 22
1. Quartal 2019
Entscheidungen über Erstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Gesamt
Anerkennung als
asylberechtigt
(Art. 16a GG u.
Fam.Asyl)
Anerkennung
als Flüchtling
gemäß § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz
gemäß § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot gemäß
§ 60 V/VII
AufenthG
Staatsangehörigkeiten gesamt 675 - 79 149 133
darunter
Guinea 83 - 8 2 12
Afghanistan 105 - 14 7 46
Syrien 108 - 18 85 3
Somalia 72 - 14 14 11
Irak 69 - 10 2 15
Eritrea 61 - - 27 22
Iran 17 - 5 2 -
Gambia 19 - 1 - 6
Pakistan 10 - 1 - -
Nigeria 4 - - - 1
Türkei 6 - - - -
Guinea-Bissau 1 - - - -
Sudan (ohne Südsudan) 6 - - 1 1
Albanien 17 - - - -
Sierra Leone 10 - 3 1 2
10. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im ersten Quartal 2019 an
welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von ihnen
wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen wurden
zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben für das erste Quartal 2019 können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden:
1. Quartal 2019 Anzahl unbegleiteter Minderjähriger
davon zurück-
gewiesen
davon zurück
geschoben
davon Übergabe an
Jugendämter
Gesamt 413 38 8 294
nach Grenze
Frankreich 101 1 84
Belgien 97 2 87
Österreich 96 35 38
Schweiz 29 2 20
Flughäfen 24 3 12
Tschechien 19 14
Niederlande 14 2 10
Dänemark 12 10
ungeklärt 8 7
Seehäfen 8 1 7
Luxemburg 4 4
Polen 1 1
nach Staatsangehörigkeit
Guinea 95 1 1 86
Afghanistan 94 25 54
Marokko 52 1 50
Algerien 30 2 1 20
Irak 14 1 1 9
Etwaige Differenzen zwischen der Zahl der festgestellten unbegleiteten
Minderjährigen und den aufgeführten Maßnahmen erklären sich aus sonstigen
Maßnahmen der Bundespolizei und den anderen mit der Kontrolle des
grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörden, etwa der Übergabe an inländische
Behörden (z. B. Polizeien der Länder).
11. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Quartal 2019 als „offensichtlich
unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben differenziert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern machen und zudem jeweils in Relation zur Gesamtzahl der
Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Quartal 2019 Ablehnung insgesamt darunter: als offensichtlich unbe-gründet abgelehnt
Anteil an Ablehnungen
gesamt
Insgesamt 18.547 5.264 28,4
darunter:
Syrien 13 3 23,1%
Irak 1.892 77 4,1%
Nigeria 1.639 252 15,4%
Türkei 1.217 105 8,6%
Iran 1.872 34 1,8%
Afghanistan 914 21 2,3%
Georgien 1.051 593 56,4%
Ungeklärt 313 109 34,8%
Guinea 605 149 24,6%
Somalia 377 15 4,0%
Eritrea 124 1 0,8%
Russische Föderation 779 66 8,5%
Moldau (Republik) 674 429 63,6%
Pakistan 466 82 17,6%
Nordmazedonien 558 552 98,9%
12. Wie viele so genannte Flughafenverfahren wurden im ersten Quartal 2019
an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt (bitte
auch Angaben zum Anteil der unbegleiteten Minderjährigen und den zehn
wichtigsten Herkunftsländern machen)?
Im Berichtszeitraum wurden keine unbegleiteten Antragsteller unter 18 Jahren an
Flughäfen erfasst. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden:
1. Quartal 2019
Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach
Antragstellung
Staatsangehörigkeit Aktenanlage Mitteilung § 18a VI offens. unbegründet eingestellt
122 49 60 0
darunter
Syrien 3 3 0 0
Irak 3 1 0 0
Nigeria 0 0 0 0
Türkei 2 1 0 0
Iran 31 20 8 0
Afghanistan 11 8 2 0
Georgien 0 0 0 0
Ungeklärt 2 1 0 0
Guinea 0 0 0 0
Somalia 3 1 2 0
1. Quartal 2019 Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung
Flughafen Aktenanlage Mitteilung § 18a VI offens. unbegründet eingestellt
122 49 60 0
darunter
Flughafen Frankfurt 103 49 54 0
Flughafen München 19 0 6 0
13. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
bisherige Jahr 2019 (bitte jeweils in der Differenzierung wie auf
Bundestagsdrucksache 19/8701 in der Antwort zu Frage 16 darstellen: Asylverfahren,
Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, unterschiedliche
Instanzen, Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen
Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben
der Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem
Fall auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko,
Tunesien, Algerien, Georgien, Armenien und Türkei machen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Erst- und Folgeanträge
1. Januar -
31. März 2019 Klagen Gerichtsentscheidungen
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)
absolut Anteil absolut Anteil
Gesamt 29.711 40.729 50 2.818 603 2.618 16.364 40,2% 18.276 44,9% 297.540
darunter:
Syrien 3.439 6.198 1 1.200 4 320 2.650 42,8% 2.023 32,6% 32.580
Irak 3.305 4.037 0 123 143 197 1.945 48,2% 1.629 40,4% 34.582
Nigeria 3.196 2.547 0 11 4 70 860 33,8% 1.602 62,9% 18.672
Iran 2.613 1.871 11 392 16 25 619 33,1% 808 43,2% 17.655
Afghanistan 1.903 6.636 0 435 245 1.582 2.408 36,3% 1.966 29,6% 57.053
Russische Föd. 1.357 1.593 0 40 12 26 654 41,1% 861 54,0% 16.401
Türkei 1.328 961 13 34 1 6 408 42,5% 499 51,9% 9.779
Georgien 929 736 0 2 0 4 306 41,6% 424 57,6% 4.444
Guinea 876 681 1 2 1 11 260 38,2% 406 59,6% 5.358
Pakistan 843 1.875 5 242 2 29 958 51,1% 639 34,1% 11.864
Somalia 801 996 0 23 81 56 176 17,7% 660 66,3% 7.751
Moldau (Rep.) 675 255 0 0 0 0 80 31,4% 175 68,6% 1.075
Aserbaidschan 555 852 1 10 1 16 465 54,6% 359 42,1% 5.289
Ungeklärt 517 776 0 63 13 35 287 37,0% 378 48,7% 5.620
Armenien 458 988 0 1 3 36 456 46,2% 492 49,8% 6.234
Marokko 187 248 1 3 0 4 80 32,3% 160 64,5% 997
Tunesien 119 90 0 3 0 1 22 24,4% 64 71,1% 496
Algerien 184 226 0 4 1 3 75 33,2% 143 63,3% 1.033
Albanien 349 553 0 0 0 14 180 32,5% 359 64,9% 2.431
Erst- und Folgeanträge
1. Januar -
31. März 2019 Klagen Gerichtsentscheidungen
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)
absolut Anteil absolut Anteil
Serbien 328 366 0 1 0 8 99 27,0% 258 70,5% 1.943
Nordmazedonien 390 348 0 0 0 5 98 28,2% 245 70,4% 1.669
Kosovo 140 252 0 0 0 12 63 25,0% 177 70,2% 1.670
Ghana 208 266 0 0 0 6 106 39,8% 154 57,9% 1.450
Bosnien und
Herzegowina 95 84 0 0 0 4 10 11,9% 70 83,3% 548
Senegal 90 103 0 0 0 3 41 39,8% 59 57,3% 485
Montenegro 48 50 0 0 0 0 10 20,0% 40 80,0% 234
Erst- und Folgeanträge
1. Januar -
31. März 2019
Berufungen Gerichtsentscheidungen
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)
absolut Anteil ab-solut Anteil
Gesamt 788 466 - 9 - 3 400 85,8% 54 11,6% 1.818
darunter:
Syrien 505 427 0 7 0 3 387 90,6% 30 7,0% 1.174
Äthiopien 145 6 0 0 0 0 6 100,0% 0 - 149
Irak 60 0 0 0 0 0 0 - 0 - 91
Afghanistan 15 10 0 0 0 0 1 10,0% 9 90,0% 146
Ungeklärt 10 3 0 1 0 0 1 33,3% 1 33,3% 33
Somalia 8 4 0 0 0 0 0 - 4 100,0% 38
Russische Föd. 6 0 0 0 0 0 0 - 0 - 34
Libyen 6 0 0 0 0 0 0 - 0 - 10
Erst- und Folgeanträge
1. Januar -
31. März 2019
Berufungen Gerichtsentscheidungen
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)
absolut Anteil ab-solut Anteil
Staatenlos 6 1 0 0 0 0 1 100,0% 0 - 10
Nigeria 5 2 0 0 0 0 0 - 2 100,0% 6
Ruanda 5 0 0 0 0 0 0 - 0 - 5
Iran 5 2 0 0 0 0 2 100,0% 0 - 11
Libanon 4 0 0 0 0 0 0 - 0 - 0
Aserbaidschan 3 4 0 1 0 0 0 - 3 75,0% 0
Nordmazedonien 2 0 0 0 0 0 0 - 0 - 2
Marokko 1 0 0 0 0 0 0 - 0 - 2
Tunesien 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 0
Algerien 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 0
Georgien 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 4
Armenien 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 5
Türkei 1 0 0 0 0 0 0 - 0 - 5
Albanien 0 1 0 0 0 0 0 - 1 100,0% 0
Serbien 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 2
Kosovo 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 7
Ghana 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 0
Bosnien und
Herzegowina 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 0
Senegal 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 1
Montenegro 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 0
Erst- und Folgeanträge
1. Januar -
31. März 2019
Revisionen Gerichtsentscheidungen
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en
)
absolut Anteil absolut Anteil
Gesamt 4 20 - - - - 6 30,0% 14 70,0% 31
darunter:
Afghanistan 2 0 0 0 0 0 0 - 0 - 6
Somalia 1 0 0 0 0 0 0 - 0 - 2
Tunesien 1 0 0 0 0 0 0 - 0 - 1
Russische
Föderation 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 1
Algerien 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 1
Eritrea 0 6 0 0 0 0 0 - 6 100,0% 1
Mauretanien 0 2 0 0 0 0 0 - 2 100,0% 0
Ägypten 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 1
Irak 0 1 0 0 0 0 0 - 1 100,0% 0
Iran 0 4 0 0 0 0 0 - 4 100,0% 0
Syrien 0 7 0 0 0 0 6 85,7% 1 14,3% 7
sonst. asiat.
Staatsangeh. 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 1
Staatenlos 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 9
Ungeklärt 0 0 0 0 0 0 0 - 0 - 1
Widerrufsverfahren
1. Januar – 31. März 2019 Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
insgesamt
Widerruf Art. 16a
GG/
Flüchtlingseigenschaft/subs.
Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen (z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil
absolut
Anteil absolut Anteil
Insgesamt 308 75 28 37,3% 10 13,3% 37 49,3% 898
darunter:
Irak 81 15 5 33,3% - - 10 66,7% 195
Afghanistan 67 11 4 36,4% 1 9,1% 6 54,5% 158
Syrien 46 22 7 31,8% 4 18,2% 11 50,0% 162
Türkei 14 4 4 100,0% - - - - 54
Ungeklärt 11 10 2 20,0% 4 40,0% 4 40,0% 41
Aserbaidschan 9 2 - - - - 2 100,0% 13
Iran 8 - - - - - - - 23
Russische Föderation 7 2 1 50,0% - - 1 50,0% 49
Äthiopien 7 - - - - - - - 9
Sri Lanka 7 - - - - - - - 17
Armenien 6 2 2 100,0% - - - - 14
Eritrea 5 - - - - - - - 13
Libanon 5 2 1 50,0% - - 1 50,0% 12
Personen aus den
palästinensischen Gebieten (nicht
als Staat anerkannt) 5 - - - - - - - 5
Nigeria 4 - - - - - - - 12
- - -
Algerien - - - - - - - - 2
Georgien 1 - - - - - - - 3
Marokko - - - - - - - - 4
Tunesien - 1 1 100,0% - - - - -
Albanien 3 1 1 100,0% - - - - 5
Serbien 1 1 - - - - 1 100,0% 7
Nordmazedonien 1 1 - - 1 100,0% - - 3
Kosovo 3 - - - - - - - 14
Ghana - - - - - - - - 3
Bosnien und Herzegowina - - - - - - - - 1
Widerrufsverfahren
1. Januar – 31. März
2019
Berufungen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
insgesamt
Widerruf Art. 16a
GG/
Flüchtlingseigenschaft / subs.
Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Insgesamt 1 1 - - - - 1 100,0% 12
darunter
Türkei - - - - - - - - 1
Togo - - - - - - - - 3
Tunesien 1 - - - - - - - 1
Afghanistan - 1 - - - - 1 100,0% 4
Irak - - - - - - - - 3
Es gab im Betrachtungszeitraum keine Revisionen bei Widerrufsverfahren.
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe:
1. Januar – 31. März 2019 15,9 13,0
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren
1. Januar – 31. März 2019 abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Herkunftsländer gesamt 4.427 883 5.310
darunter:
Nigeria 806 214 1.020
Iran 522 121 643
Irak 453 107 560
Russische Föderation 291 33 324
Afghanistan 282 24 306
Guinea 220 32 252
Somalia 141 45 186
Syrien 151 28 179
Gambia 162 13 175
Eritrea 123 38 161
Pakistan 105 27 132
Aserbaidschan 84 20 104
Türkei 77 27 104
Ungeklärt 60 36 96
Armenien 71 14 85
Algerien 38 2 40
1. Januar – 31. März 2019 abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Herkunftsländer gesamt 4.427 883 5.310
darunter:
Georgien 24 24
Marokko 27 27
Tunesien 12 5 17
Albanien 17 17
Serbien 4 4
Nordmazedonien 16 16
Kosovo 11 3 14
Ghana 42 6 48
Senegal 26 3 29
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublinverfahren (in Tagen)
1. Januar – 31. März 2019
Antrag nach § 80
Abs. 5 VwGO
Antrag nach § 80
Abs. 7 VwGO
Antrag nach § 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 65,0 25,6 33,4
darunter:
Nigeria 93,9 26,3 17,8
Iran 49,5 19,8 36,5
Irak 70,7 23,6 44,3
Russische Föderation 50,9 16,2 25,1
Afghanistan 62,3 28,6 23,2
Guinea 60,1 61,2 45,6
Somalia 51,1 22,1 32,3
Syrien 50,1 28,0 52,3
Gambia 51,0 29,5 7,5
Eritrea 66,4 23,4 27,3
Pakistan 59,3 34,4 30,3
Aserbaidschan 111,5 46,3 18,5
Türkei 41,1 25,1 13,0
Ungeklärt 52,8 17,6 42,4
Armenien 106,7 26,4 38,7
Algerien 45,2 25,6
Georgien 25,7
Marokko 42,7 55,0
Tunesien 46,4 39,3 26,0
1. Januar – 31. März 2019
Antrag nach § 80
Abs. 5 VwGO
Antrag nach § 80
Abs. 7 VwGO
Antrag nach § 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 65,0 25,6 33,4
darunter:
Albanien 45,0 23,0
Serbien 17,8
Nordmazedonien 32,4
Kosovo 56,1
Ghana 52,3 10,7
Senegal 27,2 8,0
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt
1. Januar – 31. März 2019 abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 9.766 2.000 11.766
darunter:
Nigeria 1.102 294 1.396
Irak 712 199 911
Iran 649 162 811
Afghanistan 554 178 732
Syrien 518 167 685
Georgien 540 31 571
Russische Föderation 467 73 540
Moldau (Republik) 407 407
Guinea 327 50 377
Somalia 238 93 331
Gambia 263 45 308
Albanien 294 10 304
Pakistan 236 52 288
Serbien 267 18 285
Armenien 249 32 281
Algerien 94 5 99
Marokko 105 7 112
Tunesien 42 5 47
Türkei 192 88 280
Nordmazedonien 229 19 248
Kosovo 133 7 140
1. Januar – 31. März 2019 abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 9.766 2.000 11.766
darunter:
Ghana 132 30 162
Bosnien und Herzegowina 74 3 77
Senegal 55 4 59
Montenegro 39 1 40
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in Tagen)
1. Januar – 31. März 2019
Antrag nach § 80
Abs. 5 VwGO
Antrag nach § 80 Abs. 7
VwGO Antrag nach §123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 60,5 30,2 33,3
darunter:
Nigeria 107,3 43,4 36,8
Irak 64,5 30,8 40,9
Iran 54,0 24,8 33,4
Afghanistan 59,2 28,8 46,3
Syrien 41,7 25,6 52,6
Georgien 32,6 21,0 18,2
Russische Föderation 84,5 18,7 26,7
Moldau (Republik) 21,0 13,8 24,9
Guinea 55,7 55,7 43,0
Somalia 44,8 24,4 24,6
Gambia 82,9 46,4 32,0
Albanien 34,1 21,0 26,2
Pakistan 61,9 52,2 38,2
Serbien 34,2 41,6 20,8
Armenien 56,2 27,0 62,2
Algerien 63,4 23,3 49,6
Marokko 31,3 14,5 16,1
Tunesien 51,0 42,0 36,0
Türkei 52,3 24,3 16,8
Nordmazedonien 45,9 30,6 31,0
Kosovo 59,9 22,3 36,6
Ghana 54,8 13,5 24,7
Bosnien und Herzegowina 48,0 - 33,7
Senegal 40,9 101,0 -
Montenegro 35,8 33,6 18,6
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung
anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte auf einen
Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach Bundesländern und den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser
Verfahren wurden im ersten Quartal 2019 mit welchem Ergebnis entschieden
(bitte ebenfalls nach Bundesländern und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Rechtsmittel gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz
entschiedene Asylanträge waren zum Stichtag 31. März 2019 anhängig:
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 31. März 2019
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 30.195
darunter:
Syrien 22.185
Irak 3.217
Eritrea 1.256
Ungeklärt 1.119
Afghanistan 681
Staatenlos 395
Jemen 324
Somalia 290
sonst. asiat. Staatsangeh. 122
Iran 101
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 31. März 2019
nach Bundesländern Klagen
Gesamt 30.195
darunter:
Baden-Württemberg 3.907
Bayern 2.539
Berlin 3.236
Brandenburg 1.717
Bremen 187
Hamburg 786
Hessen 5.084
Mecklenburg-Vorpommern 175
Niedersachsen 3.542
Nordrhein-Westfalen 6.864
Rheinland-Pfalz 200
Saarland 81
Sachsen 429
Sachsen-Anhalt 315
Schleswig-Holstein 700
Thüringen 433
Im Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2019 wurde bei Klagen wie dargestellt
entschieden:
nach Staatsangehörigkeit Summe Ent-scheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG
Keine
Verbesserung
Gesamt 6.105 1 1.363 4.741
darunter:
Syrien 4.779 1 1.175 3.603
Irak 447 - 23 424
Ungeklärt 268 - 53 215
Eritrea 202 - 19 183
Afghanistan 93 - 8 85
Staatenlos 86 - 56 30
Somalia 51 - 7 44
Jemen 42 - 4 38
sonst. asiat. Staatsangeh. 35 - 8 27
Iran 22 - 1 21
nach Bundesländern Summe Ent-scheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG
Keine
Verbesserung
Gesamt 6.105 1 1.363 4.741
darunter:
Baden-Württemberg 678 - 244 434
Bayern 294 - 150 144
Berlin 683 - 18 665
Brandenburg 27 - 3 24
Bremen 17 - 2 15
Hamburg 147 - 10 137
Hessen 911 1 402 508
Mecklenburg-Vorpommern 65 - 8 57
Niedersachsen 720 - 84 636
Nordrhein-Westfalen 1.848 - 314 1.534
Rheinland-Pfalz 112 - 6 106
Saarland 28 - 1 27
Sachsen 144 - 38 106
Sachsen-Anhalt 112 - 54 58
Schleswig-Holstein 247 - 13 234
Thüringen 72 - 16 56
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im bisherigen Jahr
2019 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen Zahlen
angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der Bescheide und
in Bezug auf Ablehnungen gesondert ausweisen; bitte jeweils nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu sicher
erklärten Herkunftsländern differenzieren, zusätzlich differenzieren nach der
Art der Ablehnung: unbegründet, offensichtlich unbegründet, unzulässig
bzw. Dublin-Bescheid)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Staatsangehörigkeit Entscheidungen insgesamt
davon Entscheidung
„abgelehnt“
davon Entscheidung
„o. u. abgelehnt“
davon Entscheidung
„Unzulässig“
davon beklagt Anteil
davon
beklagt Anteil
davon
beklagt Anteil
davon
beklagt Anteil
Gesamt 59.233 29.184 49,3% 13.283 11.827 89,0% 5.264 2.993 56,9% 16.968 12.421 73,2%
darunter:
Syrien 14.256 3.366 23,6% 10 7 70,0% 3 3 100,0% 1.936 1.717 88,7%
Irak 5.711 3.132 54,8% 1.815 1.608 88,6% 77 56 72,7% 1.694 1.364 80,5%
Nigeria 4.141 3.294 79,5% 1.387 1.244 89,7% 252 204 81,0% 2.051 1.817 88,6%
Türkei 3.039 1.333 43,9% 1.112 1.049 94,3% 105 74 70,5% 243 202 83,1%
Iran 3.647 2.570 70,5% 1.838 1.760 95,8% 34 30 88,2% 962 777 80,8%
Afghanistan 3.665 1.847 50,4% 893 822 92,0% 21 16 76,2% 1.226 934 76,2%
Georgien 1.340 952 71,0% 458 388 84,7% 593 419 70,7% 210 138 65,7%
Ungeklärt 1.375 509 37,0% 204 169 82,8% 109 55 50,5% 357 254 71,1%
Guinea 1.256 862 68,6% 456 408 89,5% 149 118 79,2% 463 350 75,6%
Somalia 1.660 788 47,5% 362 317 87,6% 15 13 86,7% 585 448 76,6%
Eritrea 1.393 403 28,9% 123 112 91,1% 1 0 0,0% 263 205 77,9%
Russische
Föderation 1.794 1.307 72,9% 713 643 90,2% 66 43 65,2% 912 683 74,9%
Moldau
(Republik) 1.020 677 66,4% 245 174 71,0% 429 336 78,3% 282 163 57,8%
Pakistan 1.112 778 70,0% 384 335 87,2% 82 66 80,5% 560 394 70,4%
Nordmazedonien 1.181 369 31,2% 6 4 66,7% 552 182 33,0% 535 202 37,8%
Albanien 891 332 37,3% 22 20 90,9% 534 229 42,9% 280 79 28,2%
Serbien 1.121 336 30,0% 29 13 44,8% 458 152 33,2% 562 172 30,6%
Kosovo 362 161 44,5% 4 3 75,0% 164 75 45,7% 183 82 44,8%
Ghana 343 213 62,1% 7 2 28,6% 143 98 68,5% 150 112 74,7%
Bosnien und
Herzegowina 262 94 35,9% 1 0 0,0% 113 43 38,1% 123 50 40,7%
Senegal 143 86 60,1% 1 1 100,0% 53 35 66,0% 81 52 64,2%
Montenegro 90 52 57,8% 0 0 0,0% 27 11 40,7% 57 41 71,9%
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-) Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Gericht – Stand: 31. März 2019 Anzahl anhängiger Gerichtsverfahren
bei Gericht anhängige Verfahren 299.389
Bundesverwaltungsgericht 31
VGH Baden-Württemberg 150
VG Freiburg 10.007
VG Karlsruhe 12.548
VG Sigmaringen 8.279
VG Stuttgart 16.281
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 213
VG Ansbach 8.285
VG Augsburg 3.152
VG Bayreuth 3.990
VG München 17.198
VG Regensburg 5.660
VG Würzburg 2.441
Bayerischer VGH - Außenstelle Ansbach 228
OVG Berlin-Brandenburg 123
VG Berlin 17.655
VG Cottbus 3.593
VG Frankfurt / Oder 4.082
VG Potsdam 6.875
OVG der Freien Hansestadt Bremen 4
VG Bremen 2.173
Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 17
VG Hamburg 6.974
Hessischer Verwaltungsgerichtshof 73
VG Darmstadt 6.339
VG Frankfurt/Main 5.599
VG Kassel 5.842
VG Wiesbaden 5.853
VG Gießen 8.045
Niedersächsisches
Oberverwaltungsgericht
455
VG Braunschweig 4.033
VG Hannover 8.174
VG Oldenburg 5.235
VG Osnabrück 4.088
Gericht – Stand: 31. März 2019 Anzahl anhängiger Gerichtsverfahren
VG Stade 3.449
VG Lüneburg 2.468
VG Göttingen 1.987
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 164
VG Aachen 5.836
VG Arnsberg 9.853
VG Düsseldorf 13.505
VG Gelsenkirchen 10.239
VG Köln 11.260
VG Minden 8.094
VG Münster 6.398
OVG Rheinland-Pfalz 51
VG Trier 8.683
OVG des Saarlands 49
VG des Saarlandes 744
Schleswig-Holsteinisches OVG 57
VG Schleswig-Holstein 10.260
OVG Sachsen-Anhalt 2
VG Magdeburg 2.262
VG Halle 1.531
Thüringer Oberverwaltungsgericht 10
VG Gera 487
VG Meiningen 2.511
VG Weimar 1.696
Sächsisches Oberverwaltungsgericht 137
VG Chemnitz 4.735
VG Dresden 3.771
VG Leipzig 2.566
OVG Mecklenburg-Vorpommern 65
VG Greifswald 1.155
VG Schwerin 1.669
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
bisherigen Jahr 2019 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen Fällen
basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags oder aus sonstigem
Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Zeitraum: 1. Januar – 31. März 2019
Staatsangehörigkeit
davon aufgrund einer
Gerichtsentscheidung Abhilfeentscheidungen
Gesamt 7.671 6.539 1.132
darunter
Syrien 2.073 1.757 316
Irak 526 456 70
Nigeria 142 85 57
Türkei 109 51 58
Iran 449 402 47
Afghanistan 2.835 2.593 242
Georgien 3 0 3
Ungeklärt 154 105 49
Guinea 20 8 12
Somalia 139 112 27
Eritrea 80 64 16
Russische Föderation 83 69 14
Moldau (Republik) 1 1 0
Pakistan 294 237 57
Nordmazedonien 11 10 1
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen
Zeitraum: 1. Januar – 31. März 2019
Staatsangehörigkeit
Gesamt 799
darunter
Syrien 242
Irak 39
Nigeria 19
Türkei 7
Iran 49
Afghanistan 224
Georgien 1
Ungeklärt 22
Guinea 5
Somalia 54
Eritrea 39
Russische Föderation 7
Moldau (Republik) 1
Pakistan 3
Nordmazedonien 0
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen
Zeitraum: 1. Januar – 31. März 2019
Staatsangehörigkeit
Gesamt 20
darunter
Syrien 1
Irak 1
Iran 1
Nigeria 1
Türkei 0
Afghanistan 4
Eritrea 0
Somalia 0
Ungeklärt 0
Russische Föderation 0
Georgien 1
Guinea 0
Pakistan 0
Albanien 0
Aserbaidschan 0
e) Bei wie vielen der Klagen und Rechtsschutzanträge im Asylbereich im
bisherigen Jahr 2019 ging es um Dublin-Bescheide (inklusive
Schutzgewährung in einem anderen Mitgliedstaat, bitte auch nach den 15
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie wurden diese Verfahren im
bisherigen Jahr 2019 entschieden (bitte in absoluten und relativen Zahlen
und so differenziert wie möglich angeben)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Anhängige Eilverfahren zu Dublin-Bescheiden
(zusätzlich Verfahren nach § 29 Abs. I Nr. 2 AsylG)
Staatsangehörigkeit
Gesamt 6.635
darunter:
Nigeria 1.276
Irak 702
Syrien 700
Iran 620
Afghanistan 354
Russische Föderation 338
Guinea 303
Somalia 219
Gambia 169
Eritrea 158
Ungeklärt 141
Pakistan 140
Aserbaidschan 121
Türkei 114
Kamerun 80
Entscheidungen in Eilverfahren
Staatsangehörigkeit
Gesamt 11.502
darunter:
Nigeria 1.348
Irak 894
Iran 784
Afghanistan 711
Syrien 661
Georgien 568
Russische Föderation 515
Moldau (Republik) 407
Guinea 371
Somalia 328
Gambia 308
Albanien 305
Pakistan 285
Serbien 283
Armenien 281
Klagen gegen Dublin-Bescheide
(zusätzlich Verfahren nach § 29 Abs. I Nr. 2 AsylG)
Staatsangehörigkeit
Gesamt 9.349
darunter:
Syrien 1.641
Nigeria 1.595
Irak 1.170
Iran 654
Afghanistan 576
Russische Föderation 423
Somalia 351
Guinea 339
Ungeklärt 197
Eritrea 194
Gambia 184
Pakistan 178
Aserbaidschan 132
Türkei 125
Sudan (ohne Südsudan) 103
1. Januar –
31. März 2019
Gerichtsentscheidungen im Dublinverfahren
Staatsangehörigkeit
Gesamt
Flüchtlingsschutz gemäß
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gemäß
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot Ablehnung sonst.
Verfahrenserledigung
Abschiebungsandrohung
absolut Anteil
absolut Anteil absolut Anteil
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Gesamt 5.477 22 0,4% 9 0,2% 411 7,5% 223 4,1% 4.809 87,8% 3 0,1%
darunter:
Syrien 980 8 0,8% - 0,0% 274 27,9% 21 2,1% 677 69,0% 1 0,1%
Irak 597 - 0,0% 2 0,3% 45 7,5% 18 3,0% 532 89,1% - 0,0%
Nigeria 463 - 0,0% - 0,0% 7 1,5% 7 1,5% 449 97,0% - 0,0%
Somalia 341 - 0,0% 6 1,8% 17 5,0% 13 3,8% 304 89,1% 1 0,3%
Afghanistan 318 3 0,9% 1 0,3% 10 3,1% 6 1,9% 298 93,7% - 0,0%
Iran 304 3 1,0% - 0,0% 1 0,3% 3 1,0% 297 97,7% - 0,0%
Russische
Föderation
286 - 0,0% - 0,0% 2 0,7% 33 11,5% 251 87,8% - 0,0%
Eritrea 268 5 1,9% - 0,0% 12 4,5% 2 0,7% 249 92,9% - 0,0%
Gambia 155 - 0,0% - 0,0% 1 0,6% 4 2,6% 150 96,8% - 0,0%
Guinea 143 - 0,0% - 0,0% - 0,0% 3 2,1% 140 97,9% - 0,0%
Ungeklärt 124 - 0,0% - 0,0% 17 13,7% 7 5,6% 100 80,6% - 0,0%
Türkei 118 1 0,8% - 0,0% - 0,0% 5 4,2% 112 94,9% - 0,0%
Pakistan 117 1 0,9% - 0,0% 8 6,8% 6 5,1% 102 87,2% - 0,0%
14. Wie lautete die Klagequote in Bezug auf ablehnende Bescheide des BAMF
für das erste Quartal 2019, und welche Schlussfolgerungen zieht die
Bundesregierung daraus, dass die relativen Klagequoten der Jahre 2017 und 2018
deutlicher höher waren als in den Vorjahren (vgl. Antwort zu Frage 17 auf
Bundestagsdrucksache 19/8701, wobei die letzte Teilfrage unbeantwortet
blieb)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Zeitraum Klagequote ablehnende Bescheide
1. Quartal 2019 73,4%
Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung der Klagequote gegen
ablehnende Bescheide sorgfältig. Es ist das individuelle Recht jedes Antragstellers,
gegen eine ablehnende Behördenentscheidung zu klagen.
15. Welche Angaben gibt es im BAMF zu der Kategorie „sonstiger
Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das bisherige Jahr 2019 (bitte soweit
möglich entsprechend der Fallkonstellationen in der auf
Bundestagsdrucksache 19/4961 in der Antwort zu Frage 26 aufgeführten zweiten Tabelle
auflisten), liegen insbesondere quantitative Angaben oder Einschätzungen zu
der Kategorie „keine Schutzgewährung – Prozesserledigung“ und
entsprechende Fallzahlen vor (bitte ausführen und gegebenenfalls auch für das Jahr
2018 angeben)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle übernommen werden.
Sonstige Verfahrenserledigungen 1. Quartal 2019
Keine Schutzgewährung festgestellt 16.861
Schutzgewährung offen 763
Schutzgewährung 720
Summe 18.344
Im Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2019 ergingen 662 Gerichtsentscheidungen
der Kategorie „keine Schutzgewährung – Prozesserledigungen“. Hierbei handelt
es sich um unzulässige Klagen wegen versäumter Klagefristen und nicht korrekt
geltend gemachter Wiederaufgreifensgründe.
Im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018 gab es 2 205
Gerichtsentscheidungen der Kategorie „keine Schutzgewährung – Prozesserledigungen“. Hierbei
handelte es sich um unzulässige Klagen wegen versäumter Klagefristen und nicht
korrekt geltend gemachter Wiederaufgreifensgründe.
Eine Auflistung entsprechend der zweiten Tabelle in der Antwort der
Bundesregierung zu Frage 26 der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/4961 ist
nicht möglich. Diese diente lediglich zur Erläuterung möglicher unterschiedlicher
Fallkonstellationen.
16. Wie viele rechtswidrige Abschiebungen trotz laufenden Asyl- oder
Gerichtsverfahrens gab es im bisherigen Jahr 2019 (bitte mit kurzer Fehleranalyse
auflisten)?
Die Frage wird dahin verstanden, dass Abschiebungen im Sinne des § 58 Absatz 1
des Aufenthaltsgesetzes gemeint sind. Im bisherigen Jahr 2019 wurde in einem
Fall trotz eines anhängigen Gerichtsverfahrens ein Asylantragsteller aus
Deutschland nach Bulgarien abgeschoben.
17. Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Quartal 2019 (bitte nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Anhörungen 1. Quartal 2019 Anzahl
Staatsangehörigkeiten gesamt 32.957
darunter:
Syrien 10.528
Irak 3.021
Nigeria 2.574
Türkei 1.721
Iran 2.017
Afghanistan 1.404
Georgien 844
Ungeklärt 667
Guinea 861
Somalia 728
Eritrea 696
Russische Föderation 493
Moldau (Republik) 460
Pakistan 581
Nordmazedonien 384
18. Wie waren die bereinigten Schutzquoten und die Zahl der Schutzgesuche bei
Asylsuchenden aus Tunesien, Algerien, Ägypten, Marokko, Libyen,
Georgien, Armenien und der Türkei im ersten Quartal 2019?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Staatsangehörigkeit
1. Quartal 2019
Asylanträge Gesamtschutz
Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formaler Ablehnungen des BAMF
absolut Anteil
Türkei 2.445 1.525 50,2% 55,6%
Algerien 354 16 3,6% 7,7%
Georgien 1.303 7 0,5% 0,7%
Armenien 395 32 5,3% 8,1%
Libyen 155 59 21,2% 35,5%
Marokko 308 10 2,5% 5,2%
Tunesien 176 1 0,4% 0,8%
Ägypten 205 57 20,7% 29,8%
19. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und
Bosnien-Herzegowina im ersten Quartal 2019 gestellt (bitte jeweils auch den
prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie wurden diese
Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Quartal 2019 Entscheidungen über Asylanträge 1. Quartal 2019
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Serbien 1.171 504 667 1.121 - - - - 487 634
davon
Roma
1.011 396 615 979 - - - - 390 589
Kosovo 311 163 148 362 - - - - 168 194
davon
Roma
155 67 88 163 - - - - 68 95
Nordmazedonien
1.139 565 574 1.181 - - - - 558 623
davon
Roma
805 363 442 866 - - - - 377 489
Montenegro 81 34 47 90 - - - - 27 63
davon
Roma
57 16 41 70 - - - - 18 52
Albanien 743 507 236 891 - 1 3 1 556 330
davon
Roma
174 83 91 200 - - - - 98 102
Bosnien und
Herzegowina
211 75 136 262 - - - - 114 148
davon
Roma
144 44 100 172 - - - - 64 108
20. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation, -entwicklung
und -planung im BAMF (bitte auch spezifische Angaben zu den Bereichen
Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-Verfahren, Qualitätssicherung und
Prozessvertretung machen)?
Das BAMF setzt personalwirtschaftlich zum Stand 1. Mai 2019 insgesamt
6 647,3 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) (Dauerpersonal, befristetes Personal und
Unterstützungskräfte) ein. Darunter sind im Bereich Asylprüfung 2 233,2 VZÄ,
in der Widerrufsprüfung 784,9 VZÄ, im Dublin-Verfahren 466,2 VZÄ, in der
Qualitätssicherung 168,4 VZÄ und in der Prozessvertretung 354,3 VZÄ
eingesetzt.
Bis Ende des Jahres 2019 werden weitere Einstellungen in allen Bereichen durch
derzeit laufende (ca. 800), sowie künftige Ausschreibungsverfahren erfolgen.
Mit Blick auf erworbene Praxis- und Berufserfahrungen wurde die
Weiterbeschäftigung der befristet eingestellten Beschäftigten angestrebt. So konnte der
bisherige Anteil des befristeten Personals erheblich reduziert werden und wird im
Jahr 2019 den geforderten Anteil von 2,5 Prozent unterschreiten. Des Weiteren
werden Verbeamtungen von Tarifbeschäftigten in allen Laufbahnen
durchgeführt.
21. Wie viele Asylverfahren wurden im ersten Quartal 2019 eingestellt (bitte
nach Gründen und den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Quartal 2019 Einstellung wg. § 33 Abs. 1 und 2 AsylG / § 32a Abs. 2 AsylG sonstige Einstellung Gesamt
Gesamt 572 1.003 1.575
darunter:
Syrien 43 87 130
Irak 37 64 101
Nigeria 49 61 110
Türkei 25 36 61
Iran 15 55 70
Afghanistan 28 16 44
Georgien 27 45 72
Ungeklärt 18 14 32
Guinea 29 7 36
Somalia 22 8 30
Eritrea 10 6 16
Russische Föderation 28 29 57
Moldau (Republik) 6 50 56
Pakistan 16 18 34
Nordmazedonien 4 105 109
22. Zu welchem ungefähren Anteil wird nach Einschätzungen von fachkundigen
Bediensteten des BAMF derzeit das Prinzip der Einheit von Anhörer und
Entscheider im Asylverfahren in der Praxis gewahrt, in welchen
Fallkonstellationen wird hiervon abgewichen, und wie hoch war der Anteil von
Asylentscheidungen, die in Entscheidungszentren (d. h. auch: ohne Identität von
Anhörer und Entscheider) getroffen wurden, im ersten Quartal 2019?
Zu der personellen Einheit von Anhörenden und Entscheidenden erfolgt im
BAMF keine statistische Erfassung, eine valide Einschätzung ist daher nicht
möglich.
Sofern es aufgrund besonderer Vulnerabilitäten erforderlich ist, soll in
Einzelfällen auch künftig eine Trennung (bspw. Abgabe der Verfahren vulnerabler
Personen an eingesetzte und besonders qualifizierte Sonderbeauftragte) möglich
bleiben.
Angaben zum Anteil von Asylentscheidungen, die in Entscheidungszentren
getroffen wurden, können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Quartal 2019 Entscheidungen ge-samt
davon in einem
Entscheidungszentrum entschieden
Anteil an allen
Entscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt 82.374 6.412 7,8%
darunter:
Syrien 27.369 2.237 8,2%
Irak 9.213 841 9,1%
Nigeria 4.237 189 4,5%
Türkei 3.167 212 6,7%
Iran 4.071 404 9,9%
Afghanistan 5.634 467 8,3%
Georgien 1.358 47 3,5%
Ungeklärt 1.888 200 10,6%
Guinea 1.291 108 8,4%
Somalia 2.101 216 10,3%
Die Entscheidungszentren nehmen sukzessiv Aufgaben im Rahmen der
Bearbeitung von Widerrufsprüfverfahren wahr.
23. Was kann dazu gesagt werden, unter welchen Umständen bzw. für welche
Abschnitte des Verfahrens Personen, die einen Folge-, Zweit- oder
Wiederaufgreifensantrag gestellt haben, eine Aufenthaltsgestattung bzw. eine
Duldung erhalten (bitte ausführen), gibt es hierzu bundeseinheitliche
Regelungen und Praktiken (bitte ausführen), und welche Eintragungen zu diesen
Personen erfolgen im Ausländerzentralregister (bitte ausführen, unter welchen
Bedingungen und wann beispielsweise ein laufendes Asylverfahren in
diesen Konstellationen vermerkt wird)?
24. In wie vielen Fällen hat das BAMF im Jahr 2018 Mitteilungen an die
Ausländerbehörden versandt, wonach ein neues Verfahren durchgeführt wird,
weil noch nicht zeitnah ein Bescheid in der Sache erstellt werden konnte?
Die Aufenthaltsgestattung wird nur zum Zweck der Durchführung eines
Asylverfahrens ausgestellt (§ 55 Absatz 1 AsylG). Die Regelungen zu Aufenthaltstiteln
bei Asylantragstellung finden sich in § 55 Absatz 2 AsylG. Eine
Aufenthaltsgestattung kommt bei Folgeanträgen nur dann in Betracht, wenn die
Voraussetzungen des § 71 Absatz 1 Satz 1 AsylG i. V. m. § 51 Absatz 1 bis 3 VwVfG vorliegen
und aufgrund des Wiederaufgreifens ein weiteres Verfahren durchgeführt wird.
Wird in einem Folgeverfahren eine Aufenthaltsgestattung erteilt, wird dies
entsprechend im AZR erfasst. Ein Folgeantrag wird unabhängig davon, ob ein
weiteres Verfahren durchgeführt wird, ebenfalls im AZR erfasst. Für die Ausstellung
einer Duldung und deren Erfassung im AZR ist nicht das BAMF, sondern die
Ausländerbehörden zuständig.
Dies gilt wegen des Verweises in § 71a Absatz 1 AsylG auf § 51 Absatz 1 bis 3
VwVfG auch für Zweitantragsteller. Die Erteilung einer Duldung bis zur
Entscheidung über die Durchführung eines weiteren Verfahrens kommt auf der
Grundlage des § 60a Absatz 2 Satz 1 AufenthG in Betracht. Sowohl die
Antragstellung als auch die Ausstellung einer Aufenthaltsgestattung wird im AZR
entsprechend erfasst.
Als Bundesrecht gelten die einschlägigen Rechtsgrundlagen bundeseinheitlich.
Zur Rechtspraxis der Ausländerbehörden liegen der Bundesregierung keine
Erkenntnisse vor.
Das BAMF hat im Jahr 2018 zu 1 520 Fortführungsanträgen Verfahrensvorgänge
angelegt.
25. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im ersten Quartal
2019 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher Begründung
erlassen, und wie viele davon sind mangels zumutbarer freiwilliger Ausreise
innerhalb der gesetzten Frist wirksam geworden bzw. in Kraft getreten (bitte
nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zu vom BAMF erlassenen Einreise- und Aufenthaltsverboten können
der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Quartal 2019 Entscheidungen zu §11 II AufenthG
Entscheidungen zu §
11 VII AufenthG
Entscheidungen mit Aufenthalts- und
Wiedereinreiseverboten
(§ 11 II und/oder § 11 VII AufenthG)
Gesamt 29.808 2.360 30.312
darunter:
Syrien 1.552 2 1.554
Irak 3.056 9 3.064
Nigeria 3.381 4 3.385
Türkei 1.321 4 1.323
Iran 2.578 5 2.582
Afghanistan 1.739 11 1.749
Georgien 1.162 19 1.171
Ungeklärt 513 5 514
Guinea 997 3 1.000
Somalia 840 4 843
26. Wie viele Asylgesuche gab es im ersten Quartal 2019 an den
bundesdeutschen Grenzen (bitte nach Grenzabschnitten und wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
Im ersten Quartal Jahr 2019 haben 3 347 Personen bei der Bundespolizei und den
mit der Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörden um
Asyl nachgesucht.
Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Quartal 2019 Anzahl Asylnachsuchender
Gesamt 3.347
nach Grenze
Inland 767
Flughäfen 734
Schweiz 599
Frankreich 356
Österreich 332
Belgien 259
Tschechien 89
Niederlande 50
Polen 49
ungeklärt 41
Luxemburg 26
See 24
Dänemark 21
nach Staatsangehörigkeit (Top-5)
Nigeria 613
Iran 287
Irak 230
Afghanistan 221
Guinea 203
27. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der
Ausländerbehörden welcher Bundesländer im ersten Quartal 2019 mit welchem
Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden:
1. Quartal 2019 Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 165 27 82 56
darunter:
Baden-Württemberg 23 2 9 12
Bayern 11 2 3 6
Berlin 15 2 8 5
Brandenburg 1 - - 1
Bremen 4 1 2 1
Hamburg 13 4 4 5
Hessen 7 2 1 4
Mecklenburg-
Vorpommern 3 1 2
Niedersachsen 17 2 9 6
Nordrhein-Westfalen 57 9 37 11
Rheinland-Pfalz 4 - 1 3
Saarland 2 1 1 -
Sachsen 4 1 3 -
Sachsen-Anhalt 1 - 1 -
Schleswig-Holstein 2 - - 2
Thüringen 1 - 1 -
1. Quartal 2019 Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Staatsangehörigkeiten gesamt
165 27 82 56
darunter:
Syrien 14 1 1 12
Irak 1 - - 1
Nigeria 3 - 2 1
Türkei 11 1 3 7
Iran 9 - 4 5
Afghanistan 10 4 3 3
Georgien 3 1 - 2
Ungeklärt 3 - 2 1
Guinea 3 - 3 -
Somalia - - - -
28. Welche Angaben für das erste Quartal 2019 lassen sich machen zu
überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter
Dokumente Asylsuchender (bitte zum Vergleich auch die Anzahl der
„beanstandeten“ Dokumente angeben und differenzieren nach den zehn
wichtigsten Hauptherkunftsländern), und können inzwischen Einschätzungen dazu
getroffen werden, zu welchem ungefähren Anteil ge- oder verfälschte
Dokumente mit inhaltlich falschen Angaben der Betroffenen zur Identität bzw.
Herkunft bzw. Staatangehörigkeit verbunden waren, und warum liegen
hierzu gegebenenfalls immer noch nicht einmal ungefähre Einschätzungen
vor?
29. Ist das für das BAMF keine relevante Information (bitte ausführen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Quartal 2019
Staatsangehörigkeiten
Geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
Nicht abschließend
bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in
%
Gesamt 53.369 50.076 2.631 662 1,2
darunter:
Syrien 25.189 24.402 487 300 1,2
Irak 7.143 6.901 154 88 1,2
Nigeria 533 435 96 2 0,4
Türkei 3.550 3.031 446 73 2,1
Iran 3.651 3.567 75 9 0,2
Afghanistan 2.418 2.198 161 59 2,4
Georgien 1.012 868 140 4 0,4
ungeklärt 1.450 1.442 5 3 0,2
Guinea 40 18 19 3 7,5
Somalia 126 75 35 16 12,7
sonstige 8.257 7.139 1.013 105 1,3
Zum zweiten Teil der Frage können keine Angaben gemacht werden, da eine
derartige Datenauswertung nicht durchgeführt werden kann, weil im Bundesamt eine
auswertbare Eingabe entsprechender Details in den Verfahrensakten des
Bundesamtes nicht vorgesehen ist. Eine Auswertung im Zusammenhang mit gefälschten
Dokumenten ist entsprechend nicht möglich.
Eine Statistik im Sinne der Fragestellung (zu welchem ungefähren Anteil sind
geoder verfälschte Dokumente mit inhaltlich falschen Angaben der Betroffenen zur
Identität/Herkunft/Staatangehörigkeit verbunden) wird nicht geführt, da eine
Relevanz einer allgemeinen Fälschungsquote bei Antragstellenden aus bestimmten
Herkunftsländern für die Entscheidung eines individuellen Einzelfalls nicht
gegeben ist.
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ISSN 0722-8333]