[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom
23. Juli 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/11886
19. Wahlperiode 24.07.2019
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar),
Katja Suding, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der FDP
– Drucksache 19/11437 –
Qualitätsoffensive Lehrerbildung in der beruflichen Bildung
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Die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (QLB) ist eine im Jahr 2013
beschlossene Bund-Länder-Vereinbarung über ein gemeinsames Programm zur Aus-
und Weiterbildung von Lehrkräften. Das Programm wurde in zwei
Förderphasen konzipiert (2015 bis 2018/2019 und 2019 bis 2023). Die Förderung im
Rahmen der QLB erfolgt als Projektförderung des Bundes auf Ausgabenbasis.
Dafür stellt der Bund bis 2023 bis zu 500 Mio. Euro bereit. Zuwendungsempfänger
sind die Hochschulen (vgl. § 2 Absatz 1 in Verbindung mit § 5 Absatz 10 der
Bund-Länder-Vereinbarung).
Ab dem ersten Quartal 2020 werden im Rahmen der QLB weitere Vorhaben mit
den Förderschwerpunkten „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ und/oder
„Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“ gefördert. An den 43 vom
Auswahlgremium der QLB für die neue Förderrunde empfohlenen Projekten sind
64 Hochschulen beteiligt.
1. Wie viele und welche Projektbewerbungen gab es für die neue Förderrunde,
die
a) dem Förderschwerpunkt „Digitalisierung in der Lehrerbildung“,
b) dem Förderschwerpunkt „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“,
c) beiden Förderschwerpunkten bzw.
d) keinem der beiden Förderschwerpunkte zuzuordnen sind
(bitte jeweils mit Projektträger, Projekttitel, Kurzbeschreibung, beantragter
Fördersumme und ggf. vom Auswahlgremium festgesetzter Obergrenze
auflisten)?
Insgesamt wurden 66 Vorhabenbeschreibungen (56 Einzelvorhaben und zehn
Verbünde) eingereicht. Die Gesamtsumme der beantragten Mittel belief sich auf
133 964 531 Euro; für die zusätzliche Bewilligungsrunde standen Fördermittel in
einer Höhe von bis zu 79 Mio. Euro zur Verfügung. Die eingegangenen
Vorhabenbeschreibungen ordnen sich wie folgt den Themenbereichen zu:
a) „Digitalisierung in der Lehrerbildung“: 40 Vorhabenbeschreibungen (34
Einzelvorhaben, sechs Verbünde),
b) „Lehrerbildung für berufliche Schulen“: 18 Vorhabenbeschreibungen (15
Einzelvorhaben, drei Verbünde),
c) beide Themenbereiche: acht Vorhabenbeschreibungen (sieben
Einzelvorhaben, ein Verbund).
d) Es gab keine Anträge, die sich keinem der beiden Förderschwerpunkte
zuordnen ließen.
Eine detaillierte Darstellung der vom Auswahlgremium (AWG) zur Förderung
empfohlenen Projekte mit den dazu empfohlenen Fördersummen ist in der
Antwort zur Frage 2 aufgeführt.
2. Welche der vom Auswahlgremium zur Förderung vorgeschlagenen Projekte
sind
a) dem Förderschwerpunkt „Digitalisierung in der Lehrerbildung“,
b) dem Förderschwerpunkt „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“,
c) beiden Förderschwerpunkten bzw.
d) keinem der beiden Förderschwerpunkte zuzuordnen?
Von den eingereichten Projektvorschlägen wurden 43 Projekte vom AWG zur
Förderung empfohlen. Davon sind
a) 26 dem Förderschwerpunkt „Digitalisierung in der Lehrerbildung“,
b) 13 dem Förderschwerpunkt „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“,
c) vier beiden Förderschwerpunkten zuzuordnen.
d) Alle Vorhabenbeschreibungen konnten zugeordnet werden.
Die Projekte sind in der beigefügten Anlage aufgelistet.
3. Welche Kriterien waren für das Auswahlgremium ausschlaggebend bei der
Auswahl der zur Förderung empfohlenen Projekte?
Ausschlaggebend bei der Auswahl der zur Förderung empfohlenen Projekte
waren die folgenden, in der Richtlinie zur Förderung von Projekten in der
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ mit den Schwerpunkten „Digitalisierung in der
Lehrerbildung“ und/oder „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“ vom
5. November 2018 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
genannten Kriterien:
Bezug des Konzepts zu den durch das Programm vorgegebenen Zielen und
Handlungsfeldern,
Relevanz der Problemstellung, Einbettung in ein evidenzbasiertes Konzept zur
Qualitätsverbesserung der Lehramtsausbildung an der Hochschule bzw. den
beteiligten Institutionen,
Angemessenheit des Projektdesigns, Realisierbarkeit des Arbeitsprogramms
unter Beachtung des Finanzierungs- und Zeitplans,
Relevanz der erwarteten Ergebnisse für die Weiterentwicklung und
Qualitätsverbesserung der Lehrerbildung,
Anwendungsbezug der Ergebnisse und Nachhaltigkeit der Maßnahmen,
Strategien der Hochschulen zur Prozessbegleitung, Qualitätssicherung und
Zielerreichung,
im Fall einer gemeinsamen Antragstellung mehrerer Einrichtungen: Nutzen
und Wirksamkeit der Kooperation.
4. Wie begründet das Auswahlgremium die getroffene Auswahl empfohlener
Projekte, und wie bewertet die Bundesregierung dies?
Das Förderprogramm ist als wettbewerbliches, qualitätsorientiertes
Auswahlverfahren angelegt. Dies war eine wichtige Voraussetzung, um innovative Konzepte
zu generieren. Die fachliche Beurteilung der Vorhabenbeschreibungen durch das
AWG orientierte sich an wissenschaftlichen Kriterien und der inhaltlichen
Qualität. Leitlinien waren die Vorgaben der Bund-Länder-Vereinbarung sowie der
Förderrichtlinie vom 5. November 2018 (vgl. Antwort zu Frage 3). Die
Befangenheitsregelungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurden
umfassend berücksichtigt.
Die Bundesregierung sieht in den in einem qualitätsorientierten,
wettbewerblichen Verfahren ausgewählten Vorhaben ein großes Potenzial, die Lehrerbildung
für die beruflichen Schulen und die Digitalisierung in der Lehrerbildung zu
optimieren.
5. Wie wurden bei den Projekten, die die berufliche Lehrerbildung betreffen,
die notwendigen Strukturvoraussetzungen für eine solche Lehrerbildung
berücksichtigt?
a) Wurde sichergestellt, dass bei den bewilligten Projekten entsprechende
berufs- und wirtschaftspädagogische Lehreinheiten (Lehrstühle,
Departments, Institute) vorhanden sind (bitte erläutern und begründen)?
b) Bei welchen bewilligten Projekten sind solche Infrastrukturen nicht
vorhanden?
Wie begründet sich in diesen Fällen die Förderung?
Ein zentrales Auswahlkriterium bestand darin, dass die Vorhabenkonzepte als
Hochschulgesamtkonzepte angelegt und die für die Vorhabenumsetzung
relevanten Hochschulakteure aus Fächern, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften
bereits in die Konzeption eingebunden sein mussten.
Auch bei den zur Förderung empfohlenen Vorhaben mit berufs- und
wirtschaftspädagogischer Schwerpunktsetzung war der Nachweis zu erbringen, dass
die Konzeptumsetzung von den relevanten hochschulinternen und externen
Kooperationspartnern mitgetragen wird. Vom AWG wurde anhand der vorgelegten
Vorhabenkonzepte geprüft, ob die für die Vorhabenumsetzung erforderlichen
„Lehreinheiten“ umfassend eingebunden sind.
6. Wie wurden die Besonderheiten der beruflichen Bildung in den Projekten
geprüft?
a) Inwiefern wurden die Empfehlungen der Sektion Berufs- und
Wirtschaftspädagogik zur polyvalenten beruflichen Lehrerbildung
aufgenommen und in der Bewertung berücksichtigt?
Die Anträge wurden von fachnahen Gutachterinnen und Gutachtern geprüft,
denen die Vorschläge der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen
Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) für ein Basiscurriculum für das
Studienfach Berufs- und Wirtschaftspädagogik bestens bekannt sind. Es gab kein
Beurteilungskriterium, das die Förderwürdigkeit eines Antrags an der
Übereinstimmung mit Vorschlägen und Empfehlungen einer Sektion festmachte.
b) Wurden die Besonderheiten der affinen und nichtaffinen
Studienrichtungen nach Einschätzung der Bundesregierung ausreichend berücksichtigt
(bitte erläutern und begründen)?
Ob die Wahlmöglichkeiten von „affinen“ oder „nicht-affinen“ Zweitfächern mit
Problemen verbunden sind, hängt u. a. vom Erstfach, aber auch vom jeweiligen
Land, den verfügbaren Studienangeboten der Hochschulen, von der
Studienkonzeption und der Studienkoordination ab. Wenn die Wahl des Zweitfaches in den
Anträgen als Problem oder Herausforderung beschrieben wurde, wurde bei der
Begutachtung überprüft, inwieweit die beabsichtigten Maßnahmen als geeignet
erscheinen, die beschriebene Problemlage zu lösen.
7. Welche Kriterien werden für die finale Bewilligung der Fördermittel
entscheidend sein?
Wer trifft die Entscheidung über die finale Bewilligung?
Die Einreicher der vom AWG für eine Förderung empfohlenen
Vorhabenbeschreibungen wurden unmittelbar nach der Auswahlsitzung vom DLR
Projektträger zur formalen Antragstellung aufgefordert. Die eingegangenen Anträge
werden nach folgenden Kriterien bewertet und geprüft:
Zuwendungsfähigkeit der beantragten Mittel,
Notwendigkeit und Angemessenheit der beantragten Mittel,
Nachvollziehbarkeit der Erläuterungen der weiter ausgearbeiteten
Finanzierungsplanung wie auch des ressourcenbezogenen Arbeitsplans,
Aussagekraft des Verwertungsplans, auch hinsichtlich der förderpolitischen
Zielsetzungen dieser Fördermaßnahme,
Erfüllung der vom AWG formulierten Auflagen aus der ersten Stufe und
Einhaltung des dort zur Förderung empfohlenen Finanzrahmens.
Die fachlich-administrative Prüfung der eingereichten Formanträge erfolgt durch
den vom BMBF mit der Programmbetreuung beauftragten DLR Projektträger.
Die finale Förderentscheidung treffen der Projektträger und das BMBF.
8. Wie bewertet die Bundesregierung den Anteil der vom Auswahlgremium
empfohlenen Projekte mit dem Förderschwerpunkt „Lehrerbildung in der
beruflichen Bildung“ im Verhältnis zur Gesamtzahl der empfohlenen
Projekte?
Inwiefern entspricht dieser Anteil den ursprünglich gesetzten Zielen der
neuen Förderrunde (bitte erläutern)?
Eine auf die Anzahl von zu fördernden Projekten bezogene Zielquote gab es nicht.
Dies hätte dem wettbewerblichen, qualitätsorientierten Ansatz der
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ widersprochen.
Insgesamt 17 von 43 als qualitativ hochwertig eingestufte Projekte werden sich
zukünftig neben den bereits in der ersten Förderphase bewilligten Projekten zur
Ausbildung von Berufsschullehrerinnen und -lehrern der Verbesserung der
Lehrerbildung für die beruflichen Schulen intensiv widmen. Hierin sieht die
Bundesregierung einen wichtigen Beitrag zur Profilierung des beruflichen Lehramts.
9. Wie bewertet die Bundesregierung den finanziellen Umfang der neuen
Förderrunde mit Blick auf die Förderungswürdigkeit der vom Auswahlgremium
nicht zur Förderung empfohlenen Projektanträge?
Für die Umsetzung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ stellt der Bund
insgesamt Mittel in Höhe von bis zu 500 Mio. Euro zur Verfügung. In den vier
Bewilligungs-/Auswahlrunden der ersten und zweiten Förderphase waren 49 Vorhaben
eingebunden. Zur Finanzierung der Erst- und Anschlussförderung wurden nicht
alle in Aussicht gestellten Fördermittel benötigt. Im Juni 2018 beschlossen Bund
und Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), die nicht
verausgabten Mittel in Höhe von rund 79 Mio. Euro für eine zusätzliche Förderlinie
zu den auch im Koalitionsvertrag geforderten Schwerpunkten Digitalisierung und
Lehrerinnen- und Lehrerausbildung für die beruflichen Schulen. Für die nun vom
AWG zur Förderung empfohlenen 43 Projekte werden rund 77,2 Mio. Euro
erforderlich sein. Damit sind die für die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ zur
Verfügung stehenden Mittel nahezu ausgeschöpft. Kein als förderwürdig
eingestuftes Vorhabenkonzept scheiterte an der Begrenztheit der Fördermittel.
10. Wie setzt sich das Auswahlgremium für diese Förderrunde zusammen?
11. Anhand welcher Kriterien wurden die Mitglieder des Auswahlgremiums von
wem ausgewählt?
Die Fragen 10 und 11 werden aufgrund des Sinnzusammenhanges gemeinsam
beantwortet.
Bei der Zusammensetzung des AWG wurde § 5 Absatz 1 der Bund-Länder-
Vereinbarung über ein gemeinsames Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“
gemäß Artikel 91 b des Grundgesetzes vom 12. April 2013 entsprochen. Zwölf
im Bereich der Hochschullehre ausgewiesene Expertinnen und Experten aus
Wissenschaft, Studierendenschaft und der schulpraktischen Professionalisierung
sowie zwei Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und vier der Länder, von denen
zwei der Hochschulseite und zwei der Schulseite angehören, bilden zusammen
das AWG. Die Expertinnen und Experten wurden von Bund und Ländern unter
Einbeziehung der Hochschulrektorenkonferenz und des Wissenschaftsrats
einvernehmlich benannt. Der Vorsitzende und seine Vertreterin wurden vom AWG
aus dem Kreis der Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft gewählt.
12. Wie viele und welche Mitglieder des Auswahlgremiums haben einen
direkten fachlichen oder persönlichen Hintergrund in der beruflichen Bildung
(bitte jeweils erläutern)?
13. Wie bewertet die Bundesregierung den Anteil der Mitglieder des
Auswahlgremiums mit direktem fachlichen oder persönlichen Bezug zur beruflichen
Bildung vor dem Hintergrund der zu treffenden Projektauswahl?
Die Fragen 12 und 13 werden aufgrund des Sinnzusammenhanges gemeinsam
beantwortet.
Alle im AWG vertretenen Hochschullehrenden verfügen über einen breiten
wissenschaftlichen Hintergrund, der sich auch auf die inhaltlichen Schwerpunkte im
Themenbereich der beruflichen Bildung bezieht. Sie sind mit den Problemlagen,
der wissenschaftlichen Diskussion und den Lehrkonzepten der Berufs- und
Wirtschaftspädagogik vertraut. Fachveröffentlichungen belegen die vorhandenen
Kompetenzen. Der von der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ vertretene
Ansatz, die Lehrerbildung für die beruflichen Schulen nicht zu separieren, sondern
in ein hochschulisches Gesamtkonzept einzubinden, wird von den Mitgliedern
des AWG nicht nur mitgetragen, sondern forciert.
Die im AWG mitarbeitenden Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der
Länder sind in ihren Funktionen auch für die Weiterentwicklung der beruflichen
Bildung und des beruflichen Lehramts mitverantwortlich und arbeiten in
einschlägigen Gremien (z. B. Hauptausschuss des Bundesinstituts für
Berufsbildung – BIBB) mit.
Die umfassende auf Lehrerbildung bezogene Kompetenz der Mitglieder des
AWG, die auch die berufliche Bildung umfasst, war ausschlaggebend für die von
Bund und Ländern unter Einbeziehung der Hochschulrektorenkonferenz und des
Wissenschaftsrats einvernehmlich getroffene Entscheidung zur Besetzung des
Gremiums. Die ausschließlich nach Qualitätskriterien getroffenen
Förderempfehlungen sind Ausdruck der fachlichen Kompetenz des AWG im Bereich der
Lehrerbildung, die sich auch auf das berufliche Lehramt bezieht.
14. Hat das Auswahlgremium externe Beraterinnen und Berater hinzugezogen?
Wenn ja, welche, wann, und zu welchen Zwecken (bitte erläutern und
begründen)?
In alle fünf Auswahlprozesse der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ war externe
Expertise einbezogen. Fachlich besonders ausgewiesene Expertinnen und
Experten mit hoher Reputation aus dem In- und Ausland unterstützten die
Entscheidungsfindung des AWG durch die Begutachtung aller Vorhabenbeschreibung im
Rahmen der Vorbewertungen. Ihre schriftlichen Gutachten gingen in
anonymisierter Form in die Diskussion des AWG ein und fanden bei der
Entscheidungsfindung Berücksichtigung. Bei der Zuordnung der zu begutachtenden Vorhaben
zu den „externen“ Begutachtenden wurden die Befangenheitsregelungen der
DFG umfassend berücksichtigt.
15. Wie bewertet die Bundesregierung die Erkenntnisse des im März 2018
veröffentlichten Zwischenberichts, und welche Maßnahmen wurden auf
Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse konkret ergriffen?
Die Bundesregierung sieht in dem im März 2018 veröffentlichten
Zwischenbericht die Bestätigung, dass das Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ auf
bestem Wege ist, die in § 1 der Bund-Länder-Vereinbarung vom 12. April 2013
formulierten Programmziele umfassend zu erreichen. Die Anregungen der
Evaluation, die Bereiche „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ und „Lehrerbildung
für die beruflichen Schulen“ zu stärken, wurden aufgenommen. In der
zusätzlichen, ursprünglich nicht vorgesehenen Förderlinie, die im November 2018 zur
Ausschreibung kam, werden ausschließlich Vorhabenkonzepte zu diesen beiden
Schwerpunktthemen gefördert.
16. Ist eine solche Evaluation für die neue Förderrunde ebenfalls geplant?
Wenn ja, in welchem Rahmen soll diese Evaluation vorgenommen werden?
Die Evaluation der zweiten Förderphase der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“
durch eine unabhängige, fachlich ausgewiesene Einrichtung ist vorgesehen. Die
Evaluationsergebnisse werden zu gegebener Zeit veröffentlicht werden.
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ISSN 0722-8333]