[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung vom 1. August 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/12192
19. Wahlperiode 06.08.2019
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dietmar Friedhoff, Markus Frohnmaier,
Ulrich Oehme, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 19/11747 –
Afrika als Plattform für den Ausbau Chinas neuer Seidenstraßeninitiative –
Wirtschaftliche Kooperationspotentiale für deutsche Unternehmen nutzen
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Chinas Engagement in Afrika bildet nicht nur die Grundlage für eine bilaterale
Strategie zwischen China und Afrika. Überdies und vielmehr wird der
afrikanische Kontinent eingebunden in die 2013 von Staatspräsident Xi Jingping in
Kasachstan ausgerufene neue Seidenstraßeninitiative oder auch „Belt and Road
Initiative“ (BRI). Diese umfasst 70 Staaten in Asien, Afrika und Europa.
Grundlage dafür sind zwei Transportrouten: Die Wiederbelebung der traditionellen
Seidenstraße über Land bis nach Europa sowie die Schaffung einer maritimen
Seidenstraße des 21. Jahrhunderts über Südostasien, Indien, Sri Lanka und
vorbei an Ostafrika ebenfalls nach Europa (
www.zdf.de/nachrichten/heute/chinas-
neue-seidenstrasse-100.html).
Es ist nach Ansicht der Fragesteller bedeutend, darauf zu verweisen, dass
unmittelbar nach den Afrikareisen von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd
Müller im August 2018 (
www.spiegel.de/politik/ausland/was-angela-merkel-
auf-ihrer-afrika-reise-erreichen-will-a-1224352.html) das China-Afrika
Forum – ein „Mammut-Gipfel“ in Peking – stattfand mit den Staats- und
Regierungschefs fast aller afrikanischen Länder. Das angebotene 60-Milliarden-US-
Dollar-Entwicklungspaket für einen Drei-Jahres-Aktionsplan übertrifft das
Niveau anderer Investoren für Afrika. Chinas Staatspräsident Xi Jingping
bezeichnete Afrika als eine Plattform für den Ausbau der neuen Seidenstraße und ihrer
riesigen Wirtschaftskorridore (
www.welt.de/politik/ausland/article181408002/
Neue-Seidenstrasse-Chinas-grosser-Sprung-nach-Afrika.html).
Im September 2018 bekräftigte Staatspräsident Xi Jinping in Peking das Ziel
einer „umfassenden strategischen und kooperativen Partnerschaft“ mit Afrika.
In diesem Zusammenhang sollten die sogenannten Zehn Großen
Kooperationspläne umgesetzt werden, die alle wesentlichen Aspekte der Zusammenarbeit
umfassen: Industrialisierung, Modernisierung der Landwirtschaft,
Infrastrukturentwicklung, finanzielle Kooperation, Grüne Entwicklung, Unterstützung
von Handel und Investment, Armutsbekämpfung, öffentliche Gesundheit,
kultureller und personeller Austausch (people-to-people) sowie eine
Zusammenarbeit für Frieden und Sicherheit (
www.chinatoday.com.cn/german/2018/zt/2018zfhz/
201809/t20180905_800140664.html).
Chinas Vorhaben für Afrika zielt nach Ansicht der Fragesteller auf
außerordentliche Visionen, für die bisher von China in einer Reihe afrikanischer Länder
große Projekte errichtet wurden. Dass China beispielsweise die Bahnstrecke
zwischen der kenianischen Hafenstadt Mombasa und Nairobi baut oder dass es
340 Kilometer nördlich von Mombasa Kenias zweiten internationalen Seehafen
errichtet, ist in diesem Zusammenhang zu sehen (
www.zeit.de/2018/02/
chinaafrika-einwanderung-unternehmer-investoren-senegal/seite-3). Afrika sucht nach
Ansicht der Fragesteller in diesem Kontext eine konstruktive Zusammenarbeit
mit China.
China hat sein Engagement in Afrika in den letzten Jahren massiv ausgeweitet
(siehe oben verlinkte Quellen). Investitionen in die Infrastruktur, in die
Telekommunikation bestimmen das Bild. Der Zugang zu Rohstoffen spielt eine
wichtige Rolle, aber auch die wachsenden Konsumgütermärkte des Kontinents.
Darüber hinaus bieten sich einige Länder zunehmend als Produktionsstandorte
für die Industrie an.
Mit der Einbindung Afrikas und insbesondere Ostafrikas in sein Seidenstraße-
Projekt schafft China nach Ansicht der Fragesteller dort die Grundlage für die
Schaffung von Infrastrukturprojekten und die Industrialisierung der
wesentlichen wirtschaftlichen Sektoren. Nach Ansicht der Fragesteller gibt es im
Rahmen der Umsetzung Chinas „Neuer Seidenstraße“ auf dem afrikanischen
Kontinent Möglichkeiten für die deutschen Unternehmen mitzuwirken. Leider ist es
den Fragestellern bis heute aber nicht erfahrbar, welche wirtschaftlichen und
entwicklungspolitischen Interessen von deutscher Seite bekundet wurden und
inwiefern die Bundesregierung sich aktiv um die Vermittlung von Projekten an
deutsche Unternehmen und um eine technologische Kooperation mit
chinesischen Unternehmen in Afrika bemüht.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Bundesregierung hat mit der Fortschreibung und Weiterentwicklung der
Afrikapolitischen Leitlinien ihr klares Bekenntnis zum Ausbau der Zusammenarbeit
mit Afrika mit dem Ziel einer partnerschaftlichen Kooperation unter Wahrung der
Menschenrechte, von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit abgegeben. Die
Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung in Afrika, insbesondere über die
Förderung von Handel, Investitionen des privaten Sektors und Innovation, spielt
darin eine herausragende Rolle und wird durch ein breites Spektrum an Maßnahmen
untermauert. Diese binden auch deutsche Unternehmen ein und unterstützen sie
bei ihrem Engagement in Afrika.
Die deutsche Entwicklungspolitik ist im Sinne der Agenda 2030 wertebasiert. Sie
stellt die Würde des Menschen und die Bewahrung der Schöpfung in den
Mittelpunkt. Nachhaltigkeit muss das Ziel aller Entwicklung sein. Unser Leitbild ist
eine ökologische und soziale Marktwirtschaft. Die Einhaltung der
Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind Voraussetzungen, damit jede und
jeder Einzelne eine gerechte Entwicklungschance erhält. Mit den vom
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
vorgelegten „Eckpunkten für einen Marshallplan mit Afrika“ setzt die deutsche
Entwicklungszusammenarbeit (EZ) auf Partnerschaften auf Augenhöhe und
unterstützt die Umsetzung der Agenda 2063 der Afrikanischen Union (AU).
Chinas Entwicklungspolitik basiert auf einer Verknüpfung von EZ mit Handel,
Investitionen und Außenwirtschaftsförderung. Eine klare Unterscheidung
zwischen diesen Instrumenten ist nicht möglich. Die Bundesregierung begrüßt
Chinas Engagement prinzipiell, wenn es dazu beiträgt, Finanzierungslücken in der
globalen Entwicklungspolitik zu verringern. Zugleich sieht die Bundesregierung
das fehlende Einhalten von internationalen Standards, fehlende Transparenz, die
fehlende Gewährleistung der Menschenrechte und das Entstehen von
Abhängigkeiten durch intensive staatliche Kreditvergabe an bereits hochverschuldete
Partner kritisch.
Ziel der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China
ist die gemeinsame Gestaltung globaler nachhaltiger Entwicklung, insbesondere
im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Aufgrund ihrer Bedeutung beim Schutz
und der Bereitstellung globaler öffentlicher Güter sowie ihrer Mitwirkung an
internationalen Prozessen kommt der Volksrepublik China eine Schlüsselrolle bei
der Lösung globaler Zukunftsfragen zu. Es liegt daher im Interesse Deutschlands,
mit der Volksrepublik China bei der Umsetzung des Pariser
Klimaschutzabkommens und der Agenda 2030 weltweit zusammenzuarbeiten. Das Deutsch-
Chinesische Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (ZNE) dient der
Institutionalisierung der deutsch-chinesischen Partnerschaft zur Gestaltung einer global
nachhaltigen Entwicklung. Handlungsfelder sind (
http://sg-csd.org/):
1. Welche entwicklungs- und wirtschaftspolitischen Auswirkungen der neuen
Seidenstraßeninitiative ergeben sich nach Ansicht der Bundesregierung für
Afrika, und wie beurteilt die Bundesregierung diese Auswirkungen?
Das Engagement er Volksrepublik China in Afrika könnte eine nachhaltige
Entwicklung in Afrika fördern, sofern die auf dem 2. Seidenstraßengipfel im April
2019 in Peking gemachten chinesischen Zusagen auch tatsächlich umgesetzt
werden. Darunter sind Zusagen zu „weithin internationalen Standards“ und die
Ankündigung, die Seidenstraßeninitiative umweltfreundlich zu gestalten, die Anti-
Korruptionsüberwachung zu verbessern und einen Rahmen zu schaffen, um die
Schuldentragfähigkeit von Partnerländern bei der Kreditvergabe besser
einschätzen zu können.
2. Sieht die Bundesregierung angesichts der Dimensionen und zu erwartenden
Auswirkungen die Notwendigkeit zur Überarbeitung der Strategien und
Wirkweisen der eigenen Entwicklungshilfepolitik für Afrika?
Die Bundesregierung hat mit der Fortschreibung und Weiterentwicklung ihrer
Afrikapolitischen Leitlinien zuletzt im März 2019 den strategischen Rahmen für
ihre Afrikapolitik aktualisiert. Auch der Marshallplan mit Afrika wird darin als
Strategie für die Entwicklungspolitik der Bundesregierung mit Afrika aufgeführt.
Die Bundesregierung beobachtet die weitere Entwicklung Afrikas und die
Zusammenarbeit afrikanischer Staaten aufmerksam.
3. Versteht die Bundesregierung die Volksrepublik China im Kontext dieser
neuen Dynamik in Afrika als Konkurrenten, Wegweiser oder
Kooperationspartner?
Es wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
4. Welche neuen Strategien lenken nun das entwicklungspolitische Vorgehen
der Bundesregierung in Afrika angesichts dieser neuen China-Dynamik auf
dem Kontinent?
Es wird auf die Antwort zu Frage 2 verwiesen.
5. Welche Konsequenzen für ihr eigenes Handeln zieht die Bundesregierung
aus den steigenden chinesischen entwicklungspolitischen
Infrastrukturausgaben im Rahmen der Umsetzung von Chinas Seidenstraßeninitiative in
Afrika?
Die Bundesregierung hat auf dem 2. Seidenstraßengipfel Forderungen, vor allem
die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsstandards und Schuldentragfähigkeit,
erhoben, deren Umsetzung Präsident Xi – wie in der Antwort auf Frage 1
dargelegt – weitgehend auch angekündigt hat. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass
nur eine international vernetzte und abgestimmte Unterstützung der
internationalen Staatengemeinschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung in Afrika beitragen
kann. Daher hat sie während der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 eine
multilaterale „Partnerschaft mit Afrika“ angestoßen und zur Förderung der
Investitionsrahmenbedingungen in afrikanischen Partnerländern den „Compact with
Africa“ (CwA) ins Leben gerufen. Der CwA bietet den G20-Partnern –
einschließlich China – eine Plattform mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für
nachhaltige Privatinvestitionen sowie Investitionen in Infrastruktur und wirtschaftliche
Teilhabe und Beschäftigung zu stärken. Wo es Synergien gibt, die eine
nachhaltige Entwicklung fördern, ist auch eine Zusammenarbeit, z. B. durch Dreiecks-
und Unternehmenskooperationen möglich. Dieses Vorgehen der
Bundesregierung fügt sich ein in die „Strategische Agenda 2020 für die Zusammenarbeit
zwischen der EU und China“, die bei dem letzten Gipfeltreffen zwischen der
Europäischen Union (EU) und China am 9. April 2019 noch einmal bestätigt worden
ist.
6. Inwiefern thematisiert die Bundesregierung das chinesische Engagement
bezüglich der Seidenstraßeninitiative in Afrika mit Regierungsvertretern der
Volksrepublik China, und wann und wo wurde dies konkret zuletzt mit
diesen Regierungsvertretern thematisiert?
Die Bundesregierung thematisiert in Gesprächen mit chinesischen
Regierungsvertretern fortlaufend die Möglichkeiten der Kooperation zwischen der
Volksrepublik China und Deutschland in Afrika, vor allem im Rahmen von
Dreieckskooperationen, zuletzt im Rahmen der letzten Sitzung der deutsch-chinesischen
Entwicklungszusammenarbeit-Kommission Ende März 2019 in Peking.
7. Inwiefern thematisiert die Bundesregierung das chinesische Engagement
bezüglich der Seidenstraßeninitiative in Afrika mit afrikanischen
Regierungsvertretern, und wann und wo wurde dies konkret mit diesen
Regierungsvertretern thematisiert?
Die Bundesregierung definiert für sich eigene politische Ziele für die
Zusammenarbeit mit den Staaten und Regionalorganisationen Afrikas, so zuletzt in der
Fortschreibung und Weiterentwicklung der Afrikapolitischen Leitlinien [www.
auswaertiges-amt.de/blob/2204146/61736c06103e9a28e328371257ee34f7/afrika
leitlinien-data.pdf]. Auf dieser Grundlage führt sie Gespräche mit afrikanischen
Regierungsvertretern. Dabei beobachtet die Bundesregierung das Engagement
der Volksrepublik China und einer Vielzahl anderer Akteure in Afrika
aufmerksam und thematisiert dieses auch im Dialog mit Regierungsvertretern
afrikanischer Staaten.
8. Welche besondere Rolle spielt das 2016 gegründete Deutsch-Chinesische
Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (ZNE) bezüglich einer deutsch-
chinesischen Kooperation im Rahmen der „Neuen Seidenstraße“ in Afrika (https://
sg-csd.org/de/vorstellung-des-zne/)?
Zur Rolle des ZNE, die auch und in besonderem Maße für Afrika gilt, wird auf
die Antwort der Bundesregierung zu Frage 3 der Kleinen Anfrage der Fraktion
der AfD auf Bundestagsdrucksache 19/6328 verwiesen.
9. Welche konkreten gemeinsamen entwicklungspolitischen Projekte wurden
nach Kenntnis der Bundesregierung im Rahmen der Arbeit des ZNE bisher
in Afrika durchgeführt?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 4 der Kleinen Anfrage der
Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 19/6328 verwiesen.
10. Gibt es weitere entwicklungspolitische Kooperationsformen zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China im Kontext der
Koordination des entwicklungspolitischen Engagements der beiden Länder
in Afrika?
Die Bundesregierung arbeitet entwicklungspolitisch über das ZNE hinaus auch
mittels Globalvorhaben mit der Volksrepublik China und afrikanischen Ländern
zusammen, wie z. B. durch die Partnerschaft gegen Wilderei und illegalen
Wildtierhandel sowie den Dialog für Nachhaltigkeit in Schwellenländern.
11. Wie beurteilt die Bundesregierung die Umsetzungspläne der „Neuen
Seidenstraße“ in Afrika im Hinblick auf die Zielsetzungen der Agenda 2030 (www.
bmz.de/de/ministerium/ziele/ 2030_agenda/index.html)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 8 und 9 der Kleinen
Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 19/6328 sowie auf die
Antworten der Bundesregierung zu den Fragen 2 und 3 der Kleinen Anfrage der
Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 19/5624 verwiesen.
12. In welcher konkreten Form unterstützt die Bundesregierung eine
entwicklungspolitische Strategie-Kohärenz und eine Kooperation zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China in Afrika?
Das BMZ und das chinesische Handelsministerium haben die jährlich
stattfindende Veranstaltungsreihe „Deutsch-chinesisches Forum für Nachhaltige
Entwicklung“ ins Leben gerufen, bei der das jeweilige und potentiell gemeinsame
Engagement in Afrika im Vordergrund steht. Thema des ersten Forums im
November 2017 in München war „Trilaterale und Unternehmenskooperationen“,
beim zweiten Forum im Dezember 2018 in Peking lautete das Thema „Jobs and
Growth for Africa“. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 6 verwiesen.
13. Welche deutschen Unternehmen wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung in den letzten fünf Jahren im Rahmen des chinesischen Engagements in
Afrika bei der Vermittlung von Aufträgen und Dienstleistungen durch die
Bundesregierung bzw. die deutsche Politik in den Bereichen
a) Infrastruktur,
b) Landwirtschaft,
c) Telekommunikation und
d) Energieerzeugung und -management
spezifisch flankiert und begleitet?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 8 der Kleinen Anfrage der
Fraktion der FDP auf Bundestagsdrucksache 19/4795 verwiesen. Die dort
angestellten Erwägungen treffen gleichermaßen auf die hier angesprochenen Bereiche
zu.
14. Wie viele Kooperationsabkommen wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung in den letzten fünf Jahren zwischen führenden chinesischen und
deutschen Unternehmen im Rahmen der Umsetzung chinesischer
Afrikainvestitionen unterzeichnet, damit Know-how und Technik aus Deutschland und
China sich ergänzen und gemeinsam mit afrikanischen Partnern für eine
nachhaltige Entwicklung in Afrika sorgen?
Der Bundesregierung ist ein derartiges Kooperationsabkommen bekannt. Zu
weiteren Abkommen liegen keine Kenntnisse vor.
15. Inwiefern unterstützt die Bundesregierung im Zusammenhang mit dem
chinesischen Engagement im Energiesektor in Afrika, wo der chinesische
Energieriese China National Nuclear Corp (CNNC) Atomkraftwerke z. B. im
Sudan (
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/china-baut-atomkraftwerk-im-sudan-
a-1093761.html) und in Kenia (
www.taz.de/Atomkraft-in-Afrika/!5304451/)
baut, die Vermittlung von Know-how und Reaktortechnik aus Deutschland?
Die Bundesregierung leistet hierbei keine Unterstützung.
16. Gibt es bezüglich erneuerbarer Energien – China trug im Jahr 2017 mehr als
45 Prozent zu den weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien bei
(
www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/handelsblatt-energie-
gipfelchina-will-mit-erneuerbaren-energien-zur-gruenen-supermacht-werden/
23898680.html) – nach Kenntnis der Bundesregierung eine Kooperation
zwischen chinesischen und deutschen Unternehmen?
Der Bundesregierung ist eine derartige Kooperation in Afrika bekannt. Zu
weiteren Kooperationen liegen keine Kenntnisse vor.
17. Sieht die Vereinbarung zwischen dem Europäischen Investitionsfonds (EIF)
und dem chinesischen „Silk Road Fund“ (SRF), Investitionen und
gemeinsame Projekte der Initiative „Neue Seidenstraße“ zu unterstützen (ht tp: / /
europa.eu/rapid/press-release_IP-17-1524_de.htm), nach Kenntnis der
Bundesregierung auch Projekte in Afrika oder nur solche in Europa vor?
Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung bereits begonnene oder geplante
Projekte europäischer Länder im Rahmen dieser Vereinbarung in Afrika?
Die Kooperation zwischen dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) und dem
„Silk Road Fund“ ist auf die Förderung europäischer Unternehmen ausgerichtet.
Der EIF ist laut Satzung in Europa tätig.
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken,
www.satzweiss.com
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