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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Gründung eines Frauennetzwerks zwischen Lateinamerika, der Karibik und Deutschland
(insgesamt 11 Einzelfragen)
Fraktion
FDP
Ressort
Auswärtiges Amt
Datum
16.09.2019
Antwortdauer
18 Tage
Aktualisiert
26.07.2022
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT19/1284029.08.2019
Gründung eines Frauennetzwerks zwischen Lateinamerika, der Karibik und Deutschland
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Till Mansmann, Alexander Graf Lambsdorff, Olaf in der Beek,
Renata Alt, Mario Brandenburg (Südpfalz), Dr. Marco Buschmann,
Britta Katharina Dassler, Katrin Helling-Plahr, Dr. Christoph Hoffmann,
Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Gyde Jensen, Pascal Kober, Konstantin Kuhle,
Alexander Kulitz, Michael Georg Link, Oliver Luksic, Matthias Seestern-Pauly,
Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Katja Suding,
Michael Theurer, Gerald Ullrich, Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Gründung eines Frauennetzwerks zwischen Lateinamerika, der Karibik und
Deutschland
In keiner anderen Region auf der Welt werden so viele Frauen Opfer von
Gewalt wie in Lateinamerika und der Karibik. Nach einem Bericht der
UN-Gleichstellungsorganisation (UN-Women) und dem UN-
Entwicklungsprogramm (UNDP) haben die Morde an Frauen in Zentralamerika
ein „verheerendes“ Niveau erreicht. (www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/
lateinamerika-und-karibik-laut-uno-bericht-gefaehrlichste-regionen-fuer-
frauen-a-1179940.html)
Einzelheiten zum Vorgehen der Bundesregierung bei diesem Thema wurden
bereits in einer Kleinen Anfrage der Fraktion der FDP mit dem Titel „Häusliche
Gewalt in Lateinamerika“ (Bundestagsdrucksache 19/9264, 10. April 2019)
erfragt. Aus der Antwort der Bundesregierung ging hervor, dass ein
Frauennetzwerk zwischen Lateinamerika, der Karibik und Deutschland geplant ist. Dieses
soll „einen intensivierten Austausch zwischen Frauen und
Frauenrechtsorganisationen ermöglichen, Projekte fördern und durch die Verleihung eines Preises
herausragendes Engagement für die Rechte von Frauen würdigen […]“, heißt
es in der Antwort der Bundesregierung (vgl. Bundestagsdrucksache 19/9682).
Am 29. April 2019 hat der Bundesminister des Auswärtigen, Heiko Maas, in
Brasilien das Frauennetzwerk UNIDAS („gemeinsam“) zwischen Deutschland,
Lateinamerika und der Karibik gestartet.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung mit dem Frauennetzwerk in
Lateinamerika und der Karibik im Vergleich zur Spotlight-Initiative der
Europäischen Union und der Vereinten Nationen zur Beseitigung aller Formen
von Gewalt gegen Frauen und Mädchen?
2. Wie stellt sich die Bundesregierung einen intensivierten Austausch
zwischen Frauen und Frauenrechtsorganisationen im Rahmen des neu
geplanten Frauennetzwerks vor?
Deutscher Bundestag Drucksache 19/12840
19. Wahlperiode 29.08.2019
3. Welche genauen Projekte sind bereits geplant, um das Vorhaben eines
intensivierten Austausches zwischen Frauen und Frauenrechtsorganisationen
im Vergleich zu heute zu stärken?
4. Welche Frauenrechtsorganisationen sind für die Miteinbeziehung in das
Frauennetzwerk geplant, und welche davon haben bereits zugesagt, und
nach welchen Kriterien werden die Organisationen ausgewählt?
5. Wie hoch sind die geplanten finanziellen Mittel für die Umsetzung des
Frauennetzwerks zwischen Lateinamerika, der Karibik und Deutschland
(bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
6. Welche Institutionen sollen an der Finanzierung des Frauennetzwerks mit
welchen Beträgen in welchem Zeitraum beteiligt sein?
7. Welche finanziellen Mittel werden von der Bundesregierung zur Verfügung
gestellt (bitte nach Jahr, Einzelplan und Titel aufschlüsseln)?
8. Wie plant die Bundesregierung, lokale Institutionen in Südamerika und der
Karibik (Staatsregierung, Kommunen, Regionen) in das Frauennetzwerk
miteinzubeziehen?
9. Welche bisherigen negativen Erfahrungen in der Bekämpfung von Gewalt
gegen Frauen in Südamerika sollen bei der Schaffung dieses
Frauennetzwerks berücksichtigt werden?
10. Welchen Stellenwert nahm das Thema „Frauenrechte“ bei der am 28. Mai
2019 in Berlin abgehaltenen „Lateinamerika-Karibik-Konferenz“ ein?
11. Nach welchen Kriterien soll der Preis, der herausragendes Engagement für
die Rechte von Frauen würdigen soll, vergeben werden?
Berlin, den 14. August 2019
Christian Lindner und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
BT19/1323816.09.2019
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/12840 - Gründung eines Frauennetzwerks zwischen Lateinamerika, der Karibik und Deutschland
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Till Mansmann, Alexander Graf
Lambsdorff, Olaf in der Beek, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
– Drucksache 19/12840 –
Gründung eines Frauennetzwerks zwischen Lateinamerika, der Karibik und
Deutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In keiner anderen Region auf der Welt werden so viele Frauen Opfer von
Gewalt wie in Lateinamerika und der Karibik. Nach einem Bericht der UN-
Gleichstellungsorganisation (UN-Women) und dem UN-
Entwicklungsprogramm (UNDP) haben die Morde an Frauen in Zentralamerika ein
„verheerendes“ Niveau erreicht. (www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/lateiname
rika-und-karibik-laut-uno-bericht-gefaehrlichste-regionen-fuer-frauen-
a-1179940.html)
Einzelheiten zum Vorgehen der Bundesregierung bei diesem Thema wurden
bereits in einer Kleinen Anfrage der Fraktion der FDP mit dem Titel
„Häusliche Gewalt in Lateinamerika“ (Bundestagsdrucksache 19/9264, 10. April
2019) erfragt. Aus der Antwort der Bundesregierung ging hervor, dass ein
Frauennetzwerk zwischen Lateinamerika, der Karibik und Deutschland
geplant ist. Dieses soll „einen intensivierten Austausch zwischen Frauen und
Frauenrechtsorganisationen ermöglichen, Projekte fördern und durch die
Verleihung eines Preises herausragendes Engagement für die Rechte von Frauen
würdigen […]“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (vgl.
Bundestagsdrucksache 19/9682). Am 29. April 2019 hat der Bundesminister des
Auswärtigen, Heiko Maas, in Brasilien das Frauennetzwerk UNIDAS
(„gemeinsam“) zwischen Deutschland, Lateinamerika und der Karibik gestartet.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Am 28. Mai 2019 erfolgte die Gründung von Unidas, einem Frauennetzwerk
zwischen Deutschland, Lateinamerika und der Karibik, durch den
Bundesminister des Auswärtigen, Heiko Maas, auf der Eröffnungskonferenz der
Lateinamerika- und Karibik-Initiative.
Konzipiert wurde das Netzwerk auf fünf Diskussionsveranstaltungen und
Workshops während der vom 29. April bis zum 2. Mai 2019 erfolgten Reise des
Bundesministers nach Brasilien, Kolumbien und Mexiko, an denen Frauen aus
Deutscher Bundestag Drucksache 19/13238
19. Wahlperiode 16.09.2019
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Auswärtigen Amts vom 12. September 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Lateinamerika und der Karibik und eine den Minister begleitende Delegation
deutscher Frauen teilnahmen.
Anlässlich der Gründung des Netzwerks veranstaltete das Auswärtige Amt
gemeinsam mit Unidas-Gründungsmitgliedern eine hochrangig besetzte
Diskussionsveranstaltung unter Teilnahme zahlreicher Vertreterinnen der deutschen
Zivilgesellschaft.
Leitgedanke bei der Gründung von Unidas war es, die inhaltliche Ausrichtung,
Arbeitsweise und Struktur des Netzwerks konsequent auf die Bedürfnisse der
Frauen und Frauenrechtsorganisationen in Deutschland, Lateinamerika und der
Karibik auszurichten.
Bei der Umsetzung der Ergebnisse der Workshops verfolgt das Auswärtige
Amt daher prioritär folgende Vorhaben: Erstens, die Gründung eines
eingetragenen Vereins unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Heiko Maas mit
dem Zweck, Unidas zu fördern und das Netzwerk zu koordinieren; zweitens,
die Entwicklung einer internetbasierten Kommunikationsplattform, die es den
Mitgliedern ermöglicht, innerhalb eines geschützten Raumes den direkten
Austausch zu pflegen; drittens, die Bereitstellung von Fördermitteln zur
finanziellen Unterstützung von Projekten der Unidas-Mitglieder. Dem Ansatz von
Unidas entsprechend erfolgt die inhaltliche Schwerpunktsetzung bei der
Projektförderung durch die Netzwerkmitglieder selbst. Damit wird gewährleistet, dass die
Projekte möglichst passgenau dem Interesse und Bedarf der
Netzwerkmitglieder entsprechen.
1. Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung mit dem Frauennetzwerk in
Lateinamerika und der Karibik im Vergleich zur Spotlight-Initiative der
Europäischen Union und der Vereinten Nationen zur Beseitigung aller
Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen?
Mit Unidas, dem neugegründeten Frauennetzwerk zwischen Deutschland,
Lateinamerika und der Karibik, verfolgt die Bundesregierung nach umfangreichen
Konsultationen mit den Gründungsmitgliedern die Ziele, die
Gleichberechtigung von Frauen, Männern, Mädchen und Jungen zu fördern; die Teilhabe und
Mitwirkung von Frauen in Politik, Kultur, Medien, Gesellschaft, Wirtschaft
und Wissenschaft zu stärken; den Austausch und Wissensvermittlung zwischen
den Mitgliedern als Ausdruck internationaler Kooperation und Verständigung
zu fördern; Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu bekämpfen und einen
Beitrag zu Krisenprävention, Friedenserhaltung und Konfliktbewältigung zu
leisten. Das Frauennetzwerk Unidas ergänzt Initiativen der Europäischen Union,
der Vereinten Nationen und anderer Organisationen.
2. Wie stellt sich die Bundesregierung einen intensivierten Austausch
zwischen Frauen und Frauenrechtsorganisationen im Rahmen des neu
geplanten Frauennetzwerks vor?
Der intensivierte Austausch zwischen Frauen und Frauenrechtsorganisationen
aus Lateinamerika, der Karibik und Deutschland erfolgt in Form von
Veranstaltungen und auf Basis einer internetbasierten Kommunikationsplattform. Diese
soll neben einem mehrsprachig verfassten öffentlich zugänglichen Teil über ein
den Unidas-Mitgliedern und dem Auswärtigen Amt vorbehaltenen Bereich
verfügen und so einen geschützten Kommunikationsraum zur Verfügung stellen.
Die Struktur entspricht der sozialer Netzwerke, die es den Mitgliedern unter
anderem ermöglicht, thematisch und regional ausgerichtete Gruppen zu gründen,
für eigene Vorhaben zu werben und mit den übrigen Mitgliedern in direkten
Austausch zu treten. Zugleich dient die Plattform der Kommunikation
zwischen Netzwerkmitgliedern, dem Unidas e.V. und dem Auswärtigen Amt.
Ausschreibungen für die Förderung von Projekten der Unidas-Mitglieder erfolgen
ebenfalls über die Kommunikationsplattform.
Es wird ferner auf die Vorbemerkung der Bundesregierung sowie die Antwort
zu Frage 3 verwiesen.
3. Welche genauen Projekte sind bereits geplant, um das Vorhaben eines
intensivierten Austausches zwischen Frauen und
Frauenrechtsorganisationen im Vergleich zu heute zu stärken?
Anknüpfend an die sieben im laufenden Jahr von Unidas in Lateinamerika und
Deutschland durchgeführten Veranstaltungen plant das Auswärtige Amt
gemeinsam mit Unidas-Mitgliedern die Ausrichtung eines Seminars im Dezember
2019 zum Thema der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen in Lateinamerika
und der Karibik.
Im Haushaltsjahr 2020 wird das Auswärtige Amt Projektmittel zur Verfügung
stellen, um im Rahmen von Unidas zivilgesellschaftliche Vorhaben in Höhe
von rund 350.000 Euro zu fördern. Im Fokus stehen dabei Initiativen im
Kontext der Resolution 1325 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vom
31. Oktober 2000 entsprechend dem Konzept des Auswärtigen Amts zur
Förderung von Projekten zur Unterstützung von internationalen Maßnahmen auf den
Gebieten der Krisenprävention, Konfliktbewältigung, Stabilisierung und
Friedensförderung.
Ein eingetragener Verein unter der Schirmherrschaft von Bundesminister des
Auswärtigen, Heiko Maas, soll gegründet werden. Ziel ist die Unterstützung
der Mitglieder von Unidas, die Koordination der Arbeit des Netzwerks sowie
die Aufnahme weiterer Mitglieder.
4. Welche Frauenrechtsorganisationen sind für die Miteinbeziehung in das
Frauennetzwerk geplant, und welche davon haben bereits zugesagt, und
nach welchen Kriterien werden die Organisationen ausgewählt?
Grundsätzlich steht Unidas interessierten Personen und Organisationen offen,
die sich für die Ziele des Netzwerks engagieren. Das Netzwerk besteht derzeit
aus neun offiziellen Partnerorganisationen (UN Women Nationales Komitee
Deutschland e.V., Deutscher Frauenrat e.V., ELA – Equipo Latinoamericano de
Justicia y Género (Argentinien), Rede Mulher Empreendedora (Brasilien),
Corporación Humanas (Chile), Coalición Nacional de Mujeres del Ecuador
(Ecuador), Corporación Sisma Mujer (Kolumbien), Consorcio Oaxaca (Mexiko),
Centro de la Mujer Peruana Flora Tristán (Peru)) und rund 160
Gründungsmitgliedern. Die Auswahl der Partnerorganisationen erfolgte durch das Auswärtige
Amt unter Hinzuziehung von zivilgesellschaftlicher Expertise.
5. Wie hoch sind die geplanten finanziellen Mittel für die Umsetzung des
Frauennetzwerks zwischen Lateinamerika, der Karibik und Deutschland
(bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
Für 2020 plant die Bundesregierung, rund 350.000 Euro für die Förderung von
zivilgesellschaftlichen Projekten zur Verfügung zu stellen, die von
Netzwerkmitgliedern vorgeschlagen werden. Hinzu kommen Mittel, um die Ausgaben
des zu gründenden eingetragenen Vereins zu decken. Über deren Höhe kann
zum jetzigen Zeitpunkt keine belastbare Aussage getroffen werden.
6. Welche Institutionen sollen an der Finanzierung des Frauennetzwerks mit
welchen Beträgen in welchem Zeitraum beteiligt sein?
Das Frauennetzwerk wird vom Auswärtigen Amt finanziert. Eine (zusätzliche)
Finanzierung durch Drittmittel ist grundsätzlich möglich. Im laufenden
Haushaltsjahr 2019 wurden Mittel in Höhe von 219.849,35 Euro aus dem Einzelplan
05, Kapitel 0501, Titel 687 34 sowie Kapitel 0511, Titel 526 01 aufgewendet.
Weitere Mittel kamen Unidas mittelbar dadurch zugute, dass die
Gründungsveranstaltung und einige öffentlichkeitswirksame Panels im Rahmen einer
größeren Lateinamerika- und Karibik-Konferenz am 28. Mai 2019 in Berlin
stattgefunden haben. Eine separate Darstellung der dadurch entstandenen Kosten ist
nicht möglich.
7. Welche finanziellen Mittel werden von der Bundesregierung zur
Verfügung gestellt (bitte nach Jahr, Einzelplan und Titel aufschlüsseln)?
Auf die Antwort zu den Fragen 5 und 6 wird verwiesen. Belastbare Angaben
über das Jahr 2020 hinaus sind derzeit noch nicht möglich.
8. Wie plant die Bundesregierung, lokale Institutionen in Südamerika und
der Karibik (Staatsregierung, Kommunen, Regionen) in das
Frauennetzwerk miteinzubeziehen?
Das Auswärtige Amt hat 2019 mehrere Veranstaltungen organisiert, um lokale
Akteure von Anfang an einzubeziehen, das Netzwerk an deren Bedürfnissen
auszurichten und die Gründung partizipativ vorzubereiten. An fünf
vorbereitenden Veranstaltungen in Lateinamerika, der Unidas-Gründungsveranstaltung und
beim Focus Event „Unidas – ein neuer Akteur zur Stärkung der Rechte von
Frauen“, die in Berlin stattfanden, nahmen Vertreterinnen und Vertreter
zahlreicher lokaler Institutionen teil. Geplant ist, auch künftig mit lokalen Partnern
zusammenzuarbeiten und die Fortentwicklung von Unidas partizipativ zu
gestalten.
9. Welche bisherigen negativen Erfahrungen in der Bekämpfung von Gewalt
gegen Frauen in Südamerika sollen bei der Schaffung dieses
Frauennetzwerks berücksichtigt werden?
Die Mitglieder sind eingeladen, ihre Erfahrungen bei der Bekämpfung von
Gewalt gegen Frauen vollumfänglich in die Arbeit des Netzwerks einfließen zu
lassen.
10. Welchen Stellenwert nahm das Thema „Frauenrechte“ bei der am 28. Mai
2019 in Berlin abgehaltenen „Lateinamerika-Karibik-Konferenz“ ein?
Der Einsatz für die Rechte von Frauen im Rahmen von Unidas ist eine zentrale
Säule der Lateinamerika- und Karibik-Initiative der Bundesregierung. Das
Thema nahm daher einen hohen Stellenwert bei der Eröffnungskonferenz der
Initiative ein. Die Gründung von Unidas erfolgte in Anwesenheit von 21
Außenministerinnen und Außenministern und sechs Vizeaußenministerinnen und
Vizeaußenministern aus Lateinamerika und der Karibik sowie von
Bundesaußenminister Heiko Maas, der Exekutivsekretärin der Wirtschaftskommission der
Vereinten Nationen für Lateinamerika und der Karibik, Alicia Bárcena, und der
Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte Michelle
Bachelet. Darüber hinaus nahmen namhafte Persönlichkeiten, unter anderem
Michelle Bachelet, an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Unidas – ein neuer
Akteur zur Stärkung der Rechte von Frauen“ teil.
11. Nach welchen Kriterien soll der Preis, der herausragendes Engagement
für die Rechte von Frauen würdigen soll, vergeben werden?
Die Kriterien für die Vergabe eines Preises für Frauenrechte und Demokratie
wird der zu gründende eingetragene Verein festlegen.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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