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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Berichte über Planungsfehler beim Breitbandausbau
(insgesamt 20 Einzelfragen)
Fraktion
FDP
Ressort
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Datum
09.10.2019
Aktualisiert
26.07.2022
BT19/1335619.09.2019
Berichte über Planungsfehler beim Breitbandausbau
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Otto Fricke, Christian Dürr, Renata Alt, Dr. Jens Brandenburg
(Rhein-Neckar), Britta Katharina Dassler, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst,
Peter Heidt, Katrin Helling-Plahr, Katja Hessel, Manuel Höferlin,
Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Dr. Christian Jung, Pascal Kober,
Michael Georg Link, Oliver Luksic, Roman Müller-Böhm, Dr. Martin Neumann,
Dr. h. c. Thomas Sattelberger, Frank Schäffler, Dr. Wieland Schinnenburg,
Jimmy Schulz, Judith Skudelny, Dr. Hermann Otto Solms,
Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Benjamin Strasser, Linda Teuteberg,
Michael Theurer, Dr. Andrew Ullmann, Gerald Ullrich, Nicole Westig und der
Fraktion der FDP
Berichte über Planungsfehler beim Breitbandausbau
Die von CDU, CSU und SPD getragene Koalition hat es sich laut
Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, den Ausbau der Breitbandnetze in Deutschland zu
forcieren und zu beschleunigen (www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/koaliti
onsvertrag_2018.pdf?file=1). Um dieses Ziel zu erreichen, fördert der Bund
den Breitbandausbau finanziell und beauftragt auch private Unternehmen mit
der fachlichen Beratung von Landkreisen und Gemeinden. Dabei scheiterte die
Bundesregierung, ihr Ziel aus der vorherigen Wahlperiode umzusetzen. Bisher
haben bei Weitem nicht alle Haushalte in Deutschland Zugang zu einem
Anschluss mit mehr als 50 mbit/s (www.golem.de/news/50-mbit-s-bundesregie
rung-verfehlt-altes-breitbandziel-deutlich-1906-141940.html). Gerade in
ländlichen Regionen fehlt dieser Zugang zu „schnellem Internet“ nach
Definition der Bundesregierung (www.zeit.de/2019/05/breitbandausbau-
schnellesinternet-land-foerderung-bundesregierung-finanzierung). Aktuellen
Presseberichten zufolge kommt es trotz großer Ziele immer wieder zu Planungsfehlern,
die dazu führen, dass Fördergelder verschwendet und die gewünschten
Ergebnisse nicht erzielt werden (www.nordkurier.de/anklam/schnelles-internet-fast-
nur-fuer-den-friedhof-2834985803.html). Auch die Kosten für die Verlegung
der letzten Meter Glasfaserkabel zu den Häusern steigen nach Presseberichten,
beispielsweise durch steigende Kosten für Tiefbauarbeiten (www.zei t .de/
2019/05/breitbandausbau-schnelles-internet-land-foerderung-
bundesregierungfinanzierung/seite-2). Zudem wurde bis 2018 der Großteil der ausgeschütteten
Fördergelder in Beratungsleistungen investiert (www.zeit.de/digital/internet/
2019-02/breitbandausbau-digitalisierung-glasfasernetz-infrastruktur-
internetbundesregierung). Inwiefern die fehlerhafte Beratung von Gemeinden und
Landkreisen in der Praxis ein Hemmnis für den beschleunigten
Breitbandausbau ist und welche Verbesserungspotenziale es in diesem Zusammenhang gibt,
ist nach Kenntnis der Fragesteller bislang noch weitgehend ungeklärt.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/13356
19. Wahlperiode 19.09.2019
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie viele Anträge für eine Förderung des Breitbandausbaus wurden seit
2018 gestellt?
2. Wie hoch ist die Summe der beantragten Fördermittel?
3. Wie viele der gestellten Anträge wurden genehmigt?
4. Wie hoch ist die Summe der bewilligten Fördermittel der genehmigten
Anträge?
5. Wie viele der gestellten Anträge wurden nur vorläufig bewilligt?
6. Welche sind die häufigsten Gründe dafür, dass diese Anträge nur vorläufig
bewilligt wurden?
7. Wie hoch ist die Summe der beantragten Fördermittel bei nur vorläufig
bewilligten Förderanträgen?
8. Wie viele Anträge für den Breitbandausbau in Deutschland wurden nicht
bewilligt?
9. Wie hoch ist die Fördersumme der beantragten Fördermittel bei nicht
bewilligten Anträgen?
10. Welche sind die häufigsten Gründe dafür, dass Förderanträge nicht
bewilligt wurden?
11. Welche beratenden Unternehmen waren bei wie vielen der nur vorläufig
genehmigten Anträge beauftragt (bitte detailliert aufschlüsseln)?
12. Welche beratenden Unternehmen waren bei wie vielen der abgelehnten
Aufträge beauftragt (bitte detailliert aufschlüsseln)?
13. Wie verteilt sich die Anzahl der nur vorläufigen Genehmigungen und der
abgelehnten Genehmigungen auf die Regionen (bitte nach Bundesländern
und – sofern möglich – Regionen aufschlüsseln)?
14. Welchen Anteil haben die Ausgaben für Beratungsleistungen am
Gesamtvolumen der ausgeschütteten Fördermittel (bitte prozentual und absolut
angeben)?
15. Gibt es einen maximalen prozentualen Anteil der Ausgaben für
Beratungsleistungen am Gesamtvolumen der ausgeschütteten Fördermittel?
16. Wer überwacht die Arbeit der beratenden Unternehmen in den Regionen
(bitte nach Bundesländern und – sofern möglich – Regionen
aufschlüsseln)?
17. Sind der Bundesregierung Fälle bekannt, in denen die Beratung und die
Überwachung dieser Beratung zu Interessenkonflikten geführt haben oder
führen könnten?
18. Sind der Bundesregierung Fälle bekannt, in denen die Beratung und die
Überwachung dieser Beratung durch dasselbe bzw. miteinander
verbundene Unternehmen erfolgen?
19. Wer trägt die Kosten für die Überwachung der beratenden Unternehmen?
20. Wie hoch waren die dem Bund entstandenen Kosten für die Überwachung
der beratenden Unternehmen seit 2018?
Berlin, den 28. August 2019
Christian Lindner und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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