[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Oliver Luksic, Frank Sitta,
Bernd Reuther, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
– Drucksache 19/20335 –
CO2-Reduktion durch Biokraftstoffe
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Biokraftstoffe sind bereits heute ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit im
Verkehrssektor. Biokraftstoffe haben im Vergleich zu konventionellen
Kraftstoffen eine CO2-Minderung von bis zu 80 Prozent bei gleicher Menge. Durch
Beimischungen verbessern sie daher die CO2-Bilanz konventioneller Benzin-
Pkw und Diesel-Pkw teils deutlich. Das in Deutschland bekannteste Beispiel
dafür stellt E10 da. Dieser Kraftstoff für Benzinmotoren wurde von Januar
2011 an in Deutschland in den Markt gebracht und enthält einen Anteil von 5
bis 10 Prozent Bioethanol. Auch Diesel-Kraftstoffe werden bereits seit 2009
mit bis zu 7 Prozent Biodiesel versetzt.
Im Anbetracht der über 46 Millionen Pkw mit konventionellen Benzinmotoren
und Dieselmotoren allein in Deutschland ist nach Ansicht der Fragesteller eine
nachhaltige, effektive Senkung der CO2-Bilanz des gesamten Verkehrssektors
nicht durch den Wechsel zu neuen Fahrzeugen mit anderen
Antriebstechnologien allein zu meistern. Die Weiternutzung der bestehenden Pkw entlastet
dabei das Klima, die Umwelt und hat zudem einen wichtigen sozialen Aspekt,
da ein Wechsel hin zu, häufig deutlich teureren, Alternativfahrzeugen nicht
jedem Bürger möglich ist. Aus diesem Grund bieten nach Ansicht der
Fragesteller Technologien, die die CO2-Bilanz der bestehenden Fahrzeugflotte
signifikant senken können, eine gute Möglichkeit, die gefassten Klimaziele effizient
und sozialverträglich zu erreichen.
1. Welche Biokraftstoffe, die zur Verwendung im Verkehrssektor geeignet
sind, sind der Bundesregierung bekannt, welche dieser Kraftstoffe sind in
Deutschland nicht zugelassen, und wie begründet die Bundesregierung
dies?
In Deutschland werden hauptsächlich Fettsäuremethylester (FAME, englisch:
fatty acid methyl ester), Bioethanol und hydrierte Pflanzenöle (HVO, englisch:
hydrogenated oder hydrotreated vegetable oil) als Biokraftstoffe im
Straßenverkehr verwendet. Weiterhin werden geringere Mengen Biomethan, Pflanzenöl
und BtL-Kraftstoff (biomass-to-liquid, Fischer-Tropsch-Diesel/FTD)
eingesetzt.
Deutscher Bundestag Drucksache 19/20877
19. Wahlperiode 07.07.2020
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und
nukleare Sicherheit vom 6. Juli 2020 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Durch die Verordnung über die Beschaffenheit und die Auszeichnung der
Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen (10. BImSchV) ist das Inverkehrbringen
von ausschließlich genormten Kraftstoffen zugelassen, und zwar nach
festgelegten DIN-Normen. Diese definieren die Anforderungen an die Qualität der
Kraftstoffe, die die Bundesregierung in der oben genannten Verordnung als
Mindestanforderung für Kraftstoffe an öffentlichen Tankstellen festlegt. Diese
Regelung stellt sicher, dass nur Kraftstoffe in Verkehr gebracht werden, für die
die Fahrzeughersteller einen einwandfreien Betrieb garantieren.
Biokraftstoffe werden in der Regel konventionellen Kraftstoffen beigemischt,
denn sie unterschieden sich meist von konventionellen Kraftstoffen nicht nur
durch ihre Herstellung, sondern auch durch ihre Eigenschaften als Stoff. Es ist
daher wichtig, dass das Gemisch aus konventionellem und Biokraftstoff den
gesetzlichen Anforderungen genügt, damit die Qualität des Kraftstoffes
sichergestellt und die Fahrzeugverträglichkeit gewährleistet ist.
2. Welche CO2-Reduktionen sind der Bundesregierung durch die
Verwendung von Biokraftstoffen im Verkehrssektor in den letzten fünf Jahren
bekannt (bitte nach Jahr, Art des Kraftstoffes und CO2 pro Tonne
aufschlüsseln)?
Die nachfolgende Tabelle listet die in Deutschland in Verkehr gebrachten
Biokraftstoffe, für die eine Anrechnung auf die Treibhausgasminderungsquote
beantragt wurde.
Ab dem Quotenjahr 2018 wurden neben einem neuen Basiswert (94,1 g
CO2eq/MJ – durchschnittliche Emissionen durch fossile Kraftstoffe) neue
individuelle Vergleichswerte (93,3 bzw. 95,1 g CO2eq/MJ) verwendet. In den
Jahren zuvor wurde einheitlich der Basiswert 83,8 g CO2eq/MJ verwendet. Die
Mengen für das Quotenjahr 2019 liegen noch nicht vor. Den aufgeführten,
durchschnittlichen Treibhausgas (THG)-Minderungen liegen nur die direkten
Treibhausgasemissionen zugrunde, die etwa durch Anbau, Produktion und
Transport entstehen. Durch indirekte Landnutzungseffekte können die
tatsächlichen Emissionen von konventionellen Biokraftstoffen – insbesondere auf Basis
von importierten Pflanzenölen – teils deutlich höher sein als bei fossilen
Kraftstoffen.
Kraftstoffart Energiege-halt [TJ] Menge [kt] Durchschn. THG-Minderung Einsparung CO2eq [t]
Quotenjahr 2015
Bioethanol 31.053 1.173 70,73 % 1.840.586
Abfälle/Reststoffe 156 6 82,47 % 10.802
Gerste 1.353 51 67,17 % 76.176
Mais 10.313 390 72,71 % 628.368
Roggen 2.292 87 61,59 % 118.272
Triticale 2.717 103 67,13 % 152.809
Weizen 9.395 355 77,40 % 609.424
Zuckerrohr 650 25 76,68 % 41.786
Zuckerrüben 4.177 158 57,98 % 202.950
Biomethan 1.251 25 84,28 % 88.324
Abfälle/Reststoffe 1.251 25 84,28 % 88.324
Biomethanol 0,04 0,002 73,03 % 2
Abfälle/Reststoffe 0,04 0,002 73,03 % 2
FAME 73.878 1.977 70,62 % 4.372.076
Abfälle/Reststoffe 20.549 550 91,03 % 1.567.615
Palmöl 4.776 128 70,82 % 283.403
Raps 48.251 1.291 61,97 % 2.505.776
Kraftstoffart Energiege-halt [TJ] Menge [kt] Durchschn. THG-Minderung Einsparung CO2eq [t]
Quotenjahr 2015
Soja 164 4 57,68 % 7.909
Sonnenblumen 139 4 63,12 % 7.373
HVO 7.359 169 61,78 % 381.010
Abfälle/Reststoffe 227 5 83,86 % 15.968
Palmöl 7.132 164 61,08 % 365.042
Pflanzenöl 343 9 57,40 % 16.507
Raps 343 9 57,40 % 16.507
Gesamtergebnis 113.884 3.353 70,19 % 6.698.506
Quotenjahr 2016
Bioethanol 30.195 1.141 75,44 % 1.908.767
Abfall/Reststoff 118 4 81,77 % 8.081
Gerste 1.435 54 72,74 % 87.470
Mais 9.983 377 73,98 % 618.926
Roggen 2.028 77 68,00 % 115.592
Triticale 2.341 88 75,85 % 148.774
Weizen 9.647 365 78,57 % 635.220
Zuckerrohr 2.466 93 85,97 % 177.658
Zuckerrüben 2.176 82 64,18 % 117.045
Biomethan 1.373 27 90,42 % 104.059
Abfall/Reststoff 1.373 27 90,42 % 104.059
FAME 74.517 1.994 78,71 % 4.915.075
Abfall/Reststoff 32.422 868 92,77 % 2.520.658
Palmöl 9.816 263 75,45 % 620.592
Raps 32.154 860 65,54 % 1.765.856
Soja 46 1 64,44 % 2.497
Sonnenblumen 79 2 83,17 % 5.473
HVO 7.197 165 62,22 % 375.245
Abfall/Reststoff 269 6 79,47 % 17.926
Palmöl 6.928 159 61,55 % 357.318
Pflanzenöl 246 7 57,83 % 11.905
Raps 246 7 57,83 % 11.905
Gesamtergebnis 113.528 3.334 76,89 % 7.315.050
Quotenjahr 2017
Bioethanol 29.991 1.133 82,60 % 2.076.049
Abfall/Reststoff 46 2 44,74 % 1.739
Gerste 1.665 63 73,97 % 103.217
Mais 14.369 543 84,67 % 1.019.543
Roggen 2.272 86 75,20 % 143.154
Triticale 1.753 66 78,88 % 115.888
Weizen 7.940 300 84,03 % 559.111
Zuckerrohr 1.071 40 88,46 % 79.382
Zuckerrüben 875 33 73,68 % 54.015
Biomethan 1.615 32 90,73 % 122.765
Abfall/Reststoff 1.615 32 90,73 % 122.765
FAME 79.955 2.139 80,79 % 5.413.271
Abfall/Reststoff 31.508 843 93,59 % 2.471.008
Palmöl 18.373 492 78,91 % 1.214.902
Raps 28.381 759 68,26 % 1.623.428
Soja 62 2 61,11 % 3.164
Sonnenblumen 1.631 44 73,72 % 100.769
HVO 1.442 33 64,64 % 78.080
Abfall/Reststoff 80 2 85,14 % 5.743
Kraftstoffart Energiege-halt [TJ] Menge [kt] Durchschn. THG-Minderung Einsparung CO2eq [t]
Quotenjahr 2015
Palmöl 1.361 31 63,42 % 72.336
Pflanzenöl 26 1 64,09 % 1.421
Raps 26 1 64,09 % 1.421
Gesamtergebnis 113.029 3.339 81,20 % 7.691.586
Quotenjahr 2018
Bioethanol 30.785 1.163 86,40 % 2.481.633
Abfall/Reststoff 419 16 97,49 % 38.068
Gerste 1.326 50 77,13 % 95.415
Mais 15.484 585 88,62 % 1.280.258
Roggen 1.439 54 78,49 % 105.362
Triticale 1.956 74 83,56 % 152.476
Weizen 8.622 326 85,98 % 691.686
Zuckerrohr 498 19 82,36 % 38.252
Zuckerrüben 1.042 39 82,38 % 80.115
Biomethan 1.408 28 90,23 % 119.560
Abfall/Reststoff 1.329 27 91,10 % 113.887
Sonst. (Silomais) 80 2 75,77 % 5.673
FAME 86.663 2.319 82,90 % 6.832.585
Abfall/Reststoff 41.144 1.101 92,78 % 3.630.217
Äthiopischer Senf 52 1 94,43 % 4.683
Palmöl 17.790 476 79,70 % 1.348.369
Raps 25.105 672 70,18 % 1.675.504
Soja 675 18 66,50 % 42.682
Sonnenblumen 1.898 51 72,66 % 131.132
HVO 1.184 27 76,94 % 86.607
Abfall/Reststoff 77 2 89,55 % 6.572
Palmöl 1.106 25 76,06 % 80.035
Pflanzenöl 24 1 68,26 % 1.531
Palmöl 5 0,1 63,20 % 276
Raps 19 1 69,49 % 1.255
BtL-FTD 3 0,1 91,27 % 224
Abfall/Reststoff 3 0,1 91,27 % 224
Gesamtergebnis 120.066 3.538 83,81 % 9.522.139
3. Mit welchen CO2-Minderungen im Verkehrssektor rechnet die
Bundesregierung in den nächsten fünf Jahren (bitte nach Jahr, Art des Kraftstoffes
und CO2 pro Tonne aufschlüsseln)?
Die Treibhausgasminderungen im Verkehr der nächsten fünf Jahre durch
Biokraftstoffe hängt von der nationalen Umsetzung der Richtlinie (EU) 2018/2001
ab. Die Beratungen der Bundesregierung hierzu sind noch nicht abgeschlossen.
4. Befürwortet die Bundesregierung die Verwertung tierischer Fette, die
sowieso entsorgt werden müssen?
Falls nein, wieso nicht?
In Deutschland erfolgt die Förderung von Biokraftstoffen über die im Bundes-
Immissionsschutzgesetz geregelte Treibhausgasminderungsquote. Nicht
anrechenbar auf diese Quote sind Biokraftstoffe, die ganz oder teilweise aus
tierischen Fetten hergestellt wurden. Die Regelung wurde vom Deutschen
Bundestag im Jahr 2006 beschlossen, jedoch erst im Jahr 2012 wirksam, um den
betroffenen Unternehmen ausreichend Zeit für die Umstellung zu geben.
Hintergrund der Regelung ist, dass es sich bei tierischen Fetten nicht um Abfälle,
sondern um hochwertige Produkte handelt, die bereits in anderen Sektoren, wie
bspw. der chemischen Industrie und der Futtermittelindustrie, ohne
Subventionen genutzt werden. Durch den Ausschluss von der Förderung sollen
Verwerfungen im funktionierenden förderungsfreien Absatzmarkt für tierische Fette
und Öle vermieden werden.
5. Mit welchen konkreten Maßnahmen möchte die Bundesregierung
Biokraftstoffe aus Abfallmengen und Reststoffmengen verwerten?
In welchem Zeitraum sind welche konkreten Maßnahmen vorgesehen?
Erneuerbare Energieerzeugnisse im Verkehr werden durch die
Treibhausgasminderungsquote des Bundes-Immissionsschutzgesetz gefördert.
Inverkehrbringer von Otto- und Dieselkraftstoffen sind verpflichtet die CO2-Emissionen
ihres gesamten in Verkehr gebrachten Kraftstoffes zu mindern. In Verkehr
gebrachte Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen sind auf die Quote
anrechenbar und weisen vergleichsweise hohe CO2-Minderungen auf. Ihr Anteil am
Biokraftstoffaufkommen ist im Quotenjahr 2018 auf 35,8 Prozent gestiegen.
Dieser Anstieg ist maßgeblich auf die erhöhte Nutzung von gebrauchten
Speiseölen zurückzuführen. Die Nutzung von gebrauchten Speiseölen wird durch die
Richtlinie (EU) 2018/2001 begrenzt. Die vom Koalitionsvertrag vorgesehene
Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote erfolgt mit der
Umsetzung der Richtlinie (EU) 2018/2001.
6. Mit welchen Maßnahmen fördert die Bundesregierung die Erforschung
bzw. Weiterentwicklung von Biokraftstoffen?
Im Rahmen des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe (FPNR) des
Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) werden aus
Haushaltsmitteln des BMEL Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) zu
Biokraftstoffen aus land- und forstwirtschaftlichen Rohstoffen einschließlich Rest-
und Koppelprodukten gefördert. Der Schwerpunkt „Entwicklung von
Technologien und Systemen zur Bioenergiegewinnung und -nutzung mit dem Ziel der
weiteren Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen“ bezieht sich direkt auf
die FuE-Maßnahmen zu Biokraftstoffen.
Im Forschungsprojekt „Nachhaltige Mobilität durch synthetische Kraftstoffe“
(NAMOSYN) wird die Herstellung und motorische Verwendung synthetischer
Kraftstoffe untersucht. Ein Ausgangsstoff ist dabei aus Biomasse gewonnenes
Synthesegas, womit diese Kraftstoffe im weiteren Sinne unter die Definition
von Biomasse fallen.
Im Forschungsprojekt „Waste2Energy“ wird in einer hybriden
Demonstrationsanlage in Ghana die Photovoltaik, Biogasproduktion und Pyrolyse kombiniert
aus Restmüll (v. a. organischer und Plastikmüll) unter anderem auch
Synthesegas hergestellt.
Durch die Förderung eines F & Demo-Vorhabens „Bioressourcen und
Wasserstoff zu Methan als Kraftstoff-Anlage im Pilotmaßstab
(Bioabfallumwandlung)“ sollen die Potenziale von Rest- und Abfallstoffen für die Erzeugung
gasförmigen Kraftstoffes untersucht und genutzt werden.
In der Studie zur Rohstoffverfügbarkeit von holzartiger Biomasse zur
Produktion von Biokraftstoffen in Deutschland und in der Europäischen Union bis 2040
untersucht das Deutsche Biomasseforschungszentrum gGmbH (DBFZ) welche
Mengen von holzartigen Biomassen zukünftig – und unter Berücksichtigung
von hohen Nachhaltigkeitsanforderungen – zur Produktion von Biokraftstoffen
verfügbar gemacht werden können und welche Wirkung damit im
Verkehrssektor verbunden ist.
7. Wie hoch sind die Mittel, die dafür verwendet werden?
Namosyn wird mit ca. 24 Mio. Euro Fördermitteln im Zeitraum 2019 bis 2023
gefördert. Waste2Energie wird mit ca. 6 Mio. Euro Fördermitteln im Zeitraum
2020 bis 2023 gefördert.
Im laufenden Haushaltsjahr 2020 werden aus Mitteln des BMEL 27 FuE-
Maßnahmen mit einer Gesamtförderung von 9,6 Mio. Euro durchgeführt.
Die Pilotanlage synthetisiertes Biogas wird mit rd. 10,7 Mio. Euro
Fördermitteln im Zeitraum von 2018 bis 2023 gefördert.
Die Studie zur Rohstoffverfügbarkeit von holzartiger Biomasse zur Produktion
von Biokraftstoffen in Deutschland und der Europäischen Union bis 2040 wird
im Zeitraum 2020 bis 2021 mit rd. 1 Mio. Euro gefördert.
8. Welche Projekte, Unternehmen oder Ähnliches profitieren von diesen
Maßnahmen (bitte mit Namen, Fördermenge, Standort und Projektziel
auflisten)?
Unternehmen Standort Fördervolumen Projektziel
Namosyn
RWE Power AG Köln 131.745,00 € Prozessentwicklung
Erzeugung OME
BP Europa SE Hamburg 286.131,77 € Prozessentwicklung
Erzeugung OME
Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe
GmbH
Duisburg 484.474,98 € Prozessentwicklung
Erzeugung OME
Clariant Produkte (Deutschland) GmbH Frankfurt am
Main
78.613,70 € Prozessentwicklung
Erzeugung OME
AVL Deutschland GmbH Mainz-Kastel 404.955,00 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Dieselmotor
DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH Leipzig 320.145,93 € Prozessentwicklung
Erzeugung OME
Evonik Technology & Infrastructure GmbH Essen 426.046,23 € Prozessentwicklung
Erzeugung OME
Umicore AG & Co. KG Hanau 759.029,04 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Dieselmotor
Schaeffler Technologies AG & Co. KG Herzogenaurach 244.913,45 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Dieselmotor
Mann + Hummel GmbH Ludwigsburg 142.700,00 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Dieselmotor
TEC4FUELS GmbH Herzogenrath 351.249,74 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Dieselmotor
und im Ottomotor
DECHEMA Gesellschaft für Chemische
Technik und Biotechnologie e.V.
Frankfurt am
Main
806.368,43 € Systembetrachtung
Linde AG München 95.920,03 € Prozessentwicklung
Erzeugung OME
Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG Ruhstorf
a.d.Rott
669.245,19 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Dieselmotor
Unternehmen Standort Fördervolumen Projektziel
Namosyn
AUDI AG Ingolstadt 66.563,94 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Ottomotor
OWI Science for Fuels gGmbH Herzogenrath 638.467,80 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Dieselmotor
und im Ottomotor
Robert Bosch GmbH Gerlingen 379.380,36 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Dieselmotor
Federal-Mogul Burscheid GmbH Burscheid 1.787.389,25 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Dieselmotor
und im Ottomotor
BASF SE Ludwigshafen
am Rhein
628.664,65 € Prozessentwicklung
Erzeugung OME und
Systembetrachtung
ASG Analytik-Service Gesellschaft mbH Neusäß 99.203,64 € Motorische Testung syn.
Kraftstoffe im Ottomotor
Waste2Energy
West African Science Service Centre on
Climate Change and Adapted Land Use
Cantonments-
Accra
1.110.560,00 € Koordination Aufbau
Hybridanlage.
Folgenabschätzungsstudien zu den
Umwelt-, sozialen und
wirtschaftlichen
Auswirkungen
GICON-Großmann Ingenieur Consult GmbH Dresden 494.513,96 € Planung, Dimensionierung
Biogasanlage
FPNR
Universität Siegen Siegen 341.111,54 € Verbundvorhaben:
Langzeitverhalten von
Kraftstoffdampfrückhaltesystemen (KDRS) bei der
Verwendung von Bioethanol
als Kraftstoffadditiv;
Teilvorhaben 2: Raman-
Messungen im
Langzeitbetrieb und experimentelle
Charakterisierung der
Aktivkohleproben
TZ Technisches Zentrum Entwicklungs- &
Handelsgesellschaft mbH
Leipzig 49.074,84 € Verbundvorhaben: Co-
Kultivierung von Algen
und Hefen zur
umweltfreundlichen Gewinnung
von Biokraftstoffen und
Carbonsäuren (CoKult);
Teilvorhaben 2:
Maßstabsübertragung
Rheinisch-Westfälische Technische
Hochschule Aachen
Aachen 399.919,76 € Kerosin aus Erneuerbaren
Rohstoffen durch
(kombinierte) bio-/chemische
Synthese
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt am Main
Frankfurt am
Main
292.145,44 € Produktion von
kurzkettigen Alkanen und
Alkoholen aus lignozellulosischen
Biomassehydrolysaten mit
Hefen (ALK2BIO)
Unternehmen Standort Fördervolumen Projektziel
Namosyn
Technische Universität Darmstadt Darmstadt 550.688,70 € Nachwuchsgruppe:
Mikrobielle Produktion flüssiger
Kohlenwasserstoffe als
infrastrukturkompatible
Treibstoffe auf Basis
nachwachsender Rohstoffe –
Phase II (Drop-In biofuels)
regineering GmbH Pollenfeld 331.571,22 € Verbundvorhaben:
Strategien zur
Ablagerungsvermeidung an Einspritzdüsen
beim Multi-Fuel Einsatz
biogener Kraftstoffe;
Teilvorhaben 2: Äußere
Injektorablagerungen
Technologie- und Förderzentrum im
Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe
Straubing 262.002,00 € Verbundvorhaben:
Strategien zur
Ablagerungsvermeidung an Einspritzdüsen
beim Multi-Fuel Einsatz
biogener Kraftstoffe;
Teilvorhaben 5:
Untersuchungen am Traktor
TEC4FUELS GmbH Herzogenrath 52.355,00 € Verbundvorhaben:
Strategien zur
Ablagerungsvermeidung an Einspritzdüsen
beim Multi-Fuel Einsatz
biogener Kraftstoffe;
Teilvorhaben 3: Überführung
der Prüfmethode in
Dienstleistung
ERC Additiv GmbH Buchholz in der
Nordheide
13.725,02 € Verbundvorhaben:
Strategien zur
Ablagerungsvermeidung an Einspritzdüsen
beim Multi-Fuel Einsatz
biogener Kraftstoffe;
Teilvorhaben 4: Additivierung
der biogenen Kraftstoffe
hinsichtlich der
Ablagerungsbildung und
Kraftstoffstabilität.
B+B Engineering GmbH Magdeburg 477.881,40 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 6: Technische
Begleitung und
Engineering der Pilotanlage
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
München 310.496,45 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 2: Gewinnung
von Minorkomponenten
aus den Extrakten
Unternehmen Standort Fördervolumen Projektziel
Namosyn
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
München 3.422.050,71 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 1: Pilotierung
des Ethana-Verfahrens und
Untersuchungen zur
Aufarbeitung der Rohprodukte
MICCRA GmbH Heitersheim 270.996,83 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 9: Auslegung
und Pilotierung der
Technologie zum Aufschluss
der Rapssaat
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
München 157.575,85 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 3:
Charakterisierung der
Rapsmehlkonzentrate zur Gewinnung
von Rapsproteinen und
Bewertung der
Anwendungsmöglichkeiten
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Karlsruhe 135.319,45 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 5: Ökonomische
und ökologische
Begleitforschung im
Verbundprojekt
C. Thywissen GmbH Neuss 48.016,08 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 7: Bereitstellung
von Ölsaaten und
Bewertung des Gesamtverfahrens
tti Technologietransfer und
Innovationsförderung Magdeburg GmbH
Magdeburg 69.993,61 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 11:
Strategieentwicklung zur
Industrieeinführung und
Technologievermarktung
Unternehmen Standort Fördervolumen Projektziel
Namosyn
AVA – Anhaltinische Verfahrens- und
Anlagentechnik GmbH
Magdeburg 189.004,84 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 8: Pilotierung der
kontinuierlichen Schälung
von Raps und technische
Begleitung
Internationale Forschungsgemeinschaft
Futtermitteltechnik e.V.
Braunschweig 84.356,38 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 4: Untersuchung
des Rapsmehlkonzentrats
zur Applikation als
Futtermittel
VetterTec GmbH Kassel 171.160,94 € Verbundvorhaben:
Pilotierung der ethanolischen
nativen Extraktion geschälter
Rapssaat (EthaNa);
Teilvorhaben 10: Auslegung
und Pilotierung Trockner
und Filterschnecke zur
Fest-Flüssigtrennung,
Alkoholverdampfung und
Trocknung
John Deere GmbH & Co. KG – European
Technology Innovation Center
Kaiserslautern 156.956,73 € Verbundvorhaben:
Entwicklung und Feldtest
eines Abgasstufe 5 Multi-
Fuel-Traktors;
Teilvorhaben 1: Adaption von
Motorsteuergeräten und
dessen Implementierung in ein
Versuchsfahrzeug
Technologie- und Förderzentrum im
Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe
Straubing 292.348,00 € Verbundvorhaben:
Entwicklung und Feldtest
eines Abgasstufe 5 Multi-
Fuel-Traktors;
Teilvorhaben 2: Sensortests und
Untersuchung des
Gesamtsystems auf dem
Traktorenprüfstand und im
Feldeinsatz
Technische Universität Kaiserslautern Kaiserslautern 335.562,06 € Verbundvorhaben:
Entwicklung und Feldtest
eines Abgasstufe 5 Multi-
Fuel-Traktors;
Teilvorhaben 3: Sensortest und
Validierung der
Motorkennfeldanpassungen auf dem
Motorprüfstand
Unternehmen Standort Fördervolumen Projektziel
Namosyn
Rheinisch-Westfälische Technische
Hochschule Aachen
Aachen 83.008,00 € Einfluss von Bio-
Hydrauliköl auf die
Effizienz einer mobilen
Arbeitsmaschine
Technische Universität Kaiserslautern Kaiserslautern 411.149,34 € Effizienzsteigerung in
Verbindung mit einer
Reduzierung von
Kohlenstoffdioxid durch Verwendung
einer
betriebspunktoptimierten Kraftstoffmischung
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-
Nürnberg
Erlangen 485.246,72 € Verbundvorhaben:
Gemischbildung und
Verbrennung von Alkoholen und
anderer biogener
Kraftstoffe in
mischungskontrollierten Brennverfahren;
Teilvorhaben 1:
Experimentelle Untersuchung von
Gemischbildung und
Verbrennung biogener Kraftstoffe
in Modellsystemen
Technische Universität Darmstadt Darmstadt 166.894,18 € Verbundvorhaben:
Gemischbildung und
Verbrennung von Alkoholen und
anderer biogener
Kraftstoffe in
mischungskontrollierten Brennverfahren;
Teilvorhaben 2: Numerische
Untersuchung von
Gemischbildung und
Verbrennung biogener Kraftstoffe
DBFZ Leipzig 10.657.291 € Demonstrationsanlage
synthetisiertes Biogas
DBFZ Leipzig 999.898 € Potenzialanalyse holzartige
Biomasse
9. Von welchem CO2-Einsparungspotenzial geht die Bundesregierung bei
den von ihr verfolgten Maßnahmen im Bereich Biokraftstoffe aus (bitte
nach Gesamtmenge sowie nach einzelnen Maßnahmen aufschlüsseln)?
Zu Namosyn: Der Projektteil Systembetrachtung beinhaltet eine umfassende
Lebenszyklusanalyse, in der das CO2-Einsparpotenzial für eine spätere
kommerzielle Nutzung der Technologie ermittelt wird. Eine seriöse quantitative
Abschätzung der CO2-Einsparungen ist zum jetzigen Projektstand noch nicht
möglich.
Zu Waste2Energy: Die erwarteten CO2-Einsparungen der
Demonstrationsanlage betragen. 4.000 tCO2/Jahr. Durch Upscale und den prognostizierten Aufbau
von zehn weiterer größerer Anlagen in den nächsten fünf Jahren werden
Einsparungen von 80.000 tCO2/Jahr prognostiziert.
Das CO2-Einsparungspotenzial der geförderten DBFZ-Projekte kann nicht
abgeschätzt werden. In der Demonstrationsanlage soll der technische Nachweis
über eine möglichst effiziente Verwertbarkeit von Abfällen zur
Kraftstofferzeugung unter Berücksichtigung einer Übertragbarkeit auf größere Anlagen
erbracht werden. In der Potenzialanalyse sollen die verfügbaren Mengen
holzartiger Biomasse ermittelt werden.
10. Gibt es konkrete Überlegungen diese Förderung weiter auszubauen?
Mit der Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote beabsichtigt die
Bundesregierung durch Marktanreize das nachhaltig verfügbare Potenzial an
alternativen Kraftstoffen, das ohne nachteilige Effekte erschließbar ist, zur
Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Verkehr zu nutzen.
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ISSN 0722-8333]