[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Hartmut Ebbing, Michael Theurer,
Thomas Hacker, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
– Drucksache 19/23288 –
Corona-Überbrückungshilfen
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Als Bestandteil des Konjunkturprogramms der Bundesregierung sollen die
Corona-Überbrückungshilfen kleine und mittelständische Unternehmen sowie
Solo-Selbständige und Freiberufler unterstützen. Die Mittel fließen bisher
jedoch spärlich ab, lediglich eine Milliarde der eingeplanten Mittel der Corona-
Überbrückungshilfen in Höhe von 24,8 Mrd. Euro wurden bisher vergeben
(Schwab, Hartmut: Der große „Wumms“ bleibt aus, FAZ, 2. September 2020,
S. 16; Koch, Moritz: Bundesregierung will Hilfsprogramm retten,
Handelsblatt, 17. September 2020, S. 13).
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) kündigte
Nachbesserungen an (
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/202
0/09/20200918-ueberbrueckungshilfe-wird-verlaengert-ausgeweitet-und-verei
nfacht.html).
1. Welcher Gesamtbetrag ist nach Kenntnis der Bundesregierung bislang
von den zur Verfügung stehenden 24,6 Mrd. Euro Corona-
Überbrückungshilfen abgerufen worden (bitte nach Kalenderwochen und
Ländern aufschlüsseln)?
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat dem Bundesamt für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle am 23. Juli 2020 Mittel in Höhe von 6 Mrd.
Euro zur Bewirtschaftung zugewiesen. Davon sind bis zum 15. Oktober 2020
Mittel in Höhe von 954.375.166 Euro von den Ländern wie folgt abgerufen
worden (Überbrückungshilfe I: Förderzeitraum von Juni bis August 2020):
gesamt KW 30 KW 31 KW 32 KW 33
Baden-Württemberg 175.000.000 - 100.000.000 - -
Bayern 300.000.000 - 100.000.000 - -
Berlin 50.000.000 - 50.000.000 - -
Brandenburg 25.000.000 - 10.000.000 - -
Bremen 0 - - - -
Hamburg 30.000.000 - - - -
Deutscher Bundestag Drucksache 19/23896
19. Wahlperiode 03.11.2020
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom
2. November 2020 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
gesamt KW 30 KW 31 KW 32 KW 33
Hessen 84.413.588 - - - 490.618,71
Mecklenburg-
Vorpommern 14.590.000 - - - 3.200.000
Niedersachsen 65.300.000 - 150.000 450.000 5.950.000
Nordrhein-Westfalen 0 - - - -
Rheinland-Pfalz 70.000.000 - 15.000.000 10.000.000 -
Saarland 10.300.000 - - - -
Sachsen 36.771.578 - 30.000.000 - -
Sachsen-Anhalt 18.000.000 3.000.000 - - 4.000.000
Schleswig-Holstein 40.000.000 - 20.000.000 - -
Thüringen 35.000.000 - - 15.000.000 -
gesamt 954.375.166 3.000.000 325.150.000 25.450.000 13.640.619
KW 34 KW 35 KW 36 KW 37 KW 38
Baden-Württemberg - - - 75.000.000 -
Bayern - 100.000.000 - 100.000.000 -
Berlin - - - - -
Brandenburg - - 10.000.000 - -
Bremen - - - - -
Hamburg - - - - -
Hessen 5.840.986,38 10.459.518,18 5.658.948,63 15.689.876,66 10.857.163,08
Mecklenburg-
Vorpommern 640.000 - 1.440.000 1.116.000 1.667.000
Niedersachsen 8.650.000 4.700.000 10.150.000 8.850.000 5.850.000
Nordrhein-Westfalen - - - - -
Rheinland-Pfalz 10.000.000 - - 10.000.000 -
Saarland - 7.100.000 - - -
Sachsen - - - - 1.174.182,65
Sachsen-Anhalt - - - 5.000.000 -
Schleswig-Holstein - - - - -
Thüringen - - - 20.000.000 -
gesamt 25.130.986 122.259.518 27.248.949 235.655.877 19.548.346
KW 39 KW 40 KW 41 KW 42 KW 43
Baden-Württemberg - - - - -
Bayern - - - - -
Berlin - - - - -
Brandenburg - - 5.000.000 - -
Bremen - - - - -
Hamburg - - - 30.000.000 -
Hessen 7.548.873,09 8.292.493,61 7.298.504,01 12.276.605,55 -
Mecklenburg-
Vorpommern 1.854.000 - - 4.673.000 -
Niedersachsen 2.550.000 9.600.000 3.750.000 4.650.000 -
Nordrhein-Westfalen - - - - -
Rheinland-Pfalz 10.000.000 - 15.000.000 - -
Saarland - 1.500.000 1.700.000 - -
Sachsen 1.711.451,80 4.282.896,91 - -396.953,49 -
Sachsen-Anhalt - - 6.000.000 - -
Schleswig-Holstein - 20.000.000 - - -
Thüringen - - - - -
gesamt 23.664.325 43.675.391 38.748.504 51.202.652 0
2. Wie viele Unternehmen haben nach Kenntnis der Bundesregierung in
den einzelnen Bundesländern Anträge auf Überbrückungshilfe gestellt,
und wie viele der Anträge sind bewilligt worden (bitte nach Ländern
auflisten)?
Die Zahlen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden (Stand:
15. Oktober 2020; Überbrückungshilfe I).
Land Fallzahl gesamt Fallzahl bewilligte Anträge
Baden-Württemberg* 19.290* 9.831
Brandenburg 1.997 1.442
Berlin 7.572 4.832
Bayern 20.257 15.457
Bremen 1.139 896
Hessen 10.215 8.565
Hamburg 4.938 2.504
Mecklenburg-
Vorpommern 1.340 890
Niedersachsen 9.326 5.027
Nordrhein-Westfalen 35.662 30.113
Rheinland-Pfalz 4.922 3.437
Schleswig-Holstein 3.308 2.630
Saarland 1.027 884
Sachsen 3.337 2.850
Sachsen-Anhalt 1.620 1.025
Thüringen 2.764 2.478
Insgesamt 128.714 92.861
* Aus technischen Gründen konnten bei der Beantwortung der Anfrage nur die
Gesamtantragszahlen aus Baden-Württemberg (inklusive zurückgezogener Anträge) verarbeitet werden, da
Baden-Württemberg nicht am gemeinsamen digitalen Fachverfahren teilnimmt, sondern eine
eigene Anwendung für die Antragsbearbeitung entwickelt hat.
3. Wie hoch sind die zugewiesenen Bundesmittel an die Länder, und in
Höhe welchen Volumens wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in den
einzelnen Ländern Anträge auf Überbrückungshilfe gestellt (bitte nach
Länder, zugewiesene Mittel pro Land, Zahl der Unternehmen, die
Anträge stellten, beantragtes Fördervolumen, Volumen der bewilligten Anträge
pro Land auflisten)?
Die Zahlen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden (Stand:
15. Oktober 2020; Überbrückungshilfe I).
Land
zugewiesene
Mittel
Fallzahl
gesamt
Summe von
beantragtem
förderfähigen Volumen (nach
Abzug anderer
Programme)
Fallzahl
bewilligte
Anträge
Volumen
bewilligte Anträge
Baden-Württemberg* 175.000.000 € 19.290* 190.581.814 €* 9.831 115.913.168 €
Brandenburg 25.000.000 € 1.997 22.188.162,77 € 1.442 18.029.332 €
Berlin 50.000.000 € 7.572 109.572.553,81 € 4.832 68.918.188 €
Bayern 300.000.000 € 20.257 265.246.561,73 € 15.457 210.617.198 €
Bremen 0 € 1.139 12.839.320,40 € 896 10.085.866 €
Hessen 84.413.588 € 10.215 124.464.081,08 € 8.565 96.721.154 €
Hamburg 30.000.000 € 4.938 61.151.536,13 € 2.504 36.377.334 €
Land
zugewiesene
Mittel
Fallzahl
gesamt
Summe von
beantragtem
förderfähigen Volumen (nach
Abzug anderer
Programme)
Fallzahl
bewilligte
Anträge
Volumen
bewilligte Anträge
Mecklenburg-
Vorpommern
14.590.000 € 1.340 19.179.206,30 € 890 12.454.948 €
Niedersachsen 65.300.000 € 9.326 104.844.157,87 € 5.027 69.364.770 €
Nordrhein-Westfalen 0 € 35.662 370.831.941,96 € 30.113 322.775.806 €
Rheinland-Pfalz 70.000.000 € 4.922 54.794.151,17 € 3.437 43.114.375 €
Schleswig-Holstein 40.000.000 € 3.308 33.042.934,19 € 2.630 25.595.034 €
Saarland 10.300.000 € 1.027 11.246.633,72 € 884 9.672.540 €
Sachsen 36.771.578 € 3.337 45.437.168,84 € 2.850 40.314.670 €
Sachsen-Anhalt 18.000.000 € 1.620 16.852.435,32 € 1.025 13.063.971 €
Thüringen 35.000.000 € 2.764 23.355.526,28 € 2.478 21.604.988 €
Insgesamt 954.375.166 € 128.714 1.465.628.185,57 € 92.861 1.114.623.341 €
* Aus technischen Gründen konnten bei der Beantwortung der Anfrage nur die
Gesamtantragszahlen aus Baden-Württemberg (inklusive zurückgezogener Anträge) verarbeitet werden, da
Baden-Württemberg nicht am gemeinsamen digitalen Fachverfahren teilnimmt, sondern eine
eigene Anwendung für die Antragsbearbeitung entwickelt hat.
4. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Bewilligungen
(Anzahl der Bewilligungen und Bewilligungen in Euro) und
Auszahlungen pro Branche (bitte entsprechend der Branchen des BMWI,
insbesondere jedoch separat und detaillierter bezüglich der Branchen Tourismus
und Veranstaltungswirtschaft sowie der elf separaten Teilbranchen der
Kultur- und Kreativwirtschaft (Musikwirtschaft, Verlagswirtschaft,
Software etc.) aufschlüsseln)?
Üblicherweise erfolgt die Zuordnung zu dem Wirtschaftszweig, in dem die
Haupttätigkeit des Unternehmens liegt. Bei der elektronischen Antragstellung
für die Überbrückungs-hilfe I war für die Antragsteller die Erfassung der
Wirtschaftszweigkennzahl gemäß Gliederung der Klassifikation der
Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) für alle Gliederungsebenen möglich, jedoch
war eine Eingabe bis zur letzten fünfstelligen Ebene der
Wirtschaftszweigklassifikation zunächst nicht verpflichtend. Daher werden in Einzelauswertungen
die spezifischen Selbstauskünfte der Antragsteller berücksichtigt. In den
branchenspezifischen Auswertungen kommt es aufgrund dessen zu Doppelungen,
da einige Antragsteller den vierstelligen Code und andere wiederum den
fünfstelligen Code angegeben haben (z. B. 93.21 Vergnügungs- und Themenparks /
93.21.0 Vergnügungs- und Themenparks).
Aus technischen Gründen konnten bei der Beantwortung der Anfrage keine
Zahlen aus Baden-Württemberg verarbeitet werden, da Baden-Württemberg
nicht am gemeinsamen digitalen Fachverfahren teilnimmt, sondern eine eigene
Anwendung für die Antragsbearbeitung entwickelt hat.
Auswertung Branchenabschnitte
Branchen-Abschnitt
Anzahl
Anträge
gesamt
Summe von
beantragtem
förderfähigen Volumen (nach
Abzug anderer
Programme)
Anzahl
Anträge
tatsächlich
bewilligt/
ausgezahlt
Summe von
tatsächlich
bewilligter/ausgezahlter
Fördersumme
A Land- und Forstwirtschaft,
Fischerei (01.00.0 – 03.22.0) 275 2.007.787,22 € 179 1.256.904,71 €
B Bergbau und Gewinnung von
Steinen und Erden (05.00.0 – 09.90.0) 11 220.207,99 € 9 216.269,74 €
C Verarbeitendes Gewerbe (10.00.0 –
33.20.0) 4.681 65.691.954,13 € 3.573 49.994.995,63 €
D Energieversorgung (35.00.0 –
35.30.0) 24 256.799,88 € 17 173.132,74 €
E Wasserversorgung; Abwasser- und
Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzungen
(36.00.0 – 39.00.0) 76 1.188.005,42 € 53 820.731,02 €
F Baugewerbe (41.00.0 – 43.99.9) 2.795 15.162.816,97 € 2.006 11.077.762,11 €
G Handel; Instandhaltung und
Reparatur von Kraftfahrzeugen (45.00.0 –
47.99.9) 10.607 78.527.038,64 € 7.863 58.642.112,08 €
H Verkehr und Lagerei (49.00.0 –
53.20.0) 7.312 64.137.754,96 € 5.695 48.643.203,64 €
I Gastgewerbe (55.00.0 – 56.30.9) 29.230 373.759.139,49 € 21.817 283.518.719,67 €
J Information und Kommunikation
(58.00.0 – 63.99.0) 3.217 37.610.325,53 € 2.413 28.289.972,12 €
K Erbringung von Finanz- und
Versicherungsdienstleitungen (64.00.0 –
66.30.0) 443 4.632.296,31 € 313 2.991.221,02 €
L Grundstücks- und Wohnungswesen
(68.00.0 – 68.32.2) 1.674 17.052.220,22 € 1.232 12.644.649,19 €
M Erbringung von freiberuflichen,
wissenschaftlichen und technischen
Dienstleistungen (69.00.0 – 75.00.9) 10.777 63.843.449,23 € 8.366 49.014.304,99 €
N Erbringung von sonstigen
wirtschaftlichen Dienstleistungen (77.00.0
– 82.99.9) 14.695 359.333.443,42 € 11.697 295.960.182,70 €
O Öffentliche Verwaltung;
Verteidigung; Sozialversicherung (84.00.0 –
84.99.9) 21 332.162,24 € 14 62.035,80 €
P Erziehung und Unterricht (85.00.0 –
85.60.0) 2.423 16.689.381,88 € 1.832 11.806.334,35 €
Q Gesundheits- und Sozialwesen
(86.00.0 – 88.99.0) 2.380 12.848.452,20 € 1.623 7.739.484,45 €
R Kunst, Unterhaltung und Erholung
(90.00.0 – 93.29.0) 10.669 95.314.729,76 € 8.151 70.026.527,09 €
S Erbringung von sonstigen
Dienstleistungen (94.00.0 – 96.09.0) 6.265 42.154.693,76 € 4.605 30.810.510,78 €
Sonstige/ohne 1.849 24.283.712,34 € 1.695 22.234.977,56 €
Gesamtergebnis 109.424 1.275.046.371,59 € 83.153 985.924.031,38 €
Auswertung Tourismus
WZ-Klassifizierung
Anzahl Anträge
tatsächlich bewilligt/
ausgezahlt
Summe von
tatsächlich
bewilligter/ausgezahlter
Fördersumme
I55, I55.1* Beherbergung Hotels, Gasthöfe, Pensionen 5.214 120.940.459,29 €
I55.2*, 55.3*, 55.9* Ferienunterkünfte und ähnliche
Beherbergungsstätten, Campingplätze, Sonstige Beherbergungsstätten 651 8.336.569,61 €
I56.1* Gastronomie (I56) und Restaurants, Gaststätten,
Imbissstuben, Cafes, Eissalons u. Ä. 9.222 84.508.879,22 €
56.2*, 56.3* Caterer und Erbringung sonstiger
Verpflegungsdienstleistungen, Ausschank von Getränken 6.619 67.845.688,12 €
Hotellerie und Gastronomie gesamt 21.706 281.631.596,24 €
N79 Reisebüros, Reiseveranstalter und Erbringung sonstiger
Reservierungsdienstleistungen 239 9.854.968,74 €
N79.1 Reisebüros und Reiseveranstalter 279 17.711.528,52 €
N79.11* Reisebüros 4.584 141.483.395,38 €
N79.12* Reiseveranstalter 1.325 58.332.778,54 €
Reisebranche gesamt 6.427 227.382.671
Auswertung Veranstaltungswirtschaft
WZ-Klassifizierung
Anzahl Anträge
tatsächlich bewilligt/
ausgezahlt
Summe von
tatsächlich
bewilligter/ausgezahlter
Fördersumme
N Erbringung von sonstigen wissenschaftlichen Dienstleistungen 1 9.000,00 €
N82 Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen für
Unternehmen und Privatpersonen a. n. g. 33 544.229,43 €
N82.3 Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter 358 8.416.577,16 €
N82.30 Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter 37 1.060.472,13 €
N82.30.0 Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter 1.793 24.585.945,12 €
N82.30.0 Messebau 1 914,30 €
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 21 84.836,27 €
R90 Kreative, künstlerische und unterhaltende Tätigkeiten 99 349.897,70 €
R90.0 Kreative, künstlerische und unterhaltende Tätigkeiten 72 414.229,40 €
R90.01 Darstellende Kunst 9 25.559,08 €
R90.01.1 Theaterensembles 62 707.381,01 €
R90.01.2 Ballettgruppen, Orchester, Kapellen und Chöre 59 278.580,61 €
R90.01.3 Selbstständige Artistinnen und Artisten, Zirkusgruppen 104 884.301,54 €
R90.01.4 Selbstständige Bühnen-, Film-, Hörfunk- und
Fernsehkünstlerinnen und -künstler sowie sonstige darstellende Kunst 991 3.268.246,52 €
R90.02 Erbringung von Dienstleistungen für die darstellende
Kunst 53 510.227,80 €
R90.02.0 Erbringung von Dienstleistungen für die darstellende
Kunst 602 4.570.078,07 €
R90.03 Künstlerisches und schriftstellerisches Schaffen 12 34.958,36 €
R90.03.1 Selbstständige Komponistinnen, Komponisten,
Musikbearbeiterinnen und Musikbearbeiter 449 1.408.811,25 €
R90.03.2 Selbstständige Schriftstellerinnen und Schriftsteller 65 161.060,87 €
R90.03.3 Selbständiger Künstler 1 5.714,30 €
R90.03.3 Selbstständige bildende Künstlerinnen und Künstler 422 1.245.955,39 €
R90.03.4 Selbstständige Restauratorinnen und Restauratoren 20 64.642,80 €
R90.03.5 Fotografie 1 4.010,60 €
WZ-Klassifizierung
Anzahl Anträge
tatsächlich bewilligt/
ausgezahlt
Summe von
tatsächlich
bewilligter/ausgezahlter
Fördersumme
R90.03.5 Selbstständige Journalistinnen und Journalisten,
Pressefotografinnen und Pressefotografen 302 800.362,92 €
R90.04 Betrieb von Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen 27 360.149,72 €
R90.04.1 Konzertveranstalter 1 6.740,80 €
R90.04.1 Theater- und Konzertveranstalter 862 12.228.335,00 €
R90.04.2 Opern- und Schauspielhäuser, Konzerthallen und
ähnliche Einrichtungen 56 677.199,68 €
R90.04.3 Varietés und Kleinkunstbühnen 44 562.318,06 €
R93 Erbringung von Dienstleistungen des Sports, der
Unterhaltung und der Erholung 50 913.213,60 €
R93.2 Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der
Unterhaltung und der Erholung 113 1.659.573,64 €
R93.20 Erbringung von sonstigen und Dienstleistungen der
Unterhaltung d der Erholung 1 2.818,02 €
R93.21 Vergnügungs- und Themenparks 61 909.970,53 €
R93.21.0 Vergnügungs- und Themenparks 935 8.062.346,19 €
R93.29 Erbringung von Dienstleistungen der Unterhaltung und
der Erholung a. n. g. 64 967.087,25 €
R93.29.0 Erbringen von Dienstleistungen der Unterhaltung und
der Erholung 1 896,80 €
R93.29.0 Erbringung von Dienstleistungen der Unterhaltung und
der Erholung a. n. g. 1.144 10.728.330,78 €
R93.29.0 Erbringung von Dienstleistungen der Unterhaltung und
der Erholung a. n. g. 1 1.956,78 €
Veranstaltungsbranche gesamt 8.927 86.516.929,46 €
Auswertung Kreativ- und Kulturwirtschaft
WZ-Klassifizierung
Anzahl Anträge
tatsächlich bewilligt/
ausgezahlt
Summe von
tatsächlich
bewilligter/ausgezahlter
Fördersumme
32.20 Herstellung von Musikinstrumenten 5 28.046,88 €
32.20.0 Herstellung von Musikinstrumenten 36 214.593,71 €
47.59.3 Einzelhandel mit Musikinstrumenten etc. 48 170.043,73 €
47.63.0 Einzelhandel mit bespielten Tonträgern etc. 4 14.588,54 €
59.2 Tonstudios; Herstellung von Hörfunkbeiträgen; Verlegen
von bespielten Tonträgern
und Musikalie 13 96.064,83 €
59.20 Tonstudios; Herstellung von Hörfunkbeiträgen; Verlegen
von bespielten Tonträgern
und Musikalie 9 25.437,00 €
59.20.1 Tonstudios etc. 165 373.098,39 €
59.20.2 Tonträgerverlage 11 43.247,95 €
59.20.3 Musikverlage 56 127.179,93 €
90.01.2 Musik-/Tanzensembles 80 278.580,61 €
90.02 Erbringung von Dienstleistungen für die darstellende Kunst 57 510.227,80 €
90.02.0 Erbringung von Dienstleistungen für die darstellende
Kunst 819 4.570.078,07 €
90.03.1 Selbständige Musiker/-innen etc. 658 1.411.251,25 €
90.04.1 Theater-/Konzertveranstalter/-innen 1.239 12.235.075,80 €
WZ-Klassifizierung
Anzahl Anträge
tatsächlich bewilligt/
ausgezahlt
Summe von
tatsächlich
bewilligter/ausgezahlter
Fördersumme
90.04.2 Private Musical-/Theaterhäuser, Konzerthäuser etc. 80 677.199,68 €
1. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft –
Musikwirtschaft 3.280 20.774.714,16 €
18.14 Buchbinderei etc. 2 9.610,95 €
18.14.0 Buchbinderei etc. 45 404.448,86 €
47.61 Einzelhandel mit Büchern 6 24.194,59 €
47.61.0 Einzelhandel mit Büchern 22 217.925,05 €
47.79.2 Antiquariate 7 18.337,07 €
58.11 Buchverlage 1 3.799,00 €
58.11.0 Buchverlage 26 97.875,01 €
74.30.1 Selbständige Übersetzer/-innen 166 354.879,62 €
90.03.2 Selbständige Schriftsteller/-innen 95 161.060,87 €
2. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft – Buchmarkt 370 1.292.131,03 €
47.78.3 Einzelhandel mit Kunstgegenständen etc. 231 1.167.760,03 €
47.79.1 Einzelhandel mit Antiquitäten 50 114.520,76 €
90.03.3 Selbständige bildende Künstler/-innen 593 1.251.669,69 €
91.02 Museumsshops etc. 10 120.004,69 €
91.02.0 Museumsshops etc. 62 1.468.060,29 €
3. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft – Kunstmarkt 946 4.122.015,47 €
47.63.0 Einzelhandel mit bespielten Tonträgern etc. 4 14.588,54 €
59.11 Film-/TV-Produktion 47 192.271,99 €
59.11.0 Film-/TV-Produktion 514 2.499.966,14 €
59.12 Nachbearbeitung/sonstige Filmtechnik 10 188.769,09 €
59.12.0 Nachbearbeitung/sonstige Filmtechnik 114 396.411,93 €
59.13 Filmverleih und -vertrieb 5 27.304,10 €
59.13.0 Filmverleih und -vertrieb 20 62.436,27 €
59.14 Kinos 70 3.486.201,42 €
59.14.0 Kinos 373 9.646.294,34 €
77.22 Videotheken 6 37.644,55 €
90.01.4 Selbständige Bühnen-, Film-, TV-Künstler/-innen 1.324 3.268.246,52 €
4. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft – Filmwirtschaft 2.487 19.820.134,87 €
60.10.0 Hörfunkveranstalter 8 25.012,28 €
60.20 Fernsehveranstalter 1 2.341,72 €
60.20.0 Fernsehveranstalter 12 304.618,02 €
90.03.5 Selbständige Journalisten/-innen und
Pressefotografen/-innen 415 804.373,52 €
5. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft –
Rundfunkwirtschaft 436 1.136.345,53 €
85.52 Kulturunterricht/Tanzschulen 9 112.666,28 €
85.52.0 Kulturunterricht/Tanzschulen 182 510.634,98 €
90.01.1 Theaterensembles 97 707.381,01 €
90.01.3 Selbständige Artisten/-innen, Zirkusbetriebe 151 884.301,54 €
90.01.4 Selbständige Bühnen-, Film-, TV-Künstler/-innen 1.324 3.268.246,52 €
90.02 Erbringung von Dienstleistungen für die darstellende Kunst 57 510.227,80 €
90.02.0 Erbringung von Dienstleistungen für die darstellende
Kunst 819 4.570.078,07 €
90.04 Betrieb von Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen 43 360.149,72 €
90.04.1 Theater-/Konzertveranstalter/-innen 1.239 12.235.075,80 €
90.04.2 Private Musical-/Theaterhäuser, Konzerthäuser etc. 80 677.199,68 €
90.04.3 Varietés und Kleinkunstbühnen 69 562.318,06 €
WZ-Klassifizierung
Anzahl Anträge
tatsächlich bewilligt/
ausgezahlt
Summe von
tatsächlich
bewilligter/ausgezahlter
Fördersumme
6. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft – Markt für
darstellende Künste 4.070 24.398.279,45 €
32.12 Herstellung von Schmuck, Gold-, Silberschmiedewaren 8 20.955,80 €
32.12.0 Herstellung von Schmuck, Gold-, Silberschmiedewaren 120 581.412,47 €
71.11.2 Büros für Innenarchitektur 159 673.059,88 €
73.11 Werbegestaltung 145 1.516.035,24 €
73.11.0 Werbegestaltung 1.563 8.483.905,03 €
74.10.1 Industrie-, Produkt- und Modedesign 265 862.505,68 €
74.10.2 Grafik- und Kommunikationsdesign 842 2.035.426,84 €
74.10.3 Interior-Design und Raumgestaltung 210 908.193,31 €
74.20.1 Selbständige Fotografen/-innen 1.442 3.380.949,46 €
7. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft –
Designwirtschaft 4.754 18.462.443,72 €
71.11 Architekturbüros 28 119.762,89 €
71.11.1 Architekturbüros für Hochbau 271 846.158,59 €
71.11.2 Büros für Innenarchitektur 159 673.059,88 €
71.11.3 Architekturbüros für Orts-, Regional- und
Landesplanung 69 160.658,32 €
71.11.4 Architekturbüros für Garten- und Landschaftsgestaltung 9 19.936,29 €
90.03.4 Selbständige Restauratoren/-innen 30 64.642,80 €
8. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft –
Architekturmarkt 566 1.884.218,77 €
47.62.1 Einzelhandel mit Zeitschriften und Zeitungen 13 22.365,23 €
58.12 Verlegen von Adressbüchern etc. 1 112.077,30 €
58.12.0 Verlegen von Adressbüchern etc. 4 3.112,69 €
58.13.0 Verlegen von Zeitungen 11 31.180,15 €
58.14 Verlegen von Zeitschriften 4 28.396,00 €
58.14.0 Verlegen von Zeitschriften 57 226.189,52 €
58.19 Sonstiges Verlagswesen (ohne Software) 9 76.150,41 €
58.19.0 Sonstiges Verlagswesen (ohne Software) 134 616.803,48 €
63.91 Korrespondenz- und Nachrichtenbüros 1 1.702,65 €
63.91.0 Korrespondenz- und Nachrichtenbüros 10 27.120,06 €
90.03.5 Selbständige Journalisten/-innen und
Pressefotografen/-innen 415 804.373,52 €
9. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft – Pressemarkt 659 1.949.471,00 €
73.1 Werbung 118 1.182.365,02 €
73.11 Werbeagenturen/Werbegestaltung 145 1.516.035,24 €
73.11.0 Werbeagenturen/Werbegestaltung 1.563 8.483.905,03 €
73.12 Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten/-flächen 5 53.375,38 €
73.12.0 Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten/-flächen 158 986.288,86 €
10. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft – Werbemarkt 1.989 12.221.970
58.21.0 Verlegen von Computerspielen 2 3.000,00 €
58.29.0 Verlegen von sonstiger Software 13 79.746,40 €
62.01.1 Entwicklung und Programmierung von
Internetpräsentationen 147 633.922,28 €
62.01.9 Sonstige Softwareentwicklung 432 2.542.500,89 €
63.12 Webportale 2 32.715,21 €
63.12.0 Webportale 21 161.846,21 €
11. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft – Software-
und Games-Industrie 617 3.453.731,00 €
32.11.0 Herstellung von Münzen 2 13.364,65 €
WZ-Klassifizierung
Anzahl Anträge
tatsächlich bewilligt/
ausgezahlt
Summe von
tatsächlich
bewilligter/ausgezahlter
Fördersumme
32.13 Herstellung von Fantasieschmuck 1 0,00 €
32.13.0 Herstellung von Fantasieschmuck 19 85.109,17 €
74.20.2 Fotolabors 15 186.568,65 €
74.30.2 Selbständige Dolmetscher/-innen 172 317.203,89 €
91.01 Bibliotheken und Archive 1 1.544,78 €
91.01.0 Bibliotheken und Archive 1 3.000,00 €
91.03.0 Betrieb von historischen Stätten und Gebäuden und
ähnlichen Attraktionen 16 163.268,76 €
91.04 Botanische und zoologische Gärten sowie Naturparks 1 4.351,24 €
91.04.0 Botanische und zoologische Gärten sowie Naturparks 6 16.747,15 €
12. Teilbranche der Kreativ- und Kulturwirtschaft – Sonstige 234 791.158,29 €
Kreativ- und Kulturwirtschaft gesamt 20.408 110.306.612,83 €
5. Aus welchen Branchen sind nach Information der Bundesregierung
Anträge eingegangen, und wie viele Anträge aus den jeweiligen Branchen
mussten abgelehnt werden (bitte die Anzahl der Anträge und des
Volumens angeben)?
Die Zahlen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden (Stand:
15. Oktober 2020; Überbrückungshilfe I).
Aus technischen Gründen konnten bei der Beantwortung der Anfrage keine
Zahlen aus Baden-Württemberg verarbeitet werden, da Baden-Württemberg
nicht am gemeinsamen digitalen Fachverfahren teilnimmt, sondern eine eigene
Anwendung für die Antragsbearbeitung entwickelt hat.
Branchen-Abschnitt
Anzahl
Anträge
gesamt
Summe von
beantragtem
förderfähigen Volumen (nach
Abzug anderer
Programme)
Anzahl
Anträge
abgelehnt
Summe von
beantragtem
förderfähigen Volumen
(nach Abzug
anderer Programme)
der abgelehnten
Anträge
A Land- und Forstwirtschaft,
Fischerei (01.00.0 – 03.22.0) 275 2.007.787,22 € 0 0,00 €
B Bergbau und Gewinnung von
Steinen und Erden (05.00.0 – 09.90.0) 11 220.207,99 € 0 0,00 €
C Verarbeitendes Gewerbe (10.00.0 –
33.20.0) 4.681 65.691.954,13 € 29 637.333,41 €
D Energieversorgung (35.00.0 –
35.30.0) 24 256.799,88 € 2 1.928,80 €
E Wasserversorgung; Abwasser- und
Abfallentsorgung und Beseitigung
von Umweltverschmutzungen
(36.00.0 – 39.00.0) 76 1.188.005,42 € 0 0,00 €
F Baugewerbe (41.00.0 – 43.99.9) 2.795 15.162.816,97 € 10 8.692,85 €
G Handel; Instandhaltung und
Reparatur von Kraftfahrzeugen (45.00.0 –
47.99.9) 10.607 78.527.038,64 € 53 371.963,08 €
H Verkehr und Lagerei (49.00.0 –
53.20.0) 7.312 64.137.754,96 € 28 347.227,50 €
I Gastgewerbe (55.00.0 – 56.30.9) 29.230 373.759.139,49 € 188 1.499.922,63 €
Branchen-Abschnitt
Anzahl
Anträge
gesamt
Summe von
beantragtem
förderfähigen Volumen (nach
Abzug anderer
Programme)
Anzahl
Anträge
abgelehnt
Summe von
beantragtem
förderfähigen Volumen
(nach Abzug
anderer Programme)
der abgelehnten
Anträge
J Information und Kommunikation
(58.00.0 – 63.99.0) 3.217 37.610.325,53 € 8 184.600,99 €
K Erbringung von Finanz- und
Versicherungsdienstleitungen (64.00.0 –
66.30.0) 443 4.632.296,31 € 1 9.000,00 €
L Grundstücks- und Wohnungswesen
(68.00.0 – 68.32.2) 1.674 17.052.220,22 € 9 31.350,30 €
M Erbringung von freiberuflichen,
wissenschaftlichen und technischen
Dienstleistungen (69.00.0 – 75.00.9) 10.777 63.843.449,23 € 56 132.071,32 €
N Erbringung von sonstigen
wirtschaftlichen Dienstleistungen (77.00.0
– 82.99.9) 14.695 359.333.443,42 € 49 1.045.719,38 €
O Öffentliche Verwaltung;
Verteidigung; Sozialversicherung (84.00.0 –
84.99.9) 21 332.162,24 € 4 229.884,27 €
P Erziehung und Unterricht (85.00.0 –
85.60.0) 2.423 16.689.381,88 € 14 27.302,00 €
Q Gesundheits- und Sozialwesen
(86.00.0 – 88.99.0) 2.380 12.848.452,20 € 19 445.061,71 €
R Kunst, Unterhaltung und Erholung
(90.00.0 – 93.29.0) 10.669 95.314.729,76 € 44 266.032,42 €
S Erbringung von sonstigen
Dienstleistungen (94.00.0 – 96.09.0) 6.265 42.154.693,76 € 35 241.046,89 €
Sonstige/ohne 1.849 24.283.712,34 € 11 152.776,86 €
Gesamtergebnis 109.424 1.275.046.371,59 € 560 5.631.914,42 €
6. Aus welchen Gründen fließen nach Ansicht der Bundesregierung die
Mittel nur spärlich ab?
Welche Zugangshürden bestehen – auch nach der Nachbesserung –
hinsichtlich des Programms?
Mit der Überbrückungshilfe I wurde kleinen und mittelständischen
Unternehmen aus Branchen, die durch Corona-bedingte Auflagen oder Schließungen
betroffen waren, Liquiditätshilfe zur Existenzsicherung gewährt. Grund für die
bisher vergleichsweise geringe Ausschöpfung der für das Programm
vorgesehenen Haushaltsmitteln von 24,6 Mrd. Euro ist, dass die Corona-bedingten
Schließungen und Auflagen in den Fördermonaten Juni bis August 2020
schneller zurückgenommen werden konnten als bei der Konzeption der
Überbrückungshilfe prognostiziert. Zudem hat sich die Konjunktur in diesen
Monaten schneller erholt als erwartet.
Der Zugang zur Überbrückungshilfe I stand allen Unternehmen offen, welche
die Antragsvoraussetzungen erfüllt und insbesondere Umsatzrückgänge von
mehr als 60 Prozent in April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr sowie
Umsatzrückgänge von mindestens 40 Prozent in den Fördermonaten gegenüber den
Vorjahresmonaten verzeichnet haben. Diese Schwellen wurden für die
Überbrückungshilfe II abgesenkt (vgl. die Antwort zu Frage 7). Durch die
Anknüpfung der Förderung an die Höhe der Umsatzeinbrüche hat das
Überbrückungshilfe-Programm flexibel auf die Umsatzentwicklung der Unternehmen während
der Fördermonate reagiert.
7. Inwieweit plant die Bundesregierung weitere Nachbesserungen, um
Abhilfe des geringen Abflusses zu schaffen?
a) Wird die Bundesregierung weitere Vergabebedingungen lockern,
wenn ja, welche, und wenn nein, warum nicht?
b) Beabsichtigt die Bundesregierung, die Eintrittsschwelle weiter zu
flexibilisieren, wenn ja, wie, und wenn nein, warum nicht?
c) Falls die Bundesregierung keine weiteren Anpassungen plant, warum
nicht?
d) Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung darüber
hinaus?
Die Fragen 7 bis 7d werden gemeinsam beantwortet.
Im Rahmen der Verlängerung der Überbrückungshilfe (Überbrückungshilfe II)
von September bis Dezember 2020 wurde der Zugang zu dem Programm
wesentlich erleichtert. Zu den Änderungen zählen:
– Erhebliche Flexibilisierung der Antragsvoraussetzungen (50 Prozent
Umsatzeinbruch in zwei zusammenhängenden Monaten bzw. 30 Prozent im
Durchschnitt zwischen April und August anstelle von 60 Prozent in April
und Mai),
– Streichung der KMU-Schwelle, wonach grundsätzlich bei Unternehmen mit
bis zu fünf Beschäftigten nur max. 9.000 Euro bzw. mit bis zu zehn
Beschäftigten nur max. 15.000 Euro förderfähig sind,
– Anhebung der gestaffelten Fixkostenerstattung auf bis zu 90 Prozent (bisher
80 Prozent) und Absenkung der Eintrittsschwelle je Fördermonat von
40 Prozent auf 30 Prozent,
– Anhebung der Personalkostenpauschale von 10 Prozent auf 20 Prozent.
Die Bundesregierung geht davon aus, dass diese Änderungen zu einem deutlich
erhöhten Mittelabfluss im Vergleich zu den Zahlen für Juni bis August 2020
führen werden. Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe II ist seit dem
21. Oktober 2020 möglich.
8. Beabsichtigt die Bundesregierung die Überbrückungshilfen für Solo-
Selbständige zu öffnen, die keine Fixkosten nachweisen können, sodass
diese ihren Lebensunterhalt ansetzen können, und wenn nein, warum
nicht?
Die Bundesregierung diskutiert derzeit über eine Verlängerung der
Überbrückungshilfe über den 31. Dezember 2020 hinaus bis zum 31. Juni 2021
(Überbrückungshilfe III). Die Beratungen innerhalb der Bundesregierung zu den
Modalitäten der Verlängerung sind noch nicht abgeschlossen.
9. Wie viele Solo-Selbständige beziehen nach Kenntnis der
Bundesregierung Grundsicherung von der Bundesagentur für Arbeit (bitte für die
Monate Januar bis heute angeben und nach Ländern aufschlüsseln)?
Zur Beantwortung der Frage werden Auswertungen zur Statistik der
Arbeitslosen und Arbeitsuchenden der Bundesagentur für Arbeit (BA) herangezogen.
Betrachtet werden Personen, die einer selbständigen Erwerbstätigkeit
nachgehen und nicht arbeitslos arbeitsuchend sind. Typischerweise sind dies
erwerbstätige Personen, die aufgrund eines zu geringen Einkommens hilfebedürftig
nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch sind und somit Regelleistungen
beziehen. Nachfolgend werden nur diejenigen Selbständigen betrachtet, die sich
im jeweiligen Berichtsmonat neu bei einem Jobcenter gemeldet haben. Die so
ermittelten Größen lassen sich als Zugänge interpretieren. Der Einfluss der
Corona-Krise ergibt sich aus dem Vergleich mit den entsprechenden Werten des
Vorjahres, die als „übliche“ Werte angesehen werden können. Auswirkungen
der Corona-Krise zeigen sich dabei in der Statistik der Arbeitslosen und
Arbeitsuchenden ab dem Berichtsmonat April 2020, da der Beginn der
Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auf dem Zeitraum nach dem Stichtag für
den Berichtsmonat März entfiel.
Nach der Statistik der BA haben sich von Januar bis September 2020 insgesamt
rund 85.500 Selbständige neu in den Jobcentern hilfebedürftig gemeldet. Rund
81.100 dieser Zugänge entfallen auf den Zeitraum seit Beginn der Maßnahmen
zur Eindämmung der Pandemie. Es kann jedoch nicht danach differenziert
werden, ob es sich um Solo-Selbständige oder um Selbständige mit Angestellten
handelt.
Weitere Ergebnisse sind der Tabelle im Anhang zu entnehmen.
10. Wie viele Anträge von Solo-Selbständigen auf Grundsicherung wurden
nach Kenntnis der Bundesregierung von der Bundesagentur für Arbeit
abgelehnt (bitte nach Gründen und Aufschlüsselung nach Ländern
unterteilen)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
Drucksache 19/23896 – 14 – Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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ISSN 0722-8333]