[Deutscher Bundestag Drucksache 17/2670
17. Wahlperiode 23. 07. 2010 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stefan Liebich, Katrin Werner, Niema
Movassat, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/2526 –
Haltung der Bundesregierung zur politischen Situation in Thailand
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Vom 12. März bis 19. Mai 2010 demonstrierte die „Vereinigte Front für
Demokratie und gegen Diktatur“ (UDD) in der thailändischen Hauptstadt Bangkok,
um die Regierung zu Neuwahlen zu bewegen. Premierminister Abhisit Vejjajiva
von der Democrat Party war, nachdem seine Partei seit 2001 alle Wahlen in
Thailand verloren hatte, im Dezember 2008 nach Meinung der Demonstranten
illegitim ins Amt gekommen, nachdem das Oberste Gericht die demokratisch
gewählte Regierungspartei People’s Power Party (PPP) verboten und das
Militär die Regierung aufgelöst hatte. Zuvor war die Regierung der PPP durch
gewalttätige Unruhen der extremistisch monarchistischen Volksallianz für
Demokratie (PAD) unter Führung von Abgeordneten der Democrat Party
systematisch destabilisiert worden.
Bereits im Juni 2006 war in Thailand eine demokratisch gewählte Regierung
– die des Premierministers Thaksin Shinawatra, der sowohl 2001 als auch
2005 die Wahlen mit großem Vorsprung gewonnen hatte – aus dem Amt
geputscht worden. Seine Partei Thai Rak Thai war 2007 ebenfalls aufgelöst, über
110 Politiker der aufgelösten Regierungsparteien waren mit dem Verbot
weiterer politischer Betätigung belegt worden.
Im April und Mai 2010 wurden bei Zusammenstößen von Demonstranten der
UDD und Militär- und Sicherheitskräften über 100 Demonstranten getötet und
über 2 000 verletzt. Ein großer Teil der Toten ist auf extralegale Hinrichtungen
durch Scharfschützen des Militärs zurückzuführen. Sicherheitsbeamte, die an
den Aktionen gegen die Demonstranten beteiligt waren, sind jedoch durch
Immunität durch Strafverfolgung geschützt, während Anführer des Protestes
wegen Terrorismus vor Gericht gestellt werden.
Unterdessen sind auch zwei Jahre nach der monatelangen Besetzung der
Regierungsgebäude und der Blockierung der internationalen Flughäfen durch die
Anhänger der PAD keine Strafverfahren gegen Beteiligte eingeleitet worden,
einige von ihnen stiegen sogar in hohe Positionen in der neuen Regierung auf.
Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) arbeitet in
Thailand eng mit der Democrat Party zusammen. Von einer kritischen Stel- Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Auswärtigen Amts vom 22. Juli 2010 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/2670 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodelungnahme der FNF bezüglich der Putsche von 2006 und 2008 oder anlässlich
des brutalen Vorgehens gegen die Demonstranten im Frühjahr 2010 ist
hingegen nichts bekannt. Im Gegenteil: Die Programmdirektorin der FNF in
Bangkok, Girawadee Khao-orn, gab nach dem Putsch von 2006 auf der Homepage
der Stiftung (
www.freiheit.org) folgende Einschätzung ab:
„Kann diese positive Einstellung der Bevölkerung als eine Legitimation des
Militärputsches gesehen werden? Seit zwei Tagen beschäftige ich mich mit
dieser Frage. Als Politologin kann ich nur sagen, dass ein Militärputsch
undemokratisch ist. Soldaten und Panzer gehören nicht auf die Straßen sondern in
die Kasernen. Eine gewählte Regierung sollte nur durch eine Wahl abgelöst
werden. Auf der anderen Seite habe ich nicht das Gefühl, dass die politische
Lage in Thailand sich verschlechtert hat. Thailand mit Premier Thaksin war
auch nicht demokratischer als jetzt. Durch seine Beeinflussung wurden fast
alle demokratischen Institutionen lahmgelegt. Wie es weiter geht mit der
Demokratie in Thailand, kann erst in zwei Wochen beurteilt werden, wenn die
Frist, die sich das Militär selbst gesetzt hat, abgelaufen ist. Mit anderen
Worten: wait and see.“
Auf einem Seminar der FNF anlässlich des Thailand-Besuchs des damaligen
Bereichsleiters für Internationale Zusammenarbeit und Politikberatung der
Stiftung und heutigen Abteilungsleiters im Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Jahr 2007 wurde bei der
Vorstellung der Projektarbeit der FNF in Thailand („Thailand Project“) der
Putsch von 2006 als „notwendiges Übel“ dargestellt.
1. Wie bewertet die Bundesregierung das Zustandekommen des
Regierungswechsels Ende 2008 in Thailand?
Von welchen Erwägungen, die mit den Umständen des
Regierungswechsels im Zusammenhang stehen, lässt sich die Bundesregierung in ihrem
Umgang mit der thailändischen Regierung leiten?
Die thailändische Koalitionsregierung von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva
besteht aus sechs Parteien, deren Abgeordnete in allgemeinen und freien Wahlen
am 23. Dezember 2007 für eine Legislaturperiode von vier Jahren gewählt
wurden. Nach dem Koalitionswechsel kleinerer Parteien von der Puea Thai Party
zur Democrat Party im Dezember 2008 trat die Regierung von Ministerpräsident
Abhisit Vejjajiva ihr Amt am 20. Dezember 2008 an. Die Bundesregierung
bewertet diesen Regierungswechsel als einen in Demokratien üblichen
parlamentarischen Vorgang, der keine besonderen Erwägungen im Umgang mit der
thailändischen Regierung nach sich zieht.
2. Was unternimmt die Bundesregierung, um eine Rückkehr Thailands zu
demokratischen Verhältnissen zu unterstützen?
Die thailändische Demokratie weist auch Defizite auf, die von der
thailändischen Regierung und der Mehrzahl der im Parlament vertretenen Parteien offen
angesprochen werden und um deren Behebung sie sich bemühen. Die
Bundesregierung – gemeinsam mit ihren EU-Partnern – beobachtet die Vorgänge
aufmerksam. Der Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Guido Westerwelle, hat
zuletzt am 5. Juli 2010 im Gespräch mit dem thailändischen Außenminister
Kasit Piromya die Erwartungen der Bundesregierung an eine demokratische
Entwicklung Thailands und die gerechte Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen
unterstrichen. Auch die in Thailand vertretenen deutschen politischen
Stiftungen (dies sind alle mit Ausnahme der Rosa-Luxemburg-Stiftung) begleiten und
fördern diesen Prozess in langjähriger Zusammenarbeit.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/26703. Welche Maßnahmen gedenkt die Bundesregierung zu ergreifen, um der
Forderung aus dem EU-Parlament und breiten Teilen der ausländischen
Öffentlichkeit sowie eines großen Teils der thailändischen Bevölkerung
Nachdruck zu verleihen, schnellstmöglich Neuwahlen in Thailand
durchzuführen?
Die Entscheidung über vorzeitige Neuwahlen vor dem regulären Ablauf der
Legislaturperiode im Dezember 2011 liegt bei der thailändischen Regierung.
Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hatte während der Demonstrationen am
3. Mai 2010 einen Vorschlag zur Durchführung von Neuwahlen schon im
November 2010 vorgelegt, der von der Oppositionsbewegung zurückgewiesen
wurde. Die Bundesregierung hat wiederholt ihrer Hoffnung auf baldige
Neuwahlen Ausdruck verliehen.
4. Brachte die Bundesregierung Protestnoten gegen die extralegalen
Hinrichtungen im April und Mai 2010 durch das thailändische Militär bei der
thailändischen Regierung vor?
Die Ursachen und die Verantwortung für den Tod von Demonstranten und
Sicherheitskräften während der Demonstrationen zwischen dem 24. März und
dem 19. Mai 2010 sind ungeklärt. Die thailändische Regierung hat hierzu eine
Untersuchungskommission eingesetzt. Die Bundesregierung und die
Europäische Union haben wiederholt auf die Notwendigkeit einer schnellen und
glaubwürdigen Untersuchung der Todesfälle hingewiesen.
5. Falls nein, auf welche andere Weise brachte die Bundesregierung ihre
Besorgnis über die bzw. Kritik an den extralegalen Hinrichtungen gegenüber
der thailändischen Regierung zum Ausdruck?
Auf die Antwort zu Frage 4 wird verwiesen.
6. Wie verhält sich die Bundesregierung zu der Tatsache, dass die
thailändische Regierung mit der Aufrechterhaltung des Ausnahmezustandes bis
Ende dieses Jahres gegen den Artikel 4 der auch von der thailändischen
Regierung ratifizierten Bürgerrechts-Charta der Vereinten Nationen
verstößt?
Artikel 4 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte vom
19. Dezember 1966 gibt den Vertragsstaaten die Möglichkeit, im Falle eines
öffentlichen Notstandes, der das Leben der Nation bedroht und der amtlich
verkündet ist, Maßnahmen zu ergreifen, die ihre Verpflichtungen aus diesem Pakt
in dem Umfang, den die Lage unbedingt erfordert, außer Kraft setzen,
vorausgesetzt, dass diese Maßnahmen ihren sonstigen völkerrechtlichen
Verpflichtungen nicht zuwiderlaufen und keine Diskriminierung allein wegen der Rasse, der
Hautfarbe, des Geschlechts, der Sprache, der Religion oder der sozialen
Herkunft enthalten.
Jeder Vertragsstaat, der dieses Recht, Verpflichtungen außer Kraft zu setzen,
ausübt, hat nach Artikel 4 Absatz 3 den übrigen Vertragsstaaten durch
Vermittlung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen (VN) unverzüglich
mitzuteilen, welche Bestimmungen er außer Kraft gesetzt hat und welche Gründe ihn
dazu veranlasst haben. Auf demselben Wege ist durch eine weitere Mitteilung
der Zeitpunkt anzugeben, in dem eine solche Maßnahme endet. Thailand hat auf
dieser Grundlage am 14. April 2010 eine Erklärung abgegeben, über die die
Bundesregierung durch den Generalsekretär der Vereinten Nationen am 14. April
2010 informiert wurde.
Drucksache 17/2670 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode7. Hat sich der deutsche Botschafter in Bangkok oder ein anderer Vertreter
der deutschen Botschaft den diplomatischen Vertretern anderer Länder
angeschlossen, die am 23. April 2010 gemeinsam die Demonstration
besuchten, um sich einen Eindruck zu verschaffen und Vermittlung
anzubieten?
Falls nein, warum nicht?
Auf Einladung der parlamentarischen Oppositionspartei PTP (Puea Thai Partei)
nahm ein Vertreter der Deutschen Botschaft in Bangkok an einer
Informationsveranstaltung zu den Demonstrationen in der Parteizentrale der PTP am 23. April
2010 teil. Auf den Besuch der Demonstrationen vor Ort wurde im Hinblick auf
das zwischenzeitlich erfolgte Verbot der Demonstrationen und in Abstimmung
mit Botschaften anderer EU-Mitgliedstaaten verzichtet.
8. Wurde dem vom Militär gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin
Shinawatra mit dessen thailändischem Reisepass ein Einreiseverbot nach
Deutschland erteilt?
Thaksin Shinawatra ist in der für die Grenzfahndung national geführten Datei
zum Zwecke der Zurückweisung ausgeschrieben.
9. Falls ja, wer war für die Prüfung und Durchsetzung verantwortlich?
Aus welchem Grund wurde der Visumantrag negativ beschieden?
Gibt es ein Rechtsgutachten, welches die in Thailand gefällten Urteile
gegen ihn nach demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätzen geprüft
hat, und kann dieses veröffentlicht werden?
Die in der Antwort zu Frage 8 angesprochene Ausschreibung von Thaksin
Shinawatra hat die Bundespolizei nach gemeinsamer Prüfung durch das
Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern vorgenommen. Thaksin
Shinawatra hat nach Kenntnis des Auswärtigen Amts bei keiner deutschen
Auslandsvertretung einen Visumantrag zur Einreise nach Deutschland gestellt.
Ein Rechtsgutachten zu den Urteilen ist der Bundesregierung nicht bekannt.
10. Beabsichtigt die Bundesregierung den derzeitigen stellvertretenden
Ministerpräsidenten der thailändischen Regierung Suthep Thaugsuban, der
den Krisenstab leitete, der für die Schüsse auf unbewaffnete Zivilisten
während der Demonstrationen des Frühjahrs 2008 verantwortlich ist, auf
eine Liste der unerwünschten Personen zu setzen?
Wenn nicht, warum nicht?
Wird die Bundesregierung diesen Schritt tun, falls es in einem EU-Land
eine Anklage wegen Mord und Mordversuch gegen ihn gibt?
Der Bundesregierung ist nicht bekannt, auf welche Demonstrationen im
Frühjahr 2008 sich die Frage bezieht. Im Frühjahr 2008 war der jetzige
stellvertretende Ministerpräsident Suthep Thaugsuban einfacher Abgeordneter. Gründe
für eine Qualifizierung als unerwünschte Person sind nicht ersichtlich.
Überlegungen anderer EU-Mitgliedstaaten, gegen Suthep Thaugsuban Anklage zu
erheben, sind der Bundesregierung nicht bekannt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/267011. Plant die Bundesregierung die kommandierenden Generäle, die für die
Tötungen von unbewaffneten Zivilisten die Verantwortung tragen zu
unerwünschten Personen zu erklären?
Wird die Bundesregierung diesen Schritt tun, falls es in einem EU-Land
eine Anklage wegen Mord und Mordversuch gegen die Generäle gibt?
Auf die Antwort zu Frage 4 wird verwiesen.
12. Kann die Bundesregierung ausschließen, dass bei den Zusammenstößen
von Demonstranten der UDD und Militär- und Sicherheitskräften, bei
denen über 100 Demonstranten getötet und über 2000 verletzt wurden,
Waffen aus deutschen Lieferungen zum Einsatz kamen (bitte begründen)?
Die Bundesregierung verfügt über keine Aufstellung der von Militär- und
Sicherheitskräften eingesetzten Waffen und kann daher auch nicht beurteilen, ob
und in welchem Umfang sich darunter aus Deutschland gelieferte Waffen
befanden. Die Bundesregierung prüft alle Ausfuhrgenehmigungen für die
Lieferung von Rüstungsgütern nach Thailand im Einzelfall u. a. anhand der
Kriterien 2 (Menschenrechte) und 3 (innere Lage) des Gemeinsamen Standpunkts
2008/944 der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik des Rates vom
8. Dezember 2008 betreffend gemeinsame Regeln für die Kontrolle von
Militärtechnologie und Militärgütern und berücksichtigt dabei alle zur Verfügung
stehenden Quellen.
13. Wird sich die Bundesregierung für einen Stopp deutscher Lieferungen
von Waffen oder von Dual-Use-Gütern nach Thailand einsetzen, und wie
plant sie, dies zu tun?
Die Bundesregierung verfolgt gegenüber Drittstaaten grundsätzlich eine
restriktive Rüstungsexportkontrollpolitik auf Basis ihrer Politischen Grundsätze
für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern sowie des
Gemeinsamen Standpunktes des Rats betreffend gemeinsame Regeln für die
Kontrolle der Ausfuhr von Militärtechnologie und Militärgütern vom 8. Dezember
2008 (aktualisierter und gestärkter EU-Verhaltenskodex). Dabei gilt das Prinzip
der Einzelfallentscheidung. Die Verhängung eines Waffenembargos gegenüber
Thailand ist derzeit nicht beabsichtigt.
14. Wird sich die Bundesregierung in der EU für ein Verbot von
Waffenlieferungen an Thailand einsetzen?
Auf die Antwort zu Frage 13 wird verwiesen.
15. Wie viele Genehmigungen für den Export von welchen Rüstungsgütern
nach Thailand hat die Bundesregierung seit 2006 erteilt, und welche
Rüstungsgüter wurden tatsächlich exportiert (bitte aufgeschlüsselt nach
Jahren und Genehmigungswert)?
Die Bundesregierung veröffentlicht seit 1999 jährlich einen
Rüstungsexportbericht, in dem jeweils die Rüstungsexporte aus Deutschland in einzelne
Länder aufgeführt sind.
Die nachfolgende Übersicht wurde den Rüstungsexportberichten 2006 bis 2008
entnommen. Die Daten für 2009 werden im Rüstungsexportbericht 2009
veröffentlicht werden. Daten über die tatsächlichen Ausfuhren liegen nur für
Kriegswaffen vor.
Drucksache 17/2670 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeZu den einzelnen Zahlen wird auf die Anlage verwiesen:
2006
2007
2008
Anzahl der
Genehm.
Gesamtwert
in Euro
Al-Pos. Darstellung der Hauptanteile an den
genehmigten Gesamtwerten in Prozent
59 17 876 988 A0001
A0002
A0003
A0005
A0006
A0007
A0009
A0010
A0011
A0013
A0014
A0018
A0021
Schiffsbrückensimulator und Schieß- und
Gefechtssimulator für Panzer (A0014/82,9 %)
Anzahl der
Genehm.
Gesamtwert
in Euro
Al-Pos. Darstellung der Hauptanteile an den
genehmigten Gesamtwerten in Prozent
45 7 255 623 A0001
A0002
A0003
A0006
A0007
A0009
A0010
A0011
A0013
A0018
A0021
A0022
Kommunikationsausrüstung
und Teile für Kommunikationsausrüstung,
Kreiselkompasssysteme, Radaranlagen, Frequenzumformer
(A0011/51,2 %);
Panzerstahlbleche, Körperschutzwesten und Einschübe
für Körperschutzwesten (A0013/19,0 %);
LKW
und Teile für Panzer und gepanzerte Fahrzeuge
(A0006/12,4 %)
Anzahl der
Genehm.
Gesamtwert
in Euro
Al-Pos. Darstellung der Hauptanteile an den
genehmigten Gesamtwerten in Prozent
66 13 421 579 A0001
A0002
A0003
A0004
A0005
A0006
A0007
A0009
A0010
A0011
A0013
A0014
A0015
A0016
A0018
A0021
A0022
U-Boot Simulator (A0014 / 52,1%);
Teile für Trainingsflugzeuge (A0010 / 18,7%);
Kommunikationsausrüstung,
Navigationsausrüstung, Lenkausrüstung,
Frequenzumformer und
Teile für Radaranlagen,
Kommunikationsausrüstung,
Navigationsausrüstung, Lenkausrüstung,
statische Inverter (A0011 / 17,9%)
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/26702009
Einzelgenehmigungen für Kleinwaffen nach Thailand in den Jahren 2006 bis 2009
(hierbei handelt es sich um eine Teilmenge von den oben aufgeführten
Ausfuhrgenehmigungen)
„Kleinwaffen“ umfassen:
Gewehre mit KWL-Nummer, Maschinenpistolen, Maschinengewehre, Flinten
für militärische Zwecke, Waffen für hülsenlose Munition und Teile für diese
Waffen.
Hinweis:
Die Bundesregierung prüft auch Ausfuhrgenehmigungen für die Lieferung von
Kleinwaffen an thailändische Stellen im Einzelfall u. a. anhand der Kriterien 2
(Menschenrechte) und 3 (innere Lage) des Gemeinsamen Standpunkts
(vergleiche Antwort zu Frage 12).
Genehmigungen konnten insbesondere für Zwecke des Personenschutzes und
des Schutzes von diplomatischen Vertretungen und touristischen Einrichtungen
erteilt werden. In verschiedenen anderen Fällen wurden Genehmigungen nicht
erteilt bzw. Ablehnungen ausgesprochen.
Anzahl der
Genehm.
Gesamtwert
in Euro
Al-Pos. Darstellung der Hauptanteile an den
genehmigten Gesamtwerten in Prozent
67 27 471 705 A0001
A0002
A0004
A0005
A0006
A0007
A0009
A0010
A0011
A0013
A0018
A0021
A0022
Kommunikationsausrüstung,
Navigationsausrüstung, Wandelfeldröhre
und Teile für Kommunikationsausrüstung,
Ortungsausrüstung, Navigationsausrüstung,
Frequenzumformer (A0011 / 48,4%);
Teile für Unterwasserortungsgeräte (A0009 / 31,6%);
Panzerplatten, Panzeranzüge,
Schutzausrüstung
und Teile für Schutzanzüge (A0013 / 8,0%)
Jahr Genehmig.
gesamt
AL-Position Wert in Euro Bezeichnung Stück
2006 7 0001A-02
0001A-05
15 270
18 718
63 500
3 180
Gewehre mit KWL-Nummer
Bestandteile dafür
Maschinenpistolen
Bestandteile dafür
10
815
41
84
2007 – – –
2008 6 0001A-02
0001A-05
13 501
42 770
1 555
Bestandteile für Gewehre mit
KWL-Nummer
Maschinenpistolen
Bestandteile dafür
424
28
35
2009 5 0001A-02 184 137 Bestandteile für Gewehre mit
KWL-Nummer
10 686
Drucksache 17/2670 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode16. Welche Formen der polizeilichen und militärischen Zusammenarbeit
zwischen Deutschland und Thailand haben seit 2006 stattgefunden?
Ziel der militärpolitischen und militärischen Zusammenarbeit ist es, die
Streitkräfte des strategisch defensiv ausgerichteten Thailands mit unserem
Verständnis von Streitkräften in der Demokratie vertraut zu machen und ihnen die damit
einhergehende Führungskultur zu vermitteln. Im Schwerpunkt der
Zusammenarbeit steht die militärische Ausbildungshilfe für Thailand. Daneben wird ein
jährliches Kooperationsprogramm durchgeführt, das gegenseitige
Informationsbesuche und Fach- und Expertengespräche zu unterschiedlichen
militärpolitischen und militärischen Themengebieten beinhaltet. Aufgrund des
Militärputsches wurden im Oktober 2006 alle hochrangigen militärpolitischen und
militärischen Kontakte ausgesetzt. Diese Einschränkungen wurden nach der
Regierungsbildung am 6. Februar 2008 wieder aufgehoben. In dem genannten
Zeitraum hat keine polizeiliche Zusammenarbeit stattgefunden.
17. Plant die Bundesregierung, die Initiative der Vereinten Nationen und des
EU-Parlaments nach Einrichtung einer unabhängigen
Untersuchungskommission mit internationaler Beteiligung zu unterstützen, und wird sie
dabei auch mögliche Sanktionen in Betracht ziehen, falls der
thailändische Staat die Zusammenarbeit verweigert?
Eine Initiative der Vereinten Nationen oder des Europäischen Parlaments zur
Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission mit internationaler
Beteiligung sowie gegebenenfalls eine Forderung nach Sanktionen sind der
Bundesregierung nicht bekannt. Das Europäische Parlament hat in seiner am
20. Mai 2010 verabschiedeten Resolution zu Thailand den Beschluss der
thailändischen Regierung zur Einrichtung eines Untersuchungsausschusses
begrüßt. Die Bundesregierung hat – wie auch ihre EU-Partner, die internationale
Gemeinschaft sowie der VN-Generalsekretär – wiederholt zum politischen
Dialog und zur friedlichen Lösung der innenpolitischen Krise in Thailand
aufgerufen.
18. Welche konkreten Projekte finanziert die FNF in welcher Höhe seit 2000,
die Partnerorganisationen in Thailand fördern (bitte Auflistung der
Projekte der jeweiligen Jahre mit den entsprechenden Fördersummen)?
Die Arbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) in Thailand
wird seit dem Jahr 2000 über das Vorhaben „Förderung von Demokratie,
Rechtsstaat, Pluralismus und Marktwirtschaft in Südost- und Ostasien“ vom
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
gefördert.
Tatsächliche Ausfuhren von Kriegswaffen nach Thailand
Jahr Wert in 1 000 Euro
2006 74
2007 0
2008 46
2009 2
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/2670Die Fördersummen für Bildungsmaßnahmen mit Partnerorganisationen im
Rahmen des Teilprojekts Thailand für die einzelnen Jahre stellen sich wie folgt
dar (auf-/abgerundet auf volle Hundert):
2000: 48 000 Euro
2001: 73 400 Euro
2002: 90 500 Euro
2003: 75 800 Euro
2004: 39 500 Euro
2005: 40 700 Euro
2006: 42 500 Euro
2007: 82 800 Euro
2008: 70 600 Euro
2009: 68 000 Euro
2010 (bisher veranschlagt): 40 000 Euro (durchgeführte und noch geplante
Aktivitäten)
19. Welche von diesen Projekten oder Programmen dienen direkt oder
indirekt der Förderung der Democrat Party oder Organisationen aus ihrem
Umfeld bzw. mit ihr kooperierenden Organisationen oder Projekten?
Auf die Anlage wird verwiesen (die entsprechenden Partner und Maßnahmen
sind durch die Spalte „DP nah“ gekennzeichnet).
20. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Zusammenarbeit
der FNF mit Akteuren des Putsches von 2006, mit Mitgliedern der nach
der Absetzung der demokratischen Regierung 2008 eingesetzten
Regierung, mit Kadern der Democrat Party und mit Parlamentariern, die die
Volksbewegung PAD unterstützten (bitte konkrete Projekte auflisten)?
Die FNF hat nach Kenntnis der Bundesregierung weder im Vorfeld, noch
während und nach dem Putsch eine Zusammenarbeit mit den Akteuren des
Putsches gesucht. Zur Bewertung des Regierungswechsels im Dezember 2008
wird auf die Antwort zu den Fragen 1 und 2 verwiesen. Nach Absplitterung
einer Parlamentariergruppe und den Wechsel kleinerer Koalitionsparteien zur
DP konnte eine neue Koalitionsregierung im Parlament gebildet werden. Mit
dieser Regierung – die von der DP mit getragen wird – und ihren Vertretern
haben die politischen Stiftungen und die Deutsche Botschaft ständigen Kontakt
und auf verschiedenen Ebenen auch eine Programmzusammenarbeit.
21. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Inhalte des von der
FNF anlässlich des Besuchs des damaligen Bereichsleiters für
Internationale Zusammenarbeit und Politikentwicklung 2007 veranstalteten
Seminars?
Welche Haltung zum Militärputsch von 2006 wurde nach Kenntnis der
Bundesregierung dort vermittelt?
Der Bundesregierung liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die FNF mit
der Veranstaltung gegen die Förderrichtlinien des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verstoßen hat.
22. Hält es die Bundesregierung für angemessen, dass Vertreter der FNF der
Regierung von Abhisit Vejjajiva noch während der blutigen
Niederschlagung der Proteste ihre Unterstützung aussprachen, und inwiefern erkennt
die Bundesregierung in einer solchen Unterstützung einen Widerspruch
Drucksache 17/2670 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodezum in den Förderrichtlinien des BMZ an die Stiftungen gestellten
Auftrag, einen Beitrag zu Aufbau und Festigung demokratischer Strukturen
in den Partnerländern zu leisten?
Die Hohe Repräsentantin der Europäischen Union, Baroness Catherine Ashton,
hat in mehreren Erklärungen ihre Besorgnis über die politische Entwicklung in
Thailand zum Ausdruck gebracht und der Regierung Abhisit die Unterstützung
der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten als Partner bei der
Konfliktbeilegung angeboten. Auch die Unterstützung, die Vertreter der FNF der
Regierung von Abhisit Vejjajiva aussprachen, bezog sich nach eigenen Angaben auf
die Bemühungen des Premiers, durch Kompromissangebote zu Deeskalation
beizutragen und Gewalt zu verhindern. Die Bundesregierung kann insoweit
keinen Widerspruch des Verhaltens der FNF zu den Förderrichtlinien des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
erkennen.
23. Wie sieht die Bundesregierung die o. a. Bewertung des Militärputsches in
Thailand von 2006, die auf der Webseite der FNF nachzulesen ist, durch
deren Mitarbeiterin, und inwiefern steht eine solche Bewertung nach
Ansicht der Bundesregierung im Einklang mit den Förderrichtlinien des
BMZ?
Die (kritische) Begleitung und Kommentierung politischer Entwicklungen in
internen Analysen bzw. Hintergrundpapieren, die dann über die Homepage der
Stiftung veröffentlicht werden, ist Teil der Aufgaben der Stiftungsarbeit im
Ausland. Im Rahmen des außenpolitischen Pluralismus, den die deutschen
politischen Stiftungen im Ausland bewusst darstellen, steht es auch der FNF frei,
Stellungnahmen zu innenpolitischen Geschehen im jeweiligen Gastland abzugeben.
24. Hält es die Bundesregierung für möglich, nach den Förderrichtlinien für
politische Stiftungen in Deutschland Fördergelder zurückzuhalten, wenn
durch die betreffende Stiftung eine Regierungspartei unterstützt wird, die
von einem Putschistenregime eingesetzt wurde und die den Tod vieler
unschuldiger Demonstranten verantwortet?
Die Frage stellt sich aus den oben dargelegten Gründen nicht.
25. Hat die Bundesregierung eine entsprechende Prüfung im Falle der Arbeit
der FNF in Thailand in Betracht gezogen?
Wenn nein, warum nicht?
Auf die Antwort zu Frage 24 wird verwiesen.
26. Wie verträgt sich die Unterstützung einer durch das BMZ zu erheblichen
Teilen mitfinanzierten politischen Stiftung für eine durch einen Putsch an
die Macht gekommene Regierungspartei mit der Aussage des
zuständigen Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung Dirk Niebel, die deutsche Entwicklungspolitik sei wertegeleitet und
mit den Ansprüchen von Good Governance?
Die deutsche Entwicklungspolitik orientiert sich an den wesentlichen Zielen
von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit für die Menschen in den Partnerländern.
Gute Regierungsführung schafft die Bedingungen für Freiheit und steht daher
im Mittelpunkt entwicklungspolitischer Bemühungen der Bundesregierung.
Auch die in Thailand von der Bundesregierung unterstützten Programme der
FNF dienen diesen Zielen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/2670Anlage
A
us
ga
be
n
de
r a
n
D
em
oc
ra
t P
ar
ty
-n
ah
e
"H
au
pt
pa
rt
ne
r"
F
N
F
K
os
te
nt
rä
ge
r
M
as
sn
ah
m
en
te
xt
K
ur
zb
ez
ei
ch
nu
ng
Pa
rt
ne
r
M
as
sn
ah
m
ek
os
te
n
in
E
U
R
D
P
na
h
B
em
er
ku
ng
0,
00
D
em
oc
ra
t P
ar
ty
: S
tra
te
gy
P
la
nn
in
g
W
or
ks
ho
p
D
em
oc
ra
t P
ar
ty
: S
tra
te
gy
P
la
nn
in
g,
2
9.
5.
-1
.6
.0
1
Po
lit
ic
al
S
tra
te
gy
P
la
nn
in
g
W
or
ks
ho
p
D
P
94
9,
62
ja
TC
A:
Y
ou
th
P
ar
tic
ip
at
io
n
W
or
ks
ho
ps
2
Yo
ut
h
Pa
rti
ci
pa
tio
n
W
or
ks
ho
ps
2
Yo
ut
h
Pa
rti
ci
pa
tio
n
W
or
ks
ho
ps
TC
A
15
.1
21
,3
7
ja
0,
00
D
em
oc
ra
t P
ar
ty
: S
tra
te
gy
P
la
nn
in
g
W
or
ks
ho
p
D
P
St
ra
te
gy
P
la
nn
in
g
W
S,
1
2-
15
.1
.0
4
BK
K
St
ra
te
gy
P
la
nn
in
g
W
or
ks
ho
p
D
P
5.
04
4,
96
ja
TC
A:
S
tra
te
gi
es
fo
r E
nh
an
ci
ng
C
om
pe
tit
iv
en
es
s
TC
A:
S
tra
te
gi
es
fo
r E
nh
an
ci
ng
C
om
pe
tit
iv
en
es
s
W
or
ks
ho
p
St
ra
te
gi
es
fo
r E
nh
an
ci
ng
C
om
pe
tit
iv
en
es
s
TC
A
2.
25
9,
70
ja
TC
A:
Y
ou
ng
D
em
oc
ra
t T
ha
ila
nd
TC
A:
Y
ou
ng
D
em
oc
ra
t T
ha
il.
, H
ua
H
in
1
4-
16
.5
.0
4
W
or
ks
ho
p
Yo
un
g
D
em
oc
ra
t T
ha
ila
nd
TC
A
2.
00
8,
42
ja
D
P
St
ra
te
gy
P
la
nn
in
g
D
P
St
ra
te
gy
W
S,
P
la
nu
ng
sg
es
pr
äc
h
18
.4
.0
5
St
ra
te
gy
P
la
nn
in
g
M
ee
tin
g
D
P
49
8,
01
ja
D
P:
C
om
m
un
ity
M
an
ag
em
en
t
D
iv
er
se
/
C
om
m
un
ity
M
an
ag
em
en
t P
ro
gr
am
m
-M
od
ul
e
fu
er
T
ha
ila
nd
C
om
m
un
ity
M
an
ag
em
en
t K
on
ze
pt
D
P
2.
50
7,
57
ja
TC
A:
Y
ou
th
L
ea
de
rs
hi
p
Tr
ai
ni
ng
s
TC
A:
Y
ou
th
L
ea
de
rs
hi
p
Tr
ai
ni
ng
s
3
W
or
ks
ho
ps
Yo
ut
h
Le
ad
er
sh
ip
T
ra
in
in
g
TC
A
5.
90
9,
89
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
EU
P
ro
po
sa
l f
or
T
C
A
- C
on
fli
ct
M
an
ag
em
en
t
H
on
. E
U
P
ro
po
sa
l f
or
T
C
A
"C
on
fli
ct
M
an
ag
em
en
t
EU
P
ro
po
sa
l f
or
T
C
A
- C
on
fli
ct
M
an
ag
em
en
t
TC
A
98
2,
47
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
TC
A:
S
ou
th
er
n
Yo
ut
h
D
ia
lo
gu
e
fo
r P
ea
ce
a
nd
D
ev
.
TC
A:
S
ou
th
er
n
Yo
ut
h
D
ia
lo
gu
e
fo
r P
ea
ce
a
nd
D
ev
el
op
m
en
t,
15
-1
7.
8.
06
W
or
ks
ho
p
So
ut
he
rn
Y
ou
th
D
ia
lo
gu
e
fo
r P
ea
ce
a
nd
D
ev
el
op
m
en
t
TC
A
2.
16
6,
93
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
TC
A:
S
ou
th
er
n
Yo
ut
h
Th
in
k
Ta
nk
P
ol
ic
y
Fo
rm
ul
at
io
n
TC
A:
S
ou
th
er
n
Yo
ut
h
Th
in
k
Ta
nk
P
ol
ic
y
Fo
rm
ul
at
io
n,
25
-2
7.
8.
06
So
ut
he
rn
Y
ou
th
T
hi
nk
T
an
k
Po
lic
y
Fo
rm
ul
at
io
n
TC
A
2.
14
9,
92
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
TC
A:
S
tra
te
gi
c
Pl
an
ni
ng
W
or
ks
ho
p
TC
A:
S
tra
te
gi
c
Pl
an
ni
ng
W
S,
1
-3
.9
.0
6
So
ng
kh
la
St
ra
te
gi
c
Pl
an
ni
ng
W
or
ks
ho
p
TC
A
2.
60
8,
51
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
TC
A:
Y
ou
ng
L
ea
de
rs
hi
p
Tr
ai
ni
ng
TC
A:
Y
ou
ng
L
ea
de
rs
hi
p
Tr
ai
ni
ng
s
#
1-
3
Yo
un
g
Le
ad
er
sh
ip
T
ra
in
in
g
TC
A
5.
24
7,
46
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
Be
ra
tu
ng
: R
ol
le
v
. P
ar
te
ie
n
in
d
em
ok
.,
po
l.
Sy
st
em
D
iv
er
se
/
R
ol
e
of
p
ol
. p
ar
tie
s.
.B
an
gk
ok
0
8.
-1
1.
07
.0
7
Be
ra
tu
ng
: R
ol
le
v
. P
ar
te
ie
n
in
d
em
ok
.,
po
l.
Sy
st
em
D
P
4.
82
4,
47
ja
TC
A:
E
th
ic
al
Is
su
es
a
nd
C
om
m
un
ity
D
ev
el
op
m
en
t
Et
hi
ca
l I
ss
ue
s.
. 1
2-
16
.0
1.
07
H
ad
ya
i
W
or
ks
ho
p
on
E
th
ic
al
Is
su
es
..
12
-1
6.
01
.0
7
H
ad
ya
i
TC
A
2.
65
0,
90
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
TC
A:
Y
ou
th
's
R
ol
e
in
S
us
ta
in
ab
le
D
ev
el
op
m
en
t
Yo
ut
h'
s
R
ol
e.
. 0
9-
12
.0
2.
07
H
ad
ya
i
W
or
ks
ho
p
on
Y
ou
th
's
R
ol
e.
. 0
9-
12
.0
2.
07
H
ad
ya
i
TC
A
2.
78
3,
65
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
TC
A:
G
ro
up
D
ec
is
io
n
M
ak
in
g
&
C
on
fli
ct
M
an
ag
em
en
t
G
rp
D
ec
is
io
n
M
ak
in
g
27
-3
0.
07
.0
7
H
at
ya
i
W
or
ks
ho
p
D
ec
is
io
n
M
ak
in
g
27
-3
0.
07
.0
7
H
at
ya
i
TC
A
3.
82
3,
59
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
TC
A:
S
m
ar
t M
ar
ke
tin
g
fo
r C
om
m
un
ity
B
us
in
es
s
TC
A:
S
m
ar
t M
ar
ke
tin
g.
. 0
7-
09
.0
9.
07
H
at
ya
i
W
or
ks
ho
p
on
S
m
ar
t M
ar
ke
tin
g
fo
r C
om
m
un
ity
B
us
in
es
s
TC
A
3.
64
4,
49
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
TC
A:
G
ov
er
na
nc
e
in
L
oc
al
G
ov
er
nm
en
t
G
ov
er
na
nc
e.
.1
3-
16
.0
9.
07
H
at
ya
i
W
or
ks
ho
p
on
G
ov
er
na
nc
e.
.1
3-
16
.0
9.
07
H
at
ya
i
TC
A
5.
33
9,
53
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
TC
A:
S
tra
te
gi
c
Pl
an
ni
ng
TC
A:
S
tra
te
gi
c
Pl
an
ni
ng
2
0-
22
.1
0.
07
H
at
ya
i
W
or
ks
ho
p
on
S
tra
te
gi
c
Pl
an
ni
ng
2
0-
22
.1
0.
07
H
at
ya
i
TC
A
3.
00
6,
33
ja
Le
ite
r T
C
A
is
D
P
M
itg
lie
d
D
P:
S
tra
te
gi
ee
ra
rb
ei
tu
ng
u
. K
am
pa
gn
em
an
ag
em
en
t
D
P
St
ra
te
gy
P
la
nn
in
g
16
-1
7.
08
.0
7
W
or
ks
ho
p
D
P
St
ra
te
gy
P
la
nn
in
g
16
-1
7.
08
.0
7
D
P
3.
28
1,
30
ja
D
P:
S
tra
te
gy
P
la
nn
in
g
W
or
ks
ho
p,
1
1-
19
.0
8.
08
B
KK
D
P
St
ra
te
gy
W
S
12
-1
9.
08
.0
8
BK
K
D
P
St
ra
te
gy
W
or
ks
ho
p
12
-1
9.
08
.0
8
BK
K
D
P
3.
90
6,
99
ja
D
P:
O
rg
. D
ev
. i
n
a
C
ha
ng
in
g
Po
lit
ic
al
E
nv
iro
nm
en
t
D
P
O
rg
. D
ev
. 2
2-
26
.0
6.
09
B
KK
W
or
ks
ho
p
D
P
O
rg
. D
ev
. 2
2-
26
.0
6.
09
B
KK
D
P
2.
71
8,
59
ja
D
P:
S
tre
ng
th
en
in
g
D
P
Yo
ut
h
W
in
g,
0
5-
07
.1
0.
09
B
KK
D
P
Yo
ut
h
W
in
g
W
S
05
-0
7.
10
.0
9
BK
K
W
or
ks
ho
p
D
P
Yo
ut
h
W
in
g
W
S
05
-0
7.
10
.0
9
BK
K
D
P
3.
69
5,
32
ja
0,
00
Zu
sa
m
m
en
fa
ss
un
g:
Zu
sa
m
m
en
fa
ss
un
g:
A
us
ga
be
n
in
E
U
R
A
us
ga
be
na
nt
ei
l
M
aß
na
hm
en
m
it
H
au
pt
pa
rtn
er
n
- n
ic
ht
D
P
na
h:
42
6.
92
3,
72
68
,2
1%
M
aß
na
hm
en
in
E
ig
en
re
gi
e
11
2.
77
4,
91
18
,0
2%
M
aß
na
hm
en
m
it
de
r D
P
od
er
D
P
na
he
m
P
ar
tn
er
:
86
.1
80
,3
7
13
,7
7%
G
es
am
ts
um
m
e
de
r h
ie
r g
el
is
te
te
n
A
kt
iv
ita
et
en
62
5.
87
9,
00
10
0,
00
%
Ja
hr
20
00
20
01
20
02
20
03
20
04
20
05
20
06
20
07
20
08
20
09
20
10 1. 2. 3.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]