[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan Korte, Nicole Gohlke,
Gökay Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/2981 –
Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten an Orten von
NS-Massenverbrechen in Europa
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Es gibt kaum ein Land in Europa, das zwischen Oktober 1938 und Mai 1945
nicht zeitweise von deutschen Truppen besetzt oder zumindest vom
verbrecherischen NS-Regime beeinflusst worden ist. Nie zuvor wurde Besatzungspolitik
in einem solchen Maß von einer mörderischen Ideologie angetrieben. Die
Ausgangsbedingungen in den betroffenen Ländern waren nicht zuletzt unter
den rasseideologischen, ökonomischen und geopolitischen Gesichtspunkten
verschieden. Deshalb unterschieden sich die jeweiligen Besatzungsziele, die
Okkupationspraxis sowie die Reaktionen und Handlungsspielräume der
betroffenen Regierungen, Verwaltungen und gesellschaftlichen Akteure.
Während sich die Besatzungspolitik in Nord- und Westeuropa zwischen
Unterdrückung und Kollaboration bewegte, zielte sie in Ost- und Südosteuropa
dagegen von Anfang an auf Ausbeutung, Deportation und Vernichtung. Der
Überfall auf Polen 1939 war der Beginn eines Krieges, der von Nazi-
Deutschland im Osten immer auch unter rassistischer Maßgabe geführt wurde. Die
systematische Ermordung von Teilen der polnischen Bevölkerung,
insbesondere von Jüdinnen und Juden als größter Minderheit, und die Aufstellung von
sog. Einsatzgruppen zur Durchführung dieser Verbrechen waren der Auftakt
für einen Vernichtungsfeldzug, der sich im Krieg gegen die Sowjetunion
weiter fortsetzte und radikalisierte, denn der osteuropäische Raum bis zum Ural
war in der nationalsozialistischen Kriegszielplanung und in dem „Generalplan
Ost“ als germanisches Siedlungsgebiet gedacht. Einheimische, die dem aus
rasseideologischen Gründen im Wege standen – die Rede ist von 30 Millonen
bis 50 Millionen Menschen –, sollten zuvor nach Sibirien „umgesiedelt“
werden, sofern sie nicht zur Zwangsarbeit herangezogen wurden. Die meisten
deutschen Verbrechen geschahen nicht im Zusammenhang mit
Kampfhandlungen, sondern im Rahmen der deutschen Besatzungsherrschaft und die
Mehrheit der Todesopfer waren Zivilistinnen und Zivilisten. Dies gilt auch für
Gebiete, in denen der Krieg immer präsent war, etwa an der Ostfront in der
Sowjetunion. Vor allem die sogenannte Partisanenbekämpfung durch
Wehrmachts- oder SS-Einheiten in Polen und in besetzten sowjetischen
Gebieten, aber auch in Jugoslawien, Griechenland, Italien oder Frankreich war in
der Regel nur ein Tarnbegriff für Massaker an der örtlichen Bevölkerung.
Deutscher Bundestag Drucksache 20/3355
20. Wahlperiode 07.09.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Auswärtigen Amts vom 7. September 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Millionen von Menschen erlitten in den von Deutschen errichteten
Konzentrations- und Vernichtungslagern unendliche Qualen, Millionen
wurden an diesen Orten grausam ermordet, starben in den Gaskammern, an
Hunger, Krankheiten und Schwäche und dem Terror der SS. Heute erinnern
Gedenkstätten, die an diesen Orten errichtet wurden, an das Leid dieser
Menschen. Die Erinnerung an diese Taten, verbunden mit den Namen der Orte,
prägte über viele Jahrzehnte und prägt teilweise bis heute die Erinnerung an
den Zweiten Weltkrieg und die deutsche Besatzung in den ehemals von der
Wehrmacht besetzten Ländern. Ihre Bedeutung als Gedenkstätten an
authentischen Orten der Massenvernichtung ist kaum zu überschätzen. Der Beschluss
des Deutschen Bundestages vom 9. Oktober 2020, ein
Dokumentationszentrum „Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa“ zu
errichten, das die Geschichte der deutschen Besatzungsherrschaft in Europa
während des Zweiten Weltkrieges dokumentiert, Wissen über die historischen
Ereignisse vermittelt und Raum für Gedenken an die Opfer gibt, ist ein später,
dennoch äußerst wichtiger Schritt bei der Aufarbeitung der deutschen
Verbrechen. Das Dokumentationszentrum kann und darf allerdings aus Sicht der
Fragestellerinnen und Fragesteller nicht die Erinnerungs- und Gedenkarbeit an
den authentischen Orten der Massenverbrechen ersetzen, sondern nur sinnvoll
ergänzen.
Die Bundesrepublik Deutschland hat deshalb nach Ansicht der
Fragestellerinnen und Fragesteller gegenüber den Opfern die Verpflichtung, würdevolles
Gedenken an dem Ort ihrer Ermordung und ihres Leidens zu ermöglichen, die
Erinnerung an deutsche Verbrechen wach zu halten und vor allem der
jüngeren Generation eine Auseinandersetzung mit der Geschichte zu ermöglichen.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Menschheitsverbrechen und die Massenverbrechen des
Nationalsozialismus sind ein tiefer Einschnitt in der Geschichte Deutschlands und Europas. Am
27. Januar, dem Tag, an dem das KZ Auschwitz 1945 befreit wurde, gedenken
wir aller Opfer des Nationalsozialismus. Die Bundesregierung steht zu ihrer
Verantwortung.
Zum Gedenken an Orten von NS-Massenverbrechen gibt es eine Vielzahl
unterschiedlicher Aktivitäten und Konzepte, abhängig von den Bedürfnissen
und Kontexten der betroffenen Gemeinschaften und Länder. Neben der
konkreten Unterstützung von Gedenkstätten an Orten von NS-Massenverbrechen
engagiert sich die Bundesregierung auch bei der Dokumentation und
Erforschung solcher Stätten.
Aufgrund der Vielfalt der Formen des Gedenkens und Erinnerns, der
Gedenkorte und der Gedenkstätten sowie der beteiligten Akteure kann hier kein
abschließendes Bild vermittelt werden.
Für die Beantwortung der nachfolgenden Fragen wurde daher der Fokus auf
Anschaulichkeit des Gesamtengagements der Bundesregierung gerichtet, so
etwa durch die angefügte Übersicht mit weiterführenden Links (Anlage 3), die
eine nicht abschließende Sammlung von Datenbanken zu verzeichneten
Gedenkstätten an Orten von NS-Massenverbrechen enthält. Zudem müssen
Erinnerungsorte an Stätten von NS-Massenverbrechen, bevor sie geschaffen werden
können, zunächst identifiziert werden. Daher enthält Anlage 1 zusätzlich ein
Verzeichnis zu Stätten von NS-Massenverbrechen, deren Aktualisierung eine
fortlaufende Aufgabe darstellt; sie wird durch die Bundesregierung
beispielsweise mit Förderung von Projekten von Organisationen wie Yahad-In Unum
vorangebracht.
1. Welche NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorte außerhalb der
Bundesrepublik Deutschland wurden und werden vom Bund mit welchen
Mitteln und seit wann unterstützt (bitte entsprechend nach Land,
Gedenkstätte und Höhe der Förderung nach Jahren aufführen)?
Es wird auf die Anlage 1* sowie auf die Antwort der Bundesregierung zu
Frage 7 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache
19/1205 sowie auf die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 45 und 46
der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache
19/28398 verwiesen.
2. Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung NS-Gedenkstätten und
Erinnerungsorte außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, die vom
Bund nicht unterstützt werden, und wenn ja, welche, und welche Gründe
hat dies?
Zum Gedenken an Stätten von NS-Massenverbrechen gibt es eine Vielzahl
unterschiedlichster Aktivitäten und Konzepte, abhängig von den Bedürfnissen
und Kontexten der betroffenen Gemeinschaften und Länder. Das Gedenken ist
von verschiedenen Akteuren getragen – Zivilgesellschaft,
Nichtregierungsorganisationen, kirchlichen oder religiösen Einrichtungen, Privatinitiativen,
kommunalen, regionalen oder nationalen Regierungen. In vielen Staaten existieren
eine Reihe von kleinen Gedenkstätten und Erinnerungsorten, die von
Privatinitiativen, Vereinen oder Gemeinden eingerichtet und unterhalten werden. Oft ist
die genaue Anzahl unbekannt, auch da sich nicht alle diese Akteure mit Bitte
um Unterstützung an die Bundesregierung wenden. Eine abschließende Liste
aller Gedenkstätten und Erinnerungsorte besteht nach Kenntnis der
Bundesregierung nicht.
3. Welche Orte, an denen während des Zweiten Weltkrieges ohne direkte
deutsche Beteiligung, aber von Verbündeten oder Vasallenstaaten des
Deutschen Reiches planmäßig gemordet und Massenverbrechen verübt
wurden, wie beispielsweise das Konzentrationslager Jasenovac im
sogenannten Unabhängigen Staat Kroatien, sind der Bundesregierung
bekannt, an welchen davon existieren nach Kenntnis der Bundesregierung
heute Gedenkstätten und Erinnerungsorte, und welche davon wurden
ggf. vom Bund mit welchen Mitteln und seit wann unterstützt (bitte
entsprechend auflisten)?
Auf die Vorbemerkung sowie die Antworten zu den Fragen 1 und 2 wird
verwiesen.
Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina:
Die Konzentrations- und Vernichtungslager im sogenannten Unabhängigen
Staat Kroatien (1941 bis 1945) wurden überwiegend durch das NS-nahe
Ustascha-Regime errichtet und geführt. Diese dienen heute als Gedenk- und
Erinnerungsorte an das Unrecht des Ustascha-Regimes.
In Kroatien gibt es in Jasenovac (ehemaliges KZ-Lager) und Uštica
(ehemaliges KZ-Lager für Roma) Gedenkstätten mit Museen, die an die vom
sogenannten Unabhängigen Staat Kroatien begangenen Taten zwischen 1941 und 1945
erinnern, sowie in Jadovno (ehemaliges KZ-Lager) und Ɖakovo (ehemaliges
Sammellager) Erinnerungsorte mit Denkmälern.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/3355 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
Aktivitäten und Fördermaßnahmen des Auswärtigen Amts:
– Uštica, Förderung einer Namenstafel für die „Wall of Pain“ zur Erinnerung
an die dort ermordeten Roma, 2021, 5.200 Euro Förderung,
– Zagreb, Teilnahme am Jewish Film Festival, jährlich seit 2008, insgesamt
ca. 11.000 Euro Förderung,
– Zagreb Innenstadt, Verlegung von 20 Stolpersteinen für jüdische Opfer,
2020, 4.600 Euro Förderung,
– Zagreb Innenstadt, Verlegung von 20 Stolpersteinen für Roma-Opfer, 2021,
6.028 Euro Förderung,
– virtuelles Bildungsprogramm „Antisemitism, Holocaust, Casualties – The
Past in the Present“, 2020, 10.000 Euro Förderung,
– virtuelles Bildungsprogramm „Antisemitism, the Holocaust and Suffering –
The Past in the Present“, 2021, 4.600 Euro Förderung,
– virtuelle Diskussionsveranstaltung zu jüdischem Leben in Deutschland und
Kroatien anlässlich 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland, 2021,
2.550 Euro Förderung.
Nordmazedonien:
Eine Gedenkstätte auf dem Gelände der früheren Tabakfabrik in Skopje ist den
durch die bulgarische Polizei deportierten Jüdinnen und Juden gewidmet.
Rumänien:
In Rumänien gibt es aus historischen Gründen – anders als in anderen Ländern
Mittel- und Osteuropas – keine Denkmäler, Gedenkstätten und andere
Erinnerungsorte, an denen der Opfer von unmittelbaren NS-Gewalttaten gedacht wird.
Es gibt allerdings Stätten und Museen zum Gedenken an Gewalttaten, die im
Geiste des NS-Regimes begangen oder von ihm unterstützt wurden. Zu den
wichtigsten Orten zählen:
– Museum Iași: Erinnerung an das Pogrom vom 28. Juni 1941,
– Gedenkveranstaltung Zalău: Erinnerung an die Deportation von 8.600
Menschen von Zalău nach Auschwitz, Mai bis Juni 1944,
– Museum Oradea Mare: Erinnerung an Pogrom von Großwardein am
9. Dezember 1927,
– weitere Orte: Arad, Nordsiebenbürgisches Holocaust-Museum in Simleu
Silvaniei, Holocaustdenkmal in Satu Mare, Elie-Wiesel-Geburtshaus in
Sighetu Marmatiei, Holocaustdenkmal in Radauti, Holocaustdenkmal
Dorohoi, Jüdischer Friedhof in Botosani, Synagoge in Cluj (Tempel der
Deportierten), Denkmal in Dej, Grabanlage und Denkmal in Sarmasu,
Holocaust-Denkmal in Targu Mures.
Darüber hinaus gibt es in den Amtsbezirken des deutschen Konsulats
Temeswar und in Bukarest zahlreiche Gedenktafeln an Bahnhofsgebäuden und
auf Friedhöfen zur Erinnerung an Deportationen von und Massakern an
rumänischen Juden.
4. Bezüglich welcher Gedenkstätten und Erinnerungsorte hat die
Bundesregierung seit 1990 Hilfe-, Kooperations- oder Förderanfragen
ausländischer Regierungen erhalten, und wie wurde jeweils darauf reagiert (bitte
entsprechend nach Datum, Gedenkort, Art und Umfang der erbetenen
Hilfe und erfolgter Reaktion aufführen)?
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 1 bis 3 sowie die Vorbemerkung der
Bundesregierung verwiesen.
Albanien:
Das Museum zur Erinnerung an das von Kräften der Wehrmacht verübte
Massaker an der Zivilbevölkerung bei Borova wurde 1997 geschlossen. In den
Folgejahren äußerte die Gemeinde Borova das Interesse, ein neues Museum zu
errichten. Nach Kenntnis der Bundesregierung wird dieses Vorhaben seit 2015
nicht weiterverfolgt. Bereits 1995 unterstützte die Bundesregierung die
Renovierung der Schule und die Einrichtung eines Ambulanzzimmers in der
Gemeinde Borova.
Estland:
Die Bundesregierung unterstützte 2002 (zusammen mit Polen und Tschechien)
das estnische Kulturministerium bei der inhaltlichen Überarbeitung (inklusive
Übersetzung in die deutsche Sprache) des Gedenksteins an der Gedenkstätte
Kalevi-Liiva (
https://www.holocaustremembrance.com/news-archive/commem
oration-kalevi-liiva).
Griechenland:
NS-Gedenkstätten werden im Rahmen des Deutsch-Griechischen
Zukunftsfonds gefördert.
Italien:
Eine Liste der mit Mitteln des deutsch-italienischen Zukunftsfonds geförderten
Gedenkstätten ist im Internet auf der Website der deutschen Botschaft Rom frei
zugänglich. Es wird auf die Anlage 3 verwiesen.*
Tschechien:
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 1 und 3 verwiesen.
5. Bezüglich welcher Gedenkstätten und Erinnerungsorte im Ausland hat
die Bundesregierung in der Vergangenheit proaktiv den entsprechenden
Staaten und Gedenkorten Hilfe und finanzielle Förderung angeboten
(bitte entsprechend nach Datum, Gedenkort, Art und Umfang der
angebotenen Hilfe und erfolgter Reaktion aufführen)?
Auf die Antworten zu den Fragen 1 und 2 und die Vorbemerkung der
Bundesregierung wird verwiesen.
Das Gedenken an NS-Massenverbrechen ist regelmäßig Thema der bilateralen
Beziehungen zu den betroffenen Ländern. Oft besteht Kontakt zu vielen der
bekannten Gedenkstätten, die bei Bedarf über Fördermöglichkeiten unterrichtet
werden, wie beispielsweise in Frankreich.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/3355 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
6. Beteiligen sich der Bund bzw. nach Kenntnis der Bundesregierung die
Länder am Erhalt bzw. der inhaltlichen Ausgestaltung der NS-
Vernichtungslager im heutigen Polen (Auschwitz, Treblinka, Sobibor, Belzec
und Majdanek) und Belarus (Bronnaja Gora, Breszkaja Woblas und Maly
Trostinez)?
a) Wenn ja, seit wann, und in welcher Höhe beteiligen sich Bund und/
oder nach Kenntnis der Bundesregierung die Länder an der
Förderung welcher Gedenkstätte (bitte für jede Gedenkstätte und jedes Jahr
darlegen)?
b) Wenn ja, welche Projekte und Aufgaben (u. a. Errichtung, Erhalt,
Restauration, archäologische Arbeiten, pädagogische Arbeit,
Bildungsangebote, Öffentlichkeitsarbeit, Forschung, Erhalt und
Erschließen von Archivbeständen, Bibliotheken, Ausstellungen etc.)
werden mit Geldern des Bundes bzw. nach Kenntnis der
Bundesregierung der Länder aus jeweils welchen Haushaltsmitteln konkret
gefördert (bitte entsprechend auflisten)?
c) Sieht die Bundesregierung bei der Ausstattung bzw. dem Erhalt der
im heutigen Polen und Belarus gelegenen NS-Vernichtungsstätten
weiteren Bedarf, und will sie sich hier finanziell oder in anderer
Form beteiligen, und welche Formen der Förderung werden ggf. ins
Auge gefasst?
d) Gibt es weitere Erinnerungsorte von NS-Verbrechen in Osteuropa,
an deren Erhalt, Ausbau etc. sich die Bundesregierung beteiligt bzw.
bei denen die Bundesregierung Handlungsbedarf sieht?
e) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 6 bis 6e werden gemeinsam beantwortet.
Der parlamentarische Informationsanspruch erstreckt sich nicht auf
Gegenstände, die keinen Bezug zum Verantwortungsbereich der Regierung gegenüber
dem Bundestag haben, insbesondere, weil sie sich außerhalb der Zuständigkeit
der Bundesregierung befinden (BVerfGE 124, 161 [189, 196]; 139, 194 [227]).
Dies betrifft vorrangig Fragen zu Aktivitäten oder Gegenständen in der
Kompetenz anderer Verfassungsorgane (etwa des Bundestages selbst), der Länder,
anderer Staaten oder internationaler Organisationen.
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 1 und 3 sowie die Vorbemerkung
verwiesen.
Die Bundesregierung fragte 2021 das polnische Kulturministerium hinsichtlich
einer finanziellen Beteiligung Deutschlands bei der beabsichtigten Errichtung
einer Gedenkstätte in Treblinka an. Die Beteiligung Deutschlands wurde jedoch
mit Verweis auf ausreichende eigene Mittel als nicht erforderlich angesehen.
7. Will die Bundesregierung die finanzielle Unterstützung von
Gedenkstätten an Orten ehemaliger Vernichtungslager in Polen und Belarus
angesichts ihres drohenden Zerfalls aufnehmen bzw. vergrößern?
a) Wenn ja, wann, in welcher Höhe, und für welche Gedenkstätten?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 7 bis 7b werden gemeinsam beantwortet.
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 1, 2 und 6 verwiesen.
8. Welchen Beitrag leistet die Bundesregierung, um die Bemühungen der
polnischen Seite bei der Erschließung der verbliebenen historischen
Substanz der ehemaligen deutschen Vernichtungslager der „Aktion
Reinhardt“, namentlich der Gedenkorte Treblinka, Belzec und Sobibor,
zu unterstützen, und hat sie dafür entsprechende Förderanfragen der
polnischen Seite erhalten bzw. proaktiv die Hilfe der Bundesrepublik
Deutschland angeboten?
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 1 und 6, die Anlage 1* sowie die
Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen. Die Bundesregierung steht im
Austausch mit den Gedenkstätten Sobibor, Majdanek und Belzec.
9. In welcher Form beteiligt sich die Bundesregierung an den Bemühungen
zur Erschließung, Einbeziehung bzw. zu der Erweiterung der
pädagogischen Räume, insbesondere für das 2004 errichtete Museum Belzec
(z. B. durch Erschließung der ehemaligen Kommandantur des deutschen
Vernichtungslagers Belzec) und andere Gedenkstätten der ehemaligen
deutschen Vernichtungslager der „Aktion Reinhardt“, um diese für die
internationale Jugendbegegnungs-, Bildungs-, und Erinnerungsarbeit
nutzbar zu machen (bitte konkrete Projekte seit 2017, Finanzvolumen
und beteiligte Stellen auf beiden Seiten auflisten), und hat sie dafür
entsprechende Förderanfragen der polnischen Seite erhalten bzw. proaktiv
die Hilfe der Bundesrepublik Deutschland angeboten?
Auf die Antworten zu den Fragen 1 und 6 wird verwiesen.
Im Jahr 2021 förderte die Bundesregierung die Internationale Sommerakademie
in Polen zur „Aktion Reinhardt“ mit begleitenden wissenschaftlichen
Publikationen in Höhe von 120.000 Euro. Projektorte waren Berlin, Belzec, Sobibor
und Treblinka.
10. Welche Gedenkstätten und Museen an Orten von NS-Massenverbrechen
außerhalb der Bundesrepublik Deutschland stehen nach Kenntnis der
Bundesregierung in einem regelmäßigen Austausch mit deutschen
Gedenkstätten, Museen, Universitäten und Bildungseinrichtungen oder
kooperieren mit diesen (bitte entsprechend nach Gedenkstätten bzw.
Erinnerungsorten und Museen im Ausland, deutschen
Kooperationspartnern, Art, Dauer und Umfang der Kooperation aufführen)?
Es wird auf die Anlage 2*, die Antwort zu Frage 1 sowie auf die
Vorbemerkung verwiesen.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert im Rahmen
seiner weltweiten Stipendien- und Projektprogramme auch Studierende, Lehrende,
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den verschiedenen
Fachrichtungen der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Sprach-, Kultur-, Rechts- und
Wirtschaftswissenschaften, ebenso Künstlerinnen und Künstler.
Kooperationspartner können auch Gedenkstätten und Museen außerhalb der Bundesrepublik
Deutschland sein. Eine systematische Erfassung dieser Partner erfolgt nicht.
Beispielhaft werden nachfolgend weitere Kooperationen im Sinne der
Fragestellung aufgeführt. Die Informationen über Kooperationen und Austausch
können aufgrund des Umfangs und der Vielfalt der Zusammenarbeit nicht
abschließend sein.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/3355 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
Belarus:
Die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ in Minsk betreibt seit 2018 eine
Kooperation mit der Universität Osnabrück. Die Wanderausstellung „Malyj
Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ wird derzeit in den Regionen von
Belarus realisiert.
Das Belarussische Staatliche Museum für Geschichte des Großen
Vaterländischen Krieges arbeitet mit dem Museum Berlin-Karlshorst seit dessen
Gründung im Jahr 1994 zusammen. Das belarussische Museum ist auch Mitglied
des Museumsrates Berlin-Karlshorst. Die Zusammenarbeit ist zurzeit
ausgesetzt (Beispielprojekt: Ausstellung „1945 – NIEDERLAGE. BEFREIUNG.
NEUANFANG. Zwölf Länder Europas nach dem Zweiten Weltkrieg“ im
Deutschen Historischen Museum Berlin 2015 bis 2016).
Estland:
In Estland stehen das „Estnische Institut für das historische Gedächtnis“,
das estnische Geschichtsmuseum und das Jüdische Museum Estlands im
Austausch mit diversen deutschen Gedenkstätten und Forschungsinstituten sowie
Museen – vorwiegend über die International Holocaust Remembrance Alliance
(IHRA).
Frankreich:
NS-Gedenkstätten in Frankreich kooperieren auf vielen Ebenen mit
Institutionen in Deutschland. Dabei handelt es sich oft um Forschungskooperationen,
aber auch um gemeinsame Bildungsprojekte sowie Zusammenarbeit bei
Ausstellungen. Hervorzuheben ist unter anderem die seit Jahren bestehende
Kooperation des Mémorial de la Shoah mit dem Haus der Wannsee-Konferenz oder
dem NS-Dokumentationszentrum München. Die erfolgreiche Zusammenarbeit
des Mémorial de la Shoah mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk
mündete 2021 in einem Partnerschaftsvertrag. Yahad-In Unum arbeitet bei der
Verwertung seiner Forschungsergebnisse mit Dokumentationsstätte Topographie
des Terrors in Berlin und der Außenstelle des Bundesarchivs in Ludwigsburg
zusammen.
Italien:
In Italien bestehen Kooperationen mit deutschen Einrichtungen insbesondere
im Bereich des Gedenkens an die Italienischen Militärinternierten (IMI). Hier
gibt es zwei große Vereine, die Gedenkarbeit und Gedenkstätten betreiben.
Die Gedenkstätte des Vereins ANRP (Associazione Nazionale Reduci dalla
Prigionia) in Rom arbeitet insbesondere mit der IMI-Gedenkstätte in Berlin-
Niederschöneweide zusammen. Der Verein ANEI (Associazione Nazionale Ex
Internati) arbeitet mit diversen Gedenkorten in Deutschland zusammen,
beispielweise der „Baracke Wilhelmine“ in Schwanewede, dem Denkort Bunker
Valentin in Bremen, der Gedenkstätte Lager Sandbostel, dem IMI-
Gedenkfriedhof in Hamburg.
Mehrere Gemeinden, die Opfer von NS-Massakern waren, betreiben
Städtepartnerschaften (beispielweise Caiazzo mit Ochtendung, Larciano mit
Peissenbach, Fivizzano mit Steinhagen) und/oder Schüleraustausche mit Städten in
Deutschland (zum Beispiel Marzabotto mit Bremen). Sant’Anna di Stazzema
empfängt regelmäßig junge Menschen aus Deutschland im Rahmen der
sogenannten Friedenscamps.
Kroatien:
Die Gedenkstätte Jasenovac arbeitet mit der Dokumentationsstätte Topographie
des Terrors und mit dem Max-Mannheimer-Haus Dachau zusammen.
Polen:
Im Sinne der Fragestellung sind auf polnischer – unter anderem insbesondere
folgende Institutionen aktiv:
– KZ-Gedenkstätten, u. a. Stiftung Auschwitz-Birkenau, Staatliches Museum
Majdanek.
– Museum des Warschauer Aufstands.
– Museum des Warschauer Ghetto-Aufstands (im Aufbau).
– POLIN-Museum der jüdischen Geschichte in Polen.
– Museum der Stadt Warschau (auch zuständig für die Gedenkstätte Palmiry
sowie den Friedhof im Stadtteil Wola – dort Errichtung einer
Gedenkkammer in Arbeit).
– Jüdisches Historisches Institut / Ringelblum-Archiv.
– Institut des Nationalen Gedenkens (IPN).
Deutsche Partner sind unter anderem:
– Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin.
– Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow.
– Arolsen Archives.
– Deutsches Historisches Museum einschließlich der Stabsstelle
Dokumentationszentrum „Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in
Europa“ (ZWBE).
– KZ-Gedenkstätte Dachau.
– Militärhistorisches Museum Dresden.
– Aktion Sühnezeichen Friedensdienst.
– NS-Dokumentationszentrum München.
Die Kooperation der genannten polnischen Gedenkstätten und Museen sowie
zahlreicher weiterer Institutionen mit deutschen Partnern ist vielfältig und
existiert zum Teil schon seit Jahrzehnten. Sie besteht in beiderseitigem
wissenschaftlichem Austausch, gemeinsamen Publikationen, Konferenzen und
anderen Veranstaltungen sowie der Überlassung von Ausstellungsstücken und
Leihgaben. Zum Beispiel bereitet das Militärhistorische Museum Dresden eine
Leihgabe von Militaria aus der Zeit der deutschen Besatzung für das im Aufbau
befindliche Museum des Warschauer Ghetto-Aufstands vor, das 2023 zum
80. Jahrestag des Aufstands eröffnet werden soll.
Tschechien:
Die größte tschechische Holocaust-Gedenkstätte in Theresienstadt steht in
regelmäßigem Austausch mit Gedenkstätten und Einrichtungen in Deutschland,
insbesondere mit der Gedenkstätte Flossenbürg. Unter anderem existiert dort
auch eine Freiwilligenstelle der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Der
stellvertretende Direktor der Gedenkstätte Theresienstadt ist Mitglied des
Kuratoriums der bayerischen Gedenkstätten.
Das Museum für Roma-Kultur, das die Gedenkstätten an ehemaligen Roma-KZ
in Hodonín und Lety verwaltet, steht in regelmäßigem Kontakt mit dem
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg.
Zudem existiert ein Austausch der geplanten Holocaust-Gedenkstätte in Prag-
Bubny sowie des geplanten mährischen Holocaust-Dokumentationszentrums in
Brno mit verschiedenen Institutionen/Museen/Gedenkstätten in Deutschland.
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
Die Förderung von Erinnerungsorten durch die Bundesrepublik Deutschland im Ausland gestaltet sich äußerst vielseitig und komplex. So
unterstützt die Bundesrepublik Deutschland neben Gedenkstätten und Erinnerungsorten an den jeweiligen Orten von NS-Massenverbrechen auch
NS-Dokumentationszentren und Museen, die der Aufarbeitung nationalsozialistischer Massenverbrechen gewidmet sind sowie auch die
Restaurierung von Synagogen, die nach der Deportation jüdischer Gemeinden Zerstörung und Vernachlässigung anheimgefallen sind. Aber auch
die Förderung von Gedenkstätten im engeren Sinn beinhaltet eine Bandbreite unterschiedlicher geförderter Maßnahmen, wie zum Beispiel die
Förderung von Gedenkveranstaltungen und –konzerten (so zum Beispiel anlässlich des 80. Jahrestags des Massakers von Babyn Yar), die
regelmäßige Teilnahme an Gedenkveranstaltungen durch hochrangige Repräsentantinnen und Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland,
die Förderung der Konzeption von neuen Ausstellungen oder auch der Instandhaltung sowie Neuentstehung von Gedenkstätten. Aufgrund der Fülle
an unterschiedlichen Förderungsweisen konzentriert sich nachfolgende Übersicht auf letztgenannte Förderung von Gedenkstätten in den Bereichen
Erhalt, Weiterentwicklung (z.B. durch Einrichtung von Dauerausstellungen) und Bau von Gedenkstätten an Orten von NS-Massenverbrechen.
Weiter unten folgt eine Übersicht über durch die Bundesrepublik Deutschland geförderte länderübergreifende sowie virtuelle Projekte, die der
Erforschung und dem Verzeichnis von Stätten von NS-Massenverbrechen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland gewidmet sind und auf deren
Grundlage weitere Erinnerungsorte und Gedenkstätten entstehen können.
Land Gedenkstätte / Denkmal Art des Erinnerungsorts Fördersumme in Euro
2017: 500.000,00Belarus
Erschießungsstätte Blogowschtschina des
Vernichtungslagers Malyi Trostenez
Gedenkstätte
Belarus
Geschichtswerkstatt Minsk (siehe
http://gwminsk.com/de)
Erinnerungs- und Lernort auf dem
Gelände des ehemaligen Ghettos in
Minsk
2020: 15.467,59
2021: 161.371,65
Belarus
Restaurierung/Sanierung der Holocaust
Denkmäler in Brest und Lida
Denkmäler 2022: 4.260,00
Frankreich Maison d’Izieu Gedenkstätte 2016: 63.314,00
1
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
2017: 25.000,00
2019: 3.000,00
2021: 1.344,70
Frankreich Mémorial de la Shoah Paris/Drancy
Gedenkstätte, Recherche- und
Dokumentationszentrum
2014: 45.000,00
2015: 38.485,00
2016: 28.560,00
2017: 67.212,00
2018: 98.000,00
2019: 110.000,00
2020: 100.000,00
2021: 80.000,00
Frankreich Village martyr d'Oradour-sur-Glane Gedenkstätte 2017: 15.000,00
Frankreich Mémorial du Camp de Rivesaltes Gedenkstätte 2018: 1.300,00
Frankreich Maison du Souvenir de Maillé Gedenkstätte 2019: 12.000,00
Griechenland
Athener Schießstand von Kaisariani
(Schutzmaßnahmen)
Gedenkstätte 2022: 67.730,00
Kroatien Denkmal des Roma Gedenkzentrums Uštice Denkmal 2021: 5.123,09
Lettland Gedenkstätte Jungfernhof Gedenkstätte 2021: 13.315,00
Lettland Jüdischer Friedhof in Subate Jüdischer Friedhof und Gedenkstätte 2021: 3.000,00
Österreich Gedenkstätte Mauthausen Gedenkstätte
1992: 3.856,00
2017: 1.836,00
Polen Lager Lamsdorf Gedenkstätte 1992: 15.339,00
Polen Gedenkstätte Sobibór Gedenkstätte
2019: 110.000,00
2020: 770.381,00
2
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
2021: 80.000,00
Polen
Gedenkstätte Schlesiersee I (KZ Außenlager
Groß-Rosen)
Gedenkstätte
2019: 4050,00
2020: 16.500,00
2021: 29.650,00
Polen Gedenkpark große Synagoge Auschwitz Gedenkstätte 2019: 5000,00
Polen Jüdisches Zentrum Auschwitz Bildungsträger
2020: 50.020,00
2021: 61.000,00
Polen
Denkmal zur Erinnerung an die Juden aus
Czarny Dunajec und aus der Umgebung
Denkmal 2020: 5.000,00
Polen
Lokalisierung und Kennzeichnung von bislang
unbekannten Holocaustopfern, Erstellung einer
englischsprachigen Datenbank zum Holocaust
und Genozid an den Sinti und Roma
Datenbank 2019: 20.300,00
Polen
Safeguarding the records oft he Holocaust by
bullets – next stage“
Datenbank 2020: 9.498,00
Polen
Jüdische Grabmäler in Polen sowie Denkmäler
in Szumowo
Jüdische Grabmäler und Denkmäler 2021: 56.365,00
Polen Der jüdische Friedhof Łódź
Erinnerungsort – Dokumentation, 3
Kurzfilme für soziale Medien des
Friedhofs auf Deutsch
2020: 2.236,94
Polen
Sicherung eines Hide-outs aus der Zeit des
Warschauer Ghettos auf dem Jüdischen
Friedhof Warschau
Erinnerungsort 2020: 6721,48
Schweiz Gedenkstätte Riehen
Gedenkstätte, Förderung
Dauerausstellung und Gedenktafeln
2017: 69.800,00
Serbien Museum „21. Oktober“ in Kragujevac
Museum, Teil des Šumarice-
Gedenkparks (sog. „Oktober-Gedenkpark“),
welcher dem Gedenken an die durch
die Wehrmacht am 21. Oktober 1941
2020: 230.000,00
3
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
begangenen Massaker von Kraljevo
und Kragujevac gewidmet ist
Serbien Gedenkort Sajmiste
Smartphone-App für den Gedenkort
Sajmiste
2019: 10.000,00
2020: 26.000,00
Slowenien Gedenkort ehem. Arbeitslager Loibl (Ljubelj)
Denkmal (Gedenk- und
Informationstafeln)
2015: 392,70
2020: 2.506,74
Tschechien Gedenkstätte Theresienstadt Gedenkstätte 1991: k.A.
Tschechien Gedenkstätte Theresienstadt Gedenkstätte, Restauration der Orgel 2014: k.A.
Tschechien Lidice Denkmal 1992: 20.771,00
Tschechien
Gedenkstätte Lety bei Písek (Unterstützung bei
der Entstehung der Gedenkstätte, Baubeginn
vorauss. Herbst 2022)
Gedenkstätte 2022/23: Unterstützung geplant
Tschechien
Virtueller Gedenkort für Holocaust-Opfer
(
https://www.holocaust.cz/)
Virtuelle Datenbank tschechischer
Holocaust-Opfer
2021: 10.000,00
Ukraine Gedenkstätte Odessa Gedenkstätte
Laufzeit 09.2021-12.2022
1Auftragswert 1,125 Mio.
Länderübergreifende, virtuelle
Projekte
Projektname Projektbeschreibung Fördersumme in Euro
Belarus, Ukraine,
Russland
Erinnerung bewahren,
siehe
https://netzwerk-erinnerung.de/orte/
Dokumentation von
Massenerschießungsstätten
(„Holocaust by Bullets“)
2017: 357.121,00
2018: 763.301,64
2019: 758.238,00
1 In der Ukraine berät das Vorhaben „Erinnerungskultur in Odessa - Gegen das Vergessen“ (PN 21.2256.2, Laufzeit 09/2021-12/2022, Auftragswert 1,125 Mio. Euro) bei der
Planung einer Gedenkstätte sowie bei der Konzeption von Gedenkveranstaltungen. Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine berät die GIZ zusätzlich bei der Beschaffung
von Hilfsgütern (Resilienzstärkung Odessa). Im Rahmen einer Änderungsbeauftragung wird sich die Laufzeit voraussichtlich um ein halbes Jahr verlängern und sich der
Auftragswert um bis zu 1 Mio. Euro erhöhen.
4
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
2020: 426.039,61
Belarus, Ukraine,
Russland
Netzwerk Erinnerung,
siehe
https://netzwerk-erinnerung.de/orte/
Dokumentation von
Massenerschießungsstätten („Holocaust by
Bullets“)
2021: 432.420,08
2009: 500.000,00
2010: 46.000,00
2011: 401.000,00
2012: 459.000,00
2013: 500.000,00
Verzeichnis von Hinrichtungsstätten
2014: 500.000,00
Hauptsächlich
Osteuropa
Siehe
https://yahadmap.org/#map/
und bestehenden Gedenkstätten und
Denkmälern insb. in Osteuropa
(„Map of the Holocaust by Bullets“)
2015: 500.000,00
2016: 280.000,00
2017: 500.000,00
2018: 500.000,00
2019: 600.000,00
2020: 500.000,00
2021: 600.000,00
2022: 400.000,00
Serbien und
Kroatien
Projekt “Killing sites – first Stage of Holocaust
in Serbia and Croatia”,
siehe
http://cieh-chre.org/en/places-of-suf-
fering/
Lokalisierung und Erfassung von
Killing Sites
2017: 1.340,00
Verschiedene Länder
in Osteuropa
Identifizierung und Schutz jüdischer Friedhöfe
und Grabstätten in Mittel- und Osteuropa
gemäß Theresienstädter Erklärung vom
Erinnerungsorte
2016: 890.660,86
2017: 999.432,00
5
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
30.06.2009 (
https://www.esjf-cemeteries.org/pro-
ject/)
2018: 906.688,00
2019: 998.136,00
2020: 987.930,00
2021: 977.616,00
2022: 992.337,00
Stiftung Auschwitz-Birkenau
Deutschland hat zwischen 2011 und 2015 mit 60 Millionen Euro (je 30 Millionen Euro vom Bund und von den Ländern/ Verteilung nach
Königsteiner Schlüssel) die Hälfte des angestrebten Stiftungskapitals eingezahlt (Gemeinsamer Beschluss von Bund und Ländern vom 05.
Dezember 2019 zur Zustiftung in Höhe von bis zu 60 Million Euro in den Haushaltsjahren 2020 und 2021).
Holocaust-Museum Griechenland und Holocaust-Museum Amsterdam
Für das geplante Holocaust-Museum Griechenland in Thessaloniki hat die Bundesregierung im Jahr 2016 eine Förderung in Höhe von 10
Millionen Euro zugesagt, das Holocaust-Museum Amsterdam wird mit insgesamt 3,9 Millionen Euro (2020 bis einschließlich 2022) unterstützt.
Weitere Projekte und Initiativen, die nicht in der Tabelle aufgeführt sind
Belarus
Deutsche Institutionen haben eine Reihe von Gedenkstätten finanziert:
Anfang der 90er-Jahre: Gedenktafel zur Erinnerung an die aus Bremen deportierten Jüdinnen und Juden in Minsk;
2000: Einweihung des Denkmals „Jama“ in Minsk.
6
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
Frankreich
Die Bundesregierung hat sich 2015 an der Restaurierung der Stele zum Gedenken an die Opfer des Holocaust auf dem Jüdischen Friedhof von
Sarre-Union (übernommene Kosten 4.920 Euro) und 2016 an der Erstellung eines Bronzemodells der Alten Synagoge Straßburg finanziell beteiligt
(44.160 Euro).
2021 erfolgte die zuvor pandemiebedingt ausgesetzte Verleihung des mit 8.000 Euro dotierten Preises des NS-Dokumentationszentrums München
(2019/2020) an die Fondation du Camp des Milles für herausragende Erinnerungsarbeit an der Gedenkstätte Site-Mémorial du Camp des Milles.
Griechenland
In Griechenland werden Erinnerungsprojekte seit 2014 mit jährlich bis zu 1 Million Euro aus dem deutsch-griechischen Zukunftsfonds mit Mitteln
der Bundesregierung gefördert.
Gedenkstätten in Griechenland, die mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung errichtet wurden, sind (seit 2014):
2014: Renovierung Kirche Aghios Pavlos, Naoussa (31.000 Euro), Renovierung Monastiriotes Synagogue, Thessaloniki (81.180 Euro)
2015: Stolpersteine in Thessaloniki (13.343,37 Euro)
2016: Stolpersteine Thessaloniki, Erstes Knabenlyzeum, Phase II – Abschlussphase (3100 Euro)
2016-2018: Renovierung der Synagoge Chania auf Kreta (13.157 Euro)
2017: Restaurierung der Synagoge Ioannina (8.000 Euro)
2018: Renovierung der Synagoge Chalkida (38.300 Euro)
2019: Restaurierung der Synagoge Korfu (184.687 Euro)
Die Stiftung Denkmal hat eine Quellen- und Ortsdokumentation zu den Zwangsarbeiterstätten Karya erstellt. Diese wurde 2020 mit 27.680 Euro
und 2021 mit 20.520 Euro gefördert.
7
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
Italien
In Italien werden Erinnerungsprojekte seit 2014 mit jährlich bis zu 1 Million Euro aus dem deutsch-italienischen Zukunftsfonds mit Mitteln der
Bundesregierung gefördert. Eine vollständige Liste mit Erinnerungs- und Versöhnungsprojekten ist im Internet auf der Website der deutschen
Botschaft Rom frei zugänglich (s.a. Anlage 3;
https://italien.diplo.de/it-de/themen/kultur/04-Kultur/-/1601644?openAccordionId=item-1601646-
4-panel). Zahlreiche Projekte dienen der Unterstützung bereits bestehender Gedenkstätten:
Lettland
Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. engagiert sich seit den 90er Jahren aktiv bei (Neu-)Gestaltung und (Ko-)Finanzierung der
sechs Gedenkstätten in Riga. Mit Bundesmitteln unterstützt wurde auch die Dauerausstellung an der Gedenkstätte in Bikernieki.
Weiterhin unterstützt die Bundesregierung die Wanderausstellung „Tat- und Erinnerungsort Riga. Die Deportationen aus dem deutschsprachigen
Raum und der Holocaust im besetzten Lettland 1941 bis 1944“ (siehe
https://www.kz-gedenkstaette-
neuengamme.de/nachrichten/news/ausstellungsprojekt-tat-und-erinnerungsort-riga-gestartet/), welche in verschiedenen deutschen Städten sowie
in Riga gezeigt werden wird (Förderung 2021: 57.200 Euro, Förderung 2022: 225.300 Euro).
Polen
Zahlreiche Organisationen und Institutionen, die direkt oder indirekt, ganz oder teilweise finanziell vom Bund gefördert werden, unterstützen in
Polen unter anderem auch Projekte im Zusammenhang mit Gedenkstätten und Erinnerungsorten; zum Beispiel durch die Unterstützung und
Organisation von wissenschaftlichen Konferenzen, Ausstellungen, Förderung beziehungsweise Herstellung von Buch-, Film- und sonstigen
Publikationen, die Unterstützung, Organisation oder Vermittlung von Jugendbegegnungen und Besucherreisen, Gespräche mit Überlebenden und
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Aktiv sind hier insbesondere die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die Stiftung Polnisch-Deutsche
Aussöhnung, das Deutsch-Polnische Jugendwerk, unter anderem in Zusammenarbeit mit den Internationalen Jugendbegegnungsstätten in
Auschwitz und Kreisau, das Deutsche Historische Institut Warschau, die deutschen politischen Stiftungen und andere.
8
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
In Polen wird außerdem die Stiftung Zapomniane („Vergessen“) seit 2019 aus Mitteln der Bundesregierung gefördert. Die Stiftung hat sich zum
Ziel gesetzt die geschätzt 1.000 Orte von Massenerschießungen von Jüdinnen und Juden zu lokalisieren, und diese in einer Datenbank der
Forschung bereitzustellen zudem werden an den Orten Matzevot errichtet, die Auskunft über die Geschichte der Orte geben.
Russland
Die Bundesregierung unterstützt das Gedenken an die Blockade von Leningrad mit über 1 Million Opfern und fördert seit 2019 im Rahmen einer
humanitären Geste ein Krankenhaus für Blockadeopfer sowie ein Zentrum, das eine Begegnung zwischen Zeitzeugen und der jungen Generation
ermöglicht. Darüber hinaus fördert die Bundesregierung eine Dauerausstellung zur Schoah und jüdischer Zwangsarbeit sowie jüdischem Leben in
Ostpreußen in der Synagoge von Kaliningrad.
Serbien
2017 Förderung Roundtable „Killing sites – first stage of Holocaust in Serbia and Croatia“ - Center for Holocaust Research and Education (CHRE)
mit 1.340 Euro.
Neben der Unterstützung für das Museum „21. Oktober“ in Kragujevac im Zuge einer Grundinstandsetzung sowie Erneuerung des Heizsystems
der Ausstellungsräume durch die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, besteht mit der Stadt Kragujevac eine schriftliche
Vereinbarung über eine finanzielle Unterstützung zwecks Instandsetzung der Verwaltungsgebäude des Museums durch den Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V.
Bundeskanzlerin a. D. Merkel hat bei ihrem Besuch in Serbien im September 2021 die Bereitstellung von 500.000 Euro für die Errichtung einer
Gedenkstätte auf dem Gelände der im Jahr 1941 durch die Luftwaffe zerstörten Alten Nationalbibliothek in Belgrad angekündigt. Der Baubeginn
ist noch nicht erfolgt.
9
Anlage 1 zu Frage 1 Kleine Anfrage der LINKEN – 20/2981 – „Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland für Gedenkstätten
an Orten von NS-Massenverbrechen in Europa
Tschechien
Die Bundesregierung hat 2017 eine Expertenkonferenz zum Thema „Database of the Roma Holocaust Victims - European Roma Identity in 20th
Century“, durchgeführt von dem Institut der Theresienstädter Initiative, mit 13.729 Euro gefördert.
Mährisches Holocaust-Dokumentationszentrum: Die Bundesregierung hat 2021 eine Auftaktveranstaltung zur Gründung eines neuen Holocaust-
Dokumentationszentrums in Brno (Brünn) mit 20.000 Euro unterstützt.
Schindlerfabrik in Brněnec: Die Bundesregierung hat im Sommer 2022 Veranstaltungen in der ehemaligen Schindlerfabrik, in der eine
Gedenkstätte entstehen soll, mit 7.000 Euro unterstützt.
Ukraine
2018 und 2019 erfolgte die Förderung des Projekts iWalk, Kyiv educational center "Tolerspace" mit insgesamt 25.676 Euro. Mit dem Projekt
sollen verschiedene Zielgruppen, insbesondere Jugendliche, in drei ukrainischen Städten auf innovative Weise (Ausbildung von peer-guides,
Einsatz von Tablets zur Vorführung von Zeitzeugenvideos an historisch bedeutenden Orten) über das jüdische Leben vor dem und während des
Holocausts in ihren Städten informiert werden.
Im Übrigen hat die Bundesrepublik Deutschland mit fünf der sechs Länder des westlichen Balkans - Ausnahme Bosnien und Herzegowina -
Kriegsgräberabkommen unterzeichnet, auf deren Grundlage der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in den jeweiligen Ländern tätig
ist. Der Volksbund ist eine gemeinnützige Organisation, die sich mit Unterstützung der Bundesregierung neben dem Erhalten, Errichten und Pflegen
von deutschen Kriegsgräberstätten auch der Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit widmet.
10
Anla ge 2 zu Fra ge 10 de r Kleinen Anfra ge de r Abgeordneten Jan Kort e un d de r Fraktion DIE LINKE . - Bundestagsdrucksach e N r.: 20/ 2981 vom
03.08 .2022 -
Gedenkstätte Bergen-Belsen / Stiftung
Staatliches Museum Auschwitz-
Birkenau, Polen
Langjährige Kooperationen über Bildungsveranstaltungen und -projekte sowie
wechselseitige Begleitung der Arbeit unter anderem über Teilnahmen in Beiräten
Gedenkstätte Majdanek, Polen
Langjährige Kooperationen über Bildungsveranstaltungen und -projekte sowie
wechselseitige Begleitung der Arbeit unter anderem über Teilnahmen in Beiräten
Gedenkstätten Treblinka und
Belzec, Polen
Langjährige Kooperationen über Bildungsveranstaltungen und -projekte sowie
wechselseitige Begleitung der Arbeit unter andere über Teilnahmen in Beiräten
Gedenkstätte Lety,
Tschechische Republik
Kooperationen im Rahmen von Bildungs- und Digitalisierungsprojekten
Gedenkstätte Perm 36,
Russland
Langjährige Kooperation im Rahmen einer Trinationalen Begegnung Gedenkstätte
Bergen-Belsen, Gedenkstätte Auschwitz und Gedenkstätte Perm 36
Dokumentationszentrum
Falstad, Norwegen
Kooperation im Rahmen diverser Bildungsprojekte und Digitalisierungsprojekte
niedersächsische Gedenkstätten Gedenkstätte Jasenovac,
Kroatien
Kooperation im Rahmen diverser Bildungsprojekte und Digitalisierungsprojekte
Anne Frank -Stiftung,
Niederlande
Langjährige Kooperation im Rahmen diverser Bildungsprojekte
Herinneringscentrum Kamp
Westerbork, Niederlande
Langjährige Kooperation im Rahmen diverser Bildungsprojekte
und im Bereich Forschung und Dokumentation
Joods Historisch Museum
Amsterdam, Niederlande
Kooperation im Bereich Forschung und Dokumentation
Gedenkstättenverbund
Memorial Democratico (u.a.
Maternité d’Elne und Camp de
Botas), Spanien
Kooperation zu Bildungsprojekten seit 2021
KZ-Gedenkstätte Neuengamme und
Projekt Dokumentations-zentrum
denk.mal Hannoverscher Bahnhof /
Stiftung Hamburger Gedenkstätten und
Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der
NS-Verbrechen
Yad Vashem, Israel
regelmäßige Zusammenarbeit als Mitglied im Arbeitskreis Digitales;
Zusammenarbeit am Sammelband „Deportationen ausstellen“ (2020)
United States Holocaust
Memorial Museum
regelmäßige Kontakte im Rahmen einer Beteiligung an Publikationsvorhaben und
im Zuge von Archivrecherchen sowie Ausstellungsprojekten
Gedenkstätte Majdanek, Polen
Beteiligung an der Festschrift für Detlef Garbe (2022)
-Einladungen zu Tagungen (seit 2018)
Gedenkstätten in
Auschwitz, Belzec, Stutthof,
Theresienstadt, Kulmhof
Recherchereisen und Projekte für die Entwicklung des Dokumentations-zentrums
denk.mal Hannoverscher Bahnhof (seit 2018)
1
Anlage 2 zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.: 20/2981 vom
03.08.2022 -
Polen
Gedenkstätte Meensel-
Kiezegem,
Belgien
Regelmäßige Gedenkfeiern und Ausstellungen in Kooperation mit der Amicale
International de Neuengamme
Riga-Komitee,
Lettland
Ausstellungsprojekt Tat- und Erinnerungsort Riga
(seit 2019 – Ausstellungspräsentation 2022/2023)
Gedenkstätte Putten,
Niederlande
Regelmäßige Gedenkfeiern und Ausstellungen in Kooperation mit der Amicale
International de Neuengamme
Holocaust-Zentrum Oslo,
Norwegen
Forschungsprojekt und Bildungsmaterialien “The White Buses Rescue Operation“
(2010-2013)
Gedenkstätte Murat, Frankreich Regelmäßige Gedenkfeiern und Rechercheprojekte
Gedenkstätte Montluc,
Frankreich und
Cultural Heritage without
Borders Tirana,
Albanien
Trinationales Jugendaustauschprojekt / Seminar-Zyklus Places of Violence, Places
of Learning (2020- )
KZ-Gedenkstätte Flossenbürg / Stiftung
Bayerische Gedenkstätten
Museum der Roma-Kultur,
Brünn, Tschechische Republik
seit 2020 Austausch über die projektierte Gedenkstätte in Lety bei Písek (KZ Lety,
1942 bis 1944 so genanntes „Zigeunerlager“)
Museum Groß Rosen,
Rogoźnica, Polen
Kontinuierliche Archivrecherchen für das Projekt „Transporte polnischer Häftlinge
in den KZ-Systemen Dachau und Flossenbürg“;
Beratungen für die Erarbeitung einer neuen Ausstellung in Groß-Rosen seit 2018
Gedenkstätte Theresienstadt,
Tschechische Republik
seit 2007 dauerhafte Leihnahme eines Objekts für die Dauerausstellung
„Konzentrationslager Flossenbürg 1938 bis 1945“
Entwicklung von Methoden-bausteinen für die deutsch-tschechische
Erinnerungsarbeit zusammen mit dem Koordinierungs-zentrum Deutsch-
Tschechischer Jugendaustausch Tandem und der Gedenkstätte Lidice
(Tschechische Republik, 2012 bis 2015)
Gedenkstätte Lidice,
Tschechische Republik
Entwicklung von Methodenbausteinen für die deutsch-tschechische
Erinnerungsarbeit zusammen mit dem Koordinierungszentrum Deutsch-
Tschechischer Jugendaustausch Tandem und der Gedenkstätte Theresienstadt
(Tschechische Republik) (2012 bis 2015)
2
Anlage 2 zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.: 20/2981 vom
03.08.2022 -
Staatliche Museum Auschwitz-
Birkenau, Polen
Durchführung des Projektes „Transporte polnischer Häftlinge in den KZ-Systemen
Dachau und Flossenbürg“, zusammen mit der KZ-Gedenkstätte Dachau (2017 bis
2020)
datenbankgestütztes Forschungs-projekt „Archivdatenbank für das Museum
Auschwitz-Birkenau“ (2020–2023) und einer, ergänzenden Online-Ausstellung
(geplanter Beginn 2023)
Deutsches historisches Institut,
Russland
seit 2017
Zusammenarbeit bei der Rekonstruktion von Schicksalen sowjetischer
Kriegsgefangener
United States Holocaust
Memorial Museum, USA
seit 2016
Zusammenarbeit bei der Digitalisierung von Unterlagen, die das KZ Flossenbürg
betreffen
Centre for Humanistic
Education am Beit Lohamei
HaGetaot (Ghetto Fighters
Haus), Israel
seit 2014
Shared History – Different Narratives. Ein deutsch-israelischer Bildungsdialog.
Fachkräftebegegnung im Bereich Holocaust Education, zusammen mit dem Max-
Mannheimer-Studienzentrum Dachau (2015-2016)
History in Dialogue. Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für neue
Methodenbausteine in der Bildungsarbeit an NS-Gedenkstätten, zusammen mit
dem Max-Mannheimer-Studienzentrum Dachau (2016-2020)
Museum Berlin-Karlshorst
Geschichtswerkstatt Minsk,
Ghetto Minsk, KZ Maly
Trostenec
Austausch von Ausstellungen, Teilnahme an Konferenzen, regelmäßiger Kontakt
seit mindestens 2010
Aktuell sind die Kontakte wegen des Ukrainekrieges eingefroren.
Gedenkstätte Chatyn, Belarus
Konferenzteilnahmen, regelmäßige Kontakt seit 2010
Aktuell sind die Kontakte wegen des Ukrainekrieges eingefroren
Memorial, Moskau, Russland Austausch von Ausstellungen, Teilnahme an Konferenzen
Büro für Kriegsgräberfragen an
der Botschaft der Russischen Betrieb und Pflege einer Online-Datenbank zu sowjetischen Kriegsgräbern in
Föderation in Berlin/ Deutschland; Konferenzen + wiss. Austausch, regelmäßiger Kontakt seit 2010
Verteidigungs-ministerium der Aktuell sind die Kontakte wegen des Ukrainekrieges eingefroren
Russischen Föderation
Stiftung Topographie des Terrors
Staatliches Museum Auschwitz-
Birkenau, Polen
Kooperation über die Teilnahme in Beiräten (2007-2011 Vizedirektorin des
Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau Mitglied im Beirat der Stiftung
Topographie des Terrors)
3
Anlage 2 zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.: 20/2981 vom
03.08.2022 -
- seit über 30 Jahren Zusammenarbeit bei der Planung und Durchführung
internationaler Seminare und Studienreisen
- Beratung des Staatlichen Museums bei der Entwicklung einer neuen
Dauerausstellung; Mitgliedschaft im wissenschaftlichen Beirat für die
neugestaltete Länderausstellung der Republik Österreich und Gutachter für die
geplante Länderausstellung der Slowakei.
Nationales Museum der
Geschichte der Ukraine im
Zweiten Weltkrieg, Ukraine
Kooperation über die Teilnahme in Beiräten
KZ-Gedenkstätte Mauthausen,
Bibliothek, Österreich
Gemeinsame Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft der
Gedenkstättenbibliotheken mit jährlichen Treffen; regelmäßiger Austausch von
Publikationen der Einrichtung im Zuge des bibliothekarischen Schriftentauschs
Gedenkstätte Theresienstadt /
Památník Terezín, Bibliothek,
Tschechische Republik
Gemeinsame Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft der
Gedenkstättenbibliotheken mit jährlichen Treffen
Muzeum Powstania
Warszawskiego, Warschau,
Polen
2013/2014: Kooperation Ausstellungsprojekt zum 70. Jahrestag des Warschauer
Aufstandes, Präsentation der Ausstellung 2014 im Dokumentationszentrum
Topographie des Terrors (TdT);
2019: Kooperation zur erneuten Präsentation der Ausstellung im DZ TdT anlässlich
des 75. Jahrestages des Warschauer Aufstandes
Nationale Gedenkstätte Fort
Breendonk, Belgien
2001 bis 2003 Mitgliedschaft des Gedenkstättenreferenten Dr. Thomas Lutz im
wissenschaftlichen Beirat zur Entwicklung der aktuellen Dauerausstellung
Dokumentationszentrum NS-
Zwangsarbeit Schöneweide
Mèmorial de l‘Internement et
de la Déportation – Camp de
Royallieu, Frankreich
Seit 2021 mehrere Treffen zu Projekten der deutsch-französischen Jugendarbeit,
Arbeit an Bildungsmaterialien
Nationales Museum der
Geschichte der Ukraine im
Zweiten Weltkrieg, Kiew,
Ukraine
Seit 2021 Zusammenarbeit bei Bildungsprojekten; Ausstellungen
Gedenk- und Bildungsstätte Haus der
Wannsee-Konferenz
Staatliches Museum Auschwitz-
Birkenau, Polen
Zusammenarbeit bei Seminaren und Fortbildungen seit 2017
Staatliches Museum Majdanek,
Lublin
Zusammenarbeit über Bildungsveranstaltungen seit 2017
4
Anlage 2 zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.: 20/2981 vom
03.08.2022 -
Geschichtswerkstatt Leonid
Levin, Minsk, Belarus
Zusammenarbeit über Bildungsveranstaltungen (2017 bis 2019)
Gedenkstätte Theresienstadt,
Tschechische Republik
Zusammenarbeit über Bildungsveranstaltungen (2017 bis 2018)
Istoreco Reggio Emilia, Italien Zusammenarbeit über Bildungsveranstaltungen und –projekte seit 2018
Fondazione „Museo della
Deportazion e Resistenze, Prato,
Italien
Zusammenarbeit über Bildungsveranstaltungen und –projekte seit 2018
Mémorial de la Shoah, Paris,
Frankreich
Zusammenarbeit über Bildungsveranstaltungen und –projekte seit 2017
Gedenkstätte für die
ermordeten jüdischen Kinder,
Izieu, Frankreich
Kooperation bei Fachtagung 2021 bis 2022
Anne Frank-Stiftung,
Amsterdam, Niederlande
Zusammenarbeit über Bildungsveranstaltungen (2017 - 2019)xxx
Stiftung Denkmal für die ermordeten
Geschichtswerkstatt Minsk,
Ghetto Minsk, KZ May
Trostenec
Kooperation im Rahmen der Erstellung der Wanderausstellung „Vernichtungsort
Malyj Trostenez“ 2015; regelmäßige Kontakte auf Arbeitsebene
Juden Europas
Ukraine
Kooperation mit lokalen Initiativen und Gedenkorten im Rahmen der Projekte
„Erinnerung bewahren“ (2016 bis 2019) und des Anschlussprojektes „Netzwerk
Erinnerung“ (2020 bis 2023)
Kazerne Dossin, Belgien
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück /
Stiftung Brandenburgische
Gedenkstätten
The Historical Archives of the
Jewish Community of
Thessaloniki, Griechenland
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
Yad Vashem, Israel
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
Foundation Museum and
Documentation Centre of
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
5
Anlage 2 zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.: 20/2981 vom
03.08.2022 -
Deportation and Resistance,
Prato/Italien
Mémorial de la Shoah,
Frankreich
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
Jasenovac Memorial Site,
Kroatien
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
Vilna Gaon Museum of Jewish
History, Litauen
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
Herinneringscentrum Kamp
Westerbork, Niederlande
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
KZ-Gedenkstätte Mauthausen,
Österreich
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“;
Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken
Staatliches Museum Auschwitz-
Birkenau, Polen
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
Museum Stutthof/Sztutowo,
Polen
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
Gedenkstätte
Theresienstadt/Terezín,
Tschechische Republik
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“;
Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken
Hungarian Jewish Museum and
Archives, Ungarn
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
United States Holocaust
Museum Washington, USA
Kooperation im Rahmen des internationalen Vorhabens zur „Digitalisierung von
Opferdaten des Zweiten Weltkriegs“
KZ-Gedenkstätte Dachau / Stiftung
Bayerische Gedenkstätten
Yad Vashem, Israel
Regelmäßiger Austausch über Sammlungsbestände, Vereinbarung zum Austausch
über Datensätze/digitale Informationen
Staatliches Museum Auschwitz-
Birkenau, Israel
Gemeinsames Projekt über Transporte von KZ-Häftlingen in den Stamm- und
Außenlagersystemen von Auschwitz, Dachau und Flossenbürg, gemeinsame
Publikation abgeschlossen
KZ-Gedenkstätte Mauthausen,
Österreich
Regelmäßiger Austausch im Rahmen von Archivtagungen zu Fragen der
Datenbankentwicklung
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Anlage 2 zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.: 20/2981 vom
03.08.2022 -
Gedenkstätte
Theresienstadt/Terezín,
Tschechische Republik
Regelmäßiger Austausch zu tschechischen Dachau-Häftlingen, gegenseitiger
Austausch von Dokumenten etc.
Ghetto Fighters House, Israel
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren-Austausch-Projekt der Bildungsabteilung,
bisher einjähriges Projekt bis Sommer 2022, weiterer Austausch ist geplant
Initiative für eine Gedenkstätte
am Ort des ehemaligen RSHA-
Auffanglagers bzw.
Arbeitserziehungslagers
Innsbruck-Reichenau,
Österreich
Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau ist dort im Beirat
vertreten
Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und
Mittelbau-Dora
Staatliches Museum Auschwitz-
Birkenau, Polen
Regelmäßige Austauschbeziehungen
KZ-Gedenkstätte Majdanek,
Polen
Regelmäßige Austauschbeziehungen
Gedenkstätte
Theresienstadt/Terezín,
Tschechische Republik
Regelmäßige Austauschbeziehungen
Gedenkstätte Kamp Vught,
Niederlande
Regelmäßige Austauschbeziehungen
Gedenkstätte Mechelen,
Belgien
Regelmäßige Austauschbeziehungen
Gedenkstätte Natzweiler-
Struthof, Frankreich
Regelmäßige Austauschbeziehungen
Gedenkstätte Mauthausen,
Österreich
Regelmäßige Austauschbeziehungen
Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-
Morde / Stiftung Brandenburgische
Gedenkstätten
Lern- und Gedenkort Schloss
Hartheim/Österreich
Regelmäßige Austauschbeziehungen
Gedenkstätte und Museum
Sachsenhausen / Stiftung
Brandenburgische Gedenkstätten
Gedenkstätte Auschwitz-
Birkenau, Polen Regelmäßige Austauschbeziehungen
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Anlage 2 zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.: 20/2981 vom
03.08.2022 -
Gedenkstätte Terezin,
Tschechische Republik Regelmäßige Austauschbeziehungen
Centre pédagogique
Cinqfontaines, Luxemburg
Besuch einer Delegation des ehem. Internierungslagers für Jüdinnen und Juden
vor der Deportation im Mai 2022. Austausch über Aufbau von
Gedenkstättenstrukturen, da der dortige Erinnerungsort ausgebaut werden soll.
Weitere Vernetzung ist angedacht
Falstad-Zentrum Gedenkstätte
und Menschenrechtszentrum,
Norwegen
Seit 2020 gemeinsame Forschungen zu SS-Tätern aus Falstad und anderen NS-
Lagern in Norwegen, die nach 1945 im sowjetischen Speziallager in
Sachsenhausen inhaftiert waren. Ziel ist eine gemeinsame Wanderausstellung
Muzeum Martyrologii w
Słońsku, Polen
Kooperation in Vorbereitung der Wanderausstellung „Terror in der Provinz
Brandenburg. Frühe Konzentrationslager 1933/34“ (2013/14); seit 2021
Kooperation in Vorbereitung einer Wanderausstellung über frühe
Konzentrationslager im Rahmen eines Projektverbundes von Gedenkstätten an
Orten früher Konzentrationslager
Nationaal Monument Kamp
Vught, Niederlande
Regelmäßige Austauschbeziehungen
Centre européen du résistant
déporté. Ancien camp de
concentration de Natzweiler,
Frankreich
Regelmäßige Austauschbeziehungen
International Committee of Über die 2001 gegründete Sektion „IC Memo“
Memorial Museums in (
https://icmemo.mini.icom.museum/) des ICOM steht die Gedenkstätte
Remembrance of the Victims of Sachsenhausen in regelmäßigem Austausch mit allen Gedenkstätten und Museen
Public Crimes an Orten von NS-Massenverbrechen
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Anlage 3 zu Fragen 3 und 4 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.:
20/2981 vom 03.08.2022 -
Datenbanken zu Orten von NS-Massenverbrechen und bestehenden Gedenkstätten (nicht abschließende Liste)
Organisationen (Deutschland) Ggf. Projekt-name Link Reichweite
Stiftung Topographie des Terrors
https://www.gedenkstaettenfo-
rum.de/gedenkstaetten/
gedenkstaettenuebersicht
Internationale Übersicht zu Gedenkstätten,
Dokumentationszentren und Museen
Stiftung Denkmal für die ermordeten
Juden Europas
https://www.memorialmuse-
ums.org/
Europaweite Gedenkstättenübersicht
Stiftung Denkmal für die ermordeten
Juden Europas
Erinnerung bewahren
https://www.stiftung-denk-
mal.de/publikation/erinnerung-
bewahren-schutz-und-
sichtbarmachung-von-massengraebern-
desholocaust-in-der-ukraine/
Umwandlung von Massenerschießungsstätten von Juden und
Roma in würdige
Gedenk- und Informationsorte in der Ukraine
Stiftung Denkmal für die ermordeten
Juden Europas
Netzwerk Erinnerung
https://netzwerk-erinne-
rung.de/orte/
Verzeichnis von Massengräbern im Nordwesten der Ukraine
Arolsen Archives
https://arolsen-archives.org/su-
chen-erkunden/suche-online-
archiv/
Online-Archivbestände zu „Displaced Persons“ und
Inhaftierten in
Konzentrationslagern, Ghettos und NS-Haftanstalten
Studienkreis Deutscher Widerstand
1933-1945 e.V,
Gedenkorte Europa 1939-
1945
https://www.gedenkorte-eu-
ropa.eu/de_de
Verzeichnis von Orten von deutschen Kriegs- und
Besatzungsverbrechen, Lagern und Deportationen, und Orten des
Widerstands gegen die deutsche Okkupation in Europa
Zwangsarbeit 1939-1945
Erinnerungen und Geschichte
https://archiv.zwangsarbeit-ar-
chiv.de/de/
Digitales Interview-Archiv mit 600 Lebensgeschichten
ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus 26
Ländern
Anlage 3 zu Fragen 3 und 4 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.:
20/2981 vom 03.08.2022 -
Organisationen (Ausland) Ggf. Projektname Link Reichweite
International Holocaust
Remembrance Alliance (IHRA)
https://www.holocaustrememb-
rance.com/resources/
overviewholocaust-related-organizations
Internationale Datenbank über Holocaust-bezogene Institutionen
(insbesondere Gedenkstätten, aber auch Bildungswerke,
Dokumentationszentren, Museen und Archive)
Yahad In Unum
https://yahadmap.org/#map/
Verzeichnis von Hinrichtungsstätten und bestehenden
Gedenkstätten und Denkmälern insb. in Osteuropa („Map of the
Holocaust by Bullets“)
Stiftung „Zapomniane“
https://zapomni-
ane.org/en/about/
Verzeichnis von Hinrichtungsstätten und bestehenden
Gedenkstätten und Denkmälern insb. in Polen („Map of the Holocaust by
Bullets“)
Yad Vashem
https://collections.yadvas-
hem.org/en/untold-stories
https://deportation.yadvas-
hem.org/
Verzeichnis von mehr als 2700 Hinrichtungsstätten auf dem
Gebiet der ehemaligen UdSSR
Übersicht zu Deportationen in Zentral- und Osteuropa, Forschung
zu Deportationen in Nordeuropa sowie Nordafrika in Arbeit
Tiergarten4Associ-ation e.V.
Refinding the Sub-Camps
of Auschwitz
https://subcamps-
auschwitz.org/
Verzeichnis der 45 Außenlager des KZ Auschwitz
Center for Holocaust Research and
Education (CHRE)
Killing sites – first Stage
of Holocaust in Serbia and
Croatia
http://cieh-chre.org/en/places-
of-suffering/
Lokalisierung und Erfassung von Killing Sites
Vilna Gaon State Jewish Museum,
Verein Gedenkdienst
Holocaust Atlas of
Lithuania
http://www.holocaustat-
las.lt/EN/#project/
Verzeichnis von Orten von NS-Massenverbrechen in Litauen
Committee for the Preservation of
Holocaust Victims’ Memory in the
Republic of Belarus
Belarus Holocaust
Memorials Project
https://www.belarusmemori-
als.com/
Verzeichnis von ca. 500 Orten von NS-Massenverbrechen in
Belarus
Auswärtiges Amt (deutsche
Botschaft Rom)
https://italien.diplo.de/it-de/the-
men/kultur/04-Kultur/-
/1601644?openAccordionId=
item-1601646-4-panel
Liste der mit Mitteln des deutsch-italienischen Zukunftsfonds
geförderten Gedenkstätten
Deutsch-Italienischer Zukunftsfonds
in Zusammenarbeit mit dem Istituto
nazionale per la storia del movi-
Atlante delle Stragi
Naziste e Fasciste in Italia
http://www.straginazi-
fasciste.it/?page_id=316&lang=
de
Verzeichnis von Massakern und Tötungen durch das deutsche
Militär und dir faschistische italienische Sozialrepublik
zwischen 1943 und 1945. Zudem Übersicht über italienische
Erinnerungsorte.
Anlage 3 zu Fragen 3 und 4 der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE. - Bundestagsdrucksache Nr.:
20/2981 vom 03.08.2022 -
mento di liberazione in Italia (INS-
MLI) und der Associazione
nazionale partigiani d’Italia (ANPI)
Synagoga Slovaca
http://www.slovak-jewish-heri-
tage.org/_old/in-
dex.php?form_
TypeID=0&form_
RegionID=0&form_
LocationID=0&LangID=1&search=
Search;
Informationen zu den größten Gedenkstätten in der Slowakei,
dem Denkmal des Slowakischen Nationalaufstands von 1944 in
Banska Bystrica und dem Holocaustmuseum in Sered, sowie zu
weiteren Gedenkstätten des Holocaust und der Verfolgung der
Roma in der Slowakei
In Minorita
http://www.romaholo-
caust.sk/index.php/en/
memorials
Informationen zu Denkmälern und Erinnerungsorten zum
Holocaust an Sinti und Roma in der Slowakei
Kroatien, Gedenkort Jasenocvac
https://www.jusp-jasenovac.hr/ Standorte der Gedenkstätte Jasenovac
Weiterführende Links
Organisation Link Beschreibung
Bundeszentrale für politische
Bildung (BpB)
https://www.bpb.de/themen/holocaust/er-
innerungsorte/
Datenbank mit 456 Erinnerungsorten in
Deutschland
European Holocaust Research
Infrastructure (EHRI)
https://portal.ehri-project.eu/countries
Internationale Datenbank zu Holocaust-
bezogenen Archiven
European Jewish Cemeteries
Initiative (ESJF)
https://www.esjf-cemeteries.org/project/ Verzeichnis von mehr als 3.500 jüdischen
Friedhöfen in neun europäischen Ländern
Museum Karlshorst
http://www.sowjetische-memoriale.de/
Verzeichnis von 4.185 Gräbern sowjetischer
Kriegsopfer des Zweiten Weltkriegs und ihnen
gewidmete Denkmale in Deutschland
Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e. V.
https://www.volksbund.de/erinnern-ge-
denken/graebersuche-online
Erfassung, Pflege und Erhalt der Gräber
deutscher Kriegstoter im Ausland
Stiftung Erinnerung Verantwortung
Zukunft (EVZ)
https://www.stiftung-evz.de/was-wir-foer-
dern/projektfinder/
Übersicht über die durch die EVZ geförderten
nationalen und internationalen Projekte
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]