Versorgungslage und Versorgungsgrad der Bevölkerung in Angola
der Abgeordneten Dietmar Friedhoff, Markus Frohnmaier, Edgar Naujok, Stefan Keuter, Dr. Malte Kaufmann und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Viele Länder Afrikas leiden unter Trockenheit. Aufgrund der bis zum Jahr 2050 prognostizierten Verdoppelung der afrikanischen Bevölkerung werden der Zugang zu sauberem Wasser sowie der Wassermangel viele Länder Afrikas vor gewaltige Herausforderungen stellen. Zugleich gibt es unter der Erde, in der Wüste Sahara, gewaltige Wasservorkommen (vgl. https://bildungsserver.hamburg.de/wasserressourcen-nav/2182322/wasserressourcen-afrika/ und https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Wasserprobleme_und_Klimawandel_in_Afrika).
Neben dem Trinkwassermangel spitzt sich auch die Ernährungssituation in vielen Ländern Afrikas wieder zu. Aber auch andere strukturelle Probleme tragen zur Verschlechterung der Ernährungssituation bei: Nichtverfügbarkeit von Lebensmitteln, unzureichende Kaufkraft, unzureichende Verteilung und fehlende Strukturen im engsten sozialen Umfeld, der Anstieg von Konfliktherden, wie zum Beispiel in Libyen, Mali und Mauretanien (www.maghreb-post.de/gesellschaft/maghreb-rund-52-mio-menschen-von-hunger-und-ernaehrungsunsicherheit-betroffen/ sowie www.tagesschau.de/ausland/hunger-afrika-un-101.html und www.zeit.de/gesellschaft/2020-04/coronavirus-pandemie-westafrika-hungerkrise).
Auch der Zugang zu Energie bleibt weiterhin vielen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent verwehrt. Viele Haushalte in Afrika sind ganz ohne Strom. Nirgendwo auf der Welt ist der Anteil der Haushalte mit Stromanschluss so niedrig wie in den Ländern südlich der Sahara. In manchen ländlichen Gebieten hat kaum jeder 20. Haushalt Strom. Dabei ist laut Aussage der Organisation AREI (Africa Renewable Energy Initiative) der fehlende Zugang zu Energie ein großes Entwicklungshemmnis (www.eib.org/de/stories/africa-energy-access und www.bmz.de/de/themen/energie/energiepolitik_international/Africa_Renewable_Energy_Initiative_AREI/).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen15
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse über die Trinkwasservorräte sowie über den Versorgungsgrad der Bevölkerung mit Trinkwasser in Angola zum gegenwärtigen Zeitpunkt vor, und wenn ja, welche?
Wie werden sich nach Einschätzung der Bundesregierung, unter Berücksichtigung einer langfristig definierten Entwicklungszusammenarbeit und der damit verbundenen notwendigen Voraussetzungen (Theorie des Wandels), die Trinkwasservorräte sowie der Versorgungsgrad der Bevölkerung mit Trinkwasser in Angola bis zu den Jahren 2030, 2040, 2050 bei gleichbleibender demografischer Entwicklung entwickeln?
Welche endogenen Ursachen sind nach Einschätzung der Bundesregierung für die in Frage 2 aufgezeigte Entwicklung ursächlich?
Welche exogenen Ursachen sind nach Einschätzung der Bundesregierung für die in Frage 2 aufgezeigte Entwicklung ursächlich?
Mit welchen Maßnahmen unterstützt die Bundesregierung ggf. die in Frage 2 aufgezeigte Entwicklung (bitte nach konkreten Projekten der staatlichen und nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit, nach Laufzeit, Finanzierungsvolumen und Durchführungsorganisation bzw. Träger aufschlüsseln)?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse über die gegenwärtige Ernährungssituation der Bevölkerung in Angola vor, und wenn ja, welche?
Wie wird sich nach Einschätzung der Bundesregierung, unter Berücksichtigung einer langfristig definierten Entwicklungszusammenarbeit und der damit verbundenen notwendigen Voraussetzungen (Theorie des Wandels), die Ernährungssituation in Angola bis zu den Jahren 2030, 2040, 2050 bei gleichbleibender demografischer Entwicklung entwickeln?
Welche endogenen Ursachen sind nach Einschätzung der Bundesregierung für die in Frage 7 aufgezeigte Entwicklung ursächlich?
Welche exogenen Ursachen sind nach Einschätzung der Bundesregierung für die in Frage 7 aufgezeigte Entwicklung ursächlich?
Mit welchen Maßnahmen unterstützt die Bundesregierung ggf. die in Frage 7 aufgezeigte Entwicklung (bitte nach konkreten Projekten der staatlichen und nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit, nach Laufzeit, Finanzierungsvolumen und Durchführungsorganisation bzw. Träger aufschlüsseln)?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse über die gegenwärtige Energieversorgung der Bevölkerung sowie die Energieversorgung der Wirtschaft in Angola vor, und wenn ja, welche?
Wie wird sich nach Einschätzung der Bundesregierung, unter Berücksichtigung einer langfristig definierten Entwicklungszusammenarbeit und der damit verbundenen notwendigen Voraussetzungen (Theorie des Wandels), die Energieversorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft in Angola bis zu den Jahren 2030, 2040, 2050 bei gleichbleibender demografischer Entwicklung entwickeln?
Welche endogenen Ursachen sind nach Einschätzung der Bundesregierung für die in Frage 12 aufgezeigte Entwicklung ursächlich?
Welche exogenen Ursachen sind nach Einschätzung der Bundesregierung für die in Frage 12 aufgezeigte Entwicklung ursächlich?
Mit welchen Maßnahmen unterstützt die Bundesregierung ggf. die in Frage 12 aufgezeigte Entwicklung (bitte nach konkreten Projekten der staatlichen und nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit, nach Laufzeit, Finanzierungsvolumen und Durchführungsorganisation bzw. Träger aufschlüsseln)