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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2022
(insgesamt 25 Einzelfragen)
Fraktion
DIE LINKE
Ressort
Bundesministerium des Innern und für Heimat
Datum
17.02.2023
Antwortdauer
35 Tage
Aktualisiert
04.03.2024
ThemenMigration & Integration
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT20/518613.01.2023
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2022
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Clara Bünger, Nicole Gohlke, Anke Domscheit-Berg, Ates
Gürpinar, Dr. André Hahn, Susanne Hennig-Wellsow, Andrej Hunko, Ina
Latendorf, Ralph Lenkert, Cornelia Möhring, Petra Pau, Sören Pellmann, Dr. Petra
Sitte, Jessica Tatti, Kathrin Vogler und der Fraktion DIE LINKE.
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2022
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten ergänzenden
Informationen zur Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
(BAMF) beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst kaum Beachtung finden.
So ist wenig bekannt, dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen
Asylentscheidungen weitaus höher liegt, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die
sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des
BAMF, die keine inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten,
unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2021 bei 63,1 Prozent, gegenüber der vom
BAMF und der Bundesregierung verwandten (unbereinigten) Schutzquote in
Höhe von 39,9 Prozent (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders
angegeben, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/2309).
Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Anerkennungen durch die
Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu;
gegen 87,2 Prozent aller („einfach“) ablehnenden BAMF-Bescheide wurde im
Jahr 2021 geklagt. Fast die Hälfte dieser Klagen (48,3 Prozent) endete 2021 mit
einer „sonstigen Verfahrenserledigung“, z. B. wenn Verfahren von mehreren
Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht
weiterverfolgt oder wenn ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt
wird. „Sonstige Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa überwiegend in
Fällen mit schlechten Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten betroffenen
Herkunftsländer zeigen: Syrien, Afghanistan und der Irak. Auch wenn ein Gericht
entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss,
gilt dies z. B. als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26 auf
Bundestagsdrucksache 19/4961), obwohl den klagenden Asylsuchenden in diesen
Fällen Recht gegeben wurde. Die Bundesregierung räumte auf Nachfrage ein (vgl.
Antwort auf Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige
Verfahrenserledigungen“ der Gerichte keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit
der Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der Entscheidungen des
BAMF gewertet werden können.
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der
Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im
Klageverfahren im Jahr 2021 in Höhe von 36 Prozent. 2020 lag der Wert bei 31,2
Prozent, das BAMF gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe von nur
Deutscher Bundestag Drucksache 20/5186
20. Wahlperiode 13.01.2023
16,6 Prozent an (Gerichtsstatistik 2020, www.bamf.de), weil sonstige
Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gezählt wurden. Bei afghanischen
Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2021 bei
82 Prozent, d. h. nur jeder fünfte BAMF-Bescheid hielt einer gerichtlichen
Überprüfung stand. In absoluten Zahlen bedeutet dies: 23 610 vom BAMF
zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten im Jahr 2021 doch noch einen
Schutzstatus, 20 011 durch Entscheidungen der Gerichte, 3 599 infolge von
Korrekturen durch das BAMF selbst (die oft auf Anregung der Gerichte
zustande kommen); hinzu kamen 2 919 Anerkennungen als Ergebnis erneuter
Überprüfungen nach Folgeanträgen. Zu den vom BAMF erteilten Schutzstatus
kamen in den letzten vier Jahren jeweils etwa noch einmal ein Drittel durch die
Gerichte angeordnete Schutzstatus hinzu (vgl. Antwort zu jeweils Frage 24 auf
den Bundestagsdrucksachen 20/1048, 19/28234, 19/19333 und 19/8258).
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Außenstellen
des BAMF bei Asylsuchenden aus bestimmten Herkunftsländern ist groß: Bei
afghanischen Schutzsuchenden beispielsweise lag sie im Jahr 2021, je nach
Standort, zwischen 32,7 und 93,3 Prozent, bei irakischen zwischen 3,6 und
79,8 Prozent, bei iranischen zwischen 8 und 74 Prozent und bei Asylsuchenden
aus der Türkei zwischen 6,8 und 69 Prozent. Das Forschungszentrum des
BAMF benannte u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende
Entscheidungspraxis innerhalb des BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der
jeweiligen Organisationseinheit, die Zusammensetzung des Personals und lokale
Auslegungen von Leitsätzen. Das wurde von der Bundesregierung zunächst als
„hypothetisch“ bewertet (Antwort zu Frage 5 auf
Bundestagsdrucksache 19/6786), auf Nachfrage (Antwort zu Frage 4f auf
Bundestagsdrucksache 19/18498) hieß es dann, dass Qualitätssicherungsmaßnahmen und
Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen lokalen
(Fehl-)Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“. So
wurden z. B. in Bezug auf die Herkunftsländer Nigeria und Eritrea Leitsätze und
Textbausteine geändert, um Entscheidungen zu vereinheitlichen (ebd., Antwort
zu Frage 4b).
Immer mehr Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h.
es geht um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, die zuvor im Wege des Familiennachzugs eingereist
sind (Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim Schutz
nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des
Familienschutzes im Jahr 2021 bei 82,9 Prozent (2020: 82 Prozent, 2019: 80,6 Prozent,
2017: 24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für
Familienangehörige außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen
Asylsuchenden im Jahr 2015 zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der GFK
zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp 5
Prozent (vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10-11/2020, S. 356). Die meisten
GFK-Status werden derzeit also an Familienangehörige infolge einer früheren
Spruchpraxis des BAMF erteilt, die aktuelle Entscheidungspraxis des BAMF
ist hingegen weitaus restriktiver.
Bei der Hälfte aller Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um Kinder
und Jugendliche: Im Jahr 2021 lag der Anteil der unter 18-jährigen
Asylsuchenden bei 49,4 Prozent (2020: 53,9 Prozent), 2,2 Prozent waren unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge. 25 879 Asylanträge (17,5 Prozent aller Anträge;
2020: 25,9 Prozent) wurden für in Deutschland geborene Kinder von
Geflüchteten (Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen, Personen mit humanitärer
Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG))
gestellt. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat benennt vor diesem
Hintergrund seit Januar 2020 die Zahl der „grenzüberschreitenden
Asylerstanträge“, bei der Anträge für hier geborene Kinder nicht berücksichtigt werden
(https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/01/asylzah
len-jahr-2019.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel
16a des Grundgesetzes (GG), nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention
(GFK), subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der
Entscheidungspraxis des BAMF im Gesamtjahr 2022 bzw. im vierten
Quartal 2022 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen angeben
und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte
für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele
Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG in
Anwendung der GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen
Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben, bitte in einer
weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung differenzieren:
Asylberechtigung (darunter Familienasyl), internationaler Flüchtlingsschutz
(darunter Familienschutz), subsidiärer Schutz (darunter
Familienschutz), nationale Abschiebungsverbote – bitte jeweils so differenziert
wie möglich darstellen und in jedem Fall Angaben zu den
Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien, Georgien, Armenien, Ukraine,
Belarus, Russische Föderation sowie zu allen sicheren
Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nichtformelle Entscheidungen (bitte wie in
Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich
machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in den
genannten Zeiträumen?
c) Wie begründet die Bundesregierung ihre in ihrer Antwort zu Frage 1c
auf Bundestagsdrucksache 20/4019 geäußerte Auffassung, die
bereinigte Schutzquote würde „in der Öffentlichkeit einen unzutreffenden
Eindruck über den Grad der Schutzbedürftigkeit der in Deutschland um
Asyl nachsuchenden Menschen entstehen lassen“, obwohl es nach
Auffassung der Fragestellenden genau umgekehrt ist, weil formelle
Entscheidungen des BAMF nichts über die Schutzbedürftigkeit der in
Deutschland um Asyl Nachsuchenden aussagen, denn in diesen Fällen
wurde keine Prüfung der Berechtigung des Asylgesuchs in der Sache
vorgenommen – was unter anderem bereits die ehemalige
Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, in ihrem neunten
Bericht zur Lage der Ausländerinnen und Ausländer als Begründung
dafür nannte, dass sie die höhere bereinigte Gesamtschutzquote
verwendete (vgl. Bundestagsdrucksache 17/10221, S. 235, Anmerkung 1093,
bitte ausführen)?
d) Wie begründet die Bundesregierung ihre in ihrer Antwort zu Frage 1d
auf Bundestagsdrucksache 20/4019 geäußerte ablehnende Haltung zur
Einführung einer Verlaufsstatistik zu Schutzquoten unter
Berücksichtigung korrigierender BAMF- oder Gerichtsentscheidungen, obwohl
weder die von ihr in Bezug genommenen aktuellen Schutzstatus nach dem
Ausländerzentralregister noch die auf parlamentarische Anfragen
veröffentlichten Daten zu Gerichtsentscheidungen eine Berechnung von
endgültigen Schutzquoten bezogen auf die Ausgangsgruppe
Asylsuchender eines bestimmten Jahres ermöglichen – wobei das von der
Bundesregierung zutreffend benannte Problem (ebd.), wonach
korrigierende Gerichtsentscheidungen z. T. erst Jahre später erfolgen, nach
Auffassung der Fragestellenden dadurch gelöst werden könnte, dass
entsprechende Angaben einer Verlaufsstatistik sich nur auf die
bestands- oder rechtskräftig gewordenen Entscheidungen zu
Asylsuchenden eines bestimmten Jahres beziehen könnten, zumal das BAMF
solche Berechnungen bis zur Rechts- oder Bestandskraft einer
Entscheidung beispielsweise in Bezug auf die Dauer der Asylverfahren
bereits vornimmt (vgl. z. B. Antwort zu Frage 10 auf
Bundestagsdrucksache 20/940, bitte ausführen)?
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes
(AsylG) in Anwendung der GFK im Gesamtjahr 2022 beruhten auf
staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung
bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und
relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern angeben)?
b) Wie viele der Anerkennungen im Gesamtjahr 2022 bzw. im vierten
Quartal 2022 waren Schutzstatus nach § 26 AsylG für
Familienangehörige bereits Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus –
Asylberechtigung, Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz
– differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in
Deutschland geborene Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
c) Wie viele der Asylsuchenden im Gesamtjahr 2022 verfügten zum
Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel
(welchen) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen verfügten
zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit
einem Schutzberechtigten (bitte wie in der Antwort zu Frage 2c auf
Bundestagsdrucksache 20/432 differenzieren)?
d) Wie viele der im Gesamtjahr 2022 vom BAMF zugesprochen
Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen des Familienschutzes
(bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach Schutzstatus
und den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung machen zu den
Rechtsgrundlagen der im Gesamtjahr 2022 durch das BAMF bzw. durch
die Gerichte (soweit vorliegend) gewährten subsidiären Schutzstatus (nach
§ 4 Absatz 1 Nummer 1, Nummer 2 bzw. Nummer 3 AsylG, bitte in
absoluten und relativen Zahlen darstellen und nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im ersten bzw. zweiten Halbjahr 2022 wegen signifikant negativer
oder signifikant positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den
(bereinigten) Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche
Abweichungen in Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte
genauer bezeichnen und in Tabellenform darstellen wie in der Antwort zu Frage
3 auf Bundestagsdrucksache 20/432)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar bewertet,
bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen
(bitte ausführen)?
5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Fallzahlen für die Herkunftsländer Afghanistan, Irak,
Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Russische Föderation und die Türkei im
Gesamtjahr 2022, differenziert nach Organisationseinheiten im BAMF
(bitte nur solche Organisationseinheiten mit über 50 entsprechenden
Entscheidungen auflisten und nach den Quoten auf- oder absteigend sortieren;
bitte wie in der Antwort zu Frage 3 auf Bundestagsdrucksache 19/28109
auflisten)?
6. Wie viele Asylanträge von nichtukrainischen Staatsangehörigen, die vor
dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, gab es im Jahr 2022, und wie
wurden diese vom BAMF bislang entschieden (bitte jeweils auch nach den
zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
7. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen des
BAMF gab es im Jahr 2022 bzw. im Jahr 2021 gegenüber unbegleiteten
Minderjährigen (bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), wie viele Abschiebungsandrohungen wurden
infolge des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 14. Januar
2021 in der Rechtssache C-441/19 durch Abhilfeentscheidungen des
BAMF oder Anordnungen der Gerichte (bitte differenzieren)
zurückgenommen, und in wie vielen Fällen wurden gegenüber unbegleiteten
Minderjährigen keine Abschiebungsandrohungen trotz Ablehnung des
Asylantrags erlassen, weil im Herkunftsland keine geeigneten
Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung standen (bitte ebenfalls jeweils nach den zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
8. Wie viele Asylsuchende wurden im Jahr 2022 registriert (bitte nach
Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den jeweiligen
Monaten gegenüberstellen), wie groß war die Zahl der Asylsuchenden, die
noch keinen Asylantrag stellen konnten, zum 30. Oktober 2022 bzw. zum
31. Dezember 2022 bzw. zum letzten Stand (bitte auch nach
Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten), und welche
Maßnahmen zur Reduzierung der Zeitverzögerungen bei der
Asylantragstellung hat das BAMF mit welchen Wirkungen unternommen (bitte mit
Datum und Daten zum Erfolg der Maßnahmen auflisten, vgl. Antwort der
Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 36 der Abgeordneten Clara
Bünger auf Bundestagsdrucksache 20/1537)?
9. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
Jahr 2022 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise, sonstiges),
mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF
hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
10. In wie vielen Fällen wurden im Jahr 2022 mobile Datenträger von
Asylsuchenden ausgelesen und ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte auch nach
den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
a) Zu welchem Anteil verfügten im Jahr 2022 Asylsuchende, deren
Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht hinreichend
sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträgergeräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch ausgelesen
werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung erst nach
behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen den Willen
der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung im Jahr 2022
erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser für das
Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in wie vielen
dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender Prüfung durch
einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine Ablehnung (bitte so
differenziert wie möglich und in absoluten und relativen Zahlen
antworten)?
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der
Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt
oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu
ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen
bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
11. Wie viele Asylanträge wurden im Gesamtjahr 2022 nach § 14a Absatz 2
AsylG von Amts wegen für hier geborene (oder eingereiste) Kinder
gestellt, wie viele Asylanträge wurden in den genannten Zeiträumen von
Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen zwischen
16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in Relation
zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der Anträge unter
18-Jähriger und sich überschneidende Teilmengen angeben), und wie hoch
waren die jeweiligen (auch bereinigten) Gesamtschutzquoten für die
genannten Gruppen?
12. Wie viele der Asylsuchenden im Gesamtjahr 2022 waren sogenannte
Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder
Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
13. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen im
Gesamtjahr 2022 (bitte nach verschiedenen Schutzstatus, Ablehnung,
Ablehnung als offensichtlich unbegründet, Dublin-Entscheidung, sonstiger
Verfahrenserledigung und wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
14. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im Gesamtjahr 2022 an
welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von ihnen
wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen wurden
zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
15. Wie viele Asylanträge wurden im Gesamtjahr 2022 als „offensichtlich
unbegründet“ abgelehnt (bitte differenziert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern angeben und zudem jeweils in Relation zur Gesamtzahl der
Ablehnungen setzen)?
16. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im Gesamtjahr 2022 an
welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt (bitte
auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten
Minderjährigen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern machen)?
In wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
17. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
bisherige Jahr 2022 (bitte jeweils in der Differenzierung wie in der Antwort zu
Frage 13 auf Bundestagsdrucksache 20/432 darstellen: Asylverfahren,
Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch
zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5
der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben zu den
sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko, Tunesien, Algerien, Georgien,
Armenien, Belarus, Ukraine, Russische Föderation und Türkei machen –
aus Gründen der Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den
weiteren Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz ausreichend)?
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung
anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren) auf
einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im Jahr 2022 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte nach
Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren;
Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im Jahr 2022
Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben
und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der Bescheide und in
Bezug auf ablehnende Bescheide gesondert ausweisen; bitte jeweils
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu
sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren, zusätzlich nach der
Art der Ablehnung: unbegründet, offensichtlich unbegründet,
unzulässig, differenzieren)?
Wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide
des BAMF für das bisherige Jahr 2022?
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
Jahr 2022 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen Fällen
basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags oder aus sonstigem
Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten auflisten)?
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im Jahr
2022 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen Mitgliedstaat
Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis (bitte nach den
zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)?
f) Wie lang war die durchschnittliche Dauer eines gerichtlichen
Asylklageverfahrens im Jahr 2022 (bitte auch nach Bundesländern
differenziert darstellen)?
g) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge im Jahr 2022 aufgrund verlorener Asylgerichtsverfahren
entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und zudem nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
h) Wie begründet es die Bundesregierung und insbesondere das
Bundesministerium der Justiz, dass es keinen Handlungsbedarf sieht in Bezug
auf die fehlende Berufungsmöglichkeit bei ernsthaften Zweifeln an der
Richtigkeit eines Asylurteils (vgl. § 78 AsylG, Nachfrage zu Antwort
zu Frage 19i auf Bundestagsdrucksache 20/4019), auch vor dem
Hintergrund, dass dieser Kritikpunkt im Rahmen der öffentlichen
Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung der
Asylgerichtsverfahren und Asylverfahren (Bundestagsdrucksache 20/4327)
von mehreren Sachverständigen schriftlich und/oder mündlich
vorgebracht wurde (vgl. https://www.bundestag.de/ausschuesse/a04_inneres/
anhoerungen/922206-922206; bitte ausführen)?
i) Welche Verwaltungsgerichte wiesen im Jahr 2022 bei Asylklagen
Aufhebungsquoten (erfolgreiche Klagen Asylsuchender gegen das BAMF)
auf, die weniger als halb so hoch waren wie im Bundesdurchschnitt
(bitte zu den Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak, Iran,
Nigeria, Pakistan, Russische Föderation, Somalia und Türkei jeweils alle
Verwaltungsgerichte auflisten, die dieses Kriterium erfüllen, soweit
mehr als zehn Entscheidungen zum jeweiligen Herkunftsland getroffen
wurden, in jedem Fall jedoch alle Entscheidungen des
Verwaltungsgerichts (VG) Gera berücksichtigen, und entsprechende absolute und
relative Zahlenangaben zu den Verfahrensausgängen machen)?
Gibt es entsprechende statistische Angaben auch zu einzelnen
Kammern der Gerichte?
j) Wie waren die Entscheidungen der Verwaltungsgerichte und die
jeweiligen Aufhebungsquoten bei Asylklagen in Bezug auf die
Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Russische
Föderation, Somalia und Türkei jeweils in den Jahren 2020, 2021 und
2022, nach Bundesländern differenziert?
18. Wie viele Asylanhörungen gab es im Gesamtjahr 2022 (bitte nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
19. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und
Bosnien-Herzegowina im Gesamtjahr 2022 gestellt (bitte jeweils auch den
prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie wurden
diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
20. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische Angaben
zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-Verfahren,
Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie in der Antwort zu
Frage 23 auf Bundestagsdrucksache 20/2309 angeben)?
21. Wie viele Asylgesuche gab es im Gesamtjahr 2022 an den
bundesdeutschen Grenzen (bitte nach Grenzabschnitten und wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
22. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im Gesamtjahr
2022 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher Begründung
erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren),
und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum ein Schutzstatus an
Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt (bitte nach Status
und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
23. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der
Ausländerbehörden welcher Bundesländer im Gesamtjahr 2022 mit
welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
24. Welche Angaben für das Gesamtjahr 2022 lassen sich machen zu
überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder
verfälschter Dokumente Asylsuchender (bitte zum Vergleich auch die Anzahl der
„beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten
Hauptherkunftsländern differenzieren)?
25. Welche Mittel in welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder
abgelehnte Asylsuchende (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Zielländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm im Jahr 2021
bzw. im Jahr 2022 ausgezahlt?
Berlin, den 11. Januar 2023
Amira Mohamed Ali, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
BT20/570917.02.2023
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 20/5186 - Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2022
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Nicole Gohlke, Anke
Domscheit-Berg, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/5186 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2022
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten ergänzenden
Informationen zur Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
(BAMF) beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst kaum Beachtung finden.
So ist wenig bekannt, dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen
Asylentscheidungen weitaus höher liegt, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen.
Die sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des
BAMF, die keine inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten,
unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2021 bei 63,1 Prozent, gegenüber der vom
BAMF und der Bundesregierung verwandten (unbereinigten) Schutzquote in
Höhe von 39,9 Prozent (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders
angegeben, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/2309).
Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Anerkennungen durch die
Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu;
gegen 87,2 Prozent aller („einfach“) ablehnenden BAMF-Bescheide wurde im
Jahr 2021 geklagt. Fast die Hälfte dieser Klagen (48,3 Prozent) endete 2021
mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“, z. B. wenn Verfahren von
mehreren Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht
weiterverfolgt oder wenn ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF
erteilt wird. „Sonstige Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa
überwiegend in Fällen mit schlechten Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten
betroffenen Herkunftsländer zeigen: Syrien, Afghanistan und der Irak. Auch wenn ein
Gericht entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt
werden muss, gilt dies z. B. als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26
auf Bundestagsdrucksache 19/4961), obwohl den klagenden Asylsuchenden in
diesen Fällen Recht gegeben wurde. Die Bundesregierung räumte auf
Nachfrage ein (vgl. Antwort auf Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023),
dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ der Gerichte keine Aussage zur
Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der
Entscheidungen des BAMF gewertet werden können.
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der
Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im Klage-
Deutscher Bundestag Drucksache 20/5709
20. Wahlperiode 17.02.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat vom
17. Februar 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
verfahren im Jahr 2021 in Höhe von 36 Prozent. 2020 lag der Wert bei
31,2 Prozent, das BAMF gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe
von nur 16,6 Prozent an (Gerichtsstatistik 2020, www.bamf.de), weil sonstige
Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gezählt wurden. Bei
afghanischen Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2021
bei 82 Prozent, d. h. nur jeder fünfte BAMF-Bescheid hielt einer gerichtlichen
Überprüfung stand. In absoluten Zahlen bedeutet dies: 23 610 vom BAMF
zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten im Jahr 2021 doch noch einen
Schutzstatus, 20 011 durch Entscheidungen der Gerichte, 3 599 infolge von
Korrekturen durch das BAMF selbst (die oft auf Anregung der Gerichte
zustande kommen); hinzu kamen 2 919 Anerkennungen als Ergebnis erneuter
Überprüfungen nach Folgeanträgen. Zu den vom BAMF erteilten Schutzstatus
kamen in den letzten vier Jahren jeweils etwa noch einmal ein Drittel durch
die Gerichte angeordnete Schutzstatus hinzu (vgl. Antwort zu jeweils Frage 24
auf den Bundestagsdrucksachen 20/1048, 19/28234, 19/19333 und 19/8258).
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Außenstellen
des BAMF bei Asylsuchenden aus bestimmten Herkunftsländern ist groß: Bei
afghanischen Schutzsuchenden beispielsweise lag sie im Jahr 2021, je nach
Standort, zwischen 32,7 und 93,3 Prozent, bei irakischen zwischen 3,6 und
79,8 Prozent, bei iranischen zwischen 8 und 74 Prozent und bei
Asylsuchenden aus der Türkei zwischen 6,8 und 69 Prozent. Das Forschungszentrum des
BAMF benannte u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende
Entscheidungspraxis innerhalb des BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der
jeweiligen Organisationseinheit, die Zusammensetzung des Personals und lokale
Auslegungen von Leitsätzen. Das wurde von der Bundesregierung zunächst
als „hypothetisch“ bewertet (Antwort zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache
19/6786), auf Nachfrage (Antwort zu Frage 4f auf Bundestagsdrucksache
19/18498) hieß es dann, dass Qualitätssicherungsmaßnahmen und
Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen lokalen (Fehl-)Entwicklungen
entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“. So wurden z. B. in Bezug auf die
Herkunftsländer Nigeria und Eritrea Leitsätze und Textbausteine geändert, um
Entscheidungen zu vereinheitlichen (ebd., Antwort zu Frage 4b).
Immer mehr Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h.
es geht um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, die zuvor im Wege des Familiennachzugs eingereist
sind (Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim Schutz
nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des
Familienschutzes im Jahr 2021 bei 82,9 Prozent (2020: 82 Prozent, 2019: 80,6 Prozent,
2017: 24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für
Familienangehörige außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen
Asylsuchenden im Jahr 2015 zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der
GFK zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp
5 Prozent (vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10-11/2020, S. 356). Die
meisten GFK-Status werden derzeit also an Familienangehörige infolge einer
früheren Spruchpraxis des BAMF erteilt, die aktuelle Entscheidungspraxis des
BAMF ist hingegen weitaus restriktiver.
Bei der Hälfte aller Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um Kinder
und Jugendliche: Im Jahr 2021 lag der Anteil der unter 18-jährigen
Asylsuchenden bei 49,4 Prozent (2020: 53,9 Prozent), 2,2 Prozent waren unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge. 25 879 Asylanträge (17,5 Prozent aller Anträge;
2020: 25,9 Prozent) wurden für in Deutschland geborene Kinder von
Geflüchteten (Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen, Personen mit humanitärer
Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG))
gestellt. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat benennt vor
diesem Hintergrund seit Januar 2020 die Zahl der „grenzüberschreitenden
Asylerstanträge“, bei der Anträge für hier geborene Kinder nicht berücksichtigt
werden (https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/0
1/asylzahlen-jahr-2019.html).
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel
16a des Grundgesetzes (GG), nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention
(GFK), subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der
Entscheidungspraxis des BAMF im Gesamtjahr 2022 bzw. im vierten
Quartal 2022 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen
angeben und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen,
bitte für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele
Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1
AufenthG in Anwendung der GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw.
nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben,
bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung
differenzieren: Asylberechtigung (darunter Familienasyl), internationaler
Flüchtlingsschutz (darunter Familienschutz), subsidiärer Schutz
(darunter Familienschutz), nationale Abschiebungsverbote – bitte
jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall
Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien,
Georgien, Armenien, Ukraine, Belarus, Russische Föderation sowie zu allen
sicheren Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen
auf tatsächlich inhaltliche und nichtformelle Entscheidungen (bitte
wie in Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen
sich machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in
den genannten Zeiträumen?
Die Fragen 1a und 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sog.
bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige
Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder
begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei
einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle
Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen im
Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer etwaigen
Bleibeperspektive ist daher die Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden
Asylentscheidungen berücksichtigt.
Gesamtjahr
2022
Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1 AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4
Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60
Absätze 5 und 7
AufenthG
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage
1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer
gesamt
1.937 0,8 % 38.974 17,0 % 57.532 25,2 % 30.020 13,1 % 128.463 56,2 % 72,3 %
darunter:
Syrien 155 0,2 % 15.172 20,2 % 52.151 69,5 % 243 0,3 % 67.721 90,3 % 99,9 %
Afghanistan 776 1,8 % 7.763 17,5 % 1.903 4,3 % 26.499 59,9 % 36.941 83,5 % 99,3 %
Türkei 296 2,7 % 2.670 24,1 % 84 0,8 % 28 0,3 % 3.078 27,8 % 35,2 %
Irak 15 0,1 % 2.901 13,1 % 797 3,6 % 1.273 5,7 % 4.986 22,5 % 29,4 %
Georgien - - 7 0,1 % 2 0,0 % 16 0,2 % 25 0,4 % 0,5 %
Iran 74 1,5 % 1.178 24,1 % 133 2,7 % 53 1,1 % 1.438 29,4 % 44,9 %
Ungeklärt 73 1,4 % 2.347 46,6 % 563 11,2 % 79 1,6 % 3.062 60,8 % 79,2 %
Gesamtjahr
2022
Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1 AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4
Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60
Absätze 5 und 7
AufenthG
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage
1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Somalia 68 1,4 % 2.120 43,7 % 389 8,0 % 513 10,6 % 3.090 63,7 % 80,8 %
Eritrea 60 1,7 % 2.541 70,1 % 341 9,4 % 105 2,9 % 3.047 84,0 % 91,7 %
Russische
Föderation
72 2,8 % 138 5,3 % 67 2,6 % 21 0,8 % 298 11,5 % 24,0 %
Nordmazedonien
- - 2 0,0 % 1 0,0 % 12 0,2 % 15 0,3 % 0,7 %
Moldau,
Republik
- - 2 0,0 % 1 0,0 % 5 0,1 % 8 0,2 % 0,4 %
Nigeria 12 0,3 % 182 4,9 % 25 0,7 % 199 5,4 % 418 11,3 % 18,3 %
Venezuela 17 1,5 % 42 3,8 % 31 2,8 % 234 21,1 % 324 29,2 % 30,3 %
Libanon 1 0,1 % 36 2,7 % 50 3,7 % 32 2,4 % 119 8,8 % 14,7 %
Albanien - - 6 0,2 % 2 0,1 % 7 0,3 % 15 0,6 % 1,0 %
Bosnien und
Herzegowina
1 0,1 % 1 0,1 % - - - - 2 0,1 % 0,3 %
Ghana - - 4 1,0 % 2 0,5 % 7 1,7 % 13 3,2 % 4,9 %
Kosovo - - - - 1 0,2 % 8 1,8 % 9 2,0 % 4,8 %
Montenegro - - - - 2 0,6 % - - 2 0,6 % 1,1 %
Senegal - - 5 3,1 % 2 1,3 % 4 2,5 % 11 6,9 % 16,4 %
Serbien - - 1 0,0 % - - 7 0,3 % 8 0,3 % 0,7 %
Algerien 2 0,1 % 13 0,7 % 8 0,4 % 2 0,1 % 25 1,4 % 4,2 %
Marokko - - 26 2,2 % 22 1,8 % 7 0,6 % 55 4,6 % 11,4 %
Tunesien 3 0,3 % 14 1,5 % 4 0,4 % 2 0,2 % 23 2,4 % 6,6 %
Armenien 1 0,1 % 4 0,5 % 6 0,7 % 15 1,7 % 26 3,0 % 4,9 %
Ukraine - - 7 1,5 % 4 0,9 % - - 11 2,4 % 9,3 %
Belarus 1 0,3 % 9 2,7 % - - 2 0,6 % 12 3,5 % 12,1 %
Gesamtjahr 2022 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 1 937 0,8 Prozent 1,1 Prozent
darunter Familienschutz 590 0,3 Prozent 0,3 Prozent
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 38 974 17,0 Prozent 21,9 Prozent
darunter Familienschutz 26 122 11,4 Prozent 14,7 Prozent
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nummer 1 AsylG 68 0,0 Prozent 0,0 Prozent
§ 4 I Nummer 2 AsylG 49 284 21,6 Prozent 27,7 Prozent
§ 4 I Nummer 3 AsylG 725 0,3 Prozent 0,4 Prozent
§ 4 I AsylG Familienschutz 7 455 3,3 Prozent 4,2 Prozent
Summe subsidiärer Schutz 57 532 25,2 Prozent 32,4 Prozent
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 29 754 13,0 Prozent 16,7 Prozent
§ 60 VII AufenthG 266 0,1 Prozent 0,1 Prozent
Summe Abschiebungsverbot 30 020 13,1 Prozent 16,8 Prozent
Gesamtschutz 128 463 56,2 Prozent 72,3 Prozent
4. Quartal
2022
Asylberechtigung Art 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1 AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4
Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60
Absätze 5 und 7
AufenthG
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage
1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer
gesamt
331 0,6 % 9.367 16,3 % 14.642 25,5 % 8.377 14,6 % 32.717 56,9 % 73,9 %
darunter:
Syrien 24 0,1 % 3.063 16,7 % 13.215 72,1 % 32 0,2 % 16.334 89,1 % 100,0 %
Afghanistan 97 0,7 % 2.600 19,7 % 652 4,9 % 7.694 58,2 % 11.043 83,6 % 99,4 %
Türkei 73 2,1 % 688 19,7 % 30 0,9 % 7 0,2 % 798 22,8 % 30,8 %
Irak 5 0,1 % 634 15,3 % 157 3,8 % 182 4,4 % 978 23,7 % 33,4 %
Iran 6 0,4 % 320 23,7 % 41 3,0 % 6 0,4 % 373 27,6 % 43,8 %
Georgien - - - - - - 3 0,2 % 3 0,2 % 0,2 %
Ungeklärt 10 1,0 % 455 45,4 % 123 12,3 % 18 1,8 % 606 60,4 % 81,5 %
Russische
Föderation
15 2,3 % 28 4,3 % 16 2,4 % 3 0,5 % 62 9,5 % 27,6 %
Nordmazedonien - - - - - - 2 0,1 % 2 0,1 % 0,3 %
Eritrea 11 1,5 % 543 72,0 % 65 8,6 % 20 2,7 % 639 84,7 % 92,5 %
Somalia 15 1,3 % 520 46,8 % 91 8,2 % 161 14,5 % 787 70,8 % 82,3 %
Moldau, Republik - - 1 0,1 % - - - - 1 0,1 % 0,2 %
Libanon - - 13 3,3 % 20 5,1 % 8 2,0 % 41 10,5 % 15,1 %
Albanien - - - - 1 0,2 % 1 0,2 % 2 0,3 % 0,6 %
Nigeria - - 41 6,0 % 3 0,4 % 42 6,1 % 86 12,5 % 18,5 %
Bosnien und
Herzegowina
- - - - - - - - - - -
Ghana - - 1 1,1 % 1 1,1 % - - 2 2,3 % 3,6 %
Kosovo - - - - - - 2 1,7 % 2 1,7 % 4,1 %
Montenegro - - - - 1 1,4 % - - 1 1,4 % 3,8 %
Senegal - - - - - - 1 3,8 % 1 3,8 % 10,0 %
Serbien - - - - - - - - - - -
Algerien 1 0,3 % 1 0,3 % 1 0,3 % - - 3 0,9 % 2,5 %
Marokko - - 4 1,8 % 5 2,2 % 2 0,9 % 11 4,9 % 12,0 %
Tunesien 1 0,4 % 7 2,7 % 1 0,4 % - - 9 3,4 % 9,2 %
Armenien - - - - 2 0,9 % 4 1,8 % 6 2,7 % 4,7 %
Ukraine - - 2 1,9 % - - - - 2 1,9 % 100,0 %
Belarus - - - - - - - - - - -
4. Quartal 2022 Quote zu Frage 1 b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 331 0,6 Prozent 0,7 Prozent
darunter Familienschutz 107 0,2 Prozent 0,2 Prozent
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 9 367 16,3 Prozent 21,1 Prozent
darunter Familienschutz 5 760 10,0 Prozent 13,0 Prozent
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nummer 1 AsylG 7 0,0 Prozent 0,0 Prozent
§ 4 I Nummer 2 AsylG 12 792 22,3 Prozent 28,9 Prozent
§ 4 I Nummer 3 AsylG 137 0,2 Prozent 0,3 Prozent
4. Quartal 2022 Quote zu Frage 1 b
absolut Anteil Anteil
§ 4 I AsylG Familienschutz 1 706 3,0 Prozent 3,9 Prozent
Summe subsidiärer Schutz 14 642 25,5 Prozent 33,1 Prozent
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 8 321 14,5 Prozent 18,8 Prozent
§ 60 VII AufenthG 56 0,1 Prozent 0,1 Prozent
Summe Abschiebungsverbot 8 377 14,6 Prozent 18,9 Prozent
Gesamtschutz 32 717 56,9 Prozent 73,9 Prozent
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für die
genannten Zeiträume können den folgenden Tabellen entnommen werden:
Gesamtjahr 2022 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 6
Antrag nicht weiter bearbeitet 7
Einstellung wg. § 33 IuII, § 32a II AsylG 5 146
nicht erforderlich, Dublin 198
sonstige Einstellung 3 608
Unzulässig (§ 29 I Nummer 1 AsylG) 22 138
Unzulässig (§ 29 I Nummer 2 AsylG) 4 637
Unzulässig (§ 29 I Nummer 3 AsylG) 10
Unzulässig (§ 29 I Nummer 4 AsylG) 6
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 I Nummer 5 AsylG) 1 686
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 I Nummer 5 AsylG) 13 438
4. Quartal 2022 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 1
Antrag nicht weiter bearbeitet 2
Einstellung wg. § 33 IuII, § 32a II AsylG 1 283
nicht erforderlich, Dublin 32
sonstige Einstellung 854
Unzulässig (§ 29 I Nummer 1 AsylG) 7 050
Unzulässig (§ 29 I Nummer 2 AsylG) 452
Unzulässig (§ 29 I Nummer 3 AsylG) 3
Unzulässig (§ 29 I Nummer 4 AsylG) 1
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 I Nummer 5 AsylG) 375
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 I Nummer 5 AsylG) 3 125
c) Wie begründet die Bundesregierung ihre in ihrer Antwort zu Frage 1c
auf Bundestagsdrucksache 20/4019 geäußerte Auffassung, die
bereinigte Schutzquote würde „in der Öffentlichkeit einen unzutreffenden
Eindruck über den Grad der Schutzbedürftigkeit der in Deutschland
um Asyl nachsuchenden Menschen entstehen lassen“, obwohl es nach
Auffassung der Fragestellenden genau umgekehrt ist, weil formelle
Entscheidungen des BAMF nichts über die Schutzbedürftigkeit der in
Deutschland um Asyl Nachsuchenden aussagen, denn in diesen Fällen
wurde keine Prüfung der Berechtigung des Asylgesuchs in der Sache
vorgenommen – was unter anderem bereits die ehemalige
Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, in ihrem neunten
Bericht zur Lage der Ausländerinnen und Ausländer als Begründung
dafür nannte, dass sie die höhere bereinigte Gesamtschutzquote
verwendete (vgl. Bundestagsdrucksache 17/10221, S. 235, Anmerkung 1093,
bitte ausführen)?
Es wird auf den zweiten Absatz der Antwort zu den Fragen 1a und 1b
verwiesen. Danach ist das maßgebliche Kriterium für die Beurteilung der
Bleibeperspektive im Sinne der obigen Fragestellung die von der Bundesregierung
verwendete umfassende Gesamtschutzquote. Daher müssen im Rahmen einer
solchen Betrachtung alle Asylentscheidungen, die nicht zu einem Schutz führen,
berücksichtigt werden.
d) Wie begründet die Bundesregierung ihre in ihrer Antwort zu Frage 1d
auf Bundestagsdrucksache 20/4019 geäußerte ablehnende Haltung zur
Einführung einer Verlaufsstatistik zu Schutzquoten unter
Berücksichtigung korrigierender BAMF- oder Gerichtsentscheidungen, obwohl
weder die von ihr in Bezug genommenen aktuellen Schutzstatus nach
dem Ausländerzentralregister noch die auf parlamentarische Anfragen
veröffentlichten Daten zu Gerichtsentscheidungen eine Berechnung
von endgültigen Schutzquoten bezogen auf die Ausgangsgruppe
Asylsuchender eines bestimmten Jahres ermöglichen – wobei das von der
Bundesregierung zutreffend benannte Problem (ebd.), wonach
korrigierende Gerichtsentscheidungen z. T. erst Jahre später erfolgen, nach
Auffassung der Fragestellenden dadurch gelöst werden könnte, dass
entsprechende Angaben einer Verlaufsstatistik sich nur auf die
bestands- oder rechtskräftig gewordenen Entscheidungen zu
Asylsuchenden eines bestimmten Jahres beziehen könnten, zumal das BAMF
solche Berechnungen bis zur Rechts- oder Bestandskraft einer
Entscheidung beispielsweise in Bezug auf die Dauer der Asylverfahren bereits
vornimmt (vgl. z. B. Antwort zu Frage 10 auf
Bundestagsdrucksache 20/940, bitte ausführen)?
Die Berechnung von Schutzquoten des Bundesamts für Migration und
Flüchtlinge (BAMF) bezieht sich auf den Zeitraum, in dem die Entscheidung
getroffen wurde, unabhängig vom Zeitpunkt der Asylantragstellung. Eine
Berechnung von Schutzquoten „bezogen auf die Ausgangsgruppe Asylsuchender eines
bestimmten Jahres“ wäre insofern nicht aussagekräftig und auch nicht
zielführend, da sich die getroffenen Entscheidungen zu dieser Ausgangsgruppe über
mehrere Jahre verteilen. Folge wäre, dass eine so zu berechnende vorläufige,
nicht valide Schutzquote fortlaufend revidiert/korrigiert werden müsste und
eine endgültige belastbare „amtliche“ Schutzquote ggf. erst nach Jahren
vorliegen würde.
Eine Berechnung von endgültigen Schutzquoten „bezogen auf die
Ausgangsgruppe Asylsuchender eines bestimmten Jahres“ müsste zudem ggf. auch
eventuelle spätere Verfahren dieser Ausgangsgruppe − einschließlich Widerrufs/
Rücknahmeverfahren – berücksichtigen. Auch wäre die Aussagekraft von so
ermittelten „Schutzquoten“ bereits deshalb gering, da jede Entscheidung im
Verlauf eines Asylverfahrens die zum Zeitpunkt der jeweiligen Entscheidung
vorliegenden Tatsachen berücksichtigen muss und nicht die, die einstmals zum
Zeitpunkt der Antragstellung vorlagen.
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes
(AsylG) in Anwendung der GFK im Gesamtjahr 2022 beruhten auf
staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung
bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und
relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern angeben)?
Angaben zu Entscheidungen aufgrund staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung werden nur für Entscheidungen nach § 3
Absatz 1 des Asylgesetzes (AsylG) erfasst und können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden.
Gesamtjahr 2022
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 Absatz 5
AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
38 974 26 122 7 289 1 585 4 480 2 422
darunter:
Syrien 15 172 13 883 1 045 180 102 42
Afghanistan 7 763 2 322 2 986 778 2 224 797
Türkei 2 670 1 031 1 556 185 22 11
Irak 2 901 2 376 87 28 406 209
Georgien 7 2 0 0 5 5
Iran 1 178 522 580 137 36 28
Ungeklärt 2 347 1 189 517 71 262 44
Somalia 2 120 1 064 37 33 932 879
Eritrea 2 541 2 494 18 6 17 17
Russische Föd. 138 100 37 13 1 1
Nordmazedonien 2 2 0 0 0 0
b) Wie viele der Anerkennungen im Gesamtjahr 2022 bzw. im vierten
Quartal 2022 waren Schutzstatus nach § 26 AsylG für
Familienangehörige bereits Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus –
Asylberechtigung, Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem
Schutz – differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen
in Deutschland geborene Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gesamtjahr 2022
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 590 170 26.122 13.693 7.455 4.214
darunter:
Syrien 94 43 13 883 7 654 5 498 3 139
Gesamtjahr 2022
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Afghanistan 118 15 2 322 755 368 168
Türkei 146 34 1 031 289 55 10
Irak 11 6 2 376 1 722 452 256
Georgien 0 0 2 2 2 0
Iran 31 10 522 230 30 10
Ungeklärt 14 3 1 189 583 248 138
Somalia 12 1 1 064 518 184 110
Eritrea 51 24 2 494 1 269 275 212
Russische Föderation 21 9 100 32 35 8
Nordmazedonien 0 0 2 1 0 0
Moldau, Republik 0 0 2 2 1 0
Nigeria 3 2 133 102 18 17
Venezuela 2 1 22 1 2 0
Libanon 0 0 25 11 36 11
4. Quartal 2022
§ 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 107 44 5 760 3 057 1 706 1 021
darunter:
Syrien 13 11 2 820 1 662 1 268 793
Afghanistan 14 5 787 234 94 44
Türkei 39 12 224 73 18 2
Irak 3 1 510 372 97 50
Iran 1 1 118 60 11 5
Georgien 0 0 0 0 0 0
Ungeklärt 2 0 231 125 47 28
Russische Föderation 8 3 18 7 11 2
Nordmazedonien 0 0 0 0 0 0
Eritrea 11 6 537 282 51 44
Somalia 4 0 258 103 36 20
Moldau, Republik 0 0 1 1 0 0
Libanon 0 0 7 2 11 3
Albanien 0 0 0 0 0 0
Nigeria 0 0 29 23 1 1
c) Wie viele der Asylsuchenden im Gesamtjahr 2022 verfügten zum
Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel
(welchen) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen verfügten
zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit
einem Schutzberechtigten (bitte wie in der Antwort zu Frage 2c auf
Bundestagsdrucksache 20/432 differenzieren)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2022 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
20.392 Personen erfasst, die im Jahr 2022 einen Asylantrag gestellt haben,
während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen.
6.270 Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen
gültigen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten. Die weiteren Angaben können den nachstehenden Tabellen
entnommen werden.
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel
oder eine Duldung vorlagen
Jahr 2022
gesamt
Gesamt 20 392
davon:
Aufenthaltserlaubnis (AE) völkerrechtliche, humanitäre,
politische Gründe
1 299
Duldungen 10 620
AE – familiäre Gründe 7 870
Aufenthaltserlaubnis - Besondere Aufenthaltsrechte 210
Aufenthaltserlaubnis - Ausbildung 344
Aufenthaltserlaubnis - Erwerbstätigkeit 44
EU-Aufenthaltsrechte 5
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel
oder eine Duldung vorlagen
Jahr 2022
gesamt
alle Staatsangehörigkeiten 20 392
darunter:
Syrien 7 280
Afghanistan 5 048
Irak 878
Ungeklärt 757
Iran 711
Eritrea 708
Türkei 640
Somalia 638
Nordmazedonien 392
Russische Föderation 346
Asylantragstellung während eines gültigen Aufenthaltstitels
zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten
Jahr 2022
gesamt
Gesamt 6 270
davon:
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 3
AufenthG (Ehegattennachzug zu Asylberechtigtem)
26
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 4
AufenthG (Ehegattennachzug zu anerkanntem Flüchtling)
1 183
nach § 32 Absatz 1 Nummer 1 AufenthG
(Altfall – Kindesnachzug zu Asylberechtigten)
7
Asylantragstellung während eines gültigen Aufenthaltstitels
zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten
Jahr 2022
gesamt
nach § 32 Absatz 1 Nummer 2 AufenthG
(Altfall – Kindesnachzug zu Asylberechtigten)
11
nach § 32 Absatz 1 Nummer 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu Asylberechtigtem oder anerkanntem
Flüchtling)
3 466
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 1 AufenthG
(Ehegattennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
343
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
1 053
nach § 36a Absatz 1 Satz 2 AufenthG
(Elternnachzug zu minderjährigen subsidiär
Schutzberechtigten)
181
Aufhältige Ausländer mit Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten
zum Stichtag 30. Dezember 2022
Anzahl
Personen
Alle Aufenthaltstitel 87 273
davon:
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 3 AufenthG
(Ehegattennachzug zu Asylberechtigtem)
1 291
nach § 30 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3c Variante 4 AufenthG
(Ehegattennachzug zu anerkanntem Flüchtling)
36 039
nach § 32 Absatz 1 Nummer 2 AufenthG (Kindesnachzug zu
Asylberechtigtem oder anerkanntem Flüchtling)
36 163
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 1 AufenthG
(Ehegattennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
4 766
nach § 36a Absatz 1 Satz 1 Variante 2 AufenthG
(Kindesnachzug zu subsidiär Schutzberechtigten)
8 477
nach § 36a Absatz 1 Satz 2 AufenthG (Elternnachzug zu
minderjährigen subsidiär Schutzberechtigten)
537
Aufhältige Ausländer mit Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten
zum Stichtag 30. Dezember 2022
Anzahl
Personen
Alle Staatsangehörigkeiten 87 273
darunter:
Syrien 52 609
Irak 9 061
Türkei 4 201
Afghanistan 3 844
Ungeklärt 2 825
Iran 2 693
Pakistan 2 655
Staatenlos 1 944
Somalia 1 568
Eritrea 1 086
d) Wie viele der im Gesamtjahr 2022 vom BAMF zugesprochen
Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen des Familienschutzes
(bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach
Schutzstatus und den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Der Anteil des internationalen Flüchtlingsschutzes bzw. subsidiären Schutzes
an allen inhaltlichen Entscheidungen ohne Berücksichtigung der
Entscheidungen zum Familienschutz kann nicht belastbar berechnet werden, da nicht alle
Entscheidungen zum Familienschutz statistisch erfasst werden und demzufolge
auch nicht aus der für die Berechnung erforderlichen Bezugsmenge (Anzahl
aller materiellen Entscheidungen ohne Entscheidungen zum Familienschutz)
herausgerechnet werden können. So wird bei Asylablehnungen statistisch nicht
erfasst, wie viele ggf. im Zusammenhang mit Entscheidungen zum
Familienschutz erfolgten (vgl. hierzu auch die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1c
der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache
19/28109).
Angaben zu Entscheidungen mit bzw. ohne Einbeziehung von Entscheidungen
zum Familienschutz (ohne relative Zahlen) für das Jahr 2022 können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2022
Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 I AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 I AsylG
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
Alle HKL 1 347 1 937 12 852 38 974 50 077 57 532
Syrien 61 155 1 289 15 172 46 653 52 151
Afghanistan 658 776 5 441 7 763 1 535 1 903
Türkei 150 296 1 639 2 670 29 84
Irak 4 15 525 2 901 345 797
Georgien - - 5 7 - 2
Iran 43 74 656 1 178 103 133
Ungeklärt 59 73 1 158 2 347 315 563
Somalia 56 68 1 056 2 120 205 389
Eritrea 9 60 47 2 541 66 341
Russische Föd. 51 72 38 138 32 67
Nordmazedonien
- - - 2 1 1
Moldau,
Republik
- - - 2 - 1
Nigeria 9 12 49 182 7 25
Venezuela 15 17 20 42 29 31
Libanon 1 1 11 36 14 50
3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung machen zu den
Rechtsgrundlagen der im Gesamtjahr 2022 durch das BAMF bzw. durch
die Gerichte (soweit vorliegend) gewährten subsidiären Schutzstatus
(nach § 4 Absatz 1 Nummer 1, Nummer 2 bzw. Nummer 3 AsylG, bitte
in absoluten und relativen Zahlen darstellen und nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Asylentscheidungen BAMF
Jahr 2022
subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 I Nummer 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 I Nummer 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 I Nummer
3
AsylG
Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Gesamt 57 532 68 0,1 % 49 248 85,7 % 725 1,3 %
darunter:
Syrien 52 151 51 0,1 % 46 363 88,9 % 239 0,5 %
Afghanistan 1 903 13 0,7 % 1 518 79,8 % 4 0,2 %
Irak 797 2 0,3 % 301 37,8 % 42 5,3 %
Somalia 389 - 0,0 % 202 51,9 % 3 0,8 %
Ungeklärt 563 - 0,0 % 301 53,5 % 14 2,5 %
Jemen 520 - 0,0 % 71 13,7 % 410 78,8 %
Eritrea 341 - 0,0 % 66 19,5 % - 0,0 %
Venezuela 31 - 0,0 % 29 93,6 % - 0,0 %
Nigeria 25 - 0,0 % 7 28,00 - 0,0 %
Iran, 133 2 1,5 % 99 74,4 % 2 1,50 %
Äthiopien 39 - 0,0 % 7 17,9 % 5 12,8 %
Guinea 74 - 0,0 % 53 71,6 % - 0,0 %
Türkei 84 - 0,0 % 29 34,5 % - 0,0 %
Russische Föderation 67 - 0,0 % 32 47,8 % - 0,0 %
Libanon 50 - 0,0 % 14 28,0 % - 0,0 %
Asylentscheidungen durch Gerichte
01.01 bis 30.11.2022
subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 I Nummer 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 I Nummer 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 I Nummer
3
AsylG
Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Gesamt 1.364 51 3,7 % 660 48,4 % 520 38,1 %
darunter:
Ukraine 287 - 0,0 % - 0,0 % 285 99,3 %
Irak 157 13 8,3 % 122 77,7 % 3 1,9 %
Eritrea 125 10 8,0 % 104 83,2 % 2 1,6 %
Afghanistan 118 2 1,7 % 95 80,5 % 5 4,2 %
Jemen 114 - 0,0 % 14 12,3 % 99 86,8 %
Russische Föderation 78 - 0,0 % 70 89,7 % 0,0 %
Somalia 71 1 1,4 % 12 16,9 % 56 78,9 %
Iran 65 5 7,7 % 56 86,2 % 1 1,5 %
Ungeklärt 48 1 2,1 % 13 27,1 % 30 62,5 %
Syrien 31 5 16,1 % 16 51,6 % 6 19,4 %
Türkei 28 1 3,6 % 16 57,1 % 0,0 %
Libanon 25 - 0,0 % 19 76,0 % 1 4,0 %
Ägypten 20 - 0,0 % 17 85,0 % 0,0 %
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im ersten bzw. zweiten Halbjahr 2022 wegen signifikant negativer
oder signifikant positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei
den (bereinigten) Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche
Abweichungen in Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte
genauer bezeichnen und in Tabellenform darstellen wie in der Antwort
zu Frage 3 auf Bundestagsdrucksache 20/432)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar
bewertet, bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls
gezogen (bitte ausführen)?
Im Rahmen der Betrachtung des ersten Halbjahres 2022 wurden innerhalb der
Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen (bGSQ)
die Organisationseinheiten (OrgE) berücksichtigt, in denen mindestens 50
materiell-rechtliche Entscheidungen zu dem jeweiligen TOP 10-HKL in dem
genannten Zeitraum getroffen wurden. Darüber hinaus wurden die OrgE in die
Plausibilisierung einbezogen, bei denen die größten Abweichungen unterhalb
sowie oberhalb der bGSQ vorlagen.
Für das erste Halbjahr 2022 wurden insgesamt 55 Abweichungen der lokalen
bGSQ hinsichtlich sechs der zehn Hauptherkunftsländer (TOP 10-HKL)
betrachtet, darunter 31 Abweichungen unterhalb und 24 Abweichungen oberhalb
der bGSQ.
Die Auswertung der Entscheidungsstatistik des im ersten Halbjahr 2022 anhand
überschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr (Stand: Juli
2022) kann der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Afghanistan Irak Türkei Ungeklärt Somalia Iran
Top10 HKL *
Organisationseinheit
(12 508
mrE; bGSQ
98,9 %)
(8 832
mrE; bGSQ
28,6 %)
(4 211
mrE; bGSQ
38,3 %)
(2 027
mrE; bGSQ
81,8 %)
(1 680
mrE; bGSQ
83,5 %)
(1 460
mrE; bGSQ
47,8 %)
Gruppe 41 (Region
Hamburg Nord)
AS Braunschweig 56 (94,6 %)
Gruppe 52 (Region
Karlsruhe Südwest)
AS Karlsruhe, LAS 146 (82,9 %)
AS Trier im AZ,
LAS
64 (59,4 %)
Gruppe 53 (Region
Zirndorf Süd)
AS München 119 (64,7 %)
* Hinsichtlich der Herkunftsländer Syrien, Georgien, Eritrea und Nordmazedonien sowie der
sicheren Herkunftsstaaten wurden keine relevanten Abweichungen festgestellt.
Die Auswertung der Entscheidungsstatistik im ersten Halbjahr 2022 anhand
unterschreitender Abweichungen von zehn Prozentpunkten oder mehr (Stand: Juli
2022) kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Afghanistan Irak Türkei Ungeklärt Somalia Iran
Top10 HKL *
Organisationseinheit
(12 508
mrE; bGSQ
98,9 %)
(8 832
mrE; bGSQ
28,6 %)
(4 211
mrE; bGSQ
38,3 %)
(2 027
mrE; bGSQ
81,8 %)
(1 680
mrE; bGSQ
83,5 %)
(1 460
mrE; bGSQ
47,8 %)
Gruppe 42 (Region
Düsseldorf West)
AS Bonn im AZ 83 (24,1 %)
Gruppe 51 (Region
Berlin Ost)
AS Berlin im AZ 186 (1,1 %)
AS
Eisenhüttenstadt, LAS
54 (42,6 %)
AZ Dresden in
AnkER
109 (5,5 %)
Gruppe 52 (Region
Karlsruhe Südwest)
AS Sigmaringen 108 (88,0 %)
Gruppe 53 (Region
Zirndorf Süd)
AS Gießen in AZ,
LAS
64 (53,1 %)
* Hinsichtlich der Herkunftsländer Syrien, Georgien, Eritrea und Nordmazedonien sowie der
sicheren Herkunftsstaaten wurden keine relevanten Abweichungen festgestellt.
Alle relevanten Abweichungen im Betrachtungszeitraum konnten vom BAMF
nachvollziehbar plausibilisiert werden. Die im Rahmen der
Plausibilisierungsanfragen ergangenen Stellungnahmen der OrgE wurden einer systematischen
Überprüfung unterzogen. Dabei wurde die Plausibilität der abgegebenen
Stellungnahmen unter Berücksichtigung der bundesweiten Entscheidungspraxis
sowie der aktuellen bzw. zum Zeitpunkt der Entscheidung gültigen Leitsätze zu
den jeweiligen Herkunftsländern betrachtet.
Hauptursache für eine Abweichung der lokalen Schutzquoten von der
Gesamtschutzquote (ohne Berücksichtigung formeller Ablehnungen des BAMF) sind
Verfahren, in denen eine Ableitung des Schutzes im Rahmen von Familienasyl,
abgeleitetem Flüchtlingsschutz bzw. abgeleitetem subsidiären Schutz in
Betracht kommt, da bei diesen Verfahren eine formelle Entscheidung anhand der
Familienzugehörigkeit und unabhängig vom individuellen
Verfolgungsschicksal erfolgt. Ebenfalls sind persönliche Merkmale der Antragstellenden (Ethnie,
Volkszugehörigkeit, Familienstand, Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit
sowie Herkunftsregion je nach Herkunftsland) bestimmend, wenn diese sich
regional stark unterscheiden. Dies kann beispielsweise bei einer erhöhten Anzahl
von unbegleiteten Minderjährigen der Fall sein.
Die Überprüfung der Entscheidungspraxis der Außenstellen des BAMF für das
zweite Halbjahr 2022 ist noch nicht abgeschlossen.
5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Fallzahlen für die Herkunftsländer Afghanistan,
Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Russische Föderation und die
Türkei im Gesamtjahr 2022, differenziert nach Organisationseinheiten im
BAMF (bitte nur solche Organisationseinheiten mit über 50
entsprechenden Entscheidungen auflisten und nach den Quoten auf- oder absteigend
sortieren; bitte wie in der Antwort zu Frage 3 auf Bundestagsdrucksache
19/28109 auflisten)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
01.01. bis 31.12.2022
Afghanistan
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
Organisationseinheiten 44.250 99,3 %
darunter:
AS Bramsche im AZ 886 100,0 %
AS Mönchengladbach im AZ 317 100,0 %
AS Jena/Hermsdorf, LAS 179 100,0 %
AS Deggendorf in AnkER 164 100,0 %
AS Schwerin im AZ 156 100,0 %
AS Berlin im AZ 108 100,0 %
AS Ellwangen 103 100,0 %
AS Regensburg in AnkER 67 100,0 %
Entscheidungszentrum West Bonn 890 99,8 %
AS Heidelberg im AZ 854 99,8 %
AS Augsburg in AnkER 403 99,7 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 379 99,7 %
AS Hamburg im AZ, LAS 2.215 99,7 %
AS Neustadt 361 99,7 %
AS München 2.156 99,7 %
AS Suhl im AZ 648 99,7 %
AS Bielefeld im AZ 346 99,7 %
AS Speyer 323 99,7 %
AS Braunschweig 285 99,6 %
AS Unna im AZ 282 99,6 %
AS Schweinfurt in AnkER 677 99,5 %
AS Manching in AnkER 832 99,5 %
AS Trier, LAS 1.701 99,5 %
AS Bonn im AZ 1.016 99,5 %
AS Gießen im AZ, LAS 3.638 99,5 %
AS Büdingen 901 99,4 %
AS Karlsruhe, LAS 536 99,4 %
AS Lebach in AnkER, LAS 155 99,3 %
AS Bremen im AZ, LAS 460 99,3 %
AS Nostorf-Horst, LAS 149 99,3 %
AS Düsseldorf 1.426 99,2 %
01.01. bis 31.12.2022
Afghanistan
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
AS Neumünster, LAS 2.570 99,1 %
AS Essen 472 99,1 %
AS Bochum, LAS 1.361 98,9 %
AS Berlin, LAS 2.177 98,9 %
AS Leipzig im AZ 253 98,2 %
AS Zirndorf in AnkER 112 98,1 %
AS Frankfurt/Flughafen 146 97,9 %
AS Freiburg 63 97,9 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 815 97,3 %
AS Friedland, LAS 347 97,2 %
AS Oldenburg 196 96,8 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 938 96,1 %
AS Sigmaringen 285 95,2 %
AS Dresden in AnkER 260 94,1 %
01.01. bis 31.12.2022
Irak
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
Organisationseinheiten 22.185 29,4 %
darunter:
AS Neustadt 71 71,0 %
AS Büdingen 112 63,6 %
AS Freiburg 136 53,0 %
AS Bielefeld im AZ 514 53,0 %
AS Speyer 69 52,9 %
AS Braunschweig 481 50,7 %
AS Oldenburg 348 48,8 %
AS Bochum, LAS 1.215 47,5 %
AS Essen 480 46,0 %
AS München 252 45,9 %
AS Friedland, LAS 214 44,3 %
AS Ellwangen 151 43,8 %
AS Hamburg im AZ, LAS 209 42,6 %
AS Sigmaringen 245 38,2 %
AS Unna im AZ 306 37,9 %
AS Karlsruhe, LAS 346 35,0 %
AS Lebach in AnkER, LAS 139 34,6 %
AS Düsseldorf 1.161 33,4 %
01.01. bis 31.12.2022
Irak
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
AS Halberstadt im AZ, LAS 224 31,7 %
AS Zirndorf in AnkER 340 31,3 %
Entscheidungszentrum West Bonn 1.085 29,8 %
AS Bonn im AZ 946 29,6 %
AS Bramsche im AZ 855 29,3 %
AS Mönchengladbach im AZ 328 27,1 %
AS Gießen im AZ, LAS 790 26,6 %
AS Bremen im AZ, LAS 74 26,5 %
AS Schwerin im AZ 161 26,0 %
AS Regensburg in AnkER 594 24,0 %
AS Jena/Hermsdorf, LAS 194 23,2 %
AS Berlin, LAS 434 22,6 %
AS Schweinfurt in AnkER 222 21,1 %
AS Suhl im AZ 403 21,1 %
AS Trier, LAS 304 19,0 %
AS Heidelberg im AZ 752 18,7 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 583 18,3 %
AS Manching in AnkER 165 18,3 %
AS Augsburg in AnkER 493 17,4 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 328 15,5 %
AS Leipzig im AZ 145 14,5 %
AS Neumünster, LAS 1.208 13,4 %
AS Nostorf-Horst, LAS 116 12,4 %
AS Dresden in AnkER 317 9,5 %
AS Bamberg in AnkER 406 7,8 %
AS Deggendorf in AnkER 109 6,7 %
AS Frankfurt/Flughafen 209 5,9 %
AS Berlin im AZ 351 2,3 %
01.01. bis 31.12.2022
Iran
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
Organisationseinheiten 4.885 44,9 %
darunter:
AS Halberstadt im AZ, LAS 52 79,2 %
AS Braunschweig 70 77,8 %
AS Suhl im AZ 64 68,3 %
AS Karlsruhe, LAS 58 63,4 %
AS Bochum, LAS 149 60,5 %
AS Büdingen 60 59,6 %
AS Heidelberg im AZ 151 57,3 %
AS Gießen im AZ, LAS 356 52,4 %
AS Essen 99 51,1 %
AS Berlin, LAS 74 49,1 %
AS Trier, LAS 184 48,7 %
Entscheidungszentrum West Bonn 87 47,5 %
AS Düsseldorf 231 46,4 %
AS Unna im AZ 65 44,8 %
AS Bremen im AZ, LAS 80 42,6 %
AS Nostorf-Horst, LAS 63 40,9 %
AS Hamburg im AZ, LAS 200 40,3 %
AS Bielefeld im AZ 116 40,0 %
AS Berlin im AZ 63 38,6 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 91 37,8 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 99 37,6 %
AS Bamberg in AnkER 142 33,6 %
AS Mönchengladbach im AZ 97 33,3 %
AS Bramsche im AZ 125 32,7 %
AS Zirndorf in AnkER 238 31,3 %
AS Neumünster, LAS 238 26,1 %
AS Bonn im AZ 224 24,5 %
01.01. bis 31.12.2022
Eritrea
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
Organisationseinheiten 3.626 91,7 %
darunter:
AS Augsburg in AnkER 82 98,8 %
AS Lebach in AnkER, LAS 76 97,3 %
AS Neustadt 73 97,3 %
Entscheidungszentrum West Bonn 109 96,3 %
AS Büdingen 178 96,0 %
AS Bremen im AZ, LAS 55 96,0 %
AS Bochum, LAS 267 95,4 %
AS Friedland, LAS 61 95,1 %
AS Unna im AZ 75 94,7 %
AS Düsseldorf 173 94,1 %
AS Trier, LAS 109 93,3 %
AS München 154 91,9 %
AS Berlin, LAS 90 91,8 %
AS Bielefeld im AZ 70 91,4 %
AS Karlsruhe, LAS 54 91,3 %
01.01. bis 31.12.2022
Eritrea
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
AS Bonn im AZ 196 91,1 %
AS Hamburg im AZ, LAS 114 89,8 %
AS Neumünster, LAS 210 88,5 %
AS Suhl im AZ 58 87,3 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 70 85,9 %
AS Gießen im AZ, LAS 270 83,0 %
AS Heidelberg im AZ 98 81,1 %
AS Deggendorf in AnkER 75 76,1 %
01.01. bis 31.12.2022
Somalia
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
Organisationseinheiten 4.853 80,8 %
darunter:
AS Braunschweig 61 98,2 %
AS Friedland, LAS 103 98,0 %
AS Bramsche im AZ 59 93,0 %
AS Hamburg im AZ, LAS 79 91,9 %
Entscheidungszentrum West Bonn 151 90,3 %
AS Neustadt 120 89,9 %
AS Bochum, LAS 211 89,6 %
AS Büdingen 174 88,5 %
AS Berlin, LAS 53 87,8 %
AS München 135 87,6 %
AS Unna im AZ 51 85,7 %
AS Bielefeld im AZ 51 85,1 %
AS Suhl im AZ 53 85,0 %
AS Neumünster, LAS 131 84,2 %
AS Bremen im AZ, LAS 56 82,7 %
AS Heidelberg im AZ 188 81,5 %
AS Speyer 114 81,2 %
AS Trier, LAS 339 80,6 %
AS Gießen im AZ, LAS 572 80,4 %
AS Bonn im AZ 163 80,1 %
AS Düsseldorf 253 75,4 %
AS Schweinfurt in AnkER 328 66,8 %
AS Karlsruhe, LAS 59 65,3 %
01.01. bis 31.12.2022
Somalia
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
AS Zirndorf in AnkER 60 59,6 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 169 52,1 %
01.01. bis 31.12.2022
Nigeria
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
Organisationseinheiten 3.696 18,3 %
darunter:
AS Düsseldorf 118 33,3 %
AS Regensburg in AnkER 75 31,7 %
AS Bochum, LAS 227 30,6 %
AS Ellwangen 59 27,8 %
AS Bonn im AZ 116 25,5 %
AS Freiburg 70 23,5 %
AS Augsburg in AnkER 66 20,5 %
Entscheidungszentrum West Bonn 127 19,1 %
AS Unna im AZ 85 19,0 %
AS Sigmaringen 115 18,8 %
AS Zirndorf in AnkER 66 18,8 %
AS Lebach in AnkER, LAS 55 17,6 %
AS Karlsruhe, LAS 158 15,0 %
AS Trier, LAS 85 13,3 %
AS Gießen im AZ, LAS 66 12,0 %
AS München 578 11,6 %
AS Heidelberg im AZ 303 8,5 %
AS Mönchengladbach im AZ 61 5,1 %
01.01. bis 31.12.2022
Russische Föderation
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
Organisationseinheiten 2.594 24,0 %
darunter:
AS Gießen im AZ, LAS 123 60,0 %
AS Bochum, LAS 78 50,0 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 55 37,9 %
01.01. bis 31.12.2022
Russische Föderation
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
AS Trier, LAS 63 30,3 %
AS Bamberg in AnkER 115 22,8 %
AS Suhl im AZ 57 22,2 %
AS Berlin, LAS 154 20,0 %
AS Neumünster, LAS 104 19,6 %
Entscheidungszentrum West Bonn 73 16,9 %
AS Hamburg im AZ, LAS 67 10,3 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 279 5,5 %
AS Berlin im AZ 112 3,7 %
01.01. bis 31.12.2022
Türkei
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
Organisationseinheiten 11.073 35,2 %
darunter:
AS Ellwangen 91 90,0 %
AS Freiburg 61 72,2 %
AS Karlsruhe, LAS 278 70,9 %
AS Sigmaringen 159 69,9 %
AS Trier, LAS 397 61,5 %
AS Büdingen 151 60,3 %
AS Bochum, LAS 301 54,4 %
AS Speyer 194 49,7 %
AS Bramsche im AZ 310 47,3 %
AS Oldenburg 98 46,7 %
AS München 147 43,9 %
AS Düsseldorf 349 43,7 %
AS Augsburg in AnkER 508 43,4 %
AS Heidelberg im AZ 810 42,4 %
Entscheidungszentrum West Bonn 137 40,3 %
AS Bielefeld im AZ 209 39,9 %
AS Gießen im AZ, LAS 860 39,0 %
AS Unna im AZ 208 36,6 %
AS Braunschweig 68 33,9 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 90 31,1 %
AS Bad Fallingbostel im AZ 105 29,9 %
AS Nostorf-Horst, LAS 88 28,9 %
AS Bonn im AZ 497 28,3 %
01.01. bis 31.12.2022
Türkei
Gesamt
Anteil
Gesamtschutz unter
Außerachtlassung formeller
Entscheidungen
des BAMF
AS Essen 215 26,9 %
AS Mönchengladbach im AZ 212 26,4 %
AS Friedland, LAS 84 25,4 %
AS Neumünster, LAS 471 21,1 %
AS Lebach in AnkER, LAS 104 20,6 %
AS Zirndorf in AnkER 334 20,5 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 157 14,6 %
AS Hamburg im AZ, LAS 134 14,0 %
AS Suhl im AZ 219 12,6 %
AS Berlin, LAS 821 11,9 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 265 7,1 %
AS Bremen im AZ, LAS 79 5,9 %
AS Dresden in AnkER 295 5,0 %
6. Wie viele Asylanträge von nichtukrainischen Staatsangehörigen, die vor
dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, gab es im Jahr 2022, und wie
wurden diese vom BAMF bislang entschieden (bitte jeweils auch nach
den zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden.
24.02.bis 31.12.2022
A
sy
lan
trä
ge
Entscheidungen über Asylanträge
in
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Staatsangehörigkeiten
gesamt
269 120 - 12 10 5 73 20
darunter:
Nigeria 30 11 - 1 - - 7 3
Aserbaidschan 25 14 - - - - 10 4
Afghanistan 23 10 - 4 - 5 1 -
Armenien 17 11 - - - - 11 -
Syrien 16 10 - - 9 - - 1
Somalia 12 6 - 4 - - 2 -
Tadschikistan 12 1 - - - - 1 -
Marokko 11 6 - - - - 4 2
Ungeklärt 11 4 - 1 - - - 3
Türkei 10 4 - - - - 2 2
7. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen des
BAMF gab es im Jahr 2022 bzw. im Jahr 2021 gegenüber unbegleiteten
Minderjährigen (bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), wie viele Abschiebungsandrohungen wurden
infolge des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 14. Januar
2021 in der Rechtssache C-441/19 durch Abhilfeentscheidungen des
BAMF oder Anordnungen der Gerichte (bitte differenzieren)
zurückgenommen, und in wie vielen Fällen wurden gegenüber unbegleiteten
Minderjährigen keine Abschiebungsandrohungen trotz Ablehnung des
Asylantrags erlassen, weil im Herkunftsland keine geeigneten
Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung standen (bitte ebenfalls jeweils nach den
zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Über die Rücknahme von Abschiebungsandrohungen durch
Abhilfeentscheidungen des BAMF oder Anordnung der Gerichte infolge des Urteils des
EuGHs vom 14. Januar 2021 in der Rechtssache C-441/19 liegen keine Daten
vor.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Jahr 2021 Ablehnungen
Gesamtergebnis 269
davon
Syrien 0
Afghanistan 86
Somalia 15
Irak 36
Guinea 35
Eritrea 4
Iran 11
Marokko 9
Algerien 5
Pakistan 8
Jahr 2021 Abschiebungsandrohung auch in Herkunftsstaat
Abschiebungsandrohung nur
in Drittstaat
Abschiebungsanordnung in
sich. Drittstaat
Gesamtergebnis 324 16 2
davon:
Syrien 0 9 2
Afghanistan 106 1 0
Somalia 16 5 0
Irak 39 0 0
Guinea 40 0 0
Eritrea 6 1 0
Iran 11 0 0
Marokko 15 0 0
Algerien 14 0 0
Pakistan 9 0 0
Jahr 2021 Keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Antrags *
Gesamtergebnis 4
davon
Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire) 1
Gambia 1
Jahr 2021 Keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Antrags *
Großbritannien mit Nordirland 1
Irak 1
* Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen die Abschiebungsandrohung
trotz Ablehnung des Asylantrags entfällt.
Jahr 2022 Ablehnungen
Gesamtergebnis 213
davon
Afghanistan 2
Syrien 0
Somalia 22
Irak 54
Guinea 14
Pakistan 17
Eritrea 8
Türkei 18
Iran 12
Algerien 11
Jahr 2022 Abschiebungsandrohung auch in Herkunftsstaat
Abschiebungsandrohung nur
in Drittstaat
Abschiebungsanordnung in
sich. Drittstaat
Gesamtergebnis 220 29 10
davon:
Afghanistan 4 3 5
Syrien 0 16 4
Somalia 21 5 0
Irak 52 1 0
Guinea 14 0 1
Pakistan 15 1 0
Eritrea 8 0 0
Türkei 18 0 0
Iran 12 0 0
Algerien 12 0 0
Jahr 2022 Keine Abschiebungsandrohungtrotz Ablehnung des Antrags (*)
Gesamtergebnis 21
davon
Algerien 2
Benin 2
Guinea 3
Irak 3
Iran 2
Marokko 1
Pakistan 3
Somalia 3
Ungeklärt 2
* Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen die Abschiebungsandrohung
trotz Ablehnung des Asylantrags entfällt.
8. Wie viele Asylsuchende wurden im Jahr 2022 registriert (bitte nach
Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den
jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie groß war die Zahl der
Asylsuchenden, die noch keinen Asylantrag stellen konnten, zum 30. Oktober 2022
bzw. zum 31. Dezember 2022 bzw. zum letzten Stand (bitte auch nach
Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten),
und welche Maßnahmen zur Reduzierung der Zeitverzögerungen bei der
Asylantragstellung hat das BAMF mit welchen Wirkungen unternommen
(bitte mit Datum und Daten zum Erfolg der Maßnahmen auflisten, vgl.
Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 36 der
Abgeordneten Clara Bünger auf Bundestagsdrucksache 20/1537)?
Vor dem Hintergrund der seit Oktober 2022 ansteigenden Anzahl an
Asylgesuchen hat das BAMF im Herbst 2022 ein Maßnahmenbündel umgesetzt, um
Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung zu reduzieren und eine möglichst
zügige Antragsannahme zu gewährleisten. Hierzu zählen
ablauforganisatorische Maßnahmen und personelle Unterstützungsmaßnahmen der Außenstellen.
Letztere umfassen sowohl die temporäre Verlagerung von internen
Personalressourcen in die für die Antragsannahme zuständigen Bereiche der Außenstellen
als auch den zeitlich befristeten Einsatz von externen Unterstützungskräften zur
Entlastung der Asylverfahrenssekretariate.
Mit der steigenden Anzahl an Asylgesuchen ist auch der Bedarf an
Dolmetschenden für die Antragsannahme gestiegen. Auch in diesem Bereich hat das
BAMF Maßnahmen ergriffen, um den verfügbaren Bestand zu erweitern und
die eigene Wettbewerbsfähigkeit bei der Gewinnung von Sprachmittelnden
nachhaltig zu stärken.
Das BAMF befindet sich zudem in einem kontinuierlichen und engen
Austausch mit den zuständigen Landesbehörden, um die verschiedenen
Prozessschritte zu optimieren und eine möglichst zügige Antragsannahme zu
gewährleisten.
Im Januar 2023 lag die Zahl der Asylerstanträge erstmals seit Februar 2022
über der Zahl der Asylgesuche. Zu beachten ist, dass nicht jedes Asylgesuch
einen Asylantrag nach sich zieht (z. B. bei Personen, die als Asylsuchende
registriert wurden, aber aufgrund der Weiterreise in andere Staaten keinen
Asylantrag in Deutschland stellen).
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Asylgesuche* Asylerstanträge*
Januar 2022 13.502 13.726
Februar 2022 12.968 13.915
März 2022** 17.108 14.135
April 2022 14.376 11.359
Mai 2022 15.669 12.877
Juni 2022 16.326 12.317
Juli 2022 18.290 13.204
August 2022 22.716 16.111
September 2022 32.297 18.720
Oktober 2022 30.731 23.918
November 2022 33.346 29.383
Dezember 2022 27.283 26.672
Januar 2023 24.623 29.072
*Anmerkung: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem
Gesamtwert addiert werden.
**Die in der Bundestagsdrucksache 20/2309 genannte Zahl von 95.238 Asylgesuchen für den
Monat März 2022 wurde um die Personen, die einen Aufenthaltstitel zum vorübergehenden Schutz
nach § 24 AufenthG beantragt/erhalten haben, bereinigt.
Land Asylgesuche ohne Antragstellung(Stand: 31.10.2022)
Gesamt 50.545
davon
Baden-Württemberg 3.359
Bayern 9.405
Berlin 716
Brandenburg 861
Bremen 630
Hamburg 637
Hessen 3.598
Mecklenburg-Vorpommern 577
Niedersachsen 4.296
Nordrhein-Westfalen 7.749
Rheinland-Pfalz 2.198
Saarland 386
Sachsen 1.427
Sachsen-Anhalt 1.111
Schleswig-Holstein 1.329
Thüringen 1.406
Unbekannt* 10.860
* Registrierungen mit Land „unbekannt“ sind solche, die hauptsächlich von polizeilichen Stellen
vorgenommen wurden. Bei dieser Registrierung kann oftmals noch kein Land zugeordnet werden.
Dieses wird dann nachträglich bei der Asylantragstellung bestimmt.
Herkunftsland Asylgesuche ohne Antragstellung(Stand: 31.10.2022)
Gesamt 50.545
darunter
Syrien 14.998
Türkei 6.842
Afghanistan 6.447
Georgien 1.999
Irak 1.921
Iran 1.671
Russische Föderation 1.182
Nordmazedonien 1.110
Marokko 809
Ägypten 786
Land Asylgesuche aus 2022 ohne Antragstellung(Stand: 31.01.2023)
Gesamt 32.854
davon
Baden-Württemberg 2.778
Bayern 7.007
Berlin 339
Brandenburg 714
Bremen 290
Hamburg 196
Land Asylgesuche aus 2022 ohne Antragstellung(Stand: 31.01.2023)
Hessen 1.043
Mecklenburg-Vorpommern 206
Niedersachsen 2.275
Nordrhein-Westfalen 5.389
Rheinland-Pfalz 1.053
Saarland 46
Sachsen 735
Sachsen-Anhalt 1.087
Schleswig-Holstein 400
Thüringen 1.245
unbekannt 8.051
Herkunftsland Asylgesuche aus 2022 ohne Antragstellung(Stand: 31.01.2023)
Gesamt 32.854
darunter
Syrien 6.744
Afghanistan 4.813
Türkei 4.241
Georgien 1.673
Iran 1.073
Irak 1.059
Nordmazedonien 978
Russische Föderation 969
Ägypten 830
Marokko 733
9. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
Jahr 2022 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise, sonstiges),
mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF
hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren
01.01.bis 31.12.2022
Staatsangehörigkeiten Anzahl derErstantragssteller
Anzahl der
Antragssteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Gesamt 136.542 67.486 69.056 50,6 %
darunter:
Syrien 44.416 27.918 16.498 37,1 %
Afghanistan 22.012 6.515 15.497 70,4 %
Türkei 17.733 9.129 8.604 48,5 %
Irak 8.068 4.739 3.329 41,3 %
Georgien 5.399 3.571 1.828 33,9 %
Iran 4.710 1.722 2.988 63,4 %
Ungeklärt 2.804 1.250 1.554 55,4 %
Somalia 1.506 137 1.369 90,9 %
Eritrea 863 318 545 63,2 %
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren
01.01.bis 31.12.2022
Staatsangehörigkeiten Anzahl derErstantragssteller
Anzahl der
Antragssteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Russische Föderation 1.783 1.011 772 43,3 %
Nordmazedonien 1.106 557 549 49,6 %
Moldau, Republik 1.465 856 609 41,6 %
Nigeria 1.063 161 902 84,9 %
Venezuela 1.385 1.317 68 4,9 %
Libanon 1.180 188 992 84,1 %
* Pass, Passersatz, Personalausweis
10. In wie vielen Fällen wurden im Jahr 2022 mobile Datenträger von
Asylsuchenden ausgelesen und ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte auch nach
den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
Im Jahr 2022 wurden insgesamt 27.334 Datenträger von persönlichen
Erstantragstellern ohne Pass/Passersatz ausgelesen und 6.486 Ergebnisberichte erstellt.
Die weiteren Angaben nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Staatsangehörigkeit 01.01. bis 31.12.2022 *
Afghanistan 6.094
Syrien 5.358
Türkei 2.134
Irak 1.299
Ungeklärt 947
Iran 851
Georgien 750
Algerien 405
Moldau 399
Tunesien 322
* Durch nachträgliche Änderungen im Erfassungssystem kann es zu Abweichungen der Daten im
vgl. zu vorherigen Angaben kommen. Es werden diejenigen Fälle ausgewertet, bei denen aus
Prozesssicht alle erforderlichen Angaben im Kerndatensystem korrekt und valide hinterlegt sind.
a) Zu welchem Anteil verfügten im Jahr 2022 Asylsuchende, deren
Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht hinreichend
sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträgergeräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch ausgelesen
werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung erst nach
behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen den Willen
der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
Im Jahr 2022 gaben ca. 27,2 Prozent der Erstantragstellenden ohne Pass/
Passersatz im Rahmen der persönlichen Erstantragstellung an, dass sie über ein
Datenträger-Gerät verfügen. Zu einem Anteil von ca. 73,2 Prozent konnten diese
Datenträger-Geräte technisch ausgelesen werden. Asylbewerber werden unter
Hinweis auf ihre Mitwirkungspflichten aufgefordert, vorhandene Datenträger
herauszugeben. Zwangsmaßnahmen wurden bisher nicht angedroht oder
durchgeführt.
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung im Jahr 2022
erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser für das
Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in wie
vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender Prüfung
durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine Ablehnung
(bitte so differenziert wie möglich und in absoluten und relativen
Zahlen antworten)?
Im Jahr 2022 wurden insgesamt 6.445 Datenträger-Auswertungsanträge
gestellt. Davon wurden 4.278 (66,4 Prozent) Datenträger-Auswertungen
freigegeben und 2.167 (33,6 Prozent) abgelehnt. Die individuellen Gründe für
entsprechende Ablehnungen werden statistisch nicht erfasst.
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der
Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt
oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu
ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen
bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2022 waren für die 4.278 freigegebenen
Datenträger-Auswertungen insgesamt 3.726 Ergebnisdokumentationen hinterlegt. Die
Anzahl der Ergebnisdokumentation wird als Bezugsgröße für die oben
genannten Prozentsätze herangezogen. Daraus ergibt sich die folgende Darstellung
(Gesamt 3.726):
● 27,0 Prozent (1.004) Identität der Antragstellenden bestätigt,
● 3,1 Prozent (117) Identität widerlegt,
● 69,9 Prozent (2.605) keine verwertbaren Erkenntnisse.
11. Wie viele Asylanträge wurden im Gesamtjahr 2022 nach § 14a Absatz 2
AsylG von Amts wegen für hier geborene (oder eingereiste) Kinder
gestellt, wie viele Asylanträge wurden in den genannten Zeiträumen von
Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen
zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in
Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der
Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende Teilmengen angeben),
und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag
im Jahr 2022 bei 90,8 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von
16 bis unter 18 Jahren bei 87,4 Prozent und bei allen Personen unter 18 Jahren
bei 67,8 Prozent.
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im Jahr 2022 bei
94,6 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter
18 Jahren bei 92,2 Prozent und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 79,0
Prozent.
Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden;
Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben.
Jahr 2022
absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen
gesamt
Asylerstanträge gesamt 217.774
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre insgesamt 81.232 37,3 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16 Jahre 72.235 33,2
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 2.312 1,1 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 5.784 2,7 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis unter
18 Jahre
8.997 4,1 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18 Jahre) 4.965 2,3 %
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 63 0,0 %
12. Wie viele der Asylsuchenden im Gesamtjahr 2022 waren sogenannte
Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder
Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach
den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
24.791 Asylsuchende im Gesamtjahr 2022 waren so genannte „Nachgeborene“,
d. h. in Deutschland geborene Kinder (und zum Zeitpunkt der
Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 4.157 Kinder von Asylsuchenden und 7.398
von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a des
Grundgesetzes und § 3 Absatz 1AsylG). Die weiteren Angaben können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
01.01. bis 31.12.2022 Absolut Verhältnis zuAsylerstanträgen gesamt
Gesamt 24.791 11,4 Prozent
darunter:
Syrien 10.785 15,2 Prozent
Afghanistan 2.303 6,3 Prozent
Türkei 634 2,6 Prozent
Irak 2.701 17,8 Prozent
Georgien 178 2,2 Prozent
Iran 393 6,2 Prozent
Ungeklärt 812 17,4 Prozent
Somalia 1.115 28,3 Prozent
Eritrea 1.551 39,5 Prozent
Russische Föderation 324 11,4 Prozent
13. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen
im Gesamtjahr 2022 (bitte nach verschiedenen Schutzstatus, Ablehnung,
Ablehnung als offensichtlich unbegründet, Dublin-Entscheidung,
sonstiger Verfahrenserledigung und wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
2022
Entscheidungen über Erstanträge
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Herkunftsländer
gesamt
3.172 18 342 1.276 1.180 200 13 10 133
darunter
Afghanistan 1.440 16 213 104 1.063 2 - 5 37
Syrien 1.150 1 22 1.097 1 - - 4 25
Türkei 22 - - - 2 18 - - 2
Somalia 164 - 64 39 30 22 - - 9
Irak 89 - 2 1 27 52 2 - 5
Guinea 46 - 5 4 17 14 - 1 5
Iran 22 - 6 1 1 12 - - 2
Pakistan 29 - 3 3 2 17 - - 4
Eritrea 27 - 9 3 7 8 - - -
Ungeklärt 15 - 4 6 1 4 - - -
Äthiopien 13 - 2 2 6 2 - - 1
Marokko 15 - - 1 - 5 - - 9
Algerien 21 1 - 2 1 10 1 - 6
Elfenbeinküste (Cote
d Ivoire)
13 - 3 3 3 2 - - 2
Gambia 3 - 1 - - - - - 2
14. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im Gesamtjahr 2022 an
welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von
ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen
wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Aktuell liegen Daten für den Zeitraum Januar bis November 2022 vor. Die
Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Januar bis November Unbegleitete Zurückschiebungen Zurückweisungen Übergabe
2022 Minderjährige Jugendamt
Gesamt 6.518 159 1.811 3.620
davon nach Grenzen
Österreich 2.376 19 1.587 590
Schweiz 1.397 9 199 956
Tschechien 898 57 4 710
Frankreich 501 65 7 334
Polen 494 - - 332
ungeklärt 301 - - 262
Januar bis November Unbegleitete Zurückschiebungen Zurückweisungen Übergabe
2022 Minderjährige Jugendamt
Belgien 259 - 6 229
Niederlande 79 9 2 55
Luxemburg 40 - - 32
Dänemark 39 - - 31
Luftgrenze 133 - 6 88
Seegrenze 1 - - 1
davon nach Staatsangehörigkeit
afghanisch 3.156 14 1.121 1.622
syrisch 1.719 60 408 1.010
türkisch 304 10 59 191
marokkanisch 248 12 36 175
algerisch 186 25 14 115
Differenzen in den Tabellen zwischen der Zahl der festgestellten unbegleiteten
Minderjährigen und den aufgeführten Maßnahmen erklären sich aus sonstigen
Maßnahmen der Grenzbehörden, etwa der Übergabe an inländische Behörden
(z. B. Polizeien der Länder, Ausländerbehörden).
15. Wie viele Asylanträge wurden im Gesamtjahr 2022 als „offensichtlich
unbegründet“ abgelehnt (bitte differenziert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern angeben und zudem jeweils in Relation zur Gesamtzahl
der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2022 Ablehnung insgesamt
darunter: als
offensichtlich
unbegründet
abgelehnt
Anteil an Ablehnungen
gesamt
insgesamt 49.330 18.376 37,3 %
darunter:
Syrien 41 9 22,0 %
Afghanistan 260 14 5,4 %
Türkei 5.671 898 15,8 %
Irak 11.949 1.295 10,8 %
Georgien 5.301 3.691 69,6 %
Iran 1.768 93 5,3 %
Ungeklärt 804 232 28,9 %
Somalia 732 26 3,6 %
Eritrea 274 11 4,0 %
Russische Föderation 942 236 25,1 %
Nordmazedonien 2.287 2.270 99,3 %
Moldau, Republik 2.119 1.895 89,4 %
Nigeria 1.863 262 14,1 %
Venezuela 745 197 26,4 %
Libanon 689 211 30,6 %
16. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im Gesamtjahr 2022
an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt
(bitte auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten
Minderjährigen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern machen)?
In wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren für unbegleitete
Minderjährige. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Jahr 2022 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb vonzwei Tagen nach Antragstellung
Herkunftsland Akten-anlage
darunter:
Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a
Absatz 6
offens.
unbegründet eingestellt
Insgesamt 347 72 223 120 0
darunter:
Syrien 55 12 54 0 0
Iran 52 11 42 12 0
Afghanistan 31 10 31 0 0
Türkei 28 7 12 15 0
Mongolei 20 10 7 13 0
Kuba 17 2 5 12 0
Russische Föderation 17 1 13 4 0
Angola 15 10 8 7 0
Irak 11 1 1 10 0
Ungeklärt 10 1 4 6 0
Jahr 2022 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb
von
zwei Tagen nach
Antragstellung
Flughafen Aktenanlage darunter:
Personen unter
18 Jahren
Mitteilung
§ 18a Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
Insgesamt 347 72 223 120 0
Flughafen Berlin 45 10 34 11 0
Flughafen Frankfurt 270 61 166 100 0
Flughafen München 32 1 23 9 0
01.01.bis 31.12.2022 Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt
Insgesamt 91 6 76
Syrien 1 1 0
Iran 11 1 10
Afghanistan 0 0 0
Türkei 13 0 12
Mongolei 5 0 5
Kuba 10 0 10
Russische Föderation 5 1 3
Angola 1 0 2
Irak 11 0 9
Ungeklärt 7 3 2
17. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
bisherige Jahr 2022 (bitte jeweils in der Differenzierung wie in der Antwort
zu Frage 13 auf Bundestagsdrucksache 20/432 darstellen: Asylverfahren,
Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern,
auch zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80
Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben
zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko, Tunesien, Algerien,
Georgien, Armenien, Belarus, Ukraine, Russische Föderation und Türkei
machen – aus Gründen der Übersichtlichkeit und wegen geringer
Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz
ausreichend)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Erst- und Folgeanträge
01.01.bis
30.11.2022
(Stand: 15.01.2023)
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Gerichtsentscheidungen
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absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
71.951 89.469 440 5.014 1.358 8.933 26.826 30,0 % 46.898 52,4 % 124.169
darunter:
Erst- und Folgeanträge
01.01.bis
30.11.2022
(Stand: 15.01.2023)
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)
absolut Anteil absolut Anteil
Irak 14.254 9.265 - 271 157 889 3.635 39,2 % 4.313 46,6 % 21.283
Syrien 11.386 11.797 8 782 26 108 3.230 27,4 % 7.643 64,8 % 17.497
Afghanistan 6.596 14.787 17 758 118 5.116 331 2,2 % 8.447 57,1 % 7.564
Türkei 6.039 5.051 179 520 28 75 2.251 44,6 % 1.998 39,6 % 10.802
Georgien 4.424 2.584 4 8 - 65 1.177 45,5 % 1.330 51,5 % 4.721
Iran 2.594 5.755 74 1.391 65 86 2.166 37,6 % 1.973 34,3 % 8.434
Nigeria 2.494 5.680 4 56 7 417 2.548 44,9 % 2.648 46,6 % 6.235
Nordmazedonien 1.967 1.610 - 3 1 12 363 22,5 % 1.231 76,5 % 1.751
Russische Föderation 1.496 3.845 60 96 78 143 1.481 38,5 % 1.987 51,7 % 7.026
Moldau, Republik 1.468 1.719 - - - 4 818 47,6 % 897 52,2 % 1.501
Somalia 1.413 1.895 1 65 71 330 292 15,4 % 1.136 59,9 % 2.479
Ungeklärt 1.337 1.532 7 112 47 160 323 21,1 % 883 57,6 % 2.651
Pakistan 1.127 2.493 13 337 8 83 852 34,2 % 1.200 48,1 % 2.337
Albanien 994 968 - 4 6 30 275 28,4 % 653 67,5 % 1.074
Serbien 981 788 - - 1 5 234 29,7 % 548 69,5 % 1.150
Bosnien und
Herzegowina
611 590 - - - 2 82 13,9 % 506 85,8 % 595
Montenegro 180 103 - - - 1 32 31,1 % 70 68,0 % 206
Ghana 180 293 - 5 - 16 71 24,2 % 201 68,6 % 459
Kosovo 152 234 - - - 17 66 28,2 % 151 64,5 % 390
Senegal 83 151 - - 1 16 47 31,1 % 87 57,6 % 191
Armenien 571 851 - 2 2 44 333 39,1 % 470 55,2 % 1.336
Algerien 435 603 - 5 2 19 173 28,7 % 404 67,0 % 490
Tunesien 387 442 1 11 6 8 96 21,7 % 320 72,4 % 465
Marokko 341 504 - 12 8 23 142 28,2 % 319 63,3 % 588
Belarus 197 180 - 1 - 1 53 29,4 % 125 69,4 % 213
Ukraine 175 716 - 8 287 11 75 10,5 % 335 46,8 % 511
Widerrufsverfahren
01.01.- 31.12.2022-
30.11.2022
(Stand: 15.01.2023)
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Widerruf Artikel
16a GG/
Flüchtlingseigenschaft/
subs.
Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
1.059 2.228 778 34,9 % 279 12,5 % 1.171 52,6 % 3.743
darunter:
Irak 267 332 167 50,3 % 34 10,2 % 131 39,5 % 1.053
Syrien 186 287 136 47,4 % 18 6,3 % 133 46,3 % 499
Ungeklärt 50 80 40 50,0 % 4 5,0 % 36 45,0 % 177
Eritrea 48 74 16 21,6 % 6 8,1 % 52 70,3 % 113
Armenien 48 67 52 77,6 % 1 1,5 % 14 20,9 % 153
Türkei 45 92 52 56,5 % 7 7,6 % 33 35,9 % 134
Afghanistan 43 652 38 5,8 % 150 23,0 % 464 71,2 % 330
Iran 40 64 25 39,1 % 3 4,7 % 36 56,3 % 124
Nigeria 33 64 36 56,3 % 2 3,1 % 26 40,6 % 107
Indien 33 15 11 73,3 % - 0,0 % 4 26,7 % 75
Russische Föderation 30 75 27 36,0 % 5 6,7 % 43 57,3 % 197
Somalia 26 46 13 28,3 % 6 13,0 % 27 58,7 % 88
Äthiopien 22 25 5 20,0 % 4 16,0 % 16 64,0 % 78
Jordanien 17 32 4 12,5 % 2 6,3 % 26 81,3 % 35
Kosovo 13 15 10 66,7 % - 0,0 % 5 33,3 % 47
Serbien 9 13 9 69,2 % - 0,0 % 4 30,8 % 39
Albanien 6 11 2 18,2 % - 0,0 % 9 81,8 % 17
Ghana 4 2 1 50,0 % - 0,0 % 1 50,0 % 13
Bosnien und
Herzegowina
3 9 6 66,7 % 1 11,1 % 2 22,2 % 5
Nordmazedonien 3 7 6 85,7 % - 0,0 % 1 14,3 % 8
Montenegro - 1 1 100,0 % - 0,0 % - 0,0 % 8
Senegal - 1 - 0,0 % - 0,0 % 1 100,0 % 5
Tunesien 6 6 1 16,7 % 1 16,7 % 4 66,7 % 7
Algerien 5 4 2 50,0 % - 0,0 % 2 50,0 % 19
Marokko 3 11 5 45,5 % 1 9,1 % 5 45,5 % 11
Georgien 2 4 2 50,0 % - 0,0 % 2 50,0 % 4
Ukraine 1 8 1 12,5 % 2 25,0 % 5 62,5 % 8
Belarus 1 1 1 100,0 % - 0,0 % - 0,0 % 1
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe:
01.01.bis 30.11.2022 26,1 20,5
01.01.2022 - 30.11.2022
(Stand: 15.01.2023) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 6.501 2.297 8.798
darunter:
Afghanistan 1.463 659 2.122
Irak 956 481 1.437
Syrien 1.112 323 1.435
Türkei 431 74 505
Iran 259 104 363
Nigeria 214 107 321
Russische Föderation 215 38 253
Ungeklärt 149 54 203
Libanon 136 49 185
Guinea 129 43 172
Pakistan 142 22 164
Aserbaidschan 84 75 159
Libyen 122 35 157
Somalia 77 19 96
Tunesien 69 24 93
Nordmazedonien 23 6 29
Ghana 16 7 23
Senegal 12 5 17
Bosnien und Herzegowina 15 1 16
Serbien 4 1 5
Albanien 2 0 2
Kosovo 1 0 1
Algerien 87 3 90
Armenien 78 6 84
Weißrussland 78 5 83
Marokko 49 4 53
Georgien 39 7 46
Ukraine 21 1 22
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen)
Zeitraum: 01.01. bis 30.11.2022
(Stand: 15.01.2023)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 44,3 26,9 24,7
darunter:
Afghanistan 46,9 26,3 22,5
Irak 34,5 17,2 18,6
Syrien 36,3 24,0 25,1
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren
Zeitraum: 01.01. bis 30.11.2022
(Stand: 15.01.2023)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Türkei 35,4 27,8 9,9
Iran 37,9 36,4 19,3
Nigeria 90,2 16,7 12,3
Russische Föderation 41,8 49,5 16,3
Ungeklärt 34,9 14,6 16,6
Libanon 38,3 13,4 0,0
Guinea 30,2 16,2 8,0
Pakistan 25,4 10,5 15,0
Aserbaidschan 51,5 6,7 15,0
Libyen 81,0 0,0 7,0
Somalia 29,8 20,3 15,5
Tunesien 45,7 4,0 21,0
Nordmazedonien 69,4 5,0 0,0
Ghana 38,3 271,0 0,0
Senegal 26,4 354,0 0,0
Bosnien und Herzegowina 281,9 0,0 0,0
Serbien 29,2 0,0 0,0
Albanien 73,0 0,0 0,0
Kosovo 4,0 0,0 0,0
Algerien 35,5 0,0 20,0
Armenien 28,3 17,7 60,8
Weißrussland 149,0 39,0 36,8
Marokko 21,9 8,0 73,0
Georgien 33,8 10,0 0,0
Ukraine 36,6 1,0 0,0
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt
01.01. - 30.11.2022 (Stand: 15.01.2023) abgelehnt stattgegeben Gesamt-entscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 21.804 4.856 26.660
darunter:
Afghanistan 2.288 829 3.117
Irak 2.307 897 3.204
Syrien 2.113 543 2.656
Türkei 1.206 294 1.500
Iran 508 215 723
Nigeria 674 241 915
Russische Föderation 577 164 741
Ungeklärt 310 123 433
01.01. - 30.11.2022 (Stand: 15.01.2023) abgelehnt stattgegeben Gesamt-entscheidungen
Libanon 290 103 393
Guinea 211 87 298
Pakistan 351 49 400
Aserbaidschan 273 105 378
Libyen 154 50 204
Somalia 239 98 337
Tunesien 152 36 188
Nordmazedonien 1.471 66 1.537
Ghana 120 30 150
Senegal 57 13 70
Bosnien und Herzegowina 481 18 499
Serbien 705 36 741
Albanien 766 54 820
Kosovo 88 22 110
Algerien 209 20 229
Armenien 349 29 378
Weißrussland 88 7 95
Marokko 154 27 181
Georgien 2.625 106 2.731
Ukraine 99 93 192
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in Tagen)
Zeitraum: 01.01. - 30.11.2022
(Stand: 15.01.2023)
Antrag nach § 80
Abs. 5 VwGO
Antrag nach § 80
Abs. 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 43,2 32,2 45,3
darunter:
Afghanistan 50,2 39,8 85,7
Irak 35,9 18,2 29,2
Syrien 44,3 39,6 24,2
Türkei 30,0 32,5 30,7
Iran 36,0 32,6 43,4
Nigeria 99,4 79,9 43,7
Russische Föderation 63,2 68,4 52,2
Ungeklärt 41,3 42,3 29,1
Libanon 31,6 12,6 32,2
Guinea 37,8 18,5 17,5
Pakistan 31,5 30,8 31,8
Aserbaidschan 24,9 11,1 20,9
Libyen 72,6 0,0 53,0
Zeitraum: 01.01. - 30.11.2022
(Stand: 15.01.2023)
Antrag nach § 80
Abs. 5 VwGO
Antrag nach § 80
Abs. 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Somalia 44,4 19,6 22,4
Tunesien 67,2 31,9 21,5
Nordmazedonien 42,1 35,2 50,0
Ghana 42,9 68,6 31,6
Senegal 68,4 182,5 232,5
Bosnien und Herzegowina 39,3 41,4 41,5
Serbien 32,8 12,5 39,9
Albanien 27,3 24,5 32,6
Kosovo 33,4 30,6 21,5
Algerien 32,3 22,1 18,8
Armenien 31,8 13,8 21,5
Weißrussland 132,0 39,0 36,8
Marokko 25,4 6,5 42,9
Georgien 31,5 16,4 21,8
Ukraine 109,7 20,4 120,7
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der
Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im Jahr 2022 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte nach
Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Asylanträge waren zum Stichtag 30. November 2022 anhängig.
Anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. November 2022
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 10.551
darunter:
Syrien 9.458
Irak 285
Ungeklärt 186
Eritrea 167
Afghanistan 114
Jemen 84
Staatenlos 52
Somalia 41
Iran 37
Libyen 17
Anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. November 2022
nach Ländern Klagen
Gesamt 10.551
Baden-Württemberg 1.449
Bayern 943
Berlin 779
Brandenburg 403
Bremen 161
Hamburg 153
Hessen 1.462
Mecklenburg-Vorpommern 150
Niedersachsen 1.175
Nordrhein-Westfalen 2.595
Rheinland-Pfalz 49
Saarland 42
Sachsen 500
Sachsen-Anhalt 271
Schleswig-Holstein 119
Thüringen 300
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbotes
waren zum Stichtag 30 November 2022 anhängig.
Anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum
30. November 2022
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 2.463
darunter:
Afghanistan 1.371
Irak 336
Syrien 191
Somalia 121
Eritrea 99
Äthiopien 55
Nigeria 36
Ungeklärt 31
Russische Föderation 18
Türkei 18
Anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum
30. November 2022
nach Ländern Klagen
Gesamt 2.463
darunter:
Baden-Württemberg 157
Anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum
30. November 2022
nach Ländern Klagen
Bayern 232
Berlin 176
Brandenburg 126
Bremen 51
Hamburg 48
Hessen 330
Mecklenburg-Vorpommern 44
Niedersachsen 327
Nordrhein-Westfalen 675
Rheinland-Pfalz 35
Saarland 16
Sachsen 69
Sachsen-Anhalt 16
Schleswig-Holstein 128
Thüringen 33
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Verfahren wurden wie folgt entschieden.
Nach
Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gem.
Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I
AsylG
Keine Verbesserung
01.01. -
31.11.2022
6.170 15 868 5.287
darunter
Syrien 5.397 8 746 4.643
Jemen 143 2 6 135
Ungeklärt 127 5 38 84
Irak 115 - 4 111
Eritrea 113 - 12 101
Afghanistan 73 - 17 56
Staatenlos 50 - 12 38
Somalia 28 - 4 24
Iran 21 - 9 12
Türkei 17 - 3 14
Nach Ländern SummeEntscheidungen
Anerkennungen
gemäß Artikel 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. bis 30.11.2022 6.170 15 868 5.287
Baden-Württemberg 935 - 89 846
Nach Ländern SummeEntscheidungen
Anerkennungen
gemäß Artikel 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 I
AsylG
Keine
Verbesserung
Bayern 768 - 36 732
Berlin 453 1 151 301
Brandenburg 398 1 174 223
Bremen 69 - 8 61
Hamburg 107 - 11 96
Hessen 672 7 29 636
Mecklenburg-Vorpommern 63 - - 63
Niedersachsen 435 3 17 415
Nordrhein-Westfalen 1.191 3 210 978
Rheinland-Pfalz 220 - 25 195
Saarland 47 - - 47
Sachsen 253 - 34 219
Sachsen-Anhalt 252 - 6 246
Schleswig-Holstein 90 - 4 86
Thüringen 217 - 74 143
Die folgenden Klagen gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes wurden
wie folgt entschieden.
Nach Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz gemäß
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gemäß
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. bis 30.11.2022 1.879 3 169 92 1.615
Afghanistan 1.054 1 115 19 919
Irak 245 - 11 2 232
Syrien 111 - 4 6 101
Somalia 85 1 7 5 72
Eritrea 82 - - 30 52
Äthiopien 34 - 2 2 30
Jemen 30 - - 13 17
Ungeklärt 25 - 3 4 18
Nigeria 23 - - - 23
Pakistan 18 - 6 - 12
Nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz gemäß
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gemäß
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. bis 30.11.2022 1.879 3 169 92 1.615
Baden-Württemberg 119 - 16 14 89
Bayern 221 - 8 23 190
Berlin 168 - 15 3 150
Brandenburg 100 - 22 4 74
Bremen 37 - 1 - 36
Hamburg 44 - 1 - 43
Hessen 214 1 10 9 194
Mecklenburg-
Vorpommern
45 - 2 - 43
Niedersachsen 215 2 30 19 164
Nordrhein-Westfalen 465 - 46 12 407
Rheinland-Pfalz 103 - 5 1 97
Saarland 4 - - - 4
Sachsen 66 - 9 2 55
Sachsen-Anhalt 19 - 1 - 18
Schleswig-Holstein 32 - - 5 27
Thüringen 27 - 3 - 24
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im Jahr 2022
Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen Zahlen
angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der Bescheide und
in Bezug auf ablehnende Bescheide gesondert ausweisen; bitte jeweils
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu
sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren, zusätzlich nach der
Art der Ablehnung: unbegründet, offensichtlich unbegründet,
unzulässig, differenzieren)?
Wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide
des BAMF für das bisherige Jahr 2022?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Staatsangehörigkeit
Entscheidungen
insgesamt
davon
Entscheidung
„abgelehnt“
Davon
Entscheidung
„o. u. abgelehnt“
davon
Entscheidung
„Unzulässig“
01.01.bis
30.11.2022
Stand:
15.01.2023
da
vo
n
be
kl
ag
t*
A
nt
ei
l
da
vo
n
be
kl
ag
t*
A
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A
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l
da
vo
n
be
kl
ag
t*
A
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ei
l
Gesamt 209.154 67.267 32,2 % 28.616 25.204 88,1 % 16.787 9.317 55,5 % 38.934 23.983 61,6 %
darunter:
Syrien 68.440 10.589 15,5 % 30 17 56,7 % 8 3 37,5 % 6.085 4.515 74,2 %
Afghanistan 40.008 5.560 13,9 % 227 148 65,2 % 13 7 53,8 % 5.780 3.800 65,7 %
Irak 20.953 13.380 63,9 % 10.153 9.082 89,5 % 1.216 958 78,8 % 4.115 3.028 73,6 %
Türkei 9.782 5.971 61,0 % 4.208 3.960 94,1 % 780 633 81,2 % 1.665 1.276 76,6 %
Georgien 6.273 4.354 69,4 % 1.504 1.289 85,7 % 3.346 2.499 74,7 % 775 476 61,4 %
Staatsangehörigkeit
Entscheidungen
insgesamt
davon
Entscheidung
„abgelehnt“
Davon
Entscheidung
„o. u. abgelehnt“
davon
Entscheidung
„Unzulässig“
01.01.bis
30.11.2022
Stand:
15.01.2023
da
vo
n
be
kl
ag
t*
A
nt
ei
l
da
vo
n
be
kl
ag
t*
A
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l
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n
be
kl
ag
t*
A
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ei
l
da
vo
n
be
kl
ag
t*
A
nt
ei
l
Moldau (Rep.) 4.882 1.398 28,6 % 207 166 80,2 % 1.689 508 30,1 % 2.629 728 27,7 %
Ungeklärt 4.702 1.248 26,5 % 541 436 80,6 % 219 117 53,4 % 848 559 65,9 %
Nordmazedonien 4.674 1.874 40,1 % 17 10 58,8 % 2.023 955 47,2 % 1.994 880 44,1 %
Somalia 4.473 1.294 28,9 % 665 591 88,9 % 25 17 68,0 % 843 582 69,0 %
Iran 4.369 2.399 54,9 % 1.496 1.369 91,5 % 86 61 70,9 % 1.386 949 68,5 %
Nigeria 3.482 2.302 66,1 % 1.519 1.295 85,3 % 237 168 70,9 % 1.146 832 72,6 %
Eritrea 3.358 426 12,7 % 249 215 86,3 % 10 4 40,0 % 227 150 66,1 %
Serbien 2.401 967 40,3 % 6 4 66,7 % 1.086 473 43,6 % 1.122 480 42,8 %
Russische Föd. 2.368 1.387 58,6 % 656 521 79,4 % 231 123 53,2 % 1.123 787 70,1 %
Albanien 2.317 948 40,9 % 1 1 100,0 % 1.394 623 44,7 % 658 311 47,3 %
Bosn. u. Herzeg. 1.447 566 39,1 % 6 5 83,3 % 594 227 38,2 % 694 323 46,5 %
Ghana 376 167 44,4 % 5 4 80,0 % 229 114 49,8 % 75 43 57,3 %
Kosovo 411 139 33,8 % 1 1 100,0 % 166 63 38,0 % 210 71 33,8 %
Montenegro 336 169 50,3 % 1 1 100,0 % 162 79 48,8 % 164 89 54,3 %
Senegal 154 72 46,8 % 3 3 100,0 % 53 30 56,6 % 69 32 46,4 %
Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen
01.01.-30.11.2022
Stand: 15.01.2023
davon beklagt Anteil
Gesamt 92.093 59.037 64,1 %
darunter:
Syrien 6.691 4.640 69,3 %
Afghanistan 6.594 3.990 60,5 %
Irak 16.287 13.127 80,6 %
Türkei 6.997 5.961 85,2 %
Georgien 6.250 4.354 69,7 %
Moldau (Republik) 4.874 1.398 28,7 %
Ungeklärt 1.849 1.162 62,8 %
Nordmazedonien 4.660 1.874 40,2 %
Somalia 1.672 1.195 71,5 %
Iran 3.091 2.385 77,2 %
Nigeria 3.092 2.291 74,1 %
Eritrea 537 376 70,0 %
Serbien 2.393 967 40,4 %
Russische Föderation 2.093 1.384 66,1 %
Albanien 2.302 948 41,2 %
Bosnien und Herzegowina 1.445 566 39,2 %
Ghana 364 166 45,6 %
Kosovo 404 139 34,4 %
Montenegro 335 169 50,4 %
Senegal 144 72 50,0 %
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gericht Stand: 15.01.2023 Anzahl anhängigerGerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 125.718
Bundesverwaltungsgericht 45
VGH Baden-Württemberg 79
VG Freiburg 2.310
VG Karlsruhe 1.803
VG Sigmaringen 2.427
VG Stuttgart 3.226
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 216
VG Ansbach 2.884
VG Augsburg 1.222
VG Bayreuth 971
VG München 5.869
VG Regensburg 1.988
VG Würzburg 934
Bayerischer VGH - Außenstelle Ansbach 283
OVG Berlin-Brandenburg 66
Gericht Stand: 15.01.2023 Anzahl anhängigerGerichtsverfahren
VG Berlin 9.883
VG Cottbus 1.731
VG Frankfurt / Oder 1.567
VG Potsdam 4.422
OVG der Freien Hansestadt Bremen -
VG Bremen 1.319
Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 3
VG Hamburg 2.694
Hessischer Verwaltungsgerichtshof 91
VG Darmstadt 3.849
VG Frankfurt/Main 1.688
VG Kassel 2.018
VG Wiesbaden 1.520
VG Gießen 3.156
Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 165
VG Braunschweig 3.036
VG Hannover 5.159
VG Oldenburg 2.868
VG Osnabrück 1.880
VG Stade 1.845
VG Lüneburg 1.846
VG Göttingen 848
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 315
VG Aachen 2.719
VG Arnsberg 5.306
VG Düsseldorf 5.355
VG Gelsenkirchen 3.487
VG Köln 5.015
VG Minden 2.803
VG Münster 3.292
OVG Rheinland-Pfalz 90
VG Trier 1.027
OVG des Saarlands 1
VG des Saarlandes 539
Schleswig-Holsteinisches OVG 50
VG Schleswig-Holstein 4.628
OVG Sachsen-Anhalt 1
VG Magdeburg 1.076
VG Halle 901
Thüringer Oberverwaltungsgericht 3
VG Gera 271
VG Meiningen 1.297
VG Weimar 1.435
Sächsisches Oberverwaltungsgericht 99
Gericht Stand: 15.01.2023 Anzahl anhängigerGerichtsverfahren
VG Chemnitz 3.574
VG Dresden 2.856
VG Leipzig 1.543
OVG Mecklenburg-Vorpommern 54
VG Greifswald 1.123
VG Schwerin 947
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
Jahr 2022 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen Fällen
basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags oder aus sonstigem
Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und Abhilfeentscheidung
Zeitraum: 01.01. bis 31.11.2022
Staatsangehörigkeit davon aufgrund einerGerichtsentscheidung Abhilfeentscheidungen
Gesamt 23.493 16.478 7.015
davon
Syrien 1.199 930 269
Afghanistan 11.129 6.852 4.277
Türkei 1.050 766 284
Irak 1.590 1.324 266
Georgien 84 78 6
Iran 1.931 1.638 293
Ungeklärt 474 364 110
Somalia 469 389 80
Eritrea 214 168 46
Moldau, Republik 11 1 10
Nordmazedonien 16 16 0
Russische Föderation 920 386 534
Nigeria 527 473 54
Venezuela 112 108 4
Albanien 43 32 11
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen
Zeitraum: 01.01. - 30.11.2022
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 11.629
davon
Syrien 844
Afghanistan 9.301
Türkei 205
Irak 193
Georgien 3
Iran 313
Ungeklärt 86
Somalia 114
Eritrea 29
Moldau, Republik 1
Nordmazedonien 7
Russische Föderation 111
Nigeria 50
Venezuela 16
Albanien 5
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen
Zeitraum: 01.01. - 30.11.2022
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 2.164
davon
Syrien 14
Afghanistan 1.891
Türkei 2
Irak 26
Georgien 1
Iran 7
Ungeklärt 15
Somalia 11
Eritrea 4
Moldau, Republik 0
Nordmazedonien 0
Russische Föderation 9
Nigeria 40
Venezuela 0
Albanien 1
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im Jahr
2022 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen Mitgliedstaat
Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis (bitte nach
den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zeitraum: 01.01. bis 31.11.2022
(Stand: 15.01.2023) abgelehnt stattgegeben Gesamt
Gesamt 1.130 152 1.282
darunter:
Zeitraum: 01.01. bis 31.11.2022
(Stand: 15.01.2023) abgelehnt stattgegeben Gesamt
Syrien 555 82 637
Afghanistan 230 13 243
Irak 97 6 103
Somalia 85 16 101
Ungeklärt 29 8 37
Nigeria 19 4 23
Eritrea 16 2 18
Türkei 16 4 20
Iran 11 9 20
Südsudan 11 0 11
f) Wie lang war die durchschnittliche Dauer eines gerichtlichen
Asylklageverfahrens im Jahr 2022 (bitte auch nach Bundesländern
differenziert darstellen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden
Durchschnittliche Verweildauer bei Gericht
in Monaten, Zeitraum: 01.01. bis 30.11.2022
Antragsart: Erstanträge, Folgeanträge
Klagen
Bundesgebiet gesamt 26,1
darunter:
Baden-Württemberg 19,3
Bayern 26,8
Berlin 31,0
Brandenburg 43,3
Bremen 24,3
Hamburg 25,4
Hessen 33,6
Mecklenburg-Vorpommern 20,5
Niedersachsen 32,8
Nordrhein-Westfalen 25,3
Rheinland-Pfalz 6,0
Saarland 13,1
Sachsen 20,7
Sachsen-Anhalt 15,0
Schleswig-Holstein 21,2
Thüringen 18,8
unbekannt 5,3
g) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge im Jahr 2022 aufgrund verlorener Asylgerichtsverfahren
entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und zudem nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Die im Zeitraum vom 1. bis zum 31. Dezember 2022 entstandenen Kosten für
alle Staatsangehörigkeiten belaufen sich auf 16.340.012,76 Euro (Vorjahr 2021:
17.390.344,35 Euro). Die Kosten, die dem BAMF bezüglich der zehn
wichtigsten Herkunftsländer im Zeitraum vom 1. bis 31. Dezember 2022 entstanden
sind, können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Ausgaben in Euro
Syrien 2.423.996,49
Afghanistan 4.432.421,78
Irak 1.281.347,13
Türkei 867.298,82
Georgien 50.394,10
Ungeklärt 437.782,66
Somalia 616.227,87
Iran 1.592.043,53
Eritrea 271.486,65
Moldau 12.313,99
Es wird darauf hingewiesen, dass gemäß § 83b AsylG keine Gerichtskosten
(Gebühren und Auslagen) in asylrechtlichen Streitigkeiten erhoben werden.
Kosten können jedoch für die rechtsanwaltliche Vertretung der Kläger anfallen,
die das BAMF bei einem Unterliegen im gerichtlichen Verfahren teilweise oder
ganz zu erstatten hat.
Rückschlüsse auf die Qualität der Asyl-Entscheidungen des BAMF lassen sich
aus der Höhe der Kosten nicht herleiten. Eine Ursache für anderslautende
Urteile der Verwaltungsgerichte kann der Umstand sein, dass die beklagte
Entscheidung des BAMF zum Zeitpunkt der Gerichtsentscheidung oftmals bereits
einige Monate, teilweise aber auch mehrere Jahre, zurücklag. Daher kann die
Beurteilung der Gerichte durch zwischenzeitliche Veränderungen, die das
BAMF bei seiner Entscheidung nicht berücksichtigen konnte (wie
beispielsweise die Geburt von Kindern, Auswirkungen der Corona-Pandemie oder eine
veränderte Situation im Herkunftsland), zwangsläufig abweichen. Solche
Veränderungen wirken sich bei der gerichtlichen Entscheidung je nach Sachlage zu
Gunsten der Kläger aus.
Das BAMF führt anlassbezogene Überprüfungen gerichtlich anhängiger
Asylverfahren, beispielsweise hinsichtlich des Herkunftslandes Afghanistan durch,
was wiederum zu Abhilfeentscheidungen führt. Zudem überprüft das BAMF
im Rahmen der aktiven Prozessführung auf Anfrage der Gerichte und
Verfahrensbevollmächtigten regelmäßig ergangene Bescheide in gerichtlichen
Verfahren und ändert bei Vorliegen der Voraussetzungen der jeweiligen Schutznorm
den Ausgangsbescheid entsprechend ab.
h) Wie begründet es die Bundesregierung und insbesondere das
Bundesministerium der Justiz, dass es keinen Handlungsbedarf sieht in Bezug
auf die fehlende Berufungsmöglichkeit bei ernsthaften Zweifeln an der
Richtigkeit eines Asylurteils (vgl. § 78 AsylG, Nachfrage zu Antwort
zu Frage 19i auf Bundestagsdrucksache 20/4019), auch vor dem
Hintergrund, dass dieser Kritikpunkt im Rahmen der öffentlichen
Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung der
Asylgerichtsverfahren und Asylverfahren (Bundestagsdrucksache 20/4327)
von mehreren Sachverständigen schriftlich und/oder mündlich
vorgebracht wurde (vgl. https://www.bundestag.de/ausschuesse/a04_innere
s/anhoerungen/922206-922206; bitte ausführen)?
Die derzeitige Ausgestaltung der im gerichtlichen Asylverfahren zur Verfügung
stehenden Rechtsmittel begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. Die
Kritik einzelner Sachverständiger im Gesetzgebungsverfahren des Gesetzes zur
Beschleunigung der Asylgerichtsverfahren und Asylverfahren führte nicht zu
einer Neubewertung durch den Gesetzgeber.
i) Welche Verwaltungsgerichte wiesen im Jahr 2022 bei Asylklagen
Aufhebungsquoten (erfolgreiche Klagen Asylsuchender gegen das
BAMF) auf, die weniger als halb so hoch waren wie im
Bundesdurchschnitt (bitte zu den Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak,
Iran, Nigeria, Pakistan, Russische Föderation, Somalia und Türkei
jeweils alle Verwaltungsgerichte auflisten, die dieses Kriterium erfüllen,
soweit mehr als zehn Entscheidungen zum jeweiligen Herkunftsland
getroffen wurden, in jedem Fall jedoch alle Entscheidungen des
Verwaltungsgerichts (VG) Gera berücksichtigen, und entsprechende
absolute und relative Zahlenangaben zu den Verfahrensausgängen
machen)?
Gibt es entsprechende statistische Angaben auch zu einzelnen
Kammern der Gerichte?
Die Angaben k��nnen den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Hinweis: Das Verwaltungsgericht Gera wird nur bei den Herkunftsländern
genannt, bei denen Gerichtsentscheidungen im Zeitraum vorlagen.
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen
Positive
Entscheidungen
Gesamt
Asyl Art. 16a GG
u. Fam.
Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot absolut Anteil
A
fg
ha
ni
st
an
VG Gesamt 14.787 17 758 118 5.116 6.009 40,6 %
darunter:
VG Münster 171 6 4 0 24 34 19,9 %
VG Gießen 502 0 1 0 97 98 19,5 %
VG Greifswald 244 0 3 1 42 46 18,9 %
VG Osnabrück 91 0 2 3 12 17 18,7 %
VG Schleswig-
Holstein
555 0 1 0 92 93 16,8 %
VG Karlsruhe 166 0 0 0 26 26 15,7 %
VG
Braunschweig
262 6 14 2 17 39 14,9 %
VG Regensburg 59 0 2 2 3 7 11,9 %
VG Kassel 261 0 2 7 20 29 11,1 %
VG Leipzig 88 0 8 1 0 9 10,2 %
VG Ansbach 118 0 1 0 1 2 1,7 %
VG Augsburg 124 0 0 0 1 1 0,8 %
VG Würzburg 265 0 0 0 2 2 0,8 %
VG Bayreuth 17 0 0 0 0 0 -
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen PositiveEntscheidungen
Gesamt
Asyl Art. 16a
GG u. Fam.
Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot absolut Anteil
Ä
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VG Gesamt 1.305 0 33 10 201 244 18,7 %
darunter:
VG Würzburg 44 0 1 0 3 4 9,1 %
VG Schleswig-
Holstein
13 0 1 0 0 1 7,7 %
VG München 57 0 2 0 2 4 7,0 %
VG Frankfurt/
Main
95 0 0 0 1 1 1,1 %
VG Schwerin 12 0 0 0 0 0 -
VG Bayreuth 32 0 0 0 0 0 -
VG Hamburg 12 0 0 0 0 0 -
VG Gießen 63 0 0 0 0 0 -
VG Kassel 24 0 0 0 0 0 -
VG Gera 3 0 0 0 0 0 -
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen PositiveEntscheidungen
Gesamt
Asyl Art. 16a
GG u. Fam. Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
absolut Anteil
Ir
ak
VG Gesamt 9.265 0 271 157 889 1.317 14,2 %
darunter:
VG Wiesbaden 77 0 2 0 3 5 6,5 %
VG Hamburg 207 0 0 0 13 13 6,3 %
VG Münster 96 0 3 0 3 6 6,3 %
VG Bayreuth 182 0 3 0 8 11 6,0 %
VG Düsseldorf 498 0 10 4 16 30 6,0 %
VG Würzburg 75 0 0 0 2 2 2,7 %
VG Regensburg 457 0 4 1 7 12 2,6 %
VG Augsburg 311 0 2 4 1 7 2,3 %
VG Potsdam 91 0 2 0 0 2 2,2 %
VG Osnabrück 187 0 1 1 2 4 2,1 %
VG Darmstadt 58 0 0 0 1 1 1,7 %
VG Frankfurt/
Main
84 0 0 0 0 0 -
VG Ansbach 299 0 0 0 0 0 -
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive Entscheidun-gen
Gesamt
Asyl
Art. 16a GG
u. Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
absolut Anteil
Ir
an
VG Gesamt 5.755 74 1.391 65 86 1.616 28,1 %
darunter:
VG Greifswald 136 2 13 3 0 18 13,2 %
VG Schleswig-
Holstein
341 0 35 1 2 38 11,1 %
VG
Gelsenkirchen
111 1 8 0 2 11 9,9 %
VG Berlin 266 0 14 2 3 19 7,1 %
VG Darmstadt 19 0 0 0 0 0 -
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive Entschei-dungen
Gesamt
Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.Asy
l
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer Schutz
Abschiebungsverbot
absolut Anteil
N
ig
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VG Gesamt 5.680 4 56 7 417 484 8,5 %
darunter:
VG Augsburg 132 0 0 0 5 5 3,8 %
VG Schleswig-
Holstein
81 0 3 0 0 3 3,7 %
VG Arnsberg 253 0 0 0 9 9 3,6 %
VG Leipzig 57 0 0 0 2 2 3,5 %
VG Kassel 80 0 0 0 2 2 2,5 %
VG Gera 42 0 0 0 1 1 2,4 %
VG Schwerin 53 0 1 0 0 1 1,9 %
VG Cottbus 28 0 0 0 0 0 -
VG
Braunschweig
18 0 0 0 0 0 -
VG Trier 144 0 0 0 0 0 -
VG Bayreuth 43 0 0 0 0 0 -
VG Hamburg 35 0 0 0 0 0 -
VG Oldenburg 20 0 0 0 0 0 -
VG Ansbach 55 0 0 0 0 0 -
VG Frankfurt/
Main
11 0 0 0 0 0 -
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen Positive Entscheidun-gen
Gesamt
Asyl Art. 16a
GG u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
absolut Anteil
Pa
ki
st
an
VG Gesamt 2.493 13 337 8 83 441 17,7 %
darunter:
VG
Gelsenkirchen
39 0 0 0 2 2 5,1 %
VG München 59 0 1 0 2 3 5,1 %
VG Münster 24 0 0 0 1 1 4,2 %
VG Dresden 52 0 1 0 1 2 3,8 %
VG Frankfurt/
Oder
27 0 1 0 0 1 3,7 %
VG Aachen 32 0 1 0 0 1 3,1 %
VG Regensburg 16 0 0 0 0 0 -
VG Augsburg 13 0 0 0 0 0 -
VG Minden 57 0 0 0 0 0 -
VG Cottbus 12 0 0 0 0 0 -
VG Ansbach 13 0 0 0 0 0 -
VG Leipzig 26 0 0 0 0 0 -
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen PositiveEntscheidungen
Gesamt
Asyl
Art. 16a GG
u. Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
absolut Anteil
R
us
si
sc
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F
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io
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VG Gesamt 3.845 60 96 78 143 377 9,8 %
darunter:
VG Leipzig 42 2 0 0 0 2 4,8 %
VG Weimar 152 4 1 0 1 6 3,9 %
VG Göttingen 28 0 1 0 0 1 3,6 %
VG Trier 56 0 2 0 0 2 3,6 %
VG Cottbus 134 1 3 0 0 4 3,0 %
VG Schleswig-
Holstein
245 0 5 1 0 6 2,4 %
VG Regensburg 41 0 0 0 1 1 2,4 %
VG Bremen 47 1 0 0 0 1 2,1 %
VG Arnsberg 56 0 0 0 1 1 1,8 %
VG Schwerin 94 0 0 0 1 1 1,1 %
VG Bayreuth 394 0 3 0 0 3 0,8 %
VG Oldenburg 139 0 0 0 1 1 0,7 %
VG Hamburg 41 0 0 0 0 0 -
VG Münster 14 0 0 0 0 0 -
VG Würzburg 41 0 0 0 0 0 -
VG Minden 33 0 0 0 0 0 -
VG Stade 21 0 0 0 0 0 -
VG Hannover 75 0 0 0 0 0 -
VG Karlsruhe 12 0 0 0 0 0 -
VG Magdeburg 32 0 0 0 0 0 -
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen PositiveEntscheidungen
Gesamt
Asyl Art. 16a GG
u. Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
absolut Anteil
So
m
al
ia
VG Gesamt 1.895 1 65 71 330 467 24,6 %
darunter:
VG Gera 25 0 1 2 5 8 32,0 %
VG Dresden 25 0 0 0 3 3 12,0 %
VG Würzburg 131 0 1 0 11 12 9,2 %
VG Aachen 71 0 0 0 6 6 8,5 %
VG Ansbach 15 0 0 0 1 1 6,7 %
VG Minden 31 0 0 0 2 2 6,5 %
VG Cottbus 20 0 1 0 0 1 5,0 %
VG Karlsruhe 26 0 0 0 0 0 -
VG Leipzig 13 0 0 0 0 0 -
VG Schwerin 45 0 0 0 0 0 -
Verwaltungsgerichte
Gerichtsentscheidungen PositiveEntscheidungen
Gesamt
Asyl
Art. 16a GG
u. Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
absolut Anteil
Tü
rk
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VG Gesamt 5.051 179 520 28 75 802 15,9 %
darunter:
VG Ansbach 17 0 0 0 1 1 5,9 %
VG Chemnitz 35 0 2 0 0 2 5,7 %
VG Frankfurt/
Main
105 1 3 0 2 6 5,7 %
VG Würzburg 18 1 0 0 0 1 5,6 %
VG Trier 276 1 8 0 2 11 4,0 %
VG Stade 39 0 0 0 1 1 2,6 %
VG Augsburg 258 0 6 0 0 6 2,3 %
VG Regensburg 12 0 0 0 0 0 -
VG Darmstadt 32 0 0 0 0 0 -
j) Wie waren die Entscheidungen der Verwaltungsgerichte und die
jeweiligen Aufhebungsquoten bei Asylklagen in Bezug auf die
Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan,
Russische Föderation, Somalia und Türkei jeweils in den Jahren 2020, 2021
und 2022, nach Bundesländern differenziert?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Afghanistan
Jahr 2020 G
es
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A
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rt.
1
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G
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Länder gesamt 21.168 6 1.195 651 6.435 5.518 402 6.955 6 39,1 %
davon:
Baden-
Württemberg
4.189 1 288 142 1.652 1.222 30 852 2 49,7 %
Bayern 1.897 0 59 49 274 679 65 771 0 20,1 %
Berlin 794 0 27 6 198 173 5 385 0 29,1 %
Brandenburg 954 0 66 7 233 107 3 538 0 32,1 %
Bremen 244 0 41 37 75 26 0 65 0 62,7 %
Hamburg 972 0 63 53 420 120 3 313 0 55,1 %
Hessen 3.212 0 150 151 1.084 702 11 1.113 1 43,1 %
Mecklenburg-
Vorpommern
144 0 1 1 9 25 16 92 0 7,6 %
Niedersachsen 2.044 0 111 31 654 507 21 720 0 38,9 %
Nordrhein-
Westfalen
3.118 5 214 81 973 941 38 866 0 40,8 %
Rheinland-
Pfalz
689 0 38 8 149 220 48 225 1 28,3 %
Saarland 33 0 1 0 9 1 0 22 0 30,3 %
Sachsen 681 0 57 31 161 185 31 216 0 36,6 %
Sachsen-
Anhalt
372 0 31 6 101 22 21 191 0 37,1 %
Schleswig-
Holstein
1.279 0 11 2 281 496 106 381 2 23,0 %
Thüringen 546 0 37 46 162 92 4 205 0 44,9 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Afghanistan
Jahr 2021 G
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Länder gesamt 16.214 11 968 426 6.444 1.724 189 6.450 2 48,4 %
davon:
Baden-
Württemberg
1.495 1 150 78 649 170 10 437 0 58,7 %
Bayern 1.287 1 28 40 300 110 39 769 0 28,7 %
Berlin 972 0 24 11 386 74 5 472 0 43,3 %
Brandenburg 1.112 0 71 17 468 82 2 472 0 50,0 %
Bremen 202 0 44 11 45 18 0 84 0 49,5 %
Hamburg 869 0 76 43 357 78 15 299 1 54,8 %
Hessen 3.507 0 128 102 1.510 442 8 1.317 0 49,6 %
Mecklenburg-
Vorpommern
215 0 0 0 9 1 0 205 0 4,2 %
Niedersachsen 2.315 2 149 33 1.061 226 7 837 0 53,8 %
Nordrhein-
Westfalen
2.078 6 221 37 829 280 32 673 0 52,6 %
Rheinland-
Pfalz
306 0 15 2 85 60 19 125 0 33,3 %
Saarland 22 0 3 0 8 2 0 9 0 50,0 %
Sachsen 414 0 23 11 106 44 18 211 1 33,8 %
Sachsen-
Anhalt
171 0 16 1 49 7 4 94 0 38,6 %
Schleswig-
Holstein
891 1 4 2 450 110 24 300 0 51,3 %
Thüringen 357 0 16 38 132 20 6 145 0 52,1 %
Unbekannt 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Afghanistan
01.01.-30.11.2
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Länder gesamt 14.787 17 758 118 5.116 331 83 8.358 6 40,6 %
davon:
Baden-
Württemberg
746 1 62 16 198 21 16 430 2 37,1 %
Bayern 2.653 1 38 12 1.468 31 1 1.102 0 57,3 %
Berlin 1.101 1 41 0 222 46 11 780 0 24,0 %
Brandenburg 986 0 100 5 219 63 0 599 0 32,9 %
Bremen 177 0 11 0 32 1 0 133 0 24,3 %
Hamburg 587 0 39 5 143 1 0 399 0 31,9 %
Hessen 2.211 1 53 22 840 23 1 1.271 0 41,4 %
Mecklenburg-
Vorpommern
236 0 3 1 37 2 0 193 0 17,4 %
Niedersachsen 2.085 6 189 31 735 64 3 1.057 0 46,1 %
Nordrhein-
Westfalen
2.108 7 147 8 791 47 19 1.089 0 45,2 %
Rheinland-
Pfalz
288 0 7 1 60 8 16 193 3 23,6 %
Saarland 62 0 9 0 18 0 0 35 0 43,5 %
Sachsen 511 0 26 7 164 11 1 301 1 38,6 %
Sachsen-
Anhalt
196 0 10 0 44 3 0 139 0 27,6 %
Schleswig-
Holstein
559 0 1 0 95 7 11 445 0 17,2 %
Thüringen 276 0 22 10 50 3 4 187 0 29,7 %
Unbekannt 5 0 0 0 0 0 0 5 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 2.423 1 84 19 931 760 84 544 0 42,7 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Äthiopien
Jahr 2020 G
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davon:
Baden-
Württemberg
162 0 6 5 64 56 5 26 0 46,3 %
Bayern 1.595 0 67 3 804 412 44 265 0 54,8 %
Berlin 12 0 0 1 0 3 0 8 0 8,3 %
Brandenburg 32 0 0 0 7 19 0 6 0 21,9 %
Bremen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Hamburg 10 0 0 0 0 6 1 3 0 0,0 %
Hessen 377 0 4 1 21 198 13 140 0 6,9 %
Mecklenburg-
Vorpommern
1 0 0 0 0 0 1 0 0 0,0 %
Niedersachsen 34 1 1 4 6 8 1 13 0 35,3 %
Nordrhein-
Westfalen
52 0 0 2 2 16 8 24 0 7,7 %
Rheinland-
Pfalz
41 0 0 0 0 24 4 13 0 0,0 %
Saarland 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Sachsen 54 0 5 2 21 9 2 15 0 51,9 %
Sachsen-
Anhalt
4 0 1 1 2 0 0 0 0 100,0 %
Schleswig-
Holstein
37 0 0 0 3 8 5 21 0 8,1 %
Thüringen 12 0 0 0 1 1 0 10 0 8,3 %
Äthiopien
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Länder gesamt 1.419 0 30 16 433 374 98 468 0 33,8 %
davon:
Baden-
Württemberg
101 0 2 5 25 47 0 22 0 31,7 %
Äthiopien
Jahr 2021 G
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Bayern 748 0 17 2 306 164 80 179 0 43,4 %
Berlin 6 0 0 0 1 2 0 3 0 16,7 %
Brandenburg 18 0 0 0 1 6 0 11 0 5,6 %
Bremen 6 0 0 1 2 0 0 3 0 50,0 %
Hamburg 16 0 0 0 2 6 2 6 0 12,5 %
Hessen 366 0 8 2 75 108 5 168 0 23,2 %
Mecklenburg-
Vorpommern
2 0 0 0 0 0 1 1 0 0,0 %
Niedersachsen 31 0 1 1 3 11 0 15 0 16,1 %
Nordrhein-
Westfalen
46 0 1 3 6 13 0 23 0 21,7 %
Rheinland-
Pfalz
19 0 0 1 3 6 5 4 0 21,1 %
Saarland 1 0 0 0 1 0 0 0 0 100,0 %
Sachsen 37 0 0 0 7 4 4 22 0 18,9 %
Sachsen-
Anhalt
6 0 0 0 1 4 0 1 0 16,7 %
Schleswig-
Holstein
9 0 1 1 0 1 1 5 0 22,2 %
Thüringen 7 0 0 0 0 2 0 5 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 1.305 0 33 10 201 564 99 398 0 18,7 %
davon:
Baden-
Württemberg
32 0 1 1 7 11 2 10 0 28,1 %
Bayern 797 0 9 2 138 381 71 196 0 18,7 %
Berlin 4 0 0 1 1 0 0 2 0 50,0 %
Brandenburg 11 0 1 1 2 3 0 4 0 36,4 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Bremen 3 0 0 0 0 0 0 3 0 0,0 %
Hamburg 12 0 0 0 0 5 0 7 0 0,0 %
Hessen 280 0 10 0 20 118 10 122 0 10,7 %
Mecklenburg-
Vorpommern
12 0 0 0 0 1 5 6 0 0,0 %
Niedersachsen 33 0 0 2 10 8 1 12 0 36,4 %
Nordrhein-
Westfalen
35 0 4 1 6 14 1 9 0 31,4 %
Rheinland-
Pfalz
19 0 0 0 5 5 3 6 0 26,3 %
Saarland 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Sachsen 38 0 7 2 7 11 1 10 0 42,1 %
Sachsen-
Anhalt
12 0 0 0 5 2 2 3 0 41,7 %
Schleswig-
Holstein
13 0 1 0 0 4 3 5 0 7,7 %
Thüringen 3 0 0 0 0 1 0 2 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 14.660 15 557 341 1.528 6.287 415 5.513 4 16,7 %
davon:
Baden-
Württemberg
2.977 6 204 132 452 1.311 59 812 1 26,7 %
Bayern 2.049 1 36 10 134 1.028 82 757 1 8,8 %
Berlin 746 0 17 22 52 371 4 280 0 12,2 %
Brandenburg 60 0 1 0 1 2 1 55 0 3,3 %
Bremen 46 0 0 3 0 5 0 38 0 6,5 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Hamburg 254 0 19 15 20 102 2 96 0 21,3 %
Hessen 827 0 15 50 86 358 17 301 0 18,3 %
Mecklenburg-
Vorpommern
98 0 0 5 19 22 8 44 0 24,5 %
Niedersachsen 1.641 0 87 19 137 615 57 725 1 14,8 %
Nordrhein-
Westfalen
3.585 4 121 65 373 1.529 100 1.393 0 15,7 %
Rheinland-
Pfalz
367 1 3 0 21 150 9 183 0 6,8 %
Saarland 105 0 0 0 42 35 0 27 1 40,0 %
Sachsen 395 1 15 5 40 160 14 160 0 15,4 %
Sachsen-
Anhalt
189 0 4 4 67 15 1 98 0 39,7 %
Schleswig-
Holstein
985 2 29 10 68 463 41 372 0 11,1 %
Thüringen 333 0 6 1 16 120 20 170 0 6,9 %
Unbekannt 3 0 0 0 0 1 0 2 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 11.738 19 437 233 1.305 4.601 525 4.606 12 17,0 %
davon:
Baden-
Württemberg
1.960 6 130 116 388 686 43 590 1 32,7 %
Bayern 1.445 0 28 4 102 699 93 516 3 9,3 %
Berlin 466 0 14 10 22 182 17 221 0 9,9 %
Brandenburg 154 0 0 0 0 13 2 138 1 0,0 %
Bremen 55 0 1 0 0 13 2 39 0 1,8 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Hamburg 447 0 6 6 37 227 39 132 0 11,0 %
Hessen 759 0 10 19 88 232 19 391 0 15,4 %
Mecklenburg-
Vorpommern
124 0 1 1 24 25 4 69 0 21,0 %
Niedersachsen 1.408 1 49 20 126 631 45 536 0 13,9 %
Nordrhein-
Westfalen
2.985 8 123 42 299 1.251 133 1.123 6 15,8 %
Rheinland-
Pfalz
254 1 8 0 18 138 13 75 1 10,6 %
Saarland 44 0 2 0 4 23 0 15 0 13,6 %
Sachsen 490 0 25 12 28 128 27 270 0 13,3 %
Sachsen-
Anhalt
158 0 2 2 40 39 6 69 0 27,8 %
Schleswig-
Holstein
723 3 35 0 105 250 63 267 0 19,8 %
Thüringen 262 0 3 1 24 64 19 151 0 10,7 %
Unbekannt 4 0 0 0 0 0 0 4 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 9.265 0 271 157 889 3.635 397 3.911 5 14,2 %
davon:
Baden-
Württemberg
976 0 39 18 241 286 33 356 3 30,5 %
Bayern 1.451 0 12 7 49 722 84 577 0 4,7 %
Berlin 816 0 30 10 93 411 13 259 0 16,3 %
Brandenburg 96 0 2 0 0 14 3 77 0 2,1 %
Bremen 95 0 6 6 13 27 3 40 0 26,3 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Irak
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Hamburg 204 0 1 0 14 40 11 138 0 7,4 %
Hessen 525 0 5 4 69 200 25 222 0 14,9 %
Mecklenburg-
Vorpommern
185 0 2 3 15 90 21 54 0 10,8 %
Niedersachsen 1.237 0 87 19 105 556 34 436 0 17,1 %
Nordrhein-
Westfalen
2.017 0 47 23 140 722 87 998 0 10,4 %
Rheinland-
Pfalz
264 0 2 0 23 148 19 71 1 9,5 %
Saarland 39 0 5 1 0 29 0 4 0 15,4 %
Sachsen 488 0 16 39 32 145 18 238 0 17,8 %
Sachsen-Anhalt 129 0 3 4 33 24 9 56 0 31,0 %
Schleswig-
Holstein
433 0 8 11 25 132 34 223 0 10,2 %
Thüringen 308 0 6 12 37 89 3 160 1 17,9 %
Unbekannt 2 0 0 0 0 0 0 2 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Iran
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Länder gesamt 7.029 46 1.507 23 109 2.559 157 2.619 9 24,0 %
davon:
Baden-
Württemberg
856 4 230 0 13 366 24 216 3 28,9 %
Bayern 702 0 103 6 3 298 41 251 0 16,0 %
Berlin 199 0 20 0 1 73 1 104 0 10,6 %
Brandenburg 188 2 57 0 0 35 2 92 0 31,4 %
Bremen 77 9 25 1 0 10 2 30 0 45,5 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Hamburg 351 0 134 5 9 81 2 120 0 42,2 %
Hessen 685 7 124 1 2 194 7 350 0 19,6 %
Mecklenburg-
Vorpommern
87 1 5 0 0 49 1 31 0 6,9 %
Niedersachsen 750 0 342 1 12 166 12 216 1 47,3 %
Nordrhein-
Westfalen
1.567 17 247 6 27 543 25 702 0 19,0 %
Rheinland-
Pfalz
384 1 62 0 16 154 8 142 1 20,6 %
Saarland 18 1 2 0 0 1 0 14 0 16,7 %
Sachsen 215 1 71 0 2 101 5 35 0 34,4 %
Sachsen-
Anhalt
232 0 42 0 15 68 7 100 0 24,6 %
Schleswig-
Holstein
611 2 32 3 3 405 19 143 4 6,5 %
Thüringen 106 1 11 0 6 15 1 72 0 17,0 %
Unbekannt 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 7.227 75 1.619 44 124 2.882 244 2.239 0 25,8 %
davon:
Baden-
Württemberg
811 8 189 5 16 359 13 221 0 26,9 %
Bayern 663 1 102 3 10 303 44 200 0 17,5 %
Berlin 313 0 32 0 5 127 9 140 0 11,8 %
Brandenburg 214 2 68 1 0 60 1 82 0 33,2 %
Bremen 98 13 51 0 1 8 0 25 0 66,3 %
Hamburg 414 0 136 0 14 67 1 196 0 36,2 %
Hessen 880 5 121 7 9 434 32 272 0 16,1 %
Mecklenburg-
Vorpommern
74 0 6 0 1 38 3 26 0 9,5 %
Niedersachsen 595 3 285 2 19 152 10 124 0 51,9 %
Nordrhein-
Westfalen
1.892 31 414 13 29 753 72 580 0 25,7 %
Rheinland-
Pfalz
415 9 108 9 8 204 24 53 0 32,3 %
Saarland 15 0 3 0 0 1 0 11 0 20,0 %
Sachsen 199 0 26 0 1 47 8 117 0 13,6 %
Sachsen-
Anhalt
111 1 14 1 7 41 4 43 0 20,7 %
Schleswig-
Holstein
402 0 37 0 4 263 23 75 0 10,2 %
Thüringen 131 2 27 3 0 25 0 74 0 24,4 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 5.755 74 1.391 65 86 2.166 218 1.749 6 28,1 %
davon:
Baden-
Württemberg
545 10 140 6 17 190 16 165 1 31,7 %
Bayern 610 5 106 6 8 277 36 172 0 20,5 %
Berlin 294 1 25 2 3 135 13 114 1 10,5 %
Brandenburg 229 1 100 0 1 85 1 41 0 44,5 %
Bremen 106 11 38 0 7 15 1 34 0 52,8 %
Hamburg 343 1 78 3 13 76 3 169 0 27,7 %
Hessen 577 5 105 18 5 223 34 184 3 23,1 %
Mecklenburg-
Vorpommern
132 2 12 3 0 77 4 34 0 12,9 %
Niedersachsen 590 5 281 5 14 145 10 130 0 51,7 %
Nordrhein-
Westfalen
1.311 22 281 17 9 521 46 415 0 25,1 %
Rheinland-
Pfalz
186 0 23 1 4 68 18 71 1 15,1 %
Saarland 18 0 15 0 1 0 0 2 0 88,9 %
Sachsen 100 7 34 0 0 16 2 41 0 41,0 %
Sachsen-
Anhalt
172 4 52 3 1 42 5 65 0 34,9 %
Schleswig-
Holstein
338 0 36 0 2 206 23 71 0 11,2 %
Thüringen 203 0 65 1 1 90 6 40 0 33,0 %
Unbekannt 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 10.682 4 69 13 612 4.161 468 5.346 9 6,5 %
davon:
Baden-
Württemberg
3.673 2 37 7 306 1.482 87 1.748 4 9,6 %
Bayern 3.529 0 15 2 142 1.508 279 1.582 1 4,5 %
Berlin 37 0 2 0 2 6 0 27 0 10,8 %
Brandenburg 99 0 1 0 0 35 1 62 0 1,0 %
Bremen 25 0 0 0 0 2 0 23 0 0,0 %
Hamburg 82 0 0 0 1 42 2 37 0 1,2 %
Hessen 243 0 1 0 3 26 0 213 0 1,6 %
Mecklenburg-
Vorpommern
9 0 0 0 0 1 0 8 0 0,0 %
Niedersachsen 174 0 0 0 6 10 2 156 0 3,4 %
Nordrhein-
Westfalen
1.643 2 11 2 129 564 32 903 0 8,8 %
Rheinland-
Pfalz
589 0 0 1 11 250 37 286 4 2,0 %
Saarland 43 0 1 0 0 20 0 22 0 2,3 %
Sachsen 133 0 0 0 2 39 2 90 0 1,5 %
Sachsen-
Anhalt
106 0 1 1 10 23 1 70 0 11,3 %
Schleswig-
Holstein
101 0 0 0 0 39 6 56 0 0,0 %
Thüringen 195 0 0 0 0 114 19 62 0 0,0 %
Unbekannt 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 8.964 11 64 12 641 3.817 582 3.823 14 8,1 %
davon:
Baden-
Württemberg
3.224 7 34 1 367 1.439 146 1.223 7 12,7 %
Bayern 2.865 0 10 3 117 1.256 279 1.195 5 4,5 %
Berlin 73 0 1 0 10 25 2 35 0 15,1 %
Brandenburg 87 0 0 0 0 30 1 56 0 0,0 %
Bremen 16 0 1 0 0 2 0 13 0 6,3 %
Hamburg 48 0 0 0 0 22 3 23 0 0,0 %
Hessen 252 0 0 0 20 98 6 128 0 7,9 %
Mecklenburg-
Vorpommern
38 0 0 0 0 17 1 20 0 0,0 %
Niedersachsen 161 1 6 0 14 47 5 88 0 13,0 %
Nordrhein-
Westfalen
1.496 3 9 8 94 560 46 774 2 7,6 %
Rheinland-
Pfalz
224 0 0 0 3 109 35 77 0 1,3 %
Saarland 11 0 0 0 1 1 0 9 0 9,1 %
Sachsen 154 0 2 0 3 66 19 64 0 3,2 %
Sachsen-Anhalt 82 0 1 0 9 31 3 38 0 12,2 %
Schleswig-
Holstein
126 0 0 0 3 71 13 39 0 2,4 %
Thüringen 107 0 0 0 0 43 23 41 0 0,0 %
Nigeria
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Länder gesamt 5.680 4 56 7 417 2.548 420 2.217 11 8,5 %
davon:
Nigeria
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Baden-
Württemberg
1.575 1 26 0 129 728 113 575 3 9,9 %
Bayern 1.947 0 11 2 121 922 175 716 0 6,9 %
Berlin 18 0 0 0 2 1 1 14 0 11,1 %
Brandenburg 31 0 0 0 0 6 1 24 0 0,0 %
Bremen 71 0 1 0 7 18 3 42 0 11,3 %
Hamburg 35 0 0 0 0 13 0 22 0 0,0 %
Hessen 276 0 0 1 33 88 2 152 0 12,3 %
Mecklenburg-
Vorpommern
52 0 1 0 0 19 8 24 0 1,9 %
Niedersachsen 127 0 1 0 8 59 8 51 0 7,1 %
Nordrhein-
Westfalen
1.183 3 13 4 109 498 55 494 7 10,9 %
Rheinland-
Pfalz
143 0 0 0 0 94 25 23 1 0,0 %
Saarland 2 0 0 0 0 1 0 1 0 0,0 %
Sachsen 71 0 0 0 4 29 8 30 0 5,6 %
Sachsen-Anhalt 27 0 0 0 3 11 3 10 0 11,1 %
Schleswig-
Holstein
80 0 3 0 0 35 17 25 0 3,8 %
Thüringen 42 0 0 0 1 26 1 14 0 2,4 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 4.999 7 516 18 144 2.353 328 1.631 2 13,7 %
davon:
Baden-
Württemberg
1.018 2 108 8 36 582 54 226 2 15,1 %
Bayern 689 0 22 0 13 326 60 268 0 5,1 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Pakistan
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Berlin 121 0 5 0 4 37 15 60 0 7,4 %
Brandenburg 316 0 13 0 10 173 18 102 0 7,3 %
Bremen 3 0 0 0 0 1 0 2 0 0,0 %
Hamburg 20 0 14 0 0 1 0 5 0 70,0 %
Hessen 680 0 105 1 15 312 38 209 0 17,8 %
Mecklenburg-
Vorpommern
2 0 1 0 1 0 0 0 0 100,0 %
Niedersachsen 372 3 51 7 7 177 14 113 0 18,3 %
Nordrhein-
Westfalen
784 2 81 2 32 388 28 251 0 14,9 %
Rheinland-
Pfalz
615 0 104 0 22 189 52 248 0 20,5 %
Saarland 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Sachsen 374 0 12 0 4 165 49 144 0 4,3 %
Sachsen-
Anhalt
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Schleswig-
Holstein
3 0 0 0 0 2 0 1 0 0,0 %
Thüringen 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Unbekannt 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 3.645 9 440 10 131 1.536 307 1.210 2 16,2 %
davon:
Baden-
Württemberg
498 1 56 1 23 239 59 117 2 16,3 %
Bayern 355 1 5 2 12 181 54 100 0 5,6 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Berlin 239 0 8 0 9 128 2 92 0 7,1 %
Brandenburg 269 1 19 0 16 147 8 78 0 13,4 %
Bremen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Hamburg 4 0 0 0 1 0 0 3 0 25,0 %
Hessen 616 0 128 0 20 200 72 196 0 24,0 %
Mecklenburg-
Vorpommern
5 0 0 0 0 0 0 5 0 0,0 %
Niedersachsen 265 3 27 4 3 111 21 96 0 14,0 %
Nordrhein-
Westfalen
598 3 82 3 26 238 39 207 0 19,1 %
Rheinland-
Pfalz
462 0 90 0 20 161 24 167 0 23,8 %
Saarland 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Sachsen 325 0 25 0 1 130 28 141 0 8,0 %
Sachsen-Anhalt 3 0 0 0 0 1 0 2 0 0,0 %
Schleswig-
Holstein
3 0 0 0 0 0 0 3 0 0,0 %
Thüringen 2 0 0 0 0 0 0 2 0 0,0 %
Unbekannt 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 2.493 13 337 8 83 852 198 998 4 17,7 %
davon:
Baden-
Württemberg
192 1 14 1 10 77 36 52 1 13,5 %
Bayern 105 0 1 0 2 24 14 64 0 2,9 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Berlin 192 0 13 0 15 100 6 58 0 14,6 %
Brandenburg 118 1 2 0 11 50 8 45 1 11,9 %
Bremen 2 0 0 0 0 0 0 2 0 0,0 %
Hamburg 8 0 1 0 2 1 0 4 0 37,5 %
Hessen 481 1 93 4 11 185 42 145 0 22,7 %
Mecklenburg-
Vorpommern
2 0 1 0 0 1 0 0 0 50,0 %
Niedersachsen 125 0 32 0 8 37 6 41 1 32,0 %
Nordrhein-
Westfalen
545 3 73 1 15 178 27 247 1 16,9 %
Rheinland-
Pfalz
393 1 82 2 5 94 25 184 0 22,9 %
Saarland 1 0 0 0 0 1 0 0 0 0,0 %
Sachsen 320 6 25 0 4 103 33 149 0 10,9 %
Sachsen-
Anhalt
9 0 0 0 0 1 1 7 0 0,0 %
Schleswig-
Holstein
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Thüringen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Russische
Föderation
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Länder gesamt 5.014 88 155 20 170 1.989 331 2.259 2 8,6 %
davon:
Baden-
Württemberg
298 2 12 0 9 157 18 99 1 7,7 %
Bayern 533 5 5 6 26 254 61 176 0 7,9 %
Berlin 373 0 10 1 1 140 10 211 0 3,2 %
Brandenburg 566 0 0 0 0 158 12 396 0 0,0 %
Bremen 47 0 3 0 0 23 6 15 0 6,4 %
Hamburg 146 0 4 1 3 23 46 69 0 5,5 %
Hessen 226 11 6 2 1 95 5 106 0 8,8 %
Mecklenburg-
Vorpommern
64 1 1 0 2 11 0 49 0 6,3 %
Niedersachsen 364 2 24 5 17 119 18 179 0 13,2 %
Nordrhein-
Westfalen
1.028 9 44 1 81 432 46 414 1 13,1 %
Rheinland-
Pfalz
191 40 7 0 1 36 18 89 0 25,1 %
Saarland 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Sachsen 397 10 16 0 4 190 37 140 0 7,6 %
Sachsen-Anhalt 189 0 7 0 7 75 21 79 0 7,4 %
Schleswig-
Holstein
464 0 10 4 18 239 31 162 0 6,9 %
Thüringen 127 8 6 0 0 37 2 74 0 11,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Russische
Föderation
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Länder gesamt 5.117 73 94 75 123 2.067 380 2.285 20 7,1 %
davon:
Baden-
Württemberg
456 20 14 32 18 153 29 189 1 18,4 %
Bayern 418 0 1 8 2 208 54 145 0 2,6 %
Berlin 399 0 17 5 3 117 16 241 0 6,3 %
Brandenburg 745 0 0 3 3 248 43 443 5 0,8 %
Bremen 161 2 0 0 0 120 1 38 0 1,2 %
Hamburg 103 0 1 6 3 15 9 69 0 9,7 %
Hessen 186 26 7 3 2 66 0 82 0 20,4 %
Mecklenburg-
Vorpommern
171 1 0 0 2 52 19 91 6 1,8 %
Niedersachsen 274 5 2 3 8 106 26 124 0 6,6 %
Nordrhein-
Westfalen
781 9 41 9 48 333 42 292 7 13,7 %
Rheinland-
Pfalz
71 4 0 0 2 16 24 25 0 8,5 %
Saarland 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Sachsen 543 1 5 5 23 217 64 228 0 6,3 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Russische
Föderation
Jahr 2021 G
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Sachsen-Anhalt 115 0 1 1 1 47 11 54 0 2,6 %
Schleswig-
Holstein
412 0 1 0 0 243 33 134 1 0,2 %
Thüringen 281 5 4 0 8 126 9 129 0 6,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Russische
Föderation
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Länder gesamt 3.845 60 96 78 143 1.481 296 1.680 11 9,8 %
davon:
Baden-
Württemberg
160 0 0 9 17 42 26 62 4 16,3 %
Bayern 586 4 5 5 2 61 35 474 0 2,7 %
Berlin 315 17 14 13 8 103 8 152 0 16,5 %
Brandenburg 1.089 1 26 39 49 601 53 320 0 10,6 %
Bremen 47 1 0 0 0 22 7 17 0 2,1 %
Hamburg 43 0 1 0 0 10 1 31 0 2,3 %
Hessen 96 20 4 0 5 10 9 48 0 30,2 %
Mecklenburg-
Vorpommern
96 0 0 0 3 34 11 48 0 3,1 %
Niedersachsen 318 1 4 0 4 171 58 80 0 2,8 %
Nordrhein-
Westfalen
297 0 15 5 18 120 13 126 0 12,8 %
Rheinland-
Pfalz
58 0 2 0 1 19 20 16 0 5,2 %
Saarland 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Sachsen 278 12 18 6 35 75 25 100 7 25,5 %
Sachsen-Anhalt 66 0 2 0 0 21 6 37 0 3,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Russische
Föderation
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Schleswig-
Holstein
244 0 4 1 0 126 18 95 0 2,0 %
Thüringen 152 4 1 0 1 66 6 74 0 3,9 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Somalia
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Länder gesamt 3.347 1 109 91 354 711 130 1.949 2 16,6 %
davon:
Baden-
Württemberg
493 0 17 22 54 124 7 269 0 18,9 %
Bayern 527 0 15 5 50 172 20 265 0 13,3 %
Berlin 47 0 2 8 3 1 0 33 0 27,7 %
Brandenburg 94 0 8 1 5 12 2 66 0 14,9 %
Bremen 39 0 2 1 6 10 1 19 0 23,1 %
Hamburg 49 0 0 0 1 6 0 42 0 2,0 %
Hessen 412 0 6 9 51 49 4 292 1 16,0 %
Mecklenburg-
Vorpommern
32 0 0 0 0 3 3 26 0 0,0 %
Niedersachsen 271 0 12 13 57 33 12 143 1 30,3 %
Nordrhein-
Westfalen
471 1 15 13 44 71 9 318 0 15,5 %
Rheinland-
Pfalz
397 0 22 8 34 114 18 201 0 16,1 %
Saarland 11 0 0 0 1 3 1 6 0 9,1 %
Sachsen 86 0 0 1 2 40 2 41 0 3,5 %
Sachsen-
Anhalt
133 0 3 3 16 11 7 93 0 16,5 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Somalia
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Schleswig-
Holstein
168 0 3 2 13 47 42 61 0 10,7 %
Thüringen 117 0 4 5 17 15 2 74 0 22,2 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Somalia
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Länder gesamt 2.967 1 94 80 337 605 127 1.718 5 17,3 %
davon:
Baden-
Württemberg
552 0 14 29 100 172 12 223 2 25,9 %
Bayern 430 0 9 6 33 122 23 236 1 11,2 %
Berlin 24 0 2 1 5 6 0 10 0 33,3 %
Brandenburg 161 0 18 5 25 11 2 100 0 29,8 %
Bremen 34 0 2 0 11 1 0 20 0 38,2 %
Hamburg 74 0 0 0 1 19 1 53 0 1,4 %
Hessen 666 0 21 8 87 89 20 441 0 17,4 %
Mecklenburg-
Vorpommern
36 0 0 0 1 5 9 20 1 2,8 %
Niedersachsen 183 0 7 6 17 21 7 125 0 16,4 %
Nordrhein-
Westfalen
353 1 10 18 21 57 11 235 0 14,2 %
Rheinland-
Pfalz
145 0 3 3 17 25 15 82 0 15,9 %
Saarland 9 0 0 0 0 4 1 4 0 0,0 %
Sachsen 84 0 2 1 1 33 6 41 0 4,8 %
Sachsen-
Anhalt
87 0 0 2 8 25 8 44 0 11,5 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Schleswig-
Holstein
66 0 0 0 8 6 9 42 1 12,1 %
Thüringen 61 0 6 1 2 8 3 41 0 14,8 %
Unbekannt 2 0 0 0 0 1 0 1 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 1.895 1 65 71 330 292 112 1.020 4 24,6 %
davon:
Baden-
Württemberg
173 0 5 7 30 23 14 94 0 24,3 %
Bayern 232 0 7 2 22 40 14 147 0 13,4 %
Berlin 52 0 9 2 8 1 0 32 0 36,5 %
Brandenburg 143 0 6 44 14 6 3 70 0 44,8 %
Bremen 50 0 0 0 6 2 0 42 0 12,0 %
Hamburg 72 0 1 0 17 22 3 29 0 25,0 %
Hessen 354 1 12 0 86 56 7 191 1 28,0 %
Mecklenburg-
Vorpommern
45 0 0 0 0 12 19 11 3 0,0 %
Niedersachsen 109 0 9 5 32 10 4 49 0 42,2 %
Nordrhein-
Westfalen
363 0 11 6 72 64 10 200 0 24,5 %
Rheinland-
Pfalz
158 0 3 3 21 30 21 80 0 17,1 %
Saarland 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Sachsen 42 0 0 0 4 13 3 22 0 9,5 %
Sachsen-
Anhalt
44 0 1 0 7 9 6 21 0 18,2 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Schleswig-
Holstein
33 0 0 0 6 3 6 18 0 18,2 %
Thüringen 25 0 1 2 5 1 2 14 0 32,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Türkei
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Länder gesamt 4.264 119 431 32 56 1.830 90 1.703 3 15,0 %
davon:
Baden-
Württemberg
827 24 151 8 21 375 11 237 0 24,7 %
Bayern 574 5 30 2 6 326 14 191 0 7,5 %
Berlin 256 6 3 2 1 84 5 155 0 4,7 %
Brandenburg 45 0 0 0 0 15 0 30 0 0,0 %
Bremen 76 0 7 3 7 18 2 39 0 22,4 %
Hamburg 56 0 1 0 0 17 1 37 0 1,8 %
Hessen 384 13 67 0 4 67 0 233 0 21,9 %
Mecklenburg-
Vorpommern
71 0 0 0 0 36 3 31 1 0,0 %
Niedersachsen 305 3 16 3 1 157 4 121 0 7,5 %
Nordrhein-
Westfalen
796 30 83 12 5 301 25 340 0 16,3 %
Rheinland-
Pfalz
272 10 16 0 0 172 5 69 0 9,6 %
Saarland 28 1 4 1 0 9 1 11 1 21,4 %
Sachsen 214 20 25 0 1 74 8 86 0 21,5 %
Sachsen-Anhalt 129 6 8 0 6 62 6 40 1 15,5 %
Schleswig-
Holstein
175 1 17 1 4 93 5 54 0 13,1 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Thüringen 54 0 3 0 0 24 0 27 0 5,6 %
Unbekannt 2 0 0 0 0 0 0 2 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Türkei
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Länder gesamt 5.139 168 547 25 66 2.399 137 1.795 2 15,7 %
davon:
Baden-
Württemberg
1.137 27 146 11 32 588 30 303 0 19,0 %
Bayern 625 1 19 1 3 380 34 187 0 3,8 %
Berlin 361 25 19 2 7 123 3 181 1 14,7 %
Brandenburg 85 1 14 0 0 19 0 51 0 17,6 %
Bremen 56 0 9 0 2 10 0 35 0 19,6 %
Hamburg 96 3 6 4 1 18 0 64 0 14,6 %
Hessen 506 4 51 0 4 210 1 235 1 11,7 %
Mecklenburg-
Vorpommern
59 0 3 0 0 32 2 22 0 5,1 %
Niedersachsen 478 1 52 1 2 270 11 141 0 11,7 %
Nordrhein-
Westfalen
895 86 147 6 7 332 10 307 0 27,5 %
Rheinland-
Pfalz
293 4 19 0 0 199 14 57 0 7,8 %
Saarland 16 0 6 0 0 8 0 2 0 37,5 %
Sachsen 225 7 24 0 2 98 12 82 0 14,7 %
Sachsen-Anhalt 112 4 13 0 4 34 13 44 0 18,8 %
Schleswig-
Holstein
129 5 12 0 2 65 7 38 0 14,7 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Türkei
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Thüringen 60 0 6 0 0 13 0 41 0 10,0 %
Unbekannt 6 0 1 0 0 0 0 5 0 16,7 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Türkei
01.01.-30.11.20
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Länder gesamt 5.051 179 520 28 75 2.251 135 1.859 4 15,9 %
davon:
Baden-
Württemberg
848 21 98 5 19 424 30 247 4 16,9 %
Bayern 415 4 16 0 7 192 28 168 0 6,5 %
Berlin 450 21 58 0 1 200 6 164 0 17,8 %
Brandenburg 115 7 9 2 3 45 0 49 0 18,3 %
Bremen 51 0 5 5 4 7 0 30 0 27,5 %
Hamburg 203 1 31 0 5 85 0 81 0 18,2 %
Hessen 684 24 66 2 4 291 10 287 0 14,0 %
Mecklenburg-
Vorpommern
62 1 5 2 0 28 2 24 0 12,9 %
Niedersachsen 463 9 42 1 24 198 5 184 0 16,4 %
Nordrhein-
Westfalen
873 69 122 9 2 351 20 300 0 23,1 %
Rheinland-
Pfalz
280 1 8 0 2 180 15 74 0 3,9 %
Saarland 55 1 8 0 1 23 0 22 0 18,2 %
Sachsen 140 2 11 0 1 53 1 72 0 10,0 %
Sachsen-Anhalt 124 3 18 0 0 47 10 46 0 16,9 %
Schleswig-
Holstein
110 2 9 1 2 45 8 43 0 12,7 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Türkei
01.01.-30.11.20
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Thüringen 168 13 14 1 0 82 0 58 0 16,7 %
Unbekannt 10 0 0 0 0 0 0 10 0 0,0 %
18. Wie viele Asylanhörungen gab es im Gesamtjahr 2022 (bitte nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Anhörungen Jahr 2022 Anzahl
Gesamt 123.334
darunter:
Syrien 39.276
Afghanistan 23.230
Türkei 9.818
Irak 9.949
Georgien 4.317
Iran 3.803
Ungeklärt 2.230
Somalia 2.540
Eritrea 1.668
Russische Föderation 1.341
Nordmazedonien 1.337
Moldau, Republik 1.514
Nigeria 1.508
Venezuela 1.227
Libanon 1.193
19. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien
und Bosnien-Herzegowina im Gesamtjahr 2022 gestellt (bitte jeweils
auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie
wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
01.01. - 31.12.2022 Entscheidungen über Asylanträge
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Serbien 2.824 1.312 1.512 2.630 - 1 - 7 1.195 1.427
davon Roma 2.435 1.050 1.385 2.306 - - - 4 996 1.306
Kosovo 499 228 271 443 - - 1 8 177 257
davon Roma 254 80 174 224 - - - 4 73 147
Nordmazedonien
5.602 2.755 2.847 5.264 - 2 1 12 2.287 2.962
davon Roma 3.378 1.516 1.862 3.166 - - 1 11 1.345 1.809
Montenegro 310 126 184 356 - - 2 - 174 180
davon Roma 232 81 151 265 - - - - 121 144
Albanien 2.522 1.744 778 2.473 - 6 2 7 1.489 969
davon Roma 854 535 319 822 - - 1 - 452 369
Bosnien und
Herzegowina
1.364 576 788 1.541 1 1 - - 652 887
davon Roma 1.103 421 682 1.270 - - - - 486 784
20. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische
Angaben zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-
Verfahren, Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie in der
Antwort zu Frage 23 auf Bundestagsdrucksache 20/2309 angeben)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Personal-Einsatz ausgewählter Bereiche in VZÄ (Vollzeitäquivalente)
eD/mD gD hD Summe
Asyl (ohne Widerruf)* 1157,5 1091,5 47,8 2296,8
Widerrufsprüfung* 53,1 54,4 4,2 111,7
Prozess gesamt 171,4 173,7 35,8 381,0
dezentral* 161,4 166,4 16,7 344,6
zentral** 10,0 7,3 19,1 36,4
QS gesamt 42,7 108,5 15,8 167,0
dezentral* 34,6 83,4 8,4 126,4
zentral ** 8,1 25,1 7,4 40,6
Dublin gesamt 155,2 176,3 8,5 340,0
dezentral (Dublinzentren)* 64,7 103,2 0,7 168,6
Dublinreferate ** 90,5 73,1 7,8 171,4
*gemäß Personal-Ist Abfrage KW02 (09.01. - 13.01.2023)
** gemäß ZSD Stand 01.01.2023
Vakante Stellen in VZÄ (Stand: 01.01.2023)
mD gD hD
Prozess zentral 0,0 0,0 2,8
QS zentral 0,0 9,9 1,1
Dublinverfahren 53,8 49,2 7,5
Soll in VZÄ (Stand: 01.12.2022)
mD gD hD
Prozess zentral 10,0 7,0 21,9
QS zentral 8,0 35,0 8,5
Dublinverfahren 209,0 225,5 16,0
Personalplanung:
Asyl und Widerruf: Aktuell sind 93 VZÄ im mD und 116 VZÄ im gD in
Ausschreibung.
Prozess: Aktuell sind 26 VZÄ im gD in Ausschreibung.
Qualitätssicherung: Aktuell sind eine VZÄ im mD und fünf VZÄ im gD in
Ausschreibung.
Dublinverfahren: Aktuell sind vier VZÄ im mD und 20 VZÄ im gD in
Ausschreibung.
Die Personalplanung für den operativen Bereich hängt maßgeblich von den
veränderlichen Aufgabenschwerpunkten ab. Eine gleichbleibend gültige Aussage
kann deshalb nicht getroffen werden. Alle verfügbaren Stellen werden in
Ausschreibungsverfahren eingebracht, damit etwaige Abgänge frühzeitig ersetzt
werden können.
21. Wie viele Asylgesuche gab es im Gesamtjahr 2022 an den
bundesdeutschen Grenzen (bitte nach Grenzabschnitten und wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
Aktuell liegen Daten für den Zeitraum Januar bis November 2022 vor. Die
Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jan - Nov 2022 Anzahl Asylgesuche
Gesamt 39.211
davon nach Grenzen und Inland
Belgien 663
Dänemark 153
Flughäfen 8.181
Frankreich 1.067
Inlandsfeststellungen 9.654
Luxemburg 133
Niederlande 173
Polen 7.930
Schweiz 4.662
See 200
Tschechische Republik 4.293
Österreich 2.102
darunter nach Staatsangehörigkeiten
Jan - Nov 2022 Anzahl Asylgesuche
afghanisch 11.680
syrisch 10.545
türkisch 3.905
irakisch 2.188
iranisch 1.352
ägyptisch 824
algerisch 808
jemenitisch 668
burundisch 662
russisch 595
22. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im
Gesamtjahr 2022 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher
Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum ein
Schutzstatus an Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt
(bitte nach Status und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Angaben zu vom BAMF erlassenen Einreise- und Aufenthaltsverboten können
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2022
Entscheidungen
zu§ 11 Abs. 2
AufenthG
Entscheidungen
zu § 11 Abs. 7
AufenthG
Entscheidungen mit Aufenthalts-
und Wiedereinreiseverboten (§ 11
Abs. 2 und/oder§ 11 Abs. 7
AufenthG)
Gesamt 77.456 8.752 80.398
darunter
Syrien 5.635 8 5.642
Afghanistan 5.667 8 5.675
Türkei 7.011 38 7.048
Irak 15.040 44 15.078
Georgien 5.845 86 5.930
Iran 2.704 29 2.732
Ungeklärt 1.531 26 1.548
Somalia 1.300 15 1.315
Eritrea 428 2 430
Russische Föderation 1.766 54 1.818
23. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung
zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag
der Ausländerbehörden welcher Bundesländer im Gesamtjahr 2022 mit
welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2022
Stellungnahmen
gem. § 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 1.323 260 546 517
Baden-Württemberg 198 24 90 84
Bayern 125 26 58 41
Berlin 201 37 92 72
Brandenburg 23 7 9 7
Bremen 5 2 2 1
Hamburg 78 27 16 35
Hessen 92 23 30 39
Mecklenburg-
Vorpommern
16 2 6 8
Niedersachsen 124 13 49 62
Nordrhein-Westfalen 326 79 137 110
Rheinland-Pfalz 17 7 7 3
Saarland 14 0 4 10
Sachsen 15 4 7 4
Sachsen-Anhalt 19 3 12 4
Schleswig-Holstein 36 6 12 18
Thüringen 34 0 15 19
Jahr 2022
Stellungnahmen
gem. § 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv davon negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 1.323 260 546 517
darunter:
Syrien 61 33 5 23
Afghanistan 125 90 4 31
Türkei 56 1 32 23
Irak 33 6 15 12
Georgien 20 0 12 8
Iran 51 8 14 29
Ungeklärt 12 2 5 5
Somalia 7 2 1 4
Eritrea 6 2 0 4
Russische Föderation 50 3 11 36
24. Welche Angaben für das Gesamtjahr 2022 lassen sich machen zu
überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder
verfälschter Dokumente Asylsuchender (bitte zum Vergleich auch die
Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn
wichtigsten Hauptherkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Jahr 2022 Geprüfte Doku-mente
Dokumente
ohne Beastandung
Nicht aschlißend
bewertbare
Dokumente
beastandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in %
Gesamt 187.106 175.532 8.496 3.078 1,6
Jahr 2022 Geprüfte Doku-mente
Dokumente
ohne Beastandung
Nicht aschlißend
bewertbare
Dokumente
beastandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in %
darunter:
Syrien 73.526 70.046 2.020 1.460 2,0
Afghanistan 35.696 34.023 1.165 508 1,4
Türkei 14.720 14.425 231 64 0,4
Irak 19.299 18.395 558 346 1,8
Georgien 6.488 5.477 918 93 1,4
Iran 6.209 6.038 128 43 0,7
Ungeklärt 4.207 4.207 - - -
Somalia 814 636 135 43 5,3
Eritrea 1.863 1.690 159 14 0,8
Russische Föd. 2.229 2.169 45 15 0,7
25. Welche Mittel in welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder
abgelehnte Asylsuchende (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Zielländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm im Jahr 2021
bzw. im Jahr 2022 ausgezahlt?
Aus den nachfolgenden Tabellen sind diejenigen Mittel ersichtlich, die den
jeweils relevanten Personenkreisen bewilligt und auch ausgezahlt wurden.
Hinweise zur Statistikauswertung:
Die nachfolgende Kategorie „Asylsuchende“ umfasst bereits anerkannte
ehemalige Asylsuchende sowie Asylsuchende im laufenden Verfahren (zum
Zeitpunkt der Antragstellung). Nicht dargestellt werden Personen, die keinen
Asylantrag gestellt haben und so genannte „Altfälle“, d. h. Fälle jeweils
vorangegangener Jahre, für die nachträglich Leistungen abgerechnet worden sind. Die
Darstellung erfolgt nach den jeweils zehn zahlenmäßig relevantesten
Zielländern je Kalenderjahr, bezogen auf die Anzahl aller Asylsuchenden. Die
Zahlenwerte sind jeweils noch vorläufig, werden kontinuierlich aktualisiert und liegen
erst mit der jeweils abschließenden Erstellung des Verwendungsnachweises
endgültig vor.
2021 – vorläufige Zahlen
Zielland
Art Personen Barauszahlung Sachleistung
Gesamt
(in Euro)
Russland Asylsuchende 54 99.500,02 0,00 99.500,02
abgelehnte Asylsuchende 652 979.500,05 0,00 979.500,05
Irak Asylsuchende 269 550.858,38 0,00 550.858,38
abgelehnte Asylsuchende 361 816.782,87 0,00 816.782,87
Aserbaidschan Asylsuchende 27 28.500,00 22.831,56 51.331,56
abgelehnte Asylsuchende 318 349.499,99 261.644,30 611.144,29
Armenien Asylsuchende 8 11.499,99 6.973,70 18.473,69
abgelehnte Asylsuchende 268 323.499,93 254.095,05 577.594,98
Iran Asylsuchende 66 89.000,02 58.981,60 147.981,62
abgelehnte Asylsuchende 153 241.000,07 145.925,91 386.925,98
Pakistan Asylsuchende 12 30.000,03 0,00 30.000,03
abgelehnte Asylsuchende 197 473.999,86 0,00 473.999,86
Türkei Asylsuchende 58 72.999,96 49.834,66 122.834,62
abgelehnte Asylsuchende 121 175.467,25 111.512,07 286.979,32
2021 – vorläufige Zahlen
Zielland
Art Personen Barauszahlung Sachleistung
Gesamt
(in Euro)
China Asylsuchende 19 46.000,00 0,00 46.000,00
abgelehnte Asylsuchende 152 366.000,01 0,00 366.000,01
Nigeria Asylsuchende 20 52.165,70 0,00 52.165,70
abgelehnte Asylsuchende 147 304.570,05 0,00 304.570,05
Afghanistan Asylsuchende 25 61.520,85 999,94 62.520,79
abgelehnte Asylsuchende 120 259.502,62 11.994,20 271.496,82
Gesamt Top10 Asylsuchende 558 1.042.044,95 139.621,46 1.181.666,41
abgelehnte Asylsuchende 2.489 4.289.822,70 785.171,53 5.074.994,23
Gesamt 3.047 5.331.867,65 924.792,99 6.256.660,64
Alle Länder Asylsuchende 700 1.366.574,34 186.365,93 1.552.940,27
abgelehnte Asylsuchende 3.352 5.875.578,37 1.138.564,60 7.014.142,97
Gesamt 4.052 7.242.152,71 1.324.930,53 8.567.083,24
2022 – vorläufige Zahlen
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung
Gesamt
(in Euro)
Irak Asylsuchende 175 187.487,66 0,00 187.487,66
abgelehnte Asylsuchende 192 200.488,89 0,00 200.488,89
Russland Asylsuchende 12 10.000,00 0,00 10.000,00
abgelehnte Asylsuchende 183 325.500,00 0,00 325.500,00
Armenien Asylsuchende 24 6.000,00 26.399,31 32.399,31
abgelehnte Asylsuchende 159 104.999,94 148.022,99 253.022,93
Aserbaidschan Asylsuchende 31 6.000,00 30.683,92 36.683,92
abgelehnte Asylsuchende 101 68.500,00 95.053,34 163.553,34
Türkei Asylsuchende 35 3.000,00 33.915,90 36.915,90
abgelehnte Asylsuchende 70 16.000,00 70.314,73 86.314,73
Iran Asylsuchende 36 6.000,00 38.000,01 44.000,01
abgelehnte Asylsuchende 57 40.500,02 55.000,00 95.500,02
Tadschikistan Asylsuchende 26 0,00 23.757,43 23.757,43
abgelehnte Asylsuchende 44 3.000,00 43.889,31 46.889,31
Nigeria Asylsuchende 3 6.090,90 0,00 6.090,90
abgelehnte Asylsuchende 59 105.593,36 0,00 105.593,36
Pakistan Asylsuchende 9 20.000,10 0,00 20.000,10
abgelehnte Asylsuchende 41 83.500,03 0,00 83.500,03
Libanon Asylsuchende 20 3.007,07 22.844,61 25.851,68
abgelehnte Asylsuchende 27 1.507,43 23.957,76 25.465,19
Gesamt Top10 Asylsuchende 371 247.585,73 175.601,18 423.186,91
abgelehnte Asylsuchende 933 949.589,67 436.238,13 1.385.827,80
Gesamt 1.304 1.197.175,40 611.839,31 1.809.014,71
Alle
Staatsangehörigkeiten
Asylsuchende 423 343.416,48 175.601,18 519.017,66
abgelehnte Asylsuchende 1.257 1.344.880,09 524.737,84 1.869.617,93
Gesamt 1.680 1.688.296,57 700.339,02 2.388.635,59
(Quelle: Internationale Organisation für Migration [IOM])
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ISSN 0722-8333]
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