Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Nicole Gohlke, Anke
Domscheit-Berg, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/7822 –
Abschiebungen und Ausreisen im ersten Halbjahr 2023
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Im Jahr 2022 wurden 12 945 Menschen aus Deutschland abgeschoben.
Gegenüber den Vorjahren ist die Zahl der Abschiebungen damit angestiegen
(2021: 11 982, 2020: 10 800). Die wichtigsten Zielstaaten der Abschiebungen
waren im Jahr 2022 Georgien, Albanien und Nordmazedonien. 4 158
Personen wurden im Jahr 2022 im Rahmen der Dublin-Verordnung aus Deutschland
in andere EU-Staaten überstellt, die meisten davon nach Österreich,
Frankreich und Spanien (siehe dazu und im Folgenden die regelmäßigen Kleinen
Anfragen der Fraktion DIE LINKE., zuletzt auf den Bundestagsdrucksachen
20/5795, 20/3130, 20/890 und 19/27007). Darüber hinaus kehrten im
Jahr 2022 7 877 Personen mit einer finanziellen Förderung des Bund-Länder-
Programms REAG/GARP (Reintegration and Emigration Programme for
Asylum-Seekers in Germany/Government Assisted Repatriation Programme) in
ihr Herkunftsland zurück, die meisten von ihnen nach Nordmazedonien, in
den Irak und nach Albanien. Zusätzlich werden sogenannte freiwillige
Ausreisen auch mit Fördermitteln der Bundesländer unterstützt, diese Ausreisen
werden jedoch nach Ansicht der Fragestellenden bislang nicht zuverlässig erfasst,
weshalb die Bundesregierung hierzu (inzwischen) keine Angaben (mehr)
macht, obwohl im Mai 2020 ein entsprechender Speichersachverhalt im
Ausländerzentralregister geschaffen wurde und die Bundesregierung zuvor
wenigstens die nicht validen Zahlen angegeben hatte (vgl. Antwort zu Frage 22
auf Bundestagsdrucksache 20/5795, Antwort zu Frage 24 auf
Bundestagsdrucksache 20/3130, Antwort zu Frage 22 auf Bundestagsdrucksache 20/890).
In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über Polizeigewalt,
Familientrennungen, Fesselungen und Zwangsmedikationen bei Abschiebungen
(vgl. die Antworten der Bundesregierung auf den Bundestagsdrucksachen
19/4960 und 19/7401). Das Projekt „Abschiebungsreporting NRW“
dokumentiert seit 2021 besonders „unverhältnismäßige“ Abschiebungen, bei denen
Familien getrennt wurden, die Betroffenen schwer erkrankt waren oder seit
Jahrzehnten in Deutschland gelebt hatten oder die mit besonderer Brutalität
durchgesetzt worden seien. Im ersten Halbjahr 2023 berichtete das Projekt u. a. über
die Abschiebung des tadschikischen Asylsuchenden A. S., der direkt nach
seiner Abschiebung festgenommen und zwischenzeitlich zu einer langjährigen
Haftstrafe verurteilt wurde. Obwohl sein Dortmunder Unterstützerkreis und
Deutscher Bundestag Drucksache 20/8046
20. Wahlperiode 18.08.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat vom
16. August 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
internationale Menschenrechtsorganisationen genau davor gewarnt hatten,
hielten die Behörden an der Abschiebung fest.
Auf ein gewaltsames Vorgehen bei Abschiebungen deutet nach Auffassung
der Fragestellenden auch der Einsatz von sogenannten Hilfsmitteln der
körperlichen Gewalt hin. In 800 Fällen setzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte
im Jahr 2022 während Abschiebungen Hand- und Fußfesseln, Stahlfesseln
und sogenannte Bodycuffs ein (2021: 716). Es fällt nach Sicht der
Fragestellenden auf, dass polizeiliche Gewaltmittel bei Abschiebungen in bestimmte
Länder verstärkt angewendet werden. Beim Zielstaat Algerien betraf dies
336 von 402 Abschiebungen (83,6 Prozent), beim Irak 34 von 77
Abschiebungen (44,2 Prozent), bei Gambia 62 von 154 Abschiebungen (40,3 Prozent) und
bei Nigeria 82 von 279 Abschiebungen (29,4 Prozent).
Die aktuelle Bundesregierung aus SPD, BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN und
FDP weigert sich ebenso wie die Vorgängerregierung aus CDU/CSU und
SPD, die Frage nach den wichtigsten Fluggesellschaften, mit denen
Abschiebungen vollzogen wurden, offen zu beantworten. Es bestehe die Gefahr
öffentlicher Kritik und einer dadurch zurückgehenden Bereitschaft der
Unternehmen, an Abschiebungen mitzuwirken. Die Fragesteller haben die mit der
Einstufung dieser Angaben aus ihrer Sicht verbundenen Einschränkung des
parlamentarischen Fragerechts mehrfach kritisiert (vgl. die Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf
Bundestagsdrucksache 19/29954 sowie
https://www.ulla-jelpke.de/2021/05/stoppt-de
n-profit-mit-abschiebungen/). Bis 2019 hatte die Bundesregierung noch
Angaben zu den Fluggesellschaften gemacht. In den Jahren 2017 bis 2019 lag
jeweils die Lufthansa auf Platz 1 der Abschiebetransporteure (Antwort zu
Frage 4 auf Bundestagsdrucksache 19/18201). Für das Jahr 2020 machte die
Initiative „No Border Assembly“ (
https://noborderassembly.blackblogs.org/d
e/zensur-brechen/) Angaben zu „den größten Charter-Abschiebe-Profiteuren
in Deutschland“, die allerdings nur Charter-Abschiebungen erfassen (Angaben
für das Jahr 2021:
https://deportationalarm.com/; siehe auch
https://taz.de/Um
strittene-Abschiebepolitik/!5865691/).
1. Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2023?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden insgesamt 7 861 Abschiebungen vollzogen.
a) Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2023, differenziert
nach Zielländern?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Österreich 739
Georgien 680
Nordmazedonien 655
Albanien 504
Moldau 464
Serbien 423
Polen 374
Türkei 345
Spanien 292
Frankreich 273
Algerien 259
Bulgarien 199
Rumänien 194
Gambia 167
Bosnien-Herzegowina 147
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Kroatien 138
Nigeria 122
Kosovo 112
Pakistan 109
Tunesien 100
Belgien 90
Niederlande 90
Schweden 84
Italien 82
Litauen 73
Ghana 66
Griechenland 65
Marokko 63
Tschechische Republik 59
Lettland 54
Aserbaidschan 48
Schweiz 46
Portugal 43
Irak 42
Vietnam 37
Montenegro 37
Armenien 35
Finnland 31
China (Volksrep.) 29
Kolumbien 29
Dänemark 28
Ägypten 26
Indien 24
Senegal 23
Libanon 23
Slowenien 23
Guinea 22
Bangladesch 21
Slowakische Republik 21
Thailand 16
Malta 15
Tadschikistan 13
Brasilien 13
Côte d'Ivoire 12
Norwegen 12
Kamerun 11
Somalia 10
Sri Lanka 10
Jordanien 10
Venezuela 7
Ungarn 7
Vereinigte Staaten von Amerika 7
Estland 7
Chile 6
Zypern 6
Sierra Leone 5
Niger 5
Dominikanische Republik 5
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Jamaika 4
Togo 4
Luxemburg 4
Iran 4
Sudan 4
Mexiko 4
Israel 3
Turkmenistan 3
Kirgisistan 3
Kongo Dem. Rep 3
Großbritannien 3
Äquatorialguinea 3
Mali 2
Bolivien 2
Usbekistan 2
Benin 2
Russland 2
Peru 2
Irland 2
Philippinen 2
Kasachstan 1
Eritrea 1
Angola 1
Indonesien 1
Korea Republik 1
Tansania 1
Myanmar 1
Burundi 1
Uruguay 1
Argentinien 1
Guinea-Bissau 1
Burkina Faso 1
Japan 1
Mosambik 1
Simbabwe 1
Kuba 1
b) Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2023, differenziert
nach Staatsangehörigkeit der Betroffenen?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Personen
Georgien 705
Nordmazedonien 665
Afghanistan 659
Türkei 525
Albanien 507
Moldau 476
Serbien 425
Syrien 410
Algerien 350
Irak 256
Gambia 188
Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Personen
Russland 167
Pakistan 148
Bosnien-Herzegowina 146
Nigeria 143
Polen 138
Rumänien 135
Tunesien 123
Kosovo 117
Marokko 115
Aserbaidschan 94
Ghana 72
Libanon 71
Bulgarien 69
Indien 68
Guinea 66
Armenien 59
Somalia 57
Vietnam 48
Iran 47
Montenegro 41
Ägypten 40
Litauen 39
Kolumbien 32
Lettland 32
China (Volksrep.) 30
ungeklärt 28
Senegal 27
Libyen 25
Côte d'Ivoire 22
Italien 21
Bangladesch 21
Kamerun 20
Kroatien 18
Slowakische Republik 17
Weißrussland 17
Thailand 16
Jordanien 15
Tadschikistan 15
Tschechische Republik 14
Sri Lanka 14
Niederlande 14
Brasilien 13
Eritrea 12
Sudan 11
Spanien 10
Niger 10
Angola 10
Tansania 9
staatenlos 9
Äthiopien 9
Mongolei 9
Portugal 8
Vereinigte Staaten von Amerika 8
Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Personen
Venezuela 8
Mali 8
Griechenland 8
Burkina Faso 8
Chile 6
Kasachstan 6
Togo 6
Frankreich 6
Uganda 6
Kongo Dem. Rep 6
Dominikanische Republik 5
Turkmenistan 5
Liberia 5
Simbabwe 5
Jamaika 5
Sierra Leone 5
Belgien 4
Kirgisistan 4
Israel 4
Burundi 4
Usbekistan 4
Jemen 4
Mexiko 4
El Salvador 3
Äquatorialguinea 3
Benin 3
Großbritannien 3
Kuba 3
Peru 3
Myanmar 2
Österreich 2
Ungarn 2
Dänemark 2
Guinea-Bissau 2
Philippinen 2
Bolivien 2
Kenia 2
Estland 2
Uruguay 1
Norwegen 1
Zentralafrikanische Republik 1
Indonesien 1
Korea Republik 1
Nepal 1
Kanada 1
Schweden 1
Malawi 1
Ukraine 1
Guyana 1
Japan 1
Argentinien 1
Mosambik 1
c) Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2023, differenziert
nach Luft-, Land- und Seeweg?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Art der Grenze Anzahl abgeschobener Personen
Landweg 1.499
Luftweg 6.346
Seeweg 16
2. Wie viele Frauen wurden im ersten Halbjahr 2023 abgeschoben (bitte
nach den 15 wichtigsten Zielländern und den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 1 664 Frauen abgeschoben. Die weiteren
Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Zielstaaten Anzahl abgeschobener weiblicher Personen
Gesamt 1.664
davon
Nordmazedonien 287
Moldau 197
Georgien 194
Serbien 146
Albanien 122
Polen 94
Frankreich 67
Spanien 61
Bosnien-Herzegowina 54
Österreich 38
Kroatien 37
Belgien 23
Bulgarien 23
Türkei 21
Portugal 19
Kosovo 19
Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener weiblicher Personen
Gesamt 1 664
davon
Nordmazedonien 292
Moldau 201
Georgien 200
Serbien 146
Albanien 123
Syrien 74
Afghanistan 62
Russland 61
Türkei 54
Bosnien-Herzegowina 53
Irak 53
Aserbaidschan 26
Armenien 23
Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener weiblicher Personen
Nigeria 22
Kosovo 19
3. Wie viele Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2023 abgeschoben
(bitte nach den 15 wichtigsten Zielländern und den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 1.375 Abschiebungen von Personen unter
18 Jahren vollzogen. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden.
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen unter 18 Jahren
Gesamt 1 375
davon
Nordmazedonien 310
Georgien 159
Serbien 153
Moldau 133
Albanien 118
Polen 76
Bosnien-Herzegowina 69
Frankreich 55
Spanien 42
Kroatien 41
Österreich 35
Belgien 18
Montenegro 17
Portugal 15
Nigeria 14
Kosovo 14
Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Personen unter 18 Jahren
Gesamt 1 375
davon
Nordmazedonien 315
Georgien 163
Serbien 153
Moldau 135
Albanien 118
Bosnien-Herzegowina 69
Irak 60
Russland 55
Afghanistan 53
Syrien 52
Türkei 31
Aserbaidschan 20
Montenegro 19
Nigeria 17
Kosovo 14
4. Wie viele Abschiebungen auf dem Luftweg gab es im ersten Halbjahr
2023, differenziert nach Abflughäfen und Fluggesellschaften?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 6.346 Personen auf dem Luftweg
abgeschoben.
Die Angaben zu den Abflughäfen in Deutschland können der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden.
Abflughäfen Anzahl abgeschobener Personen
Flughafen Berlin-Brandenburg 894
Flughafen Bremen 1
Flughafen Dortmund 18
Flughafen Düsseldorf 1 007
Flughafen Frankfurt/Main 2 127
Flughafen Hahn 6
Flughafen Hamburg 219
Flughafen Hannover 510
Flughafen Karlsruhe-Baden-Baden 200
Flughafen Köln/Bonn 104
Flughafen Leipzig/Halle 297
Flughafen Memmingen 4
Flughafen München 834
Flughafen Nürnberg 1
Flughafen Stuttgart 124
Hinsichtlich der Beantwortung nach den Fluggesellschaften verweist die
Bundesregierung darauf, dass das verfassungsrechtlich verbürgte Frage- und
Informationsrecht des Parlaments zwar auf Beantwortung gestellter Fragen in der
Öffentlichkeit hin angelegt ist. Wenn das Informationsinteresse des Parlaments
aber auf Auskünfte zielt, die zur Wahrung berechtigter
Geheimhaltungsinteressen nicht öffentlich kundgegeben werden können, sind nach der
Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Formen der Informationsvermittlung zu
suchen, die beiden Interessen Rechnung tragen (vgl. Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE) 124, 161 [193]). Im vorliegenden Fall ist die
Einstufung der Benennung der Fluggesellschaften als Verschlusssache (VS)
sowohl zur Wahrung von Staatswohlinteressen als auch zur Wahrung berechtigter,
grundrechtlich geschützter Interessen der betroffenen Fluggesellschaften
notwendig. Eine Veröffentlichung der Fluggesellschaften berührt auch durch
Artikel 12 des Grundgesetzes geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse
dieser Fluggesellschaften und kann sich gegebenenfalls negativ auf die
Wahrnehmung dieser Fluggesellschaften in der Öffentlichkeit auswirken.
Eine öffentliche Benennung der Fluggesellschaften, die Rückführungsflüge
anbieten, birgt die Gefahr, dass diese Unternehmen öffentlicher Kritik ausgesetzt
werden und in der Folge für die Beförderung von ausreisepflichtigen Personen
in die Heimatländer nicht mehr zur Verfügung stehen. Damit werden
Rückführungen weiter erschwert oder sogar unmöglich gemacht, so dass staatliche
Interessen an der Ausführung des Aufenthaltsgesetzes negativ beeinträchtigt
werden.
Um gleichwohl dem parlamentarischen Informationsanspruch nachzukommen,
ist dieser Teil der Antwort mit dem Geheimhaltungsgrad „VS – Nur für den
Dienstgebrauch“ gemäß § 3 Nummer 4 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift
des Bundesministeriums des Innern und für Heimat zum materiellen und
organisatorischen Schutz von Verschlusssachen eingestuft worden, er wird
gesondert in der Anlage übermittelt, die nicht zur Veröffentlichung bestimmt ist.
5. Wie viele Überstellungen im Rahmen der Dublin-Verordnung gab es im
ersten Halbjahr 2023 (bitte nach Zielstaaten und Staatsangehörigkeiten
differenzieren)?
Die Antwort kann den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Erstes Halbjahr 2023 an Mitgliedstaaten Überstellungen
gesamt 2.473
Österreich 823
Belgien 93
Bulgarien 109
Schweiz 55
Zypern 5
Tschechien 32
Dänemark 24
Estland 2
Griechenland 1
Spanien 254
Finnland 29
Frankreich 270
Kroatien 137
Ungarn 5
Irland 2
Island 0
Italien 9
Litauen 34
Luxemburg 5
Lettland 14
Malta 16
Niederlande 107
Norwegen 11
Polen 218
Portugal 20
Rumänien 81
Schweden 89
Slowenien 25
Slowakei 3
Erstes Halbjahr 2023 Herkunftsländer Überstellungen
gesamt 2 473
Afghanistan 662
Syrien 296
Türkei 231
Irak 208
Russische Föderation 176
Algerien 112
Marokko 73
Indien 52
Guinea 44
Libanon 43
Aserbaidschan 41
Tunesien 41
Iran 39
Pakistan 36
Ungeklärt 31
Erstes Halbjahr 2023 Herkunftsländer Überstellungen
Libyen 27
Nigeria 26
Armenien 23
Georgien 23
Somalia 22
Belarus 17
Ägypten 15
Sudan 14
Gambia 11
Moldau, Republik 11
Elfenbeinküste (Cote d Ivoire) 10
Mongolei 9
Nordmazedonien 9
Simbabwe 9
Tansania, Vereinigte Republik 9
Burkina Faso 8
Kamerun 8
Vietnam 8
Angola 7
Äthiopien 7
Bangladesch 7
Jordanien 7
Eritrea 6
Staatenlos 6
Uganda 6
Liberia 5
Senegal 5
Sri Lanka 5
Kongo, Demokratische Republik 4
Kuba 4
Mali 4
Montenegro 4
Niger 4
El Salvador 3
Jemen 3
Kasachstan 3
Kenia 3
Pers. aus palästinensischen Gebieten
(nicht als Staat anerkannt)
3
Albanien 2
Burundi 2
Ghana 2
Guinea-Bissau 2
Kosovo 2
Nepal 2
Sierra Leone 2
Tadschikistan 2
Togo 2
Ukraine 2
Benin 1
China 1
Gabun 1
Kanada 1
Erstes Halbjahr 2023 Herkunftsländer Überstellungen
Kirgisistan 1
Kolumbien 1
Malawi 1
Myanmar 1
Serbien 1
Turkmenistan 1
Venezuela 1
Vereinigte Staaten v. Amerika 1
Zentralafrikanische Republik 1
6. Wie viele Zurückschiebungen fanden im ersten Halbjahr 2023 statt (bitte
nach Flughäfen, Land- und Seegrenzen differenzieren und nach den
15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten der Betroffenen aufschlüsseln)?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 2 186 Zurückschiebungen vollzogen. Im
Übrigen können die Angaben den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Art der
Grenze Abflughäfen
Anzahl zurückgeschobener
Personen
Landweg 2 019
Luftweg Flughafen Berlin-
Brandenburg
2
Flughafen Dortmund 1
Flughafen Düsseldorf 4
Flughafen Frankfurt/Main 27
Flughafen Hamburg 1
Flughafen Hannover 1
Flughafen Köln/Bonn 1
Flughafen Leipzig/Halle 8
Flughafen Memmingen 27
Flughafen München 70
Flughafen Stuttgart 4
Seeweg 21
Staatsangehörigkeiten Anzahl Personen
Gesamt 2 186
davon
Syrien 290
Türkei 241
Algerien 188
Georgien 181
Tunesien 118
Afghanistan 109
Marokko 105
Ukraine 104
Moldau 101
Albanien 77
Irak 40
Indien 39
Serbien 35
Russland 32
Guinea 29
7. Wie viele begleitete und unbegleitete Minderjährige (bitte differenzieren)
waren im ersten Halbjahr 2023 von Zurückschiebungen betroffen?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 127 Personen, die das 18. Lebensjahr noch
nicht vollendet hatten, zurückgeschoben. Hierunter 79 Personen, die nicht in
Begleitung eines Erziehungsberechtigten waren.
8. In welcher Zuständigkeit erfolgten die Abschiebungen und
Zurückschiebungen im ersten Halbjahr 2023 (bitte jeweils nach Bund und den
einzelnen Bundesländern differenzieren)?
Ab- und Zurückschiebungen erfolgten in der Zuständigkeit der Länder und
auch in der Zuständigkeit der Bundespolizei.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Veranlassendes Land Abschiebungen Zurückschiebungen
Baden-Württemberg 927
Bayern 1 137
Berlin 631
Brandenburg 124
Bremen 13
Hamburg 186
Hessen 700
Mecklenburg-Vorpommern 87
Niedersachsen 615
Nordrhein-Westfalen 1 770
Rheinland-Pfalz 275 1
Saarland 78
Sachsen 442
Sachsen-Anhalt 261
Schleswig-Holstein 162
Thüringen 145
Bundespolizei 308 2 185
9. In wie vielen Fällen wurden im ersten Halbjahr 2023 Zwangsgelder
gegen Beförderungsunternehmen nach § 63 des Aufenthaltsgesetzes
(AufenthG) verhängt, und wie hoch war die Gesamtsumme, wie hoch die
durchschnittliche Summe pro Beförderungsunternehmen (bitte auch nach
Fluggesellschaft, Bus- und Bahnunternehmen, Taxis usw.
differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2023 wurde in insgesamt 799 Fällen ein Zwangsgeld
festgesetzt. Die Gesamtsumme der Zwangsgelder betrug 1 883 500 Euro. Die
durchschnittliche Summe pro Beförderungsunternehmen lag bei ca. 2 357 Euro.
Die Zwangsgelder wurden ausschließlich gegenüber Luftfahrtunternehmen
festgesetzt.
10. Wie viele Personen wurden im ersten Halbjahr 2023 im Zuge von
Sammelabschiebungen entweder direkt in ihr Herkunftsland oder über
Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten in ihr Herkunftsland abgeschoben, und
wie viele Personen wurden im ersten Halbjahr 2023 im Zuge von
Sammelüberstellungen in andere EU-Staaten überstellt (bitte zwischen
Sammelabschiebungen in nationaler Zuständigkeit, Sammelabschiebungen
der EU – national und Sammelabschiebungen der EU – gemeinsame
Maßnahme mit anderen EU-Staaten differenzieren, die jeweiligen
Gesamtjahreszahlen nennen und darüber hinaus die Abschiebungen einzeln
mit Datum und Zielland auflisten)?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 2 910 Personen im Zuge von 68
Sammelchartermaßnahmen direkt in ihr Herkunftsland rückgeführt. Weitere 161 Personen
wurden im Zuge von 24 Sammelchartermaßnahmen in andere EU-Staaten
überstellt. Insgesamt wurden 3 071 Personen im Rahmen von 92
Sammelchartermaßnahmen aus Deutschland rückgeführt.
a) Bei welchem Staat (für Deutschland: welcher Behörde) lag jeweils die
Federführung für die Abschiebemaßnahme, und welche Bundesländer
waren von deutscher Seite beteiligt?
b) Welche Fluggesellschaften wurden mit der Durchführung der Flüge
beauftragt, von welchen deutschen Flughäfen starteten sie, bzw. wo
machten sie eine Zwischenlandung?
c) Wie hoch waren die Kosten der Flüge jeweils, und wer hat die Kosten
getragen (bitte auch die Gesamtkosten angeben)?
d) Wie viele Personen aus welchen Herkunftsstaaten wurden bei den
Abschiebemaßnahmen aus Deutschland jeweils abgeschoben (bitte auch
die Gesamtzahl der abgeschobenen Personen angeben)?
e) Wie viele Bundesbeamte wurden als Begleitpersonal auf den
jeweiligen Flügen eingesetzt?
Die Fragen 10a bis 10e werden gemeinsam beantwortet.
Die Antworten sind in der Tabelle als separate Anlage aufgeführt.*
Die Angaben zu den Fluggesellschaften sind der Anlage, die als „VS – Nur für
den Dienstgebrauch“ eingestuft ist, zu entnehmen.** Zur Begründung der
Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 4 verwiesen. Zur Wahrung der
Übersichtlichkeit sind die offenen Inhalte zu den Fragen 10a bis 10e in der Anlage
ebenfalls enthalten.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/8046 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
** Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von
Berechtigten eingesehen werden.
11. Wie viele Personen wurden im ersten Halbjahr 2023 mit sogenannten
Mini-Charterflügen für maximal vier Personen entweder direkt in ihr
Herkunftsland oder über Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten in ihr
Herkunftsland abgeschoben, und wie viele Personen wurden im ersten
Halbjahr 2023 mit sogenannten Mini-Charterflügen in andere EU-
Staaten überstellt (bitte die Gesamtzahlen nennen und die Abschiebeflüge
zusätzlich einzeln mit Datum, Abflughafen, Zielstaat, Fluggesellschaft,
Zahl der Begleitbeamten, Zahl der abgeschobenen Personen und
Flugkosten auflisten)?
In welchem Umfang hat Frontex die Kosten für Mini-Charter-
abschiebungen 2022 übernommen?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden insgesamt neun Kleincharterrückführungen
durchgeführt, mit denen insgesamt 25 Personen rückgeführt wurden. Die
Rückführungen fanden nicht über Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten statt.
Die Angaben zu den Fluggesellschaften sind der Anlage, die als „VS – Nur für
den Dienstgebrauch“ eingestuft ist, zu entnehmen. Zur Begründung der
Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 4 verwiesen.*
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Datum Abflughafen Zielstaat
Rückgeführte
Personen
Bundesbeamte
Kosten des
Fluggerätes
Frontex
Finanzierung
13.01.2023 Berlin Libanon 3 12 71.074,95 Euro Nein
14.02.2023 Leipzig Niger 1 4 120.450 Euro Nein
21.04.2023 Berlin Türkei 3 12 58.783,00 Euro Nein
05.05.2023 Stuttgart Türkei 4 15 77.833 Euro Nein
23.05.2023 Frankfurt am
Main
Türkei 4 14 61.385 Euro Nein
07.06.2023 München Türkei 4 18 89.070 Euro Nein
08.06.2023 Berlin Irak 1 4 97.874,95 Euro Nein
12.06.2023 Stuttgart Montenegro 1 5 53.869 Euro Nein
15.06.2023 Berlin Türkei 4 16 88.070 Euro Nein
12. Wie viele der Abschiebungen erfolgten im ersten Halbjahr 2023
a) unbegleitet,
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 3 695 Abschiebungen unbegleitet vollzogen.
b) in Begleitung von Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei,
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 2 934 Personen in Begleitung von 5 253
Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei abgeschoben.
c) in Begleitung von Beamtinnen und Beamten der Länderpolizeien oder
anderer Länderbehörden,
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 152 Personen in Begleitung von 302
Beamtinnen und Beamten der Länderpolizeien oder anderer Länderbehörden
abgeschoben.
* Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von
Berechtigten eingesehen werden.
d) in Begleitung von Sicherheitskräften der Zielstaaten (bitte nach
Zielstaaten aufschlüsseln),
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 321 Personen in Begleitung von
Sicherheitskräften der Zielstaaten rückgeführt. Die weiteren Angaben können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen
Algerien 191
Georgien 102
Albanien 10
Montenegro 5
Nordmazedonien 4
Serbien 4
Bosnien-Herzegowina 4
Kroatien 1
e) in Begleitung von Sicherheitskräften der Luftverkehrsgesellschaften
(bitte nach Fluggesellschaften und nach Zielstaaten aufschlüsseln und
auch die Namen der von den Fluggesellschaften beauftragten
Sicherheitsunternehmen nennen),
Im ersten Halbjahr 2023 wurden 759 Personen in Begleitung von
Sicherheitskräften der Luftverkehrsgesellschaften rückgeführt.
Die Angaben zu den Fluggesellschaften sind der Anlage, die als „VS – Nur für
den Dienstgebrauch“ eingestuft ist, zu entnehmen.* Zur Begründung der
Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 4 verwiesen.
f) und wie viele Beamte der Bundespolizei und der Polizeien der Länder
wurden im ersten Halbjahr 2023 insgesamt zur Begleitung von
Abschiebungen eingesetzt (bitte differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden insgesamt 5 555 Beamtinnen und Beamten der
Bundespolizei und der Länderpolizeien sowie anderer Länderbehörden zur
Begleitung eingesetzt.
13. Unter welchen Umständen werden Abschiebungen durch
Sicherheitskräfte der Luftverkehrsgesellschaften begleitet, und wer entscheidet
darüber?
Sofern eine Sicherheitsbegleitung erforderlich ist und der Zielstaat mit einer
vertraglich gebundenen Luftverkehrsgesellschaft und deren
Sicherheitsbegleitern erreicht werden kann, wird diese Luftverkehrsgesellschaft gemäß den
vertraglich vereinbarten Möglichkeiten mit der Rückführung der Person
beauftragt. Die jeweilige Entscheidung trifft das Bundespolizeipräsidium.
a) Seit wann werden Sicherheitskräfte der Luftverkehrsgesellschaften zur
Begleitung von Abschiebungen eingesetzt?
Die Bundesregierung führt hierzu keine Aufzeichnungen, daher liegen keine
entsprechenden Erkenntnisse vor.
* Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von
Berechtigten eingesehen werden.
b) Auf welcher Rechtsgrundlage werden Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter solcher privaten Sicherheitsdienste bei Abschiebungen tätig,
welche Befugnisse haben sie gegenüber den abzuschiebenden
Personen, und welche Voraussetzungen müssen die Sicherheitskräfte
mitbringen, um bei Abschiebungen eingesetzt werden zu können?
Grundlage für den Einsatz privater Sicherheitsbegleiter bilden die
einschlägigen internationalen und nationalen Abkommen, Gesetze und Verordnungen in
Bezug auf Rückführungen und Luftsicherheit. Ergänzend hat die damalige
Grenzschutzdirektion bzw. das Bundespolizeipräsidium Vereinbarungen über
die Sicherheitsbegleitung von Rückführungen mit einigen
Luftverkehrsgesellschaften geschlossen.
Die eingesetzten Sicherheitskräfte müssen den vertraglich vereinbarten
Qualifikationen entsprechen und danach handeln. Die Befugnisse der privaten
Sicherheitsbegleiter unterliegen dabei der Bordgewalt des verantwortlichen
Luftfahrzeugführers.
c) Handelt es sich nach Kenntnis der Bundesregierung um
Sicherheitskräfte, die dauerhaft bei den Luftverkehrsgesellschaften beschäftigt
sind, oder beauftragen die Luftverkehrsgesellschaften jeweils private
Sicherheitsunternehmen für die Begleitung einzelner Abschiebungen?
Der operative Einsatz der Sicherheitsbegleiter sowie die dafür erforderliche
Organisation obliegen der beauftragten Luftverkehrsgesellschaft. Weitere
Erkenntnisse dazu liegen der Bundesregierung nicht vor.
d) Werden Sicherheitskräfte der Luftverkehrsgesellschaften
ausschließlich bei Charterabschiebungen eingesetzt oder auch bei Linienflügen?
Sicherheitskräfte der Luftverkehrsgesellschaften werden sowohl bei
Charterals auch bei Linienflügen eingesetzt.
e) Kommt es vor, dass Abschiebungen sowohl durch Bedienstete der
Bundespolizei als auch durch Sicherheitskräfte der
Luftverkehrsgesellschaften begleitet werden?
Es finden keine gemeinsamen Begleitungen statt.
14. Welche Kosten sind dem Bund im ersten Halbjahr 2023 durch die
Sicherheitsbegleitung bei Abschiebungen entstanden?
Für die Rückführungen sind dem Bund im ersten Halbjahr 2023 Kosten in
Höhe von 3 935 000 Euro entstanden.
15. Wie viele Abschiebungen und wie viele Dublin-Überstellungen (bitte
differenzieren) mussten im ersten Halbjahr 2023 nach Übergabe an die
Bundespolizei abgebrochen werden, und was waren die wichtigsten
Gründe hierfür (bitte so darstellen wie in der Tabelle der Antwort zu
Frage 19 auf Bundestagsdrucksache 20/3130), was waren die wichtigsten
Zielstaaten der abgebrochenen Abschiebungen und Dublin-
Überstellungen, und was waren die wichtigsten Staatsangehörigkeiten der
Betroffenen (bitte jeweils die 15 wichtigsten auflisten)?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden sowohl auf dem Land-, als auch auf dem
Luftweg vorgesehene Rückführungen nach Übernahme durch die Bundespolizei
abgebrochen. Dublin-Überstellungen erfasst die Bundespolizei nur in den Fällen,
in denen die zuständige Behörde die Aufenthaltsbeendigung als Dublin-
Überstellung kenntlich macht. Ein Abgleich der Statistiken der Bundespolizei und
des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erfolgt nicht, weshalb
es zu Abweichungen der Statistiken kommen kann. Die weiteren Angaben
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Grund des Abbruchs (Luftweg) Art des Fluges Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Widerstand Charter 0 0
Linienflug 149 56
aus medizinischen Gründen Charter 9 0
Linienflug 27 15
Beförderungsverweigerung LVG/
Luftfahrzeugführer
Charter 0 0
Linienflug 106 38
den Flug betreffende Gründe Charter 0 0
Linienflug 47 26
fehlende Durchbeförderungsbewilligung Charter 0 0
Linienflug 1 0
fehlendes Begleitpersonal Charter 1 0
Linienflug 4 0
fehlendes/ungültiges Heimreisedokument Charter 2 0
Linienflug 3 0
Flucht, Fluchtversuch Charter 0 0
Linienflug 1 0
Rechtsmittel Charter 5 0
Linienflug 24 1
Scheitern während Transitaufenthalt Charter 0 0
Linienflug 2 0
Selbstverletzung bzw. Versuch, Suizid bzw.
Suizidversuch
Charter 0 0
Linienflug 3 1
sonstige Gründe (Ausnahme) Charter 20 0
Linienflug 42 20
Übernahmeverweigerung BPOL Charter 0 0
Linienflug 59 30
Übernahmeverweigerung durch staatl.
Begleitpersonal
Charter 0 0
Linienflug 3 0
Übernahmeverweigerung im Zielstaat Charter 1 0
Linienflug 1 0
Grund des Abbruchs (Landweg) Grenze zu Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
aus medizinischen Gründen Polen 9 9
Übernahmeverweigerung im Zielstaat Niederlande 1 1
Zielstaaten Anzahl Personen Davon Dublin-Überstellungen
Gesamt 520 197
davon
Türkei 64 0
Spanien 61 47
Algerien 37 0
Litauen 32 32
Gambia 30 0
Schweden 26 24
Bulgarien 23 17
Kroatien 20 15
Zielstaaten Anzahl Personen Davon Dublin-Überstellungen
Rumänien 18 11
Georgien 15 0
Pakistan 10 0
Polen 10 10
Nordmazedonien 10 0
Guinea 10 0
Österreich 10 9
Staatsangehörigkeiten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellun-gen
Gesamt 520 197
davon
Türkei 72 8
Irak 58 47
Syrien 52 35
Afghanistan 52 44
Algerien 40 3
Gambia 32 2
Georgien 16 0
Guinea 15 5
Iran 11 9
Pakistan 10 0
Russland 10 10
Nordmazedonien 10 0
Somalia 9 5
Côte d'Ivoire 9 4
Marokko 8 1
16. Wie viele Abschiebungs- und Überstellungsversuche (bitte
differenzieren) scheiterten im ersten Halbjahr 2023 vor Übergabe an die
Bundespolizei (bitte zwischen Stornierung im Vorfeld und nicht erfolgter
Zuführung am Flugtag differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2023 scheiterten 12.853 Abschiebungen vor Übergabe an
die Bundespolizei. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden.
Grund des Abbruchs Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Gesamt 12 853 4 063
davon
Stornierung des Ersuchens 6 717 2 462
nicht erfolgte Zuführung 5 982 1 546
sonstige Gründe (Ausnahme) 151 55
verspätete Zuführung 3 0
17. Gab es im ersten Halbjahr 2023 Abschiebungen trotz laufenden
Asyloder Gerichtsverfahrens oder entgegen einer anders lautenden
Gerichtsentscheidung, und wenn ja, durch welche Behörde wurden diese
Abschiebungen veranlasst, welche Staatsangehörigkeit hatten die
Betroffenen, in welches Land wurden sie abgeschoben, und wurden sie bereits
nach Deutschland zurückgeholt?
Nach Kenntnis der Bundesregierung sind im ersten Halbjahr 2023 keine
Rückführungen trotz laufenden Asyl- oder Gerichtsverfahrens oder entgegen einer
anders lautenden Gerichtsentscheidung durchgeführt worden.
18. Welche Angaben kann die Bundespolizei dazu machen, wie oft im ersten
Halbjahr 2023 im Rahmen von Dublin-Überstellungen und
Abschiebungen (bitte differenzieren) sogenannte Hilfsmittel der körperlichen Gewalt
zum Einsatz kamen (bitte auch nach den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten der Betroffen und den 15 wichtigsten Zielstaaten der
Abschiebungen aufschlüsseln)?
Im ersten Halbjahr 2023 sind bei 480 Personen (davon 47 Dublin-
Überstellungen) Hilfsmittel der körperlichen Gewalt eingesetzt worden. Die weiteren
Angaben können den nachstehenden Tabellen entnommen werden.
Staatsangehörigkeiten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Gesamt 480 47
davon
Algerien 189 2
Gambia 63 0
Nigeria 39 0
Syrien 25 20
Irak 19 7
Marokko 18 2
Türkei 13 3
Tunesien 13 0
Afghanistan 9 9
Senegal 8 0
Pakistan 6 0
Guinea 6 1
Somalia 5 0
Ägypten 5 0
Sri Lanka 4 0
Zielstaaten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Gesamt 480 47
davon
Algerien 187 0
Gambia 62 0
Nigeria 39 0
Marokko 16 0
Spanien 14 14
Tunesien 13 0
Irak 10 0
Türkei 10 0
Rumänien 10 6
Bulgarien 9 6
Senegal 8 0
Zielstaaten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Litauen 7 4
Pakistan 6 0
Italien 6 0
Guinea 5 0
19. Wie viele Personen haben Deutschland im ersten Halbjahr 2023 mit einer
finanziellen Förderung des Bundes (REAG/GARP) verlassen (bitte nach
den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten, nach Bundesländern und nach
Aufenthaltsstatus der Betreffenden vor der Ausreise differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2023 sind bisher Anträge für 4 892 Personen über das
Bund-Länder-Programm (REAG [Reintegration and Emigration Programme for
Asylum Seekers in Germany] / GARP [Government Assisted Repatriation
Programme]) bewilligt worden.
Die Differenzierungen nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten
(Staatsangehörigkeit und Herkunftsland können voneinander abweichen), nach
Bundesländern und nach Aufenthaltsstatus der Betreffenden vor der Ausreise
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Aus erfassungstechnischen Gründen können nur die von der Internationalen
Organisation für Migration (IOM) bereitgestellten nachfolgenden
Informationen zum Aufenthaltsstatus abgebildet werden.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen erfolgt bei Personenzahlen unter zehn
Personen die Eintragung „k. A.“ (keine Angabe), um keine Rückschlüsse auf
einzelne Personen zu ermöglichen.
Staatsangehörigkeit Anzahl der bewilligten Anträge pro Personenüber REAG/GARP
Gesamt 4 892
darunter:
Nordmazedonien 843
Türkei 665
Georgien 529
Albanien 493
Irak 440
Russische Föderation 227
Serbien 212
Moldau, Republik 172
Aserbaidschan 124
Algerien 105
Iran 100
Kolumbien 83
Tunesien 80
Armenien 69
Nigeria 59
Tadschikistan 59
* Vorläufige Zahlen (Bewilligungen): Stand: 17. Juli 2023; Quelle: IOM
Bundesland Anzahl der bewilligten Anträge pro Personenüber REAG/GARP*
Gesamt 4 892
davon:
Baden-Württemberg 630
Bundesland Anzahl der bewilligten Anträge pro Personenüber REAG/GARP*
Bayern 835
Berlin 195
Brandenburg 58
Bremen 66
Hamburg 193
Hessen 281
Mecklenburg-Vorpommern 60
Niedersachsen 624
Nordrhein-Westfalen 1 146
Rheinland-Pfalz 177
Saarland 47
Sachsen 245
Sachsen-Anhalt 151
Schleswig-Holstein 52
Thüringen 132
* Vorläufige Zahlen (Bewilligungen): Stand: 17. Juli 2023; Quelle: IOM
Aufenthaltsstatus vor der
Ausreise
Anzahl der bewilligten Anträge
pro Personen über REAG/GARP
Gesamt 4 892
davon:
Aufenthaltsgestattung 1 797
Einreise über Flughafen k. A.
Aufenthaltserlaubnis 65
Duldung 1 222
Ausreisepflichtig ohne Duldung 1 471
Ehegatten, Kinder 16
Folgeantrag, Zweitantrag 30
Anerkannt asylberechtigt,
Flüchtlingseigenschaft, Subsidiärer Schutz
46
Völkerrechtliche Gründe 22
Familiennachzug k. A.
Opfer v. Zwangsprostitution,
Menschenhandel
k. A.
Nichtukrainische Drittstaatsangehörige
aus der Ukraine
219
*Vorläufige Zahlen (Bewilligungen): Stand: 17. Juli 2023; Quelle: IOM
20. Welche Angaben oder ungefähre Einschätzungen kann die
Bundesregierung ergänzend dazu machen, wie viele Personen im ersten Halbjahr
2023 mit finanzieller Förderung der Bundesländer ausgereist sind (bitte
die Gesamtzahlen nennen und nach den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten
und den Bundesländern differenzieren)?
Zum Stichtag 30. Juni 2023 waren bei 2 309 Personen, die im ersten Halbjahr
2023 freiwillig ausgereist waren, 2 734 Fördermaßnahmen auf Landes- und/
oder Kommunalebene erfasst.
Die Verteilung nach Staatsangehörigkeiten und Bundesland des Fortzuges kann
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Staatsangehörigkeit Anzahl gefördert freiwilligausgereister Personen
Gesamt 2 309
darunter:
Albanien 452
Nordmazedonien 337
Türkei 259
Georgien 221
Irak 158
Moldau (Republik) 95
Serbien 92
Russische Föderation 86
Algerien 54
Aserbaidschan 47
Tunesien 40
Ukraine 38
Iran 36
Tadschikistan 27
Montenegro 22
Bundesland der Ausreise Anzahl gefördert freiwilligausgereister Personen
Gesamt 2 309
davon:
Baden-Württemberg 185
Bayern 581
Berlin 95
Brandenburg 84
Bremen 23
Hamburg 55
Hessen 213
Mecklenburg-Vorpommern 11
Niedersachsen 256
Nordrhein-Westfalen 420
Rheinland-Pfalz 99
Saarland 33
Sachsen 128
Sachsen-Anhalt 40
Schleswig-Holstein 40
Thüringen 46
a) Welche Zahlen und Programme welcher Bundesländer wurden bei
diesen Angaben berücksichtigt, und welche nicht, und wie aussagekräftig
sind diese Angaben mittlerweile?
In der Auswertung wurden alle Speichersachverhalte des
Ausländerzentralregister (AZR) berücksichtigt, die eine Förderung auf Landes- bzw.
Kommunaleben abbilden. Zu den Programmen einzelner Länder liegen der
Bundesregierung keine Informationen hinsichtlich des genannten Zeitraums vor. Einzelne
Förderprogramme werden im AZR nicht erfasst.
Förderungen auf Bundesebene oder durch sonstige Mittel wurden bei der
Auswertung nicht berücksichtigt.
Die Verteilung der Fördermaßnahmen nach Ländern kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden. Die Abweichung zu der in der Antwort zu Frage
20 genannten Gesamtzahl der gefördert freiwillig ausgereisten Personen ergibt
sich aus der Tatsache, dass zu einer Person mehrfach Fördermaßnahmen
eingetragen werden können.
Bundesland/
Förderprogramm
Ausreiseförderung
durch
Landesund/oder
Kommunalmittel
unter
Bundesbeteiligung (auch
Kofinanzierung
durch
europäische
Mittel)
Ausreiseförderung
durch
Landesund/oder
Kommunalmittel
ohne
Bundesbeteiligung (auch
Kofinanzierung
durch
europäische
Mittel)
Reintegrationsförderung durch
Landesund/oder
Kommunalmittel
unter
Bundesbeteiligung (auch
Kofinanzierung
durch europäische
Mittel)
Reintegrationsförderung durch
Landesund/oder
Kommunalmittel
ohne
Bundesbeteiligung (auch
Kofinanzierung
durch
europäische Mittel)
Gesamt
Baden-
Württemberg
146 16 31 23 216
Bayern 475 55 99 173 802
Berlin 75 20 30 125
Brandenburg 14 70 6 3 93
Bremen 17 6 23
Hamburg 50 5 55
Hessen 159 73 10 15 257
Mecklenburg-
Vorpommern
11 11
Niedersachsen 154 66 28 25 273
Nordrhein-
Westfalen
288 8 186 482
Rheinland-Pfalz 48 28 23 4 103
Saarland 31 1 1 33
Sachsen 103 16 10 129
Sachsen-Anhalt 23 2 15 40
Schleswig-Holstein 2 38 40
Thüringen 7 8 37 52
Gesamt 1 603 368 519 244 2 734
b) Wann ist damit zu rechnen, dass die im Mai 2020 infolge des zweiten
Datenaustauschverbesserungsgesetzes geschaffenen
Speichersachverhalte im Ausländerzentralregister zur einheitlichen Erfassung der
durch die Bundesländer geförderten Ausreisen genutzt werden
können, sodass die Bundesregierung über eine valide Datengrundlage
verfügt?
Die Beantwortung der Frage erfolgt bereits auf Grundlage der in der
Fragestellung in Bezug genommenen Speichersachverhalte des AZR.
Der Bundesregierung liegen über die AZR-Eintragungen hinaus keine Daten zu
den Förderprogrammen der Länder vor. Aus diesem Grund ist keine Aussage
hinsichtlich der Validität der Daten möglich.
Die Verantwortlichkeit der zeitnahen Datenübermittlung an das AZR obliegt
der jeweils meldeverpflichteten Stelle – grundsätzlich den Ausländerbehörden
in den Ländern.
21. Wie viele Personen sind nach Angaben der Bundespolizei im ersten
Halbjahr 2023 freiwillig mit einer Grenzübertrittsbescheinigung
ausgereist (bitte nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten und zwischen
Land-, Luft- und Seeweg differenzieren)?
Abschließende Daten zu freiwilligen Ausreisen liegen der Bundesregierung
zum Zeitpunkt der Anfrage noch nicht vor. Gemäß vorläufigen Erhebungen
sind nach Kenntnis der Bundespolizei im ersten Halbjahr 2023 gemäß der
Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei (PES) nach derzeitigem Stand
14 269 Personen erfasst worden, die freiwillig unter Vorlage einer
Grenzübertrittsbescheinigung ausgereist sind. Die Aufschlüsselung nach den 15
wichtigsten Staatsangehörigkeiten und den Reisewegen können den nachstehenden
Tabellen entnommen werden.
Art der Grenze Anzahl Personen
Landweg 733
Luftweg 13 481
Seeweg 24
Postrückläufer Auslandsvertretung 31
Staatsangehörigkeiten Anzahl Personen
Türkei 1 832
Albanien 1 450
Nordmazedonien 1 364
Georgien 1 111
China (Volksrep.) 560
Irak 543
Russland 537
Ukraine 491
Serbien 481
Moldau 413
Kosovo 355
Indien 290
Vietnam 262
Iran 246
Vereinigte Arabische Emirate 213
22. Wie viele ausreisepflichtige Personen mit und ohne Duldung, wie viele
ausreisepflichtige abgelehnte Asylsuchende (bitte differenzieren und
jeweils nach Bundesländern auflisten) hielten sich nach Kenntnis der
Bundesregierung zum 30. Juni 2023 in Deutschland auf, und was waren die
fünf Hauptherkunftsländer der Ausreisepflichtigen in den einzelnen
Bundesländern (bitte in absoluten und relativen Zahlen für jedes Bundesland
darstellen)?
Ausweislich des AZR waren zum Stichtag 30. Juni 2023 insgesamt 279 098
Personen ausreisepflichtig, davon 224 768 Personen mit einer Duldung und
54 330 Personen ohne Duldung.
Bei 142 035 der insgesamt 279 098 ausreisepflichtigen Personen war ein
abgelehnter Asylantrag gespeichert (davon 128 251 Personen mit Duldung und
13 784 Personen ohne Duldung). Es ist darauf hinzuweisen, dass für die
vorliegende Ausreisepflicht die im AZR gespeicherte Asylablehnung nicht zwingend
ursächlich sein muss, da diese Entscheidung grundsätzlich gespeichert wird, bis
die Voraussetzungen für ihre Löschung gegeben sind. Insofern kann die
Asylablehnung ggf. eine längere Zeit zurückliegen. Weitere Differenzierungen
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Ausreisepflichtige insgesamt nach
Land Gesamt mit Duldung ohne Duldung
Alle Länder 279 098 224 768 54 330
Baden-Württemberg 35 953 31 422 4 531
Bayern 34 422 25 778 8 644
Berlin 20 664 14 523 6 141
Brandenburg 9 755 7 445 2 310
Bremen 4 042 3 432 610
Hamburg 10 892 8 140 2 752
Hessen 16 303 12 342 3 961
Mecklenburg-Vorpommern 4 473 3 898 575
Niedersachsen 25 442 20 359 5 083
Nordrhein-Westfalen 67 099 56 981 10 118
Rheinland-Pfalz 10 713 8 039 2 674
Saarland 2 134 1 837 297
Sachsen 14 661 11 280 3 381
Sachsen-Anhalt 6 437 5 225 1 212
Schleswig-Holstein 10 841 9 468 1 373
Thüringen 5 267 4 599 668
Ausreisepflichtige abgelehnte Asylbewerber nach
Land Gesamt mit Duldung ohne Duldung
Alle Länder 142 035 128 251 13 784
Baden-Württemberg 21 019 19 946 1 073
Bayern 17 393 15 373 2 020
Berlin 8 925 7 501 1 424
Brandenburg 4 345 3 712 633
Bremen 1 403 1 278 125
Hamburg 4 163 3 487 676
Hessen 6 675 6 097 578
Mecklenburg-Vorpommern 2 302 2 140 162
Niedersachsen 12 700 11 234 1 466
Nordrhein-Westfalen 35 644 33 162 2 482
Rheinland-Pfalz 6 073 5 186 887
Saarland 726 671 55
Sachsen 8 362 7 267 1 095
Sachsen-Anhalt 3 756 3 383 373
Schleswig-Holstein 5 842 5 375 467
Thüringen 2 707 2 439 268
Ausreisepflichtige in Baden-
Württemberg Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 35 953 100,00 Prozent
darunter:
Nigeria 4 191 11,66 Prozent
Irak 3 840 10,68 Prozent
Gambia 3 763 10,47 Prozent
Afghanistan 2 331 6,48 Prozent
Türkei 1 994 5,55 Prozent
Ausreisepflichtige im Freistaat Bayern Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 34 422 100,00 Prozent
darunter:
Irak 5 282 15,34 Prozent
Nigeria 5 265 15,30 Prozent
Afghanistan 3 007 8,74 Prozent
Äthiopien 1 395 4,05 Prozent
Türkei 1 293 3,76 Prozent
Ausreisepflichtige in Berlin Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 20 664 100,00 Prozent
darunter:
Moldau (Republik) 3 602 17,43 Prozent
Ungeklärt 1 674 8,10 Prozent
Georgien 1 582 7,66 Prozent
Irak 1 461 7,07 Prozent
Russische Föderation 1 378 6,67 Prozent
Ausreisepflichtige in Brandenburg Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 9 755 100,00 Prozent
darunter:
Russische Föderation 2 675 27,42 Prozent
Kamerun 648 6,64 Prozent
Kenia 617 6,32 Prozent
Afghanistan 508 5,21 Prozent
Pakistan 440 4,51 Prozent
Ausreisepflichtige in Bremen Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 4 042 100,00 Prozent
darunter:
Albanien 400 9,90 Prozent
Russische Föderation 344 8,51 Prozent
Ghana 340 8,41 Prozent
Serbien 276 6,83 Prozent
Türkei 269 6,66 Prozent
Ausreisepflichtige in Hamburg Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 10 892 100,00 Prozent
darunter:
Afghanistan 1 176 10,80 Prozent
Irak 880 8,08 Prozent
Iran 839 7,70 Prozent
Ghana 687 6,31 Prozent
Russische Föderation 676 6,21 Prozent
Ausreisepflichtige in Hessen Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 16 303 100,00 Prozent
darunter:
Afghanistan 2 488 15,26 Prozent
Irak 1 587 9,73 Prozent
Iran 1 121 6,88 Prozent
Türkei 1 082 6,64 Prozent
Pakistan 1 035 6,35 Prozent
Ausreisepflichtige in Mecklenburg-
Vorpommern Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 4 473 100,00 Prozent
Ausreisepflichtige in Mecklenburg-
Vorpommern Anzahl Anteil
darunter:
Russische Föderation 646 14,44 Prozent
Ukraine 431 9,64 Prozent
Irak 357 7,98 Prozent
Afghanistan 311 6,95 Prozent
Syrien 294 6,57 Prozent
Ausreisepflichtige in Niedersachsen Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 25 442 100,00 Prozent
darunter:
Irak 3 117 12,25 Prozent
Serbien 1 469 5,77 Prozent
Georgien 1 402 5,51 Prozent
Türkei 1 300 5,11 Prozent
Russische Föderation 1 085 4,26 Prozent
Ausreisepflichtige in Nordrhein-Westfalen Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 67 099 100,00 Prozent
darunter:
Irak 7 963 11,87 Prozent
Serbien 4 392 6,55 Prozent
Nigeria 3 173 4,73 Prozent
Guinea 3 168 4,72 Prozent
Afghanistan 3 049 4,54 Prozent
Ausreisepflichtige in Rheinland-Pfalz Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 10 713 100,00 Prozent
darunter:
Afghanistan 1 313 12,26 Prozent
Syrien 783 7,31 Prozent
Irak 771 7,20 Prozent
Somalia 639 5,96 Prozent
Pakistan 613 5,72 Prozent
Ausreisepflichtige in Saarland Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 2 134 100,00 Prozent
darunter:
Syrien 652 30,55 Prozent
Irak 169 7,92 Prozent
Türkei 148 6,94 Prozent
Serbien 128 6,00 Prozent
Afghanistan 92 4,31 Prozent
Ausreisepflichtige im Freistaat Sachsen Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 14 661 100,00 Prozent
darunter:
Russische Föderation 1 641 11,19 Prozent
Irak 1 450 9,89 Prozent
Indien 973 6,64 Prozent
Georgien 963 6,57 Prozent
Libanon 906 6,18 Prozent
Ausreisepflichtige in Sachsen-Anhalt Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 6 437 100,00 Prozent
darunter:
Indien 831 12,91 Prozent
Russische Föderation 462 7,18 Prozent
Benin 357 5,55 Prozent
Syrien 351 5,45 Prozent
Türkei 350 5,44 Prozent
Ausreisepflichtige in Schleswig-Holstein Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 10 841 100,00 Prozent
darunter:
Irak 2 368 21,84 Prozent
Afghanistan 1 216 11,22 Prozent
Armenien 1 000 9,22 Prozent
Russische Föderation 947 8,74 Prozent
Iran 844 7,79 Prozent
Ausreisepflichtige im Freistaat Thüringen Anzahl Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 5 267 100,00 Prozent
darunter:
Irak 874 16,59 Prozent
Afghanistan 555 10,54 Prozent
Russische Föderation 369 7,01 Prozent
Nordmazedonien 327 6,21 Prozent
Syrien 317 6,02 Prozent
23. Hat die Bundesregierung bzw. die Bundespolizei Konsequenzen gezogen
aus dem Rundschreiben des Oberverwaltungsgerichts NRW vom 11.
November 2022 an alle Ausländerbehörden in Nordrhein-Westfalen, bei
dem es um die Sicherstellung effektiven Rechtsschutzes in der Praxis
beim Vollzug von Flugabschiebungen geht, vor dem Hintergrund der
entgegen eines Gerichtsbeschlusses vollzogenen Abschiebung eines
psychisch Kranken in die Demokratische Republik Kongo (vgl. die Antwort
der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE.
auf Bundestagsdrucksache 20/5396 und
https://fluechtlingsrat-bw.de/abs
chiebung/ovg-nrw-rundschreiben-laufende-flugabschiebungen/), wenn
ja, welche, wenn nein, warum nicht?
Die Bundespolizei wird im Falle einer gerichtlichen Entscheidung zum
Abbruch einer Rückführung, welche erst nach Start des Luftfahrzeuges bekannt
wird, die eingesetzten Begleitbeamten unmittelbar nach Landung im
Transitoder Zielstaat mittels zur Verfügung stehender Kommunikationsmittel über den
Beschluss informieren.
Die Bundespolizeidirektionen wurden im Rahmen einer innerdienstlichen
Weisung des Bundespolizeipräsidiums dahingehend erneut sensibilisiert und
beauftragt, dem Flugrouting entsprechende Kommunikationsmöglichkeiten zu
gewährleisten.
a) Gab es Kritik der Bundespolizei an den für die rechtswidrige
Abschiebung in den Kongo (vgl. die Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache
20/5396) zuständigen Behörden Nordrhein-Westfalens oder
nachträgliche Besprechungen zu diesem Punkt, weil „Hinweise im Vorfeld
durch das Land Nordrhein-Westfalen zu einem anhängigen
Verwaltungsgerichtsverfahren … nicht bekannt“ waren (vgl. die Antwort der
Bundesregierung auf die Mündliche Frage 34 der Abgeordneten Clara
Bürger, Plenarprotokoll 20/75, wenn ja, bitte ausführen, wenn nein,
warum nicht?), und welche (strukturellen) Konsequenzen hat die
Bundespolizei hieraus für die Zusammenarbeit mit Landesbehörden bei
Abschiebungen gezogen?
Die Bundespolizei befindet sich im regelmäßigen Austausch mit Vertretern der
Länder. Die Landesbehörden wurden gebeten, die Bundespolizei über
entsprechende, relevante Sachverhalte ohne Zeitverzug zu informieren.
b) Warum genau ist es den leitenden Begleitbeamtinnen und Beamten der
Bundespolizei bei der genannten Abschiebung in den Kongo nach der
Landung nicht geglückt, „Kontakt zur Heimatdienststelle“
aufzunehmen (waren es z. B. technische oder andere Gründe, warum wurden
z. B. keine Kommunikationsmittel in der Transiteinrichtung vor Ort
genutzt usw.), wie es den internen polizeilichen Leitfäden bzw.
Richtlinien vorgegeben ist (vgl. Schreiben des Bundesministeriums des
Innern und für Heimat – BMI – vom 3. März 2023 an die Abgeordnete
Clara Bünger zur Ausstufung der zunächst eingestuften Antwort zu
Frage 6d auf Bundestagsdrucksache 20/5396), und wie genau lautet
die entsprechende Richtlinie, wann wurde sie zuletzt in diesem Punkt
geändert, und welche weiteren wesentlichen Vorgaben zum Vorgehen
bei Abschiebungen enthält sie?
Im zugrundeliegenden Sachverhalt konnte keine Verbindung unter Nutzung
von Mobiltelefonen hergestellt werden. Andere Kommunikationsmöglichkeiten
waren nicht verfügbar. Technische Gründe sind demnach die Ursache für die
nicht zustande gekommene Kontaktaufnahme.
Es handelt sich bei der Richtlinie um die „Bestimmungen über die
Rückführung ausländischer Staatsangehöriger auf dem Luftweg (Best Rück Luft) – VS-
NfD“ (Teil der BRAS 120), welche zuletzt im Januar 2021 geändert wurde.
Sie enthält Vorgaben zur Vorgehensweise bei der Vorbereitung, Durchführung
und Nachbereitung von Rückführungen auf dem Luftweg.
24. Was kann die Bundesregierung zu aktuellen Modalitäten bzw. der
aktuellen Erlasslage bei Abschiebungen in den Irak mitteilen, insbesondere vor
dem Hintergrund der Berichterstattung über die Einigung deutscher und
irakischer Regierungsvertreter auf eine engere Zusammenarbeit im
Bereich Migration Mitte Mai 2023 (
https://www.tagesschau.de/investigativ/
ndr-wdr/migrationsabkommen-deutschland-irak-100.html)?
Die Bundesregierung ist mit verschiedenen Staaten in Gesprächen über eine
vertiefte Migrationszusammenarbeit. Ziel der Bundesregierung ist es, irreguläre
Migration zu reduzieren und legale Migration zu stärken. Hierzu verfolgt sie
einen vertrauensvollen partnerschaftlichen Ansatz mit ihren Gesprächspartnern.
Ein Migrations- oder Rückübernahmeabkommen besteht mit dem Irak weder
auf europäischer noch auf bilateraler Ebene. Die Zusammenarbeit mit dem Irak
erfolgt im sog. vertragslosen Verfahren entsprechend dem völkerrechtlichen
Grundsatz, wonach jeder Staat verpflichtet ist, seine eigenen Staatsbürger
formlos zurückzunehmen, wenn diese im Gaststaat über kein Aufenthaltsrecht
verfügen. Der Bund unterstützt die für den Vollzug des Ausländerrechts Länder bei
der Beschaffung von Heimreisedokumenten im Wege der Amtshilfe. Zudem ist
die Bundespolizei, neben den Ländern, für die Rückführung von
Ausreisepflichtigen zuständig. Hierbei arbeitet der Bund vertrauensvoll mit den
zuständigen irakischen Stellen zusammen.
a) Wie hat sich die Zahl der Abschiebungen in den Irak seit 2021
entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln und zwischen Abschiebungen
nach Bagdad und nach Erbil differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zielort Jahr Bagdad Anzahl Personen Erbil Anzahl Personen
2021 50 2
2022 75 2
2023 (erstes
Halbjahr)
41 1
b) Wie viele Zurückweisungen in den Irak nach einem
Flughafenverfahren gab es 2021, 2022 und im ersten Halbjahr 2023 (bitte einzeln mit
Datum und Flughafen auflisten)?
Im Jahr 2021 gab es keine Zurückweisung nach dem Asylgesetz (AsylG) in den
Irak. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen
werden.
Zurückweisungen nach dem AsylG in den Irak
Datum Anzahl Personen Flughafen Bundesrepublik Deutschland Flughafen Irak
17.10.202
2 1
Flughafen Frankfurt/Main Flughafen Bagdad
17.10.202
2 1
Flughafen Frankfurt/Main Flughafen Bagdad
03.11.202
2 1
Flughafen Berlin-
Brandenburg
Flughafen Bagdad
03.11.202
2 1
Flughafen Berlin-
Brandenburg
Flughafen Bagdad
03.11.202
2 1
Flughafen Berlin-
Brandenburg
Flughafen Bagdad
13.04.202
3 1
Flughafen Frankfurt/Main Flughafen Bagdad
c) Hat der Bund sich seit 2019 an der Durchführung von Botschafts- bzw.
Sammelanhörungen mit Vertreterinnen und Vertretern irakischer
Behörden beteiligt, und wenn ja, wie viele mutmaßliche irakische
Staatsangehörige wurden jeweils vorgeführt, wie viele Personen wurden als
irakische Staatsangehörige identifiziert, und wie vielen Personen
wurden letztlich irakische Pässe oder Passersatzpapiere ausgestellt (bitte
die Anhörungen einzeln mit Datum und Ort auflisten), unter welchen
Umständen sind nach Kenntnis der Bundesregierung irakische
Behörden bereit, Passersatzdokumente auszustellen?
Die Passersatzbeschaffung des Bundes (PEB Bund) ist seit Juni 2019 für die
Beschaffung von Passersatzpapieren zuständig, sodass der Bund für das Jahr
2019 nur für einen Teilzeitraum Aussagen treffen kann.
Seit Juni 2019 wurden insgesamt 519 mutmaßlich irakische Staatsangehörige
angehört. Hiervon wurden 228 Personen als irakische Staatsangehörige
identifiziert. Insgesamt hat PEB Bund von den irakischen Vertretungen 178
Passersatzpapiere für irakische Staatsangehörige erhalten.
Im Einzelnen wird auf die nachfolgenden Tabellen verwiesen.
Anhörungen Angehörte Per-sonen
Als irakische
Staatsangehörige
identifizierte Personen
Erhaltene PEP
2019 2 1 0
2020 4 1 2
2021 59 39 20
2022 115 66 21
2023 339 121 135
Gesamt 519 228 178
Es wird darauf hingewiesen, dass das Jahr der Anhörung der Person vom Jahr
der Ausstellung des Passersatzpapiers (PEP) im Einzelfall abweichen kann.
Eine statistische Erfassung der Anhörungsorte erfolgte erst ab 2022, sodass vor
2022 nur die Tagesdaten aufgeführt werden. Eine Zuordnung der erhaltenen
Passersatzpapiere zu den einzelnen Anhörungsmaßnahmen ist technisch nicht
möglich. Insofern wurden in der vorstehenden Gesamtstatistik nur die
erhaltenen PEP für die einzelnen Jahre aufgeführt.
Aus den folgenden Tabellen sind die einzelnen Anhörungen und die Anzahl der
erfolgreichen Identifizierungen ersichtlich.
Anhörungen 2019 Angehörte Personen Als irakische Staatsangehörige identifizierte
02.12.2019 1 0
09.12.2019 1 1
Gesamt 2019 2 1
Anhörungen 2020 Angehörte Personen Als irakische Staatsangehörige identifizierte
31.01.2020 1 1
14.02.2020 1 0
30.11.2020 1 0
07.12.2020 1 0
Gesamt 2020 4 1
Anhörungen 2021 Angehörte Personen Als irakische Staatsangehörige identifizierte
14.01.2021 1 0
11.02.2021 1 1
16.02.2021 1 0
17.02.2021 3 2
17.03.2021 1 1
06.04.2021 1 1
22.06.2021 8 7
15.07.2021 8 8
22.09.2021 1 1
29.09.2021 1 1
12.10.2021 11 0
21.10.2021 1 0
26.10.2021 2 1
29.10.2021 4 4
03.11.2021 14 11
Anhörungen 2021 Angehörte Personen Als irakische Staatsangehörige identifizierte
09.11.2021 1 1
Gesamt 2021 59 39
Anhörungen 2022 Angehörte Personen Als irakische Staatsangehörige identifizierte
23.03.2022, Oranienburg 23 16
12.05.2022, Unna 37 20
15.11.2022, München 19 12
16.11.2022, München 17 10
17.11.2022, München 19 8
Gesamt 2022 115 66
Anhörungen 2023 Angehörte Personen Als irakische Staatsangehörige identifizierte
08.02.2023, Schönefeld 6 6
02.03.2023, Schönefeld 14 8
10.03.2023, Schönefeld 23 10
14.03.2023, Hamburg 7 4
12.04.2023, München 57 13
13.04.2023, München 56 21
14.04.2023, München 17 2
18.04.2023, Unna 41 15
10.05.2023, Karlsruhe 45 15
11.05.2023, Karlsruhe 33 12
12.05.2023, Karlsruhe 4 1
30.05.2023, Schönefeld 6 4
25.07.2023, Halle (Saale) 30 10
Gesamt 2023 339 121
Voraussetzung für die Erteilung eines Passersatzpapiers ist, dass die Person
positiv als Staatsbürger der Republik Irak identifiziert werden konnte.
d) Können Kurdinnen und Kurden, die aus der Autonomen Region
Kurdistan kommen, nach Bagdad abgeschoben oder zurückgewiesen
werden, und wenn ja, unter welchen Umständen, wovon ist dies abhängig,
und wie wird dies begründet?
Rückführungen und Zurückweisungen erfolgen in den Herkunftsstaat;
maßgeblich ist dabei allein die Staatsangehörigkeit der betroffenen Person. Eine Praxis,
wonach Personen ausschließlich oder vorzugswürdig in die Region ihrer
Herkunft oder ihres letzten Aufenthalts zurückgeführt werden, besteht nicht.
e) Wurde am 9. Juni 2023 bzw. zu einem anderen Datum im Juni 2023
ein Kurde aus der Autonomen Region Kurdistan nach einem
erfolglosen Flughafenverfahren vom Flughafen Frankfurt Main nach Bagdad
abgeschoben bzw. dorthin zurückgewiesen, und wenn ja, von wie
vielen Bundespolizisten und von welchen anderen Akteuren wurde die
Abschiebung begleitet (bitte möglichst genau auflisten)?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse zu einer Zurückweisung nach
einem erfolglosen Flughafenverfahren vom Flughafen Frankfurt/Main nach
Bagdad im Juni 2023 vor.
Anlage zur Kleinen Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger u. a. und der Fraktion DIE LINKE.
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Die Angaben zur Beantwortung der Fragen 10a, 10c, 10d und10e sind in der Tabelle aufgeführt:
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11.01.2023 Hannover Georgien 51 BW BY BE HH HE MV NI NW ST TH 0 51 0 BPOL 110.900 € Ja
18.01.2023 Leipzig Tunesien 18 BY NW RP SN 0 18 65 BPOL 76.950 € Ja
24.01.2023 Düsseldorf Nordmazedonien 43 HH NW Serbien 50 NI NW 93 76 BPOL 109.325 € Ja
24.01.2023 München Nigeria 23 BY NW RP ST BPOL 0 23 48 BPOL 335.080 € Ja
25.01.2023 Hannover Georgien 51 BY NI NW SH BPOL 0 51 0 BPOL 110.900 € Ja
26.01.2023 München Bulgarien 6 BPOL 0 6 24 BPOL 49.975 € Nein
31.01.2023 Berlin Türkei 5 NI, BE, HE 0 5 20 BPOL 71.049,95 € Nein
01.02.2023 Frankfurt am Main Gambia 25 BW BY 0 25 68 BPOL 340.165 € Ja
01.02.2023 Düsseldorf Albanien 50 BY NI NW RP ST SH BPOL Kosovo 11
BE NI NW
RP 61 75 BPOL 104.080 € Ja
13.04.2023 Berlin Moldau 50 BE RP 0 50 60 BPOL 65.050 € Ja
07.02.2023 Köln/Bonn Ghana 21 BY BB HH HE MV NI NW ST BPOL 0 21 55 BPOL 278.080 € Ja
08.02.2023 Leipzig Georgien 50 BW BE HE MV NW RP SN SH TH 0 50 0 BPOL 127.500 € Ja
Anlage zur Kleinen Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger u. a. und der Fraktion DIE LINKE.
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09.02.2023 München Bulgarien 5 BPOL 0 5 22 BPOL 49.075 € Nein
14.02.2023 Frankfurt am Main Nordmazedonien 95
BW BY HE NW
RP ST Serbien 24
BY HH SL
ST SH 119 55 BPOL 80.750 € Ja
15.02.2023 Berlin Pakistan 34 BW BY BB HE NW RP SN 0 34 81 BPOL 335.790 € Ja
03.03.2023 München Albanien 45 BY HE NW SN ST Kosovo 5 BY SN 50 61 BPOL 67.050 € Ja
22.02.2023 Berlin Moldau 32 BE NI RP Bosnien und Herzegowina 18 HE NI NW 50 74 BPOL 123.895 € Ja
23.02.2023 München Bulgarien 6 BY BPOL 0 6 24 BPOL 50.975 € Nein
28.02.2023 Düsseldorf Serbien 35 BY HH MV NI NW Nordmazedonien 35 BW MV NW 70 73 BPOL 104.080 € Ja
01.03.2023 München Georgien 34 BY NI NW RP 0 34 0 BPOL 105.500 € Ja
01.03.2023 Leipzig Tunesien 20 BW BY BE HE SN BPOL 0 20 64 BPOL 76.950 € Ja
06.03.2023 Hannover Nordmazedonien 41 HH NI RP SL TH Moldau 43 BE NI NW TH 84 89 BPOL 115.080 € Ja
07.03.2023 München Nigeria 16 BW BY HE NI NW BPOL 0 16 51 BPOL 354.580 € Ja
08.03.2023 Düsseldorf Albanien 35 HE NI NW RP SH Kosovo 10 NW SH 45 48 BPOL 115.080 € Ja
08.03.2023 Frankfurt am Main Gambia 23 BW BY HH HE 0 23 72 BPOL 299.455 € Ja
Anlage zur Kleinen Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger u. a. und der Fraktion DIE LINKE.
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09.03.2023 Berlin Georgien 33 BY BE BB HH NW ST TH 0 33 0 BPOL 105.500 € Ja
15.03.2023 Frankfurt am Main Pakistan 22
BW BY HE NI NW
BPOL 0 22 52 BPOL 278.992 € Ja
16.03.2023 Hamburg Georgien 38 HH MV NI SN SH BPOL 0 38 0 BPOL 110.900 € Ja
22.03.2023 München Moldau 40 BY HE Bosnien und Herzegowina 19 BY NI NW 59 53 BPOL 102.080 € Ja
29.03.2023 Berlin Georgien 36 BY BE BB NW RP SN ST BPOL 0 36 0 BPOL 105.500 € Ja
30.03.2023 Düsseldorf Nigeria 19 BW BY NW RP ST SH BPOL 0 19 77 BPOL 353.940 € Ja
03.04.2023 Berlin Moldau 36 BY BE NW RP BPOL Serbien 24
BY BE NW
SN 60 66 BPOL 83.050 € Ja
12.04.2023 Leipzig Tunesien 23 BW BE HE MV SN TH BPOL 0 23 63 BPOL 79.950 € Ja
14.04.2023 Hannover Albanien 56 HE NI NW SN ST SH TH Kosovo 14
BY HB NI
NW SN ST
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70 69 BPOL 131.295 € Ja
19.04.2023 Berlin Moldau 32 BE 0 32 63 BPOL 64.050 € Ja
19.04.2023 Düsseldorf Georgien 45 BB MV NI NW RP SH 0 45 0 BPOL 110.900 € Ja
28.04.2023 Hannover Serbien 26 BB HH HE NI ST Nordmazedonien 37 BB HH NI SN 63 76 BPOL 78.300 € Ja
03.05.2023 München Senegal 11 BY NW SN 0 11 53 BPOL 161.053 € Ja
Anlage zur Kleinen Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger u. a. und der Fraktion DIE LINKE.
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03.05.2023 Düsseldorf Serbien 18 BY NW Nordmazedonien 38 BY MV NW 56 54 BPOL 98.070 € Ja
04.05.2023 Leipzig Georgien 38 BY BB NW SN BPOL 0 38 0 BPOL 105.500 € Ja
09.05.2023 Frankfurt am Main Nordmazedonien 48 BW HE ST
Bosnien und
Herzegowina 43
BW BY NI
NW ST 91 51 BPOL 102.215 € Ja
09.05.2023 Hamburg Armenien 25 BY MV NI SH TH BPOL 0 25 51 BPOL 117.050 € Ja
10.05.2023 Berlin Nordmazedonien 21 BE TH Moldau 48 BE NI NW 69 66 BPOL 139.100 € Ja
31.05.2023 München Aserbaidschan 25 BY HE NW RP 0 25 42 BPOL 170.915 € Ja
10.05.2023 Köln/Bonn Ghana 14 BW BY HE NI NW ST 0 14 56 BPOL 222.080 € Ja
12.05.2023 Frankfurt am Main Albanien 43
BY HB HE NI NW
RP ST SH Kosovo 15 BY NI 58 41 BPOL 99.050 € Ja
15.05.2023 München Pakistan 22 BW BY RP BPOL 0 22 42 BPOL 355.110 € Ja
15.05.2023 Hannover Montenegro 20 BY HH NI BPOL 0 20 40 BPOL 75.050 € Ja
16.05.2023 Frankfurt am Main Nigeria 32
BW BY MV NW
BPOL 0 32 69 BPOL 393.080 € Ja
24.05.2023 Frankfurt am Main Gambia 24 BW RP BPOL 0 24 71 BPOL 280.080 € Ja
24.05.2023 Berlin Moldau 50 BY BE NI BPOL Bosnien und Herzegowina 28 BE NW 78 66 BPOL 97.550 € Ja
24.05.2023 Leipzig Tunesien 18 BW BE HH MV NW SN TH BPOL 0 18 64 BPOL 81.030 € Ja
Anlage zur Kleinen Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger u. a. und der Fraktion DIE LINKE.
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25.05.2023 München Georgien 30 BW BY HE RP SN TH 0 30 0 BPOL 105.500 € Ja
31.05.2023 Düsseldorf Albanien 52 NI NW SH Kosovo 9 BY NI NW 61 59 BPOL 148.080 € Ja
07.06.2023 Düsseldorf Georgien 22 NW SN SH TH 0 22 0 BPOL 110.900 € Ja
07.06.2023 Berlin Moldau 29 BE HH MV RP Serbien 10 BY BE NI SN 39 60 BPOL 84.050 € Ja
13.06.2023 Düsseldorf Serbien 43 BY NW Nordmazedonien 41 NW 84 67 BPOL 156.080 € Ja
13.06.2023 Leipzig Pakistan 24 BW BY BB HE NW SN BPOL 0 24 69 BPOL 445.000 € Ja
13.06.2023 Frankfurt am Main Nigeria 29
BW BB HH HE MV
NI NW RP SL ST
BPOL
0 29 70 BPOL 406.080 € Ja
15.06.2023 Hannover Ghana 22 BW HE MV NI NW RP BPOL 0 22 53 BPOL 266.080 € Ja
20.06.2023 München Gambia 30 BW BY HE RP BPOL 0 30 79 BPOL 289.080 € Ja
21.06.2023 Frankfurt am Main Georgien 64
BW HE NI SN
BPOL 0 64 0 BPOL 112.500 € Ja
21.06.2023 Leipzig Tunesien 11 BE MV NI SL SN 0 11 37 BPOL 81.027 € Ja
28.06.2023 Hannover Nordmazedonien 47 BY BB HH HE MV NI Serbien 39
BB HH NI
NW ST 86 76 BPOL 109.070 € Ja
28.06.2023 Berlin Moldau 58 BY BE Bosnien und Herzegowina 7 BY BE 65 70 BPOL 118.680 € Ja
Anlage zur Kleinen Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger u. a. und der Fraktion DIE LINKE.
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17.01.2023 Frankfurt am Main Bulgarien 6 BPOL 0 6 23 BPOL 57.550 € Nein
07.02.2023 München Bulgarien 8 BY 0 8 38 BPOL 58.050 € Nein
14.03.2023 München Bulgarien 3 BY BPOL 0 3 16 BPOL 47.575 € Nein
22.02.2023 München Griechenland 8 BY 0 8 35 BPOL 63.050 € Nein
28.03.2023 München Bulgarien 3 BPOL 0 3 17 BPOL 55.050 € Nein
12.04.2023 München Bulgarien 5 BPOL 0 5 21 BPOL 50.850 € Nein
25.04.2023 München Bulgarien 5 BPOL 0 5 22 BPOL 50.850 € Nein
28.03.2023 Düsseldorf Serbien 34 HE NW ST Nordmazedonien 38 NW 72 57 BPOL 81.550 € Ja
04.04.2023 München Rumänien 4 BY 0 4 20 BPOL 51.978 € Nein
06.04.2023 München Rumänien 14 BY 0 14 37 BPOL 54.252 € Nein
20.03.2023 Frankfurt am Main Kroatien 6 HE 0 6 6 BPOL 57.050 € Nein
16.05.2023 Berlin Georgien 34 BY BE BB HH NW SN TH BPOL 0 34 0 BPOL 105.500 € Ja
19.04.2023 Hamburg Kroatien 15 SH 0 15 25 BPOL 59.570 € Nein
26.04.2023
Flughafen
EU MS -
Brüssel
Kongo, Demokrat.
Republik 1 NI 0 1 4 BEL ohne Ja
09.05.2023 München Bulgarien 4 BPOL 0 4 18 BPOL 50.085 € Nein
Anlage zur Kleinen Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger u. a. und der Fraktion DIE LINKE.
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16.05.2023 Stuttgart Bulgarien 4 BPOL 0 4 16 BPOL 58.650 € Nein
06.06.2023 München Bulgarien 5 BPOL 0 5 22 BPOL 50.085 € Nein
27.06.2023 München Bulgarien 3 BY BPOL 0 3 16 BPOL 50.085 € Nein
03.05.2023 Hannover Kroatien 12 SH BPOL 0 12 23 BPOL 61.570 € Nein
17.05.2023 Leipzig Rumänien 8 BY BPOL 0 8 29 BPOL 61.220 € Nein
06.06.2023 Frankfurt am Main Kroatien 6 HE BPOL 0 6 20 BPOL 65.333 € Nein
13.06.2023 München Rumänien 8 BPOL 0 8 32 BPOL 55.085 € Nein
06.06.2023 Leipzig Nordmazedonien 43 SN ST TH Serbien 31 ST TH BPOL 74 55 BPOL 90.070 € Ja
23.05.2023 München Griechenland 5 BY 0 5 17 BPOL 79.070 € Nein
14.06.2023 Berlin Georgien 43 BE BB MV SN ST TH 0 43 0 BPOL 105.500 € Ja
29.06.2023 München Bulgarien 12 BY 0 12 27 BPOL 54.979 € Nein
22.06.2023 Düsseldorf Albanien 45 HB HE NW RP BPOL 0 45 42 BPOL 98.370 € Ja
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333