Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Heidi Reichinnek,
Nicole Gohlke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/7823 –
Anerkennung geschlechtsspezifischer Verfolgungsgründe
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Etwa die Hälfte der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, sind Frauen
und Mädchen. Ihre Fluchtgründe unterscheiden sich teilweise von denen
männlicher Flüchtlinge: Neben Krieg, Verfolgung und existenzieller Not
führen auch geschlechtsspezifische bzw. patriarchale Gewalt dazu, dass sie ihre
Heimatorte verlassen müssen. Entgegen dem oft gezeichneten Bild, es würden
hauptsächlich männliche Geflüchtete nach Deutschland kommen, sind etwa
ein Drittel der Menschen, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, Frauen.
Im Jahr 2022 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
70 111 Asylerstanträge von weiblichen Antragstellerinnen erfasst. Die
wichtigsten Herkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und die Türkei (
https://ww
w.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Statistik/BundesamtinZahlen/bundesamt-
in-zahlen-2022-asyl.pdf?__blob=publicationFile&v=9).
Mit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes im Jahr 2005 hat sich die
rechtliche Position von Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt im
Asylverfahren verbessert. Geschlechtsspezifische Verfolgung stellt seither auch
nach den deutschen Asylrechtsbestimmungen einen anerkannten Fluchtgrund
dar. Außerdem wurde gesetzlich klargestellt, dass Verfolgung auch von
privaten bzw. nichtstaatlichen Akteuren ausgehen kann. Voraussetzung für die
Zuerkennung eines internationalen Schutzstatus ist dann, dass der Herkunftsstaat
nicht fähig oder nicht willens ist, die betroffene Person zu schützen und es
keine interne Fluchtalternative gibt. Nach den Richtlinien des
Hochkommissariats der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) kann
geschlechtsspezifische Verfolgung etwa sexuelle Gewalt, weibliche Genitalbeschneidung,
häusliche Gewalt und Menschenhandel, Zwangsabtreibungen und
Zwangssterilisationen sowie geschlechtsspezifische Bildungsverbote umfassen. Die
Verfolgung findet häufig im privaten Umfeld statt (
https://www.refworld.org/doci
d/3d5902754.html).
In der Praxis stoßen Asylsuchende, die geschlechtsspezifische Gewalt- und
Diskriminierungserfahrungen im Asylverfahren geltend machen wollen, auf
vielfältige Hürden. Beratungsstellen und Verbände führen dies unter anderem
darauf zurück, dass es an einer flächendeckenden und frühzeitigen
Identifizierung von Betroffenen von geschlechtsspezifischer Verfolgung mangele. Somit
sei der Zugang zu Informationen über die eigenen Rechte und zu Unterstüt-
Deutscher Bundestag Drucksache 20/8032
20. Wahlperiode 15.08.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
vom 14. August 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
zung erschwert. Ferner werde Gewalt gegen Frauen im Asylverfahren nach
wie vor nicht ausreichend thematisiert oder im Bereich „privater
Lebensführung“ verortet und als asylunerheblich eingestuft (
https://www.der-paritaetisc
he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/geschlechtsspezifische-verfolg
ung-2022_aufl2.pdf,
https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/
Publikationen/doc/geschlechtsspezifische-verfolgung-2022_aufl2.pdf).
1. Wie viele Frauen haben in den Jahren 2021, 2022 und im bisherigen
Jahr 2023 einen Asylantrag in Deutschland gestellt (bitte nach Jahren
aufschlüsseln, zwischen unter und über 18-Jährigen differenzieren und
die 15 wichtigsten Herkunftsländer angeben)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Weibliche Asylantragstellende im Jahr 2021
Alter
Herkunftsländer
0 bis 17 Jahre 18 Jahre und älter Gesamt
Gesamt 37.286 32.229 69.515
darunter:
Syrien 15.279 9.772 25.051
Afghanistan 4.964 5.298 10.262
Irak 3.495 2.851 6.346
Türkei 973 1.176 2.149
Ungeklärt 1.291 919 2.210
Georgien 577 941 1.518
Somalia 1.010 949 1.959
Eritrea 1.285 428 1.713
Iran 562 818 1.380
Nigeria 928 477 1.405
Moldau 977 1.519 2.496
Nordmazedonien 1.001 1.125 2.126
Algerien 49 69 118
Russische Föderation 623 452 1.075
Pakistan 249 321 570
Weibliche Asylantragstellende im Jahr 2022
Alter
Herkunftsländer
0 bis 17 Jahre 18 Jahre und älter Gesamt
Gesamt 39.127 39.632 78.759
darunter:
Syrien 11.599 7.766 19.365
Afghanistan 5.789 5.831 11.620
Türkei 2.862 3.524 6.386
Irak 3.502 2.776 6.278
Georgien 1.290 2.132 3.422
Iran 850 1.981 2.831
Ungeklärt 908 643 1.551
Somalia 1.204 864 2.068
Eritrea 1.561 674 2.235
Russische Föderation 703 895 1.598
Nordmazedonien 1.301 1.366 2.667
Moldau 1.041 1.559 2.600
Nigeria 731 499 1.230
Weibliche Asylantragstellende im Jahr 2022
Alter
Herkunftsländer
0 bis 17 Jahre 18 Jahre und älter Gesamt
Venezuela 204 658 862
Libanon 257 346 603
Weibliche Asylantragstellende
Januar bis Juni 2023
Alter
Herkunftsländer
0 bis 17 Jahre 18 Jahre und älter Gesamt
Gesamt 20.557 26.115 46.672
darunter:
Syrien 5.566 4.659 10.225
Afghanistan 2.522 2.760 5.282
Türkei 2.294 2.990 5.284
Iran 627 2.077 2.704
Irak 1.222 1.078 2.300
Georgien 871 1.410 2.281
Russische Föderation 768 1.113 1.881
Somalia 607 685 1.292
Eritrea 857 493 1.350
Ungeklärt 319 256 575
Venezuela 224 700 924
Nordmazedonien 749 775 1.524
Kolumbien 182 506 688
Indien 24 97 121
Guinea 167 339 506
2. Über wie viele Asylanträge von Frauen hat das BAMF in den Jahren
2021, 2022 und im bisherigen Jahr 2023 mit welchem Ergebnis
entschieden (bitte nach Asylberechtigung, Flüchtlingseigenschaft, subsidiärem
Schutz, Abschiebungsverbot, Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich
unbegründet, Ablehnung als unzulässig, sonstiges sowie nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern und den oben genannten Altersstufen
differenzieren)?
Wie lautete in den genannten Zeiträumen die Gesamtschutzquote des
BAMF in Bezug auf weibliche Asylsuchende, und wie lautete jeweils die
um formelle Entscheidungen „bereinigte“ Gesamtschutzquote?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden. Vorsorglich
wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sog. bereinigten
Gesamtschutzquote etwaige Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der
unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder begründet werden können, da die
formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei einer derartigen
Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle Ablehnungen führen ebenso wie
materiell entschiedene Asylablehnungen im Regelfall zu einer Ausreisepflicht.
Maßgeblich für die Feststellung einer etwaigen Bleibeperspektive ist daher die
Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt:
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden im Jahr 2021
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz
§ 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot
§ 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Gesamt 53.603 654 15.224 9.860 2.236 7.967 4.924 11.055 1.683 52 % 68 %
darunter:
Syrien 18.544 87 7.607 8.581 87 18 0 1.912 252 88 % 100 %
Afghanistan 3.544 38 679 191 1.087 360 6 1.119 64 56 % 84 %
Irak 4.457 7 1.201 225 345 1.532 163 893 91 40 % 51 %
Türkei 1.910 125 924 21 5 576 82 133 44 56 % 62 %
Ungeklärt 1.733 47 1.107 157 33 105 50 187 47 78 % 90 %
Georgien 1.168 0 2 5 6 319 561 218 57 1 % 1 %
Somalia 1.642 78 1.089 67 84 85 7 199 33 80 % 93 %
Eritrea 1.531 22 1.035 181 72 116 6 83 16 86 % 91 %
Iran 1.707 41 457 65 17 746 38 295 48 34 % 43 %
Nigeria 2.296 22 164 24 146 1.105 100 591 144 16 % 23 %
Moldau 2.368 0 0 0 2 124 761 1.298 183 0 % 0 %
Nordmazedonien
1.504 0 0 0 1 4 671 709 119 0 % 0 %
Algerien 144 0 1 4 5 59 17 42 16 7 % 12 %
Russische
Föderation
1.415 11 72 28 15 524 104 580 81 9 % 17 %
Pakistan 483 0 81 5 21 185 13 173 5 22 % 35 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden im Jahr 2021
(Alter: 0 bis 17 Jahre)
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz
§ 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot
§ 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Gesamt 29.350 402 12.866 4.241 1.155 3.591 2.168 4.207 720 64 % 76 %
darunter:
Syrien 11.818 56 7.299 3.527 44 12 0 795 85 92 % 100 %
Afghanistan 1.919 11 491 123 622 183 3 461 25 65 % 87 %
Irak 2.654 5 1.135 156 156 723 84 349 46 55 % 64 %
Türkei 874 62 465 8 2 238 33 45 21 61 % 66 %
Ungeklärt 1.054 20 734 83 17 60 29 83 28 81 % 91 %
Georgien 437 0 1 4 2 129 205 79 17 2 % 2 %
Somalia 1.014 70 832 26 10 9 4 49 14 93 % 99 %
Eritrea 1.140 17 907 123 33 28 1 22 9 95 % 97 %
Iran 588 14 229 19 1 227 13 67 18 45 % 52 %
Nigeria 1.228 19 120 14 98 667 27 196 87 20 % 27 %
Moldau 923 0 0 0 0 59 337 453 74 - -
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden im Jahr 2021
(Alter: 0 bis 17 Jahre)
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz
§ 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot
§ 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Nordmazedonien
711 0 0 0 1 1 364 281 64 0 % 0 %
Algerien 52 0 0 2 3 24 3 11 9 10 % 16 %
Russische
Föderation
772 5 55 17 4 300 66 288 37 10 % 18 %
Pakistan 239 0 64 2 12 82 6 73 0 33 % 47 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden im Jahr 2021
(Alter: 18 Jahre und älter)
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz
§ 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot
§ 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Gesamt 24.253 252 2.358 5.619 1.081 4.376 2.756 6.848 963 38 % 57 %
darunter:
Syrien 6.726 31 308 5.054 43 6 0 1.117 167 81 % 100 %
Afghanistan 1.625 27 188 68 465 177 3 658 39 46 % 81 %
Irak 1.803 2 66 69 189 809 79 544 45 18 % 27 %
Türkei 1.036 63 459 13 3 338 49 88 23 52 % 58 %
Ungeklärt 679 27 373 74 16 45 21 104 19 72 % 88 %
Georgien 731 0 1 1 4 190 356 139 40 1 % 1 %
Somalia 628 8 257 41 74 76 3 150 19 61 % 83 %
Eritrea 391 5 128 58 39 88 5 61 7 59 % 71 %
Iran 1.119 27 228 46 16 519 25 228 30 28 % 37 %
Nigeria 1.068 3 44 10 48 438 73 395 57 10 % 17 %
Moldau 1.445 0 0 0 2 65 424 845 109 0 % 0 %
Nordmazedonien
793 0 0 0 0 3 307 428 55 - -
Algerien 92 0 1 2 2 35 14 31 7 5 % 9 %
Russische
Föderation
643 6 17 11 11 224 38 292 44 7 % 15 %
Pakistan 244 0 17 3 9 103 7 100 5 12 % 21 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden im Jahr 2022
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz § 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot § 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Gesamt 85.349 994 18.512 21.636 9.803 10.729 7.290 13.607 2.778 60 % 74 %
darunter:
Syrien 28.469 74 7.098 19.254 92 13 3 1.661 274 93 % 100 %
Afghanistan 14.531 353 3.325 848 8.039 51 0 1.711 204 86 % 100 %
Türkei 2.841 139 1.044 49 9 891 143 518 48 44 % 55 %
Irak 8.601 9 1.387 402 721 3.910 353 1.542 277 29 % 37 %
Georgien 2.532 0 3 1 8 683 1.468 251 118 0 % 1 %
Iran 1.859 38 494 81 21 631 31 517 46 34 % 49 %
Ungeklärt 1.965 35 1.122 263 31 175 61 209 69 74 % 86 %
Somalia 2.393 62 1.430 145 218 159 7 307 65 78 % 92 %
Eritrea 1.928 36 1.384 162 63 150 8 89 36 85 % 91 %
Russische
Föderation
1.201 40 73 42 12 333 128 511 62 14 % 27 %
Nordmazedonien
2.485 0 2 1 4 8 1.108 1.048 314 0 % 1 %
Moldau 2.601 0 2 0 2 110 909 1.389 189 0 % 0 %
Nigeria 1.625 8 122 13 106 777 53 434 112 15 % 23 %
Venezuela 527 5 20 16 116 253 93 20 4 30 % 31 %
Libanon 442 0 13 26 13 169 47 153 21 12 % 19 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden im Jahr 2022
(Alter: 0 bis 17 Jahre)
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz § 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot § 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Gesamt 43.624 475 14.001 10.170 4.843 4.612 3.324 5.072 1.127 68 % 79 %
darunter:
Syrien 16.308 48 6.613 8.872 41 2 1 628 103 95 % 100 %
Afghanistan 7.174 111 1.692 452 4.109 25 0 707 78 89 % 100 %
Türkei 1.311 69 521 33 4 357 65 246 16 48 % 60 %
Irak 4.539 8 1.220 274 352 1.778 167 621 119 41 % 49 %
Georgien 964 0 1 1 2 269 558 94 39 0 % 0 %
Iran 618 10 249 32 5 188 16 111 7 48 % 59 %
Ungeklärt 1.136 10 692 164 19 97 38 86 30 78 % 87 %
Somalia 1.191 56 979 30 25 14 1 57 29 92 % 99 %
Eritrea 1.415 25 1.174 119 28 26 1 17 25 95 % 98 %
Russische
Föderation
594 9 51 27 6 173 81 222 25 16 % 27 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden im Jahr 2022
(Alter: 0 bis 17 Jahre)
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz § 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot § 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Nordmazedonien
1.200 0 2 0 4 2 610 431 151 1 % 1 %
Moldau 1.017 0 2 0 0 55 392 505 63 0 % 0 %
Nigeria 1.016 8 103 8 77 574 25 144 77 19 % 25 %
Venezuela 127 2 9 6 28 61 17 3 1 35 % 37 %
Libanon 195 0 11 15 2 81 19 60 7 14 % 22 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden im Jahr 2022
(Alter: 18 Jahre und älter)
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz § 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot § 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Gesamt 41.725 519 4.511 11.466 4.960 6.117 3.966 8.535 1.651 51 % 68 %
darunter:
Syrien 12.161 26 485 10.382 51 11 2 1.033 171 90 % 100 %
Afghanistan 7.357 242 1.633 396 3.930 26 0 1.004 126 84 % 100 %
Türkei 1.530 70 523 16 5 534 78 272 32 40 % 50 %
Irak 4.062 1 167 128 369 2.132 186 921 158 16 % 22 %
Georgien 1.568 0 2 0 6 414 910 157 79 1 % 1 %
Iran 1.241 28 245 49 16 443 15 406 39 27 % 42 %
Ungeklärt 829 25 430 99 12 78 23 123 39 68 % 85 %
Somalia 1.202 6 451 115 193 145 6 250 36 64 % 84 %
Eritrea 513 11 210 43 35 124 7 72 11 58 % 70 %
Russische
Föderation
607 31 22 15 6 160 47 289 37 12 % 26 %
Nordmazedonien
1.285 0 0 1 0 6 498 617 163 0 % 0 %
Moldau 1.584 0 0 0 2 55 517 884 126 0 % 0 %
Nigeria 609 0 19 5 29 203 28 290 35 9 % 19 %
Venezuela 400 3 11 10 88 192 76 17 3 28 % 29 %
Libanon 247 0 2 11 11 88 28 93 14 10 % 17 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden Januar bis Juni 2023
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz
§ 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot
§ 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Gesamt 40.294 495 10.019 7.502 2.595 5.434 4.404 8.326 1.519 51 % 68 %
darunter:
Syrien 10.364 25 2.634 6.540 50 7 1 1.006 101 89 % 100 %
Afghanistan 7.309 142 3.878 272 1.828 11 2 1.085 91 84 % 100 %
Türkei 2.831 62 464 31 15 1.128 196 819 116 20 % 30 %
Iran 1.473 40 335 50 27 372 17 582 50 31 % 54 %
Irak 2.797 0 522 136 192 1.230 92 526 99 30 % 39 %
Georgien 1.875 0 5 0 5 436 1.160 151 118 1 % 1 %
Russische
Föderation
1.102 22 45 29 3 172 46 739 46 9 % 31 %
Somalia 979 34 598 52 149 14 0 111 21 85 % 98 %
Eritrea 1.064 35 738 117 22 102 1 25 24 86 % 90 %
Ungeklärt 659 20 333 92 14 62 24 82 32 70 % 84 %
Venezuela 428 6 5 10 61 184 148 7 7 19 % 20 %
Nordmazedonien
1.577 0 0 0 0 3 742 661 171 - -
Kolumbien 201 0 0 0 0 149 35 10 7 - -
Indien 72 0 1 0 0 10 18 34 9 1 % 3 %
Guinea 318 30 112 27 4 39 5 83 18 54 % 80 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden Januar bis Juni 2023
(Alter: 0 bis 17 Jahre)
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz
§ 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot
§ 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Gesamt 18.942 228 6.408 3.433 1.246 2.182 1.933 2.919 593 60 % 73 %
darunter:
Syrien 5.765 15 2.497 2.882 15 3 1 306 46 94 % 100 %
Afghanistan 3.203 43 1.605 163 952 7 2 396 35 86 % 100 %
Türkei 1.314 27 208 19 10 516 80 405 49 20 % 31 %
Iran 386 11 129 13 5 94 4 122 8 41 % 62 %
Irak 1.492 0 470 97 97 551 49 180 48 45 % 53 %
Georgien 691 0 3 0 3 177 430 48 30 1 % 1 %
Russische
Föderation
497 4 22 20 1 79 31 321 19 9 % 30 %
Somalia 449 33 368 13 10 1 0 19 5 94 % 100 %
Eritrea 742 24 590 90 8 15 0 3 12 96 % 98 %
Ungeklärt 358 10 208 56 9 29 15 15 16 79 % 87 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden Januar bis Juni 2023
(Alter: 0 bis 17 Jahre)
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz
§ 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot
§ 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Venezuela 125 0 1 6 19 57 41 0 1 21 % 21 %
Nordmazedonien
767 0 0 0 0 1 425 266 75 - -
Kolumbien 59 0 0 0 0 42 13 3 1 - -
Indien 20 0 0 0 0 3 5 10 2 - -
Guinea 128 30 78 1 0 0 0 9 10 85 % 100 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen Antragstellenden Januar bis Juni 2023
(Alter: 18 Jahre und älter)
Entscheidungen
gesamt
Asylberechtigung
Art. 16a
Grundgesetz
Flüchtlingsschutz § 3
Abs. 1
Asylgesetz
Subsidiärer
Schutz
§ 4
Abs. 1
Asylgestz
Abschiebungsverbot
§ 60
Abs. 5/7
Aufenthaltsgesetz
Ablehnungen
(unbegründet
abgelehnt)
Ablehnungen
(offensichtlich
unbegründet
abgelehnt)
Unzulässig
§ 29 Abs. 1
Nr. 1, 2, 3,
4, 5
Asylgesetz
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Gesamtschutzquote
Gesamtschutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Ablehnungen
Gesamt 21.352 267 3.611 4.069 1.349 3.252 2.471 5.407 926 44 % 62 %
darunter:
Syrien 4.599 10 137 3.658 35 4 0 700 55 83 % 100 %
Afghanistan 4.106 99 2.273 109 876 4 0 689 56 82 % 100 %
Türkei 1.517 35 256 12 5 612 116 414 67 20 % 30 %
Iran 1.087 29 206 37 22 278 13 460 42 27 % 50 %
Irak 1.305 0 52 39 95 679 43 346 51 14 % 20 %
Georgien 1.184 0 2 0 2 259 730 103 88 0 % 0 %
Russische
Föderation
605 18 23 9 2 93 15 418 27 9 % 33 %
Somalia 530 1 230 39 139 13 0 92 16 77 % 97 %
Eritrea 322 11 148 27 14 87 1 22 12 62 % 69 %
Ungeklärt 301 10 125 36 5 33 9 67 16 58 % 81 %
Venezuela 303 6 4 4 42 127 107 7 6 18 % 19 %
Nordmazedonien
810 0 0 0 0 2 317 395 96 - -
Kolumbien 142 0 0 0 0 107 22 7 6 - -
Indien 52 0 1 0 0 7 13 24 7 2 % 5 %
Guinea 190 0 34 26 4 39 5 74 8 34 % 59 %
3. Wie viele Frauen haben in den Jahren 2021, 2022 und im bisherigen
Jahr 2023 einen Schutzstatus im Rahmen des Familienasyls erhalten
(bitte nach Jahren und den 15 wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln und zwischen Asylberechtigung, Flüchtlingseigenschaft und
subsidiärem Schutz differenzieren), und wie viele dieser Frauen waren
unter 18, wie viele über 18 Jahre alt?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2021
Familienasyl
nach Art. 16a
Grundgesetz
Internationaler Schutz
für
Familienangehörige nach
§ 26 Abs. 5 i. V. m.
§ 3 Asylgesetz
Internationaler Schutz
für
Familienangehörige nach
§ 26 Abs. 5 i. V. m.
§ 4 Asylgesetz
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Herkunftsländer gesamt 267 210 57 12.532 11.635 897 2.746 2.510 236
Darunter:
Syrien 50 46 4 7.481 7.253 228 2.134 1.957 177
Afghanistan 3 1 2 461 426 35 112 99 13
Irak 7 5 2 1.128 1.107 21 149 134 15
Türkei 65 52 13 521 373 148 6 4 2
Ungeklärt 14 13 1 653 634 19 55 51 4
Georgien 0 0 0 1 1 0 3 3 0
Somalia 13 5 8 397 286 111 30 25 5
Eritrea 18 15 3 1.001 879 122 125 121 4
Iran 12 11 1 243 206 37 15 13 2
Nigeria 10 7 3 110 75 35 13 12 1
Moldau 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Nordmazedonien 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Algerien 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Russische Föderation 4 3 1 59 51 8 9 9 0
Pakistan 0 0 0 74 64 10 1 1 0
Jahr 2022
Familienasyl
nach Art. 16a
Grundgesetz
Internationaler Schutz
für
Familienangehörige nach
§ 26 Abs. 5 i. V. m.
§ 3 Asylgesetz
Internationaler Schutz
für
Familienangehörige nach
§ 26 Abs. 5 i. V. m.
§ 4 Asylgesetz
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Herkunftsländer gesamt 336 241 95 12.732 11.633 1.099 3.517 3.208 309
darunter:
Syrien 51 47 4 6.702 6.437 265 2.638 2.434 204
Afghanistan 61 39 22 1.065 868 197 183 153 30
Türkei 86 59 27 548 416 132 32 29 3
Irak 8 8 0 1.180 1.137 43 225 199 26
Georgien 0 0 0 1 1 0 1 1 0
Iran 17 9 8 266 213 53 19 15 4
Ungeklärt 8 7 1 567 549 18 119 112 7
Somalia 7 1 6 434 339 95 29 18 11
Eritrea 31 24 7 1.349 1.149 200 122 117 5
Russische Föderation 11 8 3 55 47 8 20 16 4
Nordmazedonien 0 0 0 2 2 0 0 0 0
Jahr 2022
Familienasyl
nach Art. 16a
Grundgesetz
Internationaler Schutz
für
Familienangehörige nach
§ 26 Abs. 5 i. V. m.
§ 3 Asylgesetz
Internationaler Schutz
für
Familienangehörige nach
§ 26 Abs. 5 i. V. m.
§ 4 Asylgesetz
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Moldau 0 0 0 2 2 0 0 0 0
Nigeria 1 1 0 80 71 9 8 8 0
Venezuela 2 2 0 12 8 4 1 1 0
Libanon 0 0 0 11 11 0 17 12 5
01.01. bis 30.06.2023
Familienasyl
nach Art. 16a
Grundgesetz
Internationaler Schutz
für
Familienangehörige nach
§ 26 Abs. 5 i. V. m.
§ 3 Asylgesetz
Internationaler Schutz
für
Familienangehörige nach
§ 26 Abs. 5 i. V. m.
§ 4 Asylgesetz
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Gesamt
unter
18 Jahre
über
18 Jahre
Herkunftsländer gesamt 161 112 49 5.594 5.056 538 1.802 1.642 160
darunter:
Syrien 19 15 4 2.556 2.465 91 1.343 1.241 102
Afghanistan 22 18 4 890 790 100 84 76 8
Türkei 35 23 12 241 173 68 18 15 3
Iran 11 7 4 133 103 30 10 7 3
Irak 0 0 0 464 449 15 97 88 9
Georgien 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Russische Föderation 4 2 2 19 15 4 22 17 5
Somalia 2 2 0 170 132 38 16 11 5
Eritrea 31 23 8 725 581 144 103 90 13
Ungeklärt 6 5 1 186 176 10 47 44 3
Venezuela 2 0 2 1 1 0 1 1 0
Nordmazedonien 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Kolumbien 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Indien 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Guinea 0 0 0 35 24 11 0 0 0
4. Welchen Anteil machte der Familienschutz in den Jahren 2021, 2022 und
im bisherigen Jahr 2023 gemessen an allen als asylberechtigt, Flüchtling
oder subsidiär schutzberechtigt anerkannten Frauen aus (bitte nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2021
Anteil Familienschutz an allen als
asylberechtigt, Flüchtling oder subsidiär
schutzberechtigt anerkannten weiblichen
Antragstellenden (in %)
Herkunftsländer gesamt 60,4 %
darunter:
Syrien 59,4 %
Afghanistan 63,4 %
Irak 89,6 %
Türkei 55,3 %
Ungeklärt 55,1 %
Georgien 57,1 %
Somalia 35,7 %
Eritrea 92,4 %
Iran 48,0 %
Nigeria 63,3 %
Moldau 0,0 %
Nordmazedonien 0,0 %
Algerien 0,0 %
Russische Föderation 64,9 %
Pakistan 87,2 %
Jahr 2022
Anteil Familienschutz an allen als
asylberechtigt, Flüchtling oder subsidiär
schutzberechtigt anerkannten weiblichen
Antragstellenden (in %)
Herkunftsländer gesamt 40,3 %
darunter:
Syrien 35,5 %
Afghanistan 28,9 %
Türkei 54,1 %
Irak 78,6 %
Georgien 50,0 %
Iran 49,3 %
Ungeklärt 48,9 %
Somalia 28,7 %
Eritrea 94,9 %
Russische Föderation 55,5 %
Nordmazedonien 66,7 %
Moldau 100,0 %
Nigeria 62,2 %
Venezuela 36,6 %
Libanon 71,8 %
01.01.bis 30.06.2023
Anteil Familienschutz an allen als
asylberechtigt, Flüchtling oder subsidiär
schutzberechtigt anerkannten weiblichen
Antragstellenden (in %)
Herkunftsländer gesamt 41,9 %
darunter:
Syrien 42,6 %
Afghanistan 23,2 %
Türkei 52,8 %
Iran 36,2 %
Irak 85,3 %
Georgien 0,0 %
Russische Föderation 46,9 %
Somalia 27,5 %
Eritrea 96,5 %
Ungeklärt 53,7 %
Venezuela 19,0 %
Nordmazedonien 0,0 %
Kolumbien 0,0 %
Indien 0,0 %
Guinea 20,7 %
5. Wie viele Frauen wurden in den Jahren 2021, 2022 und im bisherigen
Jahr 2023 wegen geschlechtsspezifischer Verfolgung beim BAMF als
Flüchtlinge anerkannt (bitte nach Jahren, Alter – unter 18, über 18 bzw.
Summe – und den 15 wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln und
zwischen Verfolgung durch staatliche und nichtstaatliche Akteure
differenzieren), und wie hoch war in dem genannten Zeitraum der Anteil
geschlechtsspezifischer Verfolgung bei Anerkennungen nach der Genfer
Flüchtlingskonvention von weiblichen Asylsuchenden (bitte wie in der
ersten Teilfrage differenzieren)?
Die Angaben zum ersten Teil der Frage können den folgenden Tabellen
entnommen werden.
Jahr 2021
Als Flüchtling anerkannte weibliche Antragstellende aufgrund
geschlechtsspezifischer Verfolgung
Gesamt StaatlicheVerfolgung
Nichtstaatliche
Verfolgung
Keine Prüfung
erfolgt/Sonstige
Herkunftsländer
gesamt 1.379 204 1.065 110
Alter (in Jahren) 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+
Gesamt 883 496 59 145 755 310 69 41
darunter:
Syrien 6 19 4 9 1 6 1 4
Afghanistan 25 91 4 19 19 69 2 3
Irak 10 28 - - 9 27 1 1
Türkei 12 30 12 29 - 1 - -
Ungeklärt 16 38 5 18 8 11 3 9
Georgien - 1 - - - 1 - -
Somalia 520 131 20 9 465 107 35 15
Eritrea 24 4 - 2 24 1 - 1
Iran 5 50 2 37 3 11 - 2
Nigeria 44 7 - - 39 7 5 -
Moldau - - - - - - - -
Jahr 2021
Als Flüchtling anerkannte weibliche Antragstellende aufgrund
geschlechtsspezifischer Verfolgung
Gesamt StaatlicheVerfolgung
Nichtstaatliche
Verfolgung
Keine Prüfung
erfolgt/Sonstige
Nordmazedonien - - - - - - - -
Algerien - 1 - - - 1 - -
Russische Föderation 2 4 2 1 - 3 - -
Pakistan - 5 - 2 - 3 - -
Jahr 2022
Als Flüchtling anerkannte weibliche Antragstellende aufgrund
geschlechtsspezifischer Verfolgung
Gesamt StaatlicheVerfolgung
Nichtstaatliche
Verfolgung
Keine Prüfung
erfolgt/Sonstige
Herkunftsländer
gesamt 2.800 741 1.926 133
Alter (in Jahren) 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+
Gesamt 1.292 1.508 203 538 1.024 902 65 68
darunter:
Syrien 25 55 20 35 5 19 - 1
Afghanistan 279 748 111 330 161 395 7 23
Türkei 14 52 11 48 1 3 2 1
Irak 31 72 3 2 25 68 3 2
Georgien - 2 - - - 2 - -
Iran 7 54 4 41 3 12 - 1
Ungeklärt 14 49 6 23 7 17 1 9
Somalia 621 331 20 13 567 296 34 22
Eritrea 20 1 2 - 17 - 1 1
Russische Föderation 3 4 3 4 - - - -
Nordmazedonien - - - - - - - -
Moldau - - - - - - - -
Nigeria 32 7 1 - 29 7 2 -
Venezuela 1 2 1 2 - - - -
Libanon - 1 - - - 1 - -
01.01. bis 30.06.2023
Als Flüchtling anerkannte weibliche Antragstellende aufgrund
geschlechtsspezifischer Verfolgung
Gesamt StaatlicheVerfolgung
Nichtstaatliche
Verfolgung
Keine Prüfung
erfolgt/Sonstige
Herkunftsländer
gesamt 2.286 1.184 1.011 91
Alter (in Jahren) 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+
Gesamt 802 1.484 347 837 415 596 40 51
darunter:
Syrien 2 6 2 5 - 1 - -
Afghanistan 405 1.094 307 723 93 348 5 23
Türkei 8 32 6 23 2 8 - 1
Iran 9 53 8 47 1 6 - -
Irak 7 25 1 1 6 24 - -
Georgien 1 1 1 1 - - - -
Russische Föderation 4 10 4 8 - 2 - -
Somalia 230 179 5 7 199 148 26 24
Eritrea 5 2 - 1 5 1 - -
Ungeklärt 7 10 7 7 - 3 - -
Venezuela - 2 - - - 1 - 1
Nordmazedonien - - - - - - - -
01.01. bis 30.06.2023
Als Flüchtling anerkannte weibliche Antragstellende aufgrund
geschlechtsspezifischer Verfolgung
Gesamt StaatlicheVerfolgung
Nichtstaatliche
Verfolgung
Keine Prüfung
erfolgt/Sonstige
Kolumbien - - - - - - - -
Indien - 1 - - - 1 - -
Guinea 53 22 2 1 47 20 4 1
Angaben zum zweiten Teil der Frage können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden.
Jahr 2021
Anteil geschlechtsspezifischer Verfolgung bei Anerkennung nach Genfer
Flüchtlingskonvention (§ 3 Abs. 1 Asylgesetz) von weiblichen Antragstellenden
Anerkennung
nach
§ 3 I AsylG.-
Frauen
Anteil
geschlechtsspez.
Verfolgung
Davon:
Anteil
Staatliche
Verfolgung
Anteil
Nichtstaatliche
Verfolgung
Anteil
Keine Prüfung
erfolgt/Sonstige
Herkunftsländer
gesamt 15.224 9,1 % 1,3 % 7,0 % 0,7 %
Alter (in Jahren) 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+
Gesamt 15.224 5,8 % 3,3 % 0,4 % 1,0 % 5,0 % 2,0 % 0,5 % 0,3 %
darunter:
Syrien 7.607 0,1 % 0,2 % 0,1 % 0,1 % 0,0 % 0,1 % 0,0 % 0,1 %
Afghanistan 679 3,7 % 13,4 % 0,6 % 2,8 % 2,8 % 10,2 % 0,3 % 0,4 %
Irak 1.201 0,8 % 2,3 % 0,0 % 0,0 % 0,7 % 2,2 % 0,1 % 0,1 %
Türkei 924 1,3 % 3,2 % 1,3 % 3,1 % 0,0 % 0,1 % 0,0 % 0,0 %
Ungeklärt 1.107 1,4 % 3,4 % 0,5 % 1,6 % 0,7 % 1,0 % 0,3 % 0,8 %
Georgien 2 0,0 % 50,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 50,0 % 0,0 % 0,0 %
Somalia 1.089 47,8 % 12,0 % 1,8 % 0,8 % 42,7 % 9,8 % 3,2 % 1,4 %
Eritrea 1.035 2,3 % 0,4 % 0,0 % 0,2 % 2,3 % 0,1 % 0,0 % 0,1 %
Iran 457 1,1 % 10,9 % 0,4 % 8,1 % 0,7 % 2,4 % 0,0 % 0,4 %
Nigeria 164 26,8 % 4,3 % 0,0 % 0,0 % 23,8 % 4,3 % 3,0 % 0,0 %
Moldau - - - - - - - - -
Nordmazedonien - - - - - - - - -
Algerien 1 0,0 % 100,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 100,0 % 0,0 % 0,0 %
Russische
Föderation 72 2,8 % 5,6 % 2,8 % 1,4 % 0,0 % 4,2 % 0,0 % 0,0 %
Pakistan 81 0,0 % 6,2 % 0,0 % 2,5 % 0,0 % 3,7 % 0,0 % 0,0 %
Jahr 2022
Anteil geschlechtsspezifischer Verfolgung bei Anerkennung nach Genfer
Flüchtlingskonvention (§ 3 Abs. 1 Asylgesetz) von weiblichen Antragstellenden
Anerkennung
nach
§ 3 I AsylG.-
Frauen
Anteil
geschlechtsspez.
Verfolgung
Davon:
Anteil
Staatliche
Verfolgung
Anteil
Nichtstaatliche
Verfolgung
Anteil
Keine Prüfung
erfolgt/Sonstige
Herkunftsländer
gesamt 18.512 15,1 % 4,0 % 10,4 % 0,7 %
Alter (in Jahren) 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+
Gesamt 18.512 7,0 % 8,1 % 1,1 % 2,9 % 5,5 % 4,9 % 0,4 % 0,4 %
darunter:
Syrien 7.098 0,4 % 0,8 % 0,3 % 0,5 % 0,1 % 0,3 % 0,0 % 0,0 %
Afghanistan 3.325 8,4 % 22,5 % 3,3 % 9,9 % 4,8 % 11,9 % 0,2 % 0,7 %
Türkei 1.044 1,3 % 5,0 % 1,1 % 4,6 % 0,1 % 0,3 % 0,2 % 0,1 %
Irak 1.387 2,2 % 5,2 % 0,2 % 0,1 % 1,8 % 4,9 % 0,2 % 0,1 %
Georgien 3 0,0 % 66,7 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 66,7 % 0,0 % 0,0 %
Jahr 2022
Anteil geschlechtsspezifischer Verfolgung bei Anerkennung nach Genfer
Flüchtlingskonvention (§ 3 Abs. 1 Asylgesetz) von weiblichen Antragstellenden
Anerkennung
nach
§ 3 I AsylG.-
Frauen
Anteil
geschlechtsspez.
Verfolgung
Davon:
Anteil
Staatliche
Verfolgung
Anteil
Nichtstaatliche
Verfolgung
Anteil
Keine Prüfung
erfolgt/Sonstige
Iran 494 1,4 % 10,9 % 0,8 % 8,3 % 0,6 % 2,4 % 0,0 % 0,2 %
Ungeklärt 1.122 1,2 % 4,4 % 0,5 % 2,0 % 0,6 % 1,5 % 0,1 % 0,8 %
Somalia 1.430 43,4 % 23,1 % 1,4 % 0,9 % 39,7 % 20,7 % 2,4 % 1,5 %
Eritrea 1.384 1,4 % 0,1 % 0,1 % 0,0 % 1,2 % 0,0 % 0,1 % 0,1 %
Russische
Föderation 73 4,1 % 5,5 % 4,1 % 5,5 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Nordmazedonien 2 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Moldau 2 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Nigeria 122 26,2 % 5,7 % 0,8 % 0,0 % 23,8 % 5,7 % 1,6 % 0,0 %
Venezuela 20 5,0 % 10,0 % 5,0 % 10,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Libanon 13 0,0 % 7,7 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 7,7 % 0,0 % 0,0 %
01.01. bis
30.06.2023
Anteil geschlechtsspezifischer Verfolgung bei Anerkennung nach Genfer
Flüchtlingskonvention (§ 3 Abs. 1 Asylgesetz) von weiblichen Antragstellenden
Anerkennung nach
§ 3 I AsylG.-
Frauen
Anteil
geschlechtsspez.
Verfolgung
Davon:
Anteil
Staatliche
Verfolgung
Anteil
Nichtstaatliche
Verfolgung
Anteil
Keine Prüfung
erfolgt/Sonstige
Herkunftsländer
gesamt 10.019 22,8 % 11,8 % 10,1 % 0,9 %
Alter (in Jahren) 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+ 0-17 18+
Gesamt 10.019 8,0 % 14,8 % 3,5 % 8,4 % 4,1 % 5,9 % 0,4 % 0,5 %
darunter:
Syrien 2.634 0,1 % 0,2 % 0,1 % 0,2 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Afghanistan 3.878 10,4 % 28,2 % 7,9 % 18,6 % 2,4 % 9,0 % 0,1 % 0,6 %
Türkei 464 1,7 % 6,9 % 1,3 % 5,0 % 0,4 % 1,7 % 0,0 % 0,2 %
Iran 335 2,7 % 15,8 % 2,4 % 14,0 % 0,3 % 1,8 % 0,0 % 0,0 %
Irak 522 1,3 % 4,8 % 0,2 % 0,2 % 1,1 % 4,6 % 0,0 % 0,0 %
Georgien 5 20,0 % 20,0 % 20,0 % 20,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Russische
Föderation 45 8,9 % 22,2 % 8,9 % 17,8 % 0,0 % 4,4 % 0,0 % 0,0 %
Somalia 598 38,5 % 29,9 % 0,8 % 1,2 % 33,3 % 24,7 % 4,3 % 4,0 %
Eritrea 738 0,7 % 0,3 % 0,0 % 0,1 % 0,7 % 0,1 % 0,0 % 0,0 %
Ungeklärt 333 2,1 % 3,0 % 2,1 % 2,1 % 0,0 % 0,9 % 0,0 % 0,0 %
Venezuela 5 0,0 % 40,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 20,0 % 0,0 % 20,0 %
Nordmazedonien - - - - - - - - -
Kolumbien - - - - - - - - -
Indien 1 0,0 % 100,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 % 100,0 % 0,0 % 0,0 %
Guinea 112 47,3 % 19,6 % 1,8 % 0,9 % 42,0 % 17,9 % 3,6 % 0,9 %
6. Wie hoch war in den Jahren 2021, 2022 und im bisherigen Jahr 2023 der
Anteil weiblicher Asylsuchender an der Gesamtzahl aller als
geschlechtsspezifisch verfolgt anerkannten Menschen (bitte auch nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2021
Anteil weiblicher Asylsuchender an
allen als geschlechtsspezifisch
verfolgt Anerkannten (in %)
Herkunftsländer gesamt 75,5 %
darunter:
Syrien 29,4 %
Afghanistan 71,6 %
Irak 48,1 %
Türkei 33,3 %
Ungeklärt 51,4 %
Georgien 100,0 %
Somalia 98,8 %
Eritrea 96,6 %
Iran 50,9 %
Nigeria 92,7 %
Moldau 0,0 %
Nordmazedonien 0,0 %
Algerien 16,7 %
Russische Föderation 40,0 %
Pakistan 41,7 %
Jahr 2022
Anteil weiblicher Asylsuchender an
allen als geschlechtsspezifisch
verfolgt Anerkannten (in %)
Herkunftsländer gesamt 67,0 %
darunter:
Syrien 35,4 %
Afghanistan 63,4 %
Türkei 32,8 %
Irak 42,0 %
Georgien 40,0 %
Iran 36,5 %
Ungeklärt 48,1 %
Somalia 98,3 %
Eritrea 84,0 %
Russische Föderation 50,0 %
Nordmazedonien 0,0 %
Moldau 0,0 %
Nigeria 86,7 %
Venezuela 42,9 %
Libanon 12,5 %
01.01. bis 30.06.2023
Anteil weiblicher Asylsuchender an
allen als geschlechtsspezifisch
verfolgt Anerkannten (in %)
Herkunftsländer gesamt 75,1 %
darunter:
Syrien 10,7 %
Afghanistan 83,3 %
Türkei 33,6 %
Iran 45,6 %
Irak 37,6 %
Georgien 66,7 %
Russische Föderation 30,4 %
Somalia 98,3 %
Eritrea 100,0 %
Ungeklärt 51,5 %
Venezuela 0,0 %
Nordmazedonien 0,0 %
Kolumbien 0,0 %
Indien 100,0 %
Guinea 96,2 %
7. Sind die BAMF-Anhörerinnen und BAMF-Anhörer gehalten,
geschlechtsspezifische Verfolgungsgründe wie (drohende) Zwangsheirat,
(drohende) Genitalbeschneidung, drohender Femizid, partnerschaftliche
und häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt sowie andere
frauenspezifische Gewalterfahrungen in den Anhörungen von Mädchen und Frauen
von sich aus in einer sensiblen Art und Weise anzusprechen, um dem
Umstand Rechnung zu tragen, dass viele Frauen nicht wissen, dass sie
diese Verfolgungserfahrungen als Asylgrund geltend machen können,
wenn ja, in welchen Fällen, und wenn nein, teilt die Bundesregierung die
Ansicht der Fragestellenden, dass eine Ausweitung einer solchen
Ansprache im Rahmen des Amtsermittlungsgrundsatzes sinnvoll wäre, und
wenn nein, warum nicht?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 9 auf
Bundestagsdrucksache 19/32684 verwiesen.
8. Wie viele Sonderbeauftragte gibt es im BAMF, die für Frauen und
Mädchen zuständig sind, die Opfer von sexualisierter Gewalt wurden (bitte
wenn möglich nach Standorten und Geschlecht aufschlüsseln), und
inwieweit stehen diese in allen Organisationseinheiten des BAMF zur
Verfügung?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1 auf
Bundestagsdrucksache 20/7503 verwiesen.
9. In wie vielen Fällen wurden in den Jahren 2021, 2022 und im
bisherigen Jahr 2023 verfahrens- oder entscheidungsrelevante Vulnerabilitäten
durch die Asylverfahrensberatung des BAMF identifiziert und die
diesbezüglichen Informationen an den Asylverfahrenssekretariats- oder
Asylbereich des BAMF weitergeleitet (bitte nach Jahren aufschlüsseln), und
wie viele dieser Fälle betrafen geschlechtsspezifische Verfolgung bzw.
die spezifische Vulnerabilität von Frauen und Mädchen?
Im Jahr 2021 wurden insgesamt 342 Vulnerabilitäten von der
Asylverfahrensberatung (AVB) des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an
das Asylverfahrenssekretariat oder den Asylbereich gemeldet. Im Folgejahr
(2022) waren es insgesamt 381 Fälle. Eine statistische Auswertung der Art der
Vulnerabilität (z. B. geschlechtsspezifische Verfolgung) oder des Geschlechts
der betroffenen Personen ist aufgrund der Datenlage nicht möglich.
Mit Inkrafttreten der neuen Fassung des § 12a des Asylgesetzes (AsylG) wurde
die bisherige AVB des BAMF durch die unabhängige AVB, welche durch
Wohlfahrtsverbände und andere zivilgesellschaftliche Organisationen
durchgeführt wird, ersetzt. Lediglich bei Bedarf erfolgen in einzelnen Fällen weiterhin
individuelle Beratungen zum Asylverfahren durch das BAMF. Diese werden
statistisch jedoch nicht erfasst.
10. Ist die Antwort zu Frage 17 auf Bundestagsdrucksache 19/32684 noch
aktuell, oder hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat bzw.
das BAMF in der Zwischenzeit weitere Maßnahmen ergriffen, um die
Istanbul-Konvention in Bezug auf geflüchtete Frauen umzusetzen, und
wenn ja, welche?
Mit Inkrafttreten der neuen Fassung des § 12a AsylG am 1. Januar 2023 wurde
eine behördenunabhängige AVB eingeführt, die ausschließlich durch
Wohlfahrtsverbände und andere zivilgesellschaftliche Organisationen Akteure
erbracht und durch den Bund gefördert wird. Zu den Zielen der AVB gehört die
Vermittlung von Informationen zum Ablauf und Inhalt des Asylverfahrens
sowie die frühzeitige Identifizierung von vorliegenden Vulnerabilitäten.
Entsprechende Kenntnisse gehören zum Stellenprofil der Asylverfahrensberater. § 12a
Absatz 3 AsylG sieht vor, dass die Träger der behördenunabhängigen AVB, mit
Zustimmung der betroffenen Personen, Informationen zu vorliegenden
Vulnerabilitäten an das BAMF oder die obersten Landesbehörden übermitteln, damit
diese bei der Aufnahme und im Asylverfahren berücksichtigt werden können.
Im Rahmen der AVB sind auch Projekte der besonderen Rechtsberatung für
queere und weitere vulnerable Schutzsuchende förderfähig, die sich mit dem
Beratungsangebot zum Beispiel an Frauen und Mädchen oder an Betroffene
von geschlechtsspezifischer Verfolgung oder von Menschenhandel richten.
Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 17 auf
Bundestagsdrucksache 19/32684 verwiesen.
11. Teilt die Bundesregierung die Ansicht der Fragestellenden, dass die
Bundesregierung künftig eine aussagekräftigere Statistik zur
Berücksichtigung von geschlechtsspezifischer Verfolgung im Asylverfahren erheben
und veröffentlichen sollte, um in Bezug auf dieses Thema mehr
Transparenz herzustellen, und wenn nein, warum nicht?
Das BAMF veröffentlicht regelmäßig eine Vielzahl statistischer Informationen
zu verschiedenen Aspekten des Asylverfahrens. Die der asylrechtlichen
Entscheidung zugrundeliegenden Sachvorträge werden nicht systematisch erfasst
oder gespeichert. Aufgrund der Komplexität der vielschichtigen Sachvorträge
ist eine Reduzierung auf eine statistische Komponente nicht vorgesehen. Bei
der asylrechtlichen Prüfung handelt es sich vielmehr um eine Einzelfallprüfung.
Die Erhebung weiterer Statistiken im Sinne der Fragestellung ist nicht
beabsichtigt.
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ISSN 0722-8333