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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2023
(insgesamt 30 Einzelfragen)
Fraktion
DIE LINKE
Ressort
Bundesministerium des Innern und für Heimat
Datum
26.09.2023
Antwortdauer
46 Tage
Aktualisiert
21.11.2023
ThemenMigration & Integration
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT20/783321.07.2023
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2023
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Clara Bünger, Nicole Gohlke, Anke Domscheit-Berg, Ates
Gürpinar, Dr. André Hahn, Susanne Hennig-Wellsow, Andrej Hunko, Ina
Latendorf, Ralph Lenkert, Cornelia Möhring, Petra Pau, Sören Pellmann, Dr. Petra
Sitte, Jessica Tatti, Kathrin Vogler und der Fraktion DIE LINKE.
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2023
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten ergänzenden
Informationen zur Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
(BAMF) beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst kaum Beachtung finden.
So ist wenig bekannt, dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen
Asylentscheidungen weitaus höher liegt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die
sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des
BAMF, die keine inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten,
unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2022 auf einem Rekord-Hoch bei 72,3
Prozent, gegenüber der vom BAMF und der Bundesregierung verwandten
(unbereinigten) Schutzquote in Höhe von 56,2 Prozent (vgl. hierzu und zum
Folgenden, soweit nicht anders angegeben, Bundestagsdrucksache 20/5709).
Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Anerkennungen durch die
Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu;
gegen 88,1 Prozent aller („einfach“) ablehnenden BAMF-Bescheide wurde im
Jahr 2022 geklagt. Mehr als die Hälfte der Klagen (52,4 Prozent) endete 2022
mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“ (Angaben zu Gerichtsverfahren
ohne Dezember 2022), z. B. wenn Verfahren von mehreren
Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn
ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt wird. „Sonstige
Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa überwiegend in Fällen mit schlechten
Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten betroffenen Herkunftsländer zeigen:
Afghanistan, Syrien und der Irak. Auch wenn ein Gericht entscheidet, dass das
Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies als „sonstige
Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26 auf Bundestagsdrucksache 19/4961),
obwohl den klagenden Asylsuchenden in diesen Fällen Recht gegeben wurde.
Die Bundesregierung räumte auf Nachfrage ein (vgl. Antwort zu Frage 18 auf
Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ der
Gerichte keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und
nicht als Bestätigung der Entscheidungen des BAMF gewertet werden können.
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der
Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im
Klageverfahren im Jahr 2022 in Höhe von 37 Prozent. 2020 lag der Wert bei 31,2
Prozent, das BAMF gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe von nur
16,6 Prozent an (Gerichtsstatistik 2020, www.bamf.de), weil sonstige Erledi-
Deutscher Bundestag Drucksache 20/7833
20. Wahlperiode 21.07.2023
gungen wie eine Bestätigung der Bescheide gezählt wurden. Bei afghanischen
Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2022 sogar bei
94,8 Prozent, d. h., fast alle überprüften BAMF-Bescheide erwiesen sich als
rechtswidrig. Hohe Aufhebungsquoten gab es auch in Bezug auf
Schutzsuchende aus dem Iran (42,7 Prozent) und Somalia (61,5 Prozent). Hinzu kommen
Korrekturen durch das BAMF, die oft auf Anregung der Gerichte geschehen
oder auf geänderten Lageeinschätzungen beruhen. In absoluten Zahlen heißt
das: 37 286 vom BAMF zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten im Jahr
2022 doch noch einen Schutzstatus, 16 478 durch Entscheidungen der Gerichte
(ohne Dezember 2022), 7 015 durch Abhilfeentscheidungen des BAMF, 11 629
im Rahmen von Folgeanträgen und 2 164 aus „sonstigen Gründen“.
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Außenstellen
des BAMF in Bezug auf einzelne Herkunftsländer ist groß: Bei irakischen
Schutzsuchenden beispielsweise lag sie im Jahr 2022, je nach Standort,
zwischen 2,3 und 71 Prozent, bei iranischen zwischen 24,5 und 79,2 Prozent, bei
türkischen zwischen 5 und 90 Prozent und bei Asylsuchenden aus der
russischen Föderation zwischen 3,7 und 60 Prozent. Das Forschungszentrum des
BAMF nannte u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende
Entscheidungspraxis innerhalb des BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der jeweiligen
Organisationseinheit, die Zusammensetzung des Personals und lokale
Auslegungen von Leitsätzen. Das wurde von der Bundesregierung zunächst als
„hypothetisch“ bewertet (Antwort zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache 19/6786),
auf Nachfrage (Antwort zu Frage 4f auf Bundestagsdrucksache 19/18498) hieß
es dann, dass Qualitätssicherungsmaßnahmen und Schutzquotenüberprüfungen
„den hypothetischen lokalen (Fehl-)Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese
verhindern sollen“.
Viele Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h., es geht
um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen, hierunter
auch Personen, die meist im Wege des Familiennachzugs legal eingereist sind
(Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim Schutz nach
der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des Familienschutzes
im Jahr 2022 bei 67 Prozent (2021: 82,9 Prozent, 2019: 80,6 Prozent, 2017:
24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für
Familienangehörige außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen
Asylsuchenden im Jahr 2015 zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der GFK
zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp 5
Prozent (vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10–11/2020, S. 356). Die meisten
GFK-Status werden also an Familienangehörige infolge einer früheren
Spruchpraxis des BAMF erteilt, die aktuelle Entscheidungspraxis hingegen ist
restriktiver, häufiger wird z. B. nur subsidiärer Schutz gewährt.
Bei vielen Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um Kinder und
Jugendliche: 2022 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden bei
37,3 Prozent (2021: 49,4 Prozent), 3,3 Prozent aller Asylsuchenden waren
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. 24 791 Asylanträge (11,4 Prozent aller
Anträge; 2021: 17,5 Prozent, 2020: 25,9 Prozent) wurden für in Deutschland
geborene Kinder von Geflüchteten (Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen,
Personen mit humanitärer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes – AufenthG) gestellt. Das Bundesministerium des Innern und für
Heimat (BMI) benennt vor diesem Hintergrund seit Januar 2020 die Zahl der
„grenzüberschreitenden Asylerstanträge“, bei der Anträge für hier geborene
Kinder nicht berücksichtigt werden (https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pres
semitteilungen/DE/2020/01/asylzahlen-jahr-2019.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach
Artikel 16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention, subsidiärer
Schutz und Abschiebungshindernisse) in der Entscheidungspraxis des
BAMF im ersten Halbjahr 2023 bzw. im zweiten Quartal 2023 (bitte
jeweils in absoluten und relativen Zahlen angeben und für die 15
wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes dieser
Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach
Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG in Anwendung der
GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen
Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben, bitte in einer weiteren Tabelle
nach Art der Anerkennung differenzieren: Asylberechtigung [darunter
Familienasyl], internationaler Flüchtlingsschutz [darunter
Familienschutz], subsidiärer Schutz [darunter Familienschutz], nationale
Abschiebungsverbote – bitte jeweils so differenziert wie möglich
darstellen und in jedem Fall Angaben zu den Herkunftsländern Algerien,
Marokko, Tunesien, Georgien, Moldawien, Ukraine, Belarus, Russische
Föderation sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie zu
Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich zu
den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in den genannten
Zeiträumen machen?
c) Wie lautet die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1c auf
Bundestagsdrucksache 20/4019, wenn sie berücksichtigt, dass es in der Frage
nicht um die „Beurteilung der Bleibeperspektive“ ging, wie von ihr in
der Antwort unterstellt wurde, sondern um „den Grad der
Schutzbedürftigkeit“ von Asylsuchenden – und dann ist nach Auffassung der
Fragestellenden sehr wohl die bereinigte Schutzquote aussagekräftiger,
wie in der Frage dargelegt (bitte begründet ausführen)?
Wird die Bundesregierung hierbei berücksichtigen, dass auch bei den
Asylstatistiken von Eurostat Entscheidungen zu Dublin-Verfahren,
Verfahrenseinstellungen und Rücknahmen bei der Berechnung der
Schutzquote nicht als Entscheidungen gezählt werden (vgl. https://www.bam
f.de/DE/Themen/Statistik/Asylzahlen/asylzahlen-node.html), sodass im
Ergebnis die vom BAMF bzw. von Eurostat zu Deutschland
verbreiteten Schutzquoten auseinanderfallen, was nach Auffassung der
Fragestellenden Irritationen und Fragen hervorrufen kann; bitte begründen),
und wie lauteten diese auseinanderfallenden Schutzquoten des BAMF
bzw. von Eurostat für die letzten zehn Jahre (bitte nach Jahren
auflisten)?
d) Ist die Bundesregierung bereit, ihre zu Frage 1d auf
Bundestagsdrucksache 20/4019 geäußerte ablehnende Haltung zur Einführung einer
Verlaufsstatistik zu Schutzquoten unter Berücksichtigung
korrigierender BAMF- oder Gerichtsentscheidungen zu überdenken, wenn sie in
Betracht zieht, dass z. B. eine Schutzquote zu Fällen berechnet werden
könnte, in denen eine bestands- bzw. rechtskräftige Entscheidung
ergangen ist – diese Quote könnte nach Auffassung der Fragestellenden
eine belastbare Einschätzung dazu ermöglichen, in welchem Umfang
Schutzsuchende auch unter Berücksichtigung korrigierender
Behördenoder Gerichtsentscheidungen, was angesichts z. T. hoher Fehlerquoten
beim BAMF (siehe Vorbemerkung der Fragesteller) nach Auffassung
der Fragestellenden wichtig wäre, als schutzbedürftig angesehen
werden können?
Wird die Bundesregierung hierbei berücksichtigen, dass Deutschland
für die Erstellung von EU-Statistiken ohnehin Angaben zu sogenannten
endgültigen Entscheidungen in Asylverfahren machen muss (vgl.
Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung Nummer 862/2007 vom 11. Juli 2007;
allerdings liegen infolgedessen nur getrennte Statistiken zur ersten bzw.
endgültigen Asylinstanz vor, die keine personengebundene
Verlaufsstatistik darstellen, sodass diese statistischen Angaben nach Auffassung
der Fragestellenden nur einen eingeschränkten Wert haben; bitte
begründen)?
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes
(AsylG) in Anwendung der GFK im ersten Halbjahr 2023 bzw. im
zweiten Quartal 2023 beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren
Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal
gesondert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
b) Wie viele der Anerkennungen im ersten Halbjahr 2023 waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits Anerkannter
(bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärer Schutz – differenzieren), und wie
viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland geborene Kinder
(bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
c) Wie viele der Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2023 verfügten zum
Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen
Aufenthaltstitel (welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen verfügten
zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit
einem Schutzberechtigten?
d) Wie viele der im ersten Halbjahr 2023 vom BAMF zugesprochenen
Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen des
Familienschutzes (bitte nach Schutzstatus und den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung zu den
Rechtsgrundlagen der im ersten Halbjahr 2023 durch das BAMF bzw. durch die
Gerichte (soweit vorliegend) gewährten subsidiären Schutzstatus machen
(nach § 4 Absatz 1 Nummer 1, 2 bzw. 3 AsylG; bitte in absoluten und
relativen Zahlen darstellen und nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im zweiten Halbjahr 2022 wegen signifikant negativer oder signifikant
positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten)
Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche Abweichungen in
Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen
und in Tabellenform darstellen wie zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache
20/5709)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar bewertet
bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen
(bitte ausführen)?
5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Fallzahlen für die Herkunftsländer Afghanistan,
Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Russische Föderation und Türkei im
ersten Halbjahr 2023, differenziert nach Organisationseinheiten im BAMF
(bitte nur solche Organisationseinheiten mit über 50 entsprechenden
Entscheidungen auflisten – in jedem Fall aber auch die Quoten der BAMF-
Außenstellen nennen, die für Asyl-Flughafenverfahren zuständig sind –
und nach den Quoten auf- oder absteigend sortieren; bitte wie zu Frage 5
auf Bundestagsdrucksache 20/5709 auflisten)?
6. Wie viele Asylanträge von nichtukrainischen Staatsangehörigen, die vor
dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, gab es im ersten Halbjahr 2023,
und wie wurden diese vom BAMF entschieden (bitte jeweils auch nach
den zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
7. Wie begründet das BAMF seine Entscheidungspraxis zu weiblichen
Asylsuchenden aus Afghanistan, denen von Januar bis Mai 2023 zwar häufiger
ein internationaler Schutzstatus als in der Vergangenheit erteilt wurde, in
vielen Fällen jedoch auch nicht, obwohl auch nach den Empfehlungen der
EU-Asylagentur davon ausgegangen werden kann, dass bei Frauen und
Mädchen aus Afghanistan eine begründete Furcht vor Verfolgung vorliegt
(vgl. Antwort des BMI auf die Schriftliche Frage 45 der Abgeordneten
Clara Bünger auf Bundestagsdrucksache 20/7650 und www.proasyl.de/ne
ws/verfolgt-weil-sie-frauen-sind-afghanische-frauen-muessen-als-fluechtli
nge-anerkannt-werden/; bitte begründen), und wie lauten die
geschlechtsspezifisch differenzierten Anerkennungszahlen zu Asylsuchenden aus
Afghanistan für das erste bzw. zweite Quartal 2023 in absoluten und
relativen Zahlen (bitte jeweils auch nach den Formen Anerkennung bzw.
Ablehnung bzw. sonstige Erledigungen differenzieren)?
8. Welche Änderungen der internen Weisungslage, Herkunftsländerleitsätze
usw. in Bezug auf Afghanistan hat es in den letzten zwölf Monaten
gegeben (bitte mit Datum und Inhalt auflisten), und unter welchen
Bedingungen wird jungen, gesunden Männern aus Afghanistan Abschiebungsschutz
verwehrt, wie sind hierzu die internen Vorgaben im BAMF (bitte so
konkret wie möglich darlegen; den Fragestellenden liegt eine Ablehnung des
BAMF von Ende März 2023 in dem Fall eines jungen, gesunden Mannes
mit guter Ausbildung vor, dem unterstellt wird, dass er „sich auf dem
umkämpften afghanischen Arbeitsmarkt […] behaupten“ könne)?
9. Teilt die Bundesregierung die Besorgnis der Fragestellenden in Bezug auf
Entscheidungen des BAMF zu Asylsuchenden aus der Türkei, wenn
a) berichtet wird (vgl. z. B. https://www.nd-aktuell.de/artikel/1174619.abs
chiebung-kurden-in-der-tuerkei-bundesamt-nimmt-folter-in-kauf.html),
dass eine erlittene bzw. drohende Folter eines politisch aktiven Kurden
in der Türkei vom BAMF als unbeachtlich eingestuft worden sein soll
mit der Begründung, dass „nicht ersichtlich“ sei, „dass diese Folter
aufgrund der Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder
Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe“ erfolgt sei,
sondern „tatsächlich der Terrorbekämpfung“ diene, so die Darstellung im
genannten Zeitungsartikel – entspricht diese Darstellung nach Kenntnis
oder Ermittlungen der Bundesregierung der Wahrheit, und wenn ja,
hält die Bundesregierung ein solches Vorgehen und eine solche
Begründung des BAMF für rechtlich zulässig (bitte begründen; wenn
nein, was ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Fall, und wurde in
dem konkreten Fall zumindest Abschiebungsschutz gewährt, wenn
nein, warum nicht), und
b) berichtet wird (https://www.nds-fluerat.org/55963/aktuelles/guelen-ver
folgung-in-der-tuerkei-wird-vom-bamf-immer-wieder-verkannt/#com
ments), dass es „systematische Probleme bei der Entscheidungspraxis“
des BAMF in Bezug auf Gülen-Anhängerinnen und Gülen-Anhänger
aus der Türkei gebe, weil nicht berücksichtigt werde, dass es bei der
Strafverfolgung gegen Gülen-Anhängerinnen und Gülen-Anhänger, die
pauschal unter Terrorismusverdacht gestellt würden, einen sog.
Politmalus gebe, der aufgrund der politisierten und unfairen Strafverfahren
zu einer Flüchtlingsanerkennung führen müsse, während das BAMF
von letztlich rechtsstaatlich funktionierenden Strafverfahren auch bei
der sog. Terrorismusbekämpfung in der Türkei ausgehe (bitte
Ausführungen zur diesbezüglichen Einschätzung und Praxis des BAMF
machen und darstellen, wie die Bundesregierung dies bewertet) – und
welche Einschätzung hat das Auswärtige Amt dazu, ob bei
Strafverfahren in der Türkei gegen Gülen-Anhängerinnen und Gülen-Anhänger
bzw. kurdische Aktivistinnen und Aktivisten (bitte differenzieren) von
fairen und rechtsstaatlichen Verfahren auszugehen ist, insbesondere
wenn es um den Vorwurf des „Terrorismus“ oder Ähnliches geht?
10. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen des
BAMF gab es im ersten Halbjahr 2023 gegenüber unbegleiteten
Minderjährigen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum gegenüber
unbegleiteten Minderjährigen keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung
des Asylantrags erlassen, weil im Herkunftsland keine geeigneten
Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung standen (bitte ebenfalls nach den zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
11. Wie wurde bzw. wird das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH)
vom 15. Februar 2023 in der Rechtssache C-484/22, wonach das
Kindeswohl und die familiären Bindungen von Minderjährigen vor dem Erlass
einer Rückkehrentscheidung berücksichtigt werden müssen, durch das
BAMF umgesetzt (bitte so konkret wie möglich darlegen), und welche
Maßnahmen hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat
gegebenenfalls ergriffen oder geplant, um gegenüber den Bundesländern bzw.
Ausländerbehörden für eine Umsetzung des genannten EuGH-Urteils zu
sorgen (bitte darlegen und gegebenenfalls begründen, falls dies nicht
geschehen oder nicht beabsichtigt ist)?
12. Wie viele Asylsuchende wurden im ersten Halbjahr 2023 registriert (bitte
nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den
jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie groß war die Zahl der
Asylsuchenden, die noch keinen Asylantrag stellen konnten, zum 30. Juni 2023
(bitte auch nach Bundesländern und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern auflisten), und inwieweit konnten Zeitverzögerungen bei der
Asylantragstellung durch die eingeleiteten Maßnahmen inzwischen reduziert
werden (vgl. Antwort zu Frage 8 auf Bundestagdrucksache 20/5709; bitte
ausführen)?
13. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im ersten
Halbjahr 2023 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise,
Sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF
hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
14. In wie vielen Fällen wurden im ersten Halbjahr 2023 bzw. seit dem
16. Februar 2023 (hilfsweise: seit März 2023) mobile Datenträger von
Asylsuchenden ausgelesen und wurde ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte
auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
a) Zu welchem Anteil verfügten in diesen Zeiträumen Asylsuchende,
deren Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht
hinreichend sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträgergeräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch
ausgelesen werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung
erst nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen
den Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung in diesen
Zeiträumen erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser
für das Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in
wie vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender
Prüfung durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine
Ablehnung (bitte so differenziert wie möglich und in absoluten und relativen
Zahlen antworten)?
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der
Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt
oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu
ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen
bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
d) Welche gesetzgeberischen oder untergesetzlichen Maßnahmen wurden
bislang ergriffen bzw. sind gegebenenfalls noch geplant zur Umsetzung
des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Februar 2023
(BVerwG, 1 C 19.21), mit dem die Praxis des BAMF zur Auslesung
von Datenträgern Asylsuchender in einem Einzelfall für rechtswidrig
erklärt wurde (bitte so konkret wie möglich ausführen)?
15. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2023 nach § 14a
Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen für hier geborene (oder
eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden in den genannten
Zeiträumen von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von
Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der
Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende Teilmengen angeben),
und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
16. Wie viele der Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2023 waren sogenannte
Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder
Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
17. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen im
ersten Halbjahr 2023 (bitte nach den verschiedenen Schutzstatus, nach
Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich unbegründet, Dublin-Entscheidung,
sonstiger Verfahrenserledigung und wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
18. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2023 an
welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von
ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, und wie viele von ihnen
wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
19. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2023 als „offensichtlich
unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben differenziert nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem jeweils in Relation zur
Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
20. Wie viele sog. Flughafenverfahren wurden im ersten Halbjahr 2023 an
welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt (bitte
auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten
Minderjährigen und zu den zehn wichtigsten Herkunftsländern machen)?
In wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
21. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
Gesamtjahr 2022 bzw. für das bisherige Jahr 2023 (bitte jeweils in der
Differenzierung wie in der Antwort zu Frage 13 auf Bundestagsdrucksache
20/432 darstellen: Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in
Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen
Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung;
neben der Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte
in jedem Fall auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu
Marokko, Tunesien, Algerien, Georgien, Moldawien, Belarus, Ukraine,
Russische Föderation und Türkei machen – aus Gründen der
Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind
Angaben zur ersten Instanz ausreichend)?
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung
anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren) auf einen
Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren wurden im
Gesamtjahr 2022 bzw. im bisherigen Jahr 2023 mit welchem Ergebnis
entschieden (bitte nach Bundesländern und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind
ausreichend)?
b) Wie waren die gerichtlichen Entscheidungen zu Aufstockungsklagen
(Gewährung von Flüchtlingsschutz statt subsidiärem Schutz) von
männlichen syrischen Asylsuchenden im Alter zwischen 18 und 42 Jahren in
den Jahren 2021, 2022 und im bisherigen Jahr 2023, und wie viele
solcher Aufstockungsklagen von männlichen syrischen Asylsuchenden im
Alter zwischen 18 und 42 Jahren waren zuletzt noch bei den Gerichten
anhängig (vgl. Antwort zu Frage 21 auf Bundestagdrucksache
19/27462)?
c) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im Gesamtjahr
2022 bzw. im bisherigen Jahr 2023 Rechtsmittel eingelegt (bitte in
absoluten und relativen Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die
Gesamtzahl der Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide
gesondert ausweisen; bitte jeweils nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern
differenzieren, zusätzlich nach der Art der Ablehnung: unbegründet,
offensichtlich unbegründet, unzulässig differenzieren)?
Wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide des
BAMF für das Jahr 2022 bzw. für das bisherige Jahr 2023?
d) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
e) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
Gesamtjahr 2022 bzw. im bisherigen Jahr 2023 doch noch einen
Schutzstatus, und in wie vielen Fällen basierte dies auf einer
Gerichtsentscheidung, auf einer Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines
Folgeantrags oder aus sonstigem Grunde (bitte differenzieren und
zudem nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
f) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im Jahr
2022 bzw. im bisherigen Jahr 2023 zu Asylsuchenden, denen bereits in
einem anderen Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit
welchem Ergebnis (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten
auflisten)?
g) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge im bisherigen Jahr 2023 aufgrund verlorener Asyl-
Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und
zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
h) Welche Verwaltungsgerichte (VG) wiesen im Jahr 2022 bzw. im
bisherigen Jahr 2023 bei Asylklagen Aufhebungsquoten (erfolgreiche
Klagen Asylsuchender gegen das BAMF) auf, die weniger als halb so hoch
waren wie im Bundesdurchschnitt (bitte zu den Herkunftsstaaten
Afghanistan, Äthiopien, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Russische
Föderation, Somalia und Türkei jeweils alle Verwaltungsgerichte auflisten,
die dieses Kriterium erfüllen, soweit mehr als zehn Entscheidungen
zum jeweiligen Herkunftsland getroffen wurden, in jedem Fall jedoch
alle Entscheidungen des VG Gera berücksichtigen, und entsprechende
absolute und relative Zahlenangaben zu den Verfahrensausgängen
machen)?
Gibt es entsprechende statistische Angaben auch zu einzelnen
Kammern der Gerichte (die gleichlautende Frage 17i wurde auf
Bundestagsdrucksache 20/5709 nicht beantwortet), und wenn ja, wie lauten
entsprechend differenzierte Zahlenangaben für die Jahre 2020, 2021, 2022
bzw. das bisherige Jahr 2023 für die Asylkammern des VG Gera?
i) Wie waren die Aufhebungsquoten des VG Gera im Vergleich zum
Durchschnittswert aller Verwaltungsgerichte für die Herkunftsländer
Eritrea, Äthiopien, Nigeria, Libyen, Mali, Sierra Leone, Guinea,
Somalia, Marokko, Algerien, Senegal und Elfenbeinküste in absoluten und
relativen Zahlen in den letzten 15 Jahren (bitte jeweils nach Jahren
auflisten)?
j) Wie waren die Erfolgsquoten im Eilrechtsschutzverfahren gegen
Dublin-Bescheide des BAMF beim VG Gera im Vergleich zum
Durchschnittswert aller Verwaltungsgerichte in Bezug auf die Mitgliedstaaten
Italien, Malta und Griechenland in absoluten und relativen Zahlen in
den letzten 15 Jahren (bitte jeweils nach Jahren auflisten)?
k) Welche Erklärung oder Einschätzung hat die Bundesregierung bzw. hat
das BAMF dazu, dass nach Wahrnehmung der Fragestellenden (vgl.
Antwort zu Frage 17i auf Bundestagsdrucksache 20/5709)
überdurchschnittlich viele bayerische Verwaltungsgerichte mit
unterdurchschnittlichen Aufhebungsquoten auffallen (zum Herkunftsland Afghanistan
beispielsweise lagen die vier Verwaltungsgerichte mit den – mit
Abstand – niedrigsten Aufhebungsquoten alle in Bayern; die
Aufhebungsquoten der Verwaltungsgerichte in Bayern lagen in den Jahren 2020,
2021 und 2022 zudem in der Regel [Ausnahme: Herkunftsland
Äthiopien] und zum Teil deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, siehe ebd.,
Antwort zu Frage 17j; bitte ausführen)?
l) Wie waren die Entscheidungen der Verwaltungsgerichte und die
jeweiligen Aufhebungsquoten bei Asylklagen in Bezug auf die
Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Russische
Föderation, Somalia und Türkei im Gesamtjahr 2022 bzw. im
bisherigen Jahr 2023, nach Bundesländern differenziert?
22. Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Halbjahr 2023 (bitte nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
23. Wie viele Amtshilfeersuchen in Form von Anfragen in Asyl- und
Rückführungsangelegenheiten hat das BAMF in den Jahren 2019, 2020, 2021,
2022 und im bisherigen Jahr 2023 an das Auswärtige Amt gestellt (bitte
nach Jahren und den zehn wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
a) Wie viele Amtshilfeersuchen in Form von Anfragen in Asyl- und
Rückführungsangelegenheiten haben die Verwaltungsgerichte in den
Jahren 2019, 2020, 2021 2022 und im bisherigen Jahr 2023 an das
Auswärtige Amt gestellt (bitte nach Jahren und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern aufschlüsseln)?
b) Wie ist die derzeitige Praxis des BAMF bzw. der Gerichte in Bezug auf
die Türkei zur Überprüfung von Angaben in Asyl- und
Rückführungsangelegenheiten (vgl. Bundestagsdrucksachen 19/16825 und 19/31392;
bitte ausführen)?
24. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und
Bosnien-Herzegowina im ersten Halbjahr 2023 gestellt (bitte jeweils auch
den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie wurden
diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
25. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische Angaben
zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-Verfahren,
Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie in der Antwort zu
Frage 20 auf Bundestagsdrucksache 20/5709 angeben)?
26. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im ersten
Halbjahr 2023 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher Begründung
erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren),
und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum ein Schutzstatus an
Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt (bitte nach Status
und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
27. In wie vielen Fällen wurde das BAMF im ersten Halbjahr 2023 bei der
Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2
AufenthG im Auftrag der Ausländerbehörden welcher Bundesländer mit
welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
28. Welche Angaben für das erste Halbjahr 2023 lassen sich zu überprüften
(vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter
Dokumente Asylsuchender machen (bitte zum Vergleich auch die Anzahl
der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten
Hauptherkunftsländern differenzieren)?
29. Welche Mittel in welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder
abgelehnte Asylsuchende (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Zielländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm im ersten
Halbjahr 2023 ausgezahlt?
30. Welche Projekte werden in Deutschland aktuell mit Mitteln aus dem Asyl-,
Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) gefördert (bitte nach
Bundesländern auflisten)?
Berlin, den 17. Juli 2023
Amira Mohamed Ali, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
BT20/822205.09.2023
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 20/7833 - Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2023
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Nicole Gohlke, Anke
Domscheit-Berg, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/7833 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2023
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten ergänzenden
Informationen zur Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
(BAMF) beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst kaum Beachtung finden.
So ist wenig bekannt, dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen
Asylentscheidungen weitaus höher liegt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen.
Die sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des
BAMF, die keine inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten,
unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2022 auf einem Rekord-Hoch bei 72,3
Prozent, gegenüber der vom BAMF und der Bundesregierung verwandten
(unbereinigten) Schutzquote in Höhe von 56,2 Prozent (vgl. hierzu und zum
Folgenden, soweit nicht anders angegeben, Bundestagsdrucksache 20/5709).
Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Anerkennungen durch die
Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu;
gegen 88,1 Prozent aller („einfach“) ablehnenden BAMF-Bescheide wurde im
Jahr 2022 geklagt. Mehr als die Hälfte der Klagen (52,4 Prozent) endete 2022
mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“ (Angaben zu Gerichtsverfahren
ohne Dezember 2022), z. B. wenn Verfahren von mehreren
Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn
ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt wird. „Sonstige
Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa überwiegend in Fällen mit
schlechten Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten betroffenen Herkunftsländer
zeigen: Afghanistan, Syrien und der Irak. Auch wenn ein Gericht entscheidet,
dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies als
„sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26 auf Bundestagsdrucksache
19/4961), obwohl den klagenden Asylsuchenden in diesen Fällen Recht
gegeben wurde. Die Bundesregierung räumte auf Nachfrage ein (vgl. Antwort zu
Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige
Verfahrenserledigungen“ der Gerichte keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der
Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der Entscheidungen des BAMF
gewertet werden können.
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der
Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im Klage-
Deutscher Bundestag Drucksache 20/8222
20. Wahlperiode 05.09.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
vom 4. September 2023 übermittelt und mit Schreiben vom 25. September 2023 korrigiert, siehe Drucksache 20/8538.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
verfahren im Jahr 2022 in Höhe von 37 Prozent. 2020 lag der Wert bei
31,2 Prozent, das BAMF gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe
von nur 16,6 Prozent an (Gerichtsstatistik 2020, www.bamf.de), weil sonstige
Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gezählt wurden. Bei
afghanischen Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2022
sogar bei 94,8 Prozent, d. h., fast alle überprüften BAMF-Bescheide erwiesen
sich als rechtswidrig. Hohe Aufhebungsquoten gab es auch in Bezug auf
Schutzsuchende aus dem Iran (42,7 Prozent) und Somalia (61,5 Prozent).
Hinzu kommen Korrekturen durch das BAMF, die oft auf Anregung der Gerichte
geschehen oder auf geänderten Lageeinschätzungen beruhen. In absoluten
Zahlen heißt das: 37 286 vom BAMF zunächst abgelehnte Asylsuchende
erhielten im Jahr 2022 doch noch einen Schutzstatus, 16 478 durch
Entscheidungen der Gerichte (ohne Dezember 2022), 7 015 durch
Abhilfeentscheidungen des BAMF, 11 629 im Rahmen von Folgeanträgen und 2 164 aus
„sonstigen Gründen“.
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Außenstellen
des BAMF in Bezug auf einzelne Herkunftsländer ist groß: Bei irakischen
Schutzsuchenden beispielsweise lag sie im Jahr 2022, je nach Standort,
zwischen 2,3 und 71 Prozent, bei iranischen zwischen 24,5 und 79,2 Prozent, bei
türkischen zwischen 5 und 90 Prozent und bei Asylsuchenden aus der
russischen Föderation zwischen 3,7 und 60 Prozent. Das Forschungszentrum des
BAMF nannte u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende
Entscheidungspraxis innerhalb des BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der
jeweiligen Organisationseinheit, die Zusammensetzung des Personals und lokale
Auslegungen von Leitsätzen. Das wurde von der Bundesregierung zunächst
als „hypothetisch“ bewertet (Antwort zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache
19/6786), auf Nachfrage (Antwort zu Frage 4f auf Bundestagsdrucksache
19/18498) hieß es dann, dass Qualitätssicherungsmaßnahmen und
Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen lokalen (Fehl-)Entwicklungen
entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“.
Viele Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h., es geht
um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, die meist im Wege des Familiennachzugs legal eingereist
sind (Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim Schutz
nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des
Familienschutzes im Jahr 2022 bei 67 Prozent (2021: 82,9 Prozent, 2019: 80,6 Prozent,
2017: 24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für
Familienangehörige außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen
Asylsuchenden im Jahr 2015 zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der
GFK zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp
5 Prozent (vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10–11/2020, S. 356). Die
meisten GFK-Status werden also an Familienangehörige infolge einer
früheren Spruchpraxis des BAMF erteilt, die aktuelle Entscheidungspraxis
hingegen ist restriktiver, häufiger wird z. B. nur subsidiärer Schutz gewährt.
Bei vielen Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um Kinder und
Jugendliche: 2022 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden bei
37,3 Prozent (2021: 49,4 Prozent), 3,3 Prozent aller Asylsuchenden waren
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. 24 791 Asylanträge (11,4 Prozent aller
Anträge; 2021: 17,5 Prozent, 2020: 25,9 Prozent) wurden für in Deutschland
geborene Kinder von Geflüchteten (Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen,
Personen mit humanitärer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes – AufenthG) gestellt. Das Bundesministerium des Innern und
für Heimat (BMI) benennt vor diesem Hintergrund seit Januar 2020 die Zahl
der „grenzüberschreitenden Asylerstanträge“, bei der Anträge für hier
geborene Kinder nicht berücksichtigt werden (https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/
pressemitteilungen/DE/2020/01/asylzahlen-jahr-2019.html).
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel
16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention, subsidiärer
Schutz und Abschiebungshindernisse) in der Entscheidungspraxis
des BAMF im ersten Halbjahr 2023 bzw. im zweiten Quartal 2023
(bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen angeben und für die
15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes
dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende
Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG in
Anwendung der GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen
Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben, bitte in einer
weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung differenzieren:
Asylberechtigung [darunter Familienasyl], internationaler Flüchtlingsschutz
[darunter Familienschutz], subsidiärer Schutz [darunter
Familienschutz], nationale Abschiebungsverbote – bitte jeweils so
differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall Angaben zu den
Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien, Georgien, Moldawien,
Ukraine, Belarus, Russische Föderation sowie zu allen sicheren
Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen
auf tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte
wie zu Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen
sich zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in den
genannten Zeiträumen machen?
Die Fragen 1a und die Quote zu 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs
zusammen beantwortet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sog.
bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige
Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder
begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei
einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle
Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen im
Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer etwaigen
Bleibeperspektive ist daher die Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden
Asylentscheidungen berücksichtigt.
1. Halbjahr 2023 Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 I AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot § 60 V und VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt 924 0,7 % 20.427 15,4 % 35.235 26,5 % 11.954 9,0 % 68.540 51,6 % 71,3 %
darunter:
Syrien 68 0,1 % 5.754 12,6 % 32.863 71,7 % 169 0,4 % 38.854 84,8 % 100,0 %
Afghanistan 249 1,0 % 7.281 29,4 % 691 2,8 % 10.192 41,1 % 18.413 74,3 % 99,1 %
Türkei 148 1,4 % 1.304 12,7 % 68 0,7 % 27 0,3 % 1.547 15,0 % 21,9 %
Iran 70 2,0 % 777 21,7 % 86 2,4 % 36 1,0 % 969 27,1 % 48,4 %
Irak - - 1.129 15,4 % 276 3,8 % 351 4,8 % 1.756 23,9 % 33,3 %
Georgien - - 7 0,1 % 1 0,0 % 14 0,3 % 22 0,5 % 0,6 %
Russische Föderation 42 1,5 % 124 4,4 % 59 2,1 % 5 0,2 % 230 8,2 % 33,4 %
Somalia 39 1,9 % 896 42,7 % 204 9,7 % 501 23,9 % 1.640 78,2 % 93,8 %
Eritrea 61 3,1 % 1.354 68,6 % 240 12,2 % 38 1,9 % 1.693 85,8 % 91,0 %
Ungeklärt 32 1,6 % 832 40,5 % 222 10,8 % 40 1,9 % 1.126 54,8 % 77,1 %
Venezuela 14 1,6 % 14 1,6 % 15 1,7 % 119 13,6 % 162 18,5 % 19,3 %
Nordmazedonien - - 1 0,0 % - - - - 1 0,0 % 0,1 %
1. Halbjahr 2023 Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 I AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 I AsylG
Abschiebungsverbot § 60 V und VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Kolumbien - - - - - - - - - - -
Indien - - 1 0,1 % - - - - 1 0,1 % 0,3 %
Guinea 31 3,7 % 163 19,5 % 42 5,0 % 25 3,0 % 261 31,2 % 53,3 %
Albanien - - 2 0,2 % 2 0,2 % 5 0,5 % 9 0,8 % 1,3 %
Bosnien und Herzegowina - - 1 0,2 % - - 1 0,2 % 2 0,4 % 0,9 %
Ghana - - 1 0,6 % - - - - 1 0,6 % 1,1 %
Kosovo - - 1 0,3 % - - 1 0,3 % 2 0,6 % 1,6 %
Montenegro - - - - 1 0,8 % 2 1,6 % 3 2,4 % 5,8 %
Senegal - - 3 4,2 % - - 4 5,6 % 7 9,7 % 21,2 %
Serbien - - - - 3 0,2 % - - 3 0,2 % 0,3 %
Algerien - - 13 1,3 % 6 0,6 % 1 0,1 % 20 1,9 % 6,1 %
Marokko - - 18 2,6 % 19 2,7 % 5 0,7 % 42 6,0 % 15,6 %
Tunesien 4 0,4 % 10 1,0 % - - 1 0,1 % 15 1,4 % 4,5 %
Moldau, Republik - - 1 0,1 % 2 0,1 % 2 0,1 % 5 0,3 % 0,6 %
Ukraine 4 3,1 % 2 1,6 % 7 5,5 % 1 0,8 % 14 10,9 % 93,3 %
Belarus 7 3,5 % 13 6,4 % - - 2 1,0 % 22 10,9 % 25,6 %
2. Quartal 2023 Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Gesamtschutz Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt 496 0,7 % 10.952 16,5 % 17.698 26,7 % 4.574 6,9 % 33.720 51,0 % 71,6 %
darunter:
Syrien 35 0,2 % 2.690 11,6 % 16.597 71,8 % 117 0,5 % 19.439 84,1 % 100,0 %
Afghanistan 144 1,2 % 4.780 39,1 % 276 2,3 % 3.655 29,9 % 8.855 72,4 % 99,2 %
Türkei 76 1,5 % 585 11,2 % 38 0,7 % 18 0,3 % 717 13,7 % 20,5 %
Iran 28 1,5 % 382 20,3 % 40 2,1 % 14 0,7 % 464 24,7 % 49,0 %
Georgien - - 3 0,1 % 1 0,0 % 5 0,2 % 9 0,4 % 0,5 %
Irak - - 468 14,4 % 115 3,5 % 176 5,4 % 759 23,3 % 33,7 %
Russische Föderation 22 1,3 % 69 4,1 % 43 2,6 % 4 0,2 % 138 8,2 % 35,9 %
Somalia 20 1,9 % 473 45,1 % 86 8,2 % 231 22,0 % 810 77,2 % 95,3 %
Eritrea 37 3,8 % 667 67,8 % 131 13,3 % 19 1,9 % 854 86,8 % 91,7 %
Ungeklärt 20 1,9 % 374 35,9 % 130 12,5 % 15 1,4 % 539 51,8 % 76,0 %
Jemen 3 1,0 % 21 7,2 % 113 38,6 % 7 2,4 % 144 49,1 % 55,8 %
Kolumbien - - - - - - - - - - -
Nordmazedonien - - - - - - - - - - -
Venezuela 1 0,2 % 9 1,5 % 6 1,0 % 73 12,3 % 89 15,0 % 15,8 %
Guinea 23 5,1 % 80 17,6 % 19 4,2 % 13 2,9 % 135 29,7 % 52,9 %
Albanien - - 1 0,2 % 1 0,2 % 3 0,6 % 5 0,9 % 1,6 %
Bosnien und Herzegowina - - - - - - - - - - -
Ghana - - - - - - - - - - -
Kosovo - - 1 0,7 % - - 1 0,7 % 2 1,4 % 2,9 %
Montenegro - - - - - - 2 3,9 % 2 3,9 % 10,5 %
Senegal - - - - - - 1 2,9 % 1 2,9 % 6,3 %
Serbien - - - - 1 0,1 % - - 1 0,1 % 0,2 %
Algerien - - 8 1,5 % 3 0,5 % 1 0,2 % 12 2,2 % 7,2 %
2. Quartal 2023 Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Gesamtschutz Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Marokko - - 10 2,7 % 7 1,9 % 1 0,3 % 18 4,9 % 12,8 %
Tunesien 2 0,4 % 3 0,6 % - - - - 5 0,9 % 3,0 %
Moldau, Republik - - 1 0,1 % 1 0,1 % 1 0,1 % 3 0,4 % 0,9 %
Ukraine - - 1 1,3 % 4 5,3 % - - 5 6,7 % 83,3 %
Belarus 5 4,6 % 7 6,5 % - - - - 12 11,1 % 24,0 %
1. Halbjahr 2023 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 924 0,7 % 1,0 %
darunter Familienschutz 309 0,2 % 0,3 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 20.427 15,4 % 21,3 %
darunter Familienschutz 12.075 9,1 % 12,6 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 26 0,0 % 0,0 %
§ 4 I Nr. 2 AsylG 31.108 23,4 % 32,4 %
§ 4 I Nr. 3 AsylG 251 0,2 % 0,3 %
§ 4 I AsylG Familienschutz 3.850 2,9 % 4,0 %
Summe subsidiärer Schutz 35.235 26,5 % 36,7 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 11.840 8,9 % 12,3 %
§ 60 VII AufenthG 114 0,1 % 0,1 %
Summe Abschiebungsverbot 11.954 9,0 % 12,4 %
Gesamtschutz 68.540 51,6 % 71,3 %
2. Quartal 2023 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 496 0,7 % 1,1 %
darunter Familienschutz 181 0,3 % 0,4 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 10.952 16,5 % 23,3 %
darunter Familienschutz 6.280 9,5 % 13,3 %
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 9 0,0 % 0,0 %
§ 4 I Nr. 2 AsylG 15.721 23,8 % 33,4 %
§ 4 I Nr. 3 AsylG 125 0,2 % 0,3 %
§ 4 I AsylG Familienschutz 1.843 2,8 % 3,9 %
Summe subsidiärer Schutz 17.698 26,7 % 37,6 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 4.515 6,8 % 9,6 %
§ 60 VII AufenthG 59 0,1 % 0,1 %
Summe Abschiebungsverbot 4.574 6,9 % 9,7 %
Gesamtschutz 33.720 51,0 % 71,6 %
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für die
genannten Zeiträume können den folgenden Tabellen entnommen werden.
1.Halbjahr 2023 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 1
Antrag nicht weiter bearbeitet 6
Einstellung wg. § 33 I u. II, § 32a II AsylG 2.999
nicht erforderlich, Dublin 130
sonstige Einstellung 2.188
1.Halbjahr 2023 Entscheidungskategorie
Unzulässig (§ 29 I Nr. 1 AsylG) 21.839
Unzulässig (§ 29 I Nr. 2 AsylG) 2.247
Unzulässig (§ 29 I Nr. 3 AsylG) 14
Unzulässig (§ 29 I Nr. 4 AsylG) 3
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 844
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 6.395
2.Quartal 2023 Entscheidungskategorie
Einstellung wg. § 33 I u. II, § 32a II AsylG 1.593
nicht erforderlich, Dublin 68
sonstige Einstellung 1.135
Unzulässig (§ 29 I Nr. 1 AsylG) 11.705
Unzulässig (§ 29 I Nr. 2 AsylG) 1.414
Unzulässig (§ 29 I Nr. 3 AsylG) 7
Unzulässig (§ 29 I Nr. 4 AsylG) 1
Unzulässig (kein Zweitverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 381
Unzulässig (kein Folgeverf. § 29 I Nr. 5 AsylG) 2.809
c) Wie lautet die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1c auf
Bundestagsdrucksache 20/4019, wenn sie berücksichtigt, dass es in der Frage
nicht um die „Beurteilung der Bleibeperspektive“ ging, wie von ihr in
der Antwort unterstellt wurde, sondern um „den Grad der
Schutzbedürftigkeit“ von Asylsuchenden – und dann ist nach Auffassung der
Fragestellenden sehr wohl die bereinigte Schutzquote aussagekräftiger,
wie in der Frage dargelegt (bitte begründet ausführen)?
Wird die Bundesregierung hierbei berücksichtigen, dass auch bei den
Asylstatistiken von Eurostat Entscheidungen zu Dublin-Verfahren,
Verfahrenseinstellungen und Rücknahmen bei der Berechnung der
Schutzquote nicht als Entscheidungen gezählt werden (vgl. https://ww
w.bamf.de/DE/Themen/Statistik/Asylzahlen/asylzahlen-node.html),
sodass im Ergebnis die vom BAMF bzw. von Eurostat zu Deutschland
verbreiteten Schutzquoten auseinanderfallen, was nach Auffassung der
Fragestellenden Irritationen und Fragen hervorrufen kann; bitte
begründen), und wie lauteten diese auseinanderfallenden Schutzquoten
des BAMF bzw. von Eurostat für die letzten zehn Jahre (bitte nach
Jahren auflisten)?
Zur ersten Teilfrage:
Über die Frage, ob in Deutschland einer Person Schutz im Rahmen des
Asylverfahrens gewährt wird, entscheidet das Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge (BAMF). Nach formellen Entscheidungen erhalten diese Personen in
Deutschland im Regelfall keinen Schutz, z. B. weil der Asylantrag
zurückgenommen oder das Asylverfahren nicht mehr betrieben wurde, oder weil bereits
in einem anderen Dublin-Staat über die Schutzbedürftigkeit der betroffenen
Person entschieden und ggf. ein Schutz dort gewährt wurde. Dieser
Personenkreis hat insoweit im Grundsatz keine Bleibeperspektive in Deutschland,
analog zu den Personen, die im Rahmen des Asylverfahrens eine materielle
Ablehnung erhalten haben. Eine Schutzbedürftigkeit, die einen Verbleib in
Deutschland erforderlich machen würde, besteht demnach auch bei formellen
Asylablehnungen im Regelfall nicht. Im Übrigen wird hierzu auf die Antwort der
Bundesregierung zu Frage 1c der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache
20/4019 verwiesen.
Zur zweiten Teilfrage:
Die nationale Asylstatistik in Deutschland und die EU-bezogenen Asyldaten
des Statistikamtes der Europäischen Union (EUROSTAT) haben
unterschiedliche Zielsetzungen und auch unterschiedliche Verantwortlichkeiten, die sich ggf.
in voneinander abweichenden Statistiken manifestieren können. Die in der
Fragestellung formulierte Auffassung der Fragestellenden wird von der
Bundesregierung insoweit nicht geteilt.
Die erfragten Schutzquoten des BAMF sind öffentlich verfügbar und können
z. B. unter folgendem Link beim BAMF abgerufen werden (Das Bundesamt in
Zahlen 2022 – Modul Asyl – S. 37): www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/St
atistik/BundesamtinZahlen/bundesamt-in-zahlen-2022-asyl.html.
Die in der Fragestellung angeführten und von EUROSTAT ggf. veröffentlichten
Schutzquoten liegen in der alleinigen Zuständigkeit von EUROSTAT. Seitens
der Bundesregierung werden diesbezüglich keine eigenen Statistiken geführt.
Insofern wird auf diesbezügliche Veröffentlichungen von EUROSTAT (z. B.
EUROSTAT-Datenbank) verwiesen.
d) Ist die Bundesregierung bereit, ihre zu Frage 1d auf
Bundestagsdrucksache 20/4019 geäußerte ablehnende Haltung zur Einführung einer
Verlaufsstatistik zu Schutzquoten unter Berücksichtigung
korrigierender BAMF- oder Gerichtsentscheidungen zu überdenken, wenn sie in
Betracht zieht, dass z. B. eine Schutzquote zu Fällen berechnet werden
könnte, in denen eine bestands- bzw. rechtskräftige Entscheidung
ergangen ist – diese Quote könnte nach Auffassung der Fragestellenden
eine belastbare Einschätzung dazu ermöglichen, in welchem Umfang
Schutzsuchende auch unter Berücksichtigung korrigierender
Behörden- oder Gerichtsentscheidungen, was angesichts z. T. hoher
Fehlerquoten beim BAMF (siehe Vorbemerkung der Fragesteller) nach
Auffassung der Fragestellenden wichtig wäre, als schutzbedürftig
angesehen werden können?
Wird die Bundesregierung hierbei berücksichtigen, dass Deutschland
für die Erstellung von EU-Statistiken ohnehin Angaben zu
sogenannten endgültigen Entscheidungen in Asylverfahren machen muss (vgl.
Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung Nummer 862/2007 vom 11. Juli
2007; allerdings liegen infolgedessen nur getrennte Statistiken zur
ersten bzw. endgültigen Asylinstanz vor, die keine personengebundene
Verlaufsstatistik darstellen, sodass diese statistischen Angaben nach
Auffassung der Fragestellenden nur einen eingeschränkten Wert
haben; bitte begründen)?
Die Bundesregierung hat in den Bundestagsdrucksachen 20/4019 und 20/5709
jeweils zu Frage 1d nach eigener Auffassung auch bei Berücksichtigung der
vorliegenden Fragestellung hinreichend begründet, warum die Einführung einer
Verlaufsstatistik zu „Schutzquoten unter Einbeziehung von
Gerichtsentscheidungen“ als nicht zielführend zu bewerten ist. Insoweit wird auf die Antworten
der Bundesregierung jeweils zu Frage 1d der Kleinen Anfragen der Fraktion
DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksachen 20/4019 und 20/5709, verwiesen. Im
Übrigen übermittelt Deutschland statistische Daten an EUROSTAT unter
Beachtung der gesetzlichen Vorgaben.
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes
(AsylG) in Anwendung der GFK im ersten Halbjahr 2023 bzw. im
zweiten Quartal 2023 beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren
Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal
gesondert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
Angaben zu Entscheidungen aufgrund staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung werden nur für Entscheidungen nach § 3
Absatz 1 des Asylgesetzes (AsylG) erfasst und können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden:
1. Halbjahr 2023 Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
20.427 12.075 5.547 1.720 2.281 1.217
darunter:
Syrien 5.754 5.216 462 67 20 8
Afghanistan 7.281 2.426 3.271 1.242 1.383 526
Türkei 1.304 475 798 94 23 23
Iran 777 282 458 123 16 11
Irak 1.129 974 27 16 118 67
Georgien 7 0 7 3 0 0
Russische Föd. 124 38 81 42 4 4
Somalia 896 444 16 14 378 352
Eritrea 1.354 1.339 5 1 6 6
Ungeklärt 832 414 202 26 84 6
Venezuela 14 2 5 1 5 5
Nordmazedonien 1 0 1 0 0 0
Kolumbien 0 0 0 0 0 0
Indien 1 0 0 0 1 1
Guinea 163 82 3 3 68 68
2. Quartal 2023 Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 Absatz 5
AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
10.952 6.280 3.220 1.191 1.156 607
darunter:
Syrien 2.690 2.401 250 36 7 1
Afghanistan 4.780 1.759 2.123 943 765 290
Türkei 585 232 340 44 11 11
Iran 382 123 243 67 7 5
Georgien 3 0 3 3 0 0
Irak 468 416 12 8 39 30
Russische Föd. 69 18 49 33 2 2
Somalia 473 247 9 7 179 169
Eritrea 667 665 2 1 0 0
Ungeklärt 374 180 101 14 30 4
Jemen 21 5 9 3 6 3
Kolumbien 0 0 0 0 0 0
Nordmazedonien 0 0 0 0 0 0
Venezuela 9 1 2 0 4 4
Guinea 80 39 1 1 33 33
b) Wie viele der Anerkennungen im ersten Halbjahr 2023 waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits Anerkannter
(bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärer Schutz – differenzieren), und
wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland geborene
Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 § 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 309 84 12.075 6.096 3.850 2.154
darunter:
Syrien 39 13 5.216 3.300 2.781 1.627
Afghanistan 53 13 2.426 550 190 99
Türkei 64 13 475 155 47 7
Iran 20 4 282 111 22 2
Irak 0 0 974 687 194 107
Georgien 0 0 0 0 0 0
Russische Föderation 10 4 38 14 31 6
Somalia 7 3 444 208 121 63
Eritrea 54 19 1.339 584 201 112
Ungeklärt 9 1 414 231 109 46
Venezuela 5 1 2 1 2 1
Nordmazedonien 0 0 0 0 0 0
Kolumbien 0 0 0 0 0 0
Indien 0 0 0 0 0 0
Guinea 0 0 82 48 13 9
c) Wie viele der Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2023 verfügten zum
Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen
Aufenthaltstitel (welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen
verfügten zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten?
Zum Stichtag vom 30. Juni 2023 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
9 932 Personen erfasst, die im ersten Halbjahr 2023 einen Asylantrag gestellt
haben, während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung
besaßen. 2 371 Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung
über einen gültigen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten. Die weiteren Angaben können den nachstehenden Tabellen
entnommen werden.
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel
oder eine Duldung vorlagen
1. Halbjahr 2023 gesamt
Gesamt 9.932
darunter
Syrien 3.645
Afghanistan 2.100
Irak 451
Türkei 436
Iran 385
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel
oder eine Duldung vorlagen
1. Halbjahr 2023 gesamt
Eritrea 363
Somalia 337
Ungeklärt 285
Nordmazedonien 228
Russische Föderation 226
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung
vorlagen
1. Halbjahr 2023 gesamt
Gesamt 9.932
davon
Aufenthaltserlaubnis (AE) – Erwerbstätigkeit 28
AE – familiäre Gründe 3.331
AE – völkerrechtliche, humanitäre, politische Gründe 614
AE – Besondere Aufenthaltsrechte 94
AE – Ausbildung 204
EU-Aufenthaltsrechte 4
Duldungen 5.657
1. Halbjahr 2023 Asylberechtigung
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 I AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 I AsylG
Anerkennungen im Rahmen des
Familienschutzes insgesamt
924 20.427 35.235
darunter:
Syrien 68 5.754 32.863
Afghanistan 249 7.281 691
Türkei 148 1.304 68
Iran 70 777 86
Irak 0 1.129 276
Georgien 0 7 1
Russische Föderation 42 124 59
Somalia 39 896 204
Eritrea 61 1.354 240
Ungeklärt 32 832 222
Venezuela 14 14 15
Nordmazedonien 0 1 0
Kolumbien 0 0 0
Indien 0 0 0
Libanon 0 0 0
d) Wie viele der im ersten Halbjahr 2023 vom BAMF zugesprochenen
Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen des
Familienschutzes (bitte nach Schutzstatus und den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 Asylberechtigung
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer Schutz § 4 I
AsylG
Anerkennungen im Rahmen des
Familienschutzes insgesamt
924 20.427 35.235
darunter:
Syrien 68 5.754 32.863
1. Halbjahr 2023 Asylberechtigung
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer Schutz § 4 I
AsylG
Afghanistan 249 7.281 691
Türkei 148 1.304 68
Iran 70 777 86
Irak 0 1.129 276
Georgien 0 7 1
Russische Föderation 42 124 59
Somalia 39 896 204
Eritrea 61 1.354 240
Ungeklärt 32 832 222
Venezuela 14 14 15
Nordmazedonien 0 1 0
Kolumbien 0 0 0
Indien 0 0 0
Libanon 0 0 0
3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung zu den
Rechtsgrundlagen der im ersten Halbjahr 2023 durch das BAMF bzw. durch die
Gerichte (soweit vorliegend) gewährten subsidiären Schutzstatus machen
(nach § 4 Absatz 1 Nummer 1, 2 bzw. 3 AsylG; bitte in absoluten und
relativen Zahlen darstellen und nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, wobei
die Statistik zu den Gerichten erst für den Zeitraum Januar bis Mai 2023
vorliegt.
Asylentscheidungen BAMF.
1. Halbjahr 2023 subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gem. § 4 I Nr. 1 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 I Nr. 2 AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 I Nr. 3 AsylG
Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
35.235 26 0,1 % 31.108 88,3 % 251 0,7 %
darunter
Syrien 32.863 17 0,1 % 30.005 91,3 % 60 0,2 %
Afghanistan 691 7 1,0 % 494 71,5 % 0 0,0 %
Somalia 204 0 0,0 % 83 40,7 % 0 0,0 %
Irak 276 0 0,0 % 81 29,3 % 1 0,4 %
Eritrea 240 0 0,0 % 39 16,3 % 0 0,0 %
Ungeklärt 222 0 0,0 % 110 49,5 % 3 1,4 %
Jemen 227 1 0,4 % 36 15,9 % 174 76,7 %
Venezuela 15 0 0,0 % 13 86,7 % 0 0,0 %
Iran 86 1 1,2 % 63 73,3 % 0 0,0 %
Nigeria 12 0 0,0 % 4 33,3 % 0 0,0 %
Türkei 68 0 0,0 % 21 30,9 % 0 0,0 %
Äthiopien 16 0 0,0 % 3 18,8 % 0 0,0 %
Guinea 42 0 0,0 % 29 69,0 % 0 0,0 %
Russische Föd. 59 0 0,0 % 28 47,5 % 0 0,0 %
Libanon 17 0 0,0 % 5 29,4 % 0 0,0 %
Asylentscheidungen durch Gerichte.
01.01. – 31.05.2023 subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gem. § 4 I Nr. 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 I Nr. 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 I Nr. 3
AsylG
Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt 497 12 2,4 % 205 41,4 % 252 50,9 %
darunter
Jemen 111 4 3,6 % 7 6,3 % 100 90,1 %
Ukraine 60 - 0,0 % 1 1,7 % 59 98,3 %
Russische Föd. 44 1 2,3 % 42 95,5 % - 0,0 %
Eritrea 36 2 5,6 % 32 88,9 % - 0,0 %
Somalia 30 - 0,0 % 7 23,3 % 22 73,3 %
Irak 27 - 0,0 % 24 88,9 % - 0,0 %
Sudan 24 - 0,0 % 1 4,3 % 23 95,8 %
Pers. aus palästinensischen
Gebieten (nicht als Staat
anerkannt)
23 - 0,0 % - 0,0 % 23 100,0 %
Ungeklärt 21 1 4,8 % 4 19,0 % 7 33,3 %
Iran 15 1 6,7 % 14 93,3 % - 0,0 %
Afghanistan 10 2 20,0 % 8 80,0 % - 0,0 %
Syrien 9 - 0,0 % 6 66,7 % 3 33,3 %
Burkina Faso 9 - 0,0 % - 0,0 % 9 100,0 %
Türkei 8 1 12,5 % 7 87,5 % - 0,0 %
sonst. asiat. Staatsangeh. 7 - 0,0 % - 0,0 % 5 71,4 %
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im zweiten Halbjahr 2022 wegen signifikant negativer oder
signifikant positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den
(bereinigten) Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche
Abweichungen in Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer
bezeichnen und in Tabellenform darstellen wie zu Frage 4 auf
Bundestagsdrucksache 20/5709)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar
bewertet bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls
gezogen (bitte ausführen)?
Im Rahmen der Betrachtung des zweiten Halbjahres 2022 wurden innerhalb der
Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen (bGSQ)
die Organisationseinheiten (OrgE) berücksichtigt, in denen mindestens 50
materiell-rechtliche Entscheidungen zu den jeweiligen zehn
Hauptherkunftsländern (TOP-10-HKL) in dem genannten Zeitraum getroffen wurden.
Für das zweite Halbjahr 2022 wurden insgesamt 56 Abweichungen der lokalen
bSQ hinsichtlich der Staatsangehörigkeitsbezeichnungen Irak, Türkei, Iran und
„ungeklärt“ betrachtet, darunter 31 Abweichungen unterhalb und 25
Abweichungen oberhalb der bGSQ. Hinsichtlich der HKL Syrien, Afghanistan,
Georgien, Eritrea, Nordmazedonien und Albanien wurden keine relevanten
Abweichungen festgestellt.
Die OrgE, bei denen die größten Abweichungen von der bGSQ (d. h. die größte
Überschreitung sowie die größte Unterschreitung) festgestellt worden sind,
wurden im Nachgang einer Stichprobensichtung um Plausibilisierung der
Abweichungen gebeten. Nähere Einzelheiten (OrgE sowie die Art der
Abweichung) können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden (Erläuterung:
mrE = materiell-rechtliche Entscheidungen).
Auswertung der Entscheidungsstatistik im zweiten Halbjahr 2022 anhand
überschreitender Abweichungen von zehn Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Januar 2023).
Irak Türkei Ungeklärt Iran
TOP-10-HKL /
Organisationseinheit
(8.105 mrE*
bGSQ 30,4 %)
(4.543 mrE;
bGSQ 32,3 %)
(1.839 mrE;
bGSQ 76,2 %)
(1.745 mrE;
bGSQ 42,3 %)
AS Braunschweig 221 (55,7 %)
AS Bochum, LAS 149 (96,0 %)
AS Heidelberg im
AZ
57 (68,4 %)
AS Sigmaringen 74 (71,6 %)
Auswertung der Entscheidungsstatistik im zweiten Halbjahr 2022 anhand
unterschreitender Abweichungen von zehn Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Januar 2023).
Irak Türkei Ungeklärt Iran
TOP-10-HKL /
Organisationseinheit
(8.105 mrE;
bGSQ 30,4 %)
(4.543 mrE;
bGSQ 32,3 %)
(1.839 mrE;
bGSQ 76,2 %)
(1.745 mrE;
bGSQ 42,3 %)
AS Neumünster
LAS
117 (22,2 %)
AS Berlin im AZ 124 (4,0 %)
AZ Dresden in
AnkER
153 (4,6 %)
AS Gießen in AZ,
LAS
66 (45,5 %)
Seitens der OrgE wurde als Hauptursache für eine Abweichung der lokalen
bSQ von der bGSQ die Verteilung der Verfahren benannt. Maßgebliche
Auswirkungen auf die lokale bSQ haben somit Verfahren, in denen eine Ableitung
des Schutzes im Rahmen von Familienasyl, abgeleitetem Flüchtlingsschutz
bzw. abgeleitetem subsidiären Schutz in Betracht kommt. Ebenfalls sind
persönliche Merkmale der Antragstellenden (Ethnie, Volkszugehörigkeit,
Familienstand, Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je
nach Herkunftsland) bestimmend.
Diese im Rahmen der Plausibilisierungsanfragen ergangenen Stellungnahmen
der OrgE wurden erneut einer systematischen Überprüfung unterzogen. Dabei
wurde die Plausibilität der abgegebenen Stellungnahmen unter
Berücksichtigung der bundesweiten Entscheidungspraxis sowie der aktuellen bzw. zum
Zeitpunkt der Entscheidung gültigen Leitsätze zu den jeweiligen
Herkunftsländern betrachtet. Alle relevanten Abweichungen im Betrachtungszeitraum
wurden vom BAMF als nachvollziehbar bewertet.
5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Fallzahlen für die Herkunftsländer Afghanistan,
Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Russische Föderation und Türkei im
ersten Halbjahr 2023, differenziert nach Organisationseinheiten im
BAMF (bitte nur solche Organisationseinheiten mit über 50
entsprechenden Entscheidungen auflisten – in jedem Fall aber auch die Quoten der
BAMF-Außenstellen nennen, die für Asyl-Flughafenverfahren zuständig
sind – und nach den Quoten auf- oder absteigend sortieren; bitte wie zu
Frage 5 auf Bundestagsdrucksache 20/5709 auflisten)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 Afghanistan
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 24.790 99,1 %
darunter:
AS Schweinfurt in AnkER 553 100,0 %
AS Karlsruhe, LAS 484 100,0 %
AS Suhl im AZ 385 100,0 %
AS Schwerin im AZ 192 100,0 %
AS Braunschweig 186 100,0 %
AS Unna im AZ 160 100,0 %
AS Frankfurt/Flughafen 159 100,0 %
AS Mönchengladbach im AZ 148 100,0 %
AS Bremen im AZ, LAS 122 100,0 %
AS Ellwangen 99 100,0 %
AS Lebach in AnkER, LAS 87 100,0 %
AS Zirndorf in AnkER 57 100,0 %
Entscheidungszentrum West Bonn 1.010 99,9 %
AS Gießen im AZ, LAS 2.579 99,9 %
AS Bonn im AZ 513 99,8 %
AS Heidelberg im AZ 431 99,8 %
AS Bramsche im AZ 498 99,6 %
AS München 639 99,5 %
AS Nostorf-Horst, LAS 202 99,5 %
AS Speyer 185 99,4 %
AS Düsseldorf 790 99,4 %
AS Manching in AnkER 630 99,4 %
AS Bochum, LAS 618 99,3 %
AS Neustadt 141 99,3 %
AS Berlin, LAS 866 99,2 %
AS Augsburg in AnkER 139 99,2 %
AS Neumünster, LAS 1.124 98,9 %
AS Friedland, LAS 169 98,8 %
AS Büdingen 450 98,6 %
AS Hamburg im AZ, LAS 1.065 98,5 %
AS Sigmaringen 197 98,4 %
AS Leipzig im AZ 123 98,3 %
AS Bielefeld im AZ 117 98,2 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 273 98,1 %
AS Oldenburg 178 97,7 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 206 97,4 %
AS Trier, LAS 854 96,2 %
AS Essen 242 96,2 %
AS Freiburg 97 96,1 %
1. Halbjahr 2023 Afghanistan
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
AS Dresden in AnkER 132 95,9 %
AS Jena/Hermsdorf, LAS 162 94,8 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 252 94,6 %
1. Halbjahr 2023 Irak
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 7.338 33,3 %
darunter:
AS Bielefeld im AZ 179 72,4 %
AS Oldenburg 140 65,0 %
AS Ellwangen 55 52,9 %
AS Braunschweig 233 52,7 %
AS Bochum, LAS 408 51,3 %
AS Suhl im AZ 85 48,6 %
AS Zirndorf in AnkER 135 45,2 %
AS Friedland, LAS 80 42,1 %
AS Düsseldorf 329 39,8 %
AS München 115 39,3 %
AS Regensburg in AnkER 133 36,9 %
AS Bonn im AZ 284 35,5 %
AS Unna im AZ 109 35,1 %
AS Hamburg im AZ, LAS 73 34,8 %
AS Berlin, LAS 81 32,8 %
AS Essen 170 30,2 %
Entscheidungszentrum West Bonn 380 29,8 %
AS Bramsche im AZ 317 28,9 %
AS Trier, LAS 115 23,7 %
AS Karlsruhe, LAS 259 22,8 %
AS Gießen im AZ, LAS 172 22,7 %
AS Sigmaringen 114 22,0 %
AS Dresden in AnkER 81 21,9 %
AS Berlin im AZ 145 20,8 %
AS Heidelberg im AZ 293 20,4 %
AS Augsburg in AnkER 163 15,2 %
AS Mönchengladbach im AZ 106 14,4 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 104 14,1 %
AS Neumünster, LAS 405 12,2 %
AS Bamberg in AnkER 130 11,1 %
AS Frankfurt/Flughafen 91 3,6 %
1. Halbjahr 2023 Iran
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 3.578 48,4 %
darunter:
AS Braunschweig 51 78,3 %
AS Bramsche im AZ 64 65,0 %
AS Gießen im AZ, LAS 206 64,4 %
AS Heidelberg im AZ 112 63,7 %
1. Halbjahr 2023 Iran
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Entscheidungszentrum West
Bonn
82 58,5 %
AS Trier, LAS 103 56,8 %
AS Bochum, LAS 113 53,2 %
AS Bremen im AZ, LAS 82 51,9 %
AS München 5 50,0 %
AS Essen 85 47,8 %
AS Karlsruhe, LAS 55 42,0 %
AS Frankfurt/Flughafen 31 40,0 %
AS Düsseldorf 158 39,6 %
AS Bamberg in AnkER 74 34,9 %
AS Bonn im AZ 143 34,1 %
AS Unna im AZ 55 33,3 %
AS Berlin im AZ 83 28,6 %
AS Neumünster, LAS 97 24,4 %
AS Hamburg im AZ, LAS 154 23,4 %
AS Zirndorf in AnkER 141 22,8 %
1. Halbjahr 2023 Eritrea
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 1.974 91,0 %
darunter:
AS Düsseldorf 99 100,0 %
AS Hamburg im AZ, LAS 84 98,8 %
Entscheidungszentrum West
Bonn
104 98,1 %
AS Augsburg in AnkER 52 96,0 %
AS München 91 95,5 %
AS Bochum, LAS 121 94,2 %
AS Büdingen 137 94,1 %
AS Bonn im AZ 80 93,7 %
AS Trier, LAS 55 87,0 %
AS Neumünster, LAS 127 87,0 %
AS Gießen im AZ, LAS 187 83,3 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 53 80,4 %
AS Deggendorf in AnkER 57 60,0 %
AS Frankfurt/Flughafen 3 50,0 %
1. Halbjahr 2023 Somalia
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 2.098 93,8 %
darunter:
AS Bochum, LAS 125 100,0 %
AS Friedland, LAS 60 100,0 %
AS Schweinfurt in AnkER 159 98,7 %
AS Bonn im AZ 68 98,5 %
AS Speyer 54 98,1 %
AS Heidelberg im AZ 104 97,9 %
1. Halbjahr 2023 Somalia
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
AS Hamburg im AZ, LAS 81 97,5 %
Entscheidungszentrum West
Bonn
97 96,9 %
AS München 46 95,3 %
AS Büdingen 79 93,7 %
AS Düsseldorf 81 92,4 %
AS Trier, LAS 152 90,5 %
AS Gießen im AZ, LAS 196 87,3 %
AS Frankfurt/Flughafen 9 66,7 %
1. Halbjahr 2023 Nigeria
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 1.439 19,4 %
darunter:
AS Bochum, LAS 101 40,5 %
AS Heidelberg im AZ 174 19,6 %
AS Trier, LAS 56 17,1 %
AS Karlsruhe, LAS 65 16,4 %
AS Düsseldorf 61 14,3 %
AS München 179 11,2 %
AS Frankfurt/Flughafen 14 -
1. Halbjahr 2023 Russische Föderation
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 2.792 33,4 %
darunter:
Entscheidungszentrum West
Bonn
151 56,5 %
AS Bamberg in AnkER 68 50,0 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 80 46,7 %
AS Bochum, LAS 52 38,1 %
AS München 10 20,0 %
AS Frankfurt/Flughafen 3 -
1. Halbjahr 2023 Türkei
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 10.308 21,9 %
darunter:
AS Ellwangen 58 83,7 %
AS Freiburg 53 53,1 %
AS Karlsruhe, LAS 201 49,7 %
AS Speyer 131 48,0 %
AS Trier, LAS 460 46,2 %
AS Bielefeld im AZ 113 44,4 %
AS Bramsche im AZ 65 44,2 %
AS Heidelberg im AZ 470 39,5 %
1. Halbjahr 2023 Türkei
Gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller
Entscheidungen des BAMF
AS Sigmaringen 139 28,1 %
AS Büdingen 144 27,7 %
AS Mönchengladbach im AZ 162 26,0 %
AS Nostorf-Horst, LAS 68 23,9 %
AS Unna im AZ 173 23,2 %
AS Friedland, LAS 87 23,0 %
AS Bonn im AZ 453 22,3 %
AS Augsburg in AnkER 297 22,3 %
AS Gießen im AZ, LAS 921 21,2 %
AS Bochum, LAS 194 19,8 %
AS Düsseldorf 223 18,8 %
Entscheidungszentrum West
Bonn
239 18,4 %
AS Frankfurt/Flughafen 40 18,4 %
AS München 245 15,8 %
AS Lebach in AnkER, LAS 102 15,3 %
AS Braunschweig2 im AZ 76 14,9 %
AS Essen 179 14,8 %
AS Bremen im AZ, LAS 112 12,5 %
AS Zirndorf in AnkER 249 10,6 %
AS Dresden in AnkER 160 10,6 %
AS Hamburg im AZ, LAS 174 9,7 %
AS Oldenburg 75 8,7 %
AS Neumünster, LAS 338 6,7 %
AS Suhl im AZ 125 5,9 %
AS Berlin, LAS 954 5,8 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 78 5,1 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 215 3,1 %
6. Wie viele Asylanträge von nichtukrainischen Staatsangehörigen, die vor
dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, gab es im ersten Halbjahr 2023,
und wie wurden diese vom BAMF entschieden (bitte jeweils auch nach
den zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden.
1.Halbjahr 2023
Asylanträge
Entscheidungen über Asylanträge
insgesamt
Asylberechtigung Art
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3
I AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V,
VII
Aufenth
G
Ablehnungen
(offens.
unbegr.
abgelehnt)
Sonstige
Verfahrenserledigungen (ohne
Dublin-
Entscheidungen)
Staatsangehörigkeiten
gesamt
72 82 - 6 3 8 51 14
darunter:
Georgien 8 5 - - - - 4 1
1.Halbjahr 2023
Asylanträge
Entscheidungen über Asylanträge
insgesamt
Asylberechtigung Art
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3
I AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V,
VII
Aufenth
G
Ablehnungen
(offens.
unbegr.
abgelehnt)
Sonstige
Verfahrenserledigungen (ohne
Dublin-
Entscheidungen)
Nigeria 7 12 - - - - 10 2
Usbekistan 7 - - - - - - -
Armenien 5 4 - - - 2 2 -
Türkei 4 2 - - - - 2 -
Vietnam 4 2 - - - - 1 1
Iran 4 2 - 1 - - 1 -
Turkmenistan 4 3 - - - - 3 -
Syrien 4 1 - - 1 - - -
Sudan 3 - - - - - - -
Aserbaidschan 3 2 - - - 2 -
7. Wie begründet das BAMF seine Entscheidungspraxis zu weiblichen
Asylsuchenden aus Afghanistan, denen von Januar bis Mai 2023 zwar
häufiger ein internationaler Schutzstatus als in der Vergangenheit erteilt
wurde, in vielen Fällen jedoch auch nicht, obwohl auch nach den
Empfehlungen der EU-Asylagentur davon ausgegangen werden kann, dass
bei Frauen und Mädchen aus Afghanistan eine begründete Furcht vor
Verfolgung vorliegt (vgl. Antwort des BMI auf die Schriftliche Frage 45
der Abgeordneten Clara Bünger auf Bundestagsdrucksache 20/7650 und
www.proasyl.de/news/verfolgt-weil-sie-frauen-sind-afghanische-
frauenmuessen-als-fluechtlinge-anerkannt-werden/; bitte begründen), und wie
lauten die geschlechtsspezifisch differenzierten Anerkennungszahlen zu
Asylsuchenden aus Afghanistan für das erste bzw. zweite Quartal 2023
in absoluten und relativen Zahlen (bitte jeweils auch nach den Formen
Anerkennung bzw. Ablehnung bzw. sonstige Erledigungen
differenzieren)?
Die weitere Verschlechterung der Situation von afghanischen Frauen und
Mädchen führte dazu, dass das BAMF die Herkunftsländerleitsätze Afghanistan im
Frühjahr 2023 insbesondere im Hinblick auf diese Personengruppe nochmals
aktualisierte. Nach diesen Vorgaben des BAMF sind die Einschränkungen für
Frauen und Mädchen in der Regel so gravierend, dass sie in ihrer Kumulierung
als Verfolgungshandlung i. S. v. § 3a Absatz 1 Nr. 2 AsylG zu bewerten sind.
Damit liegen bei afghanischen Frauen und Mädchen in der Regel die
Voraussetzungen für die Zuerkennung von Flüchtlingsschutz bzw. subsidiärem Schutz
bei Nichtvorliegen eines Verfolgungsgrundes i. S. v. § 3b AsylG vor. Diese
Entscheidungspraxis steht im Einklang mit den aktuellen Bewertungen zu Frauen
und Mädchen in der EUAA Country Guidance Afghanistan (Länderleitfaden
der Asylagentur der Europäischen Union). Die Prüfung, ob die
Voraussetzungen der jeweiligen Schutzform bei einer Antragstellerin auch tatsächlich erfüllt
sind, erfolgt auf Grundlage der Umstände des jeweiligen Einzelfalles unter
Berücksichtigung der oben dargestellten allgemeinen Vorgaben zur
Entscheidungspraxis. Aufgrund der zeitlichen Nähe der Anpassung der
Herkunftsländerleitsätze zu den in der Fragestellung dargestellten statistischen Angaben
lassen sich auf dieser Grundlage noch keine Schlussfolgerungen hinsichtlich der
Auswirkungen auf die Schutzquote für afghanische Frauen und Mädchen
ziehen.
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen und männlichen Antragstellenden aus Afghanistan
Zeitraum &
Geschlecht
Asylberechtigung Art 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3
I AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60
V und VII AufenthG
Ablehnungen
(unbegr./offens.
unbegr.)
Sonstige
Verfahrenserledigungen
Q1/2023 Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Männlich 9.342 59 0,6 % 1.288 13,8 % 259 2,8 % 4.970 53,2 % 85 0,9 % 2.681 28,7 %
Weiblich 3.604 46 1,3 % 1.206 33,5 % 155 4,3 % 1.556 43,2 % 12 0,3 % 629 17,5 %
Q2/2023 Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Männlich 8.431 48 0,6 % 2.113 25,1 % 159 1,9 % 3.388 40,2 % 66 0,8 % 2.657 31,5 %
Weiblich 3.805 96 2,5 % 2.667 70,1 % 117 3,1 % 267 7,0 % 2 0,1 % 656 17,2 %
8. Welche Änderungen der internen Weisungslage, Herkunftsländerleitsätze
usw. in Bezug auf Afghanistan hat es in den letzten zwölf Monaten
gegeben (bitte mit Datum und Inhalt auflisten), und unter welchen
Bedingungen wird jungen, gesunden Männern aus Afghanistan
Abschiebungsschutz verwehrt, wie sind hierzu die internen Vorgaben im BAMF (bitte
so konkret wie möglich darlegen; den Fragestellenden liegt eine
Ablehnung des BAMF von Ende März 2023 in dem Fall eines jungen,
gesunden Mannes mit guter Ausbildung vor, dem unterstellt wird, dass er „sich
auf dem umkämpften afghanischen Arbeitsmarkt […] behaupten“
könne)?
In den letzten zwölf Monaten erfolgten zwei inhaltliche Anpassungen der
Herkunftsländerleitsätze Afghanistan. Eine Anpassung aus Dezember 2022 betraf
allgemeine Aktualisierungen zur Lage sowie verschiedene redaktionelle
Klarstellungen und Differenzierungen. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 7
verwiesen.
Als Grundlage der Entscheidungspraxis zu § 60 Absatz 5 AufenthG wird davon
ausgegangen, dass aufgrund der aktuellen humanitären Bedingungen in
Afghanistan in der Regel allen Antragstellenden bei Rückkehr eine Verletzung von
Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) mit
beachtlicher Wahrscheinlichkeit droht, weshalb ein Abschiebungsverbot festzustellen
ist.
Ausnahmen von dieser Regelvermutung sind nach den Vorgaben der
Herkunftsländerleitsätze individuell zu prüfen und kommen auch bei jungen gesunden
und arbeitsfähigen Männern nur im Ausnahmefall in Betracht. Bei dieser
Prüfung sind sowohl nachteilige Faktoren als auch begünstigende Umstände des
jeweiligen Antragstellers und seine individuelle Belastbarkeit und
Durchsetzungsfähigkeit im Rahmen einer Gesamtschau zu würdigen.
9. Teilt die Bundesregierung die Besorgnis der Fragestellenden in Bezug
auf Entscheidungen des BAMF zu Asylsuchenden aus der Türkei, wenn
a) berichtet wird (vgl. z. B. https://www.nd-aktuell.de/artikel/1174619.a
bschiebung-kurden-in-der-tuerkei-bundesamt-nimmt-folter-in-kau
f.html), dass eine erlittene bzw. drohende Folter eines politisch
aktiven Kurden in der Türkei vom BAMF als unbeachtlich eingestuft
worden sein soll mit der Begründung, dass „nicht ersichtlich“ sei,
„dass diese Folter aufgrund der Rasse, Religion, Nationalität,
politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen
Gruppe“ erfolgt sei, sondern „tatsächlich der Terrorbekämpfung“
diene, so die Darstellung im genannten Zeitungsartikel – entspricht
diese Darstellung nach Kenntnis oder Ermittlungen der
Bundesregierung der Wahrheit, und wenn ja, hält die Bundesregierung ein solches
Vorgehen und eine solche Begründung des BAMF für rechtlich
zulässig (bitte begründen; wenn nein, was ist nach Kenntnis der
Bundesregierung der Fall, und wurde in dem konkreten Fall zumindest
Abschiebungsschutz gewährt, wenn nein, warum nicht), und
In jedem Asylverfahren erfolgt eine Einzelfallentscheidung durch
Sachaufklärung und anschließender rechtlicher Würdigung der Angaben der
Antragstellenden unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkenntnisse sowie unter
Anwendung des Maßstabs der beachtlichen Wahrscheinlichkeit („real risk“) einer
drohenden Verfolgungsgefahr im Falle einer Rückkehr in den Herkunftsstaat.
Zu Einzelfällen können aufgrund datenschutzrechtlicher Vorgaben keine
Ausführungen gemacht werden.
b) berichtet wird (https://www.nds-fluerat.org/55963/aktuelles/guelen-ve
rfolgung-in-der-tuerkei-wird-vom-bamf-immer-wieder-verkannt/#com
ments), dass es „systematische Probleme bei der Entscheidungspraxis“
des BAMF in Bezug auf Gülen-Anhängerinnen und Gülen-Anhänger
aus der Türkei gebe, weil nicht berücksichtigt werde, dass es bei der
Strafverfolgung gegen Gülen-Anhängerinnen und Gülen-Anhänger,
die pauschal unter Terrorismusverdacht gestellt würden, einen sog.
Politmalus gebe, der aufgrund der politisierten und unfairen
Strafverfahren zu einer Flüchtlingsanerkennung führen müsse, während das
BAMF von letztlich rechtsstaatlich funktionierenden Strafverfahren
auch bei der sog. Terrorismusbekämpfung in der Türkei ausgehe (bitte
Ausführungen zur diesbezüglichen Einschätzung und Praxis des
BAMF machen und darstellen, wie die Bundesregierung dies
bewertet) – und welche Einschätzung hat das Auswärtige Amt dazu, ob bei
Strafverfahren in der Türkei gegen Gülen-Anhängerinnen und Gülen-
Anhänger bzw. kurdische Aktivistinnen und Aktivisten (bitte
differenzieren) von fairen und rechtsstaatlichen Verfahren auszugehen ist,
insbesondere wenn es um den Vorwurf des „Terrorismus“ oder Ähnliches
geht?
Die Bundesregierung beobachtet und analysiert die Situation in der Türkei
fortlaufend. Auch das BAMF passt die Herkunftsländerleitsätze bei Bedarf unter
Berücksichtigung der vorhandenen Lageeinschätzungen des Auswärtigen
Amtes, der Erkenntnisse des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR), anderer
NGOs und der Europäischen Asylagentur (EUAA) an. Auch die Situation von
(mutmaßlichen) Gülen-Anhängern und -Anhängerinnen wird in den als
Verschlusssache eingestuften Herkunftsländerleitsätzen des BAMF und dem
ebenfalls als Verschlusssache eingestuften Asyllagebericht des Auswärtigen Amtes
differenziert dargestellt. Diesbezügliche Asylentscheidungen werden immer als
Einzelfallentscheidungen unter Berücksichtigung des individuellen
Sachvortrags und vorgelegter Unterlagen getroffen. Zur Einschätzung der Lage der
Rechtsstaatlichkeit in der Türkei wird auf die Ausführungen im 15. Bericht der
Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik auf Bundestagsdrucksache
20/4865 verwiesen.
10. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen des
BAMF gab es im ersten Halbjahr 2023 gegenüber unbegleiteten
Minderjährigen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum gegenüber
unbegleiteten Minderjährigen keine Abschiebungsandrohung trotz
Ablehnung des Asylantrags erlassen, weil im Herkunftsland keine geeigneten
Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung standen (bitte ebenfalls nach den
zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 Ablehnungen
Gesamt 84
darunter
Syrien 0
Afghanistan 3
Somalia 0
Türkei 39
Irak 9
Guinea 3
Marokko 5
Eritrea 4
Äthiopien 0
Iran 4
1.
Halbjahr 2023
Abschiebungsandrohung auch in
Herkunftsstaat
Abschiebungsandrohung nur in
Drittstaat
Abschiebungsanordnung in sicheren
Drittstaat
Gesamt 104 5 6
darunter:
Syrien 0 5 4
Afghanistan
6 0 2
Somalia 0 0 0
Türkei 37 0 0
Irak 11 0 0
Guinea 5 0 0
Marokko 6 0 0
Eritrea 3 0 0
Äthiopien 0 0 0
Iran 5 0 0
1. Halbjahr 2023 Keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des
Antrags *
Gesamt 10
darunter
1. Halbjahr 2023 Keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des
Antrags *
Eritrea 1
Gambia 1
Marokko 1
Sudan 2
Türkei 5
* Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen die
Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags entfällt.
11. Wie wurde bzw. wird das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH)
vom 15. Februar 2023 in der Rechtssache C-484/22, wonach das
Kindeswohl und die familiären Bindungen von Minderjährigen vor dem Erlass
einer Rückkehrentscheidung berücksichtigt werden müssen, durch das
BAMF umgesetzt (bitte so konkret wie möglich darlegen), und welche
Maßnahmen hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat
gegebenenfalls ergriffen oder geplant, um gegenüber den Bundesländern bzw.
Ausländerbehörden für eine Umsetzung des genannten EuGH-Urteils zu
sorgen (bitte darlegen und gegebenenfalls begründen, falls dies nicht
geschehen oder nicht beabsichtigt ist)?
Gemäß der jüngeren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH)
sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor dem Erlass einer
Rückkehrentscheidung zur Prüfung von Artikel 5 Halbsatz 1 Buchstabe a bis c der
Richtlinie 2008/115/EG (Rückführungsrichtlinie, RFRL) verpflichtet. Dies
umfasst die Berücksichtigung der Aspekte „Kindeswohl“ (Urteil vom 14. Januar
2021, C-441/19), „familiäre Bindungen“ (Beschluss vom 15. Februar 2023,
C-484/22) und „Gesundheitszustand“ (Urteil vom 22. November 2022,
C-69/21).
Stehen zum Zeitpunkt des Erlasses einer Rückkehrentscheidung das
Kindeswohl, familiäre Bindungen oder der Gesundheitszustand eines Ausländers der
Rückführung entgegen, dürfen die Mitgliedstaaten keine
Rückführungsentscheidung erlassen.
Die Belange des Artikel 5 Halbsatz 1 Buchstabe a bis c RFRL wurden bislang
erst nach Erlass der Abschiebungsandrohung des BAMF als sog.
„inlandsbezogene Vollstreckungshindernisse“ ausschließlich durch die Ausländerbehörden
(ABH) geprüft.
Durch die Entscheidungen des EuGH berücksichtigt das BAMF künftig die in
Artikel 5 Halbsatz 1 Buchstabe a bis c RFRL genannten Belange bereits vor
Erlass einer Ausreiseaufforderung und Abschiebungsandrohung nach den
§§ 34, 35 AsylG.
Das BAMF führt im Asylverfahren zu diesem Zweck eine vertiefte
Sachverhaltsaufklärung unter Einbeziehung der Mitwirkungspflicht der
Antragstellenden durch; erforderlichenfalls auch durch Anfragen bei den ABH. Liegen die
Voraussetzung der §§ 34, 35 AsylG vor, prüft das BAMF zusätzlich, ob dem
Erlass der Abschiebungsandrohung das Kindeswohl, die familiären Bindungen
oder der Gesundheitszustand entgegenstehen. Ist dies der Fall, erlässt das
BAMF keine Ausreiseaufforderung und Abschiebungsandrohung. Die §§ 34,
35 AsylG werden wegen des entgegenstehenden Unionsrechts nicht
angewandt; Artikel 5 Halbsatz 1 Buchstabe a bis c RFRL gilt insoweit unmittelbar.
Nach unanfechtbarer Ablehnung des Asylantrags ist das Asylverfahren
abgeschlossen. Für die weiteren aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen sind die ABH
zuständig, da sie im Hinblick auf die berücksichtigungsfähigen Umstände nach
bestands- oder rechtskräftiger Entscheidung des BAMF sachnäher sind. Dies
umfasst auch die Frage, ob die Voraussetzungen für den Erlass einer
Abschiebungsandrohung zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen oder aber
zwischenzeitlich entfallen sind.
Solange Belange des Artikel 5 Halbsatz 1 Buchstabe a bis c RFRL dem Erlass
einer Abschiebungsandrohung (weiterhin) entgegenstehen, sodass eine
Abschiebung nicht durchgeführt werden kann, und der Ausländer auch sonst
keinen Anspruch auf Erteilung eines Aufenthaltstitels hat, ist aus Sicht der
Bundesregierung der Anwendungsbereich des § 60a AufenthG eröffnet. Insoweit
liegt ein inlandsbezogenes Abschiebungshindernis bereits nach der BAMF-
Entscheidung vor, eine aufenthaltsrechtliche Prüfung im Übrigen erfolgt aber
durch die ABH.
Über die asylverfahrensrechtliche Umsetzung dieser EuGH-Entscheidung
durch das BAMF wurden die Länder im Juni 2023 anlässlich der Bund-Länder-
Tagung Asyl und Rückkehr bereits informiert. Zusätzlich hat das BAMF, die
Länder auch mittels Länderschreiben entsprechend informiert. Dieses Vorgehen
ist mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) abgestimmt,
weitere Maßnahmen zur Information sind nach Ansicht des BMI nicht
erforderlich.
12. Wie viele Asylsuchende wurden im ersten Halbjahr 2023 registriert (bitte
nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in
den jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie groß war die Zahl der
Asylsuchenden, die noch keinen Asylantrag stellen konnten, zum 30.
Juni 2023 (bitte auch nach Bundesländern und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern auflisten), und inwieweit konnten Zeitverzögerungen bei
der Asylantragstellung durch die eingeleiteten Maßnahmen inzwischen
reduziert werden (vgl. Antwort zu Frage 8 auf Bundestagdrucksache
20/5709; bitte ausführen)?
Auch mit Hilfe der bereits im Herbst 2022 eingeleiteten Maßnahmen konnten
die Kapazitäten zur Antragsannahme in den Außenstellen deutlich besser an die
Zugangssituation angepasst werden. Dies zeigt sich auch daran, dass in den
Monaten Januar bis April 2023 die Zahl der Antragsannahmen die Zahl der in
den gleichen Monaten registrierten Asylgesuche übersteigt und in den
Folgemonaten in einem regulären Verhältnis zu den Asylgesuchen stand. Zudem ist
bezüglich der Asylgesuche ohne Antragstellung zu berücksichtigen, dass dies
auch Asylgesuche einbezieht, die erst vor Kurzem gestellt wurden und sich
daher noch im regulären Bearbeitungsprozess befinden. Auch wird erneut darauf
hingewiesen, dass nicht jedes Asylgesuch eine Antragstellung nach sich zieht
(z. B. aufgrund einer Weiterreise in einen anderen Mitgliedstaat der
Europäischen Union). Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage
8 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache
20/5709 verwiesen.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Asylgesuche* Asylerstanträge*
Januar 2023 24.623 29.072
Februar 2023 18.092 24.027
Asylgesuche* Asylerstanträge*
März 2023 18.463 25.175
April 2023 18.837 19.629
Mai 2023 22.649 21.949
Juni 2023 24.675 23.194
*Anmerkung: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte
nicht zu einem Gesamtwert addiert werden.
Land Asylgesuche ohne Antragstellung
(Stand: 30.06.2023)
Gesamt 21.133
davon
Baden-Württemberg 2.109
Bayern 4.092
Berlin 220
Brandenburg 337
Bremen 132
Hamburg 131
Hessen 745
Mecklenburg-Vorpommern 303
Niedersachsen 1.475
Nordrhein-Westfalen 3.543
Rheinland-Pfalz 827
Saarland 89
Sachsen 923
Sachsen-Anhalt 635
Schleswig-Holstein 724
Thüringen 1.178
Unbekannt* 3.670
*Registrierungen mit Länderbezeichnung „unbekannt“ sind solche, die
hauptsächlich von polizeilichen Stellen vorgenommen wurden. Bei dieser
Registrierung kann oftmals noch kein Land zugeordnet werden. Dieses wird dann
nachträglich bei der Asylantragstellung bestimmt.
Herkunftsland Asylgesuche ohne Antragstellung
(Stand: 30.06.2023)
Gesamt 21.133
darunter
Syrien 5.586
Afghanistan 2.808
Türkei 2.643
Georgien 1.191
Russische Föderation 585
Irak 582
Indien 503
Nordmazedonien 486
Iran 480
Kuba 407
13. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
ersten Halbjahr 2023 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise,
Sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des
BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren
1. Halbjahr 2023
Staatsangehörigkeiten Anzahl der
Erstantragssteller
Anzahl der
Antragssteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragssteller
ohne
Identitätspapiere*
Gesamt 102.671 48.897 53.774 52,4 %
darunter:
Syrien, 29.150 18.598 10.552 36,2 %
Afghanistan 18.896 6.789 12.107 64,1 %
Türkei 13.850 6.561 7.289 52,6 %
Iran 4.683 1.978 2.705 57,8 %
Irak 3.127 1.743 1.384 44,3 %
Georgien 3.457 2.423 1.034 29,9 %
Russische Föderation 2.780 1.475 1.305 46,9 %
Somalia 1.340 95 1.245 92,9 %
Eritrea 717 225 492 68,6 %
Ungeklärt 1.259 509 750 59,6 %
Venezuela 1.435 1.396 39 2,7 %
Nordmazedonien 696 328 368 52,9 %
Kolumbien 1.100 949 151 13,7 %
Indien 1.273 46 1.227 96,4 %
Guinea 918 17 901 98,1 %
* Pass, Passersatz, Personalausweis
14. In wie vielen Fällen wurden im ersten Halbjahr 2023 bzw. seit dem
16. Februar 2023 (hilfsweise: seit März 2023) mobile Datenträger von
Asylsuchenden ausgelesen und wurde ein Ergebnisprotokoll erstellt
(bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?
Mit Einführung eines neuen Verwaltungssystems zur Vorgangsbearbeitung
beim Auslesen mobiler Daten im Jahr 2023 änderte sich auch die
Betrachtungslogik grundlegend. Nachfolgend werden daher teilweise neue
Betrachtungslogiken verwendet, welche nicht vergleichbar mit den Darstellungen aus den
Vorjahren sind. Aktuell ist die Einführung des neuen Verwaltungssystems zur
Vorgangsbearbeitung noch nicht vollständig abgeschlossen und steht an zwei
Außenstellen noch aus.
Daher setzen sich die Angaben der erfolgreichen Auslesungen sowohl aus den
Daten des Verwaltungssystems und den Auslesungen, erhoben durch eine
separate Auswertung, für die beiden noch nicht an das Verwaltungssystem
angeschlossenen Außenstellen, zusammen.
Für die weitere Beantwortung der Fragen kann nur auf die Daten des neu
eingeführten Verwaltungssystems zurückgegriffen werden, da die Daten der beiden
Außenstellen in der gewünschten Form aktuell nicht weiter differenziert
werden können. Dort wo die beiden Außenstellen bei der Beantwortung der Fragen
mit einbezogen werden konnten, ist dies entsprechend in den Antworten
vermerkt.
Im ersten Halbjahr 2023 wurden insgesamt 9.625 Datenträger erfolgreich
ausgelesen und ein Ergebnisbericht erstellt. Diese setzen sich aus 8.970
erfolgreichen Auslesungen aus dem Verwaltungssystem und 655 erfolgreichen
Auslesungen der beiden noch nicht an das Verwaltungssystem angeschlossenen
Außenstellen zusammen.
Staatsangehörigkeit* 1. Halbjahr 2023
Syrien 2.619
Afghanistan 2.395
Türkei 829
Irak 383
Iran 304
Russische Föderation 213
Jemen 197
Ungeklärt 166
Tunesien 147
Algerien 146
*keine Berücksichtigung der beiden noch nicht an das Verwaltungssystem
angeschlossenen Außenstellen bei der Auswertung zu den zehn wichtigsten
Staatsangehörigkeiten.
Vom 1. März bis 30. Juni 2023 wurden insgesamt 3.528 Datenträger erfolgreich
ausgelesen und ein Ergebnisbericht erstellt. Diese setzen sich aus 3.518
erfolgreichen Auslesungen aus dem Verwaltungssystem und zehn erfolgreichen
Auslesungen der beiden noch nicht an das Verwaltungssystem angeschlossenen
Außenstellen zusammen.
Staatsangehörigkeit* 01.03. – 30.06.2023
Syrien 1.030
Afghanistan 757
Türkei 335
Irak 202
Iran 127
Russische Föderation 103
Guinea 78
Algerien 72
Georgien 71
Marokko 69
*keine Berücksichtigung der beiden noch nicht an das Verwaltungssystem
angeschlossenen Außenstellen bei der Auswertung zu den zehn wichtigsten
Staatsangehörigkeiten.
a) Zu welchem Anteil verfügten in diesen Zeiträumen Asylsuchende,
deren Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht
hinreichend sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträgergeräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch
ausgelesen werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung
erst nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen
den Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
Aufgrund der in der Antwort zu Frage 14 beschriebenen Einführung des neuen
Verwaltungssystems zur Vorgangsbearbeitung beim Auslesen mobiler Daten
kann die Frage nur teilweise beantwortet werden, da bestimmte Informationen
in dem neuen System nicht mehr hinterlegt sind.
Im ersten Halbjahr 2023 wurden von ca. 10,6 Prozent der Erstantragstellenden
ohne Pass/Passersatz Datenträger-Geräte erfolgreich ausgelesen (alle
Außenstellen). Vom 1. März bis 30. Juni 2023 wurden von ca. 5,9 Prozent der
Erstantragstellenden ohne Pass/Passersatz Datenträger-Geräte erfolgreich ausgelesen
(alle Außenstellen).
Asylbewerbende werden unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflichten gemäß
§ 15 Absatz 1 AsylG aufgefordert, vorhandene Datenträger herauszugeben.
Zwangsmaßnahmen wurden bisher nicht angedroht oder durchgeführt.
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung in diesen
Zeiträumen erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser
für das Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in
wie vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender
Prüfung durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine
Ablehnung (bitte so differenziert wie möglich und in absoluten und relativen
Zahlen antworten)?
Im ersten Halbjahr 2023 wurden (zum Stand: 5. Juli 2023) 2.559 Datenträger-
Auswertungsanträge gestellt bzw. Ergebnisberichte angefordert. Davon wurden
im gleichen Zeitraum 2.340 (91,4 Prozent) Datenträger-Auswertungen
freigegeben und 136 (5,3 Prozent) abgelehnt. Die Differenz in Höhe von 83 (3,2
Prozent) ergibt sich aus dem zum Abfragezeitpunkt noch offenen Anträgen, welche
noch nicht durch Volljuristen entschieden wurden.
Vom 1. März bis 30. Juni 2023 wurden (zum Stand: 5. Juli 2023) 834
Datenträger-Auswertungsanträge gestellt bzw. Ergebnisberichte angefordert. Davon
wurden im gleichen Zeitraum 777 (93,2 Prozent) Datenträger-Auswertungen
freigegeben und 37 (4,4 Prozent) abgelehnt. Die Differenz in Höhe von 20
(2,4 Prozent) ergibt sich aus dem zum Abfragezeitpunkt noch offenen
Anträgen, welche noch nicht durch Volljuristen entschieden wurden.
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der
Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt
oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu
ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen
bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
Im ersten Halbjahr 2023 waren für die 2.340 freigegebenen Datenträger-
Auswertungen (zum Stand: 5. Juli 2023) 1.241 Ergebnisdokumentationen
hinterlegt. Die Anzahl der Ergebnisdokumentationen wird als Bezugsgröße für die
unten genannten Prozentsätze herangezogen. Daraus ergeben sich die
folgenden Angaben (100 Prozent = 1.241):
– 25 Prozent (310): Bericht stützt Angaben des Antragstellenden,
– 1,9 Prozent (23): Bericht stützt Angaben des Antragstellenden nicht,
– 73,2 Prozent (908): keine verwertbaren Erkenntnisse.
Vom 1. März bis 30. Juni 2023 waren für die 777 freigegebenen Datenträger-
Auswertungen (zum Stand: 5. Juli 2023) 317 Ergebnisdokumentationen
hinterlegt. Die Anzahl der Ergebnisdokumentationen wird als Bezugsgröße für die
unten genannten Prozentsätze herangezogen. Daraus ergeben sich die
folgenden Angaben (100 Prozent = 317):
– 31,9 Prozent (101): Bericht stützt Angaben des Antragstellenden,
– 0,6 Prozent (2): Bericht stützt Angaben des Antragstellenden nicht,
– 67,5 Prozent (214): keine verwertbaren Erkenntnisse.
Grundsätzlich gilt, dass eine Verifikation der Identität und Staatsangehörigkeit
ein für das Asylverfahren ebenso relevantes Ergebnis darstellt wie das
Widerlegen von Aussagen zur Identität und Staatsangehörigkeit.
d) Welche gesetzgeberischen oder untergesetzlichen Maßnahmen wurden
bislang ergriffen bzw. sind gegebenenfalls noch geplant zur
Umsetzung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Februar
2023 (BVerwG, 1 C 19.21), mit dem die Praxis des BAMF zur
Auslesung von Datenträgern Asylsuchender in einem Einzelfall für
rechtswidrig erklärt wurde (bitte so konkret wie möglich ausführen)?
Das BAMF hat unverzüglich eine Verfahrensanpassung zum Auslesen von
Datenträgern vorgenommen, die gewährleistet, dass die Prüfung der
Verhältnismäßigkeit durch eine Person, die die Befähigung zum Richteramt hat, bereits zum
gesetzlich vorgesehenen Zeitpunkt des Herausgabeverlangens der
Zugangsdaten zum Datenträger erfolgt. Das zur Sicherstellung der Verhältnismäßigkeit der
Maßnahme einzuhaltende Verfahren wurde in den Weisungsinstrumenten im
Detail umfassend überarbeitet und ergänzt. Der Vorgang befindet sich derzeit
noch in Abstimmung.
Das BMI hat am 2. August 2023 einen Diskussionsentwurf für ein Gesetz zur
Verbesserung der Rückführung veröffentlicht, der die Vorschläge der
Ministerpräsidentenkonferenz sowie des Clusterprozesses mit den Ländern und den
Kommunalen Spitzenverbänden aufgreift. Mit Ländern und Kommunen ist im
Rahmen des Clusterprozesses eine Diskussion der Regelungsvorstellungen
vereinbart worden. Dieser Entwurf enthält erste Vorschläge zur Umsetzung der
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Februar 2023
(BVerwG 1 C 19.21).
15. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2023 nach § 14a
Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen für hier geborene (oder
eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden in den genannten
Zeiträumen von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von
Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten
minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die
Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende
Teilmengen angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag
im ersten Halbjahr 2023 bei 95,8 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im
Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 91,8 Prozent und bei allen Personen unter
18 Jahren bei 61,1 Prozent.
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im ersten
Halbjahr 2023 bei 97,8 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16
bis unter 18 Jahren bei 95,3 Prozent und bei allen Personen unter 18 Jahren bei
74,3 Prozent. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge
angegeben:
1. Halbjahr 2023
absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 150.166
1. Halbjahr 2023
absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre
insgesamt
47.495 31,6 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16 Jahre 39.683 26,4 %
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 2.061 1,4 %
Anträge gem. § 14a II AsylG 2.721 1,8 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis unter
18 Jahre
7.812 5,2 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18 Jahre) 5.351 3,6 %
Anträge gem. § 14a II AsylG 21 0,0 %
16. Wie viele der Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2023 waren sogenannte
Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder
Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach
den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen nur zu Asylantragstellenden
vor. 11.860 Asylantragstellende im ersten Halbjahr 2023 waren so genannte
„Nachgeborene“, d. h. in Deutschland geborene Kinder (und zum Zeitpunkt der
Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 2.071 Kinder von anerkannten
Asylberechtigten und 3.142 von anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a
Grundgesetz und § 3 Absatz 1 AsylG). Weitere Angaben können der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 Absolut Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Gesamt 11.860 7,9 %
darunter:
Syrien 4.787 11,0 %
Afghanistan 1.244 4,6 %
Türkei 520 2,7 %
Iran 177 3,0 %
Irak 1.194 21,1 %
Georgien 178 3,4 %
Russische Föderation 167 4,0 %
Somalia 479 18,5 %
Eritrea 722 29,6 %
Ungeklärt 324 16,5 %
17. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen
im ersten Halbjahr 2023 (bitte nach den verschiedenen Schutzstatus,
nach Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich unbegründet, Dublin-
Entscheidung, sonstiger Verfahrenserledigung und wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1.Halbjahr
2023
Entscheidungen über Erstanträge
Gesamt
Anerkennung als
Asylberechtigt
(Art. 16a
GG u.
Fam.Asyl)
Anerkennung als
Flüchtling
gem. § 3 I
AsylG
Subsidiärer Schutz
gem. § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot gem.
§ 60
V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgelehnt)
Ablehnungen
(offens.
unbegr.
abgelehnt)
Entscheidungen
im
Dublin-
Verfahren
(z. B.
§ 29
INr. 1
AsylG)
sonstige
Verfahrenserle
digungen(ohn
e
Dublin-
Entscheidungen)
Herkunftsländer gesamt
2.442 6 167 1.349 752 84 9 6 69
darunter:
Afghanistan 841 5 116 32 670 3 - 2 13
Syrien 1.328 - 7 1.296 - - - 4 21
Türkei 49 - 1 1 2 39 1 - 5
Somalia 54 - 17 13 22 - - - 2
Guinea 18 - 4 2 7 3 - - 2
Irak 25 - 7 - 7 9 - - 2
Iran 9 - 3 - 1 4 - - 1
Ägypten 6 - 1 - 2 1 - - 2
Ungeklärt 5 - 3 1 1 - - - -
Gambia 5 - - - 3 2 - - -
Tunesien 3 - - - - 1 - - 2
Marokko 13 - - 1 - 5 - - 7
Kongo,
Dem.Rep
1 - - - 1 - - - -
Libanon - - - - - - - - -
Elfenbeinküste (Cote d
Ivoire)
4 - 2 - 2 - - - -
18. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2023 an
welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von
ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, und wie viele von ihnen
wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 unbegleitete
Minderjährige
Zurückschiebungen Zurückweisungen Übergabe
Jugendamt
Gesamt 2.867 76 281 2.360
davon nach Grenzen
Schweiz 945 4 36 856
Österreich 568 5 242 308
Polen 546 2 0 530
Frankreich 260 50 2 195
Tschechien 174 1 0 153
Belgien 150 0 0 143
ungeklärt 114 0 0 103
Niederlande 45 13 0 27
Luftgrenze 41 0 1 24
Luxemburg 13 1 0 10
1. Halbjahr 2023 unbegleitete
Minderjährige
Zurückschiebungen Zurückweisungen Übergabe
Jugendamt
Dänemark 10 0 0 10
Seegrenze 1 0 0 1
nach Staatsangehörigkeit (Top 5)
afghanisch 1.259 9 122 1.078
syrisch 527 7 70 433
somalisch 161 1 13 147
marokkanisch 119 3 8 100
algerisch 116 15 7 85
Differenzen in den Tabellen zwischen der Zahl der festgestellten unbegleiteten
Minderjährigen und den aufgeführten Maßnahmen erklären sich aus sonstigen
Maßnahmen der Grenzbehörden, etwa der Übergabe an inländische Behörden
(z. B. Polizeien der Länder, Ausländerbehörden).
19. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2023 als
„offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben differenziert nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem jeweils in Relation zur
Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1.Halbjahr 2023 Ablehnung insgesamt darunter: als
offensichtlich unbegründet
abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 27.541 11.478 41,7 %
darunter:
Syrien 18 3 16,7 %
Afghanistan 163 12 7,4 %
Türkei 5.510 970 17,6 %
Iran 1.032 45 4,4 %
Irak 3.519 345 9,8 %
Georgien 3.720 2.801 75,3 %
Russische Föderation 459 83 18,1 %
Somalia 108 2 1,9 %
Eritrea 167 2 1,2 %
Ungeklärt 334 96 28,7 %
Venezuela 676 293 43,3 %
Nordmazedonien 1.574 1.565 99,4 %
Kolumbien 391 78 19,9 %
Indien 366 241 65,8 %
Guinea 229 38 16,6 %
20. Wie viele sog. Flughafenverfahren wurden im ersten Halbjahr 2023 an
welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt (bitte
auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten
Minderjährigen und zu den zehn wichtigsten Herkunftsländern machen)?
In wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren für unbegleitete
Minderjährige. Die weiteren Angaben können – soweit vorliegend – den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb von
2 Tagen nach Antragstellung
Herkunftsland
Aktenanlage
darunter:
Personen
unter 18
Jahren
Mitteilung
§ 18a Abs. 6
offens.
unbegründet
eingestellt
Insgesamt 200 20 145 59 0
darunter:
Syrien 51 9 51 0 0
Iran 28 2 25 3 0
Afghanistan 11 0 11 0 0
Simbabwe 10 2 6 4 0
Somalia 10 1 10 0 0
Kuba 9 2 0 9 0
Irak 8 1 5 3 0
Kamerun 8 0 5 3 0
Komoren 7 0 1 6 0
Myanmar 6 1 6 0 0
1. Halbjahr 2023 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb von
2 Tagen nach Antragstellung
Flughafen
Aktenanlage
darunter:
Personen
unter 18
Jahren
Mitteilung
§ 18a Absatz
6
offens.
unbegründet
eingestellt
Insgesamt 200 20 145 59 0
Flughafen Berlin 18 0 16 2 0
Flughafen Frankfurt/Main 165 20 117 52 0
Flughafen München 17 0 12 5 0
01.01.-
31.05.2023
Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt
Insgesamt 54 3 44
Syrien 0 0 0
Iran 3 0 2
Afghanistan 0 0 0
Simbabwe 1 0 1
Somalia 0 0 1
Kuba 13 0 8
01.01.-
31.05.2023
Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt
Irak 4 0 3
Kamerun 3 0 0
Komoren 7 1 4
Myanmar 0 0 0
21. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
Gesamtjahr 2022 bzw. für das bisherige Jahr 2023 (bitte jeweils in der
Differenzierung wie in der Antwort zu Frage 13 auf Bundestagsdrucksache
20/432 darstellen: Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in
Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des
einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der
Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten
sowie zu Marokko, Tunesien, Algerien, Georgien, Moldawien, Belarus,
Ukraine, Russische Föderation und Türkei machen – aus Gründen der
Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den weiteren
Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz ausreichend)?
Die Angaben können – soweit vorliegend – den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden.
Erst- und Folgeanträge
01.01- 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
Eingelegte Klagen
Gerichtsentscheidungen
an
hä
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ig
e
R
ec
ht
sm
itt
el
G
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am
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A
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)
absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
35.991 37.787 149 1.586 471 1.684 10.999 29,1
%
22.872 60,5
%
120.173
darunter:
Türkei 5.854 2.993 49 270 8 38 1.113 37,2
%
22.872 60,5
%
120.173
Syrien 5.652 5.612 6 221 9 22 1.351 24,1
%
1.515 50,6
%
13.974
Irak 4.033 4.720 - 70 24 273 1.744 36,9
%
4.003 71,3
%
17.327
Afghanistan 3.420 3.680 9 156 10 320 117 3,2 % 2.606 55,2
%
20.496
Georgien 2.487 1.953 - - 4 15 1.048 53,7
%
3.068 83,4
%
6.760
Iran 1.542 2.027 23 504 15 19 471 23,2
%
886 45,4
%
5.458
Nordmazedonien 1.275 1.035 - - - 6 222 21,4
%
995 49,1
%
7.590
Russische
Föderation
1.198 1.712 13 28 43 53 632 36,9
%
807 78,0
%
2.065
Erst- und Folgeanträge
01.01- 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
Eingelegte Klagen
Gerichtsentscheidungen
an
hä
ng
ig
e
R
ec
ht
sm
itt
el
G
es
am
t
A
sy
l A
rt.
1
6a
G
G
u.
F
am
.A
sy
l
(G
FK
) F
lü
ch
tlin
gs
sc
hu
tz
su
bs
id
iä
re
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Sc
hu
tz
A
bs
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-
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gu
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en
(z
. B
. R
üc
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-
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en
)
absolut Anteil absolut Anteil
Nigeria 779 1.918 9 22 1 155 745 38,8
%
942 55,0
%
6.174
Serbien 610 537 - - - 13 119 22,2
%
986 51,4
%
4.666
Pakistan 543 747 7 102 - 21 226 30,3
%
405 75,4
%
1.261
Libanon 521 358 - 5 - 41 93 26,0
%
391 52,3
%
2.130
Ungeklärt 492 698 1 16 12 59 140 20,1
%
218 60,9
%
1.543
Somalia 419 750 1 20 29 121 134 17,9
%
461 66,0
%
2.367
Tunesien 364 173 1 2 - 6 34 19,7
%
444 59,2
%
2.037
Albanien 329 414 0 0 3 9 130 31,4
%
272 65,7
%
959
Bosnien und
Herzeg.
208 260 0 0 0 1 50 19,2
%
209 80,4
%
544
Ghana 54 125 0 1 0 8 36 28,8
%
80 64,0
%
366
Kosovo 124 100 0 0 0 0 14 14,0
%
86 86,0
%
407
Montenegro 60 99 0 0 0 0 25 25,3
%
74 74,7
%
171
Senegal 33 62 0 3 0 6 12 19,4
%
41 66,1
%
141
Marokko 180 185 1 6 0 2 52 28,1
%
124 67,0
%
572
Algerien 197 182 1 2 1 2 39 21,4
%
136 74,7
%
495
Moldau, Republik 355 679 0 1 0 0 236 34,8
%
442 65,1
%
1.141
Belarus 101 105 0 0 0 0 12 11,4
%
93 88,6
%
206
Ukraine 8 141 0 0 60 0 8 5,7 % 73 51,8
%
316
Erst- und Folgeanträge
Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
Eingelegte Klagen
Gerichtsentscheidungen
an
hä
ng
ig
e
R
ec
ht
sm
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el
G
es
am
t
A
sy
l A
rt.
1
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G
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.
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(G
FK
) F
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ch
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en
so
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Ve
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ah
re
ns
er
le
di
gu
nge
n
(z
. B
. R
üc
kn
ah
m
en
)
absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
78.080 96.495 461 5.396 1.353 9.385 28.759 29,8
%
51.004 52,9
%
123.158
darunter:
Irak 15.134 10.126 - 280 156 972 3.937 38,9
%
4.760 47,0
%
21.291
Syrien 12.302 12.739 9 835 23 120 3.416 26,8
%
8.332 65,4
%
17.452
Afghanistan 7.077 15.628 18 787 104 5.204 360 2,3 % 9.139 58,5
%
7.186
Türkei 6.882 5.533 190 572 19 83 2.447 44,2
%
2.211 40,0
%
11.165
Georgien 4.883 2.848 4 8 - 71 1.311 46,0
%
1.454 51,1
%
4.914
Iran 2.872 6.255 77 1.537 63 98 2.286 36,5
%
2.191 35,0
%
8.202
Nigeria 2.636 6.143 5 63 7 485 2.747 44,7
%
2.834 46,1
%
5.912
Nordmazedonien 2.198 1.729 - 3 1 12 388 22,4
%
1.325 76,6
%
1.853
Russische
Föderation
1.623 4.224 60 100 83 151 1.629 38,6
%
2.193 51,9
%
6.762
Moldau, Republik 1.566 1.839 - - - 4 877 47,7
%
958 52,1
%
1.479
Somalia 1.494 2.070 1 71 74 375 315 15,2
%
1.232 59,5
%
2.384
Ungeklärt 1.443 1.672 7 116 44 181 347 20,8
%
973 58,2
%
2.616
Pakistan 1.247 2.632 13 358 8 89 893 33,9
%
1.271 48,3
%
2.319
Serbien 1.080 846 - - - 5 250 29,6
%
590 69,7
%
1.196
Albanien 1.050 1.033 - 4 8 33 286 27,7
%
701 67,9
%
1.055
Bosnien und
Herzeg.
650 620 0 0 0 2 83 13,4
%
535 86,3
%
601
Ghana 193 321 0 5 0 16 83 25,9
%
217 67,6
%
441
Erst- und Folgeanträge
Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
Eingelegte Klagen
Gerichtsentscheidungen
an
hä
ng
ig
e
R
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ht
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el
G
es
am
t
A
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1
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G
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(G
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) F
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di
gu
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n
(z
. B
. R
üc
kn
ah
m
en
)
absolut Anteil absolut Anteil
Kosovo 166 238 0 0 0 17 67 28,2
%
154 64,7
%
405
Montenegro 188 106 0 0 0 1 32 30,2
%
73 68,9
%
211
Senegal 84 165 0 0 0 17 54 32,7
%
93 56,4
%
177
Marokko 366 530 0 14 0 29 146 27,5
%
333 62,8
%
586
Tunesien 418 472 2 11 6 8 105 22,2
%
340 72,0
%
465
Algerien 471 652 0 7 0 20 187 28,7
%
436 66,9
%
476
Belarus 209 194 0 1 0 1 59 30,4
%
132 68,0
%
211
Ukraine 180 767 0 9 310 14 75 9,8 % 357 46,5
%
458
Widerrufsverfahren
01.01. - 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt Widerruf
Art. 16a GG/
Flüchtlingseigenschaft / subs.
Schutz
kein Widerruf sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
329 742 293 39,5 % 81 10,9 % 368 49,6 % 3.188
darunter:
Irak 87 177 83 46,9 % 9 5,1 % 85 48,0 % 951
Syrien 78 121 56 46,3 % 8 6,6 % 57 47,1 % 434
Afghanistan 19 86 6 7,0 % 27 31,4 % 53 61,6 % 231
Türkei 18 26 13 50,0 % 3 11,5 % 10 38,5 % 127
Iran 15 15 4 26,7 % 1 6,7 % 10 66,7 % 122
Eritrea 10 11 2 18,2 % 1 9,1 % 8 72,7 % 101
Somalia 10 19 6 31,6 % 3 15,8 % 10 52,6 % 75
Armenien 9 41 9 22,0 % - 0,0 % 32 78,0 % 122
Staatenlos 8 6 2 33,3 % - 0,0 % 4 66,7 % 23
Ungeklärt 8 39 24 61,5 % 2 5,1 % 13 33,3 % 135
Widerrufsverfahren
01.01. - 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt Widerruf
Art. 16a GG/
Flüchtlingseigenschaft / subs.
Schutz
kein Widerruf sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Nigeria 7 27 7 25,9 % 3 11,1 % 17 63,0 % 85
Indien 7 12 3 25,0 % 2 16,7 % 7 58,3 % 64
Äthiopien 6 11 6 54,5 % 1 9,1 % 4 36,4 % 66
Libanon 6 15 12 80,0 % - 0,0 % 3 20,0 % 74
Russische Föderation 5 27 12 44,4 % 6 22,2 % 9 33,3 % 172
Albanien 2 2 2 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 17
Bosnien und
Herzegowina
0 1 0 0,0 % 0 0,0 % 1 100,0 % 4
Ghana 0 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 13
Kosovo 4 5 1 20,0 % 1 20,0 % 3 60,0 % 48
Nordmazedonien 0 3 3 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 5
Montenegro 0 4 2 50,0 % 0 0,0 % 2 50,0 % 5
Senegal 0 0 0 0,0 % 0 - 0 0,0 % 2
Serbien 1 14 7 50,0 % 1 7,1 % 6 42,9 % 23
Marokko 1 4 2 50,0 % 1 25,0 % 1 25,0 % 8
Tunesien 0 1 1 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 6
Algerien 1 5 1 20,0 % 1 20,0 % 3 60,0 % 15
Georgien 0 2 2 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 2
Moldau, Republik 2 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 7
Belarus 0 1 1 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Ukraine 0 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 7
Widerrufsverfahren
Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt Widerruf
Art. 16a GG/
Flüchtlingseigenschaft / subs.
Schutz
kein Widerruf sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
1.156 2.400 830 34,6 % 291 12,1 % 1.279 53,3 % 3.661
darunter:
Irak 297 362 178 49,2 % 32 8,8 % 152 42,0 % 1.049
Syrien 202 319 144 45,1 % 23 7,2 % 152 47,6 % 483
Ungeklärt 60 92 47 51,1 % 4 4,3 % 41 44,6 % 175
Armenien 54 75 56 74,7 % 1 1,3 % 18 24,0 % 151
Eritrea 49 85 16 18,8 % 6 7,1 % 63 74,1 % 103
Türkei 47 92 52 56,5 % 7 7,6 % 33 35,9 % 137
Afghanistan 45 685 40 5,8 % 155 22,6 % 490 71,5 % 297
Iran 43 69 27 39,1 % 3 4,3 % 39 56,5 % 122
Indien 37 15 11 73,3 % - 0,0 % 4 26,7 % 79
Nigeria 35 66 37 56,1 % 2 3,0 % 27 40,9 % 107
Russische Föderation 31 76 27 35,5 % 5 6,6 % 44 57,9 % 196
Somalia 30 51 16 31,4 % 6 11,8 % 29 56,9 % 87
Widerrufsverfahren
Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt Widerruf
Art. 16a GG/
Flüchtlingseigenschaft / subs.
Schutz
kein Widerruf sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Äthiopien 22 30 6 20,0 % 5 16,7 % 19 63,3 % 73
Jordanien 19 34 5 14,7 % 2 5,9 % 27 79,4 % 35
Kosovo 15 15 10 66,7 % - 0,0 % 5 33,3 % 49
Albanien 8 12 2 16,7 % 0 0,0 % 10 83,3 % 18
Bosnien und
Herzegowina
3 9 6 66,7 % 1 11,1 % 2 22,2 % 5
Ghana 4 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 13
Nordmazedonien 3 7 6 85,7 % 0 0,0 % 1 14,3 % 8
Montenegro 1 1 1 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 9
Senegal 0 4 0 0,0 % 0 0,0 % 4 100,0 % 2
Serbien 9 16 9 56,3 % 0 0,0 % 7 43,8 % 36
Marokko 3 11 5 45,5 % 1 9,1 % 5 45,5 % 11
Tunesien 6 6 1 16,7 % 1 16,7 % 4 66,7 % 7
Algerien 5 4 2 50,0 % 0 0,0 % 2 50,0 % 19
Georgien 2 4 2 50,0 % 0 0,0 % 2 50,0 % 4
Moldau, Republik 0 3 0 0,0 % 0 0,0 % 3 100,0 % 5
Belarus 1 1 1 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1
Ukraine 1 9 2 22,2 % 2 22,2 % 5 55,6 % 7
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe:
01.01. – 31.05.2023 22,5 26,0
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe:
Jahr 2022 26,0 20,7
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren:
01.01. – 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 4.260 1.744 6.004
darunter:
Syrien 932 391 1.323
Afghanistan 677 327 1.004
Türkei 694 203 897
Irak 365 281 646
Russische Föderation 392 56 448
Iran 172 178 350
Libanon 62 80 142
01.01. – 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Ungeklärt 80 31 111
Tunesien 93 15 108
Nigeria 56 22 78
Guinea 46 30 76
Burundi 45 17 62
Aserbaidschan 58 1 59
Pakistan 44 8 52
Algerien 38 5 43
Albanien 0 0 0
Bosnien und Herzegowina 4 0 4
Ghana 6 1 7
Kosovo 5 0 5
Nordmazedonien 6 0 6
Montenegro 0 0 0
Senegal 0 0 0
Serbien 2 0 2
Marokko 32 3 35
Georgien 16 1 17
Moldau, Republik 7 0 7
Belarus 31 0 31
Ukraine 1 0 1
Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 5.919 2.357 8.276
darunter:
Afghanistan 1.245 655 1.900
Irak 870 513 1.383
Syrien 962 323 1.285
Türkei 436 87 523
Iran 249 101 350
Russische Föderation 248 46 294
Nigeria 183 106 289
Ungeklärt 133 54 187
Libanon 137 49 186
Aserbaidschan 84 85 169
Guinea 117 40 157
Pakistan 127 21 148
Libyen 97 36 133
Tunesien 66 21 87
Belarus 80 6 86
Albanien 3 0 3
Bosnien und Herzegowina 15 0 15
Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Ghana 15 7 22
Kosovo 1 0 1
Nordmazedonien 23 10 33
Montenegro 0 0 0
Senegal 11 6 17
Serbien 4 1 5
Marokko 52 5 57
Algerien 81 3 84
Georgien 38 7 45
Moldau, Republik 49 3 52
Ukraine 19 0 19
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen):
Zeitraum: 01.01. – 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
Antrag nach § 80 V
VwGO
Antrag nach § 80 VII
VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 40,8 24,0 26,9
darunter:
Syrien 35,3 16,9 16,6
Afghanistan 45,9 20,4 21,0
Türkei 41,1 19,1 62,3
Irak 60,0 17,3 20,6
Russische Föderation 36,6 66,8 0
Iran 30,5 18,9 59,0
Libanon 22,9 16,7 0
Ungeklärt 30,8 22,6 13,0
Tunesien 36,3 0 0
Nigeria 52,7 118,4 21,0
Guinea 28,4 5,5 30,5
Burundi 20,6 4,0 0
Aserbaidschan 16,8 5,3 16,0
Pakistan 17,2 7,0 35,0
Algerien 50,6 0 0
Albanien 0 0 0
Bosnien und Herzegowina 19,0 0,0 0,0
Ghana 25,8 0,0 0,0
Kosovo 27,0 0,0 0,0
Nordmazedonien 14,5 0,0 0,0
Montenegro 0 0 0
Senegal 0 0 0
Serbien 8,0 0,0 0,0
Zeitraum: 01.01. – 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
Antrag nach § 80 V
VwGO
Antrag nach § 80 VII
VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Marokko 26,8 20,0 6,0
Georgien 32,0 0,0 0,0
Moldau, Republik 33,3 0,0 0,0
Belarus 146,9 0,0 0,0
Ukraine 41,0 0,0 0,0
Zeitraum: Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
Antrag nach § 80
Abs. 5 VwGO
Antrag nach § 80
Abs. 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 46,0 27,5 23,4
darunter:
Afghanistan 51,3 25,6 20,7
Irak 34,1 24,1 26,9
Syrien 36,7 26,7 17,5
Türkei 34,0 28,4 8,6
Iran 37,2 26,9 28,5
Russische Föderation 43,8 34,3 16,3
Nigeria 103,9 17,9 13,2
Ungeklärt 33,3 14,6 16,6
Libanon 35,6 13,8 2,0
Aserbaidschan 51,4 6,7 15,0
Guinea 31,2 18,4 8,0
Pakistan 26,1 9,6 15,0
Libyen 88,8 0 0
Tunesien 49,4 4,0 18,0
Belarus 185,8 39,0 36,8
Albanien 54,3 0,0 0,0
Bosnien und Herzegowina 299,7 0,0 0,0
Ghana 39,0 271,0 0,0
Kosovo 4,0 0,0 0,0
Nordmazedonien 60,4 5,0 0,0
Montenegro 0 0 0
Senegal 39,3 354,0 0,0
Serbien 29,2 0,0 0,0
Marokko 28,5 0,0 60,2
Algerien 35,8 0,0 20,0
Georgien 32,7 10,0 0,0
Moldau, Republik 32,7 11,3 48,8
Ukraine 25,2 1,0 0,0
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt:
01.01. – 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 11.051 3.788 14.839
darunter:
Syrien 1.200 851 2.051
Türkei 1.384 379 1.763
Georgien 1.679 66 1.745
Afghanistan 897 664 1.561
Irak 723 498 1.221
Nordmazedonien 841 44 885
Russische Föderation 522 102 624
Iran 249 242 491
Serbien 374 13 387
Moldau, Republik 289 17 306
Albanien 260 13 273
Libanon 135 125 260
Ungeklärt 130 89 219
Nigeria 138 77 215
Tunesien 169 29 198
Bosnien und Herzegowina 141 6 147
Ghana 36 13 49
Kosovo 60 3 63
Montenegro 36 1 37
Senegal 16 0 16
Marokko 93 14 107
Algerien 99 18 117
Belarus 58 0 58
Ukraine 2 1 3
Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 23.809 5.324 29.133
darunter:
Irak 2.491 1.011 3.502
Afghanistan 2.466 887 3.353
Georgien 2.883 128 3.011
Syrien 2.268 599 2.867
Nordmazedonien 1.671 86 1.757
Türkei 1.411 326 1.737
Moldau, Republik 1.203 21 1.224
Nigeria 702 250 952
Albanien 847 62 909
Russische Föderation 660 184 844
Iran 581 225 806
Serbien 758 37 795
Bosnien und Herzegowina 502 21 523
Ungeklärt 320 134 454
Pakistan 382 50 432
Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Ghana 129 31 160
Kosovo 96 22 118
Montenegro 143 6 149
Senegal 60 14 74
Marokko 171 30 201
Tunesien 172 41 213
Algerien 217 21 238
Belarus 101 11 112
Ukraine 99 93 192
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in Tagen):
Zeitraum: 01.01. – 31.05.2023
(Stand: 15.07.2023)
Antrag nach § 80 V
VwGO
Antrag nach § 80 VII
VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 40,9 25,3 34,4
darunter:
Syrien 32,4 30,1 48,1
Türkei 36,2 18,8 26,5
Georgien 34,2 22,4 20,3
Afghanistan 47,3 31,5 56,6
Irak 51,3 22,8 27,9
Nordmazedonien 35,2 13,7 30,3
Russische Föderation 64,3 40,3 100,4
Iran 32,0 16,8 82,7
Serbien 41,8 28,9 18,3
Moldau (Republik) 77,8 25,5 46,5
Albanien 36,3 4,0 20,4
Libanon 27,3 18,0 0
Ungeklärt 39,9 19,9 12,7
Nigeria 56,1 68,6 45,4
Tunesien 46,3 2,8 28,7
Bosnien und Herzegowina 40,7 52,3 41,5
Ghana 32,2 31,0 7,0
Kosovo 29,5 2,0 33,2
Montenegro 15,5 0,0 8,8
Senegal 36,5 22,0 0,0
Marokko 29,9 24,0 12,8
Algerien 33,3 3,7 5,9
Belarus 71,8 0,0 44,0
Ukraine 36,0 32,0 0,0
Zeitraum: Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
Antrag nach § 80 V
VwGO
Antrag nach § 80 VII
VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 43,6 32,0 44,9
darunter:
Irak 36,5 21,5 29,6
Zeitraum: Jahr 2022
(Stand: 15.02.2023)
Antrag nach § 80 V
VwGO
Antrag nach § 80 VII
VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Afghanistan 52,3 40,6 82,6
Georgien 31,6 17,0 21,9
Syrien 44,3 37,8 23,6
Nordmazedonien 42,8 33,9 47,6
Türkei 29,6 31,1 31,4
Moldau (Republik) 46,3 10,7 56,1
Nigeria 100,1 78,3 42,9
Albanien 26,9 24,5 29,1
Russische Föderation 62,1 56,4 59,0
Iran 37,9 31,6 42,9
Serbien 32,0 33,2 38,9
Bosnien und Herzegowina 39,4 41,4 41,6
Ungeklärt 41,3 42,2 29,1
Pakistan 30,0 30,8 63,6
Ghana 45,0 60,3 31,6
Kosovo 32,9 30,6 22,0
Montenegro 31,9 16,7 13,6
Senegal 72,6 182,5 232,5
Marokko 27,1 6,5 36,8
Tunesien 65,0 28,7 19,4
Algerien 32,1 22,1 18,8
Belarus 163,0 39,0 36,8
Ukraine 109,7 20,4 120,7
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der
Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im Gesamtjahr 2022 bzw. im bisherigen Jahr 2023 mit
welchem Ergebnis entschieden (bitte nach Bundesländern und den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren; Angaben zur ersten
Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Asylanträge waren zum Stichtag vom 31. Mai 2023 anhängig.
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 31. Mai 2023
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 10.465
darunter:
Syrien 9.525
Irak 256
Ungeklärt 162
Eritrea 147
Afghanistan 100
Jemen 75
Iran 41
Staatenlos 38
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 31. Mai 2023
Somalia 26
Libyen 16
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbotes
waren zum Stichtag vom 31. Mai 2023 anhängig.
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum
31. Mai 2023
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 2.250
darunter:
Afghanistan 1.268
Irak 309
Syrien 153
Somalia 141
Eritrea 81
Äthiopien 44
Ungeklärt 28
Nigeria 25
Türkei 18
Iran 17
Die folgenden Klagen gegen vom BAMF auf subsidiären Schutz entschiedene
Verfahren wurden wie folgt entschieden.
nach Staatsangehörigkeit Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG
Keine Verbesserung
Jahr 2022 6.559 16 922 5.621
darunter
Syrien 5.736 9 797 4.930
Jemen 144 2 6 136
Ungeklärt 135 5 38 92
Eritrea 125 - 13 112
Irak 119 - 4 115
Afghanistan 80 - 17 63
Staatenlos 51 - 12 39
Somalia 29 - 5 24
Iran 25 - 9 16
Türkei 17 - 3 14
nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG
Keine Verbesserung
Jahr 2022 6.559 16 922 5.621
Baden-Württemberg 989 - 97 892
Bayern 789 - 36 753
Berlin 498 1 167 330
Brandenburg 413 1 180 232
nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG
Keine Verbesserung
Bremen 77 - 9 68
Hamburg 116 - 11 105
Hessen 715 7 29 679
Mecklenburg-Vorpommern 63 - 63
Niedersachsen 468 4 18 446
Nordrhein-Westfalen 1.278 3 226 1.049
Rheinland-Pfalz 248 - 30 218
Saarland 48 - 48
Sachsen 272 - 34 238
Sachsen-Anhalt 271 - 6 265
Schleswig-Holstein 93 - 5 88
Thüringen 221 - 74 147
nach Staatsangehörigkeit Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG
Keine Verbesserung
01.01. – 31.05.2023 2.367 8 234 2.125
darunter
Syrien 2.151 6 210 1.935
Ungeklärt 47 1 6 40
Irak 27 2 25
Jemen 25 - 2 23
Eritrea 25 - 1 24
Somalia 20 - 1 19
Afghanistan 19 - 5 14
Staatenlos 14 - - 14
Iran 8 1 - 7
Türkei 5 - 3 2
nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG
Keine Verbesserung
01.01. – 31.05.2023 2.367 8 234 2.125
Baden-Württemberg 358 1 51 306
Bayern 248 - 10 238
Berlin 165 1 33 131
Brandenburg 118 - 30 88
Bremen 25 1 5 19
Hamburg 28 4 5 19
Hessen 279 - 6 273
Mecklenburg-Vorpommern 37 - - 37
Niedersachsen 220 1 11 208
Nordrhein-Westfalen 489 - 50 439
nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gem. Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3 I AsylG
Keine Verbesserung
Rheinland-Pfalz 84 - 7 77
Saarland 8 - - 8
Sachsen 141 - 16 125
Sachsen-Anhalt 70 - 4 66
Schleswig-Holstein 22 - 1 21
Thüringen 75 1 5 70
Die folgenden Klagen gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes wurden
wie folgt entschieden.
nach Staatsangehörigkeit Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
Jahr 2022 2.023 3 176 95 1.749
Afghanistan 1.152 1 120 20 1.011
Irak 258 - 11 2 245
Syrien 117 - 4 7 106
Somalia 97 1 9 5 82
Eritrea 84 - - 30 54
Äthiopien 39 - 2 3 34
Jemen 30 - - 13 17
Ungeklärt 26 - 3 4 19
Nigeria 25 - - - 25
Pakistan 18 - 6 - 12
nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
Jahr 2022 2.023 3 176 95 1.749
Baden-Württemberg 132 - 17 16 99
Bayern 239 - 10 23 206
Berlin 177 - 15 3 159
Brandenburg 103 - 22 4 77
Bremen 41 - 1 - 40
Hamburg 50 - 1 - 49
Hessen 244 1 11 9 223
Mecklenburg-
Vorpommern
44 - 2 - 42
Niedersachsen 225 2 31 19 173
Nordrhein-Westfalen 498 - 48 13 437
Rheinland-Pfalz 109 - 5 1 103
nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
Saarland 4 - - - 4
Sachsen 66 - 9 2 55
Sachsen-Anhalt 24 - 1 - 23
Schleswig-Holstein 39 - - 5 34
Thüringen 28 - 3 - 25
nach Staatsangehörigkeit Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. – 31.05.2023 874 5 42 27 800
Afghanistan 566 4 35 4 523
Irak 72 - 1 - 71
Syrien 62 - - 7 55
Somalia 43 - 2 2 39
Eritrea 25 - 1 7 17
Äthiopien 12 - - - 12
Russische Föderation 11 - - - 11
Ungeklärt 11 - - - 11
Nigeria 11 - 1 1 9
Sudan 7 - - 1 6
nach Ländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I AsylG
Keine
Verbesserung
01.01. – 31.05.2023 874 5 42 27 800
Baden-Württemberg 44 - - 2 42
Bayern 90 2 2 3 83
Berlin 93 - 1 3 89
Brandenburg 39 - 1 2 36
Bremen 14 - 2 1 11
Hamburg 17 - - - 17
Hessen 79 1 9 1 68
Mecklenburg-
Vorpommern
19 - - - 19
Niedersachsen 125 1 4 4 117
Nordrhein-Westfalen 229 1 16 6 206
Rheinland-Pfalz 54 - 1 1 52
Saarland 10 - 1 - 9
Sachsen 22 - 3 1 18
Sachsen-Anhalt 9 - 2 - 7
Schleswig-Holstein 17 - - 1 16
Thüringen 13 - - 2 11
b) Wie waren die gerichtlichen Entscheidungen zu Aufstockungsklagen
(Gewährung von Flüchtlingsschutz statt subsidiärem Schutz) von
männlichen syrischen Asylsuchenden im Alter zwischen 18 und
42 Jahren in den Jahren 2021, 2022 und im bisherigen Jahr 2023, und
wie viele solcher Aufstockungsklagen von männlichen syrischen
Asylsuchenden im Alter zwischen 18 und 42 Jahren waren zuletzt noch bei
den Gerichten anhängig (vgl. Antwort zu Frage 21 auf
Bundestagdrucksache 19/27462)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gerichtsentscheidungen von Aufstockungsklagen männlicher Syrer, 18-42 Jahre
Jahre Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz gem.
§ 3 I AsylG
Keine
Verbesserung
Verfahrenserledigungen
2021 2.663 6 767 1.423 467
2022 2.536 3 462 1.509 562
2023 1.012 1 128 611 272
Anhängige Klagen (Stand: 31.05.2023)
Syrien Gesamt Männliche Syrer,
18 – 42 Jahre
Aufstockungsklagen
männlicher Syrer,
18-42 Jahre
17.327 8.934 4.311
c) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im Gesamtjahr
2022 bzw. im bisherigen Jahr 2023 Rechtsmittel eingelegt (bitte in
absoluten und relativen Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf
die Gesamtzahl der Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide
gesondert ausweisen; bitte jeweils nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern
differenzieren, zusätzlich nach der Art der Ablehnung: unbegründet,
offensichtlich unbegründet, unzulässig differenzieren)?
Wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide
des BAMF für das Jahr 2022 bzw. für das bisherige Jahr 2023?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
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01.01. – 31.05.2023
Stand: 15.07.2023
davon beklagt Anteil
Gesamt 52.768 31.461 59,6 %
darunter:
Syrien 5.911 3.085 52,2 %
Afghanistan 5.381 2.735 50,8 %
Türkei 7.093 5.705 80,4 %
Irak 4.764 3.630 76,2 %
Georgien 3.810 2.540 66,7 %
Nordmazedonien 2.887 1.221 42,3 %
Iran 2.047 1.473 72,0 %
Russische Föderation 1.948 1.195 61,3 %
Somalia 400 279 69,8 %
Ungeklärt 772 459 59,5 %
Eritrea 240 153 63,8 %
Serbien 1.501 592 39,4 %
Moldau, Republik 1.471 323 22,0 %
Nigeria 1.068 723 67,7 %
Albanien 911 314 34,5 %
Bosnien und Herzegowina 467 198 42,4 %
Ghana 134 49 36,6 %
Kosovo 286 124 43,4 %
Montenegro 97 59 60,8 %
Senegal 61 35 57,4 %
Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen
Jahr 2022
Stand: 15.02.2023
davon beklagt Anteil
Gesamt 100.210 64.145 64,0 %
darunter:
Syrien 6.691 4.640 69,3 %
Afghanistan 6.594 3.990 60,5 %
Irak 16.287 13.127 80,6 %
Türkei 6.997 5.961 85,2 %
Georgien 6.250 4.354 69,7 %
Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen
Jahr 2022
Stand: 15.02.2023
davon beklagt Anteil
Nordmazedonien 4.874 1.398 28,7 %
Moldau, Republik 1.849 1.162 62,8 %
Ungeklärt 4.660 1.874 40,2 %
Iran 1.672 1.195 71,5 %
Somalia 3.091 2.385 77,2 %
Nigeria 3.092 2.291 74,1 %
Eritrea 537 376 70,0 %
Serbien 2.393 967 40,4 %
Russische Föd. 2.093 1.384 66,1 %
Albanien 2.302 948 41,2 %
Bosnien und Herzegowina 1.539 603 39,2 %
Ghana 394 178 45,2 %
Kosovo 434 152 35,0 %
Montenegro 354 177 50,0 %
Senegal 148 74 50,0 %
d) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Gericht Stand: 15.07.2023 Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 121.492
Bundesverwaltungsgericht 19
VGH Baden-Württemberg 58
VG Freiburg 2.211
VG Karlsruhe 2.277
VG Sigmaringen 2.434
VG Stuttgart 3.813
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 176
VG Ansbach 2.686
Gericht Stand: 15.07.2023 Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
VG Augsburg 1.308
VG Bayreuth 1.065
VG München 5.285
VG Regensburg 1.773
VG Würzburg 1.040
Bayerischer VGH – Außenstelle Ansbach 132
OVG Berlin-Brandenburg 84
VG Berlin 9.714
VG Cottbus 1.456
VG Frankfurt / Oder 1.143
VG Potsdam 3.467
VG Bremen 1.194
Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 2
VG Hamburg 2.695
Hessischer Verwaltungsgerichtshof 88
VG Darmstadt 3.710
VG Frankfurt/Main 1.765
VG Kassel 1.999
VG Wiesbaden 1.486
VG Gießen 2.927
Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 120
VG Braunschweig 2.909
VG Hannover 4.880
VG Oldenburg 2.912
VG Osnabrück 1.588
VG Stade 1.883
VG Lüneburg 1.705
VG Göttingen 747
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 299
VG Aachen 2.798
VG Arnsberg 5.233
VG Düsseldorf 5.141
VG Gelsenkirchen 3.486
VG Köln 4.770
VG Minden 2.755
VG Münster 3.102
OVG Rheinland-Pfalz 72
VG Trier 1.307
OVG des Saarlands 1
VG des Saarlandes 695
Schleswig-Holsteinisches OVG 52
VG Schleswig-Holstein 4.749
Gericht Stand: 15.07.2023 Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
OVG Sachsen-Anhalt 1
VG Magdeburg 838
VG Halle 952
Thüringer Oberverwaltungsgericht 101
VG Gera 230
VG Meiningen 1.235
VG Weimar 1.361
Sächsisches Oberverwaltungsgericht 93
VG Chemnitz 3.412
VG Dresden 2.858
VG Leipzig 1.223
OVG Mecklenburg-Vorpommern 32
VG Greifswald 1.079
VG Schwerin 866
e) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
Gesamtjahr 2022 bzw. im bisherigen Jahr 2023 doch noch einen
Schutzstatus, und in wie vielen Fällen basierte dies auf einer
Gerichtsentscheidung, auf einer Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge
eines Folgeantrags oder aus sonstigem Grunde (bitte differenzieren
und zudem nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und Abhilfeentscheidung.
Zeitraum: 01.01. – 31.12.2022
Staatsangehörigkeit davon aufgrund einer
Gerichtsentscheidung
Abhilfeentscheidungen
Gesamt 25.851 18.083 7.768
davon
Syrien 1.322 1.028 294
Afghanistan 11.870 7.216 4.654
Türkei 1.213 881 332
Irak 1.743 1.451 292
Georgien 100 93 7
Iran 2.206 1.839 367
Ungeklärt 509 395 114
Somalia 558 467 91
Eritrea 264 210 54
Russische Föderation 1.031 429 602
Nordmazedonien 20 20 0
Moldau, Republik 16 4 12
Nigeria 626 567 59
Venezuela 129 122 7
Libanon 342 289 53
Zeitraum: 01.01. – 31.05.2023
Staatsangehörigkeit davon aufgrund einer
Gerichtsentscheidung
Abhilfeentscheidungen
Gesamt 6.162 4.588 1.574
davon
Syrien 405 315 90
Afghanistan 1.243 688 555
Türkei 518 379 139
Iran 864 652 212
Irak 606 473 133
Georgien 16 13 3
Russische Föderation 209 150 59
Somalia 254 208 46
Eritrea 70 57 13
Ungeklärt 181 147 34
Venezuela 94 85 9
Nordmazedonien 2 2 0
Kolumbien 24 21 3
Burundi 4 4 0
Indien 5 1 4
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen.
Zeitraum: 01.01. – 31.12.2022
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 12.402
davon
Syrien 889
Afghanistan 9.919
Türkei 218
Irak 205
Georgien 3
Iran 338
Ungeklärt 92
Somalia 121
Eritrea 32
Russische Föderation 116
Nordmazedonien 7
Moldau, Republik 1
Nigeria 51
Venezuela 16
Libanon 27
Zeitraum: 01.01. – 31.05.2023
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 3.001
davon
Syrien 345
Afghanistan 2.083
Türkei 52
Iran 141
Irak 85
Georgien 0
Russische Föderation 36
Somalia 83
Eritrea 6
Ungeklärt 32
Venezuela 0
Nordmazedonien 0
Kolumbien 0
Burundi 0
Indien 0
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen.
Zeitraum: 01.01. – 31.12.2022
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 2.281
davon
Syrien 15
Afghanistan 1.985
Türkei 2
Irak 32
Georgien 1
Iran 7
Ungeklärt 17
Somalia 15
Eritrea 7
Russische Föderation 12
Nordmazedonien 0
Moldau, Republik 0
Nigeria 40
Venezuela 0
Libanon 29
Zeitraum: 01.01. – 31.05.2023
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 596
Zeitraum: 01.01. – 31.05.2023
Staatsangehörigkeit Summe
davon
Syrien 9
Afghanistan 441
Türkei 3
Iran 8
Irak 15
Georgien 0
Russische Föderation 1
Somalia 21
Eritrea 0
Ungeklärt 4
Venezuela 1
Nordmazedonien 2
Kolumbien 0
Burundi 0
Indien 0
f) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im Jahr
2022 bzw. im bisherigen Jahr 2023 zu Asylsuchenden, denen bereits in
einem anderen Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit
welchem Ergebnis (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten
auflisten)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in
einem anderen MS nach § 29 I Nr. 2 AsylG
Zeitraum: 01.01. – 31.12.2022 (Stand: 15.02.2023)
Staatsangehörigkeit abgelehnt
stattgegeben
Gesamt
Gesamt 1.151 138 1.289
darunter:
Syrien 566 72 638
Afghanistan 239 12 251
Irak 100 5 105
Somalia 84 16 100
Ungeklärt 29 8 37
Nigeria 19 2 21
Eritrea 17 2 19
Türkei 17 4 21
Südsudan 11 11
Iran 9 9 18
Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in
einem anderen MS nach § 29 I Nr. 2 AsylG
Zeitraum: 01.01. – 31.05.2023 (Stand: 15.07.2023)
Staatsangehörigkeit abgelehnt
stattgegeben
Gesamt
Gesamt 238 692 930
darunter:
Syrien 123 268 391
Afghanistan 56 224 280
Somalia 13 42 55
Irak 11 82 93
Ungeklärt 7 27 34
Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als
Staat anerkannt)
6 25 31
Iran 4 3 7
Guinea 3 1 4
Kongo, Dem. Republik 3 1 4
Eritrea 2 2 4
g) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge im bisherigen Jahr 2023 aufgrund verlorener Asyl-
Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und
zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Die im Zeitraum vom 1. Januar bis 24. Juli 2023 entstandenen Kosten im Sinne
der Fragestellung für alle Staatsangehörigkeiten belaufen sich auf
10.175.456,64 Euro.
Die Kosten, die dem BAMF bezüglich der zehn wichtigsten Herkunftsländer
(nach Antragszahlen) im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 24. Juli 2023
entstanden sind, können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Herkunftsland Kosten in EUR
Syrien 1.839.977,12
Afghanistan 2.105.653,88
Türkei 626.951,25
Iran 1.104.059,35
Irak 899.070,68
Georgien 49.935,97
Russland 270.240,75
Somalia 397.500,32
Eritrea 126.698,20
ungeklärte Staatsangehörigkeit 276.254,96
Es wird darauf hingewiesen, dass gemäß § 83b AsylG keine Gerichtskosten
(Gebühren und Auslagen) in asylrechtlichen Streitigkeiten erhoben werden.
Kosten können jedoch für die rechtsanwaltliche Vertretung der Kläger anfallen,
die das BAMF bei einem Unterliegen im gerichtlichen Verfahren teilweise oder
ganz zu erstatten hat.
Rückschlüsse auf die Qualität der Asyl-Entscheidungen des BAMF lassen sich
aus der Höhe der Kosten nicht ziehen. Eine Ursache für anderslautende Urteile
der Verwaltungsgerichte kann der Umstand sein, dass die beklagte
Entscheidung des BAMF zum Zeitpunkt der Gerichtsentscheidung oftmals bereits
einige Monate, teilweise aber auch mehrere Jahre, zurücklag. Daher kann die
Beurteilung der Gerichte durch zwischenzeitliche Veränderungen, die das BAMF
bei seiner Entscheidung nicht berücksichtigen konnte (wie die Geburt von
Kindern oder eine veränderte Situation im Herkunftsland), zwangsläufig
abweichen. Solche Veränderungen wirken sich bei der gerichtlichen Entscheidung je
nach Sachlage zu Gunsten der Kläger aus.
Das BAMF führt anlassbezogene Überprüfungen gerichtlich anhängiger
Asylverfahren durch, was wiederum zu Abhilfeentscheidungen führt. Zudem
überprüft das BAMF im Rahmen der aktiven Prozessführung auf Anfrage der
Gerichte und Verfahrensbevollmächtigten regelmäßig ergangene Bescheide in
gerichtlichen Verfahren und ändert bei Vorliegen der Voraussetzungen der
jeweiligen Schutzform den Ausgangsbescheid entsprechend ab.
h) Welche Verwaltungsgerichte (VG) wiesen im Jahr 2022 bzw. im
bisherigen Jahr 2023 bei Asylklagen Aufhebungsquoten (erfolgreiche
Klagen Asylsuchender gegen das BAMF) auf, die weniger als halb so
hoch waren wie im Bundesdurchschnitt (bitte zu den Herkunftsstaaten
Afghanistan, Äthiopien, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Russische
Föderation, Somalia und Türkei jeweils alle Verwaltungsgerichte auflisten,
die dieses Kriterium erfüllen, soweit mehr als zehn Entscheidungen
zum jeweiligen Herkunftsland getroffen wurden, in jedem Fall jedoch
alle Entscheidungen des VG Gera berücksichtigen, und entsprechende
absolute und relative Zahlenangaben zu den Verfahrensausgängen
machen)?
Gibt es entsprechende statistische Angaben auch zu einzelnen
Kammern der Gerichte (die gleichlautende Frage 17i wurde auf
Bundestagsdrucksache 20/5709 nicht beantwortet), und wenn ja, wie lauten
entsprechend differenzierte Zahlenangaben für die Jahre 2020, 2021,
2022 bzw. das bisherige Jahr 2023 für die Asylkammern des VG
Gera?
Die erfragten statistischen Angaben zu einzelnen Kammern der Gerichte liegen
nicht vor. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden (ggf. mit Entscheidungen des VG Gera).
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j) Wie waren die Erfolgsquoten im Eilrechtsschutzverfahren gegen
Dublin-Bescheide des BAMF beim VG Gera im Vergleich zum
Durchschnittswert aller Verwaltungsgerichte in Bezug auf die
Mitgliedstaaten Italien, Malta und Griechenland in absoluten und relativen Zahlen
in den letzten 15 Jahren (bitte jeweils nach Jahren auflisten)?
Angaben im Sinne der Fragestellung liegen ab dem Jahr 2015 vor und können
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2015
Stand: 15.02.2016
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Italien 2.796 727 26,0 %
Malta 78 32 41,0 %
Griechenland 0 0 -
darunter VG Gera
Italien 12 0 0,0 %
Malta 3 0 0,0 %
Griechenland 0 0 -
Jahr 2016
Stand: 15.02.2017
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Italien 1.179 290 24,6 %
Malta 9 6 66,7 %
Griechenland 0 0 -
darunter VG Gera
Italien 4 0 0,0 %
Malta 0 0 -
Griechenland 0 0 -
Jahr 2017
Stand: 15.02.2018
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Italien 8.588 1.912 22,3 %
Malta 74 41 55,4 %
Griechenland 31 21 67,7 %
darunter VG Gera
Italien 213 0 0,0 %
Malta 11 0 0,0 %
Griechenland 0 0 -
Jahr 2018
Stand: 15.02.2019
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Italien 8.512 2.371 27,9 %
Malta 102 26 25,5 %
Griechenland 108 46 42,6 %
darunter VG Gera
Italien 180 3 1,7 %
Jahr 2018
Stand: 15.02.2019
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Malta 0 0 -
Griechenland 0 0 -
Jahr 2019
Stand: 15.02.2020
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Italien 6.878 1.891 27,5 %
Malta 83 16 19,3 %
Griechenland 277 132 47,7 %
darunter VG Gera
Italien 88 1 1,1 %
Malta 1 0 0,0 %
Griechenland 0 0 -
Jahr 2020
Stand: 15.02.2021
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Italien 2.328 873 37,5 %
Malta 31 15 48,4 %
Griechenland 236 100 42,4 %
darunter VG Gera
Italien 38 0 0,0 %
Malta 0 0 -
Griechenland 0 0 -
Jahr 2021
Stand: 15.02.2022
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Italien 1.747 795 45,5 %
Malta 26 10 38,5 %
Griechenland 63 48 76,2 %
darunter VG Gera
Italien 23 0 0,0 %
Malta 0 0 -
Griechenland 0 0 -
Jahr 2022
Stand: 15.02.2023
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Italien 2.514 1.051 41,8 %
Malta 22 8 36,4 %
Griechenland 2 2 100,0 %
darunter VG Gera
Italien 45 6 13,3 %
Malta 0 0 -
Griechenland 0 0 -
01.01. – 31.05.2023
Stand: 15.07.2023
Gesamt darunter
stattgegeben
Anteil d.
Stattgaben
Italien 2.000 995 49,8 %
Malta 21 3 14,3 %
Griechenland 4 2 50,0 %
darunter VG Gera
Italien 12 12 100,0 %
Malta 0 0 -
Griechenland 0 0 -
k) Welche Erklärung oder Einschätzung hat die Bundesregierung bzw.
hat das BAMF dazu, dass nach Wahrnehmung der Fragestellenden
(vgl. Antwort zu Frage 17i auf Bundestagsdrucksache 20/5709)
überdurchschnittlich viele bayerische Verwaltungsgerichte mit
unterdurchschnittlichen Aufhebungsquoten auffallen (zum Herkunftsland
Afghanistan beispielsweise lagen die vier Verwaltungsgerichte mit den – mit
Abstand – niedrigsten Aufhebungsquoten alle in Bayern; die
Aufhebungsquoten der Verwaltungsgerichte in Bayern lagen in den Jahren
2020, 2021 und 2022 zudem in der Regel [Ausnahme: Herkunftsland
Äthiopien] und zum Teil deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, siehe
ebd., Antwort zu Frage 17j; bitte ausführen)?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.
l) Wie waren die Entscheidungen der Verwaltungsgerichte und die
jeweiligen Aufhebungsquoten bei Asylklagen in Bezug auf die
Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan,
Russische Föderation, Somalia und Türkei im Gesamtjahr 2022 bzw. im
bisherigen Jahr 2023, nach Bundesländern differenziert?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Afghanistan
Jahr 2022
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Länder gesamt 15.628 18 787 120 5.204 360 94 9.039 6 39,2 %
davon:
Baden-
Württemberg
819 2 63 17 205 21 16 493 2 35,0 %
Bayern 2.741 1 42 12 1.476 39 2 1.169 0 55,9 %
Berlin 1.135 1 42 0 221 48 11 812 0 23,3 %
Brandenburg 1.027 0 103 6 221 66 0 631 0 32,1 %
Bremen 188 0 11 0 33 1 0 143 0 23,4 %
Hamburg 618 0 40 5 143 1 0 429 0 30,4 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Afghanistan
Jahr 2022
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Hessen 2.357 1 55 22 870 29 1 1.379 0 40,2 %
Mecklenburg-
Vorpommern
257 0 3 1 39 2 0 212 0 16,7 %
Niedersachsen 2.168 6 203 31 747 67 3 1.111 0 45,5 %
Nordrhein-
Westfalen
2.283 7 148 8 796 53 21 1.250 0 42,0 %
Rheinland-Pfalz 309 0 7 1 63 8 22 205 3 23,0 %
Saarland 64 0 9 0 18 0 0 37 0 42,2 %
Sachsen 547 0 27 7 175 11 2 324 1 38,2 %
Sachsen-Anhalt 211 0 10 0 44 3 0 154 0 25,6 %
Schleswig-
Holstein
610 0 2 0 102 8 12 486 0 17,0 %
Thüringen 289 0 22 10 51 3 4 199 0 28,7 %
Unbekannt 5 0 0 0 0 0 0 5 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Afghanistan
01.01. –
31.05.2023 G
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Länder gesamt 3.680 9 156 10 320 117 31 3.031 6 13,5 %
davon:
Baden-
Württemberg
208 0 9 0 20 4 5 170 0 13,9 %
Bayern 459 2 3 0 19 11 2 422 0 5,2 %
Berlin 203 0 7 2 10 11 4 169 0 9,4 %
Brandenburg 151 0 18 2 9 10 0 109 3 19,2 %
Bremen 51 0 5 0 0 0 0 46 0 9,8 %
Hamburg 187 0 2 0 11 0 0 174 0 7,0 %
Hessen 609 0 31 3 93 14 3 465 0 20,9 %
Mecklenburg-
Vorpommern
46 0 0 0 3 2 0 41 0 6,5 %
Niedersachsen 419 6 38 2 72 25 2 274 0 28,2 %
Nordrhein-
Westfalen
736 1 27 0 34 32 9 630 3 8,4 %
Rheinland-Pfalz 147 0 0 1 19 3 3 121 0 13,6 %
Saarland 18 0 1 0 5 0 0 12 0 33,3 %
Sachsen 118 0 5 0 15 0 1 97 0 16,9 %
Sachsen-Anhalt 66 0 2 0 0 1 1 62 0 3,0 %
Schleswig-
Holstein
199 0 7 0 8 2 0 182 0 7,5 %
Thüringen 61 0 1 0 2 2 0 56 0 4,9 %
Unbekannt 2 0 0 0 0 0 1 1 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Äthiopien
Jahr 2022
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Länder gesamt 1.421 0 39 12 208 617 102 443 0 18,2 %
davon:
Baden-
Württemberg
34 0 2 2 7 11 2 10 0 32,4 %
Bayern 855 0 10 2 142 406 73 222 0 18,0 %
Berlin 6 0 0 1 2 1 0 2 0 50,0 %
Brandenburg 17 0 1 1 2 7 0 6 0 23,5 %
Bremen 6 0 1 0 0 0 0 5 0 16,7 %
Hamburg 12 0 0 0 0 5 0 7 0 0,0 %
Hessen 314 0 13 0 21 134 10 136 0 10,8 %
Mecklenburg-
Vorpommern
16 0 0 0 0 5 5 6 0 0,0 %
Niedersachsen 35 0 0 2 10 10 1 12 0 34,3 %
Nordrhein-
Westfalen
37 0 4 2 7 14 1 9 0 35,1 %
Rheinland-
Pfalz
20 0 0 0 5 5 4 6 0 25,0 %
Saarland 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Sachsen 39 0 7 2 7 12 1 10 0 41,0 %
Sachsen-
Anhalt
12 0 0 0 5 2 2 3 0 41,7 %
Schleswig-
Holstein
14 0 1 0 0 4 3 6 0 7,1 %
Thüringen 3 0 0 0 0 1 0 2 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Äthiopien
01.01. –
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Länder gesamt 527 1 18 7 58 189 35 219 0 15,9 %
davon:
Baden-
Württemberg
8 0 0 0 5 0 1 2 0 62,5 %
Bayern 271 0 5 1 11 99 28 127 0 6,3 %
Berlin 9 0 0 0 3 3 0 3 0 33,3 %
Brandenburg 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Bremen 1 0 0 0 0 1 0 0 0 0,0 %
Hamburg 2 0 0 0 2 0 0 0 0 100,0 %
Hessen 182 1 10 0 27 72 5 67 0 20,9 %
Mecklenburg-
Vorpommern
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Niedersachsen 9 0 0 1 0 3 1 4 0 11,1 %
Nordrhein-
Westfalen
22 0 3 4 8 3 0 4 0 68,2 %
Rheinland-
Pfalz
4 0 0 0 1 3 0 0 0 25,0 %
Saarland 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Sachsen 15 0 0 1 1 4 0 9 0 13,3 %
Sachsen-
Anhalt
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Schleswig-
Holstein
2 0 0 0 0 1 0 1 0 0,0 %
Thüringen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Irak
Jahr 2022
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Länder gesamt 10.126 0 280 177 972 3.937 428 4.328 4 14,1 %
davon:
Baden-
Württemberg
1.054 0 40 18 263 311 33 387 2 30,5 %
Bayern 1.588 0 12 7 49 788 84 648 0 4,3 %
Berlin 867 0 30 10 110 429 14 274 0 17,3 %
Brandenburg 108 0 2 0 0 15 3 88 0 1,9 %
Bremen 99 0 6 9 13 27 3 41 0 28,3 %
Hamburg 212 0 1 3 14 43 11 140 0 8,5 %
Hessen 591 0 5 13 75 208 29 261 0 15,7 %
Mecklenburg-
Vorpommern
215 0 2 3 15 117 22 56 0 9,3 %
Niedersachsen 1.398 0 89 20 114 612 45 518 0 16,0 %
Nordrhein-
Westfalen
2.206 0 50 24 157 781 97 1.097 0 10,5 %
Rheinland-
Pfalz
268 0 2 0 23 148 19 75 1 9,3 %
Saarland 39 0 5 1 0 29 0 4 0 15,4 %
Sachsen 544 0 19 40 42 171 21 251 0 18,6 %
Sachsen-
Anhalt
135 0 3 4 33 25 9 61 0 29,6 %
Schleswig-
Holstein
486 0 8 12 27 143 35 261 0 9,7 %
Thüringen 313 0 6 13 37 90 3 163 1 17,9 %
Unbekannt 3 0 0 0 0 0 0 3 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Irak
01.01. –
31.05.2023 G
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Länder gesamt 4.720 0 70 27 273 1.744 161 2.429 16 7,8 %
davon:
Baden-
Württemberg
312 0 3 3 16 84 5 201 0 7,1 %
Bayern 811 0 2 3 21 421 27 331 6 3,2 %
Berlin 274 0 5 2 33 116 1 117 0 14,6 %
Brandenburg 131 0 0 0 1 36 1 92 1 0,8 %
Bremen 23 0 1 1 1 11 0 9 0 13,0 %
Hamburg 97 0 0 0 1 40 4 51 1 1,0 %
Hessen 264 0 2 5 19 87 13 138 0 9,8 %
Mecklenburg-
Vorpommern
94 0 0 1 10 25 11 47 0 11,7 %
Niedersachsen 681 0 21 1 59 222 16 362 0 11,9 %
Nordrhein-
Westfalen
1.071 0 15 3 53 310 48 640 2 6,6 %
Rheinland-
Pfalz
167 0 0 0 7 98 4 52 6 4,2 %
Saarland 18 0 0 2 0 9 0 7 0 11,1 %
Sachsen 263 0 12 2 22 125 1 101 0 13,7 %
Sachsen-
Anhalt
96 0 3 2 4 16 5 66 0 9,4 %
Schleswig-
Holstein
271 0 3 0 2 94 24 148 0 1,8 %
Thüringen 147 0 3 2 24 50 1 67 0 19,7 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Iran
Jahr 2022
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Länder gesamt 6.255 77 1.537 66 98 2.286 228 1.957 6 28,4 %
davon:
Baden-
Württemberg
571 10 146 6 17 195 16 180 1 31,3 %
Bayern 650 5 117 6 9 291 38 184 0 21,1 %
Berlin 339 1 29 2 4 145 13 144 1 10,6 %
Brandenburg 255 1 115 0 1 92 1 45 0 45,9 %
Bremen 128 12 48 0 7 16 1 44 0 52,3 %
Hamburg 372 1 90 3 13 76 3 186 0 28,8 %
Hessen 627 5 117 18 5 236 35 208 3 23,1 %
Mecklenburg-
Vorpommern
152 2 14 3 0 90 7 36 0 12,5 %
Niedersachsen 638 5 310 5 14 154 10 140 0 52,4 %
Nordrhein-
Westfalen
1.439 24 313 18 17 539 46 482 0 25,9 %
Rheinland-
Pfalz
193 0 23 1 6 71 18 73 1 15,5 %
Saarland 18 0 15 0 1 0 0 2 0 88,9 %
Sachsen 110 7 40 0 0 17 2 44 0 42,7 %
Sachsen-
Anhalt
185 4 52 3 1 48 5 72 0 32,4 %
Schleswig-
Holstein
359 0 40 0 2 214 27 76 0 11,7 %
Thüringen 218 0 68 1 1 102 6 40 0 32,1 %
Unbekannt 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
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Länder gesamt 2.027 23 504 15 19 471 43 952 0 27,7 %
davon:
Baden-
Württemberg
90 1 23 1 1 17 3 44 0 28,9 %
Bayern 224 3 29 5 1 64 8 114 0 17,0 %
Berlin 140 0 14 0 2 39 4 81 0 11,4 %
Brandenburg 141 0 52 3 1 55 0 30 0 39,7 %
Bremen 79 2 43 0 0 4 0 30 0 57,0 %
Hamburg 116 0 45 4 4 5 0 58 0 45,7 %
Hessen 179 2 50 0 5 43 2 77 0 31,8 %
Mecklenburg-
Vorpommern
37 0 2 0 0 17 1 17 0 5,4 %
Niedersachsen 189 0 66 0 1 32 5 85 0 35,4 %
Nordrhein-
Westfalen
595 12 138 2 4 140 11 288 0 26,2 %
Rheinland-
Pfalz
51 0 7 0 0 17 1 26 0 13,7 %
Saarland 2 0 2 0 0 0 0 0 0 100,0 %
Sachsen 53 2 7 0 0 3 1 40 0 17,0 %
Sachsen-
Anhalt
67 1 19 0 0 18 6 23 0 29,9 %
Schleswig-
Holstein
24 0 0 0 0 0 0 24 0 0,0 %
Thüringen 40 0 7 0 0 17 1 15 0 17,5 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Nigeria
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Länder gesamt 6.143 5 63 9 485 2.747 450 2.373 11 9,1 %
davon:
Baden-
Württemberg
1.745 2 32 2 160 805 118 623 3 11,2 %
Bayern 2.120 0 11 2 140 1.000 191 776 0 7,2 %
Berlin 20 0 0 0 2 2 1 15 0 10,0 %
Brandenburg 37 0 0 0 0 6 1 30 0 0,0 %
Bremen 72 0 1 0 7 18 3 43 0 11,1 %
Hamburg 36 0 0 0 0 14 0 22 0 0,0 %
Hessen 291 0 0 1 35 95 2 158 0 12,4 %
Mecklenburg-
Vorpommern
52 0 1 0 0 19 8 24 0 1,9 %
Niedersachsen 136 0 1 0 10 62 9 54 0 8,1 %
Nordrhein-
Westfalen
1.252 3 14 4 119 526 59 520 7 11,2 %
Rheinland-
Pfalz
149 0 0 0 1 95 27 25 1 0,7 %
Saarland 2 0 0 0 0 1 0 1 0 0,0 %
Sachsen 77 0 0 0 7 29 9 32 0 9,1 %
Sachsen-
Anhalt
29 0 0 0 3 11 4 11 0 10,3 %
Schleswig-
Holstein
80 0 3 0 0 35 17 25 0 3,8 %
Thüringen 45 0 0 0 1 29 1 14 0 2,2 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Nigeria
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Länder gesamt 1.918 9 22 1 155 745 154 830 2 9,7 %
davon:
Baden-
Württemberg
422 8 9 0 74 174 23 132 2 21,6 %
Bayern 629 0 3 0 36 235 67 288 0 6,2 %
Berlin 38 1 2 0 3 10 2 20 0 15,8 %
Brandenburg 19 0 0 0 0 4 10 5 0 0,0 %
Bremen 26 0 0 1 2 15 0 8 0 11,5 %
Hamburg 7 0 0 0 0 0 0 7 0 0,0 %
Hessen 65 0 0 0 4 35 2 24 0 6,2 %
Mecklenburg-
Vorpommern
8 0 0 0 0 5 0 3 0 0,0 %
Niedersachsen 121 0 5 0 10 54 9 43 0 12,4 %
Nordrhein-
Westfalen
476 0 2 0 22 176 23 253 0 5,0 %
Rheinland-
Pfalz
34 0 0 0 0 17 10 7 0 0,0 %
Saarland 1 0 0 0 0 0 1 0 0 0,0 %
Sachsen 40 0 0 0 1 12 4 23 0 2,5 %
Sachsen-
Anhalt
8 0 0 0 2 2 0 4 0 25,0 %
Schleswig-
Holstein
16 0 1 0 1 2 3 9 0 12,5 %
Thüringen 8 0 0 0 0 4 0 4 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Pakistan
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Länder gesamt 2.632 13 358 8 89 893 210 1.057 4 17,8 %
davon:
Baden-
Württemberg
204 1 14 1 11 83 38 55 1 13,2 %
Bayern 107 0 2 0 2 25 14 64 0 3,7 %
Berlin 201 0 15 0 16 103 6 61 0 15,4 %
Brandenburg 124 1 2 0 11 51 8 50 1 11,3 %
Bremen 2 0 0 0 0 0 0 2 0 0,0 %
Hamburg 8 0 1 0 2 1 0 4 0 37,5 %
Hessen 505 1 97 4 12 191 46 154 0 22,6 %
Mecklenburg-
Vorpommern
2 0 1 0 0 1 0 0 0 50,0 %
Niedersachsen 128 0 32 0 8 37 7 43 1 31,3 %
Nordrhein-
Westfalen
568 3 76 1 16 185 29 257 1 16,9 %
Rheinland-
Pfalz
410 1 88 2 6 94 25 194 0 23,7 %
Saarland 1 0 0 0 0 1 0 0 0 0,0 %
Sachsen 362 6 30 0 5 120 36 165 0 11,3 %
Sachsen-
Anhalt
9 0 0 0 0 1 1 7 0 0,0 %
Schleswig-
Holstein
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Thüringen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Unbekannt 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Pakistan
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Länder gesamt 747 7 102 0 21 226 73 318 0 17,4 %
davon:
Baden-
Württemberg
41 0 1 0 3 4 14 19 0 9,8 %
Bayern 29 0 1 0 2 4 8 14 0 10,3 %
Berlin 44 1 2 0 1 15 2 23 0 9,1 %
Brandenburg 62 0 2 0 0 35 10 15 0 3,2 %
Bremen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Hamburg 1 0 0 0 1 0 0 0 0 100,0 %
Hessen 144 1 17 0 7 39 15 65 0 17,4 %
Mecklenburg-
Vorpommern
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Niedersachsen 63 0 14 0 1 22 5 21 0 23,8 %
Nordrhein-
Westfalen
82 1 16 0 4 17 4 40 0 25,6 %
Rheinland-
Pfalz
163 0 36 0 1 44 5 77 0 22,7 %
Saarland 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Sachsen 117 4 13 0 1 45 10 44 0 15,4 %
Sachsen-
Anhalt
1 0 0 0 0 1 0 0 0 0,0 %
Schleswig-
Holstein
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Thüringen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Russische
Föderation
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Länder gesamt 4.224 60 100 91 151 1.629 328 1.853 12 9,5 %
davon:
Baden-
Württemberg
171 0 0 9 17 46 21 74 4 15,2 %
Bayern 609 4 5 5 2 64 34 495 0 2,6 %
Berlin 340 17 15 15 8 111 8 166 0 16,2 %
Brandenburg 1.195 1 29 50 49 646 60 360 0 10,8 %
Bremen 54 1 0 0 1 27 7 18 0 3,7 %
Hamburg 46 0 1 0 0 10 1 34 0 2,2 %
Hessen 99 20 4 0 5 10 10 50 0 29,3 %
Mecklenburg-
Vorpommern
104 0 0 0 3 42 11 48 0 2,9 %
Niedersachsen 346 1 4 0 4 177 62 98 0 2,6 %
Nordrhein-
Westfalen
319 0 15 5 20 122 13 144 0 12,5 %
Rheinland-
Pfalz
59 0 2 0 1 19 20 17 0 5,1 %
Saarland 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Sachsen 343 12 18 6 40 103 36 121 7 22,2 %
Sachsen-
Anhalt
83 0 2 0 0 30 13 38 0 2,4 %
Schleswig-
Holstein
291 0 4 1 0 156 26 103 1 1,7 %
Thüringen 165 4 1 0 1 66 6 87 0 3,6 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Russische
Föderation
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Länder gesamt 1.712 13 28 44 53 632 94 848 0 8,1 %
davon:
Baden-
Württemberg
65 2 1 12 1 13 1 35 0 24,6 %
Bayern 105 0 0 4 0 22 3 76 0 3,8 %
Berlin 126 1 3 5 1 17 4 95 0 7,9 %
Brandenburg 632 0 5 13 8 312 19 275 0 4,1 %
Bremen 16 0 1 0 0 7 4 4 0 6,3 %
Hamburg 33 0 0 0 2 9 1 21 0 6,1 %
Hessen 29 3 0 0 0 0 6 20 0 10,3 %
Mecklenburg-
Vorpommern
78 0 2 0 6 19 12 39 0 10,3 %
Niedersachsen 87 0 0 0 4 50 3 30 0 4,6 %
Nordrhein-
Westfalen
200 7 6 0 10 71 6 100 0 11,5 %
Rheinland-Pfalz 20 0 0 0 0 1 6 13 0 0,0 %
Saarland 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Sachsen 99 0 7 0 17 18 8 49 0 24,2 %
Sachsen-Anhalt 32 0 1 0 1 5 6 19 0 6,3 %
Schleswig-
Holstein
173 0 1 10 3 85 10 64 0 8,1 %
Thüringen 15 0 1 0 0 3 5 6 0 6,7 %
Unbekannt 2 0 0 0 0 0 0 2 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Somalia
Jahr 2022
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Länder gesamt 2.070 1 71 76 375 315 118 1.109 5 25,3 %
davon:
Baden-
Württemberg
181 0 6 8 30 23 14 100 0 24,3 %
Bayern 253 0 7 2 24 41 15 164 0 13,0 %
Berlin 56 0 9 3 9 2 0 33 0 37,5 %
Brandenburg 156 0 6 46 15 6 4 79 0 42,9 %
Bremen 52 0 0 0 6 2 0 44 0 11,5 %
Hamburg 85 0 1 0 18 27 4 35 0 22,4 %
Hessen 388 1 14 0 100 60 7 205 1 29,6 %
Mecklenburg-
Vorpommern
45 0 0 0 0 12 19 11 3 0,0 %
Niedersachsen 119 0 9 6 35 12 4 53 0 42,0 %
Nordrhein-
Westfalen
395 0 12 6 83 68 11 215 0 25,6 %
Rheinland-
Pfalz
177 0 5 3 23 33 23 89 1 17,5 %
Saarland 6 0 0 0 6 0 0 0 0 100,0 %
Sachsen 44 0 0 0 4 13 3 24 0 9,1 %
Sachsen-
Anhalt
48 0 1 0 8 9 6 24 0 18,8 %
Schleswig-
Holstein
40 0 0 0 9 6 6 19 0 22,5 %
Thüringen 25 0 1 2 5 1 2 14 0 32,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Somalia
01.01. –
31.05.2023 G
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§
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Länder gesamt 750 1 20 30 121 134 21 422 1 22,9 %
davon:
Baden-
Württemberg
40 0 4 3 8 4 0 21 0 37,5 %
Bayern 71 0 0 1 10 16 2 42 0 15,5 %
Berlin 30 0 2 3 4 2 1 18 0 30,0 %
Brandenburg 60 0 3 11 4 10 1 31 0 30,0 %
Bremen 12 0 1 1 6 1 0 3 0 66,7 %
Hamburg 48 0 0 0 4 21 4 19 0 8,3 %
Hessen 149 0 3 1 36 29 3 76 1 26,8 %
Mecklenburg-
Vorpommern
7 0 0 0 0 0 1 6 0 0,0 %
Niedersachsen 58 0 0 0 15 10 1 32 0 25,9 %
Nordrhein-
Westfalen
153 1 5 9 18 19 5 96 0 21,6 %
Rheinland-
Pfalz
95 0 2 1 13 17 1 61 0 16,8 %
Saarland 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0,0 %
Sachsen 6 0 0 0 1 1 0 4 0 16,7 %
Sachsen-
Anhalt
8 0 0 0 0 0 0 8 0 0,0 %
Schleswig-
Holstein
10 0 0 0 2 2 1 5 0 20,0 %
Thüringen 3 0 0 0 0 2 1 0 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Türkei
Jahr 2022
G
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Länder gesamt 5.533 190 572 30 83 2.447 152 2.055 4 15,8 %
davon:
Baden-
Württemberg
946 21 111 5 21 466 35 283 4 16,7 %
Bayern 455 4 20 0 9 210 28 184 0 7,3 %
Berlin 481 21 59 1 2 210 6 182 0 17,3 %
Brandenburg 122 8 9 2 3 46 1 53 0 18,0 %
Bremen 63 0 7 5 4 10 0 37 0 25,4 %
Hamburg 221 2 31 0 5 98 0 85 0 17,2 %
Hessen 732 24 78 2 5 309 10 304 0 14,9 %
Mecklenburg-
Vorpommern
74 5 7 2 0 33 2 25 0 18,9 %
Niedersachsen 501 9 47 1 26 212 12 194 0 16,6 %
Nordrhein-
Westfalen
968 74 129 9 2 371 23 360 0 22,1 %
Rheinland-
Pfalz
301 1 8 0 2 196 15 79 0 3,7 %
Saarland 64 1 9 0 1 31 0 22 0 17,2 %
Sachsen 153 2 11 0 1 62 1 76 0 9,2 %
Sachsen-
Anhalt
140 3 20 0 0 58 10 49 0 16,4 %
Schleswig-
Holstein
120 2 10 1 2 46 8 51 0 12,5 %
Thüringen 181 13 16 2 0 89 1 60 0 17,1 %
Unbekannt 11 0 0 0 0 0 0 11 0 0,0 %
Gerichtsentscheidungen und Aufhebungsquote bei Asylklagen
Türkei
01.01. –
31.05.2023 G
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§
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Länder gesamt 2.993 49 270 8 38 1.113 76 1.439 0 12,2 %
davon:
Baden-
Württemberg
356 5 39 0 6 111 7 188 0 14,0 %
Bayern 284 3 6 0 0 93 10 172 0 3,2 %
Berlin 265 7 11 0 2 117 12 116 0 7,5 %
Brandenburg 86 4 13 0 0 35 0 34 0 19,8 %
Bremen 65 0 13 0 1 12 1 38 0 21,5 %
Hamburg 104 0 10 0 11 39 2 42 0 20,2 %
Hessen 386 2 47 1 2 126 1 207 0 13,5 %
Mecklenburg-
Vorpommern
47 0 2 0 0 17 0 28 0 4,3 %
Niedersachsen 282 4 24 4 5 103 8 134 0 13,1 %
Nordrhein-
Westfalen
506 19 75 2 7 150 15 238 0 20,4 %
Rheinland-Pfalz 150 0 4 0 0 99 5 42 0 2,7 %
Saarland 25 0 2 0 2 5 1 15 0 16,0 %
Sachsen 114 0 7 0 1 46 1 59 0 7,0 %
Sachsen-Anhalt 56 0 2 1 0 27 4 22 0 5,4 %
Schleswig-
Holstein
206 4 9 0 0 113 9 71 0 6,3 %
Thüringen 56 1 6 0 1 20 0 28 0 14,3 %
Unbekannt 5 0 0 0 0 0 0 5 0 0,0 %
22. Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Halbjahr 2023 (bitte nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Anhörungen 1. Halbjahr 2023 Anzahl
Gesamt 93.026
darunter:
Syrien 34.468
Afghanistan 16.068
Anhörungen 1. Halbjahr 2023 Anzahl
Türkei 9.854
Iran 3.594
Irak 3.296
Georgien 3.007
Russische Föderation 1.940
Somalia 1.364
Ungeklärt 1.328
Venezuela 1.274
Eritrea 1.055
Pakistan 833
Nordmazedonien 818
Indien 783
Guinea 744
23. Wie viele Amtshilfeersuchen in Form von Anfragen in Asyl- und
Rückführungsangelegenheiten hat das BAMF in den Jahren 2019, 2020, 2021,
2022 und im bisherigen Jahr 2023 an das Auswärtige Amt gestellt (bitte
nach Jahren und den zehn wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden (Länder
mit zehn Fällen oder weniger wurden aus Datenschutzgründen nicht gesondert
aufgeführt).
2019 2020
Nr. Land Anzahl Nr. Land Anzahl
1. Türkei 429 1. Iran 54
2. Iran 138 2. Afghanistan 33
3. Aserbaidschan 43 3. Türkei 33
4. Russische Föderation 43 4. Syrien 29
5. Irak 32 5. Aserbaidschan 28
6. Guinea 25 6. Indien 22
7. Nigeria 25 7. Ägypten 21
8. Afghanistan 23 8. Jordanien 20
9. Ägypten 23 9. Russische Föderation 17
10. Pakistan 22 10. Jemen 14
Gesamt alle Länder 1.119 Gesamt alle Länder 450
2021 2022
Nr. Land Anzahl Nr. Land Anzahl
1. Iran 35 1. Irak 12
2021 2022
Nr. Land Anzahl Nr. Land Anzahl
2. Afghanistan 17 2. Syrien 11
3. Indien 16
4. Libanon 13
5. Russische Föderation 11
übrige Staaten haben 10 oder
weniger Fälle
übrige Staaten haben 10 oder
weniger Fälle
Gesamt alle Länder 215 Gesamt alle Länder 151
Vom 1. Januar bis 25. Juli 2023 gab es 52 Amtshilfeersuchen im Sinne der
Fragestellung. Betroffen waren 32 Staatsangehörigkeiten mit ausschließlich
kleinen einstelligen Fallzahlen (drei oder weniger).
a) Wie viele Amtshilfeersuchen in Form von Anfragen in Asyl- und
Rückführungsangelegenheiten haben die Verwaltungsgerichte in den
Jahren 2019, 2020, 2021 2022 und im bisherigen Jahr 2023 an das
Auswärtige Amt gestellt (bitte nach Jahren und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Eine statistische Erfassung von Amtshilfeersuchen der Verwaltungsgerichte in
Asyl- und Rückführungsangelegenheiten an das Auswärtige Amt erfolgt nicht.
b) Wie ist die derzeitige Praxis des BAMF bzw. der Gerichte in Bezug
auf die Türkei zur Überprüfung von Angaben in Asyl- und
Rückführungsangelegenheiten (vgl. Bundestagsdrucksachen 19/16825 und
19/31392; bitte ausführen)?
Zur Praxis des BAMF wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 14
der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache
19/26758 verwiesen. Zur Praxis der Gerichte liegen der Bundesregierung keine
Erkenntnisse vor.
24. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien
und Bosnien-Herzegowina im ersten Halbjahr 2023 gestellt (bitte jeweils
auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie
wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 Entscheidungen über Asylanträge
Herkunftsland
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen als
Asylberechtigte
(Art. 16a
GG und
Famil.
asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Gewährung
von
subsidiärem
Schutz
gem § 4
I AsylG
Feststellung eines
Abschie
bungs
verbotes gem.
§ 60 V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfah
renserledigungen
Serbien 1.984 1.100 884 1.813 - - 3 - 887 923
davon Roma 1.744 917 827 1.610 - - 1 - 769 840
Kosovo 381 185 196 334 - 1 - 1 125 207
1. Halbjahr 2023 Entscheidungen über Asylanträge
Herkunftsland
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen als
Asylberechtigte
(Art. 16a
GG und
Famil.
asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Gewährung
von
subsidiärem
Schutz
gem § 4
I AsylG
Feststellung eines
Abschie
bungs
verbotes gem.
§ 60 V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfah
renserledigungen
davon Roma 195 67 128 189 - - - - 55 134
Nordmazedonien
3.241 1.720 1.521 3.351 - 1 - - 1.574 1.776
davon Roma 2.099 1.035 1.064 2.086 - - - - 960 1.126
Montenegro 144 73 71 123 - - 1 2 49 71
davon Roma 97 39 58 91 - - - 1 35 55
Albanien 1.132 794 338 1.101 - 2 2 5 686 406
davon Roma 270 129 141 381 - - 1 - 212 168
Bosnien und
Herzegowina
610 334 276 561 - 1 - 1 219 340
davon Roma 498 245 253 442 - 1 - 1 166 274
25. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische
Angaben zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-
Verfahren, Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie in der
Antwort zu Frage 20 auf Bundestagsdrucksache 20/5709 angeben)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Personal-Einsatz ausgewählter Bereiche in VZÄ (Vollzeitäquivalente)
eD/mD gD hD Summe
Asyl (ohne Widerruf)* 1.146,4 1.064,8 46,0 2.257,2
Widerrufsprüfung* 51,8 54,0 3,5 109,2
Prozess gesamt 152,3 188,6 33,6 374,5
dezentral* 142,3 180,3 17,2 339,9
zentral ** 10,0 8,3 16,4 34,6
QS gesamt 40,1 117,2 14,5 171,8
dezentral* 32,0 88,5 7,1 127,6
zentral ** 8,1 28,7 7,4 44,2
Dublin gesamt 152,8 179,3 10,4 342,5
dezentral (Dublinzentren)* 61,5 101,3 1,5 164,3
Dublinreferate ** 91,3 78,0 8,9 178,2
*gemäß Personal-Ist Abfrage KW27 (03.07. – 07.07.2023)
** gemäß ZSD Stand 01.07.2023
Personal-Einsatz durch Leiharbeitnehmende im mD in VZÄ zur
temporären Verstärkung des Asylbereichs*
Personal-Einsatz ausgewählter Bereiche in VZÄ (Vollzeitäquivalente)
eD/mD gD hD Summe
Summe
Asyl (ohne Widerruf)** 228,8
Widerrufsprüfung** 0,0
Prozess** 11,7
QS** 0,0
Dublin** 18,9
*Die Leiharbeitnehmenden sind in der darüberliegenden Tabelle „Personal-
Einsatz ausgewählte Bereiche“ nicht inbegriffen, da es sich bei diesen nicht
um originäre Mitarbeitende des BAMF handelt.
**gemäß Personal-Ist Abfrage KW27 (03.07. – 07.07.2023)
Vakante Stellen in VZÄ (Stand: 01.07.2023)
mD gD hD
Prozess zentral 0,0 0,0 5,5
QS zentral 0,0 6,3 1,1
Dublin 56,2 46,2 5,6
Soll in VZÄ (Stand: 01.07.2023)
mD gD hD
Prozess zentral 10,0 7,0 21,9
QS zentral 8,0 35,0 8,5
Dublin 209,0 225,5 16,0
Personalplanung:
Asyl und Widerruf: Aktuell sind 77 VZÄ im mD und 117 VZÄ im gD in
Ausschreibung.
Prozess: Aktuell sind 13 VZÄ im gD in Ausschreibung.
QS zentral: Aktuell ist 1 VZÄ im mD in Ausschreibung.
Dublin: Aktuell sind 4 VZÄ im mD und 14 VZÄ im gD in Ausschreibung.
Die zukünftige Personalplanung für den operativen Bereich hängt maßgeblich
von den künftigen Aufgabenschwerpunkten ab. Eine verbindliche Aussage
kann deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden.
26. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im ersten
Halbjahr 2023 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher
Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum ein
Schutzstatus an Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt
(bitte nach Status und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Angaben zu vom BAMF erlassenen Einreise- und Aufenthaltsverboten können
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
01.01. - 30.06.2023 Entscheidungen
zu § 11 II
AufenthG
Entscheidungen
zu § 11 VII
AufenthG
Entscheidungen mit Aufenthalts-
und Wiedereinreiseverboten (§ 11
II und/oder § 11 VII AufenthG)
Gesamt 52.049 4.859 53.467
darunter
Syrien 5.754 3 5.756
Afghanistan 5.335 3 5.338
Türkei 7.816 14 7.830
Iran 2.244 13 2.257
Irak 4.881 20 4.900
Georgien 4.025 44 4.064
Russische Föderation 2.268 8 2.276
Somalia 339 4 343
Eritrea 198 0 198
Ungeklärt 760 5 763
27. In wie vielen Fällen wurde das BAMF im ersten Halbjahr 2023 bei der
Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz
2 AufenthG im Auftrag der Ausländerbehörden welcher Bundesländer
mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 Stellungnahmen
gem. § 72 II
AufenthG
davon positiv davon negativ davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 1.537 163 797 577
darunter:
Baden-Württemberg 137 7 58 72
Bayern 90 26 17 47
Berlin 784 35 542 207
Brandenburg 12 3 3 6
Bremen 1 1
Hamburg 85 12 23 50
Hessen 61 11 19 31
Mecklenburg-
Vorpommern
32 10 18 4
Niedersachsen 62 7 13 42
Nordrhein-Westfalen 155 25 59 71
Rheinland-Pfalz 14 3 4 7
Saarland 4 4
Sachsen 35 11 10 14
Sachsen-Anhalt 9 3 5 1
Schleswig-Holstein 39 6 18 15
Thüringen 17 3 8 6
1. Halbjahr 2023 Stellungnahmen
gem. § 72 II
AufenthG
davon positiv davon negativ davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 1.537 163 797 577
darunter:
Syrien 43 21 1 21
Afghanistan 85 25 8 52
Türkei 34 1 22 11
Iran 84 3 12 69
Irak 24 4 8 12
Georgien 10 1 6 3
Russische Föderation 40 6 5 29
Somalia 20 15 0 5
Eritrea 4 3 0 1
Ungeklärt 21 5 6 10
28. Welche Angaben für das erste Halbjahr 2023 lassen sich zu überprüften
(vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter
Dokumente Asylsuchender machen (bitte zum Vergleich auch die Anzahl
der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten
Hauptherkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1. Halbjahr 2023 Geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
Nicht
abschließend bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in %
Gesamt 130.119 120.699 6.701 2.719 2,1
darunter
Syrien 54.731 51.648 1.743 1.340 2,4
Afghanistan 22.062 20.010 923 511 2,3
Türkei 12.174 11.868 246 60 0,5
Iran 6.110 5.936 128 46 0,8
Irak 7.080 6.464 395 221 3,1
Georgien 4.795 4.240 526 29 0,6
Russische Föd. 3.362 3.264 82 16 0,5
Somalia 513 386 109 18 3,5
Eritrea 1.527 1.390 112 25 1,6
Ungeklärt 1.695 1.695 0,0
29. Welche Mittel in welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder
abgelehnte Asylsuchende (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Zielländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm im ersten
Halbjahr 2023 ausgezahlt?
Aus den nachfolgenden Tabellen sind diejenigen Mittel ersichtlich, die den
jeweils relevanten Personenkreisen im Jahr 2023 bewilligt und nach Ausreise
auch ausgezahlt wurden.
Hinweise:
1) Zur Statistikauswertung:
Die nachfolgende Kategorie „Asylsuchende“ umfasst bereits anerkannte
ehemalige Asylsuchende sowie Asylsuchende im laufenden Verfahren (zum
Zeitpunkt der Antragstellung). Nicht dargestellt werden Personen, die keinen
Asylantrag gestellt haben und so genannte „Altfälle“, d. h. Fälle jeweils
vorangegangener Jahre, für die nachträglich Leistungen abgerechnet worden sind. Die
Darstellung erfolgt nach den jeweils zehn zahlenmäßig relevantesten
Zielländern, bezogen auf die Anzahl aller Asylsuchenden. Die Zahlenwerte sind
jeweils noch vorläufig, werden kontinuierlich aktualisiert und liegen erst mit der
jeweils abschließenden Erstellung des Verwendungsnachweises endgültig vor.
2) Zur Einordnung der Zahlenwerte:
Aufgrund der Programmlogik des StarthilfePlus-Programms spiegeln die
Auszahlungen in einem Halbjahr notwendigerweise nicht die Zahl der im
betreffenden Zeitraum durch das Programm unterstützten Personen wider, da
Auszahlungen innerhalb von maximal sechs Monaten nach Bewilligung und Ausreise
nicht den Regelfall abbilden. Daher sind im Folgenden ergänzend (und
abweichend zu der sonst üblichen Darstellungsform) diejenigen Zahlenwerte von
Personen aufgeführt, die im Jahr 2022 nach Bewilligung ausgereist sind und im
ersten Halbjahr 2023 Auszahlungen erhalten haben (Tabelle 2).
StarthilfePlus 2023 – Ausreisen 2023 – Auszahlungen 1. Halbjahr 2023
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
(in Euro)
Iran Asylsuchende 13 14.000,00 0,00 14.000,00
abgelehnte
Asylsuchende
18 18.999,44 0,00 18.999,44
Georgien Asylsuchende 0 0,00 0,00 0,00
abgelehnte
Asylsuchende
22 6.498,90 0,00 6.498,90
Aserbaidschan Asylsuchende 17 14.532,18 0,00 14.532,18
abgelehnte
Asylsuchende
<10 4.000,00 0,00 4.000,00
Libanon Asylsuchende <10 6.048,87 0,00 6.048,87
abgelehnte
Asylsuchende
10 11.063,33 0,00 11.063,33
Tadschikistan Asylsuchende <10 0,00 4.988,76 4.988,76
abgelehnte
Asylsuchende
<10 0,00 5.972,44 5.972,44
Türkei Asylsuchende <10 3.200,00 0,00 3.200,00
abgelehnte
Asylsuchende
<10 1.800,00 0,00 1.800,00
Serbien Asylsuchende 0 0,00 0,00 0,00
StarthilfePlus 2023 – Ausreisen 2023 – Auszahlungen 1. Halbjahr 2023
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
(in Euro)
abgelehnte
Asylsuchende
<10 1.500,01 0,00 1.500,01
Bosnien-Herzeg. Asylsuchende 0 0,00 0,00 0,00
abgelehnte
Asylsuchende
<10 1.000,00 0,00 1.000,00
Montenegro Asylsuchende 0 0,00 0,00 0,00
abgelehnte
Asylsuchende
<10 1.000,00 1.620,00 2.620,00
Albanien Asylsuchende 0 0,00 0,00 0,00
abgelehnte
Asylsuchende
<10 500,00 0,00 500,00
Gesamt Top10 Asylsuchende 49 37.781,05 4.988,76 42.769,81
abgelehnte
Asylsuchende
76 46.361,68 7.592,44 53.954,12
Gesamt 125 84.142,73 12.581,20 96.723,93
Alle
Staatsangehörigkeiten
Asylsuchende 49 37.781,05 4.988,76 42.769,81
abgelehnte
Asylsuchende
77 46.861,37 7.592,44 54.453,81
Gesamt 126 84.642,42 12.581,20 97.223,62
StarthilfePlus 2022 – Ausreisen 2022 – Auszahlungen 1. Halbjahr 2023
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
(in Euro)
Irak Asylsuchende 184 129.500,00 0,00 129.500,00
abgelehnte
Asylsuchende
252 190.000,00 0,00 190.000,00
Russ. Föderation Asylsuchende 32 19.000,00 0,00 19.000,00
abgelehnte
Asylsuchende
110 120.500,00 0,00 120.500,00
Algerien Asylsuchende 31 32.009,24 0,00 32.009,24
abgelehnte
Asylsuchende
32 28.014,39 0,00 28.014,39
China Asylsuchende <10 5.000,00 0,00 5.000,00
abgelehnte
Asylsuchende
56 85.000,00 0,00 85.000,00
Armenien Asylsuchende 11 0,00 11.126,47 11.126,47
abgelehnte
Asylsuchende
41 6.999,99 38.453,64 45.453,63
Aserbaidschan Asylsuchende 17 0,00 13.024,48 13.024,48
abgelehnte
Asylsuchende
31 4.000 26.669,00 30.669,00
Pakistan Asylsuchende <10 13.958,71 0,00 13.958,71
abgelehnte
Asylsuchende
36 38.351,40 0,00 38.351,40
Nigeria Asylsuchende <10 5.050,54 0,00 5.050,54
abgelehnte
Asylsuchende
35 30.739,23 0,00 30.739,23
StarthilfePlus 2022 – Ausreisen 2022 – Auszahlungen 1. Halbjahr 2023
Zielland Art Personen Barauszahlung Sachleistung Gesamt
(in Euro)
Georgien Asylsuchende 0 0,00 0,00 0,00
abgelehnte
Asylsuchende
36 4.999,23 13.962,42 18.961,65
Türkei Asylsuchende 12 961,81 10.989,49 11.951,30
abgelehnte
Asylsuchende
20 2.499,99 17.770,08 20.270,07
Gesamt Top10 Asylsuchende 305 205.480,30 35.140,44 240.620,74
abgelehnte
Asylsuchende
649 511.104,23 96.855,14 607.959,37
Gesamt 954 716.584,53 131.995,58 848.580,11
Alle Länder Asylsuchende 356 236.609,63 51.209,04 287.818,67
abgelehnte
Asylsuchende
896 645.673,79 149.367,95 795.041,74
Gesamt 1.252 882.283,42 200.576,99 1.082.860,41
Quelle: Internationale Organisation für Migration (IOM). Aus Datenschutzgründen hat IOM
Herkunftsländer mit weniger als zehn unterstützten Ausreisen nicht näher aufgeschlüsselt.
30. Welche Projekte werden in Deutschland aktuell mit Mitteln aus dem
Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) gefördert (bitte nach
Bundesländern auflisten)?
In Deutschland werden mit Stand vom 26. Juli 2023 zwei Projekte mit Mitteln
des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) 2014 bis 2020 gefördert
(beide NRW) und 44 mit Mitteln des AMIF 2021 bis 2027. Die Verteilung auf
die Länder für den AMIF 2021 bis 2027 kann der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden.
SPEZIFISCHES ZIEL Land
Gesamtausgaben
Fördersumme Anzahl
Projekte
1 – Gemeinsames
Europäisches Asylsystem:
Baden-Württemberg 3.821.641,44 3.312.094,06 3
Bayern 2.293.251,19 1.897.766,89 2
Berlin 3.286.602,14 2.624.552,30 2
Mecklenburg-Vorpommern 652.045,50 586.840,95 1
Niedersachsen 2.019.981,96 1.817.982,99 1
Rheinland-Pfalz 4.211.571,51 3.158.678,63 1
1 – Gesamt SZ 1 16.285.093,74 13.397.915,82 10
SPEZIFISCHES ZIEL Land
Gesamtausgaben
Fördersumme Anzahl
Projekte
2 – Legale Migration /
Integration
Bayern 16.757.556,91 15.031.482,83 4
Berlin 21.338.953,37 19.193.182,38 7
Bremen 793.270,68 709.875,19 1
Hamburg 622.681,69 559.681,69 1
Mecklenburg-Vorpommern 833.254,05 749.921,05 1
Niedersachsen 7.040.185,46 6.336.080,43 5
Nordrhein-Westfalen 6.253.340,67 5.606.707,30 5
Rheinland-Pfalz 785.926,58 707.285,90 1
Sachsen-Anhalt 6.599.114,08 5.920.905,94 2
Schleswig-Holstein 1.241.227,63 991.155,26 2
Thüringen 3.118.535,57 2.806.682,01 1
2 – Gesamt SZ 2 65.384.046,69 58.612.959,98 30
3 – Bekämpfung
irreguläre Migration / Rückkehr /
Reintegration
Baden-Württemberg 1.724.888,22 1.552.278,36 2
Thüringen 1.150.910,83 1.035.244,29 1
3 – Gesamt SZ 3 2.875.799,05 2.587.522,65 3
4 – Solidarität Bayern 3.229.266,89 3.229.266,89 1
4 – Gesamt SZ 4 3.229.266,89 3.229.266,89 1
Gesamt – Auswertung 87.774.206,37 77.827.665,34 44
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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