Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/9994 –
Agrarhandel der Volksrepublik China
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Das bevölkerungsreichste Land der Welt, die Volksrepublik China, ist ein
zentraler Akteur im internationalen Agrarhandel. Die Bundesregierung betont
dabei in ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie, dass sie sich „verstärkt für einen
gleichberechtigten Handel und den Abbau von Handelsbeschränkungen [ein],
einschließlich nicht-tarifärer Handelshemmnisse auf den globalen
Agrarmärkten“ einsetzen werde (
https://www.nationalesicherheitsstrategie.de/Sicherheits
strategie-DE.pdf, S. 69).
1. Wie hat sich der Agrarhandel zwischen der Europäischen Union und der
Volksrepublik China in den letzten zehn Jahren nach Kenntnis der
Bundesregierung entwickelt (bitte Handelsvolumen nach Jahren und
Produktgruppen einzeln aufschlüsseln)?
2. Wie hat sich der Agrarhandel zwischen Deutschland und der
Volksrepublik China in den letzten zehn Jahren nach Kenntnis der Bundesregierung
entwickelt (bitte Handelsvolumen nach Jahren und Produktgruppen
einzeln aufschlüsseln)?
Die Fragen 1 und 2 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die nachgefragten Handelsdaten können unter
https://ec.europa.eu/eurostat/dat
abrowser/bookmark/c2b0814a-dadb-44fe-81a9-71b7ca40ce20?lang=de
abgerufen werden. Bei der Auswertung kann unter der Schaltfläche „REPORTER“
zwischen den Daten der Europäischen Union (EU) und Deutschland gewechselt
werden.
Deutscher Bundestag Drucksache 20/10261
20. Wahlperiode 06.02.2024
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung vom 2. Februar 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
3. Bestehen nach Kenntnis der Bundesregierung Handelsbeschränkungen
bzw. nichttarifäre Handelshemmnisse im Agrar- und Ernährungsbereich
zwischen der Bundesrepublik Deutschland bzw. der Europäischen Union
und der Volksrepublik China, und wenn ja, in welchen konkreten
Bereichen, und seit wann?
In der China-Strategie von Juli 2023 hat die Bundesregierung angekündigt, sich
weiterhin für den Abbau ungerechtfertigter Handelshemmnisse und für einen
regelbasierten Handel im Einklang mit internationalen Standards einzusetzen.
Es bestehen im Veterinärbereich verschiedene tiergesundheitsrechtliche Sperren
durch die Volksrepublik China. Die Sperren beziehen sich auf Rindfleisch und
Rindfleischprodukte seit dem Auftreten von Boviner spongiformer
Enzephalopathie (BSE) in Deutschland, Lamm- und Ziegenfleisch seit dem Auftreten von
Scrapie, Schweinefleisch und auf sämtliche Produkte vom Schwein seit dem
Auftreten der Afrikanischen Schweinepest und Geflügelfleisch sowie
Geflügelprodukte seit dem Auftreten der Hochpathogenen Aviären Influenza in
Deutschland.
Im phytosanitären Bereich bestehen chinesische Handelsbeschränkungen für
die Einfuhr von Äpfeln und Konsumgetreide (Gerste und Weizen), da die
Volksrepublik China für diese Warenarten noch keine phytosanitären
Einfuhranforderungen festgelegt hat. Zur Durchführung einer Schädlingsrisikoanalyse
und Erstellung der phytosanitären Einfuhranforderungen wurden seit dem Jahr
2015 (Äpfel) bzw. seit dem Jahr 2017 (Konsumgetreide) umfangreiche
Informationen an die Volksrepublik China übermittelt.
4. Wie lautete das genaue Programm der von der Parlamentarischen
Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
Dr. Ophelia Nick angeführten Delegationsreise im Herbst 2023 nach
China (bitte das Programm einzeln aufschlüsseln)?
a) Wie viele Mitarbeiter aus dem Bundesministerium für Ernährung und
Landwirtschaft (BMEL) haben die von der Parlamentarischen
Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick angeführte Delegation auf deutscher
Seite begleitet (bitte einzeln inklusive Funktion auflisten)?
Die Fragen 4 und 4a werden gemeinsam beantwortet.
Die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick wurde von insgesamt
sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf ihrer Reise in die Volksrepublik China
begleitet: von ihrem Persönlichen Referenten, der Abteilungsleiterin für EU-
Angelegenheiten, Internationale Zusammenarbeit und Fischerei, der
Referatsleiterin für Veterinärangelegenheiten beim Export, der Referatsleiterin für
Osteuropa, Zentral- und Ostasien und Erweiterung, dem Referatsleiter für
Internationale Projekte und Twinning, der zuständigen China-Referentin und dem
zuständigen Referenten für Projektkooperation mit der Volksrepublik China.
b) Welche Gesprächspartner hat die von der Parlamentarischen
Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick angeführte Delegation auf chinesischer Seite
getroffen (bitte einzeln inklusive Funktion aufschlüsseln)?
Es wurden Gespräche geführt mit dem Vizeminister des chinesischen
Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung MA Youxiang, der
Vizepräsidentin der All China Women’s Federation LIN Yi, Vertreterinnen und
Vertretern des Büros der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der
Vereinten Nationen (FAO) in Peking, von internationalen und chinesischen
Nichtregierungsorganisationen und der Agraruniversität in Peking (Chinese
Agricultural University). Außerdem besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin
Dr. Ophelia Nick Farmen und Betriebe in der Nähe von Shanghai, Peking und
Bengbu.
c) Welche deutschen Akteure, die in China aktiv sind, hat die von der
Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick angeführte
Delegation im Rahmen der Delegationsreise gesprochen (bitte einzeln
inklusive Funktion aufschlüsseln)?
Die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick führte Gespräche mit
dem Vorsitzenden der Außenhandelskammer (AHK) Greater China in Shanghai
Maximilian Butek, der Leiterin der Agrarkompetenzstelle Shanghai LI Ying
sowie Vertreterinnen und Vertretern der Hanns-Seidel-Stiftung e. V., der
Friederich-Ebert-Stiftung e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Außerdem tauschte sie sich mit Vertreterinnen und
Vertretern deutscher Verbände und Unternehmen aus den Bereichen
Agrarexport, Landtechnik sowie Land- und Ernährungswirtschaft aus: German Export
Association for Food and Agriculture (GEFA), German Agribusiness Alliance
(GAA), Verband Deutscher Maschinen- und Anlagebau e. V. (VDMA) China,
Deutscher Raiffeisenverband e. V. (DRV), Bund Ökologischer
Lebensmittelwirtschaft e. V. (BÖLW), German Meat, Zentralverband Deutscher
Geflügelzüchter e. V., Amazone Agricultural Machinery Tianjin Co., Ltd., Ammerland
Asia Pacific Pte. Ltd., BASF (China) Company Ltd., Bayer CropScience China
Company Ltd., CLAAS Agricultural Machinery (Shandong) Co. Ltd., DLG
Agro TechService, Beijing Ecocert Certification Center Co. Ltd., GlobalG.A.P.,
HiPP China, Horsch, Lemken, Poettinger, Tönnies Bio, Tönnies Food Trading,
Westfleisch.
d) Welche Veranstaltungen haben im Rahmen der 9. Deutsch-
Chinesischen Agrarwoche in Bengbu stattgefunden?
Die 9. Deutsch-Chinesische Agrarwoche (DCAW) fand vom 31. Oktober bis
zum 3. November 2023 in der bezirksfreien Stadt Bengbu, Provinz Anhui statt.
Unter dem Titel „Ernährungssysteme der Zukunft“ tauschten sich über 200
vertretende Personen beider Länder aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und
Wirtschaft darüber aus, wie Ernährungssysteme resilient, klimagerecht und
nachhaltig weiterentwickelt werden können. Ein vielseitiges Programm
bestehend aus Key-Notes, Workshops, runden Tischen und Feldbesuchen bot den
Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Raum für den Austausch darüber, wie
die notwendige Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme ausgestaltet
werden könnte und welche Möglichkeiten der Kooperation es dabei für
Deutschland und die Volksrepublik China gibt.
e) Mit Bundesmitteln in welcher Höhe wurden die bisherigen neun
Deutsch-Chinesischen Agrarwochen durch die Bundesregierung
unterstützt (bitte nach Jahren und Bundesministerium einzeln
aufschlüsseln)?
Die 9. Deutsch-Chinesische Agrarwoche wird im Rahmen des Bilateralen
Kooperationsprojektes des BMEL, dem Deutsch-Chinesischen Agrarzentrum,
organisiert und gemeinschaftlich vom chinesischen Ministerium für
Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und dem Projekt finanziert. Aufgeschlüsselt
nach Jahren wurden für die Deutsch-Chinesischen Agrarwochen Bundesmittel
in nachstehender Höhe aufgewendet:
Jahr Summe (netto)*
2015 ca. 25.000,00 Euro**
2016 ca. 40.000,00 Euro**
2017 ca. 45.000,00 Euro**
2018 57.030,00 Euro
2019 34.370,00 Euro
2020 38.100,00 Euro
2021 34.000,00 Euro
2022 51.430,00 Euro
2023 97.160,00 Euro
* Summen exklusive der Reisekosten für die Teilnahme des BMEL und
des Generalbeauftragten des BMEL für das Bilaterale
Kooperationsprogramm (GFA).
** Schätzungen
Die nahezu äquivalenten chinesischen Partnerbeiträge zur Finanzierung der
Deutsch-Chinesischen Agrarwochen sind darin nicht enthalten. Die jeweiligen
Aufwendungen sind dabei abhängig von der Gesamtdauer der Veranstaltung,
der Integration weiterer Formate (z. B. Fachsymposien,
Agribusinesskonferenz), dem Veranstaltungsort, den begleitenden Exkursionen und dem Format
(virtuell, hybrid oder in Präsenz).
f) Welche Themen und Anliegen wurden im Rahmen der
Delegationsreise prioritär seitens der Bundesregierung vorgetragen?
g) Welche Themen und Anliegen wurden im Rahmen der
Delegationsreise von der chinesischen Seite vorgetragen, und wie soll mit diesen
Anliegen weiter verfahren werden?
Die Fragen 4f und 4g werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Vor dem Hintergrund der China-Strategie und nach mehrjähriger
pandemiebedingter Pause war es dem BMEL ein besonderes Anliegen, den Gesprächsfaden
zu Themen der Marktöffnung und der nachhaltigen Entwicklung der Agrar-
und Ernährungssysteme mit der chinesischen Seite wieder aufzunehmen.
Zu den konkreten Inhalten vertraulicher Gespräche äußert sich die
Bundesregierung grundsätzlich nicht.
5. Welche konkreten Fortschritte konnten durch die Parlamentarische
Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick bzw. die Bundesregierung im Rahmen
der Delegationsreise hinsichtlich der Verhandlungen zu einer
Regionalisierungsvereinbarung für den Export von Schweinefleisch aus
Deutschland nach China erreicht werden, nachdem zuvor bereits eine Einigung
zur Bildung einer technischen Arbeitsgruppe zwischen dem BMEL und
der Generalzollbehörde Chinas (GACC) zum substanziellen Austausch
über die Regionalisierung erreicht werden konnte?
a) Wie sieht das genaue weitere Verfahren zum substanziellen
Austausch über das Regionalisierungsabkommen bei Schweinefleisch
aus, welches die Bundesregierung in Rahmen einer Einigung zur
Bildung einer technischen Arbeitsgruppe zwischen dem BMEL und der
GACC erzielen konnte (vgl. Antwort zu den Fragen 61 f. auf
Bundestagsdrucksache 20/8548)?
b) Ist die Risikobewertung Deutschlands im Hinblick auf die
Regionalisierung durch die chinesische Seite bereits abgeschlossen bzw. wie
ist hier der Zeitplan (vgl. Antwort zu den Fragen 61 f. auf
Bundestagsdrucksache 20/8548)?
c) Welche nächsten Gespräche haben im Hinblick auf die
Regionalisierung in diesem Jahr bereits stattgefunden, und wann sind weitere
Gespräche geplant?
d) Wann wurden seitens der Bundesregierung Fragen und Antworten an
die chinesische Seite übermittelt, und wie viel Zeit war seit der
Aufforderung durch die chinesische Seite bis dahin verstrichen?
9. Wurden nach Kenntnis der Bundesregierung vereinbarte
Gesprächstermine zwischen den Delegationsmitgliedern und den Vertretern der GACC
kurzfristig abgesagt, und wenn ja, von welcher Seite wurden die Termine
abgesagt, und was waren die Gründe?
Die Fragen 5 bis 5d und 9 werden aufgrund des Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Das Thema Regionalisierung konnte auf der Reise gegenüber dem chinesischen
Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung angesprochen
werden. Die primäre Zuständigkeit liegt hierfür bei der Zentralen Zollbehörde
(GACC). Um die Risikobewertung durchführen zu können, hatte das BMEL
vor der Reise Antworten auf einen umfangreichen Fragebogen an GACC
übermittelt. Allerdings wurde das geplante Gespräch kurzfristig seitens der GACC
mit dem Verweis auf terminliche Gründe abgesagt. Das BMEL steht für
Gespräche weiterhin zur Verfügung.
6. Welche konkreten Fortschritte konnten durch die Parlamentarische
Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick bzw. die Bundesregierung im Rahmen
der Delegationsreise für den Export von Schaf- und Ziegenfleisch sowie
Wolle aus Deutschland nach China erreicht werden?
Das chinesische Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
und das BMEL stehen zu dem Thema in technischem Austausch. Seitens der
Volksrepublik China besteht allerdings nach wie vor eine offizielle Sperre für
die Einfuhr von Produkten großer und kleiner Wiederkäuer aus Deutschland
wegen des Nachweises von Fällen der Bovinen spongiformen Enzephalopathie
(BSE) bzw. Transmissibler spongiformen Enzephalopathien (TSE) in
Deutschland. Aktuell läuft das Verfahren zur Aufhebung der BSE-Sperre für
Rindfleisch. Sobald dieses Verfahren abgeschlossen ist, können die Verhandlungen
zur Marktöffnung für Schaf- und Ziegenfleisch (unter anderem Aufhebung der
Sperre wegen Scrapie) begonnen werden.
7. Welche konkreten Fortschritte konnten durch die Parlamentarische
Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick bzw. die Bundesregierung im Rahmen
der Delegationsreise hinsichtlich einer Eindämmung möglicher
irregulärer Exporte fortschrittlicher Biokraftstoffe erreicht werden, und wurden
Fragen zur Prüfung von betrügerisch deklariertem Biodiesel bzw.
betrügerisch deklarierten Rohstoffen für den Export in die EU bzw. nach
Deutschland zum Zweck der Doppelanrechnung auf die nationale THG-
Quotenverpflichtung (THG = Treibhausgas) angesprochen?
a) Welche konkreten Fortschritte konnten durch die Parlamentarische
Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick bzw. die Bundesregierung im
Rahmen der Delegationsreise hinsichtlich der derzeit nicht stattfindenden
Vor-Ort-Kontrollen der Zertifizierungsstellen erreicht werden?
b) Sollen nach Kenntnis der Bundesregierung künftig Vor-Ort-
Kontrollen in den nach EU-Recht zertifizierten Unternehmen durch
national zuständige Behörden (Bundesanstalt für Landwirtschaft und
Ernährung – BLE) im Rahmen sogenannter Witness-Audits
zulässigerweise durchgeführt werden können (siehe zum Beispiel
Indonesnien)?
c) Wann genau werden nach Kenntnis der Bundesregierung die Vor-Ort-
Kontrollen, die gemäß Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung
(Biokraft-NachV) explizit vorgesehen sind, wieder anlaufen, und
prüft die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung als
zuständige Behörde, ob alternativ die Anerkennung von
Zertifizierungsstellen im Fall fehlender Vor-Ort-Kontrollen beschränkt werden kann
(§ 26 Absatz 5 Biokraft-NachV), und warum macht die BLE derzeit
von dieser Regelung keinen Gebrauch?
Die Fragen 7 bis 7c werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Zu vertraulichen Gesprächen äußert sich die Bundesregierung grundsätzlich
nicht.
8. Trifft es nach Kenntnis der Bundesregierung zu, dass zeitgleich zur
Delegationsreise eine Tagung unter Beteiligung der General Administration
of Customs of the People's Republic of China stattgefunden hat und dort
Fragen zum Import und Export von tierischen Erzeugnissen erörtert
wurden, wenn ja, wie war die Bundesrepublik Deutschland bei dieser Tagung
eingebunden und vertreten, und welche weiteren Länder waren nach
Kenntnis der Bundesregierung mit welchen Tagungsbeiträgen vertreten?
18. Welchen Anteil haben nach Kenntnis der Bundesregierung die aus der
Volksrepublik China importierten synthetisch hergestellten Aminosäuren
an den insgesamt in der Tierernährung eingesetzten synthetisch
hergestellten Aminosäuren?
21. Welchen Anteil haben nach Kenntnis der Bundesregierung die aus der
Volksrepublik China importierten synthetisch hergestellten Aminosäuren
an den insgesamt in der Tierernährung eingesetzten synthetisch
hergestellten Aminosäuren?
23. Wie viele Teiglinge (in Stück und Tonnen) wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 2018 aus der Volksrepublik China nach
Deutschland importiert (bitte jährlich angeben), und bei wie vielen Proben wurde
hierbei ein Überschreiten der Rückstandshöchstgehalte (RHG)
festgestellt?
Die Fragen 8, 18, 21 und 23 werden gemeinsam beantwortet.
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Kenntnisse vor.
10. Wann, und wo soll nach Kenntnis der Bundesregierung die 10. Deutsch-
Chinesische Agrarwoche stattfinden?
Die 10. Deutsch-Chinesische Agrarwoche wird voraussichtlich Ende Oktober/
Anfang November 2024 stattfinden. Ein Tagungsort wurde noch nicht
festgelegt.
11. Kann die Bundesregierung die Erkenntnisse der Fragesteller bestätigen,
dass sich eine chinesische Delegation zum Global Forum for Food and
Agriculture (GFFA) 2024 angekündigt hat?
Diese Erkenntnis ist zutreffend.
12. Wie sollen nationale und internationale Wirtschaftsvertreter nach den
Plänen der Bundesregierung im Rahmen der GFFA hochrangig
eingebunden werden?
Im Rahmen verschiedener Fachveranstaltungen wurden nationale und
internationale Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter im Rahmen des Global Forum
for Food an Agriculture (GFFA) 2024 eingebunden. Die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer können unter
https://www.gffa-berlin.de abgerufen werden.
13. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Importe von
landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus den Mercosur-Staaten in die
Volksrepublik China seit 1999 entwickelt, und welche Schlussfolgerung
zieht die Bundesregierung aus dieser Entwicklung?
14. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Exporte von
landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus den Mercosur-Staaten in die
Volksrepublik China seit 1999 entwickelt, und welche
Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus dieser Entwicklung?
Die Fragen 13 und 14 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Kenntnisse vor.
15. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Importe von
landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus den Mercosur-Staaten in die
Europäische Union seit 1999 entwickelt?
16. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Exporte von
landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus den Mercosur-Staaten in die
Europäische Union seit 1999 entwickelt?
Die Fragen 15 und 16 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Handelsdaten können unter
https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/book
mark/4b61a683-cce5-4566-9b5c-90bcc9c6268d?lang=de abgerufen werden.
17. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Importe von
synthetisch hergestellten Aminosäuren aus der Volksrepublik China in die
Europäische Union seit 2010 entwickelt?
19. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Importe von
synthetisch hergestellten Aminosäuren aus der Volksrepublik China in die
Europäische Union seit 2010 entwickelt?
20. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Importe von
Vitamin B2 (Riboflavin) aus der Volksrepublik China in die Europäische
Union seit 2010 entwickelt, und welcher Anteil davon wird in
biotechnologischen Verfahren hergestellt?
Die Fragen 17, 19 und 20 werden aufgrund des Sachzusammenhang
gemeinsam beantwortet.
Im Jahr 2010 betrug der Import von „WA2922 – Amine mit Sauerstoff-
Funktionen“ in die EU 92 700 142 kg, im Jahr 2022 betrug der Import in die EU
550 018 511 kg.
Die Importe von „WA2936 23 – Vitamin B2 und seine Derivate“ in die EU
betrug im Jahr 2010 647 077 kg, im Jahr 2022 betrug der Import in die EU
304 694 kg.
22. Welche Mitgliedstaaten der Europäischen Union exportieren nach
Kenntnis der Bundesregierung derzeit Schaf- und Ziegenfleisch sowie Wolle in
die Volksrepublik China?
Frankreich und Irland exportierten im Jahr 2022 Schaf- und Ziegenfleisch in
die Volksrepublik China.
Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Ungarn, Irland, Italien,
Niederlande, Rumänien und Schweden exportierten im Jahr 2022 Wolle in die
Volksrepublik China.
24. In welcher Höhe wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in China
produzierte fortschrittliche Biokraftstoffe im Zeitraum von Januar 2022
bis Dezember 2023 in die BLE-Datenbank Nabisy zur Anrechnung auf
die THG-Quote nach § 37a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes
(BImSchG) eingestellt (bitte monatsscharf die Mengen auflisten)?
In der nachfolgenden Tabelle werden die Mengen, der in der staatlichen
Datenbank Nabisy für die Jahre 2022 und 2023 eingestellten
Nachhaltigkeitsnachweise für fortschrittliche Biokraftstoffe aufgeführt. Die Mengen sind nach
Kalendermonaten aufgeschlüsselt. Nabisy macht keine Angaben bezüglich der
Mengen von fortschrittlichen Biokraftstoffen, welche tatsächlich auf die
deutsche Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) angerechnet wurden.
2022 Menge in m³
2022_1 142.636
2022_2 73.807
2022_3 168.799
2022_4 151.223
2022_5 158.539
2022_6 140.286
2022_7 205.606
2022_8 204.751
2022_9 192.448
2022_10 158.920
2022_11 370.305
2022_12 200.087
2023 Menge in m³
2023_1 309.629
2023_2 211.768
2023_3 313.603
2023_4 291.812
2023_5 251.082
2023_6 137.599
2023_7 150.561
2023_8 235.465
2023_9 190.404
2023_10 185.417
2023_11 132.874
2023_12 167.442
25. In welcher Höhe wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in China
produzierte fortschrittliche Biokraftstoffe (Fettsäuremethylester [FAME]
und Hydrogenated Vegetable Oils [HVO]) mit dem Biomassecode
„Fettabscheiderinhalt“ (w020305-01 bzw. ab Juli 2023 w020305-91) im
Zeitraum von Januar 2022 bis Dezember 2023 in die BLE-Datenbank Nabisy
zur Anrechnung auf die THG-Quote nach § 37a BImSchG eingestellt
(bitte monatsscharf die Mengen auflisten)?
In den nachfolgenden Tabellen sind die Mengen, der in der nationalen
Datenbank Nabisy für die Jahre 2022 und 2023 erfassten Nachhaltigkeitsnachweise
an fortschrittlichen Biokraftstoffen für die Biokraftstoffart FAME mit den
Biomassecodes 3826-w020305-01 und 3826-w020305-91 aufgeführt. Die Mengen
sind aufgeschlüsselt nach den Kalendermonaten. Der letztgenannte
Biomassecode wurde im Juli 2023 eingeführt. Dementsprechend wurden vor diesem
Zeitpunkt keine Nachhaltigkeitsnachweise für diesen Biomassecode in die
Datenbank eingestellt. In den Zeiträumen, die nicht in den folgenden Tabellen
aufgeführt sind, wurden keine Mengen in Nabisy erfasst. Für die Biokraftstoffart
HVO mit den Biomassecodes 15162-w020305 und 15162-w020305-91 wurden
im angefragten Zeitfenster keine Nachhaltigkeitsnachweise in der nationalen
Datenbank dokumentiert.
FAME: 3826-w020305-01
2022 Menge in m³
2022_8 5.858
2022_9 11.808
2022_11 41.108
2022_12 53.831
2023 Menge in m³
2023_1 49.897
2023_2 41.601
2023_3 53.338
2023_4 50.599
2023_5 22.289
2023_6 13.335
FAME: 3826-w020305-91
2023 Menge in m³
2023_8 28.683
2023_9 27.864
2023_10 25.321
2023_11 11.989
2023_12 42.931
26. In welcher Höhe wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in China
produzierte fortschrittliche Biokraftstoffe (FAME und HVO) mit dem
Biomassecode „waste of processing vegetable fats, lubricants and soaps“
(w070699) im Zeitraum von Januar 2022 bis Dezember 2023 in die
BLE-Datenbank Nabisy zur Anrechnung auf die THG-Quote nach § 37a
BImSchG eingestellt (bitte monatsscharf die Mengen auflisten)?
In den nachfolgenden Tabellen werden die Mengen, der in der staatlichen
Datenbank Nabisy eingestellten Nachhaltigkeitsnachweise an fortschrittlichen
Biokraftstoffen für die Biokraftstoffart HVO mit den Biomassecodes 15162-
w070699 und für die Biokraftstoffart FAME mit den Biomassecodes 3826-
w070699 aufgelistet. Die Mengen wurden nach Kalendermonaten
aufgeschlüsselt. In den Zeiträumen, die in den untenstehenden Tabellen nicht aufgeführt
sind, wurden keine Nachhaltigkeitsnachweise in der Datenbank erfasst.
HVO: 15162-w070699
2023 Menge in m³
2023_6 5.153
2023_8 5.149
2023_9 6.664
2023_10 7.414
2023_11 7.479
2023_12 6.066
FAME: 3826-w070699
2023 Menge in m³
2023_1 963
2023_3 20.461
2023_4 50.384
2023_5 74.790
2023_6 27.364
2023_7 26.988
2023_8 5.699
2023_9 12.554
2023_10 2.306
2023_11 15.590
2023_12 9.180
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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