Deutscher Bundestag Drucksache 20/14426
20. Wahlperiode 23.12.2024
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Cornelia Möhring, Dr. Dietmar Bartsch,
Jörg Cezanne, weiterer Abgeordneter und der Gruppe Die Linke
– Drucksache 20/13918 –
Engagement der deutschen Bundesregierung im Zusammenhang mit
Wasserstoffprojekten in Namibia
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundesregierung ist zunehmend in die Finanzierung sogenannter grüner
Wasserstoffprojekte in Namibia involviert (
www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pres
semitteilungen/2024/03/20240320-zukunftsweisende-wasserstoff-und-ptx-koo
peration.html), die als Schlüsselinitiative für eine nachhaltige Energiewende
vermarktet werden. Diese Projekte, die oft unter Beteiligung deutscher
Unternehmen und Entwicklungsbanken entwickelt werden, zielen darauf ab, mit
namibischen Partnern Wasserstoff als „sauberen“ Energieträger für den Export
zu produzieren. Kritikerinnen und Kritiker heben jedoch hervor, dass diese
Vorhaben oft mit erheblichen sozialen und ökologischen Herausforderungen
verbunden sind und historische Ungerechtigkeiten und koloniale
Abhängigkeiten fortschreiben könnten. Insbesondere gibt es Bedenken hinsichtlich der
mangelnden Transparenz, der unzureichenden Beteiligung lokaler
Gemeinschaften und der potenziellen Umweltschäden. Zudem wird die Frage
aufgeworfen, inwieweit die lokale Bevölkerung tatsächlich von diesen Projekten
profitiert oder ob wirtschaftliche Interessen dominieren. Vor diesem
Hintergrund ist es wichtig, die Bundesregierung zur Verantwortung zu ziehen und
genauere Informationen über die Einhaltung sozialer und ökologischer
Standards, die Mitsprachemöglichkeiten betroffener Gruppen und die
Berücksichtigung globaler Gerechtigkeitsprinzipien in diesen Projekten
aufrechtzuerhalten.
1. Was ist laut Kenntnis der Bundesregierung der konkrete Inhalt des
offiziellen Kooperationsabkommens zur Wasserstoffwirtschaft, das am
29. März 2022 zwischen der Bundesregierung, vertreten durch den
Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Robert Habeck
(Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz – BMWK), und dem
namibischen Energieministerium unterzeichnet wurde, und welche Akteure
waren an der Erstellung des Abkommens konkret beteiligt?
Im Rahmen der im März 2022 zwischen dem Bundesministerium für
Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und dem namibischen Energieministerium
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz
vom 23. Dezember 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
unterzeichneten Joint Declaration of Intent (JDoI) wurde eine verstärkte
Zusammenarbeit entlang der kompletten Wertschöpfungskette von grünem
Wasserstoff (Produktion, Weiterverarbeitung, Speicherung, Transport und
Anwendung) und seinen Derivaten vereinbart. Diese umfasst unter anderem die
Förderung von deutsch-namibischen Projekten im Sektor, die Zusammenarbeit in den
Bereichen Forschung, Know-How- und Technologietransfer, den Aufbau von
technischen und regulatorischen Kapazitäten in Namibia zur Entwicklung des
Sektors sowie die Prüfung der Möglichkeiten zur strategischen Abnahme von
in Namibia produzierten grünen Wasserstoffderivaten in Deutschland. Die
Erstellung des JDoI erfolgte in Abstimmung zwischen dem BMWK und dem
namibischen Energieministerium mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft
für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) als Durchführungsorganisation für
die Energie- und Wasserstoffpartnerschaften mit afrikanischen Ländern.
2. Welche Mittel hat die Bundesregierung seit 2017 für die Finanzierung
ihres grünen Energieübergangs auf nationaler und internationaler Ebene
bereitgestellt, und welcher Prozentsatz dieser Mittel fließt in grüne
Wasserstoffprojekte in Namibia (bitte tabellarisch nach Jahren, Laufzeit,
Projektbeschreibung, Land, Höhe der Mittel, Haushaltstitel, prozentualem
Anteil des Landes, prozentualem Anteil Namibias, Gesamtkosten
aufschlüsseln)?
Die Energiewende in Deutschland, eingebettet in den globalen Klimaschutz, ist
für die Bundesregierung zentral und spiegelt sich entsprechend in einem sehr
breiten und umfangreichen Katalog an sehr spezifischen Maßnahmen
unterschiedlicher Politikfelder. Entsprechend kann die Frage zur „Finanzierung des
grünen Energie-Übergangs auf nationaler und internationaler Ebene“ seit 2017
regionenübergreifend global („international“) nicht in der vorgegebenen Frist
beantwortet werden. Daher kann auch nicht ermittelt werden, welcher
Prozentsatz davon in grüne Wasserstoffprojekte in Namibia geflossen ist.
3. Was waren die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien, die vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemäß Nummer 6.3.1
der gemeinsamen Absichtserklärung Deutschlands und Namibias vom
August 2021 über das Potenzial der grünen Wasserstoffproduktion in
Namibia finanziert wurden?
4. Welche sozialen, ökologischen und finanziellen Risiken wurden in der
Machbarkeitsstudie in Frage 3 laut Kenntnis der Bundesregierung
identifiziert?
Die Fragen 3 und 4 werden gemeinsam beantwortet.
In Abstimmung mit der namibischen Regierung wurden im Rahmen der
Absichtserklärung, offiziell „Joint Communique of Intent on Cooperation in the
field of energy resources (JCoI)“ keine Machbarkeitsstudien aus für das JCoI
bereitgestellten Mitteln finanziert.
5. Wie plant die Bundesregierung konkret, möglichen Problemen wie
knapper Wasserverfügbarkeit, bestehenden Landrechten, regulatorischen
Lücken und der mangelnden Verfügbarkeit von Fachkräften bei der grünen
Wasserstoffproduktion in Namibia entgegenzuwirken?
Über technische Beratung bei der Transformation des Energiesektors, der
langfristigen Energieplanung, der netzgebundenen und netzunabhängigen
Regulierung und Marktentwicklung und Netzintegration erneuerbarer Energien
unterstützt die Bundesregierung grundsätzlich die politischen Partner in Namibia
dabei, regulatorische Lücken im Ausbau erneuerbarer Energien zu schließen.
Auch die Entwicklung eines regulatorischen Rahmens für grüne
Wasserstoffprojekte wird über Beratungsmaßnahmen und technischen Dialog durch die
Bundesregierung gefördert. Die Bundesregierung unterstützt darüber hinaus
bereits die Ausbildung von einheimischen Fachkräften über industriezertifizierte
Kurzschulungen und duale Ausbildungsgänge zum Erwerb von zusätzlichen
Qualifikationen für Fachkräfte, die für den Ausbau von erneuerbaren Energien
benötigt werden – z. B. Technikerinnen und Techniker, Monteurinnen und
Monteure, Elektrikerinnen und Elektriker.
6. Was ist der Bundesregierung darüber bekannt bzw. welche Garantien
setzt sie selbst ein, damit vom Bund geförderte Wasserstoffprojekte
tatsächlich als „grün“ bezeichnet werden können?
Betreffend Wasserstoffprojekte im Ausland wurden die einschlägigen
Voraussetzungen aus der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (gegebenenfalls ergänzt
durch die delegierte Kommissionsverordnung zur Erzeugung erneuerbarer
Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs) bei Definition der
Fördervoraussetzungen beachtet. Die geforderte Verwendung von Elektrizität aus erneuerbaren
Energiequellen für die Elektrolyse stellt sicher, dass der Wasserstoff „grün“
hergestellt wird.
7. Ist der Bundesregierung bekannt, ob Namibia auch die Herstellung von
Wasserstoff aus fossilen Energiequellen plant?
Nach Kenntnis der Bundesregierung ist eine Herstellung von Wasserstoff aus
fossilen Quellen aktuell nicht geplant. Momentan wird in Namibia kein Erdgas
gefördert.
8. Welche konkreten Beiträge leistet die Bundesregierung, um
sicherzustellen, dass es bei dem „grünen“ Wasserstoffprojekt in Namibia nicht zu
einer Vermischung unterschiedlicher Wasserstoffarten kommt?
Auf die Antwort zu Frage 7 wird verwiesen. Unabhängig davon engagiert sich
die Bundesregierung in Namibia für den Aufbau eines regulatorischen
Rahmens für den Wasserstoffsektor. Hierzu gehört auch die Etablierung von
Standards und Zertifizierungsmechanismen, die Transparenz über die Eigenschaften
der gehandelten Wasserstoffprodukte herstellen und letztlich auch die Qualität
von ausschließlich „grün“ erzeugtem H2 sicherstellen sollen.
9. Beabsichtigt die Bundesregierung, sich dafür einzusetzen, dass ein
signifikanter Anteil des in Namibia hergestellten „grünen“ Wasserstoffs
tatsächlich in Namibia verbraucht wird und die Priorisierung der
internationalen Nachfrage nach grünem Wasserstoff nicht zulasten der
Entkarbonisierung des namibischen Energiemixes erfolgt, wenn ja, wie, und wenn
nein, warum nicht?
Die Entscheidung über die Nutzung bzw. den Verkauf des in Namibia
produzierten grünen Wasserstoffs und seiner Derivate wird von den dort
produzierenden Unternehmen getroffen. Es liegt ebenfalls im Ermessen der namibischen
Regierung, die Anreize für den Aufbau einer inländischen
Wasserstoffwirtschaft weiter zu verbessern und gegebenenfalls auch mit dem grünen
Wasserstoff produzierenden Unternehmen Abnahmeverträge auszuhandeln. Nach dem
Kenntnisstand der Bundesregierung hat die namibische Regierung bislang kein
derartiges Interesse bekundet. Dennoch unterstützt die Bundesregierung mit
unterschiedlichen Maßnahmen bereits Vorhaben, die auch die Anwendung von
grünem Wasserstoff in Namibia begünstigen (siehe zum Beispiel die Antwort
zu Frage 26). Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass grüne
Wasserstoffprojekte zulasten der Dekarbonisierung des namibischen Strommixes erfolgen, da
zum Beispiel Großprojekte wie Hyphen den benötigten grünen Strom dezentral
und zusätzlich erzeugen. Darüber hinaus ist sogar geplant, erzeugten
Überschussstrom in das namibische Stromnetz einzuspeisen, was die
Dekarbonisierung des namibischen Strommixes weiter voranbringt.
10. Welche besonderen Herausforderungen wurden in den ersten
Pilotprojekten zur Produktion von grünem Wasserstoff in Namibia identifiziert, die
von der Bundesregierung oder im Rahmen der deutschen
Entwicklungszusammenarbeit unterstützt werden?
Die Projekte befinden sich noch in der Anfangs- oder Umsetzungsphase.
Besondere Herausforderungen in der konkreten Umsetzung konnten bisher nicht
identifiziert werden. Allerdings stehen alle Vorhaben, wie auch andere grüne
Wasserstoffvorhaben weltweit, vor der Herausforderung, langfristige
Abnahmeverträge zu schließen, da der Markt sich aktuell noch im Hochlauf befindet.
Grundsätzlich besteht mit Blick auf grüne Wasserstoffvorhaben in Namibia,
auch solche, die bisher nicht von der Bundesregierung konkret unterstützt
werden, außerdem die Herausforderung der Verfügbarkeit von Fachkräften. Mit
Blick auf das Hyphen-Vorhaben wird eine der zentralen Herausforderungen der
Zuzug von Arbeitskräften und den damit verbundenen erwarteten Effekten auf
die Stadtentwicklung im direkten Umfeld (insbesondere Lüderitz) bestehen. In
beiden Bereichen unterstützt die Bundesregierung die namibische
Partnerregierung im Zuge der Entwicklungszusammenarbeit.
11. Welche Produktionsziele für grünen Wasserstoff wurden in Studien, die
im Auftrag des BMBF durchgeführt wurden, festgelegt, und wie
bewertet die Bundesregierung die Prognosen diverser Studien für 2030, 2040
und 2050?
Es wird auf die Antwort zu Frage 3 verwiesen.
12. Wie kann Namibia laut Kenntnis der Bundesregierung die angestrebte
Produktionskapazität sicherstellen, und welche Maßnahmen ergreift die
Bundesregierung, um eine langfristige Nachfrage für Wasserstoff aus
Namibia in Deutschland sicherzustellen?
Es wird darauf verwiesen, dass es in der Verantwortung der namibischen
Regierung liegt, im Rahmen der vertraglichen Absprachen mit den Projektbetreibern
die angestrebte Produktionskapazität sicherzustellen. Der Bundesregierung
liegen hierzu keine gesonderten Erkenntnisse vor. Zur Sicherstellung einer
verlässlichen Nachfrage für Wasserstoffproduzenten hat die Bundesregierung wie
auch die EU zahlreiche Instrumente entwickelt (beispielsweise.
Klimaschutzverträge, H2Global, IPCEI-Projekte, EU ETS, European Hydrogen Bank). Die
Importstrategie der Bundesregierung für Wasserstoff und Wasserstoffderivate
geht davon aus, dass 2030 rund 50 bis 70 Prozent des deutschen
Wasserstoffbedarfs importiert werden muss.
13. Welche konkreten Beiträge leistet die Bundesregierung, um
sicherzustellen, dass die Produktion von grünem Wasserstoff in Namibia zu dessen
nachhaltiger Entwicklung beiträgt und die wirtschaftlichen Vorteile fair
verteilt werden?
Es wird auf die Antwort zu Frage 5 verwiesen. Die Bundesregierung unterstützt
bereits ihre namibischen Partner im Bereich integrierte Stadtentwicklung in
Lüderitz und Aus; zum Beispiel bei einer nachhaltigen
Verwaltungsmodernisierung und vorausschauenden Stadtplanung, bei der alle Bevölkerungsgruppen
miteinbezogen werden. Darüber hinaus hat die Bundesregierung die
namibischen Partner durch eine Studie bei der Erarbeitung ihrer „Green
Industrialisation Strategy“ unterstützt. Durch die Strategie verdeutlicht Namibia die Absicht,
durch grünen Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe (PtX) zur Schaffung
einer grünen Industrialisierung mit heimischen Wertschöpfungsketten (z. B.
Eisen, Lithium, Stahl) beizutragen und dadurch sozioökonomische Ungleichheit
überwinden zu können. Im Rahmen der Wasserstoff- und PtX-Partnerschaft mit
Namibia legt die Bundesregierung ihren Fokus künftig zudem auf die Themen
ESG- Aspekte (Umwelt, Soziales und Governance) von grünen
Wasserstoffprojekten sowie grüne Wertschöpfung und wird entsprechende Maßnahmen zur
Unterstützung der namibischen Regierung in diesen Bereichen umsetzen.
14. War die Bundesregierung in die Southern Corridor Development
Initiative (SCDI) involviert, und wenn ja, wie?
Die Southern Corridor Development Initiative (SCDI) ist ein namibisches
Vorhaben. Die Bundesregierung war hier nicht involviert.
15. Welche konkreten Beiträge leistet die Bundesregierung, um
sicherzustellen, dass die Produktion von Wasserstoff in dieser Region, insbesondere
im Rahmen des Hyphen-Projekts mit einem angestrebten Ziel von bis zu
350 000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr, ökologisch und sozial
verantwortlich erfolgt?
Im Rahmen der deutsch-namibischen Zusammenarbeit im Wasserstoffsektor
spielen die Themen ökologische Nachhaltigkeit und Biodiversität eine wichtige
Rolle. Die Bundesregierung unterstützt daher das Green Hydrogen Namibia
Programme finanziell bei der Vorbereitung, Koordinierung und Vergabe von
Umweltverträglichkeitsprüfungen für zwei der drei von der namibischen
Regierung ausgewählten hydrogen valleys (lokale Industrie- oder Verkehrscluster, in
denen die lokale Nachfrage mit erneuerbarem Wasserstoff versorgt wird). Bei
dem Hyphen-Projekt handelt es sich um ein privatwirtschaftliches Projekt.
Sofern für Lieferungen an ein Wasserstoff-Projekt eine Exportkreditgarantie oder
für seine Finanzierung eine Garantie für Ungebundene Finanzkredite oder eine
Investitionsgarantie zur Absicherung gegen politische Risiken beantragt wird,
erfolgt als Teil des Antragsverfahrens eine umfassende Prüfung der umwelt-,
sozial- und menschenrechtlichen Aspekte auf Basis internationaler Standards
(in der Regel IFC Performance Standards). Die Übernahme einer Deckung setzt
voraus, dass das Projekt im Einklang mit den oben genannten Standards
umgesetzt wird. Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 5 und 13
verwiesen.
16. Welche Rolle spielte die Bundesregierung bei der Entwicklung der
namibischen Politik für erneuerbare Energien und Governance-Strukturen,
wie in den Nummern 6.3.3 und 6.3.4 der gemeinsamen
Absichtserklärung beschrieben, und wie wurden Menschenrechts- und
Umweltschutzmaßnahmen integriert?
Es wird auf die Antwort zu Frage 5 verwiesen. Zudem unterstützt das von
mehreren europäischen Partnern, darunter auch Deutschland (Bundesministerium
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – BMZ), geförderte
Global Energy Transformation Programme (Get.Pro) Namibia mit einer
Ländermaßnahme „Accelerating Namibia’s Energy Transition“. Diese wird über die
Komponente GET.Transform in Zusammenarbeit mit der EU-Delegation
umgesetzt. Wichtige Projektpartner sind Ministry of Mines and Energy (MME),
Electricity Control Board (ECB) und der staatliche Energieversorger Nam
Power. Der Fokus liegt auf der Schaffung von Rahmenbedingungen für
Investitionen und die Netzintegration Erneuerbarer Energien.
Ferner macht die Bundesregierung auch im Wasserstoffsektor im Sinne der
Ziele der Vereinten Nationen (VNG) für nachhaltige Entwicklung (Sustainable
Development Goals – SDGs) ganzheitliche Kooperationsangebote, um die
Wertschöpfung in Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit zu steigern
und zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort beizutragen
(einschließlich des Zugangs zu Energie und Trinkwasser). Dies erfolgt stets in einem
konstruktiven, gleichberechtigten Dialog mit unseren Partnern.
17. Was bedeutet der Status des Hyphen-Hydrogen-Energy-Projekts als
„strategisches Auslandsprojekt“ der Bundesregierung in Bezug auf
staatliche Investitionen und andere Verpflichtungen?
Das Hyphen-Projekt wurde bislang noch nicht als strategisches
Auslandsprojekt eingestuft. Es wurde vielmehr ein sogenannter “qualifizierter Letter of
Interest” (LoI) ausgestellt. Der LoI teilt mit, dass das Projekt grundsätzlich
geeignet erscheint für eine Einstufung als „Auslandsprojekt im strategischen
Interesse der Bundesrepublik Deutschland” (kurz: strategisches Auslandsprojekt).
Eine abschließende Entscheidung zur Einstufung als strategisches
Auslandsprojekt erfordert zusätzliche Informationen zur Bedeutung des Projektes für den
Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland, zum Beispiel durch
Informationen zu den eingesetzten Technologien und Ausrüstungen sowie zum
Abnahmekonzept und erfolgt somit auf Basis eines hinreichend entwickelten
Projektkonzepts.
Mit einer Einstufung von Auslandsprojekten als strategisch im Interesse der
Bundesrepublik Deutschland bekennt sich die Bundesregierung dazu, diese
Projekte besonders zu flankieren und durch Instrumente der
Außenwirtschaftsförderung gegebenenfalls zu besonderen Konditionen zu unterstützen.
18. Werden laut Kenntnis der Bundesregierung deutschen Unternehmen wie
Enertrag und RWE für ihre geplante Beteiligung an Wasserstoffprojekten
in Namibia, insbesondere in der südlichen Region Kharas, finanzielle
Garantien oder Unterstützungen gewährt, und wenn ja, welche?
Aktuell bestehen keine Exportkreditgarantien, Garantien für Ungebundene
Finanzkredite oder Investitionsgarantien. Das Hyphen-Vorhaben wird aktuell
auch durch keine anderen Instrumente der Bundesregierung finanziell
unterstützt. Für die Unterstützung anderer deutscher Unternehmen in Namibia wird
auf die Antworten zu den Fragen 26 und 28 verwiesen.
19. Wenn Frage 18 bejaht wird, über welche Strukturen verläuft diese
Förderung laut Kenntnis der Bundesregierung, und erfolgt dies etwa im
Rahmen der H2O-Global-Initiative?
Es wird auf die Antwort zu Frage 18 verwiesen.
20. Was ist der Bundesregierung über den Inhalt und die rechtliche
Bedeutung der Absichtserklärung von RWE zur Abnahme von Wasserstoff von
Hyphen bekannt?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse zu den Inhalten der
Absichtserklärung zwischen Hyphen und RWE vor.
21. Waren die namibische Regierung und die Bundesregierung in die
Anbahnung und den Abschluss dieses Abkommens in Frage 20 involviert, und
wenn ja, inwiefern (bitte tabellarisch gemeinsame Teilnahme an
Veranstaltungen und Reisen, das Herstellen von Kontakten, die Unterstützung
von Gesprächen oder etwaige finanzielle Garantien auflisten)?
Im Rahmen eines Offtake-Roundtables, der am 12. September 2022 im Kontext
der deutsch-namibischen Wasserstoff- und PtX-Partnerschaft organisiert wurde,
haben neben zahlreichen anderen Teilnehmenden auch Vertreter von Hyphen/
Enertrag und der RWE Trade & Supply GmbH teilgenommen. Inwieweit
Hyphen und RWE aufgrund oder im Nachgang dieser Veranstaltung in Kontakt
getreten sind, entzieht sich der Kenntnis der Bundesregierung. An der
konkreten Anbahnung oder dem Abschluss des Abkommens war die Bundesregierung
nicht beteiligt. Nach Kenntnisstand der Bundesregierung war die namibische
Regierung daran ebenfalls nicht beteiligt.
22. Ergeben sich nach Kenntnis der Bundesregierung für beide Länder aus
dieser Absichtserklärung in Frage 20 rechtliche Verpflichtungen und
Garantien, und wenn ja, welche?
Auf die Antwort zu Frage 20 wird verwiesen.
23. Was ist der Bundesregierung über den aktuellen Zeitplan für das
Hyphen-Projekt bekannt, welche Infrastruktur wurde bereits gebaut oder
wird in naher Zukunft gebaut, wird der Bau wie von Hyphen wie
angekündigt im Januar 2025 beginnen, und inwiefern fließt das erwartete
Abnahmevolumen (vor dem Hintergrund einer geplanten Produktionsmenge
von bis zu 350 000 Tonnen Wasserstoff) aus dem Hyphen-Projekt durch
RWE in die Planung der Bundesregierung für den Energiehaushalt ab
2025 ein?
Nach Kenntnisstand der Bundesregierung befindet sich das Vorhaben weiterhin
in der Planungs- und Entwicklungsphase. Da der Bau der Anlage
voraussichtlich erst 2026 beginnt und die Fertigstellung der ersten Bauphase ca. 2 Jahre in
Anspruch nehmen wird, wird für 2025 keine Abnahme in Deutschland aus dem
Vorhaben erwartet.
24. Finanziert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Projekte, die mit
der Wasserstoffproduktion in der Region Kharas verbunden sind (z. B.
Entsalzungsanlagen, Hafenbau, Stadtentwicklung, Berufsbildung), und
wenn ja, welche?
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 5 und 13 verwiesen.
25. Wie berücksichtigen und adressieren deutsche Entwicklungsprojekte in
Namibia Themen wie Landrechte, Governance, Wassermanagement und
Ressourcenschutz im Zusammenhang mit Investitionen in grünen
Wasserstoff (bitte tabellarisch Projekte, Projektpartner, Kosten, Ort
auflisten)?
Es gibt keine deutschen Entwicklungsprojekte zu den in der Frage genannten
Themenbereichen im Zusammenhang mit Investitionen in grünen Wasserstoff.
Das deutsche Engagement fokussiert die Themen Stadtentwicklung und
Fachkräfteausbildung (siehe Antwort zu den Fragen 5 und 13). Die in der
Fragestellung genannten Themen sind allgemein stets Thema der Zusammenarbeit, zum
Beispiel im Rahmen des entwicklungspolitischen Regierungsdialogs.
26. Fördert das BMBF aktuell Projekte mit Bezug zu Wasserstoff in
Namibia, wenn ja, welche, und wie ist jeweils der Projektstand?
Folgende Projekte mit Bezug zu Wasserstoff werden derzeit in Namibia
gefördert:
1. Daures Green Hydrogen Village: Demonstration der Produktion und
Nutzung von Grünem Wasserstoff in einem eigenen Forschungs- und
Entwicklungsumfeld. Die Projektarbeiten zum Aufbau der Anlagen werden 2025
abgeschlossen. Anschließend erfolgt im Rahmen des Projekts (Phase 1) die
Inbetriebnahme der Anlagen bis Ende 2025.
2. Cleanergy Project/Refueling Station Namibia: Wasserstoff-Produktion für
eine Tankstelle sowie Errichtung eines Schulungszentrums und damit
verbundene Forschung. Die Projektarbeiten zum Aufbau der gesamten Anlage
werden 2025 abgeschlossen. Anschließend erfolgt die Inbetriebnahme der
Anlage in Walvis Bay und weitere Forschung zu den Betriebsparametern
und Sicherheitsaspekten.
3. GreeN-H2-Namibia: Feasibility Study for Green Hydrogen in Namibia.
Projektstand: Erste Studienergebnisse wurden durch die DECHEMA
(Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V.) veröffentlicht.
Weitere Arbeiten stehen bis Ende der Laufzeit 2025 noch aus.
4. HyRail: Entwicklung und Demonstration einer Dual-Fuel-Lokomotive für
Namibia. Auf deutscher Seite haben erste wissenschaftliche Vorarbeiten
begonnen.
5. Scholarship Program: Akademische (Master) und nicht-akademische
Ausbildung im Bereich Grüner Wasserstoff. Der erste Durchgang wird Anfang
2025 seine Ausbildung abschließen können, der zweite Durchgang befindet
sich etwa bei der Halbzeit der Ausbildung und wird voraussichtlich Ende
2025 abschließen.
27. Fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (BMZ) aktuell Projekte mit Bezug zu Wasserstoff in
Namibia, wenn ja, welche, und wie ist jeweils der Projektstand?
Es wird auf die Antworten zu den Fragen 5 und 13 verwiesen. Darüber hinaus
wird aus regionalen Mitteln an die Southern African Development Community
(SADC) über die KfW Entwicklungsbank eine Project Preparation and
Development Facility (PPDF) unterstützt. Aus der PPDF wird eine vorbereitende
Studie für das Hyphen Energy Projekt finanziert. Alle Vorhaben befinden sich
aktuell in der Umsetzung.
28. Fördert das BMWK aktuell Projekte mit Bezug zu Wasserstoff aktuell in
Namibia, wenn ja, welche, und wie ist jeweils der Projektstand?
Das BMWK förderte von Dezember 2022 bis November 2024 das Projekt
„Oshivela“ (HyIron) in Namibia über die Förderrichtlinie für internationale
Wasserstoffprojekte mit insgesamt 13,8 Mio. Euro Investitionskostenzuschüssen.
Zuwendungsempfänger sind drei deutsche Unternehmen, die gemeinsam mit
namibischen Partnern das Projekt zur Herstellung von klimafreundlichem Eisen
mit Hilfe von erneuerbar produziertem Wasserstoff umsetzen. Das
Förderprojekt im industriellen Maßstab ist Ende November 2024 erfolgreich
abgeschlossen worden und wird in den nächsten Wochen in Betrieb gehen. Darüber hinaus
setzt das BMWK seit 2022 eine grüne Wasserstoff- und PtX-Partnerschaft mit
Namibia um. Außerdem unterstützt das BMWK den Aufbau des Green
Hydrogen Namibia Programme, welches die Rahmenbedingungen für eine grüne
Wasserstoffwirtschaft in Namibia schaffen soll. Das Vorhaben befindet sich
ebenfalls in der Umsetzung.
29. Fördern andere Bundesministerien aktuell Projekte mit Bezug zu
Wasserstoff in Namibia, wenn ja, welche, und wie ist jeweils der Projektstand?
Aktuell fördern keine anderen Bundesministerien Projekte im Bereich grüner
Wasserstoff in Namibia.
30. Welche persönlichen Kontakte hatten laut Kenntnis der Bundesregierung
Vertreterinnen oder Vertreter der Bundesregierung (Ministerialebene,
Staatssekretärsebene, Abteilungsleiterebene, Vertreter von sonstigen
Bundesbehörden oder im Auftrag der Bundesregierung Einrichtungen
und Organisationen wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau [KfW],
Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft [DEG], Deutsche
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) [GIZ GmbH] u. a.)
mit Regierungsvertretern aus Namibia im Zusammenhang mit der
Wasserstoffproduktion in Namibia (bitte nach Name, Funktion, Ort, Datum,
Anlass, Gesprächsinhalt auflisten)?
31. Welche persönlichen Kontakte hatten laut Kenntnis der Bundesregierung
Vertreterinnen oder Vertreter der Bundesregierung (Ministerialebene,
Staatssekretärsebene, Abteilungsleiterebene, Vertreter von sonstigen
Bundesbehörden oder im Auftrag der Bundesregierung Einrichtungen
und Organisationen wie KfW, DEG, GIZ u. a.) mit Vertretern der
Privatwirtschaft im Zusammenhang mit der Wasserstoffproduktion in Namibia
(bitte nach Name, Funktion, Ort, Datum, Anlass, Gesprächsinhalt
auflisten)?
Die Fragen 30 und 31 werden gemeinsam beantwortet.
Eine Einzelauflistung von Treffen im Sinne der Fragestellung ist in der Kürze
der Zeit nicht möglich.
Im Rahmen bestehender Formate der Bundesregierung wie den
Regierungskonsultationen und -verhandlungen oder der Wasserstoff- und PtX-Partnerschaft
mit Namibia finden aber regelmäßig Austausche mit Regierungsvertretern/-
innen aus Namibia auf allen Ebenen, auch im Zusammenhang mit der
Wasserstoffproduktion in Namibia, statt. Es hat zudem verschiedene Vorgespräche auf
Arbeitsebene mit der Privatwirtschaft zu den Möglichkeiten der
Außenwirtschaftsförderinstrumente gegeben, insbesondere zum sogenannten Hyphen-
Projekt. Hierbei wurden insbesondere das Antragsverfahren sowie die
Deckungsübernahmekriterien erläutert.
Darüber hinaus nahmen deutsche Regierungsvertreterinnen und
Regierungsvertreter an dem Global African Hydrogen Summit im September in Windhuk teil.
32. Welche Termine hat laut Kenntnis der Bundesregierung Rainer Baake,
Sonderbeauftragter für die deutsch-namibische Klima- und
Energiekooperation, seit seiner Einsetzung im Jahr 2021 in Deutschland in
Namibia und anderswo wahrgenommen, und wen hat er bei diesen
Terminen getroffen (bitte nach Namen der Gesprächspartner, Funktion, Ort,
Datum, Anlass, Gesprächsinhalt auflisten)?
Bundesminister Robert Habeck hat Herrn Staatssekretär a. D. Rainer Baake mit
Schreiben vom 31. März 2022 zum „Sonderbeauftragten des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz für die deutsch-namibische Klima- und
Energiekooperation“ ernannt. Zu den von Herrn Baake wahrgenommenen
Terminen siehe Anlage 1.*
33. Welche Kosten für den Bundeshaushalt sind seit 2021 für den
Sonderbeauftragten für die deutsch-namibische Klima- und Energiekooperation
entstanden (bitte nach Personalkosten, Reisekosten,
Veranstaltungskosten, Werbekosten aufschlüsseln)?
Da Herr Staatsekretär a. D. Baake die Aufgabe als Sonderbeauftragter
ehrenamtlich wahrnimmt, sind keine Personalkosten, Veranstaltungskosten und
Werbungskosten angefallen. Reisekosten wurden in Höhe von 25 017,23 Euro
erstattet. Zudem sind Transportkosten in Namibia im Wert von rund 5 000 Euro
angefallen.
34. Welche Kosten für den Bundeshaushalt sind seit 2021 für die Werbung
durch Bundesministerien für Wasserstoff entstanden (bitte nach
Werbekampagne, Ziel der Kampagne, Dauer, beauftragten Unternehmen,
Kosten pro Kampagne, Kosten gesamt aufschlüsseln)?
Das BMWK hat seit 2021 keine Werbekampagne mit dem Themenschwerpunkt
Wasserstoff durchgeführt. Im Rahmen der Kampagne „Deutschland kann grüne
Industrie“ wurde ein Best-Practice-Film produziert, der zeigt, wie Wasserstoff
dabei hilft, in der Produktionsanlage eines Maschinenbauunternehmens
überschüssige Energie aus der firmeneigenen Photovoltaikanlage zu speichern. Der
Film wurde durch den Rahmenvereinbarungspartner „Zum Goldenen Hirschen“
für etwa 45 220 Euro brutto produziert. Zum Zeitpunkt der Fragestellung lag
noch keine Abrechnung zur Bewerbung des Videos vor.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/14426 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
35. Wie viele Flugreisen hat der Sonderbeauftragte für die deutsch-
namibische Klima- und Energiekooperation seit 2021 unternommen (bitte nach
An- und Abreisedatum, Destination, Flugkilometern, CO2-Ausstoß
auflisten), und wurden diese Flugreisen kompensiert?
Zur Beantwortung siehe Anlage 2.* BMWK erstattet ausschließlich die
entstandenen notwendigen Aufwendungen für Reisen; die Kompensation von
Flugreisen gehört nicht dazu.
36. Welche Maßnahmen sieht die Bundesregierung vor, um mögliche
unangemessene Lobbyeinflüsse der Industrie auf ihre Wasserstoffstrategie zu
verhindern?
Grundsätzlich findet die Arbeit der Bundesregierung immer im Austausch mit
verschiedenen Stakeholdergruppen statt. Es existieren verschiedene
Maßnahmen und Mechanismen, die einen unangemessenen Einfluss einzelner Gruppen
vermeiden. Interessenvertreter sind durch das Lobbyregistergesetz verpflichtet,
für Transparenz zu sorgen. Sie müssen sich im Lobbyregister registrieren und
bei der Kontaktaufnahme auf ihre Funktion als Interessenvertreter aktiv
hinweisen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesregierung unterliegen
dienstrechtlichen bzw. arbeitsrechtlichen Integritätsverpflichtungen. Sie erhalten auch
regelmäßig Schulungen zu Compliance-Themen, insbesondere zur
Korruptionsprävention. Es gibt vielfältige organisatorische Maßnahmen, die
Einflussnahmen vorbeugen sollen, insbesondere das Prinzip geteilter Verantwortung (4-
Augenprinzip).
37. Welche Risiken einer solchen versuchten Einflussnahme bestehen aus
Sicht der Bundesregierung, entweder auf die Bundesregierung selbst
oder auf staatliche Akteure in Namibia?
Die Sicherstellung einer nicht angemessenen Lobby-Einflussnahme auf die
namibische Regierung obliegt der namibischen Regierung selbst. Der
Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse dazu vor, dass mit Bezug zu Namibia
andere Risiken der Einflussnahme auf die Bundesregierung oder auf staatliche
Akteure in Namibia bestehen als mit Bezug zu anderen Ländern. Im Übrigen
wird auf die Antwort zu Frage 36 verwiesen.
38. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um finanzielle Risiken sowohl für
Deutschland als auch für Namibia im Zusammenhang mit öffentlich
geförderten Investitionen in die Wasserstoffproduktion in Namibia zu
mindern, und wie wird eine faire Verteilung der damit verbundenen Chancen
und Risiken zwischen den beiden Regierungen sichergestellt?
Die Bundesregierung begegnet finanziellen Risiken für Deutschland durch
umfassende und sorgfältige Prüfungen im Rahmen der
Außenwirtschaftsförderung. Die namibische Regierung trägt die Verantwortung, mit eigenen
Instrumenten und Bewertungsverfahren eine sorgfältige Abwägung der Chancen und
Risiken von geförderten Wasserstoffprojekten vorzunehmen.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/14426 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
39. Welche konkreten Informationen liegen der Bundesregierung zu den
Finanziers des Hyphen-Projekts vor (bitte Namen und Sitz des Finanziers,
Personalumfang, bisherige finanzierte Vorhaben angeben), und hat die
Bundesregierung die Vertraulichkeit dieser Finanziers prüfen lassen,
wenn ja, durch wen, und mit welchen Ergebnissen, und wenn nein,
warum nicht?
Eine Prüfung von Vertrauenswürdigkeitsaspekten und Finanzierungs- oder
Finanzierbarkeitsaspekten erfolgt grundsätzlich im Rahmen der Prüfung von
Anträgen auf Garantien. Aktuell liegt kein Antrag auf Nutzung der
Garantieinstrumente der Bundesregierung für das Hyphen-Projekt vor.
40. Bietet die Bundesregierung Sicherheiten für den Fall, dass das Hyphen-
Projekt nicht so profitabel ist wie erwartet, insbesondere weil die
namibische Regierung beabsichtigt, sich mit einem Anteil von 24 Prozent aus
öffentlichen Geldern zu beteiligen, während die Bundesregierung in
dieser Hinsicht kein direktes finanzielles Risiko trägt, und wenn ja, welche?
Die Exportkreditgarantien des Bundes sichern deutsche Exportgeschäfte und
die den Außenhandel finanzierenden Banken gegen politische und
wirtschaftliche Risiken ab. Mit den Garantien für Ungebundene Finanzkredite unterstützt
die Bundesregierung förderungswürdige Rohstoffprojekte im Ausland, indem
sie Kreditgeber von Rohstoffvorhaben im Ausland gegen wirtschaftliche und
politische Kreditausfallrisiken absichern.
Für das Hyphen-Projekt liegt bislang kein Antrag auf Übernahme von
Exportkreditgarantien und/oder Garantien für Ungebundene Finanzkredite vor.
41. Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass Deutschland nach der
Ratifizierung der ILO-Konvention 169 (ILO = Internationale
Arbeitsorganisation) im Jahr 2021, auch bekannt als die „Indigenous and Tribal
Peoples Convention“, auch bei ihren extraterritorialen Aktivitäten außerhalb
Deutschlands an diese Konvention gebunden ist, und wenn nein, warum
nicht?
Nach Auffassung der Bundesregierung beinhaltet das ILO-Übereinkommen
Nr. 169 über indigene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen
Ländern aus dem Jahr 1989 keine extraterritoriale Schutzwirkung. Diese
gemeinsame Rechtsauffassung wurde auch in der das Vertragsgesetz begleitenden
Denkschrift (Bundestagsdrucksache 19/26834) dargelegt. Zugleich erfolgte die
Ratifikation – in Umsetzung eines Auftrages aus dem Koalitionsvertrag – nicht
nur mit dem Ziel, das Übereinkommen international zu stärken, sondern auch,
um die menschenrechtlichen, klima- und entwicklungspolitischen Ziele
Deutschlands fördern.
42. Welche konkreten Risiken ergeben sich laut Kenntnis der
Bundesregierung aus den von ihr geförderten Wasserstoffprojekten für indigene
Gruppen in Namibia?
Mit Blick auf die unter Fragen 26 bis 28 genannten Projekte sind der
Bundesregierung keine Risiken für indigene Gruppen in Namibia bekannt.
43. Was ist der Bundesregierung über die Garantien für die freie, vorherige
und informierte Teilnahme der indigenen und lokalen Bevölkerung an
Wasserstoffprojekten in Namibia bekannt?
Nach Kenntnis der Bundesregierung gibt es keine allgemeinen Garantien für
FPIC („free, prior and informed consent“). Das Prinzip der Bürgerbeteiligung
und Konsultationen ist aber in verschiedenen namibischen Gesetzen verankert.
Die namibische Regierung sowie Hyphen haben nach Kenntnisstand der
Bundesregierung zudem mehrfach Konsultationen mit den lokalen Gemeinden im
Projektgebiet durchgeführt. Die Bundesregierung legt großen Wert auf
Transparenz und Teilhabe. Deshalb unterstützt sie das Green Hydrogen Namibia
Programme auch bei der Umsetzung ihrer Kommunikations- und
Konsultationsstrategie, die unter anderem den Outreach zu lokalen Gemeinden in Gebieten
rund um grüne Wasserstoffprojekte in Namibia beinhaltet und weitere
Konsultationen im Kontext von Grünen Wasserstoffprojekten ermöglichen soll.
44. Wie plant die Bundesregierung, diese Risiken insbesondere im Hinblick
auf die historische Verantwortung Deutschlands für den Völkermord an
den Herero und Nama beim Wasserstoffprojekt in Namibia zu
berücksichtigen?
Die Bundesregierung ist sich des besonderen historischen Kontextes ihres
Engagements in Namibia, einschließlich in Bezug auf Projekte zur Förderung von
Wasserstoffproduktion, bewusst.
Es geht aus der Fragestellung nicht hervor, auf welches Wasserstoffprojekt hier
Bezug genommen wird.
45. Welche Risiken ergeben sich aus Sicht der Bundesregierung im Hinblick
auf das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder die kommende
Europäische Lieferkettenrichtlinie (Corporate Sustainability Due
Diligence Directive – CSDDD) aus den Investitionen deutscher
Unternehmen in die Wasserstoffproduktion in Namibia?
Investitionen in die Wasserstoffproduktion in Ländern des globalen Südens
können große Chancen für deren wirtschaftliche Entwicklung eröffnen.
Länderspezifische Risiken im Hinblick auf die Umsetzung des
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) oder der EU-Richtlinie über die Sorgfaltspflichten
von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability
Due Diligence Directive – CSDDD), die von den Mitgliedstaaten bis zum
26. Juli 2026 in nationales Recht umzusetzen ist, werden von der
Bundesregierung nicht erfasst. Die unter das LkSG fallenden Unternehmen sind
verpflichtet, menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfalt nicht nur im Inland,
sondern auch in ihren globalen Lieferketten einzuhalten. Die Umsetzung ist für
jedes Unternehmen ein individueller und fortwährender Prozess, den es
regelmäßig zu prüfen gilt.
46. Sieht sich die Bundesregierung aufgrund dieser Gesetze selbst zur
Wahrung bestimmter Sorgfaltspflichten angehalten, etwa bei Wasserstoff-
Pilotprojekten und Wasserstoff-Pilotinvestitionen, der verknüpften
Entwicklungszusammenarbeit und finanziellen Garantien für private
Projekte, und wenn ja, was folgt daraus für das Regierungshandeln der
Bundesregierung?
Bund und Länder sind als direkte Adressaten umfassend an die Grundrechte
und das für die Bundesrepublik Deutschland verpflichtende Völkerrecht
gebunden. Der Einsatz für die Menschenrechte ist eine Querschnittsaufgabe für das
Handeln der Bundesregierung in allen Politikfeldern. Das LkSG selbst
adressiert die in § 1 des Gesetzes genannten Unternehmen. Dazu gehören auch die
Durchführungsorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit,
insb. die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die die gesetzlichen Vorgaben ebenfalls
erfüllen müssen.
In der technischen und finanziellen Entwicklungszusammenarbeit werden bei
der Entwicklung und Durchführung von Projekten menschenrechtliche und
umweltbezogene Risiken frühzeitig identifiziert und minimiert.
Anlage 1
Anlage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleinen Anfrage – Nr. 20/13918 der Gruppe DIE LINKE. betreffend Engagement der deutschen Bundesregierung
im Zusammenhang mit Wasserstoffprojekten in Namibia
Gesprächspartner und -partnerinnen Ort Datum
Tom Alweendo, Minister of Mines and Energy und James Mnyupe, Economic Advisor to
the President
Windhoek 04.07.2022
Lipumbu Shiimi, Minister of Finance und Mitarbeiter Windhoek 04.07.2022
Saara Kuugongelwa-Amadhila, Prime Minister und Netumbo Nandi-Ndaitwah, Deputy
Prime Minister und Kabinettmitglieder
Windhoek 05.07.2022
Hage Geingob, President, Tom Alweendo, Minister of Mines and Energy und James
Mnyupe, Economic Advisor to the President
Windhoek 05.07.2022
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Green Hydrogen Research Institut Windhoek 05.07.2022
Mitglieder Electricity Control Board of Namibia Windhoek 06.07.2022
Johannes !Gawaxab, Governor of the Bank of Namibia, Ebson Uangata, Deputy
Governor, Leonie Dunn, Deputy Governor und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Windhoek 06.07.2022
Simson Haulofu, Managing Director NamPower und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Windhoek 06.07.2022
Marco Raffinetti, CEO Hyphen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Windhoek 06.07.2022
Nangula Uaandja, CEO Namibia Investment Promotion & Development Board und
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Windhoek 07.07.2022
Sinikka Antila, European Union Ambassador to the Republic of Namibia und
Mitarbeiter
Windhoek 08.07.2022
Teilnahme an Konferenz von Namibia Investment Promotion Development Board Windhoek 11.07.2022
Dr. Chris Brown, CEO Namibia Chamber of Environment Windhoek 11.07.2022
Teilnahme an Life TV-Sendung mit Tom Alweendo, Minister for Mines and Energy und
James Mnyupe, Economic Advisor to the President
Windhoek
11.07.2022
Teilnahme an öffentlichen Informationsveranstaltung für die örtliche Bevölkerung zum
Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft zusammen mit Christine IlHoebes, Minister of
Presidential Affairs, Tom Alweendo, Minister of Mines and Energy, Obeth Kandjoze,
Chair of Green Hydrogen Council und James Mnyupe, Economic Advisor to the
President
Lüderitz 13.07.2022
Reise ins sog. Sperrgebiet, wo das Hyphen Projekt entstehen soll zusammen mit
Martha Kambidhi, Warden Tsau //Khaeb National Park, James Mnyupe, Economic
Advisor to the President und weiteren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der
Regierung und von Hyphen
Sperrgebiet (Nähe von Lüderitz) 14.07.2022
Arbeitsessen mit Prof. Norbert Jürgens zu Tsau//Khaeb Park und Green Hydrogen Windhoek 16.10.2022
Arbeitsdinner mit Johannes Michels (HyIron Green Technologies PTY Ltd. Windhoek 16.10.2022
Anlage 1
Treffen mit HyIron CFO Emmeric Angermund und James Mnyupe Windhoek 17.10.2022
Treffen mit Petra Pinzler und Ms Cheroline Ripunda: Member of the technical working
group with BMBF and a member of the government negotiation team.
Windhoek
17.10.2022
Arbeitsessen mit Tobias Bischof-Niemz, Petra Pinzler Windhoek 17.10.2022
Thomas Kirsch, Leiter GIZ Namibia und Stadtplaner Windhoek 18.10.2022
Meeting with Wilhencia Uiras, Director National Planing Commission Windhoek 18.10.2022
Obeth Kandjoze, Chair Green Hydrogen Council Windhoek 18.10.2022
Arbeitsessen mit Toni Beukes, SED workstream Hyphen, und Petra Pinlzer and the GIZ
Windhoek
18.10.2022
City council Lüderitz inkl. council CEO Otto Shipanga, Jonas Mahalelo, Bürgermeisterin
Anna Marie Hartzenberg
Lüderitz
20.10.2022
Arbeitsdinner with Fluksman Samuel and Paul – both members of the Luderitz business
forum
Lüderitz
20.10.2022
Meeting with Minister Tom Alweendo Windhoek 21.10.2022
Arbeitsessen mit Botschafter Beck Windhoek 21.10.2022
James Mnyupe Windhoek 22.10.2022
Videoansprache und Diskussion mit Deutsch-Namibischer Gesellschaft Windhoek 23.10.2022
Breakfast and briefing by Ambassador Beck with Minister Habeck and BMWK
delegation
Windhoek
05.12.2022
Meeting and talks with the H.E. President of Namibia, Dr. Hage G. Geingob and with
Hon. Minister of Mines and Energy, Tom Alweendo at State House with Minister
Habeck and BMWK delegation
Windhoek
05.12.2022
Signing of MoU between University of Namibia and Anhalt University of Applied
Sciences, Handing over of the H2 funding initiative with Minister Habeck and BMWK
delegation
Windhoek
05.12.2022
Talks with the Green Hydrogen Council (GHC) with Minister Habeck and BMWK
delegation
Windhoek
05.12.2022
Presentation of the SED (Socio-economic development plan) for the GH2 project State
House with Minister Habeck and BMWK delegation
Windhoek
05.12.2022
Lunch hosted by Minister of Mines and Energy, Tom Alweendo with Minister Habeck
and BMWK delegation
Windhoek
05.12.2022
Discussion with civil society, NGOs, foundations, cultural mediators with Minister
Habeck and BMWK delegation
Windhoek
05.12.2022
Meeting with Kambanda Nokokure Veii (Ovaherero) ; Independence Museum with
Minister Habeck and BMWK delegation
Windhoek
05.12.2022
Reception at the residence of the German Ambassador with Minister Habeck and
BMWK delegation
Windhoek
05.12.2022
Anlage 1
Vortrag beim Club of Rome in Wien über "European Green Hydrogen Partnerships with
Africa"
Wien
30.01.2023
Vortrag bei Klimabündnis BW Stuttgart 01.03.2023
Austausch mit Botschafter Kotthaus und der namibischen Botschafterin Dr. Mekondjo
Kaapanda-Girnus
Brüssel
15.03.2023
Teilnahme als Panelist an Veranstaltung in Deutscher Botschaft Belgien in
Kooperatiopn mit der Botschaft Namibias zu Wasserstoff in Namibia
Brüssel
15.03.2023
Treffen mit Nicolas Lecomte (Director Southern and Eastern Africa, Hydrogene de
France)
Windhoek
05.04.2023
Öffentlicher Austausch mit NGOs inkl. Podiumsteilnahme im "House of Democracy",
organisiert von Civic +264
Windhoek
05.04.2023
Austausch mit John Titus (Director Energy, Ministry for Mines and Energy) und James
Mnyupe, Presidential Economic Advisor
Windhoek
05.04.2023
Besichtigung von HyIron Projektgebiet HyIron Oshivela Projekt Nahe Arandis 06.04.2023
Arbeitsdinner mit Johannes Michels, CEO von HyIron Swakopmund 06.04.2023
Projektbesuch Daures Green Hydrogen Village Daures Green Hydrogen Village (Nahe Uis) 07.04.2023
Austausch mit Botschafter Beck bei Deutscher Botschaft mit u.a. Thorsten Schäfer-
Gümbel (giz), Klemens Riha (Vize-Landesdirektor GIZ)
Windhoek
11.04.2023
Austausch mit Hyphen, inkl. u.a. Thorsten Schäfer-Gümbel, Klemens Riha (Vize-
Landesdirektor GIZ)
Windhoek
11.04.2023
Austausch mit National Planning Commission CEO Ms. Wilhencia Uiras, mit u.a.
Thorsten Schäfer-Gümbel (giz)
Windhoek
11.04.2023
Arbeitsdinner in der Residenz des Deutschen Botschafters Herbert Beck,
Teilnehmende: Minister for Urban and Rural Development Erastus Uutoni; mit u.a.
Thorsten Schäfer-Gümbel (giz)
Windhoek
11.04.2023
Treffen der Delegation mit Lüderitz town council inkl. CEO Otto Shipanga, mit u.a.
Thorsten Schäfer-Gümbel (giz)
Lüderitz
13.04.2023
Delegations-Besuch des Sperrgebiets mit Vertretern von Hyphen & town council mit
u.a. Thorsten Schäfer-Gümbel (giz), Klemens Riha (Vize-Landesdirektor GIZ)
Lüderitz
13.04.2023
Arbeitsdinner mit u.a. Botschafter Beck, Thorsten Schäfer-Gümbel Windhoek 14.04.2023
Vortrag beim Forum Deutschsprachiger Namibier Windhoek 15.04.2023
Treffen mit John Titus, Director of Energy, Ministry of Mines and Energy Windhoek 14.09.2023
Austauschzu grünem Wasserstoff mit GIZ-Landesdirektor Tobias Gerster, GIZ-
Projektverantwortlichem Simon Inauen
Windhoek
14.09.2023
Arbeitsdinner mit Botschafter Hutter, Tobias Gerster (GIZ-LD), Klemens Riha (GIZ-Vize
LD)
Windhoek
14.09.2023
Termin mit Energieminister Tom Alweendo, John Titus (MME) Windhoek 15.09.2023
Anlage 1
Termin mit Jerome Namaseb, CEO von Daures Green Hydrogen Village Windhoek 15.09.2023
Teilnahme an EU-Namibia Business Forum im Rahmes des Global Gateway Forums Brüssel 24.10.2023
bilaterales Treffen mit Netumbo Nandi-Ndaitwah, zu diesem Zeitpunkt
Außenministerin Namibias und voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin
Windhoek
01.11.2023
Treffen mit Johannes Michels, CEO von HyIron WIndhoek 01.11.2023
Termin mit John Titus (MME), Simon Inauen (GIZ) Windhoek 01.11.2023
Arbeitsdinner mit James Mnyupe, Wirtschaftsberater des Präsidenten von Namibia und
Green Hydrogen Commisioner
Windhoek
01.11.2023
Austausch mit GIZ-Landesdirektor Tobias Gerster, Simon Inauen Windhoek 02.11.2023
Arbeitsessen mit Graham Hopwood, Executive Director des Institute for Public Policy
Research (IPPR)
Windhoek
02.11.2023
Treffen mit der KfW: Beatrice Lucke (Landesdirektorin) Windhoek 02.11.2023
Austausch mit HyIron CEO Johannes Michels und Managing Director Stephan Köhne Arandis (Umland) 05.11.2023
Groundbreaking Ceremony von HyIron Arandis (Umland) 06.11.2023
Austausch mit Eike Krafft von Cleanergy und Besichtigung der Baustelle mit Tobias
Gerster, Simon Inauen (beide GIZ)
Swakopmund
07.11.2023
Besichtigung des Fuel-Terminals von NamPort mit Tobias Gerster, Simon Inauen (beide
GIZ)
Swakopmund
07.11.2023
Besuch der NGO-Schule von Tangeni Shilongo e.V. mit Simon Inauen (GIZ) Swakopmund 07.11.2023
Arbeitsdinner mit Jerome Namaseb, CEO von Daures Green Hydrogen Village mit
Simon Inauen (GIZ)
Cape Cross Lodge
07.11.2023
Besuch des Daures Green Hydrogen Villages mit CEO Jerome Namaseb mit Simon
Inauen (GIZ)
Daures Green Hydrogen Village (Nahe Uis)
08.11.2023
Austausch mit Hyphen-Team: Marco Raffinetti, Toni Beukes, Patrick Stein-Kämpfe Windhoek 09.11.2023
Arbeitsessen mit Dr. Clemens von Doderer, Leiter der Hanns-Seidel-Stiftung Namibia
Windhoek
09.11.2023
Arbeitsdinner mit Botschafter Hutter, Tobias Gerster (GIZ-LD), Klemens Riha (GIZ-Vize
LD), Thomas Feidieker (Botschaft), und Beatrice Lucke (KfW-LD)
Windhoek
09.11.2023
Treffen mit Energieminister Tom Alweendo und John Titus (MME) Windhoek 10.11.2023
Arbeitsessen mit Jan-Barend Scheepers, Vorsitzender der Renewable Energies
Association of Namibia (REAoN)
Windhoek
10.11.2023
Austausch mit Reiner Jagau, Berater der Weltbank Windhoek 10.11.2023
Teilnahme an Beerdigung des Präsidenten Hage G. Geingob Windhoek 25.02.2024
Austausch mit Tobias Bischof-Niemz, Enertrag Windhoek 25.02.2024
Arbeitsessen mit Botschafter Hutter Windhoek 25.02.2024
Arbeitsessen mit Marco Raffinetti, CEO Hyphen Hydrogen Energy Windhoek 17.04.2024
Austausch mit GIZ-Landesdirektor Tobias Gerster und Simon Inauen (GIZ) Windhoek 18.04.2024
Anlage 1
Treffen mit Jerome Namaseb, CEO Daures Green Hydrogen und Dr. Lutz-Heiner Otto
(Daures)
Windhoek
18.04.2024
Arbeitsessen mit Hajop Lanz, Resident Representative der Friedrich-Ebert-Stiftung in
Namibia
Windhoek
18.04.2024
Arbeitsessen mit Botschafter Hutter, Thomas Feidieker (Deutsche Botschaft), Tobias
Gerster (GIZ-LD)
Windhoek
18.04.2024
Treffen mit dem Team des Namibia Green Hydrogen Programme, u.a. James Mnyupe
Windhoek
19.04.2024
Arbeitsessen mit Johannes Michels, CEO HyIron, und Stephan Köhne, Managing
Director HyIron
HyIron Oshivela Projekt Nahe Arandis
19.04.2024
Besichtigung Projektfortschritt HyIron in Begleitung von James Mnyupe und David
Nghimwenavali
HyIron Oshivela Projekt Nahe Arandis
20.04.2024
Arbeitsessen mit Johannes Michels, CEO HyIron, und Stephan Köhne, Managing
Director HyIron
Opuwo
22.04.2024
Arbeitsessen mit dem Governor der Region Kunene und Mitgliedern des Kunene
Regional Council sowie Johannes Michels u. Stephan Köhne
Opuwo
22.04.2024
Termin beim Governor der Region Kunene und dem Regional Council zum Austausch
über eine mögliche Produktion von HyIron in/Nahe Opuwo
Opuwo
23.04.2024
Gespräch mit Herrn Nangolo Mbumba, Präsident Namibias, in Begleitung der
deutschen Botschaft
WIndhoek
24.04.2024
Teilnahme als Panelist am Parlamentarischen Abend von Enertrag/Hyphen im
Deutschen Bundestag
Berlin
25.04.2024
Besprechung mit Botschafter Hutter, Jochen Flasbarth und Reise-Delegation an
Deutscher Botschaft
Windhoek
31.08.2024
Kranzniederlegung auf Shark Island mit Jochen Flasbarth und Bürgermeister Phil Balhao
Lüderitz
01.09.2024
Besuch informeller Siedlungen mit Jochen Flasbarth und Mitgliedern des Lüderitz town
council
Lüderitz
01.09.2024
Arbeitsessen mit Jochen Flasbarth, Vertretern von Hyphen, Bürgermeister Phil Balhao,
Lüderitz town council CEO Otto Shipanga und weiteren Mitgliedern des town council
Lüderitz
01.09.2024
Besichtigung des Sperrgebiets mit Jochen Flasbarth und Vertretern von Hyphen Sperrgebiet (Nähe von Lüderitz) 02.09.2024
Arbeitsessen in Residenz von Botschafter Hutter mit Jochen Flasbarth, James Mnyupe,
Ellen van der Linden, Simon Inauen, Tobias Gerster, Thomas Feidieker, EU-
Botschafterin Ana Beatriz Martins
Windhoek
02.09.2024
Briefing von StS Jochen Flasbarth, PStS Michael Kellner und Delegation Windhoek 03.09.2024
Anlage 1
Arbeitsessen mit Vertretern der deutschen Wirtschaft und Frau Nangula Uaandja (CEO,
NIPDB) sowie StS Jochen Flasbarth, PStS Michael Kellner und Delegation
Windhoek
03.09.2024
Termin mit Mitgliedern des Green Hydrogen Council Min. Schlettwein MAWLR, Min.
Shifeta, MEFT, DG Kandjoze, Chair of the GH Council, sowie StS Flasbarth
Windhoek
03.09.2024
Termin mit Energieminister Tom Alweendo, StS Flasbarth und PStS Kellner Windhoek 03.09.2024
Austausch mit namibischen NGOs mit StS Flasbarth und PStS Kellner Windhoek 03.09.2024
Teilnahme als Panelist an Global African Hydrogen Summit 2024 Windhoek 04.09.2024
Desweiteren haben Gespräche in Berlin mit diversen Vertretern deutscher
Unternehmen und NGOs stattgefunden, die nicht alle dokumentiert wurden.
Darüber hinaus pflegt Rainer Baake einen regelmäßigen Austausch mit dem BMWK.
Anlage 2
Anlage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleinen Anfrage – Nr. 20/13918 der Gruppe DIE LINKE. betreffend Engagement der deutschen Bundesregierung
im Zusammenhang mit Wasserstoffprojekten in Namibia
Flugreisen
Anreise Abreise Destination Flugkilometer gemäß Rechner UBA CO2-Ausstoß gemäß Rechner UBA in t CO2
02.07.2022 16.07.2022 Berlin - Windhoek 8542 2,92
15.10.2022 23.10.2022 Berlin - Windhoek - Berlin 17084 5,84
04.12.2022 06.12.2022 Berlin - Windhoek 8331 2,06
01.03.2023 02.03.2023 Berlin - Stuttgart - Berlin 1014 0,19
15.03.2023 15.03.2023 Berlin - Brüssel - Berlin 1282 0,24
04.04.2023 15.04.2023 Berlin - Windhoek 8542 2,92
12.09.2023 16.09.2023 Berlin - Windhoek - Berlin 17084 5,84
23.10.2023 25.10.2023 Berlin - Brüssel - Berlin 1282 0,34
31.10.2023 10.11.2023 Berlin - Windhoek - Berlin 17084 5,84
23.02.2024 25.02.2024 Berlin - Windhoek - Berlin 17084 5,84
17.04.2024 24.04.2024 Windhoek - Berlin 8542 2,92
30.08.2024 05.09.2024 Berlin - Windhoek 8542 2,92
SUMME 114413 37,87
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333