[Deutscher Bundestag Drucksache 17/4990
17. Wahlperiode 03. 03. 2011 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ute Koczy, Thilo Hoppe, Uwe Kekeritz,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 17/4771 –
Wirtschaftsförderung durch den Bundesminister
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Dirk Niebel bei der Reise in den Irak im Februar 2011
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundesregierung bemüht sich seit 2008 intensiv, die Beziehungen zum
Irak zu verbessern. Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit dem Irak sind
bislang die Förderung von rechtsstaatlichen und demokratischen Strukturen, die
kulturelle Zusammenarbeit und die Förderung der Wirtschaftsbeziehungen.
Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,
Dirk Niebel, bereiste Anfang Februar 2011 den Irak. Im Rahmen der Reise
sollte er die Städte Erbil, Bagdad und Basra besuchen.
Die kurdische Nachrichtenagentur AK-News (
www.aknews.com/en/aknews/
2/214006/) kündigte bereits am 28. Januar 2011 an, dass der Bundesminister
mit einer Delegation Irak bereisen werde. Laut dieser Meldung sollte der
Bundesminister von Bankexpert(inn)en und Handelskammervertreter(inne)n
begleitet werden. In der Region Kurdistan-Irak wolle er mit Unternehmer(inne)n
und Bankvertreter(inne)n zusammentreffen, um die Wirtschafts- und
Handelsbeziehungen zwischen dem Irak und Deutschland anzukurbeln. Außerdem
wolle er ein Abkommen zwischen der Kurdischen und der Deutschen
Handelskammer vermitteln.
Während der Reise erklärte der Bundesentwicklungsminister, dass besonders
das Know-how deutscher Firmen gefragt und die Marke „Made in Germany“
sehr beliebt sei. Außerdem erklärte er, das Ziel sei, die Rahmenbedingungen
für wirtschaftliches Engagement weiter zu verbessern. Laut „dpa“ hat der
Bundesentwicklungsminister deutsche Unternehmen zu verstärkten
Investitionen im Irak aufgerufen. Das Interesse an einer Kooperation mit Deutschland
sei im Irak enorm. Deutsche Firmen sollten sich ganz in Ruhe anschauen, wo
sie Chancen und Möglichkeiten sähen.
Laut der irakischen Zeitung „Ittihad“ hat der Bundesentwicklungsminister
auch das Gas-Pipeline-Projekt in der kurdischen Region angesprochen.
Deutschland habe vor, das irakische Gasnetz mit der Nabucco-Pipeline zu ver- Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung vom 1. März 2011 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/4990 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodebinden, weil dieses Projekt im Interesse Deutschlands liege. Außerdem sei der
Bundesminister bestrebt, den Warenaustausch mit dem Irak zu steigern.
Die angeblich unflexible und unpraktische Visavergabe an Iraker wird immer
wieder als Hindernis für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Beziehungen zwischen Deutschland und Irak genannt. So beklagen Geschäftsleute, dass
andere europäische Länder hier sehr viel besser arbeiteten (vgl. u. a. www.
wp-irak.de/index.php/component/content/article/91-mittelstand/493-das-
sicherheitsproblem-wird-ueberbewertet). Der Staatsminister im Auswärtigen Amt,
Dr. Werner Hoyer, erklärte am 18. Mai 2010, dass zukünftig in Erbil ebenso
wie in Bagdad Visa erteilt würden (vgl.
www.wp-irak.de/index.php/
component/content/article/68-politik/408-aussenpolitik-eine-gewisse-
hoffnungauf- demokratie-und- frieden). Gemäß den Angaben der Webseite der
Deutschen Botschaft Bagdad müssen Iraker einen Visumsantrag je nach
Reisezweck und Aufenthaltsort immer noch in Bagdad, Erbil, Amman, Ankara oder
Damaskus stellen.
Medienberichten (u. a. DER TAGESSPIEGEL am 3. Februar 2011) zufolge
wurde die Reise des Bundesentwicklungsministers in Bagdad dadurch
verzögert, dass eine Startgebühr am Flughafen angeblich nicht bezahlt worden war.
Die Reise konnte angeblich erst fortgesetzt werden, nachdem die Gebühr ein
zweites Mal entrichtet worden war.
1. Welche entwicklungspolitischen Zielsetzungen hatte die Reise des
Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk
Niebel?
Die Reise von Bundesminister Dirk Niebel diente als Signal für die
Bereitschaft Deutschlands, den Irak beim Wiederaufbau zu unterstützen. Die bereits
bestehenden Kooperationen zwischen staatlichen, nicht-staatlichen und
wirtschaftlichen Institutionen sollen vertieft und ausgeweitet werden mit dem Ziel,
die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Irak zu
unterstützen.
Der Irak hat die Probleme eines Entwicklungslandes, obwohl er aufgrund der
hohen Gas- und Öleinnahmen kein klassisches Entwicklungsland ist. Hohen
Bedarf hat der Irak an modernen Technologien, Ausbildung und Beratung. Aus
diesem Grund ist die punktuelle entwicklungspolitische Zusammenarbeit
ausgerichtet auf gezielte Beratung und technische Zusammenarbeit in den
Bereichen Berufsbildung, Wirtschaftspolitik und Stärkung des Privatsektors. Die
Entwicklungszusammenarbeit mit dem Irak zielt auf eine Verbesserung von
politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen,
insbesondere für private Investitionen.
2. Welche außenpolitischen Zielsetzungen hatte die Reise des
Bundesentwicklungsministers Dirk Niebel?
Mit dem Besuch von Bundesminister Dirk Niebel im Irak unterstreicht die
Bundesregierung die engen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und dem
Irak. Bereits am 4. Dezember 2010 hatte der Bundesminister des Auswärtigen,
Dr. Guido Westerwelle, politische Gespräche in Bagdad geführt – dies als erster
westlicher Außenminister seit den irakischen Parlamentswahlen im März 2010.
Beide Besuche setzten ein Signal der andauernden Unterstützung der
Bundesregierung für die politische und gesellschaftliche Stabilisierung im Irak und die
Fortsetzung des demokratischen Prozesses unter der neuen irakischen
Regierung.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/49903. Welche wirtschaftspolitischen Zielsetzungen hatte die Reise des
Bundesentwicklungsministers Dirk Niebel?
Bundesminister Dirk Niebel hat gegenüber seinen irakischen
Gesprächspartnern verdeutlicht, dass die Bundesregierung den Irak beim Aufbau
rechtsstaatlicher, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Strukturen unterstützt.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) fördert insbesondere die Verbesserungen der Rahmenbedingungen für
privatwirtschaftliches Engagement, indem technische Beratung in den
Bereichen Berufsbildungsmanagement, Wirtschaftsmanagement und Förderung des
Privatsektors bereitgestellt wird.
Gleichzeitig ist der deutsche Privatsektor am Wiederaufbau des Irak durch
Know-How-Transfer, Kooperationen und Investitionen interessiert und trägt
damit zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei.
4. Welche menschenrechtlichen Zielsetzungen hatte die Reise des
Bundesentwicklungsministers Dirk Niebel?
In Gesprächen mit Vertretern der irakischen Regierung zeigte sich
Bundesminister Dirk Niebel besorgt über die andauernd schwierige Menschenrechtslage
im Irak und forderte die rasche Umsetzung von politischen Reformprozessen,
insbesondere für den Erhalt und Schutz der religiösen Pluralität im Irak. Die
Bundesregierung sicherte die Fortführung der umfassenden deutschen
Unterstützung bei der Herstellung einer pluralistischen und demokratischen
Gesellschaft zu. Schwerpunkte deutscher Maßnahmen sind die Verbesserung
rechtsstaatlicher Rahmenbedingungen, die gezielte Förderung von gesellschaftlichen
Versöhnungsprozessen und humanitäre Hilfe für Flüchtlinge.
5. Welche Termine absolvierte der Bundesentwicklungsminister im Irak (bitte
nach Personen und Institutionen auflisten)?
In Bagdad fanden Gespräche mit Staatspräsident Dschalal Talabani,
Premierminister Nuri al-Maliki, Handelsminister und dem stellvertretenden
Premierminister Dr. Rowsch Shaways statt. Anschließend fand ein Wirtschaftstreffen
auf Einladung des Deutschen Botschafters und des Vorsitzenden der Nationalen
Investitionskommission, Dr. Sami Al Araji, mit irakischen Vertretern und
Vertreterinnen aus Politik und Wirtschaft statt.
In Erbil fanden Gespräche mit dem Präsidenten der Regionalregierung
Kurdistan-Irak, Masud Barsani, dem Ministerpräsidenten der Region Kurdistan-Irak,
Dr. Barham Saleh sowie mit folgenden Ministern statt: Innen, Handel und
Industrie, Bau, Gemeinden und Tourismus, Hochschulen und Forschung,
Planung, Investitionsbehörde, Außen.
Im Rahmen eines Wirtschaftstreffens führte Bundesminister Dirk Niebel
Gespräche mit dem Präsidenten des Kurdischen Handelskammerverbandes, Dara
Khalil, sowie kurdisch-irakischen Vertretern und Vertreterinnen aus Politik und
Wirtschaft.
Bundesminister Dirk Niebel besuchte die Deutsche Schule Erbil, das Goethe-
Institut, das Welterbeprojekt Zitadelle Erbil, eine Berufsschule, das Arras-
Verlagshaus und die MAN-Roland-Lehrwerkstatt.
Er führte ein Gespräch mit Vertreterinnen der deutschen
Nichtregierungsorganisation Haukari e.V. und ihrer Partnerorganisation Khanzad in Erbil. Auf dem
Abendempfang auf Einladung des Deutschen Botschafters traf Bundesminister
Drucksache 17/4990 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDirk Niebel mit deutschen und irakisch-kurdischen Vertretern und
Vertreterinnen aus Politik, Kultur und Wirtschaft zusammen.
6. Aus welchem Grund besuchte die Delegation nicht wie geplant die Stadt
Basra?
Die Transall-Maschine, die die Delegation von Erbil nach Basra bringen sollte,
konnte wegen Vereisung nicht rechtzeitig aus Amman nach Erbil fliegen.
7. Welche Personen, die nicht der Bundesregierung angehören, waren Teil
der Delegation (bitte nach Funktion und entsendender Stelle auflisten)?
Zusätzlich waren eine Dolmetscherin, sieben Journalisten, zwei
Vorstandsmitglieder von Durchführungsorganisationen, zwei Mitglieder des Deutschen
Bundestages und vier Wirtschaftsvertreter Teil der Delegation.*
8. Welche Abkommen oder Verträge wurden während der Reise
unterzeichnet bzw. in die Wege geleitet (bitte Vertragspartner und Inhalt auflisten)?
Unterzeichnet wurden während der Reise von Bundesminister Dirk Niebel das
in der Antwort zu Frage 9 aufgeführte Memorandum of Understanding (MoU)
sowie ein MoU zwischen dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag
(DIHK) und dem Handelskammerverband der Region Kurdistan-Irak in Erbil.
9. Was beinhaltet das vom irakischen Planungsminister und
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel unterzeichnete Memorandum of Understanding
(MoU) zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit?
Das MoU zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der
Regierung der Republik Irak über wirtschaftliche und technische
Zusammenarbeit hat Bundesminister Dirk Niebel mit dem stellvertretenden Premierminister
Dr. Rowsch Shaways unterzeichnet. Es bezieht sich auf die Vertiefung der
technischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem
Irak. Vor allem geht es darin um Beratungen und Trainings, die von der
Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ)
durchgeführt werden. Genannt ist ein dreijähriges Beratungsprojekt, das mit
Unterzeichnung am 1. Februar 2011 begonnen hat. Zudem hat das MoU bekräftigt,
irakische Institutionen stärker in regionale Vorhaben einzubinden. Für einen
darüber hinausgehenden Beratungsbedarf vermerkt das MoU, dass die deutsche
Consultingwirtschaft mit Beratungsleistungen gegen Entgelt bereitsteht.
Ferner vermerkt das MoU die Absicht der Bundesregierung, im Rahmen der
wirtschaftlichen Zusammenarbeit den Wiederaufbau des Wasser- und
Abwassersektors im Irak durch ein modellhaftes Vorhaben mit den Komponenten
Sektoranalyse, Beratung und Finanzierung mit einem Betrag von bis zu 3 Mio.
Euro zu unterstützen. Die Umsetzung des deutschen Beitrags liegt bei der KfW
Bankengruppe.
Darüber hinaus bekräftigt das MoU die Absicht zur Fortsetzung des engen
Austauschs über Fragen der Zusammenarbeit im Rahmen der Deutsch-Irakischen
Gemeinsamen Kommission für wirtschaftliche, wissenschaftliche und
technische Kooperation.
* Aus datenschutzrechtlichen Bestimmungen wird die Delegationszusammensetzung nicht näher konkretisiert.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/499010. Welche Maßnahmen und Programme der Entwicklungszusammenarbeit
finanziert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (BMZ) oder andere Bundesministerien zurzeit im Irak
(bitte nach Einzelplan, Sektor, Laufzeit, Zielsetzung, Finanzierung und
irakischen Kooperationspartnern auflisten)?
Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit finanziert das BMZ.
Kapitel 23 02 Titel 896 03, Bilaterale Technische Zusammenarbeit
Durchführungsorganisation
Sektor Laufzeit Zielsetzung Finanzierung irak.
Kooperationspartner
GIZ Technische
Zusammenarbeit
02/2011–01/2014 Offener
Beratungsfonds Nachhaltige
Wirtschaftsentwicklung, Irak
zentrale Punkte:
Schaffung von
wirtschaftspolitischen
Rahmenbedingungen,
Förderung der
Privatwirtschaft und
Entwicklung des
Berufsbildungsmanagements
4 Mio Euro Irakisches
Industrieministerium, diverse
Behörden der
Wirtschaftsförderung,
Zentralbank
Kapitel 23 02 Titel 687 11, Entwicklungspartnerschaft mit der Wirtschaft
Sequa gGmbH
Nichtstaatliche TZ
01.03.2010–
28.03.2013
Die Industrie- und
Handelskammern in
der Region Kurdistan
sind darin gestärkt, zu
einer geordneten,
stabilisierenden und
zukunftsfähigen
Wirtschaftsentwicklung in
der Region Kurdistan
beizutragen
753 700 Euro Industrie- und
Handelskammern Erbil,
Sulaimaniyah und
Dohuk
DEG/Knauf
GmbH
Public-Private
Partnership
seit November
2010
Vermittlung von
Grundwissen über die
Anwendung von Putz-
und
Trockenbautechniken
1 980 200 Euro,
davon 900 000
Euro
öffentlicher Beitrag
Universität Bagdad,
irakisches
Unternehmen
Kapitel 23 02 Titel 658 04 Förderung entwicklungswichtiger Vorhaben der politischen Stiftungen
Stiftung Vorhaben Sektor Laufzeit Zielsetzung Finanzierung Kooperationspartner
Friedrich-
Ebert-
Stiftung
(FES)
Gesellschaftspolitisches
Beraterprogramm Naher/
Mittlerer
Osten und
Nordafrika;
Teilprojekt
Jordanien/Irak
Demokratische Teilhabe
und
Zivilgesellschaft
2009–11 Öffentliche
Diskussion politischer und
gesellschaftlicher
Reformen
Verbesserung von
Transparenz und
Accountability des
irakischen Parlaments
90 000 Euro Irakische/Jordanische
Experten und
zivilgesellschaftliche
Organisationen
Drucksache 17/4990 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode11. Welche Maßnahmen führt die KfW Bankengruppe derzeit im Irak durch?
Auf die Antwort und Übersicht zu Frage 10 wird verwiesen.
12. Welche Maßnahmen führt die Deutsche Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit (GIZ) GmbH derzeit im Irak durch?
Welche Maßnahmen sind in der Zukunft geplant?
Im Auftrag des BMZ führt die GIZ seit 1. Februar 2011 das Projekt „Offener
Beratungsfonds Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Irak“ durch. Ziel ist die
nachfrageorientierte Beratung bei der Schaffung von nachhaltigen
wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, sowie die Förderung der Privatwirtschaft und
die Entwicklung des Berufsbildungsmanagements.
Derzeit führt die GIZ (hier: früher InWEnt) im Auftrag des Auswärtigen Amts
eine Maßnahme im Berufsbildungsbereich durch („Berufliche Bildung zur Sta-
Stiftung Vorhaben Sektor Laufzeit Zielsetzung Finanzierung Kooperationspartner
Konrad-
Adenauer-
Stiftung
(KAS)
Regionalprogramm
Nordafrika/Nahost,
Länderprojekt
Jordanien mit
Beobachterstatus Irak
Demokratische Teilhabe
und
Zivilgesellschaft
2009–11 Capacity Building,
Aufbau
rechtsstaatlicher Strukturen,
Parlamentsaufbau
80 000 Euro Zivilgesellschaftliche
Organisationen
Heinrich-
Böll-
Stiftung
(HBS)
Regionalprogramm Naher
und Mittlerer
Osten
Demokratische Teilhabe
und
Zivilgesellschaft
(z. B.
Geschlechterdemokratie,
irakische
Intellektuelle im
Exil), Umwelt
(Klimawandel),
ethnokonfessioneller Konflikt
und Schutz
von
Minderheiten
2011–13 Zunahme von
Geschlechtergleichheit
durch Sensibilisierung
männlicher
Entscheidungsträger (Richter),
Beitrag zu
Aufarbeitung politischer
Gewalt und
Empowerment von
Gewaltopfern, Stärkung
öffentlichen Bewusstseins
für vernachlässigte
Themen wie Umwelt,
Förderung eines
konstruktiven Umgangs
mit ethno-
konfessionellem Konflikt und
Vorlage von
Lösungsansätzen
150 000 Euro Staatliche und
zivilgesellschaftliche
Organisationen
Kapitel 23 02 Titel 866 01, Bilaterale Finanzielle Zusammenarbeit
Wasserver- und
Abwasserentsorgung
Irak
Trinkwasserver- und
Abwasserentsorgung
Oktober
2010–
Ende
2011
Verbesserung der
Wasserver- und
Abwasserentsorgung
(WV/AE) im
Projektgebiet; Beitrag zur
Reduzierung von
Gesundheits- und
Umweltrisiken; Förderung
von
Geschäftskontakten zwischen
Unternehmen der deutschen
Wasserwirtschaft und
Vertretern des
irakischen Wassersektors.
3 Mio. Euro Ministry of
Municipalities and Tourism der
Regionalregierung
Kurdistan-Irak;
Partner in der
Zentralregierung: Strategic
Management Office
(SMO), Ministry of
Municipalities and
Public Works.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/4990bilisierung fragiler Staaten; hier: Beschäftigungsorientierte Qualifizierung
Jugendlicher und Arbeitssuchender im Nordirak – ein Beitrag zum Wiederaufbau
des Irak“).
Ebenfalls im Auftrag des Auswärtigen Amts plant die GIZ ein Projekt zur
„Arbeitsmarktorientierten Modernisierung der beruflichen Ausbildung im Irak als
Beitrag zum Aufbau und zur Friedenssicherung“.
13. Welche dieser GIZ-Maßnahmen werden aktuell oder zukünftig von der
GIZ International Services durchgeführt?
Aktuell werden keine Maßnahmen von der GIZ International Services
durchgeführt. Konkrete Aussagen zu zukünftigen Maßnahmen von GIZ International
Services können derzeit nicht gemacht werden.
14. Welche weiteren Maßnahmen und Programme plant das BMZ in den
kommenden Jahren im Irak zu finanzieren (bitte nach Sektor, Laufzeit,
Zielsetzung, Finanzierung, Durchführungsorganisation und irakischen
Kooperationspartnern auflisten)?
Das BMZ plant zurzeit keine weiteren Maßnahmen der bilateralen
Zusammenarbeit über die bestehenden Vorhaben hinaus.
Das BMZ ist offen für Anträge der politischen Stiftungen, von privaten
Trägern, Kirchen und der Privatwirtschaft zu Aktivitäten im Irak. Diese werden im
Rahmen der üblichen Instrumente und Verfahren geprüft.
15. Wie schätzt die Bundesregierung die Entwicklungsmöglichkeiten der
Region Kurdistan-Irak im Vergleich zu den zentral verwalteten Provinzen
ein?
Die relative politische Stabilität und vergleichsweise gute Sicherheitslage
ermöglichen in der Region Kurdistan-Irak derzeit eine im Vergleich zu den
übrigen Landesteilen dynamischere wirtschaftliche und gesellschaftliche
Entwicklung.
16. Plant die Bundesregierung in Erbil ein Büro der GIZ zu eröffnen?
a) Falls ja, was ist das Ziel des GIZ-Büros in Erbil?
Ein Landesbüro der GIZ in Erbil ist nicht vorgesehen. Die GIZ-Arbeit im Irak
wird vom GIZ-Regionalbüro Amman betreut, das sowohl für Jordanien als
auch für den Irak zuständig ist.
Es ist geplant, in Erbil ein Projektbüro der GIZ zur Durchführung der in der
Antwort zu Frage 12 genannten Vorhaben einzurichten.
b) Welche Programmaktivitäten sollen vom GIZ-Büro in Erbil
durchgeführt werden (Sektoren, Kosten)?
Das Projektbüro ist zuständig für die Umsetzung folgender Vorhaben:
Das Projekt „Offener Beratungsfonds Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Irak“ hat am 1. Februar 2011 begonnen und soll nachfrageorientiert arbeiten.
Die Feinplanung und Abstimmung mit möglichen irakischen Projektpartnern
dauert aktuell an. Das Vorhaben hat ein Volumen von 4 Mio. Euro bei
dreijähriger Laufzeit.
Drucksache 17/4990 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeIm Auftrag des Auswärtigen Amts führt die GIZ ein Projekt zur
Arbeitsmarktorientierten Modernisierung der beruflichen Ausbildung in Irak als Beitrag zum
Aufbau und zur Friedenssicherung durch. Die Feinplanung und Abstimmung
mit möglichen irakischen Projektpartnern dauert aktuell an. Das Vorhaben hat
ein Volumen von 2,9 Mio. Euro bei dreijähriger Laufzeit.
c) Wie viele deutsche und nationale Mitarbeiter sollen im GIZ-Büro in
Erbil arbeiten, und welche Personalkosten werden hierfür
veranschlagt?
Für die beiden Vorhaben sollen insgesamt vier Mitarbeiter entsandt werden.
Nationales Personal wird aus Fachkräften (ca. vier) und Verwaltungskräften
(ca. acht) bestehen, je nach sich entwickelnder Bedarfslage. Die
Personalgesamtkosten für die Entsandten liegen bei ca. 400 000 Euro pro Jahr. Die
Personalgesamtkosten für das nationale Personal richten sich nach deren
tatsächlicher Anzahl; pro Fachkraft wird auf Grundlage des aktuellen Gehaltniveaus für
Fachkräfte mit ca. 24 000 Euro pro Jahr gerechnet.
d) Mit welchen Partnern wird die GIZ in Erbil zusammenarbeiten?
Vorgesehen ist, dass die GIZ von Erbil aus mit irakischen Partnern aus dem
Berufsbildungsbereich (v. a. Ministerium für Hochschulbildung und Forschung)
und dem Bereich der Wirtschaftsförderung (v. a. Industrieministerium, diverse
Behörden und Agenturen der Wirtschaftsförderung, Zentralbank)
zusammenarbeitet.
e) Welche Maßnahmen sollen von GIZ International Services in Erbil
durchgeführt werden?
Aussagen zu künftigen Maßnahmen der GIZ International Services in Erbil
können derzeit nicht gemacht werden.
f) Welchen geographischen Zuständigkeitsbereich wird die GIZ-Präsenz
in Erbil erhalten?
Die Projekte der GIZ im Irak sind im Projektbüro in Erbil angesiedelt, haben
jedoch eine gesamtirakische Ausrichtung.
17. Plant die GIZ im Irak an weiteren Standorten, außer in Erbil, ein Büro zu
eröffnen?
Derzeit ist kein weiteres Projektbüro im Irak geplant.
18. Welche Zielsetzungen verfolgt das Programm der GIZ zur Beratung der
irakischen Regierung beim wirtschaftlichen Transformationsprozess?
Ziel des im Auftrag des BMZ geplanten Vorhabens (Offener Beratungsfonds
Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Irak) ist es, die privatwirtschaftliche
Entwicklung im Irak zu fördern.
Dazu werden Beratung und Trainings zur Verbesserung der institutionellen
Rahmenbedingungen sowie zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der
irakischen Partnerorganisationen in für die wirtschaftliche Transformation zentralen
Schlüsselbereichen (Wirtschaftsförderung, Finanzsektor, Berufsbildung)
nachfrageorientiert angeboten.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/499019. Seit wann läuft dieses Programm, und wie hoch sind die Kosten des
Programms?
Das Vorhaben „Offener Beratungsfonds Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Irak“ hat am 1. Februar 2011 begonnen und verfügt über Mittel in Höhe von bis
zu 4 Mio. Euro bei einer dreijährigen Laufzeit.
20. Welche Erfolge hat das Programm bisher erzielt?
Das Vorhaben „Offener Beratungsfonds Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Irak“ hat am 1. Februar 2011 begonnen, die Feinplanung mit möglichen
irakischen Partnern läuft derzeit.
21. Welche Public-Private-Partnerships werden zurzeit vom BMZ im Irak
gefördert?
Derzeit wird ein PPP-Vorhaben gefördert (siehe Übersicht in der Antwort zu
Frage 10). Es handelt sich um eine Kooperation zwischen der DEG und der
Firma Knauf International, die ein Schulungszentrum in Bagdad einrichten
wird. Das Schulungszentrum soll Bauhandwerkern, Architekten,
Bauingenieuren, Lehrpersonal im Baubereich, Berufsschülern und Studenten theoretisch
und praktisch ein umfassendes Grundwissen über die Anwendung von Putz-
und Trockenbautechniken vermitteln. Darüber hinaus sieht das Projekt
Trainthe-Trainer-Maßnahmen vor.
22. Welche Rolle hat das Gasnetz-Projekt der kurdischen Region bei der
Reise des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung gespielt und bei welchen Gesprächen des
Bundesentwicklungsministers war dieses Projekt Thema?
Die Nabucco-Pipeline wurde thematisiert in den Gesprächen mit
Staatspräsident Dschalal Talabani, Premierminister Nuri Al Maliki, dem Präsidenten der
Region Kurdistan-Irak, Mas’ud Barsani und dem Ministerpräsidenten der
Region Kurdistan-Irak Dr. Barham Saleh.
Die Nabucco-Pipeline ist ein Energieprojekt von hoher Bedeutung für die EU
und die Bundesregierung. Die innerirakischen Voraussetzungen für eine
Anbindung an diese Pipeline müssen noch geschaffen werden. Bundesminister Dirk
Niebel hat die Signalwirkung einer zügigen Schaffung dieser Voraussetzungen
für die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft hervorgehoben.
23. Inwiefern treffen Aussagen der Zeitung „Ittihad“ zu, wonach der
Bundesentwicklungsminister während seiner Reise angekündigt habe, dass
Deutschland das irakische Gasnetz mit der Nabucco-Pipeline verbinden
möchte?
Die Aussage trifft nicht zu. Auf die Antwort zu Frage 22 wird verwiesen.
24. Welche Verbindung besteht zwischen diesen Aussagen des
Bundesentwicklungsministers und dem entwicklungspolitischen Auftrag der Reise
in den Irak?
Aufgrund der hohen Bedeutung der Nabucco-Pipeline hat sich Bundesminister
Dirk Niebel über dieses Thema als Vertreter der Bundesregierung informiert.
Drucksache 17/4990 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDie Anbindung der nordirakischen Gasnetze an die Nabucco-Pipeline würde
die wirtschaftliche Entwicklung des Irak unterstützen.
Die wirtschaftliche Entwicklung im Irak ist ein wichtiges Anliegen des BMZ.
25. Wie viele Wirtschaftsbüros fördert die Bundesregierung im Irak?
Ist der Aufbau weiterer Büros geplant?
Die Bundesregierung fördert im Irak jeweils ein Wirtschaftsbüro in Bagdad und
Erbil. Das Deutsche Wirtschaftsbüro in Bagdad verfügt auch über eine
Außenstelle in Basra. Der Aufbau von weiteren Büros ist derzeit nicht geplant.
26. Welche effektive und nachprüfbare Leistung haben diese Büros bislang
erzielt?
Wie wird diese Leistung dokumentiert?
Auf die Antworten der Bundesregierung zu den Fragen 8 und 9 der Kleinen
Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 11. November 2010
auf Bundestagsdrucksache 17/3987 wird verwiesen.
27. Beabsichtigt die Bundesregierung, auch weiterhin das Entwicklungshilfe-
Unternehmen AGEF (Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte im
Bereich der Migration und Entwicklungszusammenarbeit) mit dem Betrieb
des Wirtschaftsbüros und der Vertretung deutscher Wirtschaftsinteressen
zu befassen?
Falls nicht, welche Institution soll damit betraut werden?
Die zukünftige Trägerschaft der Deutschen Wirtschaftsbüros in Bagdad und
Erbil wird derzeit von der Bundesregierung geprüft.
28. Ist beabsichtigt, dass der Betrieb der Wirtschaftsbüros, wie in den Jahren
2009 und 2010 auch, weiterhin aus dem Haushalt des Auswärtigen Amts
finanziert werden soll?
Falls nicht, wie wird die Finanzierung zukünftig geleistet?
Die Bundesregierung plant auch im Jahr 2011 eine Förderung des Deutschen
Wirtschaftsbüros Irak in Bagdad (DWI-B) durch Mittel des Auswärtigen Amts
sowie eine Förderung des Deutschen Wirtschaftsbüros Irak in Erbil (DWI-E)
durch Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
29. Können seit dem Anschlag auf die deutsche Botschaft in Bagdad im April
2010 dort wieder Visa erteilt werden?
Wenn ja, wie viele Visa (bitte getrennt nach Kategorien) werden pro
Monat erteilt?
Wie ist die Entwicklung in den letzten fünf Jahren?
Die Deutsche Botschaft in Bagdad hat unter erheblich erschwerten baulichen
und sicherheitlichen Bedingungen schon bald nach dem Anschlag vom April
2010 die Visaerteilung wieder aufgenommen. Die Zahl der erteilten Visa ergibt
sich aus der im Anhang beigefügten tabellarischen Übersicht.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/499030. Beabsichtigt die Bundesregierung, zukünftig auch Touristen- und
Geschäftsvisa neuer „Kunden“ in Bagdad zu erteilen?
Wenn ja, wann oder unter welchen Voraussetzungen?
Wenn nein, warum nicht?
Die Botschaft Bagdad ist grundsätzlich für den Publikumsverkehr geschlossen.
Der Personenkreis, von dem Visaanträge entgegengenommen werden, ist auf
ein Minimum beschränkt (z. B. hochrangige Regierungsdelegationen).
Antragsteller, die nicht zu diesem Personenkreis gehören und die ihren gewöhnlichen
Aufenthalt nicht in der Region Kurdistan-Irak haben, beantragen Visa
wahlweise bei den Deutschen Botschaften in Amman oder Damaskus. Eine
deutliche Erweiterung des Antragstellerkreises ist unter den derzeitigen
sicherheitlichen und baulichen Gegebenheiten nicht möglich.
31. Wie viele Visa (bitte getrennt nach Kategorien) pro Monat werden vom
Generalkonsulat Erbil erteilt?
Wie ist die Entwicklung seit der Eröffnung des Generalkonsulats?
Aus der im Anhang beigefügten tabellarischen Übersicht ergibt sich die
Entwicklung der Zahlen der vom Deutschen Generalkonsulat in Erbil erteilten Visa
(getrennt nach Kategorien).
32. Beabsichtigt die Bundesregierung, zukünftig auch Touristen- und
Geschäftsvisa für Antragsteller aus der als sicher geltenden Region
Kurdistan-Irak nur in Ankara auszustellen, oder werden Visa für neue „Kunden“
zukünftig auch in Erbil erteilt?
Wenn Letzteres nicht zutrifft, warum nicht?
Wenn ja, ab wann?
Wird die Regelung nur für Bewohner der Region Kurdistan-Irak oder für
alle Iraker gelten?
Das Deutsche Generalkonsulat in Erbil erteilt seit Juni 2010 als einzige
Schengen-Visastelle vor Ort Visa für folgende Kategorien von Antragstellern:
– Inhaber von Dienst- oder Diplomatenpässen;
– Geschäftsreisende, die in den vergangenen zwei Jahren bereits mehrere
Schengen-Visa erhalten haben und enge Beziehungen nach Deutschland
darlegen können;
– Teilnehmer von Regierungs- oder Wirtschaftsdelegationen, die von
offiziellen deutschen Stellen eingeladen worden sind;
– Wissenschaftler und Künstler, die von offiziellen deutschen Organisationen
eingeladen worden sind;
– Eilfälle medizinischer Behandlung in Deutschland;
– Teilnehmer an Ausbildungsmaßnahmen bei offiziellen deutschen Stellen
oder von der Bundesregierung geförderten Programmen.
Andere Antragsteller aus der Region Kurdistan-Irak beantragen Visa bei der
Deutschen Botschaft in Ankara.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Generalkonsulats in Erbil
tun alles, um unter den gegebenen Bedingungen eine bestmögliche
Dienstleistung sicherzustellen und wo möglich auszubauen. Eine Erweiterung des An-
Drucksache 17/4990 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodetragstellerkreises für alle Touristen- und Geschäftsvisa und Erstantragsteller ist
aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen gegenwärtig nicht möglich.
33. Zahlte die Bundesregierung, am 2. Februar 2011 am Flughafen von
Bagdad 2 500 US-Dollar oder einen anderen Betrag, obwohl die fälligen
Gebühren für die Nutzung des Flughafens nach Angaben der
Bundesregierung bereits entrichtet worden waren (Meldung der Süddeutschen
Zeitung vom 3. Februar 2011)?
Wenn ja, warum?
Die Bundesregierung hat für den Weiterflug nach Erbil nur einmalig eine
Abfluggebühr entrichtet.
34. Ist davon auszugehen, dass es sich bei den 2 500 US-Dollar um
Schmiergeld handelte, das gezahlt werden musste, um die Starterlaubnis zu
bekommen?
Wenn nein, welche Erklärung gibt es dafür, dass die Gebühr zweimal
bezahlt werden musste?
Die Gebühr wurde einmal bezahlt. Auf die Antwort zu Frage 33 wird
verwiesen.
35. Hat die Bundesregierung die irakische Seite aufgefordert, die 2 500 US-
Dollar zurückzuerstatten?
Auf die Antworten zu den Fragen 33 und 34 wird verwiesen.
36. Wurden die 2 500 US-Dollar von der irakischen Seite zurückerstattet?
Auf die Antwort zu den Fragen 33 und 34 wird verwiesen.
Auswärtiges Amt
Referat 510
erteilte Visa Bagdad 2006-2010 und Erbil 2010 Berlin, den 22.02.2011
Bagdad Erbil
A erteilt 1. Quartal 2006 32
A erteilt 2. Quartal 2006 3
A erteilt 3. Quartal 2006 9
A erteilt 4. Quartal 2006 79
B erteilt 1. Quartal 2006 0
B erteilt 2. Quartal 2006 19
B erteilt 3. Quartal 2006 0
B erteilt 4. Quartal 2006 13
C erteilt 1. Quartal 2006 356
C erteilt 2. Quartal 2006 513
C erteilt 3. Quartal 2006 402
C erteilt 4. Quartal 2006 290
D erteilt 1. Quartal 2006 19
D erteilt 2. Quartal 2006 28
D erteilt 3. Quartal 2006 29
D erteilt 4. Quartal 2006 24
Gesamt 2006 1.816
A erteilt 1. Quartal 2007 0
A erteilt 2. Quartal 2007 2
A erteilt 3. Quartal 2007 0
A erteilt 4. Quartal 2007 0
B erteilt 1. Quartal 2007 0
B erteilt 2. Quartal 2007 0
B erteilt 3. Quartal 2007 0
B erteilt 4. Quartal 2007 2
C erteilt 1. Quartal 2007 223
C erteilt 2. Quartal 2007 402
C erteilt 3. Quartal 2007 280
C erteilt 4. Quartal 2007 242
D erteilt 1. Quartal 2007 28
D erteilt 2. Quartal 2007 23
D erteilt 3. Quartal 2007 38
D erteilt 4. Quartal 2007 31
Gesamt 2007 1.271
A erteilt 1. Quartal 2008 6
A erteilt 2. Quartal 2008 3
A erteilt 3. Quartal 2008 0
A erteilt 4. Quartal 2008 1
B erteilt 1. Quartal 2008 1
B erteilt 2. Quartal 2008 40
B erteilt 3. Quartal 2008 20
B erteilt 4. Quartal 2008 1
C erteilt 1. Quartal 2008 194
C erteilt 2. Quartal 2008 479
C erteilt 3. Quartal 2008 477
C erteilt 4. Quartal 2008 542
D erteilt 1. Quartal 2008 29
D erteilt 2. Quartal 2008 42
D erteilt 3. Quartal 2008 22
D erteilt 4. Quartal 2008 30
Gesamt 2008 1.887
A erteilt 1. Quartal 2009 20
A erteilt 2. Quartal 2009 5
Anlage zu den Fragen 29 und 31
Auswärtiges Amt
Referat 510
erteilte Visa Bagdad 2006-2010 und Erbil 2010 Berlin, den 22.02.2011
Bagdad Erbil
A erteilt 3. Quartal 2009 0
A erteilt 4. Quartal 2009 3
B erteilt 1. Quartal 2009 0
B erteilt 2. Quartal 2009 0
B erteilt 3. Quartal 2009 0
B erteilt 4. Quartal 2009 0
C erteilt 1. Quartal 2009 578
C erteilt 2. Quartal 2009 693
C erteilt 3. Quartal 2009 782
C erteilt 4. Quartal 2009 994
D erteilt 1. Quartal 2009 10
D erteilt 2. Quartal 2009 23
D erteilt 3. Quartal 2009 49
D erteilt 4. Quartal 2009 50
Gesamt 2009 3.207
A erteilt 1. Quartal 2010 10 -
A erteilt 2. Quartal 2010 16 -
A erteilt 3. Quartal 2010 0 0
A erteilt 4. Quartal 2010 1 0
B erteilt 1. Quartal 2010 0 -
B erteilt 2. Quartal 2010 0 -
B erteilt 3. Quartal 2010 0 0
B erteilt 4. Quartal 2010 0 0
C erteilt 1. Quartal 2010 581 -
C erteilt 2. Quartal 2010 638 -
C erteilt 3. Quartal 2010 848 461
C erteilt 4. Quartal 2010 582 332
D erteilt 1. Quartal 2010 33 -
D erteilt 2. Quartal 2010 104 -
D erteilt 3. Quartal 2010 34 5
D erteilt 4. Quartal 2010 71 10
Gesamt 2010 2.918 808
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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ISSN 0722-8333]