[Deutscher Bundestag Drucksache 17/5732
17. Wahlperiode 05. 05. 2011
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 29. April 2011
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Ulla Jelpke, Frank
Tempel und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/5620 –
Auswirkungen der Sprachanforderungen beim Ehegattennachzug
zum Stand 31. Dezember 2010
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundesregierung hatte zur Legitimierung der Neuregelung von Deutsch-
Nachweisen als Voraussetzung für den Ehegattennachzug im Jahr 2007
vorgebracht, dass sich die geforderten Sprachkenntnisse in einem überschaubaren
Zeitraum erlernen ließen, etwa innerhalb von drei Monaten. Inzwischen
erklärt die Bundesregierung, dass auch ein Spracherwerb in einem „Zeitraum
von zwei bis drei Jahren … in aller Regel zumutbar“ sei (vgl.
Bundestagsdrucksache 17/3393, Antwort zu Frage 5a) und beruft sich dabei auf ein
Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) vom 30. März
2010 (Az. 1 C 8.09).
Dieses Urteil steht jedoch in der Kritik, insbesondere weil das Gericht seiner
Pflicht nicht nachgekommen sei, offene europarechtliche Fragen dem
Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Klärung vorzulegen (vgl. jüngst Reinhard
Marx, „Sprachnachweis und Ehegattennachzug“, in: ZAR 1/2011, S. 15 ff.).
Reinhard Marx zufolge hat das BVerwG mit seiner „fragwürdigen
Argumentation zur fehlenden Vorlagepflicht“ einen Konflikt verschärft, „statt ihn zu
befrieden“, und dabei „aus verfassungs- und unionsrechtlicher Sicht
wesentliche Rechtsfragen nicht einmal angesprochen, geschweige denn diskutiert“
(ebd., S. 20). Die unterbliebene Vorlage beim EuGH kritisiert auch Richter
Andreas Pfersich (in: ZAR 1/2011, S. 35).
Der EuGH hatte am 4. März 2010 (Chakroun/Niederlande, C-578/08) unter
anderem entschieden, dass bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zur
Familienzusammenführung durch die Mitgliedstaaten das Richtlinienziel einer
Begünstigung des Familiennachzugs nicht beeinträchtigt werden dürfe. Hiermit
ist jedoch völlig unvereinbar, selbst einem fest integrierten Ehegatten mit
Daueraufenthaltsrecht sei es zuzumuten, die gesamte soziale und
wirtschaftliche Existenz und alle erworbenen Rechtsansprüche in Deutschland
aufzugeben, um „die familiäre Einheit im Ausland herzustellen“, wenn es dem
nachzugswilligen Ehegatten aus nicht selbst zu vertretenden Gründen nur schwer
oder gar nicht möglich ist, die geforderten Sprachkenntnisse zu erwerben, wie
es das BVerwG entschieden hat (Urteil vom 30. März 2010, Az. 1 C 8.09,
Rn. 45).
Der Bundesverwaltungsrichter Harald Dörig erklärte im Rahmen der
Hohenheimer Tage zum Ausländerrecht 2011, das „I-Tüpfelchen“ bei der
Entscheidung, den EuGH nicht anzurufen, sei ein Bericht der EU-Kommission
gewesen, in dem Regelungen einiger Mitgliedstaaten zu Sprachanforderungen beim
Ehegattennachzug grundsätzlich gebilligt worden seien. Auf diesen Bericht
zur Anwendung der Familienzusammenführungsrichtlinie vom 8. Oktober
2008 (KOM(2008) 610) wird auch in der Urteilsbegründung in dem Verfahren
1 C 8.09 Bezug genommen (Rn. 25 und 28). Ein Bericht der Kommission zur
Anwendungspraxis in den Mitgliedstaaten kann jedoch grundsätzlich kein
Beleg dafür sein, dass der EuGH eine konkrete Rechtsfrage bereits klar und
abschließend entschieden hat („acte claire“). Es gibt vielmehr zahlreiche
juristische Stellungnahmen, die vom genauen Gegenteil ausgehen (vgl. Nachweise
bei Reinhard Marx, a. a. O., S. 20 Rn. 44). In dem vom BVerwG
herangezogenen Kommissionsbericht heißt es zudem, dass Sprachanforderungen nur dann
zulässig seien, wenn sie dem Zweck der erleichterten Integration von
Familienangehörigen dienen „und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
Rechnung tragen“ (a. a. O., S. 9), was z. B. davon abhängig sei, „inwieweit der
Zugang zu solchen Kursen oder Tests gewährleistet ist, wie sie konzipiert und/
oder organisiert sind (Kursunterlagen, Gebühren, Veranstaltungsort usw.)“.
Genau diese Gesichtspunkte spielen in der deutschen Regelung und Praxis
und in der Entscheidung des BVerwG jedoch keinerlei Rolle. Auch der
Hinweis des BVerwG auf eine im Einzelfall möglicherweise verfassungsrechtlich
gebotene Erteilung eines Visums zum Zwecke des Spracherwerbs nach § 16
Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) heilt diesen Mangel nicht, denn
dies soll nur gelten, wenn ein Verweis auf die Möglichkeit eines
Zusammenlebens im Ausland ausnahmsweise nicht möglich sei – dieser Verweis auf das
Ausland widerspricht jedoch grundsätzlich dem Ansatz subjektiver Rechte
nach der Familienzusammenführungsrichtlinie.
Auch das Verschlechterungsverbot im Rahmen des Assoziierungsrechts der EU
mit der Türkei steht der Einführung von Sprachnachweisen im Rahmen des
Ehegattennachzugs entgegen. Dies wird angesichts der sich fortentwickelnden
Rechtsprechung des EuGH immer deutlicher und wurde z. B. von Rechtsanwalt
Jan Tobias Behnke bereits Anfang 2008 festgestellt (in: ANA-ZAR 1/2008,
S. 2).
Eine ministerielle „Evaluierung“ der Auswirkungen der Neuregelung des
Ehegattennachzugs wurde mit erheblicher Verzögerung im September 2010
vorgelegt (Bundestagsdrucksache 17/3090). Zu den umstrittenen Fragen ihrer
Verhältnismäßigkeit und rechtlichen Zulässigkeit und ob die vorgegebenen
Ziele durch die Regelung überhaupt erreicht werden können, enthält der
Evaluierungsbericht jedoch keine Angaben. Lediglich das Grundsatzurteil des
BVerwG wird kurz benannt und in einer „Zusammenfassung“ findet sich ein
Hinweis, der im Bericht selbst jedoch gar nicht enthalten ist, wonach Lehrer
von Goethe-Instituten in der Türkei „von Einzelfällen“ berichtet hätten, „in
denen Frauen offensichtlich absichtlich durch die Prüfung fallen, um eine
ungewollte Ehe in Deutschland zu vermeiden“. Der Abgeordnete Reinhard
Grindel (Fraktion der CDU/CSU) deutete dies so (Plenarprotokoll 17/65,
S. 6812 C): „Durch eine Evaluierung dieser Vorschrift ist nachgewiesen, dass
wir damit in Einzelfällen Zwangsehen bekämpfen“. Die Bundesregierung
erklärte auf Nachfrage jedoch, sie verfüge „nicht über Erkenntnisse darüber,
ob es sich bei diesen Fällen um Zwangsehen handelt“ (Bundestagsdrucksache
17/3393, Antwort zu Frage 7a), und auch zu dem weiteren Schicksal der
genannten Frauen habe sie „keine Erkenntnisse“ (ebd., Frage 7e).
1. Wie viele Visa zum Ehegattennachzug wurden im Jahr 2010 erteilt (bitte
den Vergleichswert für 2009 und den prozentualen Rückgang oder Anstieg
nennen)?
Im Jahr 2010 wurden weltweit 31 649 Visa zum Ehegattennachzug erteilt
(2009: 33 194). Dies bedeutet einen Rückgang von 4,65 Prozent.
a) Wie lauten die entsprechenden Angaben zu den 15 stärksten
Herkunftsländern, differenziert nach Ländern (bitte auch die Summe aller 15
Länder nennen)?
b) Wie lauten die entsprechenden Angaben zu den 15 stärksten
Herkunftsländern, differenziert nach Zuzug zu Deutschen/Nichtdeutschen/
Ehefrauen/Ehemännern?
Die Angaben zu den Fragen 1a und 1b sind in der Anlage dargestellt.
2. Wie lautet die gesonderte Statistik des Auswärtigen Amts zum
Sprachnachweis beim Ehegattennachzug für die zehn Hauptherkunftsländer (vgl.
Anlage 2 zu Bundestagsdrucksache 16/12979) für das Jahr 2010 (bitte auch
die jeweiligen Vergleichswerte für 2009 benennen)?
Die Angaben sind in der Anlage dargestellt.
3. Wie hoch war der Anteil der externen Prüfungsteilnehmenden bei
Sprachprüfungen der Goethe-Institute „Start Deutsch 1“ bzw. bei anderen
Anbietern im Jahr 2010 (bzw. soweit vorliegend) gemessen an der Gesamtzahl
der Prüflinge weltweit (bitte zusätzlich die jeweiligen Quoten der 15
wichtigsten Herkunftsländer und der jeweils zehn Länder mit den höchsten und
niedrigsten Externenquoten mit einer Teilnehmendenzahl über 100
angeben)?
Der Anteil der externen Prüfungsteilnehmenden bei den Sprachprüfungen
„Start Deutsch 1“ in den Goethe-Instituten im Rahmen des Ehegattennachzugs
im Jahr 2010 betrug 77 Prozent. Die weiteren Angaben sind in der Anlage
dargestellt.
4. Wie hoch waren die Bestehensquoten bei Sprachprüfungen „Start Deutsch
1“ der Goethe-Institute im Ausland im Jahr 2010 (bzw. soweit vorliegend;
bitte nach externen und internen Prüfungsteilnehmenden und der
Gesamtzahl differenziert angeben sowie absolute und relative Zahlen nennen, und
diese Quoten bitte zusätzlich noch einmal für die 15 Hauptherkunftsländer
und die jeweils zehn Länder mit höchsten und niedrigsten Quoten mit einer
Teilnehmendenzahl von über 100 angeben)?
Die Bestehensquoten bei den Sprachprüfungen „Start Deutsch 1“ in den Goethe-
Instituten im Rahmen des Ehegattennachzugs lagen im Jahr 2010 insgesamt bei
66 Prozent (63 Prozent bei externen Prüfungsteilnehmern; 76 Prozent bei
Prüfungsteilnehmern, die zuvor einen Sprachkurs an einem Goethe-Institut
absolviert hatten). Die weiteren Angaben sind in der Anlage dargestellt.
5. Welche 20 Herkunftsländer verzeichneten den prozentual stärksten
Rückgang erteilter Visa zum Ehegattennachzug (bitte diese Daten jeweils
nennen), wenn die Werte des Jahres 2006 (d. h. dem Jahr vor Inkrafttreten der
Neuregelung) mit den Werten des Jahres 2010 verglichen werden (bitte nur
Länder berücksichtigen mit mindestens dreistelliger Visazahl im Jahr
2006), und wie erklärt bzw. bewertet die Bundesregierung diesen
Rückgang in den einzelnen Ländern jeweils?
Die Angaben sind in der Anlage dargestellt. Der Rückgang für Rumänien,
Bulgarien und Brasilien ist auf die Möglichkeit der visumfreien Einreise
zurückzuführen. Die Bundesregierung verfügt zu den sonstigen Herkunftsländern
nicht über detaillierte Analysen. Im Evaluierungsbericht zum Sprachnachweis
(Bundestagsdrucksache 17/3090) wird unter Abschnitt D Teil II gezeigt, dass
der Rückgang nicht alleine auf das Sprachnachweiserfordernis zurück zu
führen ist, da bereits seit dem Jahr 2002 ein Rückgang des Ehegattennachzugs
nach Deutschland zu beobachten ist.
6. Wie viele Aufenthaltskarten an drittstaatsangehörige Familienangehörige
von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern wurden 2010 erteilt (bitte die
Zahlen bezüglich der zehn wichtigsten Herkunftsländer gesondert
ausweisen und jeweils die Vergleichswerte des Vorjahres nennen)?
Aus technischen Gründen können Daten im Sinne der Fragestellung aus dem
Ausländerzentralregister (AZR) nur näherungsweise ermittelt werden.
Beispielsweise sind die vor den jeweiligen Auswertungsstichtagen bereits wieder
ausgereisten Ausländer und solche, die zwischenzeitlich einen anderen
Aufenthaltstitel erhalten haben, nicht einbezogen.
Nähere Angaben zu den im AZR erfassten Erteilungen der Jahre 2010 und
2009 können der folgenden Tabelle entnommen werden:
7. Ist die Aussage in dem Evaluierungsbericht (Erhebung von Alev Yazici an
der Universität Ankara, Bundestagsdrucksache 17/3090, S. 21), wonach
59 Prozent der Teilnehmer zum ersten Mal, 18 Prozent zum zweiten Mal
an der Prüfung teilgenommen hätten, so zu verstehen, dass die übrigen
23 Prozent mehr als zwei Mal an der Prüfung teilgenommen haben, oder
wie sonst ist die Differenz der Angaben zu 100 Prozent zu erklären, und
wie bewertet es die Bundesregierung, dass nach dieser Untersuchung weit
weniger als 59 Prozent den Sprachtest beim ersten Mal bestanden haben
2010* 5 084 2009** 4 811
darunter: darunter:
Brasilien 427 Brasilien 434
Türkei 309 Türkei 312
Vereinigte Staaten v. Amerika 262 Vereinigte Staaten v. Amerika 274
Russische Föderation 260 Russische Föderation 212
Marokko 214 Marokko 211
Schweiz 169 Schweiz 187
Serbien, Republik 171 Ukraine 169
Indien 167 Indien 124
Mazedonien 170 Serbien, Republik 119
Ukraine 165 China 115
*AZR zum Stichtag 31. Dezember 2010 **AZR zum Stichtag 31. Dezember 2009
(denn natürlich bestehen bei Weitem nicht alle Teilnehmenden die
Prüfung)?
Es trifft zu, dass 23 Prozent der Teilnehmer mehr als zwei Mal an der Prüfung
teilgenommen haben. Bei den im Bericht genannten 59 Prozent der erstmals an
einer Prüfung Teilnehmenden gibt es eine Bestehensquote von 65 Prozent.
8. In welchen Ländern gibt es keine Goethe-Institute oder lizensierte
Partnerinstitute, an denen der notwendige Sprachtest im Rahmen des
Ehegattennachzugs oder auch vorbereitende Sprachkurse absolviert werden können,
wie wird in diesen Ländern jeweils die Sprachprüfung vorgenommen, bzw.
wie müssen Betroffene aus diesen Ländern den geforderten
Sprachnachweis erbringen, und inwieweit bzw. bezüglich welcher Länder wird diese
Praxis von der Bundesregierung mit welcher Begründung als kritisch
angesehen?
Es steht den Antragstellern frei, wo sie sich Deutschkenntnisse aneignen.
Vielerorts bieten Privatlehrer Deutschkurse an, auch Radio-, Fernseh- oder
Internetkurse können, soweit sie erreichbar sind, genutzt werden. Weitere
Informationen zu Lernmöglichkeiten finden sich im „Bericht über die Evaluierung des
Nachweises einfacher Deutschkenntnisse beim Ehegattennachzug nach dem
Aufenthaltsgesetz, Sprachlern- und Sprachtestangebote, Visumverfahren“
(Bundestagsdrucksache 17/3090) unter Abschnitt B Teil I Nr. 2.
Im Anhang finden sich Listen, aus denen sich die internationale Präsenz des
Goethe-Instituts, seiner Lizenznehmer oder Prüfungslizenznehmer ergibt. In
Ländern, in denen keines der vier Institute, die den Standards der ALTE
(Association of Language Testers in Europe) genügen, Prüfungen anbietet, werden
die Sprachkenntnisse von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Visastellen festgestellt. Vor diesem Hintergrund wird die Praxis von der
Bundesregierung nicht als kritisch angesehen.
9. Da im Evaluierungsbericht auf Bundestagsdrucksache 17/3090 auf Seite 15
ausgeführt wird, dass „auf vielen Teilnehmern … ein hoher Druck lastet“
und deshalb „an einigen Instituten psychologische und sozialpädagogische
Beratungs- und Betreuungsangebote mit zusätzlichem, fachlich
qualifiziertem Personal eingerichtet“ worden seien, stellen sich folgende Fragen:
a) Ist dies nicht ein Indiz dafür, dass die Kritik berechtigt ist, wonach der
Zwang zum Nachweis eines bestimmten Sprachniveaus als
Voraussetzung dafür, mit dem Ehepartner im Wunschland zusammenleben zu
können, für viele Betroffene eine erhebliche psychische Belastung
darstellt, während die Bundesregierung zur Legitimierung der
Neuregelung eher den Eindruck zu erwecken versuchte, die Betroffenen würden
„mit großer Freude“ an etwa dreimonatigen Sprachkursen teilnehmen
(so z. B. die Beauftragte der Bundesregierung für Integration,
Plenarprotokoll 16/144, S. 15188; bitte ausführen)?
Die Bundesregierung stellt im genannten Evaluierungsbericht fest, dass auf
vielen Teilnehmern aufgrund der ungewohnten Lern- und Lebenssituation ein
hoher Druck lastet. Dies steht nach Auffassung der Bundesregierung nicht im
Widerspruch zu der Tatsache, dass viele Teilnehmer mit großer Freude an
Sprach- bzw. Integrationskursen teilnehmen.
b) Wie beurteilt die Bundesregierung die Lage von Betroffenen in
Ländern und/oder Regionen, in denen kein psychologisches Beratungs-
und Betreuungsangebot mit fachlich qualifiziertem Personal im
Zusammenhang des Deutsch-Spracherwerbs im Ausland zur Verfügung
steht, da ein solches Angebot grundsätzlich doch offenkundig für
erforderlich gehalten wird (bitte ausführen)?
Die Bundesregierung begrüßt die Tatsache, dass an einigen Instituten
psychologische und sozialpädagogische Beratungs- und Betreuungsangebote
eingerichtet werden konnten, die die Teilnehmer entlasten. Aus Sicht der
Bundesregierung sind derartige Angebote aber nicht zwingend erforderlich.
c) Wie viele psychologische und sozialpädagogische Beratungsangebote
der Goethe-Institute mit wie vielen angestellten Personen gibt es in
wie welchen Ländern, wie viele Beratungsstunden in wie vielen
Fällen wurden im letzten Jahr erbracht (oder welche anderen Angaben
können zum Umfang dieses Angebots gemacht werden), und wie wird
dieses Angebot finanziert?
Die sozialpädagogische und psychologische Beratung für Zuwandernde im
Rahmen des Ehegattennachzugs wird von den Goethe-Instituten in der Türkei
in Ankara, Istanbul und Izmir, und je nach Nachfrage auch in umliegenden
Städten wie z. B. Antalya, Balikesir angeboten. Finanziert wird dieses Angebot
aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds und des Bundesamts für
Migration und Flüchtlinge.
Für den Zeitraum 1. Juni bis 30. November 2010 wurden folgende Daten zur
sozialpädagogischen und psychologischen Beratung durch das Goethe-Institut
erhoben:
10. Inwieweit ist mit den Grundsätzen des Chakroun-Urteils vom 4. März
2010 (C-578/08) vereinbar, Ehegatten mit einem unbefristeten
Aufenthaltsrecht und festem Einkommen aufzuerlegen, ihre gesamte soziale und
wirtschaftliche Existenz in Deutschland und alle erworbenen
Rechtsansprüche aufzugeben, um die familiäre Einheit im Ausland herzustellen,
wenn es dem nachzugswilligen Ehegatten aus nicht zu vertretenden
Gründen nur schwer oder gar nicht möglich ist, die geforderten
Sprachkenntnisse zu erwerben, ansonsten aber alle Nachzugsbedingungen der
Familienzusammenführungsrichtlinie erfüllt sind (bitte ausführlich
begründen; Wiederholung der insoweit unbeantwortet gebliebenen Frage 19
auf Bundestagsdrucksache 17/3393 – die Antwort der Bundesregierung
enthielt nicht die erbetene Begründung, warum die geschilderte
Einzelfallkonstellation damit vereinbar sein soll, dass nach dem EuGH das Ziel
der Begünstigung des Familiennachzugs nicht unterlaufen werden darf
und die Verhältnismäßigkeit in jedem Fall gewahrt sein muss; vorsorglich
wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass sich nachfolgende Fragen
ausschließlich auf die vom Bundesverfassungsgericht im Beschluss 2
BvR 1413/10 vom 25. März 2011 nicht behandelten europarechtlichen
Aspekte beziehen oder politische Bewertungsfragen an die Bundesregie-
Angebot und Nachfrage der sozialpädagogischen/psychologischen Beratung durch das Goethe-Institut
in dem Zeitraum 1. Juni 2010 bis 30. November 2010
Ankara Istanbul Izmir Umland Gesamt
Anzahl der Teilnehmenden 104 210 725 102 1 141
Anzahl der Beratungsveranstaltungen 5 14 10 3 32
Individuelle Beratungen 12 12
rung darstellen, so dass ein Verweis auf den genannten Beschluss als
unzureichende und dem parlamentarischen Informationsrecht
widersprechende Beantwortung angesehen würde)?
Die Bundesregierung ist weiterhin der Auffassung, dass sich aus dem
Chakroun-Urteil keine unmittelbaren Auswirkungen auf die deutsche Regelung
zum Sprachnachweis ergeben. Zur Begründung wird auf die Antwort zu den
Fragen 24 bis 30 der Kleinen Anfrage vom 27. August 2010
(Bundestagsdrucksache 17/2816, S. 14) und die Antwort zu Frage 19 der Kleinen Anfrage vom
26. Oktober 2010 (Bundestagsdrucksache 17/3393, S. 9) verwiesen.
11. Wenn die Bundesregierung keine Zweifel daran hat, dass das
Bundesverwaltungsgericht bei seinem Urteil vom 30. März 2010 das Chakroun-
Urteil des EuGH berücksichtigt hat, warum enthält dann die Begründung
des Bundesverwaltungsgerichtsurteils ihrer Auffassung nach keinerlei
Auseinandersetzung mit dem besagten Urteil (Wiederholung der insoweit
unbeantworteten Frage 21 auf Bundestagsdrucksache 17/3393)?
Auf die Antwort zu Frage 21 der Kleinen Anfrage vom 26. Oktober 2010
(Bundestagsdrucksache 17/3393, S. 10) wird verwiesen. Die Bundesregierung hat
keine Veranlassung, über die Beweggründe des Bundesverwaltungsgerichts zu
spekulieren, die zur Abfassung des Urteils in der vorliegenden Form geführt
haben.
12. Ist nach Auffassung der Bundesregierung in Kenntnis des Chakroun-
Urteils des EuGH vom 4. März 2010 und des EuGH-Urteils vom 29. April
2010 (C-92/07) die Frage, ob die deutsche Regelung der
Sprachnachweise im Ausland im Rahmen des Ehegattennachzugs mit EU-Recht und
insbesondere mit der Familienzusammenführungsrichtlinie vereinbar ist,
durch den EuGH bereits entschieden oder ist ihrer Auffassung nach
offenkundig, dass der EuGH diese Frage bejahen wird, obwohl es auch in
der Kommentarliteratur (Nachweise z. B. bei Reinhard Marx, a. a. O.,
S. 20 Fn. 44) und bei der Anhörung zum EU-
Richtlinienumsetzungsgesetz zahlreiche Stimmen gegeben hat, die von einer Unvereinbarkeit der
Sprachanforderungen mit EU-Recht ausgehen bzw. diese Frage
zumindest als offen ansehen (vgl. Stellungnahmen vom Deutschen
Menschenrechtsinstitut, von Dr. Reinhard Marx, des Caritasverbands/Diakonischen
Werks, des Deutschen Juristinnenbunds und von Dr. Klaus Dienelt:
Ausschussdrucksache 16(4)209 mit den Buchstaben J, S. 6 ff., D, S. 4 ff., B,
S. 14 ff., K, S. 2 ff., H, S. 5 ff.; bitte ausführlich begründen;
Wiederholung der insoweit nur unklar beantworteten Frage 23 auf
Bundestagsdrucksache 17/3393, denn gefragt worden war nach der „Auffassung der
Bundesregierung“ und nicht nach der Auffassung des
Bundesverwaltungsgerichts)?
Das Bundesverwaltungsgericht hat die Frage der Vereinbarkeit der Regelungen
zum Sprachnachweiserfordernis mit der Familienzusammenführungsrichtlinie
in seinem Urteil vom 30. März 2010 bejaht und keine Veranlassung zur Vorlage
an den EuGH gesehen (Urteil vom 30. März 2010, 1 C8.09, Rn. 28).
Die Rechtbank ’s-Gravenhage hat dem EuGH am 31. März 2011 mit dem in
Frage 25 genannten Vorabentscheidungsersuchen mehrere Fragen zur
Auslegung von Artikel 7 Absatz 2 der Familienzusammenführungsrichtlinie
vorgelegt. Die Bundesregierung prüft, ob, und wenn ja, mit welchem Inhalt sie sich
an dem genannten Verfahren beteiligen wird.
Die Bundesregierung hat weiterhin keine Zweifel an der Vereinbarkeit der
Regelungen zum Sprachnachweiserfordernis mit der
Familienzusammenführungsrichtlinie. Der Respekt vor der Tätigkeit des Europäischen Gerichtshofs
gebietet es aber, dass sie nicht darüber spekuliert, wie der Gerichtshof
entscheiden würde.
13. Welche Bedingungen müssen nach Auffassung der Bundesregierung
erfüllt sein, um von einem „acte claire“ sprechen zu können, der eine
Vorlage strittiger europarechtlicher Fragen beim EuGH entbehrlich macht,
und ist die Annahme eines „acte claire“ insbesondere zulässig, wenn
noch keine klärende Entscheidung des EuGH zur strittigen Rechtsfrage
vorliegt, dafür aber verschiedene Auffassungen in der Rechtsprechung
und/oder der Fachliteratur vertreten werden, und welche Vorgaben macht
z. B. das Bundesverfassungsgericht hierzu?
14. Stimmt die Bundesregierung der Auffassung zu, dass von einem „acte
claire“ jedenfalls nicht bereits deshalb gesprochen werden kann, weil
einzelne Mitgliedstaaten eine bestimmte (aber dennoch rechtlich
umstrittene) Auslegung einer Richtlinie für zulässig halten und die Kommission
in einem Bericht über die Umsetzung dieser Richtlinie zwar keine
grundsätzlichen Bedenken hiergegen erhebt, die konkrete Auslegung und
Umsetzung jedoch an bestimmte Bedingungen knüpft, von denen aber
offengelassen wird, ob sie von den Mitgliedstaaten erfüllt wurden oder nicht
(wenn nein, bitte begründen)?
Die Voraussetzungen, unter denen ein letztinstanzliches Gericht
ausnahmsweise nicht verpflichtet ist, eine Frage zur Gültigkeit oder zur Auslegung eines
Rechtsakts der Europäischen Union dem Europäischen Gerichtshof vorzulegen,
ergeben sich aus dessen Rechtsprechung. Die Bundesregierung sieht keinen
Anlass zu darüber hinausgehenden Erörterungen.
15. Wie ist die Auffassung der Beauftragten der Bundesregierung für
Migration, Flüchtlinge und Integration und des Bundesministeriums der Justiz
zu den Fragen 10 bis 14?
Die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration teilt die in den
Antworten zu den Fragen 10 bis 14 dargestellte Auffassung der Bundesregierung.
16. Wie bewertet die Beauftragte der Bundesregierung für Migration,
Flüchtlinge und Integration, Dr. Maria Böhmer, im Nachhinein ihren Versuch
der Entkräftung von Kritik an der Neuregelung im Plenum des Deutschen
Bundestages, wonach ihrer Einschätzung nach die
Sprachkursteilnehmenden in der Türkei „mit großer Freude die deutsche Sprache erlernt
haben. Sie waren sicher, dass sie relativ schnell nach Deutschland kommen.
Der Sprachkurs dauert circa drei Monate. Das heißt, es wird niemand
gehindert, zum Ehegatten zu ziehen“ (Plenarprotokoll 16/144, S. 15188 C),
nachdem nunmehr feststeht, dass
a) sowohl das Bundesverwaltungsgericht als auch die Bundesregierung
den Spracherwerb in einem „Zeitraum von zwei bis drei Jahren …
in aller Regel“ für „zumutbar“ halten (vgl. Bundestagsdrucksache
17/3393, Antwort zu Frage 5a) – und ist das auch ihre Auffassung,
b) angesichts einer Bestehensquote bei Sprachprüfungen im Ausland von
unter zwei Dritteln (inklusive Wiederholungen) und einem Anteil der
externen Prüfungsteilnehmenden ohne vorherigen Sprachkurs bei
einem Goethe-Institut in Höhe von etwa drei Vierteln davon
ausgegangen werden muss, dass der Zeitraum des Spracherwerbs in weit
über der Hälfte aller Fälle als deutlich länger als drei Monate
einzuschätzen ist (weil der Spracherwerb ohne Sprachkurs länger dauert
bzw. weil Kurse und Prüfungen wiederholt werden müssen), oder
welche Einschätzung hat sie hierzu,
c) sehr wohl Menschen daran gehindert werden, „zum Ehegatten zu
ziehen“, wenn nämlich in den Fällen, in denen ein Spracherwerb aus
nicht selbst zu vertretenden Gründen unmöglich oder unzumutbar ist,
die Herstellung der Ehegemeinschaft und ein eheliches
Zusammenleben im Ausland als zumutbar erachtet werden, was nach Ansicht des
Bundesverwaltungsgerichts (s. Vorbemerkung) selbst dann der Fall
sein kann, wenn dies bedeutet, dass der in Deutschland lebende
Ehepartner sein dauerhaftes Aufenthaltsrecht, seine Arbeit und seine
gesamte soziale Existenz aufgeben muss, und wie bewertet sie diese
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (bitte – wie stets –
alle Unterfragen getrennt und begründet beantworten)?
Die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration hat keine
Veranlassung, ihre Äußerungen im Plenum zu relativieren.
Zu Frage 16a
In fast allen Institutionen der Hauptherkunftsländer gibt es Standardkurse, die
sich über einen Zeitraum von 7 bis 16 Wochen erstrecken. In Ankara dauern sie
7 Wochen. Weitere ausführliche Angaben zur Länge der Vorbereitungskurse im
Ausland finden sich im Evaluierungsbericht der Bundesregierung
(Bundestagsdrucksache 17/3090, S. 11).
Die Aussage des Bundesverwaltungsgerichts zur Zumutbarkeit der Wartezeit
betrifft Ausnahmefälle, in denen das Sprachniveau A 1 nicht früher erreicht
werden kann.
Zu Frage 16b
Im Jahr 2010 betrug die Bestehensquote in der Türkei 65 Prozent (vgl. Antwort
zu den Fragen 3 und 4; interne Prüfungsteilnehmer: 86 Prozent; externe
Prüfungsteilenehmer: 62 Prozent). Zur Dauer des Spracherwerbs ohne Sprachkurs
liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Zu Frage 16c
Der Integrationsbeauftragten ist kein Fall bekannt, in dem der
Ehegattennachzug dauerhaft verweigert wurde, weil der Sprachnachweis nicht erbracht
werden konnte und deshalb die Ehe im Ausland geführt werden musste.
17. Wie begründet die Bundesregierung ihre in der Antwort zu Frage 22 auf
Bundestagsdrucksache 17/3393 geäußerte Auffassung, der EuGH habe
sich angeblich nicht von seiner früheren Rechtsprechung („Demirel“-
Urteil) distanziert, wonach für den Bereich des Familiennachzugs ein den
Allgemeinen Rechtsschutzversicherungsbedingungen (ARB) 1/80
entsprechendes Verschlechterungsverbot fehle, obwohl
a) der EuGH beispielsweise in seinem Abatay-Urteil vom 21. Oktober
2003 ausdrücklich klargestellt hat, dass das Verschlechterungsverbot
nach Artikel 13 ARB 1/80 „nicht nur für die türkischen Arbeitnehmer,
sondern auch für deren Familienangehörige gilt“ (Rn. 82) und es den
innerstaatlichen Stellen verbietet, jedwede „neue(n) Hindernisse“ bei
der schrittweisen Verwirklichung der Freizügigkeit einzuführen
(Rn. 72), so dass zwar „die erstmalige Zulassung der Einreise eines
türkischen Staatsangehörigen in einen Mitgliedstaat … im Grundsatz
ausschließlich dem Recht dieses Staates“ unterliegt (Rn. 65), das
Verschlechterungsverbot aber zugleich zur Folge hat, dass keine
strengeren Zulassungsbedingungen als zum Inkrafttreten des Beschlusses
ARB 1/80 (Rn. 66 ff.) bzw. zu irgendeinem Zeitpunkt danach (vgl.
Toprak-Urteil) bezüglich der materiellen und/oder verfahrensrechtlichen
Voraussetzungen für die erstmalige Aufnahme türkischer
Staatsangehöriger gelten dürfen (vgl. auch Urteil C-92/07 vom 29. April 2010),
wobei der Einbezug von Familienangehörigen „nicht von der
Ausübung einer Beschäftigung abhängt“ (Sahin-Urteil, Rn. 51) und der
„Begriff ‚ordnungsgemäß‘ im Sinne von Artikel 13 des Beschlusses
Nr. 1/80“ nach der Rechtsprechung des EuGH lediglich bedeutet,
„dass der türkische Arbeitnehmer oder sein Familienangehöriger die
Vorschriften des Aufnahmemitgliedstaats auf dem Gebiet der
Einreise, des Aufenthalts und gegebenenfalls der Beschäftigung beachtet
haben muss“ (Sahin-Urteil vom 17. Juli 2009, Rn. 53, Abatay-Urteil,
Rn. 84) – d. h. dass für die Anwendung des Verschlechterungsverbots
nach Artikel 13 ARB 1/80 auf Familienangehörige nicht deren
Beschäftigung erforderlich ist, sondern lediglich, dass die Aufenthalts-
und Beschäftigungsbedingungen des Aufnahmestaates eingehalten
wurden,
b) auch die Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache 17/4623 zu
Frage 1 explizit anerkannt hat, dass das Verschlechterungsverbot nach
Artikel 13 ARB 1/80 nach der Rechtsprechung des EuGH
Auswirkungen auf Regelungen im Bereich des Familiennachzugs hat (z. B. die
Dauer der Mindestehebestandszeit als Voraussetzung eines
eigenständigen Aufenthaltsrechts von Ehegatten),
c) der EuGH im Sahin-Urteil vom 17. September 2009 ausdrücklich
festgestellt hat, dass das Verschlechterungsverbot nach Artikel 13
ARB 1/80 „neuen Beschränkungen … entgegensteht, die die
materiell- und/oder verfahrensrechtlichen Voraussetzungen für die
erstmalige Aufnahme türkischer Staatsangehöriger … betreffen“ (Rn. 64 und
65); wobei die Wörter „erstmalige Aufnahme“ klarstellen, dass die
Bedingungen für die erstmalige Einreise, d. h. auch den
Familiennachzug, gemeint sind, und die Wörter „türkischer Staatsangehöriger“
klarstellen, dass nicht nur „Arbeitnehmer“, sondern – dem Wortlaut
des Artikels 13 ARB 1/80 entsprechend – auch deren
Familienangehörigen gemeint sind,
d) selbst Kay Hailbronner, der die EuGH-Rechtsprechung im
Allgemeinen kritisch beurteilt, in seinem Kommentar zum Ausländerrecht
feststellt, „dass das Verschlechterungsverbot sich auf alle
Rechtsvorschriften bezieht, die die Einreise, den Aufenthalt und den Zugang
türkischer Staatsangehöriger zum Arbeitsmarkt regeln“ (D 5.2 zu
Artikel 13 ARB 1/80, Rn. 7) und Artikel 13 ARB 1/80, insbesondere
auch für Familienangehörige gelte, die auch nicht als Arbeitnehmer
beschäftigt sein müssen (ebd., Rn. 3) (bitte – wie stets – die
Unterfragen getrennt und nachvollziehbar begründet beantworten)?
18. Welche Bedeutung kann das Demirel-Urteil des EuGH aus dem Jahre
1987 für die Frage der Reichweite der Standstill-Klausel nach Artikel 13
ARB 1/80 beim Familiennachzug aktuell überhaupt noch haben, da das
Demirel-Urteil
a) an keiner Stelle eine explizite Aussage zu Artikel 13 ARB 1/80 enthält
(was damit erklärt werden muss, dass auch die Vorlagefragen sich
nicht auf Artikel 13 ARB 1/80 bezogen), sondern sich insbesondere
mit den Auswirkungen des Artikels 7 (i. V. m. Artikel 12) des
Assoziationsabkommens beschäftigte;
b) dort, wo es sich in allgemeiner Form auf das Verbot neuer
Beschränkungen für den Zugang zum Arbeitsmarkt nach dem ARB 1/80
bezieht (Rn. 22), nur von ordnungsgemäß beschäftigten
„Arbeitnehmern“ spricht, während das Verschlechterungsverbot nach Artikel 13
ARB 1/80 seinem eindeutigen Wortlaut nach ausdrücklich für
„Arbeitnehmer und ihre Familienangehörigen“ gilt, so dass der EuGH die
Auswirkungen des Verschlechterungsverbots nach Artikel 13 ARB 1/
80 auf Familienangehörige in diesem Zusammenhang offenkundig
nicht im Blick hatte?
Der Europäische Gerichtshof hat in seiner bisherigen Rechtsprechung zu
Artikel 13 ARB 1/80 im Einklang mit dem Wortlaut der Vorschrift judiziert, dass
diese Vorschrift Verschlechterungen des Zugangs zum Arbeitsmarkt
entgegensteht. Kein Urteil des Gerichtshofs spricht sich für einen Einbezug von
nationalen Vorschriften zum Familiennachzug aus, die den Zugang zum Arbeitsmarkt
nicht beschränken.
19. Welche konkreten Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus
dem Chakroun-Urteil des EuGH und dem hierauf reagierenden Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts vom 16. November 2010 (1C 20 und 21.09)
in Bezug auf die (Nicht-)Berücksichtigung der sozialrechtlichen
Freibeträge nach § 11 Absatz 2 Satz 1 Nummer 6 i. V. m. § 30 des Zweiten
Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) bzw. nach § 11 Absatz 2 Satz 2 SGB II
bei der Berechnung des Lebensunterhalts im Aufenthaltsrecht, nachdem
die Begründung des Urteils des BVerwG nunmehr vorliegt, welche
Gesetzes- oder Verordnungsänderungen sind geplant, und welche
Vereinbarungen wurden auf der Ausländerreferentenbesprechung hierzu getroffen
(vgl. Antwort der Bundesregierung zu Frage 18 auf
Bundestagsdrucksache 17/4623 und auf eine Schriftliche Frage der Fragestellerin auf
Bundestagsdrucksache 17/4326, S. 3)?
Die Bundesregierung plant derzeit keine Rechtssetzungsinitiativen in diesem
Bereich. Auf der Ausländerreferentenbesprechung wurde hierzu keine
Vereinbarung getroffen.
20. Inwieweit wird die Bundesregierung hierbei die von
Bundesverwaltungsrichter Harald Dörig im Rahmen der Hohenheimer Tage zum
Ausländerrecht 2011 geäußerte Auffassung berücksichtigen, wonach es
integrationspolitisch kontraproduktiv sei, die sozialrechtlichen Freibeträge bei
der Berechnung des notwendigen Lebensunterhalts im Aufenthaltsrecht
negativ zu berücksichtigen, und inwieweit wird sie seine Hoffnung
berücksichtigen, dass es zu entsprechenden Änderungen nicht nur im
Bereich der Familienzusammenführungsrichtlinie, sondern generell kommt,
wie von einer Bundesratsinitiative des Landes Berlin vorgesehen (vgl.
aber z. B. auch den – mittlerweile abgelehnten – Vorschlag der Fraktion
DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 17/1557, Artikel 1 Nummer 2)?
Auf die Antwort zu Frage 19 wird verwiesen.
21. Müsste nicht wenigstens auch bei langfristig Aufenthaltsberechtigten
nach den §§ 9a bis 9c AufenthG die Berechnung des Lebensunterhalts
unter anspruchswahrender Berücksichtigung der genannten
sozialrechtlichen Freibeträge entsprechend den Entscheidungen des
Bundesverwaltungsgerichts vom 16. November 2010 bzw. des Chakroun-Urteils des
EuGH erfolgen, da die Formulierungen zu notwendigen Einkünften in
Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe a der Richtlinie zu langfristig
aufenthaltsberechtigten Drittstaatsangehörigen wortgleich sind zu denen in Artikel 7
Absatz 1 Buchstabe c der Familienzusammenführungsrichtlinie (wenn
nein, bitte begründen)?
Die Bundesregierung hat zu dieser Frage bislang keinen Rechtsstandpunkt
entwickelt.
22. Was sind die zwischenzeitlichen Ergebnisse der länderoffenen
Arbeitsgruppe „Erfolg der Integrationskurse sichern – Informationsstand aller
Beteiligten verbessern und Integrationsmanagement optimieren“, zu
welchen konkreten Punkten oder Fragestellungen sollen innerhalb dieser
Arbeitsgruppe in welchem Zeitraum Ergebnisse erzielt werden, und wer
konkret arbeitet derzeit in dieser Arbeitsgruppe mit?
Auf der Grundlage des Beschlusses der 5. Konferenz der für Integration
zuständigen Ministerinnen und Minister/Senatoren und Senatorinnen der Länder am
19. März 2010 ist die länderoffene Arbeitsgruppe unter Federführung des
Landes Niedersachsens eingerichtet worden. Folgende Ziele sind vereinbart
worden:
● Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit aller wesentlichen
Akteure innerhalb des Integrationsmanagements sowie
● Verbesserung der Datenlage zur Durchführung und Begleitung der
Integrationskurse sowie des Informationsflusses zwischen den Beteiligten
Akteuren.
Das Bundesministerium des Innern, das Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge und der Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration,
Flüchtlinge und Integration haben in der Arbeitsgruppe Gaststatus.
Die Arbeitsgruppe legte für die Konferenz der für Integration zuständigen
Ministerinnen und Minister/Senatoren und Senatorinnen der Länder am 16. /17.
Februar 2011 einen Zwischenbericht vor.
Im Übrigen wird auf die Zuständigkeit der Länder hingewiesen.
23. Welche Regelungen genau enthält die Aktualisierung des
Visumhandbuchs zur Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Absatz 5
AufenthG infolge der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts
zur verfassungskonformen Umsetzung der Sprachanforderungen im
Ausland als Voraussetzung für den Ehegattennachzug, welche Bedingungen
müssen erfüllt sein, damit Ehegatten im Ausnahmefall mit einem solchen
Sprachvisum einreisen können, und ist in diesen Fällen eine Aus- und
Wiedereinreise erforderlich, wenn der Nachweis von Sprachkenntnissen
des Niveaus A1 in Deutschland dann erbracht wurde?
Die Aktualisierung des Visumhandbuchs zur Erteilung einer
Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Absatz 5 AufenthG enthält folgende Regelung:
In besonderen Ausnahmefällen kann einem nachzugswilligen Ehegatten ein
Visum zum Spracherwerb in Deutschland gemäß § 16 Absatz 5 AufenthG erteilt
werden, wenn 1. ihm aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen in
angemessener Zeit der Erwerb einfacher Deutschkenntnisse nicht möglich ist und 2. dem
in Deutschland lebenden Ehepartner die Herstellung der ehelichen
Lebensgemeinschaft außerhalb des Bundesgebiets aus tatsächlichen oder rechtlichen
Gründen objektiv nicht möglich oder aufgrund besonderer Umstände nicht
zumutbar ist.
In der Regel liegt eine „angemessene Zeit“ vor, wenn die Sprachkenntnisse
innerhalb von zwei bis drei Jahren erworben werden können, beim Vorliegen
besonders schutzwürdiger Umstände kann die Frist im Einzelfall kürzer zu
bemessen sein. Keine besonders schutzwürdigen Umstände in diesem Sinne sind
– die bloße Trennung der Familie,
– Sprachkurse werden nur in einiger Entfernung vom Wohnort des
Antragstellers bzw. nur im Nachbarstaat angeboten,
– mehrfaches Nichtbestehen der Sprachprüfung,
– Analphabetismus.
Beachtung finden kann dagegen die Tatsache, dass der nachzugswillige
Ehegatte ein so hohes Alter erreicht hat, in dem die Ziele des Gesetzes (Integration
– auch in den Arbeitsmarkt) nicht mehr von vorrangiger Bedeutung sind.
Die Herstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft im Ausland kann z. B.
Personen mit einem humanitären Schutzstatus unzumutbar sein. Einem Deutschen
ist in aller Regel nicht zuzumuten, die eheliche Lebensgemeinschaft in einem
anderen Land herzustellen. Anderes kann beim Vorliegen besonderer Umstände
gelten.
Beide Merkmale (nicht zu vertretende unangemessen lange Dauer des
Spracherwerbs und Unzumutbarkeit der ehelichen Lebensgemeinschaft im Ausland)
müssen kumulativ vorliegen.
24. Welche praktischen Erfahrungen liegen mit der Erteilung einer
Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Absatz 5 AufenthG zur Sicherstellung einer
verfassungskonformen Umsetzung der Sprachanforderungen im Ausland
beim Ehegattennachzug vor?
Es liegen bisher keine ausreichenden praktischen Erfahrungen bei der Erteilung
von befristeten Aufenthaltstiteln nach § 16 Absatz 5 AufenthG vor. Die
Bundesregierung geht davon aus, dass mit der Erteilung von befristeten
Aufenthaltstiteln nach § 16 Absatz 5 AufenthG im Rahmen des Ehegattennachzugs in
besonderen Ausnahmefällen Lösungen ermöglicht werden, die einen
Interessenausgleich zwischen Integrationserfordernissen und dem besonderen Schutz
von Ehe und Familie erlauben.
25. Inwieweit sieht die Bundesregierung die vom niederländischen
Bezirksgericht in Haag am 31. März 2011 dem EuGH vorgelegten allgemeinen und
konkreten Fragen zur Anwendung von Artikel 7 Absatz 2 der EU-
Familienzusammenführungsrichtlinie als auf die deutsche Regelung übertragbar
an (vgl.
www.migrationsrecht.net/nachrichten-auslaenderrecht-europa-
undeu/1764-eugh-sprachanforderung-integrationstest-familiennachzug-fami-
lienzusammenfuehrungsrichtlinie.html),
bitte differenzieren nach den Aspekten
a) generelle Zulässigkeit der Versagung des Nachzugs wegen
Nichtbestehens eines Tests,
b) Erreichbarkeit von Fortbildungsmöglichkeiten im Herkunftsstaat,
c) Berücksichtigung des Kindeswohls und familiärer Bindungen,
d) Ungleichbehandlung aufgrund von Ausnahmeregelungen für
bestimmte Drittstaatsangehörige?
Die Bundesregierung prüft, ob, und wenn ja, mit welchem Inhalt sie sich an
dem genannten Verfahren beteiligen wird.
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Anlage zu Frage 1a Kleine Anfrage DIE LINKE, Stand: 26.04.2011
BT-Drucksache 17/5620
E t ilt Vi Eh tt h
Land
Gesamt
2009
Gesamt
2010
Differenz
Gesamt in
absoluten
Zahlen
Differenz
Gesamt in%
Türkei 6.905 6.487 -418 -6,05
Kosovo 2.849 2.629 -220 -7,72
Russische Föderation 2.157 2.165 8 0,37
Indien 1.765 1.829 64 3,63
Syrien 1.498 1.665 167 11,15
Marokko 1.413 1.402 -11 -0,78
Thailand 1.325 1.349 24 1,81
China 1.086 1.083 -3 -0,28
Ukraine 928 938 10 1,08
Pakistan 763 665 -98 -12,84
Bosnien u. Herzegowina 747 655 -92 -12,32
Serbien 714 561 -153 -21,43
Tunesien 702 799 97 13,82
Mazedonien 609 368 -241 -39,57
Philippinen 544 270 -274 -50,37
Gesamt 24.005 22.865 -1.140 -4,75
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Anlage zu Frage 1b Kleine Anfrage DIE LINKE, Stand: 26.04.2011
BT-Drucksache 17/5620
Erteilte Visa zum Ehegattennachzug
(15 stärkste Herkunftsländer)
Land
ausländische Ehefrau zu
deutschem Ehemann
ausländischer Ehemann zu
deutscher Ehefrau
ausländische Ehefrau zu
ausländischem Ehemann
ausländischer Ehemann zu
ausländischer Ehefrau
2009 2010 Differenzin Zahlen
Differenz
in % 2009 2010
Differenz
in Zahlen
Differenz
in % 2009 2010
Differenz
in Zahlen
Differenz
in % 2009 2010
Differenz
in Zahlen
Differenz
in %
Türkei 1.307 1.297 -10 -0,77 2.095 1.859 -236 -11,26 2.452 2.372 -80 -3,26 1.051 959 -92 -8,75
Kosovo 436 427 -9 -2,06 402 406 4 1,00 1.610 1.358 -252 -15,65 401 438 37 9,23
Russische
Föderation 1.581 1.526 -55 -3,48 253 283 30 11,86 291 331 40 13,75 32 25 -7 -21,88
Indien 143 125 -18 -12,59 89 72 -17 -19,10 1.499 1.579 80 5,34 34 53 19 55,88
Thailand 1.281 1.278 -3 -0,23 1 3 2 200,00 36 55 19 52,78 7 13 6 85,71
Marokko 625 694 69 11,04 403 403 0 0,00 299 253 -46 -15,38 86 52 -34 -39,53
Ukraine 679 655 -24 -3,53 66 75 9 13,64 157 174 17 10,83 26 34 8 30,77
China 508 495 -13 -2,56 30 34 4 13,33 471 483 12 2,55 77 71 -6 -7,79
Serbien 87 74 -13 -14,94 90 86 -4 -4,44 383 261 -122 -31,85 154 140 -14 -9,09
Bosnien
Herzegowina 94 79 -15 -15,96 69 87 18 26,09 397 338 -59 -14,86 187 151 -36 -19,25
Syrien 175 210 35 20,00 71 79 8 11,27 1.216 1.308 92 7,57 36 68 32 88,89
Tunesien 221 241 20 9,05 363 402 39 10,74 106 126 20 18,87 12 30 18 150,00
Pakistan 270 278 8 2,96 147 162 15 10,20 312 208 -104 -33,33 34 17 -17 -50,00
Mazedonien 81 36 -45 -55,56 81 78 -3 -3,70 336 161 -175 -52,08 111 93 -18 -16,22
Philippinen 512 247 -265 -51,76 13 9 -4 -30,77 16 12 -4 -25,00 3 2 -1 -33,33
Gesamt 8.000 7.662 -338 -4,23 4.173 4.038 -135 -3,24 9.581 9.019 -562 -5,87 2.251 2.146 -105 -4,66
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Anlage zu Frage 2 Kleine Anfrage DIE LINKE, Stand: 08.02.2011
BT-Drucksache 17/5620
d t St ti tik Eh tt h h Q t l (2009 bi 2010)
Länder
Auslandsvertretungen
Beantragte Visa zum Ehegattennachzug
kein Sprachnachweis notwendig gem.
Ausnahmetatbestand
I/09 II/09 III/09 IV/09 I/10 II/10 III/10 IV/10 I/09 II/09 III/09 IV/09 I/10 II/10 III/10 IV/10
China
Chengdu 14 18 12 14 9 13 8 19 4 7 1 5 2 4 2 2
Hongkong 3 2 11 7 15 21 26 13 0 2 10 1 8 2 2 4
Kanton 34 45 36 45 48 39 36 54 3 4 14 12 4 4 5 21
Peking 70 167 125 146 102 130 142 97 54 50 60 46 33 54 61 38
Shanghai 95 102 92 68 119 90 149 122 38 49 26 24 28 36 28 55
Türkei
Ankara 1.611 1.523 1.279 1.226 1.154 1.003 1.366 1.113 29 15 11 7 9 8 40 42
Istanbul 488 505 377 354 448 493 540 415 37 18 28 10 22 14 18 8
Izmir 361 327 218 283 313 349 325 278 9 13 11 5 4 11 4 4
Russische
Föderation
Jekaterinburg 54 56 88 70 62 75 97 68 3 1 2 4 0 1 1 0
Kaliningrad 21 24 21 26 12 16 24 22 0 0 0 0 1 0 1 0
Moskau 269 313 369 295 242 238 235 285 33 35 31 31 14 23 8 32
Nowosibirsk 77 90 110 141 99 86 100 484 3 2 2 1 5 1 1 2
St. Petersburg 41 58 66 62 60 72 83 68 6 11 5 20 17 17 18 20
Indien
Chennai 205 190 235 255 118 218 287 281 153 121 142 147 62 168 187 182
Kalkutta 23 17 21 15 36 6 21 13 10 7 9 7 12 3 19 7
Mumbai 95 102 70 91 111 95 87 90 11 31 34 13 33 28 16 12
NewDehli 118 140 127 97 88 93 84 89 4 4 1 2 1 1 1 0
Thailand Bangkok 408 374 309 338 380 338 329 348 9 15 3 2 0 1 1 3
Serbien Belgrad 230 235 218 164 127 238 * 269 42 54 30 28 22 40 * 22
Kosovo Pristina 770 900 980 870 800 920 820 850 0 0 0 1 1 0 0 0
Marokko Rabat 502 557 436 393 311 484 557 388 6 8 13 1 0 0 2 2
Bosnien
Herzegowina
Sarajewo 221 227 261 219 203 271 230 170 9 8 4 8 6 5 4 2
Tunesien Tunis 312 225 206 273 255 254 252 256 8 14 9 8 3 1 6 8
Summe 6.022 6.197 5.667 5.452 5.112 5.542 5.798 5.792 471 469 446 383 287 422 425 466
* es liegen für dieses Quartal keine Zahlen vor
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Anlage zu Frage 2 Kleine Anfrage DIE LINKE, Stand: 08.02.2011
BT-Drucksache 17/5620
d t St ti tik Eh tt h h Q t l (2009 bi 2010)
Offenkundigkeit Abgelehnt aufgrund mangelnder
Sprachkenntnisse
I/09 II/09 III/09 IV/09 I/10 II/10 III/10 IV/10 I/09 II/09 III/09 IV/09 I/10 II/10 III/10 IV/10
2 0 3 0 1 1 0 2 0 0 0 0 0 0 0 0
1 1 1 6 4 3 9 3 0 0 0 0 0 0 0 0
9 10 5 6 14 9 7 5 2 3 3 2 2 3 1 2
20 24 22 19 24 14 8 1 7 1 0 0 1 0 0 0
10 15 11 7 10 3 10 11 0 1 0 0 2 2 1 3
41 52 61 47 33 26 29 28 14 9 9 8 5 3 11 15
17 26 14 28 24 20 23 23 5 0 2 1 1 2 2 4
65 47 46 57 51 29 45 35 4 0 1 4 0 1 0 2
5 7 7 6 5 4 6 1 0 0 0 0 0 1 1 1
2 3 2 0 1 1 2 0 0 1 0 1 2 1 1 0
56 52 56 38 38 25 32 22 1 0 1 2 0 2 1 0
1 3 4 0 3 1 4 3 3 5 3 2 2 0 1 2
11 7 11 8 4 11 13 10 0 0 0 0 0 0 0 0
10 0 2 0 11 0 0 0 52 2 5 14 32 1 2 3
5 3 2 2 2 2 1 1 2 2 0 0 0 0 0 0
6 3 4 2 0 0 2 2 1 0 0 0 1 0 0 0
7 6 2 4 2 3 1 2 4 5 2 2 1 2 0 1
1 5 1 2 1 1 0 2 4 0 3 1 3 0 0 0
42 26 41 20 25 39 * 51 2 1 2 2 1 0 * 1
100 90 50 60 70 80 90 75 20 15 10 15 12 10 7 5
29 14 11 6 8 6 5 8 3 10 3 1 3 0 0 3
23 28 32 34 28 41 24 26 4 3 3 2 0 1 3 1
68 3 6 4 1 11 1 3 15 0 3 5 5 2 1 1
531 425 394 356 360 330 312 314 143 58 50 62 73 31 32 44
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Anlagen zu Fragen 3 und 4
Start Deutsch 1-Teilnehmende und Bestehensquoten im Rahmen des Ehegattennachzugs in den 15 Hauptherkunftsländern 2010
Land
Anzahl der
SD1-PTN
(in
absoluten
Zahlen)
Interne
SD1-PTN
(in
absoluten
Zahlen)
Externe
SD1-PTN
(in
absoluten
Zahlen)
Bestandene
SD1-
Prüfungen
(in
absoluten
Zahlen)
Bestandene
SD1-
Prüfungen
Interne (in
absoluten
Zahlen)
Bestandene
SD1-
Prüfungen
Externe (in
absoluten
Zahlen)
Nichtbestandene
SD1-
Prüfungen
Interne (in
absoluten
Zahlen)
Nichtbestandene
SD1-
Prüfungen
Externe (in
absoluten
Zahlen)
Bestehensquote SD1-
PTN
insgesamt
(in %)
Bestehensquote
interne
SD1-PTN
(in %)
Bestehensquote
externe
SD1-PTN
(in %)
Bosnien und Herzegowina 550 37 513 425 32 393 5 120 77 86 77
China 686 250 436 561 212 349 38 87 82 85 80
Indien 950 776 174 758 656 102 120 72 80 85 59
Iran 804 172 632 518 118 400 54 232 64 69 63
Kasachstan 519 227 292 361 162 199 65 93 70 71 68
Kosovo
1 4.135 0 4.135 2.126 0 2.126 0 2.009 51 51
Marokko 1.681 333 1.348 1.235 220 1.015 113 333 73 66 75
Mazedonien 968 66 902 501 49 452 17 450 52 74 50
Russische Föderation 1.936 616 1.320 1.572 530 1.042 86 278 81 86 79
Serbien
2 867 0 867 567 0 567 0 300 65 65
Thailand 2.556 661 1.895 1.760 555 1.205 106 690 69 84 64
Tunesien 1.266 152 1.114 919 134 785 18 329 73 88 70
Türkei 11.082 1.392 9.690 7.206 1.196 6.010 196 3.680 65 86 62
Ukraine 1.092 99 993 808 77 731 22 262 74 78 74
Vietnam 1.174 804 370 827 579 248 225 122 70 72 67
Gesamt 30.266 5.585 24.681 20.144 4.520 15.624 1.065 9.057 67 81 63
1 Im Kosovo existiert kein Goethe-Institut. Die Start Deutsch 1-Prüfung wird durch anreisende Mitarbeiter des Goethe-Instituts Thessaloniki abgenommen.
2 Am Goethe-Institut Belgrad gibt es keine Kurse, die zur Niveaustufe A1 führen, sondern lediglich 10 UE (à 45 Minuten) umfassende, prüfungsvorbereitende Kurse, die in
dieser Statistik nicht erfasst werden, da sie diese verfälschen würden.
SD1 Start Deutsch 1
Stand 06.04.2011PTN Prüfungsteilnehmende
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Start Deutsch 1-Prüfungsteilnehmende und -Bestehensquoten im Rahmen des Ehegattennachzugs weltweit 2010, Stand: 06.04.2011
PTN
gesamt
(in
absoluten
Zahlen
Bestanden
gesamt
(in
absoluten
Zahlen)
Bestehensquote
gesamt
in %
Interne
PTN,
bestanden
(in
absoluten
Zahlen)
Interne
PTN, nicht
bestanden
(in
absoluten
Zahlen)
Bestehensquote
intern in %
Interne
PTN
gesamt
(in
absoluten
Zahlen)
Externe
PTN,
bestanden
(in
absoluten
Zahlen)
Externe
PTN, nicht
bestanden
(in
absoluten
Zahlen)
Bestehensquote
externe in
%
Externe
PTN
gesamt
(in
absoluten
Zahlen)
Teil der
externen
PTN
gemessen
an der
Gesamtzahl
in %
Gesamt
41.776 27.410 66 7.311 2.372 76 9.683 20.099 11.994 63 32.093 77
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Start Deutsch 1 - Prüfungsteilnehmende und Bestehensquoten im Rahmen des Ehegattennachzugs 2010: 10 Länder mit den höchsten
Bestehensquoten (Externe), Stand: 06.04.2011
Land
PTN
gesamt
Bestanden
gesamt
Bestehensquote
gesamt
Interne
PTN,
bestanden
Interne
PTN, nicht
bestanden
Bestehensquote
intern
Interne
PTN
gesamt
Externe
PTN,
bestanden
Externe
PTN, nicht
bestanden
Bestehensquote
externe
Externe
PTN
gesamt
Belarus 219 172 79 46 18 72 64 126 29 81 155
China 686 561 82 212 38 85 250 349 87 80 436
Indonesien 439 336 77 101 42 71 143 235 61 79 296
Russische Föderation 1.936 1.572 81 530 86 86 616 1.042 278 79 1.320
Kroatien 172 132 77 0 0 0 132 40 77 172
Bosnien und Herzegowina 550 425 77 32 5 86 37 393 120 77 513
Marokko 1.681 1.235 73 220 113 66 333 1.015 333 75 1.348
Philippinen 1.105 846 77 582 169 77 751 264 90 75 354
Georgien/Armenien/Aserbaidschan 214 159 74 10 2 83 12 149 53 74 202
Ukraine 1.092 808 74 77 22 78 99 731 262 74 993
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Start Deutsch 1 - Prüfungsteilnehmende und Bestehensquoten im Rahmen des Ehegattennachzugs 2010: 10 Länder mit den
niedrigsten Bestehensquoten (Externe), Stand: 06.04.2011
Land PTN gesamt
Bestanden
gesamt
Bestehensquote gesamt
Interne
PTN,
bestanden
Interne
PTN, nicht
bestanden
Bestehensquote
intern
Interne
PTN
gesamt
Externe
PTN,
bestanden
Externe
PTN, nicht
bestanden
Bestehensquote
externe
Externe
PTN
gesamt
Sri Lanka 439 223 51 83 23 78 106 140 193 42 333
Ghana 479 181 38 124 223 36 347 57 75 43 132
Afghanistan 538 329 61 241 109 69 350 88 100 47 188
Jordanien 408 215 53 48 22 69 70 167 171 49 338
Pakistan 1.162 613 53 217 151 59 368 396 398 50 794
Mazedonien 968 501 52 49 17 74 66 452 450 50 902
Irak 191 98 51 0 0 0 98 93 51 191
Kamerun 270 163 60 66 15 81 81 97 92 51 189
Kosovo 4.135 2.126 51 0 0 0 2.126 2.009 51 4.135
Äthiopien 282 138 49 121 128 49 249 17 16 52 33
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Start Deutsch 1 - Prüfungsteilnehmende und Bestehensquoten im Rahmen des Ehegattennachzugs 2010: 10 Länder mit den höchsten
Bestehensquoten (gesamt), Stand: 06.04.2011
Land
PTN
gesamt
Bestanden
gesamt
Bestehensquote
gesamt
Interne
PTN,
bestanden
Interne
PTN, nicht
bestanden
Bestehensquote intern
Interne
PTN
gesamt
Externe
PTN,
bestanden
Externe
PTN, nicht
bestanden
Bestehensquote
externe
Externe
PTN
gesamt
China 686 561 82 212 38 85 250 349 87 80 436
Russische Föderation 1.936 1.572 81 530 86 86 616 1.042 278 79 1.320
Indien 950 758 80 656 120 85 776 102 72 59 174
Belarus 219 172 79 46 18 72 64 126 29 81 155
Peru 141 110 78 60 3 95 63 50 28 64 78
Bosnien und Herzegowina 550 425 77 32 5 86 37 393 120 77 513
Kroatien 172 132 77 0 0 0 132 40 77 172
Philippinen 1.105 846 77 582 169 77 751 264 90 75 354
Indonesien 439 336 77 101 42 71 143 235 61 79 296
Georgien/Armenien/Aserbaidschan 214 159 74 10 2 83 12 149 53 74 202
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Start Deutsch 1 - Prüfungsteilnehmende und Bestehensquoten im Rahmen des Ehegattennachzugs 2010: 10 Länder mit den
niedrigsten Bestehensquoten (gesamt), Stand: 06.04.2011
Land
PTN
gesamt
Bestanden
gesamt
Bestehensquote
gesamt
Interne
PTN,
bestanden
Interne
PTN, nicht
bestanden
Bestehensquote intern
Interne
PTN
gesamt
Externe
PTN,
bestanden
Externe
PTN, nicht
bestanden
Bestehensquote
externe
Externe
PTN
gesamt
Ghana 479 181 38 124 223 36 347 57 75 43 132
Äthiopien 282 138 49 121 128 49 249 17 16 52 33
Sri Lanka 439 223 51 83 23 78 106 140 193 42 333
Irak 191 98 51 0 0 0 98 93 51 191
Kosovo 4.135 2.126 51 0 0 0 2.126 2.009 51 4.135
Mazedonien 968 501 52 49 17 74 66 452 450 50 902
Jordanien 408 215 53 48 22 69 70 167 171 49 338
Pakistan 1.162 613 53 217 151 59 368 396 398 50 794
Algerien 539 293 54 0 0 0 293 246 54 539
Libanon 946 532 56 134 94 59 228 398 320 55 718
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Anlage zu Frage 5 Kleine Anfrage DIE LINKE, BT-Drucksache 17/5620 Stand: 26.04.2011
Länder mit stärkstem Rückgang 2006/2010
Ranking Land FZ 2006 FZ 2010 Rückgang in Zahlen Rückgang in %
1 Rumänien 465 3 462 99,35483871
2 Bulgarien 115 2 113 98,26086957
3 Brasilien 375 29 346 92,26666667
4 Kasachstan 992 264 728 73,38709677
5 Kirgistan 173 61 112 64,73988439
6 Kuba 341 136 205 60,11730205
7 Mazedonien 873 368 505 57,8465063
8 Serbien 1.229 561 668 54,35313263
9 Philippinen 526 270 256 48,66920152
10 Usbekistan 128 68 60 46,875
11 Nigeria 347 187 160 46,10951009
12 Bosnien und Herzegowina 1.183 655 528 44,63229079
13 Ägypten 523 303 220 42,06500956
14 Thailand 2.196 1.349 847 38,5701275
15 Dominikanische Republik 190 118 72 37,89473684
16 Türkei 10.208 6.487 3.721 36,45180251
17 Russische Föderation 3.404 2.165 1.239 36,40
18 Moldau 200 130 70 35,00
19 Bangladesch 124 93 31 25,00
20 Albanien 169 127 42 24,85207101
Anlage zu Frage 8
Zusätzliche Prüfungsorte des Goethe-Instituts bei
Sprachkurskooperationspartnern im Ausland
Land
Goethe-Institut/
Verbindungsbüro Prüfungsort
1. Albanien Thessaloniki Tirana
2. Algerien Algier Oran
3. Australien Sydney/Melbourne Brisbane
4. Australien Sydney/Melbourne Perth
5. China VR Peking Xi'an**
6. China VR Peking Nanjing**
7. China VR Peking Chonqing**
8. China VR Peking Tianjin**
9. Indien Mumbai Aurangabad
10. Indien Mumbai Nasik
11. Indien Bangalore Manipal
12. Iran Teheran Rasht
13. Iran Teheran Shiraz
14. Iran Teheran Mashad
15. Iran Teheran Isfahan
16. Iran Teheran Tabriz
17. Japan Tokyo Dokkyo
18. Japan Tokyo Kansai
19. Kambodscha Hanoi Phnom Penh
20. Kasachstan Almaty Ust-Kamenogorsk
21. Kasachstan Almaty Astana
22. Kasachstan Almaty Karaganda
23. Kasachstan Almaty Kostonai
24. Kasachstan Almaty Pawlodar
25. Kenia Nairobi Mombasa
26. Kirgisistan Almaty Bischkek
27. Korea Seoul Busan
28. Korea Seoul Daejeon
29. Kosovo Thessaloniki Prishtina
30. Laos Bangkok Vientiane
31. Marokko Casablanca/Rabat Agadir
32. Marokko Casablanca/Rabat Marrakech
33. Marokko Casablanca/Rabat Nador
34. Marokko Casablanca/Rabat Fes
35. Marokko Casablanca/Rabat Meknes
36. Marokko Casablanca/Rabat Tanger
37. Marokko Casablanca/Rabat Oujda
38. Mauritius Antananarivo (GZ) Port Louis
39. Moldawien Bukarest Chisinau
40. Neuseeland Wellington Auckland
41. Neuseeland Wellington Christchurch
42. Neuseeland Wellington Dunedin
43. Neuseeland Wellington Hamilton
44. Philippinen Manila Cebu
45. Thailand Bangkok Phuket
46. Thailand Bangkok Chiang Mei
47. Türkei Ankara Adana*
48. Türkei Ankara Gaziantep*
49. Türkei Ankara Samsun*
50. Türkei Izmir Denizli
51. Türkei Izmir Aydin
52. Türkei Izmir Usak
53. Türkei Izmir Antalya
54. Türkei Istanbul Balikesir
55. Türkei Istanbul Bursa
56. Vietnam Hanoi/Saigon Da Nang
* kein Sprachkurskooperationspartner, nur Prüfungen
** Sprachlernzentren (siehe eigene Liste), die von Prüfenden des GI bereist werden
Stand 15.05.2010
Anlage zu Frage 8
Goethe-Institute im Ausland mit Sprachkurs-/ Prüfungsbetrieb
Land Goethe-Institut
1. Afghanistan Kabul
2. Ägypten Kairo
3. Ägypten Alexandria
4. Algerien Algier
5. Angola Luanda**
6. Argentinien Buenos Aires
7. Argentinien Córdoba
8. Äthiopien Addis Abeba
9. Australien Melbourne
10. Australien Sydney
11. Bangladesh Dhaka
12. Belarus Minsk
13. Belgien Brüssel
14. Bolivien La Paz
15. Bosnien-Herzegowina Sarajevo
16. Brasilien Curitiba
17. Brasilien Porto Alegre
18. Brasilien Rio de Janeiro
19. Brasilien Salvador-Bahia
20. Brasilien Sao-Paulo
21. Bulgarien Sofia
22. Burkina Faso Ouagadougou**
23. Chile Santiago
24. China VR Hongkong
25. China VR Peking
26. Côte d'Ivoire Abidjan
27. Dänemark Kopenhagen*
28. Estland Tallinn
29. Finnland Helsinki
30. Frankreich Lyon
31. Frankreich Nancy
32. Frankreich Paris
33. Frankreich Toulouse
34. Georgien Tbilissi
35. Ghana Accra
36. Griechenland Athen
37. Griechenland Thessaloniki
38. Großbritannien Glasgow
39. Großbritannien London
40. Indien Bangalore
41. Indien Chennai
42. Indien Kolkata
43. Indien Mumbai
44. Indien New Delhi
45. Indien Pune
46. Indonesien Bandung
47. Indonesien Jakarta
48. Irak Erbil**
49. Iran Teheran**
50. Irland Dublin
51. Israel Jerusalem
52. Israel Tel Aviv
53. Italien Neapel
54. Italien Rom
55. Italien Turin
56. Italien Mailand
57. Italien Triest*
58. Japan Kyoto
59. Japan Osaka
60. Japan Tokyo
61. Jordanien Amman
62. Kamerun Yaoundé
63. Kanada Montréal
64. Kanada Ottawa
65. Kanada Toronto
66. Kasachstan Almaty
67. Kenia Nairobi
68. Kolumbien Bogotá
69. Korea Seoul
70. Kroatien Zagreb
71. Kuba Havanna**
72. Lettland Riga
73. Libanon Beirut
74. Litauen Vilnius*
75. Malaysia Kuala Lumpur
76. Marokko Rabat
77. Marokko Casablanca
78. Mazedonien Skopje**
79. Mexiko Guadalajara
80. Mexiko Mexiko-Stadt
81. Mongolei Ulan Bator**
82. Neuseeland Wellington
83. Niederlande Amsterdam
84. Niederlande Rotterdam
85. Nigeria Lagos
86. Nigeria Kano**
87. Norwegen Oslo
88. Pakistan Karachi
89. Palästinensische Autonomiegebiete Ramallah
90. Peru Lima
91. Philippinen Manila
92. Polen Krakau
93. Polen Warschau
94. Portugal Lissabon
95. Portugal Porto
96. Ruanda Kigali**
97. Rumänien Bukarest
98. Russland Moskau
99. Russland St. Petersburg
100. Russland Novosibirsk (im Aufbau)
101. Schweden Stockholm*
102. Senegal Dakar
103. Serbien Belgrad*
104. Singapur Singapur
105. Slowakische Republik Bratislava
106. Slowenien Ljubljana*
107. Spanien Madrid
108. Spanien Barcelona
109. Spanien Granada*
110. Spanien San Sebastián
111. Sri Lanka Colombo
112. Sudan Khartoum
113. Südafrika Johannesburg
114. Syrien Damaskus
115. Taiwan Taipei
116. Tansania Dar es Salaam
117. Thailand Bangkok
118. Togo Lomé
119. Tschechische Republik Prag
120. Tunesien Tunis
121. Türkei Ankara
122. Türkei Istanbul
123. Türkei Izmir
124. Ukraine Kiew
125. Ungarn Budapest
126. Uruguay Montevideo
127. USA Atlanta
128. USA Boston
129. USA Chicago
130. USA San Francisco
131. USA Washington
132. Usbekistan Taschkent
133. Venezuela Caracas
134. Vereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi
135. Vereinigte Arabische Emirate Dubai
136. Vietnam Hanoi
137. Vietnam Ho-Chi-Minh-City
* nur Prüfungsbetrieb Stand 15.05.2010
** Verbindungsbüro des GI
Anlage zu Frage 8
Sprachlernzentren (SLZ) des Goethe-Instituts im Ausland mit Sprachkurs- und
Prüfungsbetrieb
Land
Verantwortliches
Goethe-Institut SLZ
1. Russland Moskau Barnaul
2. Russland Moskau Jaroslawl
3. Russland Moskau Jekatarinburg
4. Russland Moskau Kaliningrad
5. Russland Moskau Kemerowo
6. Russland Moskau Krasnojarsk
7. Russland Moskau Nischnij Nowgorod
8. Russland Moskau Nowosibirsk
9. Russland Moskau Nowosibirsk Akademdorodok
10. Russland Moskau Omsk
11. Russland Moskau Samara
12. Russland Moskau Saratow
13. Russland Moskau Sergiew Possad
14. Russland Moskau Togliatti
15. Russland Moskau Tomsk
16. Russland Moskau Wladimir
17. Russland Moskau Wolgograd
18. Russland Moskau Wolschskij
19. Ukraine Kiew Charkiw*
20. Ukraine Kiew Dnipropetrowsk*
21. Ukraine Kiew Donezk*
22. Ukraine Kiew Kirowograd*
23. Ukraine Kiew Lugansk*
24. Ukraine Kiew Luzk*
25. Ukraine Kiew Lwiw*
26. Ukraine Kiew Melitopol*
27. Ukraine Kiew Mykolajiv*
28. Ukraine Kiew Odessa*
29. Ukraine Kiew Saporischja*
30. Ukraine Kiew Simferopol*
31. Ukraine Kiew Tscherniwzi*
32. Ukraine Kiew Uschgorod*
33. Ukraine Kiew Winnyza*
34. Kasachstan Almaty Astana*
35. Kasachstan Almaty Karaganda*
36. Kasachstan Almaty Kostanai*
37. Kasachstan Almaty Pawlodar*
38. Kasachstan Almaty Ust-Kamenogorsk*
39. Kasachstan Almaty Bischkek*
40. China Peking Peking
41. China Peking Shanghai
42. China Peking Xi'an*
43. China Peking Nanjing*
44. China Peking Chonqing*
45. China Peking Tianjin*
46. Taiwan Taipei Kaoshiung*
47. Oman Abu Dhabi Muskat
48. Jemen Kairo Sanaa*
49. Jemen Kairo Aden*
50. Libanon Beirut Tripoli*
51. Libyen Kairo Tripolis*
52. Kamerun Yaounde Douala*
53. Kamerun Yaounde Bafoussam*
54. Aserbaidschan Tbilissi Baku*
* Kein eigener Prüfungsbetrieb
Stand: 15.05.2010
Anlage zu Frage 8
Prüfungspartner im Ausland mit Sprachkurs- und Prüfungsbetrieb
Land
Verantwortliches Goethe-
Institut/Verbindungsbüro Prüfungspartner
1. Argentinien Buenos Aires La Plata
2. Argentinien Buenos Aires Mendoza (GZ)
3. Argentinien Buenos Aires Rosario
4. Argentinien Buenos Aires San Juan
5. Argentinien Buenos Aires Témperley
6. Argentinien Buenos Aires Bahia Blanca
7. Argentinien Buenos Aires Eldorado
8. Argentinien Buenos Aires Resistencia
9. Argentinien Buenos Aires Paraná
10. Australien Sydney Brisbane
11. Bolivien La Paz Santa Cruz (GZ)
12. Bolivien La Paz Sucre
13. Bolivien La Paz Cochabamba
14. Brasilien Porto Alegre Blumenau
15. Brasilien Sao Paulo Brasilia (GZ)
16. Brasilien Porto Alegre Joinville
17. Brasilien Porto Alegre Florainapolis
18. Brasilien Sao Paulo Riberao Preto
19. Brasilien Salvador-Bahia Belém
20. Brasilien Salvador-Bahia Fortaleza
21. Brasilien Salvador-Bahia Jao Pessoa
22. Brasilien Salvador-Bahia Manaus
23. Brasilien Salvador-Bahia Recife
24. Brasilien Rio de Janeiro Belo Horizonte
25. Bulgarien Sofia Sofia
26. Bulgarien Sofia Varna
27. Bulgarien Sofia Plovdiv
28. Chile Santiago Conceptción
29. Chile Santiago Temuco
30. Chile Santiago Vina del Mar
31. Costa Rica Mexico San José (GZ)
32. Dominik.Rep. Mexico Santo Domingo
33. Ecuador Bogota Quito (GZ)
34. El Salvador Mexico San Salvador
35. Estland Stockholm Tallinn (GZ)
36. Frankreich Lyon Aix-en-Provence
37. Frankreich Lyon Clermont-Ferrand
38. Frankreich Lyon Dijon
39. Frankreich Lyon Grenoble
40. Frankreich Nancy Colmar
41. Frankreich Nancy Mulhouse / INTEGRA
42. Frankreich Nancy Mulhouse / Université
43. Frankreich Nancy Nancy / Ecole
44. Frankreich Nancy Nancy / Uni
45. Frankreich Nancy Reims
46. Frankreich Nancy Strasbourg
47. Frankreich Paris Angers
48. Frankreich Paris Beauvais
49. Frankreich Paris Brest
50. Frankreich Paris Lille / ICL
51. Frankreich Paris Lille / FCEP
52. Frankreich Paris Mont-St.-Aignan
53. Frankreich Paris Nantes / Centre
54. Frankreich Paris Nantes / École
55. Frankreich Paris Palaiseau
56. Frankreich Paris Paris
57. Frankreich Toulouse Montpellier
58. Frankreich Paris Rennes
59. Frankreich Paris Tours*
60. Großbritannien London Manchester
61. Guatemala Mexico Guatemala
62. Haiti Mexico Port-au-Prince
63. Honduras Mexico Tegucigalpa
64. Indien New Delhi Chandigarh (GZ)
65. Indien New Delhi Coimbatore (GZ)
66. Indien New Delhi Hyderabad (GZ)
67. Indien New Delhi Trivandrum (GZ)
68. Indonesien Jakarta Surabaya (GZ)
69. Iran Teheran Teheran/DSIT
70. Italien Mailand Bologna
71. Italien Mailand Bozen*
72. Italien Mailand Mariano Comense
73. Italien Mailand Parma
74. Italien Mailand Piacenza (+Lodi)
75. Italien Mailand Ravenna
76. Italien Mailand Trento
77. Italien Mailand Varese
78. Italien Rom Avellino
79. Italien Rom Bari
80. Italien Rom Florenz (+ Prato)
81. Italien Rom Genua (GZ)
82. Italien Rom Messina
83. Italien Rom Palermo (GZ)
84. Italien Rom Pisa
85. Italien Triest Padova (+ Vicenza)
86. Italien Triest Triest (GZ)
87. Italien Triest Venezia
88. Italien Triest Verona (GZ)
89. Italien Rom Ancona
90. Italien Rom Cagliari
91. Italien Rom Catania
92. Italien Rom Cosenza
93. Italien Rom Crotone
94. Italien Rom Foggia
95. Italien Turin La Spezia
96. Italien Rom Lanciano
97. Italien Rom Latina
98. Italien Rom Lecce
99. Italien Rom Macerata
100. Italien Rom Olbia
101. Italien Rom Pavia
102. Italien Rom Perugia
103. Italien Rom Regio Calabria
104. Italien Rom Rosignano-Maritimo
105. Italien Rom Savona
106. Italien Rom Sulmona
107. Italien Rom Trapani
108. Italien Rom Viterbo
109. Jemen Kairo Sana'a
110. Korea Seoul Seoul
111. Luxembourg Brüssel Luxembourg
112. Madagaskar Nairobi Antananarivo (GZ)
113. Malta Rom Valletta
114. Mazedonien Belgrad Skopje
115. Mazedonien Skopje Skopje
116. Mexico Mexico Monterrey
117. Mexico Mexico Puebla
118. Mexico Guadalajara La Paz
119. Mexico Mexico Tuxtla
120. Mosambique Johannesburg Maputo
121. Namibia Johannesburg Windhoek*
122. Nepal New Delhi Kathmandu (GZ)
123. Neuseeland Wellington Auckland
124. Neuseeland Wellington Christchurch
125. Neuseeland Wellington Dunedin
126. Neuseeland Wellington Hamilton
127. Neuseeland Wellington Palmerston North
128. Nordirland Manchester Belfast
129. Panama Mexico Panama-Stadt
130. Paraguay Buenos Aires Asunción (GZ)
131. Peru Lima Arequipa
132. Peru Lima Cusco
133. Polen Warschau Bialystok
134. Polen Warschau Gdansk
135. Polen Warschau Katowice
136. Polen Warschau Kielce
137. Polen Warschau Kraków
138. Polen Warschau Lódz
139. Polen Warschau Lublin (GZ)
140. Polen Warschau Olsztyn
141. Polen Warschau Opole
142. Polen Warschau Poznan
143. Polen Warschau Rzeszów
144. Polen Warschau Szczecin
145. Polen Warschau Torun
146. Polen Warschau Warszawa
147. Polen Warschau Wroclaw
148. Polen Warschau Zielona Góra
149. Rumänien Bukarest Bukarest
150. Rumänien Bukarest Cluj-Napoca
151. Rumänien Bukarest Iasi (GZ)
152. Schweiz Zentrale München Basel
153. Schweiz Zentrale München Biel
154. Schweiz Zentrale München Fribourg
155. Schweiz Zentrale München Genève
156. Schweiz Zentrale München Lausanne
157. Schweiz Zentrale München Lausanne-Lemania
158. Schweiz Mailand Lugano-Manno
159. Schweiz Zentrale München Neuchâtel
160. Schweiz Zentrale München Sion
161. Schweiz Zentrale München Vernier
162. Schweiz Zentrale München Zürich (Winterthur)
163. Serbien Belgrad Belgrad
164. Slowakei Bratislava Banská Bystrica
165. Slowakei Bratislava Bratislava
166. Slowakei Bratislava Kosice
167. Slowakei Bratislava Nitra
168. Slowakei Bratislava Presov
169. Slowakei Bratislava Trencin
170. Slowenien Ljubljana Maribor
171. Spanien Barcelona Murcia (+ Alicante)
172. Spanien Barcelona Pamplona
173. Spanien Barcelona Valencia
174. Spanien Barcelona Zaragoza
175. Spanien Madrid Las Palmas
176. Spanien Madrid Madrid
177. Spanien Madrid Oviedo
178. Spanien Madrid Salamanca*
179. Spanien Madrid Santiago de Compostela
180. Spanien Madrid Sevilla
181. Spanien Madrid Tabaiba Alta/S.CruzTfe.
182. Spanien Madrid Vitoria-Gasteiz
183. Spanien Barcelona Palma de Mallorca
184. Südafrika Johannesburg Kapstadt (GZ)
185. Südafrika Johannesburg Stellenbosch
186. Taiwan Taipei Kaohsiung
187. Tschechien Prag Brno
188. Tschechien Prag Ceské Budejovice
189. Tschechien Prag Frydek-Mistek
190. Tschechien Prag Hodonin
191. Tschechien Prag Kostelek
192. Tschechien Prag Liberec
193. Tschechien Prag Olomouc
194. Tschechien Prag Ostrava
195. Tschechien Prag Pardubice (GZ)
196. Tschechien Prag Prag 1
197. Tschechien Prag Prag 4
198. Tschechien Prag Prerov
199. Tschechien Prag Zlín
200. Ungarn Budapest Budapest/Novo
201. Ungarn Budapest Budapest/TU
202. Ungarn Budapest Györ
203. Ungarn Budapest Nyiregyháza
204. Ungarn Budapest Pécs
205. Ungarn Budapest Eger*
206. Ungarn Budapest Kaposvár
207. Ungarn Budapest Szeged
208. USA New York New York
209. USA Atlanta Arlington
210. USA Atlanta Atlanta/German Center
211. USA Atlanta Austin
212. USA Atlanta Charleston
213. USA Atlanta Davidson
214. USA Atlanta Fayetteville
215. USA Atlanta Austin
216. USA Atlanta Houston
217. USA Atlanta Knoxville
218. USA Atlanta Memphis
219. USA Atlanta Tuscaloosa
220. USA Atlanta University
221. USA Boston Kingston, RI
222. USA Boston Middlebury, VT
223. USA Boston New Haven
224. USA Boston Nordhampton, MA
225. USA Chicago Chicago (Uni Illinois)
226. USA Chicago Cincinnati (Xavier-Uni)
227. USA Chicago Columbus
228. USA Chicago Detroit
229. USA Chicago East Lansing, MI
230. USA Chicago Eau Claire
231. USA Chicago Kalamazoo, MI
232. USA Chicago Omaha, NE
233. USA Chicago Oxford
234. USA Chicago St. Paul, MN
235. USA Chicago Urbana, IN
236. USA Chicago Ypsillaty
237. USA New York Alliance Francaise Miami
238. USA New York Binghamton University
239. USA New York Ft. Worth
240. USA New York Houston
241. USA New York Ithaka, Cornell Univ.
242. USA New York NYC, Hunter College
243. USA New York Oswego
244. USA New York San Antonio
245. USA New York Syracuse Unviersity
246. USA San Francisco Albuquerque
247. USA San Francisco Boulder, CO
248. USA San Francisco Chico
249. USA San Francisco Claremont, CA
250. USA San Francisco Eugene
251. USA San Francisco LA/Loyolla
252. USA San Francisco Moscow
253. USA San Francisco Portland
254. USA San Francisco Pullman
255. USA San Francisco Rohnert Park, CA
256. USA San Francisco Seattle
257. USA San Francisco Tucson, AZ
258. Zimbabwe Johannesburg Harare (GZ)
259. Zypern Athen Nicosia (GZ)
* bietet keine Sprachkurse
an
GZ = Goethe-Zentrum
Stand 15.05.2010
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ISSN 0722-8333]