[Deutscher Bundestag Drucksache 17/7436
17. Wahlperiode 20. 10. 2011 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Viola von Cramon-Taubadel, Volker
Beck (Köln), Hans-Josef Fell, weiterer Abgeordneter und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 17/7255 –
Koordinierung der China-Politik
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Trotz der deutlichen Vertiefung der Beziehungen durch die ersten
deutschchinesischen Regierungskonsultationen am 27. und 28. Juni 2011 ist kein
strategischer Gesamtansatz der Bundesregierung gegenüber China zu
erkennen. Vielmehr verfolgen die Ressorts in über 30 Dialogforen jeweils
eigene Ziele. Im Oktober 2009 kündigte beispielsweise der Bundesminister
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an, die Technische
Zusammenarbeit (TZ) mit China zu beenden. Gleichzeitig wird versucht, die
bisher aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Kooperationsprojekte unter dem
Dach anderer Ressorts weiterzuführen. Ab 2014 werden keine BMZ-Mittel
mehr zur Verfügung stehen. Anderen Ressorts wurden hierfür bisher noch
keine zusätzlichen Mittel zugewiesen.
In der Antwort auf die Große Anfrage auf Bundestagsdrucksache 16/9513
erklärte die Bundesregierung im Jahr 2008 zum Nichtvorhandensein eines
umfassenden China-Konzepts: „Ein wesentlicher Grund dafür ist die
Schnelllebigkeit der Entwicklung in Asien, insbesondere die Dynamik im
Entwicklungsprozess Chinas.“ Zudem können „in Teilbereichen jeweils
unterschiedliche politische Ansätze erforderlich sein“. Weiterhin seien die
Kooperationsprojekte der einzelnen Ressorts mit China an „ihren jeweiligen
China-Strategien“ ausgerichtet und werden vom Auswärtigen Amt in einem
„ressortübergreifenden Politikansatz“ koordiniert. Laut der Antwort vom
27. Juli 2011 auf eine Schriftliche Frage der Abgeordneten Viola von Cramon-
Taubadel, verfolge jedes Ressort „klar definierte Ziele“, deren Abstimmung
„unter der Federführung des Auswärtigen Amts zuletzt bei der Erarbeitung
des ,Deutsch-Chinesischen Gemeinsamen Kommuniqués‘“ 2010 erfolgt sei.
Eine „einheitliche deutsche China-Politik sei durch „[r]egelmäßige
Ressortbesprechungen unter dem Vorsitz des Auswärtigen Amts und schriftliche
Abstimmungsprozesse bei der Vorbereitung der deutsch-chinesischen
Regierungskonsultationen“ gewährleistet. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Auswärtigen Amts vom 17. Oktober 2011 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/7436 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode1. Ist die Bundesregierung weiterhin der Auffassung, dass es keines
umfassenden China-Konzepts der Bundesregierung bedarf?
Die Beziehungen zur Volksrepublik China sind gekennzeichnet von boomenden
Wirtschaftsbeziehungen, einer Vertiefung der Zusammenarbeit auf allen
Gebieten, intensivem Besucheraustausch, Dialog und Abstimmung zu
außenpolitischen Themen. Es gibt keine globalen Fragen und kaum internationale
Entwicklungen, die nicht direkt von China beeinflusst werden. Dies zeigt sich
gegenwärtig in der intensiven Diskussion mit China zu Libyen, Syrien, Iran,
Nordkorea, Sudan, Myanmar, zu Afghanistan und Pakistan sowie in der
intensiven Diskussion zu nachhaltiger Entwicklung.
Die Beziehungen zu China sind jedoch auch geprägt von Belastungen bei
Themen wie Menschenrechten, vor allem der Meinungsfreiheit. Die
Bundeskanzlerin, der Bundesminister des Auswärtigen und weitere Mitglieder der
Bundesregierung haben sich wiederholt für die Freilassung politischer Gefangener,
darunter des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, sowie für bessere
Arbeitsbedingungen deutscher Journalisten in China eingesetzt. Maßnahmen gegen Folter
und Misshandlungen waren Kernthema des letzten Menschenrechtsdialogs,
Entwicklungen im chinesischen Strafrecht wurden im Rahmen des
Rechtsstaatssymposiums im September 2011 besprochen. Auch die im Juni 2011
erfolgreich abgehaltenen ersten Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen
haben den intensiven Austausch zu diesen und weiteren wichtigen Themen der
bilateralen Zusammenarbeit fortgesetzt.
Vor diesem Hintergrund verfolgt die Bundesregierung im Verhältnis zu China
– ähnlich wie zu anderen wichtigen strategischen Partnern – einen umfassenden
und aktiven Politikansatz. Über dessen Ziele verständigt sich die
Bundesregierung kontinuierlich in internen Abstimmungen, auch zwischen den
Ressorts. Über die Ausrichtung und Umsetzung der deutschen China-Politik,
einschließlich der sensiblen Aspekte der bilateralen Beziehungen zu China,
informiert das Auswärtige Amt den Auswärtigen Ausschuss des Deutschen
Bundestages in regelmäßigen Abständen.
2. Wie bewertet die Bundesregierung das im Vorfeld der diesjährigen
Regierungskonsultationen vorgelegte Weißbuch zur chinesisch-deutschen
Zusammenarbeit, und welche Schlüsse zieht sie daraus in Bezug auf Frage 1?
Die Veröffentlichung des Weißbuches „Erfolge und Perspektiven der
Chinesisch-Deutschen Zusammenarbeit“ erfolgte durch das chinesische
Außenministerium aus Anlass der ersten Deutsch-Chinesischen
Regierungskonsultationen (27./28. Juni 2011). Dieses Weißbuch beinhaltet eine umfassende und
positive Darstellung der chinesischen Sicht auf die Entwicklung unserer
Beziehungen in den letzten Jahren. Diese Veröffentlichung erfolgte in der klaren
Absicht, die positiven Aspekte der Beziehungen vor den
Regierungskonsultationen für die chinesische Öffentlichkeit hervorzuheben, auch als Antwort auf
die Frage, warum China gerade mit Deutschland erstmals
Regierungskonsultationen auf der Ebene der Regierungschefs führt. Dieses Weißbuch beinhaltet in
allgemeiner Form auch einige bekannte Anliegen für die weitere Entwicklung
unserer Beziehungen, verzichtet aber bewusst auf die meisten strittigen Themen
und lässt daher nur sehr begrenzt Rückschlüsse auf konkrete strategische
Absichten Chinas zu. Rückschlüsse bezüglich Frage 1 lassen sich aus dieser
Veröffentlichung nicht ziehen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/74363. Sieht die Bundesregierung angesichts der Tatsache, dass die chinesische
Außenpolitik, aber auch die amerikanische China-Politik strategischer und
langfristiger ausgerichtet sind als die China-Politik der EU und ihrer
Mitglieder und letztere regelmäßig von China gegeneinander ausgespielt
werden, einen Handlungsbedarf?
Die Bundesregierung teilt diese Bewertung der Fragesteller nicht. Dennoch
überprüft die Bundesregierung ständig die strategische Ausrichtung der
deutschen China-Politik. Auch im europäischen Rahmen leistet sie ihren Beitrag
zur Bestimmung bzw. Anpassung EU-China-Politik.
4. Welche Rolle spielen das Asien-Konzept der Bundesregierung von 1993,
das Ostasien-Konzept des Auswärtigen Amts von 2002 und die Asien-
Strategie der Fraktion der CDU/CSU von 2007 für die heutige Politik der
Bundesregierung?
Das Asienkonzept der Bundesregierung von 1993 und das Ostasien-Konzept des
Auswärtigen Amts (AA) haben die zu ihrer jeweiligen Zeit wichtigen
Grundlinien dargestellt. Regionalstrategien der politischen Parteien bzw. der im
Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen stellen Richtlinien für die
jeweilige Fraktion dar, die die Bundesregierung mit Interesse zur Kenntnis nimmt.
Auf die Antwort zu Frage 1 wird verwiesen.
5. Welche zentralen Ziele und Interessen verfolgen die 14 Bundesministerien
und das Bundeskanzleramt jeweils gegenüber China?
a) Welche zentralen Ziele und Interessen verfolgt das jeweilige Ressort
gegenüber China?
Die Ziele und Interessen der Ressorts ordnen sich in die außen- und
sicherheitspolitischen sowie außenwirtschaftlichen Ziele der Bundesregierung ein. Die
Grundlinien der Außenpolitik gegenüber China werden in den bilateralen
Zielsetzungen in Koordinierung des AA fortgeschrieben und in
Ressortbesprechungen regelmäßig auch mit dem Bundeskanzleramt abgestimmt.
b) In welcher Form erarbeitet und dokumentiert das Ressort klar definierte
Ziele seiner China-Politik, und wann veröffentlichte es sein letztes
Asien- oder China-Konzept, und besitzt es bis heute Relevanz für seine
Arbeit?
Die Ressorts erarbeiten entsprechend ihrer Zuständigkeit aktuelle
Zielvorstellungen in Eigenverantwortung. Mit Ausnahme des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben die Ressorts
keine eigenständigen Asien- oder Chinakonzepte veröffentlicht. Das BMZ hat
im September 2011 ein mit dem AA abgestimmtes Konzept für die
entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Asien vorgestellt. Die Grundlinien der
zukünftigen entwicklungspolitischen Partnerschaft mit China sind zudem in der
„Joint Declaration of Intent“ niedergelegt, die im Juli 2010 im Beisein von
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zwischen dem BMZ und dem chinesischen
Handelsministerium unterzeichnet wurde. Auf die Antwort zu Frage 5a wird
verwiesen.
Drucksache 17/7436 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodec) An welchen Kooperationsprojekten oder Dialogforen mit China ist das
Ressort beteiligt?
Welche Arbeitseinheiten beschäftigen sich in diesem Zusammenhang
regelmäßig mit chinabezogenen Fragestellungen, und welche ist hierbei
federführend?
Eine exemplarische Aufstellung wichtiger Kooperationsbereiche der
Bundesregierung, aufgegliedert nach Ressorts, findet sich in Anlage 1.
d) Wie viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind hierin jeweils
involviert, wie viele von ihnen sprechen chinesisch oder verfügen über
China-Erfahrung?
In den Ressorts sind in der Regel bis zu fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
unmittelbar mit der Gestaltung der jeweiligen China-Politik beschäftigt, die
über die nötige Erfahrung und teilweise auch über chinesische
Sprachkenntnisse verfügen.
e) Beabsichtigt das Ressort, verstärkt Personal mit entsprechenden
Qualifikationen einzustellen, beteiligte Einheiten aufwachsen zu lassen oder
externe Institutionen einzubinden, um den Aufbau entsprechender
Qualifikationen zu institutionalisieren?
Das AA und das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) haben in
jüngster Zeit personelle Verstärkungen der im Bereich China tätigen
Arbeitseinheiten vorgenommen. Die Ressorts haben die Personalausstattung im
gegebenen Rahmen den Aufgabenstellungen angepasst und arbeiten flexibel mit
fachkundigen externen Organisationen zusammen.
f) Werden die jeweiligen deutsch-chinesischen Kooperationsprojekte
direkt und zeitnah zur Vor- und Nachbereitung internationaler Gipfel
oder anderer internationaler Verhandlungen bzw. der Untermauerung
dort geäußerter konkreter Anliegen eingesetzt?
Besteht hier Optimierungsbedarf?
Wenn ja, welcher?
Die Koordinierung der Kooperationsprojekte der Ressorts in Vorbereitung
internationaler Begegnungen erfolgt im Rahmen des in der Antwort zu Frage 1
aufgezeigten internen Abstimmungsprozesses der Bundesregierung zur
deutschen China-Politik.
g) Welche Inkohärenzen mit anderen Ressorts oder Politikfeldern
bestehen, und welche Schritte werden diesbezüglich unternommen?
Durch den in der Antwort zu Frage 1 aufgezeigten internen
Abstimmungsprozess der Bundesregierung werden Inkoheränzen vermieden.
h) Mit welchen weiteren Ressorts und Mittlerorganisationen steht das
Ressort in Bezug auf die China-Politik in regelmäßigem Austausch?
Die Ressorts stehen mit einer Vielzahl von weiteren Mittlerorganisationen in
Verbindung, so zum Beispiel mit dem AHK-Netzwerk, Wirtschaftsverbänden,
der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit e. V. sowie
Nichtregierungsorganisationen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/7436i) Befasst sich das Ressort mit Fragen der Menschenrechte und
Rechtsstaatlichkeit in China insbesondere im Zusammenhang mit den
Auswirkungen des Handelns der Bundesregierung bzw. deutscher
Unternehmen?
In die etablierten Dialogformate im Menschenrechts- und im
Rechtsstaatsbereich sind in erster Linie das AA, das Bundesministerium der Justiz (BMJ),
und das BMZ eingebunden. Weitere Ressorts, wie das Bundesministerium für
Arbeit und Soziales (BMAS), das Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie (BMWi) und das Bundesministerium des Innern (BMI) nehmen
diese Themen regelmäßig innerhalb ihrer Fachdialoge mit chinesischen
Partnern auf. Auch mit privaten Unternehmen werden diese Themen angesprochen.
j) Wie wirkt sich die Beendigung der TZ mit China unter dem Dach des
BMZ auf die Tätigkeiten des Ressorts aus?
(Im Falle des BMZ: Welche Rolle spielt das BMZ heute in China, und
welche Kooperationsprojekte sind noch bis wann durch das BMZ
finanziert?)
Die Bundesregierung hat entschieden, die klassische
Entwicklungszusammenarbeit mit der Volksrepublik China einzustellen. China ist seit 2010 in der
BMZ-Rahmenplanung nicht mehr als Partner-/Empfängerland aufgeführt. Seit
2010 werden aus dem BMZ-Haushalt keine Mittel der bilateral staatlichen
Finanziellen (FZ) und Technischen Zusammenarbeit (TZ) für neue bilaterale
Projekte in China mehr bereitgestellt. Bestehende Verpflichtungen werden
jedoch erfüllt, zugesagte Vorhaben planmäßig bis zum vorgesehenen Ende
durchgeführt. Die Programmaktivitäten der bilateralen TZ werden überwiegend
bis 2014 abgeschlossen sein, die der FZ können in Einzelfällen länger laufen.
Auflistungen der jeweils noch laufenden Vorhaben der TZ und FZ inklusive
Restlaufzeiten ergeben sich aus den Anlagen 2 und 3. Für die in der „Joint
Declaration of Intent“ vereinbarte Einbeziehung Chinas in die regionale
Zusammenarbeit hat das BMZ 2010 für vier Regionalvorhaben TZ-Mittel in
Höhe von 13 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Eine Ausdehnung der
regionalen Zusammenarbeit unter Einbezug Chinas ist 2012 unter dem mit der
chinesischen Regierung abgestimmten Fokus „Wasser, Energie, Ernährung“ geplant.
Bei allen Regionalvorhaben stellt das BMZ sicher, dass die Leistungen aus
einem Vorhaben gleichgewichtig allen beteiligten Partnerländern zugute
kommen. Das BMZ steuert die laufenden bzw. vereinbarten bilateralen Programme
bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit.
k) Welche Kooperationsprojekte mit China gehen auf eigene Initiativen
des Ressorts zurück, welche wurden oder werden in Zukunft aus der
Zuständigkeit des BMZ übernommen, und ist geplant, hierfür
zusätzliche Finanzmittel bereitzustellen?
Welche Projekte wurden eingestellt, welche gegebenenfalls
zusammengeführt?
Die Kooperationsprojekte der Ressorts mit China gehen in der Regel auf eigene
Initiative der Ressorts zurück. Bisher wurden von den Ressorts keine
Kooperationsprojekte aus der Zuständigkeit des BMZ übernommen. Auf die Antwort zu
Frage 5j wird verwiesen.
Drucksache 17/7436 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode6. Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass anlassbezogene
Abstimmungsprozesse im Vorfeld wichtiger Staatsbesuche ausreichend sind, um
eine langfristige strategische Perspektive zu gewährleisten?
Auf die Antwort zu Frage 1 wird verwiesen. Die Abstimmung der China-Politik
der Bundesregierung erfolgt sowohl in einem ständigen Prozess von Kontakten
der Ressorts als auch anlassbezogen – dies beispielsweise im Vorfeld wichtiger
Staatsbesuche oder auch im Rahmen der Erarbeitung deutscher Positionen zur
EU-China-Politik.
7. Wie oft und in welchem Rahmen bzw. welcher Besetzung finden die
regelmäßigen Ressortbesprechungen unter Vorsitz des Auswärtigen Amts
statt?
Welche Entscheidungskompetenzen haben jeweils das Gremium und der
Vorsitz?
Die vom AA koordinierten Ressortbesprechungen finden ungefähr im
vierteljährlichen Turnus auf hoher Beamtenebene statt. Diesbezügliche
Entscheidungen werden gemäß der Geschäftsordnung der Bundesregierung getroffen. Auf
die Antwort zu Frage 6 wird verwiesen.
8. Warum steht die Bundesregierung dem Vorschlag, eine
Koordinatorinnen-/Koordinator- oder Beauftragtenstelle für die deutsch-chinesischen
Beziehungen einzurichten, ablehnend gegenüber, obwohl es
beispielsweise für die Beziehungen mit den USA oder Russland jeweils einen
Koordinator gibt?
Die angesprochenen Koordinatoren für die Beziehungen zu den USA und zu
Russland sind insbesondere für die zwischengesellschaftlichen Kontakte
zuständig. Trotz positiver Entwicklungen haben diese aktuell im Bezug auf die
Beziehungen zwischen Deutschland und China noch keine vergleichbare
Intensität erreicht.
9. In welchem Rahmen wird die Bundesregierung eine Koordinierungsstelle
für die Vorbereitung und Durchführung der Regierungskonsultationen
schaffen, wie sie im Juni 2011 mit der chinesischen Seite vereinbarte?
Wo wird diese Koordinierungsstelle angesiedelt sein, wie wird sie
finanziell ausgestattet und wie personell besetzt sein?
Koordinierungsstelle für die Vorbereitung und Durchführung der
Regierungskonsultationen mit China ist das Ostasien-Referat des AA (Referat 341),
welches diese Aufgabe auch 2011 wahrgenommen hat. Das Referat wurde
zuletzt im Sommer 2011 personell verstärkt, eine besondere finanzielle
Ausstattung ist nicht vorgesehen.
10. Welche Arbeitseinheit oder Institution koordiniert die jeweiligen
deutschchinesischen Kooperationsprojekte vor Ort in China, nachdem das BMZ
diese Funktion nicht mehr übernehmen kann?
Die Koordinierung der deutsch-chinesischen Kooperationsprojekte vor Ort in
China erfolgt auch nach dem Beschluss zur Beendigung der klassischen
bilateralen Entwicklungszusammenarbeit weiter durch die Deutsche Botschaft in
Peking.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/743611. Welche Rolle spielt die Deutsche Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit (GIZ) GmbH nach dem Ende der TZ sowie nach der
Zusammenlegung mit Inwent (Internationale Weiterbildung und Entwicklung
gGmbH) und dem Deutschen Entwicklungsdienst in China?
In welchem Umfang ist sie noch im Auftrag der Bundesregierung in
China tätig?
Wie grenzt sich die Arbeit der GIZ in China von der der politischen
Stiftungen ab?
Die GIZ ist neben der Durchführung von BMZ-finanzierten Programmen auch
für andere Bundesressorts sowie für Kooperationsprogramme der
Bundesländer in China tätig. Eine Projektliste der GIZ in China ist als Anlage 2 beigefügt.
Darüber hinaus führt die GIZ in China Vorhaben im Auftrag Dritter durch (über
GIZ International Services). Hierbei handelt es sich überwiegend um Vorhaben,
bei denen eher technische Fragestellungen, wie z. B. Standards in der
Elektromobilität, im Vordergrund stehen. Die GIZ stellt ihre Netzwerke und Strukturen
unter anderem auch deutschen Unternehmen vor Ort zur Verfügung.
Sowohl die Programme der politischen Stiftungen als auch viele der von der
GIZ durchgeführten Vorhaben zielen auf die Unterstützung gesellschaftlicher
Reform- und Veränderungsprozesse in der Volksrepublik China. Die Stiftungen
verfügen über spezifische Zugänge und Partnerbeziehungen, insbesondere auch
zu nichtstaatlichen Akteuren, die über den Handlungsrahmen der staatlichen
Durchführungsorganisationen hinausgehen. Diese ermöglichen einen
intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit verschiedenen
gesellschaftlichen Gruppierungen.
12. Wie bewertet die Bundesregierung die bevorstehende Einstellung des
Programms „Integrierte Fachkräfte“ des Centrums für internationale
Migration und Entwicklung mit China?
Welche Möglichkeiten einer Weiterführung sieht sie?
Durch die im Zuge der Vorfeldreform beschlossene Überführung des Programms
„Integrierte Fachkräfte“ von CIM in das GIZ-Auftragsverfahren ab 2012 wird
die Entsendung von CIM-Fachkräften künftig Teil der bilateral vereinbarten
Technischen Zusammenarbeit mit EZ-Partnerländern. Die politische
Entscheidung, die aus dem Haushalt des BMZ finanzierte bilaterale
entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit China ab dem Jahr 2010 zu beenden, erstreckt sich
damit auch auf CIM. Integrierte Fachkräfte können jedoch auch weiterhin im Sinne
der „Joint Declaration of Intent“ u. a. im Rahmen von Regionalvorhaben in
Kooperation mit chinesischen Partnerinstitutionen eingesetzt werden.
13. Wie bewertet die Bundesregierung den bisherigen Verlauf der
Ausstellung „Kunst der Aufklärung“?
Wie viele Personen besuchten bisher die Ausstellung, wie viele nahmen
an den begleitenden Fachveranstaltungen teil, und welche über den
Kunstbereich hinausgehenden Wirkungen konnten bisher festgestellt
werden?
Seit der Eröffnung am 1. April 2011 haben mehr als 200 000 Menschen die
Ausstellung „Kunst der Aufklärung“ im chinesischen Nationalmuseum in
Peking besucht, d. h. im Durchschnitt etwa 1 300 Menschen pro Tag. Der
Zugang zur Ausstellung ist – nach zahlenmäßigen Begrenzungen in den
Anfangswochen – jetzt ohne Beschränkungen möglich. Der Eintrittspreis ist mit
10 Renminbi (1,10 Euro; entspricht dem Grundpreis einer Taxifahrt in Peking)
angemessen – zumal der Eintritt in die Ausstellung seit September 2011 an
Drucksache 17/7436 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeSonntagen kostenlos ist. Die alle zwei Monate stattfindenden
Dialogveranstaltungen (Foren im Nationalmuseum, Salons in privaten Galerien) sind gefragt.
Im September nahmen jeweils rund 100 Teilnehmer an den Salons und fast
1 000 am Forum teil. Die Bundesregierung bewertet den bisherigen Verlauf der
Ausstellung als sehr zufriedenstellend. In China haben alle wichtigen Medien
über die Ausstellung berichtet. Die Ausstellung hat positive Wirkungen für das
Deutschlandbild in der Volksrepublik China, eine öffentliche Diskussion der
Ideen der Aufklärung findet statt. In den Salons und Foren werden lebhafte
öffentliche Podiumsdiskussionen geführt, mit substanzreichen Fragen und
Anmerkungen aus dem überwiegend jungen Publikum. Diese sind
aktualitätsbezogen und behandeln auch für China schwierige Themen wie das Verhältnis
zwischen Staat und Individuum, die Rolle des Künstlers und der Kunst in der
Gesellschaft sowie die Reflektion der eigenen Geschichte.
14. Kann das Schreiben des deutschen Bundesministers des Auswärtigen
vom 31. August 2010 (Eine umfassende China-Politik der Europäischen
Union) an die Hohe Vertreterin für Außenbeziehungen der EU als China-
Strategie der Bundesrepublik Deutschland verstanden werden?
a) Welche Ressorts waren daran beteiligt?
Das Schreiben des Bundesministers des Auswärtigen, Dr. Guido Westerwelle,
wurde allen Ressorts zur Kenntnis gegeben.
b) Welche anderen EU-Mitglieder haben ein vergleichbares Dokument
vorgelegt?
Im Rahmen der Befassung mit der Strategischen Partnerschaft der EU mit
China hat auch das Außenministerium Großbritanniens ein Dokument
vorgelegt.
c) Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung seitdem ergriffen
oder beabsichtigt sie zu ergreifen, um zu erreichen, dass „die EU
gegenüber China in viel stärkerem Maße als bisher als gemeinsamer
Akteur auftritt“?
Im Rahmen der Diskussion über strategische Partnerschaften der EU hat sich
die Bundesregierung in einer Vielzahl von Gremiensitzungen der EU
konsequent und dezidiert für den Ausbau eines gemeinsamen Ansatzes gegenüber
China eingesetzt. Bundesminister Dr. Guido Westerwelle hat in seinem Brief an
die Hohe Vertreterin im September 2010 konkrete Vorschläge für eine
Vertiefung der Strategischen Partnerschaft der EU mit China unterbreitet. Diese
haben die Diskussion der Mitgliedstaaten maßgeblich mitbestimmt und sind in
das Konzept der Hohen Vertreterin zur Strategischen Partnerschaft mit China
eingeflossen. Seitdem haben die EU-Mitgliedstaaten gemeinsame
Sprechpunkte für hochrangige Begegnungen zwischen Vertretern der EU-
Mitgliedstaaten und der Volksrepublik China vereinbart („common ministerial speaking
points“). Die Bundesregierung setzt sich weiterhin für die Aufwertung der
Strategischen Partnerschaft der EU zu China und für eine regelmäßige Analyse und
Aktualisierung der Prioritäten in den EU-Beziehungen zu China ein. Im Vorfeld
des nächsten EU-Gipfels mit China hat die Bundesregierung konkrete
Vorschlägen für den Ausbau der EU-Beziehungen zu China unterbreitet.
d) Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung seitdem ergriffen
oder beabsichtigt sie zu ergreifen, um zu erreichen, damit die EU „ihre
Kerninteressen und -ziele gegenüber China klar definier[t] und sich
auf ihre Verfolgung konzentrier[t]“?
Auf die Antwort zu Frage 14c wird verwiesen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/7436e) Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass die EU bereits „die
verbesserten Handlungsmöglichkeiten nach dem Vertrag von Lissabon
in vollem Umfang“ nutzt?
Welche Kompetenzen wird sie zu diesem Zweck an die Hohe
Vertreterin und den Europäischen Auswärtigen Dienst abtreten?
Der Vertrag von Lissabon beinhaltet eine Reihe von Integrationsfortschritten im
Bereich des Außenhandels der Europäischen Union. Es gilt nun, die sich aus
dem Vertrag ergebenden neuen Strukturen (Hohe Vertreterin für Außen- und
Sicherheitspolitik, die zugleich den Vorsitz im Rat für Auswärtige Beziehungen
führt und Vizepräsidentin der EU-Kommission ist, und den sie unterstützenden
Europäischen Auswärtigen Dienst) wirkungsvoll und politisch zu nutzen, um
die Kohärenz des Außenhandels der EU zu erhöhen. Hierbei arbeitet die
Bundesregierung eng mit anderen EU-Mitgliedstaaten und der Hohen
Vertreterin zusammen. Eine weitere Vertragsänderung in diesem Bereich ist zurzeit
nicht geplant.
f) Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung seitdem ergriffen
oder beabsichtigt sie zu ergreifen, um zu erreichen, dass der EU-
Menschenrechtsdialog „ergebnisorientierter als bisher geführt“ und
„stärker koordinier[t]“ wird?
Die Bundesregierung beteiligt sich aktiv an den Beratungen der
Ratsarbeitsgruppe „Menschenrechte“ zur Menschenrechtspolitik der EU gegenüber China
und wirkt in diesem Rahmen auch auf eine Verbesserung der Arbeitsmethoden
des EU-Menschenrechtsdialoges hin.
g) Wann und in welchem Rahmen werden regelmäßige Treffen der
Menschenrechtsbeauftragten der EU aufgenommen?
Menschenrechtsbeauftragte der EU und anderer Staaten haben sich zuletzt am
10. und 11. Oktober 2011 getroffen. Der Beauftragte der Bundesregierung für
Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Markus Löning,
steht zur Menschenrechtspolitik gegenüber China auch außerhalb solcher
Treffen im Austausch mit Kollegen in anderen EU-Mitgliedstaaten.
h) Ist die Bundesregierung im Zuge einer Bündelung von Dialogforen
bereit, auf bilaterale Formate zugunsten der EU-Ebene zu verzichten?
Wenn ja, auf welche?
Die bilateralen Dialogforen und die Dialoge auf EU-Ebene ergänzen einander.
i) Wie bewertet die Bundesregierung die Aussichten einer
Zusammenführung der beiden Verhandlungsstränge für das Partnerschafts- und
Kooperationsabkommen?
Bis wann erwartet sie den Abschluss der Verhandlungen?
Derzeit laufen die Verhandlungen zum politischen Teil und zum Handelsteil des
Partnerschafts- und Kooperationsabkommens der Europäischen Union mit der
Volksrepublik China. Bei einer Reihe von Punkten des Abkommens ist derzeit
kaum Fortschritt erkennbar. Zum Zeitpunkt des Abschlusses der Verhandlungen
können keine Angaben gemacht werden.
Drucksache 17/7436 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodej) Für welche Bereiche der Zusammenarbeit ist momentan die Hohe
Vertreterin bzw. der EU-Botschafter in Peking der einzige oder erste
Ansprechpartner für die chinesische Regierung?
Der EU-Botschafter/Delegationsleiter in Peking ist gemäß Artikel 221 AEUV
im Bereich der Zuständigkeiten der Union, einschließlich vereinbarter GASP-
Positionen, Ansprechpartner der chinesischen Regierung.
k) Welche Maßnahmen sind geplant, um fachliche und sprachliche
China-Kompetenzen innerhalb der EU-Institutionen zu stärken?
In welcher Weise sind die Bundesregierung sowie externe
Institutionen daran beteiligt?
Die Verantwortung für diesbezügliche Maßnahmen liegt in der Zuständigkeit
der entsprechenden EU-Institutionen. Die Bundesregierung hat u. a. einen
erheblichen Beitrag zur Stärkung des Europäischen Auswärtigen Dienstes in
Bezug auf China durch die erfolgreiche Kandidatur von Dr. Markus Ederer als
Leiter der EU-Delegation in Peking geleistet.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/7436Anlage 1
Zu der Antwort zu Frage 5c
Im Folgenden werden exemplarisch wichtige Kooperationsprojekte der
Bundesregierung, aufgegliedert nach Ressorts, aufgezeigt.
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
• Deutsch-Chinesisches Forum für wirtschaftliche und technologische
Zusammenarbeit
Partner: Nationale Kommission für Entwicklung und Reform
Plenum unter Leitung der Minister und ständige Arbeitsgruppen zu den
Themen Medizinwirtschaft, Energie, Umwelttechnik.
• Deutsch-Chinesischer Gemischter Wirtschaftsausschuss
Partner: Handelsministerium
Plenum unter Leitung der Minister und ständige Arbeitsgruppen zu den
Themen Rechtsfragen, Dienstleistungen, Kohle, Statistik.
Daneben bestehen weitere Dialogstrukturen mit dem Ministerium für Industrie
und Informationstechnologie (u. a. Mittelstandskonsultationen) und dem
Zentralamt für Qualitätsüberwachung, Inspektion und Quarantäne (Normung/
Elektromobilität, Produktsicherheit).
Die Federführung für diese Zusammenarbeit liegt innerhalb des BMWi bei der
Abteilung Außenwirtschaft und dort im Länderreferat China, Taiwan, Mongolei,
Nord-Korea, Republik Korea. Vertreter anderer Abteilungen werden je nach
Themenstellung eingebunden.
Daneben bedient sich das Ministerium der Expertise der bundeseigenen
Gesellschaft der Germany Trade & Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und
Standortmarketing mbH (GTAI) und des Auslandshandelskammernetzwerks
(AHK-Netzwerk) mit Standorten in Peking, Shanghai und Guangzhou.
An den Dialogstrukturen sind auch Vertreter der Deutschen Wirtschaft beteiligt.
Sie nehmen regelmäßig an der Vorbereitung der Termine und an den Sitzungen
selbst teil.
Auswärtiges Amt
Das Auswärtige Amt koordiniert die Regierungskonsultationen mit China für
das Bundeskanzleramt. Es führt die bilateralen Konsultationen der
Außenminister, der Staatssekretäre der Außenministerien, VN-politische
Konsultationen, Abrüstungspolitische Konsultationen, Kulturpolitische Konsultationen
sowie den Rechtsstaats- und Menschenrechtsdialog. Die Deutsche Botschaft
Peking, an der auch viele Vertreter der Ressorts tätig sind, ist in alle
Chinabezogenen Fragestellungen involviert, die konsularischen Vertretungen je nach
örtlicher und sachlicher Zuständigkeit. Das Auswärtige Amt ist auch über die
Botschaft Peking an den Konsultationen der Ressorts beteiligt.
Koordinierungsstelle für die politischen Beziehungen zu China im Auswärtigen Amt ist das
Ostasien-Referat 341, für die kultur- und medienpolitischen Beziehungen das
Referat 602. Weitere Referate beschäftigen sich regelmäßig mit China-
bezogenen Fragestellungen zu den jeweiligen Fachgebieten (z. B. VN, Klima/Umwelt,
WTO, etc.).
Drucksache 17/7436 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeBundesministerium des Innern (BMI)
Im BMI arbeiten insbesondere die für internationale bzw. bilaterale
Zusammenarbeit zuständigen Organisationseinheiten (involviert die Abteilungen ÖS, B,
D, KM, M, SP und G) mit China zusammen (z. B. Delegationstreffen).
Kooperation nachgeordneter Behörden wie z. B. des Bundeskriminalamtes (BKA)
findet im Bereich der polizeilichen Ausbildungshilfe (z. B. Aufnahme von
chinesischen Polizeivollzugsbeamten in das Stipendiatenprogramm des BKA)
mit chinesischen Polizeibehörden statt. Im Rahmen des Protokolls über die
Zusammenarbeit mit dem chinesischen Ministerium für Personalressourcen
und Sozialversicherung finden in der Regel einmal jährlich wechselseitige
Delegationsreisen statt.
Im Bereich Katastrophenschutz verbindet Deutschland und die Volksrepublik
China eine mehr als zehnjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Dazu wird
durch die GIZ im Zeitraum von 2009 bis 2012 ein Projekt mit dem Arbeitstitel:
„National Training Center for Disaster Protection and Emergency Planning and
Crisis Management at the China National School of Administration“
(„Notfallplanung, Krisenmanagement und Katastrophenschutz in China in
Zusammenarbeit mit dem Nationalen Fortbildungsinstitut für Krisenmanagement an der
Chinesischen Nationalen Verwaltungsschule“) durchgeführt. Die fachliche
Begleitung und inhaltliche Ausgestaltung diese Projekt wird vom BMI, dem
Technischen Hilfswerk und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe getragen.
Seit 2007 unterhält das BMI intensive bilaterale sportpolitische Kontakte zur
Generalverwaltung des Sports der Volksrepublik China mit der Zielsetzung,
den Austausch und die Zusammenarbeit im Bereich des Sports auf der
Grundlage der gegenseitigen Achtung, Gleichberechtigung und zum gegenseitigen
Nutzen sowie unter Achtung der Menschenrechte und des olympischen Geistes
zu entwickeln. Ziele der gegenseitigen Kooperation sind unter anderem der
Austausch und die Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen
Spezialisten aus den Bereichen Spitzensport, Breitensport sowie
Sportwissenschaft.
Im Mittelpunkt der jährlich wechselseitig stattfindenden Konferenzen und
Workshops stehen aber auch Fragen der Sportökonomie, des
Sportmanagements und des Sportrechts.
Im November 2010 haben die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung im
BMI und die „Chinese Academy of Governance“ eine Gemeinsame
Absichtserklärung unterzeichnet, nach der die Zusammenarbeit beider Einrichtungen
auf dem Gebiet der Fortbildung intensiviert werden soll.
Bundesministerium der Justiz (BMJ)
Das Bundesministerium der Justiz ist in allen rechtlich und rechtspolitisch
ausgerichteten Foren der China-Kooperation präsent. Im BMJ besteht ein zentral
für den Rechtsstaatsdialog zuständiges Referat (Referat für
Rechtsstaatsdialoge), welches auch die Haushaltsmittel für die Rechtskooperation verwaltet.
Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Das Bundesministerium der Finanzen unterhält einen Dialog mit dem
chinesischen Finanzministerium und dem chinesischen Handelsministerium. Eine
Zusammenarbeit des Bundesministeriums der Finanzen erfolgt zudem in
Zollfragen mit der chinesischen Zollbehörde („General Administration of Customs“)
und in bilateralen Steuerfragen mit der chinesischen Steuerbehörde („State
Administration of Taxation“). Im BMF ist vorwiegend das Referat
„Volkswirtschaftliche Länderanalysen und bilaterale Beziehungen“ für die
Zusammenarbeit mit China zuständig. Allerdings kann dies themenbezogen variieren.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/7436Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beteiligt sich auf Einladung
des BMJ am Deutsch-Chinesischen Rechtsstaatsdialog. Auch am „EU-China
Round Table on Social Security“ hat das BMAS sich beteiligt. Im Jahr 2004
wurde zwischen dem ehemaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
und dem ehemaligen Ministerium für Arbeit und Soziales der Volksrepublik
China eine Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit auf den Gebieten
der Arbeitsgesetzgebung, der Arbeitsbeziehungen, der Arbeitsmarktpolitik und
der Arbeitslosenversicherung unterzeichnet. Vor diesem Hintergrund fanden in
den vergangenen Jahren verschiedene Austausche und Delegationsbesuche
statt. Es ist angedacht, die Gemeinsame Absichtserklärung entsprechend der
Ressortaufteilung und der neuen Zuständigkeiten des chinesischen
Partnerministeriums Ministerium für Humanressourcen und Soziale Sicherung zu
aktualisieren. Aktuell wurde am 21. September 2011 eine gemeinsame
Absichtserklärung zwischen dem BMAS und dem Chinesischen
Behindertenverband unterzeichnet. Die Absichtserklärung ist eine Maßnahme der
bilateralen Zusammenarbeit im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung
der VN-Behindertenrechtskonvention.
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(BMELV)
Kooperationsprojekte:
• Deutsch-Chinesischer landwirtschaftlicher Demonstrationsbetrieb, Staatsgut
Ganhe
• Deutsch-Chinesisches Kooperationsprojekt zur Weiterentwicklung der
Rinderzucht in China.
Dialogforen:
• Bilaterale Arbeitsgruppe „Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz“ (jährlich),
• Bilaterale Arbeitsgruppe „Forstwirtschaft, Holzwirtschaft und
Wildbewirtschaftung“ (in der Regel jährlich),
• Sachverständigenrat wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit in der
Agrarforschung (in der Regel zweijährlich),
• Gespräche mit den für Lebensmittelsicherheit und Überwachung sowie
Importe zuständigen Behörden (in der Regel jährlich),
• Austausch mit zuständigen chinesischen Behörden über die Bedeutung der
Verbraucherpolitik und zu jeweiligen Besonderheiten aus.
Im Geschäftsbereich des BMELV ist für die allgemeine Koordinierung der
China-Aktivitäten das Länderreferat zuständig, für die fachlichen Themen die
jeweils zuständigen Referate/Arbeitseinheiten.
Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)
Das Bundesministerium der Verteidigung hat einen strategischen Dialog auf
Ebene der stellvertretenden Generalstabschefs im zweijährigen Rhythmus
sowie ein sicherheitspolitisches Seminar für Generale/Admirale im jährlichen
Rhythmus etabliert. Darüber hinaus werden bilaterale Kooperationsprojekte
wie gegenseitige Informationsbesuche und Fach- und Expertengespräche in
einem bilateralen Jahresprogramm geplant und durchgeführt. Außerdem ist
China Empfänger militärischer Ausbildungshilfe. Federführend für die
bilaterale militärpolitische Kooperation mit China ist Fü S III 1. Bei der Umsetzung
Drucksache 17/7436 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodebilateraler Kooperationsprojekte sind unterschiedliche Arbeitseinheiten des
BMVg und ggf. deren nachgeordnete Bereiche in unregelmäßigen Abständen
und unterschiedlicher Zusammensetzung involviert.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Im Rahmen von Delegationsbesuchen steht das Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend im regelmäßigen Dialog mit der chinesischen
Nationalen Kommission für Bevölkerung und Familienplanung, und mit dem
Allchinesischen Frauenverband zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu
Themen der Gleichstellung der Geschlechter und Schutz von Frauen und ihrer
Rechte. Im Rahmen der jugendpolitischen Kooperation finden zwischen dem
BMFSFJ und dem Allchinesischen Jugendverband regelmäßige Konsultationen
statt.
Um die verschiedenen Akteure im Jugendbereich zusammenzubringen und die
Entwicklung von konkreten Kooperationsprojekten anzustoßen, wurde im
Auftrag des BMFSFJ zudem im März 2010 eine bilaterale Partnerkonferenz in
Shenzhen, Südchina, veranstaltet. Eine weitere Partnerkonferenz ist für das Jahr
2012 in Deutschland vorgesehen. Die jugendpolitische Zusammenarbeit mit
China gewinnt auch in der EU an Bedeutung. So ist 2011 das Gemeinsame Jahr
der Jugend EU-China. Dazu wurde auf der Expo im Shanghai im Mai 2010 eine
Gemeinsame Erklärung von Jugendorganisationen aus China und der EU
abgegeben. Darin enthalten sind verschiedene Vorhaben der Jugendorganisationen
zur Gestaltung des Jahres der Jugend. Gleichzeitig werden die Regierungen
aufgefordert, diese Aktivitäten durch Bereitstellung von Ressourcen zu
unterstützen. Die Förderung des Jugendaustausches durch das BMFSFJ lässt sich
hier einordnen.
Im Bereich der Freiwilligentätigkeit besteht durch den neuen
Bundesfreiwilligendienst und den Ausbau der Jugendfreiwilligendienste sowohl für
deutsche als auch für chinesische Freiwillige die Möglichkeit, sich im jeweils
anderen Land zu engagieren.
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Auf der Grundlage des Gesundheitsabkommens zwischen Deutschland und
China leistet das Bundesministerium für Gesundheit Unterstützung vor allem
für folgende Projekte:
• Weiterbildung von chinesischen Lungenfachärzten (Multiplikatoren) beim
Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) im
Bereich moderner Kontroll-, Diagnostik- und Behandlungsmethoden der
Tuberkulose einschließlich der Berücksichtigung von TB als Koinfektion
von HIV/AIDS;
• Zusammenarbeit mit der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft (DCGM) im
Bereich Krankenhausmanagement und Rettungsmedizin;
• Know-how-Transfer zwischen deutschen und chinesischen Radiologen;
• Know-how-Transfer beim Aufbau von Mammographieeinheiten und
Brustzentren;
• Zusammenarbeit mit der KTQ GmbH (Kooperation für Transparenz und
Qualität im Gesundheitswesen) im Bereich Qualitätssicherung;
• Zusammenarbeit mit der InEK GmbH (Institut für das Entgeltsystem der
Krankenhäuser) im Bereich Fallpauschalen.
Das Referat für bilaterale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des
Gesundheitswesens (Z 33) ist federführend für die Kooperation mit China zuständig. Dieses
befasst sich regelmäßig mit Chinabezogenen Fragestellungen und koordiniert
hausintern.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/7436Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterhält
vielfältige und z. T. langjährige Dialoge mit den verschiedenen chinesischen
Partnern. So wurde bereits 1981 zwischen dem Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung und dem chinesischen Eisenbahnministerium eine
Vereinbarung zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Eisenbahnwesens
geschlossen, die 2001 und 2005 an neue Interessen beider Seiten angepasst
wurde. Die Federführung hierfür liegt in der Abteilung Landverkehr. Im
Bereich des Luftverkehrs existiert ein bilaterales Luftverkehrsabkommen mit
China, das Gegenstand regelmäßiger Gespräche und Verhandlungen zwischen
den obersten Luftfahrtbehörden ist. Die Federführung liegt in der Abteilung
Luft- und Raumfahrt. Im Bereich Stadtentwicklung hat sich das BMVBS in den
Jahren 2007 bis 2009 an der Initiative des Auswärtigen Amtes „Deutschland
und China – Gemeinsam in Bewegung“ beteiligt. Darüber hinaus besteht sei
Juni 2011 eine bilaterale Vereinbarung mit dem chinesischen Ministerium für
Wohnungswesen und die Entwicklung der Städte und des ländlichen Raums
(MoHURD) zur Zusammenarbeit im Bereich der Energieeffizienz im
Gebäudebereich und des CO2-armen Städtebaus. Die Federführung liegt in der
Abteilung Raumordnung, Stadtentwicklung, Wohnen, Baurecht.
Im Rahmen der langjährigen „deutsch-chinesischen Zusammenarbeit auf dem
Gebiet der Binnenschifffahrt und Wasserbau“ sind zweijährige
Konsultationsrunden mit dem chinesischen Verkehrsministerium (MoT) vereinbart, in denen
jeweils die gemeinsamen Projekte für die folgenden zwei Jahre vereinbart
werden. Die Federführung hierfür liegt in der Abteilung Wasserstraßen und
Schifffahrt des BMVBS, eingebunden sind die Dienststellen der Wasser- und
Schifffahrtsverwaltung des Bundes, die Bundesanstalt für Wasserbau, die
Bundesanstalt für Gewässerkunde sowie das Bundesamt für Seeschifffahrt und
Hydrografie, soweit diese vom Projekt betroffen sind. Für die Koordination der
„deutsch-chinesischen Kooperation auf dem Gebiet der Binnenschifffahrt und
Wasserbau“ wurde in der Abteilung Wasserstraßen und Schifffahrt des BMVBS
das deutsche Sekretariat für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit auf dem
Gebiet der Binnenschifffahrt und Wasserbau eingerichtet.
Mit dem chinesischen MoT besteht zudem eine Vereinbarung vom Oktober
2010 über die bilaterale Kooperation im Bereich Grüne Logistik. Die
Federführung liegt in der Abteilung Umweltpolitik und Infrastruktur,
Grundsatzfragen des BMVBS.
Mit dem chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MoST)
bestehen ebenfalls langjährige enge Kontakte. Hier liegt der Schwerpunkt auf
der Kooperation auf dem Gebiet der alternativen Antriebe/Elektromobilität.
Die Federführung nimmt die Abteilung Umweltpolitik und Infrastruktur,
Grundsatzfragen des BMVBS wahr. Die Koordinierung der fachlichen
Angelegenheiten mit China-Bezug im BMVBS erfolgt durch die Abteilung
Umweltpolitik und Infrastruktur, Grundsatzfragen des Ressorts.
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Auf der Grundlage des strategischen Umweltdialogs finden regelmäßig
deutsch-chinesische Umweltforen und weitere bilaterale Veranstaltungen zu
relevanten umwelt- und klimapolitischen Themen statt. Bei der
Klimaschutzpartnerschaft sind die Sitzungen der ressortübergreifenden deutsch-
chinesischen Arbeitsgruppe zum Klimaschutz ein zentrales Element. Neben diesen
Aktivitäten unter eigener Federführung ist das BMU auch in Dialogformate mit
Umwelt- und Klimarelevanz anderer Ressorts involviert.
Drucksache 17/7436 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeIm Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative unterhält das BMU
zahlreiche Kooperationsprojekte zum Klimaschutz. Diese befassen sich mit
konkreten Klimaschutzaktivitäten und Capacity-building-Maßnahmen in Bereichen
wie Energieeffizienz, Emissionshandel und Elektromobilität.
Daneben besteht eine intensive Kooperation in den klassischen Bereichen des
Umweltschutzes. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind hier die Bereiche
Chemikalienmanagement und Anlagensicherheit, Biodiversität, Wasser/
Abwasser, Kreislaufwirtschaft und Umweltzeichen. Die Projekte werden durch die
jeweils zuständigen Facheinheiten unter Koordination des Länderreferats
durchgeführt.
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung führt eine große Vielzahl
von Kooperationsprojekten in verschiedensten Forschungs- und
Bildungsbereichen mit chinesischen Partnern durch. Wichtige aktuelle Dialogforen bzw.
bilaterale Gremien sind u. a.:
• Gemeinsame WTZ-Kommission zur wissenschaftlich-technologischen
Zusammenarbeit (mit MoST [Ministry of Science and Technology]),
• Bildungspolitisches Strategiegespräch (mit MoE [Ministry of Education]),
• Deutsch-Chinesische Allianz für Berufsbildung,
• Neun fachliche bilaterale Lenkungsausschüsse (mit MoST und MLR
[Ministry of Land and Resources]),
• Innovationsplattform Innovationsforschung (mit MoST),
• Innovationsplattform Lebenswissenschaften (mit MoST).
Diverse BMBF-Fachreferate im Bereich Forschung und Bildung sind in der
Kooperation mit China aktiv (Forschung und Bildung). Federführend hierbei ist
Referat 215 (Zusammenarbeit mit Asien und Ozeanien).
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Auf die Antwort zu Frage 5j wird verwiesen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17 – Drucksache 17/7436Nr. Name des Vorhabens Laufzeit Auftraggeber Partner
1 Programm Wirtschafts- und Strukturreform 01/08-12/14 BMZ+BSTMWIVT National Development and Reform Commission, State
Council Research Office, China Institute for Reform and
Development, China Training Center for Senior
Personnel Management Officials (CTC), OLFGE
2 Wirtschaftlicher Wiederaufbau in
Erdbebengebieten
11/09-10/12 BMZ State Council Leading Group Office for Poverty
Alleviation and Development (LGOP)
3 Programm Regionale Wirtschaftsförderung
Nordost
04/11-03/15 BMZ NDRC
4 Regionale Wirtschaftliche Kooperation und
Integration Asien
07/11-06/15 BMZ
5 Manager Training Programme 10/07-12/13 BMWi Center for Business Cooperation and Coordination
(CCBCC)
6 YTT Hamburg - Shanghai ongoing Senatskanzlei
Hamburg
Department of Human Resources, Shanghai
7 NRW Fortbildungsprogramme Shanxi 02/08-02/12 MWME NRW Shanxi Provincial Development and Reform Commission
8 NRW Fortbildungsprogramme Jiangsu 02/09-12/12 MWME NRW Department of Foreign Trade and Cooperation of
Jiangsu Province (DOFTEC)
9 NRW Fortbildungsprogramme Sichuan 05/09-12/11 MUNLV NRW Foreign Affairs Office of Sichuan Province (FAO)
10 Programm Rechtskooperation 01/10-12/14 BMZ NVK, SIPO, SAIC, MofCom, MoF, MCA
11 Richteraustausch China-Deutschland 05/11-06/12 Robert Bosch
Stiftung
12 Deutsch-Chinesischer Rechtsstaatsdialog,
Symposium
ongoing BMZ Legislative Affairs Office of State Council
13 Fortbildung von chinesischen
Verwaltungsrichter/innen
01/08-12/11 BMZ National Judges College (NJC), Supreme People's Court
14 Verwaltungsausbildung
(CTCSPMO)
10/05-07/13 BMZ China Training Center for Senior Personnel Management
Officials (CTCSPMO)
15 Katastrophenrisikomanagement 04/09-03/13 BMZ China National School of Administration
16 China-Europe Public Administration Project II
(CEPA II)
11/09-01/14 EU Ministry of Human Resources and Social Security
(MOHRSS), China National School of Administration
17 Verwaltungsmodernisierung und Förderung
einer harmonischen Gesellschaft (China)
01/07-12/12 BMZ China Training Center for Senior Personnel Management
Officials (CTCSPMO), China Association of Mayors
(CAM)
18 Managing Global Governance: Advanced
Training and Dialogue Programme for Young
Executives and Experts (China + other anchor
countries)
01/09-12/13 BMZ Chinese Ministry of Foreign Affairs, Chinese Ministry of
Finance, Chinese Institute of International Studies,
Chinese Academy of Social Sciences, Shanghai Institute
for International Affairs
19 Regionale Kooperationsplattform (RCP) Aus-
und Weiterbildung von Lehr- und
Führungspersonal an Beruflichen Schulen in
Asien
12/10 - 12/13 BMZ
20 Employment-Oriented Reform Processes in
Technical and Vocational Education and
Training (China/Vietnam)
01/07-12/11 BMZ Ministry of Education (MOE)
21 Aufbau eines nationalen Lehrer- und
Schulleiterfortbildungssystems für die höhere
und mittlere Berufsbildung (China)
04/07-12/11 BMZ Ministry of Education (MOE)
22 Capacity Building zur umwelt- und
sozialverträglichen Wirtschaftsentwicklung
(China)
01/11-12/14 BMZ Ministry of Education (MOE)
Rechtskooperation
Berufliche Bildung
Anlage 2 - Projektliste der GIZ China
Die Mittelzusagen zu allen BMZ-finanzierten Vorhaben erfolgten vor dem Beschluss zur Beendigung der bilateralen
Entwicklungszusammenarbeit mit China
Handlungsfeld: Wirtschafts-, Rechts- und Verwaltungsreform
Handlungsfeld: Berufliche Bildung/ Fachkräfteweiterbildung
Wirtschaftspolitik
Verwaltungsreform
Governance
Drucksache 17/7436 – 18 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeNr. Name des Vorhabens Laufzeit Auftraggeber Partner
23 Verlängerung des bestehenden
Drittgeschäfts mit Daimler China
ongoing
24 Finanzsystementwicklung 04/10-03/14 BMZ People's Bank of China, China Securities Regulatory
Commission, Tianjin Municipal People’s Government ,
Government of Inner Mongolia Autonomous Region
25 Strengthening Macroeconomic Policies
(MPS+, China/Vietnam)
01/09-08/12 BMZ Ministry of Finance (MoF), People's Bank of China
(PBoC)
26 Wetterversicherung-
Versicherungsinstrumente zur Anpassung an
den Klimawandel, Aufbau und Unterstützung
eines Pilotprojektes
10/08-03/12 BMU China Insurance Regulatory Commission (CIRC)
27 Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit im
Versicherungssektor
02/11 - 01/12 BMF China Insurance Regulatory Commission (CIRC)
28 Sozial verantwortungsvolle
Unternehmensführung (CSR)
04/07-12/12 BMZ WTO-Department, Ministry of Commerce
29 Förderung sozialverantwortlicher
Unternehmensführung in ausgewählten
Regionen/Sektoren (China)
01/09-12/12 BMZ CSR Asia, Hong Kong S.A.R., World Bank Institute, TÜV
Rheinland Shenzhen Group (PPP-Partner)
30 Qualitätssicherung landwirtschaflticher
Produkte - Lebensmittelsicherheit
04/06-12/12 BMZ Ministry of Health (MOH)
31 Verbraucherschutz und Produktsicherheit 01/10-12/12 BMZ State Administration for Industry and Commerce (SAIC),
General Administration of Quality Supervision, Inspection
and Quarantine (AQSIQ)
32 Energiesektorreformprogramm:
Energiepolitik und Energieeffizienz (EPEE)
12/08-11/13 BMZ NDRC, PDRC Ningxia, State Grid Corporation of China
(STCC), PDRC Chongqing, PDRC Shanxi
33 Programm Umweltpolitik 06/07-12/12 BMZ National Development and Reform Commission (NDRC),
Ministry of Environmental Protection (MEP), China
Council for International Cooperation on Environment
and Development (CCICED)
34 Führungskräftefortbildung im Bereich Umwelt
und Klima
10/09-02/12 BMU Führungsakademie der Organisationsabteilung der
Kommunistischen Partei, CNSA, NDRC
35 Deutsch Chinesischer Energiedialog 06/11-11/11 BMWi NDRC
36 Programm Klimaschutz 01/11-12/14 BMZ NDRC
37 Verbindungsstelle für deutsch-chinesischen
Klimadialog (Klimaökonomie)
11/09-10/11 BMU Department of Climate Change of NDRC
38 Deutsch-Chinesische Klimapartnerschaft 02/11-11/13 BMU National Development and Reform Commission (NDRC)
39 Capacity Building für die Einrichtung und
Ausgestaltung einer technischen und
institutionellen Infrastruktur zur Erreichung
der 2020 Ziele (kurz: THG Monitoring in
China)
03/11-11/13 BMU National Development and Reform Commission (NDRC)
40 Low Carbon Land Use 12/11-11/15 BMU MOFCOM
41 Greenhouse Gas Emmissions Trading System
Outreach to Developing Countries
06/10-12/12 EU Konsortialpartner
42 Umstellung der XPS-Isolierschaumproduktion
in China von fluorierten Treibgasen auf
klimafreundliche CO2-Technologie
10/08-04/12 BMU Ministry of Environmental Protection, Foreign Economic
Cooperation Office (MEP/FECO)
43 Energiesektorreformprogramm:
Energiepolitik und Energieeffizienz (EPEE)
12/08-11/13 BMZ NDRC, PDRC Ningxia, State Grid Corporation of China
(STCC), PDRC Chongqing, PDRC Shanxi
Produkt- / Qualitätssicherung / Verbraucherschutz
Klimapolitik
Energieversorgung
Industrie
Handlungsfeld: Umwelt / Klima
Handlungsfeld: Finanzsystementwicklung und Versicherungswesen
Handlungsfeld: Sozial-, Umwelt- und Sicherheitsstandards (mit CSR)
Finanzsystementwicklung
Versicherungswesen
Umweltpolitik
CSR
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 19 – Drucksache 17/7436Nr. Name des Vorhabens Laufzeit Auftraggeber Partner
44 Windenergie - Angewandte Forschung und
Ausbildung - Phase II
11/10 - 10/14 BMZ China Guodian Corporation, State Grid Corporation of
China (SGCC), Ministry of Education (MoE)
45 Erneuerbare Energien: Optimierung der
Nutzung von Biomasse
01/09-12/13 BMZ Ministry of Agriculture (MOA)
46 Programm Klimaschutz 01/11-12/14 BMZ NDRC
47 Energiesektorreformprogramm:
Energiepolitik und Energieeffizienz (EPEE)
12/08-11/13 BMZ NDRC, PDRC Ningxia, State Grid Corporation of China
(STCC), PDRC Chongqing, PDRC Shanxi
48 Nachhaltige Energieversorgung und
Klimaschutz
01/09-04/13 BMZ Northwestern Polytechnical University Xi'an (NWPU),
China Wind Energy Association (CWEA)
49 Programm Nachhaltige Stadtentwicklung 11/07-12/12 BMZ Ministry of Housing and Urban-Rural Development
(MOHURD)
50 Klimaschutz durch Energieeffizienz in
Gebäuden - Baseline-Studie für
Heizenergiebedarf im Wohnungsbestand
Nordchinas als Grundlage für eine
Handelsplattform für Kohlenstoff
12/10-02/12 BMU Ministry of Housing and Urban-Rural Development
(MOHURD)
51 Energieeffizienz in einer “Low Carbon“
Provinz (Jiangsu) und in "Low Carbon"
Städten
12/10-01/15 BMU National Development and Reform Commission (NDRC)
52 Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden
(Schulen und Krankenhäuser)
09/11-08/15 BMZ Ministry of Housing and Urban-Rural Development
(MOHURD)
53 Capacity Building für nachhaltige
Stadtentwicklung in Asien im Rahmen der
City Development Initiative for Asia CDIA
(Asien n.a.)
01/08-08/13 BMZ Various partner organisations in Asia and Oceania
54 Programm Klimaschutz 01/11-12/14 BMZ NDRC
55 Klimaschutz und Elektromobilität in China 12/09-11/12 BMU Ministry of Science and Technology
56 Transport Demand Management in Peking -
Minderung von Emissionen im städtischen
Verkehr
01/11-02/14 BMU Beijing Municipal Commission of Transport (BMCT)
57 Logistik unter klimarelevanten Aspekten
(China)
01/10-12/14 BMZ Ministry of Transport (MoT), Ministry of Railways (MoR),
Ministry of Education (MoE) / Zhejiang Wanli University
Ningbo, China Federation of Logistics and Purchasing
(CFLP)
58 Nachhaltige Waldbewirtschaftung (SFM) 01/08-12/11 BMZ State Forestry Administration (SFA)
59 Nachhaltige Nutzung der Agrobiodiversität in
den Provinzen Hainan und Hunan, VR China
06/05-12/11 BMZ+EU Ministry of Agriculture (MOA)
60 Schutz der Biodiversität in Feuchtgebieten 07/10-06/14 BMZ State Forestry Administration (SFA) / International
Forestry Cooperation Centre (IFCC)
61 Umweltstrategien in der
Intensivlandwirtschaft im Norden der VR
China
02/02-12/11 BMZ Ministry of Agriculture (MOA)
62 Management von obsoleten Pestiziden 09/09-12/12 BMZ Ministry of Agriculture (MOA)
63 Forstwärts – Internationaler Waldtag für
Schüler
06/11-11/11 AA Beijing Municipal Bureau of Parks and Forestry
64 Management und Führungstraining zur
Bergregionen-Entwicklung (Himalaya-
Hindukush-Pamir -
China/Tadschikistan/Nepal/Pakistan)
01/06-12/11 BMZ Tibet Academy of Agricultural and Animal Science
(TAAAS), Xinjiang Academy of Agricultural Sciences
(XAAS)
Verkehr
Bau-, Stadt-, Raumplanung
Management natürlicher Ressourcen
Drucksache 17/7436 – 20 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeAnlage 3 - Zusagen der Finanziellen Zusammenarbeit - China
Bilaterale FZ-Vorhaben in China inkl. Restlaufzeiten, Stand Oktober 2011
Nr. Name des Vorhabens Erwartetes Laufzeitende
1 Programm Energieeffizienz - Komponente Fernwärme Shihezi (Energy Efficiency Program) 2012
2 Programm Stadtentwicklung (Program Urban Development) 2012
3 Programme Kommunale Abwasserentsorgung 1-4 (Programmes Sewage Treatment) 2013
4 Gesundheitsprogramm für Westprovinzen (Health Programme Western Provinces) 2012
5 Armutsminderung Xinjiang (Poverty Alleviation Xinjiang) 2013
6 Programm zur nachhaltigen Entwicklung in benachteiligten ländlichen Gebieten, Yunnan 2013
7 Programm Kommunale Abfallentsorgung (Solid Waste Disposal Programme) 2013
8 Mikrofinanzierung I (Microfinance I) 2012
9 HIV-AIDS Prävention 2011
10 Modernisierung des Gesundheitswesens in Westlichen Provinzen 2012
11 Windenergie 2013
12 Programm Energieeffizienz II - Komponente Fernwärme Qingdao (Energy Efficiency Program) 2011
13 Erdbebenhilfe Gansu 2012
14 Erdbebenhilfe Sichuan 2012
15 Klimaschutz und Stadtentwicklung 2013
16 Armutsminderung Hunan (Poverty Alleviation Hunan) 2013
17 Programm Desertifikationskontrolle Nordchina (Desertification Control Program Northern China) - Komponente Ningxia II 2016
18 Klima- und Umweltinfrastruktur im urbanen Raum (Infrastructure for Climate and Environment in Urban Areas) 2014
19 Programm ländliches Gesundheitswesen 2014
20 Klima- und Energieprogramm China (Climate and Energy Programme) 2012
21 Programm Desertifikationskontrolle Nordchina (Desertification Control Program Northern China) 2014
22 Programm zur nachhaltigen Entwicklung in benachteiligten ländlichen Gebieten, Qinghai 2014
23 Programm Nachhaltige Waldbewirtschaftung Südchina - Komponente Hubei (Sustainable Forest Mangement Southern China) 2014
24 Nachhaltigkeit natürlicher Ressourcen 2015
25 Programm Nachhaltige Waldbewirtschaftung Südchina - Komponente Guizhou (Sustainable Forest Management Southern China) 2015
26 CO2-Minderungsprogramm (Green Financing Programme), zugesagt 2009, Verwendung von 10 Mio. Euro Haushaltsmitteln aus der IKLU-Fazilität 2013
27
Energieeffizienz in großtechnischen Anlagen (Energy Efficiency in Large-Scale
Technical Units), zugesagt 2009, Verwendung von 10 Mio. Euro
Haushaltsmitteln aus der IKLU-Fazilität
2013
28 Biodiversität und Natürliche Ressourcen 2016 Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]