[Deutscher Bundestag Drucksache 17/9134
17. Wahlperiode 27. 03. 2012 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Steffen Bockhahn,
Dr. Rosemarie Hein, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/8968 –
Modellprojekte mit rechtsextremen Jugendlichen
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPE-
TENZ STÄRKEN“ werden im Bereich der Modellprojekte auch solche
Projekte gefördert, die die Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen ins
Zentrum ihrer Arbeit stellen (Cluster II). An einem Projekt aus diesem
Themenzusammenhang kam es zu massiver Kritik. Die multilateral academy
ggmbh führt in Dortmund ein Projekt mit dem Titel „Dortmund den
Dortmundern“ durch. Im Rahmen dieses Projekts sollen rechte und nicht rechte
Jugendliche darüber diskutieren, wie Dortmunds Zukunft aussehen, und wessen
Stadt es sein soll. In der vom Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend (BMFSFJ) genehmigten Projektskizze, die schließlich zu
einer Fördersumme von 300 000 Euro führte, wird die Teilnahme von
Angehörigen der „Autonomen Nationalisten“ angestrebt, um eine direkte
Konfrontation zwischen den unterschiedlichen Jugendlichen zu ermöglichen. In den
Medien kam es nach Bekanntwerden dieser Konzeption zu Kritik an dem
Projekt, da so den gewaltbereiten Anhängern der „Autonomen Nationalisten“
eine Bühne für ihre Ansichten geliefert würde. Zudem sei es zweifelhaft, ob
die Kader dieser Naziszene im Sinne des Projekts erreicht werden könnten.
Außerdem würden durch die Anlage des Projektes die Ansichten der Nazis zu
diskussionswürdigen Argumenten aufgewertet und somit normalisiert (vgl.
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2012/02/20/kristina- schroders-
kuschelworkshop-fur-militante-neonazis_8048).
Auch vonseiten der Stadt Dortmund gab es massive Kritik an dem Projekt.
Trotz dieser Kritik wurde die Stadt Dortmund weiterhin als
Kooperationspartner vom Träger benannt und erst nach einer öffentlichen Intervention der Stadt
entfernt. Inzwischen wurde das Handlungskonzept durch den Träger
modifiziert und die „Autonomen Nationalisten“ nicht mehr explizit als Zielgruppe
benannt.
Über das regionale Projekt hinaus stellt sich damit die Frage nach dem
zugrunde liegenden Ansatz der akzeptierenden Jugendarbeit, der von der
schwarz-gelben Bundesregierung im Rahmen der Bundesprogramme gegen
Rechtsextremismus gefördert wird. Dieser Ansatz lag den ebenfalls von den
Koalitionsfraktionen der CDU/CSU und FDP zwischen 1992 und 1996 geför- Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend vom 26. März 2012 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/9134 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodederten Aktionsprogrammen gegen Aggression und Gewalt (AgAG) der 90er-
Jahre zugrunde und wurde damals mit dem Stichwort der „Glatzenpflege“
massiv kritisiert, auch von wissenschaftlicher Seite. Die Genehmigungspraxis
im Dortmunder Fall gibt Anlass zur Sorge, dass die Bundesregierung aus der
damaligen Kritik keine Schlussfolgerungen gezogen hat und die Gewichtung
der Bundesprogramme nach und nach von der Stärkung zivilgesellschaftlicher
Positionen zur Arbeit mit rechten Jugendlichen verlagert.
1. Wie beurteilt die Bundesregierung das von der multilateral academy
ggmbh in Dortmund durchgeführte Projekt mit dem Titel „Dortmund den
Dortmundern“ vor dem Hintergrund der daran geäußerten Kritik (vgl.
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2012/02/20/kristina-schroders-
kuschelworkshop-fur-militante- neonazis_8048)?
2. Hält die Bundesregierung die Einbindung von Angehörigen der militanten
„Autonomen Nationalisten“ in ein solches Projekt für sinnvoll, und wie
begründet sie ihre Auffassung?
Die Fragen 1 und 2 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Wie bereits in der Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 64
des Abgeordneten Rolf Schwanitz (Bundestagsdrucksache 17/8829) ausgeführt,
ist ein Ziel des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ
STÄRKEN und damit auch der Kinder- und Jugendpolitik des
Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, rechtsextrem orientierte
Jugendliche wieder für das demokratische System der Bundesrepublik
Deutschland zurück zu gewinnen. Jugendliche dürfen nicht aufgegeben werden – auch
dann nicht, wenn sie nicht nur gefährdet, sondern schon Kontakt in die
extremistische Szene haben. Dafür gilt es, zeitgemäße Konzepte zu erarbeiten, die neuen
Entwicklungen des Rechtsextremismus hinsichtlich Agitationsformen und
Zielgruppen Rechnung tragen.
Diesem Anspruch versuchen die 14 Modellprojekte, die sich im Themencluster 2
„Auseinandersetzung mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen“, Unterthema:
„Zeitgemäße Konzepte für die Arbeit mit rechtsextrem orientierten
Jugendlichen“, engagieren, gerecht zu werden. Der Sinn von Modellprojekten besteht
darin, neue Konzepte und bisher nicht erprobte Methoden anzuwenden. Ein
wichtiges Kriterium für den Erfolg oder Misserfolg eines Projektes ist dabei die
Erreichung der Zielgruppe, in diesem Themencluster auch die der rechtsextrem
orientierten Jugendlichen.
Vor diesem Hintergrund ist das Modellprojekt der Multilateral Academy
gGmbH zu bewerten, dessen primäres Ziel ist „die Entwicklung, Erprobung
und Realisierung eines didaktisch-methodischen Konzeptes der strukturierten
und unmittelbaren Auseinandersetzung mit rechtsextrem orientierten
Jugendlichen.“ Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Stärkung der für die Werte unseres
Grundgesetzes eintretenden Jugendlichen in der Auseinandersetzung mit
rechtsextremen Gruppen.
Die dafür geplanten Umsetzungsschritte wurden bei der Projektauswahl durch
die Gutachter/innen als nachvollziehbar und angemessen eingeschätzt. Es wird
dazu auf die Antwort zu Frage 8 verwiesen.
Das Modellprojekt wird im Übrigen wie die anderen 51 Modellprojekte auch
im Rahmen der Evaluation des Programmteils Modellprojekte des
Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN begleitet.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/91343. Wie bewertet die Bundesregierung die Änderung des Handlungskonzeptes
durch den Träger multilateral academy ggmbh, nachdem es zu massiver
Kritik an der ursprünglichen Konzeption gekommen war, und welche
Rolle spielte diese Änderung für die Bewilligung der Mittel seitens des
BMFSFJ?
4. Hat es vonseiten des BMFSFJ eine Aufforderung an den Träger zur
Überarbeitung des Konzeptes gegeben, wie sah diese Aufforderung
gegebenenfalls aus, und hätte die Bundesregierung auch bei Beibehaltung der
ursprünglichen Konzeption ihre Finanzierungszusage aufrechterhalten?
Die Fragen 3 und 4 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Bei der Erprobung neuer Konzepte kommt es darauf an, mögliche
Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und darauf schnell reagieren zu können. Dies
zeichnet die Herangehensweise für alle im Rahmen des Bundesprogramms
TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN geförderten
Modellprojekte aus. Diesem Weiterentwicklungsprozess wird durch die jährlich
vorzulegenden Ergebnisberichte und anschließenden Fortschreibungsanträge
Rechnung getragen. Dies galt und gilt auch für das Projekt des Trägers Multilateral
Academy gGmbH. Dieser hatte bereits im November 2011, also zwei Monate
vor der in einigen Medien geäußerten Kritik, Änderungen an seinem Konzept
angekündigt und eine Neubewertung der ursprünglich geplanten Methoden zur
Erreichung rechtsextrem orientierter Jugendlicher vorgenommen.
Zurzeit führt der Träger Gespräche mit verschiedenen Expertinnen und
Experten zur Weiterentwicklung des Konzeptes. Bis Ende März 2012 sollen erste
Ergebnisse vorliegen. Die Regiestelle BAFzA begleitet diesen Prozess. Ziel ist
weiterhin die Entwicklung eines pädagogischen Modells zur
Auseinandersetzung mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen.
Damit bleiben die Fördergrundlage und der Verbleib im Themenbereich
„Auseinandersetzung mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen“, Unterthema
„Zeitgemäße Konzepte für die Arbeit mit rechtsextrem orientierten
Jugendlichen“ erhalten. Zudem hat das Projekt eine solide und tragfähige
Finanzierung. So steht als Kofinanzierer weiterhin das Land Nordrhein-Westfalen, hier
Landesjugendamt, zur Verfügung.
5. Wie bewertet die Bundesregierung die Kritik der Stadt Dortmund
(Schreiben vom 25. Januar 2012) an der ursprünglichen Konzeption der
multilateral academy ggmbh für das Projekt, ab wann war ihr diese Kritik
bekannt, und welche Rolle spielte diese Kritik für die Förderung des
Projektes?
Die Stadt Dortmund hat sich im Rahmen des bundesweiten
Interessenbekundungsverfahrens mit zwei Schreiben (Jugendamt und Amt für Angelegenheiten
des Oberbürgermeisters und des Rates) ausdrücklich für das Modellprojekt und
damit für die methodische Ausgestaltung des Projekts eingesetzt. Der Inhalt
und das Ziel des Projekts waren damit der Stadt Dortmund seit 2010 bekannt.
Die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt
Dortmund wollte zudem in der so genannten Steuerungsgruppe des Projekts
mitwirken. Ein finanzielles Engagement der Stadt Dortmund in dem Projekt war nicht
vorgesehen. Erst durch die öffentliche politische Debatte hat sich die Stadt
Dortmund von dem Projekt zurückgezogen und dem Träger am 26. Januar 2012
mitgeteilt, dass die Stadt darauf besteht, nicht mehr im Zusammenhang als
Partner mit dem Projekt genannt zu werden.
Daraufhin wurde in der Homepage (
www.toleranz-foerdern-kompetenz-
staerken.de/) der Verweis auf die Stadt Dortmund entfernt. Die Bundesregie-
Drucksache 17/9134 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperioderung bedauert den Schritt der Kommune, begrüßt aber, dass das Land weiter als
Kofinanzierer zur Verfügung steht.
6. Welche Folgerungen hat die Bundesregierung aus der Kritik an den
AgAG-Programmen (Programm gegen Aggression und Gewalt 1992 bis
1996) gezogen, und wie unterscheiden sich die Projekte im Rahmen des
Clusters II der Modellprojekte von dem damaligen Ansatz?
7. Welche Erwartungen verbindet die Bundesregierung mit der verstärkten
Arbeit mit rechtsextremen Jugendlichen, auf welche wissenschaftlichen
Expertisen stützt sie sich dabei, und welche Risiken bzw. Grenzen dieser
Arbeit sieht die Bundesregierung?
Die Fragen 6 und 7 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Im Rahmen des Aktionsprogramms der Bundesregierung, dem
„Aktionsprogramm gegen Aggression und Gewalt (AgAG) (1992 bis 1996)“ wurde die
Anwendung des Ansatzes der „akzeptierende Jugendarbeit“ erprobt, um mit
Projektarbeit rechtsorientierte und auch rechtsextreme Jugendliche zu erreichen.
Gleichzeitig sollte mit dem Programm ein Beitrag zum Aufbau einer Struktur
der Jugendhilfe in den Neuen Bundesländern geleistet werden.
In der praktischen Umsetzung erwies sich der Ansatz durchaus erfolgreich.
Gleichwohl überwog in der öffentlichen Diskussion die Kritik. Die Gründe
dafür lagen in den Defiziten vor Ort.
So wurde häufig gering qualifiziertes Personal eingesetzt, es gab wenig
Akzeptanz für die Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen in der
Sozialarbeit insgesamt, es existierte kaum eine funktionierende Praxis der
Jugendarbeit bzw. -hilfe und das AgAG-Programm wurde überfrachtet mit
strukturaufbauenden Elementen der Jugendarbeit in den Neuen Bundesländern. Es
zeigte sich darüber hinaus, dass die Arbeit mit rechtsextrem orientierten
Jugendlichen eingebettet sein muss in einen Gesamtansatz zur Stärkung der
Zivilgesellschaft vor Ort.
In der Folgezeit stand die von Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft
verstärkt geforderte Vernetzung der Beteiligten auf allen Ebenen (lokale,
landesweit und bundesweit) im Vordergrund. Diese wurde gekoppelt mit einer
stärkeren Unterstützung und Förderung der demokratischen Gegenkräfte. Sie bildeten
den Rahmen für das Aktionsprogramm „Jugend für Toleranz und Demokratie –
gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ (2001
bis 2006) mit seinen Teilprogrammen Civitas, Entimon und Xenos.
Das von 2007 und 2010 laufende Bundesprogramm „VIELFALT TUT GUT.
Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ erweiterte die Konzeption zur
Prävention von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus
um die Förderung von Ansätzen zur Arbeit mit rechtsextremistisch orientierten
Jugendlichen. Im Rahmen des Themenclusters 2 „Auseinandersetzung mit
rechtsextrem gefährdeten Jugendlichen“ wurden zwischen 2007 und 2010
18 Modellprojekte gefördert (Ergebnisse siehe Abschlussbericht des
Bundesprogramms:
www.vielfalt-tut-gut.de). Bei der Auswahl wurde darauf geachtet,
dass diese Projekte in einem Ansatz vor Ort zur Stärkung der Zivilgesellschaft
eingebettet waren. Alle hier genannten Präventionsprogramme wurden seit
2001 wissenschaftlich auf der Programmebene begleitet. Die Ergebnisse sind
u. a. auf der Website
www.vielfalt-tut-gut.de veröffentlicht.
Ergänzend ist es Aufgabe der aus Bundesmitteln geförderten „Arbeits- und
Forschungsstelle Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ beim Deutschen
Jugendinstitut, u. a. durch die forschungsbasierte Dokumentation von Ansätzen
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/9134und Praxiserfahrungen in diesem Feld Informationen für Fachpraxis, Politik
und Wissenschaft und die Weiterentwicklung außerschulischer Angebote zur
Prävention von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu unterstützen.
Auf diesen Erkenntnissen bauen die aktuell im Themencluster 2
„Auseinandersetzung mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen“ geförderten 14
Modellprojekte im Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ
STÄRKEN“ auf. Gemäß Förderleitlinie werden in den folgenden drei
Bereichen modellhafte Ansätze unterstützt: geschlechterreflektierende Arbeit mit
rechtsextrem orientierten Jugendlichen, zeitgemäße Konzepte für die Arbeit
mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen und qualifizierte Elternarbeit.
8. Wie prüft die Bundesregierung die pädagogischen Voraussetzungen der
Träger im Themencluster II der Modellprojekte, und welche
Anforderungen werden hier gestellt?
Wie bereits in der Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 60
auf Bundestagsdrucksache 17/8829 der Abgeordneten Daniela Kolbe (Leipzig)
ausgeführt, hat sich das Modellprojekt der Multilateral Academy gGmbH – wie
alle anderen geförderten Modellprojekte – im Herbst 2010 am bundesweiten
Interessenbekundungsverfahren beteiligt und wurde von den externen
Expertinnen und Experten zur Förderung ausgewählt.
Grundlage für diese Entscheidung bildeten u. a. die folgenden inhaltlichen
Bewertungskriterien:
● Schlüssigkeit der Problemlage mit dem Handlungsbedarf im Aktionsraum;
● Zielorientierung sowie deren Übereinstimmung zum Problemaufriss und
Handlungsbedarf;
● Zielgruppenrelevanz und deren Beteiligung;
● strategische und operative Einbindung von Kooperations- und
Netzwerkpartnern;
● Modellhaftigkeit und Innovationsgehalt;
● Weiterführungsperspektiven nach der Bundesförderung.
Neben diesen inhaltlichen Kriterien wurden auch formale Kriterien abgeprüft.
Dazu gehörten:
● Erfahrungen des Trägers in diesem Tätigkeitsbereich (inkl. eingesetztes
Personal);
● fachliches Votum;
● Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit.
Eine Überprüfung der fachlichen Förderfähigkeit dieses Projekts fand durch
mehrere Gutachten im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens statt.
Darüber hinaus wurde in einem fachlichen Votum des Jugendamtes der Stadt
Dortmund, die methodischen Ansätze des Projektes, aus fachlicher Sicht als
geeignet bezeichnet (vgl. hierzu die Antwort zu Frage 5).
9. Welche weiteren Projekte im Themencluster II, Auseinandersetzung mit
rechtsextrem orientierten Jugendlichen werden durch die Bundesregierung
mit welchen jeweiligen Summen gefördert?
Die folgenden 14 Modellprojekte werden im Themencluster 2
„Auseinandersetzung mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen“ im Bundesprogramm
„TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ gefördert:
Drucksache 17/9134 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeNr. Träger Projektbezeichnung Unterthema Bundesland
Gesamtförderzeitraum
von/bis
bewilligte
Zuwendung 2012
1 Gegen Vergessen –
Für Demokratie e. V.
Stauffenbergstr. 13–14
10785 Berlin
Onlineberatung als
Form der qualifizierten
Elternarbeit
Qualifizierte
Elternarbeit
Berlin 01.02.11 bis
31.12.13
54 032,75 Euro
2 Cultures Interactive e. V.
Mainzer Str. 11
12053 Berlin
Handlungskonzept für
die Arbeit mit
rechtsaffinen Jugendlichen
im ländlichen Raum in
Ostdeutschland
(HaKo_reJu)
Zeitgemäße
Konzepte für die
Arbeit mit
rechtsextrem
gefährdeten
Jugendlichen
Berlin 01.04.11 bis
31.03.14
96 631,31 Euro
3 Amadeu Antonio Stiftung
Linienstr. 139
10115 Berlin
Netz 2.0 gegen Nazis Zeitgemäße
Konzepte für die
Arbeit mit
rechtsextrem
gefährdeten
Jugendlichen
Berlin 01.04.11 bis
31.03.14
100 000,00 Euro
4 Dissens e. V. ,
Allee der Kosmonauten 67,
12681 Berlin
Fortbildung zum
Thema
„Geschlechterreflektierende Arbeit
mi rechtsextrem
orientierten Jungen und
jungen Männern“
geschlechterreflektierende
Arbeit mit
rechtsextrem
orientierten Jugendlichen
Berlin 15.10.11 bis
30.06.14
55 780,20 Euro
5 LidiceHaus,
Jugendbildungsstätte
Bremen,
Weg zum Krähenberg 33 a,
28201 Bremen
Rechte Jungs, rechte
Mädchen – ratlose
Eltern – Beratung von
Eltern und
Angehörigen rechtsextremer
Jugendlicher
qualifizierte
Elternarbeit
Bremen 01.05.11 bis
30.04.14
33 833,30 Euro
6 Förderverein JVA
Holzstraße e. V.
Heinrich-Pette-Str. 2
65191 Wiesbaden
Die Werft – Kulturelle
Arbeit und Integration
Zeitgemäße
Konzepte für die
Arbeit mit
rechtsextrem
orientierten Jugendlichen
Hessen 01.03.11 bis
28.02.14
100 000,00 Euro
7 Sportjugend Hessen im
Landessportbund Hessen
e. V.
Otto-Fleck-Schneise 4
60528 Frankfurt am Main
Erlebniswelt Sport –
Wir bieten Respekt und
Anerkennung! (R.AN!)
Zeitgemäße
Konzepte für die
Arbeit mit
rechtsextrem
orientierten Jugendlichen
Hessen 01.04.11 bis
31.03.14
89 900,00 Euro
8 CJD Waren (Müritz)
Otto-Intze-Straße 1
17192 Waren (Müritz)
„A-Ja!“ Akzeptierende
Jugendarbeit im LK
Güstrow
Zeitgemäße
Konzepte für die
Arbeit mit
rechtsextrem
orientierten Jugendlichen
Mecklenburg-
Vorpommern
01.03.11 bis
31.12.13
100 092,22 Euro
9 Bildungsvereinigung AR-
BEIT UND LEBEN
Niedersachsen Ost gGmbH,
c/o ARUG
Bohlweg 55
38100 Braunschweig
Zentrum für
demokratische Bildung.
Demokratiepädagogik in
Kooperation von Staat
und Zivilgesellschaft
Zeitgemäße
Konzepte für die
Arbeit mit
rechtsextrem
orientierten Jugendlichen
Niedersachsen
15.03.11 bis
14.03.14
100 000,00 Euro
10 Multilateral academy
Weißenburger Str. 23
44135 Dortmund
Dortmund den
Dortmundern – Wem
gehört die Stadt?
Zeitgemäße
Konzepte für die
Arbeit mit
rechtsextrem
orientierten Jugendlichen
Nordrhein-
Westfalen
01.09.11 bis
31.08.13
96 011,00 Euro
11 Landesamt für Soziales,
Jugend und Versorgung
RLP
Rheinallee 97–101
55118 Mainz
MAPs-Midiale
AktionsProjekte gegen
Rechtsextremismus,
-Motivation, Aktion,
Präsentation-
Mitmachen-Aktiv sein-
Preisgeben
Zeitgemäße
Konzepte für die
Arbeit mit
rechtsextrem
orientierten Jugendlichen
Rheinland-
Pfalz
01.04.11 bis
31.03.14
99 750,00 Euro
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/913412 Arbeitsgemeinschaften
Jugendfreizeitstätten
(AGJF)
Sachsen e. V.
Neefestraße 82
09119 Chemnitz
Mut vor Ort – Arbeit
mit Rechten, Jungen
und Mädchen
Geschlechterreflektierende
Arbeit mit
rechtsextrem
orientierten Jugendlichen
Sachsen 01.05.11 bis
30.04.14
66 002,50 Euro
13 Miteinander – Netzwerk für
Demokratie und
Weltoffenheit Sachsen-Anhalt e. V.
Erich Weinert Straße 30
39104 Magdeburg
RollenWechsel
Geschlechterreflektierende Arbeit
mit rechtsextrem
orientierten
Jugendlichen
Sachsen-
Anhalt
01.04.11 bis
21.03.14
68 600,00 Euro
14 Drudel e. V.
Schleidenstraße 19,
07745 Jena
Objektiv –
Vorurteilsreduzierte
Bildungsprogramme für
Jugendliche
zeitgemäße
Konzepte für die
Arbeit mit
rechtsextrem
orientierten Jugendlichen
Thüringen 01.10.11 bis
01.09.14
46 679,72 Euro
Nr. Träger Projektbezeichnung Unterthema Bundesland
Gesamtförderzeitraum
von/bis
bewilligte
Zuwendung 2012
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]